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Wie sich der rechte Mob durch das Schüren von Hass finanziert
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Samson83
Gegenaufgeklärt



Anmeldungsdatum: 18.01.2013
Beiträge: 4243

Beitrag(#2079463) Verfasst am: 16.12.2016, 10:15    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:

Was ist überhaupt für Dich Hetze, an welchen Merkmalen erkennst Du sie? Zeig das doch bitte mal an Broders Texten (...)


http://www.achgut.com/artikel/der_schmutzige_erfolg_der_denunzianten

Zitat:
Die Entscheidung, ob ein Unternehmen weiterhin auf einer bestimmten Seite Werbung schaltet oder nicht, bleibe dem jeweiligen Unternehmen überlassen.

Das klingt maßvoll, wie eine Empfehlung der Stiftung Warentest, beim Kauf einer bestimmten Waschmaschine auf den Energieverbrauch zu achten. Für welche Maschine der Kunde sich am Ende entscheidet, bleibe seine Sache. Man wolle dem Verbraucher nur bei einer „informierten Kaufentscheidung“ behilflich sein.

Man kann, finde ich, auch nicht mit absoluter Gewissheit behaupten, dass die feschen SA-Leute, die am 1. April 1933 vor jüdischen Geschäften Posten bezogen, einen Boykott jüdischer Geschäfte im Sinn hatten. Vielleicht wollten sie die Passanten nur darauf aufmerksam machen, wem die Geschäfte gehören, wobei es jedem Kunden überlassen blieb, ob er in dem jeweiligen Geschäft einkauft oder nicht.


Daraus:

Zitat:
Dass er „rechten Seiten den Geldhahn zudrehen und sie so trockenlegen“ möchte, hört sich erst einmal harmlos an. Wie „Kein Viertes Reich!" Oder: „Wehret den Anfängen!" Ist es aber nicht. Die Ankündigung zeigt nur, dass Gerald Hensel, Stratege bei der Agentur „Scholz & Friends“, kein Demokrat ist. Er macht sich nicht einmal die Mühe – oder ist dazu gedanklich nicht in der Lage -, zwischen rechts, rechtsradikal und rechtsextrem zu unterscheiden.

Es ist kein Makel, rechts zu sein, so wie es kein Makel ist, für Recht und Ordnung zu sein. Eine Öffentlichkeit ohne „rechte“ Seiten ist keine demokratische Öffentlichkeit, und ein parlamentarisches System ohne „rechte“ Parteien ist kein demokratisches System. Dass am rechten und linken Rand Grenzen des Zulässigen gezogen werden müssen, steht auf einem anderen Blatt, ist aber nicht die Aufgabe eines Würstchens, der sich zu Höherem berufen fühlt, sondern der demokratisch legitimierten Instanzen.

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"Ich halte das fuer fake, habe aber nichts dagegen das so zu verbreiten als ob's echt waere. Macht Trump genauso."
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sünnerklaas
Mietzekatzenkater



Anmeldungsdatum: 30.09.2006
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Beitrag(#2079465) Verfasst am: 16.12.2016, 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:

Was ist überhaupt für Dich Hetze, an welchen Merkmalen erkennst Du sie?


Hetze erkennt man daran, wenn in der politischen Diskussion ausschließlich Emotionen bedient werden. Emotionen sind aber in der Politik fehl am platze. Durch Emotionen löst man keine Probleme - man verschärft sie nur. Und ich gehe da sogar noch weiter: Leute, wie der Broder sind überhaupt nicht an einer Problemlösung interessiert - im Gegenteil, das Fortbestehen von Problemen ist für sie existenziell wichtig. Sie leiten daraus ihre eigene Daseinsberechtigung ab. Im Grunde kann man es so sagen: ein bestehendes Problem wird aus egoistischen Mitteln instrumentalisiert.
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 18518
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Beitrag(#2079476) Verfasst am: 16.12.2016, 13:46    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
....
Ist ja hoch interessant, was Du da erzählst. Wie viele Leser hat er denn in Kanada aufgehetzt und wen bedrohen die?
....


In Kanada faellt mir jetzt spontan keiner ein. Dafuer einer in Norwegen, der gerade eine laengere Haftstrafe wegen Massenmordes absitzt. Wenn Dich interessiert womit Broder den aufgehetzt hat, dann lies Dir einfach mal dessen "Manifesto" durch, wo die entsprechenden Passagen aus Broders Schriftum in schoener Ausfuehrlichkeit zitiert werden.

Aha. Dir reicht also ein Zitat durch einen Irren, um einen Zusammenhang zwischen dem Zitat und der Tat des Irren herzustellen. Und Du bist Dir sicher, dass das keine Hetze ist?
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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fwo
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Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 18518
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2079477) Verfasst am: 16.12.2016, 13:50    Titel: Antworten mit Zitat

sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:

Was ist überhaupt für Dich Hetze, an welchen Merkmalen erkennst Du sie?


Hetze erkennt man daran, wenn in der politischen Diskussion ausschließlich Emotionen bedient werden. Emotionen sind aber in der Politik fehl am platze. Durch Emotionen löst man keine Probleme - man verschärft sie nur. Und ich gehe da sogar noch weiter: Leute, wie der Broder sind überhaupt nicht an einer Problemlösung interessiert - im Gegenteil, das Fortbestehen von Problemen ist für sie existenziell wichtig. Sie leiten daraus ihre eigene Daseinsberechtigung ab. Im Grunde kann man es so sagen: ein bestehendes Problem wird aus egoistischen Mitteln instrumentalisiert.

Toll. Ich nehme an, Willi Brand war dann in seinen Besten Reden auch ein Hetzer?

Broder ist ein Journalist, der von Kommentaren lebt. Den Vorwurf, den Du ihm machst, kannst Du jedem kommentierenden Journalisten machen.
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fwo
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Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 18518
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Beitrag(#2079478) Verfasst am: 16.12.2016, 13:57    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:

Was ist überhaupt für Dich Hetze, an welchen Merkmalen erkennst Du sie? Zeig das doch bitte mal an Broders Texten (...)


http://www.achgut.com/artikel/der_schmutzige_erfolg_der_denunzianten

Zitat:
Die Entscheidung, ob ein Unternehmen weiterhin auf einer bestimmten Seite Werbung schaltet oder nicht, bleibe dem jeweiligen Unternehmen überlassen.

Das klingt maßvoll, wie eine Empfehlung der Stiftung Warentest, beim Kauf einer bestimmten Waschmaschine auf den Energieverbrauch zu achten. Für welche Maschine der Kunde sich am Ende entscheidet, bleibe seine Sache. Man wolle dem Verbraucher nur bei einer „informierten Kaufentscheidung“ behilflich sein.

Man kann, finde ich, auch nicht mit absoluter Gewissheit behaupten, dass die feschen SA-Leute, die am 1. April 1933 vor jüdischen Geschäften Posten bezogen, einen Boykott jüdischer Geschäfte im Sinn hatten. Vielleicht wollten sie die Passanten nur darauf aufmerksam machen, wem die Geschäfte gehören, wobei es jedem Kunden überlassen blieb, ob er in dem jeweiligen Geschäft einkauft oder nicht.

Sollte man das wirklich gelten lassen? Ich glaube nicht.

Denn was dieser Schrift vorweg gegangen ist, war nichts anderes als ein existenzieller Angriff auf den Autor: Hensel hatte ja nicht allgemein gesagt, man möge sich überlegen, wen man mit Werbung bestückt, er hatte, durchaus mit guter Absicht, Seiten genannt, auch wenn er im Interview zurückrudert:


STERN hat folgendes geschrieben:
Hensel hat folgendes geschrieben:
Es geht mir nicht darum, dass ein Kreuzzug gegen einzelne Seiten geführt wird. Es geht darum, dass die Leute, die Banner schalten, ein Verständnis dafür kriegen, wohin sie eigentlich ihre Werbegelder lenken. Es geht mir nicht um Blacklisting. Ich habe nie zu einem Boykott aufgerufen. Ich habe gesagt: "Werbeleiter dieser Welt, schaut mal wieder hin, wohin ihr euer Geld gebt. Ihr habt nämlich keine Ahnung mehr, wie eure Budgets funktionieren. Oft sind es eben manipulative Knoten, die Gesellschaften in Echtzeit in Hate-Mobs verwandeln."

In der Liste taucht die "Achse des Guten" nicht auf. In einem langen Text über Ihre Aktion stellen Sie den von Henryk M. Broder betriebenen Blog allerdings in einen Kontext mit "Breitbart" und "Pi-News". Warum haben Sie das gemacht?
Hensel hat folgendes geschrieben:
Ganz einfach, weil ich manchmal ein naiver Idealist bin. Ich bin ein Mensch, der eine Idee hatte. Ich habe einen definitiv nicht rechtsicheren Text geschrieben. Dennoch haben sich diese Leute demaskiert und gezeigt, wer sie wirklich sind.


Und an der Stelle wird Hensel scheinheilig: Die Branche ist ja sehr gefühlig - nicht umsonst ist das ein Sammelbecken für Waldorf-Schüler - und Broder hatte als direkte Folge Rückzüge in der Werbung auf seiner Seite. Der schreibt zwar auch für Printmedien, aber meines Wissens als Freier - reich ist der nicht, der merkt das also. Hensel tritt Broder also ganz real ans Bein, bekommt im Gegenzug eine üble verbale Maulschelle, um dann zu sagen: "Seht ihr - jetzt hat der sich als Schläger demaskiert." Kann man offensichtlich so machen, aber ich stimme nicht zu.

Broders Vergleich ist zwar böse, aber in der Sache absolut richtig. Hensel ist alles andere als ein Nazi, aber nach dem vorweg gehenden Text, der da sagte, man solle gut überlegen wo man kauft, ist das Nennen von Namen nichts anderes als das Markieren von Fenstern, um denen, die nicht gern selbst bewerten, zu helfen, die "richtigen" Seiten zu boykottieren. Nicht rechtssicher nennt es Hensel, ich schätze, dass er damit ganz schlicht den Tatbestand der Geschäftsschädigung erfüllt. Es ist wohl auch nicht ganz unbegründet, darin den eigentlichen Grund dieser sehr schnellen Trennung von "Scholz & Friends" zu sehen. Was Hensel hier macht, ist ein ziemlich direkter Aufruf zur finanziellen Schädigung Dritter. Die werden teilweise direkt genannt, befinden sich aber auch bereits Im Titel der Aktion, die da nicht etwa heißt "KeinGeldFuerRechtsextreme" oder "KeinGeldFuerNazis", sondern ganz einfach "KeinGeldFuerRechts". Aber Rechts reicht aus der linken Position eben vom nur Andersdenkenden bis zum Nazi. Was Hensel hier macht, ist ein ziemlich direkter Aufruf zur Schädigung politisch Andersdenkender - bb ist leider meiner Aufforderung einer Definition von Hetze nicht gefolgt, aber das dürfte eine ziemlich schlimme Form davon darstellen.

Oder ist das jetzt keine Hetze, weil die Absicht die richtige ist? (Wohlgemerkt: Bis auf dieses sehr allgemeine "Rechts", die Liste und Nennung von Namen stehe ich prinzipiell hinter diesem Aufruf)

p.s. Samson hat die sehr kompakte Antwort Broders dazu zitiert, ich habe es lieber mit eigenen Worten gesagt.
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sünnerklaas
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Beitrag(#2079479) Verfasst am: 16.12.2016, 13:58    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:

Was ist überhaupt für Dich Hetze, an welchen Merkmalen erkennst Du sie?


Hetze erkennt man daran, wenn in der politischen Diskussion ausschließlich Emotionen bedient werden. Emotionen sind aber in der Politik fehl am platze. Durch Emotionen löst man keine Probleme - man verschärft sie nur. Und ich gehe da sogar noch weiter: Leute, wie der Broder sind überhaupt nicht an einer Problemlösung interessiert - im Gegenteil, das Fortbestehen von Problemen ist für sie existenziell wichtig. Sie leiten daraus ihre eigene Daseinsberechtigung ab. Im Grunde kann man es so sagen: ein bestehendes Problem wird aus egoistischen Mitteln instrumentalisiert.

Toll. Ich nehme an, Willi Brand war dann in seinen Besten Reden auch ein Hetzer?

Broder ist ein Journalist, der von Kommentaren lebt. Den Vorwurf, den Du ihm machst, kannst Du jedem kommentierenden Journalisten machen.

Hier geht es um Broder - und nicht um Willy Brandt.
Und Broder kommentiert nicht. Er polemisiert. Und zwar ausschließlich. Ich habe noch nie bei ihm auch nur eine einzige sachlich vorgetragene Kritik gefunden.
Und was Broder außerdem betrifft: er ist groß im Austeilen, hat aber keinerlei Nehmerqualitäten. Da ist er sofort zutiefst beleidigt. Wie ein Kleinkind - inklusive wütendem Aufstampfens mit dem Fuß. Der soll erst mal erwachsen werden. Das ist er nämlich nicht. So, wie er sich aufführt, ist er für mich ein Inbegriff schlechten Benehmens. Seine Kinderstube war wohl doch nicht so dolle. Anders ist sein Verhalten für mich nicht zu erklären.

Und der Unterschied zu Brandt, ja selbst zu Kohl oder Strauß ist, dass diese drei durchaus Nehmerqualitäten hatten. Und deren gesammelten Reden sind keineswegs durchweg Polemiken. Polemik kann Sinn machen, wenn sie konstruktiv zuspitzen soll. Bei Broder sehe ich aber keine konstruktiven Schriften. Das ist aus meiner Sicht durchweg destruktiv. Broder lebt davon, dass es Probleme gibt. Deshalb würde er, so glaube ich, im Zweifelsfall auch alles daran setzen, dass die Probleme bestehen bleiben - sonst hätte er nichts mehr zu sagen. Da wäre bei ihm Flasche leer.
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fwo
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Beitrag(#2079481) Verfasst am: 16.12.2016, 14:12    Titel: Antworten mit Zitat

sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
...
Und Broder kommentiert nicht. Er polemisiert. Und zwar ausschließlich. Ich habe noch nie bei ihm auch nur eine einzige sachlich vorgetragene Kritik gefunden.

Kommentar und Polemik sind kein Widerspruch, die Polemik ist eine Form des Kommentars.
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
Und was Broder außerdem betrifft: er ist groß im Austeilen, hat aber keinerlei Nehmerqualitäten. Da ist er sofort zutiefst beleidigt. Wie ein Kleinkind - inklusive wütendem Aufstampfens mit dem Fuß. Der soll erst mal erwachsen werden. Das ist er nämlich nicht. So, wie er sich aufführt, ist er für mich ein Inbegriff schlechten Benehmens. Seine Kinderstube war wohl doch nicht so dolle. Anders ist sein Verhalten für mich nicht zu erklären.

Du siehst als keinen Unterschied darin, ob ich gegen jemanden polemisiere oder ob ich seine finanzielle Basis angreife? Du scheinst eine sichere Rente zu haben.
sünnerklaas hat folgendes geschrieben:
Und der Unterschied zu Brandt, ja selbst zu Kohl oder Strauß ist, dass diese drei durchaus Nehmerqualitäten hatten. Und deren gesammelten Reden sind keineswegs durchweg Polemiken. Polemik kann Sinn machen, wenn sie konstruktiv zuspitzen soll. Bei Broder sehe ich aber keine konstruktiven Schriften. Das ist aus meiner Sicht durchweg destruktiv. Broder lebt davon, dass es Probleme gibt. Deshalb würde er, so glaube ich, im Zweifelsfall auch alles daran setzen, dass die Probleme bestehen bleiben - sonst hätte er nichts mehr zu sagen. Da wäre bei ihm Flasche leer.

Richtig. Broder ist kein Politiker, sondern Journalist. Die leben allgemein von Nachrichten, und die sind selten gut. Und Broder lebt vom Kommentieren der Nachrichten, die er sich aussucht. Das ist nichts Verwerfliches.
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zelig
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Beiträge: 21639

Beitrag(#2079484) Verfasst am: 16.12.2016, 15:00    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Du siehst als keinen Unterschied darin, ob ich gegen jemanden polemisiere oder ob ich seine finanzielle Basis angreife?


Nur mal dazu. Ist denn das Ansinnen in Ordnung, die werbenden Unternehmen darauf hinzuweisen, daß sie besser kontrollieren können als bisher, wen sie für die Werbung bezahlen?
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Kramer
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Beiträge: 25893

Beitrag(#2079485) Verfasst am: 16.12.2016, 15:23    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:

Du siehst als keinen Unterschied darin, ob ich gegen jemanden polemisiere oder ob ich seine finanzielle Basis angreife?


Ich glaube kaum, dass achgut.com Broders finanzielle Basis ist.
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fwo
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Beitrag(#2079486) Verfasst am: 16.12.2016, 15:29    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Du siehst als keinen Unterschied darin, ob ich gegen jemanden polemisiere oder ob ich seine finanzielle Basis angreife?


Nur mal dazu. Ist denn das Ansinnen in Ordnung, die werbenden Unternehmen darauf hinzuweisen, daß sie besser kontrollieren können als bisher, wen sie für die Werbung bezahlen?

Das ist es, und das habe ich bereits mehrmals auch geschrieben, das letzte Mal hier:
fwo hat folgendes geschrieben:
...
(Wohlgemerkt: Bis auf dieses sehr allgemeine "Rechts", die Liste und Nennung von Namen stehe ich prinzipiell hinter diesem Aufruf)

Aber in dieser Form halte ich es für das, wogegen es sich richtet, nämlich Hetze, wenn auch von einer sympathischeren Seite.
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Effô Tisetti
Königsblau bis in den Tod



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Beitrag(#2079487) Verfasst am: 16.12.2016, 15:33    Titel: Antworten mit Zitat

Was ich an der ganzen Sache absolut nicht verstehe: Wie kann es sein, dass die Verantwortlichen auf Auftraggeberseite nicht wissen, in welchen Umfeldern sie Werbung schalten? Tonnenweise Schaumschlägerei um Markenführung, Mediaplanung & Co. - und dann nicht wissen, wo die ach so tolle Marke platziert wird? Wie dilettantisch ist das denn?! Geschockt
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fwo
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Beitrag(#2079488) Verfasst am: 16.12.2016, 15:35    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:

Du siehst als keinen Unterschied darin, ob ich gegen jemanden polemisiere oder ob ich seine finanzielle Basis angreife?


Ich glaube kaum, dass achgut.com Broders finanzielle Basis ist.

Mit Sicherheit nicht seine ganze, aber ein Stück davon, von dem wir beide nicht wissen, wie groß es sit. Aber was ändert das an der grundsätzlichen Fragestellung?
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Beitrag(#2079489) Verfasst am: 16.12.2016, 15:46    Titel: Antworten mit Zitat

Effô Tisetti hat folgendes geschrieben:
Was ich an der ganzen Sache absolut nicht verstehe: Wie kann es sein, dass die Verantwortlichen auf Auftraggeberseite nicht wissen, in welchen Umfeldern sie Werbung schalten? Tonnenweise Schaumschlägerei um Markenführung, Mediaplanung & Co. - und dann nicht wissen, wo die ach so tolle Marke platziert wird? Wie dilettantisch ist das denn?! Geschockt

Kaufmännisch ist das solange in Ordnung, solange keiner darauf aufmerksam macht. Oder hast Du bisher irgendeinen Aufschrei in diese Richtung getan oder gehört? Die Site als Imageträger ist erst durch diese Aktion in das Marktgeschehen eingeführt worden.

Ich habe schon gelegentlich geschrien und mich direkt an den Auftraggeber gewandt - aber aus einem anderen Grund. Nämlich wenn die Werber ihre Flashs so grottig gemacht haben, dass die meinen Browser zum Absturz gebracht haben. Das hat üblicherweise sehr schnell geholfen, und der Sitebetreiber war auch glücklich (in diesem Fall ein Wetterportal, das ich häufig nutze, und das mir leider keine Möglichkeit gibt, für Werbefreiheit zu bezahlen).
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Kramer
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Beitrag(#2079490) Verfasst am: 16.12.2016, 15:48    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Aber was ändert das an der grundsätzlichen Fragestellung?


Wenn jemand mit seiner politischen Einstellung seinen Lebensunterhalt bestreitet, dann muss er damit rechnen, dass seine Einkommenssituation durch politische Gegenreaktionen beeinflusst werden kann. Jeder Mensch hat das Recht einen Blog zu betreiben und darauf zu polemisieren. Aber es gibt kein Recht, auch dafür bezahlt zu werden.
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
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Beitrag(#2079491) Verfasst am: 16.12.2016, 15:54    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Dass er aber Breitbart, PI und Broder in einen Topf wirft, zeigt, dass er selbst nicht richtig zwischen anderer Meinung und Hass schüren unterscheiden kann.


So ähnlich ging es dann wohl auch Michael Miersch, dem Mitbegründer von achgut.com. Der hat sich 2015 von der Seite verabschiedet, weil er die "andere Meinung" als "Hass schüren" empfunden hat. Ihm wurde zu achgut.com zu Pegida-lastig.
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Effô Tisetti
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Beitrag(#2079493) Verfasst am: 16.12.2016, 16:06    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Effô Tisetti hat folgendes geschrieben:
Was ich an der ganzen Sache absolut nicht verstehe: Wie kann es sein, dass die Verantwortlichen auf Auftraggeberseite nicht wissen, in welchen Umfeldern sie Werbung schalten? Tonnenweise Schaumschlägerei um Markenführung, Mediaplanung & Co. - und dann nicht wissen, wo die ach so tolle Marke platziert wird? Wie dilettantisch ist das denn?! Geschockt

Kaufmännisch ist das solange in Ordnung, solange keiner darauf aufmerksam macht.


Verstehe ich nicht, was hat das mit "kaufmännisch" zu tun? Mir gehts auch gar nicht um die Broder-Seite, sondern um die generelle Sorgfaltspflicht der verantwortlichen Marketing-Menschen: In erster Linie muss doch der Auftraggeber selbst ein Interesse daran haben, dass er in einem Umfeld unterwegs ist, das seiner Marke nicht schadet. Die Werber sind ja i.d.R. nur der ausführende Dienstleister. Denen ist das im Zweifel egal, die sind an Rabatten und möglichst effizienter Abwicklung interessiert. Dieses "Oh, wusste ja gar nicht, dass wir auf (eindeutig) rechtsextremen Seiten Werbung schalten" ist doch ein Offenbarungseid jedes Marketing-Verantwortlichen!
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Anmeldungsdatum: 05.02.2008
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Beitrag(#2079495) Verfasst am: 16.12.2016, 16:09    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Dass er aber Breitbart, PI und Broder in einen Topf wirft, zeigt, dass er selbst nicht richtig zwischen anderer Meinung und Hass schüren unterscheiden kann.


So ähnlich ging es dann wohl auch Michael Miersch, dem Mitbegründer von achgut.com. Der hat sich 2015 von der Seite verabschiedet, weil er die "andere Meinung" als "Hass schüren" empfunden hat. Ihm wurde zu achgut.com zu Pegida-lastig.

Wobei das mit der Pegida-Nähe oder -Lasigkeit ja regelmäßig schon fällt, wenn man einen Themenkreis mit denen gemeinsam hat. Auch Sarah Wagenknecht sitzt schon in diesem Boot.

Das war noch vor Pegida, aber ich kann mich an eine Aussage von Dir erinnern, die ungefähr so ging:

Während hier nach Lust und Laune über das Christentum gewettert werden darf, muss eine Kritik am Islam in Sprache und Umfang schon einer Semesterarbeit entsprechen, um nicht den Stempel Islamophobie oder Fremdenfeindlichkeit zu bekommen.
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Beitrag(#2079496) Verfasst am: 16.12.2016, 16:11    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Aber was ändert das an der grundsätzlichen Fragestellung?


Wenn jemand mit seiner politischen Einstellung seinen Lebensunterhalt bestreitet, dann muss er damit rechnen, dass seine Einkommenssituation durch politische Gegenreaktionen beeinflusst werden kann. Jeder Mensch hat das Recht einen Blog zu betreiben und darauf zu polemisieren. Aber es gibt kein Recht, auch dafür bezahlt zu werden.

Aber es gibt das Recht, Rufmord zu betreiben, um bestehende Verträge zu torpedieren? Broder ist keine antidemokratische Kraft.
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 25893

Beitrag(#2079497) Verfasst am: 16.12.2016, 16:16    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Wobei das mit der Pegida-Nähe oder -Lasigkeit ja regelmäßig schon fällt, wenn man einen Themenkreis mit denen gemeinsam hat. Auch Sarah Wagenknecht sitzt schon in diesem Boot.


http://www.berliner-zeitung.de/kultur/zu-viel-pegida-michael-miersch-verlaesst--achse-des-guten--3286696

Und auch bitte auf das Datum achten. Das war noch vor der Flüchtlings-Debatte.
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 25893

Beitrag(#2079498) Verfasst am: 16.12.2016, 16:25    Titel: Antworten mit Zitat

Effô Tisetti hat folgendes geschrieben:
In erster Linie muss doch der Auftraggeber selbst ein Interesse daran haben, dass er in einem Umfeld unterwegs ist, das seiner Marke nicht schadet.


Wer da absolut sicher gehen will, sollte das Internet meiden.
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Beitrag(#2079499) Verfasst am: 16.12.2016, 16:28    Titel: Antworten mit Zitat

Effô Tisetti hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Effô Tisetti hat folgendes geschrieben:
Was ich an der ganzen Sache absolut nicht verstehe: Wie kann es sein, dass die Verantwortlichen auf Auftraggeberseite nicht wissen, in welchen Umfeldern sie Werbung schalten? Tonnenweise Schaumschlägerei um Markenführung, Mediaplanung & Co. - und dann nicht wissen, wo die ach so tolle Marke platziert wird? Wie dilettantisch ist das denn?! Geschockt

Kaufmännisch ist das solange in Ordnung, solange keiner darauf aufmerksam macht.


Verstehe ich nicht, was hat das mit "kaufmännisch" zu tun? Mir gehts auch gar nicht um die Broder-Seite, sondern um die generelle Sorgfaltspflicht der verantwortlichen Marketing-Menschen: In erster Linie muss doch der Auftraggeber selbst ein Interesse daran haben, dass er in einem Umfeld unterwegs ist, das seiner Marke nicht schadet. Die Werber sind ja i.d.R. nur der ausführende Dienstleister. Denen ist das im Zweifel egal, die sind an Rabatten und möglichst effizienter Abwicklung interessiert. Dieses "Oh, wusste ja gar nicht, dass wir auf (eindeutig) rechtsextremen Seiten Werbung schalten" ist doch ein Offenbarungseid jedes Marketing-Verantwortlichen!

Warum hast Du die beiden nachfolgenden Sätze gesnippt? :
Zitat:
Oder hast Du bisher irgendeinen Aufschrei in diese Richtung getan oder gehört? Die Site als Imageträger ist erst durch diese Aktion in das Marktgeschehen eingeführt worden.

Nicht nur der Werber, auch der Auftrageber und der potentielle Kunde hat bisher nicht auf dieses Umfeld geachtet. Das wurde erst durch diese Aktion geändert. Erst mit dieser Aktion wird die benutzte Site zum Imageträger des Werbekunden erklärt. Vorher war es allen Beteiligten egal.

BTW: Normalerweise ist es in den Printmedien andersherum und große Werbekunden beeinflussten das Umfeld sprich die Berichterstattung durch das Schalten zusätzlicher Werbung oder den Entzug der Werbung. Früher haben wir so etwas sehr übel genommen, wenn es herauskam und jetzt stilisieren wir es gerade zum guten Mittel des politischen Kampfes.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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fwo
hat offensichtlich gerade wenig zu tun



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Beitrag(#2079501) Verfasst am: 16.12.2016, 16:40    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Wobei das mit der Pegida-Nähe oder -Lasigkeit ja regelmäßig schon fällt, wenn man einen Themenkreis mit denen gemeinsam hat. Auch Sarah Wagenknecht sitzt schon in diesem Boot.


http://www.berliner-zeitung.de/kultur/zu-viel-pegida-michael-miersch-verlaesst--achse-des-guten--3286696

Und auch bitte auf das Datum achten. Das war noch vor der Flüchtlings-Debatte.

Ich bin nur sehr selten auf dieser Achse unterwegs, aber ich kannte diesen Abgang. Zu Broder steht da hauptsächlich das Wort Islamophobie. Und die Islamophobie Broders ist eine die ich teile, die sogar von einigen Muslimen geteilt wird. Von Dir normalerweise auch.
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Kramer
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Beitrag(#2079502) Verfasst am: 16.12.2016, 16:47    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Zu Broder steht da hauptsächlich das Wort Islamophobie. Und die Islamophobie Broders ist eine die ich teile, die sogar von einigen Muslimen geteilt wird. Von Dir normalerweise auch.


Broders Islamophobie ist die Islamophobie Donald Trumps - mit dem er noch einige andere Gemeinsamkeiten hat. Wenn Du Dich da gerne einreihen möchtest, nur zu...
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Kramer
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Beitrag(#2079503) Verfasst am: 16.12.2016, 16:52    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:

Aber es gibt das Recht, Rufmord zu betreiben, um bestehende Verträge zu torpedieren?


Ich habe keine Ahnung, welche vertraglichen Bedingungen es für solche Bannerwerbung gibt. Ich gehe aber mal davon aus, dass die Kunden die Möglichkeit haben, bestimmte Seiten auszuschliessen. Wenn dem so ist, dann werden hier keine Verträge torpediert, sondern nur Kunden darauf hingewiesen, ihre vertraglich zugesicherten Möglichkeiten auch zu nutzen.
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Effô Tisetti
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Beitrag(#2079506) Verfasst am: 16.12.2016, 17:05    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Effô Tisetti hat folgendes geschrieben:
In erster Linie muss doch der Auftraggeber selbst ein Interesse daran haben, dass er in einem Umfeld unterwegs ist, das seiner Marke nicht schadet.


Wer da absolut sicher gehen will, sollte das Internet meiden.


Dazu kann ich aus Erfahrung nur sagen: Das ist Quatsch. Man kann dann vielleicht nicht alles machen, aber immer noch recht viel.
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Kramer
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Beitrag(#2079507) Verfasst am: 16.12.2016, 17:11    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Broders Vergleich ist zwar böse, aber in der Sache absolut richtig.


Nein, ist er nicht. Würde es um unpolitische Blogs gehen, auf denen es um Mode, Kochrezepte oder Haushaltstipps geht, die von Menschen mit einer rechten oder rechtsradikalen Gesinnung betrieben werden, dann wäre Broders Vergleich noch halbwegs stimmig. "Kauf Dein Brot nicht bei X, wenn Du die Gesinnung von X nicht teilst" - passt hier nicht, denn X verkauft kein Brot, sondern Gesinnung. Und wer auf solchen Seiten wirbt, dessen Werbung steht nicht neben einem Kuchenrezept von jemanden, dessen Gesinnung man nicht teilt, sondern direkt neben dessen Meinungsäusserungen.
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Effô Tisetti
Königsblau bis in den Tod



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Beitrag(#2079509) Verfasst am: 16.12.2016, 17:21    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Nicht nur der Werber, auch der Auftrageber und der potentielle Kunde hat bisher nicht auf dieses Umfeld geachtet. Das wurde erst durch diese Aktion geändert. Erst mit dieser Aktion wird die benutzte Site zum Imageträger des Werbekunden erklärt. Vorher war es allen Beteiligten egal.


Das ist doch genau der Skandal: Einem Auftraggeber darf es nicht egal sein - niemals. Ob es "den" Kunden egal ist, wage ich außerdem mal zu bezweifeln. Denn auch wenn es lange unbemerkt bleibt, muss man als Auftraggeber immer damit rechnen, dass das irgendwann zum Thema wird. Und dann sind "Wusste ich ja gar nicht" oder sogar "Es war mir egal" reichlich schlechte Argumente.

fwo hat folgendes geschrieben:
BTW: Normalerweise ist es in den Printmedien andersherum und große Werbekunden beeinflussten das Umfeld sprich die Berichterstattung durch das Schalten zusätzlicher Werbung oder den Entzug der Werbung. Früher haben wir so etwas sehr übel genommen, wenn es herauskam und jetzt stilisieren wir es gerade zum guten Mittel des politischen Kampfes.


Es geht überhaupt nicht um den "politischen Kampf", sondern darum, dass ganz viele Marke nachvollziehbar nicht mit extremen politischen Positionen in Zusammenhang gebracht werden möchten. Vor Social Media oder gar dem Internet gab es die Problematik in diesem Ausmaß nicht. Vereinfacht gesagt: Da war die Entscheidung zwischen "rechts" und "links" noch die zwischen FAZ und Rundschau. Beides völlig unproblematisch. Heute dienen Tausende von Blogs und sonstigen seltsamen Seiten über Affiliate oder Display-Netzwerke als Werbeträger. Es ist doch völlig klar, dass man da verstärkt prüfen muss, wo man auftaucht. Das endet ja nicht bei extrem rechts/links, sondern betrifft auch VT-, Abzockseiten usw. usf.
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Kramer
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Beitrag(#2079510) Verfasst am: 16.12.2016, 17:23    Titel: Antworten mit Zitat

Effô Tisetti hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Effô Tisetti hat folgendes geschrieben:
In erster Linie muss doch der Auftraggeber selbst ein Interesse daran haben, dass er in einem Umfeld unterwegs ist, das seiner Marke nicht schadet.


Wer da absolut sicher gehen will, sollte das Internet meiden.


Dazu kann ich aus Erfahrung nur sagen: Das ist Quatsch. Man kann dann vielleicht nicht alles machen, aber immer noch recht viel.


Trotzdem ist das Risiko, im Internet in einem Umfeld zu werben, mit dem man nicht in Verbindung gebracht werden will, ziemlich hoch. Wer seine Werbung bei Anbietern schaltet, die mit Werbebebannern in Wordpress-Blogs arbeiten, wird kaum kontrollieren können, wo seine Werbung erscheint.

Ich habe vor einigen Jahren mal eine Diskussion bei Envato/Audiojungle verfolgt. Da hat sich der Komponist eines Musikstückes (das er über diese Webseite vertreibt) darüber beklagt, dass sein Musikstück in einem Youtube-Video der französischen Front National verwendet wurde.
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zelig
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Beitrag(#2079511) Verfasst am: 16.12.2016, 17:25    Titel: Antworten mit Zitat

Sprecht ihr gerade über den SA-Vergleich? Ich schätze, er

a) bedient damit sein Clientel und sichert sich somit die 10 000 Klicks

b) weiß aber selber ganz genau, daß sein Vergleich falsch ist
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Effô Tisetti
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Beitrag(#2079513) Verfasst am: 16.12.2016, 17:45    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Trotzdem ist das Risiko, im Internet in einem Umfeld zu werben, mit dem man nicht in Verbindung gebracht werden will, ziemlich hoch. Wer seine Werbung bei Anbietern schaltet, die mit Werbebebannern in Wordpress-Blogs arbeiten, wird kaum kontrollieren können, wo seine Werbung erscheint.


Klar. Entweder macht man das dann nicht oder man muss halt doch kontrollieren - mit dem entsprechenden Aufwand. Noch besser natürlich, wenn man sich auf die diesbezügliche Expertise und tolle Tools einer Agentur verlassen könnte. Kann man aber i.d.R. nicht. Letztlich muss sich also der Auftraggeber selbst verantwortlich fühlen - und macht dann im Zweifel eben nur Sachen, wo er sicher sein kann.

Kramer hat folgendes geschrieben:
Ich habe vor einigen Jahren mal eine Diskussion bei Envato/Audiojungle verfolgt. Da hat sich der Komponist eines Musikstückes (das er über diese Webseite vertreibt) darüber beklagt, dass sein Musikstück in einem Youtube-Video der französischen Front National verwendet wurde.


Das ist doch eine "ganz normale" Urheberrechtsfrage. Was hat das mit Online-Werbung zu tun?
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