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Wilson
zwischen gaga und dada



Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 15966
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Beitrag(#2233175) Verfasst am: 06.12.2020, 14:24    Titel: Re: Vom Schreiben und Denken. Die Saga der Schrift Antworten mit Zitat

Tupã hat folgendes geschrieben:
Sehr gute Doku:

Vom Schreiben und Denken. Die Saga der Schrift (1/3)

Verfügbar vom 14/11/2020 bis 19/01/2021

Zitat:

Aus heutiger Sicht ist Schreiben etwas ganz Banales. Doch das war nicht immer so. In drei Folgen erzählt die Dokureihe, wie die Kunst des Schreibens im Laufe der Jahrtausende Gesellschaften prägte. Die Macht- und Kulturkämpfe zwischen Orient und Okzident lassen sich aus der Entwicklung der Schriftsysteme herauslesen.



1. Der Anfang - Die Ursprünge der Schrift

2. Imprimatur. Buch und Zivilisation

3. Eine neue Ära

Bei 47:03 Min. im Folge 3 wird die Werken von Xu Bing gezeigt.


teil 1 gesehen. ausgesprochen interessant sowieso aber auch gut nachvollziehbar dargestellt.
wanderarbeiter als "erfinder des alphabets- gefällt mir.
nun könnte man natürlich über bedingungen für solche erfindungen diskutieren. bzw nachdenken.
vll wäre man ohne alphabet auch besser dran skeptisch
k.a.
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"als ob"
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Tupã
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Beitrag(#2233225) Verfasst am: 06.12.2020, 21:10    Titel: Vom Schreiben und Denken. Die Saga der Schrift Antworten mit Zitat

narr hat folgendes geschrieben:
wow! dich scheint die Doku wirklich beeindruckt zu haben zwinkern


ja - Dich nicht?
Sprache und Schrift bzw. Kommunikation gehört zu meiner Interessen.
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Tupã
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Beitrag(#2233232) Verfasst am: 06.12.2020, 21:24    Titel: Re: Vom Schreiben und Denken. Die Saga der Schrift Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
Tupã hat folgendes geschrieben:
Sehr gute Doku:

Vom Schreiben und Denken. Die Saga der Schrift (1/3)






teil 1 gesehen. ausgesprochen interessant sowieso aber auch gut nachvollziehbar dargestellt.
wanderarbeiter als "erfinder des alphabets- gefällt mir.
nun könnte man natürlich über bedingungen für solche erfindungen diskutieren. bzw nachdenken.
vll wäre man ohne alphabet auch besser dran skeptisch
k.a.


Ich denke der Mensch wird immer Kodifizierungen erfinden um Vorgänge auszudrücken.
Ob's ohne Alphabet wir besser dran wären habe ich mich nie gefragt, aber zu meinen das An-alphabeten im allg. Sinn dumm wären ist mMn störrisch.

quote gerichtet. vrolijke


Zuletzt bearbeitet von Tupã am 06.12.2020, 21:49, insgesamt einmal bearbeitet
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Tupã
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Beitrag(#2233242) Verfasst am: 06.12.2020, 21:48    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
arte:
Die Legende vom Ozeanpianisten

https://www.arte.tv/de/videos/090549-000-A/die-legende-vom-ozeanpianisten/

Zitat:
Seit seiner Geburt lebt der Pianist mit dem poetischen Namen Neunzehnhundert auf einem riesigen Luxusdampfer. Noch nie hat er den Ozeanriesen verlassen, verzaubert aber die Passagiere jeder Überfahrt mit seinem virtuosen Klavierspiel.

mit tim roth


Danke für den Tipp.
Schöner Film.
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Wilson
zwischen gaga und dada



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Beitrag(#2233689) Verfasst am: 11.12.2020, 19:13    Titel: Antworten mit Zitat

Popkultur
Bryan Ferry: Don't Stop the Music
53 min.
https://www.arte.tv/de/videos/088438-000-A/bryan-ferry-don-t-stop-the-music/

Zitat:
Sein Motto "Don't Stop The Dance" gilt bis heute: Bryan Ferry ist Dandy und Stilikone. Er ist Rockstar und Crooner. In den 70er Jahren prägte er als Frontmann von Roxy Music den Artrock. Später war er mit geschmeidigem Pop auch als Solokünstler sehr erfolgreich. Die Doku zeigt seine größten Hits und lässt Ferry – der im September dieses Jahres 75 wurde - über sich selbst sprechen.


studierte bildende kunst in newcastle. bekam als arbeiterkind ein gutes stipendium

https://www.youtube.com/watch?v=OpRmxd-k7vU
Bryan Ferry - Don't Stop The Dance
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"als ob"
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DonMartin
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Anmeldungsdatum: 13.08.2013
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Beitrag(#2233699) Verfasst am: 11.12.2020, 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
Popkultur
Bryan Ferry: Don't Stop the Music
53 min.
https://www.arte.tv/de/videos/088438-000-A/bryan-ferry-don-t-stop-the-music/

gibt's heute auch "linear", 21:40
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Wilson
zwischen gaga und dada



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Beiträge: 15966
Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2234194) Verfasst am: 16.12.2020, 19:15    Titel: Re: Vom Schreiben und Denken. Die Saga der Schrift Antworten mit Zitat

Tupã hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
Tupã hat folgendes geschrieben:
Sehr gute Doku:

Vom Schreiben und Denken. Die Saga der Schrift (1/3)






teil 1 gesehen. ausgesprochen interessant sowieso aber auch gut nachvollziehbar dargestellt.
wanderarbeiter als "erfinder des alphabets- gefällt mir.
nun könnte man natürlich über bedingungen für solche erfindungen diskutieren. bzw nachdenken.
vll wäre man ohne alphabet auch besser dran skeptisch
k.a.


Ich denke der Mensch wird immer Kodifizierungen erfinden um Vorgänge auszudrücken.
Ob's ohne Alphabet wir besser dran wären habe ich mich nie gefragt, aber zu meinen das An-alphabeten im allg. Sinn dumm wären ist mMn störrisch.

quote gerichtet. vrolijke


soo. alles gesehen.
ausgesprochen interessante perspektive, vieles habe ich nicht gewusst. logisch.
toptipp, wie man so sagt. (selbstverständlich könnte man das auch anders erzählen bzw die kulturgeschichte der schrift/sprache anders interpretieren, denke ich)
merci für den toptipp.
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Wilson
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Beitrag(#2235707) Verfasst am: 28.12.2020, 14:00    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.arte.tv/de/videos/096295-000-A/psycho/

Psycho Ich, (un)aufmerksam

Zitat:
Der Druck steigt. Die Psyche ächzt. Seelische Gesundheit scheint zur Ausnahme zu werden. Für Menschen, die am Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADHS) leiden, sind viele Alltagssituationen qualvoll. Nur wenig Außenstehende haben eine Ahnung davon. Das Zusammenleben ist für beide Seiten schwer.


sehr gut einige aspekte aufgezeigt
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Tupã
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Beitrag(#2236245) Verfasst am: 30.12.2020, 23:32    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
https://www.arte.tv/de/videos/096295-000-A/psycho/

Psycho Ich, (un)aufmerksam

Zitat:
Der Druck steigt. Die Psyche ächzt. Seelische Gesundheit scheint zur Ausnahme zu werden. Für Menschen, die am Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADHS) leiden, sind viele Alltagssituationen qualvoll. Nur wenig Außenstehende haben eine Ahnung davon. Das Zusammenleben ist für beide Seiten schwer.


sehr gut einige aspekte aufgezeigt


noch nicht zu Ende gesehen. Danke, sehr interessant.
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Tupã
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Beitrag(#2236248) Verfasst am: 30.12.2020, 23:41    Titel: Werk ohne Autor Antworten mit Zitat

Werk ohne Autor

Wiki:

Zitat:
Werk ohne Autor, international Never Look Away, ist ein deutscher Spielfilm von Florian Henckel von Donnersmarck aus dem Jahr 2018. Thema des Dramas ist das Leben eines Künstlers, angelehnt an die Biografie von Gerhard Richter. Die Hauptrollen spielen Tom Schilling, Sebastian Koch, Paula Beer, Saskia Rosendahl, Oliver Masucci und Ina Weisse.


Ich fand den Film großartig.
Der Film zeigt das Leben von Gehard Richter indem Aspekte der deutsche Geschichte und der Kunst in der Zeit deutlich wird.
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Wilson
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Beitrag(#2251538) Verfasst am: 24.05.2021, 18:06    Titel: Antworten mit Zitat

Beuys
von Regisseur Andres Veiel

https://www.ardmediathek.de/video/wdr-dok/100-jahre-joseph-beuys/wdr-fernsehen/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLWE0ZjI0MGY2LTUwZDYtNDM1Zi05MDMwLWJjM2Y0ODUzZWE3NQ/

Zitat:
100 Jahre Joseph Beuys: Der Mann mit dem Hut, dem Filz und der Fettecke. 35 Jahre nach seinem Tod erscheint er uns als Visionär, der seiner Zeit voraus war.


noch 3 tage
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Wilson
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Beitrag(#2252083) Verfasst am: 28.05.2021, 22:36    Titel: Antworten mit Zitat

Das Phänomen "Blade Runner"
https://www.arte.tv/de/videos/089086-000-A/das-phaenomen-blade-runner/

ausgezeichnet, kritisch
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narr
workingglass
Moderator



Anmeldungsdatum: 02.01.2009
Beiträge: 2190

Beitrag(#2252161) Verfasst am: 29.05.2021, 22:45    Titel: Antworten mit Zitat

Da hatte ich noch den Schluss "live" gesehen, wollte ich mir auf jeden Fall noch anschauen.
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tillich (epigonal)
hat Spaß



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 19599

Beitrag(#2252224) Verfasst am: 30.05.2021, 16:04    Titel: Antworten mit Zitat

Bei der ARD gibt's anlässlich der DEFA-Gründung vor 75 Jahren einige sehenswerte DDR-Filme.

https://www.ardmediathek.de/defa_fuenfundsiebzig/
_________________
"YOU HAVE TO START OUT LEARNING TO BELIEVE THE LITTLE LIES." -- "So we can believe the big ones?" -- "YES."

(Death / Susan, in: Pratchett, Hogfather)
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Wilson
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Beitrag(#2255825) Verfasst am: 13.07.2021, 09:02    Titel: Antworten mit Zitat

oder eben youtube:

https://www.youtube.com/watch?v=cGYZ5847FiI
Man with a Movie Camera (1929) movie


https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Mann_mit_der_Kamera_(1929)
Zitat:
Der Mann mit der Kamera (russisch ??????? ? ?????????????) ist ein experimenteller sowjet-ukrainischer Dokumentarfilm von Dsiga Wertow aus dem Jahr 1929. Der Stummfilm kommt komplett ohne Zwischentitel aus. Er zeigt das alltägliche Leben in den damaligen Sowjet-Städten Kiew, Charkow und Odessa.

„Der Mann mit der Kamera“ besitzt eine große Bedeutung für die Filmgeschichte, da Wertow mit der Produktion dieses Films eine Vielzahl von Filmtechniken erfand bzw. erstmals einsetzte oder entscheidend weiterentwickelte, darunter Mehrfachbelichtung, Zeitlupe und Zeitraffer, Freeze Frame, Match Cut, Jump Cut, Split Screen, Dutch Angle, Detailaufnahme, Kamerafahrt, rückwärts abgespieltes Filmmaterial, Stop Motion-Animation und selbstreflexive Einstellungen sowie das allgemeine reflexive Konzept.



Zitat:

Die Kinoki
Die Kinoki verstanden sich als Opposition zu den „Kinematographisten“ und der ökonomischen, psychologischen und theatralisierten Konzeption der „Filmsache“. Der innere Kreis der Kinoki setzte sich aus dem „Rat der Drei“ zusammen, nämlich Dsiga Wertow, seinem Bruder, dem Kameramann Michail Kaufman und Wertows Frau, der Filmeditorin Jelisaweta Swilowa. Der Film sollte sich von den klassischen Stilmitteln wie Literatur oder Szenarium lösen und so eine eigenständige Sprache entwickeln. Das wirkliche Leben und die unverhoffte, weder geplante noch inszenierte Aufnahme war das Szenarium der Kinoki. In dem 1934 veröffentlichten Manifest „Kinoprawda“ schreibt Wertow:

„Nicht Kinoglas um des Kinoglas willen, sondern die Wahrheit mit den Mitteln des Kinoglas, das ist Kinoprawda. Nicht die unverhoffte Aufnahme um der unverhofften Aufnahme willen, sondern um die Menschen zu zeigen ohne Maske, ohne Schminke, sie mit den Augen des Apparates zu packen im Moment des Nichtspielens. Ihre vom Kinoglas bloßgestellten Gedanken zu lesen.“

– Dsiga Wertow
Gleichzeitig ging Wertow jedoch davon aus, dass sich die ungeschminkten Aufnahmen zu einem Ideal montieren ließen, das die Gesellschaft in ihrer Lebensweise beeinflussen sollte. In Kinoki – Umsturz heißt es:

„Ich bin Kinoglas, ich schaffe einen Menschen, der vollkommener ist als Adam, ich schaffe Tausende verschiedene Menschen nach verschiedenen, vorher entworfenen Plänen und Schemata. […] Von einem nehme ich die stärksten und geschicktesten Hände, von einem anderen die schlanksten und schnellsten Beine, von einem dritten den schönsten und ausdruckvollsten Kopf und schaffe durch die Montage einen neuen, vollkommenen Menschen.“

– Dsiga Wertow
Dieses Prinzip findet sich in Wertows Der Mann mit der Kamera. Indem er die Bilder dreier Städte – Kiew, Odessa und Moskau – zu einer idealen Stadt verdichtet, nähert er sich der Utopie. Das Erwachen dieser idealen Stadt ist dem Erwachen der sozialistischen Revolution gleichzusetzen.


Zitat:
Bedeutung für die Filmtheorie
Der Mann mit der Kamera kann als poetischer Dokumentarfilm, als Querschnittsfilm, als politische Agitation oder auch als reflexiver Dokumentarfilm bezeichnet werden. Alle Bezeichnungen sind zutreffend und gerade dies stellt die Bedeutung von Der Mann mit der Kamera für die Filmtheorie heraus. Es ist jedoch zum großen Teil Wertows reflexives Konzept, die permanente Darstellung der Aufnahmesituation und der filmischen Konstruktion, die ihn seiner Zeit voraus erscheinen lassen.

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Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2255827) Verfasst am: 13.07.2021, 09:12    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
oder eben youtube:

https://www.youtube.com/watch?v=cGYZ5847FiI
Man with a Movie Camera (1929) movie


https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Mann_mit_der_Kamera_(1929)
Zitat:
Der Mann mit der Kamera (russisch ??????? ? ?????????????) ist ein experimenteller sowjet-ukrainischer Dokumentarfilm von Dsiga Wertow aus dem Jahr 1929. Der Stummfilm kommt komplett ohne Zwischentitel aus. Er zeigt das alltägliche Leben in den damaligen Sowjet-Städten Kiew, Charkow und Odessa.

„Der Mann mit der Kamera“ besitzt eine große Bedeutung für die Filmgeschichte, da Wertow mit der Produktion dieses Films eine Vielzahl von Filmtechniken erfand bzw. erstmals einsetzte oder entscheidend weiterentwickelte, darunter Mehrfachbelichtung, Zeitlupe und Zeitraffer, Freeze Frame, Match Cut, Jump Cut, Split Screen, Dutch Angle, Detailaufnahme, Kamerafahrt, rückwärts abgespieltes Filmmaterial, Stop Motion-Animation und selbstreflexive Einstellungen sowie das allgemeine reflexive Konzept.



Zitat:

Die Kinoki
Die Kinoki verstanden sich als Opposition zu den „Kinematographisten“ und der ökonomischen, psychologischen und theatralisierten Konzeption der „Filmsache“. Der innere Kreis der Kinoki setzte sich aus dem „Rat der Drei“ zusammen, nämlich Dsiga Wertow, seinem Bruder, dem Kameramann Michail Kaufman und Wertows Frau, der Filmeditorin Jelisaweta Swilowa. Der Film sollte sich von den klassischen Stilmitteln wie Literatur oder Szenarium lösen und so eine eigenständige Sprache entwickeln. Das wirkliche Leben und die unverhoffte, weder geplante noch inszenierte Aufnahme war das Szenarium der Kinoki. In dem 1934 veröffentlichten Manifest „Kinoprawda“ schreibt Wertow:

„Nicht Kinoglas um des Kinoglas willen, sondern die Wahrheit mit den Mitteln des Kinoglas, das ist Kinoprawda. Nicht die unverhoffte Aufnahme um der unverhofften Aufnahme willen, sondern um die Menschen zu zeigen ohne Maske, ohne Schminke, sie mit den Augen des Apparates zu packen im Moment des Nichtspielens. Ihre vom Kinoglas bloßgestellten Gedanken zu lesen.“

– Dsiga Wertow
Gleichzeitig ging Wertow jedoch davon aus, dass sich die ungeschminkten Aufnahmen zu einem Ideal montieren ließen, das die Gesellschaft in ihrer Lebensweise beeinflussen sollte. In Kinoki – Umsturz heißt es:

„Ich bin Kinoglas, ich schaffe einen Menschen, der vollkommener ist als Adam, ich schaffe Tausende verschiedene Menschen nach verschiedenen, vorher entworfenen Plänen und Schemata. […] Von einem nehme ich die stärksten und geschicktesten Hände, von einem anderen die schlanksten und schnellsten Beine, von einem dritten den schönsten und ausdruckvollsten Kopf und schaffe durch die Montage einen neuen, vollkommenen Menschen.“

– Dsiga Wertow
Dieses Prinzip findet sich in Wertows Der Mann mit der Kamera. Indem er die Bilder dreier Städte – Kiew, Odessa und Moskau – zu einer idealen Stadt verdichtet, nähert er sich der Utopie. Das Erwachen dieser idealen Stadt ist dem Erwachen der sozialistischen Revolution gleichzusetzen.


Zitat:
Bedeutung für die Filmtheorie
Der Mann mit der Kamera kann als poetischer Dokumentarfilm, als Querschnittsfilm, als politische Agitation oder auch als reflexiver Dokumentarfilm bezeichnet werden. Alle Bezeichnungen sind zutreffend und gerade dies stellt die Bedeutung von Der Mann mit der Kamera für die Filmtheorie heraus. Es ist jedoch zum großen Teil Wertows reflexives Konzept, die permanente Darstellung der Aufnahmesituation und der filmischen Konstruktion, die ihn seiner Zeit voraus erscheinen lassen.



ergänzung:
https://en.wikipedia.org/wiki/Man_with_a_Movie_Camera

Zitat:

Reevaluation
Man with a Movie Camera is now regarded by many as one of the greatest films ever made, ranking 8th in the 2012 Sight & Sound poll of the world's best films. In 2009, Roger Ebert wrote: "It made explicit and poetic the astonishing gift the cinema made possible, of arranging what we see, ordering it, imposing a rhythm and language on it, and transcending it."[15]

Analysis
Man with a Movie Camera has been interpreted as an optimistic work.[16] Jonathan Romney called it "an exuberant manifesto that celebrates the infinite possibilities of what cinema can be".[17] Peter Bradshaw of The Guardian wrote that the work "is visibly excited about the new medium’s possibility, dense with ideas, packed with energy: it echoes Un Chien Andalou, anticipates Vigo's À propos de Nice and the New Wave generally, and even Riefenstahl's Olympia".[18]


edit:
https://www.youtube.com/watch?v=BZQqmjJg8WU
anderer soundtrack
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Wilson
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Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 15966
Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2255899) Verfasst am: 13.07.2021, 19:14    Titel: Antworten mit Zitat

also, dass mich das so begeistern würde, hätte ich niemals gedacht!
selten hat mich eine kameraarbeit derart fasziniert.

ich finde übrigens, ohne die kyrillische schrift, hätten die städte durchaus westl sein können, meint, ich hätte nicht leicht, wenn überhaupt erkennen können, dass es sich hier um das postoktoberrevolutionäre russland unter lenin handelt.
(ok, wenn ichs drauf angelegt hätte sicher an einigen dingen...)

der soundtrack, von einem fan, scheint mir nahezu perfekt.

da ich weiß, welch einfluss die begleitenden töne haben, werde ich mir aber diese offenbarung nochmal mit anderem anhören. und ohne.

mein tipp dem zufolge nochmals:
the Man with a Movie Camera [Original Score by Josh Augustin]
https://www.youtube.com/watch?v=BZQqmjJg8WU
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