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Mein "Feind" die Pharmaindustrie!

 
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Fragensteller
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Anmeldungsdatum: 26.05.2004
Beiträge: 854

Beitrag(#154735) Verfasst am: 23.07.2004, 10:26    Titel: Mein "Feind" die Pharmaindustrie! Antworten mit Zitat

Jeder der mich etwas kennt, weiss dass ich ganz klar die Linie "großer Fondsanalytiker" verfolge, nämlich:
"Bio/Nano-Tech ist nachhaltiger als Pharma, allerdings muß das Volk das noch kapieren!"

So gesehen ist die Pharma eines der wenigen "Feindbilder", die ich habe, egal wie viele Arbeitsplätze daran hängen.

Zitat
"Die Großkonzerne der Pharma-Industrie richten ihre Forschung nach wie vor in erster Linie auf die Entwicklung sehr umsatzträchtiger Präparate aus. Ob diese Präparate dann tatsächlich auch die Innovationen sind, als die sie angepriesen werden, ist in der Fachwelt mitunter sehr umstritten."
Zitat Ende

Quelle: http://www.br-online.de/land-und-leute/sendungen/notizbuch/index.xml

Kennt jemand noch solche ähnlichen Informationen im Netz?
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Wer fragt gewinnt.
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AdvocatusDiaboli
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Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 24864

Beitrag(#2095985) Verfasst am: 21.05.2017, 10:57    Titel: Antworten mit Zitat

Der Pharmamarkt zeigt seine Fratze

Zitat:
Das System ist außer Kontrolle. Die Versorgung mit wichtigen Krebsmedikamenten ist immer öfter nicht gewährleistet. Neue Pharmaka sind häufig nicht besser als die bewährten, sondern nur teurer und mit heftigeren Nebenwirkungen behaftet.

Und wie sicher Arzneien sind, die in Deutschland gekauft und geschluckt werden, bleibt fraglich, solange 80 Prozent der Medikamente keinen Wirkstoff aus hiesiger Herstellung enthalten, sondern aus der Produktion in verschiedenen Billiglohnländern zusammengerührt werden.

Panikmache? Mitnichten. Der Pharmamarkt zeigt nur gerade die hässliche Fratze eines entfesselten Systems, in dem die Gewinnspanne allenfalls von der Organisierten Kriminalität übertroffen wird. Beispiele gibt es genug: Der Pharmamulti Aspen Holdings hat unter Beteiligung von GSK dringend benötigte Krebsmittel aus europäischer Produktion zurückgehalten und gedroht, sie nicht auszuliefern, wenn die Behörden nicht Preissteigerungen von bis zu 4000 Prozent akzeptieren.


Naja, besonders überraschend ist das ja nicht. Die Pharmabranche ist ja schon seit jeher nicht für sozialistisches Gutmenschentum bekannt...
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Ist es Satire? Ist es Ironie? Ist es geistreich? Oder ist es nur geistesgestört?

In jedem Fall: Es ist Addi!
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45754
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2096017) Verfasst am: 21.05.2017, 18:10    Titel: Antworten mit Zitat

Man sollte als Sofortmassnahme bei medizinischen Patenten darueber nachdenken den Tatsachenbestand des "Patentmissbrauchs" einzufuehren. der anhand objektiver Kriterien gerichtlich festgestellt werden kann. Wird "Patentmissbrauch" gerichtlich festgestellt, so wird das betreffende Patent unwirksam und der patentierte Wirkstoff kuenftig als "public domain" fuer jeden, der ihn produzieren will, kostenlos freigegeben.

Das sollte in Zukuft diesem widerlichen Wucher im Arzneimittelmarkt durch irgendwelche Gierschluende einen Riegel vorschieben.
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Religionskritik-Wiesbaden
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Anmeldungsdatum: 03.11.2008
Beiträge: 10329
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag(#2096021) Verfasst am: 21.05.2017, 18:34    Titel: Zuckerbrot und Peitsche für Generika Antworten mit Zitat

ich wäre für Zuckerbrot und Peitsche,

Peitsche: Regulierung der Preise EU-einheitlich.

Zuckerbrot: Längerer Patentschutz (statt 20 nun vielleicht 30 Jahre) und Sonderbesteuerung von Generika.

Problem: Die jammernde Pharmalobby ist selbst zu großen Teilen sowohl in Forschung und Entwicklung wie auch im einfachen 'Nachkochen' (gemeint sind Generika) aktiv.
Ob die dann auch von meinem Zuckerbrot kosten wollen Frage , Smilie

Eine Übersicht der TOP 10 Generika aus dem Jahr 2010, darunter auch einige deutsche Firmen.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/top-ten-die-groessten-generikahersteller-der-welt/3393406.html
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vrolijke
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Moderator



Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 41134
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2096172) Verfasst am: 23.05.2017, 17:27    Titel: Antworten mit Zitat

Heute um 20.15 Uhr im ZDF:

Die Tricks der Gesundheitsbranche

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Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

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VanHanegem
Weltmeister



Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beiträge: 1968

Beitrag(#2097211) Verfasst am: 02.06.2017, 16:52    Titel: Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Zuckerbrot: Längerer Patentschutz (statt 20 nun vielleicht 30 Jahre) und Sonderbesteuerung von Generika.

Widerspruch!!!!
Tonnenweise Antibiotika für die Tiermast produzieren, so resistente Stämme züchten und dann für neue Reserveantibiotika erweiterten Patentschutz geniessen? Nicht mit mir!


Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Heute um 20.15 Uhr im ZDF:

Die Tricks der Gesundheitsbranche

Hier eher off-topic, ausserdem zu 90% Binsenweisheiten.
Wer den seichten Quatsch vom Staatsfernsehen trotzdem sehen will, besser von einer halbwegs technisch kompetenten und zumutbaren webpräsenz:
https://www.youtube.com/watch?v=WJAKVulxA4g
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vrolijke
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Moderator



Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 41134
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2097213) Verfasst am: 02.06.2017, 17:00    Titel: Antworten mit Zitat

VanHanegem hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Zuckerbrot: Längerer Patentschutz (statt 20 nun vielleicht 30 Jahre) und Sonderbesteuerung von Generika.

Widerspruch!!!!
Tonnenweise Antibiotika für die Tiermast produzieren, so resistente Stämme züchten und dann für neue Reserveantibiotika erweiterten Patentschutz geniessen? Nicht mit mir!


Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Heute um 20.15 Uhr im ZDF:

Die Tricks der Gesundheitsbranche

Hier eher off-topic, ausserdem zu 90% Binsenweisheiten.
Wer den seichten Quatsch vom Staatsfernsehen trotzdem sehen will, besser von einer halbwegs technisch kompetenten und zumutbaren webpräsenz:
https://www.youtube.com/watch?v=WJAKVulxA4g

Die Sendung war was für Lieschen Müller.
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VanHanegem
Weltmeister



Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beiträge: 1968

Beitrag(#2097265) Verfasst am: 03.06.2017, 10:40    Titel: Antworten mit Zitat

Ich sage ja nicht, dass die unrecht haben. Aber Vermarktungsstrategien die nur dem Käufer (eher nur seinem Geldbeutel) schaden sind das eine, die massive Gefährdung der Menschheit durch den Umgang mit Antibiotika das andere.
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Wilson
zwischen gaga und dada



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Beitrag(#2231167) Verfasst am: 13.11.2020, 10:09    Titel: Antworten mit Zitat

Aus Reichsbürger, Corona-Verschwörung etc. abgetrennt, und hier angehangen. vrolijke

https://www.manager-magazin.de/unternehmen/pharma/pfizer-albert-bourla-verkauft-am-tag-der-corona-impfstoff-ankuendigung-eigene-aktien-a-71d55139-41f4-4a3b-8afa-38dbfe734431

Zitat:
Alles ganz legal"
CEO Bourla verkauft Pfizer-Aktien - am Tag der Impfstoff-Ankündigung
Als Pfizer und BioNTech am Montag die positiven Ergebnisse ihrer Impfstoffstudie veröffentlichten, schossen die Aktienkurse beider Firmen in die Höhe. Pfizer-Chef Bourla wusste davon zu profitieren.
(...)
Auch Vizechefin Sally Susman machte Kasse und verkaufte knapp 44.000 Aktien für rund 1,8 Millionen Dollar.
Auch Trump wütete gegen Pfizer (...)

und deshalb ist es natürlich erst recht eine vt!

auf pharmaunternehmen ist verlass.
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Wilson
zwischen gaga und dada



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Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2231168) Verfasst am: 13.11.2020, 10:22    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
https://www.manager-magazin.de/unternehmen/pharma/pfizer-albert-bourla-verkauft-am-tag-der-corona-impfstoff-ankuendigung-eigene-aktien-a-71d55139-41f4-4a3b-8afa-38dbfe734431

Zitat:
Alles ganz legal"
CEO Bourla verkauft Pfizer-Aktien - am Tag der Impfstoff-Ankündigung
Als Pfizer und BioNTech am Montag die positiven Ergebnisse ihrer Impfstoffstudie veröffentlichten, schossen die Aktienkurse beider Firmen in die Höhe. Pfizer-Chef Bourla wusste davon zu profitieren.
(...)
Auch Vizechefin Sally Susman machte Kasse und verkaufte knapp 44.000 Aktien für rund 1,8 Millionen Dollar.
Auch Trump wütete gegen Pfizer (...)

und deshalb ist es natürlich erst recht eine vt!

auf pharmaunternehmen ist verlass.


nachtrag bzw ergänzung oder vertiefung:


Zitat:
Verfahren gegen Pfizer in Nigeria und den USA
Laut Angaben nigerianischer Behörden und verschiedener Organisationen testete Pfizer im Jahr 1996 das mittlerweile verbotene Antibiotikum Trovafloxacin (Trovan) an etwa 200 Kindern aus dem Umkreis von Kano (Nigeria).[30] Durch die Wirkung des zuvor noch nicht am Menschen erprobten Mittels starben fünf Kinder, weitere erlitten Schäden.[31] Zahlreichen Kindern wurde im Rahmen dieser Studie der Zugang zu einem erwiesenermaßen wirksamen Medikament vorenthalten.

Diese Thematik wird in dem Roman Der ewige Gärtner von John le Carré (und der gleichnamigen Verfilmung von Fernando Meirelles) aufgegriffen und verarbeitet.

Der oberste Gerichtshof in den USA ebnete im Juni 2010 die Wege für ein Entschädigungsverfahren, nachdem eine außergerichtliche Einigung zwischen Pfizer und dem Bundesstaat Kano von den Opfern abgelehnt wurde.[32]

Der deutsche Kinderarzt und Infektiologe Juan Walterspiel, der damals bei Pfizer die pädiatrischen Studien leitete, hatte schwerwiegende Kritik an der Planung und Durchführung der Versuche geübt und eine weitere Mitarbeit verweigert. Daraufhin wurde ihm gekündigt.[33] Ein Gerichtsverfahren wurde von der Washington Post aufgegriffen, die die Studie und ihre Fragwürdigkeit thematisierte.[34] Pfizer besteht darauf, dass Walterspiel aus anderen, nicht genannten Gründen gekündigt worden sei und dass die Studie ethischen Normen entspreche.[33] Zurzeit laufen mehrere Verfahren in Nigeria mit zum Teil erheblichen Schadensersatzforderungen.[35] Zwei weitere Klagen sind von nigerianischen Eltern in den USA eingereicht worden. Die Verfahren sind im Januar 2009 in New York wieder aufgenommen worden.[36]

Im Dezember 2010 wurden von WikiLeaks Dokumente veröffentlicht, nach denen Pfizer auch versucht hatte, den nigerianischen Staatsanwalt unter Druck zu setzen, um hohen Strafzahlungen zu entgehen.[37]

Am 2. September 2009 bestätigte das Unternehmen die Zahlung von 2,3 Milliarden Dollar, um damit einen Streit mit der US-Regierung über unlautere Werbepraktiken zu beenden. Es ging unter anderem um die Werbung für das verschreibungspflichtige Schmerzmittel Bextra. Nach Berichten über starke Nebenwirkungen hatte das Unternehmen das Arzneimittel 2005 vom Markt genommen. Mit dem Vergleich werden auch zivil- und strafrechtliche Vorwürfe rechtswidriger Werbepraktiken im Zusammenhang mit den Medikamenten Zyvox, Geodon und Lyrica beigelegt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Pfizer#Verfahren_gegen_Pfizer_in_Nigeria_und_den_USA

wie ist denn die sache mit nigeria ausgegangen?

wikileaks hat sich da auch unbeliebt gemacht, ne?
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Wilson
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Beitrag(#2231171) Verfasst am: 13.11.2020, 11:38    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
https://www.manager-magazin.de/unternehmen/pharma/pfizer-albert-bourla-verkauft-am-tag-der-corona-impfstoff-ankuendigung-eigene-aktien-a-71d55139-41f4-4a3b-8afa-38dbfe734431

Zitat:
Alles ganz legal"
CEO Bourla verkauft Pfizer-Aktien - am Tag der Impfstoff-Ankündigung
Als Pfizer und BioNTech am Montag die positiven Ergebnisse ihrer Impfstoffstudie veröffentlichten, schossen die Aktienkurse beider Firmen in die Höhe. Pfizer-Chef Bourla wusste davon zu profitieren.
(...)
Auch Vizechefin Sally Susman machte Kasse und verkaufte knapp 44.000 Aktien für rund 1,8 Millionen Dollar.
Auch Trump wütete gegen Pfizer (...)

und deshalb ist es natürlich erst recht eine vt!

auf pharmaunternehmen ist verlass.


nachtrag bzw ergänzung oder vertiefung:


Zitat:
Verfahren gegen Pfizer in Nigeria und den USA
Laut Angaben nigerianischer Behörden und verschiedener Organisationen testete Pfizer im Jahr 1996 das mittlerweile verbotene Antibiotikum Trovafloxacin (Trovan) an etwa 200 Kindern aus dem Umkreis von Kano (Nigeria).[30] Durch die Wirkung des zuvor noch nicht am Menschen erprobten Mittels starben fünf Kinder, weitere erlitten Schäden.[31] Zahlreichen Kindern wurde im Rahmen dieser Studie der Zugang zu einem erwiesenermaßen wirksamen Medikament vorenthalten.

Diese Thematik wird in dem Roman Der ewige Gärtner von John le Carré (und der gleichnamigen Verfilmung von Fernando Meirelles) aufgegriffen und verarbeitet.

Der oberste Gerichtshof in den USA ebnete im Juni 2010 die Wege für ein Entschädigungsverfahren, nachdem eine außergerichtliche Einigung zwischen Pfizer und dem Bundesstaat Kano von den Opfern abgelehnt wurde.[32]

Der deutsche Kinderarzt und Infektiologe Juan Walterspiel, der damals bei Pfizer die pädiatrischen Studien leitete, hatte schwerwiegende Kritik an der Planung und Durchführung der Versuche geübt und eine weitere Mitarbeit verweigert. Daraufhin wurde ihm gekündigt.[33] Ein Gerichtsverfahren wurde von der Washington Post aufgegriffen, die die Studie und ihre Fragwürdigkeit thematisierte.[34] Pfizer besteht darauf, dass Walterspiel aus anderen, nicht genannten Gründen gekündigt worden sei und dass die Studie ethischen Normen entspreche.[33] Zurzeit laufen mehrere Verfahren in Nigeria mit zum Teil erheblichen Schadensersatzforderungen.[35] Zwei weitere Klagen sind von nigerianischen Eltern in den USA eingereicht worden. Die Verfahren sind im Januar 2009 in New York wieder aufgenommen worden.[36]

Im Dezember 2010 wurden von WikiLeaks Dokumente veröffentlicht, nach denen Pfizer auch versucht hatte, den nigerianischen Staatsanwalt unter Druck zu setzen, um hohen Strafzahlungen zu entgehen.[37]

Am 2. September 2009 bestätigte das Unternehmen die Zahlung von 2,3 Milliarden Dollar, um damit einen Streit mit der US-Regierung über unlautere Werbepraktiken zu beenden. Es ging unter anderem um die Werbung für das verschreibungspflichtige Schmerzmittel Bextra. Nach Berichten über starke Nebenwirkungen hatte das Unternehmen das Arzneimittel 2005 vom Markt genommen. Mit dem Vergleich werden auch zivil- und strafrechtliche Vorwürfe rechtswidriger Werbepraktiken im Zusammenhang mit den Medikamenten Zyvox, Geodon und Lyrica beigelegt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Pfizer#Verfahren_gegen_Pfizer_in_Nigeria_und_den_USA

wie ist denn die sache mit nigeria ausgegangen?

wikileaks hat sich da auch unbeliebt gemacht, ne?


soo und jetzt setze ich noch einen drauf:

Zitat:

Nachdem Assange durch die Veröffentlichung von US-Militärdokumenten und Videos zum internationalen Militäreinsatz in Afghanistan politisch unter Druck geraten und eine gewaltsame Stilllegung der WikiLeaks-Server in den USA zu befürchten war, stellte Mitte August 2010 die schwedische Piratenpartei WikiLeaks ihre Internetserver zusätzlich zu den bereits in Solna bestehenden des Unternehmens PRQ AB zur Verfügung.[47]

Da Journalisten in Schweden einen ungleich umfassenderen Quellenschutz als anderswo genießen, allerdings nur bei Besitz des „Utgivningsbevis“, einer speziellen schwedischen Lizenz,[48] hatte Assange seinerseits etwa zur gleichen Zeit eine schwedische Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis beantragt. Der Gründer und ehemalige Parteivorsitzende der schwedischen Piratpartei, Rickard Falkvinge, teilte in diesem Zusammenhang den Medien mit, dass Assange mit einem schwedischen Wohnort den Status eines „medienverantwortlichen Herausgebers“ anstreben und damit eine Basis dafür schaffen würde, WikiLeaks auf legaler Grundlage weiterzuführen.[49]

Etwa zur gleichen Zeit (im August 2010) hatten zwei Frauen Assange bei der schwedischen Polizei wegen sexueller Vergehen beschuldigt. Die schwedische Staatsanwaltschaft hatte daraufhin im August 2010 einen Haftbefehl wegen Vergewaltigung gegen ihn ausgestellt, der kurz darauf aber vorerst wieder zurückgenommen wurde. Nach Assanges Antrag einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis für Schweden wurden die Ermittlungen dann wieder aufgenommen. Sein Antrag auf Aufenthaltserlaubnis wurde im Oktober 2010 ohne Angabe von Gründen abgelehnt.[50] Nachdem Assange inzwischen – mit offizieller Erlaubnis der schwedischen Justiz – nach Großbritannien gereist war, stellte die schwedische Justiz im November 2010 einen internationalen Haftbefehl wegen des Verdachts der Vergewaltigung aus. Assange stellte sich daraufhin in London der Polizei, wurde gegen Kaution unter Auflagen – unter anderem das Tragen einer elektronischen Fußfessel – freigelassen und versuchte daraufhin mit juristischen Mitteln seine Auslieferung nach Schweden zu verhindern.[51]

Anfang November 2010 erklärte Assange, er erwäge in der Schweiz Asyl zu beantragen und WikiLeaks dort anzusiedeln. Damit sollten die politisch brisanten Aktivitäten der Enthüllungsplattform abgesichert werden.[52] Die Chancen zur Annahme dieses Asylantrags seien nach Angaben der Schweizerischen Flüchtlingshilfe gering. Assange müsse zuerst den Schutz seines Heimatlandes Australien in Anspruch nehmen und glaubhaft machen, dass Australien ihn nicht schützen könne, was sehr schwierig sei.[53] Tatsachen über einen entsprechenden Asylantrag sind nicht bekannt.
Asyl in der ecuadorianischen Botschaft in London bis 2019
Assanges Mutter Christine Assange vor einem Treffen mit Außenminister Ricardo Patiño, 30. Juli 2012
Ecuadorianische Botschaft in London, 16. August 2012
Assange auf dem Balkon der ecuadorianischen Botschaft in London am 19. August 2012
Um die erwartete Auslieferung nach Schweden zu verhindern, flüchtete Assange am 19. Juni 2012 aus seinem erweiterten Hausarrest in die ecuadorianische Botschaft in London und beantragte dort politisches Asyl.


2010 gings so richtig zur sache bei assange/wikileaks

wenn das nicht eine formidable vt ist... zwinkern



https://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-Andauernde-Proteste-und-neue-Enthuellungen-1151314.html
10.12.2010 15:01 Uhr
Von
Jürgen Kuri

Anonymous meldet sich zu Wort zu den DDoS-Angriffen und zu den Zielen und Strukturen der Gruppe. Die rechtliche Situation in Deutschland zu DDoS-Angriffen ist recht eindeutig. Neue Wikileaks-Veröffentlichungen werfen derweil ein schlechtes Licht u.a. auf den Pharmariesen Pfizer.

Zitat:

Der Wikileaks-Mitgründer Julian Assange hat angesichts der öffentlichen Aufmerksamkeit, die die DDoS-Angriffe der Operation: Payback auf Finanzdienstleister erzeugten, über seinen Anwalt betont, dass er nichts mit den DDoS-Angriffen zu tun habe. Wikileaks sehe sich als Medien-Organisation. Die Anwälte konnten ihn am Donnerstag erstmals seit der Verhaftung am Dienstag für etwa eine Stunde besuchen.
...
In den vergangen Stunden waren Websites von Finanzdienstleistern, die Konten oder Zahlungen für die Whistleblower-Site sperrten, weiter das Ziel der DDoS-Angriffe, die durch "Operation: Payback" koordiniert wurden. Zuletzt wurde moneybookers.com lahmgelegt; auch die Websiten von Staatsanwaltschaft und Polizei in den Niederlanden, wo der erste Verdächtige wegen der DDoS-Angriffe festgenommen wurde, waren zeitweise nicht erreichbar.

In einer als "Pressemitteilung" deklarierten Erklärung haben sich Anonymous-Aktivisten erneut zu Wort gemeldet. Ähnlich wie in dem vorangegangenen "Manifest", in dem Aktivisten betonten, es ginge ihnen nicht um "Anarchie aus Jux und Dollerei", erklären sie, man habe nicht die Absicht, kritische Infrastrukturen anzugreifen. Man wolle das Bewusstsein für Wikileaks und die Methoden erhöhen, die die angegriffenen Firmen angewandt hätten, um Wikileaks an der Arbeit zu hindern. Daher habe man auch nur den öffentlichen Auftritt der Firmen attackiert. Auch die Angriffe auf Paypal hätten keineswegs verhindert, Transaktionen abzuwickeln. Aber sie hätten das Paypal-Netzwerk ausreichend verlangsamt, sodass die Kunden dies wahrgenommen hätten. Dass es keine Angriffe auf Amazon gegeben habe, habe auch damit zu tun, dass man möglicherweise nicht stark genug sei, amazon.com mit seiner weit verteilten Server-Struktur in die Knie zu zwingen. Ein weiterer Grund sei aber, dass Verbraucher durch solche Angriffe behindert werden könnten: "Einfach gesagt: Einen großen Online-Einzelhändler anzugreifen, wenn die Leute Geschenke für ihre Lieben kaufen, wäre geschmacklos."
...


...
Frische Wikileaks-Enthüllungen werfen unterdessen unter anderem ein schlechtes Licht auf den Pharmariesen Pfizer. So wollte der US-Konzern laut einer Diplomaten-Depesche den nigerianischen Staatsanwalt unter Druck setzen, um hohen Strafzahlungen nach dem Tod von Kindern bei einem Medikamenten-Test zu entgehen. In einem weiteren Botschafts-Bericht von 2004 wird von nordkoreanischen Spezialisten berichtet, die Raketen für das Militärregime in Birma montieren. Unterdessen will die US-Armee mit verschärften Sicherheitsvorschriften mögliche neue Lecks verhindern. Wie das US-Magazin Wired berichtete, wurde allen Nutzern des internen Pentagon-Nachrichtennetzes der Gebrauch von externen Speichern untersagt. Darunter fallen nicht nur USB-Sticks und Festplatten, sondern auch MP3-Player wie ein iPod. Bisherigen Informationen zufolge sollen die 250.000 vertraulichen Dokumente Wikileaks von einem 23-jährigen US-Gefreiten aus dem Irak zugespielt worden sein, der sie über das Pentagon-Netzwerk herunterladen konnte.


wer nun meint, diese komplexität, die verwicklungen im ansatz zu durchschauen, klar, vll gibts ja auch nichts zu durchschauen.....
im grunde bleibt tatsächlich das vertrauen in die leitmedien. eine komplexitätsreduzierung wäre das aber auch oder vll besser, welche variablen/infos haben die, die sie- tadelos recherchiert und analysiert dann publizieren?
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