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Der etwas andere Blick auf die Affaire Harvey Weinstein.
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 23045

Beitrag(#2151619) Verfasst am: 21.09.2018, 14:59    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
2017 verdoppelte sich die Zahl der registrierten Sexualdelikte auf dem Oktoberfest. Das lag auch am geänderten Sexualstrafrecht. Das Urteil gegen einen Grapscher zeigt jetzt die Folgen der Gesetzesänderung.
[...]
Nach seiner Festnahme auf der Theresienwiese verbrachte der Mann vier Monate in Untersuchungshaft. Und im Februar, das teilte das Amtsgericht München in dieser Woche mit, wurde er wegen sexueller Belästigung in zwei Fällen und vorsätzlicher Körperverletzung zu einer achtmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt, ausgesetzt zur Bewährung.
[...]
Wenn es einen Ort in Deutschland gibt, wo der Begriff „Grapschen“ mit Leben gefüllt wird, dann ist es das Oktoberfest in München. Bis zur Verschärfung des Sexualstrafrechts galt es jedoch meist als „Beleidigung auf sexueller Grundlage“. Seitdem ist aus dem Grapschen eine sexuelle Belästigung geworden. Geändert haben sich dadurch vor allem zwei Dinge. Der mögliche Strafrahmen hat sich im Vergleich zur Beleidigung deutlich erhöht:
[...]
Zudem ist es nun ein Offizialdelikt: Zur Anklage kann es auch dann kommen, wenn das Opfer gar keinen Strafantrag stellt. Der Übergriff auf die junge Frau vor dem Autoscooter hätte somit früher mangels Strafantrag nicht verfolgt werden können, da das Mädchen nicht mehr ausfindig gemacht werden konnte. Jetzt allerdings wurde auch diese Tat mitangeklagt, da die anderen Frauen den Mann dabei beobachtet hatten.
[...]
Das Oktoberfest von 2017 war somit das erste Oktoberfest, für das die geänderte Gesetzeslage galt. Insgesamt wurden auf der Wiesn im vergangenen Jahr 67 Sexualdelikte registriert, 2016 waren es 34. Die Zunahme ist vor allem auf die geänderte Gesetzeslage zurückzuführen, da nun eben auch Vergehen erfasst werden, die bislang in der Statistik ohne „sexuellen Bezug“ auftauchten.


http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/sexualstrafrecht-hartes-urteil-gegen-oktoberfest-grapscher-15798400-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_1


Die Verdoppelung der registrierten Fälle nach der Gesetzesänderung, ist der Beweis für die Chancenlosigkeit der Hälfte der Opfer, das Delikt in den vergangenen Jahren zu ahnden.
Wie finden das die Maskulinisten?
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Tarvoc
Papst Tarvoc der Stæhlerne



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
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Wohnort: Bonn

Beitrag(#2151623) Verfasst am: 21.09.2018, 15:13    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Engels, der olle weiße Fabrikant hätte auch mal seine Privilegien checken sollen, wa?

...und sein Kumpel, der Karl, erst.[...]

http://666kb.com/i/dx5dxztvoeagqzi0w.jpg
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Lebensnebel
Gieraffe



Anmeldungsdatum: 06.02.2016
Beiträge: 1790

Beitrag(#2151633) Verfasst am: 21.09.2018, 15:47    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Zitat:
2017 verdoppelte sich die Zahl der registrierten Sexualdelikte auf dem Oktoberfest. Das lag auch am geänderten Sexualstrafrecht. Das Urteil gegen einen Grapscher zeigt jetzt die Folgen der Gesetzesänderung.
[...]
Nach seiner Festnahme auf der Theresienwiese verbrachte der Mann vier Monate in Untersuchungshaft. Und im Februar, das teilte das Amtsgericht München in dieser Woche mit, wurde er wegen sexueller Belästigung in zwei Fällen und vorsätzlicher Körperverletzung zu einer achtmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt, ausgesetzt zur Bewährung.
[...]
Wenn es einen Ort in Deutschland gibt, wo der Begriff „Grapschen“ mit Leben gefüllt wird, dann ist es das Oktoberfest in München. Bis zur Verschärfung des Sexualstrafrechts galt es jedoch meist als „Beleidigung auf sexueller Grundlage“. Seitdem ist aus dem Grapschen eine sexuelle Belästigung geworden. Geändert haben sich dadurch vor allem zwei Dinge. Der mögliche Strafrahmen hat sich im Vergleich zur Beleidigung deutlich erhöht:
[...]
Zudem ist es nun ein Offizialdelikt: Zur Anklage kann es auch dann kommen, wenn das Opfer gar keinen Strafantrag stellt. Der Übergriff auf die junge Frau vor dem Autoscooter hätte somit früher mangels Strafantrag nicht verfolgt werden können, da das Mädchen nicht mehr ausfindig gemacht werden konnte. Jetzt allerdings wurde auch diese Tat mitangeklagt, da die anderen Frauen den Mann dabei beobachtet hatten.
[...]
Das Oktoberfest von 2017 war somit das erste Oktoberfest, für das die geänderte Gesetzeslage galt. Insgesamt wurden auf der Wiesn im vergangenen Jahr 67 Sexualdelikte registriert, 2016 waren es 34. Die Zunahme ist vor allem auf die geänderte Gesetzeslage zurückzuführen, da nun eben auch Vergehen erfasst werden, die bislang in der Statistik ohne „sexuellen Bezug“ auftauchten.


http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/sexualstrafrecht-hartes-urteil-gegen-oktoberfest-grapscher-15798400-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_1


Die Verdoppelung der registrierten Fälle nach der Gesetzesänderung, ist der Beweis für die Chancenlosigkeit der Hälfte der Opfer, das Delikt in den vergangenen Jahren zu ahnden.


Ich bin erstaunt, dass man nach Lesen dieses Artikels, zu einer derartigen Schlussfolgerung gelangen kann. In dem Text steht, dass besagtes Vergehen auch vor der Gestezesänderung strafbar war. Und außerdem steht da, dass sexuelle Straftaten statistisch umgebucht wurden. Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass die Opfer vorher chancenlos waren.

Außerdem ist es fraglich, ob die Gesetzesänderung wirklich diesen dramatischen Einfluss hatte. Schon 2016 stieg die Anzahl der Wiesn-Sexualdelikte deutlich, obwohl die Anzahl der Besucher im Vergleich zum Vorjahr zurückging.
https://www.n-tv.de/panorama/Wiesn-zaehlt-deutlich-weniger-Besucher-article18776176.html
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Lila Einhorn
posthumanistischer Quantum-Feminist



Anmeldungsdatum: 30.11.2013
Beiträge: 352

Beitrag(#2151634) Verfasst am: 21.09.2018, 15:47    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Die Verdoppelung der registrierten Fälle


Die Verdoppelung der Fälle ist wohl eher auf das Medientheater zurückzuführen. Es ist häufiger so, dass die Leute durch verstärkte Berichterstattung dazu ermuntert werden, Anzeige zu erstatten.

Und wegen Körperverletzung hätte man ihn schon vorher verurteilen können - da hat sich doch nichts geändert, oder?

Ansonsten bestätigt das doch eher Befürchtungen. Wegen solcher Lappalien saßen die Männer - alle nicht vorbestraft, alle nicht im Ausland wohnend - in Untersuchungshaft. Vermutlich haben infolgedessen einige ihren Job verloren. Das ist doch total überzogen. Ein gehöriger Klaps auf den Hintern und einer saftige Geldstrafe hätten das Problem auf ein sozialverträglichere Weise gelöst.

PS: Ich wurde mal geschlagen und habe Anzeige erstattet, passiert ist nie etwas. Aber wehe jemand langt einer Frau in den Schritt - da gibt's jetzt gleich Untersuchungshaft und Medienecho.
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vrolijke
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Moderator



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Beitrag(#2151655) Verfasst am: 21.09.2018, 16:47    Titel: Antworten mit Zitat

Lila Einhorn hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Die Verdoppelung der registrierten Fälle


Die Verdoppelung der Fälle ist wohl eher auf das Medientheater zurückzuführen. Es ist häufiger so, dass die Leute durch verstärkte Berichterstattung dazu ermuntert werden, Anzeige zu erstatten.

Und wegen Körperverletzung hätte man ihn schon vorher verurteilen können - da hat sich doch nichts geändert, oder?

Ansonsten bestätigt das doch eher Befürchtungen. Wegen solcher Lappalien saßen die Männer - alle nicht vorbestraft, alle nicht im Ausland wohnend - in Untersuchungshaft. Vermutlich haben infolgedessen einige ihren Job verloren. Das ist doch total überzogen. Ein gehöriger Klaps auf den Hintern und einer saftige Geldstrafe hätten das Problem auf ein sozialverträglichere Weise gelöst.

PS: Ich wurde mal geschlagen und habe Anzeige erstattet, passiert ist nie etwas. Aber wehe jemand langt einer Frau in den Schritt - da gibt's jetzt gleich Untersuchungshaft und Medienecho.

Hätte wäre wenn.
Es dauert halt eine gewisse Zeit, bis Verbote richtig Ernst genommen werden. Da muß erst ein Umdenken her. Das findet langsam statt.
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beachbernie
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Beitrag(#2152408) Verfasst am: 26.09.2018, 14:20    Titel: Antworten mit Zitat

Terry Gilliam hat folgendes geschrieben:
.....Natürlich wird man angegriffen werden, wenn man sich nach vorne wagt. Aber so ist das halt. Während der #MeToo-Debatte habe ich gesagt, dass einige Frauen davon profitiert haben, mit Harvey Weinstein auf sein Hotelzimmer gegangen zu sein. Das habe ich nicht getan, um seine Opfer zu beleidigen, sondern weil es stimmte. Viele fanden meine Aussagen jedoch widerlich. Gleichzeitig habe ich auf Facebook sehr viele positive Kommentare von Frauen bekommen, die auch fanden, dass #MeToo zu weit gegangen ist und viel zu rachsüchtig bei kleinen Vergehen war. Eine Schauspielerin hat mir in einer Email geschrieben, dass sie die Dinge so sieht wie ich. Sie selbst war mit Weinstein in einem Hotelzimmer gewesen, hatte sich im Gegensatz zu anderen aber wieder herausgequatscht. Ich habe ihr gesagt: Du musst das laut sagen! Ich als Mann kann das nicht tun. Aber sie hatte Angst, dass sie dann auch angegriffen wird.


https://www.zeit.de/kultur/film/2018-09/terry-gilliam-interview-comedian-satire-politische-korrektheit/komplettansicht


Das trifft doch den Nagel auf den Kopf! Daumen hoch!
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Lebensnebel
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Beitrag(#2153022) Verfasst am: 01.10.2018, 12:57    Titel: Antworten mit Zitat

Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
https://www.zeit.de/kultur/film/2018-08/asia-argento-harvey-weinstein-jimmy-bennett-metoo-minderjaehriger-schweigegeld
Zitat:
Die italienische Schauspielerin Asia Argento, eine der führenden Aktivistinnen der #MeToo-Bewegung, soll einem von ihr sexuell angegriffenen Mann Schweigegeld bezahlt haben. Der Schauspieler und Rockmusiker Jimmy Bennett habe 380.000 Dollar von ihr erhalten, berichtet die New York Times. Die Zeitung beruft sich auf ihr vorliegende Unterlagen, deren Herkunft sie nicht benennt. Argento war eine der ersten Frauen, die den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein der Vergewaltigung beschuldigten.


Argento räumt Treffen ein.
https://www.zeit.de/gesellschaft/2018-10/shetoo-asia-argento-jimmy-bennett-missbrauchsvorwuerfe
Zitat:
Im Interview mit dem italienischen Fernsehsender La 7 räumte Argento jetzt ein, dass es die fragliche Begegnung zwar gegeben habe, aber anders als Bennett sie darstellt. Bennett, den sie seit Jahren kannte, habe sie gebeten, ihm bei der Vorbereitung für ein Vorsprechen zu helfen. "Er hat angefangen, mich zu küssen und zu berühren, aber nicht wie eine Mutter und ihr Kind, wie ich es sah, sondern wie ein Junge mit entfesselten Hormonen." Sie sei "erstarrt", sagte Argento.

"Er ist buchstäblich auf mich gesprungen", schilderte Argento die Szene weiter. Bennett habe ihr gesagt, dass das für ihn "seit dem Alter von zwölf Jahren eine Wunschvorstellung war". In den folgenden Monaten habe ihr Bennett über die Plattform Snapchat intime Videos von sich geschickt.


Sie schildert das Geschehen wie eine Vergewaltigung.
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Lila Einhorn
posthumanistischer Quantum-Feminist



Anmeldungsdatum: 30.11.2013
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Beitrag(#2153040) Verfasst am: 01.10.2018, 23:19    Titel: Antworten mit Zitat

Dieser Missbrauchvorwurf von Bennett ist sicherlich einer der lächerlichsten Metoo-Vorwürfe, auch wenn er juristisch vermutlich sogar stimmt. Diese US-Gesetze sind schon sehr bescheuert, eine toxische Mischung aus Feminismus und puritanischer Prüderie macht's möglich. Als 17-Jähriger kann man in den USA schon zum Militär gehen und töten lernen, aber Sex mit einer etwas älteren im gleichen Alter soll Missbrauch sein Pillepalle

Immerhin - Punkt für die feministischen-geprägten Medien - ziehen sie den Wahnsinn konsequent durch - egal ob das "Opfer" männlich oder weiblich ist: https://www.rollingstone.com/culture/culture-news/asia-argento-jimmy-bennett-we-dont-believe-male-survivors-728986/

Gratulation an Bennett: 380.000 Dollar für einen Blowjob und jetzt noch mit der Opfer-Masche weitere Sympathie-Punkte beim verblödeten Publikum gesammelt und sich mal wieder ins Gespräche gebracht. Das ist doch gut gelaufen Lachen
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 38428
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2153046) Verfasst am: 01.10.2018, 23:48    Titel: Antworten mit Zitat

Lila Einhorn hat folgendes geschrieben:


...Immerhin - Punkt für die feministischen-geprägten Medien - ziehen sie den Wahnsinn konsequent durch - egal ob das "Opfer" männlich oder weiblich ist: https://www.rollingstone.com/culture/culture-news/asia-argento-jimmy-bennett-we-dont-believe-male-survivors-728986/.....


showtime
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tillich (epigonal)
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Beiträge: 15465

Beitrag(#2153157) Verfasst am: 02.10.2018, 19:20    Titel: Antworten mit Zitat

Lila Einhorn hat folgendes geschrieben:
Dieser Missbrauchvorwurf von Bennett ist sicherlich einer der lächerlichsten Metoo-Vorwürfe, auch wenn er juristisch vermutlich sogar stimmt. Diese US-Gesetze sind schon sehr bescheuert, eine toxische Mischung aus Feminismus und puritanischer Prüderie macht's möglich. Als 17-Jähriger kann man in den USA schon zum Militär gehen und töten lernen, aber Sex mit einer etwas älteren im gleichen Alter soll Missbrauch sein Pillepalle

Immerhin - Punkt für die feministischen-geprägten Medien - ziehen sie den Wahnsinn konsequent durch - egal ob das "Opfer" männlich oder weiblich ist: https://www.rollingstone.com/culture/culture-news/asia-argento-jimmy-bennett-we-dont-believe-male-survivors-728986/

Gratulation an Bennett: 380.000 Dollar für einen Blowjob und jetzt noch mit der Opfer-Masche weitere Sympathie-Punkte beim verblödeten Publikum gesammelt und sich mal wieder ins Gespräche gebracht. Das ist doch gut gelaufen Lachen

Und jetzt überlegen wir noch mal, warum es Leute gibt, die einen Übergriff nicht sofort anzeigen.
Weil sie damit rechnen müssen, mit so einer widerwärtigen Scheiße überkübelt zu werden.
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Lila Einhorn
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Anmeldungsdatum: 30.11.2013
Beiträge: 352

Beitrag(#2153159) Verfasst am: 02.10.2018, 19:43    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Und jetzt überlegen wir noch mal, warum es Leute gibt, die einen Übergriff nicht sofort anzeigen.
Weil sie damit rechnen müssen, mit so einer widerwärtigen Scheiße überkübelt zu werden.


Das macht nichts, in Deutschland, oder sonstwo in der EU, würde eine Anzeige ohnehin zu nichts führen zwinkern Wenn ein 17-Jähriges Jüngelchen sich von einer MILF verführen lässt und es hinterher bereut, hat er eben Pech gehabt, das hätte er sich vorher überlegen müssen. Hinterher den Sex-Partner mir einer Anzeige drohen und so Geld abpressen, funktioniert nur in sexuell-verklemmten Ländern wie der USA; in Deutschland (Schutzaltersgrenze 14) ist es besonders aussichtslos.

So ersparen wir uns auch Falschbeschuldigungen durch Frauen. Asia Argento schildert das ganze ja vermutlich nur deshalb als Vergewaltigung, weil ihr das als einzig greifbare Möglichkeit erschien, sich aus der Sache rauszureden.
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Lebensnebel
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Anmeldungsdatum: 06.02.2016
Beiträge: 1790

Beitrag(#2153764) Verfasst am: 08.10.2018, 18:52    Titel: Antworten mit Zitat

Die Schlinge um CR7 zieht sich zusammen.
https://www.ksta.de/sport/fussball/vergewaltigungsvorwurf-weitere-frau-belastet-cristiano-ronaldo-31406488
Zitat:
Neue Vorwürfe gegen den fünfmaligen Weltfußballer: Cristiano Ronaldo droht möglicherweise weiterer Ärger. Wie englische Medien berichten, soll eine weitere Frau Vorwürfe gegen den Star des italienischen Fußball-Rekordmeisters Juventus Turin erhoben haben.


Die Werbepartner werden nervös:
Zitat:
Der US-Sportartikelriese Nike, der seit 2016 einen geschätzt eine Milliarde Dollar (rund 870 Millionen Euro) schweren Werbevertrag mit „CR7“ hat, erklärte, man sei „tief besorgt über die beunruhigenden Vorwürfe“. Der amerikanische Videospielentwickler EA Sports, der Ronaldo als Coverfigur des weltweit erfolgreichen Videospiels FIFA 19 hofiert, sprach in einer Mitteilung von einer „beunruhigenden Situation“.
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 23045

Beitrag(#2154250) Verfasst am: 12.10.2018, 16:07    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wenn Frauen Männer der sexualisierten Gewalt beschuldigen, gibt es einen gesellschaftlichen Reflex. Anstatt den Anschuldigungen zunächst Glauben zu schenken, werden sofort Gründe und Motive bemüht, warum diese falsch sein könnten: Was, wenn der Sex einvernehmlich war, die Frau ihn am nächsten Tag aber bereut und deshalb eine Vergewaltigung daraus macht? Was, wenn die Frau von ihrem Partner betrogen oder verlassen wurde und ihm aus Rache eine Vergewaltigung anhängen will? Was, wenn sie einfach nur Aufmerksamkeit sucht?

Dass die Aussagen von Frauen so oft angezweifelt werden, liegt an einem wirkmächtigen Mythos, der die Falschbeschuldigung umgibt. Und den zu dekonstruieren überfällig ist.

Wer sich wissenschaftliche Studien und Artikel zum Thema Vergewaltigung und Strafverfolgung anschaut, merkt schnell, wie verzerrt die gesellschaftliche Wahrnehmung ist. Je nach Untersuchung, Land und politischer Weltsicht der Autoren variiert der Anteil der Falschbeschuldigungen an tatsächlich angezeigten Vergewaltigungen zwischen zwei und acht Prozent. Der Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe setzt den Anteil der Falschbeschuldigungen in Deutschland bei drei Prozent an und beruft sich auf eine europaweite Studie zur Strafverfolgung von Vergewaltigung.

...

Nun sorgen sich einige Männer aber vor allem über die nicht strafrechtlichen Folgen, die ein Vergewaltigungsvorwurf nach sich ziehen kann. Eine ruinierte Karriere. Ein zerstörtes Leben als sozialer Außenseiter. Dabei sind es vor allem die beschuldigenden Frauen, die unter ihren Aussagen leiden. Brett Kavanaugh erlebt gerade seine ersten Arbeitstage als neuer Richter des Supreme Courts und Christine Blasey Ford kann wegen unzähliger Todesdrohungen immer noch nicht nach Hause zurück.


...

Das alles heißt nicht, dass Falschbeschuldigung niemals vorkommen. Oder niemals gravierende Folgen für den fälschlicherweise Beschuldigten haben. Aber diese Fälle sind extrem selten. So selten, dass sie es nicht rechtfertigen, dass beinahe jede Frau, die mit dem Vorwurf der Vergewaltigung an die Öffentlichkeit geht, mit ihnen konfrontiert wird.

...

Darin liegt die Wirkmacht des Mythos der Falschbeschuldigung. Er leitet das Problem um - von der Kultur auf die Frau. Dieser Mythos degradiert Frauen zu unglaubwürdigen Hysterikerinnen. Er ist frauenfeindlich und vergiftet den Umgang der Geschlechter. Und er ist heute stärker denn je. Männer wie Trump, Kavanaugh und Ronaldo können sich auf ihn verlassen.


https://www.sueddeutsche.de/kultur/sexualisierte-gewalt-der-mythos-der-falschen-beschuldigung-1.4166540
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Lebensnebel
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Anmeldungsdatum: 06.02.2016
Beiträge: 1790

Beitrag(#2154253) Verfasst am: 12.10.2018, 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Wenn Frauen Männer der sexualisierten Gewalt beschuldigen, gibt es einen gesellschaftlichen Reflex. Anstatt den Anschuldigungen zunächst Glauben zu schenken, werden sofort Gründe und Motive bemüht, warum diese falsch sein könnten: Was, wenn der Sex einvernehmlich war, die Frau ihn am nächsten Tag aber bereut und deshalb eine Vergewaltigung daraus macht? Was, wenn die Frau von ihrem Partner betrogen oder verlassen wurde und ihm aus Rache eine Vergewaltigung anhängen will? Was, wenn sie einfach nur Aufmerksamkeit sucht?

Dass die Aussagen von Frauen so oft angezweifelt werden, liegt an einem wirkmächtigen Mythos, der die Falschbeschuldigung umgibt. Und den zu dekonstruieren überfällig ist.

Wer sich wissenschaftliche Studien und Artikel zum Thema Vergewaltigung und Strafverfolgung anschaut, merkt schnell, wie verzerrt die gesellschaftliche Wahrnehmung ist. Je nach Untersuchung, Land und politischer Weltsicht der Autoren variiert der Anteil der Falschbeschuldigungen an tatsächlich angezeigten Vergewaltigungen zwischen zwei und acht Prozent. Der Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe setzt den Anteil der Falschbeschuldigungen in Deutschland bei drei Prozent an und beruft sich auf eine europaweite Studie zur Strafverfolgung von Vergewaltigung.

...

Nun sorgen sich einige Männer aber vor allem über die nicht strafrechtlichen Folgen, die ein Vergewaltigungsvorwurf nach sich ziehen kann. Eine ruinierte Karriere. Ein zerstörtes Leben als sozialer Außenseiter. Dabei sind es vor allem die beschuldigenden Frauen, die unter ihren Aussagen leiden. Brett Kavanaugh erlebt gerade seine ersten Arbeitstage als neuer Richter des Supreme Courts und Christine Blasey Ford kann wegen unzähliger Todesdrohungen immer noch nicht nach Hause zurück.


...

Das alles heißt nicht, dass Falschbeschuldigung niemals vorkommen. Oder niemals gravierende Folgen für den fälschlicherweise Beschuldigten haben. Aber diese Fälle sind extrem selten. So selten, dass sie es nicht rechtfertigen, dass beinahe jede Frau, die mit dem Vorwurf der Vergewaltigung an die Öffentlichkeit geht, mit ihnen konfrontiert wird.

...

Darin liegt die Wirkmacht des Mythos der Falschbeschuldigung. Er leitet das Problem um - von der Kultur auf die Frau. Dieser Mythos degradiert Frauen zu unglaubwürdigen Hysterikerinnen. Er ist frauenfeindlich und vergiftet den Umgang der Geschlechter. Und er ist heute stärker denn je. Männer wie Trump, Kavanaugh und Ronaldo können sich auf ihn verlassen.


https://www.sueddeutsche.de/kultur/sexualisierte-gewalt-der-mythos-der-falschen-beschuldigung-1.4166540


Unschuldsvermutung Ade.

Der Autor müsste die Anzahl der Falschbeschuldigten bei Prominenten zugrunde legen. Denn um die geht es hier. Und diese Zahl ist wohl nicht so niedrig wie bei Max Mustermann. Alleine im deutschsprachigen Raum fallen mir Jörg Kachelmann, Karl Dall und Andreas Türck ein, die fälschlicherweise einer Vergewaltigung beschuldigt wurden.
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
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Beitrag(#2154255) Verfasst am: 12.10.2018, 17:01    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist ein Paradebeispiel für manipulative Sprache. Man weiss gar nicht, wo man da anfangen soll.
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vrolijke
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Beitrag(#2154256) Verfasst am: 12.10.2018, 17:09    Titel: Antworten mit Zitat

Grundsätzlich sollte jeden Fall für sich betrachtet werden. Verallgemeinerungen führen meistens zu nichts als Vorurteile.
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Beitrag(#2154259) Verfasst am: 12.10.2018, 17:33    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn es doch aber der heiligen Sache dient, dann soll es so sein. Deus io vult! Schamane in Aktion
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- Ludger Lütkehaus


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fwo
leider wieder manchmal da



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Beitrag(#2154262) Verfasst am: 12.10.2018, 17:41    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Grundsätzlich sollte jeden Fall für sich betrachtet werden. Verallgemeinerungen führen meistens zu nichts als Vorurteile.

Na und?

1. Es ist unmöglich, keine Vorurteile zu haben.
2. Es ist genauso unmöglich, die Welt ohne Verallgemeinerungen zu denken.

Wer nicht verallgemeinert, verhungert, weil er nicht einmal dazu kommt, sich seinen nächsten Bissen in den Mund zu stecken.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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zelig
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Beitrag(#2154267) Verfasst am: 12.10.2018, 18:25    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Das ist ein Paradebeispiel für manipulative Sprache. Man weiss gar nicht, wo man da anfangen soll.


Warum?
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Kramer
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Beiträge: 28736

Beitrag(#2154268) Verfasst am: 12.10.2018, 18:50    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Das ist ein Paradebeispiel für manipulative Sprache. Man weiss gar nicht, wo man da anfangen soll.


Warum?


Warum? Vielleicht wird es deutlich, wenn man den Text mit den gleichen rhetorischen Mitteln für die Gegenseite umformuliert:

Wenn Männer von Frauen der sexualisierten Gewalt beschuldigt werden, gibt es einen linksliberalen-feministischen Reflex. Anstatt sich mit dem Sachverhalt vertraut zu machen und die Beweislage zu prüfen, wird den Anschuldigungen sofort Glauben geschenkt.

Und nein, das ist nicht die bessere Variante, das ist der gleiche manipulative Ansatz, nur umgedreht.

Ich finde hier, hier werden eindeutig populistische Bedürfnisse befriedigt, z.B. die nach einer schnellen und einfachen Wahrheitsfindung. Das wird der komplexen Situation nicht gerecht. Anstatt einzuräumen, dass es beinahe unmöglich ist, sich anhand der Informationen, die man aus den Medien über solche Vorfälle erhält, wird dieser völlig blödsinnige sofortige Meinungsbildungszwang propagiert. Und wer zögert, weil er nicht genug Informationen hat - und daher natürlich auch Zweifel an den Anschuldigungen Raum geben muss - der wird umgehend in das Lager von Trump und Kavanaugh gesteckt.

Soweit ich informiert bin, ist Kavanaughs Schuld - ebenso wie seine Unschuld - nicht bewiesen. Klar ist nur eines: er passt für viele, die Trump und seine Politik ablehnen - also auch für mich -, gut ins Täterprofil. Das wäre doch sehr hilfreich, wenn man so einem erzreaktionären Trumpzögling was Übles nachweisen könnte. Das ist aber bisher nicht passiert.
_________________
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vrolijke
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Beitrag(#2154270) Verfasst am: 12.10.2018, 19:02    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Grundsätzlich sollte jeden Fall für sich betrachtet werden. Verallgemeinerungen führen meistens zu nichts als Vorurteile.

Na und?

1. Es ist unmöglich, keine Vorurteile zu haben.
2. Es ist genauso unmöglich, die Welt ohne Verallgemeinerungen zu denken.

Wer nicht verallgemeinert, verhungert, weil er nicht einmal dazu kommt, sich seinen nächsten Bissen in den Mund zu stecken.


So ist es!
Männer sind Schweine, und Neger schnackseln zu viel.
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
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Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

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fwo
leider wieder manchmal da



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Beitrag(#2154271) Verfasst am: 12.10.2018, 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Grundsätzlich sollte jeden Fall für sich betrachtet werden. Verallgemeinerungen führen meistens zu nichts als Vorurteile.

Na und?

1. Es ist unmöglich, keine Vorurteile zu haben.
2. Es ist genauso unmöglich, die Welt ohne Verallgemeinerungen zu denken.

Wer nicht verallgemeinert, verhungert, weil er nicht einmal dazu kommt, sich seinen nächsten Bissen in den Mund zu stecken.


So ist es!
Männer sind Schweine, und Neger schnackseln zu viel.

Genau so ist es.
Wenn Männer keine Schweine wären, wäre doch schließlich die feministische Politk völlig unnötig und wenn die Neger nicht zuviel schnackseln würden, hätte Afrika nicht so ein Bevölkerungswachstum wie es hat.

Vielleicht ahnst Du bei dieser Antwort, dass ein politisches Handeln ohne Verallgemeinerungen, wir sagen heute lieber statistische Untersuchungen dazu, gar nicht möglich wäre.

Auch eine Partei stellt mit ihrem Programm eine Verallgemeinerung der Absichten all ihrer Mitglieder dar. Nach Deiner Aussage lehnst Du Verallgemeinerungen ab und kannst eigentlich nur wählen, indem Du Dir jeden einzelnen zur Wahl stehenden Menschen genau ansiehst und dann erntscheidest. Wie schaffst Du das, wenn Du nebenher auch noch jedes Brötchen auf seine Essbarkeit untersuchen musst, weil Du die Verallgemeinerung, dass Brötchen mit ihrem Nährwert zur Lebenserhaltung beitragen können, ablehnst?
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beachbernie
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Beitrag(#2154283) Verfasst am: 12.10.2018, 20:07    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Wenn Frauen Männer der sexualisierten Gewalt beschuldigen, gibt es einen gesellschaftlichen Reflex. Anstatt den Anschuldigungen zunächst Glauben zu schenken, werden sofort Gründe und Motive bemüht, warum diese falsch sein könnten: Was, wenn der Sex einvernehmlich war, die Frau ihn am nächsten Tag aber bereut und deshalb eine Vergewaltigung daraus macht? Was, wenn die Frau von ihrem Partner betrogen oder verlassen wurde und ihm aus Rache eine Vergewaltigung anhängen will? Was, wenn sie einfach nur Aufmerksamkeit sucht?

Dass die Aussagen von Frauen so oft angezweifelt werden, liegt an einem wirkmächtigen Mythos, der die Falschbeschuldigung umgibt. Und den zu dekonstruieren überfällig ist.

Wer sich wissenschaftliche Studien und Artikel zum Thema Vergewaltigung und Strafverfolgung anschaut, merkt schnell, wie verzerrt die gesellschaftliche Wahrnehmung ist. Je nach Untersuchung, Land und politischer Weltsicht der Autoren variiert der Anteil der Falschbeschuldigungen an tatsächlich angezeigten Vergewaltigungen zwischen zwei und acht Prozent. Der Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe setzt den Anteil der Falschbeschuldigungen in Deutschland bei drei Prozent an und beruft sich auf eine europaweite Studie zur Strafverfolgung von Vergewaltigung.

...

Nun sorgen sich einige Männer aber vor allem über die nicht strafrechtlichen Folgen, die ein Vergewaltigungsvorwurf nach sich ziehen kann. Eine ruinierte Karriere. Ein zerstörtes Leben als sozialer Außenseiter. Dabei sind es vor allem die beschuldigenden Frauen, die unter ihren Aussagen leiden. Brett Kavanaugh erlebt gerade seine ersten Arbeitstage als neuer Richter des Supreme Courts und Christine Blasey Ford kann wegen unzähliger Todesdrohungen immer noch nicht nach Hause zurück.


...

Das alles heißt nicht, dass Falschbeschuldigung niemals vorkommen. Oder niemals gravierende Folgen für den fälschlicherweise Beschuldigten haben. Aber diese Fälle sind extrem selten. So selten, dass sie es nicht rechtfertigen, dass beinahe jede Frau, die mit dem Vorwurf der Vergewaltigung an die Öffentlichkeit geht, mit ihnen konfrontiert wird.

...

Darin liegt die Wirkmacht des Mythos der Falschbeschuldigung. Er leitet das Problem um - von der Kultur auf die Frau. Dieser Mythos degradiert Frauen zu unglaubwürdigen Hysterikerinnen. Er ist frauenfeindlich und vergiftet den Umgang der Geschlechter. Und er ist heute stärker denn je. Männer wie Trump, Kavanaugh und Ronaldo können sich auf ihn verlassen.


https://www.sueddeutsche.de/kultur/sexualisierte-gewalt-der-mythos-der-falschen-beschuldigung-1.4166540



Dabei ist alles ganz einfach:


Alle Anschuldigungen ernst nehmen?

Ja! Die gehoeren ernstgenommen und polizeilich untersucht und gegebenenfalls an die Gerichte weitergegeben.



Allen Anschuldigungen "zunaechst Glauben schenken"?


Dies wuerde bedeuten die Beschuldigten bis zum Beweis des Gegenteils "zunaechst" schuldig zu sprechen, so wie dies vom oft bemühten "Court of public opinion", den ich einen digitalen Lynchmob nenne, leider haeufig praktiziert wird. Und dies lehne ich ausdruecklich ab! Dies laeuft jedem Rechtsbegriff und jeder Gerechtigkeit zuwider! Vor allem, wenn "zunaechst" mal berufliche und soziale Existenz der Beschuldigten zerstört wird.
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2154285) Verfasst am: 12.10.2018, 20:18    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
...Je nach Untersuchung, Land und politischer Weltsicht der Autoren variiert der Anteil der Falschbeschuldigungen an tatsächlich angezeigten Vergewaltigungen zwischen zwei und acht Prozent. Der Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe setzt den Anteil der Falschbeschuldigungen in Deutschland bei drei Prozent an und beruft sich auf eine europaweite Studie zur Strafverfolgung von Vergewaltigung. ....




Zitat:
......Dass die vielen unterschiedlichen Zahlen, die durch das Internet und die Medien geistern, in den meisten Fällen nicht ernst genommen werden können, zeigt sich vor allem daran, wie diese Statistiken zustande kommen. Denn schaut man sich die Zahlen genauer an, wird schnell deutlich, dass die meisten Statistiken völlig ungeeignet sind, um eine verlässliche Aussage über die Zahl der Falschbeschuldigungen treffen zu können.

Dies zeigt sich beispielhaft an folgender Statistik: Wie eingangs erwähnt, spielt die Zahl 3% immer wieder eine große Rolle, wenn es um Falschbeschuldigungen geht. Diese Zahl geht auf eine Untersuchung zurück, die ihren Ursprung in England hat. Sie weist offensichtliche und schwerwiegende methodische Mängel auf ......


https://www.sexualstrafrecht.hamburg/falschbeschuldigung/falschbeschuldigung-statistik/
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