Freigeisterhaus Foren-Übersicht www.artikeldrei.de
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   NutzungsbedingungenNutzungsbedingungen   BenutzergruppenBenutzergruppen   LinksLinks   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   KarteKarte   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Transsexuelle (Transfrauen/-männer)
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3 ... 22, 23, 24 ... 34, 35, 36  Weiter
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen   Drucker freundliche Ansicht    Freigeisterhaus Foren-Übersicht -> Kultur und Gesellschaft
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Bravopunk
Unvollender



Anmeldungsdatum: 08.03.2008
Beiträge: 26718
Wohnort: Edo

Beitrag(#2166323) Verfasst am: 09.02.2019, 08:32    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Eine Gesellschaft sucht sich das ja nicht willkürlich aus, was sie als was anerkennt und was nicht.

Nein, Gesellschaften entwickeln sich - wie so ziemlich alles andere auch - entlang gegebener Selektionsfaktoren. Es gibt aber keinen Grund dafür, warum die psychologische Realität der Existenz von Transgender-Personen - die du ja zugibst - kein solcher Faktor sein können sollte. Die moderne westliche Gesellschaft ist ja auch nicht die erste oder einzige, die mehr als zwei Geschlechterrollen vorsieht. Wie gesagt geht es hier ja nicht darum, dass irgendjemand biologische Tatsachen leugnen würde oder sowas.


Das ist richtig. Es gibt keinen vernunftbasierten Grund, weshalb die Existenz von Transgender-Personen kein Faktor bei der Formung gesellschaftlicher Geschlechternormen sein sollte. Es gibt allerdings Erfahrungsgründe, die dem im Weg stehen. Meine Behauptung, auch aus meiner vorherigen Gehirnexegese, war ja u. a. dass die Wahrnehmung eigener Erfahrung, also das, was ein jeder mit seinen Sinnen direkt erfahren kann und nicht nur als Standpunkt anderer über deren eigene Erfahrungswerte erzählt bekommt, den wichtigsten Teil bei der individuellen Erfassung und dem Verständnis solcher Normen einnimmt. Soll heißen: Man steckt ja nicht drin in dem Transmenschen, wenn man selber keiner ist. Und u. U. sieht man es ihm nichtmal an. Und wenn er einem erzählt, wie er sich fühlt und warum er als ein Geschlecht anerkannt werden möchte, als das er nicht geboren wurde, kann man ihm höchstens dies glauben, es aber eben niemals nachfühlen.

Das ist wie diese Aussage über die Erfahrungen unter Rassismus leidender Schwarzer. Das kann man als Weißer ja auch nur glauben oder eben nicht, aber selber erleben kann man es nicht oder zumindest nicht in derselben Art und Weise (denn natürlich gibt es auch gegen Weiße gerichteten Rassismus... nur damit hier keiner kommt und meint ich würde das leugnen wollen). Aber das nur als Verdeutlichung der Schwierigkeit unterschiedlicher Lebenserfahrungen, wenn es darum geht daraus eine gemeinsame Basis für die Definition von Geschlechtsbildern zu gewinnen. Will hier auf keinen Fall eine Rassismus-Debatte anstoßen. War nur ein Beispiel das mir spontan in den Sinn kam.

Solche gesellschaftlichen Normen bilden sich, denke ich, immer auf der Basis des größten gemeinsamen Nenners. Man verständigt sich auf das, was niemand oder fast niemand leugnen kann, weil es offensichtlich ist. Das zwischen Männern und Frauen Unterschiede bestehen ist eindeutig und unmissverständlich und basiert nicht auf individuellen Erfahrungen. Das jemand sich mit dem angeborenen Geschlecht nicht identifizieren kann, sich darin ganz und gar falsch fühlt, ist hingegen ein Erlebnis, das nur in ihm drin existiert und höchstens in die Welt hineinkommuniziert werden kann. Ob andere Gesellschaftsteilnehmer das dann als triftig genug anerkennen, um diese Person daraufhin so zu akzeptieren und zu sehen, wie diese es will, hängt ganz davon ab wie die jeweiligen Parameter für diese Akzeptanz aussehen. Und ich meine eben, dass bei den meisten, vielleicht sogar allen Menschen, da optische Gesichtspunkte, Dinge die man also sofort und ohne Umschweife erkennen kann, die härtere Beweiskraft dafür haben, was als was angesehen wird und was nicht. Weil eben das Hirn unsere Umgebung zuerst nach den Maßstäben kategorisiert, die es sofort erfassen kann und erst in zweiter Linie nach dem, was es aus dem Gedächtnis rekonstruiert.

Wenn man in einen Raum kommt in dem zwei Stühle und ein Tisch stehen, braucht das Hirn nur den Bruchteil einer Sekunde um diese Gegenstände als das zu erkennen, was sie sind. Wenn nur einer der beiden Stühle frei ist, braucht es nur einen weiteren Bruchteil einer Sekunde, um zu erkennen, das der andere nicht frei ist, welches Geschlecht die Person hat, die darauf sitzt und sogar ob es diese Person bereits kennt oder nicht. All das passiert so schnell und eindeutig, weil es darauf trainiert ist eben alles in seiner Umgebung möglichst schnell zu sortieren. Um zu erkennen, dass die Person Klaus-Bärbel heißt und Transgender ist und deshalb als Frau behandelt werden möchte, braucht das Gehirn hingegen viel länger. Am schnellsten ruft es vielleicht noch den Namen ab, aber die ganzen anderen Daten benötigen, je nach Enge der Bekanntschaft und wie oft man mit der Person Umgang pflegt, mitunter einige lange Sekunden oder gar Minuten. Das kommt auch darauf an, für wie wichtig das Bewusstsein die jeweilige Information über die Person befunden hat, als es sie erhalten hat. Ich hab schon etliche Leute kennengelernt und mir im selben Moment gedacht, als sie mir etwas von sich erzählten: "Alles klar. Das kann ich gleich wieder vergessen. Interessiert mich eh nicht." Manchmal hat das dann gestimmt, weil man einander nie wieder gesehen hat. Manchmal war das falsch und man musste bangend warten, bis die Information wiederholt wurde, um sie sich diesmal besser zu merken, wenn man nicht gar peinlicherweise danach fragen musste.

Ich schreib schon wieder viel zu lang und viel. Dabei wollte ich eigentlich nur sagen: Offensichtliche Unterschiede manifestieren sich stärker, schneller und langfristiger in den gesellschaftlichen Bildern, die man von Geschlechtern hat. Details, die nicht offensichtlich sind oder nicht eindeutig oder sonstwie obskur, brauchen hingegen recht lange um dazu heranzureifen oder schaffen dies evtl. sogar niemals. Entweder weil sich dagegen konservativer Widerstand hegt oder - was ich behaupten würde die häufigere Version ist - weil es sich einfach für die Gesellschaft nicht als relevant genug herausstellt, um allgemeine Beachtung zu finden. Ich glaub nämlich, dass Gesellschaften durchaus sparsam damit sind was sie als Norm etablieren und was nicht, eben weil immer versucht wird den größten gemeinsamen Nenner zu finden. Und alles was nicht zwangsweise notwendig erscheint wird halt das Opfer von Ockhams Rasiermesser.

Und zu den "mehr als zwei Geschlechterrollen": Das braucht schlicht und ergreifend Zeit, um sowas zu entwickeln. Ich glaube nicht, das unsere Generation das noch miterleben wird, dass das Gang und Gebe wird. Auch in Indien und Thailand sind solche Normen nicht auf den Bäumen gewachsen, sondern haben sich über die Zeit entwickelt. Aber das sagst du ja selber eigentlich schon. Schnelle gesellschaftliche Revolutionen kamen in der Geschichte bestenfalls durch Wechsel der herrschenden Klasse/Kaste zustande. Und ob das dann Dauer hatte oder nicht hat allein die Zeit gezeigt.
_________________
"Hier spricht Ramke. Wer jetzt allein ist, kriegt nur noch den Abschaum!"

Meine Freiheit, deine Freiheit

Kaguya-hime
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Tarvoc
Papst Tarvoc der Stæhlerne



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 36740
Wohnort: Bonn

Beitrag(#2166324) Verfasst am: 09.02.2019, 08:44    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Meine Behauptung, auch aus meiner vorherigen Gehirnexegese, war ja u. a. dass die Wahrnehmung eigener Erfahrung, also das, was ein jeder mit seinen Sinnen direkt erfahren kann und nicht nur als Standpunkt anderer über deren eigene Erfahrungswerte erzählt bekommt, den wichtigsten Teil bei der individuellen Erfassung und dem Verständnis solcher Normen einnimmt. Soll heißen: Man steckt ja nicht drin in dem Transmenschen, wenn man selber keiner ist. Und u. U. sieht man es ihm nichtmal an. Und wenn er einem erzählt, wie er sich fühlt und warum er als ein Geschlecht anerkannt werden möchte, als das er nicht geboren wurde, kann man ihm höchstens dies glauben, es aber eben niemals nachfühlen.

In dem Sinne, in dem man sich überhaupt in andere Menschen einfühlen kann, kann man sich auch in das einfühlen, gerade wenn man Trans-Personen näher kennenlernt. In einem strengeren Sinne kann man sich hingegen in gar keinen anderen Menschen hineinfühlen. Ich teile deine Erfahrungen und Gefühle ja genausowenig wie ich die von Trans-Personen teile. Man kann aber natürlich nicht aus der Tatsache, dass der Nachvollzug fremder Erfahrungen Grenzen hat, ableiten, dass sowas überhaupt nicht geht. Wenn du persönlich keine Trans-Personen kennst, empfehle ich einen Blick in Contrapoints' Youtube-Channel. Viele ihrer Videos sind eher politisch, aber man bekommt durchaus einen guten Eindruck davon, wie Trans-Personen sich selbst wahrnehmen. Gerade das Video, das ich hier schon mal verlinkt hatte, beinhaltet ja lange Passagen an Einblicken darin, wie sie sich selbst wahrnimmt und wie sich das entwickelt hat. Setzt natürlich alles voraus, dass man überhaupt ein Interesse daran hat, das nachzuvollziehen. Eine Pflicht ist das jedenfalls nicht und ich würde das auch nicht zu einer machen. Verlangt werden kann nur, dass man sich anderen Personen gegenüber anständig verhält, nicht dass man sich darum bemüht, sie bis ins kleinste Detail emotional nachzuvollziehen.

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Und zu den "mehr als zwei Geschlechterrollen": Das braucht schlicht und ergreifend Zeit, um sowas zu entwickeln. Ich glaube nicht, das unsere Generation das noch miterleben wird, das das Gang und Gebe wird.

Das tun wir doch gerade. Ansonsten gäbe es diese Diskussion nicht mal. Pfeifen
_________________
...Ich bin halt einfach mit der Gesamtsituation unzufrieden.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Yahoo Messenger
step
registriert



Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 21648
Wohnort: Germering

Beitrag(#2166361) Verfasst am: 09.02.2019, 13:47    Titel: Antworten mit Zitat

Myron hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Myron hat folgendes geschrieben:
Wenn Ganserer die gesellschaftliche und rechtliche Anerkennung als Frau fordert, dann fordert er damit die Missachtung der biologischen Tatsache, dass er ein Mann ist.
Soso. Du meinst also, das Recht sollte durch Biologie bestimmt werden und nicht durch demokratische Gesetzgebungsprozesse. ...
Was ich meine, ist, dass eine rechtliche Anerkennung eines Mannes als Frau eine gänzliche Entkopplung von Als-Frau-gelten und Frausein erfordert. Das heißt, sie erfordert die Akzeptanz des Frauseins als einer juristischen Fiktion, die biologischen Fakten widerspricht.

Myron verwendet den Begriff "Frau" konsequent so, als dürfe er nur in der Bedeutung "biologisches Weibchen" verwendet werden. Formuliert man also Myrons Aussage genauer, so lautet sie:

Myron, genauer hat folgendes geschrieben:
Was ich meine, ist, dass eine rechtliche Anerkennung eines genetischen Männchens als Frau eine gänzliche Entkopplung von Als-Frau-gelten und genetischem Weibchen-Sein erfordert.
Myron, genauer hat folgendes geschrieben:
Wenn Ganserer die gesellschaftliche und rechtliche Anerkennung als Frau fordert, dann fordert er damit die rechtliche und gesellschaftliche Irrelevanz der biologischen Tatsache, dass er ein genetisches Männchen ist.

Klänge doch schon etwas passabler zwinkern

Solange Ganserer nicht behauptet, er sei ein genetisches Weibchen, ohne diese Umwandlung auch tatsächlich vollzogen zu haben, sehe ich da kein Problem. Wir hatten ja schon mal die Diskussion, welche rechtliche Relevanz das biologische Geschlecht heutzutage überhaupt noch hat bzw. haben sollte. Da kam ja nicht viel zusammen.
_________________
Was ist der Sinn des Lebens? - Keiner, aber Leere ist Fülle für den, der sie sieht.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Myron
Humanistischer Naturalist



Anmeldungsdatum: 01.07.2007
Beiträge: 2449

Beitrag(#2166383) Verfasst am: 09.02.2019, 18:09    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
Myron verwendet den Begriff "Frau" konsequent so, als dürfe er nur in der Bedeutung "biologisches Weibchen" verwendet werden.


Ein Mädchen/eine Frau ist eine Person weiblichen Geschlechts, und mit "Geschlecht" ist der biologische Sexus gemeint. Das ist die relevante Definition!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
step
registriert



Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 21648
Wohnort: Germering

Beitrag(#2166386) Verfasst am: 09.02.2019, 18:31    Titel: Antworten mit Zitat

Myron hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Myron verwendet den Begriff "Frau" konsequent so, als dürfe er nur in der Bedeutung "biologisches Weibchen" verwendet werden.
Ein Mädchen/eine Frau ist eine Person weiblichen Geschlechts, und mit "Geschlecht" ist der biologische Sexus gemeint. Das ist die relevante Definition!

Eben das ist das Problem, Du setzt das stur voraus, anstatt einfach genauer zu sagen, was Du meinst, z.B. "genetisches Geschlecht" - dann könnte man Deine Aussagen besser einordnen (als trivial richtig bzw. trivial falsch).

Zu Deiner Definition:

1. Das ist nicht eindeutig. Z.B. sagt wikipedia:

Zitat:
Frau ... bezeichnet einen weiblichen, erwachsenen Menschen. ... Die Bezeichnungen unterscheiden das biologische Geschlecht, die soziale Rolle oder beides.

2. Die Bedeutung ändert sich über die Zeit, früher war "Frau" zum gesellschaftlich hochrangigen weiblchen Personen vorbehalten. Warum soll "Frau" also heute nicht ebenfalls bedeutungsverschoben verwendet werden?

3. Sprache ist kein geschlossenes Kalkül, warum sollten ihre Besitzer (= ihre Sprecher) ein Wort nicht verwenden, wie sie es möchten?

Das Zeichen für "weiblich" ist übrigens ein Handspiegel, was ja eher eine soziale Rolle symbolisiert.
_________________
Was ist der Sinn des Lebens? - Keiner, aber Leere ist Fülle für den, der sie sieht.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Myron
Humanistischer Naturalist



Anmeldungsdatum: 01.07.2007
Beiträge: 2449

Beitrag(#2166396) Verfasst am: 09.02.2019, 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
Myron hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Myron verwendet den Begriff "Frau" konsequent so, als dürfe er nur in der Bedeutung "biologisches Weibchen" verwendet werden.
Ein Mädchen/eine Frau ist eine Person weiblichen Geschlechts, und mit "Geschlecht" ist der biologische Sexus gemeint. Das ist die relevante Definition!

Eben das ist das Problem, Du setzt das stur voraus, anstatt einfach genauer zu sagen, was Du meinst, z.B. "genetisches Geschlecht" - dann könnte man Deine Aussagen besser einordnen (als trivial richtig bzw. trivial falsch).


Es geht nicht nur um die Gene, sondern auch um die anderen (primären und sekundären) Geschlechtsmerkmale.

step hat folgendes geschrieben:
Zu Deiner Definition:

1. Das ist nicht eindeutig. Z.B. sagt wikipedia:

Zitat:
Frau ... bezeichnet einen weiblichen, erwachsenen Menschen. ... Die Bezeichnungen unterscheiden das biologische Geschlecht, die soziale Rolle oder beides.


Nein, "Frau" bezeichnet nicht einfach einen erwachsenen weiblichen Menschen, sondern einen erwachsenen Menschen weiblichen Geschlechts, womit das biologische Geschlecht gemeint ist und nichts anderes. (Dass wir hier nicht über Frauen als Ehefrauen sprechen, sollte klar sein.)

step hat folgendes geschrieben:
2. Die Bedeutung ändert sich über die Zeit, früher war "Frau" zum gesellschaftlich hochrangigen weiblchen Personen vorbehalten. Warum soll "Frau" also heute nicht ebenfalls bedeutungsverschoben verwendet werden?

3. Sprache ist kein geschlossenes Kalkül, warum sollten ihre Besitzer (= ihre Sprecher) ein Wort nicht verwenden, wie sie es möchten?


Warum sollte ich willkürliche Umdefinierungen allgemeingebräuchlicher Begriffe an- und übernehmen (inbesondere wenn sie rein ideologisch motiviert sind)?

Es gibt, wie ich bereits dargelegt habe, gar keine angemessene nichtbiologische Alternativdefinition von "Frau"/"Mann".
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Grey
You will find only what you bring in.



Anmeldungsdatum: 07.03.2018
Beiträge: 1756
Wohnort: Raccoon City

Beitrag(#2166399) Verfasst am: 09.02.2019, 19:28    Titel: Antworten mit Zitat

Myron hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Zu Deiner Definition:

1. Das ist nicht eindeutig. Z.B. sagt wikipedia:

Zitat:
Frau ... bezeichnet einen weiblichen, erwachsenen Menschen. ... Die Bezeichnungen unterscheiden das biologische Geschlecht, die soziale Rolle oder beides.


Nein, "Frau" bezeichnet nicht einfach einen erwachsenen weiblichen Menschen, sondern einen erwachsenen Menschen weiblichen Geschlechts, womit das biologische Geschlecht gemeint ist und nichts anderes.


Weil du die Wikipedia-Definition nicht verstehst oder nicht anerkennst?
_________________
Train yourself to let go of everything you fear to lose.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Myron
Humanistischer Naturalist



Anmeldungsdatum: 01.07.2007
Beiträge: 2449

Beitrag(#2166405) Verfasst am: 09.02.2019, 19:43    Titel: Antworten mit Zitat

Grey hat folgendes geschrieben:
Weil du die Wikipedia-Definition nicht verstehst oder nicht anerkennst?


Wikipedia ist in diesem Fall keine relevante Quelle.

Anyway, wenn "die weibliche Rolle/Frauenrolle" funktional definiert ist als "Kindererziehen, Kochen, Putzen, Waschen", dann kann sie natürlich auch von einem Mann übernommen werden, der dadurch aber nicht zur Frau wird.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Grey
You will find only what you bring in.



Anmeldungsdatum: 07.03.2018
Beiträge: 1756
Wohnort: Raccoon City

Beitrag(#2166406) Verfasst am: 09.02.2019, 19:57    Titel: Antworten mit Zitat

Myron hat folgendes geschrieben:
Grey hat folgendes geschrieben:
Weil du die Wikipedia-Definition nicht verstehst oder nicht anerkennst?


Wikipedia ist in diesem Fall keine relevante Quelle.

Anyway, wenn "die weibliche Rolle/Frauenrolle" funktional definiert ist als "Kindererziehen, Kochen, Putzen, Waschen", dann kann sie natürlich auch von einem Mann übernommen werden, der dadurch aber nicht zur Frau wird.

Hast du dir die Fernsehreportage über Transfrauen/-männer eigentlich angesehen? Ich frage nur interessehalber.
_________________
Train yourself to let go of everything you fear to lose.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
step
registriert



Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 21648
Wohnort: Germering

Beitrag(#2166408) Verfasst am: 09.02.2019, 20:14    Titel: Antworten mit Zitat

Myron hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
2. Die Bedeutung ändert sich über die Zeit, früher war "Frau" zum gesellschaftlich hochrangigen weiblchen Personen vorbehalten. Warum soll "Frau" also heute nicht ebenfalls bedeutungsverschoben verwendet werden?

3. Sprache ist kein geschlossenes Kalkül, warum sollten ihre Besitzer (= ihre Sprecher) ein Wort nicht verwenden, wie sie es möchten?
Warum sollte ich willkürliche Umdefinierungen allgemeingebräuchlicher Begriffe an- und übernehmen (inbesondere wenn sie rein ideologisch motiviert sind)?

Deine Weigerung, die Bedeutungsdifferenzierung zu akzeptieren, scheint ebenso ideologisch motiviert. Man könnte meinen, Du hältst an der früheren, weniger differenzierten Bedeutung fest, weil Du die herkömmchen Assoziationen festschreiben möchtest. Auch wenn das nicht so sein sollte - es wirkt so.

Du kannst natürlich weiterhin "Frau" so verstehen und verwenden wie früher, aber die Sprache geht dann möglicherweise über Dich hinweg und Du wirst mißverstanden.

Myron hat folgendes geschrieben:
Es gibt, wie ich bereits dargelegt habe, gar keine angemessene nichtbiologische Alternativdefinition von "Frau" ...

Würdest Du sagen, "Frau", "Weib", und "Weibchen der Gattung Homo sapiens" bezeichnen dasselbe?
_________________
Was ist der Sinn des Lebens? - Keiner, aber Leere ist Fülle für den, der sie sieht.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Myron
Humanistischer Naturalist



Anmeldungsdatum: 01.07.2007
Beiträge: 2449

Beitrag(#2166427) Verfasst am: 09.02.2019, 22:20    Titel: Antworten mit Zitat

Grey hat folgendes geschrieben:
Hast du dir die Fernsehreportage über Transfrauen/-männer eigentlich angesehen? Ich frage nur interessehalber.


Die aus der Schweiz? Ja.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Tarvoc
Papst Tarvoc der Stæhlerne



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 36740
Wohnort: Bonn

Beitrag(#2166428) Verfasst am: 09.02.2019, 22:26    Titel: Antworten mit Zitat

Myron hat folgendes geschrieben:
Nein, "Frau" bezeichnet nicht einfach einen erwachsenen weiblichen Menschen, sondern einen erwachsenen Menschen weiblichen Geschlechts, womit das biologische Geschlecht gemeint ist und nichts anderes.

Du hast keine Deutungshoheit darüber zu beanspruchen, wie die deutsche Sprache verwendet werden darf und wie nicht. Und schon gar nicht darüber, was andere Leute damit gefälligst zu meinen haben.

Myron hat folgendes geschrieben:
Wikipedia ist in diesem Fall keine relevante Quelle.

Und das 150 Jahre alte Grimmsche Wörterbuch ist eine? Myron, das ist armseelig. Warum sollten wir dir das abkaufen?
_________________
...Ich bin halt einfach mit der Gesamtsituation unzufrieden.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Yahoo Messenger
Myron
Humanistischer Naturalist



Anmeldungsdatum: 01.07.2007
Beiträge: 2449

Beitrag(#2166430) Verfasst am: 09.02.2019, 22:35    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
Myron hat folgendes geschrieben:
Es gibt, wie ich bereits dargelegt habe, gar keine angemessene nichtbiologische Alternativdefinition von "Frau" ...

Würdest Du sagen, "Frau", "Weib", und "Weibchen der Gattung Homo sapiens" bezeichnen dasselbe?


"Frau" kann auch "Ehefrau", "Hausherrin" oder "Hausfrau" bedeuten; aber es ist doch völlig klar, dass diese nichtbiologischen Bedeutungen für das Thema Transsexualität belanglos sind. Denn dabei geht es um die Frau qua femina (und nicht qua mulier oder domina).
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
swifty
alien species



Anmeldungsdatum: 26.03.2017
Beiträge: 4397
Wohnort: Stoapfalz

Beitrag(#2166432) Verfasst am: 09.02.2019, 22:44    Titel: Antworten mit Zitat

Myron hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Myron hat folgendes geschrieben:
Es gibt, wie ich bereits dargelegt habe, gar keine angemessene nichtbiologische Alternativdefinition von "Frau" ...

Würdest Du sagen, "Frau", "Weib", und "Weibchen der Gattung Homo sapiens" bezeichnen dasselbe?


"Frau" kann auch "Ehefrau", "Hausherrin" oder "Hausfrau" bedeuten; aber es ist doch völlig klar, dass diese nichtbiologischen Bedeutungen für das Thema Transsexualität belanglos sind. Denn dabei geht es um die Frau qua femina (und nicht qua mulier oder domina).

Hat Dich hier eigentlich schon mal jemand gefragt, warum Dir das so wichtig ist, dass der Begriff Frau, wenn ich Dich richtig verstehe, Transfrauen nicht mit einschließt? Also ich meine, worauf willst Du hinaus, was ist Dein Ziel? Willst Du, dass die Leute den Begriff nur noch so benutzen oder fühlst Du Dich missverstanden? Ich verstehe ehrlich gesagt nicht ganz wozu dieser Thread gut sein soll.
_________________
"Die Philosophen haben den Nihilismus immer nur überwunden, es kömmt darauf an, ihn zu vollenden."

- Ludger Lütkehaus


Murphy was here Cool
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Myron
Humanistischer Naturalist



Anmeldungsdatum: 01.07.2007
Beiträge: 2449

Beitrag(#2166436) Verfasst am: 09.02.2019, 22:52    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Myron hat folgendes geschrieben:
Nein, "Frau" bezeichnet nicht einfach einen erwachsenen weiblichen Menschen, sondern einen erwachsenen Menschen weiblichen Geschlechts, womit das biologische Geschlecht gemeint ist und nichts anderes.

Du hast keine Deutungshoheit darüber zu beanspruchen, wie die deutsche Sprache verwendet werden darf und wie nicht. Und schon gar nicht darüber, was andere Leute damit gefälligst zu meinen haben.


Was meinen denn Leute wie Ganserer, wenn sie sich als Frauen bezeichnen?

Egal, denn in der deutschen Sprache stehen die Wörter "Frau" und "Mann" als Geschlechtsbezeichnungen de facto für erwachsene Personen weiblichen/männlichen Geschlechts. (Und es steht zweifelsfrei fest, dass hier mit "Geschlecht" der biologische Sexus gemeint ist. Wenn du dies leugnest, dann kann ich dich nicht ernst nehmen.)

https://www.duden.de/rechtschreibung/Frau

https://www.duden.de/rechtschreibung/Mann_Person_Gatte_Anrede

https://www.dwds.de/wb/Frau

https://www.dwds.de/wb/Mann

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Myron hat folgendes geschrieben:
Wikipedia ist in diesem Fall keine relevante Quelle.

Und das 150 Jahre alte Grimmsche Wörterbuch ist eine? Myron, das ist armseelig. Warum sollten wir dir das abkaufen?


Armselig ist diese Äußerung von dir!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Tarvoc
Papst Tarvoc der Stæhlerne



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 36740
Wohnort: Bonn

Beitrag(#2166439) Verfasst am: 09.02.2019, 23:08    Titel: Antworten mit Zitat

Myron hat folgendes geschrieben:
Egal, denn in der deutschen Sprache stehen die Wörter "Frau" und "Mann" als Geschlechtsbezeichnungen de facto für erwachsene Personen weiblichen/männlichen Geschlechts. (Und es steht zweifelsfrei fest, dass hier mit "Geschlecht" der biologische Sexus gemeint ist. Wenn du dies leugnest, dann kann ich dich nicht ernst nehmen.)

Nein, es steht nicht zweifelsfrei fest, dass die Semantik der Ausdrücke darauf festgelegt ist. Und das geben auch die Links nicht her. Und ob du mich ernst nimmst, ist mir doch egal. "Ich nehme dich nicht ernst" ist kein Argument.

Im Übrigen hat der Duden natürlich auch keine Deutungshoheit über die Semantik der deutschen Sprache. So funktionieren Wörterbücher nicht.

Myron hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Myron hat folgendes geschrieben:
Wikipedia ist in diesem Fall keine relevante Quelle.

Und das 150 Jahre alte Grimmsche Wörterbuch ist eine? Myron, das ist armseelig. Warum sollten wir dir das abkaufen?

Armselig ist diese Äußerung von dir!

Nein, armselig ist, dass du meinst, dass sowas durchgeht, ohne dass du auch nur das geringste Argument dafür vorlegen müsstest.
_________________
...Ich bin halt einfach mit der Gesamtsituation unzufrieden.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Yahoo Messenger
Samson83
registrierter User



Anmeldungsdatum: 18.01.2013
Beiträge: 6833

Beitrag(#2166451) Verfasst am: 10.02.2019, 01:03    Titel: Antworten mit Zitat

Myron hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Was fürre scheißdiskussion. Ich kämpfe die ganze Zeit mit der Äußerung: Bei uns auffem Dorf hätten die Mißgeburten auffe Freße gekeucht und fertig. Aber das darf man hier vielleicht nicht schreiben.


Was will uns der Dichter damit sagen?
Das dies Frage, wie Transpersonen anzusprechen sind, ob es spezielle Toiletten geben sollte etc. wirklich ein reines First-World-Problem ist und man jene in der guten alten Zeit schon in eine konventionelle Geschlechterrolle reingeprügelt hätte (verbal und/oder physisch); und ich mir keineswegs sicher bin, ob das gegenüber dem heutigen Status quo der bessere oder schlechtere Weg gewesen wäre.
_________________
An alle: Lasst Euch dadurch nicht in die Irre führen. Dieser braune Burschi muss bearbeitet werden - immer hart an der Sache. Macht ihn mürbe! (Kramer)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 40930
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2166459) Verfasst am: 10.02.2019, 01:47    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Myron hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Was fürre scheißdiskussion. Ich kämpfe die ganze Zeit mit der Äußerung: Bei uns auffem Dorf hätten die Mißgeburten auffe Freße gekeucht und fertig. Aber das darf man hier vielleicht nicht schreiben.


Was will uns der Dichter damit sagen?
Das dies Frage, wie Transpersonen anzusprechen sind, ob es spezielle Toiletten geben sollte etc. wirklich ein reines First-World-Problem ist und man jene in der guten alten Zeit schon in eine konventionelle Geschlechterrolle reingeprügelt hätte (verbal und/oder physisch); und ich mir keineswegs sicher bin, ob das gegenüber dem heutigen Status quo der bessere oder schlechtere Weg gewesen wäre.


Der schlechtere Weg, eindeutig! Nicht dass ich das ganze affige Gewese, das heutzutage darum gemacht wird, fuer akzeptabel halte, aber ich glaube nun mal nicht daran Menschen mit Gewalt zu etwas zu zwingen, was ihnen nicht entspricht.

Ich glaube am Besten waere es, wenn sich ganz allgemein Menschen gegenseitig so respektieren könnten wie sie sind und sein wollen, ganz ohne Schläge und ideologisches Geseiere. Das waere aber wohl zu einfach. Scheinbar muss man entweder alle Unterschiede mit Gewalt einebnen oder ganze Bibliotheken mit pseudowissenschaftlichem Gewäsch drüber schreiben.

What happened to "freedom"?
_________________
Achtung Triggerwarnung: Bei Halbzeitpausenrevoluzzern kann dieses posting möglicherweise Schnappatmung und Pickel auslösen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Critic
oberflächlich



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 14857
Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#2166469) Verfasst am: 10.02.2019, 03:24    Titel: Antworten mit Zitat

Wir haben Leute, die immerhin zugestehen, daß es so etwas geben kann, aber sich damit schwertun, dabei in "konventionellen Kategorien" zu bleiben, weil sie dann verwirrt wären, und insofern eine weitere Kategorie haben wollen. Ich kann das von daher sogar verstehen, die sozialen Netzwerke bieten ja inzwischen den Nutzern bis zu siebzig unterschiedliche Identitätsbegriffe an, wie sich jemand selbst einordnen wollen könnte. Andererseits haben die Leute aber hier das Problem, ob man Person X das auch zugestehen sollte.

Offen gesagt hat mich aber der Beitrag jetzt noch mehr erschreckt, der zumindest die Möglichkeit in den Raum stellte, ob die "konventionelle" duale Sicht die "für die Gesellschaft verträglichere" hätte sein können, also die These in den Raum gestellt, ob nicht letztlich die (Dorf-)Gesellschaft darüber bestimmen sollte, wie jemand leben und welche Rolle - denn das wird ja in der Regel damit verbunden - derjenige ausüben sollte - und ob es legitim sein könnte, wenn die Gesellschaft Überschreitungen dieses dualistischen Konzeptes ahndete.

Nicht nur, daß das auch eine reduktionistische Sicht auf den Menschen ist - eigentlich ist das auch nur der vielgescholtene John Mony um 180 Grad gedreht: Es wird versucht, Menschen eine Identität zuzuweisen, in die sie sich gefälligst zu fügen haben, ohne Ansehung dessen, was eigentlich ihre Identität ist.

Und Viele hätten in dieser beschaulichen Welt für ihre Sexualität Prügel bezogen: Das scheint ja nicht nur anekdotisch zu sein, daß z.B. Homosexuelle häufig den geistlichen Stand annahmen, weil Geistliche nicht gefragt wurden, warum sie denn keine Frau haben. (Nun könnte man das natürlich auch an dem Beispiel aufhängen: Einige haben das befürchtet, aber trotz Rechten für Homosexuelle, Ehe für alle etc. ist die Welt auch nicht untergegangen. Und was passiert, wenn man jemandem, auf dessen Geburtsurkunde - qua Geschlechtsorganen - halt "männlich" steht, nun zugesteht, - juristisch, denn medizinisch geht das ja nur so weit - als "weiblich" bezeichnet zu werden? Nur genau das.)
_________________
"Die Pentagon-Gang wird in der Liste der Terrorgruppen geführt"

Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

"Wahrheit läßt sich nicht zeigen, nur erfinden." (Max Frisch)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Myron
Humanistischer Naturalist



Anmeldungsdatum: 01.07.2007
Beiträge: 2449

Beitrag(#2166470) Verfasst am: 10.02.2019, 04:44    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Nein, armselig ist, dass du meinst, dass sowas durchgeht, ohne dass du auch nur das geringste Argument dafür vorlegen müsstest.


Meine Argumente liegen bereits vor! Lies einfach diesen Thread von Seite 1 an!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Tarvoc
Papst Tarvoc der Stæhlerne



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 36740
Wohnort: Bonn

Beitrag(#2166471) Verfasst am: 10.02.2019, 05:26    Titel: Antworten mit Zitat

Myron hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Nein, armselig ist, dass du meinst, dass sowas durchgeht, ohne dass du auch nur das geringste Argument dafür vorlegen müsstest.


Meine Argumente liegen bereits vor! Lies einfach diesen Thread von Seite 1 an!


Ich hab' den Thread von Anfang an aktiv mitverfolgt. Immer, wenn es um die Verwendung von Worten geht, stampfst du mit dem Fuß auf und schimpfst "Das isso und kannich anders sein und wenn du was anderes sagst nehm ich dich nicht ernst! Bäh!"

Das ist immer wieder dein einziges Argument an dem Punkt: "Wer mir widerspricht, den nehm ich nicht ernst!"

Ich sag's mal ganz deutlich: Damit, dass Leute Worte auf Weisen verwenden, die dir nicht in den Kram passen, wirst du dich abfinden müssen. Die hören nämlich nicht damit auf, nur weil du sie anblaffst, du würdest sie nicht ernst nehmen.
_________________
...Ich bin halt einfach mit der Gesamtsituation unzufrieden.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Yahoo Messenger
Myron
Humanistischer Naturalist



Anmeldungsdatum: 01.07.2007
Beiträge: 2449

Beitrag(#2166518) Verfasst am: 10.02.2019, 18:16    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Myron hat folgendes geschrieben:
Meine Argumente liegen bereits vor! Lies einfach diesen Thread von Seite 1 an!


Ich hab' den Thread von Anfang an aktiv mitverfolgt. Immer, wenn es um die Verwendung von Worten geht, stampfst du mit dem Fuß auf und schimpfst "Das isso und kannich anders sein und wenn du was anderes sagst nehm ich dich nicht ernst! Bäh!"

Das ist immer wieder dein einziges Argument an dem Punkt: "Wer mir widerspricht, den nehm ich nicht ernst!"


Quatsch! Wer meine Beiträge gelesen hat, der weiß, dass ich mich mit der Auffassung, dass Transfrauen Frauen seien, sehr ernsthaft und sehr sachlich auseinandergesetzt habe.

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Ich sag's mal ganz deutlich: Damit, dass Leute Worte auf Weisen verwenden, die dir nicht in den Kram passen, wirst du dich abfinden müssen. Die hören nämlich nicht damit auf, nur weil du sie anblaffst, du würdest sie nicht ernst nehmen.


DU bist derjenige, den ich nicht ernst nehmen kann, wenn er behauptet, dass in der Definition von "Mädchen"/"Frau" als "(erwachsene) Person weiblichen Geschlechts" nicht vom biologischen Geschlecht (sexus femininus) die Rede ist.

Welche Alternativdefinition schlägst du denn vor?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 6880

Beitrag(#2166523) Verfasst am: 10.02.2019, 19:06    Titel: Antworten mit Zitat

Myron hat folgendes geschrieben:

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Ich sag's mal ganz deutlich: Damit, dass Leute Worte auf Weisen verwenden, die dir nicht in den Kram passen, wirst du dich abfinden müssen. Die hören nämlich nicht damit auf, nur weil du sie anblaffst, du würdest sie nicht ernst nehmen.

DU bist derjenige, den ich nicht ernst nehmen kann, wenn er behauptet, dass in der Definition von "Mädchen"/"Frau" als "(erwachsene) Person weiblichen Geschlechts" nicht vom biologischen Geschlecht (sexus femininus) die Rede ist.

Oh, da hat @Tarvoc schon recht. Daß Andere Wort in anderer Weise verwenden als man selbst, damit muß man leben. Wenn beide sich bemühen, kann man gelegentlich eine Brücke zwischen zwei unterschiedlichen Vorstellungswelten bauen. Aber häufiger geht das eben auch nicht, wenn man sich nicht auf gemeinsam verwendete sprachlich Symbole verständigen kann. Damit endet dann die Möglichkeit einer Verständigung. Und wenn ich mir die Threads dieses Forum ansehe, scheint das gar nicht so selten zu sein (aber auch außerhalb findet man zahlreiche Beispiele).
_________________
"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

Friedrich Nietzsche
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Tarvoc
Papst Tarvoc der Stæhlerne



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 36740
Wohnort: Bonn

Beitrag(#2166524) Verfasst am: 10.02.2019, 19:10    Titel: Antworten mit Zitat

Myron hat folgendes geschrieben:
DU bist derjenige, den ich nicht ernst nehmen kann, wenn er behauptet, dass in der Definition [...]

Du bist so fundamental auf dem Holzweg, das ist schon beinahe komisch. Eine natürliche Sprache besteht überhaupt nicht aus "Definitionen".
_________________
...Ich bin halt einfach mit der Gesamtsituation unzufrieden.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Yahoo Messenger
tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 16351

Beitrag(#2166527) Verfasst am: 10.02.2019, 19:25    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
Eben das ist das Problem, Du setzt das stur voraus, anstatt einfach genauer zu sagen, was Du meinst, [...]

Nun, was man nicht begründen kann, muss man eben voraussetzen. Oder so ähnlich.
_________________
"YOU HAVE TO START OUT LEARNING TO BELIEVE THE LITTLE LIES." -- "So we can believe the big ones?" -- "YES."

(Death / Susan, in: Pratchett, Hogfather)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Myron
Humanistischer Naturalist



Anmeldungsdatum: 01.07.2007
Beiträge: 2449

Beitrag(#2166529) Verfasst am: 10.02.2019, 19:30    Titel: Antworten mit Zitat

Markus/Tessa Ganserer schreibt:

"Geschlechtsidentität ist ein Menschenrecht

Transidentität beschreibt ein natürliches Phänomen, bei dem die Geschlechtsidentität eines Menschen von dem bei der Geburt festgelegten körperlichen Geschlecht abweicht. Transidente Menschen empfinden sich als Angehörige des anderen Geschlechts und streben danach, sich auch körperlich diesem Geschlecht möglichst anzunähern. Transidentität ist keine Krankheit und somit auch nicht heilbar. Transidentität kann jedoch krank machen, wenn sie nicht behandelt wird. Aus diesem Grund ist auch eine Leistungspflicht der Krankenkassen gegeben. Die Geschlechtsidentität, über die jeweils nur die betroffene Person selbst Auskunft geben kann, ist Bestandteil des grundgesetzlich geschützten Persönlichkeitsrechts. Dennoch wird das Thema Transidentität weitgehend tabuisiert. Betroffene sind auch heute noch oftmals mit Alltagsdiskriminierung konfrontiert und durch die unzureichende Rechtslage in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt."


Quelle: https://www.tessa-ganserer.de/ein-drittes-hallo/

Was ist denn die Geschlechtsidentität eines Menschen?

Die American Psychological Association definiert sie wie folgt:

"gender identity. one’s self-identification as male or female."

(VandenBos, Gary R., ed. APA Dictionary of Psychology. 2nd ed. Washington, DC: American Psychological Association, 2015. p. 450)

Das Cambridge Dictionary of Psychology verwendet die gleiche Definition:

"gender identity n. Gender identity is the identification of oneself as female or male[.]"

(Matsumoto, David, ed. Cambridge Dictionary of Psychology. Cambridge: Cambridge University Press, 2009. p. 217)

Es ist also zu unterschieden zwischen der objektiven Geschlechtsidentität, d.h. der biologischen Geschlechtszugehörigkeit, und der subjektiven Geschlechtsidentität als Identifikation mit einem biologischen Geschlecht (oder keinem oder beiden).
Über Letztere kann sicher nur die betroffene Person selbst Auskunft geben, aber Erstere kann sehr wohl von anderen erkannt werden. (Sie besteht ja unabhängig von Letzterer.)

Aus einer Presseerklärung der Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (Quelle: https://www.tessa-ganserer.de/ein-drittes-hallo/):

* "Transidentität, Transsexualität und Transgender sind Begriffe für den Zustand geschlechtlicher Inkongruenz der von der sozialen Rolle bis hin zu den Geschlechtsmerkmalen gegenüber dem bei der Geburt zugewiesenem Geschlecht reichen kann. Irgendwann im Leben müssen wir unseren Mitmenschen mitteilen, wer wir wirklich sind. Irgendwann wird der Leidensdruck im Laufe des Lebens so groß, dass das eigentliche Geschlecht gelebt werden muss, sonst ist kein glückliches und zufriedenes Leben möglich."

Wenn da stünde "…wer wir wirklich sein/werden wollen" oder "…welchem Geschlecht wir uns wirklich zugehörig fühlen", dann hätte ich nichts dagegen einzuwenden. Die obige Aussage impliziert jedoch fälschlicherweise, dass ein transsexueller Mann wie Ganserer (also selbst eine körperlich vollständig männliche Transfrau) wirklich eine Frau ist.

Außerdem suggeriert die Ausdrucksweise "dem bei der Geburt zugewiesenem Geschlecht" fälschlicherweise, dass das Geschlecht einer Person eine "soziale Konstruktion" ist. Denn in Wirklichkeit handelt es sich um eine objektive Geschlechtsfeststellung (anhand biologischer Merkmale) und nicht (nur) um eine soziale Geschlechtszuweisung.

* "Niemandem steht es zu, die geschlechtliche Identität eines Menschen anzuzweifeln."

Wenn damit die subjektive Geschlechtsidentifikation gemeint ist, dann habe ich nichts dagegen einzuwenden – aber sehr wohl, wenn damit die objektive Geschlechtsidentität (Geschlechtszugehörigkeit) gemeint ist. Denn ich habe selbstverständlich das Recht anzuzweifeln, dass Transfrauen, die sich für Frauen halten, (wirklich) Frauen sind.

* "Vor einem christlichen Hintergrund hat man den meisten von uns beigebracht, dass das Innere eines Menschen zählt. Deshalb sprechen wir auch von Geschlechtsangleichung und nicht von Umwandlung. Wir sind nie etwas anderes gewesen, als das was wir von uns wissen und den Mitmenschen mitteilen. Tessa Ganserer wird nach außen nur, was sie innen schon immer gewesen ist."

Das ist Ausdruck einer obskuren Geschlechtsmetaphysik, die eine mysteriöse angeborene innere Geschlechtlichkeit, eine rein geistig-seelische weibliche/männliche Wesenheit ("female/male essence") postuliert, die in Ganserer sozusagen als "inneres Frauenwesen" oder "Frauenseele" unabhängig von seinem biologischen Geschlecht vorhanden ist.


Zuletzt bearbeitet von Myron am 10.02.2019, 19:34, insgesamt einmal bearbeitet
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Tarvoc
Papst Tarvoc der Stæhlerne



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 36740
Wohnort: Bonn

Beitrag(#2166531) Verfasst am: 10.02.2019, 19:36    Titel: Antworten mit Zitat

Nur mal so nachgefragt: Willst du eine Diskussion führen oder einen Monolog?
_________________
...Ich bin halt einfach mit der Gesamtsituation unzufrieden.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Yahoo Messenger
Samson83
registrierter User



Anmeldungsdatum: 18.01.2013
Beiträge: 6833

Beitrag(#2166532) Verfasst am: 10.02.2019, 19:36    Titel: Antworten mit Zitat

Boa, hab ich da oben einen Schwachsinn geschrieben. Bitte um Entschuldigung, gestern hatte mich eine persönlich-private Stresssituation veranlasst, hier einen ziemlichen Unsinn ins Forum zu kippen.
_________________
An alle: Lasst Euch dadurch nicht in die Irre führen. Dieser braune Burschi muss bearbeitet werden - immer hart an der Sache. Macht ihn mürbe! (Kramer)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
astarte
Foren-Admin
Foren-Admin



Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 40056

Beitrag(#2166566) Verfasst am: 10.02.2019, 23:31    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Was fürre scheißdiskussion.


Ich kämpfe die ganze Zeit mit der Äußerung: Bei uns auffem Dorf hätten die Mißgeburten auffe Freße gekeucht und fertig. Aber das darf man hier vielleicht nicht schreiben.

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Boah ey fickt euch

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Du zB stehst evidentermaßen so weit geistig unter mir dass jeder ernsthafte Diskussionsverauch entbehrlich ist.

Menschenverachtende und herabwürdigende Beiträge werden laut Forenregeln hier nicht geduldet. Da Dein Auftreten hier in letzter Zeit zudem sehr provokant ausfällt, Deine oft nachlässig formulierten und geschriebenen Beiträge an Wertschätzung zu wünschen übrig lassen, dies alles zusammen die Diskussionen erschwert und stört und zudem Verschiebearbeit verursacht, wirst du streng verwarnt.

edit: doppeltes Zitat entfernt
_________________

"Gibt's denn niemand anderen, dem du auf die Nerven gehen kannst, Freunde, Familie, giftige Reptilien?"
"Wer nicht genießt, wird ungenießbar"


Zuletzt bearbeitet von astarte am 11.02.2019, 00:20, insgesamt einmal bearbeitet
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Samson83
registrierter User



Anmeldungsdatum: 18.01.2013
Beiträge: 6833

Beitrag(#2166568) Verfasst am: 10.02.2019, 23:34    Titel: Antworten mit Zitat

Das ein wertschätzender Umgang hier gefördert bis gewünscht wird ist schön Sehr glücklich Und der Satzbau ist wahre Poesie, liebst Volksgenossin Astarte Ich liebe es...
_________________
An alle: Lasst Euch dadurch nicht in die Irre führen. Dieser braune Burschi muss bearbeitet werden - immer hart an der Sache. Macht ihn mürbe! (Kramer)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen   Drucker freundliche Ansicht    Freigeisterhaus Foren-Übersicht -> Kultur und Gesellschaft Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3 ... 22, 23, 24 ... 34, 35, 36  Weiter
Seite 23 von 36

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.



Disclaimer / Impressum


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group