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Der Fall Oury Jalloh

 
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War der Feuer-Tod durch Eigen-Verschulden oder Fremd-Einwirkung verursacht?
Eigen-Verschulden
0%
 0%  [ 0 ]
Fremd-Einwirkung
83%
 83%  [ 5 ]
Ich bin Lokführer
16%
 16%  [ 1 ]
Stimmen insgesamt : 6

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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 2350

Beitrag(#2114401) Verfasst am: 17.11.2017, 11:51    Titel: Der Fall Oury Jalloh Antworten mit Zitat

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/oury-jalloh-warum-die-ermittler-zu-unterschiedlichen-ergebnissen-kommen-a-1178351.html schrieb:

Zitat:
7. Januar 2005 - Tod Oury Jallohs

Oury Jalloh kommt bei einem Brand in einer Zelle des Dessauer Polizeireviers ums Leben. Der Mann aus Sierra Leone war in Gewahrsam, weil ihm vorgeworfen wurde, mehrere Frauen belästigt zu haben. Außerdem sollte seine Identität geklärt werden. Da er sich heftig gewehrt hatte, wurde er an Händen und Füßen gefesselt.


Zitat:
"Der Fall muss weiter untersucht werden, politisch und juristisch", sagt Quade. In einem Statement ihrer Fraktion wirft sie der Landesregierung eine Informationspolitik vor, "die sich nur als Politik der gezielten Nichtinformation beschreiben lässt". Weiter heißt es: "Das stinkt zum Himmel und es reiht sich ein in eine lange Geschichte der Vertuschung, Nichtaufklärung und verunmöglichter Aufklärung."


Und das seit nunmehr 12 Jahren.
Für mich ein unerträglicher Vorgang.
_________________
72. Generalversammlung der Vereinten Nationen, Presse-Mitteilung
http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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Korra
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Anmeldungsdatum: 02.11.2017
Beiträge: 191

Beitrag(#2114405) Verfasst am: 17.11.2017, 12:35    Titel: Antworten mit Zitat

Kann mir kaum vorstellen, dass ein gefesselter Mann in der Lage sein könnte sich selbst anzuzünden. Auch glaub ich nicht das er ein Feierzeug in einer Zelle in einem Polizeirevier hat.
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 2350

Beitrag(#2114409) Verfasst am: 17.11.2017, 12:48    Titel: Antworten mit Zitat

Der Begriff Skandal reicht nicht mehr aus.
Man muss von einem partiellen Staats-Versagen sprechen.

http://www.sueddeutsche.de/politik/justizskandal-die-lange-liste-der-seltsamkeiten-im-fall-oury-jalloh-1.3752124 schrieb:
Zitat:
Die Rede muss sein von einer kriminellen Kaltschnäuzigkeit der Polizei, die den Flüchtling rechtswidrig, gekettet und gefesselt in der Zelle beließ und auf Brandalarm nicht reagierte. Die Rede muss sein von armseligen und vertuschenden Zeugenaussagen der Beamten. Die Rede muss sein von einer langen Liste der Seltsamkeiten, Wirrnisse und Widersprüchlichkeiten, die in x Gerichtsverhandlungen zu Tage traten. Die Rede muss sein von verschwundenen Beweisstücken.

Das trifft es schon ganz gut.
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 2350

Beitrag(#2114545) Verfasst am: 18.11.2017, 18:31    Titel: Antworten mit Zitat

Auch eine Tatort-Folge ist von dem Fall Oury Jalloh inspiriert:

http://www.ardmediathek.de/tv/Tatort/Verbrannt/Das-Erste/Video?bcastId=602916&documentId=47669318
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 2350

Beitrag(#2117166) Verfasst am: 07.12.2017, 18:00    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/oury-jalloh-was-ist-eigentlich-bei-der-polizei-in-dessau-los-a-1182155.html schrieb:
Zitat:

Bittmann mutmaßt in dem Vermerk, die 2005 zuständigen Beamten könnten den im Gesicht verletzten Jalloh bewusstlos in seiner Zelle entdeckt und realisiert haben, "dass schwere Verletzungen oder gar das Versterben eines weiteren Häftlings neuerliche Untersuchungen auslösen würden". Den Polizisten sei womöglich bewusst geworden, dass auch die Ermittlungen zu den anderen beiden Todesfälle neu aufgerollt hätten werden können.

Die Wahrheit muss jedem klar werden, der sich ein paar Stunden mit den Fakten beschäftigt.
Nur die Vertuschung und Verschleppung geht weiter, um die Täter zu schützen.
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Zoff
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Anmeldungsdatum: 24.08.2006
Beiträge: 21549

Beitrag(#2117198) Verfasst am: 07.12.2017, 22:29    Titel: Antworten mit Zitat

Korra hat folgendes geschrieben:
Kann mir kaum vorstellen, dass ein gefesselter Mann in der Lage sein könnte sich selbst anzuzünden. Auch glaub ich nicht das er ein Feierzeug in einer Zelle in einem Polizeirevier hat.


Vor allem ist schwer vorstellbar, wieso der dann auch mit Feuerzeug ohne Brandbeschleuniger verbrennen sollte, Menschen bestehen nun mal zum größten Teil aus Wasser und brennen daher eher schlecht.

@wolle: Aus so etwas eine Umfrage zu machen ist auch irgendwie Pillepalle
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wolle
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Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 2350

Beitrag(#2117244) Verfasst am: 08.12.2017, 13:14    Titel: Antworten mit Zitat

Zoff hat folgendes geschrieben:

Vor allem ist schwer vorstellbar, wieso der dann auch mit Feuerzeug ohne Brandbeschleuniger verbrennen sollte, Menschen bestehen nun mal zum größten Teil aus Wasser und brennen daher eher schlecht.

Zumal das Opfer ohnmächtig oder bereits tot war, als das Feuer ausbrach, die Matratze feuerfest ummantelt war und das Feuerzeug ohne DNA-Spuren von dem Opfer erst später aufgetaucht ist.
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zelig
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Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 23005

Beitrag(#2126917) Verfasst am: 05.03.2018, 23:43    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Der Mann ist Folker Bittmann, Behördenleiter der Staatsanwaltschaft Dessau, Sachsen-Anhalt. Über ein Jahrzehnt ging er davon aus, dass sich ein Schwarzafrikaner namens Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeistation selbst verbrannt hat. Nun hält er plötzlich für möglich, was kaum zu glauben ist: dass deutsche Polizisten auf einem deutschen Polizeirevier den verhafteten Oury Jalloh mit Brandbeschleuniger übergossen und angezündet haben könnten. Kein Selbstmord, sondern Mord.

Aber Bittmann spricht nicht mehr, ihm wurde das Verfahren entzogen – kurz nach Anfertigung eines Aktenvermerks, in dem er seinen Sinneswandel begründet. Bittmanns Vermerk – er liegt der ZEIT vor – steht für eine weitere spektakuläre Wendung im Fall des toten Oury Jalloh.



http://www.zeit.de/2018/10/oury-jalloh-dessau-zelle-tod-aufklaerung/komplettansicht
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schtonk
Korinthenliegenlasser
Moderator



Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 9860

Beitrag(#2126921) Verfasst am: 06.03.2018, 01:17    Titel: Antworten mit Zitat

Die Umstände des Todes von Jalloh stinken zum Himmel.
Die Polizei/Staatsanwaltschaft wird weiterhin alles tun, um ein Aufklärung zu verhindern.

Wie z.B. auch vor 10 Jahren in Hagen:
Zitat:
Todesfall bei Fesselung durch Polizei

In Hagen ist ein Mann bei einer Fesselung durch Polizeibeamte ums Leben gekommen. Wie die „Frankfurter Rundschau“ berichtet, starb bereits am 14. Mai 2007 ein 35-Jähriger, als er von Polizisten an Händen und Füßen und am Kinn fixiert wurde. Der Mann habe sich in einer Klinik geweigert, Medikamente einzunehmen, als herbeigerufene Beamte ihn gefesselt hätten.
Wie das Kinn festgebunden und damit die Atmung womöglich behindert worden sei, wollte die Staatsanwaltschaft nicht sagen. Man habe den Todesfall verschwiegen, berichtete die Zeitung.

https://www.nwzonline.de/panorama/todesfall-bei-fesselung-durch-polizei_a_3,1,81385454.html


Von dieser Riesensauerei ganz zu schweigen.
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Es ist schon alles gesagt worden. Nur noch nicht von allen. - Karl Valentin
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Tarvoc
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 34826
Wohnort: Bonn

Beitrag(#2126930) Verfasst am: 06.03.2018, 07:27    Titel: Antworten mit Zitat

Inzwischen reicht es auch nicht mehr aus, wenn die Täter zur Verantwortung gezogen werden. Jeder einzelne in diese Verschleierungen verstrickte Beamte und Jurist hat mindestens seines Postens enthoben zu werden, und zwar dauerhaft. Eigentlich wäre gegen alle diese Leute auch noch eine Anklage wegen Strafvereitelung angebracht. Kit dem Fall in Hagen kenne ich mich nicht aus, aber für den NSU-Fall gilt eigentlich das selbe.
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