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Das Jahr 1968 für die Bundesrepublik Deutschland
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Religionskritik-Wiesbaden
homo est creator Dei



Anmeldungsdatum: 04.11.2008
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Beitrag(#2128115) Verfasst am: 18.03.2018, 20:07    Titel: Stasi-Auftrag scheint ausgeschlossen Antworten mit Zitat

https://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/charlottenburg-wilmersdorf/karl-heinz-kurras-schuss-auf-benno-ohnesorg-stasi-auftrag-scheint-ausgeschlossen/11502652.html

Zitat:
Stasi-Auftrag scheint ausgeschlossen

Ein Mord im Auftrag der Stasi scheint ausgeschlossen, wenn man die möglichen Folgen für die DDR bedenkt. Tatsächlich war Kurras für die Stasi sofort nach dem Schuss auf Ohnesorg vollkommen nutzlos; die Zusammenarbeit endete abrupt. In den 42 Jahre später bekannt gewordenen Akten nannte die Stasi Kurras schon am 9. Juni 1967 den „Mörder Benno Ohnesorgs“.


und in anderer Quelle heißt es:
http://www.deutschlandfunk.de/der-tod-von-benno-ohnesorg-gruendungsmythos-der.724.de.html?dram:article_id=387737

Zitat:
Die DDR hatte kein Interesse an den Ausschreitungen und auch nicht am Tod eines Demonstranten. Ostberlin wollte schließlich selbst diplomatische Beziehungen mit dem Schah aufbauen. Eckard Michels:

"Am liebsten wäre es der DDR gewesen, dass der Schah-Besuch in West-Berlin vollkommen ruhig ohne Demonstrationen abgelaufen wäre. Weil die DDR immer Angst hatte, dass der Schah jegliche Proteste auf die Aktivitäten der iranischen Kommunisten oder sogar auf die DDR-Organe in West-Berlin zurückführen könnte und damit wäre natürlich die erhoffte Annäherung des Schahs an die DDR von vornherein unmöglich geworden."

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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
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Beitrag(#2128118) Verfasst am: 18.03.2018, 20:28    Titel: Re: Stasi-Auftrag scheint ausgeschlossen Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
https://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/charlottenburg-wilmersdorf/karl-heinz-kurras-schuss-auf-benno-ohnesorg-stasi-auftrag-scheint-ausgeschlossen/11502652.html

Zitat:
Stasi-Auftrag scheint ausgeschlossen

Ein Mord im Auftrag der Stasi scheint ausgeschlossen, wenn man die möglichen Folgen für die DDR bedenkt. Tatsächlich war Kurras für die Stasi sofort nach dem Schuss auf Ohnesorg vollkommen nutzlos; die Zusammenarbeit endete abrupt. In den 42 Jahre später bekannt gewordenen Akten nannte die Stasi Kurras schon am 9. Juni 1967 den „Mörder Benno Ohnesorgs“.


und in anderer Quelle heißt es:
http://www.deutschlandfunk.de/der-tod-von-benno-ohnesorg-gruendungsmythos-der.724.de.html?dram:article_id=387737

Zitat:
Die DDR hatte kein Interesse an den Ausschreitungen und auch nicht am Tod eines Demonstranten. Ostberlin wollte schließlich selbst diplomatische Beziehungen mit dem Schah aufbauen. Eckard Michels:

"Am liebsten wäre es der DDR gewesen, dass der Schah-Besuch in West-Berlin vollkommen ruhig ohne Demonstrationen abgelaufen wäre. Weil die DDR immer Angst hatte, dass der Schah jegliche Proteste auf die Aktivitäten der iranischen Kommunisten oder sogar auf die DDR-Organe in West-Berlin zurückführen könnte und damit wäre natürlich die erhoffte Annäherung des Schahs an die DDR von vornherein unmöglich geworden."

Ich bin zwar noch nicht restlos überzeugt, aber das sind doch gute Argumente dagegen.

Wenn damals ordentlich recherchiert geworden wäre, und nicht unter dem Motto: "Ein Vertreter eines staatlichen Organes kann doch kein Mörder sein", alles vertuscht worden wäre, wäre das Problem nicht entstanden.
Das durch solches Handeln, die Saat für sowas wie Baader-Meinhoff gelegt wurde, ist wohl kaum zu leugnen.
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
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worse
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Anmeldungsdatum: 26.03.2017
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Beitrag(#2128122) Verfasst am: 18.03.2018, 20:40    Titel: Re: Das Jahr 1968 für die Bundesrepublik Deutschland Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
worse hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:

Mit den Augen rollen
wo nehme ich denn bitte die Stasi in Schutz Frage

Dort wo Du ihre Gegner oder diejenigen, die ihre Sauereien aufdecken, bei recht eindeutiger Indizienlage aufgrund mangelnder red hand der VT bezichtigst?


So wie Vrolijke argumentiert hat, bleibt mir halt wenig anderes übrig.
Ansonsten nehme ich nirgends irgendwelche 'Sauereien der Stasi' in Schutz. Suche mal bitte ein paar Beispiele von mir, wenn Du welche findest.

worse hat folgendes geschrieben:

(...) noch für fragwürdiger halte als den ad-acta gelegten Stasi-Mord.

Es war also auch für Dich ein Stasi-Mord, Mit den Augen rollen
Dann steht es Dir frei,
mit Deinen wohl sicheren Beweisen den Nachweis zu erbringen.

Im Falle der Ermordung Ohnesorgs kommt mir das nun seit Über einem Jahrzehnt gespielte Stasistückchen wie eine willkommene Ablenkung von den nunmal nachweisbaren Verfahrensfragwürdigkeiten, die unmittelbar nach dem Schuss von Kurras auf den Studenten erfolgten.

Welches Motiv hast Du denn für den Mord, hm? Kurras war ein Agent Provocateur erster Güte, dafür, dass er zu weit gegangen ist, hat ihn die Stasi dann fallen lassen, ganz großes Kino. Von einem direkten Mordauftrag habe ich nichts geschrieben, wäre auch etwas schwer bei einem recht beliebigen Opfer. Und dass die DDR und ihre dreckige Riege mehr Angst vor den Demonstrationen im verhassten Westen hatte, wegen des Schahs Lachen , damit kannst Du vielleicht Leute vom Format eines vrolijke beeindrucken aber nicht mich.
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"Die Philosophen haben den Nihilismus immer nur überwunden, es kömmt darauf an, ihn zu vollenden."

- Ludger Lütkehaus


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vrolijke
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Beitrag(#2128124) Verfasst am: 18.03.2018, 20:47    Titel: Re: Das Jahr 1968 für die Bundesrepublik Deutschland Antworten mit Zitat

worse hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
worse hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:

Mit den Augen rollen
wo nehme ich denn bitte die Stasi in Schutz Frage

Dort wo Du ihre Gegner oder diejenigen, die ihre Sauereien aufdecken, bei recht eindeutiger Indizienlage aufgrund mangelnder red hand der VT bezichtigst?


So wie Vrolijke argumentiert hat, bleibt mir halt wenig anderes übrig.
Ansonsten nehme ich nirgends irgendwelche 'Sauereien der Stasi' in Schutz. Suche mal bitte ein paar Beispiele von mir, wenn Du welche findest.

worse hat folgendes geschrieben:

(...) noch für fragwürdiger halte als den ad-acta gelegten Stasi-Mord.

Es war also auch für Dich ein Stasi-Mord, Mit den Augen rollen
Dann steht es Dir frei,
mit Deinen wohl sicheren Beweisen den Nachweis zu erbringen.

Im Falle der Ermordung Ohnesorgs kommt mir das nun seit Über einem Jahrzehnt gespielte Stasistückchen wie eine willkommene Ablenkung von den nunmal nachweisbaren Verfahrensfragwürdigkeiten, die unmittelbar nach dem Schuss von Kurras auf den Studenten erfolgten.

Welches Motiv hast Du denn für den Mord, hm? Kurras war ein Agent Provocateur erster Güte, dafür, dass er zu weit gegangen ist, hat ihn die Stasi dann fallen lassen, ganz großes Kino. Von einem direkten Mordauftrag habe ich nichts geschrieben, wäre auch etwas schwer bei einem recht beliebigen Opfer. Und dass die DDR und ihre dreckige Riege mehr Angst vor den Demonstrationen im verhassten Westen hatte, wegen des Schahs Lachen , damit kannst Du vielleicht Leute vom Format eines vrolijke beeindrucken aber nicht mich.

Ein Motiv nachzuweisen ist noch etwas schwerer als einen Mord.
Kuras Lebenweise zeigt nun nicht gerade auf einen kalt kalkulierenden Mörder hin. Eher auf einen Menschen mit viel Probleme.
Für möglich halte ich es immer noch.
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schtonk
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Anmeldungsdatum: 17.12.2013
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Beitrag(#2128128) Verfasst am: 18.03.2018, 21:10    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
[...]
Eine sexuelle Revolution, eine tolle Sache? Fragt sich für wen?

[...]

Für alle. Daran ändern auch verklemmte Kommentare von Verkopften nix.


„Sozialistischer Bumszwang“ klingt aber nicht appetitlich. Eine Frau, die nicht mit jedem bumsen will, ist also verklemmt. Interessante Einstellung.

Addi, so gut solltest du mich kennen, dass du weißt, dass das nicht meiner Einstellung entspricht.
Das mit dem "verklemmten Kommentar" war meine sarkastische Entgegnung darauf, dass du so dankbar ein spontanes Schlagwort übernommen hast.

Frau v. Hodenberg hat meinen Respekt (sie hat bei Wehler promoviert!); soweit ich über sie lesen konnte, hat sie berechtigterweise ihren Finger in die Wunden der 68-er Bewegung gelegt, was das Geschlechterverhältnis anbelangt.

Nur: Sich auf auf den launischen Begriff „Sozialistischer Bumszwang“ zu kaprizieren halte ich für zu kurz gegriffen.

Es stimmt schon, dass auch in der Sponti- und Revoluzzerbewegung jener Jahre männerhafte Muster nicht einfach aufgelöst wurden.
Wie sollte das denn auch gehen? Veränderungen, die sich aus einer Bewegung ergeben, reiben sich leider ab an monolithischen Standards. Sie haben es schwer, sie verlieren an Substanz.
Einen "Schuldigen" dafür zu suchen halte ich für einen verkehrten Ansatz. Alle - Mann und Frau - waren Teil der Bewegung, die bis heute nicht zur Ruhe kommt.

Den Begriff "sexuelle Revolution" habe ich nie gemocht. Aber dass in jener Zeit eine Freizügigkeit einzog, von der beide Geschlechter profitierten, kann man wohl nicht bestreiten.
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Es ist schon alles gesagt worden. Nur noch nicht von allen. - Karl Valentin
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Samson83
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Anmeldungsdatum: 18.01.2013
Beiträge: 5323

Beitrag(#2128134) Verfasst am: 18.03.2018, 21:44    Titel: Antworten mit Zitat

Bezweifelt werden darf, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen dem gesamtgesellschaftlichen Liberalisierungsprozess und den allgemein als „68er“ bezeichneten linken Stidierendengruppen besteht .
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"Als User hier muss man in der Lage sein, sich auf Bewertung der Beiträge zu beschränken, und Beleidigungen der Person zu unterlassen!" Astarte
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Beiträge: 21549

Beitrag(#2128135) Verfasst am: 18.03.2018, 22:04    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.youtube.com/watch?v=p1iw2c9CS14

Lachen
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schtonk
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Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 9932

Beitrag(#2128138) Verfasst am: 18.03.2018, 22:19    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Bezweifelt werden darf, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen dem gesamtgesellschaftlichen Liberalisierungsprozess und den allgemein als „68er“ bezeichneten linken Stidierendengruppen besteht .

Klar, wenn man blind ist und zur Burschenschaft geht.
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
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Beitrag(#2128139) Verfasst am: 18.03.2018, 22:24    Titel: Antworten mit Zitat

Bin ich der einzige bekennender alt-68er hier? Verwundert
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schtonk
Korinthenliegenlasser
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Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 9932

Beitrag(#2128140) Verfasst am: 18.03.2018, 22:31    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Bin ich der einzige bekennender alt-68er hier? Verwundert

Mag vom Jahrgang her passen. Das wars dann aber auch.
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Religionskritik-Wiesbaden
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Anmeldungsdatum: 04.11.2008
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Beitrag(#2128144) Verfasst am: 18.03.2018, 23:04    Titel: Re: Stasi-Auftrag scheint ausgeschlossen Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
https://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/charlottenburg-wilmersdorf/karl-heinz-kurras-schuss-auf-benno-ohnesorg-stasi-auftrag-scheint-ausgeschlossen/11502652.html

Zitat:
Stasi-Auftrag scheint ausgeschlossen

Ein Mord im Auftrag der Stasi scheint ausgeschlossen, wenn man die möglichen Folgen für die DDR bedenkt. Tatsächlich war Kurras für die Stasi sofort nach dem Schuss auf Ohnesorg vollkommen nutzlos; die Zusammenarbeit endete abrupt. In den 42 Jahre später bekannt gewordenen Akten nannte die Stasi Kurras schon am 9. Juni 1967 den „Mörder Benno Ohnesorgs“.


und in anderer Quelle heißt es:
http://www.deutschlandfunk.de/der-tod-von-benno-ohnesorg-gruendungsmythos-der.724.de.html?dram:article_id=387737

Zitat:
Die DDR hatte kein Interesse an den Ausschreitungen und auch nicht am Tod eines Demonstranten. Ostberlin wollte schließlich selbst diplomatische Beziehungen mit dem Schah aufbauen. Eckard Michels:

"Am liebsten wäre es der DDR gewesen, dass der Schah-Besuch in West-Berlin vollkommen ruhig ohne Demonstrationen abgelaufen wäre. Weil die DDR immer Angst hatte, dass der Schah jegliche Proteste auf die Aktivitäten der iranischen Kommunisten oder sogar auf die DDR-Organe in West-Berlin zurückführen könnte und damit wäre natürlich die erhoffte Annäherung des Schahs an die DDR von vornherein unmöglich geworden."

Ich bin zwar noch nicht restlos überzeugt, aber das sind doch gute Argumente dagegen.

Wenn damals ordentlich recherchiert geworden wäre, und nicht unter dem Motto: "Ein Vertreter eines staatlichen Organes kann doch kein Mörder sein", alles vertuscht worden wäre, wäre das Problem nicht entstanden.
Das durch solches Handeln, die Saat für sowas wie Baader-Meinhoff gelegt wurde, ist wohl kaum zu leugnen.


dazu noch dies,
das ich keinen bekannten Historiker der Zeitgeschichte kenne,
der von einem Stasiauftragsmord im Falle Kurras - Ohnesorg ausgeht.

Und wenn aus Kreisen des Journalismus etwas relevantes zur Zeitgeschichte veröffentlicht wird, dann wird es auch von Historikern oder Politikwissenschaftlern gegengelesen.

Hier als Beispiel mal eine Rezension zu dem Buch "Die Stasi und der Westen" von Kellerhof, veröffentlicht auf der Plattform H-Soz-Kult, Autor ist Armin Wagner:
https://www.hsozkult.de/searching/id/rezbuecher-14687?title=s-kellerhoff-die-stasi-und-der-westen&q=Kurras&sort=&fq=&total=8&recno=6&subType=reb

Zitat:
In „Der Schuss“ rekonstruiert er zunächst die Ereignisse des 2. Juni 1967 in West-Berlin und geht dabei mit der West-Berliner Polizei kritisch ins Gericht. Über die Straßenschlacht an der Berliner Oper, die dem Tod von Ohnesorg vorausging, hält er fest: „Vieles spricht dafür, dass die Polizeiführung sie billigend in Kauf genommen hatte“ (S. 70). Aber Kurras` Schuss war nicht Teil einer bewusst geplanten staatlichen Eskalationsstrategie und auch kein Auftragsmord der Stasi, wie nach Bekanntwerden der IM-Tätigkeit des Polizisten im Frühjahr 2009 kurz spekuliert worden war, sondern die fatale Fehlreaktion eines einzelnen Beamten. Die Justiz hat anschließend nicht versagt. Einem großen Ermittlungsaufwand folgte eine schnelle Anklageerhebung. Doch konnte die Notwehr-Behauptung von Kurras schlicht nicht widerlegt werden. Unerwartet tauchte eine Augenzeugin auf, die Ehefrau eines anderen Polizisten, die seine Angaben bestätigte, auch wenn das Gericht daran – wohl berechtigt – zweifelte. Neben der Staatsanwaltschaft ermittelte auch der Allgemeine Studentenausschuss (mit der sogenannten Mahler-Kommission), außerdem ein Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Immerhin mussten infolge dessen Tätigkeit der Regierende Bürgermeister Heinrich Albertz und Innensenator Wolfgang Büsch zurücktreten, Polizeipräsident Erich Duensing wurde in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. Kellerhoff konnte für dieses Kapitel die Unterlagen des Ausschusses ebenso auswerten wie jene des Büros Mahler, die heute im Hamburger Institut für Sozialforschung liegen.


und:
Zitat:
(...)Die auch von Kellerhoff gestützte These von der durch SED und MfS „unterwanderten Republik“, die vor einem Jahrzehnt schon Hubertus Knabe vermarktet hat [2], ist trotz Kurras und Konsorten nicht haltbar, was die Gesamtbilanz betrifft. Die Stasi hatte zwar – mit Jens Gieseke – „Bonn im Blick“, aber letztendlich nicht „im Griff“, denn: „Gerade die pluralen und komplexen Entscheidungsprozesse demokratischer Zivilgesellschaften waren durch die covert action fünfter Kolonnen nicht nachhaltig beeinflussbar“


mehr habe ich jetzt nicht zitiert - also ganz lesen,
sollten noch Fragen bestehen.

Ansonsten ist die Lage in der 'Literatur' recht eindeutig.
Was die Leute nebenher noch für möglich halten und glauben - ist ja ihr gutes Recht,
ernst nehmen tut man das halt dann nicht.

Aber vielleicht schreibt ja mal irgendjemand das Tagebuch von Kurras,
und der Stern druckt es dann - dann findet diese These vom Stasimord reichlich Anhänger.
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AdvocatusDiaboli
erstbeste Hoffnung der Menschheit



Anmeldungsdatum: 12.08.2003
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Beitrag(#2128146) Verfasst am: 18.03.2018, 23:27    Titel: Antworten mit Zitat

schtonk hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
[...]
Eine sexuelle Revolution, eine tolle Sache? Fragt sich für wen?

[...]

Für alle. Daran ändern auch verklemmte Kommentare von Verkopften nix.


„Sozialistischer Bumszwang“ klingt aber nicht appetitlich. Eine Frau, die nicht mit jedem bumsen will, ist also verklemmt. Interessante Einstellung.

Addi, so gut solltest du mich kennen, dass du weißt, dass das nicht meiner Einstellung entspricht.
Das mit dem "verklemmten Kommentar" war meine sarkastische Entgegnung darauf, dass du so dankbar ein spontanes Schlagwort übernommen hast.

Frau v. Hodenberg hat meinen Respekt (sie hat bei Wehler promoviert!); soweit ich über sie lesen konnte, hat sie berechtigterweise ihren Finger in die Wunden der 68-er Bewegung gelegt, was das Geschlechterverhältnis anbelangt.

Nur: Sich auf auf den launischen Begriff „Sozialistischer Bumszwang“ zu kaprizieren halte ich für zu kurz gegriffen.

Es stimmt schon, dass auch in der Sponti- und Revoluzzerbewegung jener Jahre männerhafte Muster nicht einfach aufgelöst wurden.
Wie sollte das denn auch gehen? Veränderungen, die sich aus einer Bewegung ergeben, reiben sich leider ab an monolithischen Standards. Sie haben es schwer, sie verlieren an Substanz.
Einen "Schuldigen" dafür zu suchen halte ich für einen verkehrten Ansatz. Alle - Mann und Frau - waren Teil der Bewegung, die bis heute nicht zur Ruhe kommt.

Den Begriff "sexuelle Revolution" habe ich nie gemocht. Aber dass in jener Zeit eine Freizügigkeit einzog, von der beide Geschlechter profitierten, kann man wohl nicht bestreiten.


Wollte ich auch gar nicht. Ich sagte ja, die Befreiung der Frauen nahm dort ihren Anfang (nur glaube ich nicht, dass diese schon zu Ende ist, von der Befreiung des Mannes ganz zu schweigen, die ja dort auch anfing, aber jetzt nur noch obskur in rechten Kreisen behandelt wird.)

Natürlich sehe ich die Zeit der 68er nicht nur sexuell, sondern auch gesellschaftlich und politisch als Fortschritt. Ich hätte gern in dieser Zeit gelebt. Ich wollte auch keinen generelle Kritik an freier Liebe äußern, indem ich dieses Schlagwort aufgriff. Wer die 68er grundsätzlich kritisiert, will das Rad der Geschichte zurückdrehen. Ich finde es schade, dass die Energie dieser Zeit verpufft ist. Auch wenn da viele Mythen mitschwingen und man auch vorsichtig sein muss, bei manchen Themen wie Pädophilie. Ich hab in den drögen 80ern unter Kohl aufwachsen müssen. Dennoch habe ich auch von den 68ern profitiert, da viele Freiheiten nicht ohne die 68er möglich gewesen wären. Wir müssen dieser Generation ewig dankbar sein, deren Impulse wirken heute noch fort. Die Generation Kohl und Generation Merkel wird man in jeweils 50 Jahren nicht mehr positiv erinnern. zwinkern
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Was dem Ockham sein Rasiermesser, ist dem Addi sein Hackebeil.
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schtonk
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Beitrag(#2128148) Verfasst am: 18.03.2018, 23:30    Titel: Antworten mit Zitat

D'accord, Addi.
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AdvocatusDiaboli
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Anmeldungsdatum: 12.08.2003
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Beitrag(#2128149) Verfasst am: 18.03.2018, 23:30    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Bin ich der einzige bekennender alt-68er hier? Verwundert


Ich bin bekennender Neu-68er. Was hast du damals für die Sache getan, außer gepimpert bis das Establishment kotzte? zwinkern
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vrolijke
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Beitrag(#2128151) Verfasst am: 18.03.2018, 23:38    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Bin ich der einzige bekennender alt-68er hier? Verwundert


Ich bin bekennender Neu-68er. Was hast du damals für die Sache getan, außer gepimpert bis das Establishment kotzte? zwinkern

Ich bin eher ein sexueller Spätstarter gewesen. Eine der erste Male gebummst, schon "mußte" ich heiraten. Das war in November 1968.
Die Pille hatte sich noch nicht bis zu uns durchgefunden. So eine verklemmte Mentalität kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.
Dann haben wir angefangen uns selbst zu befreien. Schöner Zeit. Die davor möchte ich nicht nochmals miterleben. Bitte nicht!
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vrolijke
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Beitrag(#2128156) Verfasst am: 19.03.2018, 00:07    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Bin ich der einzige bekennender alt-68er hier? Verwundert


Ich bin bekennender Neu-68er. Was hast du damals für die Sache getan, außer gepimpert bis das Establishment kotzte? zwinkern

Ich bin eher ein sexueller Spätstarter gewesen. Eine der erste Male gebummst, schon "mußte" ich heiraten. Das war in November 1968.
Die Pille hatte sich noch nicht bis zu uns durchgefunden. So eine verklemmte Mentalität kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.
Dann haben wir angefangen uns selbst zu befreien. Schöner Zeit. Die davor möchte ich nicht nochmals miterleben. Bitte nicht!

Und nachdem wir dann gemerkt haben, dass es sich sehr viel schöner leben läßt ohne Konventionen, wollte meine Frau das ohne mich machen.
kann jemand sich vorstellen, wie am Boden zerstört ich war?
Das habe ich mir bis dahin nicht vorstellen können. *heul*
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Zuletzt bearbeitet von vrolijke am 19.03.2018, 00:10, insgesamt einmal bearbeitet
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Beitrag(#2128157) Verfasst am: 19.03.2018, 00:09    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
(...) Ich hab in den drögen 80ern unter Kohl aufwachsen müssen. Dennoch habe ich auch von den 68ern profitiert, da viele Freiheiten nicht ohne die 68er möglich gewesen wären. Wir müssen dieser Generation ewig dankbar sein, deren Impulse wirken heute noch fort. Die Generation Kohl und Generation Merkel wird man in jeweils 50 Jahren nicht mehr positiv erinnern. zwinkern

Das Leiden an Kohl teile ich,
und an Merkel auch.

Aber hast Du da nicht den Herrn Schröder vergessen und seine SPD-Grün Regierung. Die Regierung von Hartz IV., die Regierung, die den Spitzensteuersatz für die Besserverdienenden senkte - und zwar um mehr als 10%, und das Zwangsregime der Wehrpflicht blieb ja beinahe schon 'natürlich' unter Schröder und Co. bestehen.
Man kann sagen - mit Schröder kamen die Alt-68er an die Macht - vorher waren es ja die Generation Flakhelfer (Kohl, Genscher, etc.).

Was davon kommt in Deiner Dankesrede denn vor, skeptisch

Ich bin glüchklich nicht in den miefigen Zeiten der 50er und 60er Jahre gelebt zu haben,
glücklich über all die Freiheiten in Musik und Kunst die wir haben,
glücklich dafür, das ich vom Lehrer nicht mehr geschlagen wurde - sondern nur noch Schlüssel gegen den Körper geworfen bekam,
glücklich über die Wiedervereinigung, welche der miefigen End-80er einen guten Kick gab.

Aber dankbar einer Generation, puh,
da tue ich mir schwer - als Lehrer standen sie mir oft im Weg,
und Meinungstotalitär erlebte ich sie auch all zu oft.

Und als Generation HIV ist uns das mit der sexuellen Befreiung schon aus anderen Gründen 'madig' geworden - ist halt so. Kleiner Tipp - die enthemmten 70er wurden im Film Sommer of Sam ganz gut eingefangen. Für die Ende 80er gab es das so nicht mehr. Lediglich im Technorausch,
aber wenn einem diese Musik nicht zusagte, ja dann, ....
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Beitrag(#2128163) Verfasst am: 19.03.2018, 03:13    Titel: Re: Das Jahr 1968 für die Bundesrepublik Deutschland Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
[...]
... Neoliberalismus ... (Der Griff ins GroKlo.)

*Das System* ... Die Genossen ... faschistische Reserve, ... Rechtsruck, ...
Einfach klasse, so viel Fortschritt durch 68! bravo

Das übliche Agitationsvokabular von dir - Flugblattgeschwätz ohne Ende. Dass dir das nicht langsam selber peinlich wird Sehr glücklich


Ich fragte dich ja mal vor langer Zeit, wie du dir eine politische Alternative vorstellst:

schtonk hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:

[...]

(...)Und wer wäre demnach dem - deinen Ausführungen gemäß - unbrauchbaren Parteienspektrum hinzuzufügen?


Tja, vielleicht müsste eine solche Partei erst aufgebaut werden. Dabei könnten bestimmte Teile der LINKEN durchaus mitwirken.

Es gibt durchaus Traditionen, an die man anknüpfen kann, aber im Wesentlichen müsste es etwas Neues sein.

fett v. mir

Das marx21-Netzwerk soll sich also aus der Partei die Linke herauslösen und mit anderen unter Wahrung der ML-Tradition, kombiniert mit 'etwas Neuem', eine neue, nicht-reformistische Partei aufbauen?
Hast du auch schon einen Namensvorschlag?


schtonk hat folgendes geschrieben:
...
@Skeptiker, an einer Antwort von dir bin ich sehr interessiert.


schtonk hat folgendes geschrieben:
..Ich warte immer noch. ..


Skeptiker hat folgendes geschrieben:

...Aha.


Mehr als aufgeblasenes Ochsenfroschrepertoire hast du einfach nicht zu bieten.
Null konkrete selbst ausgearbeitete politische Alternative, nur multiple Agitations-Sklerose.
Mann, bist du langweilig in deinem episch wiederholten Gelaber!! Purer Uwebusionsmus Sehr glücklich

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
...all die Buchklappenmarxisten...

Von denen du seit jeher Leuchtturmfunktion übernommen hast.
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Es ist schon alles gesagt worden. Nur noch nicht von allen. - Karl Valentin
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



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Beitrag(#2128168) Verfasst am: 19.03.2018, 03:54    Titel: Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Die eigentliche Romantisierung und Verklärung findet von den Alt-68ern selber statt.

Eine kritische Betrachtung kommt - mit Außnahme von Aly, nicht vor bei diesen.

Insofern liegt es an den Nachgeborenen Behauptungen dieser Generation zu hinterfragen und gegebenenfalls zurecht zu rücken.

Alleine schon der Kult um Willy Brandt reizt zur Gegenstimme.

Den entscheidenden Impuls zur Demokratiesierung lieferte das sich in den 60er Jahren radikal veränderte Bildungssystem,
wie zum Beispiel das Berufsbildungsgesetz (1969) als einer der Grundsteine für das duale Ausbildungssystem. Aber auch hier war das ein evolutionärer Prozess aus vielen Steinen, die bereits in den 50er und 60ern zu finden sind - und nicht auf die 68er zurückzuführen sind.

Und natürlich,
eine größere Flut an Medienprodukten (Pressefreiheit). Diese wurde vor allem verteidigt 1962 in der Spiegelaffäre. Also wiederum deutlich vor 68'.

Und da auch die Auseinandersetzung mit dem Dritten Reich deutlich vor 68' angefangen hat,
auch wenn dass die 68er gerne anders erinnern,
was bleibt denn dann noch übrig.

Am Ende vielleicht auch nicht mehr als das Sommermärchen 2006 für die 2 Genernation nach 68, zwinkern


Die "eigentliche Romantisierung und Verklärung" findet dort statt, wo Du solche zweifelhaften Gestalten wie den korrupten Provinzbonzen Helmut Kohl schonluegst.
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Religionskritik-Wiesbaden
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Beitrag(#2128170) Verfasst am: 19.03.2018, 07:32    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
(...)


Die "eigentliche Romantisierung und Verklärung" findet dort statt, wo Du solche zweifelhaften Gestalten wie den korrupten Provinzbonzen Helmut Kohl schonluegst.


Ja wirklich,
dann liefere doch mal Negativbeispiele für H. Kohl für den Zeitraum - sagen wir mal 65-75.

Bisher nämlich behauptest oder unterstellst Du nur - siehe Deine Antwort auf meinen Götz Aly Post.

Also, ich warte Ungeduldiges Händetrommeln...
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DonMartin
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Beitrag(#2128173) Verfasst am: 19.03.2018, 09:34    Titel: Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:

Und als Generation HIV ist uns das mit der sexuellen Befreiung schon aus anderen Gründen 'madig' geworden - ist halt so.

Der Begriff Kuppeleiparagraph sagt Dir was?
Ich meine, sexuelle Befreiung war mehr als nur "wer zweimal mit derselben pennt ..."
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Samson83
Gegenaufgeklärt



Anmeldungsdatum: 18.01.2013
Beiträge: 5323

Beitrag(#2128174) Verfasst am: 19.03.2018, 09:37    Titel: Antworten mit Zitat

schtonk hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Bezweifelt werden darf, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen dem gesamtgesellschaftlichen Liberalisierungsprozess und den allgemein als „68er“ bezeichneten linken Stidierendengruppen besteht .

Klar, wenn man blind ist und zur Burschenschaft geht.
was haben die Mao und Ho Fans denn konkret zu demokratisierung und Emanzipation beigetragen?
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Skeptiker
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Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2128182) Verfasst am: 19.03.2018, 10:50    Titel: Lügenfahrpläne Antworten mit Zitat

schtonk hat folgendes geschrieben:
..Ich warte immer noch. ..


Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Also, ich warte Ungeduldiges Händetrommeln...


Es ist immer wieder auffällig, dass wir trotz der 68er Bewegung immer noch eine Gesellschaft von Wartenden sind. Einige warten auf die große Antwort, andere warten auf den uwebus, der nicht kommt und stehen sich die Füße platt an der Haltestelle, wo niemand sie abholt.

Neben der *Lügenpresse* schlagen wir uns mit Lügenfahrplänen herum, wo doch ganz klar steht: Der Bus kommt. Vielleicht kommt der Bus auch erst im Jenseits.

Man muss halt nur dran glauben, dass etwas kommt, etwas Großes, vielleicht etwas Kleines, Hauptsache, es passiert was, in dieser drögen Langeweile, wo wir alle nur warten, warten, warten - und fragen, fragen, fragen.

Unsere letzte Hoffnung sind andere Passanten, die zufällig zur Haltestelle kommen und die wir fragen können, wann denn der nächste Bus kommt und uns ans Ziel bringt!

Doch immer wieder erleben wir, wie auch diese Passanten sich abwenden, so wie Leute, die mit ihrem Lachen allein sein wollen. Cool
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"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#2128183) Verfasst am: 19.03.2018, 11:04    Titel: Re: Lügenfahrpläne Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
..Ich warte immer noch. ..


Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Also, ich warte Ungeduldiges Händetrommeln...


Es ist immer wieder auffällig, dass wir trotz der 68er Bewegung immer noch eine Gesellschaft von Wartenden sind. Einige warten auf die große Antwort, andere warten auf den uwebus, der nicht kommt und stehen sich die Füße platt an der Haltestelle, wo niemand sie abholt.

Neben der *Lügenpresse* schlagen wir uns mit Lügenfahrplänen herum, wo doch ganz klar steht: Der Bus kommt. Vielleicht kommt der Bus auch erst im Jenseits.

Man muss halt nur dran glauben, dass etwas kommt, etwas Großes, vielleicht etwas Kleines, Hauptsache, es passiert was, in dieser drögen Langeweile, wo wir alle nur warten, warten, warten - und fragen, fragen, fragen.

Unsere letzte Hoffnung sind andere Passanten, die zufällig zur Haltestelle kommen und die wir fragen können, wann denn der nächste Bus kommt und uns ans Ziel bringt!

Doch immer wieder erleben wir, wie auch diese Passanten sich abwenden, so wie Leute, die mit ihrem Lachen allein sein wollen. Cool


Er windet sich mit schlauen Worten. Die Antwort eines kleinbürgerlichen Sozialismusverwalters, der auf einem sicheren Posten hockt und darauf wartet, dass der Revolutionszug ihn im Jenseits abholt.
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Grey
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Beitrag(#2128194) Verfasst am: 19.03.2018, 11:50    Titel: Re: Lügenfahrpläne Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Unsere letzte Hoffnung sind andere Passanten, die zufällig zur Haltestelle kommen und die wir fragen können, wann denn der nächste Bus kommt und uns ans Ziel bringt!


Ich empfehle den Fahrplan zu lesen.
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abbahallo
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Beitrag(#2128195) Verfasst am: 19.03.2018, 11:55    Titel: Antworten mit Zitat

Im Ruhrgebiet sind die meisten Fahrpläne unlesbar zerdeppert, sowohl sachlich als auch metaphorisch.
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Grey
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Beitrag(#2128201) Verfasst am: 19.03.2018, 13:23    Titel: Antworten mit Zitat

abbahallo hat folgendes geschrieben:
Im Ruhrgebiet sind die meisten Fahrpläne unlesbar zerdeppert, sowohl sachlich als auch metaphorisch.


Das ist schlecht. Gibt´s die nicht auf dem Smartphone? Aber sind ja eh´ nur Lügenfahrpläne, die braucht man gar nicht erst zu lesen.
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Grey
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Beitrag(#2128202) Verfasst am: 19.03.2018, 13:26    Titel: Re: Lügenfahrpläne Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
..Ich warte immer noch. ..


Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Also, ich warte Ungeduldiges Händetrommeln...


Es ist immer wieder auffällig, dass wir trotz der 68er Bewegung immer noch eine Gesellschaft von Wartenden sind. Einige warten auf die große Antwort, andere warten auf den uwebus, der nicht kommt und stehen sich die Füße platt an der Haltestelle, wo niemand sie abholt.

Neben der *Lügenpresse* schlagen wir uns mit Lügenfahrplänen herum, wo doch ganz klar steht: Der Bus kommt. Vielleicht kommt der Bus auch erst im Jenseits.

Man muss halt nur dran glauben, dass etwas kommt, etwas Großes, vielleicht etwas Kleines, Hauptsache, es passiert was, in dieser drögen Langeweile, wo wir alle nur warten, warten, warten - und fragen, fragen, fragen.

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Doch immer wieder erleben wir, wie auch diese Passanten sich abwenden, so wie Leute, die mit ihrem Lachen allein sein wollen. Cool


Er windet sich mit schlauen Worten. Die Antwort eines kleinbürgerlichen Sozialismusverwalters, der auf einem sicheren Posten hockt und darauf wartet, dass der Revolutionszug ihn im Jenseits abholt.


Die REVOLUTION muss erst im Freigeisterhaus entfacht werden, vorher geht da nix. Sehr glücklich
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Skeptiker
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Beitrag(#2128246) Verfasst am: 19.03.2018, 20:03    Titel: Re: Lügenfahrpläne Antworten mit Zitat

Grey hat folgendes geschrieben:
Die REVOLUTION muss erst im Freigeisterhaus entfacht werden, vorher geht da nix. Sehr glücklich


Na ja, mit SPD-Anhängern und taz-Lesern ist Revolution nicht zu machen.

Aber im Netz gibt es schon auch andere Seiten:
http://marx200.org/revolution-im-netz

So was war im Großteil der 68er Bewegung aber eher symbolisch vorhanden. Aus der Sicht der Herrschenden war das eine temporär gewährte lange Leine, später hat man die Zügel wieder angezogen - unter maßgeblicher Beteiligung zahlreicher 68er selbst.

Heute werden kritische politische Diskussionen im Netz immer stärker zensiert und/oder mit rechten Standpunkten vermischt und damit diffamiert - in den sozialen Medien sehr stark, aber auch auf Google und Youtube. An der Verschärfung entsprechender Gesetze wird gefeilt.
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Beitrag(#2128253) Verfasst am: 19.03.2018, 20:22    Titel: Re: Lügenfahrpläne Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:
..Ich warte immer noch. ..


Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Also, ich warte Ungeduldiges Händetrommeln...


Es ist immer wieder auffällig, dass wir trotz der 68er Bewegung immer noch eine Gesellschaft von Wartenden sind. Einige warten auf die große Antwort, andere warten auf den uwebus, der nicht kommt und stehen sich die Füße platt an der Haltestelle, wo niemand sie abholt.

Neben der *Lügenpresse* schlagen wir uns mit Lügenfahrplänen herum, wo doch ganz klar steht: Der Bus kommt. Vielleicht kommt der Bus auch erst im Jenseits.

Man muss halt nur dran glauben, dass etwas kommt, etwas Großes, vielleicht etwas Kleines, Hauptsache, es passiert was, in dieser drögen Langeweile, wo wir alle nur warten, warten, warten - und fragen, fragen, fragen.

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....sagt der Halbzeitpausenrevoluzzer, der darauf wartet, dass der Schiedsrichter endlich pfeift, damit er wieder eine Viertelstunde lang so richtig nach Herzenslust revoluzzen kann. zwinkern
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