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Lage in Polen
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vrolijke
Bekennender Pantheist
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 37114
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2036791) Verfasst am: 24.12.2015, 15:10    Titel: Antworten mit Zitat

Johnny hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Es ist asozial gegenüber Leuten, die einen guten Grund haben, woanders hinzugehen. Und es ist fast mit Sicherheit minderheitenfeindlich gegenüber den Leuten, die in diese Vorstellung eines völkisch reinen Polens nicht reinpassen, aber trotzdem schon da sind.


Naja wie gesagt, 95% der in Polen lebenden Menschen sind ethnische Polen. Und 90% sind Katholiken. Also in Polen ist die "Bevölkerung" schon sehr homogen. Die polnische "Rechte" möchte halt, dass dies auch so bleibt. Was ist daran so schlimm?



Schulterzucken Problem ist, dass es nie bleibt wie es ist.

Eine Region ohne Bewegung stirbt irgendwann.

Durch Abwanderung, und weil den einen den andern an neuen Ideen hindert.
Niemand investiert mehr, Abwanderung setzt ein... Aus die Maus.
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
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astarte
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Foren-Admin



Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 40350

Beitrag(#2036794) Verfasst am: 24.12.2015, 15:23    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Johnny hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Es ist asozial gegenüber Leuten, die einen guten Grund haben, woanders hinzugehen. Und es ist fast mit Sicherheit minderheitenfeindlich gegenüber den Leuten, die in diese Vorstellung eines völkisch reinen Polens nicht reinpassen, aber trotzdem schon da sind.


Naja wie gesagt, 95% der in Polen lebenden Menschen sind ethnische Polen. Und 90% sind Katholiken. Also in Polen ist die "Bevölkerung" schon sehr homogen. Die polnische "Rechte" möchte halt, dass dies auch so bleibt. Was ist daran so schlimm?



Schulterzucken Problem ist, dass es nie bleibt wie es ist.

Eine Region ohne Bewegung stirbt irgendwann.

Durch Abwanderung, und weil den einen den andern an neuen Ideen hindert.
Niemand investiert mehr, Abwanderung setzt ein... Aus die Maus.

Jo, ist ja ziemlich dämlich dieser Konforrmitätsdruck der Rechten "Wollen, es soll so bleiben" verhindert ja faktisch wenig Veränderung, und vertreibt höchstens die jungen, modern denkenden und freiheitsliebenden Polen. Zurück bleiben die miefigen veränderungsfeindlichen, und das Land entwickelt sich nicht mehr.
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sünnerklaas
Mietzekatzenkater - treibt den Kessel



Anmeldungsdatum: 29.09.2006
Beiträge: 10464
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2036798) Verfasst am: 24.12.2015, 16:20    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Johnny hat folgendes geschrieben:
Wenn ein katholischer Pole gerne in seinem Land weiterhin unter katholischen Polen leben möchte und nicht in einer Gesellschaft mit Menschen und Religionen aus aller Welt, was ist an dieser Meinung so schlimm?

Es ist asozial gegenüber Leuten, die einen guten Grund haben, woanders hinzugehen. Und es ist fast mit Sicherheit minderheitenfeindlich gegenüber den Leuten, die in diese Vorstellung eines völkisch reinen Polens nicht reinpassen, aber trotzdem schon da sind.

Und was ist mit den Polen, die nicht katholisch, oder nicht mehr katholisch sein wollen?


Viele gehen bzw. sind bereits längst gegangen. Viele Regionen in Polen haben mit massiver Abwanderung zu kämpfen - v.a. solche, die wirtschaftsstrukturell sehr schwach sind. Und genau in diesen Abwanderungsgebieten - wie z.B. die Südkarparten - sind die Gebiete, in denen die PiS ihre besten Wahlergebnisse erzielt hat.
Die Menschen, die dort noch sind, sind Ältere - bei denen verfing das Versprechen mit den Renten - und sogenannte "Zurückbleiber" - die sind meist männlich und haben geringe bis gar keine berufliche Qualifikationen. Die beiden Gruppen eint eines: tiefste Verbitterung.
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 41691
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2036825) Verfasst am: 25.12.2015, 03:32    Titel: Antworten mit Zitat

In der Praxis gibt es nur eine Methode, mit der sich sicherstellen laesst, dass man nur mit seinesgleichen in seinem Land zusammenlebt: Man muss sein Land so arg an die Wand fahren, dass keine Sau mehr dort hinziehen will. Nord-Korea macht vor wie das geht, Polen scheint es nachmachen zu wollen.
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DonMartin
registrierter User



Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 5341

Beitrag(#2036830) Verfasst am: 25.12.2015, 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
In der Praxis gibt es nur eine Methode, mit der sich sicherstellen laesst, dass man nur mit seinesgleichen in seinem Land zusammenlebt: Man muss sein Land so arg an die Wand fahren, dass keine Sau mehr dort hinziehen will. Nord-Korea macht vor wie das geht, Polen scheint es nachmachen zu wollen.

Wenn die polnische Zivilgesellschaft auch nur halb so viel A**** in der Hose hat wie die Ukrainer,
dann sollte sie das Jaczynski-Pack dorthin zurück jagen, wo es hingehört: in die ostpolnischen Sümpfe.
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sünnerklaas
Mietzekatzenkater - treibt den Kessel



Anmeldungsdatum: 29.09.2006
Beiträge: 10464
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2036836) Verfasst am: 25.12.2015, 12:11    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
In der Praxis gibt es nur eine Methode, mit der sich sicherstellen laesst, dass man nur mit seinesgleichen in seinem Land zusammenlebt: Man muss sein Land so arg an die Wand fahren, dass keine Sau mehr dort hinziehen will. Nord-Korea macht vor wie das geht, Polen scheint es nachmachen zu wollen.


Das Problem Polens und vieler osteuropäischer Länder sind die viel zu niedrigen Löhne. Qualifizierte Arbeitskräfte aus diesen Ländern sind in Deutschland, Benelux, Skandinavien und Großbritannien begehrt. Und mehr noch: sie verdienen dort ein Vielfaches von dem, was sie in Polen verdienen würden.
In den westlichen Regionen Polens wird durchaus stark nach Deutschland eingependelt - in Ost- und Südostpolen, also den Regionen, in denen "Der Dumme Rest" mehrheitlich den Versprechungen der PiS gefolgt sind, wandern die Qualifizierten auf Grund der großen Entfernung zu den Wirtschaftszentren im Westen gleich ganz aus - meist suf Nimmerwiedersehen.
Für Polen hat das ganze gravierende Folgen: man bildet aus, die Ausgebildeten verlassen nach Abschluss ihrer Ausbildung das Land. Sie brauchen danach dort keine Steuern mehr zu zahlen, der polnischen Volkswirtschaft stehen sie auch nicht mehr zur Verfügung, ihr Nachwuchs wächst in anderen Ländern auf. Die Folge: Vergreisung und Vertrottelung.
Aber: Greise und Volltrottel sind gut für Kaczynski - und dessen reaktionäre Auslegung der "Le(h) (e)re" der katholischen Kirche.
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tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 16749

Beitrag(#2036841) Verfasst am: 25.12.2015, 13:04    Titel: Antworten mit Zitat

Johnny hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Es ist asozial gegenüber Leuten, die einen guten Grund haben, woanders hinzugehen. Und es ist fast mit Sicherheit minderheitenfeindlich gegenüber den Leuten, die in diese Vorstellung eines völkisch reinen Polens nicht reinpassen, aber trotzdem schon da sind.

Naja wie gesagt, 95% der in Polen lebenden Menschen sind ethnische Polen. Und 90% sind Katholiken. Also in Polen ist die "Bevölkerung" schon sehr homogen. Die polnische "Rechte" möchte halt, dass dies auch so bleibt. Was ist daran so schlimm?

Es ist asozial gegenüber Leuten, die einen guten Grund haben, woanders hinzugehen. Und es ist fast mit Sicherheit minderheitenfeindlich gegenüber den Leuten, die in diese Vorstellung eines völkisch reinen Polens nicht reinpassen, aber trotzdem schon da sind.
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fwo
Caterpillar D9



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Beiträge: 24023
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2036842) Verfasst am: 25.12.2015, 13:07    Titel: Antworten mit Zitat

sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
....
Das Problem Polens und vieler osteuropäischer Länder sind die viel zu niedrigen Löhne. Qualifizierte Arbeitskräfte aus diesen Ländern sind in Deutschland, Benelux, Skandinavien und Großbritannien begehrt. Und mehr noch: sie verdienen dort ein Vielfaches von dem, was sie in Polen verdienen würden. ....

Das passt. Ich weiß von einem Hochschullehrer, der sich regelmäßig als Handwerker in Deutschland verdingt, um in Polen als Hochschullehrer weiter über die Runden zu kommen.
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
Aber: Greise und Volltrottel sind gut für Kaczynski - und dessen reaktionäre Auslegung der "Le(h) (e)re" der katholischen Kirche.

Diesen Umstand brauchst Du Dir bei Kirche und Leere nicht zu machen - zumindest nicht in diesem Forum.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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sünnerklaas
Mietzekatzenkater - treibt den Kessel



Anmeldungsdatum: 29.09.2006
Beiträge: 10464
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2036847) Verfasst am: 25.12.2015, 14:51    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Johnny hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Es ist asozial gegenüber Leuten, die einen guten Grund haben, woanders hinzugehen. Und es ist fast mit Sicherheit minderheitenfeindlich gegenüber den Leuten, die in diese Vorstellung eines völkisch reinen Polens nicht reinpassen, aber trotzdem schon da sind.

Naja wie gesagt, 95% der in Polen lebenden Menschen sind ethnische Polen. Und 90% sind Katholiken. Also in Polen ist die "Bevölkerung" schon sehr homogen. Die polnische "Rechte" möchte halt, dass dies auch so bleibt. Was ist daran so schlimm?

Es ist asozial gegenüber Leuten, die einen guten Grund haben, woanders hinzugehen. Und es ist fast mit Sicherheit minderheitenfeindlich gegenüber den Leuten, die in diese Vorstellung eines völkisch reinen Polens nicht reinpassen, aber trotzdem schon da sind.


Die Rechte profitiert von der Vergreisung und Vertrottelung der Gesamtbevölkerung - und zwar in allen Ländern. Nicht nur in Polen.
Geistig unterbelichtete Volltrottel und Greise tun sich in der Regel sehr schwer mit Veränderungen.
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sünnerklaas
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Anmeldungsdatum: 29.09.2006
Beiträge: 10464
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2036848) Verfasst am: 25.12.2015, 14:58    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
....
Das Problem Polens und vieler osteuropäischer Länder sind die viel zu niedrigen Löhne. Qualifizierte Arbeitskräfte aus diesen Ländern sind in Deutschland, Benelux, Skandinavien und Großbritannien begehrt. Und mehr noch: sie verdienen dort ein Vielfaches von dem, was sie in Polen verdienen würden. ....

Das passt. Ich weiß von einem Hochschullehrer, der sich regelmäßig als Handwerker in Deutschland verdingt, um in Polen als Hochschullehrer weiter über die Runden zu kommen.


Eigentlich müssten die Löhne in Polen praktisch sofort um mindestens 20 bis 30% steigen. Allerdings wird so eine Lohnsteigerung in Westeuropa von den Wirtschaftsverbänden gefürchtet. Durch den Krieg in der Ukraine hat man praktisch keine Möglichkeit, sich weiter nach Osten zu orientieren.
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luc
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Anmeldungsdatum: 15.04.2010
Beiträge: 2092
Wohnort: Nice. Paris. Köln

Beitrag(#2036854) Verfasst am: 25.12.2015, 16:34    Titel: Antworten mit Zitat

Die Polen sind meistens sehr gute Handwerker. Sie können mitdenken, manchmal improvisieren und kreativ sein, was bei den hiesigen Handwerkern nicht unbedingt der Fall ist. Viele gehen in den Westen, nach Deutschland, Frankreich, England und das Land Polen, vor allem der Osten von Polen, hat natürlich das Nachsehen.
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Johnny
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Anmeldungsdatum: 23.08.2015
Beiträge: 702

Beitrag(#2036868) Verfasst am: 25.12.2015, 19:12    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Es ist asozial gegenüber Leuten, die einen guten Grund haben, woanders hinzugehen.


Asozial finde ich das nicht. Ein Volk kann selbst bestimmen, ob es Fremde bei sich aufnehmen möchte oder nicht. Und wenn es das möchte, kann es bestimmen welche Fremden und wieviele davon es aufnehmen möchte. Polen oder Ungarn oder Slowaken wollen es halt nicht. Das ist deren gutes Recht und nicht asozial.

Für den deutschen Linken ist das natürlich nicht zu verstehen. Er will die Welt retten, ist wie immer auf der Seite des "Guten" und ist sowieso moralisch am überlegensten. Darum will er unbegrenzte und unkontrollierte Einwanderung von Menschen aus aller Welt. Wer das nicht möchte, ist ein Nazis, Rechtsextremist, Faschist oder Rechtspopulist. Wie das Ganze bewältigt und vorallem finanziert werden soll ist den Linken egal, wie immer, wenn es darum geht ihre vermeintlich sozialen Wohltaten zu finanzieren. Am besten mit versteckten Steuererhöhungen, Neuverschuldung auf Kosten der künftigen Generationen und Einsparungen für die Einheimischen.
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vrolijke
Bekennender Pantheist
Moderator



Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 37114
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2036870) Verfasst am: 25.12.2015, 19:16    Titel: Antworten mit Zitat

Johnny hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Es ist asozial gegenüber Leuten, die einen guten Grund haben, woanders hinzugehen.


Asozial finde ich das nicht. Ein Volk kann selbst bestimmen, ob es Fremde bei sich aufnehmen möchte oder nicht. Und wenn es das möchte, kann es bestimmen welche Fremden und wieviele davon es aufnehmen möchte. Polen oder Ungarn oder Slowaken wollen es halt nicht. Das ist deren gutes Recht und nicht asozial.

Es ging hier in einige Beiträge nicht nur um "Fremde", sondern auch um Einheimische, die aus dem einen oder andern Grund nicht dazu passen würde.
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sünnerklaas
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Anmeldungsdatum: 29.09.2006
Beiträge: 10464
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Beitrag(#2036872) Verfasst am: 25.12.2015, 19:50    Titel: Antworten mit Zitat

luc hat folgendes geschrieben:
das Land Polen, vor allem der Osten von Polen, hat natürlich das Nachsehen.


Auf Grund der Niederlassungsfreiheit in der EU verlassen die Qualifizierten aus Ostpolen das Land gleich mit ihrer gesamten Familie. Und das in der Regel für immer.
Und es ist schon ein handfester Grund für eine Auswanderung, wenn man in Deutschland, Benelux und GB für dieselbe Arbeit das drei- bis vierfache verdient, als in Polen. Und Kaczynski wird in seinem politischen Wahn das Problem noch weiter verschärfen. Die Folge: man hat am Ende in Polen kaum noch Leute, die auch nur ansatzweise intellektuell in der Lage sind, selbst einfachste Tätigkeiten auszuführen.

Hier dazu ein etwas älterer Beitrag zu dem Thema Aus- und Abwanderung.
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sünnerklaas
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Anmeldungsdatum: 29.09.2006
Beiträge: 10464
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2036873) Verfasst am: 25.12.2015, 19:54    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Johnny hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Es ist asozial gegenüber Leuten, die einen guten Grund haben, woanders hinzugehen.


Asozial finde ich das nicht. Ein Volk kann selbst bestimmen, ob es Fremde bei sich aufnehmen möchte oder nicht. Und wenn es das möchte, kann es bestimmen welche Fremden und wieviele davon es aufnehmen möchte. Polen oder Ungarn oder Slowaken wollen es halt nicht. Das ist deren gutes Recht und nicht asozial.

Es ging hier in einige Beiträge nicht nur um "Fremde", sondern auch um Einheimische, die aus dem einen oder andern Grund nicht dazu passen würde.


Es ist ja hinlänglich bekannt, dass man in einigen Regionen selbst Polen aus einer anderen Region des Landes extrem ablehnend gegenüber steht. Aber auch das ist nicht allein ein speziell polnisches Problem.
Ich meine, die Abwanderung aus dem ländlichen Raum muss dringend gestoppt werden. Ein ganz wichtiges Moment ist dabei die Abkehr vom Mansholt-Plan. Der ist inzwischen fast 60 Jahre alt und hat sich in jeglicher Hinsicht als fatal heraus gestellt.
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Beiträge: 24023
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2036877) Verfasst am: 25.12.2015, 21:19    Titel: Antworten mit Zitat

sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
.... Ein ganz wichtiges Moment ist dabei die Abkehr vom Mansholt-Plan. Der ist inzwischen fast 60 Jahre alt und hat sich in jeglicher Hinsicht als fatal heraus gestellt.

????
Ich musste jetzt gerade mal nachsehen, ob ich mich richtig erinnere - tue ich. Und deshalb muss ich doch mal nachfragen: Was genau am Mansholt-Plan meinst Du und wo meinst Du, ist das noch die Grundlage heutigen Handelns?

Der Mansholt-Plan ist zumindest in Deutschland van Anfang an durch die hiesige Lobby weggedrückt worden. Die gruselige deutsche Landwirtschaftspolitik haben wir der Tatsache zu verdanken, dass der Bauernverband sehr früh von Agrarinduistirellen wie Constantin Heereman von Zuydtwyck majorisiert wurde und viele Bauer zu dämlich waren, zu sehen, dass dessen Politik sie wegputzen würde. Aber auch uinabhängig von dessen Politik hätte schon die technische Entwicklung auch der Landwirtschaft zu ähnlichen Ergebnissen geführt.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 41691
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2036878) Verfasst am: 25.12.2015, 21:29    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Johnny hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Es ist asozial gegenüber Leuten, die einen guten Grund haben, woanders hinzugehen.


Asozial finde ich das nicht. Ein Volk kann selbst bestimmen, ob es Fremde bei sich aufnehmen möchte oder nicht. Und wenn es das möchte, kann es bestimmen welche Fremden und wieviele davon es aufnehmen möchte. Polen oder Ungarn oder Slowaken wollen es halt nicht. Das ist deren gutes Recht und nicht asozial.

Es ging hier in einige Beiträge nicht nur um "Fremde", sondern auch um Einheimische, die aus dem einen oder andern Grund nicht dazu passen würde.



Die werden entweder rausgeekelt oder gehen von selber. Nicht von ungefaehr lebt ein grosser Teil des polnischen "Volkes" gar nicht mehr in Polen. Wenn man sich anschaut, was dort zur Zeit politisch ablaeuft, kann man das nur zu gut verstehen.

Es ist also schon gar nicht mehr das polnische Volk, was sich da abschotten will, sondern nur der traurige Rest vom Schuetzenfest, der in Ruhe aussterben will.
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sünnerklaas
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Anmeldungsdatum: 29.09.2006
Beiträge: 10464
Wohnort: Da, wo noch Ruhe ist

Beitrag(#2036881) Verfasst am: 25.12.2015, 22:34    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:

Es ist also schon gar nicht mehr das polnische Volk, was sich da abschotten will, sondern nur der traurige Rest vom Schuetzenfest, der in Ruhe aussterben will.


...der traurige Rest, vergreist und vertrottelt und dumm bis fast an die Grenze zur geistigen Behinderung. Solche Idioten sind äusserst praktisch für einen Aluhuttragenden Parteiführer, der - entgegen der Ergebnisse alls Ermittlungen - fest daran glaubt, sein Zwillingsbruder sei von den Russen ermordet worden.
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Alchemist
Luminous beings are we, not this crude matter.



Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 22308
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2036883) Verfasst am: 25.12.2015, 22:39    Titel: Antworten mit Zitat

Johnny hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Es ist asozial gegenüber Leuten, die einen guten Grund haben, woanders hinzugehen.


Asozial finde ich das nicht. Ein Volk kann selbst bestimmen, ob es Fremde bei sich aufnehmen möchte oder nicht. Und wenn es das möchte, kann es bestimmen welche Fremden und wieviele davon es aufnehmen möchte. Polen oder Ungarn oder Slowaken wollen es halt nicht. Das ist deren gutes Recht und nicht asozial.

Für den deutschen Linken ist das natürlich nicht zu verstehen. Er will die Welt retten, ist wie immer auf der Seite des "Guten" und ist sowieso moralisch am überlegensten. Darum will er unbegrenzte und unkontrollierte Einwanderung von Menschen aus aller Welt. Wer das nicht möchte, ist ein Nazis, Rechtsextremist, Faschist oder Rechtspopulist. Wie das Ganze bewältigt und vorallem finanziert werden soll ist den Linken egal, wie immer, wenn es darum geht ihre vermeintlich sozialen Wohltaten zu finanzieren. Am besten mit versteckten Steuererhöhungen, Neuverschuldung auf Kosten der künftigen Generationen und Einsparungen für die Einheimischen.


Der wievielte "die armen Rechten sind wieder das Opfer" Satz der letzten Zeit ist das mittlerweile?
Ich kann dieses jämmerliche Geflenne nicht mehr hören.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 41691
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2036885) Verfasst am: 25.12.2015, 23:21    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
Johnny hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Es ist asozial gegenüber Leuten, die einen guten Grund haben, woanders hinzugehen.


Asozial finde ich das nicht. Ein Volk kann selbst bestimmen, ob es Fremde bei sich aufnehmen möchte oder nicht. Und wenn es das möchte, kann es bestimmen welche Fremden und wieviele davon es aufnehmen möchte. Polen oder Ungarn oder Slowaken wollen es halt nicht. Das ist deren gutes Recht und nicht asozial.

Für den deutschen Linken ist das natürlich nicht zu verstehen. Er will die Welt retten, ist wie immer auf der Seite des "Guten" und ist sowieso moralisch am überlegensten. Darum will er unbegrenzte und unkontrollierte Einwanderung von Menschen aus aller Welt. Wer das nicht möchte, ist ein Nazis, Rechtsextremist, Faschist oder Rechtspopulist. Wie das Ganze bewältigt und vorallem finanziert werden soll ist den Linken egal, wie immer, wenn es darum geht ihre vermeintlich sozialen Wohltaten zu finanzieren. Am besten mit versteckten Steuererhöhungen, Neuverschuldung auf Kosten der künftigen Generationen und Einsparungen für die Einheimischen.


Der wievielte "die armen Rechten sind wieder das Opfer" Satz der letzten Zeit ist das mittlerweile?
Ich kann dieses jämmerliche Geflenne nicht mehr hören.



Vor allem sagt uns Johnny nicht, wer den uebriggebliebenen Greisen in Laendern wie Polen ihre Rente finanzieren soll, wenn die Jungen alle abhauen und man keine Einwanderer ins Land lassen will. Will man sich da etwa vom Rest Europas in seinem monokulturellen Paradies durchfuettern lassen? Im Osten Deutschlands funktioniert das ja auch bloss, weil Sozialtransfers aus dem Westen fliessen.
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Beiträge: 16749

Beitrag(#2036888) Verfasst am: 26.12.2015, 00:15    Titel: Antworten mit Zitat

Johnny hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Es ist asozial gegenüber Leuten, die einen guten Grund haben, woanders hinzugehen.


Asozial finde ich das nicht. Ein Volk kann selbst bestimmen, ob es Fremde bei sich aufnehmen möchte oder nicht. Und wenn es das möchte, kann es bestimmen welche Fremden und wieviele davon es aufnehmen möchte. Polen oder Ungarn oder Slowaken wollen es halt nicht. Das ist deren gutes Recht und nicht asozial.

Ob Leute etwas können - und ja. auch wenn es ihr "gutes Recht" ist - und ob das denn asozial ist, sind zwei durchaus verschiedene Fragen. Sich in der derzeitigen Situation so praktisch völlig gegen jeglche Aufnahme von Flüchtlingen zu sperren, finde ich ziemlich offensichtlich asozial, und wenn sie es zehnmal "können" und es ihr "Recht" ist.

Johnny hat folgendes geschrieben:
Wer das nicht möchte, ist ein Nazis, Rechtsextremist, Faschist oder Rechtspopulist.

Auf die Strohmänner gehe ich mal nicht ein; aber ja, wer einer völkischen Bevölkerungspolitik folgt, wie du sie beschreibst (ethnische Reinheit, am besten noch gekoppelt mit weiteren Volkseinheit-Fantasien wie gleicher Religion) ist wohl irgendwas davon.
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Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 14912
Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#2036893) Verfasst am: 26.12.2015, 01:13    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Johnny hat folgendes geschrieben:
Wer das nicht möchte, ist ein Nazis, Rechtsextremist, Faschist oder Rechtspopulist.

Auf die Strohmänner gehe ich mal nicht ein; aber ja, wer einer völkischen Bevölkerungspolitik folgt, wie du sie beschreibst (ethnische Reinheit, am besten noch gekoppelt mit weiteren Volkseinheit-Fantasien wie gleicher Religion) ist wohl irgendwas davon.


Zumindest aber suggerieren diese Leute, daß Fremde per se ein Problem darstellten bzw. das Nicht-Vorhandensein von Fremden irgendwelche Probleme lösen könnte.

Geradezu klassisch ist ja, daß man arme Einheimische gegen arme Flüchtlinge auszuspielen und zu suggerieren versucht, Flüchtlinge würden ihre Chance auf Arbeit reduzieren. Oder eben, daß bereits die Anwesenheit von Muslimen im Land die "Identität" zerstöre, die Minarette wie Pilze aus dem Boden schössen und die Mädchen in Burkas herumlaufen müßten et cetera. (Das finde ich auch paradox: Ist die "Identität eines Landes" wirklich so schwach, daß schon ein paar Leute sie bedrohen könnten?) Dazu kommt jetzt noch die Suggestion der Terrorangst, daß nämlich einige der Flüchtlinge in Wirklichkeit IS-Dunkelmänner seien, die irgendwann Anschläge begehen könnten.
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Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

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Johnny
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Beitrag(#2036894) Verfasst am: 26.12.2015, 01:17    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Ob Leute etwas können - und ja. auch wenn es ihr "gutes Recht" ist - und ob das denn asozial ist, sind zwei durchaus verschiedene Fragen. Sich in der derzeitigen Situation so praktisch völlig gegen jeglche Aufnahme von Flüchtlingen zu sperren, finde ich ziemlich offensichtlich asozial, und wenn sie es zehnmal "können" und es ihr "Recht" ist.


Finde ich nicht. Die Flüchtlinge können genauso gut in der Türkei bleiben. Sie müssen nicht nach Europa kommen, es besteht kein Fluchtgrund von der Türkei nach Europa. Warum sollte Polen dann diese Leute aufnehmen?
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Critic
oberflächlich



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Beitrag(#2036897) Verfasst am: 26.12.2015, 02:14    Titel: Antworten mit Zitat

Johnny hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Ob Leute etwas können - und ja. auch wenn es ihr "gutes Recht" ist - und ob das denn asozial ist, sind zwei durchaus verschiedene Fragen. Sich in der derzeitigen Situation so praktisch völlig gegen jeglche Aufnahme von Flüchtlingen zu sperren, finde ich ziemlich offensichtlich asozial, und wenn sie es zehnmal "können" und es ihr "Recht" ist.


Finde ich nicht. Die Flüchtlinge können genauso gut in der Türkei bleiben. Sie müssen nicht nach Europa kommen, es besteht kein Fluchtgrund von der Türkei nach Europa. Warum sollte Polen dann diese Leute aufnehmen?


Es ist eben auch eine moralische Frage - wenn auch nicht nur für Polen oder Ungarn, sondern auch für Europa, das sich gelinge gesagt als Ganzes ein Armutszeugnis ausstellt, weil einige Regierungen sich sperren und andere die Vorstellung haben, sie würden politischen Selbstmord begehen, wenn sie mehr Menschen aufnehmen:

1. Ist das gerecht gegenüber Türkei und Libanon, daß sie x Millionen Leute aufnehmen, während man selbst sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt, auch bloß ein paar tausend Menschen aufzunehmen?

(Im übrigen zeigen ja die Beispiele Türkei und Libanon, daß die "Integrationsfähigkeit" von Gesellschaften relativ groß sein kann.)


2. Es ist ja auch unheimlich praktisch, jemanden zu haben, der das für einen macht. (Das spricht im übrigen auch nicht unbedingt für die Problemlösungsfähigkeiten dieser Leute für "inländische Probleme".)

Nur was machen, wenn der einem einen Strich durch die Rechnung macht, etwa wenn ihm die Luft ausgeht oder dort nicht mehr der politische Wille dazu besteht, die Menschen nach Syrien zurückgeschafft werden oder ähnliches? Das Problem besteht ja immer noch, daß die Menschen nicht zurückkönnen und trotzdem versorgt werden müssen - oder wenn man sie zurückschafft, dort zugrundegehen. Ist das moralisch vertretbar? Dann ist es mit der "christlichen Moral", die die Rechtskonservativen wie eine Monstranz vor sich hertragen, auch nicht weit her.
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Beitrag(#2036898) Verfasst am: 26.12.2015, 03:47    Titel: Antworten mit Zitat

Johnny hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Ob Leute etwas können - und ja. auch wenn es ihr "gutes Recht" ist - und ob das denn asozial ist, sind zwei durchaus verschiedene Fragen. Sich in der derzeitigen Situation so praktisch völlig gegen jeglche Aufnahme von Flüchtlingen zu sperren, finde ich ziemlich offensichtlich asozial, und wenn sie es zehnmal "können" und es ihr "Recht" ist.


Finde ich nicht. Die Flüchtlinge können genauso gut in der Türkei bleiben. Sie müssen nicht nach Europa kommen, es besteht kein Fluchtgrund von der Türkei nach Europa. Warum sollte Polen dann diese Leute aufnehmen?



Das ist ja auch sowas, was mich bei "gutkatholischen" Leuten wie in Polen so ankotzt. Die rennen sonntags in die Kirche um sich ruehrselige Stories ueber "gute Samariter" vom Herrn Pfarrer anzuhoeren und sinnen den Rest der Woche darueber nach wie sie es anstellen koennen, dass man ihnen Hilfsbeduerftige vom Hals haelt. Erbrechen
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sünnerklaas
Mietzekatzenkater - treibt den Kessel



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Beitrag(#2036904) Verfasst am: 26.12.2015, 10:44    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Johnny hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Ob Leute etwas können - und ja. auch wenn es ihr "gutes Recht" ist - und ob das denn asozial ist, sind zwei durchaus verschiedene Fragen. Sich in der derzeitigen Situation so praktisch völlig gegen jeglche Aufnahme von Flüchtlingen zu sperren, finde ich ziemlich offensichtlich asozial, und wenn sie es zehnmal "können" und es ihr "Recht" ist.


Finde ich nicht. Die Flüchtlinge können genauso gut in der Türkei bleiben. Sie müssen nicht nach Europa kommen, es besteht kein Fluchtgrund von der Türkei nach Europa. Warum sollte Polen dann diese Leute aufnehmen?



Das ist ja auch sowas, was mich bei "gutkatholischen" Leuten wie in Polen so ankotzt. Die rennen sonntags in die Kirche um sich ruehrselige Stories ueber "gute Samariter" vom Herrn Pfarrer anzuhoeren und sinnen den Rest der Woche darueber nach wie sie es anstellen koennen, dass man ihnen Hilfsbeduerftige vom Hals haelt. Erbrechen


Das ist die Klientel, die fordert, die Kirche sei kein "Sozialverein", sondern habe einzig und allein der "Verkündigung des Evangeliums" zu dienen. Sie habe sich aus Politik und Wirtschaft herauszuhalten - jedenfalls was Kritik am status quo angeht. Der gerade amtierende Papst gilt in diesen Kreisen als "gefährlicher Kommunist".
Eine besondere Rolle im Wahlkampf der PiS spielte ja "Radio Maryja". Ein Fundamentalisten-Sender, der überwiegend von 60-75-jährigen gehört wird. Dort wird so richtig nach herzenslust so richtig gehetzt. Und "Spenden" aus den Reihen der greisen Zuhörerschaft werden auch gerne mal veruntreut.
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Alchemist
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Beitrag(#2036912) Verfasst am: 26.12.2015, 12:32    Titel: Antworten mit Zitat

Bzeichnend:

In Polen bringt die neue Regierung Presse http://www.dw.com/de/warschau-bringt-medien-auf-ihren-kurs/a-18933773 auf Kurs und kümmert sich noch ums Verfassungsgericht, und das einzige was Johnny zu dieser bedenklichen Entwicklung einfällt ist, dass man doch kein Recht habe die inneren Angelegenheiten Polens zu kritisieren.

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luc
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Beitrag(#2036913) Verfasst am: 26.12.2015, 12:45    Titel: Antworten mit Zitat

Polen war immer reaktionär. Sogar Lech Walesa war im Grunde genommen stinkkonservativ. Polen hat uns auch einen erzkonservativen Papst beschert. Es zeigt, dass Religion und Fortschritt bis jetzt nicht ganz kompatibel waren. Egal wie weltoffen religiöse Menschen zu sein behaupten, irgendwann drücken sie voll aufs Bremspedal, spätestens wenn es um individuelle Freiheit und sexuelle Moral geht.
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zelig
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Beitrag(#2036916) Verfasst am: 26.12.2015, 14:22    Titel: Antworten mit Zitat

Indem sie der nationalistischen Prämisse eines einheitlichen Willens zustimmt, hat die Kritik an der aktuellen Situation in Polen bereits verloren. Über nichts dürfte sich jemand wie "Johnny" mehr freuen.
In Polen gibt es natürlich Kräfte, die sich gegen die Entwicklung stemmen. Sie sind den Nationalisten derzeit unterlegen, und haben zudem -wie überall- den Nachteil, daß sie vor der skrupellosen Machtbesessenheit der völkischen Kräfte, die die demokratische Verfassung überwinden wollen, zurückschrecken. Ganz Polen mit seinen Menschen über einen Kamm zu scheren stärkt die Nationalisten und schwächt ihre Gegner.
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sünnerklaas
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Beitrag(#2036917) Verfasst am: 26.12.2015, 14:23    Titel: Antworten mit Zitat

luc hat folgendes geschrieben:
Egal wie weltoffen religiöse Menschen zu sein behaupten, irgendwann drücken sie voll aufs Bremspedal, spätestens wenn es um individuelle Freiheit und sexuelle Moral geht.


Sowohl das Christentum, als auch der Islam kennen die Unterlassungssünde. Hier gilt zum Beispiel in der katholischen Kirche die Pflicht der "brüderlichen Zurechtweisung" (Correctio fraterna), erfolgt diese nicht, drohen nach dem Tod wegen der Unterlassung die "Höllenqualen" - egal, wie fromm und gottgefällig das übrige Leben war.
Im Islam drohen Aussluss aus der religiösen Gemeinschaft und Meidung.
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