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Von Gutmenschen und Political Correctness
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jdf
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 19844

Beitrag(#2243755) Verfasst am: 27.02.2021, 18:30    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Und die, die über dänische Köche lachen können, haben das Recht auf Ignoranz.

Jeder hat ein Recht auf Ignoranz. Und dieses Recht endet zB bei der unterlassenen Hilfeleistung. muede
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Die Geschichte soll mich als jemanden in Erinnerung behalten, der sich zu hundert Prozent für den kleinen Mann eingesetzt hat.
(HC Strache)
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2243778) Verfasst am: 27.02.2021, 23:26    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
aber solche Hinweise tun m.E. niemandem weh.

Doch, das tun sie. Und zwar den Menschen, die von solcherlei Hinweisen nicht in ihrer Ignoranz gestört werden wollen.

Also ist zelig ein Ignorant?

Ich bin nur der Meinung, daß Humor sehr viel darf. Daß es gut ist, wenn man über Ideale lachen kann, die man vertritt. Humor darf Grenzen übersteigen. Er darf nicht hetzen, bzw Hetze ist kein Humor. Ich finde es nicht witzig, wenn Humor eingezäunt wird. Womöglich haben wir ein Zielkonflikt, den man diskutieren könnte. Kann man über eine Puppe lachen, die einen chaotischen dänischen Koch darstellt? (Ich liebe ihn) Oder muss man mit dem Vorwurf rechnen, daß wir damit Sterotypen verbreiten, die jemand verletzen? Ist der dänische Koch etwa priviligiert, und muss er das deswegen aushalten? Und muss das jemand, die nicht priviligiert ist, nicht auch aushalten? Natürlich nicht den persönlichen Angriff, oder die persönliche Benachteiligung, aber als Representant einer benachteiligten sozialen Gruppe. An dieser Linie entlang würde ich diskutieren.


Humor darf sogar Stereotypen benutzen. Der juedische Humor macht das z.B. sogar recht häufig.

Humor ist auch deshalb eine so gute Waffe gegen Uebergriffigkeiten von angemassten Autoritäten, weil er bei solchen besonders gut trifft und deshalb Ueberreaktionen hervorruft, die seine Wirkung oft noch mal extrem verstärken. Das war ueber die Jahrhunderte z.B. bei den vielen volkstümlichen Spottgesängen gegen Kirche und Staat so.

Heute laesst sich Besten mit Humor zeigen, dass selbsternannte Fürsprecher bestimmter Minderheiten, die in anmassender Weise wissenschaftliche Autorität fuer sich beanspruchen um jeden Widerspruch gegen ihre oft absurden Thesen von vornherein delegitimieren zu koennen, im Grunde genommen Kaiser ohne Kleider sind und gerade deshalb ist deren Reaktion gegen Spötter ganz besonders verbiestert und fanatisch. Angemasste Wissenschaftlichkeit muss, im Unterschied zur echten Wissenschaftlichkeit, ganz besonders hart verteidigt werden, weil sie der Untersuchung durch das Mikroskop von Satire und anderem Humor nur wenig entgegenzusetzen hat, so wie der nackte Kaiser halt das Licht der öffentlichen Zurschaustellung weit mehr zu fürchten hat wie der im kaiserlichen Gewand. zwinkern

Eine häufige und leicht durchschaubare Gegenstrategie ist die, die Idenditaet von selbsternannten Fürsprechern und "ihrer" Minderheit zu unterstellen um z.B. Kritik am "Antirassismus im Mathematikunterricht" als angeblichen Rassismus zu diffamieren oder das humorvolle Infragestellen der "wissenschaftlichen" Grundlage der schönen neuen Geschlechterwelt als angebliche Homo- oder Transphobie, dabei sind die Ziele in den beiden Beispielen erkennbar nicht Angehoerige anderer Ethnien oder Homosexuelle und Transmenschen, sondern das zweifelhafte Treiben von deren selbsternannten Tribunen, die oft sogar derselben Grossgruppe ("privileged old white cis-male") angehören wie ihre Kontrahenten. Ich frage mich oft wie ein solches Spektakel auf die Menschen wirken muss, um die es angeblich gehen soll und die in aller Regel ganz andere Probleme haben wie die von ihren selbsternannten Fürsprechern gerade thematisierten. Sehr glücklich
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AdvocatusDiaboli
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Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 24978

Beitrag(#2243792) Verfasst am: 28.02.2021, 00:27    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
aber solche Hinweise tun m.E. niemandem weh.

Doch, das tun sie. Und zwar den Menschen, die von solcherlei Hinweisen nicht in ihrer Ignoranz gestört werden wollen.

Also ist zelig ein Ignorant?

Ich bin nur der Meinung, daß Humor sehr viel darf. Daß es gut ist, wenn man über Ideale lachen kann, die man vertritt. Humor darf Grenzen übersteigen. Er darf nicht hetzen, bzw Hetze ist kein Humor. Ich finde es nicht witzig, wenn Humor eingezäunt wird. Womöglich haben wir ein Zielkonflikt, den man diskutieren könnte. Kann man über eine Puppe lachen, die einen chaotischen dänischen Koch darstellt? (Ich liebe ihn) Oder muss man mit dem Vorwurf rechnen, daß wir damit Sterotypen verbreiten, die jemand verletzen? Ist der dänische Koch etwa priviligiert, und muss er das deswegen aushalten? Und muss das jemand, die nicht priviligiert ist, nicht auch aushalten? Natürlich nicht den persönlichen Angriff, oder die persönliche Benachteiligung, aber als Representant einer benachteiligten sozialen Gruppe. An dieser Linie entlang würde ich diskutieren.


Humor darf sogar Stereotypen benutzen. Der juedische Humor macht das z.B. sogar recht häufig.

Humor ist auch deshalb eine so gute Waffe gegen Uebergriffigkeiten von angemassten Autoritäten, weil er bei solchen besonders gut trifft und deshalb Ueberreaktionen hervorruft, die seine Wirkung oft noch mal extrem verstärken. Das war ueber die Jahrhunderte z.B. bei den vielen volkstümlichen Spottgesängen gegen Kirche und Staat so.

Heute laesst sich Besten mit Humor zeigen, dass selbsternannte Fürsprecher bestimmter Minderheiten, die in anmassender Weise wissenschaftliche Autorität fuer sich beanspruchen um jeden Widerspruch gegen ihre oft absurden Thesen von vornherein delegitimieren zu koennen, im Grunde genommen Kaiser ohne Kleider sind und gerade deshalb ist deren Reaktion gegen Spötter ganz besonders verbiestert und fanatisch. Angemasste Wissenschaftlichkeit muss, im Unterschied zur echten Wissenschaftlichkeit, ganz besonders hart verteidigt werden, weil sie der Untersuchung durch das Mikroskop von Satire und anderem Humor nur wenig entgegenzusetzen hat, so wie der nackte Kaiser halt das Licht der öffentlichen Zurschaustellung weit mehr zu fürchten hat wie der im kaiserlichen Gewand. zwinkern

Eine häufige und leicht durchschaubare Gegenstrategie ist die, die Idenditaet von selbsternannten Fürsprechern und "ihrer" Minderheit zu unterstellen um z.B. Kritik am "Antirassismus im Mathematikunterricht" als angeblichen Rassismus zu diffamieren oder das humorvolle Infragestellen der "wissenschaftlichen" Grundlage der schönen neuen Geschlechterwelt als angebliche Homo- oder Transphobie, dabei sind die Ziele in den beiden Beispielen erkennbar nicht Angehoerige anderer Ethnien oder Homosexuelle und Transmenschen, sondern das zweifelhafte Treiben von deren selbsternannten Tribunen, die oft sogar derselben Grossgruppe ("privileged old white cis-male") angehören wie ihre Kontrahenten. Ich frage mich oft wie ein solches Spektakel auf die Menschen wirken muss, um die es angeblich gehen soll und die in aller Regel ganz andere Probleme haben wie die von ihren selbsternannten Fürsprechern gerade thematisierten. Sehr glücklich


Die "selbsternannten Fürsprecher", die "angemassten Autoritäten", die "selbsternannten Tribunen", der "angeblichen Rassismus", "Grundlage der schönen neuen Geschlechterwelt als angebliche Homo- oder Transphobie" - du kennst dich ganz gut aus in Strategien gegen Antirassismus und Transmenschen. Respekt. Hast du das bei Piss-News gelesen oder aus irgendwelchen US-Foren?

Weil es ja keine Minderheiten gibt, die gegen Rassismus aufbegehren. Und keine Transmenschen die Transphobie beklagen und keine Homosexuellen, die sich über Homophobie erzürnen.

Alles erfunden und erstunken und erlogen.

Um, ja, was?

An die Macht zu kommen? (Edit: Und sie dem bösen alten weißen Mann zu nehmen?)


Gröhl... Opa, lass die Finger vom Internet und geh am Strand spazieren.
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Ist es Satire? Ist es Ironie? Ist es geistreich? Oder ist es nur geistesgestört?

In jedem Fall: Es ist Addi!
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AdvocatusDiaboli
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Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 24978

Beitrag(#2243802) Verfasst am: 28.02.2021, 04:09    Titel: Antworten mit Zitat


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Tarvoc
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 39715

Beitrag(#2243805) Verfasst am: 28.02.2021, 05:56    Titel: Antworten mit Zitat

Lachen
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 41568
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2243834) Verfasst am: 28.02.2021, 15:53    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:



Gröhl... Opa, lass die Finger vom Internet und geh am Strand spazieren.



Ich erinnere an dieser Stelle an die Netiquette!
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

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Pan narrans
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Anmeldungsdatum: 24.08.2020
Beiträge: 82

Beitrag(#2243839) Verfasst am: 28.02.2021, 16:05    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:

Identitätspolitik wird überbewertet, sie ist ein rein mediales Phänomen. Und sie wird nur deshalb zur Ablenkung, weil der Kampf für Gleichberechtigung noch nicht gewonnen ist. Im Alltagsleben ist sie jedoch irrelevant, dort herrscht der von Dir vermisste Klassenkampf und er wird auch im politischen Westen wieder härter.


Naja, die Auswirkungen sind ja für viele leider nicht irrelevant im Alltagsleben und die kommen dann eben noch oben drauf. Aber ich hoffe, du hast recht, dass sich die Bedeutung gar nicht so groß ausnimmt, wie es derzeit scheint.

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:

Nur hat sich hier eine Komplexität durch Wohlstand, Geschichte, Gewöhnung ergeben, es kämpfen mindestens drei Klassen gegeneinander - und das Klassenbewusstsein ist weiter unten negativ ausgeprägt. Es ist nicht mehr simpel Reich gegen Arm, Kapital vs. Arbeit, sondern Oberklasse vs. Mittelklasse vs. Unterklasse - und das unter der Bedingung des Rechtsstaats, der repräsentativen Demokratie und des ökonomischen Weltsystems. Das Spiel hat sich verändert. Die Menschen der Mittelklasse streben nach oben und treten nach unten. Das ist aber nur eine „postmoderne“ Phase. Die Unterklasse ist entsolidarisiert, sie leidet nicht genug, um daran etwas zu ändern. Man hat selbst noch etwas zu verlieren und neue Verlierer kommen per Boot übers Mittelmeer.


Das hängt dann vom Klassenbegriff ab, aber das ist im Grunde jenseits von theoretischen Grabenkämpfen unter Linken eigentlich auch irrelevant, wie genau man das nun einteilt, weil faktisch gibt es eh kein Klassenbewusstsein und es ist in der Tat reichlich komplex, weil die globale kapitalistische „Ausbeutungsspirale“ nicht nur dynamisch, sondern auch ambivalent ist und Ausgebeutete von Ausbeutung (anderer) profitieren.

Verantwortungsdiffusion ist hier keine Ausrede, sondern wirklich Tatsache. Dazu kommt dann der Kleister von der „Korruption“ durch die liberalen Errungenschaften wie Rechtsstaat und (regionaler) Frieden, historisch bislang einzigartiger territorialer Wohlstand in ökonomischer, aber auch kultureller Hinsicht bei Bildung und Freizeitmöglichkeiten, verhältnismäßig viel Aufklärung und Humanismus, was dann eben zur Lebenswirklichkeit des Individuums wird – und nicht abstrakte Analysen von Strukturen. Das macht es schwierig.

Im Grunde nutze ich den Begriff vom Klassenkampf auch eher aus Faulheit und Bequemlichkeit, weil damit zumindest klar ist, worum es geht. Und hier im Forum scheint das auch zu gehen, weil hier nicht sofort das Die-Kommunisten-wollen-euch-die-Häuser-klauen-Gespenst auftritt – und weil man hier keine Sorge haben muss, irgendwen mit marxistischem Vokabular zu verschrecken.

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:

Und doch: Die Unterklasse beschäftigt sich nicht wie Pannarrans oder Addi mit Fragen der Identität. Das ist unser Privileg. Ich beschäftige mich nur hier im Forum mit dem Thema, es ist für mich ein philosophisches, kein direkt persönliches, darum bin ich militant. zwinkern


Sie wird aber genötigt, sich damit zu beschäftigen bzw. sie bekommt diese Beschäftigung von anderen zu spüren bzw. man gewinnt damit keine Blumentöpfe in der Unterklasse, ganz im Gegenteil. Und eben deswegen unterminiert es. Was auch immer man davon halten mag, es ist strategisch der reinste Suizid.

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:

Ich kabbel mich viel lieber mit Bernie über den „Kapitalismus“ in unterkomplexen, unwissenschaftlichen Debatten - ich bin von Hause aus Soziologe und Linguist. Aber diese Fragen bewegen mich emotional im Alltag viel mehr als Identitätsfragen.


Ja, das merkt man, dass du das lieber tust! Sehr glücklich

Aber klar, immer ordentlich rauf! Gib’ dem Affen Zucker!
Oder sollte ich das bei meinem Profilbild besser nicht sagen? Aber ja, ich mag eure Kabbeleien, wenngleich sie auch wirklich, wie du sagst, arg unterkomplex sind. Aber dafür sind Kabbeleien ja da. zwinkern

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:

Und nein, ich mag den Begriff „Ablenkung“ nicht. Der hat so etwas „Verschwörerisches“. Der Kapitalismus ist keine Verschwörung des „Guten“ gegen das „Böse“. Und Ablenkung ist auch etwas Schönes. Netflix schauen, die Identität debattieren.


Da hast du recht und das gilt nicht nur für diesen Begriff, sondern für ganze Redeweisen, wenn man nämlich von gesellschaftlichen Strukturen in Form von Abstrakta als Handelnde redet. Aber was will man machen, der Kapitalismus ist halt ein widerliches, altes Schwein, das sich im Dreck suhlt. Schulterzucken Sehr glücklich

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:

Ich komme mir so herrlich unidentitär vor, das ist mein Privileg, ich musste nie um meine Identität als Mann, Weißer, Deutscher kämpfen. Jedoch kenne ich ökonomische Ängste. Darum gilt für mich immer das Primat der Ökonomie.


Das Primat der Ökonomie gilt aber ja auch gesellschaftlich bzw. daraus folgt ja ein ganzer Rattenschwanz. Basis und Überbau undso.

Übrigens verwendest du m.E. schon die richtige Vokabel: (un)identitär. Ich glaube, das ist genau das, wohin die Identitätspolitik führen dürfte. Die Identitären freuen sich sicher schon jetzt auf den Bumerang, der nur all zu leicht daraus erwachsen kann.

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:

Was ich sagen will: Dass die Unterklasse nicht im politischen Klassenkampf steckt, sondern nur im alltäglichen Kampf mit dem Sein, ist keine Folge der Identitätspolitik. Es sind nicht mal alle Linke, die sich damit beschäftigen. Ablenken tun wir uns nur selber. Von unserem Versagen, da ist Identitätspolitik ein schöner Sündenbock.


Das ist keine Folge der Identitätspolitik, das ist richtig. Aber Identitätspolitik ist ein starker Katalysator dafür, dass das auch so bleibt. Im Grunde ist es die Verschärfung der Konkurrenz innerhalb der „Unterklasse“. Das mag im akademischen Elfenbeinturm nicht so intendiert (gewesen?) sein, aber ich fürchte, einfachere Gemüter werden genau das daraus machen. Es reicht ja ein Blick über den großen Teich. Wobei man auch genug davon schon hier sehen kann, fürchte ich.

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:

Oder sehen wir es so: Der Kapitalismus hat gewonnen, beschäftigen wir uns nicht mehr mit Politik, genießen wir das Leben und suchen nach unserem wahren Ich.


Ja, so in etwa. Bloß, dass es eben nicht mehr lange funktionieren wird, weil die produzierten Ungleichheiten in vielfältige Weise auf vielen Gebieten uns um die Ohren zu fliegen drohen, bei denen das Klima nur die Spitze des Eisberges ist. Naja ok, es schon auch selbst ein Eisberg. Wobei das sicher nicht die beste Metapher dafür ist. Am Kopf kratzen Lachen

Was ich aber fürchte: Die Leute werden zunehmend mehr gezwungen sein, sich mit Politik zu beschäftigen und es bleibt dann die entscheidende Frage, nach wohin sie abbiegen. Und wenn linke/progressive Kräfte es nicht schaffen, dass die große Mehrheit richtig abbiegt, dann tun das halt die anderen. Die haben ja nicht aus Zauberei so viel Aufwind bekommen und Identitätspolitik ist letztlich Öl ins Feuer gießen.
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In Wahrheit bin ich gar kein echter Schimpanse! Political Compass: Economic Left/Right: -7.75 Social Libertarian/Authoritarian: -5.08

Klassismus ist die Mutter aller Probleme. Identitätspolitik aber ist längst der Tod jeder echten Sozialpolitik!

"This shit is ugly to the core; When it comes to the poor; No lives matter!" -Body Count-No Lives Matter
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vrolijke
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Beitrag(#2243887) Verfasst am: 28.02.2021, 22:20    Titel: Antworten mit Zitat

Drei Beiträge nach Diskussionen über Einzelfallentscheidungen des Teams III verschoben.
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beachbernie
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Beitrag(#2243907) Verfasst am: 01.03.2021, 01:05    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.youtube.com/watch?v=UU_VRKeFslw

Zum Thema "Antirassismus" in amerikanischen Schulen unterhielt sich Bill Maher in der neuesten Ausgabe von "Real Time" mit der Ex-Foxnews-Moderatorin Megyn Kelly ab 7:20

Ausserdem geht es ab 47:30 um die "Cancel culture"


Wer glaubt, dass es sich hier um Randprobleme handelt, der sollte sich eine Umfrage von 2018 vor Augen halten, die ebenfalls von Bill Maher erwähnt wurde:

https://reason.com/2018/10/11/political-correctness-americans-vote-maj/


Der unspruenglich von der Linken geprägte Begriff "political correctness" hat mittlerweile eine richtige Karriere hinter sich. Nachdem die amerikanische Rechte das Geschenk dankbar angenommen hatte und es zu einem rechten Kampfbegriff umzufunktionierte um besser gegen Linke polemisieren zu koennen, ist die "political correctness" schon laengst als drängendes Problem im gesellschaftlichen Mainstream angekommen. In praktisch allen relevanten gesellschaftlichen Gruppen finden sich inzwischen Mehrheiten, die sich durch "zuviel political correctness" belästigt fuehlen, 2018 insgesamt schon 80% der amerikanischen Bevoelkerung. Die daraus resultierende Botschaft scheint allerdings bei den Verursachern des Problems immer noch nicht angekommen zu sein. Man macht nicht nur weiter wie bisher, sondern verschärft seinen Kampf gegen böse Woerter und fuer "korrekte" Formulierungen eher noch. Trotz Trump! Lerneffekt gleich null!
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Bravopunk
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Beitrag(#2243956) Verfasst am: 01.03.2021, 16:30    Titel: Antworten mit Zitat

Was ich immer sag (also seit jetzt gerade, als ich es mir ausgedacht habe): Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Politische Korrektheit ist der Eingang des Menschen in seine selbstverschuldete Unmündigkeit. Smilie
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jdf
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Beitrag(#2243958) Verfasst am: 01.03.2021, 16:35    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Was ich immer sag (also seit jetzt gerade, als ich es mir ausgedacht habe): Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Politische Korrektheit ist der Eingang des Menschen in seine selbstverschuldete Unmündigkeit. Smilie

Gehört das nicht dort hin?
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Beitrag(#2243960) Verfasst am: 01.03.2021, 16:39    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Was ich immer sag (also seit jetzt gerade, als ich es mir ausgedacht habe): Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Politische Korrektheit ist der Eingang des Menschen in seine selbstverschuldete Unmündigkeit. Smilie

Gehört das nicht dort hin?


Nö.
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jdf
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Beitrag(#2243961) Verfasst am: 01.03.2021, 16:41    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Was ich immer sag (also seit jetzt gerade, als ich es mir ausgedacht habe): Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Politische Korrektheit ist der Eingang des Menschen in seine selbstverschuldete Unmündigkeit. Smilie

Gehört das nicht dort hin?

Nö.

Dann wirst du es sicher schlüssig begründen können.
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Beitrag(#2243966) Verfasst am: 01.03.2021, 17:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe gerade dafür gesorgt, dass eine Spiegel-Überschrift geändert wurde. Geschockt

Alt:
Darf eine weiße Person die Gedichte von Amanda Gorman übersetzen?

Neu:
Sollte eine weiße Person die Gedichte von Amanda Gorman übersetzen?

https://www.spiegel.de/kultur/literatur/amanda-gorman-darf-marieke-lucas-rijneveld-ihre-gedichte-uebersetzen-a-afa71bfe-8a53-4112-be9e-819d1593eb2f?commentId=4ee9613e-8e75-45bf-bba5-624ba4fd4379
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Beitrag(#2243980) Verfasst am: 01.03.2021, 18:41    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Ich habe gerade dafür gesorgt, dass eine Spiegel-Überschrift geändert wurde. Geschockt

Alt:
Darf eine weiße Person die Gedichte von Amanda Gorman übersetzen?

Neu:
Sollte eine weiße Person die Gedichte von Amanda Gorman übersetzen?

https://www.spiegel.de/kultur/literatur/amanda-gorman-darf-marieke-lucas-rijneveld-ihre-gedichte-uebersetzen-a-afa71bfe-8a53-4112-be9e-819d1593eb2f?commentId=4ee9613e-8e75-45bf-bba5-624ba4fd4379


Das sind beide ganz schreckliche Varianten. Und strotzen nur so vor Irrelevanz. Die Frage sollte mit "Kann..." beginnen. Und die Antwort lautet "wahrscheinlich".
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Beitrag(#2243981) Verfasst am: 01.03.2021, 18:45    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Was ich immer sag (also seit jetzt gerade, als ich es mir ausgedacht habe): Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Politische Korrektheit ist der Eingang des Menschen in seine selbstverschuldete Unmündigkeit. Smilie

Gehört das nicht dort hin?

Nö.

Dann wirst du es sicher schlüssig begründen können.


Ist ganz einfach: Politische Korrektheit ist eine Abdeligierung der Kompetenz über richtig und falsch selbst zu entscheiden an die Gruppe zu der man gehört und an deren Moral. Das schreit die Unmündigkeit förmlich heraus.
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Zumsel
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Beitrag(#2243982) Verfasst am: 01.03.2021, 18:48    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Ich habe gerade dafür gesorgt, dass eine Spiegel-Überschrift geändert wurde. Geschockt

Alt:
Darf eine weiße Person die Gedichte von Amanda Gorman übersetzen?

Neu:
Sollte eine weiße Person die Gedichte von Amanda Gorman übersetzen?

https://www.spiegel.de/kultur/literatur/amanda-gorman-darf-marieke-lucas-rijneveld-ihre-gedichte-uebersetzen-a-afa71bfe-8a53-4112-be9e-819d1593eb2f?commentId=4ee9613e-8e75-45bf-bba5-624ba4fd4379


Na ja, so klingt die Frage tatsächlich etwas weniger dämlich, aber die sich aufdrängende rhetorische Gegenfrage bleibt für mich trotzdem dieselbe: "Wieso nicht?" Der einzige Grund, der mir einfällt wäre, dass Gorman selbst es nicht will, aber:

Zitat:
»Amanda Gorman selbst reagierte ebenfalls sofort enthusiastisch über die Wahl« Rijnevelds.


Man muss schon mit außergewöhnlichem Sendungsbewusstsein ausgestattet sein, um zu glauben, es besser zu wissen, als die Autorin selbst.
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Beitrag(#2243999) Verfasst am: 01.03.2021, 19:53    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Ich habe gerade dafür gesorgt, dass eine Spiegel-Überschrift geändert wurde. Geschockt

Alt:
Darf eine weiße Person die Gedichte von Amanda Gorman übersetzen?

Neu:
Sollte eine weiße Person die Gedichte von Amanda Gorman übersetzen?

https://www.spiegel.de/kultur/literatur/amanda-gorman-darf-marieke-lucas-rijneveld-ihre-gedichte-uebersetzen-a-afa71bfe-8a53-4112-be9e-819d1593eb2f?commentId=4ee9613e-8e75-45bf-bba5-624ba4fd4379


Wenn Amanda Gorman die Rede zur Amtseinführung eines uralten weißen Opas hält, dann wird ja wohl noch eine junge weiße Frau den Text übersetzen dürfen, oder?

Ansonsten scheint es immer blöder zu werden mit dem Identitätsdingensbummens.
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°
"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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Beitrag(#2244000) Verfasst am: 01.03.2021, 19:57    Titel: Antworten mit Zitat

Zumsel hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Ich habe gerade dafür gesorgt, dass eine Spiegel-Überschrift geändert wurde. Geschockt

Alt:
Darf eine weiße Person die Gedichte von Amanda Gorman übersetzen?

Neu:
Sollte eine weiße Person die Gedichte von Amanda Gorman übersetzen?

https://www.spiegel.de/kultur/literatur/amanda-gorman-darf-marieke-lucas-rijneveld-ihre-gedichte-uebersetzen-a-afa71bfe-8a53-4112-be9e-819d1593eb2f?commentId=4ee9613e-8e75-45bf-bba5-624ba4fd4379


Na ja, so klingt die Frage tatsächlich etwas weniger dämlich, aber die sich aufdrängende rhetorische Gegenfrage bleibt für mich trotzdem dieselbe: "Wieso nicht?" Der einzige Grund, der mir einfällt wäre, dass Gorman selbst es nicht will, aber:

Zitat:
»Amanda Gorman selbst reagierte ebenfalls sofort enthusiastisch über die Wahl« Rijnevelds.


Man muss schon mit außergewöhnlichem Sendungsbewusstsein ausgestattet sein, um zu glauben, es besser zu wissen, als die Autorin selbst.



Daumen hoch!
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beachbernie
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Beitrag(#2244002) Verfasst am: 01.03.2021, 20:02    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Ich habe gerade dafür gesorgt, dass eine Spiegel-Überschrift geändert wurde. Geschockt

Alt:
Darf eine weiße Person die Gedichte von Amanda Gorman übersetzen?

Neu:
Sollte eine weiße Person die Gedichte von Amanda Gorman übersetzen?

https://www.spiegel.de/kultur/literatur/amanda-gorman-darf-marieke-lucas-rijneveld-ihre-gedichte-uebersetzen-a-afa71bfe-8a53-4112-be9e-819d1593eb2f?commentId=4ee9613e-8e75-45bf-bba5-624ba4fd4379



Frueher konnten sich Journalisten wie die vom Spiegel darauf konzentrieren ihre Stories gut zu recherchieren, heute muessen sie mehr und mehr Mühe dafuer aufwenden sicherzustellen, dass sie mit einem falschen Wort oder einer falschen Redewendung niemandem auf die Füße treten. Talking about "eggshellwalk"..... Mit den Augen rollen
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jdf
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Beitrag(#2244012) Verfasst am: 01.03.2021, 20:58    Titel: Antworten mit Zitat

Wie schnell man doch hier eine Empoerungslawine lostreten kann. Smilie

Dabei wollte ich bloß darauf hinweisen, dass beim Spiegel die Kommentare gelesen und gelegentlich auch verarbeitet werden. Das war meiner:

Zitat:
Darf eine Artikelüberschrift mit "darf" beginnen?

Dürfen wir uns über unsinnige Clickbait-Überschriften freuen? Dürfen wir sie hassen? Dürfen sie uns egal sein?

Hätte das wohl eher in "Journalismussterben" posten sollen. o.O
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Tarvoc
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Beitrag(#2244038) Verfasst am: 02.03.2021, 02:14    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Wie schnell man doch hier eine Empoerungslawine lostreten kann. Smilie

So ist das eben in einem Forum voller "Snowflakes". Cool Lachen
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goedelchen
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Beitrag(#2244039) Verfasst am: 02.03.2021, 08:05    Titel: :-) Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Wie schnell man doch hier eine Empoerungslawine lostreten kann. Smilie

So ist das eben in einem Forum voller "Snowflakes". Cool Lachen


Oder auch in einem, in dem viele Luftkissen herumfliegen. Da tut sich nur eine andere Art des Erregends auf.
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Zumsel
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Beitrag(#2244041) Verfasst am: 02.03.2021, 09:44    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Wie schnell man doch hier eine Empoerungslawine lostreten kann. Smilie

Dabei wollte ich bloß darauf hinweisen, dass beim Spiegel die Kommentare gelesen und gelegentlich auch verarbeitet werden. Das war meiner:

Zitat:
Darf eine Artikelüberschrift mit "darf" beginnen?

Dürfen wir uns über unsinnige Clickbait-Überschriften freuen? Dürfen wir sie hassen? Dürfen sie uns egal sein?

Hätte das wohl eher in "Journalismussterben" posten sollen. o.O


Da käme man dann allerdings selbst dann nicht hinterher, wenn man sich auf Spon beschränken würde...
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Alchemist
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Beitrag(#2244042) Verfasst am: 02.03.2021, 09:52    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Wie schnell man doch hier eine Empoerungslawine lostreten kann. Smilie

Dabei wollte ich bloß darauf hinweisen, dass beim Spiegel die Kommentare gelesen und gelegentlich auch verarbeitet werden. Das war meiner:

Zitat:
Darf eine Artikelüberschrift mit "darf" beginnen?

Dürfen wir uns über unsinnige Clickbait-Überschriften freuen? Dürfen wir sie hassen? Dürfen sie uns egal sein?

Hätte das wohl eher in "Journalismussterben" posten sollen. o.O


ich finde das gut, die Überschrift mit "Sollte" klingt eindeutig besser.
Meine Persönliche Antwort auf die Frage wäre allerdings auch "Wieso auch nicht?" Schulterzucken
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jdf
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Beitrag(#2244050) Verfasst am: 02.03.2021, 11:53    Titel: Antworten mit Zitat

Zumsel hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Wie schnell man doch hier eine Empoerungslawine lostreten kann. Smilie

Dabei wollte ich bloß darauf hinweisen, dass beim Spiegel die Kommentare gelesen und gelegentlich auch verarbeitet werden. Das war meiner:

Zitat:
Darf eine Artikelüberschrift mit "darf" beginnen?

Dürfen wir uns über unsinnige Clickbait-Überschriften freuen? Dürfen wir sie hassen? Dürfen sie uns egal sein?

Hätte das wohl eher in "Journalismussterben" posten sollen. o.O


Da käme man dann allerdings selbst dann nicht hinterher, wenn man sich auf Spon beschränken würde...

Ich kommentiere, was den Stil angeht, nur das, was mir wirklich grottig vorkommt, oder inhaltlich das wozu ich Wissen und eine Meinung habe.

Jedenfalls hätte ich gedacht, dass man beim Spiegel mit den "Darf-Überschriften" allmählich fertig ist.
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jdf
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 19844

Beitrag(#2244051) Verfasst am: 02.03.2021, 12:05    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
ich finde das gut, die Überschrift mit "Sollte" klingt eindeutig besser.

Sie klingt nicht nur anders, sondern sagt auch etwas anderes aus.

Alchemist hat folgendes geschrieben:
Meine Persönliche Antwort auf die Frage wäre allerdings auch "Wieso auch nicht?" Schulterzucken

Da muss jede*r selbst entscheiden, wie wichtig er*sie die Twitteröffentlichkeit nimmt. Es war ja ein Rückzug der niederländischen Übersetzerin. Autorin, Verlag und Übersetzerin hätten die Entscheidung ja auch verteidigen können.
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tillich (epigonal)
hat Spaß



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Beitrag(#2244064) Verfasst am: 02.03.2021, 14:55    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Zumsel hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Wie schnell man doch hier eine Empoerungslawine lostreten kann. Smilie

Dabei wollte ich bloß darauf hinweisen, dass beim Spiegel die Kommentare gelesen und gelegentlich auch verarbeitet werden. Das war meiner:

Zitat:
Darf eine Artikelüberschrift mit "darf" beginnen?

Dürfen wir uns über unsinnige Clickbait-Überschriften freuen? Dürfen wir sie hassen? Dürfen sie uns egal sein?

Hätte das wohl eher in "Journalismussterben" posten sollen. o.O


Da käme man dann allerdings selbst dann nicht hinterher, wenn man sich auf Spon beschränken würde...

Ich kommentiere, was den Stil angeht, nur das, was mir wirklich grottig vorkommt, oder inhaltlich das wozu ich Wissen und eine Meinung habe.

Jedenfalls hätte ich gedacht, dass man beim Spiegel mit den "Darf-Überschriften" allmählich fertig ist.

Nachdem du darauf hingewiesen hattest, fiel mir auf, dass sie es bzgl. des Wiederaufbaus der Hamburger Synagoge auch hatten. Auch sehr bescheuert und irreführend und gar nicht lange her.

Aber so unauffällig macht man mit einem falschen Modalverb aus einer Diskussion darüber, was sinnvoll und angemessen ist, eine Story über angebliche Meinungsunterdrückung. Und das wird immer gut geklickt.
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"YOU HAVE TO START OUT LEARNING TO BELIEVE THE LITTLE LIES." -- "So we can believe the big ones?" -- "YES."

(Death / Susan, in: Pratchett, Hogfather)
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Bravopunk
Sugoi Dekai :D



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Beitrag(#2244067) Verfasst am: 02.03.2021, 15:37    Titel: Antworten mit Zitat

Das passt wirklich besser in "Journalismussterben". Mein "Kann..."-Vorschlag ist aber eindeutig der superiore. Smilie Denn er ist die einzige Frage, die interessant ist. Er fragt sowohl nach der reinen Möglichkeit der Übersetzung, als auch nach der Fähigkeit des Übersetzers. Ist also Philosophie und Literaturkritik in einem. Ich liebe es...
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zelig
Kultürlich



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Beitrag(#2244070) Verfasst am: 02.03.2021, 16:30    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
In den Vereinigten Staaten soll Mathematik nicht mehr rein objektiv, sondern ein Zeichen „weißer Vorherrschaft“ sein. Nichtweiße Schüler würden in Mathematik benachteiligt, da sich das Fach auf westliche Werte stütze, lautet die These.


https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/usa-benachteiligung-in-mathematik-wegen-herkunft-17222203.html

(Kompletter Text hinter der Bezahlschranke)
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