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Ethnonationalismus
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tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 16266

Beitrag(#2178290) Verfasst am: 14.05.2019, 18:16    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Bezüglich der Sprache auf dem Balkan gab es offenbar vor 2 Jahren eine interessante und zu begrüßende Initiative:
https://de.wikipedia.org/wiki/Deklaration_zur_gemeinsamen_Sprache

Ich wurde oft gefragt, was denn genau der Unterschied zwischen Bosniern, Serben und Kroaten wäre und ich tue mich immer noch schwer das irgendwie fassend zu begründen. Es läuft dann meistens auf die Religion hinaus, aber die ist ja nicht einheitlich.
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Deutschen und Österreichern? Am Kopf kratzen

Ein paar kulturelle regionale Unterschiede (die es genau so innerhalb Deutschlands gibt), ein paar dialektale Unterschiede (die es genau so innerhalb Deutschlands gibt), ein paar sprachliche Unterschiede auch im Standarddeutsch, und ansonsten einfach: der Staat. Schulterzucken


Die sind nicht wegen der Unterschiede getrennt. Das ist wie in der Grundschule, wenn man zwei Klassenclowns hat. Die setzt man auch besser auseinander.

Lachen
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"YOU HAVE TO START OUT LEARNING TO BELIEVE THE LITTLE LIES." -- "So we can believe the big ones?" -- "YES."

(Death / Susan, in: Pratchett, Hogfather)
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schtonk
Korinthenliegenlasser



Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 10736

Beitrag(#2178329) Verfasst am: 15.05.2019, 02:50    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
...
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Deutschen und Österreichern? Am Kopf kratzen

In Österreich gibt es - in Relation zur Bevölkerungszahl - mehr Nazis als in D.
Auch auf Regierungsebene.
Und es gibt deutlich mehr Österreicher, die gerne den "Anschluss" hätten, als umgekehrt.
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Es ist schon alles gesagt worden. Nur noch nicht von allen. - Karl Valentin

Politial language is designed to make lies sound truthful and murder respectable,
and to give the appearance of solidty to pure wind. - George Orwell
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Religionskritik-Wiesbaden
homo est creator Dei



Anmeldungsdatum: 04.11.2008
Beiträge: 9887
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag(#2178332) Verfasst am: 15.05.2019, 07:08    Titel: Österreicher wollen keine deutsche Bahn - lieber ÖBB Antworten mit Zitat

schtonk hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
...
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Deutschen und Österreichern? Am Kopf kratzen

In Österreich gibt es - in Relation zur Bevölkerungszahl - mehr Nazis als in D.
Auch auf Regierungsebene.
Und es gibt deutlich mehr Österreicher, die gerne den "Anschluss" hätten, als umgekehrt.


Mit den Augen rollen

Zitat:
Wäre Österreich besser dran, wenn es Teil Deutschlands wäre und von Berlin aus regiert würde? Auch 73 Jahre nach der Erfahrung mit der Nazidiktatur und dem von Hitler verschuldeten Zweiten Weltkrieg löst die Vorstellung von Österreich als Teil Deutschlands breite Ablehnung aus: 90 Prozent der Befragten sagen in der aktuellen STANDARD-Umfrage des Linzer Market-Instituts, dass das für Österreich nicht besser wäre – nur drei Prozent sehen die Idee positiv. Diese Einschätzung ist weitgehend unabhängig von Alter und politischer Einstellung.
https://derstandard.at/2000094808388/Oesterreicher-sehen-Deutschland-als-wichtig-aber-nicht-als-Vorbild-an

und

Zitat:
Es sei ein "gängiges Klischee", dass sich vor allem Anhänger der FPÖ aufgrund der deutschnationalen Vergangenheit dieser Partei besonders für Deutschland erwärmen können – aber das lasse sich mit Zahlen nicht belegen, betont Pfarrhofer, ganz im Gegenteil: "Uns ist aufgefallen, dass sich jüngere Befragte deutlich weniger für Deutschland interessieren als der Bevölkerungsschnitt – und weil die FPÖ überdurchschnittlich viele junge Wähler hat, liegt auch das Interesse der freiheitlichen Wählerschaft an den Entwicklungen in Deutschland etwas unter dem Durchschnitt."

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Derzeit ohne Untertitel
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Samson83
registrierter User



Anmeldungsdatum: 18.01.2013
Beiträge: 6833

Beitrag(#2178335) Verfasst am: 15.05.2019, 07:28    Titel: Antworten mit Zitat

Stört Schtonk dich nicht. Gleich wird er dir intellektuelle oder sprachliche Defizite vorhalten.
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An alle: Lasst Euch dadurch nicht in die Irre führen. Dieser braune Burschi muss bearbeitet werden - immer hart an der Sache. Macht ihn mürbe! (Kramer)
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 40626
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2178337) Verfasst am: 15.05.2019, 07:55    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Deutschen und Österreichern? Am Kopf kratzen



Das ist eine gute Frage.

Welche Deutschen meinst Du jetzt genau? "Nordlichter"? Preussen? Rheinlaender? Oder vielleicht Bayern?


Und da muss man sagen, dass Bayern und Österreicher einander ähnlicher sind als z.B. Bayern und Hamburger.

Wer jetzt meint, dass diese Ähnlichkeit begründen koennte österreich und Deutschland zu vereinigen, dem kann man entgegenhalten, dass man genausogut Bayern von Deutschland abtrennen und Österreich zuschlagen koennte. Das wuerde mindestens genauso viel Sinn machen.

Ja was denn jetzt? Es zeigt sich, dass die Einteilung der Menschheit in Nationen insgesamt doch recht willkürlich ist. Da werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede postuliert, die so einfach nicht vorhanden sind, sondern die künstlich auf ideologische Weise hergestellt werden muessen, ganz so wie zwischen Serben und Kroaten.

Und trotzdem schwätzen die Nationalisten immer wieder so, als waere die Kategorie der Nation die natürlichste Sache der Welt. Das ist es aber nicht! Im Gegenteil! Bei dieser Einteilung herrscht viel Willkür und Unschärfe. Schon aus diesem Grund taugt das Modell des Ethnonationalstaates keinen Schuss Pulver. Es vereinfacht viel zu sehr und kann so der Vielfalt im richtigen Leben nicht gerecht werden, was, wie ich meine, einer der Gründe ist, weshalb solche Staatsmodelle zwangsläufig Konflikte heraufbeschwören. Die koennen in aller Regel noch nicht einmal ihre Territorien auf rationale Weise gegeneinander abgrenzen, sondern meist sind Ethnostaatsgrenzen das Ergebnis erbitterter und oft noch lange weiterschwelender kriegerischer Konflikte. Dass ich ethnischer Deutscher bin und kein Franzose ist reiner Zufall. Waere die Geschichte nur ein klein bisschen anders verlaufen, dann waere ich jetzt Franzose. So gross kann der Unterschied zwischen Deutschen und Franzosen, die sich immerhin lange Zeit gegenseitig als "Erbfeinde" angesehen haben, also gar nicht sein.
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AdvocatusDiaboli
Hat Kapitalistenschweine zum Fressen gern



Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 23784
Wohnort: München

Beitrag(#2178350) Verfasst am: 15.05.2019, 09:17    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Deutschen und Österreichern? Am Kopf kratzen



Das ist eine gute Frage.

Welche Deutschen meinst Du jetzt genau? "Nordlichter"? Preussen? Rheinlaender? Oder vielleicht Bayern?


Und da muss man sagen, dass Bayern und Österreicher einander ähnlicher sind als z.B. Bayern und Hamburger.

Wer jetzt meint, dass diese Ähnlichkeit begründen koennte österreich und Deutschland zu vereinigen, dem kann man entgegenhalten, dass man genausogut Bayern von Deutschland abtrennen und Österreich zuschlagen koennte. Das wuerde mindestens genauso viel Sinn machen.

Ja was denn jetzt? Es zeigt sich, dass die Einteilung der Menschheit in Nationen insgesamt doch recht willkürlich ist. Da werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede postuliert, die so einfach nicht vorhanden sind, sondern die künstlich auf ideologische Weise hergestellt werden muessen, ganz so wie zwischen Serben und Kroaten.

Und trotzdem schwätzen die Nationalisten immer wieder so, als waere die Kategorie der Nation die natürlichste Sache der Welt. Das ist es aber nicht! Im Gegenteil! Bei dieser Einteilung herrscht viel Willkür und Unschärfe. Schon aus diesem Grund taugt das Modell des Ethnonationalstaates keinen Schuss Pulver. Es vereinfacht viel zu sehr und kann so der Vielfalt im richtigen Leben nicht gerecht werden, was, wie ich meine, einer der Gründe ist, weshalb solche Staatsmodelle zwangsläufig Konflikte heraufbeschwören. Die koennen in aller Regel noch nicht einmal ihre Territorien auf rationale Weise gegeneinander abgrenzen, sondern meist sind Ethnostaatsgrenzen das Ergebnis erbitterter und oft noch lange weiterschwelender kriegerischer Konflikte. Dass ich ethnischer Deutscher bin und kein Franzose ist reiner Zufall. Waere die Geschichte nur ein klein bisschen anders verlaufen, dann waere ich jetzt Franzose. So gross kann der Unterschied zwischen Deutschen und Franzosen, die sich immerhin lange Zeit gegenseitig als "Erbfeinde" angesehen haben, also gar nicht sein.


Das erinnert mich an die „Banden“ meiner Kindheit - da gab es die Kinder von meinem Hochhaus und die Kinder von der anderen Straßenseite. Sehr glücklich Die Aufteilung ergab sich eigentlich nur durch die Territorien. Da herrschte manchmal Krieg und ich war zwiegespalten, da ich auch auf der „anderen Seite“ Freunde hatte.
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„Was dem Ockham sein Rasiermesser, ist dem Addi sein Hackebeil.“
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