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Ethnonationalismus
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 23618

Beitrag(#2171327) Verfasst am: 19.03.2019, 18:01    Titel: Ethnonationalismus Antworten mit Zitat

Der von mir sehr geschätzte Michael Blume hat über den Ethnonationalismus geschrieben. Wenn man die globale Entwicklung der letzten Jahre mit einem Begriff charakterisieren wollte, wäre der Begriff "Ethnonationalismus" vielleicht der sprechendste und genaueste Begriff zugleich.

Zitat:
Mit dem Begriff „Ethnonationalismus“ ist die schon alte, nationalistisch-rassistische Auffassung gemeint, wonach jedes Volk und jede Religionsgemeinschaft nur im „eigenen“ Gebiet leben dürfe und sowohl kulturelle wie auch biologische Verbindungen (als “Multikulturalismus” bzw. „Rassenschande“) zu unterbinden seien.
...
So vertrat der spätere SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann (1906 – 1962) nach dem karriereförderlichen Aufbau einer verschwörungsmythologischen Freimaurer-Sammlung lange einen ethnonationalistischen Antisemitismus, erzwang und förderte die Umsiedlung von Jüdinnen und Juden nach Palästina (wo sich dann 1948 Israel gründete) und besuchte gemeinsam mit einem Vorgesetzten dazu sogar Haifa.
...
Auch zum Beispiel der norwegische Terrorist Anders Breivik vertrat einen ethnonationalistischen Antisemitismus, als er am 22.07.2011 in Oslo und auf der Insel Utoya 77 Menschen ermordete. Viele Kommentatoren und auch Analysten reagierten (und reagieren) verwirrt, dass Breivik die Existenz des Staates Israel sogar begrüßte, seinen Hass auf Zuwanderer und insbesondere Muslime außerhalb ihrer Länder (!) ausdrückte – und dann aber vor allem Teilnehmende eines sozialdemokratischen Jugendcamps ermordete. Dabei hatte Breivik in seinem Online-Manifest bereits ausformuliert: Ihm genehme Juden zögen demnach nach Israel, um dort ihrerseits einen rassisch und kulturell möglichst einheitlichen Ethno-Staat aufzubauen. Dagegen hätten verschwörerische Juden gemeinsam mit vor allem linken Nichtjuden im Westen den „Multikulturalismus“ und die „Holocaust-Religion“ mitbegründet, um Europa zu unterwandern.
...
Ethnonationalistisch würdigte auch der US-amerikanische Alt-Right-Extremist Richard Spencer nach seinem bizarren “Hail Trump!”-Auftritt in Florida 2017 Israel als „Ethno-Staat“ für „Juden weltweit“ und rühmte in der gleichen Rede Polen, Ungarn und Russland als „europäische Staaten, die ihre Identität aufrecht erhalten wollen“.
...
Dass dann auch Robert Bowers am 27.10.2018 die “Tree-of-Life”-Synagoge in Pittsburgh angriff und Jüdinnen und Juden ermordete, um “sein Volk” vor deren angeblichen “Verschwörung” mit den “Invasoren” (Flüchtlingen) zu schützen, fügt sich leider nahtlos in die ethnonationalistische Ideologie ein.
...
Schon im Juni 2018 hatte ich entsprechend über den ethnonationalistischen Verschwörungsmythos des sog. „Hooton-Plans“ gebloggt – nur wenige Monate später entgleisten die Debatten um den UN-Migrationspakt tatsächlich. Die ungarischen, zutiefst ethnonationalistischen Soros-Juncker-Plakate und nun die Terrormorde von Christchurch, Neuseeland, bestätigen inzwischen meine schlimmsten Befürchtungen.
...
Wer tatsächlich immer noch glaubt, dieser Terror bedrohe “nur Muslime”, oder “nur Juden”, oder “nur Sozialdemokraten” (usw.) hat die explosive Gefahr des Ethnonationalismus nicht begriffen.
...
Der Ethnonationalismus entwickelt sich in rasender Geschwindigkeit zur global und digital dominierenden Variante des heutigen Antisemitismus und Rassismus. Und wieder bewahrheit sich: Wer eine vermeintliche Weltverschwörung vernichten will, vor dem ist keine Menschengruppe sicher. Die terroristische Gewalt gegen Migrantinnen und Muslime, gegen Demokratinnen und Juden, gegen Gottes- und Medienhäuser entspringt den gleichen, psychologischen Wurzeln wie schon die älteren Formen des Rassismus und Antisemitismus auch. Gerade auch diese Form des Verschwörungsglaubens bedroht uns tatsächlich alle.




https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/eichmann-breivik-spencer-und-der-terrorangriff-von-christchurch-der-ethnonationalismus-als-verbindung-aus-antisemitismus-und-rassismus/
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smallie
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Anmeldungsdatum: 02.04.2010
Beiträge: 2902

Beitrag(#2171379) Verfasst am: 20.03.2019, 01:38    Titel: F.E.A.R. = False Evidence Appearing Real. Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Der von mir sehr geschätzte Michael Blume hat über den Ethnonationalismus geschrieben.

Nichts gegen Blume, hab' ihn hier im Forum schon verteidigt in Sachen Geburtenrate bei Gläubigen und Ungläubigen. Da hat er überzeugend argumentiert und überzeugende Zahlen geliefert.

Diesmal fehlen allerdings Zahlen.

zelig hat folgendes geschrieben:
Wenn man die globale Entwicklung der letzten Jahre mit einem Begriff charakterisieren wollte, wäre der Begriff "Ethnonationalismus" vielleicht der sprechendste und genaueste Begriff zugleich.

Gar nicht. Blume kann sich nicht entscheiden, ob das alt ist oder eine neue Entwicklung.


Blume hat folgendes geschrieben:
Mit dem Begriff „Ethnonationalismus“ ist die schon alte, nationalistisch-rassistische Auffassung gemeint, wonach jedes Volk und jede Religionsgemeinschaft nur im „eigenen“ Gebiet leben dürfe und sowohl kulturelle wie auch biologische Verbindungen (als “Multikulturalismus” bzw. „Rassenschande“) zu unterbinden seien.


Blume hat folgendes geschrieben:
Der Ethnonationalismus entwickelt sich in rasender Geschwindigkeit zur global und digital dominierenden Variante des heutigen Antisemitismus und Rassismus.

Kurz nachgeschaut:

    IRA-Nordirlandkonflikt: 3 532 Tote, 47 500 Verwundete.
    ETA-Baskenlandkonflikt: 1 197 Tote.

    Irische Bevölkerung: 6,5 Mio
    Baskische Bevölkerung: 2,2 Mio


Macht in beiden Fällen etwa einen Toten auf 2000 "ethnonationales Reservoir".

Das ist natürlich eine alberne Rechnung, weil sie Zeiträume und vieles andere unberücksichtigt läßt. Michael Blume hätte Zahlen vorlegen sollen, um solche albernen Rechnungen erst gar nicht aufkommen zu lassen.

Nach analoger Rechnung wären bei 1,8 Mrd. Muslime etwa 1 Mio. Tote zu erwarten - etwas zu viel. Oder bei 135 Mio Deutschen etwa 700 000 Tote Juden - etwas zu wenig. Mist, jetzt hat Blume es geschafft, meinen Zynismus zu triggern. Dabei wollte er doch nur sein neues Buch promoten.


Als Gegenhaltung und als meine persönliche Zynismusbremse einige menschenfreundliche Zitate von Hans Rosling:

Zitat:
Faktenbewußtsein: die entspannende Gepflogenheit, nur Meinungen zu hegen, für die es starke Belege gibt.

Factfulness: the stress-reducing habit of only carrying opinions for which you have strong supporting facts.


FEAR INSTINCT

Factfulness is ... recognizing when frightening things get our attention.

The scary world: fear vs. reality. The world seems scarier than it is because what you hear about it has been selected - by your own attention filter or by the media - precisely because it is scary.


SIZE INSTINCT

Factfulness is ... recognizing when a lonely number seems impressive (small or large), and remembering that you could get the opposite impression if it where compared with or divided by some other relevant number.

To control the size instinct, get things in proportion.

Aus: Hans Rosling, Ola Rosling, Ann Rosling Rönnlund. Factfulness. 2018





PS. Zahlen aus:

https://en.wikipedia.org/wiki/The_Troubles
https://en.wikipedia.org/wiki/Basque_conflict
https://en.wikipedia.org/wiki/Ireland
https://en.wikipedia.org/wiki/Autonomous_communities_of_Spain
https://ourworldindata.org/terrorism
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 23618

Beitrag(#2171395) Verfasst am: 20.03.2019, 13:40    Titel: Ethnonationalismus Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Der von mir sehr geschätzte Michael Blume hat über den Ethnonationalismus geschrieben.

Nichts gegen Blume, hab' ihn hier im Forum schon verteidigt in Sachen Geburtenrate bei Gläubigen und Ungläubigen. Da hat er überzeugend argumentiert und überzeugende Zahlen geliefert.

Diesmal fehlen allerdings Zahlen.

zelig hat folgendes geschrieben:
Wenn man die globale Entwicklung der letzten Jahre mit einem Begriff charakterisieren wollte, wäre der Begriff "Ethnonationalismus" vielleicht der sprechendste und genaueste Begriff zugleich.

Gar nicht. Blume kann sich nicht entscheiden, ob das alt ist oder eine neue Entwicklung.


Blume hat folgendes geschrieben:
Mit dem Begriff „Ethnonationalismus“ ist die schon alte, nationalistisch-rassistische Auffassung gemeint, wonach jedes Volk und jede Religionsgemeinschaft nur im „eigenen“ Gebiet leben dürfe und sowohl kulturelle wie auch biologische Verbindungen (als “Multikulturalismus” bzw. „Rassenschande“) zu unterbinden seien.


Blume hat folgendes geschrieben:
Der Ethnonationalismus entwickelt sich in rasender Geschwindigkeit zur global und digital dominierenden Variante des heutigen Antisemitismus und Rassismus.

Kurz nachgeschaut:

    IRA-Nordirlandkonflikt: 3 532 Tote, 47 500 Verwundete.
    ETA-Baskenlandkonflikt: 1 197 Tote.

    Irische Bevölkerung: 6,5 Mio
    Baskische Bevölkerung: 2,2 Mio


Macht in beiden Fällen etwa einen Toten auf 2000 "ethnonationales Reservoir".

Das ist natürlich eine alberne Rechnung, weil sie Zeiträume und vieles andere unberücksichtigt läßt. Michael Blume hätte Zahlen vorlegen sollen, um solche albernen Rechnungen erst gar nicht aufkommen zu lassen.

Nach analoger Rechnung wären bei 1,8 Mrd. Muslime etwa 1 Mio. Tote zu erwarten - etwas zu viel. Oder bei 135 Mio Deutschen etwa 700 000 Tote Juden - etwas zu wenig. Mist, jetzt hat Blume es geschafft, meinen Zynismus zu triggern. Dabei wollte er doch nur sein neues Buch promoten.


Als Gegenhaltung und als meine persönliche Zynismusbremse einige menschenfreundliche Zitate von Hans Rosling:

Zitat:
Faktenbewußtsein: die entspannende Gepflogenheit, nur Meinungen zu hegen, für die es starke Belege gibt.

Factfulness: the stress-reducing habit of only carrying opinions for which you have strong supporting facts.


FEAR INSTINCT

Factfulness is ... recognizing when frightening things get our attention.

The scary world: fear vs. reality. The world seems scarier than it is because what you hear about it has been selected - by your own attention filter or by the media - precisely because it is scary.


SIZE INSTINCT

Factfulness is ... recognizing when a lonely number seems impressive (small or large), and remembering that you could get the opposite impression if it where compared with or divided by some other relevant number.

To control the size instinct, get things in proportion.

Aus: Hans Rosling, Ola Rosling, Ann Rosling Rönnlund. Factfulness. 2018





PS. Zahlen aus:

https://en.wikipedia.org/wiki/The_Troubles
https://en.wikipedia.org/wiki/Basque_conflict
https://en.wikipedia.org/wiki/Ireland
https://en.wikipedia.org/wiki/Autonomous_communities_of_Spain
https://ourworldindata.org/terrorism



Da möchte ich meine These doch verteidigen.
Der Begriff "Ethnonationalismus" fasst eine Gruppe von global stattfindenden sozialpolitischen Entwicklungen zusammen, die auf dem Ideenkreis fußen, daß Nation, Abstammung und Tradition zu einem Zopf verflochten werden können. Wobei der entscheidende Faktor die Umkehrung eines Vorzeichen ist. Konnte die Verflechtung in der Zeit zuvor durchaus als positiv und einladend verstanden werden, als Wahlmöglichkeiten aufgeklärter und selbstbestimmter Menschen, hat sich dieses Ideal in ein Monster *zurück*verwandelt, das vor allem Folgschaft fordert und ausschließt.
Dafür steht die Zusammenfügung der Wortbestandteile "Ethno" und "Nationalismus"

*Nachträglich editiert
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Marcellinus
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Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 6846

Beitrag(#2171396) Verfasst am: 20.03.2019, 13:58    Titel: Re: Ethnonationalismus Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:

Da möchte ich meine These doch verteidigen.
Der Begriff "Ethnonationalismus" fasst eine Gruppe von global stattfindenden sozialpolitischen Entwicklungen zusammen, die auf dem Ideenkreis fußen, daß Nation, Abstammung und Tradition zu einem Zopf verflochten werden können. Wobei der entscheidende Faktor die Umkehrung eines Vorzeichen ist. Konnte die Verflechtung in der Zeit zuvor durchaus als positiv und einladend verstanden werden, als Wahlmöglichkeiten aufgeklärter und selbstbestimmter Menschen, hat sich dieses Ideal in ein Monster *zurück*verwandelt, das vor allem Folgschaft fordert und ausschließt.
Dafür steht die Zusammenfügung der Wortbestandteile "Ethno" und "Nationalismus"

Es geht doch um ganz etwas anderes: Einen möglichst "schlagkräftigen" Begriff zu finden, um alle die zu bezeichnen, zu denen man garantiert nicht gehört (oder gehören möchte), damit dann die übrig bleiben, die meinen, auf der richtigen Seite zu stehen, nicht zuletzt man selbst. Dabei ist es ohne Belang, wie viel (sprachliche) Gewalt man einem solchen Begriff antun muß, um zusammenzuquetschen, was eigentlich nicht zusammen paßt, von der Frage mal ganz abgesehen, ob Ideen allein oder auch nur hauptsächlich überhaupt für das verantwortlich sind, was da in den letzten Jahren und Jahrzehnte an Üblem in dieser Welt passiert ist.
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es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

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zelig
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Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 23618

Beitrag(#2171397) Verfasst am: 20.03.2019, 14:21    Titel: Re: Ethnonationalismus Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Es geht doch um ganz etwas anderes: Einen möglichst "schlagkräftigen" Begriff zu finden, um alle die zu bezeichnen, zu denen man garantiert nicht gehört (oder gehören möchte), damit dann die übrig bleiben, die meinen, auf der richtigen Seite zu stehen, nicht zuletzt man selbst.


OK, danke für die Motivationsforschung und Klarstellung, worum es wirklich geht.

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Dabei ist es ohne Belang, wie viel (sprachliche) Gewalt man einem solchen Begriff antun muß, um zusammenzuquetschen, was eigentlich nicht zusammen paßt


Du hast Recht. Absolut ohne Belang. Das hast Du gut begründet.

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
von der Frage mal ganz abgesehen, ob Ideen allein oder auch nur hauptsächlich überhaupt für das verantwortlich sind, was da in den letzten Jahren und Jahrzehnte an Üblem in dieser Welt passiert ist.


OK, das ist mal tatsächlich eine interessante Frage. Ideen alleine gibt es nicht, würde ich sagen. Sie sind immer in Zusammenhängen eingebettet. Wenn wir uns auf sozialpolitische Fragen beziehen, so können sie eine Wirkung erzeugen, die von verschiedenen Parametern abhängig sind. Welche sind das?
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Samson83
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Anmeldungsdatum: 18.01.2013
Beiträge: 6833

Beitrag(#2171398) Verfasst am: 20.03.2019, 14:38    Titel: Re: Ethnonationalismus Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Der von mir sehr geschätzte Michael Blume hat über den Ethnonationalismus geschrieben.

Nichts gegen Blume, hab' ihn hier im Forum schon verteidigt in Sachen Geburtenrate bei Gläubigen und Ungläubigen. Da hat er überzeugend argumentiert und überzeugende Zahlen geliefert.

Diesmal fehlen allerdings Zahlen.

zelig hat folgendes geschrieben:
Wenn man die globale Entwicklung der letzten Jahre mit einem Begriff charakterisieren wollte, wäre der Begriff "Ethnonationalismus" vielleicht der sprechendste und genaueste Begriff zugleich.

Gar nicht. Blume kann sich nicht entscheiden, ob das alt ist oder eine neue Entwicklung.


Blume hat folgendes geschrieben:
Mit dem Begriff „Ethnonationalismus“ ist die schon alte, nationalistisch-rassistische Auffassung gemeint, wonach jedes Volk und jede Religionsgemeinschaft nur im „eigenen“ Gebiet leben dürfe und sowohl kulturelle wie auch biologische Verbindungen (als “Multikulturalismus” bzw. „Rassenschande“) zu unterbinden seien.


Blume hat folgendes geschrieben:
Der Ethnonationalismus entwickelt sich in rasender Geschwindigkeit zur global und digital dominierenden Variante des heutigen Antisemitismus und Rassismus.

Kurz nachgeschaut:

    IRA-Nordirlandkonflikt: 3 532 Tote, 47 500 Verwundete.
    ETA-Baskenlandkonflikt: 1 197 Tote.

    Irische Bevölkerung: 6,5 Mio
    Baskische Bevölkerung: 2,2 Mio


Macht in beiden Fällen etwa einen Toten auf 2000 "ethnonationales Reservoir".

Das ist natürlich eine alberne Rechnung, weil sie Zeiträume und vieles andere unberücksichtigt läßt. Michael Blume hätte Zahlen vorlegen sollen, um solche albernen Rechnungen erst gar nicht aufkommen zu lassen.

Nach analoger Rechnung wären bei 1,8 Mrd. Muslime etwa 1 Mio. Tote zu erwarten - etwas zu viel. Oder bei 135 Mio Deutschen etwa 700 000 Tote Juden - etwas zu wenig. Mist, jetzt hat Blume es geschafft, meinen Zynismus zu triggern. Dabei wollte er doch nur sein neues Buch promoten.


Als Gegenhaltung und als meine persönliche Zynismusbremse einige menschenfreundliche Zitate von Hans Rosling:

Zitat:
Faktenbewußtsein: die entspannende Gepflogenheit, nur Meinungen zu hegen, für die es starke Belege gibt.

Factfulness: the stress-reducing habit of only carrying opinions for which you have strong supporting facts.


FEAR INSTINCT

Factfulness is ... recognizing when frightening things get our attention.

The scary world: fear vs. reality. The world seems scarier than it is because what you hear about it has been selected - by your own attention filter or by the media - precisely because it is scary.


SIZE INSTINCT

Factfulness is ... recognizing when a lonely number seems impressive (small or large), and remembering that you could get the opposite impression if it where compared with or divided by some other relevant number.

To control the size instinct, get things in proportion.

Aus: Hans Rosling, Ola Rosling, Ann Rosling Rönnlund. Factfulness. 2018





PS. Zahlen aus:

https://en.wikipedia.org/wiki/The_Troubles
https://en.wikipedia.org/wiki/Basque_conflict
https://en.wikipedia.org/wiki/Ireland
https://en.wikipedia.org/wiki/Autonomous_communities_of_Spain
https://ourworldindata.org/terrorism



Da möchte ich meine These doch verteidigen.
Der Begriff "Ethnonationalismus" fasst eine Gruppe von global stattfindenden sozialpolitischen Entwicklungen zusammen, die auf dem Ideenkreis fußen, daß Nation, Abstammung und Tradition zu einem Zopf verflochten werden können. Wobei der entscheidende Faktor die Umkehrung eines Vorzeichen ist. Konnte die Verflechtung in der Zeit zuvor durchaus als positiv und einladend verstanden werden, als Wahlmöglichkeiten aufgeklärter und selbstbestimmter Menschen, hat sich dieses Ideal in ein Monster *zurück*verwandelt, das vor allem Folgschaft fordert und ausschließt.
Dafür steht die Zusammenfügung der Wortbestandteile "Ethno" und "Nationalismus"

*Nachträglich editiert
Der Begriff „Monster“ deutet auf den Willen zu objektiver Analyse und sachlicher Auseinandersetzung hin.
Mal abgesehen dass ich keinen Zusammenhang zwischen Ethnonationalismus und Antisemitismus nicht erkennen kann, finde ich die von dir beschriebene Wntwicklung nur positiv. Ich muss nicht argumentieren, das tust du ja auch nicht.
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An alle: Lasst Euch dadurch nicht in die Irre führen. Dieser braune Burschi muss bearbeitet werden - immer hart an der Sache. Macht ihn mürbe! (Kramer)
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zelig
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Beitrag(#2171399) Verfasst am: 20.03.2019, 14:51    Titel: Re: Ethnonationalismus Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Der Begriff „Monster“ deutet auf den Willen zu objektiver Analyse und sachlicher Auseinandersetzung hin.


Oh, sorry, ich fürchte da hast du was falsch verstanden. "Monster" istein Pejorativ, mit dem ich deutlich machen will, wie abgrundtief beschissen ich die Entwicklung der letzten Jahre mit dem zunehmenden völkischen Nationalismus finde.


Samson83 hat folgendes geschrieben:
Mal abgesehen dass ich keinen Zusammenhang zwischen Ethnonationalismus und Antisemitismus nicht erkennen kann, finde ich die von dir beschriebene Wntwicklung nur positiv. Ich muss nicht argumentieren, das tust du ja auch nicht.


Huch, seit wann argumentierst Du denn überhaupt? Was Du über die letzen Jahre treibst, ist pure Taktik. Ich habe noch keine einzige ergiebige Diskussion mit dir erlebt, die den Namen verdient hätte.
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zelig
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Beitrag(#2171400) Verfasst am: 20.03.2019, 15:08    Titel: Re: Ethnonationalismus Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Huch, seit wann argumentierst Du denn überhaupt? Was Du über die letzen Jahre treibst, ist pure Taktik. Ich habe noch keine einzige ergiebige Diskussion mit dir erlebt, die den Namen verdient hätte.


Ich will die Härte rausnehmen. Man kann mit dir Diskutieren. Ich habe über die Lange Zeit nur den Eindruck gewonnen, daß Diskussionen mit dir eine Art doppelten Boden haben. Egal, ich kann es nicht besser formulieren. Also das ist eine halbe Entschuldigung von mir.
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Tarvoc
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Beitrag(#2171401) Verfasst am: 20.03.2019, 15:17    Titel: Re: Ethnonationalismus Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Ich habe über die Lange Zeit nur den Eindruck gewonnen, daß Diskussionen mit dir eine Art doppelten Boden haben.

Harvey Dent war ja bekanntlich auch Jurist. Schulterzucken
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...Ich bin halt einfach mit der Gesamtsituation unzufrieden.
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Marcellinus
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Beiträge: 6846

Beitrag(#2171411) Verfasst am: 20.03.2019, 15:44    Titel: Re: Ethnonationalismus Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
von der Frage mal ganz abgesehen, ob Ideen allein oder auch nur hauptsächlich überhaupt für das verantwortlich sind, was da in den letzten Jahren und Jahrzehnte an Üblem in dieser Welt passiert ist.


OK, das ist mal tatsächlich eine interessante Frage. Ideen alleine gibt es nicht, würde ich sagen. Sie sind immer in Zusammenhängen eingebettet. Wenn wir uns auf sozialpolitische Fragen beziehen, so können sie eine Wirkung erzeugen, die von verschiedenen Parametern abhängig sind. Welche sind das?

ZB ob sie sich als Ausrede eignen für etwas, was jemand oder eine Gruppe sowieso tun wollte. Ob man das eine „Wirkung“ nennen kann, ist eine andere Frage.
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Samson83
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Beiträge: 6833

Beitrag(#2171434) Verfasst am: 20.03.2019, 20:03    Titel: Re: Ethnonationalismus Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Der Begriff „Monster“ deutet auf den Willen zu objektiver Analyse und sachlicher Auseinandersetzung hin.


Oh, sorry, ich fürchte da hast du was falsch verstanden. "Monster" istein Pejorativ, mit dem ich deutlich machen will, wie abgrundtief beschissen ich die Entwicklung der letzten Jahre mit dem zunehmenden völkischen Nationalismus finde.


Samson83 hat folgendes geschrieben:
Mal abgesehen dass ich keinen Zusammenhang zwischen Ethnonationalismus und Antisemitismus nicht erkennen kann, finde ich die von dir beschriebene Wntwicklung nur positiv. Ich muss nicht argumentieren, das tust du ja auch nicht.


Huch, seit wann argumentierst Du denn überhaupt? Was Du über die letzen Jahre treibst, ist pure Taktik. Ich habe noch keine einzige ergiebige Diskussion mit dir erlebt, die den Namen verdient hätte.
Welche Meinungen du zu Diskusdionen mit mir hast ist relativ uninteressant. Aber ich finde die Entwicklung zum „völkischen Nationalismus“ ganz großartig. Damit liegen wir argumentativ wieder gleichauf. Unsere Diskussion ist danit schon ähnlich gehaltvoll wie es eine zwischen Schalke- und Dortmundfans über des bwsseeen Fußballverein wäre.

Mal im Ernst, was soll das? Der Eingangs zitierte Text ist voller unsubstantiierter Behauptungen und affektiert konstruierter Uusammenhänge. Der Reszt von dem was du schreibst ist bloße YMeinung; im Grunde bloße Emotion.

Magst du übrigens aufzeigen, wann du zuletzt nicht nur irgendwelche Medien verlinkt hast sondern eigene Gedanken (nicht bloße Rmotionen) ins Forum getragen hast?

Mein Rechts/links-Thread war zumindest ein Versuch, wenn auch mit erheblichen Schwächen behaftet.

(Es ist ein Elend, wie die kognitive Beschätigung mit einem Glasperlenspiel das Potential zu wirklich relevanten Gedanken absorbiert bis demontiert - echte Geiteswissenschaftler wie Tatvoc und Marcellinus haben da einen uneinholbaren Vorsprung)

Worüber möchtest du diskutieren?
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Samson83
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Beitrag(#2171436) Verfasst am: 20.03.2019, 20:13    Titel: Re: Ethnonationalismus Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Huch, seit wann argumentierst Du denn überhaupt? Was Du über die letzen Jahre treibst, ist pure Taktik. Ich habe noch keine einzige ergiebige Diskussion mit dir erlebt, die den Namen verdient hätte.


Ich will die Härte rausnehmen. Man kann mit dir Diskutieren. Ich habe über die Lange Zeit nur den Eindruck gewonnen, daß Diskussionen mit dir eine Art doppelten Boden haben. Egal, ich kann es nicht besser formulieren. Also das ist eine halbe Entschuldigung von mir.
Ambivalenz ist eine Tugend, kein Makel. Trickster, verstehst du? Sehr glücklich
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Beitrag(#2171437) Verfasst am: 20.03.2019, 20:19    Titel: Re: Ethnonationalismus Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Ambivalenz ist eine Tugend, kein Makel. Trickster, verstehst du? Sehr glücklich



Nein.
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Beitrag(#2171439) Verfasst am: 20.03.2019, 20:31    Titel: Re: Ethnonationalismus Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Ambivalenz ist eine Tugend, kein Makel. Trickster, verstehst du? Sehr glücklich



Nein.


Mit den Augen rollen gibt einen guten wikiartikel über den Begriff. Fürs Forum: Es ist total egal was ich wirklich meine. Hauptsache es entsteht entweder eine intellektuell ergiebige Denatte oder ordinä-archaisch-lustiges Cgaos. Only the Kaffee is real...

Im Übrigen : Wann war eigentlich das bessere Früher? Du kannst doch nur die toxische Eüoche zwischen 1960 und 1990 meinen. Davor waren Adrnauer und zb US-Rassentrennung. Und davor? Nee, ne?
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Beitrag(#2171443) Verfasst am: 20.03.2019, 21:12    Titel: Re: Ethnonationalismus Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Ambivalenz ist eine Tugend, kein Makel. Trickster, verstehst du? Sehr glücklich



Nein.


Mit den Augen rollen gibt einen guten wikiartikel über den Begriff. Fürs Forum: Es ist total egal was ich wirklich meine. Hauptsache es entsteht entweder eine intellektuell ergiebige Denatte oder ordinä-archaisch-lustiges Cgaos. Only the Kaffee is real...

Im Übrigen : Wann war eigentlich das bessere Früher? Du kannst doch nur die toxische Eüoche zwischen 1960 und 1990 meinen. Davor waren Adrnauer und zb US-Rassentrennung. Und davor? Nee, ne?



Ambivalenz kenne ich. Was ich nicht verstehe, ist "Trickster, verstehst du?". Das sind gegensätzliche Haltungen.

Falls es dich interessiert, hier ist ein Link zum Thema:


Zitat:
Das rassistische Konzept des völkischen Nationalismus bildet die gemeinsame weltanschauliche Basis der völkischen Bewegung. Es geht von dem essentialistischen Konstrukt als „Völker“ oder „Volksgruppen“ bezeichneter Bevölkerungsgruppen aus, die jeweils geschlossene ethnisch-biologische und/oder ethnisch-kulturelle Einheiten innerhalb einer Hierarchie solcher Populationen bilden würden. Zeitweise war der völkische Nationalismus in Mitteleuropa eine breite und vorherrschende ideologische Sichtweise, repräsentiert in zahlreichen nationalistischen, explizit antisemitischen und sonstigen rassistischen Zusammenschlüssen aller Art mit vielen Publikationen und bekannten Persönlichkeiten.
Heute nimmt er auch die Gestalt des Ethnopluralismus an. Politisch verortet wurde und wird völkischer Nationalismus am rechten Rand und zugleich als „Extremismus der Mitte“.


https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=V%C3%B6lkischer_Nationalismus&oldid=186184542
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Samson83
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Beitrag(#2171444) Verfasst am: 20.03.2019, 21:15    Titel: Antworten mit Zitat

Das stimmt so einfach nicht. An den ethnopluralistischen Gruppen ist nichts Antisemitisches. Und was sollen die Begriffe „rechter Rand“ und „Extremismus der Mitte“ konkret bedeuten?

Ich finde deine dauerverlinkerei übrigens unerquicklich. Hast du nichts eigenes vorzutragen?
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zelig
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Beitrag(#2171447) Verfasst am: 20.03.2019, 21:32    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde Deine Taktik inzwischen langweilig. Auseinandersetzung lohnt sich definitiv nicht mehr.
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Samson83
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Beitrag(#2171448) Verfasst am: 20.03.2019, 21:48    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Ich finde Deine Taktik inzwischen langweilig. Auseinandersetzung lohnt sich definitiv nicht mehr.
Die Darlegung

a) der Konnexität zwischen den alten völkischen Gruppen (auf wen und welche Epoche wird da eigentlich Bezug genommen?) und den „Erhnopluralisten“ - wer ist in diesem Zusammenhang konkret gemeint? - steht noch aus

b) Ebenso unbelegt und unsubstanttiert ist die Behauptung des Antisemitismus der neuen „völkischen Nationalisten“

Der Vortrag bleibt dünn . Außer, dass du ein paar Leute nicht recht leiden kannst und dass dir mein Diskussionsstil nicht gefällt (Taktik???) hast du noch nichts von Belang vorgebracht.

Ich nehme die Kapitulation huldvoll entgegen.
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zelig
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Beitrag(#2171449) Verfasst am: 20.03.2019, 21:59    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Ich nehme die Kapitulation huldvoll entgegen.


Kinderkram.
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Samson83
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Beitrag(#2171450) Verfasst am: 20.03.2019, 22:01    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Ich nehme die Kapitulation huldvoll entgegen.


Kinderkram.
why sssso serious?
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Tarvoc
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Beitrag(#2171451) Verfasst am: 20.03.2019, 22:04    Titel: Antworten mit Zitat

Einfach mal den Batman villain konsequent ignorieren, dann geht der von selbst. Schulterzucken
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...Ich bin halt einfach mit der Gesamtsituation unzufrieden.
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Samson83
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Beitrag(#2171452) Verfasst am: 20.03.2019, 22:22    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Einfach mal den Batman villain konsequent ignorieren, dann geht der von selbst. Schulterzucken
trotzdem wäre ich für eine sachliche Erwiderung auf die Ontogenese a) und b) dankbar. Ich weise höflich daraufhin, dass es zelig war, der das Gespräch auf eine persönliche, mithin m.E. unangebrachte Ebene gebracht hat.
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Tarvoc
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Beitrag(#2171453) Verfasst am: 20.03.2019, 22:46    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Einfach mal den Batman villain konsequent ignorieren, dann geht der von selbst. Schulterzucken
trotzdem wäre ich für eine sachliche Erwiderung auf die Ontogenese a) und b) dankbar. Ich weise höflich daraufhin, dass es zelig war, der das Gespräch auf eine persönliche, mithin m.E. unangebrachte Ebene gebracht hat.

Why so serious? Cool
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Samson83
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Beitrag(#2171454) Verfasst am: 20.03.2019, 22:47    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Einfach mal den Batman villain konsequent ignorieren, dann geht der von selbst. Schulterzucken
trotzdem wäre ich für eine sachliche Erwiderung auf die Ontogenese a) und b) dankbar. Ich weise höflich daraufhin, dass es zelig war, der das Gespräch auf eine persönliche, mithin m.E. unangebrachte Ebene gebracht hat.

Why so serious? Cool
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Kramer
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Beitrag(#2171455) Verfasst am: 20.03.2019, 22:51    Titel: Re: Ethnonationalismus Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Was ich nicht verstehe, ist "Trickster, verstehst du?"


"Trickster" ist Samsons Kosename für die Dunkle Triade.
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Samson83
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Beitrag(#2171456) Verfasst am: 20.03.2019, 23:05    Titel: Re: Ethnonationalismus Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Was ich nicht verstehe, ist "Trickster, verstehst du?"


"Trickster" ist Samsons Kosename für die Dunkle Triade.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Trickster
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smallie
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Beitrag(#2171457) Verfasst am: 21.03.2019, 00:11    Titel: Re: Ethnonationalismus Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Da möchte ich meine These doch verteidigen.
Der Begriff "Ethnonationalismus" fasst eine Gruppe von global stattfindenden sozialpolitischen Entwicklungen zusammen, die auf dem Ideenkreis fußen, daß Nation, Abstammung und Tradition zu einem Zopf verflochten werden können. Wobei der entscheidende Faktor die Umkehrung eines Vorzeichen ist. Konnte die Verflechtung in der Zeit zuvor durchaus als positiv und einladend verstanden werden, als Wahlmöglichkeiten aufgeklärter und selbstbestimmter Menschen, hat sich dieses Ideal in ein Monster *zurück*verwandelt, das vor allem Folgschaft fordert und ausschließt.


Du denkst, das sei etwas Neues - und im Zunehmen? Ich nicht. Du fällst gerade auf einen shifting-baseline-Effekt herein.

Im Nachkriegsdeutschland gab es haargenau die selben Parolen gegen deutsche (!) Flüchtlinge aus Ostgebieten wie man sie heute gegenüber Nicht-Deutschen hört. Im Nachkriegseuropa gab es den Griechenland/Türkei-Konflikt, den Nordirlandkonflikt, den Baskenkonflikt und vor allem den Konflikt in Jugoslawien. Letzterer alleine war um eine Größenordnung explosiver als alles, was wir heute an ethnonationalen Konflikten in Europa erleben.

Ein kurzer Abriß aus meiner Warte:

    Frankreich und das Vereinigte Königreich haben als Kolonialmächte lange Erfahrung mit Menschen, die aus ihren ehemaligen Kolonien eingewandert sind.

    Deutschlands koloniale Ambitionen sind gescheitert, deshalb haben wir diese Art von national-multikultureller Erfahrung nicht. In den sechzigern kamen Gastarbeiter, noch später, in den achtziger Jahren, kam die erste "Asylschwemme". Die damaligen Argumente unterscheiden sich nicht groß von den heutigen.

    In der DDR gab's meines Wissens einige Vietnamesen, das war's dann. Polen und Ungarn haben möglicherweise gar keine Fremdkontinentler gesehen. Es wundert mich nicht, daß die Reaktionen dort so ausfallen, wie sie eben ausfallen. Für die ist das der selbe Kulturschock wie die Gastarbeiter für die Deutschen.

Hans Rosling sprach davon, Dinge in die rechte Perspektive zu setzen. Das hat Blume versäumt.

Woran machst du fest, daß die Dinge schlimmer geworden sind?
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beachbernie
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Beitrag(#2171462) Verfasst am: 21.03.2019, 02:42    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Das stimmt so einfach nicht. An den ethnopluralistischen Gruppen ist nichts Antisemitisches. Und was sollen die Begriffe „rechter Rand“ und „Extremismus der Mitte“ konkret bedeuten?

Ich finde deine dauerverlinkerei übrigens unerquicklich. Hast du nichts eigenes vorzutragen?


"Ethnonationalistische Gruppen" sind inhärent rassistisch. Ob sich dieser Rassismus jetzt bevorzugt gegen Juden austobt oder gegen andere ethnische Minderheiten ist im Grunde genommen nicht wirklich wichtig. Im Zweifel steht vor allem die sichtbarste Minderheit im eigenen Land im Fadenkreuz der Rassisten. Das schliesst natuerlich nicht aus, dass auch antisemtische Ressentiments im Hintergrund weitergepflegt werden, vor allem in Laendern, in denen der Antisemitismus jahrhundertelange Tradition hat. Ein gutes Beispiel dafuer ist die innerhalb sog. "idenditaerer Bewegungen" verbreitete Behauptung, dass Juden die "eigentlichen Drahtzieher hinter der Islamisierung Europas" waeren. Hierbei dient vor allem George Soros als Popanz, nicht nur weil der sich humanitär engagiert, sondern weil er sich als Personifizierung des "internationalen Finanzjudentums" genauso eignet um antisemitisch zu agitieren wie das althergebrachte Mem "die Rothschilds", die frueher ja gerne als hinter jeder Schurkerei stehend behauptet wurden. Um ein bestimmtes Publikum anzusprechen muessen antisemitische Aussagen nicht direkt ausgesprochen werden, dafuer reichen entsprechende Meme als "dogwhistle" voellig aus...

Ja, Antisemitismus nimmt bei den geistigen Nachkommen der Völkischen des vorvergangenen Jahrhunderts nicht mehr den Spitzenrang unter den Popanzen ein, der wurde längst durch Islamophobie abgelöst, aber so ganz koennen die das trotzdem nicht lassen und sehen unverdrossen weiter bei allem, was ihnen nicht passt, "die schmutzige Hand des Juden" am Werk, schon um den noch mehr auf Antisemitismus fixierten Altvölkischen eine Brücke anbieten zu koennen, damit auch sie sich der "neuen" Bewegung anschliessen koennen.

Mich wundert auch nicht, dass Du diese Dinge nicht siehst. Wie so oft so kannst Du auch hier nicht sehen, was Du nicht sehen willst. Latent antisemitische Aeusserungen sind allerdings z.B. bei der von Dir insgesamt doch geschätzten AfD unuebersehbar und bei anderen Spielarten "idenditaerer Bewegungen" ist das nicht viel anders.
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Tarvoc
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Beitrag(#2171463) Verfasst am: 21.03.2019, 02:44    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ja, Antisemitismus nimmt bei den geistigen Nachkommen der Völkischen des vorvergangenen Jahrhunderts nicht mehr den Spitzenrang unter den Popanzen ein, der wurde längst durch Islamophobie abgelöst

Eeeeh, das wird sich erst noch herausstellen. In der amerikanischen Alt Right ist bereits die Verschwörungstheorie im Umlauf, dass die Juden die wahren Drahtzieher hinter den "Globalisten" und dem "Great Replacement" sind. Ist m.E. nur noch eine Frage der Zeit, bis das auch hier ankommt.
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Zumsel
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Beitrag(#2171465) Verfasst am: 21.03.2019, 09:49    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ja, Antisemitismus nimmt bei den geistigen Nachkommen der Völkischen des vorvergangenen Jahrhunderts nicht mehr den Spitzenrang unter den Popanzen ein, der wurde längst durch Islamophobie abgelöst

Eeeeh, das wird sich erst noch herausstellen. In der amerikanischen Alt Right ist bereits die Verschwörungstheorie im Umlauf, dass die Juden die wahren Drahtzieher hinter den "Globalisten" und dem "Great Replacement" sind. Ist m.E. nur noch eine Frage der Zeit, bis das auch hier ankommt.


George Soros als ultimatives Feindbild ist ja nun Antisemitismus, wie er klassischer kaum geht...
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