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Heimat...
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luc
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Anmeldungsdatum: 15.04.2010
Beiträge: 2243
Wohnort: Nice. Paris. Köln

Beitrag(#2195180) Verfasst am: 17.11.2019, 18:59    Titel: Re: .-) Antworten mit Zitat

goedelchen hat folgendes geschrieben:
Quéribus hat folgendes geschrieben:
goedelchen hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
goedelchen hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
goedelchen hat folgendes geschrieben:
Das sollte mal erwähnt werden, dass eine heimatliche Aktion einer großen Zeitung eine große Resonanz in der Bevölkerung des Verbreitungsgebiets gefunden hat. Heimat interessiert halt viele Menschen. Verbindend kann gesagt werden , es interessiert den Nachbarn wie der Nachbar in seiner Gemeinde über seine Heimat denkt und wie Heimat dem Medium Zeitung mit seinem Lokalen Charakter Auftrieb gibt.

Gesprächsstoff Heimat ist immer ein Positivum, wenn Menschen sich verständigen.

Zitat:
In unserer nicht repräsentativen Umfrage haben unsere Leserinnen und Leser der Gemeinde Dahlem die Gesamtnote 2,5 gegeben. Damit hat die Kommune zusammen mit der Gemeinde Nettersheim die beste Note im gesamten Verbreitungsgebiet dieser Zeitung erhalten


https://www.ksta.de/region/heimat-check/heimat-check-so-haben-unsere-leser-ueber-dahlem-abgestimmt-33118162

Zur Vertiefung:

https://www.youtube.com/watch?v=X172xYyiK7s

https://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bad-godesberg/nachlass-von-aennchen-schumacher-liegt-im-stadtarchiv_aid-43395085


Wie kommst Du darauf, dass diese Heimatumfrage eine "grosse Resonanz gefunden" haette? Im Artikel steht jedenfalls nur das Ergebnis der Umfrage und nicht wieviel Leute daran teilgenommen hatten.

lol

Typischen Gezerre , Gezeter, wenn einem was nicht passt.

Mir reicht GROSSE Resonanz. Glaube halt an die freudige überraschende Wirkung der Dinge auf die lokalen Redaktionen.

Für dich, ruf doch da mal an und frage nach den statistischen Daten, die hinter der großen Resonanz stecken.

Tel.: (0221) 925 864-20

Merkst einfach, wie albern dein Post in der Sache an sich ist ?

Nein....danke Smilie



Das mit der "grossen Resonanz" stammt von Dir. Im verlinkten Artikel kommt der Begriff jedenfalls nicht vor. Da steht ueberhaupt nichts drin, was Rückschlüsse auf die Beteiligung an der Umfrage zuliesse. Da steht nur, dass die Umfrage nicht repräsentativ ist und die "Note 2,5" als Ergebnis hatte.


Muss dich dann tiefer in die "Heimatkiste " des KStA rein arbeiten, dann kommt das zu Tage mit der Resonanz.

Das die Kiste nicht repräsentativ aufgebaut, sondern eher emotional bindend, ist der Form auch so von den Redaktionen gewollt. Sollte keine wissenschaftliche Arbeit werten , sondern nur ein Stimmungsbild.

Also, wo ist dein Problem, außer....... ?


"Heimatkiste" oder Mottenkiste?

Der von dir propagierte "Heimat"-Begriff riecht 10 Meilen gegen den Wind nach Naphtalin... Mit den Augen rollen


Ist doch nicht mein Ding, wenn du einen schlecht riechst und Schlechtes riechen willst. Problem ?


Schon wieder ein unsinniges Posting. Langweilst du dich sonntags?
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goedelchen
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Anmeldungsdatum: 08.10.2018
Beiträge: 558

Beitrag(#2195182) Verfasst am: 17.11.2019, 19:24    Titel: :-) Antworten mit Zitat

Heimat ist eine Verortung. Verortung heißt auch einen Bezug haben zu den Menschen vor Ort, den alt Eingesessenen und den neu Hinzugekommenen.

Es bedarf eine kleinsten gemeinsamen Nenners um das Geflecht aus Ort und Menschen zu dem Gedanken, der in den eigenen Gedanken verwurzelt ist, mitnehmen zu können. Das birgt den Ursprung von Vertrauen in das Einge(ver)bundensein in sich. Macht Heimat auch zu einem Ort im eigenen Innern.

Eine sehr gute Sicht auf Heimat ist hier zu finden:

Zitat:
Einen "Generalverdacht" gegen Heimat als rechtsreaktionär lässt sie gar nicht erst aufkommen, so Döbler. Das zeigt ihr auch Schwarnowskis Einordnung des Heimatbegriffs der Nazis, den sie nicht als Folge, sondern als Gegensatz zum gegen die Industrialisierung gesetzten Heimatbegriff des 19. Jahrhunderts beschreibt. Heimat, lernt Döbler, kann alles mögliche sein, außerdem rechts und links, auf keinen Fall aber ist sie eine Ideologie.


https://www.amazon.de/Heimat-Geschichte-Missverst%C3%A4ndnisses-Susanne-Scharnowski/dp/3534270738/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=scharnowski+heimat&qid=1574010917&s=books&sr=1-1

https://www.perlentaucher.de/buch/susanne-scharnowski/heimat.html


Zur Vertiefung:

https://www.youtube.com/watch?v=zNNgzoyCukY
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 43590
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2195253) Verfasst am: 18.11.2019, 19:51    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.youtube.com/watch?v=7zMwIwgsFA8&fbclid=IwAR169t9t5qkOgl-N6mJGTxDsEqNO7NfdBPu771MKmxAcBsbKkIEwjFMqPn0
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goedelchen
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Anmeldungsdatum: 08.10.2018
Beiträge: 558

Beitrag(#2195257) Verfasst am: 18.11.2019, 19:55    Titel: :-) Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
https://www.youtube.com/watch?v=7zMwIwgsFA8&fbclid=IwAR169t9t5qkOgl-N6mJGTxDsEqNO7NfdBPu771MKmxAcBsbKkIEwjFMqPn0


Total überzeujend.

Irgendwie ...na ja , genauso wie an anderer Stelle.

Smilie
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Beitrag(#2195258) Verfasst am: 18.11.2019, 19:58    Titel: Re: :-) Antworten mit Zitat

goedelchen hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
https://www.youtube.com/watch?v=7zMwIwgsFA8&fbclid=IwAR169t9t5qkOgl-N6mJGTxDsEqNO7NfdBPu771MKmxAcBsbKkIEwjFMqPn0


Total überzeujend.

Irgendwie ...na ja , genauso wie an anderer Stelle.

Smilie



Hä???
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vrolijke
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Beitrag(#2195260) Verfasst am: 18.11.2019, 20:13    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
https://www.youtube.com/watch?v=7zMwIwgsFA8&fbclid=IwAR169t9t5qkOgl-N6mJGTxDsEqNO7NfdBPu771MKmxAcBsbKkIEwjFMqPn0

Schon schön dort... Aber nichts für einen Städter wie mich.
_________________
Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
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luc
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Beitrag(#2195263) Verfasst am: 18.11.2019, 21:28    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
https://www.youtube.com/watch?v=7zMwIwgsFA8&fbclid=IwAR169t9t5qkOgl-N6mJGTxDsEqNO7NfdBPu771MKmxAcBsbKkIEwjFMqPn0


Hübsch aber eine Stadt unter einer Million Einwohner ist ein Albtraum für mich. Paris mit seinen 12 Millionen Einwohnern mit den ganzen Vorstädten war mir aber zu stressig, oder ich hätte direrkt im Zentrum wohnen müssen aber mein Geldbeutel war ein bisschen knapp.


Zuletzt bearbeitet von luc am 18.11.2019, 21:29, insgesamt einmal bearbeitet
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



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Beitrag(#2195264) Verfasst am: 18.11.2019, 21:29    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
https://www.youtube.com/watch?v=7zMwIwgsFA8&fbclid=IwAR169t9t5qkOgl-N6mJGTxDsEqNO7NfdBPu771MKmxAcBsbKkIEwjFMqPn0

Schon schön dort... Aber nichts für einen Städter wie mich.


Verstehe ich. Stadtmenschen langweilen sich hier wahrscheinlich zu Tode. Man geht hier nicht in eine Kneipe, sondern in die eine Kneipe, es gibt kein Kino, kaum Läden... Sehr glücklich
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Beitrag(#2195265) Verfasst am: 18.11.2019, 21:31    Titel: Antworten mit Zitat

luc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
https://www.youtube.com/watch?v=7zMwIwgsFA8&fbclid=IwAR169t9t5qkOgl-N6mJGTxDsEqNO7NfdBPu771MKmxAcBsbKkIEwjFMqPn0


Hübsch aber eine Stadt unter einer Million Einwohner ist ein Albtraum für mich. Paris mit seinen 12 Millionen Einwohnern mit den ganzen Vorstädten war mir aber zu stressig, oder ich hätte direrkt im Zentrum wohnen müssen aber mein Geldbeutel war ein bisschen knapp.


Fuer mich sind Gemeinden ueber 100 000 Einwohner ein Albtraum. Muss ich mir nicht antun. Ich hab's gerne grün und ruhig. Smilie
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luc
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Wohnort: Nice. Paris. Köln

Beitrag(#2195266) Verfasst am: 18.11.2019, 21:37    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
https://www.youtube.com/watch?v=7zMwIwgsFA8&fbclid=IwAR169t9t5qkOgl-N6mJGTxDsEqNO7NfdBPu771MKmxAcBsbKkIEwjFMqPn0


Hübsch aber eine Stadt unter einer Million Einwohner ist ein Albtraum für mich. Paris mit seinen 12 Millionen Einwohnern mit den ganzen Vorstädten war mir aber zu stressig, oder ich hätte direrkt im Zentrum wohnen müssen aber mein Geldbeutel war ein bisschen knapp.


Fuer mich sind Gemeinden ueber 100 000 Einwohner ein Albtraum. Muss ich mir nicht antun. Ich hab's gerne grün und ruhig. Smilie


zum Glück sind die Menschen so verschieden. Für jeden oder für fast jeden gibt es das Richtige oder das fast Richtige.
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Beitrag(#2195267) Verfasst am: 18.11.2019, 21:38    Titel: Antworten mit Zitat

luc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
https://www.youtube.com/watch?v=7zMwIwgsFA8&fbclid=IwAR169t9t5qkOgl-N6mJGTxDsEqNO7NfdBPu771MKmxAcBsbKkIEwjFMqPn0


Hübsch aber eine Stadt unter einer Million Einwohner ist ein Albtraum für mich. Paris mit seinen 12 Millionen Einwohnern mit den ganzen Vorstädten war mir aber zu stressig, oder ich hätte direrkt im Zentrum wohnen müssen aber mein Geldbeutel war ein bisschen knapp.


Fuer mich sind Gemeinden ueber 100 000 Einwohner ein Albtraum. Muss ich mir nicht antun. Ich hab's gerne grün und ruhig. Smilie


zum Glück sind die Menschen so verschieden. Für jeden oder für fast jeden gibt es das Richtige oder das fast Richtige.


Yup!
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Ahriman
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
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Beitrag(#2195351) Verfasst am: 19.11.2019, 13:11    Titel: Antworten mit Zitat

Viel zu viel Wasser.
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goedelchen
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Anmeldungsdatum: 08.10.2018
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Beitrag(#2195983) Verfasst am: 24.11.2019, 19:36    Titel: .-) Antworten mit Zitat

Viel wahres darin, auch wenn die Redakteure des Stern sich wieder darin hervortun das Ganze in eine Ecke des "Absurden" zu schreiben. Stern-Gleich halt, man muss Smilie in der Spur des ach so progressiven Lifestyles bleiben. Sternschnuppen- Gleich halt.

Wer den Empfindungen zu dem, was eine wesentliche Prägung auf sich selber weg drückt, hat andere Probleme. Besonders mit denen, die ihrer Empfindungen von ihrer Identität knallhart deren Luftloch entgegensetzen.


Zitat:
77 Prozent der Deutschen fühlen sich nach einer Allensbach-Umfrage stark oder sehr stark mit dir verbunden. Sie denken an Kindheit und Familie (87 Prozent), an Freunde (84 Prozent) und alte Zeiten (75 Prozent). Heimat, das gilt heute nicht mehr als Ausweis folkloristischer Spießigkeit (20 Prozent), sondern als Ausdruck eines diffusen Wunschs nach Vertrautheit und Zugehörigkeit, nach verlässlicher Wiedererkennung und Vergewisserung der eigenen Wurzeln. Sagen Soziologen. Das Wort lässt sich auch deshalb so schwer in andere Sprachen übersetzen, weil es so viel mehr bedeutet als nur den Ort, an dem man das Licht der Welt erblickte. Sagen Sprachwissenschaftler. Man könnte auch sagen: Heimat, das ist vor allem ein Gefühl.


https://www.stern.de/lifestyle/heimat-deutschland--von-der-sehnsucht-nach-zugehoerigkeit-8196096.html

Zur Vertiefung:

https://www.youtube.com/watch?v=rRjWsWWum_E

Beaudelaire/Walter Benjamin

alles ganz dämliche Rechtsdraußen. Oder so.
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Wilson
zwischen gaga und dada



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Beitrag(#2195985) Verfasst am: 24.11.2019, 19:42    Titel: Re: .-) Antworten mit Zitat

goedelchen hat folgendes geschrieben:
Viel wahres darin, auch wenn die Redakteure des Stern sich wieder darin hervortun das Ganze in eine Ecke des "Absurden" zu schreiben. Stern-Gleich halt, man muss Smilie in der Spur des ach so progressiven Lifestyles bleiben. Sternschnuppen- Gleich halt.

Wer den Empfindungen zu dem, was eine wesentliche Prägung auf sich selber weg drückt, hat andere Probleme. Besonders mit denen, die ihrer Empfindungen von ihrer Identität knallhart deren Luftloch entgegensetzen.


Zitat:
77 Prozent der Deutschen fühlen sich nach einer Allensbach-Umfrage stark oder sehr stark mit dir verbunden. Sie denken an Kindheit und Familie (87 Prozent), an Freunde (84 Prozent) und alte Zeiten (75 Prozent). Heimat, das gilt heute nicht mehr als Ausweis folkloristischer Spießigkeit (20 Prozent), sondern als Ausdruck eines diffusen Wunschs nach Vertrautheit und Zugehörigkeit, nach verlässlicher Wiedererkennung und Vergewisserung der eigenen Wurzeln. Sagen Soziologen. Das Wort lässt sich auch deshalb so schwer in andere Sprachen übersetzen, weil es so viel mehr bedeutet als nur den Ort, an dem man das Licht der Welt erblickte. Sagen Sprachwissenschaftler. Man könnte auch sagen: Heimat, das ist vor allem ein Gefühl.


https://www.stern.de/lifestyle/heimat-deutschland--von-der-sehnsucht-nach-zugehoerigkeit-8196096.html

Zur Vertiefung:

https://www.youtube.com/watch?v=rRjWsWWum_E

Beaudelaire/Walter Benjamin

alles ganz dämliche Rechtsdraußen. Oder so.


erinnert mich ohne, dass ich den beitrag gelesen habe an das hier:
https://www.youtube.com/watch?v=K642El8bJjk
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Ahriman
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
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Beitrag(#2196020) Verfasst am: 25.11.2019, 15:27    Titel: Re: .-) Antworten mit Zitat

goedelchen hat folgendes geschrieben:
Viel wahres darin, auch wenn die Redakteure des Stern sich wieder darin hervortun das Ganze in eine Ecke des "Absurden" zu schreiben. Stern-Gleich halt, man muss Smilie in der Spur des ach so progressiven Lifestyles bleiben. Sternschnuppen- Gleich halt.

Wer den Empfindungen zu dem, was eine wesentliche Prägung auf sich selber weg drückt, hat andere Probleme. Besonders mit denen, die ihrer Empfindungen von ihrer Identität knallhart deren Luftloch entgegensetzen.

Könntest du das mal in deutscher Sprache wiederholen?

Und ein "knallhartes Luftloch" - was'n das? Geschockt
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goedelchen
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Anmeldungsdatum: 08.10.2018
Beiträge: 558

Beitrag(#2196463) Verfasst am: 01.12.2019, 20:03    Titel: :) Antworten mit Zitat

Menschen, die mit Heimat etwas verbinden, das ihre Kreativität, ihre Lust an der Arbeit an einem Ort, mit dem was ein Ort hergibt, verinnerlicht haben, äußern sich so über Heimat:

Zitat:
Heimatverbundenheit bei gleichzeitiger Offenheit dem anderen gegenüber ist, was die Menschen in der Pfalz auszeichnet. Klar, dass dem Winzer Wolfgang Gabel das Bild von der starken Verwurzelung in den Sinn kommt: "Wir kleben schon an der Scholle, und das ist gut so. Denn die Seele kommt oft nicht mehr mit, mit der Geschwindigkeit der Welt."


https://www.stern.de/genuss/trinken/wein-aus-der-pfalz--gekeltert-aus-lebensglueck-9000188.html

Das macht eine gefestigte Identität und Authentizität her. Strahlt aus. Lebensglück ?

Gibt einige die schwimmen einfach rum, überall oder irgendwie - so, eigentlich nur ganz irgendwie -los. Alles gut, alles clarissimo.

Zur Vertiefung:

https://www.youtube.com/watch?v=D_zBCKE1c84
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 43590
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Beitrag(#2196465) Verfasst am: 01.12.2019, 20:09    Titel: Re: :) Antworten mit Zitat

goedelchen hat folgendes geschrieben:
Menschen, die mit Heimat etwas verbinden, das ihre Kreativität, ihre Lust an der Arbeit an einem Ort, mit dem was ein Ort hergibt, verinnerlicht haben, äußern sich so über Heimat:

Zitat:
Heimatverbundenheit bei gleichzeitiger Offenheit dem anderen gegenüber ist, was die Menschen in der Pfalz auszeichnet. Klar, dass dem Winzer Wolfgang Gabel das Bild von der starken Verwurzelung in den Sinn kommt: "Wir kleben schon an der Scholle, und das ist gut so. Denn die Seele kommt oft nicht mehr mit, mit der Geschwindigkeit der Welt."


https://www.stern.de/genuss/trinken/wein-aus-der-pfalz--gekeltert-aus-lebensglueck-9000188.html

Das macht eine gefestigte Identität und Authentizität her. Strahlt aus. Lebensglück ?

Gibt einige die schwimmen einfach rum, überall oder irgendwie - so, eigentlich nur ganz irgendwie -los. Alles gut, alles clarissimo.

Zur Vertiefung:

https://www.youtube.com/watch?v=D_zBCKE1c84



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vrolijke
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 39055
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2196466) Verfasst am: 01.12.2019, 20:15    Titel: Re: :) Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
goedelchen hat folgendes geschrieben:
Menschen, die mit Heimat etwas verbinden, das ihre Kreativität, ihre Lust an der Arbeit an einem Ort, mit dem was ein Ort hergibt, verinnerlicht haben, äußern sich so über Heimat:

Zitat:
Heimatverbundenheit bei gleichzeitiger Offenheit dem anderen gegenüber ist, was die Menschen in der Pfalz auszeichnet. Klar, dass dem Winzer Wolfgang Gabel das Bild von der starken Verwurzelung in den Sinn kommt: "Wir kleben schon an der Scholle, und das ist gut so. Denn die Seele kommt oft nicht mehr mit, mit der Geschwindigkeit der Welt."


https://www.stern.de/genuss/trinken/wein-aus-der-pfalz--gekeltert-aus-lebensglueck-9000188.html

Das macht eine gefestigte Identität und Authentizität her. Strahlt aus. Lebensglück ?

Gibt einige die schwimmen einfach rum, überall oder irgendwie - so, eigentlich nur ganz irgendwie -los. Alles gut, alles clarissimo.

Zur Vertiefung:

https://www.youtube.com/watch?v=D_zBCKE1c84



Ich bin auch Pfälzer und zwar einer, der sich aus dieser Klebefalle freistrampeln konnte. Sehr glücklich


Lachen
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Beiträge: 5753
Wohnort: Avaricum

Beitrag(#2196474) Verfasst am: 01.12.2019, 22:33    Titel: Re: :) Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
goedelchen hat folgendes geschrieben:
Menschen, die mit Heimat etwas verbinden, das ihre Kreativität, ihre Lust an der Arbeit an einem Ort, mit dem was ein Ort hergibt, verinnerlicht haben, äußern sich so über Heimat:

Zitat:
Heimatverbundenheit bei gleichzeitiger Offenheit dem anderen gegenüber ist, was die Menschen in der Pfalz auszeichnet. Klar, dass dem Winzer Wolfgang Gabel das Bild von der starken Verwurzelung in den Sinn kommt: "Wir kleben schon an der Scholle, und das ist gut so. Denn die Seele kommt oft nicht mehr mit, mit der Geschwindigkeit der Welt."


https://www.stern.de/genuss/trinken/wein-aus-der-pfalz--gekeltert-aus-lebensglueck-9000188.html

Das macht eine gefestigte Identität und Authentizität her. Strahlt aus. Lebensglück ?

Gibt einige die schwimmen einfach rum, überall oder irgendwie - so, eigentlich nur ganz irgendwie -los. Alles gut, alles clarissimo.

Zur Vertiefung:

https://www.youtube.com/watch?v=D_zBCKE1c84



Ich bin auch Pfälzer und zwar einer, der sich aus dieser Klebefalle freistrampeln konnte. Sehr glücklich


Ich auch: sowohl Pfälzerin (zumindest zur Hälfte), als auch aus der Klebefalle freigestrampelt Cool Winken
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"He either fears his fate too much
or his deserts are small
That dares not put it to the touch
To gain or lose it all."
James Graham
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goedelchen
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Beiträge: 558

Beitrag(#2197061) Verfasst am: 08.12.2019, 21:25    Titel: .-) Antworten mit Zitat

Der 2. Advent bietet sich natürlich an, etwas zur Heimat auszuführen. Es geht ja um ankommen, das Ankommen, wie wo wer ankommt, ist alles im Begriff Heimat enthalten. Für den, der irgendwo hinkommt und für den, der da ist, der was an sich herankommen lässt und bei sich ankommen lässt

Die Uni Jena hat da was.

Die hat sich auch um den Begriff Rassismus verdient gemacht, den hier einige so was von overstretchen und " miss-brauchen ".

Also nehme ich an, das müsste für den freien Geist sicher eine unbelastete Quelle sein, deren Ausrichtung im Sinne von Heimat ( als immer noch valider Begriff im Dasein ) unbelastet ist und nicht "miss-bräuchlich" verbogen werden kann/sollte.

Zitat:
Heimat ist ein Begriff im stetigen Wandel

Heimat als Begriff sei diffus, flexibel und pluralistisch, „ein Begriff im stetigen Wandel“, konstatiert der Historiker Prof. Dr. Klaus Ries. Im Zeitalter der Globalisierung biete sich die Chance, Heimat gewissermaßen neu zu denken, einen lange Zeit kontaminierten Begriff mit neuen Inhalten zu versehen.


https://www.uni-jena.de/190717_Heimatbuch.html

Zur Vertiefung:

https://www.youtube.com/watch?v=w0wfhgS9kDQ
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Wilson
zwischen gaga und dada



Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 13334
Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2197160) Verfasst am: 10.12.2019, 13:43    Titel: Antworten mit Zitat

hier ist gödel chen ja nun leider nicht mit dabei:

Love different:
https://www.instagram.com/tv/B5yh82yKmAb/?utm_source=ig_embed

verantwortliche Künstlerin: Carlotta Guerreiro- "Liebe, kulturelle Vielfalt und Diversität" lautet die botschaft
_________________
"als ob"
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jdf
Skyscrapers are winking



Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 17133

Beitrag(#2197495) Verfasst am: 15.12.2019, 00:24    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Das populäre Feindbild der „kosmopolitischen Eliten“

Populisten von rechts und links und die selbsterklärte „bürgerliche Mitte“ haben ein neues Feindbild: das der globalisierten Eliten. Heute gelten Kosmopoliten mit höherer Bildung immer öfter als realitätsfremd und abgehoben, währenddessen die „einfachen Menschen“ ein natürliches Bedürfnis nach „Heimat“ hätten.

...

... die Idee, dass die „natürliche“ Kultur des einfachen Menschen eine regionale oder nationale sein müsste, die alles „Fremde“ rigoros ablehnt, stammt nicht von den als einfach klassifizierten Menschen. Sie wurde und wird vorzugsweise von den Eliten formuliert, die sich selbst zwar einen globalen Horizont zutrauen, die weitgehend abstrakt gezeichnete „breite Masse“ aber nach wie vor zum legitimen Träger einer Nationalidentität naturalisieren. Diese Konstruktion speist sich nicht nur aus Ignoranz gegenüber der Alltagskultur, sondern auch aus einem bürgerlichen Nationalismus, der früher in glühender Emphase für alles „Deutsche“ vorgetragen wurde – etwa in Herders Volkslied-Theorem –, heute hingegen ex negativo formuliert wird: Was gut für uns Gebildete sein mag, überfordert den Rest der Gesellschaft. Das Resultat ist in beiden Fällen ein Kulturnationalismus, als dessen Träger abermals „das Volk“ essenzialisiert wird.

Dagegen spricht nicht nur die Kulturgeschichte, sondern auch die gegenwärtige Verfasstheit beider Gruppen. Sieht man sich die neuesten verfügbaren Zahlen an, so stehen sie in krassem Widerspruch zur stereotyp behaupteten überdurchschnittlichen Globalisierung der deutschen Eliten.

...

https://www.deutschlandfunk.de/gesellschaftskritik-das-populaere-feindbild-der.1184.de.html?dram:article_id=455652

Hörenswert.
_________________
Die Geschichte soll mich als jemanden in Erinnerung behalten, der sich zu hundert Prozent für den kleinen Mann eingesetzt hat.
(HC Strache)
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Tarvoc
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Beitrag(#2197498) Verfasst am: 15.12.2019, 00:29    Titel: Antworten mit Zitat

Genau, die Definition von "zur gesellschaftlichen Elite gehörig" ist, dass man ein Kosmopolit mit universitärem Abschluss ist. Im Diskurs von Occupy Wallstreet bezog sich der Ausdruck "Top One Per Cent" bekanntlich auf den IQ. noc Lachen

Klarer Fall davon, dass das Ziel der Kritik mit Absicht missverstanden wird.
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jdf
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Beitrag(#2197500) Verfasst am: 15.12.2019, 00:33    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Genau, die Definition von "zur gesellschaftlichen Elite gehörig" ist, dass man ein Kosmopolit mit universitärem Abschluss ist.

Na, dann kann ich ja auch noch den direkt folgenden Textteil hier reinkopieren, weil er so schön passt:

Zitat:
Nach aktuellen Zahlen haben nur 4,6 Prozent der Beamtinnen und Beamten einen Migrationshintergrund. Die deutsche Professorenschaft ist genauso wenig divers: Nach der Untersuchung eines Forschungsteams um Aylâ Neusel, Ole Engel und Andrä Wolter von 2014 liegt der Anteil an Menschen mit Migrations-Biographie in dieser vermeintlich „globalistischen Clique“ bei nur 11,6 Prozent, von deren Gesamtheit wiederum nur acht Prozent aus Staaten außerhalb Europas und Amerikas stammen – die meisten kommen aus Österreich und der Schweiz. Die deutschen Funktionseliten sind damit nicht die Vorreiter von Globalisierung und Integration – sondern das Schlusslicht. In der Arbeiterschaft hingegen haben 34 Prozent einen Migrationshintergrund – sie ist also tatsächlich die Avantgarde der Transnationalisierung.

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Tarvoc
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Beitrag(#2197502) Verfasst am: 15.12.2019, 00:39    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Genau, die Definition von "zur gesellschaftlichen Elite gehörig" ist, dass man ein Kosmopolit mit universitärem Abschluss ist.

Na, dann kann ich ja auch noch den direkt folgenden Textteil hier reinkopieren, weil er so schön passt:

Zitat:
Nach aktuellen Zahlen haben nur 4,6 Prozent der Beamtinnen und Beamten einen Migrationshintergrund. Die deutsche Professorenschaft ist genauso wenig divers: Nach der Untersuchung eines Forschungsteams um Aylâ Neusel, Ole Engel und Andrä Wolter von 2014 liegt der Anteil an Menschen mit Migrations-Biographie in dieser vermeintlich „globalistischen Clique“ bei nur 11,6 Prozent, von deren Gesamtheit wiederum nur acht Prozent aus Staaten außerhalb Europas und Amerikas stammen – die meisten kommen aus Österreich und der Schweiz. Die deutschen Funktionseliten sind damit nicht die Vorreiter von Globalisierung und Integration – sondern das Schlusslicht. In der Arbeiterschaft hingegen haben 34 Prozent einen Migrationshintergrund – sie ist also tatsächlich die Avantgarde der Transnationalisierung.


Sehe ich ähnlich, und das ist auch ein Missstand im akademischen Betrieb. Mein Punkt war ein anderer, nämlich der, dass überhaupt nicht klar ist, ob die Kritik an den "Eliten" sich überhaupt gegen Beamten und Akademiker richtet. Bei den Rechten sicher, aber hier geht es ja um einen weiteren Blick, der "Populismus" von rechts, links und aus der Mitte betrachten soll. Und da kann man noch nicht mal ohne weiteres voraussetzen, dass rechts, links und Mitte bezüglich solcher soziologischer Ausdrücke überhaupt die selbe "Sprache" sprechen.
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Zuletzt bearbeitet von Tarvoc am 15.12.2019, 00:42, insgesamt einmal bearbeitet
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Beitrag(#2197503) Verfasst am: 15.12.2019, 00:41    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Das populäre Feindbild der „kosmopolitischen Eliten“

Populisten von rechts und links und die selbsterklärte „bürgerliche Mitte“ haben ein neues Feindbild: das der globalisierten Eliten. Heute gelten Kosmopoliten mit höherer Bildung immer öfter als realitätsfremd und abgehoben, währenddessen die „einfachen Menschen“ ein natürliches Bedürfnis nach „Heimat“ hätten.

...

... die Idee, dass die „natürliche“ Kultur des einfachen Menschen eine regionale oder nationale sein müsste, die alles „Fremde“ rigoros ablehnt, stammt nicht von den als einfach klassifizierten Menschen. Sie wurde und wird vorzugsweise von den Eliten formuliert, die sich selbst zwar einen globalen Horizont zutrauen, die weitgehend abstrakt gezeichnete „breite Masse“ aber nach wie vor zum legitimen Träger einer Nationalidentität naturalisieren. Diese Konstruktion speist sich nicht nur aus Ignoranz gegenüber der Alltagskultur, sondern auch aus einem bürgerlichen Nationalismus, der früher in glühender Emphase für alles „Deutsche“ vorgetragen wurde – etwa in Herders Volkslied-Theorem –, heute hingegen ex negativo formuliert wird: Was gut für uns Gebildete sein mag, überfordert den Rest der Gesellschaft. Das Resultat ist in beiden Fällen ein Kulturnationalismus, als dessen Träger abermals „das Volk“ essenzialisiert wird.

Dagegen spricht nicht nur die Kulturgeschichte, sondern auch die gegenwärtige Verfasstheit beider Gruppen. Sieht man sich die neuesten verfügbaren Zahlen an, so stehen sie in krassem Widerspruch zur stereotyp behaupteten überdurchschnittlichen Globalisierung der deutschen Eliten.

...

https://www.deutschlandfunk.de/gesellschaftskritik-das-populaere-feindbild-der.1184.de.html?dram:article_id=455652

Hörenswert.


Ein Satz der all zu wahr ist:
Zitat:
Aber nur den Wählern der Alternative für Deutschland wird regelmäßig die küchenpsychologische Diagnose einer Angststörung zuteil, womit sie gleichsam pathologisiert werden.

Kultur im klassischem Sinne, wird fast von alle Gesellschaftsschichten gleich goutiert. (Aus meine Wahrnehmung heraus).
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Beitrag(#2197504) Verfasst am: 15.12.2019, 01:23    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Sehe ich ähnlich, und das ist auch ein Missstand im akademischen Betrieb. Mein Punkt war ein anderer, nämlich der, dass überhaupt nicht klar ist, ob die Kritik an den "Eliten" sich überhaupt gegen Beamten und Akademiker richtet.

Das war ja bloß das Beispiel, das in dem Text genannt wurde.

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Bei den Rechten sicher, aber hier geht es ja um einen weiteren Blick, der "Populismus" von rechts, links und aus der Mitte betrachten soll. Und da kann man noch nicht mal ohne weiteres voraussetzen, dass rechts, links und Mitte bezüglich solcher soziologischer Ausdrücke überhaupt die selbe "Sprache" sprechen.

Von den "Sprachen" habe ich keine Ahnung...
Ich habe den Text nur hier zitiert, weil er die Adaption von "transnationaler Kultur" eben nicht bei den "kosmopolitischen Eliten" verortet, sondern bei den sozialen Unter- und Mittelschichten - vom Jazz der Nachkriegszeit über die Halbstarken bis zu den Pauschaltouristen, was natürlich im Widerspruch zur Konstruktion der sesshaften, nationalen Traditionalisten steht, die hier von gödelchen beschworen wird.
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luc
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Beitrag(#2197511) Verfasst am: 15.12.2019, 11:53    Titel: Antworten mit Zitat

Menschen, die viel Reisen und Fremdsprachen sprechen, sind meistens nicht so anfällig für Nationalismus. Es gelingt ihnen oft einiges zu relativieren.
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sehr gut
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Beitrag(#2197513) Verfasst am: 15.12.2019, 12:21    Titel: Antworten mit Zitat

luc hat folgendes geschrieben:
Menschen, die viel Reisen und Fremdsprachen sprechen, sind meistens nicht so anfällig für Nationalismus. Es gelingt ihnen oft einiges zu relativieren.

Wie stehen Vielreiser/Vielsprachler zu Blöcken, Blasen, ...? Solange ein Rahmen geschaffen wird aus dem bestimmte Menschengruppen ausgeschlossen werden, 'fremd' sind, ändert sich doch nur formal etwas.

Ob jemand jetzt in Nationalgrenzen denkt, oder NATO-Grenzen, oder Konzern-Grenzen, oder sonstigen Block/Blasen-Grenzen Schulterzucken
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luc
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Beitrag(#2197522) Verfasst am: 15.12.2019, 14:26    Titel: Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
Menschen, die viel Reisen und Fremdsprachen sprechen, sind meistens nicht so anfällig für Nationalismus. Es gelingt ihnen oft einiges zu relativieren.

Wie stehen Vielreiser/Vielsprachler zu Blöcken, Blasen, ...? Solange ein Rahmen geschaffen wird aus dem bestimmte Menschengruppen ausgeschlossen werden, 'fremd' sind, ändert sich doch nur formal etwas.

Ob jemand jetzt in Nationalgrenzen denkt, oder NATO-Grenzen, oder Konzern-Grenzen, oder sonstigen Block/Blasen-Grenzen Schulterzucken


Ohne die Menschen, die sich ständig als Opfer fühlen, zu zählen, obwohl sie gar keine Opfer sind. Sich fremd fühlen wird manchmal von einigen kultiviert. Eine Art Masturbation ohne richtigen Orgasmus.
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