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Kutschera vs. Ehe für alle
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 38081
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2100638) Verfasst am: 08.07.2017, 05:42    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:


Aber dieses "um Kopf und Kragen reden" ist nicht unbedingt schwierig in Landschaften, die pc-geprägt sind.....



Ach, das gab es auch schon vor dem Computerzeittalter, dass sich Leute um Kopf und Hragen geredet haben. Sehr glücklich

pc, nicht PC. "politisch korrekt" sollte man klein schreiben.



Ich bin halt nicht so vertraut mit diesem Randgruppenslang.

zwinkern Du scheinst ja ein rechter Holzkopf zu sein. Also: Political correctness, kurz pc, ist in der amerikanischen (linken) Studentenschaft während den 80ern des letzten Jahrhunderts populär geworden und wird auch heute noch gerne praktiziert, etwa im Minderheiten-Poker. pc ist auch in Europa sehr populär.


Sag's doch gleich, dass Du diesen heutigen rechtsextremen Kampfbegriff meinst.
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“Authoritarian agendas have gone too far.” (Lindsay Shepherd)------------ Stoppt die Bajuwarisierung der Kurpfalz jetzt!
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fwo
leider wieder manchmal da



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 21668
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2100643) Verfasst am: 08.07.2017, 09:04    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:


Aber dieses "um Kopf und Kragen reden" ist nicht unbedingt schwierig in Landschaften, die pc-geprägt sind.....



Ach, das gab es auch schon vor dem Computerzeittalter, dass sich Leute um Kopf und Hragen geredet haben. Sehr glücklich

pc, nicht PC. "politisch korrekt" sollte man klein schreiben.



Ich bin halt nicht so vertraut mit diesem Randgruppenslang.

zwinkern Du scheinst ja ein rechter Holzkopf zu sein. Also: Political correctness, kurz pc, ist in der amerikanischen (linken) Studentenschaft während den 80ern des letzten Jahrhunderts populär geworden und wird auch heute noch gerne praktiziert, etwa im Minderheiten-Poker. pc ist auch in Europa sehr populär.


Sag's doch gleich, dass Du diesen heutigen rechtsextremen Kampfbegriff meinst.

Natürlich nicht, Du Schelm. Ich meine genau die Bezeichnung der amerikanischen Linken. Und was Du gerade vorzuführen versuchst, ist pc at its best: Sich um die Diskussion eines unwillkommenen Inhaltes mit der Begründung zu drücken, das benutzte Vokabular zeige eine nicht diskussionswürdige Herkunft.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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Gödelchen
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Anmeldungsdatum: 17.11.2016
Beiträge: 771

Beitrag(#2100644) Verfasst am: 08.07.2017, 09:04    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:

Das sind nun mal halt Nachwuchskräfte. Und da Homosexuellen nur Nachwuchs außerhalb ihrer sexuellen Präferenz "machen" können., ist der Staat gut damit beraten, seine Förderung denen zugute kommen zu lassen, deren Lebenselixier die "Machart von Nachwuchs ist.

Da wäre eine Förderung aufgrund Nachwuchs sinnvoll, und nicht aufgrund eine Heirat.
Millionen Paare haben Kinder, und sind nicht verheiratet. Millionen sind verheiratet und haben keine Kinder.


In zweierlei Hinsicht eine unzutreffende Aussage.

a) ist der Staat an einem fassbaren rechtsverbindlichen, für ihn regelbares Verhältnis im Rahmen des Handelns in seiner staatlichen Form als Institution interessiert. Das ist im Interesse jeden einzelnen Bürger dieses Staates
b) Milliarden Beträge , die der Staat aufbringen muss, damit die Unterhaltsansprüche von Kindern und Alleinerziehenden erfüllt werden können, sprechen eine deutliche Sprache dagegen, dass dein Denkansatz irgendwie ziel fördern sein kann.
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fwo
leider wieder manchmal da



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 21668
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2100648) Verfasst am: 08.07.2017, 10:05    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

Gödelchen hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:

Das sind nun mal halt Nachwuchskräfte. Und da Homosexuellen nur Nachwuchs außerhalb ihrer sexuellen Präferenz "machen" können., ist der Staat gut damit beraten, seine Förderung denen zugute kommen zu lassen, deren Lebenselixier die "Machart von Nachwuchs ist.

Da wäre eine Förderung aufgrund Nachwuchs sinnvoll, und nicht aufgrund eine Heirat.
Millionen Paare haben Kinder, und sind nicht verheiratet. Millionen sind verheiratet und haben keine Kinder.


In zweierlei Hinsicht eine unzutreffende Aussage.

a) ist der Staat an einem fassbaren rechtsverbindlichen, für ihn regelbares Verhältnis im Rahmen des Handelns in seiner staatlichen Form als Institution interessiert. Das ist im Interesse jeden einzelnen Bürger dieses Staates
b) Milliarden Beträge , die der Staat aufbringen muss, damit die Unterhaltsansprüche von Kindern und Alleinerziehenden erfüllt werden können, sprechen eine deutliche Sprache dagegen, dass dein Denkansatz irgendwie ziel fördern sein kann.

@ Gödelchen

Kutschera berichtet richtigerweise, dass sowohl sexuelle Vorlieben als auch die sexuelle Identität (davon spricht er nicht, aber es gehört auch hierhin) praktisch festgelegt sind, wenn Menschen auf die Welt kommen. D.h. aus biologischer Sicht sind ca 3 bis 5% vermehrungstechnisch schon auf der psychischen Ebene Ausschuss.

Daran ändert also keine Politik etwas, egal wie sie aussieht. Die Öffnung der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare ändert also nichts an der Förderung des Nachwuchses. Das ist doch der Hintergrund dafür, dass man Kutscheras Äußerungen, wenn er sie denn so gemacht hat, nur als Unfug bezeichnen kann.
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 23006

Beitrag(#2100649) Verfasst am: 08.07.2017, 10:15    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

Kutschera:
Zitat:
Genauso wenig können Sie einen geborenen Rechtshänder zu einem Linkshändig-Schreiber umerziehen.


Geschockt
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diskordianerpapst
Zeuger Jehovas



Anmeldungsdatum: 16.11.2012
Beiträge: 4403

Beitrag(#2100650) Verfasst am: 08.07.2017, 10:16    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

Gödelchen hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:

Das sind nun mal halt Nachwuchskräfte. Und da Homosexuellen nur Nachwuchs außerhalb ihrer sexuellen Präferenz "machen" können., ist der Staat gut damit beraten, seine Förderung denen zugute kommen zu lassen, deren Lebenselixier die "Machart von Nachwuchs ist.

Da wäre eine Förderung aufgrund Nachwuchs sinnvoll, und nicht aufgrund eine Heirat.
Millionen Paare haben Kinder, und sind nicht verheiratet. Millionen sind verheiratet und haben keine Kinder.


In zweierlei Hinsicht eine unzutreffende Aussage.

a) ist der Staat an einem fassbaren rechtsverbindlichen, für ihn regelbares Verhältnis im Rahmen des Handelns in seiner staatlichen Form als Institution interessiert. Das ist im Interesse jeden einzelnen Bürger dieses Staates
b) Milliarden Beträge , die der Staat aufbringen muss, damit die Unterhaltsansprüche von Kindern und Alleinerziehenden erfüllt werden können, sprechen eine deutliche Sprache dagegen, dass dein Denkansatz irgendwie ziel fördern sein kann.



a) Wusste noch gar nicht dass der Staat das Kindermachen rechtsverbindlich geregelt hätte.
Da wo er die Folgen für die potentiellen Kindermacher tatsächlich positiv beeinflussen könnte tut er jedenfalls erstaunlich wenig...

b) ...Abgesehen von diesem Punkt, der Kohleverschiebung an Alleinerziehende weil der Erzeuger nicht
zahlen kann oder will. Es bleibt trotzdem kein Argument weil eine Ehe für alle an all diesem nichts,
aber auch rein gar nichts ändert.

Natürlich mag es den einen Katholiban oder die andere Katholbanette geben der ob des Schreckens
den diese Enstcheidung auslöste die Eier verschrumpelt sind. Statistisch ist das für das Fortbestehen
des Staates irrelevant.
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narr
workingglass



Anmeldungsdatum: 02.01.2009
Beiträge: 627

Beitrag(#2100653) Verfasst am: 08.07.2017, 10:41    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
narr hat folgendes geschrieben:
Er faselt was von 150 mio Jahren Säugerevolution - ist aber Pflanzenphysiologe. Er hat ja sicher von Evolution(smechanismen) Ahnung, aber Grundkenntnisse als Zoologe bzw der Mammaloge hat er anscheinend nicht - traurig das.

Was ist daran jetzt verkehrt? Säuger haben sich zusammen mit den Sauriern entwickelt.
Auch wenn seine derzeitige Spezialisierung Pflanzenphysiologie ist, dann darf er sich als Biologe doch auch zu Vier- bzw Zweibeinern äussern, ein paar Semester Zoologie wird er ja wohl mal gehört haben.

Daran ist z.B verkehrt es als Begründung für die Nähe zwischen Homosexualität und Pädophilie zu nehmen.

"Kutschera: ... genetisch verankertes Inzucht-Verbot, das man auch als „instinktives Tabu“ definieren kann, ..."
Schaut man sich in der Tierwelt um gibt es das nicht. Es gibt zwar viele Mechanismen mit denen (meist die Männchen) die Gruppe verlassen müssen oder vom dominanten Männchen an der Kopulation gehindert werden, aber wenn z.B. Kater auf ihre rollige Schwester/Mutter treffen ist denen die Verwandtschaft schnupppe, umgekehrt genauso.
Und wie steht es beim Menschen? - genug verwandte Männer missbrauchen ihre Töchter oder Nichten - wo ist da den das angebliche 'genetisch verankere Inzucht-Verbot'? Ablehnung den Geschwister als Liebespartner zu sehen kommt von der gemeinsamen Aufzucht. Es gibt Beispiele, dass schon früh getrennte Geschwister sich später verliebten, da sie nicht wussten, dass der Partner das Geschwister ist. Ein anderer Mechanismus ist anscheinend die Fähigkeit zu 'riechen' ob das Immunsystem ähnlich dem unseren ist oder nicht. Je anders, desto anziehender. Aber das sind entweder sehr allgemeine biologische Mechanismen oder kulturelle.

"Entzieht man dem Kind somit vorsätzlich die Mutter als Bezugsperson (Homo-Männerpaare), oder versucht, den biologischen Erzeuger (Vater) durch eine Frau zu ersetzen, so ist das eine Verletzung des elementarsten Menschenrechts, das überhaupt existiert. "
auch das ist kompletter Blödsinn. Entzieht man dem Kind ein liebevolles Zuhause wo seinen Anlagen Raum gegeben wird sich zu entfalten - dann ist das eine Verletzung des 'elementarsten Menschenrechts'.


"...werden sie in gewisser Weise von der Natur bestraft, denn ihr Erbgut wird über die natürliche Auslese aus dem Genpool verschwinden. ...."
Auch das ist falsch. Wenn dem so wäre, gäbe es schon lang keine Homosexualität mehr. So simpel ist es nun mal nicht. Zum einen gibt es viele Leute die sich bisexuell empfinden, dann gibt es viele Homosexuelle die verheiratet sind und Kinder haben. Außerdem gibt es das 'Homo-Gen' nicht. Zwar ist die genetische Komponente gesichert, aber - wie so oft - bedarf es unterschiedlichster äußerer Einflüsse um damit es zu einer Manifestation kommt.
Zumal im Tierreich ebenso homosexuelle Paare vorkommen, Verwandtschaft ohne Nachkommen, meist die Weibchen werden oft als Hilfskräfte eingespannt. Wer die Kinder der Schwester mit aufzieht und deren Leben sichert, zieht auch eigene Gene mit auf. Eine Studie aus Italien untersuchte die weiblichen Verwandten von homosexuellen Männern und stellte fest, dass die mehr Kinder haben als der Durchschnitt - anscheinend findet da also sogar eine Kompensation statt. Das Argument der Staat waere nur eine Vereinigung zur Sicherung der Kinder einer Population wäre damit ebenfalls hinfällig - wenn es nicht an sich schon so idiotisch wäre.

Homoehe mit Inzucht in Verbindung zu bringen ist kompletter Schwachsinn. Homosexuelle pflanzen sich miteinander nicht fort - im Zölibat lebende Mönche tun das auch nicht und Hunderttausende Leute die keine Kinder haben wollen oder können auch nicht. Fertig. Zumal es hier nicht um eine Population von 100 Hanseln geht, wo evt solche 'Homozygotieen' ins Gewicht fallen.
Der Typ hat sich hier in was verstiegen das anscheinend seiner eigenen Angst vor Homosexualität entspringt und will das jetzt mit 'Biologie' rechtfertigen. Da argumentiert er genauso verquer wie der Verein der ihn interviewt hat - die nennen es halt 'göttliches Verbot'.
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zelig
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Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 23006

Beitrag(#2100660) Verfasst am: 08.07.2017, 11:09    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

narr hat folgendes geschrieben:
Der Typ hat sich hier in was verstiegen das anscheinend seiner eigenen Angst vor Homosexualität entspringt und will das jetzt mit 'Biologie' rechtfertigen. Da argumentiert er genauso verquer wie der Verein der ihn interviewt hat - die nennen es halt 'göttliches Verbot'.


Genau. Die gemeinsame Ablehnung überwindet die Gegensätzlichkeit von naturalistischer und religiöser oder ideeller Begründung. In anderen Zeiten wäre das eine Allianz, die man fürchten müsste.
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diskordianerpapst
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Anmeldungsdatum: 16.11.2012
Beiträge: 4403

Beitrag(#2100661) Verfasst am: 08.07.2017, 11:10    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:

Kohl sprach auch mit BILD . Bei einer Quellenangabe kommt es nicht bei Prüfung dessen, was zutrifft, nicht darauf an, wo es steht, sondern wie und was wo es da steht.

Kohl und Bild sind bzw waren kompatibel.
Atheistische Wissenschaftler und fundamentalistische Religiöse sind es nicht.
Es sei denn, mindestens einer der beiden nimmt seine Sache nicht ernst.


Das "atheistische" kannste weglassen.
Der Typ hat sich übrigens lange gegen Kreationismus engagiert. Der blüht auf kath.net zwar nicht so
offen, dafür im Kommentarbereich umso mehr. Zu einem Interview darüber wird es wohl nie kommen,
solange er nicht vielleicht dazu seine Meinung geändert hat.

Wenn ich mir so seine Karriere anschaue werde ich den Verdacht nicht los das da einer mit der Brechstange von sich reden machen will.
Kath.net scheint solche Leute magisch anzuziehen, die mit dem Arsch einreissen was sie mit den Händen aufgebaut haben.
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Gödelchen
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Anmeldungsdatum: 17.11.2016
Beiträge: 771

Beitrag(#2100666) Verfasst am: 08.07.2017, 11:21    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:

Das sind nun mal halt Nachwuchskräfte. Und da Homosexuellen nur Nachwuchs außerhalb ihrer sexuellen Präferenz "machen" können., ist der Staat gut damit beraten, seine Förderung denen zugute kommen zu lassen, deren Lebenselixier die "Machart von Nachwuchs ist.

Da wäre eine Förderung aufgrund Nachwuchs sinnvoll, und nicht aufgrund eine Heirat.
Millionen Paare haben Kinder, und sind nicht verheiratet. Millionen sind verheiratet und haben keine Kinder.


In zweierlei Hinsicht eine unzutreffende Aussage.

a) ist der Staat an einem fassbaren rechtsverbindlichen, für ihn regelbares Verhältnis im Rahmen des Handelns in seiner staatlichen Form als Institution interessiert. Das ist im Interesse jeden einzelnen Bürger dieses Staates
b) Milliarden Beträge , die der Staat aufbringen muss, damit die Unterhaltsansprüche von Kindern und Alleinerziehenden erfüllt werden können, sprechen eine deutliche Sprache dagegen, dass dein Denkansatz irgendwie ziel fördern sein kann.

@ Gödelchen

Kutschera berichtet richtigerweise, dass sowohl sexuelle Vorlieben als auch die sexuelle Identität (davon spricht er nicht, aber es gehört auch hierhin) praktisch festgelegt sind, wenn Menschen auf die Welt kommen. D.h. aus biologischer Sicht sind ca 3 bis 5% vermehrungstechnisch schon auf der psychischen Ebene Ausschuss.

Daran ändert also keine Politik etwas, egal wie sie aussieht. Die Öffnung der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare ändert also nichts an der Förderung des Nachwuchses. Das ist doch der Hintergrund dafür, dass man Kutscheras Äußerungen, wenn er sie denn so gemacht hat, nur als Unfug bezeichnen kann.


Nicht richtig in der Ausrichtung. Der Staat hat ein Interesse aus sich selber heraus, aus dem Selbstverständnis der Institution Staat her, dass es einen Rechstrahmen gibt, der dem Gemeinwohl ( also nicht dem Wohl aller Einzelnen ) dient. Sonst kann er einpacken, dann bräuchten wir keinen Staat.

Die Institution Ehe als Rechtsrahmen zwischen Mann und Frau gibt dem Staat den sinnvollen Rahmen, an dem er die Interessen des -gemeinwohls festmachen kann ( Regelung von Unterhalt , über Kinderschutz und Erziehungsrecht bis zum Unterhaltsrecht uvm).

Die , die sich entschließen eine gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft eingehen zu wollen, haben in der BRD den notwendigen rechtlichen Rahmen (LPartG) erhalten. Also , wo ist das Problem, außer, dass sich eine Minderheit so aufspielt , als ob sich die Welt um sie drehen müsste. Smilie

Die Tendenz über die zuzunehmende Individualisierung und die Zerbröckeln des Rechtsrahmens nach persönlichen Befindlichkeiten ist das zukünftige Problem unsere Gesllschaft. Dafür haben wir keinen Ansatz, dem eine Form zu geben, die einen Zusammenhang der Gesellschaft auf Level erträglich ermöglicht. Bezahlen werden wir dafür mit steigenden Kosten , zu leistender Eigenanteilen an Gemeinschaftsleistungen und Absteigen im wirtschaftlichen Bereich.

It´s so easy...everything goes. Kosten nur was ..Smilie
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Gödelchen
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Anmeldungsdatum: 17.11.2016
Beiträge: 771

Beitrag(#2100669) Verfasst am: 08.07.2017, 11:27    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

diskordianerpapst hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:

Das sind nun mal halt Nachwuchskräfte. Und da Homosexuellen nur Nachwuchs außerhalb ihrer sexuellen Präferenz "machen" können., ist der Staat gut damit beraten, seine Förderung denen zugute kommen zu lassen, deren Lebenselixier die "Machart von Nachwuchs ist.

Da wäre eine Förderung aufgrund Nachwuchs sinnvoll, und nicht aufgrund eine Heirat.
Millionen Paare haben Kinder, und sind nicht verheiratet. Millionen sind verheiratet und haben keine Kinder.


In zweierlei Hinsicht eine unzutreffende Aussage.

a) ist der Staat an einem fassbaren rechtsverbindlichen, für ihn regelbares Verhältnis im Rahmen des Handelns in seiner staatlichen Form als Institution interessiert. Das ist im Interesse jeden einzelnen Bürger dieses Staates
b) Milliarden Beträge , die der Staat aufbringen muss, damit die Unterhaltsansprüche von Kindern und Alleinerziehenden erfüllt werden können, sprechen eine deutliche Sprache dagegen, dass dein Denkansatz irgendwie ziel fördern sein kann.



a) Wusste noch gar nicht dass der Staat das Kindermachen rechtsverbindlich geregelt hätte.
Da wo er die Folgen für die potentiellen Kindermacher tatsächlich positiv beeinflussen könnte tut er jedenfalls erstaunlich wenig...

b) ...Abgesehen von diesem Punkt, der Kohleverschiebung an Alleinerziehende weil der Erzeuger nicht
zahlen kann oder will. Es bleibt trotzdem kein Argument weil eine Ehe für alle an all diesem nichts,
aber auch rein gar nichts ändert.

Natürlich mag es den einen Katholiban oder die andere Katholbanette geben der ob des Schreckens
den diese Enstcheidung auslöste die Eier verschrumpelt sind. Statistisch ist das für das Fortbestehen
des Staates irrelevant.


Deinen rhetorischen Anfälle lass stecken.

Dein Denkansatz ist falsch.
So ein dummes Argument wie deines unter a habe ich selten gelesen. Satire geht auch anders. Der Staat hat ein Interesse an Kindern, muss er aus seinem Selbstverständnis haben. Also wird er den Rahmen schaffen. Er tut viel für den Nachwuchs, manches nicht richtig, in einigen Bereichen zu wenig. das ist politischer Streitpunkt.

Der Staat wird auch die einfachste Form des Aufziehens von Kindern immer präferieren müssen. Warum soll ein Bürger den Präferenzen von jemanden,d er nur unter den absonderlichsten Angängen Kinder haben kann oder will, aufkommen?
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smallie
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Anmeldungsdatum: 02.04.2010
Beiträge: 2673

Beitrag(#2100670) Verfasst am: 08.07.2017, 11:31    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

Gödelchen hat folgendes geschrieben:
Es geht um den einfachen Fakt, dass ein Staat ein Interesse an seinem Fortbestehen hat und haben muss, sonst verliert er seine Legitimität.

Der Staat hat Interessen. Ja, sagt man so.

Stimmt aber nicht, wenn ich es wörtlich nehme. Menschen haben Interessen. Menschen haben ein Interesse am Staat, durchaus unterschiedliche, was zu Interessenkonflikten führt.

Wenn "vom Staat" die Rede ist - gleiches gilt auch für "das Volk" - dann wird oft der Anspruch erhoben, für alle zu sprechen, auch wenn nur ein Teil gemeint ist.



Gödelchen hat folgendes geschrieben:
... der Staat wird das fördern, was ihm bei seinem Fortbestand fördert.

Walter Ulbricht, 1961

Teufel


Gödelchen hat folgendes geschrieben:
Und da Homosexuellen nur Nachwuchs außerhalb ihrer sexuellen Präferenz "machen" können., ist der Staat gut damit beraten, seine Förderung denen zugute kommen zu lassen, deren Lebenselixier die "Machart von Nachwuchs ist.

Wenn ich mich recht erinnere, sind 10 % aller Menschen homo. Daran wird auch Efa nicht viel ändern.





Effô Tisetti hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Schwachsinn ja, mit der Volksverhetzung wäre ich etwas vorsichtiger.


Ich sagte ja auch "nah dran". Und das ist m.E. auch so, wenn man den Erhalt einer "religiös-kulturell homogenen(!) deutschen(!) Population(!)" zur wichtigsten(!) Aufgabe von Staatsführern(!) erklärt. Es fehlt nicht viel, um mittels "religiös-kulturell homogen" und "deutsche Population" die in diesem Sinne nicht erwünschten Menschen herauszudefinieren. Wenn dieser "wichtigsten Staatsaufgabe" nun alles untergeordnet wird, bist du mithin ganz schnell da, wo wir nie wieder sein wollen.

Tja, so ist das, wenn "der Staat" Interessen hat.

Dann ist ein Staat nicht mehr etwas, das seine Bürger eingerichtet haben (*), stattdessen werden die Bürger zu Instrumenten des Staates. Plötzlich ist mein Leben nicht mehr zu meinem eigenen Zweck, sondern zum Zweck des Staates da.

Vermutlich verstehen 30% der deutschen Parlamentarier nicht, wovon ich gerade rede. Die stecke ich mit Kutschera in eine Schublade.



(*) @Revoluzzer: Ja, ich mußte auch grinsen. Pfeifen
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diskordianerpapst
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Anmeldungsdatum: 16.11.2012
Beiträge: 4403

Beitrag(#2100675) Verfasst am: 08.07.2017, 11:46    Titel: Antworten mit Zitat

Der Staat hat in einer funktionierenden Gesellschaft nicht mehr zu leisten als eine
effiziente Verwaltung (ok, daran arbeiten wir noch) und einen Rechtsrahmen zu bieten den sich die Gesellschaft
selber gibt. Irgend einen höheren Sinn darf sich die Gesellschaft, im Idealfall über demokratische
Elemente, dann über die Rechtsordnung da rein basteln.
Die Umfragen sind im Fall Ehe für alle wohl eindeutig, man kann davon ausgehen das hier solches passiert ist.

Wenn die Gesellschaft im Mittel entscheidet das ihr Staat überflüssig sei dann ist das prinzipiell
auch zu akzeptieren.
Wir erleben ja gerade die Übertragung von Kompetenzen auf eine den Nationalstaaten übergeordnete Ebene.
Kann man scheisse finden, gerade auch wegen fragwürdiger demokratischer Legitimierung,
ich kann aber nicht sehen wieso als Fernziel nicht auch der komplette Ersatz eines Staatswesens
in Frage kommen sollte. Sofern es mal entsprechend wenig Bürger gibt die sich auf die Zugeörigkeit zu
einer Verwaltungseinheit etwas einbilden und das zur Identitätsdefinition irgendwie brauchen.
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Marcellinus
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Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 6122

Beitrag(#2100678) Verfasst am: 08.07.2017, 11:57    Titel: Re: one for the Money two for the Money three for the Money, Money, Money, Mo Antworten mit Zitat

kereng hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Sowas nennt sich Bio-Philosophie, und ist nicht ganz unverbreitet, auch und gerade in säkularen Kreisen. "Evolutionärer Humanismus" ist auch so eine Pflanze, die in diesem Dunstkreis blüht.

Kannst du das bitte näher erläutern?
Ich hatte den "Evolutionären Humanismus" bislang als doppeldeutig verstanden. Zum einen ist er Plato, der Bibel oder Kant überlegen, weil der die Evolution kennt. Zum anderen ist er bereit selbst eine Evolution zu durchlaufen, wenn neue Erkenntnisse neue Beurteilungen erfordern.


Nun, Kant verortet menschliche Denkkategorien als à priori, was letztlich bedeutet, daß die Wirklichkeit uns unzugänglich bliebe. Der Evolutionäre Humanismus behält dieses à priori bei, meint es aber aus der biologischen Evolution erklären zu können. Daher wäre uns Menschen eine bestimmte Art zu denken angeboren, und einzig realitätsgerecht, weil das Produkt der Evolution, und jede andere Denkweise "unnatürlich".

So meint man die Fragestellungen der Philosophie endgültig, wissenschaftlich beantworten zu können. Die "wissenschaftliche Ethik" der Giordano-Bruno-Stiftung geht in die gleiche Richtung, eine sich wissenschaftlich gebenden Weltanschauung, die nichts anderes als eine auf Bio-Philosophie beruhende Ideologie ist, und für sich in Anspruch nimmt, die nächste, "wahre" Stufe des Humanismus zu sein.
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es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

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smallie
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Anmeldungsdatum: 02.04.2010
Beiträge: 2673

Beitrag(#2100681) Verfasst am: 08.07.2017, 12:02    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

narr hat folgendes geschrieben:
"...werden sie in gewisser Weise von der Natur bestraft, denn ihr Erbgut wird über die natürliche Auslese aus dem Genpool verschwinden. ...."
Auch das ist falsch. Wenn dem so wäre, gäbe es schon lang keine Homosexualität mehr.

Nicht nur das. Der Denkfehler ist noch viel gröber:

Ist es eine Strafe, wenn Erbgut aus dem Genpool verschwindet, weil jemand keine Kinder hat? Wo ist da die Strafe?
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Marcellinus
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Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 6122

Beitrag(#2100684) Verfasst am: 08.07.2017, 12:12    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:
narr hat folgendes geschrieben:
"...werden sie in gewisser Weise von der Natur bestraft, denn ihr Erbgut wird über die natürliche Auslese aus dem Genpool verschwinden. ...."
Auch das ist falsch. Wenn dem so wäre, gäbe es schon lang keine Homosexualität mehr.

Nicht nur das. Der Denkfehler ist noch viel gröber:

Ist es eine Strafe, wenn Erbgut aus dem Genpool verschwindet, weil jemand keine Kinder hat? Wo ist da die Strafe?


Die Überlebenseinheit der Menschen war die meiste Zeit ihrer Geschichte nicht die Kleinfamilie, sondern die Gruppe, und die verträgt nicht nur, sondern profitiert vermutlich sogar von einzelnen Mitgliedern, die sich nicht persönlich fortpflanzen, aber auf ihre Art zum Erfolg der Gruppe beitragen. Hinzu kommt, daß es unsere heutige Form von Homosexualität historisch noch gar nicht so lange gibt. So war der römische Kaiser Hadrian sehr einem jungen Mann verbunden, gleichzeitig aber verheiratet. Das eine wie das andere war gesellschaftlich akzeptiert. Schließlich ist es wissenschaftlich kaum haltbar, Tatsachenbeobachtungen mit moralischen Urteilen wie "Strafe" zu verbinden.
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Anmeldungsdatum: 16.11.2012
Beiträge: 4403

Beitrag(#2100685) Verfasst am: 08.07.2017, 12:14    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:
Wo ist da die Strafe?


Wenn dann für den Genpool, dessen Diversität reduziert wird. Scheint aber nicht zu helfen zwinkern
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Anmeldungsdatum: 05.02.2008
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Beitrag(#2100686) Verfasst am: 08.07.2017, 12:14    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

Gödelchen hat folgendes geschrieben:
....
Die Tendenz über die zuzunehmende Individualisierung und die Zerbröckeln des Rechtsrahmens nach persönlichen Befindlichkeiten ist das zukünftige Problem unsere Gesllschaft. Dafür haben wir keinen Ansatz, dem eine Form zu geben, die einen Zusammenhang der Gesellschaft auf Level erträglich ermöglicht. Bezahlen werden wir dafür mit steigenden Kosten , zu leistender Eigenanteilen an Gemeinschaftsleistungen und Absteigen im wirtschaftlichen Bereich.....

Ich werde gerade anderswo gebraucht, deshalb nur noch ganz kurz:

Das Institut Ehe wurde gerne familienpolitisch verkauft, war es aber nie. Was es aber immer war, und das berechtigterweise, war eine Anerkennung der Versorgungsverpflichtung, die Leute füreinander eingingen. An dieser Stelle spart der Staat nämlich, egal ob die Beteiligten Kinder machen können oder nicht.

Auch das Steuersplitting hat nichts mit der Familie und Kindern zu tun, es ist nur eine halbherzige Umsetzung des implizit durch die Verfassung gebotenen Prinzips der Besteuerung nach Leistungsfähigkeit auf durch Unterhaltsverpflichtung gebundene Lebensgemeinschaften. (Wenn man das richtig machen wollte, wäre ein Familiensplitting, wie es die Franzosen haben, angebrachter. aber das gehört in einen anderen Thread.)

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Beitrag(#2100689) Verfasst am: 08.07.2017, 12:28    Titel: Antworten mit Zitat

So weit ich mitbekommen habe, ist doch der einzige Unterschied zwischen einer *eingetragenen Lebenspartnerschaft* und der jetzigen *Ehe für alle* für homosexuelle Paare die, dass diese mit der Ehe nun ein Adoptionsrecht haben. Das heisst, sie haben nun das Recht, Kinder zwar nicht gebären, aber *großziehen* zu können. Damit würden sie also häusliche Erziehungsarbeit übernehmen, was ja ohnehin schon in größeren Familien häufig von anderen Personen als den leiblichen Eltern oder in neuen Ehen von nichtverwandten Vätern und Müttern übernommen wird.

Unentgeltliche Erziehungsarbeit und Hausarbeit im Rahmen der Kleinfamilie hält also das Modell der heiligen Familie als nach erzkonservativem Muster *kleinster Einheit der Gesellschaft* aufrecht. In Zeiten des Zerfalls der Familie wird diese somit also noch gestützt und ökonomisch rechnet sich das.
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Zuletzt bearbeitet von Skeptiker am 08.07.2017, 12:34, insgesamt einmal bearbeitet
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Beitrag(#2100691) Verfasst am: 08.07.2017, 12:31    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Kutschera:
Zitat:
Genauso wenig können Sie einen geborenen Rechtshänder zu einem Linkshändig-Schreiber umerziehen.


Geschockt

Lachen Ja. Er bringt da an einigen Stellen ein paar Ebenen durcheinander. Auch Ebenen innerhalb der Steuerung menschlichen Verhaltens.
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Beitrag(#2100692) Verfasst am: 08.07.2017, 12:36    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Kutschera:
Zitat:
Genauso wenig können Sie einen geborenen Rechtshänder zu einem Linkshändig-Schreiber umerziehen.


Geschockt

Lachen Ja. Er bringt da an einigen Stellen ein paar Ebenen durcheinander. Auch Ebenen innerhalb der Steuerung menschlichen Verhaltens.


Ja. Aber ich als lebender Beweis des Gegenteils (natürlich von links nach rechts) staune über den offensichtlichen Unsinn einer Aussage, die ja mit professoraler Autorität auftritt. Da braucht es fast keiner Kritik mehr, wenn der Mann sich selbst zerlegt. : )
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Beitrag(#2100696) Verfasst am: 08.07.2017, 13:05    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Kutschera:
Zitat:
Genauso wenig können Sie einen geborenen Rechtshänder zu einem Linkshändig-Schreiber umerziehen.


Geschockt

Lachen Ja. Er bringt da an einigen Stellen ein paar Ebenen durcheinander. Auch Ebenen innerhalb der Steuerung menschlichen Verhaltens.


Ja. Aber ich als lebender Beweis des Gegenteils (natürlich von links nach rechts) staune über den offensichtlichen Unsinn einer Aussage, die ja mit professoraler Autorität auftritt. Da braucht es fast keiner Kritik mehr, wenn der Mann sich selbst zerlegt. : )


Man kann zumindest sagen, dass solche Professoren nichts von Wissenschaft an sich verstehen und Kutschera ist ja nun in Deutschland nicht das einzige Beispiel. (Darüber könnte sich natürlich ein eigener thread lohnen.)
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Beitrag(#2100697) Verfasst am: 08.07.2017, 13:09    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Kutschera:
Zitat:
Genauso wenig können Sie einen geborenen Rechtshänder zu einem Linkshändig-Schreiber umerziehen.


Geschockt

Lachen Ja. Er bringt da an einigen Stellen ein paar Ebenen durcheinander. Auch Ebenen innerhalb der Steuerung menschlichen Verhaltens.


Ja. Aber ich als lebender Beweis des Gegenteils (natürlich von links nach rechts) staune über den offensichtlichen Unsinn einer Aussage, die ja mit professoraler Autorität auftritt. Da braucht es fast keiner Kritik mehr, wenn der Mann sich selbst zerlegt. : )

Ich vermute auch, dass er etwas anderes sagen wollte - dass man früher ganz viele Linkshänder in der Schule mit Gewalt zu Rechtsschreibern getrimmt hat, ist schließlich bekannt.

Was man damit aber nicht ändert, ist die eigentliche Prädisposition in der Bewegung: Aus Dir ist wahrscheinlich jemand geworden, der beidhändig ist, so dass er sich bei vielen Tätigkeiten entscheiden kann, welche Hand er jeweils benutzt, aber es ist kein echter Rechtshänder aus Dir geworden (korrigiere mich, wenn ich da falsch liege.) Aber feinmotorische Fähigkeiten lassen sich eben im Gegensatz zur geschlechtlichen Identität durch Training ändern.

Auch die anderen Aussagen von ihm sehen so aus, als würde sich da jemand dauernd vergallopieren, so als wäre er froh, überhaupt mal wieder mitreden zu dürfen. Aber gleichzeitig ist er anscheinend aus der Übung überhaupt noch in diesen Themen zu denken. Die Frage ist, wer ihm das sagt, wer ihm das klar im Thema auseinandersetzt, ohne ihn einfach als von der falschen Seite wegzuputzen. Wobei ich übrigens auch nicht ausschließe, dass jemand auf einem Professorenposten auch mal von einer echten Demenz gepackt wird. Aber ich weiß nicht, was er wirklich fachlich von sich gibt.
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Beitrag(#2100703) Verfasst am: 08.07.2017, 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht ist die Erklärung ganz einfach.
Er hat halt viel an Egeln geforscht. Das sind Zwitter und sie sollen in Deustchland recht selten geworden sein zwinkern
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Gödelchen
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Beitrag(#2100707) Verfasst am: 08.07.2017, 14:05    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:
....
Die Tendenz über die zuzunehmende Individualisierung und die Zerbröckeln des Rechtsrahmens nach persönlichen Befindlichkeiten ist das zukünftige Problem unsere Gesllschaft. Dafür haben wir keinen Ansatz, dem eine Form zu geben, die einen Zusammenhang der Gesellschaft auf Level erträglich ermöglicht. Bezahlen werden wir dafür mit steigenden Kosten , zu leistender Eigenanteilen an Gemeinschaftsleistungen und Absteigen im wirtschaftlichen Bereich.....

Ich werde gerade anderswo gebraucht, deshalb nur noch ganz kurz:

Das Institut Ehe wurde gerne familienpolitisch verkauft, war es aber nie. Was es aber immer war, und das berechtigterweise, war eine Anerkennung der Versorgungsverpflichtung, die Leute füreinander eingingen. An dieser Stelle spart der Staat nämlich, egal ob die Beteiligten Kinder machen können oder nicht.

Auch das Steuersplitting hat nichts mit der Familie und Kindern zu tun, es ist nur eine halbherzige Umsetzung des implizit durch die Verfassung gebotenen Prinzips der Besteuerung nach Leistungsfähigkeit auf durch Unterhaltsverpflichtung gebundene Lebensgemeinschaften. (Wenn man das richtig machen wollte, wäre ein Familiensplitting, wie es die Franzosen haben, angebrachter. aber das gehört in einen anderen Thread.)

quote gerichtet, schtonk


In der Ausrichtung nicht richtige
a) was du sagst, trifft für die Kleinfamilie zu. Die Familie war vorrangig zur Sicherung der Interessen, ging vor dem Staat. Je kleiner der Familienverbund , je mehr Staat war erforderlich....(sic).

In anders soziokulturell und somit politisch aufgestellten Gesellschaften ist das heute noch so. Und je kleinteiliger das mit dem Unterhalten, Interessenvertretung und Sorgen wird, je mehr Staat wird eingefordert und wird eintreten.
Ob der Staat spart ist deine Sicht. Er zahlt vielleicht schon leichtfertig zu viel, fördert damit die Verantwortungslosigkeit ...? Das mit dem Geld ausgeben ist politischen Spielfeld und somit wiederum zum Schluss ein Kriterium, dass den Staat als Sachwalter des Gemeinwohls zeigt.



Die Sttatverdrossenen Erzähler neben dem gültigen politschen Staatsverständis (s.o.) zum Trotze.

b) Deine Sicht fasst das unbedeutenste Kriterium bei der Besteurung der Ehegatten. Vorragig war nicht der Ausgleich , sondern Nachteilsausgleich.
aus wiki:

Auf Vorlage durch das Finanzgericht München erklärte der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts die steuerliche Mehrbelastung von Ehegatten in seiner Entscheidung vom 17. Januar 1957 für unvereinbar mit dem Grundgesetz. Art. 6 Abs.1 des Grundgesetzes verbiete eine Beeinträchtigung von Ehe und Familie durch störende Eingriffe des Staates. Einen solchen stelle die Schlechterstellung der Ehegatten durch die Zusammenveranlagung zur Einkommensteuer dar.

Weiter hat der A 6 GG genau die Anforderung an den Staat gestellt die Familie "besser" zustellen. Alle diese Dinge haben zum Splitting geführt, sind sinnvoll, heute mehr denn je bei der Zunahme der Erwerbstätigkeit von Frauen.

Deine Argumente sind ja noch diskutabel erheiternd andere Aufstellung hier einige Protagonisten des klickhörigen Zeitgeistes sind mit einer wegwerfenden Handbewegung in den Bereich der Vernachlässigung zu schieben....Smilie
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fwo
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Beitrag(#2100722) Verfasst am: 08.07.2017, 16:27    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

Gödelchen hat folgendes geschrieben:
.....

In der Ausrichtung nicht richtige
a) was du sagst, trifft für die Kleinfamilie zu. Die Familie war vorrangig zur Sicherung der Interessen, ging vor dem Staat. Je kleiner der Familienverbund , je mehr Staat war erforderlich....(sic).

In anders soziokulturell und somit politisch aufgestellten Gesellschaften ist das heute noch so. Und je kleinteiliger das mit dem Unterhalten, Interessenvertretung und Sorgen wird, je mehr Staat wird eingefordert und wird eintreten.
Ob der Staat spart ist deine Sicht. Er zahlt vielleicht schon leichtfertig zu viel, fördert damit die Verantwortungslosigkeit ...? Das mit dem Geld ausgeben ist politischen Spielfeld und somit wiederum zum Schluss ein Kriterium, dass den Staat als Sachwalter des Gemeinwohls zeigt.



Die Sttatverdrossenen Erzähler neben dem gültigen politschen Staatsverständis (s.o.) zum Trotze.

b) Deine Sicht fasst das unbedeutenste Kriterium bei der Besteurung der Ehegatten. Vorragig war nicht der Ausgleich , sondern Nachteilsausgleich.
aus wiki:

Auf Vorlage durch das Finanzgericht München erklärte der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts die steuerliche Mehrbelastung von Ehegatten in seiner Entscheidung vom 17. Januar 1957 für unvereinbar mit dem Grundgesetz. Art. 6 Abs.1 des Grundgesetzes verbiete eine Beeinträchtigung von Ehe und Familie durch störende Eingriffe des Staates. Einen solchen stelle die Schlechterstellung der Ehegatten durch die Zusammenveranlagung zur Einkommensteuer dar.

Weiter hat der A 6 GG genau die Anforderung an den Staat gestellt die Familie "besser" zustellen. Alle diese Dinge haben zum Splitting geführt, sind sinnvoll, heute mehr denn je bei der Zunahme der Erwerbstätigkeit von Frauen.

Deine Argumente sind ja noch diskutabel erheiternd andere Aufstellung hier einige Protagonisten des klickhörigen Zeitgeistes sind mit einer wegwerfenden Handbewegung in den Bereich der Vernachlässigung zu schieben....Smilie

Fangen wir mit b an:
Da ist nicht wirklich ein Widerspruch zwischen mir und Wiki, das ist eine andere Blickrichtung.
Wiki schildert den historischen Verlauf mit der historischen Argumentation,

ich gebe meine Bewertung der Situation aus heutiger Sicht.

Ansonsten:
Großfamilien in dem Sinne gibt es schon sehr lange nicht mehr, es handelt sich viel mehr um eine romantische Legende.


Die Zahl der Kinder in den Familien ist nur in sehr geringem Maß einer demokratischen Politik überhaupt zugänglich, dass andere Systeme das anders können, hat China gezeigt. Ansonsten scheint es ein Programm zu geben, dass wir um so mehr Kinder machen, je dreckiger es uns geht - aber speziell uns geht es gut (außer einigen Hartz4-Familien). Wenn wir genügend besitzen, scheinen wir auf ein dynastisches Programm umzuschalten: Wer z.B. die Kirchenbücher Norddeutschlands untersucht, stellt fest, dass das Anerbenrecht dazu geführt hat, dass es auf den großen Höfen immer nur wenige Kinder gab, während die Gesindschaft sich ordentlich vermehrte (und einen Teil der Auswanderer in die neue Welt stellte). Auch die Kinderzahlen in den Entwicklungsländern gehen trotz des medizinischen Fortschrittes zurück, sobald es den Leuten besser geht. Davon abgesehen ist speziell unser "ökologischer Fußabdruck" sehr hoch, auch in den Entwicklungsländern wächst er zwangsläufig. Wenn wir mit unserer Erde noch ein bisschen haushalten wollen, sind diese Gedanken Kutscheras einfach viel zu schlicht, völlig davon abgesehen, dass es schwierig ist, normale populationsdynamische Aspekte auf die kulturell betriebene Art Mensch zu übertragen.

Was Du noch schuldig bist, ist zu zeigen, welchen Einfluss diese Entscheidung zur Öffnung der Ehe wirklich auf die Kinderzahlen in der Gesellschaft hat und wie das funktioniert. Ich bin gespannt.
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Beitrag(#2100725) Verfasst am: 08.07.2017, 16:59    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

Gödelchen hat folgendes geschrieben:
Es geht um den einfachen Fakt, dass ein Staat ein Interesse an seinem Fortbestehen hat und haben muss, sonst verliert er seine Legitimität. Bedeutet der Staat wird das fördern, was ihm bei seinem Fortbestand fördert.

Das sind nun mal halt Nachwuchskräfte. Und da Homosexuellen nur Nachwuchs außerhalb ihrer sexuellen Präferenz "machen" können., ist der Staat gut damit beraten, seine Förderung denen zugute kommen zu lassen, deren Lebenselixier die "Machart von Nachwuchs ist.


Da denkt man fast an den Staat als einen Vampir, der sein *Leben* aus den Lebenden saugt, und deshalb ständig neues Leben züchten muss.
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Beitrag(#2100729) Verfasst am: 08.07.2017, 17:21    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:
.....

In der Ausrichtung nicht richtige
a) was du sagst, trifft für die Kleinfamilie zu. Die Familie war vorrangig zur Sicherung der Interessen, ging vor dem Staat. Je kleiner der Familienverbund , je mehr Staat war erforderlich....(sic).

In anders soziokulturell und somit politisch aufgestellten Gesellschaften ist das heute noch so. Und je kleinteiliger das mit dem Unterhalten, Interessenvertretung und Sorgen wird, je mehr Staat wird eingefordert und wird eintreten.
Ob der Staat spart ist deine Sicht. Er zahlt vielleicht schon leichtfertig zu viel, fördert damit die Verantwortungslosigkeit ...? Das mit dem Geld ausgeben ist politischen Spielfeld und somit wiederum zum Schluss ein Kriterium, dass den Staat als Sachwalter des Gemeinwohls zeigt.
Die Sttatverdrossenen Erzähler neben dem gültigen politschen Staatsverständis (s.o.) zum Trotze.

b) Deine Sicht fasst das unbedeutenste Kriterium bei der Besteurung der Ehegatten. Vorragig war nicht der Ausgleich , sondern Nachteilsausgleich.
aus wiki:

Auf Vorlage durch das Finanzgericht München erklärte der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts die steuerliche Mehrbelastung von Ehegatten in seiner Entscheidung vom 17. Januar 1957 für unvereinbar mit dem Grundgesetz. Art. 6 Abs.1 des Grundgesetzes verbiete eine Beeinträchtigung von Ehe und Familie durch störende Eingriffe des Staates. Einen solchen stelle die Schlechterstellung der Ehegatten durch die Zusammenveranlagung zur Einkommensteuer dar.

Weiter hat der A 6 GG genau die Anforderung an den Staat gestellt die Familie "besser" zustellen. Alle diese Dinge haben zum Splitting geführt, sind sinnvoll, heute mehr denn je bei der Zunahme der Erwerbstätigkeit von Frauen.

Deine Argumente sind ja noch diskutabel erheiternd andere Aufstellung hier einige Protagonisten des klickhörigen Zeitgeistes sind mit einer wegwerfenden Handbewegung in den Bereich der Vernachlässigung zu schieben....Smilie

Fangen wir mit b an:
Da ist nicht wirklich ein Widerspruch zwischen mir und Wiki, das ist eine andere Blickrichtung.
Wiki schildert den historischen Verlauf mit der historischen Argumentation,

ich gebe meine Bewertung der Situation aus heutiger Sicht.

Ansonsten:
Großfamilien in dem Sinne gibt es schon sehr lange nicht mehr, es handelt sich viel mehr um eine romantische Legende.


Die Zahl der Kinder in den Familien ist nur in sehr geringem Maß einer demokratischen Politik überhaupt zugänglich, dass andere Systeme das anders können, hat China gezeigt. Ansonsten scheint es ein Programm zu geben, dass wir um so mehr Kinder machen, je dreckiger es uns geht - aber speziell uns geht es gut (außer einigen Hartz4-Familien). Wenn wir genügend besitzen, scheinen wir auf ein dynastisches Programm umzuschalten: Wer z.B. die Kirchenbücher Norddeutschlands untersucht, stellt fest, dass das Anerbenrecht dazu geführt hat, dass es auf den großen Höfen immer nur wenige Kinder gab, während die Gesindschaft sich ordentlich vermehrte (und einen Teil der Auswanderer in die neue Welt stellte). Auch die Kinderzahlen in den Entwicklungsländern gehen trotz des medizinischen Fortschrittes zurück, sobald es den Leuten besser geht. Davon abgesehen ist speziell unser "ökologischer Fußabdruck" sehr hoch, auch in den Entwicklungsländern wächst er zwangsläufig. Wenn wir mit unserer Erde noch ein bisschen haushalten wollen, sind diese Gedanken Kutscheras einfach viel zu schlicht, völlig davon abgesehen, dass es schwierig ist, normale populationsdynamische Aspekte auf die kulturell betriebene Art Mensch zu übertragen.

Was Du noch schuldig bist, ist zu zeigen, welchen Einfluss diese Entscheidung zur Öffnung der Ehe wirklich auf die Kinderzahlen in der Gesellschaft hat und wie das funktioniert. Ich bin gespannt.


b) meine Argumente sind heute immer noch gültig und valide. Valider denn je wg. der fortschreitenden Erwerbstätigkeit der Frauen (und Mütter ). Der A 6 GG ist immer noch in der gleichen Form gültig, wie er seit Beginn gesetzt wurde. Das schränkt die Interpretation des Verfassungsauftrages ein. Soziologische Veränderung müssen aufgenommen, der Kernbestand nicht verändert werden, so sehen das die obersten Hüter der Verfassung bisher.

a) über Anzahl von Kindern und deren Auswirkung im persönlichen Bereich oder in der gesellschaftlichen Situation habe ich keine Ausführungen gemacht. Fakt ist, dass Kinder zum Fortbestand eines Staates notwendig sind und ein Staat auf seinen Fortbestand erpicht sogar verpflichtet ist, wenn er als Staat legitimiert sein soll (https://plato.stanford.edu/entries/legitimacy/), denn was soll ein "Herrschafts- u. Gestaltungswille " denn sein, dem das Aussterben droht mangels Mitwirkenden?

Also....??????
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beachbernie
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Beitrag(#2100733) Verfasst am: 08.07.2017, 17:42    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:


Aber dieses "um Kopf und Kragen reden" ist nicht unbedingt schwierig in Landschaften, die pc-geprägt sind.....



Ach, das gab es auch schon vor dem Computerzeittalter, dass sich Leute um Kopf und Hragen geredet haben. Sehr glücklich

pc, nicht PC. "politisch korrekt" sollte man klein schreiben.



Ich bin halt nicht so vertraut mit diesem Randgruppenslang.

zwinkern Du scheinst ja ein rechter Holzkopf zu sein. Also: Political correctness, kurz pc, ist in der amerikanischen (linken) Studentenschaft während den 80ern des letzten Jahrhunderts populär geworden und wird auch heute noch gerne praktiziert, etwa im Minderheiten-Poker. pc ist auch in Europa sehr populär.


Sag's doch gleich, dass Du diesen heutigen rechtsextremen Kampfbegriff meinst.

Natürlich nicht, Du Schelm. Ich meine genau die Bezeichnung der amerikanischen Linken. Und was Du gerade vorzuführen versuchst, ist pc at its best: Sich um die Diskussion eines unwillkommenen Inhaltes mit der Begründung zu drücken, das benutzte Vokabular zeige eine nicht diskussionswürdige Herkunft.



Ich habe mich doch gar nicht ueber die Herkunft ausgelassen, sondern lediglich darueber wer das wozu heute in D benutzt.
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Beitrag(#2100745) Verfasst am: 08.07.2017, 19:22    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

Gödelchen hat folgendes geschrieben:


a) über Anzahl von Kindern und deren Auswirkung im persönlichen Bereich oder in der gesellschaftlichen Situation habe ich keine Ausführungen gemacht. Fakt ist, dass Kinder zum Fortbestand eines Staates notwendig sind und ein Staat auf seinen Fortbestand erpicht sogar verpflichtet ist, wenn er als Staat legitimiert sein soll (https://plato.stanford.edu/entries/legitimacy/), denn was soll ein "Herrschafts- u. Gestaltungswille " denn sein, dem das Aussterben droht mangels Mitwirkenden?

Also....??????


Das ist eine interessante Argumentation.
Verlöre denn dann der Staat im Umkehrschluss seine Legitimität wenn die Bevölkerungszahl rückläufig
und absehbar irgendwann bei 0 liegt? Immerhin kann der Staat ja nicht halten was er "verspricht".

Oder reicht allein die Definition des Zieles in der Verfassung, bar jeder praktischer Auswirkungen
oder echter Handlungsmöglichkeiten zur Legitimierung aus?
Dann könnte da auch stehen: "Gehet hin und mehret euch", oder "Staatsziel ist die Mehrung oder mindestens der
Erhalt der Bevölkerungszahl, näheres regeln Gesetze", denn die Form in der das zu geschehen hat
spielt dabei ja eigentlich keine Rolle, jedenfalls ist überhaupt nicht einzusehen wieso das im Rahmen
einer traditionellen Ehe stattzufinden hat.

Könnte nicht auch ein solches Staatsziel mit Kernbestandsrang zu interessanten Zwangsmassnahmen führen?
So mit der Argumentation: Damit das Papier bald überhaupt noch für irgendwen gilt werden ab jetzt Verhütungsmittel verboten?


Man könnte das Ganze bei Erfolgslosigkeit (der letzte Fortpflanzungspolizist hat den Arsch zugekniffen)
noch weiterspinnen:

So ein verwaister Staatsmantel wäre doch ein prima Ding für, äh, Reichsbürger 2.0 Smilie
Vielleicht kommen dann ein paar Holländer oder Belgier daher, krallen sich den Staatsmantel
und machen einen auf "Bondsburgers" oder machen eine Pommesrepubliek auf.
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