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Vor- und Nachteile diverser Verkehrsmittel.
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
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Beitrag(#2165164) Verfasst am: 28.01.2019, 20:44    Titel: Vor- und Nachteile diverser Verkehrsmittel. Antworten mit Zitat

Ich habe das mal als eigener Thread gestartet.

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Heizölrückstoßabdämpfung hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Heizölrückstoßabdämpfung hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Als ersten Schritt könnte man z.B. alle Benziner und Diesel mit <2 Insassen verbieten, die kein Lieferverkehr sind Smilie


Ich gehöre ja hier zu der Minderheit die gern Auto fährt und gerade der Aspekt, dass ich im Auto allein unterwegs sein kann gehört zu den sehr angenehmen Seiten dieses Fortbewegungsmittels. Ich hasse es, mich mit anderen Menschen in Öffis zwängen zu müssen und würde auch noch das Auto benutzen, wenn alle anderen Forbewegungsmittel kostenlos wären.


Egoist.


Da kann ich mit leben. Ich weiß, dass das nicht rational ist, aber Autofahren macht mir eben Spaß und seit ich den Benz habe sogar noch mehr als vorher. Mit Vollgas und lauter Musik über die Autobahn zu brettern ist für mich eine der schönsten Dinge die man im angezogenen Zustand machen kann. Das ist leider so und das kann ich auch nicht ändern.
Dafür fliege ich nicht um die halbe Welt um Urlaub zu machen. Schulterzucken

Alchemist hat folgendes geschrieben:
Heizölrückstoßabdämpfung hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Als ersten Schritt könnte man z.B. alle Benziner und Diesel mit <2 Insassen verbieten, die kein Lieferverkehr sind Smilie


Ich gehöre ja hier zu der Minderheit die gern Auto fährt und gerade der Aspekt, dass ich im Auto allein unterwegs sein kann gehört zu den sehr angenehmen Seiten dieses Fortbewegungsmittels. Ich hasse es, mich mit anderen Menschen in Öffis zwängen zu müssen und würde auch noch das Auto benutzen, wenn alle anderen Forbewegungsmittel kostenlos wären.


Ich auch. Ich hasse den Öffi, nutze ihn aber zwecks Vernunft in Hamburg trotzdem


In Großstädten benutze ich mein Auto auch nicht, weil das immer ein Krampf ist, tatsächlich nutze ich da freiwillig die Öffis, auch wenn es mich ankotzt.

Seit mein Sohn geboren ist, laufe ich alle Strecken bis ca. 3 Km zu Fuß, vorher bin ich die immer gefahren, aber das Laufen ist gesünder und macht mir mittlerweile Spaß, auch ohne den Kleinen dabei zu haben.


Ich kann das nachvollziehen, Heizöl; ich fahre auch gern mit dem Auto, aber weniger wegen dem Geschwindigkeitsrausch auf der Autobahn, sondern weil man einfach in einer Fahrkabine seine eigene Musik hören kann oder einfach Ruhe hat, wenn man möchte und nicht hören muss, wie andere in ihre Smartphone schreien oder was auch immer da so an unfreiwilliger Zeugenschaft stattfinden kann.

Deswegen bin ich auch dafür, den ÖPNV völlig umzugestalten, mit privaten Kabinen für eine bis x Personen (individuell verstellbar) und mit Fahrzeugen flexibler Länge, die auf eigenen, Leitspurgesteuerten Fahrbahnen automatisch ihr Ziel ansteuern.

In so ein neu zu konzipierendendes Verkehrssystem könnten Elemente aus Auto, Bus & Straßenbahn einfließen, aber eben auch neue, bisher noch nicht existierende Elemente ...-


Was mich wundert, wieso Seilbahnen nicht häufiger zum Einsatz kommen.
Es hat einige vorteile, die Öfis und Individualverkehr haben.
Man braucht nicht auf die nächste Bahn warten, sitzt nicht mit fremde Leute zusammen, und man braucht keinen Parkplatz. Außerdem ist der Platzbedarf für eine Seilbahn äußerst gering.
_________________
Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
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Marcellinus
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Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 6871

Beitrag(#2165169) Verfasst am: 28.01.2019, 21:12    Titel: Antworten mit Zitat

An Entwürfe für solche Verkehrsmittel, die wie Seilbahnen aus Einzelkabinen bestanden, aber ähnlich wie die Wuppertaler Schwebebahn durch Städte führen sollten, kann ich mich Ende der 1960er Jahre erinnern. Das Ziel war, einem drohenden Verkehrsinfarkt durch ein Verkehrsmittel zu entkommen, daß die Vorteile des Individualverkehrs mit denen eines öffentlichen Verkehrs verband. Es,war überhaupt eine Zeit großer Kreativiät und Zukunftshoffnung. Nicht zu vergleichen mit heute, obwohl wir doch technisch wie finanziell erheblich größere Mittel haben.
_________________
"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

Friedrich Nietzsche
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sehr gut
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Beitrag(#2165170) Verfasst am: 28.01.2019, 21:35    Titel: Re: Vor- und Nachteile diverser Verkehrsmittel. Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Was mich wundert, wieso Seilbahnen nicht häufiger zum Einsatz kommen.
Es hat einige vorteile, die Öfis und Individualverkehr haben.
Man braucht nicht auf die nächste Bahn warten, sitzt nicht mit fremde Leute zusammen, und man braucht keinen Parkplatz. Außerdem ist der Platzbedarf für eine Seilbahn äußerst gering.

Schau mal in die bergige Stadt La Paz(Bolivien), da wurde eine Seilbahn als ÖPNV gebaut.
Liniennetz Seilbahn:

https://de.wikipedia.org/wiki/Seilbahnnetz_La_Paz
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Louseign
selbsternannter Ernenner



Anmeldungsdatum: 02.06.2006
Beiträge: 5503

Beitrag(#2165275) Verfasst am: 29.01.2019, 22:17    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Es,war überhaupt eine Zeit großer Kreativiät und Zukunftshoffnung. Nicht zu vergleichen mit heute, obwohl wir doch technisch wie finanziell erheblich größere Mittel haben.

Wenn wir heutzutage wirklich erheblich größere finanzielle Mittel haben sollten, dann scheitert es offenbar an der Profitgier der Betreiber. Was ich heutzutage im Alltag des ÖPNV erlebe, ist nichts anderes als Mangelverwaltung: schlecht gewartete Fahrzeuge (geschätzt ein Achtel der Türen sind grundsätzlich wegen eines Defekts verriegelt), immer wieder Weichen- oder Oberleitungsstörungen, was für zum Teil erhebliche Verzögerungen sorgt. Wenn das Wetter einmal Kapriolen schlägt, dann ist sowieso Land unter, dann fährt nichts mehr pünktlich.

Dann kommt es auch schon mal vor, dass du auf der Fahrt zum Fernzug plötzlich aus der Straßenbahn geschmissen wirst, weil wegen eines technischen Defekts die sichere Weiterfahrt nicht mehr gewährleistet ist. Die Platzreservierung im Fernzug kannst du dann natürlich vergessen, den Zug erreichst du auch dann nicht mehr rechtzeitig, wenn du einen Zeitpuffer für eventuelle Verzögerungen einkalkuliert hast.

Hinzu kommt noch der tägliche Wahnsinn mit überfüllten Fahrzeugen. Von Tokioter Verhältnissen sind wir ja zum Glück noch um einiges entfernt (ich glaube, dort würde ich Schreikrämpfe bekommen), aber dennoch: auch in DE ist es zu bestimmten Zeiten schon schlimm genug. Gerade die Enge ist ja ein Aspekt, bei dem die Profitgier auch bei anderen Verkehrsmitteln nicht halt macht: auch in Flugzeugen geht die Tendenz mittlerweile dahin, die Platzverhältnisse bis zur Grenze der gesetzlichen Zulässigkeit hin einzuschränken.

Ein gut funktionierender ÖPNV mit kleinen Fahrzeugeinheiten, in denen auch jeder Fahrgast genügend Platz hat, wird daher wohl ein ewiger Wunschtraum bleiben.
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sehr gut
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Beitrag(#2165278) Verfasst am: 29.01.2019, 23:07    Titel: Antworten mit Zitat

Louseign hat folgendes geschrieben:
auch in Flugzeugen geht die Tendenz mittlerweile dahin, die Platzverhältnisse bis zur Grenze der gesetzlichen Zulässigkeit hin einzuschränken.

Welche Gesetze meinst du? Ich kenne kein nationales/internationales Gesetz welches zB eine Mindest-Sitz-Grösse/Abstand vorschreibt. Du?

Ich habe gelesen das Airbus für Langstreckenflüge eine Mindestbreite als 'Industriestandard' haben wollte: "In 2013, Airbus said, for long haul flights, there should be an industry standard for a minimum seat width of 18-inches in economy cabins, but its rival Boeing argued it was up for airlines to decide." (wiki)
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
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Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2165279) Verfasst am: 29.01.2019, 23:14    Titel: Antworten mit Zitat

Louseign hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Es,war überhaupt eine Zeit großer Kreativiät und Zukunftshoffnung. Nicht zu vergleichen mit heute, obwohl wir doch technisch wie finanziell erheblich größere Mittel haben.

Wenn wir heutzutage wirklich erheblich größere finanzielle Mittel haben sollten, dann scheitert es offenbar an der Profitgier der Betreiber. Was ich heutzutage im Alltag des ÖPNV erlebe, ist nichts anderes als Mangelverwaltung: schlecht gewartete Fahrzeuge (geschätzt ein Achtel der Türen sind grundsätzlich wegen eines Defekts verriegelt), immer wieder Weichen- oder Oberleitungsstörungen, was für zum Teil erhebliche Verzögerungen sorgt. Wenn das Wetter einmal Kapriolen schlägt, dann ist sowieso Land unter, dann fährt nichts mehr pünktlich.

Dann kommt es auch schon mal vor, dass du auf der Fahrt zum Fernzug plötzlich aus der Straßenbahn geschmissen wirst, weil wegen eines technischen Defekts die sichere Weiterfahrt nicht mehr gewährleistet ist. Die Platzreservierung im Fernzug kannst du dann natürlich vergessen, den Zug erreichst du auch dann nicht mehr rechtzeitig, wenn du einen Zeitpuffer für eventuelle Verzögerungen einkalkuliert hast.

Hinzu kommt noch der tägliche Wahnsinn mit überfüllten Fahrzeugen. Von Tokioter Verhältnissen sind wir ja zum Glück noch um einiges entfernt (ich glaube, dort würde ich Schreikrämpfe bekommen), aber dennoch: auch in DE ist es zu bestimmten Zeiten schon schlimm genug. Gerade die Enge ist ja ein Aspekt, bei dem die Profitgier auch bei anderen Verkehrsmitteln nicht halt macht: auch in Flugzeugen geht die Tendenz mittlerweile dahin, die Platzverhältnisse bis zur Grenze der gesetzlichen Zulässigkeit hin einzuschränken.

Ein gut funktionierender ÖPNV mit kleinen Fahrzeugeinheiten, in denen auch jeder Fahrgast genügend Platz hat, wird daher wohl ein ewiger Wunschtraum bleiben.


Von welche ÖPNV sprichst Du? In Stuttgart ist zwar nicht alles 100%, aber von Zustände die Du beschreibst, meilenweit entfernt.
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Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
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Louseign
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Beitrag(#2165280) Verfasst am: 29.01.2019, 23:38    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Von welche ÖPNV sprichst Du? In Stuttgart ist zwar nicht alles 100%, aber von Zustände die Du beschreibst, meilenweit entfernt.

Tja, ein Besuch in Köln lohnt doch immer. zynisches Grinsen

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Welche Gesetze meinst du?

Geschockt Oh! Du meinst, in der zivilen Luftfahrt gibt es gar keine Gesetze? Daran habe ich noch gar nicht gedacht...
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sehr gut
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Beitrag(#2165281) Verfasst am: 30.01.2019, 00:04    Titel: Antworten mit Zitat

Louseign hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Welche Gesetze meinst du?

Geschockt Oh! Du meinst, in der zivilen Luftfahrt gibt es gar keine Gesetze? Daran habe ich noch gar nicht gedacht...

Nochmal, du schriebst:
Zitat:
auch in Flugzeugen geht die Tendenz mittlerweile dahin, die Platzverhältnisse bis zur Grenze der gesetzlichen Zulässigkeit hin einzuschränken.

Ich kenne kein Luftfahrt-Gesetz welches ein Mindest-"Platzverhältnis" beschreibt. Sowas kenn ich bei Hühnern oder Schweinen im Stall, aber nicht bei Menschen im Flugzeug, selbst Stehplätze sind da denkbar.

Prototyp Stehplatz Flugzeug:
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Louseign
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Beitrag(#2165282) Verfasst am: 30.01.2019, 00:29    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Nochmal, du schriebst:
Zitat:
auch in Flugzeugen geht die Tendenz mittlerweile dahin, die Platzverhältnisse bis zur Grenze der gesetzlichen Zulässigkeit hin einzuschränken.

Ich kenne kein Luftfahrt-Gesetz welches ein Mindest-"Platzverhältnis" beschreibt. Sowas kenn ich bei Hühnern oder Schweinen im Stall, aber nicht bei Menschen im Flugzeug, selbst Stehplätze sind da denkbar.

Prototyp Stehplatz Flugzeug:

Da hilft dann wohl nur eines: »Schwein sein!« Oder doch lieber Huhn? Na, wer weiß...

Wie heißt es doch immer so schön: »Die Menschenwürde ist unantastbar."

Ja, genau.
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sehr gut
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Beitrag(#2165283) Verfasst am: 30.01.2019, 00:44    Titel: Antworten mit Zitat

Louseign hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Nochmal, du schriebst:
Zitat:
auch in Flugzeugen geht die Tendenz mittlerweile dahin, die Platzverhältnisse bis zur Grenze der gesetzlichen Zulässigkeit hin einzuschränken.

Ich kenne kein Luftfahrt-Gesetz welches ein Mindest-"Platzverhältnis" beschreibt. Sowas kenn ich bei Hühnern oder Schweinen im Stall, aber nicht bei Menschen im Flugzeug, selbst Stehplätze sind da denkbar.

Prototyp Stehplatz Flugzeug:

Da hilft dann wohl nur eines: »Schwein sein!«

zwinkern

Was Beschränkung von Menschenmassen im Flugzeug betrifft: Die Zulassungsbestimmung eines Flugzeugtyps ist die Evakuierungsübung mit 'echten Menschen', mit noch mehr Menschen bräuchte es noch mehr Notausgänge(die selbst Raum in Anspruch nehmen können). Da ist eine Grenze(wenn man nicht die Evakuierungszeit erweitert).

Beispiel: Der A380 musste vor der Zulassung bei einer überprüften Übung zeigen das 880 Menschen in max 90 Sekunden das Flugzeug verlassen können. (Video)
In der Realität mit Kindern, Älteren, Angetrunkenen etc dürfte die Zeit kaum ausreichen.
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Louseign
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Beitrag(#2165284) Verfasst am: 30.01.2019, 01:38    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:

zwinkern

Was Beschränkung von Menschenmassen im Flugzeug betrifft: Die Zulassungsbestimmung eines Flugzeugtyps ist die Evakuierungsübung mit 'echten Menschen', mit noch mehr Menschen bräuchte es noch mehr Notausgänge(die selbst Raum in Anspruch nehmen können). Da ist eine Grenze(wenn man nicht die Evakuierungszeit erweitert).

Beispiel: Der A380 musste vor der Zulassung bei einer überprüften Übung zeigen das 880 Menschen in max 90 Sekunden das Flugzeug verlassen können. (Video)
In der Realität mit Kindern, Älteren, Angetrunkenen etc dürfte die Zeit kaum ausreichen.

Wenn ich allein deine Smilies in Betracht ziehe, so kann ich mir noch keinen richtigen Reim darauf machen.

Wenn ich allerdings deine Links betrachte und dazu die ergänzende Kommentierung in Erwägung ziehe, dann muss ich wohl eher vermuten, dass du mich in eine depressive Stimmung bringen wilst. – Ist das dein Anliegen?
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sehr gut
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Beitrag(#2165286) Verfasst am: 30.01.2019, 02:03    Titel: Antworten mit Zitat

Louseign hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:

zwinkern

Was Beschränkung von Menschenmassen im Flugzeug betrifft: Die Zulassungsbestimmung eines Flugzeugtyps ist die Evakuierungsübung mit 'echten Menschen', mit noch mehr Menschen bräuchte es noch mehr Notausgänge(die selbst Raum in Anspruch nehmen können). Da ist eine Grenze(wenn man nicht die Evakuierungszeit erweitert).

Beispiel: Der A380 musste vor der Zulassung bei einer überprüften Übung zeigen das 880 Menschen in max 90 Sekunden das Flugzeug verlassen können. (Video)
In der Realität mit Kindern, Älteren, Angetrunkenen etc dürfte die Zeit kaum ausreichen.

Wenn ich allein deine Smilies in Betracht ziehe, so kann ich mir noch keinen richtigen Reim darauf machen.

Wenn ich allerdings deine Links betrachte und dazu die ergänzende Kommentierung in Erwägung ziehe, dann muss ich wohl eher vermuten, dass du mich in eine depressive Stimmung bringen wilst. – Ist das dein Anliegen?

Nein, ich zeig das es zwar kein (mir bekanntes) Gesetz für Platz im Flugzeug gibt, aber das ganze durch eine andere Seite limitiert wird. Unter realistischen Bedingungen müsste für die Evakuierung die erlaubte Anzahl Menschen im Flugzeug eher halbiert werden d.h. der aktuelle Stand geht eigentlich jetzt schon nicht mehr. Für mich ähnelt das Verbrauchsangaben von Autoherstellern, wenn die unter unrealistischen Optimalbedingungen ermittelt werden kann da was anderes bei rauskommen wie bei eher realistischen Tests.

Mindestplatz bei Beförderungsunternehmen wär aber eh mal dran, wenn ich an bestimmte Plätze im ÖPNV-Bus denke frage ich mich sowieso ob da nur Kinder oder Erwachsene bis 1.55m getestet wurden.
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fwo
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Beitrag(#2165288) Verfasst am: 30.01.2019, 03:56    Titel: Antworten mit Zitat

Louseign hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Es,war überhaupt eine Zeit großer Kreativiät und Zukunftshoffnung. Nicht zu vergleichen mit heute, obwohl wir doch technisch wie finanziell erheblich größere Mittel haben.

Wenn wir heutzutage wirklich erheblich größere finanzielle Mittel haben sollten, dann scheitert es offenbar an der Profitgier der Betreiber. ...

Zum Ausmaß dieser Profitgier kann ich nichts sagen, aber ich will mal ein bisschen auf den historischen Hintergrund hinweisen:
Ich kenne unser Bahnsystem aus eigener Erfahrung in den 70ern. Da hatte der Aufbau nach dem Krieg zu einem Bahnsystem geführt, um das wir weltweit beneidet wurden, obwohl damals die Gesamtstreckenlänge bereits rückläufig war (1950 hatte das Bahnnetz eine Länge von ca 4600km, heute noch ca 4100km). Die wirtschaftliche Entwicklung und die politische Förderung bevorzugte schon damals das Auto, dem die Straßen vom Staat zur Verfügung gestellt wurden, während man bei der Bahn die These vertrat, dass die ihre Strecken selbst finanzieren sollte. Die steigende (auto-)mobilität der Deutschen ermöglichte länger Pendlerwege, die steigende Zentralisierung der Produktion führte zu einem Ausbau des Straßennetzes. Als Kennzeichnung mal die Geschichte der Autobahn in Zahlen:
1950 2100Km
1970 4100km
1990 8800km
1995 11100km mit neuen Bundesländern
2018 13000km
Während in Anpassung an den größeren Transportbedarf das Streckennetz für Automobile zwischen 1950 und 1990 vervierfacht wurde, wurde das Streckennetz der Bahn abgebaut. Gleichzeitig wurde die Bahn privatisiert, d.h. gezwungen, "schwarze Zahlen" zu schreiben, etwas, was es im Straßenverkehr nicht gibt.

Das Grundproblem hier ist in meinen Augen nicht die Profitgier der Betreiber, sondern fast seit Beginn dieser Republik Verkehrsminister, die im Wesentlichen Autolobbyisten waren, die mit ihren Entscheidungen verhinderten, dass die Bahn konkurrenzfähig bleib. Die Bahn wurde politisch abgewickelt.
_________________
Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

The skills you use to produce the right answer are exactly the same skills you use to evaluate the answer. Isso.

Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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Beitrag(#2165306) Verfasst am: 30.01.2019, 17:41    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
ich will mal ein bisschen auf den historischen Hintergrund hinweisen:
Ich kenne unser Bahnsystem aus eigener Erfahrung in den 70ern. Da hatte der Aufbau nach dem Krieg zu einem Bahnsystem geführt, um das wir weltweit beneidet wurden, obwohl damals die Gesamtstreckenlänge bereits rückläufig war (1950 hatte das Bahnnetz eine Länge von ca 4600km, heute noch ca 4100km).

In der sowj. Besatzungszone wurden Bahngleise als Reparationszahlung abgebaut, mit Ausnahme wurde bei 2-gleisigen Strecken eine davon entfernt. Trotzdem: Zeitweise wurden bei der Deutschen Reichsbahn mehr Güter transportiert als auf dem mehr als doppelt so großen Netz der Deutschen Bundesbahn. 1986 erreichte die DR einen Beförderungsgrad von 86 % für Waren (über deren gesamten Transportweg und für alle transportierten Güter betrachtet). In der DDR wurde auf den Gütertransport mit der Bahn gesetzt. In der BRD stattdessen mit dem LKW.
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Louseign
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Beitrag(#2165377) Verfasst am: 31.01.2019, 19:03    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Mindestplatz bei Beförderungsunternehmen wär aber eh mal dran, wenn ich an bestimmte Plätze im ÖPNV-Bus denke frage ich mich sowieso ob da nur Kinder oder Erwachsene bis 1.55m getestet wurden.
Ja, das kann ich nur bestätigen. Zu allem Überfluss werden in die Sitzlehnen aus Kunststoff noch Beulen eingebaut, die bei kleineren Personen vielleicht den Rücken unterstützen könnten, für größere Personen jedenfalls aber eine einzige Qual sind. Traurig

Diese ultrabequemen Sitze wollt ihr nicht wirklich ausprobieren:



Auf dem Bild sieht man die Beule in der Rückenlehne ja nicht so richtig, aber die hat's in sich.


Zuletzt bearbeitet von Louseign am 31.01.2019, 19:35, insgesamt einmal bearbeitet
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Louseign
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Beitrag(#2165379) Verfasst am: 31.01.2019, 19:17    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Das Grundproblem hier ist in meinen Augen nicht die Profitgier der Betreiber, sondern fast seit Beginn dieser Republik Verkehrsminister, die im Wesentlichen Autolobbyisten waren, die mit ihren Entscheidungen verhinderten, dass die Bahn konkurrenzfähig bleib. Die Bahn wurde politisch abgewickelt.

Bei näherem Hinsehen müsste ich es dann wohl eher allgemeiner formulieren: die größeren finanziellen Resourcen, von denen Marcellinus weiter oben sprach, kommen beim Kunden des ÖPV jedenfalls nicht an. Deswegen wird der Traum Skeptikers vom »individuellen« öffentlichen Verkehrsmittel auch eher Utopie bleiben.
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fwo
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Beitrag(#2165385) Verfasst am: 31.01.2019, 20:05    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
ich will mal ein bisschen auf den historischen Hintergrund hinweisen:
Ich kenne unser Bahnsystem aus eigener Erfahrung in den 70ern. Da hatte der Aufbau nach dem Krieg zu einem Bahnsystem geführt, um das wir weltweit beneidet wurden, obwohl damals die Gesamtstreckenlänge bereits rückläufig war (1950 hatte das Bahnnetz eine Länge von ca 4600km, heute noch ca 4100km).

In der sowj. Besatzungszone wurden Bahngleise als Reparationszahlung abgebaut, mit Ausnahme wurde bei 2-gleisigen Strecken eine davon entfernt. Trotzdem: Zeitweise wurden bei der Deutschen Reichsbahn mehr Güter transportiert als auf dem mehr als doppelt so großen Netz der Deutschen Bundesbahn. 1986 erreichte die DR einen Beförderungsgrad von 86 % für Waren (über deren gesamten Transportweg und für alle transportierten Güter betrachtet). In der DDR wurde auf den Gütertransport mit der Bahn gesetzt. In der BRD stattdessen mit dem LKW.

zwinkern Das kann man natürlich auch als aktive Entscheidung hinstellen.
Ich weiß nicht so viel von der DDR-Wirtschaft. Was ich noch im Kopf habe, sind einige Jahre Wartezeit für jenes lustige zweitaktgetriebene Gefährt, dessen selbstgetunte Ralley-Version mit dem Kosenamen Rennbabbe belegt war. Auch seine Plastekarosse war keine Geburt des Fortschritts, sondern eine des Stahlmangels.

Deshalb mal meine Frage an Dich: Wie hoch schätzt Du bei der vorhandenen Material- und Devisenknappheit überhaupt die Möglichkeiten der DDR ein, einen entsprechenden Güterverkehr mit Lastwagen zu organisieren, der sowohl mehr Straßen als auch mehr Benzin (=Devisen) als auch mehr Motoren braucht?
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Beitrag(#2165387) Verfasst am: 31.01.2019, 20:27    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
ich will mal ein bisschen auf den historischen Hintergrund hinweisen:
Ich kenne unser Bahnsystem aus eigener Erfahrung in den 70ern. Da hatte der Aufbau nach dem Krieg zu einem Bahnsystem geführt, um das wir weltweit beneidet wurden, obwohl damals die Gesamtstreckenlänge bereits rückläufig war (1950 hatte das Bahnnetz eine Länge von ca 4600km, heute noch ca 4100km).

In der sowj. Besatzungszone wurden Bahngleise als Reparationszahlung abgebaut, mit Ausnahme wurde bei 2-gleisigen Strecken eine davon entfernt. Trotzdem: Zeitweise wurden bei der Deutschen Reichsbahn mehr Güter transportiert als auf dem mehr als doppelt so großen Netz der Deutschen Bundesbahn. 1986 erreichte die DR einen Beförderungsgrad von 86 % für Waren (über deren gesamten Transportweg und für alle transportierten Güter betrachtet). In der DDR wurde auf den Gütertransport mit der Bahn gesetzt. In der BRD stattdessen mit dem LKW.

zwinkern Das kann man natürlich auch als aktive Entscheidung hinstellen.
Ich weiß nicht so viel von der DDR-Wirtschaft. Was ich noch im Kopf habe, sind einige Jahre Wartezeit für jenes lustige zweitaktgetriebene Gefährt, dessen selbstgetunte Ralley-Version mit dem Kosenamen Rennbabbe belegt war. Auch seine Plastekarosse war keine Geburt des Fortschritts, sondern eine des Stahlmangels.

Deshalb mal meine Frage an Dich: Wie hoch schätzt Du bei der vorhandenen Material- und Devisenknappheit überhaupt die Möglichkeiten der DDR ein, einen entsprechenden Güterverkehr mit Lastwagen zu organisieren, der sowohl mehr Straßen als auch mehr Benzin (=Devisen) als auch mehr Motoren braucht?

Geringer - und bei Entscheidungen der 50er/60er würde ich Umweltschutz etc kaum beachten.
Nutzen vorhandener Verkehrsmittel dürfte erstmal billiger sein, statt Aufbau einer neuen Infrastruktur die auch noch Energieträger aus dem Ausland braucht.

Bloß weil jemand wenig Mittel und Möglichkeiten hat bedeutet das nicht das der eingeschlagene Weg schlecht sein muß, er ist eben von den eingeschränkten Mitteln mit bestimmt worden.
Und wer viele Mittel und Möglichkeiten hat muß deshalb nicht einen guten/nachhaltigen Weg einschlagen.
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Beitrag(#2165459) Verfasst am: 01.02.2019, 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Louseign hat folgendes geschrieben:
Traum ... vom »individuellen« öffentlichen Verkehrsmittel

Sowas nennt man Leihfahrrad.

https://www.adfc.de/artikel/oeffentliche-leihfahrraeder/
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Beitrag(#2165488) Verfasst am: 01.02.2019, 18:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hat wieder mal nichts mit den "Dieselabgas-Betrug" zu tun. Deshalb hier.

Heizölrückstoßabdämpfung hat folgendes geschrieben:
Manche Menschen wollen/brauchen kein Statussymbol, möchten aber möglichst komfortabel reisen und da schneiden die dicken Karren numal besser ab, als irgendwelche Billigkisten. Schulterzucken

Für mich ist Komfortabel, wenn ich selber nichts tun muß außer ein- und aussteigen.
Aber wenns Spaß macht... Schulterzucken ist es eigentlich bereits Erklärung genug. Da bin ich halt anders gestrickt.
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Beitrag(#2165500) Verfasst am: 01.02.2019, 19:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde Radfahren echt geil. Nachteil ist die Kälte im Winter. Die letzten beiden Jahre war ich zwar auch im Winter mit dem Rad unterwegs. Aber diesen Winter bin ich ein Weichei.
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Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2165506) Verfasst am: 01.02.2019, 19:35    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Ich finde Radfahren echt geil. Nachteil ist die Kälte im Winter. Die letzten beiden Jahre war ich zwar auch im Winter mit dem Rad unterwegs. Aber diesen Winter bin ich ein Weichei.


Noch haben wir hier keine -35° C wie im Mittelwesten dort drüben.

Problem im Winter ist aber stets die Glätte, die frühe und lange Dunkelheit, in Kombination mit dünnen und von Straßen/Straßenmündungen gekreuzten Radwegen.

Aber klar, im Wald oder an der Isar fährt es sich ganz nett und mit guter Kleidung auch im Winter.
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"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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zelig
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Beitrag(#2165517) Verfasst am: 01.02.2019, 20:29    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Ich finde Radfahren echt geil. Nachteil ist die Kälte im Winter. Die letzten beiden Jahre war ich zwar auch im Winter mit dem Rad unterwegs. Aber diesen Winter bin ich ein Weichei.


Noch haben wir hier keine -35° C wie im Mittelwesten dort drüben.

Problem im Winter ist aber stets die Glätte, die frühe und lange Dunkelheit, in Kombination mit dünnen und von Straßen/Straßenmündungen gekreuzten Radwegen.

Aber klar, im Wald oder an der Isar fährt es sich ganz nett und mit guter Kleidung auch im Winter.


Ja, genau. Wenn man früh morgens über die Theresienwiese fährt, und man registriert erst beim Bremsen, daß die mit einer dünnen Eisschicht überzogen ist, liegt man blitzschnell auf der Fresse, bevor man versteht, was passiert ist. So geschehen letztes Jahr. : )
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Louseign
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Beitrag(#2165525) Verfasst am: 01.02.2019, 22:22    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Ich finde Radfahren echt geil.

Ja, da stimme ich dir zu. Allerdings bin ich eher so ein Schönwetter-Freizeit-Fahrer; aber wenn es mich einmal gepackt hat, kann ich manchmal so leicht nicht wieder aufhören. Dann kann es passieren, dass aus einer geplanten 20km-Tour 50 km werden, weil ich unterwegs beschließe, dass ich doch jetzt noch nicht wieder nach Hause fahren kann, sondern gerne noch hierhin und dorthin gondeln möchte. zwinkern
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Heizölrückstoßabdämpfung
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Beitrag(#2165730) Verfasst am: 04.02.2019, 10:28    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Hat wieder mal nichts mit den "Dieselabgas-Betrug" zu tun. Deshalb hier.

Heizölrückstoßabdämpfung hat folgendes geschrieben:
Manche Menschen wollen/brauchen kein Statussymbol, möchten aber möglichst komfortabel reisen und da schneiden die dicken Karren numal besser ab, als irgendwelche Billigkisten. Schulterzucken

Für mich ist Komfortabel, wenn ich selber nichts tun muß außer ein- und aussteigen.
Aber wenns Spaß macht... Schulterzucken ist es eigentlich bereits Erklärung genug. Da bin ich halt anders gestrickt.


Innerhalb einer Großstadt stimme ich Dir zu, aber auf längeren Strecken ist das Auto einfach um Längen besser. Das gilt auch fürs Pendeln in ländlichen Regionen.
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vrolijke
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Beitrag(#2165733) Verfasst am: 04.02.2019, 11:24    Titel: Antworten mit Zitat

Heizölrückstoßabdämpfung hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Hat wieder mal nichts mit den "Dieselabgas-Betrug" zu tun. Deshalb hier.

Heizölrückstoßabdämpfung hat folgendes geschrieben:
Manche Menschen wollen/brauchen kein Statussymbol, möchten aber möglichst komfortabel reisen und da schneiden die dicken Karren numal besser ab, als irgendwelche Billigkisten. Schulterzucken

Für mich ist Komfortabel, wenn ich selber nichts tun muß außer ein- und aussteigen.
Aber wenns Spaß macht... Schulterzucken ist es eigentlich bereits Erklärung genug. Da bin ich halt anders gestrickt.


Innerhalb einer Großstadt stimme ich Dir zu, aber auf längeren Strecken ist das Auto einfach um Längen besser. Das gilt auch fürs Pendeln in ländlichen Regionen.


Immer da, wo es Sinn macht.
Ich kenne aber auch Leute, die bequem von Tür zu Tür öffentlich fahren könnten, sich aber lieber allein ins Auto setzen, und Morgens und Abends den ständigen Stau verfluchen. Fahren deshalb nicht öffentlich, "weil alles zu voll. Stinkig, unpünktlich und was-weiß-ich-noch-alles ist". In Wirklichkeit aber noch nie gefahren sind.
Vielleicht wollen sie auch nicht zugeben, dass sie soziophob sind.
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fwo
Caterpillar D9



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Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2165735) Verfasst am: 04.02.2019, 11:59    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Ich finde Radfahren echt geil. Nachteil ist die Kälte im Winter. Die letzten beiden Jahre war ich zwar auch im Winter mit dem Rad unterwegs. Aber diesen Winter bin ich ein Weichei.


Noch haben wir hier keine -35° C wie im Mittelwesten dort drüben.

Problem im Winter ist aber stets die Glätte, die frühe und lange Dunkelheit, in Kombination mit dünnen und von Straßen/Straßenmündungen gekreuzten Radwegen.

Aber klar, im Wald oder an der Isar fährt es sich ganz nett und mit guter Kleidung auch im Winter.


Ja, genau. Wenn man früh morgens über die Theresienwiese fährt, und man registriert erst beim Bremsen, daß die mit einer dünnen Eisschicht überzogen ist, liegt man blitzschnell auf der Fresse, bevor man versteht, was passiert ist. So geschehen letztes Jahr. : )

Kann es sein, dass Du das Fahrrad früher nie als Verkehrsmittel, sondern als Freizeitgerät gesehen und deshalb von der Benutzung unter suboptimalen Bedingungen abgesehen hast?

Es ist aus meiner Zeit als Radfahrer, dass ich nicht etwa Glatteis, sondern nur den gefrorenen feuchten Asphalt bereits an einer Marmorierung der Oberfläche erkenne, die andere Leute anscheinend nicht wahrnehmen. Das ist etwas, was einen im Auto mit 4 Rädern, Winterreifen und ABS nicht sonderlich interessieren muss, weil diese Gefährte relativ zu einem Fahrrad einfach nur äußerst gutmütig sind***. Bei den schmalen Rädern eines Fahrrades heißt das aber bereits, dass Du in den Kurven nicht zu schnell sein darfst, und bremsen bitte nur am Hinterrad zu geschehen hat.

Glatteis habe ich einmal in meinem Leben "übersehen": Da war ich vielleicht 15 oder 16 und fuhr mit dem Fahrrad zur Schule, und zwar so, dass, wie ich Jahre später einmal zufällig erfuhr, andere Leute mich als "Zeitgeber" benutzt haben. Ich hatte 6Km Schulweg, fuhr 7:50 zu Hause los, und hatte den Ehrgeiz, den Klassenraum direkt vor dem Lehrer oder gleichzeitig mit ihm zu betreten. Dabei hat mir ein aus einer Seitenstraße kommender Wagen die Vorfahrt genommen, und es kam nur deshalb nicht zu einem Zusammenstoß, weil ich - mit dem Körper waagerecht auf der Straße rutschend - dann doch einen kürzeren Bremsweg hatte, als wenn ich versucht hätte, das ohne Hinfallen zu machen. Bei solchen Gelegenheiten war ich später vorsichtiger.

*** Aber die Physik ist mir seitdem bei glatten Straßen derart gegenwärtig, dass ich mich, als ich Jahre später die Zwerge auf dem Weg zur Arbeit beim Waldkindergarten vorbeibrachte, auf dem alsphaltierten Weg durch den Wald regelmäßig über die jungen Mütter gewundert habe, die dort im Winter aus Angst die ganze Strecke konstant mit 30km/h gefahren sind. Das ging mir auf den übersichtlichen geraden Strecken immer auf den Geist, ich habe aber immer viel Abstand gehalten, weil es für die Kurven eigentlich eben zu schnell war. Sie sind aber glücklicherweise immer mit ein bisschen Schleudern durchgekommen. Mit dem Fahrrad wären sie bei dem Tempo und auf dieser Straße einfach nur im Graben gelandet.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

The skills you use to produce the right answer are exactly the same skills you use to evaluate the answer. Isso.

Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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zelig
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Beitrag(#2165762) Verfasst am: 04.02.2019, 18:27    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Ich finde Radfahren echt geil. Nachteil ist die Kälte im Winter. Die letzten beiden Jahre war ich zwar auch im Winter mit dem Rad unterwegs. Aber diesen Winter bin ich ein Weichei.


Noch haben wir hier keine -35° C wie im Mittelwesten dort drüben.

Problem im Winter ist aber stets die Glätte, die frühe und lange Dunkelheit, in Kombination mit dünnen und von Straßen/Straßenmündungen gekreuzten Radwegen.

Aber klar, im Wald oder an der Isar fährt es sich ganz nett und mit guter Kleidung auch im Winter.


Ja, genau. Wenn man früh morgens über die Theresienwiese fährt, und man registriert erst beim Bremsen, daß die mit einer dünnen Eisschicht überzogen ist, liegt man blitzschnell auf der Fresse, bevor man versteht, was passiert ist. So geschehen letztes Jahr. : )

Kann es sein, dass Du das Fahrrad früher nie als Verkehrsmittel, sondern als Freizeitgerät gesehen und deshalb von der Benutzung unter suboptimalen Bedingungen abgesehen hast?


Falsch getippt.

fwo hat folgendes geschrieben:
Es ist aus meiner Zeit als Radfahrer, dass ich nicht etwa Glatteis, sondern nur den gefrorenen feuchten Asphalt bereits an einer Marmorierung der Oberfläche erkenne, die andere Leute anscheinend nicht wahrnehmen. Das ist etwas, was einen im Auto mit 4 Rädern, Winterreifen und ABS nicht sonderlich interessieren muss, weil diese Gefährte relativ zu einem Fahrrad einfach nur äußerst gutmütig sind***. Bei den schmalen Rädern eines Fahrrades heißt das aber bereits, dass Du in den Kurven nicht zu schnell sein darfst, und bremsen bitte nur am Hinterrad zu geschehen hat.


So ist es. Aber bei mir war die Morgendämmerung gerade angebrochen. Und ich bin schnurstracks entlang der großen Halbachse fast über die ganze Wiesn gefahren. Bis ich wegten einer Rinne meine Richtung ändern musst. Was sofort zum Sturz führte. ; )
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fwo
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Beitrag(#2165765) Verfasst am: 04.02.2019, 19:55    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
....

So ist es. Aber bei mir war die Morgendämmerung gerade angebrochen. Und ich bin schnurstracks entlang der großen Halbachse fast über die ganze Wiesn gefahren. Bis ich wegten einer Rinne meine Richtung ändern musst. Was sofort zum Sturz führte. ; )

Das ; ) sagt mir jetzt erfreulicherweise, dass alles relativ glimpflich verlief.

Dafür habe ich für die Kälte noch eine sehr hilfreiche Weisheit:

Wer auf dem Fahrrad friert, tritt nicht genug.
(allerdings kann das bei Glätte zu Zielkonflikten führen)

Ich werde gerade etwas wehmütig, wenn ich an meine Zeit als Radfahrer zurückdenke. Das waren immer 2 mal 40 Min Bewegung am Tag mit je einer kurzen Dusche danach. Das letzte Mal, dass ich öfter mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren bin, war vor ein paar Jahren bei einem Kunden in Münster, bei dem mir ein Mitarbeiter das nicht mehr benutzte Rad seines Vaters zur Verfügung gestellt hatte, solange ich vor Ort war. Das fand ich besser als mit dem Bus.

Im Moment reise ich zwar per Lichtgeschwindigkeit und trocken und ohne Glatteis (auf Deutsch, ich arbeite remote von zu Hause), aber dafür darf ich jetzt ein kombiniertes Kraft und Konditionstraining machen, um meinen Zustand einigermaßen zu erhalten - die andere Lösung fand ich besser.

Ich freue mich allerdings auf die Zeit mit längeren Tagen und trockenen Straßen . ich habe mich zur Wintersonnenwende zwinkern mit einem Paar neuer Inliner beschenkt, weil die alten sich auflösten.
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Beitrag(#2165770) Verfasst am: 04.02.2019, 20:17    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Im Moment reise ich zwar per Lichtgeschwindigkeit und trocken und ohne Glatteis (auf Deutsch, ich arbeite remote von zu Hause), aber dafür darf ich jetzt ein kombiniertes Kraft und Konditionstraining machen, um meinen Zustand einigermaßen zu erhalten - die andere Lösung fand ich besser.

Und eine eineinhalbstündige Rundfahrt per Rad nach der Arbeit ist keine Option?
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