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Parteien, Macht und Altruismus
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rosbud
registrierter User



Anmeldungsdatum: 08.12.2019
Beiträge: 129

Beitrag(#2204476) Verfasst am: 24.02.2020, 17:52    Titel: Parteien, Macht und Altruismus Antworten mit Zitat

Dieser Thread wurde nicht von rosbud eröffnet sondern von Wahl in Hamburg abgetrennt. astarte

step hat folgendes geschrieben:
Ich hätte nichts dagegen, wenn es auf den Wahlzetteln noch eine Möglichkeit "nix davon" gäbe - dann könnte man sehen, wieviele Leute wählerisch aber nicht bedient sind. Vielleicht auch noch ein Freitextfeld zum Abreagieren, wo man dann reinschreiben kann "mir is schlecht", "Tod dem imperialistischen Schweinesystem" oder "Auslender raus".

rosbud hat folgendes geschrieben:
Trotzdem ist für mich keine Partei wählbar. Das hat nichts mit Motzen zu tun.

Kannst Du kurz zusammenfassen, welche programmatischen Forderungen (oder sonstigen Eigenschaften) eine Partei oder Liste haben müßte, um für Dich wählbar zu sein?


Ich probiers mal andersherum.

CDU/CSU: reine Lobbyvereine für Kirchen und Großindustrie. Der Söder wollte doch mal den Blasphemie Paragraphen wieder einführen, wenn ich mich recht erinnere.

SPD: Seit Schröders erfolgreichem tun nur noch ein Skelett und absolut überflüssig.

FDP: DIE offensichtlichste Lobby Vereinigung seit Gründung der Bundesrepublik. Da könnte ich gleich die Piechs, Haniel und sonstige Wohltäter wählen.

Die Grünen: Eine Geld-und Machtgierige Truppe, die dafür alles sausen lässt, was sie jemals gesagt haben. Egal wo die jemals dran waren, fast immer wurde es ein Desaster. Schröder Fischer, die die Unternehmensfreundlichste Regierung der Nachkriegszeit gestellt hatten. Als Beispiel die von ihnen eingeführte Möglichkeit für internationale Firmen wie BASF, ausländische Verluste mit inländischen Gewinnen zu verrechnen. Als Ergebnis bekamen eine Menge Gemeinden keine Steuern mehr. Seither geht Ludwigshafen am Rhein am Stock und ist chronisch unterfinanziert. Die Braunkohlensache im Osten etc. Gut zugedeckt vom grünen Mäntelchen. Das aber sehr erfolgreich. Muss man zugeben.

AFD: zu diesem braunen Geschwür muss man wohl nichts weiter sagen.

and so on, and so on. Es gäbe noch viel zu bemerken, aber das ist mal ein Ausschnitt meines Empfindens.
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Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 7428

Beitrag(#2204477) Verfasst am: 24.02.2020, 18:27    Titel: Antworten mit Zitat

Du hattest noch die Linken vergessen, den Verein zur Verteidigung einer zu Recht gescheiterten Diktatur. Haben wir noch einen wichtigen unterschlagen? Ich denke, nicht.

Kurz, Parteien sind Vereine zu Machterwerb und -erhalt zum eigenen Vorteil. Womit sie hervorragend zu ihren Wählern passen, die auch nichts anderes im Kopf haben.
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"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
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Friedrich Nietzsche
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Zumsel
registrierter User



Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 4026

Beitrag(#2204484) Verfasst am: 24.02.2020, 20:22    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
...einer zu Recht gescheiterten Diktatur...


Interessante Formulierung, git es auch Diktaturen, die zu Unrecht gescheitert sind oder gar zu Recht Erfolg hatten?
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 22287
Wohnort: Germering

Beitrag(#2204486) Verfasst am: 24.02.2020, 20:38    Titel: Antworten mit Zitat

rosbud hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Kannst Du kurz zusammenfassen, welche programmatischen Forderungen (oder sonstigen Eigenschaften) eine Partei oder Liste haben müßte, um für Dich wählbar zu sein?
Ich probiers mal andersherum.

Nee, nur rumkotzen gilt nicht. Welche konkreten Programmpunkte würden Dich zum Ankreuzen bewegen (top 3 oder 5 reichen)?
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schtonk
Korinthenliegenlasser



Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 11680

Beitrag(#2204487) Verfasst am: 24.02.2020, 20:39    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
(...)

Kurz, Parteien sind Vereine zu Machterwerb und -erhalt zum eigenen Vorteil. ...

Parteien sind Vereine, aha. Du bist ganz nah dran an dem "Theorem" der BRD-GmbH.

Wenn man "Machterwerb" mit "Fähigkeit zur Regierungsbildung" gleichsetzen wollte, könnte man dir noch einigermaßen folgen.
So wie du das formulierst, klingt das allerdings nach dem Wunsch der Abschaffung von Parteien.
Was wäre denn dein Alternativ-Vorschlag?
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Es ist schon alles gesagt worden. Nur noch nicht von allen. - Karl Valentin

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schtonk
Korinthenliegenlasser



Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 11680

Beitrag(#2204489) Verfasst am: 24.02.2020, 20:42    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
SPD 24,3%
CDU 7%
Grüne 15,2%
Linke 5,7%
FDP 3,1%
AfD 3,2%
Sonstige 3,9%


Der Wahlstatistik-Experte, na endlich Lachen
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vrolijke
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Moderator



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Beiträge: 39684
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2204490) Verfasst am: 24.02.2020, 20:45    Titel: Antworten mit Zitat

Zumsel hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
...einer zu Recht gescheiterten Diktatur...


Interessante Formulierung, git es auch Diktaturen, die zu Unrecht gescheitert sind oder gar zu Recht Erfolg hatten?


Daumen hoch!
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Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 7428

Beitrag(#2204491) Verfasst am: 24.02.2020, 20:47    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
rosbud hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Kannst Du kurz zusammenfassen, welche programmatischen Forderungen (oder sonstigen Eigenschaften) eine Partei oder Liste haben müßte, um für Dich wählbar zu sein?
Ich probiers mal andersherum.

Nee, nur rumkotzen gilt nicht. Welche konkreten Programmpunkte würden Dich zum Ankreuzen bewegen (top 3 oder 5 reichen)?

Gegenfrage: Woran erkennt man Programmpunkte, die auch eingehalten werden? Sehr glücklich
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Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 7428

Beitrag(#2204492) Verfasst am: 24.02.2020, 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

Zumsel hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
...einer zu Recht gescheiterten Diktatur...

Interessante Formulierung, git es auch Diktaturen, die zu Unrecht gescheitert sind oder gar zu Recht Erfolg hatten?

Es war nur eine Bekräftigung, weil es hier Anhänger dieser Regierungsform gibt, wenn sie nur links genug sind.
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 22287
Wohnort: Germering

Beitrag(#2204493) Verfasst am: 24.02.2020, 20:50    Titel: Antworten mit Zitat

... andersrum ... gegenfrage ... gähn

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Woran erkennt man Programmpunkte, die auch eingehalten werden?

Dumme Frage. An ihrer Einhaltung natürlich.
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TheStone
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 468

Beitrag(#2204496) Verfasst am: 24.02.2020, 20:50    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Zumsel hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
...einer zu Recht gescheiterten Diktatur...

Interessante Formulierung, git es auch Diktaturen, die zu Unrecht gescheitert sind oder gar zu Recht Erfolg hatten?

Es war nur eine Bekräftigung, weil es hier Anhänger dieser Regierungsform gibt, wenn sie nur links genug sind.


Hier gibt's Linke, die sich eine Diktatur wünschen? Wen denn?
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rosbud
registrierter User



Anmeldungsdatum: 08.12.2019
Beiträge: 129

Beitrag(#2204500) Verfasst am: 24.02.2020, 21:28    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
rosbud hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Kannst Du kurz zusammenfassen, welche programmatischen Forderungen (oder sonstigen Eigenschaften) eine Partei oder Liste haben müßte, um für Dich wählbar zu sein?
Ich probiers mal andersherum.

Nee, nur rumkotzen gilt nicht. Welche konkreten Programmpunkte würden Dich zum Ankreuzen bewegen (top 3 oder 5 reichen)?


Rumkotzen? Ich habe schlüssig dargelegt, warum ich von den zur Wahl stehenden Parteien keine wähle. Was ist daran "rumkotzen" ? Wenn dir das nicht reicht, nicht mein Problem.
Es lässt sich leicht erkennen, was mir gefallen täte. Immer das Gegenteil von dem von mir kritisierten. Ganz einfach.
&Marcellinus: stimmt, die Linken hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm. Auch so ein weltfremder Sekten Verein. Wie man die wählen kann, entzieht sich meinem Verständnis. Aber darauf kommt es ja nicht an. Ich bin ein Fossil. da stehe ich dazu. Smilie
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tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 17954

Beitrag(#2204502) Verfasst am: 24.02.2020, 21:38    Titel: Antworten mit Zitat

Nu ja, wenn man ---
... auf die Sache nur misanthrop-zynisch blickt (bloßer Machterwerb zum Eigeninteresse - als ob das für die Mehrheit der Politiker ein hinreichendes Motiv sein könnte, sich den Job anzutun);
... alles maximal ins Negative verzerrt und ausschließlich dieses sieht;
... oder unrealistisch hohe Anforderungen an die Übereinstimmung stellt (wenn mehrere inhaltliche Punkte genannt werden, mit denen sich die Parteien angeblich nicht beschäftigen, sie das nachweislich aber sehr wohl tun, muss da wohl ein besonders hoher Anspruch dahinterstecken)
--- dann findet man wohl keine passende Partei.

Die Frage ist, ob das an den Parteien liegt oder an Politikunfähigkeit.
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beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 44366
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2204503) Verfasst am: 24.02.2020, 21:46    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Nu ja, wenn man ---
... auf die Sache nur misanthrop-zynisch blickt (bloßer Machterwerb zum Eigeninteresse - als ob das für die Mehrheit der Politiker ein hinreichendes Motiv sein könnte, sich den Job anzutun);
... alles maximal ins Negative verzerrt und ausschließlich dieses sieht;
... oder unrealistisch hohe Anforderungen an die Übereinstimmung stellt (wenn mehrere inhaltliche Punkte genannt werden, mit denen sich die Parteien angeblich nicht beschäftigen, sie das nachweislich aber sehr wohl tun, muss da wohl ein besonders hoher Anspruch dahinterstecken)
--- dann findet man wohl keine passende Partei.

Die Frage ist, ob das an den Parteien liegt oder an Politikunfähigkeit.


Die Leute wählen aus den unterschiedlichsten Gründen nicht. Der eine findet keine Partei, die ihm passt, der andere interessiert sich nicht fuer sowas und der nächste waere eigentlich zur Wahl gegangen aber plötzlich setzten bei der Freundin die Wehen ein und als das Kind schliesslich da war, waren die Wahllokale schon zu.....

Die Nichtwähler sind also naturgemäß eine Äußerst homogene Gruppe und da sich diese Gruppe durch ihr Schweigen definiert, ist es aeusserst einfach da alles Mögliche reinzuinterpretieren und diese Leute fuer sich zu vereinnahmen und das machen dann auch viele, die glauben bei der Wahl zu kurz gekommen zu sein. Im Grunde genommen ist das aber alles Blödsinn.
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tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 17954

Beitrag(#2204504) Verfasst am: 24.02.2020, 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Die Nichtwähler sind also naturgemäß eine Äußerst homogene Gruppe und da sich diese Gruppe durch ihr Schweigen definiert, ist es aeusserst einfach da alles Mögliche reinzuinterpretieren und diese Leute fuer sich zu vereinnahmen und das machen dann auch viele, die glauben bei der Wahl zu kurz gekommen zu sein. Im Grunde genommen ist das aber alles Blödsinn.

Ich habe mich ja nicht zu "den Nichtwählern" geäußert, sondern zu Meinungsäußerungen hier.
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step
registriert



Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 22287
Wohnort: Germering

Beitrag(#2204505) Verfasst am: 24.02.2020, 22:02    Titel: Antworten mit Zitat

rosbud hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
rosbud hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Kannst Du kurz zusammenfassen, welche programmatischen Forderungen (oder sonstigen Eigenschaften) eine Partei oder Liste haben müßte, um für Dich wählbar zu sein?
Ich probiers mal andersherum.
Nee, nur rumkotzen gilt nicht. Welche konkreten Programmpunkte würden Dich zum Ankreuzen bewegen (top 3 oder 5 reichen)?
Rumkotzen? Ich habe schlüssig dargelegt, warum ich von den zur Wahl stehenden Parteien keine wähle. Was ist daran "rumkotzen" ? Wenn dir das nicht reicht, nicht mein Problem.

Nee, das reicht mir nicht für eine Diskussion. Im Gegenteil entsteht so der Eindruck, daß Du für jede Partei einfach irgendeine Schmähkategorie finden würdest, weil Dir konstruktiven Gedanken über Programmpunkte gar nicht zu Gebote stehen, sondern Du einfach nur allgemein sauer bist über dein Leben, die Welt, das System usw.

Aus dem, was Du klischeehaft ablehnst, geht auch nicht viel hervor außer einem allgemeinen Unmut. Wer will schon Lobbyismus. Du mußt doch irgendwelche politischen Forderungen haben, irgendwas mit Substanz. Würdest Du eine Partei wählen, die direkte Demokratie einführen will? Oder eine, die alle Reichen enteignet und das Geld verteilt? Oder eine mit starkem Mann a la Putin? Oder eine, die Frauen wieder an den Herd schickt? Oder eine, die mehr Kernkraftwerke baut? Es gab doch sogar schon Parteien, die relativ ernsthaft den Lobbyismus einschränken wollten (z.B. Piraten), würdest Du die wählen?

Bist Du bei einer parteifreien Organisation gegen Lobbyismus engagiert, wie etwa https://www.lobbycontrol.de ? Oder ist das zu konstruktiv?
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TheStone
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 468

Beitrag(#2204507) Verfasst am: 24.02.2020, 22:11    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

... oder unrealistisch hohe Anforderungen an die Übereinstimmung stellt (wenn mehrere inhaltliche Punkte genannt werden, mit denen sich die Parteien angeblich nicht beschäftigen, sie das nachweislich aber sehr wohl tun, muss da wohl ein besonders hoher Anspruch dahinterstecken)


Wärest du bitte so freundlich, mir zu zeigen welche Parteien in dem von mir genannten Zeitraum, in dem ich ein paar Wahlen ausgelassen habe, die von mir genannten Punkte priorisiert haben und wieso meine Anforderungen "unrealistisch hoch sind", vor allem in Bezug darauf, dass ich, wie ich bereits schrieb, in den den letzten c.a. 10 Jahren dann doch bei jeder Wahl eine Partei gefunden habe, der ich gerne meine Stimme gegeben habe?
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rosbud
registrierter User



Anmeldungsdatum: 08.12.2019
Beiträge: 129

Beitrag(#2204510) Verfasst am: 24.02.2020, 22:31    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
rosbud hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
rosbud hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
Kannst Du kurz zusammenfassen, welche programmatischen Forderungen (oder sonstigen Eigenschaften) eine Partei oder Liste haben müßte, um für Dich wählbar zu sein?
Ich probiers mal andersherum.
Nee, nur rumkotzen gilt nicht. Welche konkreten Programmpunkte würden Dich zum Ankreuzen bewegen (top 3 oder 5 reichen)?
Rumkotzen? Ich habe schlüssig dargelegt, warum ich von den zur Wahl stehenden Parteien keine wähle. Was ist daran "rumkotzen" ? Wenn dir das nicht reicht, nicht mein Problem.

Nee, das reicht mir nicht für eine Diskussion. ?


Tja, dann wird das wohl nichts mit uns beiden. Waldorf und Stadler sind dir ein Begriff? So sehe ich mich. Ich schaue mir das Treiben an und amüsiere mich und meckere mit Spaß dabei. Meine aktiven Tage sind seit längerem vorbei.
Es ist dir ja unbenommen, kräftig nach deinen Vorstellungen zu wirken. Allerdings wirst du mit der Zeit merken, Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Wenn man das mal verinnerlicht hat, sieht die Welt ganz anders aus.


Zuletzt bearbeitet von rosbud am 24.02.2020, 22:31, insgesamt einmal bearbeitet
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TheStone
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 468

Beitrag(#2204511) Verfasst am: 24.02.2020, 22:31    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Die Nichtwähler sind also naturgemäß eine Äußerst homogene Gruppe und da sich diese Gruppe durch ihr Schweigen definiert, ist es aeusserst einfach da alles Mögliche reinzuinterpretieren und diese Leute fuer sich zu vereinnahmen und das machen dann auch viele, die glauben bei der Wahl zu kurz gekommen zu sein. Im Grunde genommen ist das aber alles Blödsinn.

Ich habe mich ja nicht zu "den Nichtwählern" geäußert, sondern zu Meinungsäußerungen hier.



Die "Meinungsäußerer hier" mit Unterstellungen, Behauptungen von der Seite abzuqualifizieren, ohne sie überhaupt direkt anzusprechen, halte ich übrigens für reichlich unverschämt.
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tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 17954

Beitrag(#2204514) Verfasst am: 24.02.2020, 22:57    Titel: Antworten mit Zitat

TheStone hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

... oder unrealistisch hohe Anforderungen an die Übereinstimmung stellt (wenn mehrere inhaltliche Punkte genannt werden, mit denen sich die Parteien angeblich nicht beschäftigen, sie das nachweislich aber sehr wohl tun, muss da wohl ein besonders hoher Anspruch dahinterstecken)

Wärest du bitte so freundlich, mir zu zeigen welche Parteien in dem von mir genannten Zeitraum, in dem ich ein paar Wahlen ausgelassen habe, die von mir genannten Punkte priorisiert haben und wieso meine Anforderungen "unrealistisch hoch sind", [...]

Sorry, aber ich kann und werde keine Wahlprogramme aus diesen Zeiträumen danach durchforsten. Aber da von dir genannte Themen - zB globale Ungleichverteilung des Wohlstands - auch mir wichtig sind und bei meinen Wahlentscheidungen eine Rolle spielen, bin ich mir ziemlich sicher, dass es Parteien gegeben hat, die diese Themen "angesprochen" haben.

Möglicherweise allerdings nicht "priorisiert" - davon hast du allerdings oben auch noch nicht gesprochen. Und das wäre ein Beispiel für das, was ich unrealistisch hohe Anforderungen nenne: Dass die Parteien die von einem selbst für wichtig gehaltenen Themen nicht nur (halbwegs angemessen) ansprechen sollen, sondern sie gefälligst auch noch weit oben auf der Prioritätenliste haben sollen.

TheStone hat folgendes geschrieben:
[...] vor allem in Bezug darauf, dass ich, wie ich bereits schrieb, in den den letzten c.a. 10 Jahren dann doch bei jeder Wahl eine Partei gefunden habe, der ich gerne meine Stimme gegeben habe?

Sorry, das muss ich übersehen haben. Oder sollte ich das daraus schließen, dass du einen begrenzten Zeitraum genannt hast und bei einem deiner Themen dann die Piratenpartei genannt hast?

Wenn dem so ist: Man kann diese Partei ja gerne wählen, wenn man es denn aus irgendwelchen Gründen für gut hält. Aber wer behauptet, vorher habe er gar keine Partei finden können, die für ihn wählbar gewesen wäre, den kann ich nicht ganz ernst nehmen. Denn die Piratenpartei hat und hatte ja eine ganze Reihe von Schnittmengen mit anderen Parteien. Irgendeine wählbare Partei müssze da logischerweise schon dabei gewesen sein - ja, wenn man nicht eine unrealistisch hohe Menge von Übereinstimmungen erwartet, die es nun mal nicht für jeden Wähler geben kann (wenn wir nicht drei Dutzend verschiedene Parteien im Parlament haben wollen).
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TheStone
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 468

Beitrag(#2204515) Verfasst am: 24.02.2020, 23:31    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:


Sorry, aber ich kann und werde keine Wahlprogramme aus diesen Zeiträumen danach durchforsten. Aber da von dir genannte Themen - zB globale Ungleichverteilung des Wohlstands - auch mir wichtig sind und bei meinen Wahlentscheidungen eine Rolle spielen, bin ich mir ziemlich sicher, dass es Parteien gegeben hat, die diese Themen "angesprochen" haben.

Möglicherweise allerdings nicht "priorisiert" - davon hast du allerdings oben auch noch nicht gesprochen. Und das wäre ein Beispiel für das, was ich unrealistisch hohe Anforderungen nenne: Dass die Parteien die von einem selbst für wichtig gehaltenen Themen nicht nur (halbwegs angemessen) ansprechen sollen, sondern sie gefälligst auch noch weit oben auf der Prioritätenliste haben sollen.


Wenn gerade die Themen, die ich für die wichtigsten Probleme halte, nur nebenbei behandelt werden und weder ein konkreter, einheitlicher Standpunkt zu diesen Themen publiziert wird, noch das Thema hoch genug auf der Prioritätenliste steht, um konkrete Konzepte zu veröffentlichen, wie sich dieser Standpunkt effektiv in tatsächliche Politik gießen lässt, versteht sich doch eigentlich von selbst, dass ich mich von einer solchen Partei nicht vertreten fühle.

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

TheStone hat folgendes geschrieben:
[...] vor allem in Bezug darauf, dass ich, wie ich bereits schrieb, in den den letzten c.a. 10 Jahren dann doch bei jeder Wahl eine Partei gefunden habe, der ich gerne meine Stimme gegeben habe?

Sorry, das muss ich übersehen haben. Oder sollte ich das daraus schließen, dass du einen begrenzten Zeitraum genannt hast und bei einem deiner Themen dann die Piratenpartei genannt hast?


Eigentlich dachte ich, ich hätte es damit ausreichend verdeutlicht:

TheStone hat folgendes geschrieben:


Das klingt so als gingest du davon aus, dass es zwingend für jeden Parteien gibt, die einem zumindest im Großen und Ganzen entsprechen. In den 0er Jahren hatte ich das Problem, dass ich überhaupt keine Partei gefunden habe, die überhaupt über die Themen gesprochen hat, die ich für essenziell wichtig halte.



tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Wenn dem so ist: Man kann diese Partei ja gerne wählen, wenn man es denn aus irgendwelchen Gründen für gut hält.


Der Piratenpartei habe ich tatsächlich noch nie meine Stimme gegeben. Das war lediglich ein prominentes Beispiel für eine Partei, die wichtige Themen aufgegriffen hat, die Jahrelang liegen gelassen wurden.
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

Aber wer behauptet, vorher habe er gar keine Partei finden können, die für ihn wählbar gewesen wäre, den kann ich nicht ganz ernst nehmen.
Denn die Piratenpartei hat und hatte ja eine ganze Reihe von Schnittmengen mit anderen Parteien. Irgendeine wählbare Partei müssze da logischerweise schon dabei gewesen sein - ja, wenn man nicht eine unrealistisch hohe Menge von Übereinstimmungen erwartet, die es nun mal nicht für jeden Wähler geben kann


Persönliche Anforderungen an eine Partei, die von der Parteienlandschaft nicht erfüllt werden, als unrealistisch und "Nicht ernst zu nehmend" abzuqualifizieren, halte ich für etwas unfair. Außerdem behalte ich mir bei der Wahlentscheidung (bzw. auch bei der Entscheidung zwischen Wahl und Nichtwahl) vor, meine eigenen Prioritäten frei zu setzen. Meine Prioritäten sind nicht "überzogen" das sind einfach nur meine und offensichtlich andere als deine.
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

(wenn wir nicht drei Dutzend verschiedene Parteien im Parlament haben wollen).


Hier geht's ja erst mal um die Wahl an sich. Um ins Parlament zu kommen, müssen die Parteien ja nicht nur existieren sondern auch von genügend Leuten gewählt werden...

Ich fände es wünschenswert, wenn das Parlament die politischen Standpunkte in der Wählerschaft möglichst exakt Maßstabsgetreu abbildet. (Ja, daraus lässt sich ableiten, was ich von der 5% Hürde halte, aber das soll hier nicht Thema sein.)
Wenn dabei meine Ansichten hinten runter fallen, weil sie nicht von genügend Wählern vertreten werden, um überhaupt noch in einem Parlament mit rund 700 Sitzen abgebildet werden zu können, ist das nunmal etwas, das in einer repräsentativen Demokratie passieret. Damit kann ich leben.
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TheStone
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Anmeldungsdatum: 27.03.2015
Beiträge: 468

Beitrag(#2204516) Verfasst am: 25.02.2020, 00:00    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Aber da von dir genannte Themen - zB globale Ungleichverteilung des Wohlstands - auch mir wichtig sind und bei meinen Wahlentscheidungen eine Rolle spielen, bin ich mir ziemlich sicher, dass es Parteien gegeben hat, die diese Themen "angesprochen" haben.


Nachtrag: Mir geht's in dem Punkt nicht um das relativ diffuse Thema "globale Ungleichverteilung des Wohlstandes". Mir geht es darum, den aus meiner Sicht unerträglichen Umstand, dass, so wie wir unseren Wohlstand definieren und erreichen, dieser zwangsläufig sinkt, wenn sich die Verhältnisse für die ärmeren 2/3 der Menschheit signifikant verbessert, wir also letztlich vom Elend eines großen Teils der Menschheit profitieren. Ich erwarte tatsächlich von einer Partei die ich wähle, diesen Umstand nicht nur zu artikulieren, sondern auch konkrete Ideen in die politische Debatte einzubringen, diesen Umstand zu ändern.

Mir ist durchaus bewusst, dass das ein großes Thema ist. Aber ich glaube, es ist DAS große Thema des 21. Jahrhunderts und außer Symbolpolitik kam da eigentlich nichts bei den Parteien des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts und kommt auch bei den aktuellen etablierten Parteien nicht viel, was ich ziemlich schwer erträglich finde.
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schtonk
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Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 11680

Beitrag(#2204518) Verfasst am: 25.02.2020, 00:07    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
[...]Aber da von dir genannte Themen - zB globale Ungleichverteilung des Wohlstands - auch mir wichtig sind und bei meinen Wahlentscheidungen eine Rolle spielen, bin ich mir ziemlich sicher, dass es Parteien gegeben hat, die diese Themen "angesprochen" haben.

Möglicherweise allerdings nicht "priorisiert" - davon hast du allerdings oben auch noch nicht gesprochen. Und das wäre ein Beispiel für das, was ich unrealistisch hohe Anforderungen nenne: Dass die Parteien die von einem selbst für wichtig gehaltenen Themen nicht nur (halbwegs angemessen) ansprechen sollen, sondern sie gefälligst auch noch weit oben auf der Prioritätenliste haben sollen. (...)

Pure Rabulistik.

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
...Man kann diese Partei ja gerne wählen, wenn man es denn aus irgendwelchen Gründen für gut hält. (...)

Ich wähle gerne AfD, weil ich es irgendwie für gut halte [sic!]
Gegenargument bitte noc
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
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Beitrag(#2204533) Verfasst am: 25.02.2020, 09:57    Titel: Antworten mit Zitat

rosbud hat folgendes geschrieben:
...
step hat folgendes geschrieben:
Kannst Du kurz zusammenfassen, welche programmatischen Forderungen (oder sonstigen Eigenschaften) eine Partei oder Liste haben müßte, um für Dich wählbar zu sein?
... Waldorf und Stadler sind dir ein Begriff? So sehe ich mich. Ich schaue mir das Treiben an und amüsiere mich und meckere mit Spaß dabei. Meine aktiven Tage sind seit längerem vorbei.

OK, gut zu wissen. Das nimmt Deinem parteiablehnenden Angriffen zum Glück ihre Relevanz - Waldorf & Stadler sind ja reine Logen-Kommentatoren, deren unkonstruktiv-gehässige Kommentare vielleicht mal ganz witzig, aber für das weitere Geschehen auf der Puppenbühne komplett irrelevant sind.
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Was ist der Sinn des Lebens? - Keiner, aber Leere ist Fülle für den, der sie sieht.
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astarte
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Beitrag(#2204534) Verfasst am: 25.02.2020, 10:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann TheStones Verdrossenheit ggü den Parteien und diese Argumentation schon verstehen und nachvollziehen.

Geht mir oft genauso, grad in bei uns in Bayern und besonders bei Kommunal- oder Landtagswahlen sind die Möglichkeiten da nicht besonders.... Ich finde dennoch, bevor ich gar nicht wähle und damit den Stimmen derjenigen, die sich von der AfD mobilisieren und aufhetzen lassen, oder gar auf den "Protestpartei"-Mist reinfallen, mehr Gewicht gebe, gehe ich und wähle.


Rosbuds Betrachtung nur der Etablierten die schon durch die Größe und die Aussicht auf Regierungsbeteiligung natürlich anders agieren und Macht erst ein Thema wird (ohne politische Macht anzustreben, kann man übrigens nichts bewegen), kann ich dagegen weniger nachvollziehen. Es es gibt ja genug kleine Parteien, deren Stimmanteil durchaus ein Wink für die Etablierten sein könnte - wenn man ihnen denn eine gäbe. Wie TheStone ja im obigen Link auch sagt.
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""Deutschland ist vermutlich das einzige Land, in dem während der Corona-Pandemie genörgelt wird, weil verhältnismäßig so wenig Menschen gestorben sind.""
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rosbud
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Anmeldungsdatum: 08.12.2019
Beiträge: 129

Beitrag(#2204539) Verfasst am: 25.02.2020, 11:45    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
rosbud hat folgendes geschrieben:
...
step hat folgendes geschrieben:
Kannst Du kurz zusammenfassen, welche programmatischen Forderungen (oder sonstigen Eigenschaften) eine Partei oder Liste haben müßte, um für Dich wählbar zu sein?
... Waldorf und Stadler sind dir ein Begriff? So sehe ich mich. Ich schaue mir das Treiben an und amüsiere mich und meckere mit Spaß dabei. Meine aktiven Tage sind seit längerem vorbei.

OK, gut zu wissen. Das nimmt Deinem parteiablehnenden Angriffen zum Glück ihre Relevanz - Waldorf & Stadler sind ja reine Logen-Kommentatoren, deren unkonstruktiv-gehässige Kommentare vielleicht mal ganz witzig, aber für das weitere Geschehen auf der Puppenbühne komplett irrelevant sind.


Und du glaubst tatsächlich, dass dein Tun irgendwelche Relevanz hat? Echt? Na dann, viel Spaß weiterhin bei deinem politischen handeln. Meine Erfahrungen sind da anderer Art.
Waldorf & Stadler waren nicht gehässig sondern meist sehr treffend und gagig. Aber das ist natürlich Geschmackssache.
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Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 7428

Beitrag(#2204541) Verfasst am: 25.02.2020, 12:30    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
Rosbuds Betrachtung nur der Etablierten die schon durch die Größe und die Aussicht auf Regierungsbeteiligung natürlich anders agieren und Macht erst ein Thema wird (ohne politische Macht anzustreben, kann man übrigens nichts bewegen), kann ich dagegen weniger nachvollziehen. Es es gibt ja genug kleine Parteien, deren Stimmanteil durchaus ein Wink für die Etablierten sein könnte - wenn man ihnen denn eine gäbe. Wie TheStone ja im obigen Link auch sagt.

Die Großen haben Macht, und die Kleinen wollen an die Macht. Das ist der ganze Unterschied.
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"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

Friedrich Nietzsche
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astarte
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Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 41882

Beitrag(#2204544) Verfasst am: 25.02.2020, 12:44    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
Rosbuds Betrachtung nur der Etablierten die schon durch die Größe und die Aussicht auf Regierungsbeteiligung natürlich anders agieren und Macht erst ein Thema wird (ohne politische Macht anzustreben, kann man übrigens nichts bewegen), kann ich dagegen weniger nachvollziehen. Es es gibt ja genug kleine Parteien, deren Stimmanteil durchaus ein Wink für die Etablierten sein könnte - wenn man ihnen denn eine gäbe. Wie TheStone ja im obigen Link auch sagt.

Die Großen haben Macht, und die Kleinen wollen an die Macht. Das ist der ganze Unterschied.

Und?
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""Deutschland ist vermutlich das einzige Land, in dem während der Corona-Pandemie genörgelt wird, weil verhältnismäßig so wenig Menschen gestorben sind.""
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 22287
Wohnort: Germering

Beitrag(#2204550) Verfasst am: 25.02.2020, 14:43    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Die Großen haben Macht, und die Kleinen wollen an die Macht. Das ist der ganze Unterschied.

Aber wollen die Kleinen, daß alle Kleinen gleichviel Macht haben, oder nur sie selber? Wäre es beispielsweise besser für die Armen / Hilfsbedürftigen / Minderheiten, wenn es deutlich mehr direkte Demokratie gäbe?
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tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 17954

Beitrag(#2204551) Verfasst am: 25.02.2020, 15:13    Titel: Antworten mit Zitat

schtonk hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
[...]Aber da von dir genannte Themen - zB globale Ungleichverteilung des Wohlstands - auch mir wichtig sind und bei meinen Wahlentscheidungen eine Rolle spielen, bin ich mir ziemlich sicher, dass es Parteien gegeben hat, die diese Themen "angesprochen" haben.

Möglicherweise allerdings nicht "priorisiert" - davon hast du allerdings oben auch noch nicht gesprochen. Und das wäre ein Beispiel für das, was ich unrealistisch hohe Anforderungen nenne: Dass die Parteien die von einem selbst für wichtig gehaltenen Themen nicht nur (halbwegs angemessen) ansprechen sollen, sondern sie gefälligst auch noch weit oben auf der Prioritätenliste haben sollen. (...)

Pure Rabulistik.

Findest du?

Meine Aussage war: Es ist natürlich sinnvoll, darauf zu achten, dass die Themen, die man besonders wichtig findet, von einer Partei angemessen angesprochen werden, bevor man sie wählt. So eine Partei wird man aber idR auch finden.
Nicht so sinnvoll ist es, auch zu erwarten, dass diese Themen ganz oben in der Prioritätenliste der Partei stehen. Dann findet man nämlich mit hoher Wahrscheinlichkeit keine passende Partei und verschenkt seinen politischen Einfluss.

Was vgenau ist daran "Rabulistik", und was hast du dem entgegenzusetzen?

schtonk hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
...Man kann diese Partei ja gerne wählen, wenn man es denn aus irgendwelchen Gründen für gut hält. (...)

Ich wähle gerne AfD, weil ich es irgendwie für gut halte [sic!]
Gegenargument bitte noc

Ich habe mit dieser Aussage zum Ausdruck gebracht, dass ich eine Entscheidung, die Piraten zu wählen, zwar nicht ganz nachvollziehen kann, sie aber auch nicht für grundsätzlich problematisch halte. (Und darauf folgte dann ein Argument in der Diskussion.)

Bei der AfD ist meine Einstellung bekanntermaßen eine andere. Ich glaube nicht, dass nach den diversen Threads zum Thema dafür noch weitere Argumente nötig sind. Also was willst du gerade von mir?
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"YOU HAVE TO START OUT LEARNING TO BELIEVE THE LITTLE LIES." -- "So we can believe the big ones?" -- "YES."

(Death / Susan, in: Pratchett, Hogfather)
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