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Von Gutmenschen und Political Correctness
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Alchemist
Luminous beings are we, not this crude matter.



Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 23331
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2217658) Verfasst am: 14.07.2020, 09:53    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:


edit: Noch so ein Grund weshalb ich die PC ablehne übrigens: Diese Fixierung auf die Hautfarbe und andere oberflächliche Unterschiede halte ich für stark rückschrittlich und dumm.


Und die Bezeichnung N* für bestimmte Menschen zählt also nicht dazu? Am Kopf kratzen


Selbstverständlich tut sie das. Aber außer in Gesprächen über dieses Wort ist mir das ehrlich gesagt seit dem Tod meines Opas nie wieder untergekommen. Schulterzucken Das war ein aussterbendes Phänomen der Segregation. Jetzt hat es dank PC neuen Wind bekommen.


Das ist ziemlich weltfremd.
Rassisten, Nazis, der gesamte braune Sumpf in Deutschland verwenden dieses Wort.


Und die hören damit auf, weil man den moralischen Zeigefinger hebt und sagt: "Ab jetzt heißt das 'Personen von Farbe'."?


Nein, hab ich aber auch nicht gesagt


Deshalb frug ich.


Für mich hat das etwas mit Ächtung zu tun.
Die Gesellschaft kann durchaus zeigen, dass sie
- nicht die Sprache von Rassisten trägt
- nicht die Sprache von Rassisten akzeptiert
- diskriminierende Wörter kein Nromalfall sind

Bravopunk hat folgendes geschrieben:

Alchemist hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Ehrlich gesagt könnt mir nicht egaler sein, was diese Fröbel seiern.


Du bist ja auch nicht betroffen.


Doch bin ich. Ich bin sicher, Nazis und ähnliches Gezuppel reden über Menschen wie mich auch nicht gerade in den höchsten Tönen.


Nazis beschimpfen dich also wegen deiner Hautfarbe? Am Kopf kratzen
_________________
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Bravopunk
Unvollender



Anmeldungsdatum: 08.03.2008
Beiträge: 28056
Wohnort: Edo

Beitrag(#2217662) Verfasst am: 14.07.2020, 10:41    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:


Für mich hat das etwas mit Ächtung zu tun.
Die Gesellschaft kann durchaus zeigen, dass sie
- nicht die Sprache von Rassisten trägt
- nicht die Sprache von Rassisten akzeptiert
- diskriminierende Wörter kein Nromalfall sind


Das ist doch den Rassisten scheißegal, was die Gesellschaft ihnen zeigt. Mit den Augen rollen

Rassismus ist eine Ideologie. Und zwar die, dass eine oder mehrere Sorten Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion und/oder Kultur besser ist als eine andere bzw. genau umgekehrt, also dass eine Sorte Menschen schlechter deswegen ist als alle anderen.

Das ist Rassismus. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn eine Gesellschaft den Anhängern dieser Ideologie zeigt, dass sie deren Verhalten nicht toleriert, mag das zwar schön und gut für die Mitglieder dieser Gesellschaft sein, sie mögen sich deshalb gebauchpinselt fühlen den Rassisten die Stirn geboten zu haben, aber auf die Rassisten und ihren Rassismus hat das rein gar keine Auswirkungen außerhalb der einen, dass es sie in ihrer Gemeinschaft noch enger zusammenschweißt. Es macht quasie, dass sie sich in ihrer Überzeugung bestätigt sehen.

Das Beste, was man machen kann als "Gesellschaft" (was auch immer das genau sein mag sei jetzt mal dahingestellt), die Rassismus nicht dulden will, ist selbst nicht rassistisch zu sein. Ersatzwörter für rassistische Begriffe tun exakt das Gegenteil davon. Sie segregieren nur noch mehr, weil sie suggerieren, dass Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion und/oder Kultur deren, die eine Minderheit darstellen in einer Gesellschaft eine Sonderstellung einnehmen, anstatt zu zeigen, dass sie einfach nur ein weiterer, ebenso trivialer Teil der Gesellschaft sind wie die des Rests davon.

Die Gesellschaft braucht keine dümmliche Wertesignalisierung. Sie selbst muss ihre Werte sein und sie nicht zeigen. Das Sein dieser Werte zeigt sie doch schon genug. Schulterzucken

Alchemist hat folgendes geschrieben:

Nazis beschimpfen dich also wegen deiner Hautfarbe? Am Kopf kratzen


Ich vermute Nazis beschimpfen mich am ehesten als Rassenschändler, weil ich kein Problem mit der Vermischung unterschiedlicher Hautfarben (Religionen, Kulturen usw.) habe.

Rassisten hingegen beschimpfen mich ganz gewiss wegen meiner Hautfarbe. Nationalisten noch wegen ganz anderer Dinge, aber das führt jetzt zu weit.
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Kaguya-hime

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Ahriman
boshafter Spötter



Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 17260
Wohnort: 89250 Senden

Beitrag(#2217664) Verfasst am: 14.07.2020, 11:26    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:

Daß ein Linker einem Rechten oder ein Rechter einem Linken zuhört, gilt als undenkbar, von der Idee, jemand von der „anderen Seite“ könnte überhaupt einen ernstzunehmenden Gedanken haben, gar nicht zu reden.

Uraltes Problem, daran kranken Demokratien. Niemals wird eine Opposition der Regierung zustimmen (und umgekehrt), sei auch der Vorschlag noch so gut.
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Alchemist
Luminous beings are we, not this crude matter.



Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 23331
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2217669) Verfasst am: 14.07.2020, 15:15    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:


Für mich hat das etwas mit Ächtung zu tun.
Die Gesellschaft kann durchaus zeigen, dass sie
- nicht die Sprache von Rassisten trägt
- nicht die Sprache von Rassisten akzeptiert
- diskriminierende Wörter kein Nromalfall sind


Das ist doch den Rassisten scheißegal, was die Gesellschaft ihnen zeigt. Mit den Augen rollen

Rassismus ist eine Ideologie. Und zwar die, dass eine oder mehrere Sorten Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion und/oder Kultur besser ist als eine andere bzw. genau umgekehrt, also dass eine Sorte Menschen schlechter deswegen ist als alle anderen.

Das ist Rassismus. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn eine Gesellschaft den Anhängern dieser Ideologie zeigt, dass sie deren Verhalten nicht toleriert, mag das zwar schön und gut für die Mitglieder dieser Gesellschaft sein, sie mögen sich deshalb gebauchpinselt fühlen den Rassisten die Stirn geboten zu haben, aber auf die Rassisten und ihren Rassismus hat das rein gar keine Auswirkungen außerhalb der einen, dass es sie in ihrer Gemeinschaft noch enger zusammenschweißt. Es macht quasie, dass sie sich in ihrer Überzeugung bestätigt sehen.

Das Beste, was man machen kann als "Gesellschaft" (was auch immer das genau sein mag sei jetzt mal dahingestellt), die Rassismus nicht dulden will, ist selbst nicht rassistisch zu sein. Ersatzwörter für rassistische Begriffe tun exakt das Gegenteil davon. Sie segregieren nur noch mehr, weil sie suggerieren, dass Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion und/oder Kultur deren, die eine Minderheit darstellen in einer Gesellschaft eine Sonderstellung einnehmen, anstatt zu zeigen, dass sie einfach nur ein weiterer, ebenso trivialer Teil der Gesellschaft sind wie die des Rests davon.

Die Gesellschaft braucht keine dümmliche Wertesignalisierung. Sie selbst muss ihre Werte sein und sie nicht zeigen. Das Sein dieser Werte zeigt sie doch schon genug. Schulterzucken


Wenn du meinst, dass eine solche Symbolik nichts wert ist
wenn du meinst, dass eine Abgrenzung der Mitte der Gesellschaft zum rechten Rand egal ist,
das kann ich das wohl nicht ändern.
Ich sehe es offensichtlich anders.
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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 39180
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2217671) Verfasst am: 14.07.2020, 15:18    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:


Für mich hat das etwas mit Ächtung zu tun.
Die Gesellschaft kann durchaus zeigen, dass sie
- nicht die Sprache von Rassisten trägt
- nicht die Sprache von Rassisten akzeptiert
- diskriminierende Wörter kein Nromalfall sind


Das ist doch den Rassisten scheißegal, was die Gesellschaft ihnen zeigt. Mit den Augen rollen

Rassismus ist eine Ideologie. Und zwar die, dass eine oder mehrere Sorten Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion und/oder Kultur besser ist als eine andere bzw. genau umgekehrt, also dass eine Sorte Menschen schlechter deswegen ist als alle anderen.

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Das Beste, was man machen kann als "Gesellschaft" (was auch immer das genau sein mag sei jetzt mal dahingestellt), die Rassismus nicht dulden will, ist selbst nicht rassistisch zu sein. Ersatzwörter für rassistische Begriffe tun exakt das Gegenteil davon. Sie segregieren nur noch mehr, weil sie suggerieren, dass Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion und/oder Kultur deren, die eine Minderheit darstellen in einer Gesellschaft eine Sonderstellung einnehmen, anstatt zu zeigen, dass sie einfach nur ein weiterer, ebenso trivialer Teil der Gesellschaft sind wie die des Rests davon.

Die Gesellschaft braucht keine dümmliche Wertesignalisierung. Sie selbst muss ihre Werte sein und sie nicht zeigen. Das Sein dieser Werte zeigt sie doch schon genug. Schulterzucken


Wenn du meinst, dass eine solche Symbolik nichts wert ist
wenn du meinst, dass eine Abgrenzung der Mitte der Gesellschaft zum rechten Rand egal ist,
das kann ich das wohl nicht ändern.
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Ich finde auch, man sollte klare Kante zeigen.
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Tarvoc
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Beitrag(#2217672) Verfasst am: 14.07.2020, 15:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hach ja, Bravopunk mit seinem immensen Wissen über soziale Entwicklungen und ihre Auswirkungen mal wieder. Mit den Augen rollen
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Bravopunk
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Beitrag(#2217675) Verfasst am: 14.07.2020, 16:11    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Hach ja, Bravopunk mit seinem immensen Wissen über soziale Entwicklungen und ihre Auswirkungen mal wieder. Mit den Augen rollen


Das ist kein Wissen. Smilie
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Bravopunk
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Beiträge: 28056
Wohnort: Edo

Beitrag(#2217677) Verfasst am: 14.07.2020, 16:12    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:


Für mich hat das etwas mit Ächtung zu tun.
Die Gesellschaft kann durchaus zeigen, dass sie
- nicht die Sprache von Rassisten trägt
- nicht die Sprache von Rassisten akzeptiert
- diskriminierende Wörter kein Nromalfall sind


Das ist doch den Rassisten scheißegal, was die Gesellschaft ihnen zeigt. Mit den Augen rollen

Rassismus ist eine Ideologie. Und zwar die, dass eine oder mehrere Sorten Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion und/oder Kultur besser ist als eine andere bzw. genau umgekehrt, also dass eine Sorte Menschen schlechter deswegen ist als alle anderen.

Das ist Rassismus. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn eine Gesellschaft den Anhängern dieser Ideologie zeigt, dass sie deren Verhalten nicht toleriert, mag das zwar schön und gut für die Mitglieder dieser Gesellschaft sein, sie mögen sich deshalb gebauchpinselt fühlen den Rassisten die Stirn geboten zu haben, aber auf die Rassisten und ihren Rassismus hat das rein gar keine Auswirkungen außerhalb der einen, dass es sie in ihrer Gemeinschaft noch enger zusammenschweißt. Es macht quasie, dass sie sich in ihrer Überzeugung bestätigt sehen.

Das Beste, was man machen kann als "Gesellschaft" (was auch immer das genau sein mag sei jetzt mal dahingestellt), die Rassismus nicht dulden will, ist selbst nicht rassistisch zu sein. Ersatzwörter für rassistische Begriffe tun exakt das Gegenteil davon. Sie segregieren nur noch mehr, weil sie suggerieren, dass Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion und/oder Kultur deren, die eine Minderheit darstellen in einer Gesellschaft eine Sonderstellung einnehmen, anstatt zu zeigen, dass sie einfach nur ein weiterer, ebenso trivialer Teil der Gesellschaft sind wie die des Rests davon.

Die Gesellschaft braucht keine dümmliche Wertesignalisierung. Sie selbst muss ihre Werte sein und sie nicht zeigen. Das Sein dieser Werte zeigt sie doch schon genug. Schulterzucken


Wenn du meinst, dass eine solche Symbolik nichts wert ist
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das kann ich das wohl nicht ändern.
Ich sehe es offensichtlich anders.


Ich finde auch, man sollte klare Kante zeigen.
(Wenn ich dabei nicht meine Gesundheit und Unversehrtheit auf dem Spiel setze).


Zeigt doch soviel Kante wie ihr wollt. Schulterzucken

Seid euch darüber nur im Klaren, dass es vom Effekt her rein mastubatorisch bleibt.
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tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 17744

Beitrag(#2217683) Verfasst am: 14.07.2020, 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Rassismus ist eine Ideologie. Und zwar die, dass eine oder mehrere Sorten Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion und/oder Kultur besser ist als eine andere bzw. genau umgekehrt, also dass eine Sorte Menschen schlechter deswegen ist als alle anderen.

Das ist Rassismus. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn eine Gesellschaft den Anhängern dieser Ideologie zeigt, dass sie deren Verhalten nicht toleriert, mag das zwar schön und gut für die Mitglieder dieser Gesellschaft sein, sie mögen sich deshalb gebauchpinselt fühlen den Rassisten die Stirn geboten zu haben, aber auf die Rassisten und ihren Rassismus hat das rein gar keine Auswirkungen außerhalb der einen, dass es sie in ihrer Gemeinschaft noch enger zusammenschweißt. Es macht quasie, dass sie sich in ihrer Überzeugung bestätigt sehen.

Du hast einen unterkomplexen Begriff von Rassismus, Rassismus ist nämlich sehr wohl noch eine Menge mehr als die bewusst vertretene, geschlossene Ideologie. Rassismus sind auch Strukturen in einer Gesellschaft, verbreitete Vorurteile, unbewusst anderes Verhalten den Betroffenen gegenüber etc.pp., das zu Benachteiligungen oder Ausgrenzungen führt, auch ohne dass einzelne, konkret benennbare Personen die entsprechende Ideologie ausdrücklich vertreten.

Wenn man nur die klare Ideologie als Rassismus auffasst, wie du es tust, hat man bei weitem noch nicht alle Benachteiligungen und Ausgrenzungen erfasst, von denen PoC betroffen sind. Es ist allerdings natürlich viel bequemer, nur Ersteres als Rassismus zu sehen, denn dann kann man schön auf die paar Rassisten herabschauen, die dann übrig bleiben, und kann sich als guter Mensch fühlen, der natürlich kein Rassist ist, und braucht sich darüberhinaus keine Gedanken zu machen und vor allem am eigenen Verhalten und am eigenen Sprachgebrauch nichts zu ändern. Man hat gesagt: "Ich bin kein Rassist", und dann hat man für sich das Problem erledigt und ist auf der richtigen Seite. Herzlichen Glückwunsch, und wenn die PoC immer noch Probleme haben und Ausgrenzungen erfahren, ist das halt deren Problem.
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Bravopunk
Unvollender



Anmeldungsdatum: 08.03.2008
Beiträge: 28056
Wohnort: Edo

Beitrag(#2217689) Verfasst am: 14.07.2020, 18:15    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Rassismus ist eine Ideologie. Und zwar die, dass eine oder mehrere Sorten Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion und/oder Kultur besser ist als eine andere bzw. genau umgekehrt, also dass eine Sorte Menschen schlechter deswegen ist als alle anderen.

Das ist Rassismus. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn eine Gesellschaft den Anhängern dieser Ideologie zeigt, dass sie deren Verhalten nicht toleriert, mag das zwar schön und gut für die Mitglieder dieser Gesellschaft sein, sie mögen sich deshalb gebauchpinselt fühlen den Rassisten die Stirn geboten zu haben, aber auf die Rassisten und ihren Rassismus hat das rein gar keine Auswirkungen außerhalb der einen, dass es sie in ihrer Gemeinschaft noch enger zusammenschweißt. Es macht quasie, dass sie sich in ihrer Überzeugung bestätigt sehen.

Du hast einen unterkomplexen Begriff von Rassismus, Rassismus ist nämlich sehr wohl noch eine Menge mehr als die bewusst vertretene, geschlossene Ideologie. Rassismus sind auch Strukturen in einer Gesellschaft, verbreitete Vorurteile, unbewusst anderes Verhalten den Betroffenen gegenüber etc.pp., das zu Benachteiligungen oder Ausgrenzungen führt, auch ohne dass einzelne, konkret benennbare Personen die entsprechende Ideologie ausdrücklich vertreten.

Wenn man nur die klare Ideologie als Rassismus auffasst, wie du es tust, hat man bei weitem noch nicht alle Benachteiligungen und Ausgrenzungen erfasst, von denen PoC betroffen sind. Es ist allerdings natürlich viel bequemer, nur Ersteres als Rassismus zu sehen, denn dann kann man schön auf die paar Rassisten herabschauen, die dann übrig bleiben, und kann sich als guter Mensch fühlen, der natürlich kein Rassist ist, und braucht sich darüberhinaus keine Gedanken zu machen und vor allem am eigenen Verhalten und am eigenen Sprachgebrauch nichts zu ändern. Man hat gesagt: "Ich bin kein Rassist", und dann hat man für sich das Problem erledigt und ist auf der richtigen Seite. Herzlichen Glückwunsch, und wenn die PoC immer noch Probleme haben und Ausgrenzungen erfahren, ist das halt deren Problem.


Nein. Das Problem ist die politische Korrektheit, wie du hier sehr schön bewiesen hast. -.-

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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2217690) Verfasst am: 14.07.2020, 18:17    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:


Für mich hat das etwas mit Ächtung zu tun.
Die Gesellschaft kann durchaus zeigen, dass sie
- nicht die Sprache von Rassisten trägt
- nicht die Sprache von Rassisten akzeptiert
- diskriminierende Wörter kein Nromalfall sind


Das ist doch den Rassisten scheißegal, was die Gesellschaft ihnen zeigt. Mit den Augen rollen

Rassismus ist eine Ideologie. Und zwar die, dass eine oder mehrere Sorten Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion und/oder Kultur besser ist als eine andere bzw. genau umgekehrt, also dass eine Sorte Menschen schlechter deswegen ist als alle anderen.

Das ist Rassismus. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn eine Gesellschaft den Anhängern dieser Ideologie zeigt, dass sie deren Verhalten nicht toleriert, mag das zwar schön und gut für die Mitglieder dieser Gesellschaft sein, sie mögen sich deshalb gebauchpinselt fühlen den Rassisten die Stirn geboten zu haben, aber auf die Rassisten und ihren Rassismus hat das rein gar keine Auswirkungen außerhalb der einen, dass es sie in ihrer Gemeinschaft noch enger zusammenschweißt. Es macht quasie, dass sie sich in ihrer Überzeugung bestätigt sehen.

Das Beste, was man machen kann als "Gesellschaft" (was auch immer das genau sein mag sei jetzt mal dahingestellt), die Rassismus nicht dulden will, ist selbst nicht rassistisch zu sein. Ersatzwörter für rassistische Begriffe tun exakt das Gegenteil davon. Sie segregieren nur noch mehr, weil sie suggerieren, dass Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion und/oder Kultur deren, die eine Minderheit darstellen in einer Gesellschaft eine Sonderstellung einnehmen, anstatt zu zeigen, dass sie einfach nur ein weiterer, ebenso trivialer Teil der Gesellschaft sind wie die des Rests davon.

Die Gesellschaft braucht keine dümmliche Wertesignalisierung. Sie selbst muss ihre Werte sein und sie nicht zeigen. Das Sein dieser Werte zeigt sie doch schon genug. Schulterzucken


Wenn du meinst, dass eine solche Symbolik nichts wert ist
wenn du meinst, dass eine Abgrenzung der Mitte der Gesellschaft zum rechten Rand egal ist,
das kann ich das wohl nicht ändern.
Ich sehe es offensichtlich anders.


Ich finde auch, man sollte klare Kante zeigen.
(Wenn ich dabei nicht meine Gesundheit und Unversehrtheit auf dem Spiel setze).



Ich glaube genau da liegt das Problem. In irgendeinem sozialen Internetmedium mit dem Finger auf andere Leute zeigen "Der hat 'Neger' gesagt" ist eine Sache, einem Mitmenschen, der von Rassisten in der Strassenbahn angepoebel, bedroht, angegriffen wird, beizustehen, eine ganze andere.

Das eine dient dem risikolosen Gutfühlen, obwohl es niemanden wirklich hilft. Fuer's andere braucht es Eier, da riskiert man selber eine auf die Schnauze zu bekommen und mit sowas hilft man tatsaechlich einem Mitmenschen in Not.
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astarte
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Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 41440

Beitrag(#2217695) Verfasst am: 14.07.2020, 18:37    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:


Für mich hat das etwas mit Ächtung zu tun.
Die Gesellschaft kann durchaus zeigen, dass sie
- nicht die Sprache von Rassisten trägt
- nicht die Sprache von Rassisten akzeptiert
- diskriminierende Wörter kein Nromalfall sind


Das ist doch den Rassisten scheißegal, was die Gesellschaft ihnen zeigt. Mit den Augen rollen

Rassismus ist eine Ideologie. Und zwar die, dass eine oder mehrere Sorten Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion und/oder Kultur besser ist als eine andere bzw. genau umgekehrt, also dass eine Sorte Menschen schlechter deswegen ist als alle anderen.

Das ist Rassismus. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn eine Gesellschaft den Anhängern dieser Ideologie zeigt, dass sie deren Verhalten nicht toleriert, mag das zwar schön und gut für die Mitglieder dieser Gesellschaft sein, sie mögen sich deshalb gebauchpinselt fühlen den Rassisten die Stirn geboten zu haben, aber auf die Rassisten und ihren Rassismus hat das rein gar keine Auswirkungen außerhalb der einen, dass es sie in ihrer Gemeinschaft noch enger zusammenschweißt. Es macht quasie, dass sie sich in ihrer Überzeugung bestätigt sehen.

Das Beste, was man machen kann als "Gesellschaft" (was auch immer das genau sein mag sei jetzt mal dahingestellt), die Rassismus nicht dulden will, ist selbst nicht rassistisch zu sein. Ersatzwörter für rassistische Begriffe tun exakt das Gegenteil davon. Sie segregieren nur noch mehr, weil sie suggerieren, dass Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion und/oder Kultur deren, die eine Minderheit darstellen in einer Gesellschaft eine Sonderstellung einnehmen, anstatt zu zeigen, dass sie einfach nur ein weiterer, ebenso trivialer Teil der Gesellschaft sind wie die des Rests davon.

Die Gesellschaft braucht keine dümmliche Wertesignalisierung. Sie selbst muss ihre Werte sein und sie nicht zeigen. Das Sein dieser Werte zeigt sie doch schon genug. Schulterzucken


Ein wenig Sinn würde dieser Beitrag haben, wenn es nur klare Rassisten gäbe und "die Gesellschaft" der Nicht-Rassisten.
Keine Menschen, die ihre Einstellung erst bilden, oder verändern, keine Kinder, Jugendlichen, keine Abstufungen, keine Vergangenheit, keine Geschichte, uvm. Und wenn es nur um den Einfluss der Sprache auf die Rassisten ginge.
Aber so...
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vrolijke
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Beitrag(#2217698) Verfasst am: 14.07.2020, 18:41    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:


Für mich hat das etwas mit Ächtung zu tun.
Die Gesellschaft kann durchaus zeigen, dass sie
- nicht die Sprache von Rassisten trägt
- nicht die Sprache von Rassisten akzeptiert
- diskriminierende Wörter kein Nromalfall sind


Das ist doch den Rassisten scheißegal, was die Gesellschaft ihnen zeigt. Mit den Augen rollen

Rassismus ist eine Ideologie. Und zwar die, dass eine oder mehrere Sorten Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion und/oder Kultur besser ist als eine andere bzw. genau umgekehrt, also dass eine Sorte Menschen schlechter deswegen ist als alle anderen.

Das ist Rassismus. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn eine Gesellschaft den Anhängern dieser Ideologie zeigt, dass sie deren Verhalten nicht toleriert, mag das zwar schön und gut für die Mitglieder dieser Gesellschaft sein, sie mögen sich deshalb gebauchpinselt fühlen den Rassisten die Stirn geboten zu haben, aber auf die Rassisten und ihren Rassismus hat das rein gar keine Auswirkungen außerhalb der einen, dass es sie in ihrer Gemeinschaft noch enger zusammenschweißt. Es macht quasie, dass sie sich in ihrer Überzeugung bestätigt sehen.

Das Beste, was man machen kann als "Gesellschaft" (was auch immer das genau sein mag sei jetzt mal dahingestellt), die Rassismus nicht dulden will, ist selbst nicht rassistisch zu sein. Ersatzwörter für rassistische Begriffe tun exakt das Gegenteil davon. Sie segregieren nur noch mehr, weil sie suggerieren, dass Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion und/oder Kultur deren, die eine Minderheit darstellen in einer Gesellschaft eine Sonderstellung einnehmen, anstatt zu zeigen, dass sie einfach nur ein weiterer, ebenso trivialer Teil der Gesellschaft sind wie die des Rests davon.

Die Gesellschaft braucht keine dümmliche Wertesignalisierung. Sie selbst muss ihre Werte sein und sie nicht zeigen. Das Sein dieser Werte zeigt sie doch schon genug. Schulterzucken


Wenn du meinst, dass eine solche Symbolik nichts wert ist
wenn du meinst, dass eine Abgrenzung der Mitte der Gesellschaft zum rechten Rand egal ist,
das kann ich das wohl nicht ändern.
Ich sehe es offensichtlich anders.


Ich finde auch, man sollte klare Kante zeigen.
(Wenn ich dabei nicht meine Gesundheit und Unversehrtheit auf dem Spiel setze).



Ich glaube genau da liegt das Problem. In irgendeinem sozialen Internetmedium mit dem Finger auf andere Leute zeigen "Der hat 'Neger' gesagt" ist eine Sache, einem Mitmenschen, der von Rassisten in der Strassenbahn angepoebel, bedroht, angegriffen wird, beizustehen, eine ganze andere.

Das eine dient dem risikolosen Gutfühlen, obwohl es niemanden wirklich hilft. Fuer's andere braucht es Eier, da riskiert man selber eine auf die Schnauze zu bekommen und mit sowas hilft man tatsaechlich einem Mitmenschen in Not.


Wenn andere Leuts Gesundheit aufs Spiel stehen, kann man auch schon mal ein Risiko eingehen.
Wegen ein "Neger"-Wort, muß jemand das schon direkt im Gespräch zu mir sagen, bevor ich darauf reagiere.
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
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Beitrag(#2217699) Verfasst am: 14.07.2020, 18:41    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:


Für mich hat das etwas mit Ächtung zu tun.
Die Gesellschaft kann durchaus zeigen, dass sie
- nicht die Sprache von Rassisten trägt
- nicht die Sprache von Rassisten akzeptiert
- diskriminierende Wörter kein Nromalfall sind


Das ist doch den Rassisten scheißegal, was die Gesellschaft ihnen zeigt. Mit den Augen rollen

Rassismus ist eine Ideologie. Und zwar die, dass eine oder mehrere Sorten Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion und/oder Kultur besser ist als eine andere bzw. genau umgekehrt, also dass eine Sorte Menschen schlechter deswegen ist als alle anderen.

Das ist Rassismus. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn eine Gesellschaft den Anhängern dieser Ideologie zeigt, dass sie deren Verhalten nicht toleriert, mag das zwar schön und gut für die Mitglieder dieser Gesellschaft sein, sie mögen sich deshalb gebauchpinselt fühlen den Rassisten die Stirn geboten zu haben, aber auf die Rassisten und ihren Rassismus hat das rein gar keine Auswirkungen außerhalb der einen, dass es sie in ihrer Gemeinschaft noch enger zusammenschweißt. Es macht quasie, dass sie sich in ihrer Überzeugung bestätigt sehen.

Das Beste, was man machen kann als "Gesellschaft" (was auch immer das genau sein mag sei jetzt mal dahingestellt), die Rassismus nicht dulden will, ist selbst nicht rassistisch zu sein. Ersatzwörter für rassistische Begriffe tun exakt das Gegenteil davon. Sie segregieren nur noch mehr, weil sie suggerieren, dass Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion und/oder Kultur deren, die eine Minderheit darstellen in einer Gesellschaft eine Sonderstellung einnehmen, anstatt zu zeigen, dass sie einfach nur ein weiterer, ebenso trivialer Teil der Gesellschaft sind wie die des Rests davon.

Die Gesellschaft braucht keine dümmliche Wertesignalisierung. Sie selbst muss ihre Werte sein und sie nicht zeigen. Das Sein dieser Werte zeigt sie doch schon genug. Schulterzucken


Ein wenig Sinn würde dieser Beitrag haben, wenn es nur klare Rassisten gäbe und "die Gesellschaft" der Nicht-Rassisten.
Keine Menschen, die ihre Einstellung erst bilden, oder verändern, keine Kinder, Jugendlichen, keine Abstufungen, keine Vergangenheit, keine Geschichte, uvm. Und wenn es nur um den Einfluss der Sprache auf die Rassisten ginge.
Aber so...



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Beitrag(#2217702) Verfasst am: 14.07.2020, 18:44    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:


Für mich hat das etwas mit Ächtung zu tun.
Die Gesellschaft kann durchaus zeigen, dass sie
- nicht die Sprache von Rassisten trägt
- nicht die Sprache von Rassisten akzeptiert
- diskriminierende Wörter kein Nromalfall sind


Das ist doch den Rassisten scheißegal, was die Gesellschaft ihnen zeigt. Mit den Augen rollen

Rassismus ist eine Ideologie. Und zwar die, dass eine oder mehrere Sorten Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion und/oder Kultur besser ist als eine andere bzw. genau umgekehrt, also dass eine Sorte Menschen schlechter deswegen ist als alle anderen.

Das ist Rassismus. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn eine Gesellschaft den Anhängern dieser Ideologie zeigt, dass sie deren Verhalten nicht toleriert, mag das zwar schön und gut für die Mitglieder dieser Gesellschaft sein, sie mögen sich deshalb gebauchpinselt fühlen den Rassisten die Stirn geboten zu haben, aber auf die Rassisten und ihren Rassismus hat das rein gar keine Auswirkungen außerhalb der einen, dass es sie in ihrer Gemeinschaft noch enger zusammenschweißt. Es macht quasie, dass sie sich in ihrer Überzeugung bestätigt sehen.

Das Beste, was man machen kann als "Gesellschaft" (was auch immer das genau sein mag sei jetzt mal dahingestellt), die Rassismus nicht dulden will, ist selbst nicht rassistisch zu sein. Ersatzwörter für rassistische Begriffe tun exakt das Gegenteil davon. Sie segregieren nur noch mehr, weil sie suggerieren, dass Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion und/oder Kultur deren, die eine Minderheit darstellen in einer Gesellschaft eine Sonderstellung einnehmen, anstatt zu zeigen, dass sie einfach nur ein weiterer, ebenso trivialer Teil der Gesellschaft sind wie die des Rests davon.

Die Gesellschaft braucht keine dümmliche Wertesignalisierung. Sie selbst muss ihre Werte sein und sie nicht zeigen. Das Sein dieser Werte zeigt sie doch schon genug. Schulterzucken


Ein wenig Sinn würde dieser Beitrag haben, wenn es nur klare Rassisten gäbe und "die Gesellschaft" der Nicht-Rassisten.
Keine Menschen, die ihre Einstellung erst bilden, oder verändern, keine Kinder, Jugendlichen, keine Abstufungen, keine Vergangenheit, keine Geschichte, uvm. Und wenn es nur um den Einfluss der Sprache auf die Rassisten ginge.
Aber so...



Dabei wissen wir doch, dass wie alle irgendwo Rassisten sind......natuerlich nur wenn wir weiss sind......und männlich........und alt...... zwinkern


Werde jetzt mal nicht albern.
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#2217707) Verfasst am: 14.07.2020, 18:54    Titel: Antworten mit Zitat

Gibt es auf Haida Gwaii eigentlich Straßenbahnen? Wohl nicht. Darum ist das Beispiel mal wieder geschickt gewählt. Es überfordert natürlich die weiße Intelligenz, beides zu denken: Sowohl in der Sprache als auch mit Taten gegen Rassismus vorzugehen. Schulterzucken
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beachbernie
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Beitrag(#2217710) Verfasst am: 14.07.2020, 19:00    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Gibt es auf Haida Gwaii eigentlich Straßenbahnen? Wohl nicht. Darum ist das Beispiel mal wieder geschickt gewählt. Es überfordert natürlich die weiße Intelligenz, beides zu denken: Sowohl in der Sprache als auch mit Taten gegen Rassismus vorzugehen. Schulterzucken


Ich haette auch "im Alltag" anstatt "in der Strassenbahn" schreiben koennen. Schulterzucken
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beachbernie
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Beitrag(#2217711) Verfasst am: 14.07.2020, 19:03    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:


Für mich hat das etwas mit Ächtung zu tun.
Die Gesellschaft kann durchaus zeigen, dass sie
- nicht die Sprache von Rassisten trägt
- nicht die Sprache von Rassisten akzeptiert
- diskriminierende Wörter kein Nromalfall sind


Das ist doch den Rassisten scheißegal, was die Gesellschaft ihnen zeigt. Mit den Augen rollen

Rassismus ist eine Ideologie. Und zwar die, dass eine oder mehrere Sorten Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion und/oder Kultur besser ist als eine andere bzw. genau umgekehrt, also dass eine Sorte Menschen schlechter deswegen ist als alle anderen.

Das ist Rassismus. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn eine Gesellschaft den Anhängern dieser Ideologie zeigt, dass sie deren Verhalten nicht toleriert, mag das zwar schön und gut für die Mitglieder dieser Gesellschaft sein, sie mögen sich deshalb gebauchpinselt fühlen den Rassisten die Stirn geboten zu haben, aber auf die Rassisten und ihren Rassismus hat das rein gar keine Auswirkungen außerhalb der einen, dass es sie in ihrer Gemeinschaft noch enger zusammenschweißt. Es macht quasie, dass sie sich in ihrer Überzeugung bestätigt sehen.

Das Beste, was man machen kann als "Gesellschaft" (was auch immer das genau sein mag sei jetzt mal dahingestellt), die Rassismus nicht dulden will, ist selbst nicht rassistisch zu sein. Ersatzwörter für rassistische Begriffe tun exakt das Gegenteil davon. Sie segregieren nur noch mehr, weil sie suggerieren, dass Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion und/oder Kultur deren, die eine Minderheit darstellen in einer Gesellschaft eine Sonderstellung einnehmen, anstatt zu zeigen, dass sie einfach nur ein weiterer, ebenso trivialer Teil der Gesellschaft sind wie die des Rests davon.

Die Gesellschaft braucht keine dümmliche Wertesignalisierung. Sie selbst muss ihre Werte sein und sie nicht zeigen. Das Sein dieser Werte zeigt sie doch schon genug. Schulterzucken


Ein wenig Sinn würde dieser Beitrag haben, wenn es nur klare Rassisten gäbe und "die Gesellschaft" der Nicht-Rassisten.
Keine Menschen, die ihre Einstellung erst bilden, oder verändern, keine Kinder, Jugendlichen, keine Abstufungen, keine Vergangenheit, keine Geschichte, uvm. Und wenn es nur um den Einfluss der Sprache auf die Rassisten ginge.
Aber so...



Dabei wissen wir doch, dass wie alle irgendwo Rassisten sind......natuerlich nur wenn wir weiss sind......und männlich........und alt...... zwinkern


Werde jetzt mal nicht albern.



Wieso? Ich kenne Leute, die den Standpunkt vertreten, dass nur weisse Europäer Rassisten sein koennen (und letztlich auch sind, man muss nur lange genug suchen und man findet schon z.B. 'rassistische Wörter" in deren Sprachgebrauch und wenn's der "Schwarzfahrer" ist) und "PoC" nicht.

Das sie sich damit selbst rassistisch Äußern ist denen in aller Regel nicht bewusst.
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#2217712) Verfasst am: 14.07.2020, 19:29    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Gibt es auf Haida Gwaii eigentlich Straßenbahnen? Wohl nicht. Darum ist das Beispiel mal wieder geschickt gewählt. Es überfordert natürlich die weiße Intelligenz, beides zu denken: Sowohl in der Sprache als auch mit Taten gegen Rassismus vorzugehen. Schulterzucken


Ich haette auch "im Alltag" anstatt "in der Strassenbahn" schreiben koennen. Schulterzucken


Klar. Aber lenk nicht ab.. Dennoch bist du nicht in der Lage, beides zu denken. Dass Menschen praktisch in verbalen und physischen Auseinandersetzungen gegen Rassismus vorgehen können. Du unterstellst ganz offen den Antirassisten, dass sie in der Öffentlichkeit wegschauen, wenn jemand angegriffen wird.
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astarte
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Beitrag(#2217714) Verfasst am: 14.07.2020, 20:01    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
.... Stohmännchenversuch...

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beachbernie
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Beitrag(#2217715) Verfasst am: 14.07.2020, 20:16    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
.... Stohmännchenversuch...

Chinesischer Reissack



Wenn schon dann Strohmännchen/weibchenversuch.


Soviel political correctness muss schon sein im political correctness thread. Sehr glücklich
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astarte
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Beitrag(#2217716) Verfasst am: 14.07.2020, 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

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beachbernie
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Beitrag(#2217718) Verfasst am: 14.07.2020, 20:30    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Gibt es auf Haida Gwaii eigentlich Straßenbahnen? Wohl nicht. Darum ist das Beispiel mal wieder geschickt gewählt. Es überfordert natürlich die weiße Intelligenz, beides zu denken: Sowohl in der Sprache als auch mit Taten gegen Rassismus vorzugehen. Schulterzucken


Ich haette auch "im Alltag" anstatt "in der Strassenbahn" schreiben koennen. Schulterzucken


Klar. Aber lenk nicht ab.. Dennoch bist du nicht in der Lage, beides zu denken. Dass Menschen praktisch in verbalen und physischen Auseinandersetzungen gegen Rassismus vorgehen können. Du unterstellst ganz offen den Antirassisten, dass sie in der Öffentlichkeit wegschauen, wenn jemand angegriffen wird.



Ich bezweifle, dass "Antirassisten", die sich an solch bizarren und letztlich absurden Dingen wie der Frage ob der Gebrauch von Wörtern wie "Schwarzfahrer" oder "Schwarzbuch" Rassismus darstellt, ueberhaupt begriffen haben was Rassismus ist und stelle fest, dass die nicht nur absolut nutzlos im Kampf gegen genuinen Rassismus sind, sondern dem darueberhinaus im Wege stehen. Wenn man diese ganzen shitstorms im internet ueber tatsaechlichen oder angeblichen Rassismus sieht, dann fragt man sich erstmal, inzwischen schon routinemäßig, ob es da wirklich um Rassismus geht oder wieder mal nur um nicht mehr nachvollziehbare Wortklaubereien. Den tatsächlichen Rassisten erlaubt das ganz prima sich hinter denen zu verstecken, die aufgrund eines verdrehten Wortes oder missverstandenen Witzes zu Unrecht des Rassismus geziehen werden. Die werden dann immer von denen, fuer die Ausländer "Kanacken" sind und dunkelhäutige Menschen "Affen", als Beispiel dafuer angeführt, dass man heute "nix mehr sagen darf" ohne die "Rassismuskeule" abzukriegen.

Auffällig ist auch, dass immer, wenn's darum geht "rassistischen Sprachgebrauch" in den sozialen Medien anzuprangern, stets ganze Rudel von "Antirassisten" zur Stelle sind, waehrend oft ganze Strassenbahnladungen von Passanten untätig zusehen, wenn Angehoerige ethnischer Minderheiten blöd angemacht werden oder denen noch Schlimmeres passiert. Das laesst einen doch nachdenklich werden wie gross die Schnittmenge wirklich ist.
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beachbernie
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Beitrag(#2217725) Verfasst am: 14.07.2020, 21:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hier mal ein aktuelles Beispiel fuer schwachsinnige Rassismusvorwuerfe der Internetshitstormer:

https://www.cbc.ca/news/indigenous/bc-hospital-staff-indigenous-health-game-1.5623759


Man mag das Spiel fuer geschmacklos halten (ich selbst sehe das eher als eine vielleicht etwas derbe Art und Weise mit psychischem Stress umzugehen an, von Menschen, die bei ihrer Arbeit einem Uebermass an psychischem und emotionalen Stress ausgesetzt sind), aber dass es hier um Rassismus gehen soll ist absurd, auch wenn das mancherorts angestrengt so hingedreht wird.

Tatsache ist, dass die Beschäftigten einer Notaufnahme ein Ratespiel daraus gemacht haben zu schätzen wie hoch der Alkoholgehalt im Blut einer gerade eingelieferten "Schnapsleiche" ist um das mit dem späteren Ergebnis der Laboruntersuchung abzugleichen. Die machten das bei allen so. Betroffen waren allerdings weit überwiegend Nachkommen der Ureinwohner, was aber nicht deshalb der Fall ist, weil die sich gezielt "Natives" raussuchten fuer ihr Spiel, sondern weil "Natives" nun mal ueberproporzional unter den eingelieferten "Schnapsleichen" vertreten sind. )Schon meine letzte Aussage, obwohl den Tatsachen entsprechend, wird einem sehr schnell als "Rassismus" ausgelegt, weil man da angeblich das Klischee des "drunken indian" reproduziert.)

Die Beschäftigten der Notaufnahme, um die es geht, sahen sich einem kräftigen shitstorm in den sozialen Medien ausgesetzt, die ueblichen Arschloecher forderten lautstark, dass man die sofort entlassen soll und selbst die Politik beteiligte sich an der "character assasination" anstatt die Leute zu verteidigen, ohne die so manches dieser "Rassismusopfer" in der Gosse an Alkoholvergiftung elendig krepiert waere. Aber die Politik ist da oft recht opportunistisch, man wird gerade heutzutage nicht müde die "Helden im Gesundheitswesen" fuer ihren "heroischen Einsatz gegen Covid-19" zu loben und gleichzeitig laesst man Leute, die im Gesundheitswesen "an vorderster Front stehen" buchstäblich im Regen verhungern, bloss weil man sich nicht traut sich mit selbsternannten "Rassismusgegnern" anzulegen, die u.U. wegschauen und weitergehen, wenn sie nachts auf der Strasse einen Besoffenen im Dreck liegen sehen.


Um eines noch schnell klarzustellen: Dass überproportional viele "Natives" schwere Alkoholprobleme haben, hat tatsaechlich mit Rassismus zu tun, allerdings nicht mit Rassismus in der Notaufnahme, sondern mit dem Rassismus, unter dem diese Menschen schon immer zu leiden hatten und z.T. bis heute leiden muessen. Konkret moechte ich hier die "residential schools" des letzten Jahrhunderts erwaehnen, in denen versucht wurde die Kulturen der Natives dadurch zu zerstören, dass man deren Kinder diesen entfremdete und die viele Familien nicht nur kulturell, sondern auch sozial zerstörten, mit der Folge, dass "Natives" bis zum heutigen Tage erheblich anfälliger fuer Suchterkrankungen sind.
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Beitrag(#2217729) Verfasst am: 14.07.2020, 21:12    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Rassismus ist eine Ideologie. Und zwar die, dass eine oder mehrere Sorten Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion und/oder Kultur besser ist als eine andere bzw. genau umgekehrt, also dass eine Sorte Menschen schlechter deswegen ist als alle anderen.

Das ist Rassismus. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn eine Gesellschaft den Anhängern dieser Ideologie zeigt, dass sie deren Verhalten nicht toleriert, mag das zwar schön und gut für die Mitglieder dieser Gesellschaft sein, sie mögen sich deshalb gebauchpinselt fühlen den Rassisten die Stirn geboten zu haben, aber auf die Rassisten und ihren Rassismus hat das rein gar keine Auswirkungen außerhalb der einen, dass es sie in ihrer Gemeinschaft noch enger zusammenschweißt. Es macht quasie, dass sie sich in ihrer Überzeugung bestätigt sehen.

Du hast einen unterkomplexen Begriff von Rassismus, Rassismus ist nämlich sehr wohl noch eine Menge mehr als die bewusst vertretene, geschlossene Ideologie. Rassismus sind auch Strukturen in einer Gesellschaft, verbreitete Vorurteile, unbewusst anderes Verhalten den Betroffenen gegenüber etc.pp., das zu Benachteiligungen oder Ausgrenzungen führt, auch ohne dass einzelne, konkret benennbare Personen die entsprechende Ideologie ausdrücklich vertreten.

Wenn man nur die klare Ideologie als Rassismus auffasst, wie du es tust, hat man bei weitem noch nicht alle Benachteiligungen und Ausgrenzungen erfasst, von denen PoC betroffen sind. Es ist allerdings natürlich viel bequemer, nur Ersteres als Rassismus zu sehen, denn dann kann man schön auf die paar Rassisten herabschauen, die dann übrig bleiben, und kann sich als guter Mensch fühlen, der natürlich kein Rassist ist, und braucht sich darüberhinaus keine Gedanken zu machen und vor allem am eigenen Verhalten und am eigenen Sprachgebrauch nichts zu ändern. Man hat gesagt: "Ich bin kein Rassist", und dann hat man für sich das Problem erledigt und ist auf der richtigen Seite. Herzlichen Glückwunsch, und wenn die PoC immer noch Probleme haben und Ausgrenzungen erfahren, ist das halt deren Problem.


Nein. Das Problem ist die politische Korrektheit, wie du hier sehr schön bewiesen hast. -.-

Meine Fresse.

Aha. Wenn also, wie ich schrieb, PoC als solche von Benachteiligungen und Ausgrenzungen betroffen sind, ohne dass man dafür klar identifizierbare, einer Ideologie namens Rassismus anhängende böse Menschen verantwortlich machen kann (zu denen gute Menschen wie du natürlich nicht gehören), ist das also kein Problem.

Ein Problem ist es vielmehr, auf so etwas hinzuweisen (aka die schlimme "politische Korrektheit"). Nee, klar. Danke auch für die eloquente Begründung dieser interessanten Ansicht.

Deine Fresse, in der Tat.
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Beitrag(#2217731) Verfasst am: 14.07.2020, 21:21    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Tatsache ist, dass die Beschäftigten einer Notaufnahme ein Ratespiel daraus gemacht haben zu schätzen wie hoch der Alkoholgehalt im Blut einer gerade eingelieferten "Schnapsleiche" ist um das mit dem späteren Ergebnis der Laboruntersuchung abzugleichen. Die machten das bei allen so. Betroffen waren allerdings weit überwiegend Nachkommen der Ureinwohner, was aber nicht deshalb der Fall ist, weil die sich gezielt "Natives" raussuchten fuer ihr Spiel, sondern weil "Natives" nun mal ueberproporzional unter den eingelieferten "Schnapsleichen" vertreten sind. )

Ist das Tatsache? Dann solltest du für diese Tatsache einen anderen Artikel verlinken. In diesem Artikel steht nämlich sehr wohl, dass sie das bei den Leuten machten, die sie für Indigene hielten; es steht dagegen nicht darin, dass das bei Indigenen auf "Schnapsleichen" beschränkt gewesen sei.

Also, entweder hast du anderswoher andere Informationen, die du uns nicht verrätst, oder in deiner Wahrnehmung hat sich der Inhalt des Artikels auf eine ganz merkwürdige Art verändert, die total zufällig die Mediziner von dem Vorwurf reinwäscht.
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Beitrag(#2217734) Verfasst am: 14.07.2020, 21:24    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Auffällig ist auch, dass immer, wenn's darum geht "rassistischen Sprachgebrauch" in den sozialen Medien anzuprangern, stets ganze Rudel von "Antirassisten" zur Stelle sind, waehrend oft ganze Strassenbahnladungen von Passanten untätig zusehen, wenn Angehoerige ethnischer Minderheiten blöd angemacht werden oder denen noch Schlimmeres passiert. Das laesst einen doch nachdenklich werden wie gross die Schnittmenge wirklich ist.

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Aber lenk nicht ab.. Dennoch bist du nicht in der Lage, beides zu denken. Dass Menschen praktisch in verbalen und physischen Auseinandersetzungen gegen Rassismus vorgehen können. Du unterstellst ganz offen den Antirassisten, dass sie in der Öffentlichkeit wegschauen, wenn jemand angegriffen wird.

Eine Unterstellung ohne auch nur den Versuch eines Belegs, möchte ich hinzufügen.
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beachbernie
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Beitrag(#2217744) Verfasst am: 14.07.2020, 22:28    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
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Tschuess! Winken

Vielleicht komm ich nach. Smilie
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beachbernie
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Beitrag(#2217749) Verfasst am: 14.07.2020, 22:44    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Tatsache ist, dass die Beschäftigten einer Notaufnahme ein Ratespiel daraus gemacht haben zu schätzen wie hoch der Alkoholgehalt im Blut einer gerade eingelieferten "Schnapsleiche" ist um das mit dem späteren Ergebnis der Laboruntersuchung abzugleichen. Die machten das bei allen so. Betroffen waren allerdings weit überwiegend Nachkommen der Ureinwohner, was aber nicht deshalb der Fall ist, weil die sich gezielt "Natives" raussuchten fuer ihr Spiel, sondern weil "Natives" nun mal ueberproporzional unter den eingelieferten "Schnapsleichen" vertreten sind. )

Ist das Tatsache? Dann solltest du für diese Tatsache einen anderen Artikel verlinken. In diesem Artikel steht nämlich sehr wohl, dass sie das bei den Leuten machten, die sie für Indigene hielten; es steht dagegen nicht darin, dass das bei Indigenen auf "Schnapsleichen" beschränkt gewesen sei.

Also, entweder hast du anderswoher andere Informationen, die du uns nicht verrätst, oder in deiner Wahrnehmung hat sich der Inhalt des Artikels auf eine ganz merkwürdige Art verändert, die total zufällig die Mediziner von dem Vorwurf reinwäscht.


Das wurde wohl interpretierend ergänzt. An anderer Stelle hiess es z.B. "ueberwiegend Natives, aber nicht nur", was schon darauf hinweist, dass das Spiel nicht auf eine bestimmte Ethnie gezielt war und sich das "ueberwiegend" durch die ethnische Zusammensetzung der Gruppe der wegen Alkoholvergiftung eingelieferten Menschen, automatisch ergab. Teil des Problems ist hier auch, dass sich schon niemand mehr richtig traut den "Rassismusgegnern" zu widersprechen, wenn sie einen shitstorm lostreten und sie lieber zu unpräzisen Angaben wie "ueberwiegend aber nicht nur" greifen anstatt richtiger zu schreiben, dass die ethnische Herkunft nicht interessierte, wenn sich die Leute ihre "Opfer" aussuchten, weil das passt ja dann nicht mehr zum vorherrschenden Narrativ. Am Rande bemerkt sei hier nur die Perversion, dass die angeblichen "Täter" den angeblichen "Opfern" vor allem halfen und in manchen Faellen buchstäblich das Leben retteten, da waere eigentlich das Mindeste, was man erwarten kann, dass man eine solche Lappalie nicht unter Verfälschung der Tatsachen zum Rassismusskandal aufbläst.

Auch in meiner Ausnuechterungszelle auf Haida Gwaii, landen uebrigens "überwiegend aber nicht nur" Haida und zwar nicht, weil unsere Bullen sich die gezielt rausgreifen wuerden. Insofern kann ich recht gut nachvollziehen wie das in dieser Notaufnahme aussieht.
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Beitrag(#2217790) Verfasst am: 15.07.2020, 06:42    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:


Ein Problem ist es vielmehr, auf so etwas hinzuweisen (aka die schlimme "politische Korrektheit"). Nee, klar.


Nur ist das eben nicht, was politische Korrektheit ist bzw. tut. Das reden sich die politisch Korrekten lediglich ein, um zu glauben, sie würden auf der richtigen Seite der Geschichte stehen und genau dazu ist PC auch da und wird auf allen Seiten des politischen Spektrums dazu gebraucht (lediglich die sog. politisch Korrekten sind dumm genug es auch so zu nennen). Es ist ein Propagandawerkzeug das dazu dient einen Gruppenzwang durch die Signalisierung der in der Gruppe vorherrschenden Werte zu erzeugen. Z. B. um dann alternative Segregationsmechanismen zu etablieren wie dieses hochgradig rassistische "PoC". Es dient eben nicht dazu ein Gefühl und darüber dann die Realität der Einheit der Gesellschaft über kulturelle und ethnische Grenzen hinaus zu gewährleisten, sondern lediglich eine Geschlossenheit in der eigenen Gruppe herzustellen. Erfolgreich, wie du, wie ich schon sagte, sehr schön bewiesen hast.

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Deine Fresse, in der Tat.


So isses.
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