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Elfen- und Vulkanohren. Operation, kein Latex!
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Komodo
Maggots!



Anmeldungsdatum: 27.05.2005
Beiträge: 4588
Wohnort: 2Fort

Beitrag(#1319386) Verfasst am: 01.07.2009, 14:41    Titel: Antworten mit Zitat

Die unteren drei Bilder sind natürlich nicht echt. Beachtet auch den Kontext, dass der Autor sich über die Umwandlung eines Spruchs in eine bildliche Darstellung lustig macht. Die Fakes drehen das um. zwinkern
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Poldi
Bin Daheim



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 4559
Wohnort: Bavarian Congo

Beitrag(#1319388) Verfasst am: 01.07.2009, 14:45    Titel: Antworten mit Zitat

Rasmus hat folgendes geschrieben:
Surata hat folgendes geschrieben:
Bis aufs erste sind die wohl gephotoshopt.


Denke ich auch, aber die passten halt so schön.

"Barbed Wire" könnte ich mir noch am ehesten als echt vorstellen.


Jupp, sind sie ... aber wenn man bedenkt, daß es sogar so Irre gibt, die sich unseren Bandnamen haben tätowieren haben lassen .... da sind die gephotoshopten garned soo schlimm dagegen Cool

Was mir grad einfällt ... in meiner Clique sind seltsamerweise die Kerle diejenigen, die NICHT tätowiert sind, die Mädels, bis auf mein Frauchen, allerdings alle *grübel*
_________________
gG,
Poldi
Doch leider kanns gefählich sein, den Satan in dir zu verstehen.
Jeder Mensch ein Sünderschwein, Oh christliches Vergehen.
Die Trennung zwischen Gut und Bös die wirst du niemals finden
nur leider kanns gefährlich sein das den Pfaffen auf die Nasen zu binden.
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Evilbert
auf eigenen Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 16.09.2003
Beiträge: 42408

Beitrag(#1319420) Verfasst am: 01.07.2009, 15:24    Titel: Antworten mit Zitat

Surata hat folgendes geschrieben:
Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
Graf Zahl hat folgendes geschrieben:
Das waren nur ein paar Beispiele (ob einem die Motive gefallen, ist egal, es geht um die Qualität).
Beim Tätowierer um die Ecke bekommst Du höchstens einen billigen Abklatsch davon.

Wirklich beachtlich, das kann ich ohne weiteres als Kunst anerkennen. Aber sowas läßt sich auch nicht jeder hergelaufene Hanswurst machen.
Das ist schon ewtas anderes als wenn sich Sandy und Mandy chinesische Schriftzeichen auf den Arsch pieksen lassen.


Die dann eh meist was anderes, wenn überhaupt was, bedeuten, als das, was sie meinen.



Stranger in a Strange Land hat folgendes geschrieben:
ISABEL: [to Jack][...] Your tattoos -- that's what they say.
Jack: That's what they say. It's not what they mean.


Lachen
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fräulein rottenmeier
registrierter User



Anmeldungsdatum: 16.02.2009
Beiträge: 1106
Wohnort: Saint Louis

Beitrag(#1319434) Verfasst am: 01.07.2009, 15:38    Titel: Antworten mit Zitat

Rasmus hat folgendes geschrieben:

Du meinst die Beschneidung, oder?


nein, ich hab eher an Paulus gedacht, der sagte, dass der Körper die Wohnung des Heiligen Geistes sei. Und Wohnungen hält man ja, im ureigenen Interesse, zumindest einigermassen sauber, sonst fühlt man sich nicht wohl.

Zitat:

Ich z.B. wäre gerne ein paar Pfunde leichter. Ich kann nicht einfach in einen schlankeren Körper wechseln, sondern ich muss ihn ändern - ebenso wie ich ihn geändert habe um die Pfunde erstmal auf die Rippen zu bekommen. Und *das* war eine viel schlimemre und ungesündere Änderung als ein kleines Piercing es jemals sein könnte - aber da macht keiner ein solches Theater drum.


Leider nicht, das ganze Thema mit Essstörungen (nicht dass ich behaupten möchte, du hättest eine) wird mE ziemlich unterschätzt. Ein einzelnes Piercing oder eine kleine Tätowierung halte ich auch nicht für ein Problem, das dürfte in der Regel keine schlimmen Folgen haben. So ab zehn Piercings aufwärts erlaube ich mir durchaus gewisse Zweifel, ob das gesund sein kann.


Zitat:
Da sgae ich ja nichts gegen. Ich sehe nur nicht ein, dass man sich im Zweifel eher dagegen entscheiden sollte.


Bei allem, was nicht rückgängig zu machen ist (und auch ein Piercing lässt noch Jahre später eine Narbe zurück, der Originalzustand kann nicht wieder hergestellt werden) würde ich im Zweifelsfall tatsächlich lieber noch warten. Aber es ist natürlich, wie bei allem, eine Frage des Masses. Und wer sicher ist, sowas zu wollen, klar...

grüsse, das fräulein
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Dissonanz
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Anmeldungsdatum: 24.03.2008
Beiträge: 3541

Beitrag(#1319453) Verfasst am: 01.07.2009, 15:54    Titel: Antworten mit Zitat

fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:
Rasmus hat folgendes geschrieben:

Ich z.B. wäre gerne ein paar Pfunde leichter. Ich kann nicht einfach in einen schlankeren Körper wechseln, sondern ich muss ihn ändern - ebenso wie ich ihn geändert habe um die Pfunde erstmal auf die Rippen zu bekommen. Und *das* war eine viel schlimemre und ungesündere Änderung als ein kleines Piercing es jemals sein könnte - aber da macht keiner ein solches Theater drum.


Leider nicht, das ganze Thema mit Essstörungen (nicht dass ich behaupten möchte, du hättest eine) wird mE ziemlich unterschätzt. Ein einzelnes Piercing oder eine kleine Tätowierung halte ich auch nicht für ein Problem, das dürfte in der Regel keine schlimmen Folgen haben. So ab zehn Piercings aufwärts erlaube ich mir durchaus gewisse Zweifel, ob das gesund sein kann.


Meinst du die Ursache oder die Folge?

Und, auch wenn das jetzt ziemlich trivial tönt, die Frage ist dennoch fundamental wichtig: Was ist "gesund"/"krank"?

Zitat:
Zitat:
Da sgae ich ja nichts gegen. Ich sehe nur nicht ein, dass man sich im Zweifel eher dagegen entscheiden sollte.


Bei allem, was nicht rückgängig zu machen ist (und auch ein Piercing lässt noch Jahre später eine Narbe zurück, der Originalzustand kann nicht wieder hergestellt werden) würde ich im Zweifelsfall tatsächlich lieber noch warten. Aber es ist natürlich, wie bei allem, eine Frage des Masses. Und wer sicher ist, sowas zu wollen, klar...

grüsse, das fräulein


Die Frage ist ja hier gerade eher, ob es überhaupt eine Frage ist. Klar, bei Dingen die nicht rückgängig gemacht werden können ist es per Definition nicht möglich, sie rückgängig zu machen. Trotzdem ist ob sie gut oder schlecht für einen sind, denke ich, unabhängig davon, ob es rückgängig oder ach irgendwie führt dieser Gedankengang zu nichts deshalb hier ein Faktoid aus der Konsumentenpsychologie:

Menschen sind mit ihren Spontankäufen zufriedener als mit ihren geplanten Einkäufen.

Frage: Gilt das auch für Tätowierungen/Körperveränderungen?
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"In other words, the cultures have been subjected to as careless handling as if in the hands of a somewhat below par student assistant, but they have survived."
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fräulein rottenmeier
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Anmeldungsdatum: 16.02.2009
Beiträge: 1106
Wohnort: Saint Louis

Beitrag(#1319465) Verfasst am: 01.07.2009, 16:05    Titel: Antworten mit Zitat

Graf Zahl hat folgendes geschrieben:

Das Motiv, das dahinter steckt, ist doch entscheidend anders.
Jemand, der sich tätowieren oder piercen läßt, plant das i.d.R. sorgfältig (vorausgesetzt, es ist nicht einer von denen, die meinen, sie wären mit einem Tatttoo cool, egal was für eins das ist).


jetzt sprichst du aber von einer ziemlichen Elite. zwinkern
Ich mein, jetzt ist wieder Sommer... setz dich mal in ein Café und zähl Arschgeweihe. Im Moment dürfte es reichlich Leute geben, die es nur einfach so machen, und die es dann nach ein paar Jahren nicht mehr haben wollen.


Zitat:

Ich bin mit der Tattoo-Szene vertraut, und Du wärst vielleicht überrascht zu hören, was für Strecken viele zurücklegen (und Geld ausgeben), um sich etwas ganz bestimmtes tätowieren zu lassen.


Das glaub ich gern, aber ein Tätowierer, der Kunden über mehrere hundert Kilometer anzieht, muss wirklich gut sein. Was allerdings auch bedingt, dass es viele gibt, die korrekte Arbeit machen, und die ein einfaches Motiv ohne weiteres sauber hinkriegen. Der Leopardenkopf gefällt mir allerdings tatsächlich ausserordentlich gut... Ich liebe es...

Zitat:

Wenn man sich etwas mit der Materie beschäftigt, steigen schnell die Ansprüche, und wenn man weiß, was inzwischen möglich ist, sowieso.


da hast du bestimmt recht. Aber dieses Wissen ist was für solche, die sich wirklich gut auskennen. Für absolute Liebhaber.


Zitat:
Mein Punkt ist, daß man sich aus ganz anderen gründen tätowieren oder piercen läßt als jemand, der sich selbst physischen Schaden zufügt, einfach um des Schadens willen.


ich glaube, hier werden wir nicht einig werden.zwinkern

ich bleibe dabei, dass die Grenzen sehr schwer zu ziehen sind, und dass der Graubereich enorm gross ist.


Zitat:

Der Kernpunkt hier ist, daß wenn es einem einfach darum ginge, Schmerzen zu haben, müßte man nicht zum Tätowierer oder Piercer gehen.


hm. Ich werd jetzt etwas spitzfindig: wenn es einfach darum geht, ein schönes Bild am Körper zu haben, könnte man auch Bodypainting, Henna-Tattoos oder sonst was Schmerzfreies machen.

Doch den meisten geht's wohl tatsächlich um mehrere Dinge, und bewusst Schmerz zu erleben, ist mE ein wichtiger Teilpunkt für viele, die sich Tattoos und Piercings machen lassen. Was ja auch durchaus legitim ist. Leid und Schmerz zu vermeiden ist nichts, was absolut erstrebenswert wäre.

grüsse, das fräulein
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Dissonanz
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Anmeldungsdatum: 24.03.2008
Beiträge: 3541

Beitrag(#1319467) Verfasst am: 01.07.2009, 16:08    Titel: Antworten mit Zitat

Henna und Bodypainting gehen aber wieder ab. Eine Tätowierung gehört danach weitestgehend zu einem.
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Ralf Rudolfy
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Anmeldungsdatum: 11.12.2003
Beiträge: 26674

Beitrag(#1319469) Verfasst am: 01.07.2009, 16:10    Titel: Antworten mit Zitat

fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:
Der Leopardenkopf gefällt mir allerdings tatsächlich ausserordentlich gut... Ich liebe es...

Da muß man ja schon fast Angst haben, daß einem ein verrückter Sammler deswegen das Fell über die Ohren zieht.
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fräulein rottenmeier
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Anmeldungsdatum: 16.02.2009
Beiträge: 1106
Wohnort: Saint Louis

Beitrag(#1319471) Verfasst am: 01.07.2009, 16:12    Titel: Antworten mit Zitat

Dissonanz hat folgendes geschrieben:
fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:

Leider nicht, das ganze Thema mit Essstörungen (nicht dass ich behaupten möchte, du hättest eine) wird mE ziemlich unterschätzt. Ein einzelnes Piercing oder eine kleine Tätowierung halte ich auch nicht für ein Problem, das dürfte in der Regel keine schlimmen Folgen haben. So ab zehn Piercings aufwärts erlaube ich mir durchaus gewisse Zweifel, ob das gesund sein kann.


Meinst du die Ursache oder die Folge?


Beides, je nach Fall. Wer sich nur dann spürt, wenn am Körper rumgeschnitten oder rumgestochen wird (was sicher NICHT auf alle zutrifft, die sich Körperschmuck machen lassen) bringt wohl schon ein Problem mit, phsyisch und/oder psychisch. Wenn dann noch von Piercingwunden verursachte Infektionen und ähnliche Nettigkeiten dazu kommen, bekommt noch ein paar Probleme dazu. Medizinische, je nachdem auch ästhetische, falls es im Gesicht sein sollte.


Zitat:
Und, auch wenn das jetzt ziemlich trivial tönt, die Frage ist dennoch fundamental wichtig: Was ist "gesund"/"krank"?


sehr interessante Frage, aber wohl eine, die einen eigenen Thread verdient. zwinkern

grüsse, das fräulein
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Dissonanz
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Anmeldungsdatum: 24.03.2008
Beiträge: 3541

Beitrag(#1319477) Verfasst am: 01.07.2009, 16:21    Titel: Antworten mit Zitat

Nur kurz, weil ich gleich los muss: Ein häufig zentrales Merkmal von Krankheitsbegriffen ist der Leidensdruck. Und wenn sich aus dem Zurückhalten mehr Leidensdruck ergibt als aus dem tätowiert sein.. zwinkern

Aber: Deine Formulierungen sind suggestiv. Du tust so, als wären die, die eine Tätowierung wollen um ein dauerhaftes Bild auf dem Körper zu haben eine obskure Minderheit, während die, die sich spüren wollen oder ähnliches die Mehrheit darstellen. Hast du dazu irgendwelche Belege? Wenn nein, lass die Unterstellung doch einfach weg, das ist dann auch wesentlich weniger entzündlich für Leute, die tatsächlich eine Tätowierung um der Tätowierung willen wollten. zwinkern
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fräulein rottenmeier
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Anmeldungsdatum: 16.02.2009
Beiträge: 1106
Wohnort: Saint Louis

Beitrag(#1319482) Verfasst am: 01.07.2009, 16:30    Titel: Antworten mit Zitat

Dissonanz hat folgendes geschrieben:
Nur kurz, weil ich gleich los muss: Ein häufig zentrales Merkmal von Krankheitsbegriffen ist der Leidensdruck. Und wenn sich aus dem Zurückhalten mehr Leidensdruck ergibt als aus dem tätowiert sein.. zwinkern


Weisst du was, ich glaub, ein Extrathread wär wirklich eine gute Idee.


Zitat:
Aber: Deine Formulierungen sind suggestiv. Du tust so, als wären die, die eine Tätowierung wollen um ein dauerhaftes Bild auf dem Körper zu haben eine obskure Minderheit, während die, die sich spüren wollen oder ähnliches die Mehrheit darstellen. Hast du dazu irgendwelche Belege?


Studien nicht. Aber diverse eigene Eindrücke.


Zitat:

Wenn nein, lass die Unterstellung doch einfach weg, das ist dann auch wesentlich weniger entzündlich für Leute, die tatsächlich eine Tätowierung um der Tätowierung willen wollten. zwinkern


Das ist doch nichts Schlimmes. Ich nehme mich selbst davon ja nicht aus.

grüsse, das fräulein
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Graf Zahl
untot



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 7040
Wohnort: Universum

Beitrag(#1319537) Verfasst am: 01.07.2009, 17:50    Titel: Antworten mit Zitat

fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:
Graf Zahl hat folgendes geschrieben:

Das Motiv, das dahinter steckt, ist doch entscheidend anders.
Jemand, der sich tätowieren oder piercen läßt, plant das i.d.R. sorgfältig (vorausgesetzt, es ist nicht einer von denen, die meinen, sie wären mit einem Tatttoo cool, egal was für eins das ist).


jetzt sprichst du aber von einer ziemlichen Elite. zwinkern
Ich mein, jetzt ist wieder Sommer... setz dich mal in ein Café und zähl Arschgeweihe. Im Moment dürfte es reichlich Leute geben, die es nur einfach so machen, und die es dann nach ein paar Jahren nicht mehr haben wollen.

Die gibt es natürlich, will ich absolut nicht bestreiten.
Die Menge der Tätowierten ist natürlich heterogen.
D. h. es gibt in der Tat viele, die sich ein kleines Tattoo machen lassen wollen, damit sie es dann im Sommer zeigen können. Hier ist die Anzahl derer, die es irgendwann einmal bereuen könnten, höher. Bei denen bleibt es oft bei einer Tätowierung.
Die erkennt man interessanterweise oft auch an den Motiven:
Arschgeweihe, Tribals, China-Stempel, Sternchen usw.
Wobei ich auch hier nicht ein Pauschalurteil fällen will!

Diejenigen, die angeben wollen, sind halt zwangsläufig auch die, die am ehesten auffallen. Aber ausgerechnet die sind nicht besonders wählerisch, was die Qualität angeht.
Das ist auch die Gruppe, die auch gleich als erstes nach dem Preis fragt. Mit den Augen rollen

Aber es gibt nicht gerade wenige, die regelrechte "Kunstsammler" sind. Das sind dann auch oftmals die, die ihre Tattoos nicht zeigen, sondern sie tragen sie in erster Linie für sich selbst.
Denen ist dann auch der Preis zweitrangig - entweder sparen sie oder sie lassen es bleiben.

Es ist schwer zu sagen, wie groß welcher Anteil ist, aber die Anspruchsvolleren unter den Tätowierten sind mehr als nur eine kleine Elite.
Man könnte salopp unterscheiden zwischen Leuten mit Tattoo und Tätowierten. zwinkern


fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:

Zitat:

Ich bin mit der Tattoo-Szene vertraut, und Du wärst vielleicht überrascht zu hören, was für Strecken viele zurücklegen (und Geld ausgeben), um sich etwas ganz bestimmtes tätowieren zu lassen.


Das glaub ich gern, aber ein Tätowierer, der Kunden über mehrere hundert Kilometer anzieht, muss wirklich gut sein. Was allerdings auch bedingt, dass es viele gibt, die korrekte Arbeit machen, und die ein einfaches Motiv ohne weiteres sauber hinkriegen.


Diesen Rückschluß kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Die sind teilweise mehrere Monate oder gar Jahre ausgebucht, während die weniger guten nicht so einen Andrang haben.
Selbst ein weniger anspruchsvolles Motiv kann man total verhunzen.
Was für einen Laien gut aussieht, kann für einen Interessierten eine Gurke sein.
Selbst bei "einfachen" Motiven gilt es, verwackelte Linien zu vermeiden. Ein gutes Tribal unterstreicht den natürlichen Körperschwung bzw. betont den Schwung des Körpers.
Was manche als "geiles Tribal" bezeichnen, ist für Leute mit etwas Ahnung lieblos dahingeklatscht.
Solange es dem Träger gefällt, braucht man ihn aber auch nicht zu desillusionieren. zwinkern



fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:

Zitat:

Der Kernpunkt hier ist, daß wenn es einem einfach darum ginge, Schmerzen zu haben, müßte man nicht zum Tätowierer oder Piercer gehen.


hm. Ich werd jetzt etwas spitzfindig: wenn es einfach darum geht, ein schönes Bild am Körper zu haben, könnte man auch Bodypainting, Henna-Tattoos oder sonst was Schmerzfreies machen.


Verstehe ich nicht.
Hier handelt es sich für mich um zwei unterschiedliche Aspekte:
a) Schmerz
b) Dauerhaftigkeit

Dummerweise ist halt die Dauerhaftigkeit mit Schmerz verbunden.
Das Besondere ist ja, ein Bild zu haben, das zum eigenen Körper paßt, der Körper ist die Leinwand, d. h. das Motiv/Bild wird Teil von einem selbst. Dieser Aspekt ist m.E. wichtiger als der Schmerz.

Wenn es während des Stechens mal besonders schmerzhaft wird, sagt man sich schon, daß es jetzt doch mal gut wäre, aber wenn man sich das Resultat vor Augen führt, steht man diese Phasen durch.
Die Freude auf das fertige Motiv ist das, was die Schmerzen vergessen läßt.

Im übrigen sind Gründe für Tätowierungen vielfältiger:
a) Manche wollen sich an ein einschneidendes Erlebnis ihres Lebens erinnern:
Geburts des Kindes, Tod eines Freundes, Überwundene Krankheit, Neuanfang.

b) Manche bringen ihre Überzeugungen/Haltungen zum Ausdruck:
Religiöse Motive, Portraits von Philosophen, Mottos usw.

c) Die Kunstsammler:
Hier geht es eher um die Ästhetik als um eine tiefere Bedeutung.

d) Mischformen der Punkte a bis c

e) Leute, die einfach nur einem Trend nachrennen

Diese "Liste" erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Natürlich gibt es da noch Faktoren wie Gruppenzugehörigkeit usw.


Das Phänomen Tätowierung ist vielfältiger als Schmerz, Dauerhaftigkeit und Endresultat.
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Ahriman
boshafter Spötter



Anmeldungsdatum: 31.03.2006
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Beitrag(#1319639) Verfasst am: 01.07.2009, 19:53    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Aber es gibt nicht gerade wenige, die regelrechte "Kunstsammler" sind. Das sind dann auch oftmals die, die ihre Tattoos nicht zeigen, sondern sie tragen sie in erster Linie für sich selbst.

Schön blöd, ich sagte es schon. Und dann windet er sich hin und her, um sich das Bild mal im Spiegel zu betrachten. Eine Tätowierung "für sich selbst", die nur andere richtig betrachten können. Etwa das Arschgeweih oder das Supergemälde auf dem Rücken.
Du kannst dich drehn und winden,
der Arsch bleibt immer hinten.
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...und suche mich nicht in der Unterführung...
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fräulein rottenmeier
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Anmeldungsdatum: 16.02.2009
Beiträge: 1106
Wohnort: Saint Louis

Beitrag(#1319660) Verfasst am: 01.07.2009, 20:07    Titel: Antworten mit Zitat

Graf Zahl hat folgendes geschrieben:

fräulein rottenmeier hat folgendes geschrieben:

Das glaub ich gern, aber ein Tätowierer, der Kunden über mehrere hundert Kilometer anzieht, muss wirklich gut sein. Was allerdings auch bedingt, dass es viele gibt, die korrekte Arbeit machen, und die ein einfaches Motiv ohne weiteres sauber hinkriegen.


Diesen Rückschluß kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Die sind teilweise mehrere Monate oder gar Jahre ausgebucht, während die weniger guten nicht so einen Andrang haben.


Reine Statistik. In allen Bereichen, sei es klassische Musik, Fussball oder eben Tattoos, muss es eine breite Basis geben von Leuten, die gute Handwerker sind - und die überhaupt erst möglich machen, dass es Stars gibt, die nicht nur das Handwerk beherrschen, sondern eine Kunst daraus machen.

Wenn jemand wirklich nur ein chinesisches Schriftzeichen möchte, so reicht ein guter Handwerker absolut aus. Für sowas wie den Leopardenkopf nicht.

Abgesehen davon sind die wenigsten Leute reich genug, um sich in allen Lebensbereichen die Stars leisten zu können, da muss man Prioritäten setzen.


Zitat:
Das Phänomen Tätowierung ist vielfältiger als Schmerz, Dauerhaftigkeit und Endresultat.


Da will ich keineswegs widersprechen. zwinkern

grüsse, das fräulein
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Graf Zahl
untot



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
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Beitrag(#1319752) Verfasst am: 01.07.2009, 21:55    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:

Schön blöd, ich sagte es schon. Und dann windet er sich hin und her, um sich das Bild mal im Spiegel zu betrachten. Eine Tätowierung "für sich selbst", die nur andere richtig betrachten können. Etwa das Arschgeweih oder das Supergemälde auf dem Rücken.


Ich wußte gar nicht, daß der Rücken die einzige Stelle ist, an der man sich tätowieren lassen kann...


Ahriman hat folgendes geschrieben:

Du kannst dich drehn und winden,
der Arsch bleibt immer hinten.


Da hilft kein Schütteln und kein Klopfen,
in die Hose geht der letzte Tropfen.
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Critic
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Beitrag(#1319844) Verfasst am: 02.07.2009, 00:31    Titel: Antworten mit Zitat

Graf Zahl hat folgendes geschrieben:
Ahriman hat folgendes geschrieben:

Schön blöd, ich sagte es schon. Und dann windet er sich hin und her, um sich das Bild mal im Spiegel zu betrachten. Eine Tätowierung "für sich selbst", die nur andere richtig betrachten können. Etwa das Arschgeweih oder das Supergemälde auf dem Rücken.


Ich wußte gar nicht, daß der Rücken die einzige Stelle ist, an der man sich tätowieren lassen kann...

Ahriman hat folgendes geschrieben:

Du kannst dich drehn und winden,
der Arsch bleibt immer hinten.



Küchenpsychologie (glaube ich mal in der PM Verlegen): Frauen, die sich sowas stechen lassen, täten das eben nicht für sich selbst (naja, vielleicht im indirekten Sinne auch). Sie würden nämlich Mann dazu auffordern, aktiv zu werden, wenn sie mehr sehen wollten. Nur was machen, wenn es in die Hose geht (zynisches Grinsen) -- zitiere ich mal jemanden, der sich das "Angebot" so besah: "So erotisch wie ein Tritt in die Fresse."
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Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

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Dissonanz
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Beiträge: 3541

Beitrag(#1319854) Verfasst am: 02.07.2009, 01:08    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Aber es gibt nicht gerade wenige, die regelrechte "Kunstsammler" sind. Das sind dann auch oftmals die, die ihre Tattoos nicht zeigen, sondern sie tragen sie in erster Linie für sich selbst.

Schön blöd, ich sagte es schon. Und dann windet er sich hin und her, um sich das Bild mal im Spiegel zu betrachten. Eine Tätowierung "für sich selbst", die nur andere richtig betrachten können. Etwa das Arschgeweih oder das Supergemälde auf dem Rücken.
Du kannst dich drehn und winden,
der Arsch bleibt immer hinten.


Der Schwanz wenn die Erregung steigt
Grundsätzlich nur nach vorne zeigt


Du solltest echt mal an deiner Theory of Mind arbeiten. Oder sie mehr einsetzen. Schulterzucken
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tridi
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Anmeldungsdatum: 21.06.2007
Beiträge: 7933

Beitrag(#1319858) Verfasst am: 02.07.2009, 01:45    Titel: Antworten mit Zitat

Graf Zahl hat folgendes geschrieben:



finde ich besonders scheusslich. aber egal, darum sollte es grade nicht gehen:
Zitat:


Das waren nur ein paar Beispiele (ob einem die Motive gefallen, ist egal, es geht um die Qualität).

letzteres hat jedenfalls ne hohe qualitaet.

und ich habe auch schon farbige tattoos mit hoher qualitaet gesehen, die ich echt schoen fand.

aber meinem eindruck nach sieht sowas nur frisch toll aus, nach einigen jahren ist die schaerfe weg und es bleibt ein einheitliches dunkelgruen. und wenn die haut erstmal so einheitlich gefaerbt ist, hilft wahrscheinlich auch kein nachstechen, vermute ich.

aber ich kenne mich nicht wirklich damit aus, drum sagts mir: bleibt so ein tattoo wie zB das von dem vogel, der den fisch faengt, so schoen oder kann man es so schoen erhalten? oder hat man dann, trotz nachstechen, 15 jahre spaeter was auf der haut, was mit diesem originalzustand in keiner weise mehr konkurrieren kann?
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tridi
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Anmeldungsdatum: 21.06.2007
Beiträge: 7933

Beitrag(#1319861) Verfasst am: 02.07.2009, 01:58    Titel: Antworten mit Zitat

Rasmus hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
- Für dauerhafte Änderungen des Gesichts gelten besondere Regelungen, die die nicht abschätzbaren Folgen der Irritation der Identität im sozialen Raum berücksichtigen.


Das ist aber doch das Problem: Wie willst Du - sinnvoll - etwas berücksichtigen, was Du nicht abschätzen kannst?


also, mal voellig unabhaengig von der frage von tattoos oder anderen gesichtsaenderungen:

wenn eine handlung unabschaetzbare schlimme folgen haben kann, es aber auch sein kann, dass es gar keine folgen gibt, dann ist die konsequenz meines erachtens klar: man sollte die handlung bleiben lassen.
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Graf Zahl
untot



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 7040
Wohnort: Universum

Beitrag(#1319862) Verfasst am: 02.07.2009, 02:04    Titel: Antworten mit Zitat

tridi hat folgendes geschrieben:

aber ich kenne mich nicht wirklich damit aus, drum sagts mir: bleibt so ein tattoo wie zB das von dem vogel, der den fisch faengt, so schoen oder kann man es so schoen erhalten? oder hat man dann, trotz nachstechen, 15 jahre spaeter was auf der haut, was mit diesem originalzustand in keiner weise mehr konkurrieren kann?


Das hängt zum großen Teil davon ab, wie man mit seiner Haut umgeht.
Wenn man ausgedehnt Sonnenbäder nimmt oder ins Solarium damit geht, ist das nicht sonderlich gut für das Tattoo. Aber lange Sonnenbäder sind ja sowieso nicht gut für die Haut - ob mit oder ohne Tattoo.
Also wenn man sich so etwas gut erhalten will, sollte man im Sommer immer ausreichend Sonnenschutz verwenden (aber auch das ist etwas, was man sowieso tun sollte).
Bodylotion nach dem Duschen ist sicherlich auch nicht verkehrt.

Bunte Tattoos "knallen" am Anfang besonders, doch irgendwann nicht mehr ganz so extrem, das sollte man schon wissen.
Ja nach Hauttyp können auch die weißen Highlights mit der Zeit nachlassen, aber ein guter Tätowierer sticht so, daß das Tattoo auch dann noch gut aussieht. Weiß ist oft nur das i-Tüpfelchen und kann ja nachgestochen werden, wenn man das unbedingt will.

Wenn ein Motiv nach Jahren nicht mehr gut aussähe, würde ein guter Tätowierer in der Regel gleich davon abraten. Deshalb wird schon vorausschauend gestochen.

Wenn man auf seine Haut achtet, hat man immer ein überdurchschnittliches Tattoo. Nach 15 Jahren sieht das nicht mehr so aus wie nach 2 Wochen, aber immer noch außergewöhnlich gut.
Die Farben, die heute verwendet werden, sind mit denen von früher nicht mehr zu vergleichen.



Tante Edit(h) sagt:
Daß alles irgendwann die gleiche Farbe hat (das von Dir erwähnte Grün), stimmt natürlich nicht. Der Farbton bleibt erhalten.
Du hast dabei sicherlich an die alten, verblaßten "Seemannstattoos" gedacht, die meistens sowieso nur einfarbig gestochen wurden.
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tridi
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Anmeldungsdatum: 21.06.2007
Beiträge: 7933

Beitrag(#1319864) Verfasst am: 02.07.2009, 02:16    Titel: Antworten mit Zitat

Graf Zahl hat folgendes geschrieben:

Wenn ein Motiv nach Jahren nicht mehr gut aussähe, würde ein guter Tätowierer in der Regel gleich davon abraten. Deshalb wird schon vorausschauend gestochen.

also der vogel, der den fisch faengt:

da sind ganz verschiedene gruen- und blaugruentoene drin: wasser, fisch, palmen, federn

bleiben das so deutlich unterschiedliche farbtoene?

das ganze hat so feine strukturen: federn, wolken, besonders die palmblaetter. bleiben das so feine strukturen? oder erkennt man nach 15 jahren nur noch grad so, dass das palmen sein sollen?

und die wichtigste frage: wuerdest du von dem motiv abraten? oder meinst du, es wird auch in zukunft gut aussehen?
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Rasmus
entartet und notorisch gottlos - Ich bin Papst



Anmeldungsdatum: 20.05.2004
Beiträge: 17559

Beitrag(#1319870) Verfasst am: 02.07.2009, 02:49    Titel: Antworten mit Zitat

tridi hat folgendes geschrieben:
Rasmus hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
- Für dauerhafte Änderungen des Gesichts gelten besondere Regelungen, die die nicht abschätzbaren Folgen der Irritation der Identität im sozialen Raum berücksichtigen.


Das ist aber doch das Problem: Wie willst Du - sinnvoll - etwas berücksichtigen, was Du nicht abschätzen kannst?


also, mal voellig unabhaengig von der frage von tattoos oder anderen gesichtsaenderungen:

wenn eine handlung unabschaetzbare schlimme folgen haben kann, es aber auch sein kann, dass es gar keine folgen gibt, dann ist die konsequenz meines erachtens klar: man sollte die handlung bleiben lassen.


Ja.

Und was hat das mit Tattoos zu tun?

Wenn ich mir ein Tattoo stechen lasse, dann hat das nicht gar keine Folgen...
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Graf Zahl
untot



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 7040
Wohnort: Universum

Beitrag(#1319871) Verfasst am: 02.07.2009, 02:56    Titel: Antworten mit Zitat

tridi hat folgendes geschrieben:
Graf Zahl hat folgendes geschrieben:

Wenn ein Motiv nach Jahren nicht mehr gut aussähe, würde ein guter Tätowierer in der Regel gleich davon abraten. Deshalb wird schon vorausschauend gestochen.

also der vogel, der den fisch faengt:

da sind ganz verschiedene gruen- und blaugruentoene drin: wasser, fisch, palmen, federn

bleiben das so deutlich unterschiedliche farbtoene?

Ja, die Farbtöne bleiben unterschiedlich.


tridi hat folgendes geschrieben:
das ganze hat so feine strukturen: federn, wolken, besonders die palmblaetter. bleiben das so feine strukturen? oder erkennt man nach 15 jahren nur noch grad so, dass das palmen sein sollen?

Wie das jetzt genau aussehen wird, kann ich Dir leider nicht sagen. Das müßte Dir ein erfahrener Tätowierer sagen.
Also schlecht wird das nie aussehen, soviel ist sicher.
Ich schätze, daß das Weiß in den Wolken nachlassen wird. Wenn man helle Haut hat, wäre das eh nicht schlimm. Ob und wann da mal etwas aufgefrischt werden müßte, hängt zu einem Großteil vom Hauttyp und dem Umgang mit der Haut ab.


tridi hat folgendes geschrieben:
und die wichtigste frage: wuerdest du von dem motiv abraten? oder meinst du, es wird auch in zukunft gut aussehen?

Das wird auch in Zukunft gut aussehen, wenn auch nicht mehr so extrem frisch wie ganz am Anfang.
Abraten würde ich davon nicht.

Wichtig ist, daß so etwas auf die richtige Größe angelegt ist. Es macht keinen Sinn, so etwas auf einer 2-Euro-großen Fläche unterbringen zu wollen (um es mal etwas übertrieben auszudrücken).

Wie sich was verändert, kann Dir ein Tätowierer am besten sagen.


Das A und O ist halt, daß man einen fähigen Tätowierer findet (kaum einer beherrscht alles wirklich gleich gut), Geduld hat, bis der Termin kommt, und man die Kohle hat (ein guter Tätowierer nimmt allerdings nicht zwangsläufig viel mehr als ein Durchschnittstätowierer).


Noch als Betthupferl ein paar surreale Sachen:




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Ralf Rudolfy
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Anmeldungsdatum: 11.12.2003
Beiträge: 26674

Beitrag(#1319890) Verfasst am: 02.07.2009, 07:33    Titel: Antworten mit Zitat

Graf Zahl hat folgendes geschrieben:
Die Farben, die heute verwendet werden, sind mit denen von früher nicht mehr zu vergleichen.

Kann man sich sicher sein, daß die nicht krebserregend oder sonstwie langfristig gesundheitsschädlich sien? Gibts dazu Langzeitstudien?
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Evilbert
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Anmeldungsdatum: 16.09.2003
Beiträge: 42408

Beitrag(#1319895) Verfasst am: 02.07.2009, 07:47    Titel: Antworten mit Zitat

Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
Graf Zahl hat folgendes geschrieben:
Die Farben, die heute verwendet werden, sind mit denen von früher nicht mehr zu vergleichen.

Kann man sich sicher sein, daß die nicht krebserregend oder sonstwie langfristig gesundheitsschädlich sien? Gibts dazu Langzeitstudien?


Dazu ein interessanter Artikel, dessen vollständige Lektüre sich lohnt :
Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat erneut vor den Folgen von Tatoos und Permanent Make-Up gewarnt. Viele verwendeten Farben sind für diese Zwecke nicht geprüft. Die Folge können schwere allergische Hautreaktionen sowie Entzündungen sein. Das BfR weist darauf hin, dass das gesundheitliche Risiko derzeit wissenschaftlich nur bedingt abgeschätzt werden kann.
[...]
Anders als die Farbstoffe in kosmetischen Mitteln zum Auftragen auf die Haut wie Rouge, Lidschatten oder Eyeliner sind die Farben, die für Tätowierungen und Permanent Make-Up verwendet werden, hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Auswirkungen nicht geprüft. Auch über die Langzeitwirkung dieser Fremdstoffe im Körper ist bisher nichts bekannt, obwohl sie dort in der Regel ein Leben lang verbleiben.

Während kosmetische Mittel, die auf die Haut aufgetragen werden, durch das deutsche Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz, die europäische Kosmetik-Richtlinie und die deutsche Kosmetik-Verordnung gesetzlich geregelt sind, unterliegen Tätowierfarben gegenwärtig noch keiner vergleichbaren Regelung. Es gibt keine gesetzlich festgelegten Vorschriften hinsichtlich der Reinheit, Qualität und der Prüfung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Tätowierfarben.


Ist zwar von 2004, aber als Otto Normalbürger ist es kaum machbar, zu überprüfen, ob verwendete Farben bereits als gesundheitsschädlich bekannt sind.
Ob gesundheitsschädliche Substanzen als solche identifiziert werden weiss man ohnehin nicht.

Und: Hautärzte finden in Tattoos immer öfter Krebsgeschwüre. Weil Laboruntersuchungen zur Giftigkeit der Pigmente fehlen, kann kein direkter Zusammenhang zwischen den Farben und dem Krebs hergestellt werden.
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Ralf Rudolfy
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Anmeldungsdatum: 11.12.2003
Beiträge: 26674

Beitrag(#1319899) Verfasst am: 02.07.2009, 07:59    Titel: Antworten mit Zitat

Noseman hat folgendes geschrieben:
Es gibt keine gesetzlich festgelegten Vorschriften hinsichtlich der Reinheit, Qualität und der Prüfung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Tätowierfarben

Das hätte ich gar nicht mal gedacht, daß es da überhaupt keine Regelungen gibt. Geschockt

Die Leute haben also keine Ahnung, was sie sich in die Haut spritzen lassen, und wie es wirkt. Da müßte ich wirklich völlig unzurechnungsfähig sein, wenn ich das an mir machen ließe!
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Alchemist
Luminous beings are we, not this crude matter.



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Wohnort: Hamburg

Beitrag(#1319902) Verfasst am: 02.07.2009, 08:08    Titel: Antworten mit Zitat

Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
Noseman hat folgendes geschrieben:
Es gibt keine gesetzlich festgelegten Vorschriften hinsichtlich der Reinheit, Qualität und der Prüfung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Tätowierfarben

Das hätte ich gar nicht mal gedacht, daß es da überhaupt keine Regelungen gibt. Geschockt

Die Leute haben also keine Ahnung, was sie sich in die Haut spritzen lassen, und wie es wirkt. Da müßte ich wirklich völlig unzurechnungsfähig sein, wenn ich das an mir machen ließe!


Ich finde das seltsam.
Hier gibt es doch sonst für jeden erdenklichen Scheiß Untersuchungen und Bestimmungen
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Evilbert
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Anmeldungsdatum: 16.09.2003
Beiträge: 42408

Beitrag(#1319903) Verfasst am: 02.07.2009, 08:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
Noseman hat folgendes geschrieben:
Es gibt keine gesetzlich festgelegten Vorschriften hinsichtlich der Reinheit, Qualität und der Prüfung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Tätowierfarben

Das hätte ich gar nicht mal gedacht, daß es da überhaupt keine Regelungen gibt. Geschockt


Bei jedem Scheiss gibt es 190 000 Vorschriften- wem sag ich das - aber da, wo es wirklich nötig ist, ist nix geregelt.
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Ralf Rudolfy
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Anmeldungsdatum: 11.12.2003
Beiträge: 26674

Beitrag(#1319908) Verfasst am: 02.07.2009, 08:22    Titel: Antworten mit Zitat

Noseman hat folgendes geschrieben:
Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben:
Noseman hat folgendes geschrieben:
Es gibt keine gesetzlich festgelegten Vorschriften hinsichtlich der Reinheit, Qualität und der Prüfung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Tätowierfarben

Das hätte ich gar nicht mal gedacht, daß es da überhaupt keine Regelungen gibt. Geschockt


Bei jedem Scheiss gibt es 190 000 Vorschriften- wem sag ich das - aber da, wo es wirklich nötig ist, ist nix geregelt.

Das ist nun wirklich völlig absurd, daß es umfangreiche Vorschriften für Stoffe gibt, die man temporär auf die Haut aufbringt, aber keine für Stoffe, die man dauerhaft in die Haut einbringt.
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NiH
xenomorph



Anmeldungsdatum: 02.04.2009
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Beitrag(#1319918) Verfasst am: 02.07.2009, 08:42    Titel: Antworten mit Zitat

Graf Zahl hat folgendes geschrieben:

Noch als Betthupferl ein paar surreale Sachen:



Sehen teilweise ganz nett aus. Auch das Tattoo mit dem Dalí-Kopf.

Ich überlege auch noch, was weiterhin auf meinen Arm soll. Mein jetziges Tattoo ist ca. 16-17 cm hoch, auf meinem rechten Oberarm und in Farbe. Wobei man bei farbigen Tattoos immer aufpassen muss, irgendwie passen die nicht zu jedem.
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