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Religiöse Ethik. Bibelauslegung und CO
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VanHanegem
Weltmeister



Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beiträge: 2475

Beitrag(#2260956) Verfasst am: 15.09.2021, 15:50    Titel: Religiöse Ethik. Bibelauslegung und CO Antworten mit Zitat

Thread wurde nicht von VanHanegem gestartet, sondern von Gibt es einen Bedarf an atheistischen Symbolen? Wie definiert man Religion? abgetrennt, und als neuer Thread gestartet. vrolijke

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Da m.W. altgriechisch als auch althebräisch nur 2 Zeitformen kennen
# Vergangenheit
# GegenZuwartkunft
würde ich weniger von einer Fälschung sprechen.

Im Fall des Griechischen unzutreffend. Das kennt mehrere Verganenheitsformen (sogar eine mehr als wir "Aorist"), Präsenz, Zukunft




sehr gut hat folgendes geschrieben:
Beispiel "JHWH" kann übersetzt werden mit
»Ich bin, der ich bin«
als auch
»Ich werde sein, der ich sein werde«

gignomai (davon abgeleitet der Imperativ ginesthe) hat verschiedene Bedeutungen in Richtung entstehen, werden etc. "sein" ist ein anderes Wort (eimi)
"seid barmherzig ..." müsste heißen "este oiktirmones ..."




sehr gut hat folgendes geschrieben:
Ich werde sein, der ich sein werde

Dass "werden" (nur im Deutschen) als Hilfszeitwort zur Konstruktion des Futurs beim Verb X gebraucht wird, begründet keine Überschneidung der Bedeutungen von "werden" und X


Fazit: es handelt sich um gezielte Falschübersetzung, die den Status des Christentums als Priester- und Glaubensreligion festigen soll
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VanHanegem
Weltmeister



Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beiträge: 2475

Beitrag(#2260957) Verfasst am: 15.09.2021, 16:02    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Ob das aber überhaupt einen großen Unterschied macht, halte ich nicht für ausreichend begründet. Immerhin ist es auch im Deutschen folgendermaßen: Wenn jemand etwas "wird", "ist" er es danach. Wenn man also mit "werden" im Perfekt sagt: "Du bist groß geworden", liegt der inhaltliche Unterschied zu "du bist groß" nur darin, dass man implizit feststellt, dass die Person vorher nicht groß war.

Wenn die Verwendung im Griechischen genauso funktioniert, wäre der Unterschied von "seid barmherzig" zu "werdet barmherzig" nur, dass implizit gesagt wird, dass die Angesprochenen es noch nicht sind. Das ist aber im Imperativ sowieso implizit enthalten. Es gäbe also eigentlich keinen Unterschied.

Richtig beobachtet:
"Sei" barmherzig ist eine unerfüllbare Forderung. Diesen Widerspruch umgeht der regeltreue Christ gewöhnlich dadurch, dass er dem Bettler auch dann Geld gibt, wenn tatsächliche Barmherzigkeit nicht vorhanden ist. In der Praxis dann besonders, denn jemand zuschaut. Letzteres begründet dann die für Glaubensreligionen charakteristische Verlogenheit.

"Werde" barmherzig ist eine erfüllbare Forderung. Dieses Ziel kann man übrigens möglicherweise auch dadurch erreichen, dass man im Einzelfall unbarmherzig ist und die Folgen selbst miterlebt. Auf Basis einer tatsächlich gemachten Erfahrung kann man tatsächliche Barmherzigkeit erlernen. Letzteres begründet die Ehrlichkeit von Erfahrungsreligionen.
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 14667

Beitrag(#2260965) Verfasst am: 15.09.2021, 16:54    Titel: Antworten mit Zitat

VanHanegem hat folgendes geschrieben:
.. der regeltreue Christ ..


Eine äußere Regel trifft auf inkompatibles Inneres. Da bleibt ignorieren oder heucheln.

Deshalb sage ich ja das alles zuerst von Innen kommen muß.

Wenn etwas im Innen vorhanden ist, aber aus irgendwelchen Gründen nicht 'gelebt' wird, dann kann man das anstoßen und fördern.
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tillich (epigonal)
hat Spaß



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 20707

Beitrag(#2260966) Verfasst am: 15.09.2021, 17:02    Titel: Antworten mit Zitat

VanHanegem hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Ob das aber überhaupt einen großen Unterschied macht, halte ich nicht für ausreichend begründet. Immerhin ist es auch im Deutschen folgendermaßen: Wenn jemand etwas "wird", "ist" er es danach. Wenn man also mit "werden" im Perfekt sagt: "Du bist groß geworden", liegt der inhaltliche Unterschied zu "du bist groß" nur darin, dass man implizit feststellt, dass die Person vorher nicht groß war.

Wenn die Verwendung im Griechischen genauso funktioniert, wäre der Unterschied von "seid barmherzig" zu "werdet barmherzig" nur, dass implizit gesagt wird, dass die Angesprochenen es noch nicht sind. Das ist aber im Imperativ sowieso implizit enthalten. Es gäbe also eigentlich keinen Unterschied.

Richtig beobachtet:
"Sei" barmherzig ist eine unerfüllbare Forderung. Diesen Widerspruch umgeht der regeltreue Christ gewöhnlich dadurch, dass er dem Bettler auch dann Geld gibt, wenn tatsächliche Barmherzigkeit nicht vorhanden ist. In der Praxis dann besonders, denn jemand zuschaut. Letzteres begründet dann die für Glaubensreligionen charakteristische Verlogenheit.

"Werde" barmherzig ist eine erfüllbare Forderung. Dieses Ziel kann man übrigens möglicherweise auch dadurch erreichen, dass man im Einzelfall unbarmherzig ist und die Folgen selbst miterlebt. Auf Basis einer tatsächlich gemachten Erfahrung kann man tatsächliche Barmherzigkeit erlernen. Letzteres begründet die Ehrlichkeit von Erfahrungsreligionen.

Wenn Wortklauberei mit unsinniger Schwurbelei ins Bett steigt ...

"Sei dies und das" und "werde dies und das" ist logisch exakt dasselbe. Warum, habe ich oben schon ausgeführt, und ich werde nicht den Fehler in anderen Threads wiederholen, dir in immer neuere Variationen des Unsinns zu folgen.
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Tarvoc
would prefer not to



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 42367

Beitrag(#2260974) Verfasst am: 15.09.2021, 19:56    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Eine äußere Regel trifft auf inkompatibles Inneres.

Hä? Inneres? Was soll das sein? Am Kopf kratzen Keine Ahnung, was meine Innereien mit Barmherzigkeit zu tun haben sollen.
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Die Ströme sind ewig.
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Skeptiker
"I can't breathe!"



Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 16834
Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2260976) Verfasst am: 15.09.2021, 20:04    Titel: Antworten mit Zitat

narr hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
... Evolution widerspruchsfrei mit dem Christentum zu vereinen. Das wäre aber nicht das, was allgemein unter Christentum verstanden wird.


Die Katholen schaffen das ohne Probleme und das schon ein Weile. Auch der jetzige Papst ist da keine Ausnahme Lachen


Zitat daraus:

Zitat:
Die katholische Lehre und die wissenschaftliche Evolutionstheorie stehen für Papst Franziskus nicht in Konflikt miteinander. Bei einem Termin an der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften sagte das Kirchenoberhaupt, Evolution in der Natur sei kein Gegensatz zur Überzeugung von einer göttlichen Schöpfung. Der Urknall werde heute als Ursprung der Welt angesehen, und er "widerspricht der kreativen Intervention Gottes nicht, sondern setzt sie im Gegenteil voraus". (...)

Pius XII. bezeichnete Evolution als validen wissenschaftlichen Ansatz bei der Entwicklung der Menschheit. Johannes Paul II. bekräftigte dies 1996. Benedikt XVI. bekundete 2011, wissenschaftliche Theorien zum Ursprung und Entwicklung von Universum und Menschheit stünden zwar nicht in Konflikt mit dem Glauben, ließen aber viele Fragen offen.


Schlüsselwort hierbei ist der Begriff von der "kreativen Intervention Gottes", was die Schöpferkraft aus der Materie heraus nimmt und einem *Gott* zuordnet. Damit sagen die Katholen, dass die Materie von sich aus nicht Neues schaffe, nicht kreativ, nicht schöpferisch sei. Vielmehr bedürfe es kreativer Interventionen des großen Geistes ohne Körper, damit die tote Materie lebendig wird und sich in Richtung Mensch entwickelt, ein teleologischer Ansatz, welcher grundsätzlich nichts in der Evolutionstheorie zu suchen hat und mit dieser auch unvereinbar ist.

Daneben passt unseren Haus- und Hofchristen der Gedanke der Höherentwicklung nicht in den Kram:

Zitat:
Tatsächlich zeigt die Bibel im Alten ebenso wie im Neuen Testament, daß die Vorstellung einer Höherentwicklung nicht richtig ist:

1. Nach dem Schöpfungsbericht der Bibel (1 Mose 1-2,4a) werden die Pflanzen und die unterschiedlichen Tiergruppen unabhängig voneinander geschaffen und jeweils von Gott selbst als “gut” bezeichnet. Somit bedurften sie keiner Höherentwicklung.

2. In 1 Mose 1 heißt es 10 mal, daß Gott die Pflanzen und Tiere nach ihrer Art schuf. Das widerspricht der Vorstellung einer Höherentwicklung über den Artrahmen hinaus, wie der Bibeltext ihn vorgibt.


Quelle


Hier wird mit Hilfe der Bibelbabbel gedeutet, dass jede Spezies bereits fertig ins Regal gepackt wird. Die Katholenführer dagegen erkennen durchaus an, dass es eine Art Entwicklung zum Fertigwerden braucht, so wie beim Kuchenbacken. Aber auch bei ihnen existiert jede Art schon vorab im Geiste ihres großen Oberführers da draußen, ist somit also ebenfalls schon gewissermaßen fertig, bevor sie das Licht der Welt erblickt.

Die Ablehnung der Höherentwicklung der Materie aus sich heraus zeigt sich am Ende des Tages in beiden Fällen.

narr hat folgendes geschrieben:
alois hat folgendes geschrieben:
narr hat folgendes geschrieben:
Und was sollen die Agnostiker?
... Aber ich glaube an die Rätselhaftigkeit des Bewusstseins und halte die Existenz von etwas Geistigem ausserhalb der bisherigen Physik für möglich. ...


Und was bringt das? Warum sollte man daran "glauben"? Gibt es irgendwelche Hinweise auf "etwas Geistiges" - mal von alkoholischen Getränken abgesehen?

Und was bringt es an die "Rätselhaftigkeit des Bewusstseins" zu glauben? Klar, wie "Bewusstsein" genau entsteht ist noch nicht geklärt. Man kann das also "Rätsel" nennen aber was hat das mit einem "Geistigen" außerhalb der Physik zu tun. Wobei es natürlich etwas gibt außerhalb der Physik. Wenn nicht bräuchte es weder Chemie noch Bio-Wissenschaften. Und wer weiß was von der Physik in Schwarzen Löchern?

Also wenn überhaupt ein Logo für Atheisten, dann für mich sicher keines mit Agnostikern, das sind imo weich-gewaschene Gläubige. Lachen


Es zeugt allerdings von einer extrem reduktionistischen Philosophie, aus den Gesetzen der Physik und der Chemie Bewusstsein herleiten zu wollen. Es ist schließlich so, dass die Entwicklung höherer Strukturen auch neue Gesetzmäßigkeiten erzeugt, was man als Emergenz bezeichnet.

Wenn man nicht weiter weiß bei der Erklärung von Bewusstsein, dann kann man jederzeit nach dem bewährten Muster der Katholenoberheinis behaupten, Bewusstsein entstünde schlicht und einfach aufgrund der "kreativen Intervention Gottes".

Das war's. Mehr braucht's nicht für katholische und evangelische Wasserköpfe.

narr hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
... Die Evolution ist eigentlich ein hervorragendes Material dialektischer Höherentwicklungen der Materie aus sich selbst heraus....


Jemand mit nur nem Hammer, wird alles als Nagel sehen. Smilie


Jemand mit einer positivistischen Brille wird stets die Fassade eines Dings mit dessen Wesen gleichsetzen.

narr hat folgendes geschrieben:
Nein, die Evolution ist kein "hervorragendes Material dialektischer Höherentwicklungen der Materie aus sich selbst heraus. Evt. könnte man das noch von der Abiogenese sagen. Aber Evolution hat wirklich nichts mit "Höherentwicklung" zu tun, sicher nicht wie die meisten Leute das verstehen. Wir Menschen sind auch nicht an irgendeinem "Baum" ganz oben. Wir sind eine Spezies an einem vorläufigen End-Punkt eines Zweigs eines Evolutionären Busches. Alle z.Z. lebenden Spezies auf der Welt sitzen an anderen vorläufigen Enden anderer Zweige dieses Busches und sind genauso "hoch" oder "tief" wie wir. Auch sie haben den gleich langen Weg hinter sich wie wir. Sie besetzen (teils) nur andere Lebensräume und verwenden andere Energie-umssetzungsmethoden.


Na so was! Und ich dachte bisher immer, dass ausdifferenzierte Mehrzeller höher entwickelt seien als Einzeller.

Und dabei sitzen doch alle einfach nur in dem selben Baum herum. Nur halt jeder Zellhaufen in seinem speziellen Heimatzweig. Cool

Zitat:
Die Höherentwicklung oder Anagenese beschreibt evolutionsgeschichtlich das Auftreten immer komplexerer Lebensformen. Paläontologische Funde belegen dieses von der Wissenschaft bislang rekonstruierte bzw. erarbeitete Konzept der Evolution durch die geogeschichtliche Schichtung der Funde. Je jünger die jeweiligen Schichten sind, in denen Fossilien gefunden werden, desto komplexer sind die vor allem darin vorgefundenen Überreste der Organismen.

Durch paläontologische Funde würde sich folgende Reihenfolge einer Anagenese bzw. Höherentwicklung darstellen: Nach den Bakterien entstanden Einzeller, dann Schwämme, gefolgt von Nesseltieren. Spätere Funde belegen sogenannte Metazoen, Tiere, die über ein Strickleiter-Nervensystem verfügen, gefolgt von Fischen, Reptilien sowie Vögeln. Die jüngsten Funde stammen von Säugetieren und schließlich von Primaten.

Die geologische Schichtung der Fossilien liefert eine plausible Erklärung für die Abstammungslehre. Bei den Pflanzen stellen bestimmte Familien von Grünalgen ein beliebtes Beispiel dar, anhand deren die Definition einer Höherentwicklung gut veranschaulicht werden kann. Zunächst müssen bei einzelligen Algen wie der Chlamydomonas alle Zellfunktionen in einer Zelle ablaufen. Diese ist daher hinsichtlich ihrer Funktionen recht unflexibel. Die Alge vermehrt sich durch Zellteilung in absolut identische Teile, was eine geringe genetische Vielfalt bedeutet. Jüngere Algenformen wie Gonium schließen sich, obwohl sie aus Einzellern bestehen, zu Kolonien zusammen, die durch eine Gallert-Hülle gemeinsame Stoffwechselaspekte realisieren (Schutz nach außen).


https://www.helpster.de/hoeherentwicklung-definition-und-merkmale_108310


Es ist zwar richtig, dass komplexere neben oder in Symbiose mit weniger komplexen Lebensformen existieren. Aber auch die heute wenig komplexen Lebensformen haben das Potenzial, bei einem entsprechenden Evolutionsdruck Entwicklungsinnovationen hervor zu bringen, also quasi die Biologie des Neuen.

Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Innovation_%28Evolution%29
_________________
°
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Wir zahlen nicht für eure Kriege!

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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vrolijke
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Beitrag(#2260979) Verfasst am: 15.09.2021, 20:37    Titel: Antworten mit Zitat

narr hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
... Evolution widerspruchsfrei mit dem Christentum zu vereinen. Das wäre aber nicht das, was allgemein unter Christentum verstanden wird.


Die Katholen schaffen das ohne Probleme und das schon ein Weile. Auch der jetzige Papst ist da keine Ausnahme Lachen


Ich sehe leider nur:

Zitat:
Es tut uns leid – hier ist etwas schiefgelaufen
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narr
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Beitrag(#2260983) Verfasst am: 15.09.2021, 21:05    Titel: Antworten mit Zitat

Seltsam. Nochmal ein Versuch.
Einen anderen, ebenfalls mit der Haltung der Kath. Kirche zur Evolution

Zitat:
Papst Johannes Paul II. sagte, die Evolutionstheorie sei mehr als eine Hypothese. Die katholische Kirche erkennt die Evolution als Fakt an, die Evolutionslehre wird nicht in Frage gestellt. Den Kreationismus hingegen lehnt sie unisono ab - nicht nur auf der Tagung. Und Intelligent Design ist ja nur eine neuere Variante des Kreationismus.
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vrolijke
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Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2260987) Verfasst am: 15.09.2021, 21:14    Titel: Antworten mit Zitat

narr hat folgendes geschrieben:
Seltsam. Nochmal ein Versuch.
Einen anderen, ebenfalls mit der Haltung der Kath. Kirche zur Evolution

Zitat:
Papst Johannes Paul II. sagte, die Evolutionstheorie sei mehr als eine Hypothese. Die katholische Kirche erkennt die Evolution als Fakt an, die Evolutionslehre wird nicht in Frage gestellt. Den Kreationismus hingegen lehnt sie unisono ab - nicht nur auf der Tagung. Und Intelligent Design ist ja nur eine neuere Variante des Kreationismus.

Danke!
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smallie
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Beitrag(#2260995) Verfasst am: 15.09.2021, 21:59    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
alois hat folgendes geschrieben:
Darwin taugt nicht zur Abgrenzung gegen 'aufgeklärte' Christen, da sie die Evolution nicht bestreiten.

Doch, das tun sie, sie wissen es nur nicht.

Lachen


: )

Weder ich noch der Papst können verbindlich für alle Christen sagen, was Christentum ausmacht. zwinkern Aber wenn ich den Kern des Christentums in einem Satz beschreiben sollte, dann so:

    Dem Menschen wurde das ewige Leben gegeben.

Das verträgt sich schlecht mit Biologie. Wenn Christentum für euch etwas anderes bedeutet, dann müßten wir das gesondert abhandeln.
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smallie
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Beiträge: 3533

Beitrag(#2260996) Verfasst am: 15.09.2021, 22:00    Titel: Antworten mit Zitat

narr hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
... Evolution widerspruchsfrei mit dem Christentum zu vereinen. Das wäre aber nicht das, was allgemein unter Christentum verstanden wird.
Die Katholen schaffen das ohne Probleme und das schon ein Weile. Auch der jetzige Papst ist da keine Ausnahme Lachen

Die Katholiken schaffen das nicht - oder nur durch Etikettenschwindel. Sie haben sich ihre eigene Evolutionstheorie gebastelt, die mit Darwin & Co. nichts zu tun hat.

smallie hat folgendes geschrieben:
Nicht selten heißt es, der Vatikan bekenne sich zur Evolutionstheorie. So sieht das Bekenntnis grob zusammengefasst aus:

    - Es gibt mehrere Evolutionstheorien.
    - Die Wahrheit dieser Theorien zu beurteilen fällt in die Kompetenz von Philosophie und Theologie
    - Der Mensch ist eine von Gott gewollte Kreatur.
    - Der Geist ist keine Kraft der Materie; Evolutionstheorien die das behaupten sind falsch.


Vatikan hat folgendes geschrieben:
Christliches Menschenbild und moderne Evolutionstheorien

... der Mensch [ist] „auf Erden die einzige von Gott um ihrer selbst willen gewollte Kreatur“ ...

http://www.stjosef.at/dokumente/evolutio.htm

Die Evolutionstheorie gibt keine gottgewollte Kreatur her, ohne eine Art von intelligent design zu behaupten.


narr hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
Wenn der Mensch vom Affen abstammt, ...

Der Mensch stammt nicht vom Affen ab

Die frühen Homininen sehen Schimpansen oder Bonobos ziemlich ähnlich. In dem Sinne stammt der Mensch tatsächlich vom Affen ab. Von den Neuweltaffen stammt er natürlich nicht ab. Andererseits gehört der Mensch immer noch zu den Primaten, oder?

Egal. Solche Spitzfindigkeiten lenken nur von meinem eigentlichen Argument ab: wenn der Mensch aus der unbeseelten Natur hervorgegangen ist, wie kommt er dann zu einer unsterblichen Seele?
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smallie
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Beiträge: 3533

Beitrag(#2260999) Verfasst am: 15.09.2021, 22:30    Titel: Antworten mit Zitat

narr hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Papst Johannes Paul II. sagte, die Evolutionstheorie sei mehr als eine Hypothese. Die katholische Kirche erkennt die Evolution als Fakt an, die Evolutionslehre wird nicht in Frage gestellt. Den Kreationismus hingegen lehnt sie unisono ab - nicht nur auf der Tagung. Und Intelligent Design ist ja nur eine neuere Variante des Kreationismus.

Netter cross-post.

Im letzten Beitrag gibt es einen Link dazu, was Johannes Paul II. tatsächlich sagte. Damit wird klar, daß die katholische Kirche Evolution eben nicht als Fakt anerkennt.
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VanHanegem
Weltmeister



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Beitrag(#2261004) Verfasst am: 16.09.2021, 07:58    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
VanHanegem hat folgendes geschrieben:
.. der regeltreue Christ ..


Eine äußere Regel trifft auf inkompatibles Inneres. Da bleibt ignorieren oder heucheln.

Genau. Dieser Konflikt wird in den meisten Ausgaben durch Falschübersetzung des NT weggeredet.
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VanHanegem
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Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beiträge: 2475

Beitrag(#2261005) Verfasst am: 16.09.2021, 08:02    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Wenn Wortklauberei mit unsinniger Schwurbelei ins Bett steigt ...

"Sei dies und das" und "werde dies und das" ist logisch exakt dasselbe. Warum, habe ich oben schon ausgeführt, und ich werde nicht den Fehler in anderen Threads wiederholen, dir in immer neuere Variationen des Unsinns zu folgen.

Du hast nicht verstanden, dass eine Grundeinstellung nicht per Regelung befohlen werden kann.
Dein Verständnisproblem ist voll im Einklang mit den Falschübersetzungen des NT, illustriert auch schön den Unterschied zwischen einer Glaubens- und einer Erfahrungsreligion.
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Tarvoc
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 42367

Beitrag(#2261006) Verfasst am: 16.09.2021, 08:36    Titel: Antworten mit Zitat

VanHanegem hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
VanHanegem hat folgendes geschrieben:
.. der regeltreue Christ ..

Eine äußere Regel trifft auf inkompatibles Inneres. Da bleibt ignorieren oder heucheln.

Genau. Dieser Konflikt wird in den meisten Ausgaben durch Falschübersetzung des NT weggeredet.

Du bist mir immer noch eine Antwort darauf schuldig, ob und inwieweit du des neutestamentarischen Altgriechisch mächtig bist. Ungeduldiges Händetrommeln...
Da könntest du doch mal gleich näher präzisieren, was genau da wo wie in welcher Übersetzung falsch übersetzt ist, wie es im Original heißt und wie es deiner Meinung nach richtig übersetzt werden müsste. Halt mal Butter bei die Fische geben, wär' das möglich?

...Und außerdem weiß ich immer noch nicht, was nun dieses ominöse "Innere" sein soll.
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VanHanegem
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Anmeldungsdatum: 24.04.2006
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Beitrag(#2261008) Verfasst am: 16.09.2021, 09:09    Titel: Antworten mit Zitat

Habe ich doch schon lang und breit erklärt, dass gignomai in allen Bedeutungen irgendwas mit Werden, entstehen (irgendwie ne Transformation halt) zu tun hat und zu einer Bedeutung "sein" kein Weg hinführt.
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Zumsel
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Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 4667

Beitrag(#2261009) Verfasst am: 16.09.2021, 09:34    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
...Und außerdem weiß ich immer noch nicht, was nun dieses ominöse "Innere" sein soll.


Die harte Trennung von "Innen" und "Außen" ist doch schon seit geraumer Zeit so eine fixe Idee von "sehr gut". Ist in der Form, wie er das vorträgt, natürlich nur substanzdualistisch sinnvoll denkbar, wobei ich bezweifel, dass "sehr gut" eine ausgefeilte substanzdualistische Theorie vertritt oder auch nur kennt, zu schweigen von den damit einhergehenden Problemen.
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narr
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Anmeldungsdatum: 02.01.2009
Beiträge: 3610

Beitrag(#2261010) Verfasst am: 16.09.2021, 09:37    Titel: Antworten mit Zitat

Und das hat mit atheistische Symbolen was zu tun?
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zelig
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Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 25228

Beitrag(#2261011) Verfasst am: 16.09.2021, 09:40    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
alois hat folgendes geschrieben:
Darwin taugt nicht zur Abgrenzung gegen 'aufgeklärte' Christen, da sie die Evolution nicht bestreiten.

Doch, das tun sie, sie wissen es nur nicht.

Lachen


: )

Weder ich noch der Papst können verbindlich für alle Christen sagen, was Christentum ausmacht. zwinkern Aber wenn ich den Kern des Christentums in einem Satz beschreiben sollte, dann so:

    Dem Menschen wurde das ewige Leben gegeben.

Das verträgt sich schlecht mit Biologie. Wenn Christentum für euch etwas anderes bedeutet, dann müßten wir das gesondert abhandeln.


Neinnein, Du hast angefangen!

Es verträgt sich nur dann nicht, wenn Du glaubst, Christen glaubten, sie kämen zu Ostern, sich die Erde abschüttelnd, aus dem Grab gekrabbelt. Ich kenne jedoch keinen Christ, der/die das glaubt.
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 44521
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Beitrag(#2261015) Verfasst am: 16.09.2021, 11:04    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
alois hat folgendes geschrieben:
Darwin taugt nicht zur Abgrenzung gegen 'aufgeklärte' Christen, da sie die Evolution nicht bestreiten.

Doch, das tun sie, sie wissen es nur nicht.

Lachen


: )

Weder ich noch der Papst können verbindlich für alle Christen sagen, was Christentum ausmacht. zwinkern Aber wenn ich den Kern des Christentums in einem Satz beschreiben sollte, dann so:

    Dem Menschen wurde das ewige Leben gegeben.

Das verträgt sich schlecht mit Biologie. Wenn Christentum für euch etwas anderes bedeutet, dann müßten wir das gesondert abhandeln.


Neinnein, Du hast angefangen!

Es verträgt sich nur dann nicht, wenn Du glaubst, Christen glaubten, sie kämen zu Ostern, sich die Erde abschüttelnd, aus dem Grab gekrabbelt. Ich kenne jedoch keinen Christ, der/die das glaubt.


Was macht dann ein Christ aus, wenn er nicht mal an die leibliche Auferstehung glaubt? Am Kopf kratzen Ist es Verein, wie jedes andere auch?
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Beitrag(#2261016) Verfasst am: 16.09.2021, 11:47    Titel: Antworten mit Zitat

Nach meinem Dafürhalten entfernen wir uns nun zu weit vom Thema des Threads. Aber eine Wiki-Seite zur Auferstehung findest Du leicht.
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vrolijke
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Beitrag(#2261021) Verfasst am: 16.09.2021, 14:27    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Nach meinem Dafürhalten entfernen wir uns nun zu weit vom Thema des Threads. Aber eine Wiki-Seite zur Auferstehung findest Du leicht.


Sorry, aber ich finde durchaus, dass meine Frage zu: "Wie definiert man Religion?" gehört.
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Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

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Tarvoc
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Beitrag(#2261022) Verfasst am: 16.09.2021, 15:24    Titel: Antworten mit Zitat

VanHanegem hat folgendes geschrieben:
Habe ich doch schon lang und breit erklärt, dass gignomai in allen Bedeutungen irgendwas mit Werden, entstehen (irgendwie ne Transformation halt) zu tun hat und zu einer Bedeutung "sein" kein Weg hinführt.

Redest du über Exodus 3,14, oder worauf bezieht sich das? Da hast du dann dummerweise das Problem, dass die Ursprache der Tora gar nicht das Altgriechische ist, sondern das Althebräische, und da heißt es ehyeh asher ehyeh, was sich zwar auch mit "werden" oder "entstehen" übersetzen lässt, aber eben durchaus auch mit "sein" (oder sogar "da sein"). Das Althebräische kennt nämlich keine grammatisch markierte Unterscheidung der Zeiten.
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narr
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Beitrag(#2261025) Verfasst am: 16.09.2021, 16:34    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:

Weder ich noch der Papst können verbindlich für alle Christen sagen, was Christentum ausmacht....


nicht allen Christen, aber den Katholiken. Da vereint er alle Gewalten (höchste, volle, unmittelbare und universale) und ist irdischer Stellvertreter Jesu Christi

Damit kann er Katholiken sagen was Katholisch sein ausmacht. Das die vielleicht was anderes machen wird nur geduldet, sonst hätten sie ja schnell gar keine Mitglieder mehr.
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tillich (epigonal)
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Beitrag(#2261031) Verfasst am: 16.09.2021, 17:34    Titel: Antworten mit Zitat

VanHanegem hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Wenn Wortklauberei mit unsinniger Schwurbelei ins Bett steigt ...

"Sei dies und das" und "werde dies und das" ist logisch exakt dasselbe. Warum, habe ich oben schon ausgeführt, und ich werde nicht den Fehler in anderen Threads wiederholen, dir in immer neuere Variationen des Unsinns zu folgen.

Du hast nicht verstanden, dass eine Grundeinstellung nicht per Regelung befohlen werden kann.
Dein Verständnisproblem ist voll im Einklang mit den Falschübersetzungen des NT, illustriert auch schön den Unterschied zwischen einer Glaubens- und einer Erfahrungsreligion.

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sehr gut
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Beitrag(#2261032) Verfasst am: 16.09.2021, 17:38    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
...Und außerdem weiß ich immer noch nicht, was nun dieses ominöse "Innere" sein soll.

Es ging um äußere Regeln, die laut Bibel da gar nicht mehr sein sollen: "ich gebe meine Weisung in ihr Innres, auf ihr Herz will ich sie schreiben, .." (Jer 31:33)
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tillich (epigonal)
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Beitrag(#2261033) Verfasst am: 16.09.2021, 17:50    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
VanHanegem hat folgendes geschrieben:
Habe ich doch schon lang und breit erklärt, dass gignomai in allen Bedeutungen irgendwas mit Werden, entstehen (irgendwie ne Transformation halt) zu tun hat und zu einer Bedeutung "sein" kein Weg hinführt.

Redest du über Exodus 3,14, oder worauf bezieht sich das? Da hast du dann dummerweise das Problem, dass die Ursprache der Tora gar nicht das Altgriechische ist, sondern das Althebräische, und da heißt es ehyeh asher ehyeh, was sich zwar auch mit "werden" oder "entstehen" übersetzen lässt, aber eben durchaus auch mit "sein" (oder sogar "da sein"). Das Althebräische kennt nämlich keine grammatisch markierte Unterscheidung der Zeiten.

Die Verknüpfung mit der Exodusstelle stammt von sehr gut, der alles natürlich immer noch eine Drehung unsinniger machen muss.

VanHanegem bezog sich hierauf:
VanHanegem hat folgendes geschrieben:
Luke 6,36 hat folgendes geschrieben:

Ginesthe oiktirmones kathos [ kai ] ho pat?r hymon oiktirmon estin

wird mehrheitlich falsch mit "seid barmherzig ...." übersetzt. Genauso falsch übrigens auch die vulgata und die englischen Versionen.

Unter welchen Bedingungen das allerdings durchaus eine korrekte Übersetzung sein könnte, habe ich ja schon geschrieben; leider hat VanHanegem es ignoriert.
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Beitrag(#2261034) Verfasst am: 16.09.2021, 17:55    Titel: Antworten mit Zitat

VanHanegem hat folgendes geschrieben:
Habe ich doch schon lang und breit erklärt, dass gignomai in allen Bedeutungen irgendwas mit Werden, entstehen (irgendwie ne Transformation halt) zu tun hat und zu einer Bedeutung "sein" kein Weg hinführt.

Blöd nur, dass nicht nur logisch und in der deutschen Sprache ein Weg von "werden" zu "sein" führt, sondern auch just in dem von dir gebrachten Zitat. Lachen
Da steht beim Adjektiv nun mal einmal "werden", später dann "sein" und dazwischen "wie".

Und deswegen könnte es, wie schon oben dargestellt, sehr wohl sein, dass in bestimmten Kontexten "sein" eine korrekte Übersetzung sein könnte, wenn die griechischen Kollokationen danach sind.
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Tarvoc
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Beitrag(#2261038) Verfasst am: 16.09.2021, 18:15    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
...Und außerdem weiß ich immer noch nicht, was nun dieses ominöse "Innere" sein soll.

Es ging um äußere Regeln, die laut Bibel da gar nicht mehr sein sollen:

Völlig unabhängig davon, was laut Bibel sein soll, soll jeder, der ernsthaft meint, es könne überhaupt irgendeine Art menschlichen Zusammenlebens ohne äußere Regeln geben, erstmal erwachsen werden, bevor er versucht, bei Themen wie Ethik, Politik, Philosophie oder Religion mitzureden.
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Beitrag(#2261039) Verfasst am: 16.09.2021, 18:37    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
...Und außerdem weiß ich immer noch nicht, was nun dieses ominöse "Innere" sein soll.

Es ging um äußere Regeln, die laut Bibel da gar nicht mehr sein sollen:

Völlig unabhängig davon, was laut Bibel sein soll, soll jeder, der ernsthaft meint, es könne überhaupt irgendeine Art menschlichen Zusammenlebens ohne äußere Regeln geben, erstmal erwachsen werden, bevor er versucht, bei Themen wie Ethik, Politik, Philosophie oder Religion mitzureden.

Das von mir zitierte, und von dir wegzitierte, zeigt das es da um Regeln 'Gottes' an Menschen geht. Statt auf eine Steintafel aufs Herz geschrieben.
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