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Gen, Geschlecht, Kultur und Verhalten
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fwo
leider wieder manchmal da



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 22394
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2015127) Verfasst am: 12.08.2015, 14:01    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
unquest hat folgendes geschrieben:
Kleines Beispiel: Du magst vielleicht eine nackte Indianerin sehen. Du übersiehst dabei aber ihren Gürtel den sie trägt. Ohne diesen Gürtel wäre sie nackt und würde sich auch schämen.

Ja schon. Aber auch das ist anerzogen, keinesfalls evolutionär über die Gene gesteuert.
Innerhalb weniger Jahrzehnte kamen die Skandinavier vom Pornographieverbot weg zum Gegenteil, und das schwappte dann über ganz Westeuropa. So schnell ist die Evolution nicht. Das war ein reiner Kultur- und Lernvorgang. Und es hat auch grad mal so ein halbes Jahrhundert gedauert von den voluminösen Badeanzügen der Damen um 1900 bis zum Bikini, und dann noch ein paar wenige Jährchen zum Tanga.
Unser Sexualverhalten ist allein Kultur und Erziehung. Das gilt übrigens auch für den Kannibalismus.

Nein - dann wären wir schon ausgestorben. Wie wer wann es mit wem und auf welche Weise treibt, das bestimmt die Kultur. Dass wir es treiben, ist uns als sehr starke Verhaltenstendenz angeboren, bestimmte Auslöser, die diese Tendenz verstärken, auch, aber wir können Aulöser dazulernen.

Genauso mit der Scham, einer besonderen Form des "schlechten Gewissens". Das Gefühl der Angst vor einer Bestrafung ist wahrscheinlich schlicht eine Erinnerung an strukturell ähnliche Situationen, wobei der Mensch die Besonderheit hat, Situationen auch in der Erzählung erleben zu können.

Das Erleben von "Bestrafung" fängt dabei bereits im Kleinkindalter an: Ein Kind, das seiner Mutter beim Saugen in die Brust beißt, erfährt auf diese Aktion sofort einen plötzlichen Wärmeverlust wie auch das Versiegen der Quelle - die Mutter nimmt es nämlich erstmal ab. Beim einem Kind, dem das ein paar mal passiert ist, kannst Du schon die Erwartung des "Kältegewitters" erkennen, wenn es aus irgendeinem Grund mal wieder gebissen hat - es zieht sich nach dem Biss in sich selbst zurück (in der Bilderbuchreaktion: zieht sich zurück, duckt sich und umarmt sich selbst).

Diese Szene beschreibt Eibesfeld bei Taubblinden um damit das schlechte Gewissen als zur Erbmasse gehörend zu belegen. Die Interpretation, die ich hier gebe, kommt allerdings ohne das Konstrukt Gewissen aus und zeigt nur ein situationsbedingtes Lernen. Dieses Lernen ist das Angeborene daran.
_________________
Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

The skills you use to produce the right answer are exactly the same skills you use to evaluate the answer.

Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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Marcellinus
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Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 6376

Beitrag(#2015128) Verfasst am: 12.08.2015, 14:13    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Die Interpretation, die ich hier gebe, kommt allerdings ohne das Konstrukt Gewissen aus und zeigt nur ein situationsbedingtes Lernen. Dieses Lernen ist das Angeborene daran.

Angeboren ist unsere Fähigkeit, über weite Strecken sogar die Notwendigkeit, zu lernen. Was wir dagegen lernen, hängt ab von den Menschen, unter denen wir aufwachsen. "Gewissen" ist nur ein etwas unscharfer Begriff für in Selbstzwänge verwandelte Fremdzwänge.
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"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

Friedrich Nietzsche
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uwebus
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Anmeldungsdatum: 23.06.2011
Beiträge: 2947
Wohnort: Saarbrücken

Beitrag(#2015200) Verfasst am: 12.08.2015, 17:40    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
"Gewissen" ist nur ein etwas unscharfer Begriff für in Selbstzwänge verwandelte Fremdzwänge.


???? Daß man sich den eigenen Kindern gegenüber verantwortlich fühlt und sie nicht einfach sich selbst überläßt ist m.E. in unsrer Natur angelegt. Denn das Leiden der eigenen Kinder erzeugt zumindest bei der Mehrheit der Menschen Mitleid im Sinne dieses Begriffes. Ob man das jetzt Gewissen nennt oder anders bleibt jedem selbst überlassen.

Noch etwas zu deinem Untertext:
"Alles aber ist geworden; es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."
Friedrich Nietzsche".
Da habe ich einen Einspruch: Wenn es keine Götter gibt, und ich meine der werte Herr Nietzsche war ein "gottloser Geselle", dann kann nicht alles geworden sein, sondern das sog. Sein als solches muß man schon als ewig ansehen (Ewigkeit=permanente Gegenwart des das Universum bildenden "Grundmaterials", was für ein Zeugs das auch immer sein mag).

Nur mal so zum reflektieren, falls jemand ähnlich wie ich auf die Idee kommen sollte, sich über dieses Zeugs Gedanken zu machen. zwinkern
_________________
Man soll nicht alles glauben, was in Physikbüchern steht.
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Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 6376

Beitrag(#2015207) Verfasst am: 12.08.2015, 18:09    Titel: Antworten mit Zitat

uwebus hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
"Gewissen" ist nur ein etwas unscharfer Begriff für in Selbstzwänge verwandelte Fremdzwänge.


???? Daß man sich den eigenen Kindern gegenüber verantwortlich fühlt und sie nicht einfach sich selbst überläßt ist m.E. in unsrer Natur angelegt. Denn das Leiden der eigenen Kinder erzeugt zumindest bei der Mehrheit der Menschen Mitleid im Sinne dieses Begriffes. Ob man das jetzt Gewissen nennt oder anders bleibt jedem selbst überlassen.


Du kritisierst die von mir formulierte Vorstellung von "Gewissen", weil sie etwas nicht enthält, was dir offenbar wichtig ist, schreibst aber im nächsten Satz, daß man das nicht "Gewissen" nennen müsse! Findest du das nicht selbst widersprüchlich?

uwebus hat folgendes geschrieben:

Noch etwas zu deinem Untertext:
"Alles aber ist geworden; es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."
Friedrich Nietzsche".
Da habe ich einen Einspruch: Wenn es keine Götter gibt, und ich meine der werte Herr Nietzsche war ein "gottloser Geselle", dann kann nicht alles geworden sein, sondern das sog. Sein als solches muß man schon als ewig ansehen (Ewigkeit=permanente Gegenwart des das Universum bildenden "Grundmaterials", was für ein Zeugs das auch immer sein mag).

Nur mal so zum reflektieren, falls jemand ähnlich wie ich auf die Idee kommen sollte, sich über dieses Zeugs Gedanken zu machen. zwinkern


Erstens: Vielleicht ist dir schon aufgefallen, daß man deine Ontologie nicht teilen muß.
Zweitens: Nietzsche spricht von "Tatsachen", nicht von irgendeinem "Sein".
Drittens: Ist es hier üblich, Signaturen zu diskutieren? zwinkern
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uwebus
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Anmeldungsdatum: 23.06.2011
Beiträge: 2947
Wohnort: Saarbrücken

Beitrag(#2015233) Verfasst am: 12.08.2015, 21:43    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:


Du kritisierst die von mir formulierte Vorstellung von "Gewissen", weil sie etwas nicht enthält, was dir offenbar wichtig ist, schreibst aber im nächsten Satz, daß man das nicht "Gewissen" nennen müsse! Findest du das nicht selbst widersprüchlich


Na ja, ich hätte ein schlechtes Gewissen, wenn ich meine Kinder vernachlässigte, andere nennen das vielleicht Schuldgefühle. Es ist halt ein Kreuz mit Begriffen aus der Psyche, da man hier keine eindeutigen Definitionen machen kann. Nimm den Begriff Liebe, darüber gibt es 1001 Bücher und trotzdem weiß niemand genau, was damit eigentlich gemeint ist.

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
uwebus hat folgendes geschrieben:

Noch etwas zu deinem Untertext:
"Alles aber ist geworden; es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."
Friedrich Nietzsche".
Da habe ich einen Einspruch: Wenn es keine Götter gibt, und ich meine der werte Herr Nietzsche war ein "gottloser Geselle", dann kann nicht alles geworden sein, sondern das sog. Sein als solches muß man schon als ewig ansehen (Ewigkeit=permanente Gegenwart des das Universum bildenden "Grundmaterials", was für ein Zeugs das auch immer sein mag).

Nur mal so zum reflektieren, falls jemand ähnlich wie ich auf die Idee kommen sollte, sich über dieses Zeugs Gedanken zu machen. zwinkern


Erstens: Vielleicht ist dir schon aufgefallen, daß man deine Ontologie nicht teilen muß.


Es gibt nur ein müssen: sterben müssen, alles andere ist persönliche Sichtweise.


Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Zweitens: Nietzsche spricht von "Tatsachen", nicht von irgendeinem "Sein".
Drittens: Ist es hier üblich, Signaturen zu diskutieren? zwinkern


zu 2: Na ja, ich würde das Universum schon als "Tatsache" ansehen, oder meinst du, man könne sich das einfach aus dem Ärmel zaubern wie die Urknaller sich das so vorstellen?

zu 3: Nein, es war mir halt gerade danach, weil ich in einem anderen Forum wieder mal auf Dogmatiker gestoßen bin.
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Marcellinus
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Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 6376

Beitrag(#2015235) Verfasst am: 12.08.2015, 22:29    Titel: Antworten mit Zitat

uwebus hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:


Du kritisierst die von mir formulierte Vorstellung von "Gewissen", weil sie etwas nicht enthält, was dir offenbar wichtig ist, schreibst aber im nächsten Satz, daß man das nicht "Gewissen" nennen müsse! Findest du das nicht selbst widersprüchlich


Na ja, ich hätte ein schlechtes Gewissen, wenn ich meine Kinder vernachlässigte, andere nennen das vielleicht Schuldgefühle. Es ist halt ein Kreuz mit Begriffen aus der Psyche, da man hier keine eindeutigen Definitionen machen kann. Nimm den Begriff Liebe, darüber gibt es 1001 Bücher und trotzdem weiß niemand genau, was damit eigentlich gemeint ist.

Du hattest von Mitleid gesprochen, ich von Gewissen. Das sind noch zwei unterschiedliche Paar Schuhe, aber wir müssen das hier nicht vertiefen.

uwebus hat folgendes geschrieben:

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Zweitens: Nietzsche spricht von "Tatsachen", nicht von irgendeinem "Sein".
Drittens: Ist es hier üblich, Signaturen zu diskutieren? zwinkern


zu 2: Na ja, ich würde das Universum schon als "Tatsache" ansehen, oder meinst du, man könne sich das einfach aus dem Ärmel zaubern wie die Urknaller sich das so vorstellen?

zu 3: Nein, es war mir halt gerade danach, weil ich in einem anderen Forum wieder mal auf Dogmatiker gestoßen bin.

zu 2: Aber eine "Tatsache", über die wir gerade erst anfangen etwas zu wissen.

zu 3: Und da habe ich mich als Zielscheibe angeboten? Ist schon OK, manchmal ist einem danach. Lachen
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Wilson
zwischen gaga und dada



Anmeldungsdatum: 04.02.2008
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Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2015325) Verfasst am: 13.08.2015, 15:27    Titel: Antworten mit Zitat

dazu höre ich gerade:

Wolfgang Welsch - 01 Kulturphilosophie: Einführung
https://www.youtube.com/watch?v=u1wy9g9jbiQ

und halte jetzt hier ganz zufällig bei einem zitat von walter benjamin inne:
"Es ist niemals ein Dokument der Kultur, ohne zugleich ein solches der Barbarei zu sein"
und weiter gehts...
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"als ob"
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smallie
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Anmeldungsdatum: 02.04.2010
Beiträge: 2781

Beitrag(#2016045) Verfasst am: 18.08.2015, 18:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
... es gab Völker mit Mutterrecht (matrilinear) wo man nicht mal wußte, daß die Frauen vom Vögeln schwanger wurden.

Es würde mich sehr interessieren, wann die Menschheit dies erkannte.

Wäre neben dem Spracherwerb und der Beherrschung des Feuers eine markante Zäsur. zwinkern



Ahriman hat folgendes geschrieben:
Und geschieht nichts Neues unter der Sonne, sagte Salomo.

Ob derjenige, der als erster von einem Speer oder einem Bronze-Schwert durchbohrt wurde, das auch so sieht? Am Kopf kratzen
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Ahriman
boshafter Spötter



Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 16239
Wohnort: 89250 Senden

Beitrag(#2016177) Verfasst am: 19.08.2015, 11:46    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:
Ahriman hat folgendes geschrieben:
... es gab Völker mit Mutterrecht (matrilinear) wo man nicht mal wußte, daß die Frauen vom Vögeln schwanger wurden.

Es würde mich sehr interessieren, wann die Menschheit dies erkannte.

Manche sehr spät. Man glaubte, der Mond macht die Frauen schwanger.
Generell dürften die Menschen erst dann auf den Zusammenhang zwischen Geburt und Zeugung (ist ja ganz schön lange Zeit dazwischen) gekommen sein, als sie anfingen Haustiere zu halten - vermute ich. Wenn man etwa nur Ziegen hält, weil ein Bock keine Milch gibt, kriegt man keine Zicklein. Wenn der Urjäger sah wie die Hasen rammelten hat er sicher geglaubt, die machen das auch nur zum Spaß so wie er in der Höhle.
Und dann bei den Viehhirten zeigte es sich, daß ein einziger Bock hundert Ziegen versorgen kann, ein Hahn hundert Hennen usw. Wie mächtig ist der Phallus, welche Kraft wohnt im Sperma! Und von da an war der Mann der Herr und die Frau hatte zu kuschen.
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Naastika
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Anmeldungsdatum: 23.11.2003
Beiträge: 6100
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Beitrag(#2016180) Verfasst am: 19.08.2015, 12:09    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:
Ahriman hat folgendes geschrieben:
... es gab Völker mit Mutterrecht (matrilinear) wo man nicht mal wußte, daß die Frauen vom Vögeln schwanger wurden.

Es würde mich sehr interessieren, wann die Menschheit dies erkannte.

Wäre neben dem Spracherwerb und der Beherrschung des Feuers eine markante Zäsur. zwinkern



Es scheint, dass einige Kulturen Frauen weitegehende Beherrschung der eigenen Fortpflanzung zutrauen.

So habe ich vor wenigen Jahren ein Interview mit einer polnischen Ärztin gelesen, die in Saudi-Arabien oder Kuwait gearbeitet hat (in diesem Jahrhundert).

Zu der Ärztin kam einmal eine Familie mit einer jungen Frau, vor ca. einem Jahr verwitwet.
Und die da war schwanger.....

Der Grund des Besuchs war folender: Nach Überzeugungen dieser Gesellschaft können Frauen die Entwicklung der Schwangerschaft steuern, den Wachsstum des Kindes anhalten lassen und wieder in Gang setzen.
Die Frauenärztin sollte der Familie bestätigen, dass dies medizinsiche gesehen möglich sei.

Nun, die Ärztin schaute auf die frischschwangere Witwe, auf die Famlilie und sagte: Ja, es widerspricht den Grundsätzen der Wissenschaft nicht, dass sich das von ihrem Ehemann empfangene Kind erst jetzt bemerkbar macht. Cool
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smallie
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Beiträge: 2781

Beitrag(#2016471) Verfasst am: 20.08.2015, 20:56    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
Ahriman hat folgendes geschrieben:
... es gab Völker mit Mutterrecht (matrilinear) wo man nicht mal wußte, daß die Frauen vom Vögeln schwanger wurden.

Es würde mich sehr interessieren, wann die Menschheit dies erkannte.

Manche sehr spät. Man glaubte, der Mond macht die Frauen schwanger.

Was naiv gesehen gar nicht mal so unplausibel ist, weil der Zyklus des Mondes fast gleichlang ist wie der Zyklus der Frau. Beispiele müßte ich erst suchen, aber ich meine mich daran zu erinnern, daß bereits 30 000 Jahre alte Höhlenmalereien als Darstellung des weiblichen Zykluses gedeutet wurden (oder aber als Mondphasen. Errm.)



PS:

übrigens gibt es auch die Behauptung, der Zyklus von Frauen, die in einer Gemeinschaft leben, würde sich synchronisieren. Wenn das stimmt, wäre es im Sinne des Threadtitels höchst erklärungsbedürftig. Vielleicht reiche ich das nach, wenn ich mit dem eigentlichen Thema durch bin.



Ahriman hat folgendes geschrieben:
Generell dürften die Menschen erst dann auf den Zusammenhang zwischen Geburt und Zeugung (ist ja ganz schön lange Zeit dazwischen) gekommen sein, als sie anfingen Haustiere zu halten - vermute ich.

Guter Gedanke.

Wenn das stimmt, sollten sich Beispiele dafür in der anthropologischen Literatur finden lassen.



Ahriman hat folgendes geschrieben:
Wie mächtig ist der Phallus, welche Kraft wohnt im Sperma! Und von da an war der Mann der Herr und die Frau hatte zu kuschen.

Wenn ich an die Bauersfrauen in dem Kuhdorf denke, in dem ich aufgewachsen bin, dann bezweifle ich, daß die immer gekuscht haben. zwinkern

Grundsätzlich gebe ich dir Recht. Erst die Erkenntnis des Zusammenhangs von Vögeln und Kinderkriegen hat eine patriarchale Gesellschaft ermöglicht; Extrembeispiel wäre die Erbmonarchie. Gegenbeispiele wären die weiblichen Thronfolger in England oder Isabella von Spanien. Wie kam es denn eigentlich dazu?
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smallie
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Anmeldungsdatum: 02.04.2010
Beiträge: 2781

Beitrag(#2016472) Verfasst am: 20.08.2015, 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Naastika hat folgendes geschrieben:
Es scheint, dass einige Kulturen Frauen weitegehende Beherrschung der eigenen Fortpflanzung zutrauen.

So habe ich vor wenigen Jahren ein Interview mit einer polnischen Ärztin gelesen, die in Saudi-Arabien oder Kuwait gearbeitet hat (in diesem Jahrhundert).

Zu der Ärztin kam einmal eine Familie mit einer jungen Frau, vor ca. einem Jahr verwitwet.
Und die da war schwanger.....

Der Grund des Besuchs war folender: Nach Überzeugungen dieser Gesellschaft können Frauen die Entwicklung der Schwangerschaft steuern, den Wachsstum des Kindes anhalten lassen und wieder in Gang setzen.
Die Frauenärztin sollte der Familie bestätigen, dass dies medizinsiche gesehen möglich sei.

Nun, die Ärztin schaute auf die frischschwangere Witwe, auf die Famlilie und sagte: Ja, es widerspricht den Grundsätzen der Wissenschaft nicht, dass sich das von ihrem Ehemann empfangene Kind erst jetzt bemerkbar macht. Cool

Die Ärztin gefällt mir. Mr. Green

Wissenschaftlich gesehen ist die Sache einfach: Pfeifen in Kulturen, in denen einer ledigen Schwangeren oder einer frischverwitweten und dann schwanger gewordenen Frau das gesellschaftliche Aus droht, mussten die Frauen ganz einfach Methoden entwickeln, um ihren Schwangerschaftsverlauf selbst zu steuern.

Keine Ärztin, die ihren hippokratischen Eid ernst nimmt, könnte dem widersprechen.

Zitat:
Ich werde ärztliche Verordnungen treffen zum Nutzen der Kranken nach meiner Fähigkeit und meinem Urteil, hüten aber werde ich mich davor, sie zum Schaden und in unrechter Weise anzuwenden.

Was ich bei der Behandlung oder auch außerhalb meiner Praxis im Umgange mit Menschen sehe und höre, das man nicht weiterreden darf, werde ich verschweigen und als Geheimnis bewahren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Eid_des_Hippokrates


In dem Sinne nenne ich das eine gerechtfertigte Notlüge.

Ganz neu ist der Ansatz aber nicht. Mal ehrlich: hat jemand die Sache mit Maria und dem Engel wirklich geglaubt? zwinkern
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 35239
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2016474) Verfasst am: 20.08.2015, 21:21    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:
Naastika hat folgendes geschrieben:
Es scheint, dass einige Kulturen Frauen weitegehende Beherrschung der eigenen Fortpflanzung zutrauen.

So habe ich vor wenigen Jahren ein Interview mit einer polnischen Ärztin gelesen, die in Saudi-Arabien oder Kuwait gearbeitet hat (in diesem Jahrhundert).

Zu der Ärztin kam einmal eine Familie mit einer jungen Frau, vor ca. einem Jahr verwitwet.
Und die da war schwanger.....

Der Grund des Besuchs war folender: Nach Überzeugungen dieser Gesellschaft können Frauen die Entwicklung der Schwangerschaft steuern, den Wachsstum des Kindes anhalten lassen und wieder in Gang setzen.
Die Frauenärztin sollte der Familie bestätigen, dass dies medizinsiche gesehen möglich sei.

Nun, die Ärztin schaute auf die frischschwangere Witwe, auf die Famlilie und sagte: Ja, es widerspricht den Grundsätzen der Wissenschaft nicht, dass sich das von ihrem Ehemann empfangene Kind erst jetzt bemerkbar macht. Cool

Die Ärztin gefällt mir. Mr. Green

Wissenschaftlich gesehen ist die Sache einfach: Pfeifen in Kulturen, in denen einer ledigen Schwangeren oder einer frischverwitweten und dann schwanger gewordenen Frau das gesellschaftliche Aus droht, mussten die Frauen ganz einfach Methoden entwickeln, um ihren Schwangerschaftsverlauf selbst zu steuern.



Oder die Frau beherscht Parthenogese.
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
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smallie
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Anmeldungsdatum: 02.04.2010
Beiträge: 2781

Beitrag(#2016475) Verfasst am: 20.08.2015, 21:35    Titel: Antworten mit Zitat

Monogamie.

Folgende Arbeit ist der Grund, warum ich diesen Thread überhaupt aufgemacht habe. Sollten die Autoren inhaltlich falsch liegen - ihre Methode, kulturelle Evolution dingfest zu machen finde ich wegweisend.



Zitat:
Das Rätsel der monogamen Ehe
Joseph Henrich, Robert Boyd and Peter J. Richerson - 2012

Anthropologische Daten zeigen, daß ungefähr 85 Prozent aller menschlichen Gesellschaften es erlaubten, mehr als eine Frau zu haben (Vielweiberei [polygynous marriage]). Empirische wie auch evolutionäre Überlegungen legen nahe, daß große Unterschiede in materiellem Reichtum mehr Vielweiberei hervorbringen sollte. Trotzdem hat sich die Einehe in Europa durchgesetzt, obwohl die Unterschiede an Wohlstand zugenommen haben.

Hier wollen wir die These entwickeln und prüfen, daß die Normen und Einrichtungen [Institutions], aus denen sich das zeitgenössische Paket der Einehe zusammensetzt vorteilhaft waren im Sinne einer kulturellen Evolution aufgrund ihres Nutzens für die Gruppe - und so Erfolg im Wettbewerb zwischen Gruppen fördert.

Dadurch, daß die Einehe als Norm den Wettbewerb innerhalb eines Geschlechtes hemmt und die Zahl der unverheirateten Männer reduziert, sinkt die Verbrechensrate: Vergewaltigung, Mord, Körperverletzung, Raub und Betrug ebenso wie zwischenmenschlicher Mißbrauch [personal abuse]. Durch die Schwächung des Wettbewerbs um junge Gemahlinen, verringert die Einehe (1) den Altersunterschiede zwischen den Eheleuten, (2) die Kinderzahl und (3) Geschlechterungleichheit [gender inequality]

Die männlichen Anstrengungen verschieben sich vom Brauterwerb hin zu elterlichen Aufwendungen [parental investment], dadurch erhöhen sich der Wohlstand, die Aufwendungen pro Kind und die wirtschaftliche Produktivität. Durch die Erhöhung des Verwandschaftsgrades innerhalb eines Haushalts, mindert die normative Einehe Konflikte innerhalb des Haushalts, was zu weniger Kindsvernachlässigung, Mißbrauch, Todesfällen und Mord führt.

Diese Vorhersagen werden an Ergebnissen quer durch die Gesellschaftswissenschaften getestet.

http://rstb.royalsocietypublishing.org/content/royptb/367/1589/657.full.pdf



Ausschnitte aus der Arbeit folgen, tldnr;-gerecht, in einem eigenen Beitrag.


Nebenläufig sei erwähnt:

Die Autoren teilen monogame Gesellschaften in zwei Gruppen: ökologisch bedingt und sozial bedingt.


Zitat:
The 15 per cent or so of societies in the anthropological record with monogamous marriage fall into two disparate categories: (i) small-scale societies inhabiting marginal environments with little status distinctions among males and (ii) some of history’s largest and most successful ancient societies. Researchers have labelled these ‘ecologically imposed’ and ‘socially imposed’
forms of monogamous marriage.

Ecologically imposed monogamy occurs because the societies lack sufficiently large differences in male wealth or status to motivate women to become second wives.

Socially imposed monogamy covers situations in which norms or laws regulate spousal number (along with inheritance and divorce rights), including circumstances in which a noble class forcibly imposes monogamous marriage on commoners while retaining polygyny for themselves (see the electronic supplementary material).



Hier eine kurze Übersicht zu alternativen Hypothesen zum Thema.

Zitat:
Human Evolution
Robin Dunbar - 2014

The Bases of Primate Sociality

Over the years three different explanations have been offered for monogamy in mammals. These are:

(1) the need for biperental care (two parents are needed to raise big-brained offspring),

(2) mate-guarding by males (when females are so widely dispersed that a male cannot defend more than one at a time, he sticks with one female in order to ensure that he at least fertilzes her when she becomes receptive and at the same time prevents other males from getting a look-in), and

(3) infanticed risk (a female locks on to a male in order to use the male as a "hired-gun" or bodyguard to defend her against other males that might harass her and/or kill off her offspring.)

Seite 52






PS:

Original zu obiger Übersetzung.

Zitat:
The puzzle of monogamous marriage
Joseph Henrich, Robert Boyd and Peter J. Richerson - 2012

Abstract

The anthropological record indicates that approximately 85 per cent of human societies have permitted men to have more than one wife (polygynous marriage), and both empirical and
evolutionary considerations suggest that large absolute differences in wealth should favour more polygynous marriages. Yet, monogamous marriage has spread across Europe, and more recently across the globe, even as absolute wealth differences have expanded.

Here, we develop and explore the hypothesis that the norms and institutions that compose the modern package of monogamous marriage have been favoured by cultural evolution because of their group-beneficial effects—promoting success in inter-group competition.

In suppressing intrasexual competition and reducing the size of the pool of unmarried men, normative monogamy reduces crime rates, including rape, murder, assault, robbery
and fraud, as well as decreasing personal abuses. By assuaging the competition for younger brides, normative monogamy decreases (i) the spousal age gap, (ii) fertility, and (iii) gender inequality. By shifting male efforts from seeking wives to paternal investment, normative monogamy increases savings, child investment and economic productivity. By increasing the relatedness within households, normative monogamy reduces intra-household conflict, leading to lower rates of child neglect, abuse, accidental death and homicide. These predictions are tested using converging lines of evidence from across the human sciences.

http://rstb.royalsocietypublishing.org/content/royptb/367/1589/657.full.pdf

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quadium
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Anmeldungsdatum: 06.04.2013
Beiträge: 1771

Beitrag(#2016489) Verfasst am: 20.08.2015, 22:06    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:

Ganz neu ist der Ansatz aber nicht. Mal ehrlich: hat jemand die Sache mit Maria und dem Engel wirklich geglaubt? zwinkern


Klar!

tillich tut das heute noch und erzählt das sogar weiter.
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smallie
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Anmeldungsdatum: 02.04.2010
Beiträge: 2781

Beitrag(#2016490) Verfasst am: 20.08.2015, 22:11    Titel: Antworten mit Zitat

Warnung: Zitatwüste voraus. Verlegen

Ich werde versuchen, die Zitate soweit zusammenzufassen, daß man sie nicht lesen muß. zwinkern



Bereits milde Formen der Vielweiberei führen zu einem großen Pool unverheirateter Männer. Es ist zu befürchten, daß die Männer versuchen werden, ihren geringen Status durch riskantes und letzlich sozialschädliches Verhalten wettzumachen.

Zitat:
Implication: normative monogamy reduces crime

By expanding the pool of unmarried men and elevating the degree of intrasexual competition, more polygynous marriages will increase men’s discounting of the future and risk-taking, resulting in more socially undesirable behaviours. Faced with high levels of intra-sexual competition and little chance of obtaining even one long-term mate, unmarried, low-status men will heavily discount the future and more readily engage in risky status-elevating and sex-seeking behaviours. This will result in higher rates of murder, theft, rape, social disruption, kidnapping (especially of females), sexual slavery and prostitution. [...]

To see why even a small increase in polygyny leads to a substantial increase in men without mates, imagine a society of 40 adults consisting of 20 males and 20 females. Suppose these 20 males vary from the unemployed high-school drop outs to CEOs. Let us assume that the 12 men with the highest status marry 12 of the 20 women in monogamous marriages. Then, the top five men (25% of the population) all take a second wife, and the top two (10%) take a third wife. Finally, the top guy takes a fourth wife.

This means that of all marriages, 58 per cent are monogamous. Only men in the top 10 per cent of status married more than two women. The most wives that anyone has is four. While this degree of polygyny is not extreme in cross-cultural perspective, it creates a pool of 40 per cent of the male population who are shut out of the marriage market.

[...]

Sampson et al. used longitudinaldata that tracked boys once in a Massachusetts reform school from age 17 to 70. Most subjects were married multiple times, which allowed the researchers to compare their likelihood of committing a crime during married versus unmarried periods of their lives, using each individual as his own control.

Across all crimes, marriage reduces a man’s likelihood of committing a crime by 35 per cent. For property and violent crimes, being married cuts the probability of committing a crime by half. When men are divorced or widowed, their crime rates go up. Analyses also show that ‘good marriages’ are even more prophylactic than average marriages (though marrying a criminal wife has the opposite effect).



Die Autoren führen Daten aus China als weiteren Beleg an, der unabhängig von Einehe/Vielehe ist. Aufgrund der Ein-Kind-Politik habe sich das Geschlechterverhältnis [sex ratio] verändert und mit ihm die Verbrechensrate. Dabei ist die unterschiedliche Umsetzung der Ein-Kind-Politik in den Provinzen statistisch nachweisbar.

Zitat:
In China, sex ratios (males to females) rose markedly from 1.053 to 1.095 between 1988 and 2004, nearly doubling the number of unmarried or ‘surplus’ men. At the same time, crime rates nearly doubled— 90 per cent of which were committed by men.

An increase in sex ratio was created by the gradual implementation of China’s one-child policy, as well as by the ongoing demographic transition. The fortuitous fact that different provinces implemented the policy at different times for reasons unrelated to crime rates creates an opportunity for statistical analyses of the impacts of the policy and the alterations in sex ratio it produced. The implementation date of the policy across provinces provides an exogenous variable that can be used to establish the direction of causality.

Regression analyses show that a 0.01 increase in sex ratio is associated with a 3 per cent increase in property and violent crimes, controlling for a number of demographic and economic variables. These analyses also indicate that the effect arises from an increase in the number of unmarried men and not the overall number of men. Increases in inequality, unemployment and urbanization also have positive effects on crime rates, but the effect of sex ratio is independent of these.




Monogamie verringert die Geschlechterungleichheit [gender inequality]. Vielweiberei fördert, daß Frauen als zukünftige Bräute zur Handelsware werden.

Zitat:
(ii) Implication: monogamous marriage reduces the spousal age gap, gender inequality and fertility

Polygynous marriage increases competition for wives, as married men remain on the marriage market. This increased competition drives down the age of first marriage for females and increases the spousal age gap. The reduced supply of unmarried women, who are absorbed into polygynous marriages, causes men of all ages to pursue younger and younger women. The competition also motivates men to use whatever connections, advantages or alliances they have in order to obtain wives, including striking financial and reciprocal bargains with the fathers and brothers of unmarried females (see electronic supplementary material for North American examples).

Once adolescent girls and young women become wives, older husbands strive to ‘protect’ their young wives from other males (guarding the paternity of any offspring) and dominate household decision-making. More competition also motivates men to seek to control their female relatives (e.g. sisters), as demand for wives increases.

This results in suppressing women’s freedoms, increasing gender inequality and stimulating domestic violence. Women’s loss of influence on household decision-making and their lower age of marriage results in higher fertility. By contrast, normative monogamy diffuses the pressure to bring younger brides into the marriage market, and thereby reduces the spousal age gap, male efforts to control (‘protect’) women, gender inequality and total fertility.




Auch wer nur oberflächlich mit den Grimmschen Märchen vertraut ist, wird das Versatzstück der "bösen Schwiegermutter" kennen. In einem Haushalt mit mehreren Müttern haben Kinder mehr Nebenmütter als Mütter. Konflikte sind vorprogrammiert.


Zitat:
(b) Normative monogamy reduces intra-household conflict

Our reasoning predicts that increasing the extent and intensity of polygynous marriage will increase conflict within households because it

(i) creates competition among co-wives,
(ii) expands the spousal age gap,
(iii) decreases the relatedness within households, and
(iv) reduces paternity certainty (which increases male sexual jealousy).

Allocations of household resources to another wife’s children mean fewer resources for one’s own children. Since co-wives are generally unrelated to each other and to each other’s offspring, genetic relatedness does not provide the same degree of prophylaxis against intra-household violence as in monogamous households.

Co-wife conflict is ubiquitous in polygynous households. From anthropology, a review of ethnographic data from 69 non-sororal polygynous societies from around the globe reveals no case where co-wife relations could be described as harmonious, and no hint that women’s access to the means of production had any mitigating impact on conflict. Consistent with this, an in-depth study of a fundamentalist Mormon community in the US found substantial conflict among co-wives.




Eine Tabelle aus der Arbeit. Diese Daten gilt es zu erklären, wenn man sie nicht für Zufall hält:





Vielweiberei verringert den väterlichen Aufwand pro Kind, Monogamie erhöht ihn.

Zitat:
(i) Monogamous marriage increases paternal investment and improves childhood outcomes

Increasing polygynous marriages decreases overall male parental investment by

(i) eliminating opportunities for low-status males to establish pair-bonds (and invest in offspring),
(ii) diluting the per-child investment in larger families, and
(iii) shifting investment by high-status males from offspring into obtaining more long-term mates.

While allowing the resources of richer men to be distributed among more children, the net effect of polygyny on male parental investment will often be to reduce the average investment per child.

We lack direct evidence for the effect of monogamous marriage on paternal investment, though ethnographic accounts suggest, for example, that highly polygynous fathers do not even know all of their children’s names.

In Africa, diverse studies show that, relative to children from monogamous households, children from polygynous household risk diminished nutritional status, poorer health outcomes and elevated mortality.

[...] Much work supports this view. Using data from 22 sub-Saharan African countries, Omariba & Boyle found that children in polygynous families were 24.4 per cent more likely to die compared with children in monogamous families. Similarly, a study of six West African countries found that infants in polygynous families had a substantially greater risk of dying compared with children in monogamous households.

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Naastika
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Beitrag(#2016563) Verfasst am: 21.08.2015, 10:36    Titel: Antworten mit Zitat

@smallie: txh für superinteressante Posts.... zwinkern
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zelig
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Beitrag(#2016569) Verfasst am: 21.08.2015, 11:05    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:
Monogamie verringert die Geschlechterungleichheit [gender inequality]. Vielweiberei fördert, daß Frauen als zukünftige Bräute zur Handelsware werden.


Spätestens hier landet man im normativen Bereich. Der Natur kann es egal sein, ob Wesen mit einem Selbstbild Objekte Dritter sind. Uns nicht.
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uwebus
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Beitrag(#2017012) Verfasst am: 23.08.2015, 18:53    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:

Vielweiberei verringert den väterlichen Aufwand pro Kind, Monogamie erhöht ihn.


Diese Aussage hätte ich auch ganz ohne wissenschaftliche Studien hingekriegt.

Pro Kind vielleicht, aber pro "Weib" steigt er. Mal gehe mal mit 4 Angetrauten in die Stadt einkaufen, das wird teurer als mit einem Dutzend Kinder.
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hainer
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Beitrag(#2021829) Verfasst am: 23.09.2015, 15:23    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Bright will den Bestatter machen und scheint sich zu verrennen.

http://www.deutschlandfunk.de/uni-kassel-professor-nennt-genderforschung.680.de.html?dram:article_id=329897

http://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/zwoelfzweiundzwanzig/201507/220887.html

http://www.hna.de/kassel/kritik-gender-forschung-biologe-sieht-sekte-werk-5439826.html
http://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/zwoelfzweiundzwanzig/201507/220887.html
http://www.hna.de/bilder/2015/08/30/5438891/1325234453-kutschera.pdf

Kutschera: "Gemäß der „Gender-Theorie“ kommen Menschen als
geschlechtsneutrale Unisex-Wesen auf die Welt und werden danach gesellschaftlich in eine
männliche bzw. weibliche Richtung geprägt. Man benötigt kein biologisches Spezialwissen, um die
Unsinnigkeit dieses geisteswissenschaftlichen Fundamental-Dogmas durchschauen zu können."

Dagegen:
Zitat:
Gender bezeichnet ein von sozialen und kulturellen Umständen abhängiges Geschlecht und damit eine soziokulturelle Konstruktion, die das Geschlechterverhältnis und die Herrschaftsstrukturen widerspiegelt.

Besonders die Gender Studies bestreiten einen kausalen Zusammenhang von biologischem und sozialem Geschlecht und dessen Kontinuitätsbestreben. Das soziale Geschlecht wird vielmehr als eine Konstruktion des Geschlechts (Doing Gender) verstanden. Hierbei geht es zwar vordergründig um die Zuordnung von Menschen in eine typisch männliche oder typisch weibliche Rolle, aber auch um den Wert der Geschlechtsrolle. Gender beschreibt vor allem die Art und Weise, in der Männer und Frauen sich zu ihrer Rolle in der Gesellschaft selbst positionieren und wie sie diese Rolle bewerten.

Beispielsweise könnte eine Gruppe von Frauen ein eigenes Geschlecht (Gender) bilden, das sich einerseits auszeichnet durch die natürliche Anbindung an ihr biologisches Geschlecht, andererseits durch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten gesellschaftlichen Schicht. Die soziale Bedeutung eines solchermaßen konstruierten sozialen Geschlechts wird als variabel beschrieben. Das Geschlecht und besonders seine Bewertung hängen ab von den in einer Gesellschaft vorherrschenden Machtstrukturen. So ist die Genderproblematik in einer matriarchalen Gesellschaft anders als in einer patriarchalen, weil die Begriffe Männlichkeit und Weiblichkeit in den verschiedenen Gesellschaften auch unterschiedlich bewertet werden und darüber gesellschaftliche Anspruchs- und Wahrnehmungsperspektiven geprägt werden, die sich so auch selbst reproduzieren können. Das jeweilige Individuum empfindet, bedingt durch seine Sozialisation, diese Rollen- und Perspektivverteilung als normal.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gender#Gender_in_den_Gender_Studies
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kereng
transnixtunisch



Anmeldungsdatum: 12.12.2006
Beiträge: 2476
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2021848) Verfasst am: 23.09.2015, 16:22    Titel: Antworten mit Zitat

hainer hat folgendes geschrieben:
Ein Bright will den Bestatter machen und scheint sich zu verrennen.
[...]
Kutschera: "Gemäß der „Gender-Theorie“ kommen Menschen als
geschlechtsneutrale Unisex-Wesen auf die Welt und werden danach gesellschaftlich in eine
männliche bzw. weibliche Richtung geprägt. Man benötigt kein biologisches Spezialwissen, um die
Unsinnigkeit dieses geisteswissenschaftlichen Fundamental-Dogmas durchschauen zu können."

Dagegen:
Zitat:
... Besonders die Gender Studies bestreiten einen kausalen Zusammenhang von biologischem und sozialem Geschlecht ...


Ich hoffe, es geht in Ordnung, dass ist die Zitate verkürzt habe, um zu zeigen, dass nach "dagegen" kein direkter Widerspruch zu Kutscheras Aussagen kommt. Andererseits fehlen mir bei Kutschera Zitate von Gender-Theoretikerinnen. Während beim Kreationismus leicht Verfechter zu finden sind, die behaupten, die Erde sei weniger als zehntausend Jahre alt, und der Mensch habe mit anderen Affen keine gemeinsamen Vorfahren, weiß ich noch immer nicht, wer sagt, dass "Menschen als geschlechtsneutrale Unisex-Wesen auf die Welt" kommen.

Der Gender-Kutschera-Thread ist eigentlich hier.
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hainer
frustrierter User



Anmeldungsdatum: 24.08.2006
Beiträge: 2537

Beitrag(#2021860) Verfasst am: 23.09.2015, 16:40    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn man nur selektiv liest und alle in einem Topf wirft ja...danke, für den Hinweis auf den Thread.

Aber wenns dort im unterirdischen Eingangsposting gleich so los geht: "Mädchen im Stehen pinkeln und Jungs Gefühle zeigen können"

Danke, kein Bedarf an diesem Niveau.
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Lebensnebel
Sozial-Zombie



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Beitrag(#2157556) Verfasst am: 19.11.2018, 12:54    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.vice.com/en_uk/article/qvq87p/why-straight-men-hate-astrology-so-much
Zitat:
In 2016, mental health was prime meme fodder; now, astrology memes are all over our timelines. Swipe through a dating app and you'll soon find a woman who's included their sign in emoji in their bio as shorthand for personality traits, likes and dislikes, and an indicator for compatibility.


But not everyone is onboard. Joe is not alone in his antipathy to the cosmological boom; straight men seem to be frequently apathetic or adverse to astrology. In a 2005 Gallup UK poll, just over twice as many women in the UK believed in astrology compared to men (30 percent to 14 percent of a data pool of 1,010 people). A 2017 study by Pew Research Centre found that 20 percent of adult men in the US believed in astrology, compared to 37 percent of women.


Der Artikel beschäftigt sich mit der astrologischen Lücke zwischen Frauen und heterosexuellen Männern.
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beachbernie
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Beitrag(#2157586) Verfasst am: 19.11.2018, 18:18    Titel: Antworten mit Zitat

Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
https://www.vice.com/en_uk/article/qvq87p/why-straight-men-hate-astrology-so-much
Zitat:
In 2016, mental health was prime meme fodder; now, astrology memes are all over our timelines. Swipe through a dating app and you'll soon find a woman who's included their sign in emoji in their bio as shorthand for personality traits, likes and dislikes, and an indicator for compatibility.


But not everyone is onboard. Joe is not alone in his antipathy to the cosmological boom; straight men seem to be frequently apathetic or adverse to astrology. In a 2005 Gallup UK poll, just over twice as many women in the UK believed in astrology compared to men (30 percent to 14 percent of a data pool of 1,010 people). A 2017 study by Pew Research Centre found that 20 percent of adult men in the US believed in astrology, compared to 37 percent of women.


Der Artikel beschäftigt sich mit der astrologischen Lücke zwischen Frauen und heterosexuellen Männern.




Zitat:
....."Astrology is a natural, intuitive way of telling time, and women are more in tune with nature," Randon continues. "Men, however, are builders who work with the material world. Unless you give a straight man evidence of astrology being real, they're less likely to find it remotely interesting."....


Lachen
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beachbernie
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Beitrag(#2157595) Verfasst am: 19.11.2018, 18:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hier ein sicherlich häufiger Fall, in dem die Geschlechtsbestimmung eine Rolle spielt:

Eine Frau bekommt ein Kind und der Vater kann nicht mit dabei sein und ruft stattdessen an um sich darueber zu erkundigen wie die Geburt denn verlaufen ist. Er fragt: "Was isses denn? Habe ich einen Sohn oder eine Tochter?"

Was soll der Arzt / die Hebamme etc. dem Vater antworten? Wonach soll sich die Antwort richten, falls sie denn das Ergebnis einer Geschlechtsbestimmung ist?
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Wilson
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Beitrag(#2157597) Verfasst am: 19.11.2018, 19:01    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Hier ein sicherlich häufiger Fall, in dem die Geschlechtsbestimmung eine Rolle spielt:

Eine Frau bekommt ein Kind und der Vater kann nicht mit dabei sein und ruft stattdessen an um sich darueber zu erkundigen wie die Geburt denn verlaufen ist. Er fragt: "Was isses denn? Habe ich einen Sohn oder eine Tochter?"

Was soll der Arzt / die Hebamme etc. dem Vater antworten? Wonach soll sich die Antwort richten, falls sie denn das Ergebnis einer Geschlechtsbestimmung ist?


die frage wäre ja überflüssig bzw nicht interessanter als alle möglichen anderen.
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beachbernie
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Beitrag(#2157600) Verfasst am: 19.11.2018, 19:08    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Hier ein sicherlich häufiger Fall, in dem die Geschlechtsbestimmung eine Rolle spielt:

Eine Frau bekommt ein Kind und der Vater kann nicht mit dabei sein und ruft stattdessen an um sich darueber zu erkundigen wie die Geburt denn verlaufen ist. Er fragt: "Was isses denn? Habe ich einen Sohn oder eine Tochter?"

Was soll der Arzt / die Hebamme etc. dem Vater antworten? Wonach soll sich die Antwort richten, falls sie denn das Ergebnis einer Geschlechtsbestimmung ist?


die frage wäre ja überflüssig bzw nicht interessanter als alle möglichen anderen.


Welche anderen Fragen?
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Wilson
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Beitrag(#2157601) Verfasst am: 19.11.2018, 19:12    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Hier ein sicherlich häufiger Fall, in dem die Geschlechtsbestimmung eine Rolle spielt:

Eine Frau bekommt ein Kind und der Vater kann nicht mit dabei sein und ruft stattdessen an um sich darueber zu erkundigen wie die Geburt denn verlaufen ist. Er fragt: "Was isses denn? Habe ich einen Sohn oder eine Tochter?"

Was soll der Arzt / die Hebamme etc. dem Vater antworten? Wonach soll sich die Antwort richten, falls sie denn das Ergebnis einer Geschlechtsbestimmung ist?


die frage wäre ja überflüssig bzw nicht interessanter als alle möglichen anderen.


Welche anderen Fragen?


ist es gesund z.b. wars schlimm?
denn wozu die frage nach dem geschlecht? um was rosa oder blaues zu kaufen?
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beachbernie
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Beitrag(#2157607) Verfasst am: 19.11.2018, 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Hier ein sicherlich häufiger Fall, in dem die Geschlechtsbestimmung eine Rolle spielt:

Eine Frau bekommt ein Kind und der Vater kann nicht mit dabei sein und ruft stattdessen an um sich darueber zu erkundigen wie die Geburt denn verlaufen ist. Er fragt: "Was isses denn? Habe ich einen Sohn oder eine Tochter?"

Was soll der Arzt / die Hebamme etc. dem Vater antworten? Wonach soll sich die Antwort richten, falls sie denn das Ergebnis einer Geschlechtsbestimmung ist?


die frage wäre ja überflüssig bzw nicht interessanter als alle möglichen anderen.


Welche anderen Fragen?


ist es gesund z.b. wars schlimm?
denn wozu die frage nach dem geschlecht? um was rosa oder blaues zu kaufen?



Die von mir formulierte Frage ist natuerlich nicht die einzige, die ein froschgebackener Vater in der Situation haben wird, aber die fuer das Thema hier eigentlich interessante.

Deshalb nochmal, was soll das medizinische Personal, nachdem es dem Vater versichert hat, dass Mutter und Kind wohlauf sind, denn bezüglich des Geschlechtes des Kindes antworten?

Ich bin mir dabei sehr, sehr sicher, dass diese Frage in einer solchen Situation sehr, sehr häufig gestellt werden wird.
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Bravopunk
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Beitrag(#2157641) Verfasst am: 20.11.2018, 06:16    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Hier ein sicherlich häufiger Fall, in dem die Geschlechtsbestimmung eine Rolle spielt:

Eine Frau bekommt ein Kind und der Vater kann nicht mit dabei sein und ruft stattdessen an um sich darueber zu erkundigen wie die Geburt denn verlaufen ist. Er fragt: "Was isses denn? Habe ich einen Sohn oder eine Tochter?"

Was soll der Arzt / die Hebamme etc. dem Vater antworten? Wonach soll sich die Antwort richten, falls sie denn das Ergebnis einer Geschlechtsbestimmung ist?


die frage wäre ja überflüssig bzw nicht interessanter als alle möglichen anderen.


Welche anderen Fragen?


ist es gesund z.b. wars schlimm?
denn wozu die frage nach dem geschlecht? um was rosa oder blaues zu kaufen?


Kaufen? Wieso kaufen? Man(n) kann doch auch mal was basteln, du Konsummensch. Motzen

Sonst, würde ich sagen, hat diese Frage, wie jede andere Frage auch, den Nutzen sich über den physikalischen Zustand seiner Realität Klarheit zu verschaffen. Ob sich die Keimzellen des Nachwuchses innerhalb oder außerhalb des Beckens befinden, das letzte Chromosom, ausgehend von der Form des Geschlechts, mit höherer Wahrscheinlichkeit ein X oder ein Y ist, ist ein relevanter Bestandteil dieser neugeborenen Entität. Ebenso sehr wie ob es zwei Köppe hat.

Diese Annahme halte ich für selbstevident. Smilie
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"Hier spricht Ramke. Wer jetzt allein ist, kriegt nur noch den Abschaum!"

Dunno What Went Wrong 6_9

Meine Freiheit, deine Freiheit

Kaguya-hime
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