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Suizid
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Brummsummsel
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Anmeldungsdatum: 13.09.2006
Beiträge: 46

Beitrag(#575842) Verfasst am: 02.10.2006, 00:36    Titel: Antworten mit Zitat

zoff, ich bin auch dafür das jeder selbst bestimmen sollte, wie lange er/sie leben möchte, aber wenn du mitbekommst das sich jemand aus deinem engstem bekanntenkreis das leben nehmen möchte, weil gerade der person der partner weggelaufen ist......möchtest du dann nicht versuchen ihn/sie versuchen umzustimmen? ....ich bin absolut für selbstbestimmung, aber ich könnte bei solchen "lapalien" mich nicht zurücklehnen und meinen freund/freundin einfach so machen lassen....
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30865

Beitrag(#575843) Verfasst am: 02.10.2006, 00:40    Titel: Re: Suizid Antworten mit Zitat

zoff hat folgendes geschrieben:

Da wird es aber spannend: Wer entscheidet wann ob ein Todeswunsch gerechtfertigt ist?
Nach welchen Maßstäben, und wer legt die fest?
Oder anders: Aufgrund von was dürfen wir uns anmaßen, anderen Menschen zu erlauben / verbieten ihr Leben zu beenden?


Was ist daran spannend? Wenn ein Verdacht besteht, dass jemand temporär unzurechnungsfähig ist und sich aus Gründen umbringen will, die er bei klarem Verstand anders werten würde, dann hält man ihn (soweit möglich) vom Selbstmord ab und versucht die Gründe zu verstehen. Wenn man mit der Einschätzung falsch liegt, kann sich derjenige ja später immer noch umbringen.
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Zoff
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Anmeldungsdatum: 24.08.2006
Beiträge: 21620

Beitrag(#575845) Verfasst am: 02.10.2006, 00:46    Titel: Antworten mit Zitat

Brummsummsel hat folgendes geschrieben:
zoff, ich bin auch dafür das jeder selbst bestimmen sollte, wie lange er/sie leben möchte, aber wenn du mitbekommst das sich jemand aus deinem engstem bekanntenkreis das leben nehmen möchte, weil gerade der person der partner weggelaufen ist......möchtest du dann nicht versuchen ihn/sie versuchen umzustimmen? ....ich bin absolut für selbstbestimmung, aber ich könnte bei solchen "lapalien" mich nicht zurücklehnen und meinen freund/freundin einfach so machen lassen....


Klar: Wenn meine Tochter (14 J.) jetzt schwer unglücklich verliebt auf der nächsten Brücke stehen würde, dann würde ich sie natürlich abhalten, auch mit Gewalt.
Dies auch nur als Beispiel.
Die Frage ist, wo die Grenzen liegen und wer die festlegt.
Ich sagte schon, daß ich keine Antwort habe.
Die grundsätzliche Frage bleibt jedoch: Dürfen wir sterben, nur weil wir wollen?
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Autoterrorist
Die Gottespest



Anmeldungsdatum: 23.04.2006
Beiträge: 846
Wohnort: Duisburg

Beitrag(#575847) Verfasst am: 02.10.2006, 00:51    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Nach welchen Maßstäben, und wer legt die fest?
Oder anders: Aufgrund von was dürfen wir uns anmaßen, anderen Menschen zu erlauben / verbieten ihr Leben zu beenden?
- Wer schwer krank ist, darunter leidet und deshalb sterben will, muss sich töten.
Folge: Jeder, der schwer krank ist und sterben will, tötet sich. Das wäre keine weitreichende Folge.
- Wer Liebeskummer empfindet oder schwere Depressionen hat, muss sich selbst töten.
Folge: Das sähe etwas anders und dramatischer aus. Es würde die Welt wohl eher in ein Chaos stürzen, wenn es nicht sogar die gesamte Menschheit töten würde.

Will sagen: Suizid wegen schwerer Erkrankung ja, wegen des Liebeskummers oder wegen der Depressionen nein. Das sind meine Maßstäbe.

Zitat:
Die grundsätzliche Frage bleibt jedoch: Dürfen wir sterben, nur weil wir wollen?
Ja, wende auch hier mal den kategorischen Imperativ an.
- Jeder der sterben will, muss sich selbst töten.
Folge: Nichts ändert sich. Es ist also völlig legitim sich zu töten, wenn man es will.

Was aber fehlt ist die Bedingung und der Umstand. Deshalb gibt es nicht die grundsätzliche Frage, ob man sich töten darf, wenn man will.
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Zoff
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Anmeldungsdatum: 24.08.2006
Beiträge: 21620

Beitrag(#575849) Verfasst am: 02.10.2006, 00:57    Titel: Re: Suizid Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:


Was ist daran spannend? Wenn ein Verdacht besteht, dass jemand temporär unzurechnungsfähig ist und sich aus Gründen umbringen will, die er bei klarem Verstand anders werten würde, dann hält man ihn (soweit möglich) vom Selbstmord ab und versucht die Gründe zu verstehen. Wenn man mit der Einschätzung falsch liegt, kann sich derjenige ja später immer noch umbringen.


Machst Du es Dir damit nicht ein bischen einfach?
Die Frage, wer die Maßstäbe festlegt, ist immer noch offen.
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Brummsummsel
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Anmeldungsdatum: 13.09.2006
Beiträge: 46

Beitrag(#575852) Verfasst am: 02.10.2006, 01:02    Titel: Antworten mit Zitat

"Die grundsätzliche Frage bleibt jedoch: Dürfen wir sterben, nur weil wir wollen? "

die frage ist sehr gut....

oh man, na klar darf jeder das was er will....., wenn gleich ich eh denke, dass es keinen freien willen gibt...!?...., wenn alles linear ablaufen würde, denke aber das es das nicht tut .....dann wäre es wohl egal ob nun ja oder nein...... ich denke meiner katze ist es völlig gleichgültig ob ich noch da bin oder nicht, jedenfalls denkt sie nicht drüber nach, vermute ich mal....., alles schon ziemlich paradox oder metaphysisch, scheint mir....
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Kramer
postvisuell



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30865

Beitrag(#575854) Verfasst am: 02.10.2006, 01:02    Titel: Re: Suizid Antworten mit Zitat

zoff hat folgendes geschrieben:

Die Frage, wer die Maßstäbe festlegt, ist immer noch offen.


Was willst Du als Antwort hören? Gott?
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Zoff
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Anmeldungsdatum: 24.08.2006
Beiträge: 21620

Beitrag(#575855) Verfasst am: 02.10.2006, 01:08    Titel: Re: Suizid Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
zoff hat folgendes geschrieben:

Die Frage, wer die Maßstäbe festlegt, ist immer noch offen.


Was willst Du als Antwort hören? Gott?


Nein, Gott = Osterhase = Kinderkram

Darüber sind wir hinweg.

Ehrlich gesagt bin ich mir gar nicht sicher, ob ich eine Antwort hören möchte. Letztlich kann das wohl nur jeder für sich selbst entscheiden.
Nur was macht man mit denen, für die man sich verantwortlich fühlt?
Ich weiß es wirklich nicht..
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30865

Beitrag(#575859) Verfasst am: 02.10.2006, 01:19    Titel: Re: Suizid Antworten mit Zitat

zoff hat folgendes geschrieben:
Nur was macht man mit denen, für die man sich verantwortlich fühlt?
Ich weiß es wirklich nicht..


Wenn einer von denen wirklich sterben will, dann wird er Wege finden, sich umzubringen, ohne dass Du vorher etwas davon erfährst. Man kann ja nur einen irgendwie angekündigten Suizid verhindern... und dann hat man jedes Recht, den Vollzug zu verhindern. Wer sich ungestört selber umbringen will, der kündigt das nicht an. Und wer es doch ankündigt, der hat halt Pech, wenn es nicht klappt.
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Rasmus
entartet und notorisch gottlos - Ich bin Papst



Anmeldungsdatum: 20.05.2004
Beiträge: 17559

Beitrag(#575861) Verfasst am: 02.10.2006, 02:17    Titel: Re: Suizid Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Was ist daran spannend? Wenn ein Verdacht besteht, dass jemand temporär unzurechnungsfähig ist und sich aus Gründen umbringen will, die er bei klarem Verstand anders werten würde, dann hält man ihn (soweit möglich) vom Selbstmord ab und versucht die Gründe zu verstehen. Wenn man mit der Einschätzung falsch liegt, kann sich derjenige ja später immer noch umbringen.


Und ab wann macht mich die Entscheidung, mir das Leben nehmen zu wollen "unzurechnungsfähig"?
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30865

Beitrag(#575865) Verfasst am: 02.10.2006, 02:57    Titel: Re: Suizid Antworten mit Zitat

Rasmus hat folgendes geschrieben:
Und ab wann macht mich die Entscheidung, mir das Leben nehmen zu wollen "unzurechnungsfähig"?


Wir sind hier doch nicht in einem christlichen Forum. Hier geht es deshalb nicht um die Frage, ob man einen erfolgreichen Suizidversuch nachträglich mit Höllenstrafen ahnden sollte. Wer sich ernsthaft umbringen will und das erfolgreich durchzieht, der wird hinterher für tot erklärt. Mehr passiert nicht.

Worum geht es denn wirklich? Es geht darum, wie man als Freigeist handeln soll, wenn man von einer Suizidabsicht erfährt oder zufällig Zeuge eines Suizids wird, den man verhindern kann.

Fall 1 ist m.E. ziemlich klar: Wenn mir jemand sagt, dass er sich umbringen will, dann ist er selber schuld, wenn ich das verhindere. Wenn man mit der Freundin des besten Freundes ins Bett steigen will, kündigt man das ja auch nicht dem Freund gegenüber an - es sei denn, man wünscht sich insgeheim, dass er das verhindert. Wer nicht will, dass ich ihm seinen Suizid versaue, der soll eben die Klappe halten. Wer mich damit hineinzieht, gibt mir das Recht, dass ich nach meinen Massstäben urteile.

Fall 2 ist in der Hinsicht klar, dass ich nicht beurteilen kann, warum sich derjenige, den ich zufällig dabei beobachte, umbringen möchte. Hier muss ich abwägen, mit welcher Entscheidung ich den grösseren Schaden verursache. Lasse ich ihn gewähren, dann hat meine Entscheidung absolute Konsequenzen. Hindere ich ihn, dann verlängere ich zwar sein Leben gegen seinen Willen, aber vielleicht auch doch zu seinem Wohl. Wenn nicht, dann kann er sich auch später noch umbringen.

Es geht mir hier nur um Suizidfälle, bei denen der Betroffene selber zur Tat schreitet und auch die Möglichkeit dazu hat. Es geht mir nicht um Schwerstkranke, die um Sterbehilfe bitten.

Ein ganz übler Konfliktfall wäre natürlich, wenn jemand durch einen Suizidversuch, den ich ungefragt verhindere, schwerstkrank würde und dadurch neue Gründe für einen Suizid entstehen, der Betroffene aber keine Möglichkeiten mehr hat, sein Leben aus eigener Kraft zu beenden. Klar würde man sich deshalb beschissen fühlen. Aber genauso beschissen würde man sich fühlen, wenn man nicht eingegriffen hätte.
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Nergal
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 11433

Beitrag(#575870) Verfasst am: 02.10.2006, 04:10    Titel: Antworten mit Zitat

Selbstmord wegen Schmerzen usw.
Sicher nicht, der Mensch gewöhnt sich mit der Zeit an Alles (man glaubt gar nicht was das "Alles" sein kann) so lang Hoffnung besteht zB von einer Krankheit geheilt zu werden bzw. eine Besserung zu erfahren hoffe ich dass so etwas geht, denn der Tod ist nicht nur das Ende von Leid sondern das Ende jeder Empfindung, die endlose, erdrückende Finsterniss in der das Bewußtsein verlöscht, unwiederruflich alles verloren geht was der Mensch je gewesen ist.
Verglichen damit erscheint Warten die bessere Alternative zu sein.
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Rasmus
entartet und notorisch gottlos - Ich bin Papst



Anmeldungsdatum: 20.05.2004
Beiträge: 17559

Beitrag(#575871) Verfasst am: 02.10.2006, 04:19    Titel: Re: Suizid Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Worum geht es denn wirklich? Es geht darum, wie man als Freigeist handeln soll, wenn man von einer Suizidabsicht erfährt oder zufällig Zeuge eines Suizids wird, den man verhindern kann.


Darauf bezog sich meine Frage auch, wie Du auf christliche Maßstäbe kommst ist mir nicht klar.

Zitat:
Fall 1 ist m.E. ziemlich klar: Wenn mir jemand sagt, dass er sich umbringen will, dann ist er selber schuld, wenn ich das verhindere. Wenn man mit der Freundin des besten Freundes ins Bett steigen will, kündigt man das ja auch nicht dem Freund gegenüber an - es sei denn, man wünscht sich insgeheim, dass er das verhindert. Wer nicht will, dass ich ihm seinen Suizid versaue, der soll eben die Klappe halten. Wer mich damit hineinzieht, gibt mir das Recht, dass ich nach meinen Massstäben urteile.


Du darfst bestimmt nach Deinen Maßstäben urteilen; aber ob Du damit das Recht zu handeln erwirbst halte ich für eher fraglich. Was willst Du tun - und mit welcher Berechtigung - wenn ich Dir sage ich würde jetzt zu mir nach Hause gehen und mich umbrigen? (Oder, alternativ, ich würde zu Deiner Freundin nach Hause gehen und mit ihr schlafen.)

In beiden Fällen kann ich durchaus verstehen, daß du das verhindern möchtest - aber ein Recht dazu sehe ich nicht.

Zitat:
Fall 2 ist in der Hinsicht klar, dass ich nicht beurteilen kann, warum sich derjenige, den ich zufällig dabei beobachte, umbringen möchte. Hier muss ich abwägen, mit welcher Entscheidung ich den grösseren Schaden verursache. Lasse ich ihn gewähren, dann hat meine Entscheidung absolute Konsequenzen. Hindere ich ihn, dann verlängere ich zwar sein Leben gegen seinen Willen, aber vielleicht auch doch zu seinem Wohl. Wenn nicht, dann kann er sich auch später noch umbringen.


Ob ich dir nun explizit mitteile, daß ich mich umbringe oder Du es zufällig beobachtest ist da doch egal, oder? Wirklich beurteilen kannst du es nicht (zwingend).

Zitat:
Es geht mir hier nur um Suizidfälle, bei denen der Betroffene selber zur Tat schreitet und auch die Möglichkeit dazu hat. Es geht mir nicht um Schwerstkranke, die um Sterbehilfe bitten.


Ich denke auch, daß das nochmal ein ganz anderes Thema ist.

Zitat:
Ein ganz übler Konfliktfall wäre natürlich, wenn jemand durch einen Suizidversuch, den ich ungefragt verhindere, schwerstkrank würde und dadurch neue Gründe für einen Suizid entstehen, der Betroffene aber keine Möglichkeiten mehr hat, sein Leben aus eigener Kraft zu beenden. Klar würde man sich deshalb beschissen fühlen. Aber genauso beschissen würde man sich fühlen, wenn man nicht eingegriffen hätte.


Das sind dann die Tage, wo man sich als Atheist wünscht, Gott würde existieren - bloß, damit man ihm mal so richtig die Fresse polieren kann. zynisches Grinsen

(off topic: so gesehen sollten alle Prediger dankbar sein, daß ich ihnen nicht glaube. Würde ich an Gott glauben, ich wäre nur noch auf Rache aus...)
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Sanne
gives peas a chance.



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Beiträge: 12088
Wohnort: Nordschland

Beitrag(#575909) Verfasst am: 02.10.2006, 09:00    Titel: Antworten mit Zitat

Autoterrorist hat folgendes geschrieben:

Will sagen: Suizid wegen schwerer Erkrankung ja, wegen des Liebeskummers oder wegen der Depressionen nein. Das sind meine Maßstäbe.



Eine Depression ist auch eine schwere Erkrankung.
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Ich will das Internet doch nicht mit meinen Problemen belästigen! (Marge Simpson)
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Misterfritz
mini - mal



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Beiträge: 21867
Wohnort: badisch sibirien

Beitrag(#575912) Verfasst am: 02.10.2006, 09:09    Titel: Antworten mit Zitat

Sanne hat folgendes geschrieben:
Autoterrorist hat folgendes geschrieben:

Will sagen: Suizid wegen schwerer Erkrankung ja, wegen des Liebeskummers oder wegen der Depressionen nein. Das sind meine Maßstäbe.



Eine Depression ist auch eine schwere Erkrankung.

es gibt krankheiten, die sind letal, wie gewisse formen von gehirntumoren. ob man sich diese tatsächlich bis zum ende antun muss, weiss ich nicht. ich möchte das nicht, zumindest denke ich jetzt so.
depression ist zwar eine schwere krankheit, aber behandelbar.
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Stefan
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Beitrag(#575914) Verfasst am: 02.10.2006, 09:12    Titel: Re: Suizid Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Stefan hat folgendes geschrieben:
Wie stehen Freigeister eigentlich zur Selbsttötung?


Kommt auf die Gründe für den Suizid an.


Wie wär's damit:

Aus Angst, irgendwann seine Qualen nicht selbst beenden zu können (Querschnittslähmung, bettlägrig...) müßte man "Hand anlegen" solange man noch gesund und fit ist.
Wäre das krank?
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Heike N.
wundert gar nix mehr



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
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Beitrag(#575916) Verfasst am: 02.10.2006, 09:23    Titel: Antworten mit Zitat

Misterfritz hat folgendes geschrieben:
depression ist zwar eine schwere krankheit, aber behandelbar.


Ja, sehe ich bei meiner Freundin ständig. Medikamentierung zum Ruhigstellen der Gedanken mit gleichzeitigem Dämpfen aller Emotionen und starkem Übergewicht als Nebenwirkung. skeptisch
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Misterfritz
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Beitrag(#575923) Verfasst am: 02.10.2006, 09:30    Titel: Antworten mit Zitat

Heike N. hat folgendes geschrieben:
Misterfritz hat folgendes geschrieben:
depression ist zwar eine schwere krankheit, aber behandelbar.


Ja, sehe ich bei meiner Freundin ständig. Medikamentierung zum Ruhigstellen der Gedanken mit gleichzeitigem Dämpfen aller Emotionen und starkem Übergewicht als Nebenwirkung. skeptisch

das ist zwar jetzt off-zopic:
depression nur medikamentös zu behandeln wird seltenst von erfolg gekrönt sein.
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Heike N.
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Beitrag(#575927) Verfasst am: 02.10.2006, 09:35    Titel: Antworten mit Zitat

Misterfritz hat folgendes geschrieben:
Heike N. hat folgendes geschrieben:
Misterfritz hat folgendes geschrieben:
depression ist zwar eine schwere krankheit, aber behandelbar.


Ja, sehe ich bei meiner Freundin ständig. Medikamentierung zum Ruhigstellen der Gedanken mit gleichzeitigem Dämpfen aller Emotionen und starkem Übergewicht als Nebenwirkung. skeptisch

das ist zwar jetzt off-zopic:
depression nur medikamentös zu behandeln wird seltenst von erfolg gekrönt sein.


Ich habe nicht von "nur" gesprochen. Fakt ist halt, dass in diesem Fall keine Methode anschlägt und die Medis nur noch stärker dosiert werden müssen (da ist noch mehr diagnostiziert worden als ausschließlich eine Depression). Die Frau schluckt derartige Mengen an Schlafmitteln, um überhaupt zur Ruhe zu kommen, die bei mir eine sofortige unabsichtliche Selbsttötung zur Folge hätten.

Aber natürlich hast du nicht Unrecht: Depression ist behandelbar. Die Frage ist, mit welchem Erfolg. Außerdem muss unterschieden werden zwischen "depressiven Phasen" und "Depressionen".
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Misterfritz
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Beiträge: 21867
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Beitrag(#575933) Verfasst am: 02.10.2006, 09:44    Titel: Antworten mit Zitat

Heike N. hat folgendes geschrieben:
Aber natürlich hast du nicht Unrecht: Depression ist behandelbar. Die Frage ist, mit welchem Erfolg. Außerdem muss unterschieden werden zwischen "depressiven Phasen" und "Depressionen".

ich wollte ja auch nur nur die unterscheidung zu einer absolut letalen diagnose machen. man kann auch an einer mandeloperation sterben, ist aber eher unwahrscheinlich.
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Tassilo
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Beiträge: 7361

Beitrag(#575942) Verfasst am: 02.10.2006, 09:51    Titel: Antworten mit Zitat

Nergal hat folgendes geschrieben:
Selbstmord wegen Schmerzen usw.
Sicher nicht, der Mensch gewöhnt sich mit der Zeit an Alles.


Du hast anscheinend noch keine Schmerzpatienten kennengelernt.
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Heike N.
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Beitrag(#575946) Verfasst am: 02.10.2006, 09:57    Titel: Antworten mit Zitat

Misterfritz hat folgendes geschrieben:
ich wollte ja auch nur nur die unterscheidung zu einer absolut letalen diagnose machen.


Ehrlich gesagt, kann ich mir kaum etwas tödlicheres vorstellen, als über Jahre hinweg sein Leben als nicht lebenswert anzusehen. Ich bin in diesem Fall auch sehr ratlos, wie ich mich verhalten soll, würde es bei ihr akut werden. Ich habe Schmerzpatienten kennengelernt (also die klassische Variante von Patient, der es irgendwann vielleicht nicht mehr aushält) und das von mir Beschriebene. Nachdem ich angefangen habe, meine Freundin zu verstehen (ein ganz Unbedarfter versucht sich vermutlich erst mal an "Kopf-hoch-und-reiß-dich-zusammen"-Sprüchen), sehe ich hinsichtlich Leid kaum einen Unterschied. skeptisch
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pyrrhon
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Anmeldungsdatum: 22.05.2004
Beiträge: 8770

Beitrag(#575948) Verfasst am: 02.10.2006, 09:59    Titel: Antworten mit Zitat

Heike N. hat folgendes geschrieben:
ein ganz Unbedarfter versucht sich vermutlich erst mal an "Kopf-hoch-und-reiß-dich-zusammen"-Sprüchen

Das dürfte zu dem Schlimmsten gehören, was ein Depressiver erlebt: das totale Unverständnis der Menschen um ihn.
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Tassilo
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Beiträge: 7361

Beitrag(#575949) Verfasst am: 02.10.2006, 10:00    Titel: Antworten mit Zitat

viator hat folgendes geschrieben:
Heike N. hat folgendes geschrieben:
ein ganz Unbedarfter versucht sich vermutlich erst mal an "Kopf-hoch-und-reiß-dich-zusammen"-Sprüchen

Das dürfte zu dem Schlimmsten gehören, was ein Depressiver erlebt: das totale Unverständnis der Menschen um ihn.


Und die ganz Schlauen versuchen es schon mal mit Sprüchen wie: "Lächle, dann fühlst Du Dich besser."
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Heike N.
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Anmeldungsdatum: 16.07.2003
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Beitrag(#575952) Verfasst am: 02.10.2006, 10:06    Titel: Antworten mit Zitat

viator hat folgendes geschrieben:
Heike N. hat folgendes geschrieben:
ein ganz Unbedarfter versucht sich vermutlich erst mal an "Kopf-hoch-und-reiß-dich-zusammen"-Sprüchen

Das dürfte zu dem Schlimmsten gehören, was ein Depressiver erlebt: das totale Unverständnis der Menschen um ihn.


Das scheint mir auch so. Aber es ist auch ziemlich schwer, dieses Denkmuster nachzuvollziehen. Jeder der mal mies drauf ist ist in der Lage, selbst zu erkennen, dass es sich hier um eine vorübergehende Phase handelt (oder ein nahestehender Mensch wirkt unterstützend auf ihn ein). Für einen Menschen mit Depressionen und/oder Suizidgedanken ist eine gute Phase oder ein schönes Erlebnis die vorübergehende Phase, das Unerträgliche die Regel.
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Miach
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Beitrag(#575969) Verfasst am: 02.10.2006, 10:58    Titel: Antworten mit Zitat

Die Frage nach der Freiheit sein Leben zu beenden, oder den Zeitpunkt des Todes selbst zu wählen, sollte m.M. nach durch das Selbstbestimmungsrecht eines Menschen beantwortet sein.
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Heike N.
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Beitrag(#575970) Verfasst am: 02.10.2006, 11:01    Titel: Antworten mit Zitat

Miach hat folgendes geschrieben:
Die Frage nach der Freiheit sein Leben zu beenden, oder den Zeitpunkt des Todes selbst zu wählen, sollte m.M. nach durch das Selbstbestimmungsrecht eines Menschen beantwortet sein.


Aber die Frage ist ja gerade, ob und wann ein Mensch ab welchem Zeitpunkt in dieser Hinsicht nicht zurechnungsfähig ist.
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Beiträge: 8770

Beitrag(#575985) Verfasst am: 02.10.2006, 11:32    Titel: Antworten mit Zitat

Miach hat folgendes geschrieben:
Die Frage nach der Freiheit sein Leben zu beenden, oder den Zeitpunkt des Todes selbst zu wählen, sollte m.M. nach durch das Selbstbestimmungsrecht eines Menschen beantwortet sein.

Selbstbestimmungsrecht hin, Selbstbestimmungsrecht her, was ist, wenn jemand nicht mehr zurechnungsfähig ist? Wenn der Wunsch nach einem Suizid ein Symptom der Krankheit ist, an der jemand leidet, dann ist die Frage leider nicht so simpel zu beantworten.
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magnusfe
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Beiträge: 3941
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Beitrag(#576007) Verfasst am: 02.10.2006, 12:44    Titel: Antworten mit Zitat

Es sollten ernsthaft Gründe vorliegen, z.B. unheilbare Krankheit im Endstadium

psychische Erkrankung sind kein ausreichender Grund, weil sie auch wieder vergehen können, z.b. mit neuen Medikamenten oder einfach so, finde ich jetzt
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Wer meine Worte klaut wird schlau
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Ermanameraz
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Anmeldungsdatum: 07.05.2006
Beiträge: 3932

Beitrag(#576008) Verfasst am: 02.10.2006, 12:46    Titel: Re: Suizid Antworten mit Zitat

Stefan hat folgendes geschrieben:
Wie stehen Freigeister eigentlich zur Selbsttötung?

Was mich angeht, ich überlege in letzter Zeit verstärkt, mir dieses letzte Mittel irgendwie "griffbereit" zu halten.
Eine Legalisierung echter Sterbehilfe ist in Deutschland in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Ich habe auch Zweifel, daß dem Inhalt meiner Patientenverfügung Beachtung geschenkt wird. Und die ständigen Berichte über die Zustände in deutschen Pflegeheimen machen mir Angst.

Wenn es "so weit ist", will ich nicht wegen des christlichen Aberglaubens meine Qualen verlängert wissen. Ein Tier würde man einschläfern und dies "menschlich" nennen. Einen Menschen quält man bis zum Gehtnichtmehr und nennt dies christlich. Schönen Dank.

Was also kann man tun?


Auftragskiller
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