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Apocalypse Soon
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Welche Apokalypse halten ihr für am wahrscheinlichsten?
Klimaapokalypse
70%
 70%  [ 7 ]
Wirtschaftsapokalypse
10%
 10%  [ 1 ]
Kriegsapokalypse
0%
 0%  [ 0 ]
Zombieapokalypse
0%
 0%  [ 0 ]
KI-Apokalypse
10%
 10%  [ 1 ]
Alienapokalypse
10%
 10%  [ 1 ]
Stimmen insgesamt : 10

Autor Nachricht
jdf
Skyscrapers are winking
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 20830

Beitrag(#2255831) Verfasst am: 13.07.2021, 09:44    Titel: Apocalypse Soon Antworten mit Zitat

Zitat:
Apo­ka­lyp­se, die; Substantiv, feminin; Apo|ka|lyp|se
Herkunft: griechisch apokálypsis, eigentlich = Enthüllung
Bedeutung: 2. Untergang; Unheil; Grauen
    Die religiöse Bedeutung des Wortes soll hier nicht interessieren.

Die Menschheit kriegt aus verschiedenen Gründen mal wieder nichts geschissen: Klimaschutz klapp nicht, Systemwechsel klappt nicht, Friedenspolitik klappt nicht, Gesundheitsschutz klappt nicht und wir können noch nicht einmal ausschließen, dass der Mond aus Käse ist.

Daher dürfen wir also demnächst eine Apokalypse erwarten. Und wie wir die säkularen Apokalypsen kennen, "endet" die Welt hier nicht, sondern das Leben geht weiter, nur eben unter apokalyptischen Bedingungen.

Und weil das FGH ja bekanntermaßen ein Hort der Klugheit ist, darf mensch davon ausgehen, dass ihr euch zum Thema schon den einen oder anderen Gedanken gemacht habt. Diese Gedanken sollen hier Thema sein.


Daher die folgenden Fragen:
    1. Welche Apokalypse erwartet ihr am ehesten?

    2. Wann ist die Apokalypse zu erwarten?

    3. Wie bereitet ihr euch auf die Apokalypse vor?

    4. Wie stellt ihr euch euer Leben nach der Enthüllung vor?

_________________
Die Geschichte soll mich als jemanden in Erinnerung behalten, der sich zu hundert Prozent für den kleinen Mann eingesetzt hat.
(HC Strache)
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 42362
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2255834) Verfasst am: 13.07.2021, 09:52    Titel: Antworten mit Zitat

Fehlt in der Liste nicht die Antwort: "ich erwarte gar keine Apokalypse"?
_________________
Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
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jdf
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 20830

Beitrag(#2255843) Verfasst am: 13.07.2021, 10:18    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Fehlt in der Liste nicht die Antwort: "ich erwarte gar keine Apokalypse"?

Nein. Du denkst zu egozentrisch. Früher oder später kommt eine. Ob mit dir oder ohne dich. In ca 900 Mill Jahren wird zB aufgrund der Sonnenentwicklung die Durchschnittstemperatur auf der Erde um weitere ca. 30° C gestiegen sein. Ein "Weiter so" wie heute läuft da also nicht.

Edit: Du könntest höchstens sagen:

zu2: Ich erwarte zu meinen Lebzeiten keine Apokalypse, daher
zu3: muss ich mich nicht vorbereiten und
zu4: deshalb ist Punkt 4 für mich irrelevant.

Die Frage 1 kannst du aber trotzdem beantworten.
_________________
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(HC Strache)


Zuletzt bearbeitet von jdf am 13.07.2021, 10:30, insgesamt einmal bearbeitet
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vrolijke
Bekennender Pantheist
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 42362
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2255846) Verfasst am: 13.07.2021, 10:27    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Fehlt in der Liste nicht die Antwort: "ich erwarte gar keine Apokalypse"?

Nein. Du denkst zu egozentrisch. Früher oder später kommt eine. Ob mit dir oder ohne dich. In ca 900 Mill Jahren wird zB aufgrund der Sonnenentwicklung die Durchschnittstemperatur auf der Erde um weitere ca. 30° C gestiegen sein. Ein "Weiter so" wie heute läuft da also nicht.

Das habe ich auch nicht behauptet, aber zwischen "Weiter so" und eine "Apokalypse" ist noch viel Platz.
Veränderungen kommen mitunter (sogar meistens) sehr langsam zustande.
Ich denke, zwischen Höhlenbewohner und Bauerngesellschaft muss nicht unbedingt eine Apokalypse stattgefunden haben.
_________________
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jdf
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 20830

Beitrag(#2255848) Verfasst am: 13.07.2021, 10:37    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Fehlt in der Liste nicht die Antwort: "ich erwarte gar keine Apokalypse"?

Nein. Du denkst zu egozentrisch. Früher oder später kommt eine. Ob mit dir oder ohne dich. In ca 900 Mill Jahren wird zB aufgrund der Sonnenentwicklung die Durchschnittstemperatur auf der Erde um weitere ca. 30° C gestiegen sein. Ein "Weiter so" wie heute läuft da also nicht.

Das habe ich auch nicht behauptet, aber zwischen "Weiter so" und eine "Apokalypse" ist noch viel Platz.
Veränderungen kommen mitunter (sogar meistens) sehr langsam zustande.
Ich denke, zwischen Höhlenbewohner und Bauerngesellschaft muss nicht unbedingt eine Apokalypse stattgefunden haben.

Ich habe einen Edit geschrieben.
_________________
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astarte
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Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 43918

Beitrag(#2255852) Verfasst am: 13.07.2021, 10:49    Titel: Antworten mit Zitat

Wie wäre ein lustiger Mix der Apokalypsen:

Klimaapokalypse, folgend dann Wirtschaftsapokalypse und Kriege?



Wie viele Apokalypsen hat die Menschheit eigentlich schon hinter sich? Oder die Erde? Klima. Wirtschaft. Kriege. Schulterzucken

Ich bin pessimistisch, bezüglich, wie es unserer Generation in dieser Gegend in meiner Zeit geht und ging. So kann es nie allen gehen und wird bei uns nicht so bleiben.

Ich bin optimistisch was die Zukunft allgemein betrifft. Es wird nie alles klappen, und nichts völlig.
Die Katastrophen werden vielleicht globaler, die Reaktionen und Versuche sie einzudämmen aber auch.
Es wird aber nie gelingen, das langfristig keine Apokalypsen drohen.
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Meine Toleranz gegenüber Idioten ist heute sehr gering. Ich hatte eine gewisse Immunität gegen sie entwickelt, aber es gibt da draußen anscheinend immer neue Varianten.
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jdf
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 20830

Beitrag(#2255854) Verfasst am: 13.07.2021, 11:14    Titel: Antworten mit Zitat

Noch mal zum Anfang:

Ja, das Thema ist nicht so ganz abwegig, schließlich warten ja auch genug Leute auch auf den Systemwechsel und andere, von der Milliardärin bis zum White Trash-Hillbilly, preppen nach ihren Kräften vor sich hin. Und es ist auch ein ernstes Thema.

Aber ich finde, dass wir es auch mit etwas Entlastungs-Humor angehen können, denn schließlich ist die Apokalypse ja auch ein großes popkulturelles Thema.
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Wilson
zwischen gaga und dada



Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 15877
Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2255856) Verfasst am: 13.07.2021, 11:15    Titel: Antworten mit Zitat

die frage ist doch: für welche ist man gerüstet.
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"als ob"
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Pan narrans
just another monkey on the web



Anmeldungsdatum: 24.08.2020
Beiträge: 101

Beitrag(#2255859) Verfasst am: 13.07.2021, 11:33    Titel: Re: Apocalypse Soon Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:

Daher dürfen wir also demnächst eine Apokalypse erwarten. Und wie wir die säkularen Apokalypsen kennen, "endet" die Welt hier nicht, sondern das Leben geht weiter, nur eben unter apokalyptischen Bedingungen.


Es wird m.E. kaum ein Ereignis – die Apokalypse – geben und danach ist alles anders. Viel mehr dürfte es schleichend Stück für Stück immer apokalyptischer werden (wenn man diesen Terminus jetzt unbedingt gebrauchen will). Das allerdings wird dabei auch als Normalität mitgenommen werden. Das erleben wir im Grunde jetzt ja auch schon.

Vielleicht lassen sich künftig von Historikern dann bestimmte apokalyptische Schlüsselereignisse festmachen, aber welche das sind und in welchem Ausmaß, das ist wohl nun einmal eine Sache für Historiker – also nur retrospektiv erfassbar.

Was die verschiedenen Arten an Apokalypse angeht, würde ich sagen, dass diese analytische Trennung bei der Beobachtung viel zu abstrakt ist. In Wirklichkeit wirken die verschiedenen Apokalypsen alle munter zusammen und befeuern einander. Das ist kaum sinnvoll auseinander zu kriegen, selbst wenn man versuchen würde die Ursache aller Ursachen zu finden. Zwar ist der Kapitalismus hierfür ein ziemlich starker Anwärter, allerdings fällt auch der eben nicht vom Himmel. Man könnte ganz allgemein die Unfähigkeit des Menschen zu einer hinreichenden Form an Vernunft in einem aufklärerischen Sinne als Ursache benennen, aber das ist im Grunde auch reichlich banal und trivial – damit ist wenig gesagt, außer dem, was eh klar ist.

Das heißt also, es verstärkt sich alles gegenseitig: Klimawandel und kapitalistische Zuspitzung und damit einher auch der zweifelhafte KI-Gebrauch, Dekadenz und geistige Regression, aber auch Probleme mit Migration sowie Kulturkonflikte bzw. eher Zivilisationskonflikte gehören zu der Liste als gesonderte Punkte angeführt.


Und über alledem thront der Menschenaffe mit seiner Schönrederei und seiner Verdrängung und Ignoranz von dem, was er nicht haben will. Denn, wie der durchaus weise Sir Terry Pratchett einst (sinngemäß) schrieb: Wir sind nicht Homo sapiens – der weise Mensch – sondern in Wahrheit sind wir Pan narrans. Der Geschichten erzählende Schimpanse. Und wo Pratchett das vor allem in einem entwicklungstheoretischen Sinne bezüglich der Rolle von Sprache und Gehirnentwicklung meinte, mache ich vor allem den Punkt des Schimpansen, der sich schöne Geschichten erzählt, stark.

Soll heißen: Wir sind furchtbar gut darin, uns selbst was vom Pferd zu erzählen. Da macht uns keiner was vor. Und zum Teil gehört das wohl auch einfach zu einer evolutionär notwendigen Ausstattung. Mit Realitätsverleugnung und Problemverleugnung – also den sprichwörtlichen Drei Affen – lassen sich die entsprechenden Probleme aber logischerweise nicht lösen.

Dementsprechend glaube ich auch nicht an ein Happy End. Wir sind am Arsch.

(Wobei eigentlich nicht, als Spezies denke ich, schaffen wir das schon und „Apokalypse“ ist halt falsches Framing, das als Übertreibung zugleich einen verharmlosenden Effekt hat. Aber gemütlich dürfte es in den nächsten Jahrzehnten jedenfalls nicht werden).
_________________
Klimawandel: "Wer glaubt, diese Mammutaufgabe den Marktkräften überlassen zu können, glaubt auch an den Trickle-Down-Effekt." -Ines Schwerdtner

Klassismus ist die Mutter aller Probleme. Identitätspolitik aber ist längst der Tod jeder echten Sozialpolitik!

"This shit is ugly to the core; When it comes to the poor; No lives matter!" -Body Count-No Lives Matter
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 24738

Beitrag(#2255862) Verfasst am: 13.07.2021, 12:14    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
https://www.faz.net/aktuell/wissen/massenaussterben-fuenfmal-ging-die-welt-schon-unter-14424429.html


Es ist realistisch davon auszugehen, daß es nicht das letzte Mal war, daß ein Großteil der bestehendem Fauna und Flora vernichtet wird, aber über einen langen Zeitraum sich neuartiges Leben bildet. Die eine interessante Frage lautet dann, kann sich die Menschheit mit Techne retten? Ich bin skeptisch. Zudem, wenn man an sehr lange Zeiträumen denkt: Wenn die Sonne endgültig erkaltet ist, wird letztlich keine Biologie mehr existieren.
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jdf
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 20830

Beitrag(#2255864) Verfasst am: 13.07.2021, 12:47    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
die frage ist doch: für welche ist man gerüstet.

Sagtest du nicht mal irgendwo, dass du für die Zombie-Apokalypse bestens vorbereitet bist?
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Tarvoc
would prefer not to



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Beiträge: 40274

Beitrag(#2255878) Verfasst am: 13.07.2021, 14:15    Titel: Antworten mit Zitat

Das Wort "Apokalypse" bedeutet Offenbarung. Was du meinst, nennt sich Katastrophe.
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
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Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2255885) Verfasst am: 13.07.2021, 15:32    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht entwickelt es sich ganz anders; und zwar:
Wie manche Evolutionswissenschaftler behaupten, kam der individuellen Besitz in der Welt, durch die Erfindung der Landwirtschaft.
Vielleicht gibt es in ferner Zukunft sowas wie Landwirtschaft, überhaupt nicht mehr.
Im Prinzip ist es nur eine Frage der Energieumsetzung. Was man irgendwann in Nahrung umsetzen kann, darüber möchte ich keine Prognosen abgeben. Jedenfalls glaube ich nicht dass es in 200 Jahr noch eine klassische Landwirtschaft gibt.
Vielleicht entwickelt sich dann das Prinzip "Besitz" auch zum Besseren.
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Höhlenbär
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Anmeldungsdatum: 04.03.2007
Beiträge: 138

Beitrag(#2255888) Verfasst am: 13.07.2021, 18:16    Titel: Antworten mit Zitat

Mir fehlen da zur Vollständigkeit noch 3 Apokalypsen, die alle schon einmal auf der Erde zum großen Aussterben geführt haben. Kometeneinschläge, Vulkanausbrüche und Massenvergiftung durch die Stoffwechselprodukte ein neuen sich ungebremst vermehrende Art. Letzteres sind wir natürlich diesmal selbst.

Klimawandel ist eigentlich nur der Mechanismus, der bei ursprünglich regionalen Katastrophen für die globale Ausbreitung des Aussterbens sorgt. Aber trotzdem ist das die aktuelle Hauptgefahr, der die Menschheit ihre Aufmerksamkeit widmen sollte.

Solange sich irgendein Milliardär, dessen Namen ich postwendend wieder aus meinem Gedächtnis verdrängt habe, mit der Nachricht über die erste touristische Raumfahrt schmücken kann, muss man konstatieren, dass die Menschheit schon an der Aufgabe gescheitert ist, sich für die Kernaufgabe zu organisieren.
Da bin ich pessimistisch: Die positiven Rückkopplungen zum Treibhauseffekt werden uns schneller überrollen als wir uns dagegen organisieren können. Mit Nimbys (Plural (wie geht der?)) überall geht das schon mal gar nicht. Zuerst die Kernkraftwerke und dann die Kohle war schon mal die verkehrte Reihenfolge. Schon allein für diese verkehrte Reihenfolge wähle ich die Grünen nicht mehr, da bin ich nachtragend.
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Macht ist geil. Humor ist Pflicht. Skepsis ist eine Tugend.
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DonMartin
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Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 6817

Beitrag(#2255907) Verfasst am: 13.07.2021, 20:19    Titel: Antworten mit Zitat

Höhlenbär hat folgendes geschrieben:
Mir fehlen da zur Vollständigkeit noch 3 Apokalypsen,

Es gibt nur eine Apokalypse, nämlich die des Johannes aus der Bibel.
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jdf
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 20830

Beitrag(#2255927) Verfasst am: 13.07.2021, 21:13    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Das Wort "Apokalypse" bedeutet Offenbarung. Was du meinst, nennt sich Katastrophe.

jdf hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Apo­ka­lyp­se, die; Substantiv, feminin; Apo|ka|lyp|se
Herkunft: griechisch apokálypsis, eigentlich = Enthüllung
Bedeutung: 2. Untergang; Unheil; Grauen
    Die religiöse Bedeutung des Wortes soll hier nicht interessieren.

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jdf
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 20830

Beitrag(#2255929) Verfasst am: 13.07.2021, 21:44    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Höhlenbär hat folgendes geschrieben:
Mir fehlen da zur Vollständigkeit noch 3 Apokalypsen,

Es gibt nur eine Apokalypse, nämlich die des Johannes aus der Bibel.

Da ist der Duden anderer Ansicht. Und ich übrigens auch.
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narr
workingglass



Anmeldungsdatum: 02.01.2009
Beiträge: 1997

Beitrag(#2255941) Verfasst am: 13.07.2021, 23:52    Titel: Re: Apocalypse Soon Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:

...1. Welche Apokalypse erwartet ihr am ehesten?

Zu unterscheiden ist imo bei den Geschwindigkeiten von Apokalypsen. Supervulkane wie Toba und die Phlegräische Felder in Italien oder Meteorite werden zwar sicher stattfinden, aber wann genau ist nicht vorherzusagen. Auf die kann man sich auch nicht vorbereiten. Ich hoffe, dass solche Ereignisse nicht zu meinen Lebzeiten eintreten.

Einige Apokalypsen in der Umfrage würde ich eher Krisen nennen. Eine Wirschaftsapokalypse? wie sollte die aussehen? Zombis? Aliens? Hmm, wo sollten die herkommen?


Es gibt ja den Mythos des Frosches der angeblich nicht aus dem Topf springt, wenn man das Wasser langsam zum kochen bringt... die ist zwar falsch, ein gutes Bild ist es trotzdem. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und obwohl er "im Prinzip" weiß, dass etwas nicht gut für ihn/sie ist, wird es trotzdem gemacht, bestes Beispiel ist das Rauchen. Hat sicher zum Teil damit zu tun, dass wir uns sicherer fühlen bei bekanntem zu bleiben. Das neue könnte ja noch schlimmer sein.
Daher halte ich die Klima-Apokalypse/Ökologische Apokalypse für am wahrscheinlichsten. Wobei noch unklar ist wie das genau aussieht.

Luft, Wasser, Böden sind für uns absolut basale Bedingungen. Wir Menschen sehen uns nicht mehr als Teil eines Kreislaufes und glauben an unbegrenztes Wachstum. Unbegrenztes Wachstum ist aber in einem begrenzten Lebensraum nicht möglich.
Das, zusammen mit dem Klimawandel wird zunehmend ein anderes Leben als das jetzige erzwingen. Schon jetzt ist Wasser in vielen Gebieten der Welt Mangelware, Boden erodiert oder ist versalzen, die Meere verdreckt und leer gefischt, die Luft schlecht. Junge Leute werden sich daran aber gewöhnen wie jetzt schon vieles für "normal" gehalten wird, das in meiner Kindheit anders war.

jdf hat folgendes geschrieben:

2. Wann ist die Apokalypse zu erwarten?

braucht man nicht erwarten. Die ist schon da. Bei uns in Mitteleuropa nur noch nicht so einschneidend.
Aber wer sich ein wenig auskennt sieht es an allen Ecken und Enden. Wasserwerke müssen inzwischen in vielen Gemeinden Wasser mischen um unter den Nitratwerten zu bleiben. Microplastik lässt Fische verhungern, Medikamenten und Drogen im Wasser verändert das Fischverhalten, die Eiskappen und der Permafrost schmelzen und das verändert die Albedo, das Meerwasser wir weniger salzig, der Golfstrom wird langsamer, die Meeresspiegel steigen ...

Eine schnelle und gar nicht so unwahrscheinliche Apokaplypse wäre ein nur 14tägiger Stromausfall in Europa - der würde unser Leben grundsätzlich verändern. Wir haben unser Leben auf "on demand" ausgerichtet. Ohne Strom ist nicht zu tanken, Heizungen, Wasser, Abwasser, Lebensmittel, Medikamente,... alles stockt. Krankenhäuser haben Notaggregate und Diesel für im besten Fall 48Stunden. Das gleiche gilt für Atomkraftwerke. Ohne Kühlung - wofür Strom gebraucht wird kommt es schlicht zum Supergau. Alle Kühe wären tot, ebenso alle Schweine, alle Hühner, alle Puten, ... die Kommunikation wuerde zum erliegen kommen, ...

jdf hat folgendes geschrieben:
3. Wie bereitet ihr euch auf die Apokalypse vor?
Leute, die versuchen sich darauf vorzubereiten sind Prepper. Aber die denken imo nicht nach. Die gehen davon aus, dass nach einer kleinen Weile alle aus ihrem Unterschlupf steigen und alles wieder gut ist. Da muss man sich aber fragen, ob man in einer solchen Welt überhaupt noch leben will.

jdf hat folgendes geschrieben:
4. Wie stellt ihr euch euer Leben nach der Enthüllung vor?
Scheiße. Obwohl ich wahrscheinlich noch in vieler Hinsicht ganz gute Karten hätte. Nicht in der Stadt, rel. viel Grund, etliche Fertigkeiten die in einer solchen Welt nötig wären, medizinische Ausbildung, botanische Kenntnisse, handwerklich bewandert, Kenntnisse in der Haltbarmachung von Lebensmittel, usw. Aber ich wäre z.B. nicht bereit mich mit Waffen einzudecken und Leute zu erschießen.

Daher würde ich meinen Badezuber im Garten anheizen, mich mit den Weinvorräten, reinsetzen und die Sache beenden. skeptisch

Eine quote gerichtet. vrolijke
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jdf
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 20830

Beitrag(#2255960) Verfasst am: 14.07.2021, 11:46    Titel: Re: Apocalypse Soon Antworten mit Zitat

narr hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
3. Wie bereitet ihr euch auf die Apokalypse vor?
Leute, die versuchen sich darauf vorzubereiten sind Prepper. Aber die denken imo nicht nach. Die gehen davon aus, dass nach einer kleinen Weile alle aus ihrem Unterschlupf steigen und alles wieder gut ist. Da muss man sich aber fragen, ob man in einer solchen Welt überhaupt noch leben will.

Sehe ich ganz genau so.

Was mir noch dazu einfällt: Dort, wo derzeit viel "Reichtum" herrscht, meine ich die Annahme zu sehen, dass dieser Reichtum dafür sorgen wird, dass die Folgen einer Apokalypse (oder realistischer einer schleichenden und (wie hier schon gesagt) "vielgestaltigen" Apokalypse nicht "so schmerzhaft" sein werden. Auch das halte ich für einen Irrtum, insofern als die "Schmerzen" durch Reichtum wohl nur verzögert werden können.

narr hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
4. Wie stellt ihr euch euer Leben nach der Enthüllung vor?
...
Aber ich wäre z.B. nicht bereit mich mit Waffen einzudecken und Leute zu erschießen.

Das sagst du jetzt. ; )

narr hat folgendes geschrieben:
Daher würde ich meinen Badezuber im Garten anheizen, mich mit den Weinvorräten, reinsetzen und die Sache beenden. skeptisch

Klingt vernünftig. Jetzt...
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narr
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Anmeldungsdatum: 02.01.2009
Beiträge: 1997

Beitrag(#2255964) Verfasst am: 14.07.2021, 12:07    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab den Badezuber den Wein, ein scharfes Messer, Lokalanästhetika und das Wissen wo ich ansetzen muss. Und die Einsicht, dass manches nicht mehr besser wird. ?
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jdf
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 20830

Beitrag(#2256507) Verfasst am: 19.07.2021, 13:57    Titel: Antworten mit Zitat

Was mir noch zur Zombie-Apokalypse einfällt: Ich würde wahrscheinlich so schnell wie möglich zu den Zombies wechseln, weil die sowieso viel cooler sind.

Und: Alles was ich so an Zombie-Filmen kenne, wird aus Sicht der Nicht-Zombies erzählt. Das finde ich total bescheuert. Mir fehlt sehr dringend ein Film aus Sicht der Zombies, verbunden mit der korrekten Darstellung der tatsächlichen Verhältnisse, nämlich dass die Zombies die Lässigkeit gepachtet haben und die Nicht-Zombies bloß die idiotischen Knalltüten sind, so wie wir sie kennen.
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Wilson
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Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 15877
Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2256510) Verfasst am: 19.07.2021, 14:01    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Was mir noch zur Zombie-Apokalypse einfällt: Ich würde wahrscheinlich so schnell wie möglich zu den Zombies wechseln, weil die sowieso viel cooler sind.

Und: Alles was ich so an Zombie-Filmen kenne, wird aus Sicht der Nicht-Zombies erzählt. Das finde ich total bescheuert. Mir fehlt sehr dringend ein Film aus Sicht der Zombies, verbunden mit der korrekten Darstellung der tatsächlichen Verhältnisse, nämlich dass die Zombies die Lässigkeit gepachtet haben und die Nicht-Zombies bloß die idiotischen Knalltüten sind, so wie wir sie kennen.

Warm bodies geht doch in die Richtung.
Und in z- Nation gibt's Variationen von Zombies.
Der Star murphy ist so einer und ziemlich cool meistens.
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Chinasky
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Beiträge: 1226
Wohnort: Wuppertal

Beitrag(#2256530) Verfasst am: 19.07.2021, 16:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab neulich 'ne Doku gesehen, wo eine indonesische Umweltaktivistin begleitet wurde, die versucht, etwas gegen die Vermüllung der Meere zu tun. Unter anderem durch Aufklärung an Schulen. Unter anderem wurde gezeigt, wie da ein Klassenausflug organisiert wurde, bei welchem die Schüler und Schülerinnen zum ersten Mal in ihrem Leben ein paar Inseln weiter reisten und dort u.a. tauchen/schnorcheln durften. Sinn der Sache: ihnen sollte die Schönheit und der Wert ihrer Umwelt nahegebracht werden. Für die Kids natürlich ein Riesenspaß, vor allem manche der Mädels, die noch nie vorher (obwohl Inselbewohnerinnen) geschwommen/getaucht hatten. Sah schon putzig aus, wie die da in ihren muslimischen Gewändern mit Taucherbrille im hüfthohen Wasser planschten...
Vor diesem Badespaß aber hatte die Veranstaltung noch einen "Arbeitseinsatz": die Kids sollten leere Plastik-Getränkeflaschen sammeln, die sich so am Ufer fanden. Nota bene: nur solche leeren Getränkeflaschen, weil es für deren Recycling nämlich Kapazitäten und sowas wie Pfandbelohnung gab. Der (überwiegende) Rest an Plastikmüll verblieb, wo er lag.
In nicht mal einer Stunde hatten etwa zwanzig Kids einen gigantischen Berg an leeren Plastikflaschen zusammengesammelt. Das ging ratzfatz, da mußte überhaupt nicht lange gesucht werden, man konnte die beidhändig aus den Ufersträuchern rauspflücken wie Heidelbeeren auf einer Plantage.

Die Apocalypse findet längst statt, aber die Leute gewöhnen sich dran. Wir wissen ja, dass es genügend Menschen gibt, die ihr ganzes Leben in Slums, die sich nicht trennscharf von Müllkippen unterscheiden lassen, verbringen. Die Leute können sich mit höllenähnlichen Lebensbedingungen arrangieren. Nicht aber damit, dass der alljährliche Malle-Urlaub, das wochenendliche Fleisch-bis-zum-Erbrechen-Grillen oder die schöne Aussenbeleuchtung der Garagenauffahrt wegen erhöhter CO2-Emissionssteuern gefährdet sein könnten.

Andererseits: eine Apocalypse, die zum Alltag wird, ist ja gar keine richtige Apocalypse, oder?
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Skeptiker
"I can't breathe!"



Anmeldungsdatum: 14.01.2005
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Beitrag(#2256559) Verfasst am: 19.07.2021, 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

Die Klimaapokalypse ist wohl besonders weit fortgeschritten, wenn man sich die Überschwemmungen in verschiedenen Teilen Deutschlands, Österreichs, Belgiens und Hollands anguckt.

Die Luft wird immer wärmer und kann deshalb immer mehr Wasser speichern, welches sich dann in solchen starken Regenfällen plötzlich wie aus dem Nichts ergießen kann.

Andererseits haben wir extreme Hitze- und Trockenphasen in Australien, Nordamerika usw. mit schrecklichen, großflächigen Waldbränden und allem, was da an schlimmen Sachen mit dranhängt.

Die verschiedenen drohenden Apokalypsen könnte man praktisch verhindern oder zumindest eindämmen, wenn da nur nicht die Zombieapokalypse der Rechts-Konservativen wäre, quasi die Ur-Apokalypse, die jeder Apokalypse zugrunde liegt.

Wenn sich in Deutschland CDU-Laschet einen Ast lacht, wenn 156 Menschen in den Fluten sterben, dann ist das bezeichnend für seine christliche Partei und ihr ganzes schäbiges Menschenbild.

Also: Wehret der Zombieapokalypse, wo ihr sie trefft! freakteach
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Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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zelig
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Beitrag(#2256594) Verfasst am: 20.07.2021, 14:58    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Was mir noch zur Zombie-Apokalypse einfällt: Ich würde wahrscheinlich so schnell wie möglich zu den Zombies wechseln, weil die sowieso viel cooler sind.

Und: Alles was ich so an Zombie-Filmen kenne, wird aus Sicht der Nicht-Zombies erzählt. Das finde ich total bescheuert. Mir fehlt sehr dringend ein Film aus Sicht der Zombies, verbunden mit der korrekten Darstellung der tatsächlichen Verhältnisse, nämlich dass die Zombies die Lässigkeit gepachtet haben und die Nicht-Zombies bloß die idiotischen Knalltüten sind, so wie wir sie kennen.


Ich glaube Zombies leiden arg. Sehr arg. Deswegen wäre ich lieber kein Zombie.
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zelig
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Beiträge: 24738

Beitrag(#2256602) Verfasst am: 20.07.2021, 15:54    Titel: Antworten mit Zitat

Chinasky hat folgendes geschrieben:
Die Apocalypse findet längst statt, aber die Leute gewöhnen sich dran. Wir wissen ja, dass es genügend Menschen gibt, die ihr ganzes Leben in Slums, die sich nicht trennscharf von Müllkippen unterscheiden lassen, verbringen. Die Leute können sich mit höllenähnlichen Lebensbedingungen arrangieren. Nicht aber damit, dass der alljährliche Malle-Urlaub, das wochenendliche Fleisch-bis-zum-Erbrechen-Grillen oder die schöne Aussenbeleuchtung der Garagenauffahrt wegen erhöhter CO2-Emissionssteuern gefährdet sein könnten.

Andererseits: eine Apocalypse, die zum Alltag wird, ist ja gar keine richtige Apocalypse, oder?



Alle empfinden Katastrophen als ein lokales Problem, wenn sie selber nicht betroffen sind. Man ist informiert, kennt die Zusammenhänge, hat aber immer einen Grund, warum man lieber nicht in diesem und jenen Fall handeln will, oder kann. Die Rotoren sind zu laut, oder der PKW ist dann doch praktischer als die Bahn. Und man Wählt dann eben auch die Parteien, von denen man erwartet, daß man so bequem weiterleben kann. Ich möchte nicht wissen, wieviele Wähler, trotz der zunehmenden Katastrophen, auf dem Wahlzettel ihren Benziner ankreuzen.
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Mobienne
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Beitrag(#2256626) Verfasst am: 20.07.2021, 18:10    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Chinasky hat folgendes geschrieben:
Die Apocalypse findet längst statt, aber die Leute gewöhnen sich dran. Wir wissen ja, dass es genügend Menschen gibt, die ihr ganzes Leben in Slums, die sich nicht trennscharf von Müllkippen unterscheiden lassen, verbringen. Die Leute können sich mit höllenähnlichen Lebensbedingungen arrangieren. Nicht aber damit, dass der alljährliche Malle-Urlaub, das wochenendliche Fleisch-bis-zum-Erbrechen-Grillen oder die schöne Aussenbeleuchtung der Garagenauffahrt wegen erhöhter CO2-Emissionssteuern gefährdet sein könnten.

Andererseits: eine Apocalypse, die zum Alltag wird, ist ja gar keine richtige Apocalypse, oder?



Alle empfinden Katastrophen als ein lokales Problem, wenn sie selber nicht betroffen sind. Man ist informiert, kennt die Zusammenhänge, hat aber immer einen Grund, warum man lieber nicht in diesem und jenen Fall handeln will, oder kann. Die Rotoren sind zu laut, oder der PKW ist dann doch praktischer als die Bahn. Und man Wählt dann eben auch die Parteien, von denen man erwartet, daß man so bequem weiterleben kann. Ich möchte nicht wissen, wieviele Wähler, trotz der zunehmenden Katastrophen, auf dem Wahlzettel ihren Benziner ankreuzen.


Fettung durch mich.
Nicht zu vergessen werden auch diverse Einfamilien- und Doppelhäusle für 2 Personen mit aller notwendiger Erschließung auf der grünen Wiese und den Handtuch-Grundstücksstreifen für Einzel-Grashalm-Trimmer drumrum angekreuzt.
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Chinasky
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Wohnort: Wuppertal

Beitrag(#2256681) Verfasst am: 21.07.2021, 13:16    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Ich möchte nicht wissen, wieviele Wähler, trotz der zunehmenden Katastrophen, auf dem Wahlzettel ihren Benziner ankreuzen.


Die Mehrheit. Die aktuelle "Flutkatastrophe" in NRW und weiter südlich müßte, so sollte man doch meinen, die Wahlaussichten der Regierenden und Verantwortlichen schreddern.

Ich vermute indes, das Gegenteil wird passieren. Exemplarisch dazu die causa "Lach-Laschet". Da alle Leute schon mal auf einer Beerdigungsfeier gelacht, gefeixt oder Witzchen gerissen haben, ist die Bereitschaft, ihm das zu verzeihen, derartig hoch, dass man sie schon "Bedürfnis" nennen könnte. In einem christlichen Forum wurde die Sache thematisiert und jemand fragte, ob denn Laschet's Verhalten gut christliches Verhalten sei. So schnell, wie da die sinngemäßen "... der werfe den ersten Stein"-Sprüche angerannt kamen, konnte man den Blick gar nicht abwenden. Bücher indes haben die wenigsten geschrieben und so werden Frau Baerbock ihre diesbezüglichen Fehler gnadenlos angerechnet.

Die Böcke bekommen eine weitere Gartenpflege-Periode, soviel erscheint mir sicher.
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Tarvoc
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 40274

Beitrag(#2256686) Verfasst am: 21.07.2021, 14:01    Titel: Antworten mit Zitat

Chinasky hat folgendes geschrieben:
Bücher indes haben die wenigsten geschrieben und so werden Frau Baerbock ihre diesbezüglichen Fehler gnadenlos angerechnet.

Armin Laschet hat laut Wikipedia ebenfalls drei Veröffentlichungen: Europa im Schicksalsjahr, Die Aufsteigerrepublik und Philipp Jenninger: Rede und Reaktion.
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tillich (epigonal)
hat Spaß



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Beitrag(#2256697) Verfasst am: 21.07.2021, 16:41    Titel: Antworten mit Zitat

Chinasky hat folgendes geschrieben:
Exemplarisch dazu die causa "Lach-Laschet". Da alle Leute schon mal auf einer Beerdigungsfeier gelacht, gefeixt oder Witzchen gerissen haben, ist die Bereitschaft, ihm das zu verzeihen, derartig hoch, dass man sie schon "Bedürfnis" nennen könnte. In einem christlichen Forum wurde die Sache thematisiert und jemand fragte, ob denn Laschet's Verhalten gut christliches Verhalten sei. So schnell, wie da die sinngemäßen "... der werfe den ersten Stein"-Sprüche angerannt kamen, konnte man den Blick gar nicht abwenden.

Diesen Fauxpas finde ich auch tatsächlich nicht allzu schlimm. Ja, war daneben ... aber genau wie du sagst: Wer hat nicht schon mal auf einer Beerdigung gelacht?

Was ich ihm aber nicht verzeihe, vorher, aber natürlich gerade auch nach dieser Katastrophe, ist seine vollkommene Ignoranz und Beliebigkeit in Sachen Klimapolitik.
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(Death / Susan, in: Pratchett, Hogfather)
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