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Tiny Houses
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beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 44553
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2227082) Verfasst am: 02.10.2020, 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Ich habe mal eine Dokumentation gesehen. Eine Frau wollte oder mußte ihre Wohnung verlassen, und sah im Kauf eines Tiny House die Möglichkeit, eine sichere Existenz zu bewahren. Wenn ich richtig erinnere, waren Investitionen in knapp 6stelliger Höhe nötig. Ein anderer Fall war ein Mann, der glücklich war damit, daß er mitten auf einem Feld sein Haus aufstellen konnte und somit unmittelbar in der Natur war. Ich stelle es mir schwer vor in einem Tiny House zu überwintern. Noch schwerer mit Kindern. Ich denke, die Szenarien unterscheiden sich sehr. Regionen, in denen man ganzjährig mit überwiegend gutem Wetter rechnen kann, und gleichzeitig die Versorgung mit dem Nötigsten gesichert ist, unterscheiden sich stark vom deutschen Schneeregen im Winter.

Was ich aber prinzipell ablehne, ist die Vorstellung, daß Tiny Houses eine akzepable Kompensation für den seit Jahren anhaltenden Trend der Vertreibung angestammter Städter aus den attraktiven Stadtvierteln sein könnte. Ich kann mich an die Welle zur Jahrtausendwende erinnern, in denen überall Genossenschaftswohnungen an spekulative Baugesellschaften verkauft wurden, obwohl man wußte, daß die Kommunen damit einen Pfand aus der Hand geben.


Ich denke auch, dass tiny houses vor allem ein Lebensentwurf fuer naturverbundene Individualisten und als solches positiv zu bewerten sind. Als Verwahrschachteln fuer Menschen, die sich sonst auf dem Wohnungsmarkt nichts leisten koennen, sind die eher negativ zu sehen.

Ein tiny house auf einer Waldlichtung in einem dünn besiedelten Gebiet (so entstanden auch die ersten Beispiele fuer diese radikale Architekturrichtung) ist prinzipiell anders zu werten als eines, dass auf einem Minigrundstück zwischen andere Gebaeude in einem Ballungsraum reingequetscht wird. Zum urspruenglichlichen tiny house Konzept gehoert nun mal eine ansprechende, moeglichst naturnahe Umgebung als zumindest zeitweiliger zusätzlicher Wohnraum. Fuer die Pioniere der Bewegung stand immer im Vordergrund beim Bau ihrer Bleibe moeglichst wenig Natur zu verbrauchen. Deshalb gibt es auch etliche Beispiele fuer tiny houses auf vergleichsweise riesigen Grundstücken.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 44553
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Beitrag(#2227084) Verfasst am: 02.10.2020, 19:36    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Kurz ein paar Gedanken zu den Tiny Houses von mir:

Mir kommt der Begriff "Tiny House" (TH) wie ein Rebranding des Wohn- oder Bauwagens vor. Diese Art zu wohnen soll damit aus der Schmuddelecke der Mobile Homes, der Trailerparks und Wagenplätze herausgeholt werden. Ich halte das für durchaus legitim.

Die Wärmeenergiebilanz eines TH ist wegen des offensichtlich schlechten A/V-Verhältnisses logischerweise nicht die Beste. Wenn man allerdings die absoluten Werte vergleichen würde, dürfte das TH gar nicht so schlecht abschneiden, da es eben auch ein geringes Gesamtvolumen hat. So reicht ja für einen Schlafsack (mit einem noch mieseren A/V-Verhältnis) die idR die Körperwärme einer Person aus, um genügen Heizenergie zu haben. (Das ganze lässt sich rechnen und das wurde sicher auch schon gemacht...)

Der Flächenverbrauch ist ebenso ein Problem, das aber nur im "unfairen Vergleich". Denn die Stärke des TH ist seine Mobilität, seine Größe und seine Fähigkeit an ungewöhnlichen Orten zu stehen. Letztere hängt natürlich von den technischen Eigenschaften und Erfordernissen des TH ab.

Der Ressourcenverbrauch eines TH dürfte je nach Langlebigkeit eher gering sein, aber auch das ist nur eine Schätzung meinerseits.



Das ist ja auch was ganz anderes. Das tiny house steht nicht im Trailer Park, sondern idealerweise allein mitten in schoener Landschaft. Da steckt eine ganz andere Idee dahinter.


Das tiny house ist ursprünglich nicht als Ersatz fuer den Wohnwagen im Trailer Park gedacht, sondern als umweltverträglichere Alternative auf der Naturwiese zum Normalhaus mit grossem Rasen vorne dran.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Beitrag(#2227085) Verfasst am: 02.10.2020, 19:40    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
Aber wenn der weite Raum außerhalb des Hauses wäre, und es innen so geschickt und schön ausgebaut wäre, wie das oft so dargestellt wird, würde es das für mich vielleicht ausgleichen.
Wenn man Bilder sucht, oder Dokus anschaut, da sind wirklich sehr tolle Häuschen zu sehen, mit sehr viel Charme und toll gestaltet. Viel Glas gefällt mir oft besonders gut, und der Platz, wo mir dann dafür besonders passend vorkäme, ist auch immer einer mit toller Aussicht, Weitblick auf Landschaft und am Besten noch auf Wasser.

Wer das Tiny House auf der Wiese mit Seeblick imaginiert, tut nichts anderes als die Autowerbung, in der es nur pittoreske Landstraßen gibt. zynisches Grinsen


Die ersten tiny houses sehen aber tatsaechlich so aus. Deren Erbauer suchten sich gezielt eine schöne Umgebung aus, weil das mit zu ihrer Vorstellung vom Wohnen gehörte.
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beachbernie
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Beitrag(#2227086) Verfasst am: 02.10.2020, 19:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hier mal ein paar Beispiele dafuer, dass das tiny house mehr ist als nur besonders billig und platzsparend zu wohnen. Die Beispiele lassen gut erkennen, dass das Eingepasstsein in die natürliche Umgebung untrennbar mit dem ursprünglichen Konzept der tiny house Bewegung verbunden ist. Keines dieser Häuser ist in einem urbanen Kontext auch nur vorstellbar. Die gehoeren alle dort hin, wo sie sie stehen.



















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Beitrag(#2227093) Verfasst am: 02.10.2020, 20:34    Titel: Antworten mit Zitat

narr hat folgendes geschrieben:
Interessanter sind da eher "Mikro-Appartements" in der Stadt.

Interessanter da praktisch nutzbar für mehr Menschen.

Zitat:
Da hab ich ein Versuchsmodell mal besucht, die Wohnungen sind zwischen 25 und 40 qm groß -

Wenn in einer angesagten Stadt Kaltmieten so an die 20€/qm liegen, dann ist man bei 40qm schon bei 800€, kalt. Da müssten viele Rentner schon passen wenn die Rente nur für die Kaltmiete reicht.
Das wär was fürs Land oder günstigeren Städten.
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Beitrag(#2227094) Verfasst am: 02.10.2020, 20:44    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
Und was mir bei narrs Beitrag wieder einfiel: fürs Alter ist das dann wahrscheinlich auch gar nix. Manche haben zwei Etagen oder eineinhalb (oder wie man das nennt), sehr hübsch, aber eher mit Treppe Modell Hühnerleiter oder so. Da wäre dann etwas barrierefreies mit mehr Platz sogar evtl für Rollstuhl und andere Hilfsmittel sehr viel praktischer. Und das auch nicht grade weit ab in der freien Natur, am Seeufer, Berghang, sondern in einem Ort mit Infrastruktur am Besten mit Rollator zu Fuß erreichbar.

Wir haben zwar leider viele die einen Rollator brauchen, aber es ist nur eine Teilmenge.
Eine andere Teilmenge sind Wochenendheimfahrer, in Ausbildung, Schule, die lieber weniger arbeiten und dafür beim wohnen Abstriche machen wollen, usw, für die wären günstige Stadt-Tinys was.
Dieses Bild von früher, klein kalt dunkel und mit von mehreren genutzem Bad im Treppenhaus muß nicht auf heutige Tinys zutreffen.
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beachbernie
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Beitrag(#2227096) Verfasst am: 02.10.2020, 20:58    Titel: Antworten mit Zitat

Tiny House Haida Gwaii Style. Gebaut von Netonia Yalte, einer recht bemerkenswerten Frau, die zusammen mit anderen Hippies in den 60ger, 70ger Jahren nach Haida Gwaii kam um dort einen alternativen Lebensstil zu leben. Zuerst baute sie sich mangels Geld ein (nicht gerade tiny) Haus aus allem, was sie am Strand so fand und entwickelte dabei als reine Autodidaktin ihren speziellen Stil des "stack wall building", mit dem sie mittlerweile unserem Archipel ihren unverwechselbaren Stempel aufgedrückt hat. Sie machte daraus einen richtigen Beruf und baut seitdem gegen Bezahlung Mauern, kleine Brücken, Tuerme, alle möglichen Fantasiestrukturen vor allem aus am Strand angespueltem Treibholz und anderen Gegenständen und daneben auch tiny houses. She's really living the dream. Smilie







https://www.cbc.ca/news/canada/british-columbia/netonia-yalte-70-builds-homes-out-of-haida-gwaii-beach-debris-1.3126693
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jdf
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Beitrag(#2227118) Verfasst am: 02.10.2020, 22:31    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
Was ist das Gegenteil vom Tinyhouse? Wohnanlage mit großzügigen Wohneinheiten?


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Die Geschichte soll mich als jemanden in Erinnerung behalten, der sich zu hundert Prozent für den kleinen Mann eingesetzt hat.
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astarte
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Beitrag(#2227120) Verfasst am: 02.10.2020, 22:32    Titel: Antworten mit Zitat

Lachen
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"Herbergsvater Sepp Herberger beherbergt beharrlich Berherbergungsverbotsverweigerer" aus: heute show
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jdf
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Beitrag(#2227121) Verfasst am: 02.10.2020, 22:33    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Das ist ja auch was ganz anderes. Das tiny house steht nicht im Trailer Park, sondern idealerweise allein mitten in schoener Landschaft. Da steckt eine ganz andere Idee dahinter.

Das tiny house ist ursprünglich nicht als Ersatz fuer den Wohnwagen im Trailer Park gedacht, sondern als umweltverträglichere Alternative auf der Naturwiese zum Normalhaus mit grossem Rasen vorne dran.

Dann muss wohl erst mal eine Begriffsklärung her.
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Die Geschichte soll mich als jemanden in Erinnerung behalten, der sich zu hundert Prozent für den kleinen Mann eingesetzt hat.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2227123) Verfasst am: 02.10.2020, 22:35    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Das ist ja auch was ganz anderes. Das tiny house steht nicht im Trailer Park, sondern idealerweise allein mitten in schoener Landschaft. Da steckt eine ganz andere Idee dahinter.

Das tiny house ist ursprünglich nicht als Ersatz fuer den Wohnwagen im Trailer Park gedacht, sondern als umweltverträglichere Alternative auf der Naturwiese zum Normalhaus mit grossem Rasen vorne dran.

Dann muss wohl erst mal eine Begriffsklärung her.


Das denke ich auch.
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narr
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Beiträge: 1305

Beitrag(#2227124) Verfasst am: 02.10.2020, 22:36    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:

Gibt es da eine Typologie? Weißt du was darüber? Hast du Quellen? Dann poste es mal! Bin interessiert!


So eingehend hab ich mich nicht mit beschäftigt - ich wohn auf dem Land mit rel. viel Platz. Verlegen
Mir hat ein Freund von erzählt, der in so ein Mikro-Appartement eingezogen ist.

Von Tiny-Houses weiss ich, dass es genau die gleichen Vorschriften gibt wie zum Bau eines normalen Hauses. Man braucht also ein Grundstück, das zum Wohnen zugelassen ist, muss die örtlichen Regeln einhalten, z.B. ist manchmal nur ein bestimmter Stil erlaubt und das Grundstück muss erschlossen sein - also ans Straßen- und Ver/Entsorgungsnetznetz angebunden sein. Das gilt auch, wenn es ein autarkes Häuschen ist oder es auf Rollen steht. Will man permanent drin wohnen gelten die gleichen Regeln.
Auf Campingplätzen gilt das wohl nicht, aber da gelten die Vorgaben des Besitzers.

Ich hab mir zur Umsetzung mal ein paar Dokus angeschaut - da wird schon klar, dass das nicht so einfach ist und auch kein Bastelprojekt.
Klein, kleiner, Eigenheim: Tiny Houses NDR

Und was die Mikro-Apartments anbetrifft stimmt schon, dass die meisten sehr teuer sind und man da wahrscheinlich unwahrscheinlich viel Glück haben muss, um in ein Projekt einer Baugenossenschaft oder so was rein zu kommen. Ansonsten ist das höchstens was für junge, gut verdienende Singles die die meiste Zeit Arbeiten und nur was zum schlafen brauchen.

ich kann mir schon vorstellen, dass man sich auch mit wenig Wohnfläche gut einrichten und leben kann. Aber dann muss es im Haus Möglichkeiten zum ausweichen geben. Als Student in WGs war das ja nicht groß anders.
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jdf
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 17946

Beitrag(#2227141) Verfasst am: 02.10.2020, 23:51    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
Seit Peter Lustigs Bauwagen in "Löwenzahn" spätestens fand ich das faszinierend, auf kleinem Raum zu wohnen.
Und das, wo ich eher viel Raum um mich mag.

Sieh mal einer an:
Zitat:
Tiny Houses wurden in Deutschland bereits in den 1980er Jahren durch die Kinderfernsehsendung Löwenzahn, in der Hauptdarsteller Peter Lustig bzw. die Filmfigur Fritz Fuchs in einem ausgebauten Bauwagen lebte, positiv konnotiert.[5]

https://de.wikipedia.org/wiki/Tiny_House_Movement
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jdf
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 17946

Beitrag(#2227142) Verfasst am: 02.10.2020, 23:51    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Das ist ja auch was ganz anderes. Das tiny house steht nicht im Trailer Park, sondern idealerweise allein mitten in schoener Landschaft. Da steckt eine ganz andere Idee dahinter.

Das tiny house ist ursprünglich nicht als Ersatz fuer den Wohnwagen im Trailer Park gedacht, sondern als umweltverträglichere Alternative auf der Naturwiese zum Normalhaus mit grossem Rasen vorne dran.

Dann muss wohl erst mal eine Begriffsklärung her.


Das denke ich auch.

Vllt fängt mal mal hier an: https://de.wikipedia.org/wiki/Tiny_House_Movement

Und guckt sich mal das an: https://duckduckgo.com/?q=tiny+house+grundriss&iax=images&ia=images
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Zumsel
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Beitrag(#2227171) Verfasst am: 03.10.2020, 11:11    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
Seit Peter Lustigs Bauwagen in "Löwenzahn" spätestens fand ich das faszinierend, auf kleinem Raum zu wohnen.


Ja, fand ich auch, also damals als Kind. Als Erwachsenem war einem dann aber natürlich klar, dass das Teil nur Requisite ist und der Mann nach dem "Abschalten" seinen Feierabend in einer richtigen Wohnung verbringen dürfte.
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astarte
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Beitrag(#2227211) Verfasst am: 03.10.2020, 15:12    Titel: Antworten mit Zitat

Zumsel hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
Seit Peter Lustigs Bauwagen in "Löwenzahn" spätestens fand ich das faszinierend, auf kleinem Raum zu wohnen.


Ja, fand ich auch, also damals als Kind. Als Erwachsenem war einem dann aber natürlich klar, dass das Teil nur Requisite ist und der Mann nach dem "Abschalten" seinen Feierabend in einer richtigen Wohnung verbringen dürfte.

Schrieb ich, dass ich in diesem Bauwagen wohnen wollte? Nein, ich schrieb, auf kleinem Raum zu wohnen fand ich dadurch faszinierend. Die Idee, nicht genau dieses Teil.
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astarte
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Beitrag(#2227215) Verfasst am: 03.10.2020, 15:37    Titel: Antworten mit Zitat

Da war auch noch "das fliegende Klassenzimmer" von Erich Kästner.
Der "Nichtraucher" wohnte in einem ausrangierten Eisenbahn-Wagon.
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Beitrag(#2227380) Verfasst am: 05.10.2020, 01:26    Titel: Antworten mit Zitat

(Habe ja schon vor Jahren mal geschrieben, ich käme vielleicht mit einem Wohnklo aus, brauche aber natürlich einen PC mit Internetanschluß - und ich lege mich auch lieber in die Badewanne als zu duschen. Und ein Anderer hat dann vielleicht einen anderen Horizont oder andere Ansprüche.)

Es gibt auch eine "meditative Übung", was man denn z.B. mitnehmen würde, wenn man nur das mitnehmen könnte, was man tragen kann. Und es gibt Minimalisten, die sich dann z.B. sogar eine Zahl von Gegenständen setzen, auf die sie sich beschränken wollen. Das als "feste Grenze" zu setzen wäre natürlich ein Problem: So gar nichts mehr an "nice to haves", also an Dingen, die man zwar nicht direkt braucht, die aber mal nützlich oder mal schön anzusehen sind?

Kinder aufziehen könnte bei so etwas auch ein Problem sein - aber wer will das schon Mit den Augen rollen?! Andererseits: Nützt man vielleicht gar nicht soviel Platz wie man hat? Oder: Bei technischen Anwendungen würde ich da z.B. von der Displaygröße sprechen: Es gibt Anwendungen, die nur bei kleinen Displays gut funktionieren, als auch welche, die nur bei großen Displays gut funktionieren. Kann es also sein, daß es auch im Leben Dinge gibt, die einfach viel Platz brauchen, während andere eher in einem kleineren Rahmen funktionieren? Oder: Jemand, der sowieso lieber draußen ist oder viel arbeitet und sowieso nur zum Schlafen zuhause ist, kommt damit eher zurecht als einer, der am liebsten zuhause ist? Oder vielleicht gerade der?
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Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

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Skeptiker
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Beitrag(#2227445) Verfasst am: 05.10.2020, 22:25    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hatte mal eine Studenten-Suite von 20 qm, die innerhalb von 30 Minuten aufgeräumt und blitzblank geputzt war. Dazu hypermodern und spottbillig. Da könnte ich auch heute noch ohne Probleme wohnen.

Ebenso in den Wohn- und Schlafkabinen auf den Raumschiffen Enterprise und Voyager.

Ist aber Geschmacksache.
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°
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vrolijke
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Beitrag(#2227450) Verfasst am: 05.10.2020, 22:57    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Ich hatte mal eine Studenten-Suite von 20 qm, die innerhalb von 30 Minuten aufgeräumt und blitzblank geputzt war. Dazu hypermodern und spottbillig. Da könnte ich auch heute noch ohne Probleme wohnen.

Ebenso in den Wohn- und Schlafkabinen auf den Raumschiffen Enterprise und Voyager.

Ist aber Geschmacksache.


So ist es.
Es kommt auch ganz auf die Lebenseinstellung an.
Minimalismus kann auch befreiend sein.
Ich weiß nicht, ob ich es noch könnte.
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neurosemantik
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Beitrag(#2227485) Verfasst am: 06.10.2020, 15:52    Titel: Minimalismus je nach Hirn-Veranlagung/Prägung Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Es kommt auch ganz auf die Lebenseinstellung an.
Minimalismus kann auch befreiend sein.

Die Hirne sind verschieden geprägt.
Ich selber fühle mich als starker "Frierer" im Winter immer in meinem Mini-Wohnmobil mit 5,8 qm Wohnfläche
(einschließlich Duschbad) am Strand in der Sonne am wohlsten, aber ein richtiger, psychisch gesunder
Deutscher braucht wohl viel Geld, Villen, Status, Anerkennung, Luxus, Konsumismus usw. ...
_________________
                       Die Absurdität des Lebens schafft bisweilen eine unerträgliche kognitive Dissonanz...
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vrolijke
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Beitrag(#2227486) Verfasst am: 06.10.2020, 16:02    Titel: Re: Minimalismus je nach Hirn-Veranlagung/Prägung Antworten mit Zitat

neurosemantik hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Es kommt auch ganz auf die Lebenseinstellung an.
Minimalismus kann auch befreiend sein.

Die Hirne sind verschieden geprägt.
Ich selber fühle mich als starker "Frierer" im Winter immer in meinem Mini-Wohnmobil mit 5,8 qm Wohnfläche
(einschließlich Duschbad) am Strand in der Sonne am wohlsten, aber ein richtiger, psychisch gesunder
Deutscher braucht wohl viel Geld, Villen, Status, Anerkennung, Luxus, Konsumismus usw. ...


Das glaube ich nicht unbedingt.

Anerkennung, (echte) Freunde, Heizung, ordentliche sanitäre Anlage, sind m.E. die wichtigsten Dinge.
Letztendlich streben alle nach Glück. Das einzige autarke. Dazu braucht es keinem Grund.
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Beitrag(#2227487) Verfasst am: 06.10.2020, 16:22    Titel: Re: Minimalismus je nach Hirn-Veranlagung/Prägung Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Letztendlich streben alle nach Glück.
Anerkennung, (echte) Freunde, Heizung, ordentliche sanitäre Anlage, sind m.E. die wichtigsten Dinge.

Nur: Was dabei (fast) niemand weiß:
Das Problem am individuell angeborenen Gücksniveau ist, dass es individuell angeborenen ist. Verlegen

Anerkennung beutet mir dabei komischerweise gar nichts, echte Freunde hätte ich auch mit noch so viel
Geld nicht; Heizung kann sich in D wohl jeder leisten (und brauche ich am Strand nicht), und als Klo tut
es auch das Campingklo, dass ich alle 2 Wochen im Posso Negro neben dem Strandklo entleere.
Zumindest für mich ginge es also auch anders (minimalistischer und mit Tiny House; meine Behausung
in D hat auch nur zwei Zimmer: Schlafzimmer und Wohnzimmer; Küche und Bad sind im Tiny-Anbau).
_________________
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