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Kutschera vs. Ehe für alle
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Gödelchen
registrierter User



Anmeldungsdatum: 17.11.2016
Beiträge: 771

Beitrag(#2100750) Verfasst am: 08.07.2017, 19:56    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

diskordianerpapst hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:


a) über Anzahl von Kindern und deren Auswirkung im persönlichen Bereich oder in der gesellschaftlichen Situation habe ich keine Ausführungen gemacht. Fakt ist, dass Kinder zum Fortbestand eines Staates notwendig sind und ein Staat auf seinen Fortbestand erpicht sogar verpflichtet ist, wenn er als Staat legitimiert sein soll (https://plato.stanford.edu/entries/legitimacy/), denn was soll ein "Herrschafts- u. Gestaltungswille " denn sein, dem das Aussterben droht mangels Mitwirkenden?

Also....??????


Das ist eine interessante Argumentation.
Verlöre denn dann der Staat im Umkehrschluss seine Legitimität wenn die Bevölkerungszahl rückläufig
und absehbar irgendwann bei 0 liegt? Immerhin kann der Staat ja nicht halten was er "verspricht".

Oder reicht allein die Definition des Zieles in der Verfassung, bar jeder praktischer Auswirkungen
oder echter Handlungsmöglichkeiten zur Legitimierung aus?
Dann könnte da auch stehen: "Gehet hin und mehret euch", oder "Staatsziel ist die Mehrung oder mindestens der
Erhalt der Bevölkerungszahl, näheres regeln Gesetze", denn die Form in der das zu geschehen hat
spielt dabei ja eigentlich keine Rolle, jedenfalls ist überhaupt nicht einzusehen wieso das im Rahmen
einer traditionellen Ehe stattzufinden hat.

Könnte nicht auch ein solches Staatsziel mit Kernbestandsrang zu interessanten Zwangsmassnahmen führen?
So mit der Argumentation: Damit das Papier bald überhaupt noch für irgendwen gilt werden ab jetzt Verhütungsmittel verboten?


Man könnte das Ganze bei Erfolgslosigkeit (der letzte Fortpflanzungspolizist hat den Arsch zugekniffen)
noch weiterspinnen:

So ein verwaister Staatsmantel wäre doch ein prima Ding für, äh, Reichsbürger 2.0 Smilie
Vielleicht kommen dann ein paar Holländer oder Belgier daher, krallen sich den Staatsmantel
und machen einen auf "Bondsburgers" oder machen eine Pommesrepubliek auf.


Wie schwach ist das denn ? Schwach in zweierlei Hinsicht. Einmal, weil deine dummen Unterstellungen und Hinleitungen zu einem dir ins Konzept passenden Bäh einfach nur eine kindische Form von Debattenführung ist.

Zum anderen solltest du dir die Frage stellen

a) wer ist Souverän über den Staat?
b) welche Interessen leiten den Souverain den Staat zu nutzen
c) Wer hat die größte bisher erkennbare Schutzfunktion für den, der Souverain ist, außer der Institution, die sich Menschen als Staat gegeben haben. Deshalb der Menshc mit seinem Fortbestand interese am Fortbestand des Staates hat

Über den Inhalt können sich die Souveräns dann streiten. Ist er da, hat der Staat nun mal eine Ordungsfunktion übertragen bekommen, die aus sich selber eine "Herrschaft" entwickelt.

Den Rest deiner schwachen Ausführungen möchte ich in Zukunft nicht mehr beantworten, dein Debattenstil mit unterschwelligen Zugschiebungen geht mir auch auf den Senkel.
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fwo
leider wieder manchmal da



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 21668
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2100751) Verfasst am: 08.07.2017, 20:11    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

Gödelchen hat folgendes geschrieben:
....
a) über Anzahl von Kindern und deren Auswirkung im persönlichen Bereich oder in der gesellschaftlichen Situation habe ich keine Ausführungen gemacht. Fakt ist, dass Kinder zum Fortbestand eines Staates notwendig sind und ein Staat auf seinen Fortbestand erpicht sogar verpflichtet ist, wenn er als Staat legitimiert sein soll (https://plato.stanford.edu/entries/legitimacy/), denn was soll ein "Herrschafts- u. Gestaltungswille " denn sein, dem das Aussterben droht mangels Mitwirkenden?

Also....??????

Eben, Du hast noch keine Auswirkungen der Öffnung der Ehe für alle zu beschreiben versucht. Aber gerade Dein Ansatz, diese Öffnung wegen der Selbstverpflichtung des Staates zur Förderung des Nachwuchses zu verdammen, wird erst dann logisch, wenn Du wenigstens plausibel machen kannst, dass die Öffnung die Vermehrungsrate der Bevölkerung verringert.

Ansonsten magst Du ja tolle Plädoyers für die Familienförderung halten, aber mit der Öffnung der Ehe hat das alles bisher nichts zu tun.
_________________
Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

The skills you use to produce the right answer are exactly the same skills you use to evaluate the answer.

Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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diskordianerpapst
Zeuger Jehovas



Anmeldungsdatum: 16.11.2012
Beiträge: 4403

Beitrag(#2100757) Verfasst am: 08.07.2017, 21:48    Titel: Antworten mit Zitat

@Gödelchen:

Wer kaum in der Lage ist ohne persönliche Angriffe zu posten und sich Beitrag für Beitrag um die
schlüssige Darlegung seiner Behauptung, die EfA gefährde via Geburtenrate den Fortbestand des Staates
("Richtung Affenfelsen") drückt, trotz Hinweis (http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2100650#2100650)
und mehrfacher Nachfragen anderer, der sollte sich mal Gedanken über seinen eigenen Debattierstil machen.


Gödelchen hat folgendes geschrieben:

(...)
Deinen rhetorischen Anfälle lass stecken.

So ein dummes Argument wie deines unter a habe ich selten gelesen.
(...)


Gödelchen hat folgendes geschrieben:

(...)
Einmal, weil deine dummen Unterstellungen und Hinleitungen zu einem dir ins Konzept passenden Bäh einfach nur eine kindische Form von Debattenführung ist.
(...)


Zu Deinem letzten Post:
Ich bin Teil des Souveräns, ich durfte, wie jeder Bürger nie über die Inhalte des ursprünglichen GG abstimmen.
Die Leute die daran mitgewirkt haben leben heute nicht mehr.
Ich als Teil-Souverän meine: Die traditionelle Ehe hat nichts in einem unveränderlichen Kernbereich
einer Verfassung zu suchen, weil sie nichts mit dem Fortbestand des Staates zu tun hat.
Um mein letztes Post mal etwas einfacher und vielleicht verständlicher zu machen, den Teil mit der
seltsamen Legitimation via kaum praktisch durchsetzbaren Zielsetzung jetzt mal weg gelassen.
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Gödelchen
registrierter User



Anmeldungsdatum: 17.11.2016
Beiträge: 771

Beitrag(#2100759) Verfasst am: 08.07.2017, 23:26    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:
....
a) über Anzahl von Kindern und deren Auswirkung im persönlichen Bereich oder in der gesellschaftlichen Situation habe ich keine Ausführungen gemacht. Fakt ist, dass Kinder zum Fortbestand eines Staates notwendig sind und ein Staat auf seinen Fortbestand erpicht sogar verpflichtet ist, wenn er als Staat legitimiert sein soll (https://plato.stanford.edu/entries/legitimacy/), denn was soll ein "Herrschafts- u. Gestaltungswille " denn sein, dem das Aussterben droht mangels Mitwirkenden?

Also....??????

Eben, Du hast noch keine Auswirkungen der Öffnung der Ehe für alle zu beschreiben versucht. Aber gerade Dein Ansatz, diese Öffnung wegen der Selbstverpflichtung des Staates zur Förderung des Nachwuchses zu verdammen, wird erst dann logisch, wenn Du wenigstens plausibel machen kannst, dass die Öffnung die Vermehrungsrate der Bevölkerung verringert.

Ansonsten magst Du ja tolle Plädoyers für die Familienförderung halten, aber mit der Öffnung der Ehe hat das alles bisher nichts zu tun.


Smilie das ist vordergründig richtig. Ich traue dir soviel Intelligenz und Lebenserfahrung zu, dass du den weiteren wesentlich Kern des menschlichen Daseins ( der dahinter steckt) erkennen kannst..Smilie und der liegt nicht in der Selbstbefriedigung Smilie

Alles gesagt, alles ausgetauscht, jedem seine Meinung.

Lass es mich vergessen, weil es ist halt der übliche Eiertanz um die Selbstvergessenheit an dem, was wir uns mit Millionen Toten und abertausenden Gedanken erarbeitet haben.

Ok. Danke für das Gespräch......
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luc
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Beitrag(#2100767) Verfasst am: 09.07.2017, 10:47    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

Gödelchen hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:
....
a) über Anzahl von Kindern und deren Auswirkung im persönlichen Bereich oder in der gesellschaftlichen Situation habe ich keine Ausführungen gemacht. Fakt ist, dass Kinder zum Fortbestand eines Staates notwendig sind und ein Staat auf seinen Fortbestand erpicht sogar verpflichtet ist, wenn er als Staat legitimiert sein soll (https://plato.stanford.edu/entries/legitimacy/), denn was soll ein "Herrschafts- u. Gestaltungswille " denn sein, dem das Aussterben droht mangels Mitwirkenden?

Also....??????

Eben, Du hast noch keine Auswirkungen der Öffnung der Ehe für alle zu beschreiben versucht. Aber gerade Dein Ansatz, diese Öffnung wegen der Selbstverpflichtung des Staates zur Förderung des Nachwuchses zu verdammen, wird erst dann logisch, wenn Du wenigstens plausibel machen kannst, dass die Öffnung die Vermehrungsrate der Bevölkerung verringert.

Ansonsten magst Du ja tolle Plädoyers für die Familienförderung halten, aber mit der Öffnung der Ehe hat das alles bisher nichts zu tun.


Smilie das ist vordergründig richtig. Ich traue dir soviel Intelligenz und Lebenserfahrung zu, dass du den weiteren wesentlich Kern des menschlichen Daseins ( der dahinter steckt) erkennen kannst..Smilie und der liegt nicht in der Selbstbefriedigung Smilie

Lass es mich vergessen, weil es ist halt der übliche Eiertanz um die Selbstvergessenheit an dem, was wir uns mit Millionen Toten und abertausenden Gedanken erarbeitet haben.

Ok. Danke für das Gespräch......

Liegt er nicht in der Selbstbefriedigung? Scheiße!
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Gödelchen
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Beiträge: 771

Beitrag(#2100768) Verfasst am: 09.07.2017, 10:51    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

luc hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:
....
a) über Anzahl von Kindern und deren Auswirkung im persönlichen Bereich oder in der gesellschaftlichen Situation habe ich keine Ausführungen gemacht. Fakt ist, dass Kinder zum Fortbestand eines Staates notwendig sind und ein Staat auf seinen Fortbestand erpicht sogar verpflichtet ist, wenn er als Staat legitimiert sein soll (https://plato.stanford.edu/entries/legitimacy/), denn was soll ein "Herrschafts- u. Gestaltungswille " denn sein, dem das Aussterben droht mangels Mitwirkenden?

Also....??????

Eben, Du hast noch keine Auswirkungen der Öffnung der Ehe für alle zu beschreiben versucht. Aber gerade Dein Ansatz, diese Öffnung wegen der Selbstverpflichtung des Staates zur Förderung des Nachwuchses zu verdammen, wird erst dann logisch, wenn Du wenigstens plausibel machen kannst, dass die Öffnung die Vermehrungsrate der Bevölkerung verringert.

Ansonsten magst Du ja tolle Plädoyers für die Familienförderung halten, aber mit der Öffnung der Ehe hat das alles bisher nichts zu tun.


Smilie das ist vordergründig richtig. Ich traue dir soviel Intelligenz und Lebenserfahrung zu, dass du den weiteren wesentlich Kern des menschlichen Daseins ( der dahinter steckt) erkennen kannst..Smilie und der liegt nicht in der Selbstbefriedigung Smilie

Lass es mich vergessen, weil es ist halt der übliche Eiertanz um die Selbstvergessenheit an dem, was wir uns mit Millionen Toten und abertausenden Gedanken erarbeitet haben.

Ok. Danke für das Gespräch......

Liegt er nicht in der Selbstbefriedigung? Scheiße!


Die Ironie ging in die Hose. Es geht nie um Selbstbefriedigung es geht um das was man gutes Leben nennt. Der Zustand dazu wäre Zufriedenheit.

Dein Versuch der Ironie zeigt nur das heutige Vorherrschen eines bestimmten Zustandes und der nennt sich Beschränktheit. Soviel zum Selbst.
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luc
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Beitrag(#2100770) Verfasst am: 09.07.2017, 11:09    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

Gödelchen hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:
....
a) über Anzahl von Kindern und deren Auswirkung im persönlichen Bereich oder in der gesellschaftlichen Situation habe ich keine Ausführungen gemacht. Fakt ist, dass Kinder zum Fortbestand eines Staates notwendig sind und ein Staat auf seinen Fortbestand erpicht sogar verpflichtet ist, wenn er als Staat legitimiert sein soll (https://plato.stanford.edu/entries/legitimacy/), denn was soll ein "Herrschafts- u. Gestaltungswille " denn sein, dem das Aussterben droht mangels Mitwirkenden?

Also....??????

Eben, Du hast noch keine Auswirkungen der Öffnung der Ehe für alle zu beschreiben versucht. Aber gerade Dein Ansatz, diese Öffnung wegen der Selbstverpflichtung des Staates zur Förderung des Nachwuchses zu verdammen, wird erst dann logisch, wenn Du wenigstens plausibel machen kannst, dass die Öffnung die Vermehrungsrate der Bevölkerung verringert.

Ansonsten magst Du ja tolle Plädoyers für die Familienförderung halten, aber mit der Öffnung der Ehe hat das alles bisher nichts zu tun.


Smilie das ist vordergründig richtig. Ich traue dir soviel Intelligenz und Lebenserfahrung zu, dass du den weiteren wesentlich Kern des menschlichen Daseins ( der dahinter steckt) erkennen kannst..Smilie und der liegt nicht in der Selbstbefriedigung Smilie

Lass es mich vergessen, weil es ist halt der übliche Eiertanz um die Selbstvergessenheit an dem, was wir uns mit Millionen Toten und abertausenden Gedanken erarbeitet haben.

Ok. Danke für das Gespräch......

Liegt er nicht in der Selbstbefriedigung? Scheiße!


Die Ironie ging in die Hose. Es geht nie um Selbstbefriedigung es geht um das was man gutes Leben nennt. Der Zustand dazu wäre Zufriedenheit.

Dein Versuch der Ironie zeigt nur das heutige Vorherrschen eines bestimmten Zustandes und der nennt sich Beschränktheit. Soviel zum Selbst.


Ich wüsste nicht, was im Leben nicht mit Selbstbefriedigung im engen oder weiten Sinne zu tun hat. Das müsste man mir erst mal erklären. Moral selbst beruht auf Selbstbefriedigung.
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fwo
leider wieder manchmal da



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Beiträge: 21668
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2100774) Verfasst am: 09.07.2017, 11:54    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

Gödelchen hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:
....
a) über Anzahl von Kindern und deren Auswirkung im persönlichen Bereich oder in der gesellschaftlichen Situation habe ich keine Ausführungen gemacht. Fakt ist, dass Kinder zum Fortbestand eines Staates notwendig sind und ein Staat auf seinen Fortbestand erpicht sogar verpflichtet ist, wenn er als Staat legitimiert sein soll (https://plato.stanford.edu/entries/legitimacy/), denn was soll ein "Herrschafts- u. Gestaltungswille " denn sein, dem das Aussterben droht mangels Mitwirkenden?

Also....??????

Eben, Du hast noch keine Auswirkungen der Öffnung der Ehe für alle zu beschreiben versucht. Aber gerade Dein Ansatz, diese Öffnung wegen der Selbstverpflichtung des Staates zur Förderung des Nachwuchses zu verdammen, wird erst dann logisch, wenn Du wenigstens plausibel machen kannst, dass die Öffnung die Vermehrungsrate der Bevölkerung verringert.

Ansonsten magst Du ja tolle Plädoyers für die Familienförderung halten, aber mit der Öffnung der Ehe hat das alles bisher nichts zu tun.


Smilie das ist vordergründig richtig. Ich traue dir soviel Intelligenz und Lebenserfahrung zu, dass du den weiteren wesentlich Kern des menschlichen Daseins ( der dahinter steckt) erkennen kannst..Smilie und der liegt nicht in der Selbstbefriedigung Smilie

Alles gesagt, alles ausgetauscht, jedem seine Meinung.

Lass es mich vergessen, weil es ist halt der übliche Eiertanz um die Selbstvergessenheit an dem, was wir uns mit Millionen Toten und abertausenden Gedanken erarbeitet haben.

Ok. Danke für das Gespräch......

@ Gödelchen
Gerade, wenn Du die Gesellschaft vom evolutionären Standpunkt aus betrachtest, wird sie nie über eine bewusste "Pflichterfüllung" des Einzelnen an dieser Evolution funktionieren, sondern immer nur dadurch, dass das grundlegende Bedürfnis des Menschen erfüllt wird: Die Teilhabe an der Gesellschaft. Vom biologischen her muss das weder demokratisch noch auch nur human sein - wir empfinden Gesellschaft in den nach heutigen Maßstäben unwürdigsten Situationen.

Aber diese Maßstäbe haben wir nun mal, und hinter die sollten wir nicht zurückfallen. Vor diesem Hintergrund muss man dann sehen, dass in einer demokratischen Gesellschaft, die auf der Gültigkeit der allgemein Menschenrechte beruht, die Teilhabe an dieser Gesellschaft mit zunehmender Arbeitsteilung über die Verteilung des Geldes geregelt wird. Und die zunehmende Arbeitsteilung ist eine Folge zunehmender Technisierung der Welt und ohne diese Technisierung wäre die Menschheit in dieser Menge weder zu organisieren noch zu ernähren.

Den Zusammenhang gilt es aber im Auge zu behalten, wenn man nicht in eine platte Verachtung der heutigen Oberflächlichkeit verfallen will: Was Du Oberflächlichkeit nennst, ist kein Verfall, sondern eine zwangsläufige Folge unserer Vermehrung und der mit ihr einhergehenden Verstärkung der Arbeitsteilung, die den Verteilungsschlüssel zur Teilhabe, die Tauschbasis Geld, in ihre Wichtigkeit erhebt.

Vor diesem Hintergrund wird die Klage wegen der Oberflächlichkeit zum sinnlosen Lamento.
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Gödelchen
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Anmeldungsdatum: 17.11.2016
Beiträge: 771

Beitrag(#2100777) Verfasst am: 09.07.2017, 12:55    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:
....
a) über Anzahl von Kindern und deren Auswirkung im persönlichen Bereich oder in der gesellschaftlichen Situation habe ich keine Ausführungen gemacht. Fakt ist, dass Kinder zum Fortbestand eines Staates notwendig sind und ein Staat auf seinen Fortbestand erpicht sogar verpflichtet ist, wenn er als Staat legitimiert sein soll (https://plato.stanford.edu/entries/legitimacy/), denn was soll ein "Herrschafts- u. Gestaltungswille " denn sein, dem das Aussterben droht mangels Mitwirkenden?

Also....??????

Eben, Du hast noch keine Auswirkungen der Öffnung der Ehe für alle zu beschreiben versucht. Aber gerade Dein Ansatz, diese Öffnung wegen der Selbstverpflichtung des Staates zur Förderung des Nachwuchses zu verdammen, wird erst dann logisch, wenn Du wenigstens plausibel machen kannst, dass die Öffnung die Vermehrungsrate der Bevölkerung verringert.

Ansonsten magst Du ja tolle Plädoyers für die Familienförderung halten, aber mit der Öffnung der Ehe hat das alles bisher nichts zu tun.


Smilie das ist vordergründig richtig. Ich traue dir soviel Intelligenz und Lebenserfahrung zu, dass du den weiteren wesentlich Kern des menschlichen Daseins ( der dahinter steckt) erkennen kannst..Smilie und der liegt nicht in der Selbstbefriedigung Smilie

Alles gesagt, alles ausgetauscht, jedem seine Meinung.

Lass es mich vergessen, weil es ist halt der übliche Eiertanz um die Selbstvergessenheit an dem, was wir uns mit Millionen Toten und abertausenden Gedanken erarbeitet haben.

Ok. Danke für das Gespräch......

@ Gödelchen
Gerade, wenn Du die Gesellschaft vom evolutionären Standpunkt aus betrachtest, wird sie nie über eine bewusste "Pflichterfüllung" des Einzelnen an dieser Evolution funktionieren, sondern immer nur dadurch, dass das grundlegende Bedürfnis des Menschen erfüllt wird: Die Teilhabe an der Gesellschaft. Vom biologischen her muss das weder demokratisch noch auch nur human sein - wir empfinden Gesellschaft in den nach heutigen Maßstäben unwürdigsten Situationen.

Aber diese Maßstäbe haben wir nun mal, und hinter die sollten wir nicht zurückfallen. Vor diesem Hintergrund muss man dann sehen, dass in einer demokratischen Gesellschaft, die auf der Gültigkeit der allgemein Menschenrechte beruht, die Teilhabe an dieser Gesellschaft mit zunehmender Arbeitsteilung über die Verteilung des Geldes geregelt wird. Und die zunehmende Arbeitsteilung ist eine Folge zunehmender Technisierung der Welt und ohne diese Technisierung wäre die Menschheit in dieser Menge weder zu organisieren noch zu ernähren.

Den Zusammenhang gilt es aber im Auge zu behalten, wenn man nicht in eine platte Verachtung der heutigen Oberflächlichkeit verfallen will: Was Du Oberflächlichkeit nennst, ist kein Verfall, sondern eine zwangsläufige Folge unserer Vermehrung und der mit ihr einhergehenden Verstärkung der Arbeitsteilung, die den Verteilungsschlüssel zur Teilhabe, die Tauschbasis Geld, in ihre Wichtigkeit erhebt.

Vor diesem Hintergrund wird die Klage wegen der Oberflächlichkeit zum sinnlosen Lamento.


Nur noch kurz. Dein Schluss ist in meinen Augen nicht richtig. Deine Ableitung teile ich. Die zwangsläufige Folge von den Dingen wie mehr Menschen, mehr unkontrollierbare Infos, mehr Kleinteiligkeit ist Oberflächlichkeit. Es ist bsi heute noch kein Modell tragfähig geworden, was eine Verbindlichkeit für einen größeren Kreis von Menschen erzeugt. Everything goes ohne große Frage nach dem zu Verantwortenden.

Mag sein, dass dies unausweichlich ist, dann können wir aus der Oberflächlichkeit heraus auch den Schluss ziehen, dass Humanismus, menschliche Regungen sich in Oberflächlichkeiten ergehen. Die Folgen daraus sich ergeben, sind nun mal in Richtung Verachtung, Ausgrenzung, Rückzug aufs Ego erkennbar...

Lassen wir es in die Richtung laufen. Alles ist halt nur endlich.
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Gödelchen
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Anmeldungsdatum: 17.11.2016
Beiträge: 771

Beitrag(#2100779) Verfasst am: 09.07.2017, 12:58    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

luc hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:
....
a) über Anzahl von Kindern und deren Auswirkung im persönlichen Bereich oder in der gesellschaftlichen Situation habe ich keine Ausführungen gemacht. Fakt ist, dass Kinder zum Fortbestand eines Staates notwendig sind und ein Staat auf seinen Fortbestand erpicht sogar verpflichtet ist, wenn er als Staat legitimiert sein soll (https://plato.stanford.edu/entries/legitimacy/), denn was soll ein "Herrschafts- u. Gestaltungswille " denn sein, dem das Aussterben droht mangels Mitwirkenden?

Also....??????

Eben, Du hast noch keine Auswirkungen der Öffnung der Ehe für alle zu beschreiben versucht. Aber gerade Dein Ansatz, diese Öffnung wegen der Selbstverpflichtung des Staates zur Förderung des Nachwuchses zu verdammen, wird erst dann logisch, wenn Du wenigstens plausibel machen kannst, dass die Öffnung die Vermehrungsrate der Bevölkerung verringert.

Ansonsten magst Du ja tolle Plädoyers für die Familienförderung halten, aber mit der Öffnung der Ehe hat das alles bisher nichts zu tun.


Smilie das ist vordergründig richtig. Ich traue dir soviel Intelligenz und Lebenserfahrung zu, dass du den weiteren wesentlich Kern des menschlichen Daseins ( der dahinter steckt) erkennen kannst..Smilie und der liegt nicht in der Selbstbefriedigung Smilie

Lass es mich vergessen, weil es ist halt der übliche Eiertanz um die Selbstvergessenheit an dem, was wir uns mit Millionen Toten und abertausenden Gedanken erarbeitet haben.

Ok. Danke für das Gespräch......

Liegt er nicht in der Selbstbefriedigung? Scheiße!


Die Ironie ging in die Hose. Es geht nie um Selbstbefriedigung es geht um das was man gutes Leben nennt. Der Zustand dazu wäre Zufriedenheit.

Dein Versuch der Ironie zeigt nur das heutige Vorherrschen eines bestimmten Zustandes und der nennt sich Beschränktheit. Soviel zum Selbst.


Ich wüsste nicht, was im Leben nicht mit Selbstbefriedigung im engen oder weiten Sinne zu tun hat. Das müsste man mir erst mal erklären. Moral selbst beruht auf Selbstbefriedigung.


Zu kurz gesprungen. Befriedigung dient nach dem allgemeinen Verständnis dem Befriedigen von materiellen Bedürfnissen. Also mach´s halt selbst. Weiteres ist zu deiner Aufstellung nicht zu sagen.
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luc
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Anmeldungsdatum: 15.04.2010
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Wohnort: Nice. Paris. Köln

Beitrag(#2100783) Verfasst am: 09.07.2017, 13:33    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

Gödelchen hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:
....
a) über Anzahl von Kindern und deren Auswirkung im persönlichen Bereich oder in der gesellschaftlichen Situation habe ich keine Ausführungen gemacht. Fakt ist, dass Kinder zum Fortbestand eines Staates notwendig sind und ein Staat auf seinen Fortbestand erpicht sogar verpflichtet ist, wenn er als Staat legitimiert sein soll (https://plato.stanford.edu/entries/legitimacy/), denn was soll ein "Herrschafts- u. Gestaltungswille " denn sein, dem das Aussterben droht mangels Mitwirkenden?

Also....??????

Eben, Du hast noch keine Auswirkungen der Öffnung der Ehe für alle zu beschreiben versucht. Aber gerade Dein Ansatz, diese Öffnung wegen der Selbstverpflichtung des Staates zur Förderung des Nachwuchses zu verdammen, wird erst dann logisch, wenn Du wenigstens plausibel machen kannst, dass die Öffnung die Vermehrungsrate der Bevölkerung verringert.

Ansonsten magst Du ja tolle Plädoyers für die Familienförderung halten, aber mit der Öffnung der Ehe hat das alles bisher nichts zu tun.


Smilie das ist vordergründig richtig. Ich traue dir soviel Intelligenz und Lebenserfahrung zu, dass du den weiteren wesentlich Kern des menschlichen Daseins ( der dahinter steckt) erkennen kannst..Smilie und der liegt nicht in der Selbstbefriedigung Smilie

Lass es mich vergessen, weil es ist halt der übliche Eiertanz um die Selbstvergessenheit an dem, was wir uns mit Millionen Toten und abertausenden Gedanken erarbeitet haben.

Ok. Danke für das Gespräch......

Liegt er nicht in der Selbstbefriedigung? Scheiße!


Die Ironie ging in die Hose. Es geht nie um Selbstbefriedigung es geht um das was man gutes Leben nennt. Der Zustand dazu wäre Zufriedenheit.

Dein Versuch der Ironie zeigt nur das heutige Vorherrschen eines bestimmten Zustandes und der nennt sich Beschränktheit. Soviel zum Selbst.


Ich wüsste nicht, was im Leben nicht mit Selbstbefriedigung im engen oder weiten Sinne zu tun hat. Das müsste man mir erst mal erklären. Moral selbst beruht auf Selbstbefriedigung.


Zu kurz gesprungen. Befriedigung dient nach dem allgemeinen Verständnis dem Befriedigen von materiellen Bedürfnissen. Also mach´s halt selbst. Weiteres ist zu deiner Aufstellung nicht zu sagen.


Das allgemeine Verständnis? OK wenn wir uns auf Gemeinplätze, Klischees und vorgefertigten "gesunden Menschenverstand" beschränken müssen, kann ich mir hier abseilen. Es wird uninteressant. Genieße die Allgemeinheit.
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fwo
leider wieder manchmal da



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Beitrag(#2100787) Verfasst am: 09.07.2017, 14:15    Titel: Re: Kutschera vs. Ehe für alle Antworten mit Zitat

Gödelchen hat folgendes geschrieben:
....
Mag sein, dass dies unausweichlich ist, dann können wir aus der Oberflächlichkeit heraus auch den Schluss ziehen, dass Humanismus, menschliche Regungen sich in Oberflächlichkeiten ergehen. Die Folgen daraus sich ergeben, sind nun mal in Richtung Verachtung, Ausgrenzung, Rückzug aufs Ego erkennbar...

Lassen wir es in die Richtung laufen. Alles ist halt nur endlich.

Kann man offensichtlich so sehen. Ich möchte Dich nur darauf aufmerksam machen, dass Dein Urteil ein ästhetisches ist und als solches keine Grundlage für Deinen Pessimismus darstellt. Die Zusammenhänge sind erheblich komplexer als Kutschera sie zusammenstellt und wo wirklich das nachhaltigere Modell ist - werden wir durch vorsichtige Versuche und Irrtümer herausfinden und nicht durch individuelle Messungen über den Tiefgang unseres Verhaltens.
_________________
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Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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Beitrag(#2101981) Verfasst am: 20.07.2017, 12:01    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:

@ Critic
Aus der Sicht einer Population ist ein homosexuelles Individuum defizitär. Aus dieser Sicht argumentiert Kutschera und aus dieser Sicht ist seine Aussage auch richtig.


Ich weiß, das geht jetzt ein bisschen in eine andere Richtung. Aber hier haben wir meines Erachtens ein wunderbares Beispiel für einen naturalistischen Fehlschluss, der tief in der Sprache verwurzelt ist (und den ich schon einigemale kritisiert habe). Die naturalistisch verstandene "Population" hat nämlich keine Sicht. Sie hat kein Ziel und kein Wollen. Die naturalistische Perspektive überschreitet allerdings immer wieder diese Grenze, wenn sie -anstatt mit sozialen Größen wie Wertvorstellungen und Intentionen - mit dem Willen der Natur argumentiert.

Und daher passt es dann doch wieder sehr gut zum Thema. Denn Kutschera beruft sich ja nie auf seine eigenen Moralvorstellungen, sondern er schiebt einen naturwissenschaftlichen Habitus vor. Und der soll ganz offensichtlich mitsamt professoraler Autorität seine kruden Thesen vor Kritik schützen.

Objektiv hast Du recht. Aber wenn man die Evolution rückblickend betrachtet, kann man die Linien, die überlebt haben, schon als mit einer Tendenz zum Überleben behaftet beschreiben und kann dafür auch das Bild Wille nehmen - finde ich jetzt nicht so schlimm; auch wenn es sich um die Population der eigenen Art handelt und man vielleicht Kinder hat, kann ich mich über diesen Standpunkt nicht aufregen.

Als hässlicher empfinde ich, dass er das nicht konsequent bis dahin geht, sondern seine "Popolationsregeln" ganz allgemein formuliert anstatt sie für die Art Mensch zu formulieren. Wenn er das täte würden nämlich ganz andere Denkfehler innerhalb dieses Standpunktes deutlich - einen hat bb bereits aufgegriffen.

Ich hatte dazu schon auf diesen Thread verwiesen, scheint aber nichts zu nützen, weshalb ich diesen Gesichtspunkt nocheinmal aus meiner Sicht zusammenfasse:
fwo hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:
..... ...

....
Die Zahl der Kinder in den Familien ist nur in sehr geringem Maß einer demokratischen Politik überhaupt zugänglich, dass andere Systeme das anders können, hat China gezeigt. Ansonsten scheint es ein Programm zu geben, dass wir um so mehr Kinder machen, je dreckiger es uns geht - aber speziell uns geht es gut (außer einigen Hartz4-Familien). Wenn wir genügend besitzen, scheinen wir auf ein dynastisches Programm umzuschalten: Wer z.B. die Kirchenbücher Norddeutschlands untersucht, stellt fest, dass das Anerbenrecht dazu geführt hat, dass es auf den großen Höfen immer nur wenige Kinder gab, während die Gesindschaft sich ordentlich vermehrte (und einen Teil der Auswanderer in die neue Welt stellte). Auch die Kinderzahlen in den Entwicklungsländern gehen trotz des medizinischen Fortschrittes zurück, sobald es den Leuten besser geht. Davon abgesehen ist speziell unser "ökologischer Fußabdruck" sehr hoch, auch in den Entwicklungsländern wächst er zwangsläufig. Wenn wir mit unserer Erde noch ein bisschen haushalten wollen, sind diese Gedanken Kutscheras einfach viel zu schlicht, völlig davon abgesehen, dass es schwierig ist, normale populationsdynamische Aspekte auf die kulturell betriebene Art Mensch zu übertragen.

Was Du noch schuldig bist, ist zu zeigen, welchen Einfluss diese Entscheidung zur Öffnung der Ehe wirklich auf die Kinderzahlen in der Gesellschaft hat und wie das funktioniert. Ich bin gespannt.

fwo hat folgendes geschrieben:
....
@ Gödelchen
Gerade, wenn Du die Gesellschaft vom evolutionären Standpunkt aus betrachtest, wird sie nie über eine bewusste "Pflichterfüllung" des Einzelnen an dieser Evolution funktionieren, sondern immer nur dadurch, dass das grundlegende Bedürfnis des Menschen erfüllt wird: Die Teilhabe an der Gesellschaft. Vom biologischen her muss das weder demokratisch noch auch nur human sein - wir empfinden Gesellschaft in den nach heutigen Maßstäben unwürdigsten Situationen.

Aber diese Maßstäbe haben wir nun mal, und hinter die sollten wir nicht zurückfallen. Vor diesem Hintergrund muss man dann sehen, dass in einer demokratischen Gesellschaft, die auf der Gültigkeit der allgemein Menschenrechte beruht, die Teilhabe an dieser Gesellschaft mit zunehmender Arbeitsteilung über die Verteilung des Geldes geregelt wird. Und die zunehmende Arbeitsteilung ist eine Folge zunehmender Technisierung der Welt und ohne diese Technisierung wäre die Menschheit in dieser Menge weder zu organisieren noch zu ernähren.

Den Zusammenhang gilt es aber im Auge zu behalten, wenn man nicht in eine platte Verachtung der heutigen Oberflächlichkeit verfallen will: Was Du Oberflächlichkeit nennst, ist kein Verfall, sondern eine zwangsläufige Folge unserer Vermehrung und der mit ihr einhergehenden Verstärkung der Arbeitsteilung, die den Verteilungsschlüssel zur Teilhabe, die Tauschbasis Geld, in ihre Wichtigkeit erhebt. ....


Ein weiterer hässlicher Punkt, ist, dass Kutschera da, wo er tatsächlich auf die Art Mensch Bezug nimmt, ein sehr eigenartiges Populationsverständnis an den Tag legt, das nicht mehr zoologisch ist. Effo hat das hier schon angesprochen:
Effô Tisetti hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Schwachsinn ja, mit der Volksverhetzung wäre ich etwas vorsichtiger.


Ich sagte ja auch "nah dran". Und das ist m.E. auch so, wenn man den Erhalt einer "religiös-kulturell homogenen(!) deutschen(!) Population(!)" zur wichtigsten(!) Aufgabe von Staatsführern(!) erklärt. Es fehlt nicht viel, um mittels "religiös-kulturell homogen" und "deutsche Population" die in diesem Sinne nicht erwünschten Menschen herauszudefinieren. Wenn dieser "wichtigsten Staatsaufgabe" nun alles untergeordnet wird, bist du mithin ganz schnell da, wo wir nie wieder sein wollen. Bin auch etwas sensibel, da ich gerade die kommentierten Tagebücher von Alfred Rosenberg lese. ......


Es ließen sich sich wahrscheinlich je nach der Durchlässigkeit der geografischen und politischen Grenzen durchaus relative Heiratsbarrieren auf unserem Globus finden, so dass man die Menschheit wahrscheinlich auch in unterschiedliche Populationen aufteilen könnte - aber für keine dieser Populationen wäre nur eine Regierung zuständig. Ganz abgesehen davon werden Regierungen nicht für den Erhalt von biologischen Populationen gewählt, sondern für die Erhaltung der Lebensbedingungen ihrer Bevölkerung, was die Zukunftsoption in einer anderen Weise enthält als Kutschera das mit seiner eigenartigen Populationsdefinition unterstellt.
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fwo
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Beitrag(#2101982) Verfasst am: 20.07.2017, 12:02    Titel: Antworten mit Zitat

Critic hat folgendes geschrieben:
....
Code:
http://www.kath.net/news/60177


Kutschera hat folgendes geschrieben:
Sollte das Adoptionsrecht für Mann-Mann- bzw. Frau-Frau-Erotikvereinigungen kommen, sehe ich staatlich geförderte Pädophilie und schwersten Kindesmissbrauch auf uns zukommen. [...] Bei heteronormalen Elternpaaren mit Kindern sorgt ein genetisch verankertes Inzucht-Verbot, das man auch als „instinktives Tabu“ definieren kann, dafür, dass z. B. biologische Väter nicht ihre 20 bis 30 Jahre jüngeren Töchter heiraten und mit ihnen Nachwuchs zeugen – das wäre doch so einfach und effizient! [...] Möglicherweise werden sich beide Homo-Väter irgendwann einmal, analog einem Hetero-Stiefvater mit genetisch fremder Tochter im Haus, in ihren Adoptiv-Jüngling verlieben, der dann dieser „übersteigerten Elternliebe“ (John Moneys Definition für Pädophilie) schutzlos ausgeliefert ist. Es eröffnet sich ein mögliches Horror-Kinderschänder-Szenario, über das man nicht weiter nachdenken möchte – die „Ehe für alle drei“ wird dann kommen. Da lesbische Frauen in verstärktem Maße zur Pädophilie neigen, ergeben sich dort analoge Probleme.



Es ist ja erst einmal eine bloße Unterstellung, daß Homosexuelle häufiger pädophile Neigungen hätten als Heterosexuelle. Und genauso ist es auch eine Unterstellung ohne Belege, daß ein Kind dadurch Schäden nähme, wenn es in einer homosexuellen Beziehung aufwächst:



Diese Unterstellung sehe ich weniger, ich halte das wegen "sehe ich auf uns zukommen" eher für ein etwas dümmliches Dammbruchargument nach dem Motto: wenn Ehe_für_alle, dann demnächst auch noch Pädophilieförderung.

EDIT: Zitat gerichtet
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Zuletzt bearbeitet von fwo am 20.07.2017, 13:15, insgesamt einmal bearbeitet
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Beitrag(#2101994) Verfasst am: 20.07.2017, 13:08    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Critic hat folgendes geschrieben:
....
Code:
http://www.kath.net/news/60177


Kutschera hat folgendes geschrieben:
Sollte das Adoptionsrecht für Mann-Mann- bzw. Frau-Frau-Erotikvereinigungen kommen, sehe ich staatlich geförderte Pädophilie und schwersten Kindesmissbrauch auf uns zukommen. [...] Bei heteronormalen Elternpaaren mit Kindern sorgt ein genetisch verankertes Inzucht-Verbot, das man auch als „instinktives Tabu“ definieren kann, dafür, dass z. B. biologische Väter nicht ihre 20 bis 30 Jahre jüngeren Töchter heiraten und mit ihnen Nachwuchs zeugen – das wäre doch so einfach und effizient! [...] Möglicherweise werden sich beide Homo-Väter irgendwann einmal, analog einem Hetero-Stiefvater mit genetisch fremder Tochter im Haus, in ihren Adoptiv-Jüngling verlieben, der dann dieser „übersteigerten Elternliebe“ (John Moneys Definition für Pädophilie) schutzlos ausgeliefert ist. Es eröffnet sich ein mögliches Horror-Kinderschänder-Szenario, über das man nicht weiter nachdenken möchte – die „Ehe für alle drei“ wird dann kommen. Da lesbische Frauen in verstärktem Maße zur Pädophilie neigen, ergeben sich dort analoge Probleme.



Es ist ja erst einmal eine bloße Unterstellung, daß Homosexuelle häufiger pädophile Neigungen hätten als Heterosexuelle. Und genauso ist es auch eine Unterstellung ohne Belege, daß ein Kind dadurch Schäden nähme, wenn es in einer homosexuellen Beziehung aufwächst:



Diese Unterstellung sehe ich weniger, ich halte das wegen "sehe ich auf uns zukommen" eher für ein etwas dümmliches Dammbruchargument nach dem Motto: wenn Ehe_für_alle, dann demnächst auch noch Pädophilieförderung.

EDIT: Zitat gerichtet

In dem a.a.O verlinkten HNA Artikel hat er dazu Stellung genommen:

Zitat:
Auf eine Originalarbeit zum Thema Adoption möchte ich nachfolgend verweisen. Im Jahr 2012 hat der US-Soziologe Mark Regnerus eine umfangreiche Studie vorgelegt, die erschreckenden Resultate zu Tage gefördert hat (2). So konnte ermittelt werden, dass nicht nur Jungs von ihren Homo-Vätern, sondern auch Mädchen von lesbischen Mutter-Duos mit 10-fach hoher Wahrscheinlichkeit sexuell berührt bzw. zu entsprechenden Handlungen genötigt worden sind, bezogen auf eine heteronormale Eltern-Gruppe. Insgesamt betrachtet zeigt diese seriöse Studie (2), dass Kinder ohne biologische Eltern (Vater und Mutter) häufiger unter Depressionen leiden, später wesentlich öfter auf Sozialhilfe angewiesen sind, häufiger kriminell werden, öfter Rauschmittel zu sich nehmen u.a. problematische Verhaltensweisen zeigen.

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Zuletzt bearbeitet von unquest am 20.07.2017, 13:38, insgesamt einmal bearbeitet
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fwo
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Beitrag(#2101996) Verfasst am: 20.07.2017, 13:21    Titel: Antworten mit Zitat

unquest hat folgendes geschrieben:
...
In dem a.a.O verlinkten HNA Artikel hat er dazu Stellung genommen:

Zitat:
Auf eine Originalarbeit zum Thema Adoption möchte ich nachfolgend verweisen. Im Jahr 2012 hat der US-Soziologe Mark Regnerus eine umfangreiche Studie vorgelegt, die erschreckenden Resultate zu Tage gefördert hat (2). So konnte ermittelt werden, dass nicht nur Jungs von ihren Homo-Vätern, sondern auch Mädchen von lesbischen Mutter-Duos mit 10-fach hoher Wahrscheinlichkeit sexuell berührt bzw. zu entsprechenden Handlungen genötigt worden sind, bezogen auf eine heteronormale Eltern-Gruppe. Insgesamt betrachtet zeigt diese seriöse Studie (2), dass Kinder ohne biologische Eltern (Vater und Mutter) häufiger unter Depressionen leiden, später wesentlich öfter auf Sozialhilfe angewiesen sind, häufiger kriminell werden, öfter Rauschmittel zu sich nehmen u.a. problematische Verhaltensweisen zeigen.

Ich hatte das schon gelesen, aber da würde ich gerne selber reinsehen, bevor ich dazu was sage - die Qualität der amerikanischen Wissenschaft ist noch breiter gestreut als die unserer. Was mir sofort in den Kopf schoss, als ich das las, war dass mich die die Definition von "sexuell berührt" interessieren würde, die hier benutzt wurde.

Ich kenne nämlich auch andere Aussagen, die ich allerdings hier nicht so aus dem Stegreif belegen kann.

@ Unquest
Kannst Du bitte in Deinem Post noch eine Zitat-Ende-Tag am Ende des gefetteten einsetzen? Da hatte ich einen Fehler gemacht, den ich jetzt in meinem Post korrigiert habe.
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tillich (epigonal)
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Beitrag(#2101998) Verfasst am: 20.07.2017, 13:30    Titel: Antworten mit Zitat

Die Studie wurde hier bereits diskutiert. Es gibt sogar einen eigenen Wiki-Artikel dazu.

M.E. völlig zurecht hat damals jemand angemerkt:
Zitat:
Wie meist bei soziologischen Studien: Wenn du ein bestimmtes Ergebnis haben möchtest, musst du dir die Gruppe richtig zusammenstellen.

Die Zusammenstellung der Gruppen ist eines der wesentlichen kritischen Argumente an der Studie, neben der Außerachtlassung der gesellschaftlichen Umstände; und das Ergebnis passt denn auch sehr gut zur Agenda der Finanziers.

Wenn man sich im alten Thread eine Tabelle der Ergebnisse anschaut, sieht man übrigens, dass Kutschera sogar beim Zitieren dieser höchst umstrittenen Studie lügt. Es ging bei der entsprechenden Frage nicht um die sexuelle Berührung durch den schwulen Vater oder die lesbische Mutter, sondern um "by parent/adult", also irgendeinen Erwachsenen - evtl. also sogar den heterosexuellen ehemaligen Ehepartner (um es mal zu überspitzen) ...

EDIT Zitatfehler korrigiert
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Zuletzt bearbeitet von tillich (epigonal) am 20.07.2017, 14:10, insgesamt einmal bearbeitet
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unquest
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Beitrag(#2102005) Verfasst am: 20.07.2017, 13:50    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Die Studie wurde hier bereits diskutiert. Es gibt sogar einen eigenen Wiki-Artikel dazu.

M.E. völlig zurecht hat damals jemand angemerkt:
Zitat:
Die meist bei soziologischen Studien: Wenn du ein bestimmtes Ergebnis haben möchtest, musst du dir die Gruppe richtig zusammenstellen.

Die Zusammenstellung der Gruppen ist eines der wesentlichen kritischen Argumente an der Studie, neben der Außerachtlassung der gesellschaftlichen Umstände; und das Ergebnis passt denn auch sehr gut zur Agenda der Finanziers.

Wenn man sich im alten Thread eine Tabelle der Ergebnisse anschaut, sieht man übrigens, dass Kutschera sogar beim Zitieren dieser höchst umstrittenen Studie lügt. Es ging bei der entsprechenden Frage nicht um die sexuelle Berührung durch den schwulen Vater oder die lesbische Mutter, sondern um "by parent/adult", also irgendeinen Erwachsenen - evtl. also sogar den heterosexuellen ehemaligen Ehepartner (um es mal zu überspitzen) ...

Ich sehe gerade, dass ich selbst einen Artikel dazu verlinkt hatte:

unquest hat folgendes geschrieben:
Wie meist bei soziologischen Studien: Wenn du ein bestimmtes Ergebnis haben möchtest, musst du dir die Gruppe richtig zusammenstellen.


Lachen
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tillich (epigonal)
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Beitrag(#2102011) Verfasst am: 20.07.2017, 14:12    Titel: Antworten mit Zitat

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DonMartin
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Beitrag(#2102039) Verfasst am: 20.07.2017, 15:25    Titel: Antworten mit Zitat

Der Herr Professor publiziert mittlerweile vorzugsweise bei den religioesen Rechten:
Zitat:
kath.net/news/60339
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Critic
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Beitrag(#2102065) Verfasst am: 20.07.2017, 18:27    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Der Herr Professor publiziert mittlerweile vorzugsweise bei den religioesen Rechten:
Zitat:
kath.net/news/60339


Mir war auch so, daß ich das Zitat irgendwo gelesen hatte: Der Mann will wohl auch suggerieren, daß Homo-Ehe, "Gender-Ideologie" und Pädophilie eng zusammenhingen, und es dort um eine "Zwangs-Homosexualisierung" der Gesellschaft gehe, daß es politisch darum gehe, bestehende Beziehungen auseinanderzureißen und Menschen willkürlich neu zusammenzuwürfeln:

Kutschera hat folgendes geschrieben:
... Daher ist ein willkürlicher Austausch dieser wichtigsten Bezugsperson durch fremde Menschen unakzeptabel. Befürworter der Moneyistischen Gender-Ideologie mögen in einen Kindergarten gehen und dort die Kleinen fragen: „Wer von euch möchte seine Mama durch einen fremden Mann ersetzen?“ Die wenigsten werden wohl diesem Vorschlag zustimmen, da nützt auch eine noch so intensive „Früh-Erotisierung“ à la Money nichts. Erst nach der Pubertät sind Menschen zu Sex-Akten, d.h. inneren Befruchtungen, fähig – einen kindlichen „Früh-Sex“ gibt es nicht.



Und überhaupt, das nennt man wohl auch eine "reductio ad Hitlerum" [und eine Engführung ist das wohl auch, weil viele der Akteure womöglich nie von John Money gehört haben oder ihn nicht damit in Verbindung bringen und so ihre Haltung auch nicht auf dessen Auffassungen fußen muß oder gar kann]: Eine Haltung müsse schon allein deswegen falsch sein, weil jemand, der diese Haltung (tatsächlich oder vermeintlich) auch vertreten hat, (ob tatsächlich oder vermeintlich) ein fieser Möpp war.
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Beitrag(#2102073) Verfasst am: 20.07.2017, 19:12    Titel: Antworten mit Zitat

Critic hat folgendes geschrieben:
....

Und überhaupt, das nennt man wohl auch eine "reductio ad Hitlerum" [und eine Engführung ist das wohl auch, weil viele der Akteure womöglich nie von John Money gehört haben oder ihn nicht damit in Verbindung bringen und so ihre Haltung auch nicht auf dessen Auffassungen fußen muß oder gar kann]: Eine Haltung müsse schon allein deswegen falsch sein, weil jemand, der diese Haltung (tatsächlich oder vermeintlich) auch vertreten hat, (ob tatsächlich oder vermeintlich) ein fieser Möpp war.

Reductio ad Hitlerum wäre das nu gerade nicht, weil die wirklich den Bezug zu Hitler meint, und John Money ist nicht bekannt genug, dass man für ihn einen Argumententyp gemacht hätte.

Aber, was er gemacht hat, waren tatsächlich Menschenversuche, und als Kutschera das ausgesprochen hat, hat man das dem wiederum übel genommen, weil wir als Deutsche sowas anderen gefälligst nicht vorzuwerfen haben.

Money hat das allerdings irgendwann gemerkt und ist kleinlaut geworden, leider ist er in seiner Einsicht nicht so weit gegangen, dass er sich gewehrt hat, als seine alte und schon widerlegte Arbeitshypothese, wie man sie heute noch auf Websites für Genderforschung an deutschen Unis findet, die Grundlage der Gendertheorie wurde. Bis dahin hat Kutschera recht - das war es aber auch.

Was Du hier zitierst, ist aber nur noch wirr und mit sehr kruden Prämissen zur Individualentwicklung, so dass er von da her durchaus zur katholischen Kirche passt. Den Zusammenhang zur Money'schen Genderhypothese müsste er erst noch darlegen. Da wäre ich wirklich gespannt drauf. Aber nur mit dem zitierten Mist ist er eigentlich keine Diskussion mehr wert.
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DonMartin
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Beitrag(#2102108) Verfasst am: 21.07.2017, 04:50    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:

Was Du hier zitierst, ist aber nur noch wirr und mit sehr kruden Prämissen zur Individualentwicklung, so dass er von da her durchaus zur katholischen Kirche passt. Den Zusammenhang zur Money'schen Genderhypothese müsste er erst noch darlegen. Da wäre ich wirklich gespannt drauf. Aber nur mit dem zitierten Mist ist er eigentlich keine Diskussion mehr wert.

kathpunktnet ist nicht "die katholische Kirche" sondern bestenfalls (schlimmstenfalls?) deren äusserst rechter Rand.
Kutschera scheint eine Art Privatfehde mit diesem Moneypenny aufzuführen, den die meisten Leute (mich eingeschlossen) überhaupt nicht kennen (und vmlt auch nicht kennen müssen).
Das wirre Zeug wäre in der Tat nicht die Aufmerksamkeit wert, wenn er nicht ausgerechnet mit einem derart reaktionären Portal zusammenarbeiten würde.
Für Biermeier und seine Kumpane ist Kutschera ein Geschenk des Himmels (!): ein (bisher) gestandener Wissenschaftler und ausgewiesener Atheist tutet in dasselbe Anti-Gender-Horn wie es die religiöse Rechte schon immer tut. Dank solcher "Kooperationen" treibt es die Klickzahlen des eigentlich schon maroden Portals nach oben.
Das einzig Positive daran wäre eine Art kreuzpunktnet-Effekt: dergestalt, dass auch die Leser der HNA realisierten, was für rechtsaussenkatholische Dreckschleudern es immer noch gibt, auch nach dem Ableben jenes üblen Portals.
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fwo
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Beitrag(#2102125) Verfasst am: 21.07.2017, 11:42    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:

Was Du hier zitierst, ist aber nur noch wirr und mit sehr kruden Prämissen zur Individualentwicklung, so dass er von da her durchaus zur katholischen Kirche passt. Den Zusammenhang zur Money'schen Genderhypothese müsste er erst noch darlegen. Da wäre ich wirklich gespannt drauf. Aber nur mit dem zitierten Mist ist er eigentlich keine Diskussion mehr wert.

kathpunktnet ist nicht "die katholische Kirche" sondern bestenfalls (schlimmstenfalls?) deren äusserst rechter Rand.
Kutschera scheint eine Art Privatfehde mit diesem Moneypenny aufzuführen, den die meisten Leute (mich eingeschlossen) überhaupt nicht kennen (und vmlt auch nicht kennen müssen).
Das wirre Zeug wäre in der Tat nicht die Aufmerksamkeit wert, wenn er nicht ausgerechnet mit einem derart reaktionären Portal zusammenarbeiten würde.
.....

Gerade, weil es so wirr ist, passt es doch ganz gut in den Laden.

Zu Money bzw. Kutscheras Buch dazu gibt es hier einen Thread.

Wenn Du Dir das Thema Gender Mainstreaming antun willst, gibt es auch einen Thread. Aber da reicht in Blick in die letzten Seiten.
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narr
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Beiträge: 627

Beitrag(#2102240) Verfasst am: 22.07.2017, 13:57    Titel: Antworten mit Zitat

Schlimmer geht's nimmer - jetzt wird Kutschera auch noch wegen angeblichem 'Gesinnungsterror' von Kat-Net verteidigt -
Code:
http://www.kath.net/news/60351
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DonMartin
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Beiträge: 4716

Beitrag(#2102241) Verfasst am: 22.07.2017, 14:01    Titel: Antworten mit Zitat

narr hat folgendes geschrieben:
Schlimmer geht's nimmer - jetzt wird Kutschera auch noch wegen angeblichem 'Gesinnungsterror' von Kat-Net verteidigt -
Code:
http://www.kath.net/news/60351

Schlecht für Kutschera. Wer von kathpunktnet bis zur letzten Patrone verteidigt wird, hat in der Regel fertig.
Siehe Causa TvE.
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Arkanum
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Anmeldungsdatum: 11.02.2008
Beiträge: 1746

Beitrag(#2141513) Verfasst am: 05.07.2018, 14:49    Titel: Antworten mit Zitat

narr hat folgendes geschrieben:
Schlimmer geht's nimmer - jetzt wird Kutschera auch noch wegen angeblichem 'Gesinnungsterror' von Kat-Net verteidigt -
Code:
http://www.kath.net/news/60351


Und zur Krönung ist er auch noch dem Kuratorium der AfD-nahen Stiftung beigetreten.
So ein Beitritt bürgt natürlich für wissenschaftliche Seriosität Lachen ääh... überlappende Weltbilder.
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Grey
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Beitrag(#2141514) Verfasst am: 05.07.2018, 14:57    Titel: Antworten mit Zitat

Arkanum hat folgendes geschrieben:
narr hat folgendes geschrieben:
Schlimmer geht's nimmer - jetzt wird Kutschera auch noch wegen angeblichem 'Gesinnungsterror' von Kat-Net verteidigt -
Code:
http://www.kath.net/news/60351


Und zur Krönung ist er auch noch dem Kuratorium der AfD-nahen Stiftung beigetreten.
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Arkanum
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Beitrag(#2141515) Verfasst am: 05.07.2018, 15:48    Titel: Antworten mit Zitat

Dabei ist selbst das noch steigerbar: im heutigen kath.net-Interview mit Kutschera wird Werbung für den "Bund katholischer Ärzte" gemacht und das ist ein besonders wissenschaftlich orientierter Verein!

Zitat:
Dort vertritt Winkelmann den Bund Katholischer Ärzte, eine kleine, strenggläubige Mediziner-Vereinigung. In einem Faltblatt behauptet der Bund Katholischer Ärzte, Homosexualität sei eine "psychische Störung". Gero Winkelmann glaubt außerdem, dass man Homosexuelle homöopathisch therapieren kann und schlägt eine Art Entgiftung vor. So soll der Körper von Krankheiten vorheriger Generationen wie Syphilis und Tuberkulose gereinigt werden. Solche "Erbkrankheiten" können seiner Ansicht nach der Grund für Homosexualität sein.

Syphilis und Tuberkulose sind also "Erbkrankheiten" und werden mit Homöopathie entgiftet. Argh
Und ich dachte schon, Hamer hätte den schlimmsten "medizinischen" Sockenschuß.
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fwo
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Beitrag(#2141520) Verfasst am: 05.07.2018, 16:16    Titel: Antworten mit Zitat

Arkanum hat folgendes geschrieben:
Dabei ist selbst das noch steigerbar: im heutigen kath.net-Interview mit Kutschera wird Werbung für den "Bund katholischer Ärzte" gemacht und das ist ein besonders wissenschaftlich orientierter Verein!

Zitat:
Dort vertritt Winkelmann den Bund Katholischer Ärzte, eine kleine, strenggläubige Mediziner-Vereinigung. In einem Faltblatt behauptet der Bund Katholischer Ärzte, Homosexualität sei eine "psychische Störung". Gero Winkelmann glaubt außerdem, dass man Homosexuelle homöopathisch therapieren kann und schlägt eine Art Entgiftung vor. So soll der Körper von Krankheiten vorheriger Generationen wie Syphilis und Tuberkulose gereinigt werden. Solche "Erbkrankheiten" können seiner Ansicht nach der Grund für Homosexualität sein.

Syphilis und Tuberkulose sind also "Erbkrankheiten" und werden mit Homöopathie entgiftet. Argh
Und ich dachte schon, Hamer hätte den schlimmsten "medizinischen" Sockenschuß.

Aber man sollte ihm auch zu gute halten, dass er den Leuten widerspricht:
Zitat:
Wie in der 2. Auflage des Gender-Fachbuchs (5.) dargelegt, ist aber die auf das eigene Geschlecht bezogene erotische Neigung auf Grundlage aktuellster (2018er) Forschungsergebnisse, die ich kurz zusammengefasst habe, definitiv als vorgeburtlich festgelegt zu interpretieren.

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