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US-Präsidentschaftskandidat 2016 - BERNIE SANDERS
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Zumsel
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Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 4026

Beitrag(#2204284) Verfasst am: 23.02.2020, 14:19    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:

Peter Buttigieg...
Denkt außerdem, die Amerikaner würden keinen Sozialisten wählen. Mit der Meinung steht er in der Partei nicht alleine.


Die "Sozialisten" in der Partei (also das, was man in den USA halt so "Sozialisten" nennt) denken aber eher: Wenn wir eine Chance haben, dass die Amerikaner einen von uns wählen, dann nur gegen einen Gegner wie Trump...
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Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 7428

Beitrag(#2204312) Verfasst am: 23.02.2020, 18:21    Titel: Antworten mit Zitat

Bernie Sanders wird genauso sicher der nächste amerikanische Präsident wie Jeremy Corbyn britischer Premierminister. Diese Art von Kandidaten sind immer die besten Leute der gegnerischen Mannschaft. Leichter kann man Trump keine zweite Amtszeit sichern als mit „Bernie for President“.
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"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

Friedrich Nietzsche
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Wilson
zwischen gaga und dada



Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 13821
Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2204313) Verfasst am: 23.02.2020, 18:25    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Bernie Sanders wird genauso sicher der nächste amerikanische Präsident wie Jeremy Corbyn britischer Premierminister. Diese Art von Kandidaten sind immer die besten Leute der gegnerischen Mannschaft. Leichter kann man Trump keine zweite Amtszeit sichern als mit „Bernie for President“.


du hast den freude-smiley vergessen, oder?
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"als ob"
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Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 7428

Beitrag(#2204316) Verfasst am: 23.02.2020, 18:35    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Bernie Sanders wird genauso sicher der nächste amerikanische Präsident wie Jeremy Corbyn britischer Premierminister. Diese Art von Kandidaten sind immer die besten Leute der gegnerischen Mannschaft. Leichter kann man Trump keine zweite Amtszeit sichern als mit „Bernie for President“.


du hast den freude-smiley vergessen, oder?

Ja, klar, wie konnte ich nur? Sehr glücklich Ich hätte einfach zu gern noch einmal 4 Jahre mit der Knalltüte Trump. Politik kann so unterhaltsam sein! zwinkern

P.S.: Waren das genug Smileys?
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Zumsel
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Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 4026

Beitrag(#2204318) Verfasst am: 23.02.2020, 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Bernie Sanders wird genauso sicher der nächste amerikanische Präsident wie Jeremy Corbyn britischer Premierminister. Diese Art von Kandidaten sind immer die besten Leute der gegnerischen Mannschaft.


Ziemlich genau das hat man vor vier Jahren auch über Trump gesagt und H. Clinton einen Erdrutschsieg vorhergesagt (ich allerdings nicht).

Trumps großer Trumpf ist die Präsidentschaft; Amtsinhaber werde i.d.R. wiedergewählt, Abwahlen nach vier Jahren sind die Ausnahme und angesichts der wirtschaftlichen Lage müsste die Wahl unter normalen Umständen für ihn ein Selbstläufer werden. Wird sie aber m.E. eher nicht und das liegt an der permanenten Ausnahmesituation, die bereits das Faktum seiner Präsidentschaft darstellt.
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Skeptiker
"I can't breathe!"



Anmeldungsdatum: 14.01.2005
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Beitrag(#2204319) Verfasst am: 23.02.2020, 18:44    Titel: Antworten mit Zitat

Zumsel hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Bernie Sanders wird genauso sicher der nächste amerikanische Präsident wie Jeremy Corbyn britischer Premierminister. Diese Art von Kandidaten sind immer die besten Leute der gegnerischen Mannschaft.


Ziemlich genau das hat man vor vier Jahren auch über Trump gesagt und H. Clinton einen Erdrutschsieg vorhergesagt (ich allerdings nicht).

Trumps großer Trumpf ist die Präsidentschaft; Amtsinhaber werde i.d.R. wiedergewählt, Abwahlen nach vier Jahren sind die Ausnahme und angesichts der wirtschaftlichen Lage müsste die Wahl unter normalen Umständen für ihn ein Selbstläufer werden. Wird sie aber m.E. eher nicht und das liegt an der permanenten Ausnahmesituation, die bereits das Faktum seiner Präsidentschaft darstellt.


Meiner Ansicht nach ist Sanders 1. genau so imperialistisch wie Trump oder Hillary und 2. ist er viel zu alt.
_________________
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"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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Critic
oberflächlich



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 15151
Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#2204358) Verfasst am: 23.02.2020, 21:52    Titel: Antworten mit Zitat

Der Standard-Witz, den eine der üblichen Verdächtigen (Satire-Sendungen) dann bringen werden: "Werden die USAner also die Wahl haben zwischen einem gemeingefährlichen Irren, der mit seinen abstrusen Ideen das Land ruinieren und die Welt in einen Krieg stürzen wird - und Bernie Sanders?"

Aber wahrscheinlich wird es am Ende selten der Kandidat werden, der die primaries am Anfang gewinnt.

Und das sind irgendwo ja auch Schäume, daß eine der Parteien einen Kandidaten pushen würde, der z.B. ein Gesundheitssystem nach europäischen Vorstellungen einführen möchte. Die Demokraten werden sich bestimmt auch an die Statistik erinnern, daß je (im US-Sinne) liberaler ein Kandidat ist, um so unwahrscheinlicher er eine Wahl gewinnen kann. Deshalb hatten sie ja nach dem Desaster mit dem Kandidaten George McGovern (gegen Richard Nixon!) die "Superdelegierten" erfunden (sprich also, Nominierungsdelegierte, die eben nicht dafür aufgestellt sind, für einen Kandidaten zu stimmen, sondern - wie man schonmal argwöhnen kann - eher dem Establishment der Partei entstammen und "darauf achten sollen, daß es nicht zu extrem wird").
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"Die Pentagon-Gang wird in der Liste der Terrorgruppen geführt"

Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

"Wahrheit läßt sich nicht zeigen, nur erfinden." (Max Frisch)
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Zumsel
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Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 4026

Beitrag(#2204415) Verfasst am: 24.02.2020, 10:23    Titel: Antworten mit Zitat

Critic hat folgendes geschrieben:
Der Standard-Witz, den eine der üblichen Verdächtigen (Satire-Sendungen) dann bringen werden: "Werden die USAner also die Wahl haben zwischen einem gemeingefährlichen Irren, der mit seinen abstrusen Ideen das Land ruinieren und die Welt in einen Krieg stürzen wird - und Bernie Sanders?"


Müsste da aber am Ende nicht eher Trump statt Sanders stehen, damit der Gag überhaupt als solcher erkennbar ist? zwinkern
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Tarvoc
Oh Deer...



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Wohnort: Bonn

Beitrag(#2204421) Verfasst am: 24.02.2020, 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

Zumsel hat folgendes geschrieben:
Critic hat folgendes geschrieben:
Der Standard-Witz, den eine der üblichen Verdächtigen (Satire-Sendungen) dann bringen werden: "Werden die USAner also die Wahl haben zwischen einem gemeingefährlichen Irren, der mit seinen abstrusen Ideen das Land ruinieren und die Welt in einen Krieg stürzen wird - und Bernie Sanders?"

Müsste da aber am Ende nicht eher Trump statt Sanders stehen, damit der Gag überhaupt als solcher erkennbar ist? zwinkern

Der Witz ist, dass Bernie von fast sämtlichen Medien und Teilen seiner eigenen Partei so charakterisiert wird, während Trump wenigstens die konservativen Medien und zumindest in der Praxis auch seine Partei hinter sich hat.
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Zumsel
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Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 4026

Beitrag(#2204423) Verfasst am: 24.02.2020, 10:55    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Zumsel hat folgendes geschrieben:
Critic hat folgendes geschrieben:
Der Standard-Witz, den eine der üblichen Verdächtigen (Satire-Sendungen) dann bringen werden: "Werden die USAner also die Wahl haben zwischen einem gemeingefährlichen Irren, der mit seinen abstrusen Ideen das Land ruinieren und die Welt in einen Krieg stürzen wird - und Bernie Sanders?"

Müsste da aber am Ende nicht eher Trump statt Sanders stehen, damit der Gag überhaupt als solcher erkennbar ist? zwinkern

Der Witz ist, dass Bernie von fast sämtlichen Medien und Teilen seiner eigenen Partei so charakterisiert wird, während Trump wenigstens die konservativen Medien und zumindest in der Praxis auch seine Partei hinter sich hat.


Weiß ich doch, ich zweifel auch nicht, dass der Gag in Amerika so funktionieren würde, mein (ironischer) Einwand kam aus einer europäischen Perspektive.
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smallie
resistent!?



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Beiträge: 3276

Beitrag(#2204499) Verfasst am: 24.02.2020, 21:20    Titel: Antworten mit Zitat

Zumsel hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:

Peter Buttigieg...
Denkt außerdem, die Amerikaner würden keinen Sozialisten wählen. Mit der Meinung steht er in der Partei nicht alleine.


Die "Sozialisten" in der Partei (also das, was man in den USA halt so "Sozialisten" nennt) denken aber eher: Wenn wir eine Chance haben, dass die Amerikaner einen von uns wählen, dann nur gegen einen Gegner wie Trump...

Möglich. Auf das Argument können sich aber auch die Moderaten stützen.


Critic hat folgendes geschrieben:
Die Demokraten werden sich bestimmt auch an die Statistik erinnern, daß je (im US-Sinne) liberaler ein Kandidat ist, um so unwahrscheinlicher er eine Wahl gewinnen kann. Deshalb hatten sie ja nach dem Desaster mit dem Kandidaten George McGovern (gegen Richard Nixon!) die "Superdelegierten" erfunden (sprich also, Nominierungsdelegierte, die eben nicht dafür aufgestellt sind, für einen Kandidaten zu stimmen, sondern - wie man schonmal argwöhnen kann - eher dem Establishment der Partei entstammen und "darauf achten sollen, daß es nicht zu extrem wird").

Dazu ein aktueller Artikel:

The Atlantic hat folgendes geschrieben:
Wann werden die Moderatoren ihre Lektion lernen?


Gemäßigte Demokraten geben progressiven Kandidaten die Schuld an Wahlschlappen, aber sie weigern sich, bei gemäßigten Kandidaten das gleiche zu tun. Die Gemäßigten sind unfähig, über die geschichtliche Wählbarkeit ihrer Kandidaten nachzudenken, während sie genau das von den Progressiven verlangen. Die Gemäßigten erkennen, wie progressive Kandidaten bestimmte Wähler verprellen, aber sie übesehen, daß gemäßigte Kandidaten bestimmte, andere Wähler verprellen.

..

Jahrzehntelang haben sich die gemäßigten Demokraten immer wieder auf McGovern berufen, wenn irgendeine Art progressiver Kandidat am politischen Horizont auftauchte. In den letzten Vorwahlen der Demokraten im Jahr 2004 haben die Gemäßigten vor Howard Dean gewarnt, 2008 vor Barack Obama und jetzt vor Warren und Sanders als die neuen McGoverns, die nicht gewinnen können.


https://www.theatlantic.com/ideas/archive/2020/02/moderates-cant-win-white-house/606985/

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"There are two hard things in computer science: cache invalidation, naming things, and off-by-one errors."
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Critic
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Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 15151
Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#2204508) Verfasst am: 24.02.2020, 22:23    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:
Dazu ein aktueller Artikel:

The Atlantic hat folgendes geschrieben:
Wann werden die Moderatoren ihre Lektion lernen?


Gemäßigte Demokraten geben progressiven Kandidaten die Schuld an Wahlschlappen, aber sie weigern sich, bei gemäßigten Kandidaten das gleiche zu tun. Die Gemäßigten sind unfähig, über die geschichtliche Wählbarkeit ihrer Kandidaten nachzudenken, während sie genau das von den Progressiven verlangen. Die Gemäßigten erkennen, wie progressive Kandidaten bestimmte Wähler verprellen, aber sie übesehen, daß gemäßigte Kandidaten bestimmte, andere Wähler verprellen.

..

Jahrzehntelang haben sich die gemäßigten Demokraten immer wieder auf McGovern berufen, wenn irgendeine Art progressiver Kandidat am politischen Horizont auftauchte. In den letzten Vorwahlen der Demokraten im Jahr 2004 haben die Gemäßigten vor Howard Dean gewarnt, 2008 vor Barack Obama und jetzt vor Warren und Sanders als die neuen McGoverns, die nicht gewinnen können.


https://www.theatlantic.com/ideas/archive/2020/02/moderates-cant-win-white-house/606985/


Klar, es mag (zum Teil) auch der fehlende Mut dazu sein, eine unterscheidbare Position einzunehmen?!

Oder eben auch der schizophrene Zustand, daß Trump nicht so ganz "einordenbar" war, er 2016 gewählt wurde, auch weil er behauptete, "nicht dem Establishment anzugehören" (das in Wahrheit natürlich tut, nur eben eine andere Rhetorik pflegt). Setzt man demjenigen also am besten jemanden entgegen, der der Wahrnehmung nach dem Establishment entstammt (sozusagen als "Der Kandidat der Vernunft gegen den Radikalen")? Oder setzt man ihm jemanden entgegen, der ebenfalls nicht im Mainstream der Partei liegt, gewissermaßen als (eben auch deutlich unterscheidbare) Alternative, um diejenigen wieder einzusammeln, die ebenfalls "den Etablierten eine Quittung geben" wollen? (Wir haben ja auch 2016 gesehen, daß Leute Trump wählten, obwohl das eigentlich gegen ihre Interessen war.) Am Kopf kratzen
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vrolijke
Bekennender Pantheist
Moderator



Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 39684
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2204509) Verfasst am: 24.02.2020, 22:28    Titel: Antworten mit Zitat

Critic hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
Dazu ein aktueller Artikel:

The Atlantic hat folgendes geschrieben:
Wann werden die Moderatoren ihre Lektion lernen?


Gemäßigte Demokraten geben progressiven Kandidaten die Schuld an Wahlschlappen, aber sie weigern sich, bei gemäßigten Kandidaten das gleiche zu tun. Die Gemäßigten sind unfähig, über die geschichtliche Wählbarkeit ihrer Kandidaten nachzudenken, während sie genau das von den Progressiven verlangen. Die Gemäßigten erkennen, wie progressive Kandidaten bestimmte Wähler verprellen, aber sie übesehen, daß gemäßigte Kandidaten bestimmte, andere Wähler verprellen.

..

Jahrzehntelang haben sich die gemäßigten Demokraten immer wieder auf McGovern berufen, wenn irgendeine Art progressiver Kandidat am politischen Horizont auftauchte. In den letzten Vorwahlen der Demokraten im Jahr 2004 haben die Gemäßigten vor Howard Dean gewarnt, 2008 vor Barack Obama und jetzt vor Warren und Sanders als die neuen McGoverns, die nicht gewinnen können.


https://www.theatlantic.com/ideas/archive/2020/02/moderates-cant-win-white-house/606985/


Klar, es mag (zum Teil) auch der fehlende Mut dazu sein, eine unterscheidbare Position einzunehmen?!

Oder eben auch der schizophrene Zustand, daß Trump nicht so ganz "einordenbar" war, er 2016 gewählt wurde, auch weil er behauptete, "nicht dem Establishment anzugehören" (das in Wahrheit natürlich tut, nur eben eine andere Rhetorik pflegt). Setzt man demjenigen also am besten jemanden entgegen, der der Wahrnehmung nach dem Establishment entstammt (sozusagen als "Der Kandidat der Vernunft gegen den Radikalen")? Oder setzt man ihm jemanden entgegen, der ebenfalls nicht im Mainstream der Partei liegt, gewissermaßen als (eben auch deutlich unterscheidbare) Alternative, um diejenigen wieder einzusammeln, die ebenfalls "den Etablierten eine Quittung geben" wollen? (Wir haben ja auch 2016 gesehen, daß Leute Trump wählten, obwohl das eigentlich gegen ihre Interessen war.) Am Kopf kratzen

Ich denke, die Wähler haben sich damals eher gegen Hillary Clinton entschieden, als für Trump.
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 44363
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2204512) Verfasst am: 24.02.2020, 22:36    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Critic hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
Dazu ein aktueller Artikel:

The Atlantic hat folgendes geschrieben:
Wann werden die Moderatoren ihre Lektion lernen?


Gemäßigte Demokraten geben progressiven Kandidaten die Schuld an Wahlschlappen, aber sie weigern sich, bei gemäßigten Kandidaten das gleiche zu tun. Die Gemäßigten sind unfähig, über die geschichtliche Wählbarkeit ihrer Kandidaten nachzudenken, während sie genau das von den Progressiven verlangen. Die Gemäßigten erkennen, wie progressive Kandidaten bestimmte Wähler verprellen, aber sie übesehen, daß gemäßigte Kandidaten bestimmte, andere Wähler verprellen.

..

Jahrzehntelang haben sich die gemäßigten Demokraten immer wieder auf McGovern berufen, wenn irgendeine Art progressiver Kandidat am politischen Horizont auftauchte. In den letzten Vorwahlen der Demokraten im Jahr 2004 haben die Gemäßigten vor Howard Dean gewarnt, 2008 vor Barack Obama und jetzt vor Warren und Sanders als die neuen McGoverns, die nicht gewinnen können.


https://www.theatlantic.com/ideas/archive/2020/02/moderates-cant-win-white-house/606985/


Klar, es mag (zum Teil) auch der fehlende Mut dazu sein, eine unterscheidbare Position einzunehmen?!

Oder eben auch der schizophrene Zustand, daß Trump nicht so ganz "einordenbar" war, er 2016 gewählt wurde, auch weil er behauptete, "nicht dem Establishment anzugehören" (das in Wahrheit natürlich tut, nur eben eine andere Rhetorik pflegt). Setzt man demjenigen also am besten jemanden entgegen, der der Wahrnehmung nach dem Establishment entstammt (sozusagen als "Der Kandidat der Vernunft gegen den Radikalen")? Oder setzt man ihm jemanden entgegen, der ebenfalls nicht im Mainstream der Partei liegt, gewissermaßen als (eben auch deutlich unterscheidbare) Alternative, um diejenigen wieder einzusammeln, die ebenfalls "den Etablierten eine Quittung geben" wollen? (Wir haben ja auch 2016 gesehen, daß Leute Trump wählten, obwohl das eigentlich gegen ihre Interessen war.) Am Kopf kratzen

Ich denke, die Wähler haben sich damals eher gegen Hillary Clinton entschieden, als für Trump.


Die Wähler hatten sich uebrigens mehrheitlich fuer Clinton und gegen Trump entschieden. Es war das veraltete Wahlsystem, das Trump ins Weisse Haus spülte.
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sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 12541

Beitrag(#2204561) Verfasst am: 25.02.2020, 17:01    Titel: Antworten mit Zitat

Welche Rolle wird diesmal der DNC (gegenüber Sanders) einnehmen?
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Zumsel
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Beitrag(#2204570) Verfasst am: 25.02.2020, 19:10    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Es war das veraltete Wahlsystem, das Trump ins Weisse Haus spülte.


Kann man nicht wissen, Wahlkampf findet in den USA ja quasi nur in ein paar Swing States statt und die hat er fast alle gewonnen. Ein anderes Wahlsystem hätte einen anderen Wahlkampf bedeutet.
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Zumsel
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Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 4026

Beitrag(#2204571) Verfasst am: 25.02.2020, 19:12    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Welche Rolle wird diesmal der DNC (gegenüber Sanders) einnehmen?


Verhindert er ihn gegen den Willen der Mehrheit der Mitglieder, brauchen sie gar nicht erst anzutreten...
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Beiträge: 12541

Beitrag(#2204576) Verfasst am: 25.02.2020, 19:53    Titel: Antworten mit Zitat

Zumsel hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Welche Rolle wird diesmal der DNC (gegenüber Sanders) einnehmen?


Verhindert er ihn gegen den Willen der Mehrheit der Mitglieder, brauchen sie gar nicht erst anzutreten...

Verhindern? Wie?

Worum ging es in den von Wikileaks veröffentlichten internen DNC-EMails?
Wikipedia: "Obwohl die Statuten des DNC verlangen, sich im Vorwahlkampf neutral zu verhalten, wurde unter anderem darüber nachgedacht, Sanders’ persönliche Religiosität zum Thema zu machen."

Wäre das ein 'Verhindern' welches als solches erkannt wird?

Erinnerung: Nicht nur die Vorsitzende des DNC trat zurück, auch CEO, CFO, Communications Director.
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Beitrag(#2204595) Verfasst am: 25.02.2020, 22:10    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Critic hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
Dazu ein aktueller Artikel:

The Atlantic hat folgendes geschrieben:
Wann werden die Moderatoren ihre Lektion lernen?


Ich denke, die Wähler haben sich damals eher gegen Hillary Clinton entschieden, als für Trump.


Die Wähler hatten sich uebrigens mehrheitlich fuer Clinton und gegen Trump entschieden. Es war das veraltete Wahlsystem, das Trump ins Weisse Haus spülte.


Und das bedeutet auch, daß auch wichtig ist, wo die Stimmen anfallen. Vielleicht habe ich das auch schon gefragt, aber hat es sich eigentlich für die strukturschwachen Regionen im Rust Belt gelohnt, 2016 Trump gewählt zu haben?

Zumindest werden die Entscheider solange rumeiern, bis sie zu wissen glauben (denn wir erinnern uns ja daran, wie das auch schiefgehen kann), welche Gruppen sie in dieser Wahlrunde am wenigsten verprellen dürfen?! Nun rotieren zumindest die Zahlenfresser, welche Gruppen von Wählern die einzelnen Kandidaten ansprechen, wie also Kandidat X bei Moderaten, Minderheiten oder gut ausgebildeten Frauen in den Vorstädten ankommt (Link).

Oder halt auch in den engen swing states. Da hätte man beispielsweise gedacht, daß Maßnahmen zur "voter suppression", also Versuche, Wähler vom Gebrauch ihres Rechts abzuhalten, eigentlich überall schlecht seien. Aber es gebe auch Regionen, in denen eine höhere Wahlbeteiligung auch gar nicht gut für die Demokraten sein könne (Link). Schließt am Ende dann ein findiger Wahlkampfmanager daraus, daß man z.B. nur in Georgia versuchen sollte, voter suppression zu bekämpfen und die Leute stärker zu mobilisieren, weil er denkt, daß das dort nützt, aber man entschließt sich, meinetwegen in Pennsylvania davon abzusehen, weil die Gefahr besteht, daß dann wesentlich mehr Republikaner zur Wahl gehen?

Ein Problem z.B. für Bernie Sanders könnte auch seine Neigung sein, daß er darauf hingewiesen hat, daß Fidel Castro ja auch z.B. die Bildung und Gesundheit der kubanischen Bevölkerung verbessert habe. Das komme bei den Exilkubanern nicht gut an, für die Castro der Gottseibeiuns sei -- was dann z.B. in Florida ein Problem sein könnte (Link).


Interessant in dem Zusammenhang dann auch: Stellt die Corona-möglicherweise-bald-Pandemie für die Trump-Administration möglicherweise eine Belastungsprobe dar (Link)? Also etwa, was das Krisenmanagement betrifft oder weil die Quarantäne ganzer Regionen die Wirtschaftsleistung schwächt oder zumindest die Erwartungen eintrübt?
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Beitrag(#2204883) Verfasst am: 29.02.2020, 17:25    Titel: Antworten mit Zitat

ausgesprochen ausführlicher interessanter bericht von 2016:
https://www.deutschlandfunk.de/praesidentschaftswahlen-in-den-usa-ueber-hillary-clinton.1184.de.html?dram:article_id=368491

Zitat:
Über Hillary Clinton und das Sozialwesen
Ist Hillary Clinton eine fortschrittliche Politikerin? Diese Frage stellte die Moderatorin bei der Primary-Debatte zwischen Clinton und Sanders in New Hampshire im Februar. Clinton antwortete, sie sei „eine fortschrittlich Denkende, die die Dinge auch gern erledigt“.

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Beitrag(#2205516) Verfasst am: 04.03.2020, 21:34    Titel: Antworten mit Zitat

Nach dem ersten "Super Tuesday" werden sich wieder beide Seiten loben als auch in den Hintern beißen: Noch vor einer Woche sah es so aus, als ob Joe Biden "erledigt" sei, jetzt hat er wieder ganz gute Chancen auf die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten: Ein Kandidat, der quer durchs Land siegen kann - selbst wenn es knapp ist -, wird das im weiteren Verlauf ggf. als Argument nutzen, ihn zu wählen. Er konnte allerdings auch nicht so weit nach vorne preschen, daß das alles schon in trockenen Tüchern ist, weil die Stimmen der "Moderates" mindestens zwischen ihm und Bloomberg gesplittet waren. Bloomberg hat nun aufgegeben, er wird womöglich seine Ressourcen Biden zur Verfügung stellen.

Sanders hat Biden in einigen Staaten, von denen man das nicht unbedingt glauben würde (Texas?! Tennessee?!), ein relativ enges Rennen geliefert. (Umgekehrt gilt das aber auch: man war wie gesagt vor ein paar Tagen davon ausgegangen, daß Sanders nach dem Super Tuesday deutlich vorne sein würde.) Aber letzten Endes sind seine Kernwählergruppen, im Süden Latinos, insbesondere aber jüngere Leute, nicht genügend oft erschienen (insofern wieder eine "Wahl der Alten", die jetzt wieder für das Land entscheiden, wie auch z.B. schon beim Brexit-Referendum?). Auch könnte die zwischen ihm und Warren gesplittete "Progressives"-Wählerschaft mehrere Siege oder deutlicheren Vorsprung verhindert haben. Sein Sieg in Kalifornien war beispielsweise nicht so groß, daß er dort einen deutlich größeren Anteil der Delegierten hätte abgreifen können, der ihn wieder nach vorne gebracht hätte (Link).

Laut Befragungen am Wahltag haben sich aber auch Viele nicht unbedingt für den Kandidaten entschieden, dem sie sich ideologisch näher sehen, sondern für den, von dem sie glauben, daß er wahrscheinlicher Trump besiegen könnte.
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Beitrag(#2205682) Verfasst am: 06.03.2020, 22:27    Titel: Antworten mit Zitat

Heute beim Aggregator wieder eine statistische Frage:

Kann Bernie Sanders noch etwas tun?

Die kurze Antwort: 2016 war um diese Zeit Hillary Clinton deutlich weiter vorn, also "vielleicht". Der Weg dazu werde allerdings mathematisch enger: Es komme am Ende womöglich auf jede Stimme an, aber Joe Biden könnte am Ende die nötige Delegiertenmehrheit erreichen, selbst wenn sich er sich etwas schlechter schlagen sollte als Clinton 2016. Während Sanders sich deutlich besser schlagen müßte, um noch eine Chance auf die Nominierung zu haben. Für ihn komme es jetzt darauf an, in Michigan und Florida gut abzuschneiden, um noch eine Rechtfertigung für seine Kampagne zu haben.

Vielen Leuten komme es aber vor allem darauf an, den Kandidaten zu wählen, von dem sie denken, daß er Trump am besten schlagen könne. Die Leute mögen dabei Joe Biden deutlich mehr als Hillary Clinton (und hassen ihn nicht bloß ein bißchen weniger als Trump, wie es 2016 war), und - naja, Manche hoffen das zumindest - auch ein paar Leute scheinen aufzuwachen und zu fürchten, daß Trump in den nächsten vier Jahren desaströse Entscheidungen fällen könnte. Das könnte auch bei der Präsidentenwahl den Turnout für die Demokraten nach oben treiben.
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göttertod
Atheist und Zweifelsäer



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Beitrag(#2208596) Verfasst am: 10.04.2020, 00:48    Titel: Antworten mit Zitat

Trump Tells Truth About Bernie Dropping That Democrats Won’t

Trump auf Twitter:
"Bernie Sanders is OUT! Thank you to Elizabeth Warren. If not for her, Bernie would have won almost every state on Super Tuesday! This ended just like the Democrats & the DNC wanted, same as the Crooked Hillary fiasco. "


und natürlich dürfen sich die Progressiven in den USA nicht nur bei Warren und den Rest"eliten", sondern auch bei Buttigieg, für die Niederlage gegen den senilen Opa, der gegen Trump verlieren würde, bedanken

Buttigieg finanziert die kaputte Wahloftware, welche Teilergebnisse freigibt, die Buttigieg als vorläufigen Sieger darstehen lässt. Dadurch wird Buttigieg in den Mainstreammedien fälschlicher Weise und mehrere Wochen als Frontrunner dargestellt - was er aber nie war. (von Coinflips mal abgesehen)


da bleibt nur Nichtwählen, oder Trump
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jede Tradition ist es wert sich an sie zu erinnern, aber nicht jede Tradition ist es wert gelebt zu werden
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Zumsel
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Beitrag(#2208603) Verfasst am: 10.04.2020, 10:12    Titel: Antworten mit Zitat

göttertod hat folgendes geschrieben:
Trump Tells Truth About Bernie Dropping That Democrats Won’t

Trump auf Twitter:
"Bernie Sanders is OUT! Thank you to Elizabeth Warren. If not for her, Bernie would have won almost every state on Super Tuesday! This ended just like the Democrats & the DNC wanted, same as the Crooked Hillary fiasco. "


Tja, dasselbe hätte man auch über Bloomberg hinsichtlich Biden behaupten können, wenn Sanders gewonnen hätte. Was ist also der Punkt an dieser Aussage?

göttertod hat folgendes geschrieben:
Buttigieg finanziert die kaputte Wahloftware, welche Teilergebnisse freigibt, die Buttigieg als vorläufigen Sieger darstehen lässt. Dadurch wird Buttigieg in den Mainstreammedien fälschlicher Weise und mehrere Wochen als Frontrunner dargestellt - was er aber nie war. (von Coinflips mal abgesehen)


Am Super Tuesday war das aber doch schon lange Geschichte und Sanders Frontrunner.
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 39684
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2208604) Verfasst am: 10.04.2020, 10:30    Titel: Antworten mit Zitat

Die USA ist einfach noch nicht reif genug für einen Bernie Sanders.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Beitrag(#2208633) Verfasst am: 10.04.2020, 18:35    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Die USA ist einfach noch nicht reif genug für einen Bernie Sanders.


......oder schon zu faul. zynisches Grinsen
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göttertod
Atheist und Zweifelsäer



Anmeldungsdatum: 20.08.2004
Beiträge: 1555
Wohnort: Freiburg

Beitrag(#2208685) Verfasst am: 11.04.2020, 03:34    Titel: Antworten mit Zitat

Zumsel hat folgendes geschrieben:
göttertod hat folgendes geschrieben:
Trump Tells Truth About Bernie Dropping That Democrats Won’t

Trump auf Twitter:
"Bernie Sanders is OUT! Thank you to Elizabeth Warren. If not for her, Bernie would have won almost every state on Super Tuesday! This ended just like the Democrats & the DNC wanted, same as the Crooked Hillary fiasco. "


Tja, dasselbe hätte man auch über Bloomberg hinsichtlich Biden behaupten können, wenn Sanders gewonnen hätte. Was ist also der Punkt an dieser Aussage?

göttertod hat folgendes geschrieben:
Buttigieg finanziert die kaputte Wahloftware, welche Teilergebnisse freigibt, die Buttigieg als vorläufigen Sieger darstehen lässt. Dadurch wird Buttigieg in den Mainstreammedien fälschlicher Weise und mehrere Wochen als Frontrunner dargestellt - was er aber nie war. (von Coinflips mal abgesehen)


Am Super Tuesday war das aber doch schon lange Geschichte und Sanders Frontrunner.




zu Punkt 1;

Bloomberg ist ja erst am Super Tuesday angetreten, seine Berwerbung war erst ab dem Dienstag wählbar. Vorher stand er noch gar nicht zur Wahl. Dafür hat er mal locker 500 Millionen an Werbung (und Sonstiges) ausgegeben.
Bloomberg hielt sich unter den vielen, vielen Moderaten=Politik-für-die-Reichen/Eliten-Macher als den Fähigsten, aber er hat sich massiv verzockt.

Warren und Sanders sind hingegen die einzigen aus dem progressiven Lager mit Chancen gewesen, haben sich aber immer gegenseitig Stimmen genommen.

Warren hat versucht/(es wohl auch in manchen Köpfen geschafft) Sanders mit einem Sexismusvorwurf zu diskreditieren.

Und im Gegensatz zu den moderaten Gegenkandidaten zu Biden, ist Warren nicht zurückgetreten, um Sanders zu unterstützen, obwohl er weit vorne lag und die klar besseren Chancen, bei sehr ähnlichen politischen Vorstellungen hatte.

Sanders hätte mit Warren als Unterstützung klar den Dienstag gewonnen. Mit der indirekten Unterstützung für Biden aber hat Warren als parlamentarische Linke den Seeheimer Kreis möglicherweise zur Präsidentschaft verholfen.


2020 Democratic Party presidential primaries
Zitat:
March 1: Pete Buttigieg dropped out of the race.[338]
March 2: Amy Klobuchar dropped out of the race.[339]

That evening, Biden received the endorsements of Buttigieg, Klobuchar, and Beto O'Rourke during a rally in Texas.


Die Stimmen aus dem moderaten Lager haben sich auf einen Kandidaten vereint, Warren wollte das aber nicht machen. Im Gegenteil hat sie ihre Wähler alle verraten, trotz erwartbarer Chancenlosigkeit. (Warum man als Wähler in so einer Situation lieber Warren wählt, ist für mich nicht nachvollziehbar)



zu Punkt 2;

Sanders war medial in der Mainstreampresse nie Frontrunner, sondern der Underdog Buttigieg. Vor allem nach der durch Buttigieg getürkten/betrogenen ersten Vorwahl in Iowa.
Die Geschichte wäre komplett anders erzählt worden, hätte Sanders, der mehr Stimmen als Buttigieg in diesem Staat gewann, am meisten Delegierte bekommen.

Aber es interessiert jetzt keine Sau mehr. Es ist scheissegal. Der Drobs ist gelutscht. Die haben Sanders wieder zerrieben und verarscht.


Jetzt geht es nur darum...

1. wer würde Vize unter Biden (Clinton noc , Warren, Sanders, ... und bitte nicht die Obama )
Der macht so ein Amt eh nur ein paar Monate, wenn überhaupt

2. wie macht sich Trump im Umgang mit Corona, und macht er Angebote an die Arbeiter und die Unterschicht ---> positioniert sich Trump in manchen wirtschaftlichen Fragen LINKER als die Demokraten?!


ein interessantes Video zum Thema war für mich auch das hier
https://www.youtube.com/watch?v=Gb3RqkP1TpQ
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