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Wahlen in Thüringen
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Alchemist
Luminous beings are we, not this crude matter.



Anmeldungsdatum: 03.08.2004
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Beitrag(#2203839) Verfasst am: 18.02.2020, 23:00    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Fehlt nur noch, dass Höcke am Schluss der Rede kräht: "Es lebe Deutschland!"

Oder hat er das sogar gerufen?

Merke: Nationalisten sind nie Demokraten.

Weggetreten!

Ein bisschen mehr Mühe mit Belegen könnte man sich geben. Nicht für Heiner, aber fürs Publikum.


Was mir gerade durch den Kopf ging:
Diese Pegida Spinner laufen immer noch durch Dresden? Mit den Augen rollen Argh
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tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



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Beitrag(#2203840) Verfasst am: 18.02.2020, 23:01    Titel: Antworten mit Zitat

Heiner hat folgendes geschrieben:
Sich an Höcke-Zitate, die aus dem Zusammenhang gerissen wurden, abzuarbeiten, macht keinen Sinn.

... und deswegen machst du im Folgenden exakt das. Lachen
Nee, klar.

Ja, natürlich findet man auch harmlose Zitate von ihm. (Ohne gleichsetzen zu wollen:) Es wäre wahrscheinlich auch nicht schwierig, Hitler-Zitate zu finden, in denen er für den Frieden in der Welt, Nettsein und Schokolade für alle eintritt.

Nur widerlegen die einen Aussagen die anderen überhaupt nicht. Sie zeigen höchstens einen Heuchler, der heute so und morgen anders redet.

Heiner hat folgendes geschrieben:
=> Merkmal eines Demokraten ist, dass er politische Gegner anzuerkennen bereit ist – also dass er dem politischen Gegner die gleichen Rechte zubilligt wie sich selbst auch.

Korrekt. Und die AfD wird zwar politisch ausgegrenzt - in ihren Rechten aber nicht beschnitten. Höcke dagegen möchte staatliche Förderung von gesellschaftlichem Engagement von parteipolitischem Wohlverhalten abhängig machen ("Zivilgesellschaft trockenlegen") und politische Gegner für ihr politisches Handeln bestrafen (die Anzeige gegen Merkel ist zwar inhaltlich absurd und völlig aussichtslos, daher wohl auch eher Theater als ernst gemeint - was aber an dieser Stoßrichtung ja nichts ändert). "Dem Gegner die Hand zu reichen" sieht für mich sehr anders aus.

Wenn nach diesem Kriterium also jemand Schwierigkeiten mit der Demokratie hat, dann Höcke, nicht seine Gegner.

Heiner hat folgendes geschrieben:
=> Dazu gehört ein Bekenntnis zur parlamentarischen Demokratie und der Wille, im Rahmen der parlamentarischen Demokratie mitzuarbeiten. Das schließt einen grundsätzlichen Kooperationswillen gegenüber anderen Parteien ein.

Ersteres natürlich, aber der Rest - nö, wieso? Zu den Rechten in der parlamentarischen Demokratie gehört selbstverständlich, dass Parteien sich aussuchen können, mit wem sie zusammenarbeiten - und also auch entscheiden können, mit bestimmten Parteien grundsätzlich nicht zusammenarbeiten. Bei antidemokratischen Parteien ist das sogar demokratisch geradezu geboten.

-------------------------

Mir die Rede selbst anzuschauen, habe ich jetzt keine Zeit und mit Videos wegen schlechtem Internetzugang gerade auch Probleme (und eine komplette Verschriftlichung habe ich leider nicht gefunden). Aber wenn man sich Presseartikel dazu durchliest, findet man ja nun auch sehr andere als die von dir herausgepickten.
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Alchemist
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Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 23242
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2203842) Verfasst am: 18.02.2020, 23:07    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Und nein, ich finde das Verhalten der CDU gegenüber der Linkspartei nicht undemokratisch. Politisch dumm, ja, weil es der CDU und dem gesamten demokratischen Spektrum schadet. Ich finde es auch inhaltlich falsch, weil es einfach absurd ist, Linkspartei und AfD gleichzusetzen. Aber undemokratisch? Nein. Dieses heulsusenhafte "Die wollen uns nicht mitspielen lasse, das ist undemokratisch" bleibt den Rechtsextremen überlassen.


Das was du über die CDU schreibst zeigt für mich eigentlich, dass die (Teile der) CDU eine größere Schnittmenge mit der afd hat als mit der Linkspartei. Schulterzucken
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jdf
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Beiträge: 17110

Beitrag(#2203929) Verfasst am: 19.02.2020, 21:48    Titel: Antworten mit Zitat

Warum hat eigentlich noch niemand was hierzu geschrieben:

Zitat:
Ramelow schlägt CDU-Vorgängerin Lieberknecht als Ministerpräsidentin vor
Ex-Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht ist offenbar als gemeinsame Kandidatin von CDU, SPD, Linken und Grünen als Übergangs-Regierungschefin für Thüringen im Gespräch. Einen entsprechenden Vorschlag hat Bodo Ramelow unterbreitet.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/thueringen-bodo-ramelow-schlaegt-cdu-vorgaengerin-lieberknecht-als-ministerpraesidentin-vor-a-78f45c19-4554-4667-8b19-3058aa8e130f


Zitat:
Der Spielmacher
In Thüringen treiben Bodo Ramelow und seine Linken-Truppe die CDU mit Cleverness und politischer Härte in die neuerliche Blamage. Wie konnte das passieren?

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bodo-ramelow-und-die-thueringen-krise-der-spielmacher-a-00375c48-878d-4ebc-8209-26fbd37ad704

Versucht die CDU jetzt unter 5% zu kommen??? Am Kopf kratzen
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Die Geschichte soll mich als jemanden in Erinnerung behalten, der sich zu hundert Prozent für den kleinen Mann eingesetzt hat.
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tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



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Beitrag(#2203938) Verfasst am: 19.02.2020, 22:52    Titel: Antworten mit Zitat

Tja, ich würde gern hören, was die Leute, die den linkeren Parteien "Kindergartenverhalten" vorwerfen, dazu sagen.

Für die Zeit bis zu Neuwahlen eine MP der CDU zu akzeptieren, obwohl man selbst stärker ist, würde ich ja für das Gegenteil halten.

Aber die CDU will ja nicht nur keinen linken MP, sondern auch keine Neuwahlen. Dh die weitaus stärkeren Linken sollen bitte nicht nur einen CDU-Politiker als mP wählen, sondern das auch noch längerfristig. Ach ja, und einen Haushalt für 2021 natürlich auch beschließen, wenn man schon dabei ist.
... warum sollte die Linke das wohl tun?

Wenn ich hier Kindergartenverhalten sehe (im Sinne von Uneinsichtigkeit und Kompromisslosigkeit bis zur Politikunfähigkeit), dann wohl eher bei CDU und FDP.

Lieberknecht selbst hat wegen des Verhaltens der CDU (!) ihre Bereitschaft, Übergangs-MP zu werden, zurückgezogen und meint:

Thüringer Allgemeine hat folgendes geschrieben:
„Wer jetzt keine Neuwahlen will, muss Bodo Ramelow mit verlässlicher Mehrheit zurück ins Ministerpräsidentenamt verhelfen und dann am besten mit ihm in eine Regierung gehen, ob das nun Projekteregierung oder anders heißt“, sagte sie.

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fwo
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Beitrag(#2203967) Verfasst am: 20.02.2020, 18:34    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Tja, ich würde gern hören, was die Leute, die den linkeren Parteien "Kindergartenverhalten" vorwerfen, dazu sagen.

Für die Zeit bis zu Neuwahlen eine MP der CDU zu akzeptieren, obwohl man selbst stärker ist, würde ich ja für das Gegenteil halten.

....

Die würden sagen, dass das nur sehr naiven Menschen als Widerspruch zur Kindergarten-Bandenbildung erscheint.

Das meint auch der Spiegel - zu dieser Feststellung brauche ich den Artikel nicht mal zu lesen, es reicht mir das Zitat von jdf.

Sehen wir uns doch das Angebot mal an:
Ramelow bot ja nicht an, eine Minderheitenregierung der CDU zu tolerieren, sondern nur ein auf Basisfunktionen beschnittenes Notkabinett unter einer CDU-Führung bis zur nächsten Wahl.

Er weiß dabei genau, dass die thüringische CDU diese Wahlen nicht haben will, nachdem die erneuten Umfragen so katastrophal aussehen, und bis dahin schon gar keine Pseudoregierung an Ramelows Fäden. Es war also von vornherein abzusehen, dass die andere Kindergartenbande das ablehnen musste und gleichzeitig auch dabei beschissen aussehen würde. Deshalb auch die Wortwahl im Spiegel.

Ramelow ist mir nicht unsympathisch und der Mann ist ein hervorragender Taktiker - aber ein Gegenbeispiel zu dem, was ich da geschrieben habe, ist das nicht.
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fwo
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Beitrag(#2203969) Verfasst am: 20.02.2020, 18:42    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
Ich finde schon, daß Merkel hier ein faktisches innerparteiliches "Machtwort" gesprochen hat und damit auch ihre Zuständigkeit innerhalb der Partei überdehnt hat (da sie nicht Parteichefin war), auch wenn das natürlich nicht illegal ist. Letztlich sieht man an den Vorgängen mit der sog. Werte-Union/AfD jetzt, daß es im Vorfeld in der CDU versäumt wurde (von AKK und Merkel), ihren rechten Flügel in den Griff zu kriegen.

Den Ausdruck "Die Wahl muß rückgängig gemacht werden" finde ich undemokratisch oder zumindest mißverständlich formuliert. Was letztlich passiert ist dagegen (Rücktritt), ist korrekt, und vielleicht hat sie das auch gemeint.

Die Frage ist, wie es angekommen ist:
NZZ: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei einer Pressekonferenz in Südafrika gesagt, das Ergebnis der Ministerpräsidenten-Wahl sei unverzeihlich und müsse rückgängig gemacht werden. Wie fanden Sie das?

M. Mohring: Das war zumindest ungewöhnlich. Ich sehe, dass es einen internationalen Druck gab, die Wahl einzuordnen.

NZZ: Merkels Worte waren mehr als eine Einordnung.

M. Mohring: Ich will es so sagen: Wenn man als in der DDR aufgewachsener Mensch hört, dass eine Wahl rückgängig gemacht werden soll, dann stutzt man schon.

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step
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Beitrag(#2203971) Verfasst am: 20.02.2020, 18:59    Titel: Antworten mit Zitat

@fwo, aber ausgerechnet den Mohring das interpretieren zu lassen ... da kann man fast gleich die AfD fragen. Ändert aber nichts dran, daß ich Merkels Ausdrucksweise idZ daneben fand.

Ich bin mal sehr gespannt, wie die CDU jetzt mit ihrem "Werte"-Flügel umgeht.
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fwo
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Beitrag(#2203977) Verfasst am: 20.02.2020, 20:24    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
@fwo, aber ausgerechnet den Mohring das interpretieren zu lassen ... da kann man fast gleich die AfD fragen. Ändert aber nichts dran, daß ich Merkels Ausdrucksweise idZ daneben fand.

Ich bin mal sehr gespannt, wie die CDU jetzt mit ihrem "Werte"-Flügel umgeht.

Mit dem kann sie gar nicht umgehen, weil es den nicht gibt.
Der "Werte"-Flügel ist ein parteiunabhängiger Verein. Die Frage ist auch, wie weit die es sich erlauben können, mit dieser Werte-Union nach Belieben umzuspringen. Ich habe hier in einem anderen Thread einen Spiegel-Artikel zu einer Umfrage der Konrad-Adenauerstiftung innerhalb der Partei verlinkt, die zu dem Ergebnis kommt, dass sich die Parteispitze und damit auch die Parteipolitik "links" der Partei befindet.

Ansonsten: Mohring ist Thüringer. Das sollte man ihm schon zugestehen, dass er weiß, wie seine Landsleute ticken. Dass das AfD-Gerede, dass es in der heutigen Politik eine Annäherung an DDR-Zeiten gäbe, Unsinn ist, sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die im Osten zwei Diktaturen in Erinnerung haben und deshalb teilweise anders reagieren als wir.

Dieses implizite "Ih, der ist rechts, dem sollte man nicht glauben" ist dumm.
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step
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Beitrag(#2203979) Verfasst am: 20.02.2020, 21:01    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Der "Werte"-Flügel ist ein parteiunabhängiger Verein.

Nicht nur. Den Flügel gab es schon vor dem Verein und er ist auch größer.

fwo hat folgendes geschrieben:
Die Frage ist auch, wie weit die es sich erlauben können, mit dieser Werte-Union nach Belieben umzuspringen. Ich habe hier in einem anderen Thread einen Spiegel-Artikel zu einer Umfrage der Konrad-Adenauerstiftung innerhalb der Partei verlinkt, die zu dem Ergebnis kommt, dass sich die Parteispitze und damit auch die Parteipolitik "links" der Partei befindet.

Das halte ich für gut möglich. Ich vermute auch, daß die CDU sich diesen Flügel hält, um nicht zu viele Wähler an die AfD zu verlieren.
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tillich (epigonal)
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Beiträge: 17643

Beitrag(#2203994) Verfasst am: 20.02.2020, 23:08    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Tja, ich würde gern hören, was die Leute, die den linkeren Parteien "Kindergartenverhalten" vorwerfen, dazu sagen.

Für die Zeit bis zu Neuwahlen eine MP der CDU zu akzeptieren, obwohl man selbst stärker ist, würde ich ja für das Gegenteil halten.

....

Die würden sagen, dass das nur sehr naiven Menschen als Widerspruch zur Kindergarten-Bandenbildung erscheint.

Das meint auch der Spiegel - zu dieser Feststellung brauche ich den Artikel nicht mal zu lesen, es reicht mir das Zitat von jdf.

Sehen wir uns doch das Angebot mal an:
Ramelow bot ja nicht an, eine Minderheitenregierung der CDU zu tolerieren, sondern nur ein auf Basisfunktionen beschnittenes Notkabinett unter einer CDU-Führung bis zur nächsten Wahl.

Er weiß dabei genau, dass die thüringische CDU diese Wahlen nicht haben will, nachdem die erneuten Umfragen so katastrophal aussehen, und bis dahin schon gar keine Pseudoregierung an Ramelows Fäden. Es war also von vornherein abzusehen, dass die andere Kindergartenbande das ablehnen musste und gleichzeitig auch dabei beschissen aussehen würde. Deshalb auch die Wortwahl im Spiegel.

Ramelow ist mir nicht unsympathisch und der Mann ist ein hervorragender Taktiker - aber ein Gegenbeispiel zu dem, was ich da geschrieben habe, ist das nicht.


Sicher geht Ramelow auch taktisch vor und hat den Vorteil seiner Partei im Blick (hej - Politik). Aber bei "Kindergarten" würde ich nun gerade nicht an einen, wie du schreibst, "hervorragenden Taktiker" denken, sondern das genaue Gegenteil. Zumal zu einer guten Taktik ja auch gehört, innerhalb der gegebenen Situation gangbare Wege aufzuzeigen - und zwar Wege, die auch der anderen Seite, wiederum entsprechend der gegebenen Situation, zumutbar sind. Die beiden hier vorgeschlagenen Wege sind: Entweder eine längerfristige Zusammenarbeit - bei der dann aber, wie in Deutschland fast immer üblich, die stärkere Partei den MP stellt. Oder eben - wenn man die Situation als so verfahren und durch die Geschehnisse als so verändert ansieht, dass das gerechtfertigt ist - Neuwahlen, bei denen man zwecks funktionierender Landesregierung eine Übergangsregierung wählt, bei der der größere Partner auch Kompromisse eingeht. (Dass es im wesentlichen diese beiden Wege gibt, sieht ja offenbar auch Lieberknecht so.)

Ja, diese beiden Wege sind für die CDU beide sehr unangenehm und für die Linke angenehmer. Das hat sich die CDU aber durch ihre vorherige, völlig fehlgeschlagene Taktik aber einfach selbst zuzuschreiben - und muss nun die Folgen tragen. Zumutbar ist das.

Wenn die CDU dagegen weiterhin meint, auch noch nach diesem selbstverschuldeten Desaster dem stärkeren potentiellen Partner unübliche Bedingungen stellen zu können (MP aus der schwächeren Partei), ist das ein trotziges Beharren auf einer unhaltbaren Position, resultierend aus Realitätsblindheit und Egozentrik. Diese Kombination würde ich dagegen als "Kindergartenverhalten" bezeichnen.
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fwo
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Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 24692
Wohnort: im Speckgürtel

Beitrag(#2204021) Verfasst am: 21.02.2020, 13:03    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
....
Ja, diese beiden Wege sind für die CDU beide sehr unangenehm und für die Linke angenehmer. Das hat sich die CDU aber durch ihre vorherige, völlig fehlgeschlagene Taktik aber einfach selbst zuzuschreiben - und muss nun die Folgen tragen. Zumutbar ist das.

Wenn die CDU dagegen weiterhin meint, auch noch nach diesem selbstverschuldeten Desaster dem stärkeren potentiellen Partner unübliche Bedingungen stellen zu können (MP aus der schwächeren Partei), ist das ein trotziges Beharren auf einer unhaltbaren Position, resultierend aus Realitätsblindheit und Egozentrik. Diese Kombination würde ich dagegen als "Kindergartenverhalten" bezeichnen.

Kann sein, dass da ein Missverständnis vorliegt:

Ich halte dieses "nee, mit euch spiel ich nicht" weder für typisch links, noch für neu. So extrem wie heute hat es das am Anfang der Grünen schon mal gegeben, aber ich meine viel mehr genau dieses Spiel zwischen Regierung und Opposition, in dem in Blocks abgestimmt wird und das theoretisch nicht existente Werkzeug des Fraktionszwanges zum Zug kommt, statt dass man nach der Diskussion die Entscheidung dem Abgeordneten überlässt. Das ist es, was ich als Kindergartenverhalten bezeichne, und was nach meiner Überzeugung auch einen großen Anteil an der Stagnation der letzten Jahrzehnte hat, und damit letztlich auch an der Wahlverdrossenheit und dem Aufkommen der AfD. Das Nutzen des Fraktionszwanges führt dazu, dass die am Ende beschlossenen Gesetze regelmäßig eigentlich Minderheitspositionen sind, die man sich in diesen taktischen Papieren, die wir Koalitionsverträge nennen, wechselseitig ausgehandelt hat. Die Wichtigkeit dieser Handel lässt sich an dem seit vielen Jahren stetig wachsenden Umfang dieser Koalitionsverträge ablesen. Demokratie sollte eigentlich anders gehen.

Nach der zwar unter Verletzung der taktischen Versprechen aus Berlin aber ansonsten absolut legal zustande gekommenen Wahl dieses FDP-MPs, hätten Linke, Grüne und SPD die Möglichkeit gehabt, das aufzubrechen. Jetzt ist die CDU wieder dran, und damit habe ich auch keine Probleme, ich habe auch schon gesagt, dass ich Ramelow für das Land für die bessere Wahl halte.

Aber im Moment geht es wieder erst einmal nicht mehr weiter. Die AfD hat damit nach der letzten Umfrage zwar nicht mehr hinzugewonnen, aber sie wird auf einem zu hohen Wert stabilisiert. Sie wurde durch diesen Rücktritt wichtiger gemacht, als sie sein sollte.
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AlexJ
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Wohnort: Köln

Beitrag(#2204033) Verfasst am: 21.02.2020, 15:10    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:

Nach der zwar unter Verletzung der taktischen Versprechen aus Berlin aber ansonsten absolut legal zustande gekommenen Wahl dieses FDP-MPs, hätten Linke, Grüne und SPD die Möglichkeit gehabt, das aufzubrechen. Jetzt ist die CDU wieder dran, und damit habe ich auch keine Probleme, ich habe auch schon gesagt, dass ich Ramelow für das Land für die bessere Wahl halte.


??? Das Verletzen eines des taktischen Versprechens durch die CDU(Pateitagsbeschluss der Gesamt CDU) ist den Linken, SPD und Grünen an sich völlig egal, das der FDP-MP bewusst und gewollt mit den Stimmen der AFD gewählt wurde nicht. Eine Möglichkeit der Zusammenarbeit mit diesem MP ist da nicht mehr möglich!!!!!
Da spielt es dann auch keine Rolle wie toll es doch mal wäre eine minderheiten Regierung zu haben, mit einem Parlament das in jeder Frage neu Mehrheiten suchen und an das Gewissen der Abgrordneten appelieren müsste, anstatt Koalitionsgeschacher, der Zug ist schlicht abgefahren. Der FDP-MP hat sich durch seine Aktion als für Linke, Grüne, SPD und tatsächlich auch wie der Rücktritt zeigt für FDP und CDU untragbar gemacht.

Nebenbei, das der Vorschlag die FDP könne eine supertolle Regierung der wechselden Mehrheiten bilden, ausgerechnet in einem Parlament, wo es an den Linken oder der AFD kein vorbei kommen gibt, scheint für mich ziemlich Hirnrissig.

fwo hat folgendes geschrieben:

Aber im Moment geht es wieder erst einmal nicht mehr weiter. Die AfD hat damit nach der letzten Umfrage zwar nicht mehr hinzugewonnen, aber sie wird auf einem zu hohen Wert stabilisiert. Sie wurde durch diesen Rücktritt wichtiger gemacht, als sie sein sollte.


Sie wurde durch die Entscheidung der Thüringer CDU und FDP bewusst und gewollt mit der AFD zu kooperieren wichtiger gemacht, als sie sein sollte und nicht durch den Rücktritt.
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astarte
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Beiträge: 41359

Beitrag(#2204035) Verfasst am: 21.02.2020, 16:02    Titel: Antworten mit Zitat

AlexJ hat folgendes geschrieben:

fwo hat folgendes geschrieben:

Aber im Moment geht es wieder erst einmal nicht mehr weiter. Die AfD hat damit nach der letzten Umfrage zwar nicht mehr hinzugewonnen, aber sie wird auf einem zu hohen Wert stabilisiert. Sie wurde durch diesen Rücktritt wichtiger gemacht, als sie sein sollte.


Sie wurde durch die Entscheidung der Thüringer CDU und FDP bewusst und gewollt mit der AFD zu kooperieren wichtiger gemacht, als sie sein sollte und nicht durch den Rücktritt.

So wird ein Schuh draus!
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beachbernie
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Beitrag(#2204076) Verfasst am: 22.02.2020, 02:43    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
....
Ja, diese beiden Wege sind für die CDU beide sehr unangenehm und für die Linke angenehmer. Das hat sich die CDU aber durch ihre vorherige, völlig fehlgeschlagene Taktik aber einfach selbst zuzuschreiben - und muss nun die Folgen tragen. Zumutbar ist das.

Wenn die CDU dagegen weiterhin meint, auch noch nach diesem selbstverschuldeten Desaster dem stärkeren potentiellen Partner unübliche Bedingungen stellen zu können (MP aus der schwächeren Partei), ist das ein trotziges Beharren auf einer unhaltbaren Position, resultierend aus Realitätsblindheit und Egozentrik. Diese Kombination würde ich dagegen als "Kindergartenverhalten" bezeichnen.

Kann sein, dass da ein Missverständnis vorliegt:

Ich halte dieses "nee, mit euch spiel ich nicht" weder für typisch links, noch für neu. So extrem wie heute hat es das am Anfang der Grünen schon mal gegeben, aber ich meine viel mehr genau dieses Spiel zwischen Regierung und Opposition, in dem in Blocks abgestimmt wird und das theoretisch nicht existente Werkzeug des Fraktionszwanges zum Zug kommt, statt dass man nach der Diskussion die Entscheidung dem Abgeordneten überlässt. Das ist es, was ich als Kindergartenverhalten bezeichne, und was nach meiner Überzeugung auch einen großen Anteil an der Stagnation der letzten Jahrzehnte hat, und damit letztlich auch an der Wahlverdrossenheit und dem Aufkommen der AfD. Das Nutzen des Fraktionszwanges führt dazu, dass die am Ende beschlossenen Gesetze regelmäßig eigentlich Minderheitspositionen sind, die man sich in diesen taktischen Papieren, die wir Koalitionsverträge nennen, wechselseitig ausgehandelt hat. Die Wichtigkeit dieser Handel lässt sich an dem seit vielen Jahren stetig wachsenden Umfang dieser Koalitionsverträge ablesen. Demokratie sollte eigentlich anders gehen.

Nach der zwar unter Verletzung der taktischen Versprechen aus Berlin aber ansonsten absolut legal zustande gekommenen Wahl dieses FDP-MPs, hätten Linke, Grüne und SPD die Möglichkeit gehabt, das aufzubrechen. Jetzt ist die CDU wieder dran, und damit habe ich auch keine Probleme, ich habe auch schon gesagt, dass ich Ramelow für das Land für die bessere Wahl halte.

Aber im Moment geht es wieder erst einmal nicht mehr weiter. Die AfD hat damit nach der letzten Umfrage zwar nicht mehr hinzugewonnen, aber sie wird auf einem zu hohen Wert stabilisiert. Sie wurde durch diesen Rücktritt wichtiger gemacht, als sie sein sollte.


Das ist erstens kein Spiel und zweitens sind die Affen fuer Deutschland nicht die Grünen.

Spätestens nach dem neuesten Terroranschlag sollte es klar sein, dass man mit moslemhassenden Rassisten nicht zusammenarbeiten kann ohne die demokratischen Grundlagen der BRD zu verlassen.

Anstatt mit einer Zusammenarbeit mit der AfD zu kokettieren ist jetzt angesagt mal durch die ein oder andere Razzia im Parteibüro nachzuschauen inwieweit diese brandstiftenden Biedermänner Kontakte in die terroristische Neonaziszene haben. Da gab es doch schon erste Hinweise....
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DonMartin
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Beitrag(#2204080) Verfasst am: 22.02.2020, 03:25    Titel: Antworten mit Zitat

Immerhin hat die AfD so ziemlich als einzige Partei eines ihrer Wahlversprechen eingehalten,
und das sogar ohne in der Regierung zu sitzen:
sie hat die Altparteien vorgeführt bzw vor sich hergetrieben.
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Wilson
zwischen gaga und dada



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Beiträge: 13313
Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2204093) Verfasst am: 22.02.2020, 09:45    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Immerhin hat die AfD so ziemlich als einzige Partei eines ihrer Wahlversprechen eingehalten,
und das sogar ohne in der Regierung zu sitzen:
sie hat die Altparteien vorgeführt bzw vor sich hergetrieben.


naja, das ist ja wohl kein problem, wenn man skrupellos ist.
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jdf
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Beitrag(#2204176) Verfasst am: 22.02.2020, 17:56    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Ja, Organisationen mit Uniformen und Waffen sind für Rechte naturgemäß anziehend. Ihre Überwachung und Kontrolle ist - wie die Geschichte und aktuelle Ereignisse zeigen - dringend notwendig. Leider fehlt es daran immer noch.

Ich meine aber, dass sich gerade ein Bewusstseinswandel dahingehend vollzieht.

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Wie konkret stellst du dir denn ein funktionierendes (funktionsfähiges) Staatswesen vor?


Es sollte das Primat der Politik gelten und die Politik muss von unten nach oben kontrolliert werden, was zum Teil neue Institutionen der Transparenz, Kontrolle und Mitbestimmung erfordert - etwa neuartige Gremien, in denen Abgeordnete der Bevölkerung zusammen mit unabhängigen Wissenschaftlern an der Entwicklung umsetzbarer ökologischer Gesamtkonzepte diskutieren. Dabei müssen sehr viele Aspekte miteinbezogen werden (dies wird dann notwendiger Weise sukzessive geschehen müssen).

So wird man es mühelos schaffen, die Bevölkerung zu politisieren. Denn die Menschen sind gar nicht politikmüde. Sie sind Politikermüde.

Sie sollen die Dinge in die Hand bekommen.

Ansonsten kann man den Rest erst mal so lassen, wie es ist, damit keine chaotischen, d.h. unkontrollierbaren Zustände entstehen. Rom wurde nicht an einem Tag gebaut. Nein, es wäre ein Prozess, ein demokratischer Prozess, ein Prozess der Demokratisierung.

Der Systemwechsel ist also für dich gar kein Thema?

Wie stehst du denn zu Formen der direkten Demokratie, wie zB in der Schweiz?

Ich habe kürzlich von der Erprobung gehört, auf kommunaler Ebene mit Bürgerkomitees zu arbeiten. Für konkrete kommunale Problemstellungen bekommen sie ein Budget und erarbeiten Lösungen. Die Mitglieder werden dabei ua. ausgelost und verpflichtet, wie bei einem Schöffenamt. Ist eohl gar nicht so abwegig und scheint auch zu funktionieren... Meinst du sowas als Teil deiner Lösung?

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Die Frage ist nun: Was können die fortschrittlichen Teile der Bevölkerung tun, um diese rationalen Interessen endlich mal auf die politische Agenda zu heben anstatt ständig miterleben zu müssen, wie alle möglichen Nebenthemen (Migration, Konzerninteressen, Aufrüstung und Großmachtstreben) die zivilen und wesentlichen Themen überlagern?

Wer und wie viele sind das denn?

Mindestens 51% schätze ich mal.

Mr. Green

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Dir ist aber schon klar, dass auch andere behaupten, dass sie die (schweigende) Mehrheit der Bevölkerung repräsentieren?
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Die Geschichte soll mich als jemanden in Erinnerung behalten, der sich zu hundert Prozent für den kleinen Mann eingesetzt hat.
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jdf
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Beitrag(#2204181) Verfasst am: 22.02.2020, 18:17    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Dieses implizite "Ih, der ist rechts, dem sollte man nicht glauben" ist dumm.

Es ist immer vorteilhaft, eine Behauptung, die gar nicht aufgestellt wurde, als dumm darzustellen.
Da kann man sich nämlich die Behauptung sogar noch selbst aussuchen. noc
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step
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Beitrag(#2204193) Verfasst am: 22.02.2020, 19:02    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Dieses implizite "Ih, der ist rechts, dem sollte man nicht glauben" ist dumm.
Es ist immer vorteilhaft, eine Behauptung, die gar nicht aufgestellt wurde, als dumm darzustellen. Da kann man sich nämlich die Behauptung sogar noch selbst aussuchen. noc

Ich denke, fwo bezog sich da auf meine Bemerkung. Und in der Tat, ich habe hier nicht prinzipiell die Glaubwürdigkeit aller Rechter angezweifelt, sondern auf die Befangenheit hingewiesen, also die vermutlich mangelnde Fähigkeit ausgerechnet eines der Mitauslöser (Mohring), eine ausgewogene Interpretation der Kritik an ihm abzugeben.
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jdf
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Beitrag(#2204198) Verfasst am: 22.02.2020, 19:15    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Dieses implizite "Ih, der ist rechts, dem sollte man nicht glauben" ist dumm.
Es ist immer vorteilhaft, eine Behauptung, die gar nicht aufgestellt wurde, als dumm darzustellen. Da kann man sich nämlich die Behauptung sogar noch selbst aussuchen. noc

Ich denke, fwo bezog sich da auf meine Bemerkung.

Du schreibst doch ausdrücklich von einer Interpretation. Warum sollte man dir denn da ein "Nicht-Glauben" anhängen wollen? Mohring stellt ja noch nicht einmal eine Tatsachenbehauptung auf (außer eine zum internationalen Druck).


step hat folgendes geschrieben:
Und in der Tat, ich habe hier nicht prinzipiell die Glaubwürdigkeit aller Rechter angezweifelt, sondern auf die Befangenheit hingewiesen, also die vermutlich mangelnde Fähigkeit ausgerechnet eines der Mitauslöser (Mohring), eine ausgewogene Interpretation der Kritik an ihm abzugeben.

Eigentlich ist ja noch lustiger, dass fwo dir die Kausalkette "rechts > nicht glaubwürdig" unterjubelt.
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Beitrag(#2204230) Verfasst am: 22.02.2020, 21:27    Titel: Antworten mit Zitat

Währenddessen haben wir in der CDU ein diverses Meinungsbild. Von "Wertkonservativen", die dennoch bereit sind, im Interesse des Landes mit den Linken zusammenzuarbeiten (Die Vorstellung der Solidarität sei auch mit dem christlichen Menschenbild vereinbar) bis hin zu einigen Stimmen, wo auch manchmal ganz interessant zu sein scheint, was *nicht* gesagt wird ("Widerstand in der CDU gegen Ramelow-Wahl").

Zitat:
Werner Henning, CDU-Landrat in Thüringen (, ... meint): Es sei eher ein Signal, "dass man sich tiefer - vielleicht überhaupt völlig neu - damit befasst, was CDU denn wieder ist." (...) Man habe sich in Thüringen "auf die AfD eingelassen und hat eben gemeint, das sei Bürgerlichkeit. Man spürt aber im Aufschrei der Bevölkerung, dass das eben keine Bürgerlichkeit ist. Es geht hier um Weltbilder, es geht hier um das Verhältnis zu Menschen. "Das, was uns unter der Höcke-AfD begegnet, ist ein polarisierendes Weltbild, es neigt zu nihilistischen Ansätzen." Das solidarische Miteinander der Linken sei gleichermaßen ein christliches Weltbild. (...) "(L)etzten Endes ist ein jeder Abgeordneter seinem Gewissen gegenüber verantwortlich, und das steht viel, viel höher als ein CDU-Parteitag (...)."


Währenddessen:

Zitat:
Der Essener Abgeordnete Hauer meinte, wer ein CDU-Mandat dazu missbrauche, um einen Linken - gegen klare Parteitagsbeschlüsse - zum Ministerpräsidenten zu wählen, sollte aus der Partei ausgeschlossen werden. Die CDU setze Links- und Rechtsradikale nicht gleich, aber sie verhelfe beiden nicht zur Macht.


(Ein Schelm, der Böses dabei denkt - er hat ja z.B. *nicht* gesagt, daß es unerlaubt sei oder z.B. ausgeschlossen werden solle, der es zunächst einmal gewagt habe, gemeinsam mit der AfD gegen einen Linken zu stimmen. Die Medienberichte, die nachher so kamen, gingen ja eher in die Richtung, daß es kein "Betriebsunfall" gewesen sei, daß auf einmal Kemmerich gewählt wurde, sondern daß es durchaus vorab eine Ansage gegeben habe.)
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Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

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Skeptiker
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Beitrag(#2204329) Verfasst am: 23.02.2020, 19:09    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Ja, Organisationen mit Uniformen und Waffen sind für Rechte naturgemäß anziehend. Ihre Überwachung und Kontrolle ist - wie die Geschichte und aktuelle Ereignisse zeigen - dringend notwendig. Leider fehlt es daran immer noch.


Ich meine aber, dass sich gerade ein Bewusstseinswandel dahingehend vollzieht.


In der Bevölkerung ja und zwar schon lange. Woanders nicht und ist auch nicht zu erwarten.

jdf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Wie konkret stellst du dir denn ein funktionierendes (funktionsfähiges) Staatswesen vor?


Es sollte das Primat der Politik gelten und die Politik muss von unten nach oben kontrolliert werden, was zum Teil neue Institutionen der Transparenz, Kontrolle und Mitbestimmung erfordert - etwa neuartige Gremien, in denen Abgeordnete der Bevölkerung zusammen mit unabhängigen Wissenschaftlern an der Entwicklung umsetzbarer ökologischer Gesamtkonzepte diskutieren. Dabei müssen sehr viele Aspekte miteinbezogen werden (dies wird dann notwendiger Weise sukzessive geschehen müssen).

So wird man es mühelos schaffen, die Bevölkerung zu politisieren. Denn die Menschen sind gar nicht politikmüde. Sie sind Politikermüde.

Sie sollen die Dinge in die Hand bekommen.

Ansonsten kann man den Rest erst mal so lassen, wie es ist, damit keine chaotischen, d.h. unkontrollierbaren Zustände entstehen. Rom wurde nicht an einem Tag gebaut. Nein, es wäre ein Prozess, ein demokratischer Prozess, ein Prozess der Demokratisierung.


Der Systemwechsel ist also für dich gar kein Thema?


Die Konzerne bleiben draußen vor der Tür wenn es um die demokratische & wissenschaftliche Konzeption rationaler ökologischer Konzepte geht. Die Ergebnisse sollen dann auch realisiert werden. Das meine ich mit Primat der Politik.

jdf hat folgendes geschrieben:
Wie stehst du denn zu Formen der direkten Demokratie, wie zB in der Schweiz?


Viel zu schwerfällig und führt bei ihrer Ausweitung sicher dazu, dass sich die verschiedenen Abstimmungsergebnisse widersprechen, von einer garantierten Einhaltung von Menschen- und Umweltrechten mal abgesehen.

Meiner Ansicht nach muss eine demokratische Abstimmung immer inhaltlich geführt werden nicht per Stimmenauszählung, das heißt: es kann und muss sich durch Diskussionen die beste Lösung (oder eine der besten Lösungen) nach und nach heraus kristallisieren. Das kann man auch durch Tests und Modellbildungen unterstützen.

Ich spreche in dem Zusammenhang immer von integrierten Konzepten:

Zitat:
Stadtplanung 4.0

Die Stadtplanung muss sich dringend verändern, wenn Stadtplaner weiterhin Stadtgestalter bleiben wollen. Unsere Autoren fordern eine integrale Planung.


https://www.bauwelt.de/das-heft/heftarchiv/Stadtplanung-4.0-3331762.html


Die einzelnen Konzepte müssen zusammenpassen, nicht nur bei der Stadtplanung. Und es müssen alle Bedürfnisse einfließen (im Rahmen von Menschen-, Tier- und Umweltrechten), keine künstlichen oder inhumanen Bedürfnisse (wie Nationalismus, sexuelle Diskriminierung etc.).

jdf hat folgendes geschrieben:
Ich habe kürzlich von der Erprobung gehört, auf kommunaler Ebene mit Bürgerkomitees zu arbeiten. Für konkrete kommunale Problemstellungen bekommen sie ein Budget und erarbeiten Lösungen. Die Mitglieder werden dabei ua. ausgelost und verpflichtet, wie bei einem Schöffenamt. Ist wohl gar nicht so abwegig und scheint auch zu funktionieren... Meinst du sowas als Teil deiner Lösung?


Auch hier gibt es das Problem, dass regionale Entscheidungen mit dem Ganzen zusammenspielen sollten, etwa im Bereich überregionaler Infrastrukturen, Produktions- und Lieferketten, komparative Kostenvor- und nachteile, usw. Die übergreifende Abstimmung muss immer da sein meiner Ansicht nach.

Auslosungen finde ich schlecht, weil es für spezialisierte Aufgaben passende Leute braucht. Man denke z.B. an ein Fußballteam.

So könnte das Prinzip "Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen" in etwa umgesetzt werden.

jdf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Die Frage ist nun: Was können die fortschrittlichen Teile der Bevölkerung tun, um diese rationalen Interessen endlich mal auf die politische Agenda zu heben anstatt ständig miterleben zu müssen, wie alle möglichen Nebenthemen (Migration, Konzerninteressen, Aufrüstung und Großmachtstreben) die zivilen und wesentlichen Themen überlagern?

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Es gibt regelmäßig Umfragen zu allen möglichen gesellschaftlichen Themen. Die zeigen, wie die Mehrheit der Menschen insgesamt tickt. Und das sieht grundsätzlich positiv aus. Der Glauben an die Menschheit ist evidenzbasiert. zwinkern
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Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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uwebus
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Beitrag(#2204340) Verfasst am: 23.02.2020, 19:50    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:


Es gibt regelmäßig Umfragen zu allen möglichen gesellschaftlichen Themen. Die zeigen, wie die Mehrheit der Menschen insgesamt tickt. Und das sieht grundsätzlich positiv aus. Der Glauben an die Menschheit ist evidenzbasiert. zwinkern


Schau dir mal folgenden Beitrag an, da sind andere wohl anderer Meinung:


https://www.youtube.com/watch?v=kPneaXTUF0c
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DonMartin
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Beitrag(#2205222) Verfasst am: 02.03.2020, 15:10    Titel: Antworten mit Zitat

OmG, das 4. Reich steht vor der Tür:
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/thueringen-afd-chef-bjoern-hoecke-kandidiert-bei-ministerpraesidentenwahl-a-e03dc784-4a8e-44d7-a62b-c794bbb919ae
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Wilson
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Beitrag(#2205229) Verfasst am: 02.03.2020, 17:46    Titel: Antworten mit Zitat

und die cdu thüringen hat einen neuen chef: Mario Voigt.


https://de.wikipedia.org/wiki/Mario_Voigt#Kontroverse

Zitat:
Kontroverse
Im Zusammenhang mit dem Wahlkampf zur Landtagswahl 2009 ist er als JU-Landesvorsitzender aufgrund seiner „Stoppt-Ramelow“-Kampagne in die Kritik geraten. Das Anliegen der Jungen Union Thüringen war es, gezielt die Auseinandersetzung mit Bodo Ramelow und der Linkspartei aufzunehmen sowie gezielte kontrastierende politische Werbung zu machen.[3] Öffentlich wurden diese Wahlkampfmethoden durch die Publikation eines entsprechenden Rundschreibens auf der Whistleblower-Plattform WikiLeaks.[4]


mit ihm an der spitze wird doch erst recht keiner aus der cdu b. ramelow wählen, oder?
höcke wird auch nicht gewählt.


höcke aufzustellen ist also wieder nur taktieren?

dann wird halt eine kandidat der spd oder den grünen aufgestellt. den wählen sie dann, die cdu'ler und auch die linken (zerknirscht) und der rest mit ein paar abzügen zum 3? raffinierten hauptgang.

oder wie wirds laufen? Frage Komplett von der Rolle
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AlexJ
Supermarktoverlord



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Beitrag(#2205233) Verfasst am: 02.03.2020, 18:18    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
und die cdu thüringen hat einen neuen chef: Mario Voigt.


https://de.wikipedia.org/wiki/Mario_Voigt#Kontroverse

Zitat:
Kontroverse
Im Zusammenhang mit dem Wahlkampf zur Landtagswahl 2009 ist er als JU-Landesvorsitzender aufgrund seiner „Stoppt-Ramelow“-Kampagne in die Kritik geraten. Das Anliegen der Jungen Union Thüringen war es, gezielt die Auseinandersetzung mit Bodo Ramelow und der Linkspartei aufzunehmen sowie gezielte kontrastierende politische Werbung zu machen.[3] Öffentlich wurden diese Wahlkampfmethoden durch die Publikation eines entsprechenden Rundschreibens auf der Whistleblower-Plattform WikiLeaks.[4]


mit ihm an der spitze wird doch erst recht keiner aus der cdu b. ramelow wählen, oder?
höcke wird auch nicht gewählt.


höcke aufzustellen ist also wieder nur taktieren?

dann wird halt eine kandidat der spd oder den grünen aufgestellt. den wählen sie dann, die cdu'ler und auch die linken (zerknirscht) und der rest mit ein paar abzügen zum 3? raffinierten hauptgang.

oder wie wirds laufen? Frage Komplett von der Rolle


Reicht es nicht wenn Ramelow in den ersten zwei Wahlrunden nur 1 Stimme von den Linken, Spd und Grünen erhält, und dann in der dritten Runde wo dann wieder die eine Einfache Mehrheit genügt, mit allen Linken, SPD und Grünen Stimmen gewählt wird?
So besteht keine Gefahr das die AFD Stimmen den Unterschied machen.
Alternativ müssen sich halt öffentlich genug CDU-ler zur Wahl Ramelows bekennen.
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Wilson
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Beitrag(#2205236) Verfasst am: 02.03.2020, 18:36    Titel: Antworten mit Zitat

AlexJ hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
und die cdu thüringen hat einen neuen chef: Mario Voigt.


https://de.wikipedia.org/wiki/Mario_Voigt#Kontroverse

Zitat:
Kontroverse
Im Zusammenhang mit dem Wahlkampf zur Landtagswahl 2009 ist er als JU-Landesvorsitzender aufgrund seiner „Stoppt-Ramelow“-Kampagne in die Kritik geraten. Das Anliegen der Jungen Union Thüringen war es, gezielt die Auseinandersetzung mit Bodo Ramelow und der Linkspartei aufzunehmen sowie gezielte kontrastierende politische Werbung zu machen.[3] Öffentlich wurden diese Wahlkampfmethoden durch die Publikation eines entsprechenden Rundschreibens auf der Whistleblower-Plattform WikiLeaks.[4]


mit ihm an der spitze wird doch erst recht keiner aus der cdu b. ramelow wählen, oder?
höcke wird auch nicht gewählt.


höcke aufzustellen ist also wieder nur taktieren?

dann wird halt eine kandidat der spd oder den grünen aufgestellt. den wählen sie dann, die cdu'ler und auch die linken (zerknirscht) und der rest mit ein paar abzügen zum 3? raffinierten hauptgang.

oder wie wirds laufen? Frage Komplett von der Rolle


Reicht es nicht wenn Ramelow in den ersten zwei Wahlrunden nur 1 Stimme von den Linken, Spd und Grünen erhält, und dann in der dritten Runde wo dann wieder die eine Einfache Mehrheit genügt, mit allen Linken, SPD und Grünen Stimmen gewählt wird?
So besteht keine Gefahr das die AFD Stimmen den Unterschied machen.
Alternativ müssen sich halt öffentlich genug CDU-ler zur Wahl Ramelows bekennen.


vll stehe ich auf dem schlauch, aber b. ramelow benötigt stimmen von cdu und fdp, die afd wird ja wohl nicht...
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beachbernie
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Beitrag(#2205243) Verfasst am: 02.03.2020, 19:47    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
AlexJ hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
und die cdu thüringen hat einen neuen chef: Mario Voigt.


https://de.wikipedia.org/wiki/Mario_Voigt#Kontroverse

Zitat:
Kontroverse
Im Zusammenhang mit dem Wahlkampf zur Landtagswahl 2009 ist er als JU-Landesvorsitzender aufgrund seiner „Stoppt-Ramelow“-Kampagne in die Kritik geraten. Das Anliegen der Jungen Union Thüringen war es, gezielt die Auseinandersetzung mit Bodo Ramelow und der Linkspartei aufzunehmen sowie gezielte kontrastierende politische Werbung zu machen.[3] Öffentlich wurden diese Wahlkampfmethoden durch die Publikation eines entsprechenden Rundschreibens auf der Whistleblower-Plattform WikiLeaks.[4]


mit ihm an der spitze wird doch erst recht keiner aus der cdu b. ramelow wählen, oder?
höcke wird auch nicht gewählt.


höcke aufzustellen ist also wieder nur taktieren?

dann wird halt eine kandidat der spd oder den grünen aufgestellt. den wählen sie dann, die cdu'ler und auch die linken (zerknirscht) und der rest mit ein paar abzügen zum 3? raffinierten hauptgang.

oder wie wirds laufen? Frage Komplett von der Rolle


Reicht es nicht wenn Ramelow in den ersten zwei Wahlrunden nur 1 Stimme von den Linken, Spd und Grünen erhält, und dann in der dritten Runde wo dann wieder die eine Einfache Mehrheit genügt, mit allen Linken, SPD und Grünen Stimmen gewählt wird?
So besteht keine Gefahr das die AFD Stimmen den Unterschied machen.
Alternativ müssen sich halt öffentlich genug CDU-ler zur Wahl Ramelows bekennen.


vll stehe ich auf dem schlauch, aber b. ramelow benötigt stimmen von cdu und fdp, die afd wird ja wohl nicht...



Die paar Stimmen sollte Ramelow bei CDU und FDP einsammeln koennen. Die Umfragen nach dem Kemmerlich-Desaster sollten viele dieser Leute vor Neuwahlen regelrecht zittern lassen. Die CDU dürfte stark gerupft aus Neuwahlen hervorgehen und die FDP waere mit ziemlicher Sicherheit ganz draussen.
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Wilson
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Beitrag(#2205247) Verfasst am: 02.03.2020, 20:04    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
AlexJ hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
und die cdu thüringen hat einen neuen chef: Mario Voigt.


https://de.wikipedia.org/wiki/Mario_Voigt#Kontroverse

Zitat:
Kontroverse
Im Zusammenhang mit dem Wahlkampf zur Landtagswahl 2009 ist er als JU-Landesvorsitzender aufgrund seiner „Stoppt-Ramelow“-Kampagne in die Kritik geraten. Das Anliegen der Jungen Union Thüringen war es, gezielt die Auseinandersetzung mit Bodo Ramelow und der Linkspartei aufzunehmen sowie gezielte kontrastierende politische Werbung zu machen.[3] Öffentlich wurden diese Wahlkampfmethoden durch die Publikation eines entsprechenden Rundschreibens auf der Whistleblower-Plattform WikiLeaks.[4]


mit ihm an der spitze wird doch erst recht keiner aus der cdu b. ramelow wählen, oder?
höcke wird auch nicht gewählt.


höcke aufzustellen ist also wieder nur taktieren?

dann wird halt eine kandidat der spd oder den grünen aufgestellt. den wählen sie dann, die cdu'ler und auch die linken (zerknirscht) und der rest mit ein paar abzügen zum 3? raffinierten hauptgang.

oder wie wirds laufen? Frage Komplett von der Rolle


Reicht es nicht wenn Ramelow in den ersten zwei Wahlrunden nur 1 Stimme von den Linken, Spd und Grünen erhält, und dann in der dritten Runde wo dann wieder die eine Einfache Mehrheit genügt, mit allen Linken, SPD und Grünen Stimmen gewählt wird?
So besteht keine Gefahr das die AFD Stimmen den Unterschied machen.
Alternativ müssen sich halt öffentlich genug CDU-ler zur Wahl Ramelows bekennen.


vll stehe ich auf dem schlauch, aber b. ramelow benötigt stimmen von cdu und fdp, die afd wird ja wohl nicht...



Die paar Stimmen sollte Ramelow bei CDU und FDP einsammeln koennen. Die Umfragen nach dem Kemmerlich-Desaster sollten viele dieser Leute vor Neuwahlen regelrecht zittern lassen. Die CDU dürfte stark gerupft aus Neuwahlen hervorgehen und die FDP waere mit ziemlicher Sicherheit ganz draussen.


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