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US-Präsidentschaftskandidat 2016 - BERNIE SANDERS
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Critic
oberflächlich



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 15085
Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#2063285) Verfasst am: 30.07.2016, 00:22    Titel: Antworten mit Zitat

Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
http://www.heise.de/tp/artikel/48/48966/1.html
Zitat:
Bernie Sanders outete sich beim Nominierungsparteitag der US-Demokraten als ein politischer Masochist. Die Nackenschläge des neoliberalen demokratischen Establishments, das dem verhassten linken Hoffnungsträger reihenweise politische Niederlagen zufügte, schienen kein Ende nehmen zu wollen.


Mir fiel indessen dazu ein Gedanke der Art "Advocatus diaboli spielen" ein:

Selbst dann, wenn man nicht aus "imperialer Attitüde" oder zur Durchsetzung eigener Interessen interveniert (und aus der Sicht Geschehnisse in anderen Teilen der Welt zuließe, weil die eben für die eigenen Interessen "nicht so wichtig" seien), sondern mit einem Interesse, wirklich Menschen vor brutalen Diktatoren oder Terrorgruppen zu schützen, handelt man sich womöglich "Pfadabhängigkeiten" ein. In Libyen haben wir ja schon gesehen, daß man mit Luftangriffen zwar eine Seite in einem Konflikt unterstützen oder eine andere bekämpfen kann, aber Weitergehendes ist ja kaum möglich. Es bräuchte womöglich eine (Friedens)truppe, die die Parteien auseinanderhält, Gewalt gegen vermeintliche Anhänger der anderen Gruppen verhindert, damit erstmal Frieden durchsetzt, und den Aufbau einer Regierung und Zivilgesellschaft ermöglicht. Und das zu leisten, dazu bräuchte es schon einen großen politischen Willen und unter Umständen jahrzehntelanges Engagement. Das sehen wir ja am Beispiel einiger Gebiete im ehemaligen Jugoslawien Am Kopf kratzen.

Im letzten Jahr gab es dazu mal ein Feature, in dem auch die Frage gestellt wurde: Warum gingen Amerikas Kriege eigentlich so oft schief? Ich habe da jetzt nicht nochmal drübergelesen, aber meiner Erinnerung nach ging es dabei u.a. um folgendes: Da ist natürlich erst einmal die Frage, ob man überhaupt einen Plan, eine Strategie hat. Die andere aber auch, ob es den politischen Willen gibt, wenn man denn endlich eine gefunden hat, diese wirklich durchzuziehen ("Warum Amerikas Kriege so häufig schiefgehen").
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Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 43495
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2063287) Verfasst am: 30.07.2016, 00:39    Titel: Antworten mit Zitat

Critic hat folgendes geschrieben:
Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
http://www.heise.de/tp/artikel/48/48966/1.html
Zitat:
Bernie Sanders outete sich beim Nominierungsparteitag der US-Demokraten als ein politischer Masochist. Die Nackenschläge des neoliberalen demokratischen Establishments, das dem verhassten linken Hoffnungsträger reihenweise politische Niederlagen zufügte, schienen kein Ende nehmen zu wollen.


Mir fiel indessen dazu ein Gedanke der Art "Advocatus diaboli spielen" ein:

Selbst dann, wenn man nicht aus "imperialer Attitüde" oder zur Durchsetzung eigener Interessen interveniert (und aus der Sicht Geschehnisse in anderen Teilen der Welt zuließe, weil die eben für die eigenen Interessen "nicht so wichtig" seien), sondern mit einem Interesse, wirklich Menschen vor brutalen Diktatoren oder Terrorgruppen zu schützen, handelt man sich womöglich "Pfadabhängigkeiten" ein. In Libyen haben wir ja schon gesehen, daß man mit Luftangriffen zwar eine Seite in einem Konflikt unterstützen oder eine andere bekämpfen kann, aber Weitergehendes ist ja kaum möglich. Es bräuchte womöglich eine (Friedens)truppe, die die Parteien auseinanderhält, Gewalt gegen vermeintliche Anhänger der anderen Gruppen verhindert, damit erstmal Frieden durchsetzt, und den Aufbau einer Regierung und Zivilgesellschaft ermöglicht. Und das zu leisten, dazu bräuchte es schon einen großen politischen Willen und unter Umständen jahrzehntelanges Engagement. Das sehen wir ja am Beispiel einiger Gebiete im ehemaligen Jugoslawien Am Kopf kratzen.

Im letzten Jahr gab es dazu mal ein Feature, in dem auch die Frage gestellt wurde: Warum gingen Amerikas Kriege eigentlich so oft schief? Ich habe da jetzt nicht nochmal drübergelesen, aber meiner Erinnerung nach ging es dabei u.a. um folgendes: Da ist natürlich erst einmal die Frage, ob man überhaupt einen Plan, eine Strategie hat. Die andere aber auch, ob es den politischen Willen gibt, wenn man denn endlich eine gefunden hat, diese wirklich durchzuziehen ("Warum Amerikas Kriege so häufig schiefgehen").



Die "amerikanischen Kriege" sind das globale Equivalent zum Amoklauf in amerikanischen Schulen. Wozu denn einen Plan? Einfach erstmal draufhalten und schon bist Du in der Zeitung! Alles Weitere ergibt sich dann.
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Kramer
postvisuell



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30505

Beitrag(#2063289) Verfasst am: 30.07.2016, 01:16    Titel: Antworten mit Zitat

schtonk hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Ich verstehe nicht, dass sie aus ihn nicht den Kandidat für den Vice-Präsident gemacht haben.


Es ist wohl üblich, als Vizeprädidenten jemanden auszuwählen, der eine andere Wählerschicht anspricht, als der/die Präsidantschaftskandidat/in. Clinton möchte sich aber wohl als progressive Kandidatin verkaufen und ein wenig davon ablenken, dass sie eigentlich die Vertreterin des Establishments und der Hochfinanz ist. Mit Sanders im Boot hätte sie aber genau diese Rolle spielen müssen.

Mein Gedanke ging in die Richtung, dass in einem Land, in dem (etwas überspitzt gesagt) "liberal" ein Synonym für "kommunistisch" ist, ein Mann wie Sanders als große Gefahr gesehen wird. Auch von den führenden Vertretern der Demokraten. Als Gedankenspiel: Sanders ist offizieller Kandidat, punktet im Wahlkampf durch die Fähigkeit zu Überzeugen, Charme und Glaubwürdigkeit gegen Trump und wird gewählt. Die Demokraten müssten sich flugs neu erfinden, alte Seilschaften kappen und tatsächlich demokratisch auftreten (i.S. von solidarisch mit den Menschen). Das konnten sie und ihre Finanziers nicht riskieren.


Das schliesst sich ja nicht gegenseitig aus.
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göttertod
Atheist und Zweifelsäer



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Beitrag(#2063346) Verfasst am: 31.07.2016, 01:30    Titel: Antworten mit Zitat

Ein offener Brief an Bernie Sanders von ehemaligen Mitarbeitern seiner Kampagne


Zitat:

[...]

A Trump presidency would be a terrible step backwards [...], which is why more than ever we need you to reconsider the situation and make a third party run.

[...]

Frankly, Hillary Clinton does not have the credibility to take on the dangerous appeal of Donald Trump.

[...]

So, we respectfully ask you to consider Jill Stein’s offer of a united Green Party ticket.

A Sanders/Stein campaign would be more popular than Hillary Clinton and more successful against Trump. If polling shows you in the lead before the election, we trust that Secretary Clinton would do the right thing and not be a spoiler.

[...]


Es amüsiert mich Sehr glücklich
Hillary Clinton als "spoiler", die aus Resepkt dem Land und den Folgen einer Trumpwahl gegenüber, den Weg frei macht und zurücktritt.
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Critic
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Beiträge: 15085
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Beitrag(#2063349) Verfasst am: 31.07.2016, 03:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde es ja ziemlich merkwürdig, daß so viele Menschen auf der ganzen Welt scheinbar Masochisten sind und Großsprechern und Mauernhochziehern wie Duterte, Johnson, Farage, Trump, Hofer oder Wilders folgen. Nachdem sie es in einigen Ländern schon versiebt haben, habe ich tatsächlich Angst, daß daraus eine Serie werden und die Welt eine Epoche der Ignoranz und der Mauern durchmachen würde.

Es wäre schon schlimm, wenn es am Ende zu einem Präsidenten Trump käme, weil die Menschen, die den Mann nun wirklich nicht in irgendeinem politischen Amt sehen wollen, sich auf zwei Tickets aufteilen würden.

(1. Man erinnere sich an 2000 in Florida, wo es am Ende auf einen Schuhkarton voll Wahlzettel ankam, wer US-Präsident würde. Wir hatten natürlich dort den "butterfly ballot", aber es wäre vielleicht nicht so eng geworden, hätte Ralph Nader nicht kandidiert: Wahrscheinlich hätten die Wähler von Ralph Nader eher Gore als Bush gewählt, hätte Nader nicht kandidiert, und wäre Gore am Ende auch in Florida einige Schuhkartons voll Stimmen vor Bush gewesen. Insofern waren so einige Leute sicher sehr erbost auf Nader. Am Kopf kratzen

2. Ich glaube zwar, daß die Demokraten ein gewisses Verantwortungsbewußtsein empfinden. Und es gibt ja auch das Diktum, daß die Person in der Politik weniger wichtig sein sollte als der Inhalt. Aber daß sie jetzt soweit gingen, die Hoffnung auf ihre Lebensträume aufzugeben, weil ihnen eine Zwergpartei das vorschlägt? Höchstwahrscheinlich wird also eher Sanders absagen als Clinton...)
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Kramer
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Beitrag(#2063350) Verfasst am: 31.07.2016, 03:33    Titel: Antworten mit Zitat

Critic hat folgendes geschrieben:
Ich finde es ja ziemlich merkwürdig, daß so viele Menschen auf der ganzen Welt scheinbar Masochisten sind und Großsprechern und Mauernhochziehern wie Duterte, Johnson, Farage, Trump, Hofer oder Wilders folgen. Nachdem sie es in einigen Ländern schon versiebt haben, habe ich tatsächlich Angst, daß daraus eine Serie werden und die Welt eine Epoche der Ignoranz und der Mauern durchmachen würde.


Das ist halt real existierende Demokratie. Was wir gerade am Beispiel der USA erleben, ist die Erkenntnis, dass die Demokratie die Welt nicht retten wird.
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göttertod
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Beitrag(#2069594) Verfasst am: 25.09.2016, 03:16    Titel: Antworten mit Zitat

Ich konnte es grad nicht glauben, aber Jeremy Corbyn taucht nur in 3 Threads auf.

1. Brexit
2. Islam-Kritik
3. US-Präsidentschaftskandidat 2016 - BERNIE SANDERS

also hier rein...


nachdem Herr Corbyn jetzt als Vorsitzender der Labour-Partei mit nochmehr Stimmen bestätigt wurde, aber in viel zu vielen (auch deutschen!) Zeitungsartikeln als Linksradikaler etc. denunziert wurde...

hier eine nette uebersicht
Jeremy

aber auf vielen Seiten hab ich nette, korrigierende Kommentare gelesen, fand ich gut
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göttertod
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Beitrag(#2075811) Verfasst am: 12.11.2016, 01:58    Titel: Antworten mit Zitat

Wer nicht hören will...

Zitat:
Die Überlegteren unter den Kommentatoren weisen jedoch darauf hin, dass dieser Wut, diesem Wunsch nach radikaler Abrechnung mit dem "System" primär die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage vieler zugrunde liegt. Wir wissen, dass die realen Medianeinkommen in den USA in den letzten 30 Jahren nicht gestiegen sind, dass die Armutsgefährdung in allen Industrieländern zunimmt, dass die Zahl der Millionäre und Milliardäre sprunghaft ansteigt, dass sich die Einkommens- und noch mehr die Vermögensverteilungen ganz massiv verschlechtert haben, dass sich die Einkommen der Unternehmenschefs relativ zu denen ihrer Arbeitskräfte von etwa einem Faktor 20:1 auf mehr als 400:1 erhöht haben: das sehen die Menschen, die hart arbeiten – und haben es bis obenhin satt.

...

Der zweite, reale, Grund für diesen "Aufstand der Massen", [...] liegt in der "Kabinettspolitik", in der Tatsache, dass so viele die Menschen direkt betreffenden Angelegenheiten hinter verschlossenen Türen verhandelt werden.

...

Die Regierungen drehen, eher kosmetisch, an kleinen Schräubchen, phantasieren aber weiterhin über die Senkung der Körperschaftsteuersätze und der Spitzensteuersätze bei den persönlichen Einkommen.

...

Das Dilemma der die Lage lange Zeit richtig analysiert habenden Linken ist jedoch, dass sie bisher nicht in der Lage waren, ein grundlegend anderes Gesellschaftssystem zu ersinnen, [...] In den USA hat Bernie Sanders Teile eines solchen neuen Systems anklingen lassen, aber auch er hat nur am bestehenden System herumdoktern wollen, statt es wirklich umzukrempeln. Ein Brechen der Verhandlungsmacht der Großindustrie und des exzessiven Finanzsektors, eine starke Anti-Monopolisierungskampagne gegen die großen Internetfirmen, die Wissenskapital horten und dominieren, eine an den Wurzeln ansetzende Änderung des Lohnsystems (etwa durch bedingungsloses Grundeinkommen), die Stärkung gemeinwirtschaftlicher und genossenschaftlicher Unternehmensformen, eine durchgehende Ökologisierung der Wirtschaft, eine andere Aufteilung zwischen gesellschaftlich notwendiger und "offizieller" Arbeit, eine wirklich effektive Strategie gegen Steuerarbitrage und Steuervermeidung – all diese sind Bausteine für eine gerechtere Gesellschaft, in welcher sich die Bürgerinnen und Bürger in ihrem Streben nach "gutem" Leben wiederfinden können. Wir haben die Wahl zwischen einer Verschärfung der Ungleichheit oder zwischen einer inklusiveren Gesellschaft: bisher haben wir sie nicht genützt und den bestehenden Interessensgruppen nachgegeben, die auch die Politik vereinnahmt haben.


Der Artikel ist lesenswert!

Auf jeden Fall die letzten zwei Absätze.



Tritt Sanders noch mal an?

Zitat:
Bernie Sanders hat in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) nicht ausgeschlossen, im Jahr 2020 erneut für die Wahl des US-Präsidenten kandidieren zu wollen. »Vier Jahre sind noch eine Menge Zeit«, sagte der vor allem bei jüngeren US-AmerikanerInnen beliebte 75-Jährige am Donnerstag. Er fügte aber an: »Wir werden uns um eins nach dem anderen kümmern, aber ich will nichts ausschließen.« Der Senator will sich zunächst 2018 erneut zum Senator von Vermont wählen lassen.


verdient hätte er es
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göttertod
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Beitrag(#2075826) Verfasst am: 12.11.2016, 03:33    Titel: Antworten mit Zitat

Im Newsletter von Bernie Sanders wurde ich auf die Neubesetzung des Vorsitz des DNC aufmerksam.

Bernie Sanders unterstützt Keith Ellison

Aufruf von Sanders


dazu auch

TYT - Who Should Lead The DNC Now?



Und gestern hab ich zufällig auf CNN in ein Interview mit Jane Sanders (Ehefrau) reingeschaltet.

Bernie 'absolutely' had a better chance to beat Trump, Jane Sanders says

Zitat:
"It's pretty clear that the DNC was on Secretary Clinton's side. We said that six months ago, so it was no surprise when it came out," Sanders said.

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Kramer
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Beiträge: 30505

Beitrag(#2083317) Verfasst am: 23.01.2017, 03:05    Titel: Antworten mit Zitat

Noch ist er nicht ganz weg:

https://www.youtube.com/watch?v=464GWbS2zy4
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sehr gut
im Hamsterrad



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Beiträge: 12248

Beitrag(#2144321) Verfasst am: 25.07.2018, 12:23    Titel: Antworten mit Zitat

Links abgekommen: https://cooptv.wordpress.com/2018/07/25/bernie-sanders-schwenkt-auf-anti-russland-kampagne-ein/

Suspekt
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Skeptiker
"I can't breathe!"



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Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2144331) Verfasst am: 25.07.2018, 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Links abgekommen: https://cooptv.wordpress.com/2018/07/25/bernie-sanders-schwenkt-auf-anti-russland-kampagne-ein/

Suspekt


Du meinst wohl: von links abgekommen!

Sanders gab sich während seines Wahlkampfes als Sozialist aus und bekam dafür eine riesige Sympathiewelle von der Mehrheit der US-Bevölkerung, welche sich eine soziale, ökologische und friedliche Politik und die Hinwendung zu einer zivilen Politik wünscht.

Doch warum ist der *Sozialist* Sanders nicht aus der rechten Partei der *Demokraten* ausgetreten, wenn er Sozialist sei? Und warum bleibt auch die vermeintliche Ebenfalls-*Sozialistin* Alexandra Ocasio-Cortez in dieser Partei?

Wer sich in den USA aus dem bürgerlichen Lager als *links* darstellt, würde hier in Deutschland am rechten Rand der SPD und in der Mitte der CDU/CSU stehen. Sanders hat seine Ansichten wohl kaum geändert; er hat sie während seines Wahlkampfes nur nicht vollständig offenbart. Nun hat er dies nachgeholt:

Zitat:
Mit diesen Äußerungen, die er in ähnlicher Weise bereits auf einer Veranstaltung in Kansas Ende letzter Woche zum Besten gegeben hatte, bringt Sanders seine volle Unterstützung für die reaktionäre Kampagne zum Ausdruck, die von den Demokraten gemeinsam mit maßgeblichen Teilen des Militär- und Geheimdienstapparats betrieben wird. Ihre Opposition gegen Trump konzentriert sich auf Fragen der Außenpolitik. Sie befürchten, dass Trump mit seiner speziellen Art imperialistischer „America-First“-Strategie geostrategische Ziele gefährdet, die ihnen heilig sind – insbesondere den Konflikt mit Russland.

Sanders nutzte seinen Auftritt in der landesweit ausgestrahlten Fernsehsendung nicht, um dagegen zu protestieren, dass Trump Jagd auf Einwanderer macht und Eltern ihre Kinder wegnimmt, oder um anzuprangern, dass er den rechtsextremen Juristen Brett Kavanaugh an den Obersten Gerichtshof berufen hat, oder um das Weiße Haus dafür zu geißeln, dass es letzte Woche den endgültigen Sieg im „Krieg gegen die Armut“ verkündete – um die Zerschlagung von Sozialprogrammen für Arme zu rechtfertigen. Auch versuchte er nicht, sein angeblich linkes Programm zu innenpolitischen Themen wie Gesundheitsversorgung, Arbeit und Bildung vorzutragen.


https://cooptv.wordpress.com/2018/07/25/bernie-sanders-schwenkt-auf-anti-russland-kampagne-ein/


Die Autoren der von dir verlinkten Seite haben sehr gut verstanden, dass Sanders nur insofern *links* ist, als dass er gelegentlich soziale Phrasen drischt, die er nicht ernst meint, wie man hier sieht.

Beide großen Parteien in den USA sind zu 100% Kapitalparteien, die sich in nichts unterscheiden. Und die Parteienlandschaft in der BRD ist derzeit ebenfalls auf dem Weg dorthin.
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Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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Tarvoc
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Beitrag(#2144332) Verfasst am: 25.07.2018, 13:58    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Sanders gab sich während seines Wahlkampfes als Sozialist aus

Es ist eher so, dass in den USA das Wort "socialism" eine andere Bedeutung hat als hier. Der Großteil der Amerikaner versteht darunter einfach marktregulierende Sozialdemokratie nach europäischem Muster.
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Zum Augenblicke dürft ich sagen:
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Beitrag(#2144333) Verfasst am: 25.07.2018, 14:03    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Links abgekommen: https://cooptv.wordpress.com/2018/07/25/bernie-sanders-schwenkt-auf-anti-russland-kampagne-ein/

Suspekt


Du meinst wohl: von links abgekommen!

Ja, hab zu sehr gekürzt.

Zitat:
Und warum bleibt auch die vermeintliche Ebenfalls-*Sozialistin* Alexandra Ocasio-Cortez in dieser Partei?

Das auch die nächste Generation, die nicht die Kalte-Krieg-Indoktrination über sich ergehen lassen musste, auch den heutigen Bullshit abnickt, das fand ich eigentlich mit das krasseste an dem Bericht.
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vrolijke
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Beitrag(#2144344) Verfasst am: 25.07.2018, 14:53    Titel: Antworten mit Zitat

Wer irgendwas sagt, was gegen die Interessen von Russland (Putin) ist, kann kein Sozialist sein... Oder wie soll ich eure Proteste verstehen? Am Kopf kratzen
Weil Russland (Putin) z.Zt. doch ach so sozialistisch ist. Lachen
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
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beachbernie
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Beitrag(#2144380) Verfasst am: 25.07.2018, 18:29    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Links abgekommen: https://cooptv.wordpress.com/2018/07/25/bernie-sanders-schwenkt-auf-anti-russland-kampagne-ein/

Suspekt


Du meinst wohl: von links abgekommen!

Sanders gab sich während seines Wahlkampfes als Sozialist aus und bekam dafür eine riesige Sympathiewelle von der Mehrheit der US-Bevölkerung, welche sich eine soziale, ökologische und friedliche Politik und die Hinwendung zu einer zivilen Politik wünscht.

Doch warum ist der *Sozialist* Sanders nicht aus der rechten Partei der *Demokraten* ausgetreten, wenn er Sozialist sei? Und warum bleibt auch die vermeintliche Ebenfalls-*Sozialistin* Alexandra Ocasio-Cortez in dieser Partei?

Wer sich in den USA aus dem bürgerlichen Lager als *links* darstellt, würde hier in Deutschland am rechten Rand der SPD und in der Mitte der CDU/CSU stehen. Sanders hat seine Ansichten wohl kaum geändert; er hat sie während seines Wahlkampfes nur nicht vollständig offenbart. Nun hat er dies nachgeholt:

Zitat:
Mit diesen Äußerungen, die er in ähnlicher Weise bereits auf einer Veranstaltung in Kansas Ende letzter Woche zum Besten gegeben hatte, bringt Sanders seine volle Unterstützung für die reaktionäre Kampagne zum Ausdruck, die von den Demokraten gemeinsam mit maßgeblichen Teilen des Militär- und Geheimdienstapparats betrieben wird. Ihre Opposition gegen Trump konzentriert sich auf Fragen der Außenpolitik. Sie befürchten, dass Trump mit seiner speziellen Art imperialistischer „America-First“-Strategie geostrategische Ziele gefährdet, die ihnen heilig sind – insbesondere den Konflikt mit Russland.

Sanders nutzte seinen Auftritt in der landesweit ausgestrahlten Fernsehsendung nicht, um dagegen zu protestieren, dass Trump Jagd auf Einwanderer macht und Eltern ihre Kinder wegnimmt, oder um anzuprangern, dass er den rechtsextremen Juristen Brett Kavanaugh an den Obersten Gerichtshof berufen hat, oder um das Weiße Haus dafür zu geißeln, dass es letzte Woche den endgültigen Sieg im „Krieg gegen die Armut“ verkündete – um die Zerschlagung von Sozialprogrammen für Arme zu rechtfertigen. Auch versuchte er nicht, sein angeblich linkes Programm zu innenpolitischen Themen wie Gesundheitsversorgung, Arbeit und Bildung vorzutragen.


https://cooptv.wordpress.com/2018/07/25/bernie-sanders-schwenkt-auf-anti-russland-kampagne-ein/


Die Autoren der von dir verlinkten Seite haben sehr gut verstanden, dass Sanders nur insofern *links* ist, als dass er gelegentlich soziale Phrasen drischt, die er nicht ernst meint, wie man hier sieht.

Beide großen Parteien in den USA sind zu 100% Kapitalparteien, die sich in nichts unterscheiden. Und die Parteienlandschaft in der BRD ist derzeit ebenfalls auf dem Weg dorthin.



Ich lese vieles von Sanders Facebook-Seite. Dort nimmt er sehr klar und eindeutig dazu Stellung, was er von den hier als "verschwiegen" bezeichneten Grausamkeiten Trumps hält.
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Skeptiker
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Beitrag(#2144423) Verfasst am: 25.07.2018, 22:35    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Sanders gab sich während seines Wahlkampfes als Sozialist aus

Es ist eher so, dass in den USA das Wort "socialism" eine andere Bedeutung hat als hier. Der Großteil der Amerikaner versteht darunter einfach marktregulierende Sozialdemokratie nach europäischem Muster.


Das europäische Muster hat mit der Sozialdemokratie nicht mehr viel zu tun. Das, was die Wähler von Sanders wollten, war also etwas, das es auch in Europa gar nicht mehr gibt.

Sanders war laut Kurzsteckbrief auf Wikipedia früher tatsächlich mal in einer sozialistischen - wohl linkssozialdemokratischen - Partei und kennt aus dieser Zeit wohl auch noch die Keywords, mit denen er bei den linken Amerikanern Wirkung erzielen kann. Ich schätze seine Anhängerschaft aber als linker ein als ihn selbst.

Vor einiger Zeit hatte ich Umfragen verlinkt nach denen rund 1/3 der US-Amerikaner den Sozialismus - also wirklich den Sozialismus! - positiv sehen.

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Links abgekommen: https://cooptv.wordpress.com/2018/07/25/bernie-sanders-schwenkt-auf-anti-russland-kampagne-ein/

Suspekt


Du meinst wohl: von links abgekommen!

Ja, hab zu sehr gekürzt.


Ah, o.k., hatte mich schon gewundert, hätte auch keinen Sinn ergeben.

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Und warum bleibt auch die vermeintliche Ebenfalls-*Sozialistin* Alexandra Ocasio-Cortez in dieser Partei?

Das auch die nächste Generation, die nicht die Kalte-Krieg-Indoktrination über sich ergehen lassen musste, auch den heutigen Bullshit abnickt, das fand ich eigentlich mit das krasseste an dem Bericht.


So ist es leider. Auch die paar jungen, scheinbar linken Nachwuchsdemokraten identifizieren sich letzten Endes mit den Machtansprüchen der Banken & Konzerne, den global players, die den Militärapparat der USA nutzen, um per Erpressung, Bedrohung, regime changes und Krieg ihre Profitinteressen kaltblütig durchsetzen.

Die politische Einstellung ist eine Frage der Identifikation mit diesen Interessen. In den USA ist von der etablierten politischen Klasse keine fortschrittliche Politik zu erwarten; es wird keinen politischen Fortschritt von oben geben.

Linke Bewegungen von unten oder auch linke gewerkschaftliche Bewegungen werden sowohl in den USA wie auch in Europa zunehmend brutaler bekämpft.

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Wer irgendwas sagt, was gegen die Interessen von Russland (Putin) ist, kann kein Sozialist sein... Oder wie soll ich eure Proteste verstehen? Am Kopf kratzen
Weil Russland (Putin) z.Zt. doch ach so sozialistisch ist. Lachen


Falscher thread. Dein Posting gehört in "Dumme Gedanken".

Denn ob Russland nun von Putin regiert wird oder von Dieter Bohlen, spielt für die aggressive *geostrategische* Strategie des Westens eher eine untergeordnete Rolle. Der Punkt war nur, dass Sozialisten sich mit einer solchen Politik nicht gemein zu machen haben.

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Links abgekommen: https://cooptv.wordpress.com/2018/07/25/bernie-sanders-schwenkt-auf-anti-russland-kampagne-ein/

Suspekt


Du meinst wohl: von links abgekommen!

Sanders gab sich während seines Wahlkampfes als Sozialist aus und bekam dafür eine riesige Sympathiewelle von der Mehrheit der US-Bevölkerung, welche sich eine soziale, ökologische und friedliche Politik und die Hinwendung zu einer zivilen Politik wünscht.

Doch warum ist der *Sozialist* Sanders nicht aus der rechten Partei der *Demokraten* ausgetreten, wenn er Sozialist sei? Und warum bleibt auch die vermeintliche Ebenfalls-*Sozialistin* Alexandra Ocasio-Cortez in dieser Partei?

Wer sich in den USA aus dem bürgerlichen Lager als *links* darstellt, würde hier in Deutschland am rechten Rand der SPD und in der Mitte der CDU/CSU stehen. Sanders hat seine Ansichten wohl kaum geändert; er hat sie während seines Wahlkampfes nur nicht vollständig offenbart. Nun hat er dies nachgeholt:

Zitat:
Mit diesen Äußerungen, die er in ähnlicher Weise bereits auf einer Veranstaltung in Kansas Ende letzter Woche zum Besten gegeben hatte, bringt Sanders seine volle Unterstützung für die reaktionäre Kampagne zum Ausdruck, die von den Demokraten gemeinsam mit maßgeblichen Teilen des Militär- und Geheimdienstapparats betrieben wird. Ihre Opposition gegen Trump konzentriert sich auf Fragen der Außenpolitik. Sie befürchten, dass Trump mit seiner speziellen Art imperialistischer „America-First“-Strategie geostrategische Ziele gefährdet, die ihnen heilig sind – insbesondere den Konflikt mit Russland.

Sanders nutzte seinen Auftritt in der landesweit ausgestrahlten Fernsehsendung nicht, um dagegen zu protestieren, dass Trump Jagd auf Einwanderer macht und Eltern ihre Kinder wegnimmt, oder um anzuprangern, dass er den rechtsextremen Juristen Brett Kavanaugh an den Obersten Gerichtshof berufen hat, oder um das Weiße Haus dafür zu geißeln, dass es letzte Woche den endgültigen Sieg im „Krieg gegen die Armut“ verkündete – um die Zerschlagung von Sozialprogrammen für Arme zu rechtfertigen. Auch versuchte er nicht, sein angeblich linkes Programm zu innenpolitischen Themen wie Gesundheitsversorgung, Arbeit und Bildung vorzutragen.


https://cooptv.wordpress.com/2018/07/25/bernie-sanders-schwenkt-auf-anti-russland-kampagne-ein/


Die Autoren der von dir verlinkten Seite haben sehr gut verstanden, dass Sanders nur insofern *links* ist, als dass er gelegentlich soziale Phrasen drischt, die er nicht ernst meint, wie man hier sieht.

Beide großen Parteien in den USA sind zu 100% Kapitalparteien, die sich in nichts unterscheiden. Und die Parteienlandschaft in der BRD ist derzeit ebenfalls auf dem Weg dorthin.



Ich lese vieles von Sanders Facebook-Seite. Dort nimmt er sehr klar und eindeutig dazu Stellung, was er von den hier als "verschwiegen" bezeichneten Grausamkeiten Trumps hält.


Sanders hat während des Wahlkampfes Hillary Clinton unterstützt und unterstützt sie weiterhin, womit er sich gründlich disqualifiziert hat.

Wer gegen den US-Imperialismus ist oder überhaupt gegen Imperialismus, kann Sanders nicht unterstützen. Sanders stimmte für den NATO-Einsatz im ehemaligen Jugoslawien 1999, für die Invasion in Afghanistan 2001 und auch für entsprechende Haushaltsbudgets, um die Besetzung des Irak zu finanzieren, quasi Zustimmung zu den Kriegskrediten wie einst die SPD. Auch Sanders hat sich dem sogenannten "Krieg gegen den Terror" verschrieben und unterstützt diesen.
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sehr gut
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Beitrag(#2144425) Verfasst am: 25.07.2018, 23:01    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Denn ob Russland nun von Putin regiert wird oder von Dieter Bohlen, spielt für die aggressive *geostrategische* Strategie des Westens eher eine untergeordnete Rolle. Der Punkt war nur, dass Sozialisten sich mit einer solchen Politik nicht gemein zu machen haben.

Passend beschrieben.
Ich frag mich aber ob ein 'Democrat' und deren ganzer Chor überhaupt noch was anderes sagen kann, die haben sich so in was reingesteigert das sie kaum noch zurückkönnen. Was so oft gesagt wurde wird sowieso irgendwie zur Wahrheit, selbst wenn dem nicht so wär.
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schtonk
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Beitrag(#2144427) Verfasst am: 25.07.2018, 23:12    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
[...]

Sanders hat während des Wahlkampfes Hillary Clinton unterstützt...

Zu dem Zweck, Trump zu verhindern, nicht aus Überzeugung.

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
... und unterstützt sie weiterhin...

Beleg?

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Wer gegen den US-Imperialismus ist oder überhaupt gegen Imperialismus(...)

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Skeptiker
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Beitrag(#2144517) Verfasst am: 26.07.2018, 20:16    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Denn ob Russland nun von Putin regiert wird oder von Dieter Bohlen, spielt für die aggressive *geostrategische* Strategie des Westens eher eine untergeordnete Rolle. Der Punkt war nur, dass Sozialisten sich mit einer solchen Politik nicht gemein zu machen haben.

Passend beschrieben.
Ich frag mich aber ob ein 'Democrat' und deren ganzer Chor überhaupt noch was anderes sagen kann, die haben sich so in was reingesteigert das sie kaum noch zurückkönnen. Was so oft gesagt wurde wird sowieso irgendwie zur Wahrheit, selbst wenn dem nicht so wär.


Die beiden großen Parteien sind beide direkte Vertretungen der Banken und Konzerne und die jeweiligen Parteimitglieder wechseln munter hin und her zwischen Privatwirtschaft und Politik. Eine Trennung ist hier kaum gegeben.

Und die US-Wirtschaft nutzt natürlich den mächtigen Staats- und Militärapparat, um etwa dauerhaft an billige Rohstoffe zu kommen, verschlossene Märkte mit Gewalt aufzubrechen und sozialistische bzw. antikapitalistische oder auch nur eigenständige Projekte zu vernichten.

Nein, ich denke, diese Machtmaschinerie ist von innen nicht reformierbar, etwa durch einige linke Revoluzzer. Im übrigen gibt es diese auch gar nicht in den großen Parteien, sondern wenn, dann nur außerhalb.

Bei Sanders hatte man ja gedacht, da er nur wenige Spenden von der Wall-Street erhalten hat, wäre er quasi ein bisschen unabhängiger und womöglich demokratischer und linker.

Deshalb ist die Enttäuschung besonders groß, wenn man sieht, wie prinzipienlos und ideologisch korrupt er sich mit den Militaristen der USA verbrüdert.
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Zuletzt bearbeitet von Skeptiker am 26.07.2018, 20:19, insgesamt einmal bearbeitet
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Skeptiker
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Beitrag(#2144518) Verfasst am: 26.07.2018, 20:17    Titel: Antworten mit Zitat

schtonk hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
[...]

Sanders hat während des Wahlkampfes Hillary Clinton unterstützt...

Zu dem Zweck, Trump zu verhindern, nicht aus Überzeugung.

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
... und unterstützt sie weiterhin...

Beleg?

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Wer gegen den US-Imperialismus ist oder überhaupt gegen Imperialismus(...)

immer die gleiche Leier


schtonk, das ist doch kein Beitrag.

Willst du denn gar nichts zum Thema und zu den aktuellen Beiträgen sagen?
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Lebensnebel
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Beitrag(#2167572) Verfasst am: 19.02.2019, 18:27    Titel: Antworten mit Zitat

Bernie will es noch mal versuchen.
https://www.tagesschau.de/ausland/bernie-sanders-us-praesidentschaft-101.html
Zitat:
Bei den US-Vorwahlen 2016 war er gegen Hillary Clinton gescheitert. Jetzt will es Senator Bernie Sanders aber nochmal wissen: Er kündigte an, bei der Präsidentschaftswahl 2020 für die Demokraten antreten zu wollen.
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göttertod
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Beitrag(#2201415) Verfasst am: 30.01.2020, 22:21    Titel: Antworten mit Zitat

ich weiß nach so langer Zeit kaum wo ich anfangen soll...


Bernie Sanders versucht es erneut, und er hat starken, immer größer werdenden Gegenwind - aber auch eine wahnsinnig große Unterstützung im normalen Volk. Auch viele Politiker, Intellektuelle, Musiker, Aktivisten und bekannte Menschen aus den Medien unterstützen ihn.

Nationwide opinion polling for the 2020 Democratic Party presidential primaries

Statewide opinion polling for the 2020 Democratic Party presidential primaries



Zwei Tage vor der letzten von CNN mit ausgetragenen Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber hat Elizabeth Warren in die Schmuddelkiste gegriffen, und mit der großen Schmutzkampagne gegen Bernie Sanders begonnen. (Mit seinen Umfragewerten vor den ersten Wahlen, die er krachend gewinnen wird, ist die Angst bei den Reichen groß.)

Zwei Tage vor der letzten wichtigen öffentlichen Debatte und nur wenige Wochen vor der ersten Vorwahl der Demokraten in Iowa.
Sie hat Bernie Sanders vorgeworfen, er hätte in einem vertraulichen Zwei-Augen-Gespräch zu ihr gesagt, eine Frau könne nicht Präsidentin der USA werden.

Bernie Sanders hat diese Aussage zurückgewiesen. Über die Zeitdauer seiner gesamten politischen Karriere hat sich Bernie Sanders progressiven Themen gewidmet, darunter auch Frauenrechte.

Schon in den 1980er hat er sich öffentlich eine Frau als Präsidentin gewünscht, und er hat im letzten Wahlkampf, nach seiner korrupten vom Establishment (den Reichen/Mächtigen) herbeigeführten Niederlage gegen Hillary Clinton eben diese Frau Clinton unterstützt um Trump zu verhindern.

Elizabeth Warren hat dennoch versucht ihm "Sexismus" zu unterstellen, und CNN, New York Times, Washington Post und viele mehr sind auf den Zug aufgesprungen, gegen Sanders.

Damit sind sie bis jetzt gescheitert. Im Gegenteil hat Sanders kurz nach der Debatte soviel Geldspenden in kurzer Zeit erhalten wie noch nie.
Seine Umfragewerte stiegen, Elizabeth Warrens Umfragewerte fallen seit dem ständig. (Was sicherlich auch dem Umstand zu schulden ist, dass die Umfrageinstitute die Wahrheit vor der ersten Wahl nicht länger "beugen" können)


jetzt ein paar Videos

100% zu empfehlen ist der Youtubekanal

Jimmy Dore Show

TYT-The Young Turks

The Humanist Report

The Progessive Voice



https://www.youtube.com/watch?v=_vrzgVczc1Y

https://www.youtube.com/watch?v=wmyc--yEjHk

https://www.youtube.com/watch?v=gp5RCTSL-AA

https://www.youtube.com/watch?v=0GT2EOL13Wo


ab Minute 03:44 oder noch wichtiger ab 04:48
Das permanete absurde weltweite Gebabbel, warum Wahlen in der NEOLIBERALEN MITTE (das ist die Mitte --> Neoliberal) gewonnen werden????
dazu passend
ab Min 01:09, und auf jeden Fall ab Min 16:50 bis Ende
z.B. Charles Schumer, warum man neoliberal fischen sollte

Das Democratic National Committee, welches Bernie Sanders 2016 korrupt und asozial verarscht hat, wird mit demokratischen Spitzenleuten rund um die Präsidentschaftskampagne von Hillary Clinton besetzt.
Erbrechen

Hillary Clinton erklärt warum Bernie Sanders sie 2016 TIEF verletzt hat min 10:25
obwohl er nach seiner asozialen Niederlage, welche auch durch Clinton so korrupt herbeigeführt wurde, an sie als bessere Kandidatin gegen Trump geglaubt hat, und intensiv für sie Wahlkampf geführt hat...


Obama steigt als neoliberaler des Establishments ein, um gegen Bernie Sanders Stimmung zu manchen

Zitat:
The former president reportedly said if Sanders held a strong lead in the Democratic primary, he would speak out to prevent him from becoming the nominee.



Clinton weighs in on Sanders: 'Nobody likes him, nobody wants to work with him, he got nothing done'
, nachdem er soviel für sie nach seiner Niederlage getan hat...



‘They let him get away with murder’: Dems tormented over how to stop Bernie

Zitat:
"He’s in a position to win Iowa and New Hampshire at this point," said Ben LaBolt, Obama’s former national press secretary. "Now’s the moment. We’re a week out from Iowa. It might be too late for some states already. But it’s not too late for the nomination."



Und das alles könnt ihr in den deutschen Medien nicht lesen. Auf gmx bekomme ich zu lesen wie toll es ist, dass Joe Biden sich Michelle Obama als Vize vorstellen kann. (oh eine schwarze Frau des ersten schwarzen Präsidenten, dann kann ja alles nur gut werden) *ohhhh biddde und kopfschüttl*


naja, es gibt auch noch neben den super Umfragewerten für Bernie Sanders auch immer wieder andere gute Nachrichten

https://www.bloomberg.com/news/articles/2020-01-29/yang-says-supporters-may-go-to-sanders-in-iowa-caucus

Zitat:
Andrew Yang Says Supporters May Go to Sanders in Iowa Caucus
[...] “I think that Bernie and I do have a lot of overlap in support so it wouldn’t be surprising to me if many of our supporters head in that direction,” he said.

Andrew Yang ist mit seiner Überzeugung von der Notwendigkeit eines Bedingungslosen Grundeinkommens leider viel zu vielen Menschen (vor allem neoliberalen und politischen Entscheidungsträgern) auf diesem Planeten um Lichtjahre voraus.



BERNIE FOR PRESIDENT
Minute 0:39 - "Being a human being"
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auf dass die Bücher von "Iain Banks" Wirklichkeit werden
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jede Tradition ist es wert sich an sie zu erinnern, aber nicht jede Tradition ist es wert gelebt zu werden
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Zumsel
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Beiträge: 3931

Beitrag(#2201571) Verfasst am: 01.02.2020, 11:06    Titel: Antworten mit Zitat

Schlechte Nachrichten übrigens für Sanders Konkurrentin Warren:

https://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-new-york-times-wirbt-fuer-demokratinnen-klobuchar-und-warren-a-a04f763f-b53c-4f2e-b612-a1ec903b209c

Zitat:
"New York Times" wirbt für Demokratinnen Klobuchar und Warren


Warum schlecht? Nun ja:

Zitat:
So sprach sich das Editorial Board 2008 und 2016 für Hillary Clinton aus. 2000 war es Al Gore, 2004 John Kerry.


Tja, und fällt jemandem auf, was die drei gemeinsam haben?
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Marcellinus
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Beitrag(#2201583) Verfasst am: 01.02.2020, 13:23    Titel: Antworten mit Zitat

Bernie Sanders, der Jeremy Corbyn der USA?
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"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

Friedrich Nietzsche
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sehr gut
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Beitrag(#2201591) Verfasst am: 01.02.2020, 13:48    Titel: Antworten mit Zitat

Zumsel hat folgendes geschrieben:
Zitat:
So sprach sich das Editorial Board 2008 und 2016 für Hillary Clinton aus. 2000 war es Al Gore, 2004 John Kerry.


Tja, und fällt jemandem auf, was die drei gemeinsam haben?

Sag schon...
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Zumsel
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Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 3931

Beitrag(#2201606) Verfasst am: 01.02.2020, 17:06    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Zumsel hat folgendes geschrieben:
Zitat:
So sprach sich das Editorial Board 2008 und 2016 für Hillary Clinton aus. 2000 war es Al Gore, 2004 John Kerry.


Tja, und fällt jemandem auf, was die drei gemeinsam haben?

Sag schon...


Es gibt ein bestimmtes Amt, das keiner der drei jemals bekleidet hat.
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rosbud
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Anmeldungsdatum: 08.12.2019
Beiträge: 112

Beitrag(#2201629) Verfasst am: 01.02.2020, 21:05    Titel: Antworten mit Zitat

Zumsel hat folgendes geschrieben:
Schlechte Nachrichten übrigens für Sanders Konkurrentin Warren:

https://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-new-york-times-wirbt-fuer-demokratinnen-klobuchar-und-warren-a-a04f763f-b53c-4f2e-b612-a1ec903b209c

Zitat:
"New York Times" wirbt für Demokratinnen Klobuchar und Warren


Warum schlecht? Nun ja:

Zitat:
So sprach sich das Editorial Board 2008 und 2016 für Hillary Clinton aus. 2000 war es Al Gore, 2004 John Kerry.


Tja, und fällt jemandem auf, was die drei gemeinsam haben?


Hm, hat da etwa unsere liebe Merkel ihre Hände im Spiel? So heimlich und bis dato unentdeckt. Kommt einem doch bekannt vor. Oder? Sehr glücklich
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Wilson
zwischen gaga und dada



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Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2203908) Verfasst am: 19.02.2020, 17:41    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.heise.de/tp/features/Frei-sein-high-sein-Enteignung-muss-dabei-sein-4663687.html
Frei sein, high sein, Enteignung muss dabei sein!

z.b.
insulin- so teuer?
Zitat:
Krankheiten oder Unfälle gehören zu den wichtigsten Faktoren, die den Ruin selbst gut situierter Lohnabhängiger herbeiführen können. Immer wieder sterben etwa Diabetiker daran, dass sie sich den absurd hohen Preis für Insulin, der Profitraten von mehreren tausend Prozent garantiert, nicht leisten können - und sie folglich zur Rationierung übergehen müssen.


oder
Zitat:
Ähnlich verhält es sich mit den Konzernen, die private Gefängnisse in den Vereinigten Staaten betreiben - und auf entsprechenden Nachschub an Insassen angewiesen sind. Die USA weisen mit weitem Abstand die weltweit höchste Rate von Gefängnisinsassen auf, die Sanders durch ein Ende der drakonischen Gesetzgebung, die für Bagatell- und Drogendelikte langjährige Haftstrafen vorschreibt, binnen kurzer Zeit halbieren will.


der marrrrkt Schamane in Aktion
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smallie
resistent!?



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Beitrag(#2204282) Verfasst am: 23.02.2020, 13:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hab' die demkratische Debatte gesehen. NBC-News.



Amy Klobuchar

"Ich habe gezeigt, daß ich unterschiedliche Wählerschichten ansprechen kann. Ich habe Erfahrung." Ein bisschen dünn als Programm, aber vielleicht sieht das aus informierter Warte anders aus. Bester uneingeübter Spruch: "Wenn wir alle nur so perfekt wären, wie du, Pete", nachdem Buttigieg mit fließendem Spanisch angegeben hat. Hintergrund: Klobuchar wußte den Namen des mexikanischen Präsidenten in einem vorausgegangen Interview nicht. Darauf angesprochen war ihr das ersichtlich peinlich und sie hat den Fehler zugegeben. Und gut gekontert. Respekt.


Peter Buttigieg

Jung, smart, schlagfertig. Zu seinem Programm ist bei mir nicht viel hängengeblieben, außer daß er die Vorschläge von Sanders für unbezahlbar hält. Denkt außerdem, die Amerikaner würden keinen Sozialisten wählen. Mit der Meinung steht er in der Partei nicht alleine.


Bernie Sanders

Ein Fossil. Seine Ziele teilen alle, seine Methoden nicht. Muß einstecken, als es heißt, sogar die Gewerkschaften würden seine Gesundheitsreform ablehnen. Kommt insgesamt glimpflich davon, trotz seiner Baukastenrhetorik. Seine Jahrzehnte alten Bemerkungen über Sexualphantasien bleiben unerwähnt. Die Republikaner werden nicht so diskret sein.


Elizabeth Warren

Inhaltlich nahe an Sanders, aber rhetorisch weicher. Die Kandidatin für jene, die progressiv sind und gleichzeitig meinen, Sanders würde das gespaltene Lande weiter spalten. Hat gefühlt am meisten Redezeit und hat Teile der Debatte bestimmt.


Joe Biden

Beobachtet, wie die anderen über sich herfallen und sagt nicht viel - trifft dann aber. Außerdem reibt er den anderen Kandidaten unter die Nase: "Worüber ihr redet, das habe ich schon als Vize-Präsident gemacht. Ich bin der Mann mit Erfahrung." Staatsmännisch auftreten kann er.


Michael Bloomberg

Bekommt viel Sperrfeuer ab und wird von Elizabeth Warren versenkt. "Seine Verteidigung ist: ich war nett zu manchen Frauen" Er muß zugeben: "Ich habe blöde Witze über anwesende Frauen gemacht." Fast wie Deutschland gegen Brasilien. Oder eher wie jemand, der gewohnt ist, daß ihm die Menschen, die er bezahlt, zustimmen und der ins Stammeln kommt, wenn andere das nicht tun.



Fazit: Alle sind sich einig, daß es eine hohe Wählermobilisation braucht, um Trump zu schlagen. Die einen sagen, dazu brauchen wir einen moderaten Kandidaten, die anderen sagen, mit "weiter so" setzen wir uns nicht genügend ab.
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