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Der Urknall und die Folgen
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Wolfgang Mayer
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Anmeldungsdatum: 30.12.2011
Beiträge: 304

Beitrag(#1715923) Verfasst am: 03.01.2012, 14:36    Titel: Der Urknall und die Folgen Antworten mit Zitat

Hallo Forum,

ich bin neu hier und poste in diesem Forum auch philosophische Ansichten rund um das Unisersum.
Ich denke, dass ich her richtig bin, da ja die meisten Naturwissenschaftler die Frage nach GOTT und die WELT sich auch schon selbst gestellt haben.

Zum Thema:
Die URKNALL-Theorie ist eine These, die der katholischen Kirche durchaus in den Kram passt. Am Anfang war NICHTS! Nun gerät das Schiff ins Wanken. Mit den Neutriinos (s. Focus 13.11.2011) und dem Buch von Martin Bojowald: "Zurück vor dem Urknall" lässt sich die These ncht mehr halten.

Aber auch physikalische Grenzen machen der Urknall-Theorie das Leben schwer. Betrachten wir unsere ERDE. Von da aus schauen wir mit Teleskopen in den Nachthimmel. Rotverschiebung hin und her. Wir können nicht weiter schauen, als die technischen Möglichkeiten es zulassen. Waren es vor 20 Jahre noch 11 Milliarden Lichtjahre, sind wir heute schon bei 14 Milliarden Lichtjahren und morgen?

So gesehen ist die ERDE immer noch der Mittelpunkt der WELT. Hat der URKNALL tatsächlich bei uns stattgefunden? Wohl kaum. Also wo?

Auf diese Frage hat wohl noch niemand antworten können!

Mit dem URKNALL gäbe es einen ANFANG. Aber wo ist das ENDE? In 15, 17, 18 oder 300 Milliarden Lichtjahren? Oder gibt es kein ENDE. Wenn ein Betrachter am sogenannten ENDE des Universums in den Nachthimmel schaut, stellt er dann fest, dass unsere ERDE bzw. unsere Sonne zum Anfang des Universums gezählt werden muss?

Die Folgen:
Allein aus diesen Betrachtungen heraus ergibt sich ein komplett neues Bild des Universums, auf das ich in einem weiteren Beitrag eingehen werde. Für alle die denken, GOTT hätte die WELT erschaffen und diese dann in den Mittelpunkt gestellt, sei gesagt, dass alles dafürspricht, dass dem so nicht ist.

Es geht mir nicht um Beweise, sondern um das Ergebnis logischen Denken.
Der Blick in den Nachthimmel offenbart uns noch ganz andere Dinge - davon später!

Liebe Grüße
Wolfgang Mayer
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Kramer
postvisuell



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 28756

Beitrag(#1715925) Verfasst am: 03.01.2012, 14:44    Titel: Re: Der Urknall und die Folgen Antworten mit Zitat

Wolfgang Mayer hat folgendes geschrieben:
Hat der URKNALL tatsächlich bei uns stattgefunden? Wohl kaum. Also wo?

Auf diese Frage hat wohl noch niemand antworten können!


Hast Du über die Frage wirklich nachgedacht?
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Alchemist
Luminous beings are we, not this crude matter.



Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 21280
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#1715927) Verfasst am: 03.01.2012, 14:47    Titel: Re: Der Urknall und die Folgen Antworten mit Zitat

Wolfgang Mayer hat folgendes geschrieben:

Zum Thema:
Die URKNALL-Theorie ist eine These, die der katholischen Kirche durchaus in den Kram passt. Am Anfang war NICHTS! Nun gerät das Schiff ins Wanken. Mit den Neutriinos (s. Focus 13.11.2011) und dem Buch von Martin Bojowald: "Zurück vor dem Urknall" lässt sich die These ncht mehr halten.


Ich kenne das Buch nicht und auch den Focus Artikel nicht. Was sagt dieser denn aus über Neutrinos?
Und die Urknalltheorie sagt nicht aus, dass am Anfang NICHTS war.


Wolfgang Mayer hat folgendes geschrieben:

Aber auch physikalische Grenzen machen der Urknall-Theorie das Leben schwer. Betrachten wir unsere ERDE. Von da aus schauen wir mit Teleskopen in den Nachthimmel. Rotverschiebung hin und her. Wir können nicht weiter schauen, als die technischen Möglichkeiten es zulassen. Waren es vor 20 Jahre noch 11 Milliarden Lichtjahre, sind wir heute schon bei 14 Milliarden Lichtjahren und morgen?

Das Universum ist in etwa 13,7 Mrd Jahre alt, daran wird sich auch mit moderner Technik wenig ändern lassen.

Wolfgang Mayer hat folgendes geschrieben:

So gesehen ist die ERDE immer noch der Mittelpunkt der WELT. Hat der URKNALL tatsächlich bei uns stattgefunden? Wohl kaum. Also wo?

Es gibt keinen Mittelpunkt des Universums, der Urknall fand sozusagen überall statt.

Wolfgang Mayer hat folgendes geschrieben:

Mit dem URKNALL gäbe es einen ANFANG. Aber wo ist das ENDE? In 15, 17, 18 oder 300 Milliarden Lichtjahren? Oder gibt es kein ENDE. Wenn ein Betrachter am sogenannten ENDE des Universums in den Nachthimmel schaut, stellt er dann fest, dass unsere ERDE bzw. unsere Sonne zum Anfang des Universums gezählt werden muss?


Das Ende hängt entscheidend von der Masse des Universums aus. Oder besser gesagt der Massendichte (und somit Energiedichte)
Soweit ich richtig informiert bin, geht man mittlerweile von unendlicher Expansion des Universums aus. Irgendwann wird alles dunkel werden....

Wolfgang Mayer hat folgendes geschrieben:

Die Folgen:
Allein aus diesen Betrachtungen heraus ergibt sich ein komplett neues Bild des Universums, auf das ich in einem weiteren Beitrag eingehen werde. Für alle die denken, GOTT hätte die WELT erschaffen und diese dann in den Mittelpunkt gestellt, sei gesagt, dass alles dafürspricht, dass dem so nicht ist.

Da bin ich ja mal gespannt...
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Wolfgang Mayer
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Anmeldungsdatum: 30.12.2011
Beiträge: 304

Beitrag(#1715931) Verfasst am: 03.01.2012, 15:08    Titel: Re: Der Urknall und die Folgen Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Hast Du über die Frage wirklich nachgedacht?


Sollte tatsächlch das Universum einen Mittelpunkt haben, dann doch da, von wo wr in alle Himmelsrichtungen das Universum betrachten können. Alles andere macht keinen Sinn
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Heizölrückstoßabdämpfung
Hedonist
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Anmeldungsdatum: 26.07.2007
Beiträge: 16430
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Beitrag(#1715933) Verfasst am: 03.01.2012, 15:20    Titel: Re: Der Urknall und die Folgen Antworten mit Zitat

Wolfgang Mayer hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Hast Du über die Frage wirklich nachgedacht?


Sollte tatsächlch das Universum einen Mittelpunkt haben, dann doch da, von wo wr in alle Himmelsrichtungen das Universum betrachten können. Alles andere macht keinen Sinn


noc

Man kann von überall im Universum in alle Richtungen schauen. Wie also kommst Du darauf, dass das Universum einen Mittelpunkt hat? Btw.: Wo ist der Mittelpunkt der Erdoberfläche?
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Arashi
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Beitrag(#1715943) Verfasst am: 03.01.2012, 15:51    Titel: Re: Der Urknall und die Folgen Antworten mit Zitat

Wolfgang Mayer hat folgendes geschrieben:
Wir können nicht weiter schauen, als die technischen Möglichkeiten es zulassen. Waren es vor 20 Jahre noch 11 Milliarden Lichtjahre, sind wir heute schon bei 14 Milliarden Lichtjahren und morgen?

Da lässt du was wichtiges weg, nämlich die Unsicherheit. Vor 20 Jahren waren es 11 Mrd. Jahre +/- [mehrere Mrd. Jahre], heute sind es 14 Mrd. +/- [wesentlich weniger Jahre, wenn ich mich recht erinnere ein paar hundert Mio.]. Was zu genommen hat ist nicht das Alter des Universums sondern die Sicherheit mit der man es bestimmen kann.
Das kannst du vergleichen mit dem schätzen des Alters eines Menschen: bei jemand ende 20 verschätzt man sich schnell mal um fünf Jahre, bei jemand der noch nicht 10 ist wohl kaum. Genau so ist es bei älteren Galaxien (die früher die jüngsten waren die man beobachten konnte) und jüngeren Galaxien (die man heute beobachten kann).

Wolfgang Mayer hat folgendes geschrieben:
So gesehen ist die ERDE immer noch der Mittelpunkt der WELT. Hat der URKNALL tatsächlich bei uns stattgefunden? Wohl kaum. Also wo?

Da der Urknall erst zur entstehung vom Raum wie wir ihn kennen geführt hat ist diese Frage nicht so ganz sinnvoll.
Wenn ich mich recht entsinne (ist schon lange her, also bitte nicht auf die Wortwahl festnageln oder darauf dass es genau das Buch war) steht in Hawkings eine Kurze Geschichte der Zeit, dass das Universum zwar nicht unendlich ist aber kein Ende im gebräuchlichen Sinne hat sondern eher eine Krümmung die alles nach aussen fliegende in eine Kreisbahn lenkt und irgendwann wieder ins Universum hinein. So gesehen kannst du von der Erde aus unendlich weit schauen, selbst wenn sie direkt neben dem Ende wäre, wäre es nicht möglich das wahr zu nehmen. Oh die Beschreibung ist schlecht, aber ich weiß gerade nicht wie ich es besser ausdrücken sollte, sorry.

Wolfgang Mayer hat folgendes geschrieben:
Am Anfang war NICHTS!

Das würde wohl kaum ein Physiker behaupten. Eher, dass er nicht weiß, ob da was war oder was da war. Da wir (momentan?) nicht mit dem Zustand vor dem Urknall interagieren können, ist es auch nicht möglich heraus zu bekommen was da war. Man kann versuchen anhand dessen, was dabei heraus gekommen ist Rückschlüsse zu ziehen, aber da man die Umgebungsvariablen die zuvor herrschten nicht kennt wird da mE auch absehbare Zeit auch nichts belegbares bei raus kommen. Und haltlose Behauptungen über Sachen die man nicht belegen kann überlässt man besser einer Religion. Natürlich machen auch Wissenschaftler das, aber die versinken zum Glück früher oder später (manchmal viel später) wieder in der Versenkung.
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Alchemist
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Beitrag(#1715945) Verfasst am: 03.01.2012, 15:56    Titel: Re: Der Urknall und die Folgen Antworten mit Zitat

Arashi hat folgendes geschrieben:

Wolfgang Mayer hat folgendes geschrieben:
So gesehen ist die ERDE immer noch der Mittelpunkt der WELT. Hat der URKNALL tatsächlich bei uns stattgefunden? Wohl kaum. Also wo?

Da der Urknall erst zur entstehung vom Raum wie wir ihn kennen geführt hat ist diese Frage nicht so ganz sinnvoll.
Wenn ich mich recht entsinne (ist schon lange her, also bitte nicht auf die Wortwahl festnageln oder darauf dass es genau das Buch war) steht in Hawkings eine Kurze Geschichte der Zeit, dass das Universum zwar nicht unendlich ist aber kein Ende im gebräuchlichen Sinne hat sondern eher eine Krümmung die alles nach aussen fliegende in eine Kreisbahn lenkt und irgendwann wieder ins Universum hinein. So gesehen kannst du von der Erde aus unendlich weit schauen, selbst wenn sie direkt neben dem Ende wäre, wäre es nicht möglich das wahr zu nehmen. Oh die Beschreibung ist schlecht, aber ich weiß gerade nicht wie ich es besser ausdrücken sollte, sorry.


Mir hat immer die Vorstellung der Erdoberfläche immer dabei geholfen: die ist auch nicht unendlich und hat dennoch kein Ende
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Wolfgang Mayer
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Beitrag(#1715950) Verfasst am: 03.01.2012, 16:27    Titel: Also Nochmals Antworten mit Zitat

Ich denke, dass ihr euch alle verhaspelt:

Ich zweifle und stelle Fragen. Die Antworten sind aber so konventionell, dass ich mich frage, ob ich hier im richtigen Forum bin?

Es geht doch um dir Frage: Ist der Urknall noch zu halten?

Antworten, die z.B. auf die Masse des Universums abzielen, sind doch ein bisschen verrückt. Wie will man eine Masse bestimmen, wo man doch gar nicht weiß, was da ist oder nicht!

Im Sinne einer philosphischen Betrachtung möchte ich die Disskussion weiter anregen.

Bin gespannt
Gruß Wolfgang
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Alchemist
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Beitrag(#1715956) Verfasst am: 03.01.2012, 16:57    Titel: Re: Also Nochmals Antworten mit Zitat

Wolfgang Mayer hat folgendes geschrieben:
Ich denke, dass ihr euch alle verhaspelt:

Ich zweifle und stelle Fragen. Die Antworten sind aber so konventionell, dass ich mich frage, ob ich hier im richtigen Forum bin?

Es geht doch um dir Frage: Ist der Urknall noch zu halten?

Antworten, die z.B. auf die Masse des Universums abzielen, sind doch ein bisschen verrückt. Wie will man eine Masse bestimmen, wo man doch gar nicht weiß, was da ist oder nicht!

Im Sinne einer philosphischen Betrachtung möchte ich die Disskussion weiter anregen.

Bin gespannt
Gruß Wolfgang


Wenn du Fragen stellst, die das Gebiet der Physik betreffen, wirst du hier auch physikalische Antworten bekommen.
Phylosophie wird dazu keine Antworten liefern können?

Und nur weil du auf einem Gebiet noch nicht so viel weisst, sind die Antworten sicherlich nicht gleich verrückt!
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step
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Beitrag(#1715973) Verfasst am: 03.01.2012, 18:30    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann nur das unterstreichen, was Alchemist im letzten Beitrag schrieb: Die Frage nach dem Urknall ist eine Frage der Physik.
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kereng
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Beitrag(#1715980) Verfasst am: 03.01.2012, 19:39    Titel: Re: Der Urknall und die Folgen Antworten mit Zitat

Wolfgang Mayer hat folgendes geschrieben:
Die URKNALL-Theorie ist eine These, die der katholischen Kirche durchaus in den Kram passt. Am Anfang war NICHTS!

Weder die Bibel noch die Urknalltheorie sagt aus, dass am Anfang NICHTS war.
Übrigens macht Harun Yahya denselben Doppelfehler, um zu zeigen, dass Koran und Wissenschaft im Einklang miteinander sind. Er fügt dabei einem Koranvers über die Erschaffung von Himmeln und Erde in der Übersetzung die Wörter "aus dem Nichts" hinzu.
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step
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Beitrag(#1715986) Verfasst am: 03.01.2012, 19:51    Titel: Re: Der Urknall und die Folgen Antworten mit Zitat

kereng hat folgendes geschrieben:
... Er fügt dabei einem Koranvers über die Erschaffung von Himmeln und Erde in der Übersetzung die Wörter "aus dem Nichts" hinzu.

"Erschaffung aus dem Nichts" wäre ja eh ein Widerspruch in sich, ebenso wie "Entstehung aus dem Nichts".
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beachbernie
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Beitrag(#1716045) Verfasst am: 04.01.2012, 00:11    Titel: Re: Der Urknall und die Folgen Antworten mit Zitat

Wolfgang Mayer hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Hast Du über die Frage wirklich nachgedacht?


Sollte tatsächlch das Universum einen Mittelpunkt haben, dann doch da, von wo wr in alle Himmelsrichtungen das Universum betrachten können. Alles andere macht keinen Sinn



Doch. Auch anders kann das Sinn machen.

Frueher fragten sich die Menschen auch in welchem Land genau der Mittelpunkt der Welt waere und sie argumentierten ganz analog zu Dir, wenn sie ihren eigenen Bauchnabel einfach so zum Mittelpunkt der Welt erklaerten ("Reich der Mitte" u.Ae.).

Spaeter, als die Wissenschaft die Kugelnatur der Erde erkannte, wurde schnell klar wie absurd die Fragestellung und die Antworten darauf doch waren.

Spricht eigentlich irgendetwas Grundsaetzliches dagegen Aehnliches fuer den "Ort des Urknalls" und "Mittelpunkt der Welt" zu vermuten?
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Arashi
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Beitrag(#1716083) Verfasst am: 04.01.2012, 12:15    Titel: Re: Der Urknall und die Folgen Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
Arashi hat folgendes geschrieben:

Oh die Beschreibung ist schlecht, aber ich weiß gerade nicht wie ich es besser ausdrücken sollte, sorry.

Mir hat immer die Vorstellung der Erdoberfläche immer dabei geholfen: die ist auch nicht unendlich und hat dennoch kein Ende

Oh man, da hätte ich auch selbst drauf kommen können. Danke Coole Sache, das...

Auch ansonsten schließe ich mich weitgehend an. Wieso kann man hier eigentlich Beiträgen kein "Mag ich" geben? Smilie
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Alchemist
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Beitrag(#1716086) Verfasst am: 04.01.2012, 12:26    Titel: Re: Der Urknall und die Folgen Antworten mit Zitat

Arashi hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
Arashi hat folgendes geschrieben:

Oh die Beschreibung ist schlecht, aber ich weiß gerade nicht wie ich es besser ausdrücken sollte, sorry.

Mir hat immer die Vorstellung der Erdoberfläche immer dabei geholfen: die ist auch nicht unendlich und hat dennoch kein Ende

Oh man, da hätte ich auch selbst drauf kommen können. Danke Coole Sache, das...

Auch ansonsten schließe ich mich weitgehend an. Wieso kann man hier eigentlich Beiträgen kein "Mag ich" geben? Smilie


hehehe
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Pyrion
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Beitrag(#1716095) Verfasst am: 04.01.2012, 13:47    Titel: Universum aus dem Nichts Antworten mit Zitat

Es ist nicht richtig dass Kosmologen nicht sagen würden dass das Universum aus dem Nichts enstanden ist. Hier gibt es ein feines Video von Lawrence Krauss dazu: http://www.youtube.com/watch?v=7ImvlS8PLIo.

Die Kernaussage: Die Gesamtmasse des Universums ist Null. Deshalb kann unser Universum tatsächlich aus einer Quantenfluktuation entstanden sein. Das ist natürlich auch nur eine Hypothese, aber eine gut untermauerte und interessante.
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step
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Beiträge: 20815
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Beitrag(#1716103) Verfasst am: 04.01.2012, 14:06    Titel: Re: Universum aus dem Nichts Antworten mit Zitat

Pyrion hat folgendes geschrieben:
Die Kernaussage: Die Gesamtmasse des Universums ist Null. Deshalb kann unser Universum tatsächlich aus einer Quantenfluktuation entstanden sein. Das ist natürlich auch nur eine Hypothese, aber eine gut untermauerte und interessante.

Ja schon, aber das Vakuum ist eben kein Nichts, sondern der Grundzustand eines Quantensystems - grob gesagt.
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Pyrion
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Beiträge: 58

Beitrag(#1716132) Verfasst am: 04.01.2012, 16:04    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt natürlich mehrere Definitionen von "Nichts", da hast du recht. Insofern habe ich mich nicht unmisverständlich ausgedrückt. Im Grunde genommen ist die extreme Deutung von "Nichts" für die Physik insofern belanglos, als dass es in der Natur nicht vorkommt, also das Nichts, das noch nicht einmal Naturgesetze enthält. Die etwas schwächere, gebräuchlichere Version von "Nichts" ist das Fehlen jedweder Energie oder Materie.
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 20815
Wohnort: Germering

Beitrag(#1716136) Verfasst am: 04.01.2012, 16:21    Titel: Antworten mit Zitat

Pyrion hat folgendes geschrieben:
Die etwas schwächere, gebräuchlichere Version von "Nichts" ist das Fehlen jedweder Energie oder Materie.

Aber ein Vakuum ist eben nicht mal ein solches "schwächeres Nichts": Ein Quantenvakuum besitzt immer noch die sog. Vakuumenergie, jedoch keine Felder und Teilchen mehr.

http://de.wikipedia.org/wiki/Quantenvakuum

Da wir von einem Zustand dieser Art sprechen, denke ich, daß mein Einwand nicht nur kosmetischer Natur, sondern fundamental ist. Man könnte sagen, daß die moderne Physik gezeigt hat, daß es ein Nichts nicht geben kann.
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sponor
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Beitrag(#1716141) Verfasst am: 04.01.2012, 16:43    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
...
Man könnte sagen, daß die moderne Physik gezeigt hat, daß es ein Nichts nicht geben kann.

... gegeben, dass die Physik ("Naturgesetze") bereits da ist, oder?
Aber vielleicht ist es ja so, dass die Existenz der "Naturgesetze", oder gar ihre konkrete Gestalt, notwendig ist. Das ist m.W. noch nicht ganz raus – aber Hoffnung besteht. zwinkern
_________________
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
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Beitrag(#1716150) Verfasst am: 04.01.2012, 17:46    Titel: Antworten mit Zitat

sponor hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
... Man könnte sagen, daß die moderne Physik gezeigt hat, daß es ein Nichts nicht geben kann.
... gegeben, dass die Physik ("Naturgesetze") bereits da ist, oder?

"bereits" würde ich noch weglassen ... mangels Zeit.

sponor hat folgendes geschrieben:
Aber vielleicht ist es ja so, dass die Existenz der "Naturgesetze", oder gar ihre konkrete Gestalt, notwendig ist.

Ja, so ähnlich läuft es ja bereits mit den Symmetriegruppen: eine recht einfache mathematische Gruppe, die das gesamte Standardmodell (alle Teilchenarten, alle Wechselwirkungen, alle Spins, Quantenzahlen usw.) zwingend hervorbringt.

sponor hat folgendes geschrieben:
Das ist m.W. noch nicht ganz raus – aber Hoffnung besteht. zwinkern

Genau. Oder es könnte - aus unserer Sicht beschrieben - alles realisiert sein. Oder alles mathematisch Mögliche.
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zelig
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Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 23051

Beitrag(#1716188) Verfasst am: 04.01.2012, 21:10    Titel: Antworten mit Zitat

Da etwas existiert, kann es nicht nichts geben. Zu dieser Folgerung kann man auch ohne moderne Physik gelangen. Die Grenzen dessen, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten und was wir zu erfassen suchen, ist umgeben vom Undefinierten aber Vorhandenen. Daher betten wir wohl auch das Gesamt der Existenz in etwas ein, aus dem es kommen könnte. Zeitlich, räumlich, wobei wir uns das Zeitliche erstreckt vorstellen wie das Räumliche, was ein Trug sein könnte. Vielleicht können wir nicht anders denken. Das bedeutet jedoch nicht, daß Bing Bang, Quantenvakuum oder Symmetriegruppen eine Art Urgrund der modernen Physik wären, die nicht hinterfragbar sind. Es ist meines Erachtens auch ein Fehler, diesen Anschein zu erwecken. Ist es Überhaupt die Aufgabe der Physik, eine Art Urgrund zu finden? Das wäre doch zugleich Ihr Tod. Und inwiefern sind wir nicht schon in der reinen Mathematik, wenn wir über Symmetriegruppen reden? Konstituieren mathematische Gesetze die Wirklichkeit? Und was konstituiert die Mathematik?
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tillich (epigonal)
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Beiträge: 15475

Beitrag(#1716189) Verfasst am: 04.01.2012, 21:20    Titel: Re: Der Urknall und die Folgen Antworten mit Zitat

Wolfgang Mayer hat folgendes geschrieben:
Hat der URKNALL tatsächlich bei uns stattgefunden?

*umguck*
Hm, naja, schaut schon ein bisschen so aus ...
_________________
Gelobt sei der große und allbarmherzige Bananenaufhänger,
der uns die Früchte in die Bäume hängt!
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sponor
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Anmeldungsdatum: 16.05.2008
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Wohnort: München

Beitrag(#1716309) Verfasst am: 05.01.2012, 10:17    Titel: Re: Der Urknall und die Folgen Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Wolfgang Mayer hat folgendes geschrieben:
Hat der URKNALL tatsächlich bei uns stattgefunden?

*umguck*
Hm, naja, schaut schon ein bisschen so aus ...

Lachen
Oh, tja, bei mir im Moment aber auch... da gab es dann wohl zwei Urknalle (Urknalls? Urknaller?? – nee, der "Urknaller" wäre wohl eher der Ausführende eines Urknalls*... Am Kopf kratzen )


____________
* NB: Wenn man bei den einschlägigen Diskussionen statt "Erstem Beweger", "Gott" etc. immer nur "der Urknaller" sagte, würde die Müßigkeit jener Unterfangen bestimmt viel schneller offenbar. Smilie
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Arashi
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Anmeldungsdatum: 18.05.2011
Beiträge: 185
Wohnort: Mainz

Beitrag(#1716382) Verfasst am: 05.01.2012, 13:47    Titel: Re: Der Urknall und die Folgen Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:

hehehe
ich bin auch so facebook geschädigt, dass ich den Knopf manchmal gesucht habe...

Ich habe nicht mal einen Facebook-account zwinkern
Ich kenne das aus einem anderen Forum, wo man ohne Einbindung von Facebook Posts gut finden kann, erspart einiges an "Ich stimmt x zu"-Posts ^^
So jetzt aber Schluss mit dem OT ...
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 20815
Wohnort: Germering

Beitrag(#1716414) Verfasst am: 05.01.2012, 14:33    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Die Grenzen dessen, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten und was wir zu erfassen suchen, ist umgeben vom Undefinierten aber Vorhandenen. Daher betten wir wohl auch das Gesamt der Existenz in etwas ein, aus dem es kommen könnte. Zeitlich, räumlich, wobei wir uns das Zeitliche erstreckt vorstellen wie das Räumliche, was ein Trug sein könnte. Vielleicht können wir nicht anders denken.

Ja, vielleicht können wir intuitiv nicht anders denken, so wie wir auch nicht intuitiv begreifen, daß ein Klumpen Metall nicht massiv ist, daß die Erde sich um die Sonne dreht oder worum es beim Ziegenproblem geht. Aber mithilfe naturwissenschaftlicher Methode und mathematischer Formulierung geht eben doch erheblich mehr.

zelig hat folgendes geschrieben:
Das bedeutet jedoch nicht, daß Bing Bang, Quantenvakuum oder Symmetriegruppen eine Art Urgrund der modernen Physik wären, die nicht hinterfragbar sind.

Das stimmt sicher. Es wäre aber denkbar, daß diese Theorien doch immerhin so tief gehen, daß sie die Vorstellung eines "Urgrunds" ebenso als falsch entlarven wie schon Anderes.

zelig hat folgendes geschrieben:
Ist es Überhaupt die Aufgabe der Physik, eine Art Urgrund zu finden? Das wäre doch zugleich Ihr Tod.

Auch Jesus verfolgte ja angeblich eine hehre Aufgabe, die zugleich sein Tod war.

zelig hat folgendes geschrieben:
Und inwiefern sind wir nicht schon in der reinen Mathematik, wenn wir über Symmetriegruppen reden?

Sagen wir mal so, wir sind sehr nah dran. Der Unterschied zwischen "Realität" und Mathematik verschwindet immer mehr, je tiefer man gräbt.

zelig hat folgendes geschrieben:
Konstituieren mathematische Gesetze die Wirklichkeit? Und was konstituiert die Mathematik?

Vielleicht konstituiert da überhaupt nichts, sondern wir erliegen nur einem mesokosmischen Fehlschluß einer absoluten Realität, einer Konstitution = Konstruktion, einem Urgrund usw.
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Was ist der Sinn des Lebens? - Keiner, aber Leere ist Fülle für den, der sie sieht.
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Kramer
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Beiträge: 28756

Beitrag(#1716420) Verfasst am: 05.01.2012, 14:42    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Und was konstituiert die Mathematik?


Da muss nichts konstituiert werden. Jede mathematische Gleichung ist im Grunde genommen eine Tautologie, links vom Gleichheitszeichen steht das gleiche wie rechts, nur anders formuliert.
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pera
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Beiträge: 4256

Beitrag(#1716453) Verfasst am: 05.01.2012, 18:32    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Und was konstituiert die Mathematik?


Da muss nichts konstituiert werden. Jede mathematische Gleichung ist im Grunde genommen eine Tautologie, links vom Gleichheitszeichen steht das gleiche wie rechts, nur anders formuliert.


Ein wenig muss schon konstituiert werden. Aber sehr wenig. So ganz einfach gesprochen:
- Es gibt unterscheidbare Dinge (und zwar viele)
- Man kann sie zählen

Schon kann man loslegen mit der Mathematik.
Seitdem die Physik über die Mathematik hergefallen ist, soll sich diese dafür rechtfertigen wieso etwas so und nicht anders ist. Die Erklärungen muss aber die Physik liefern. Die reine Mathematik kann gut ohne Physik auskommen, aber nicht umgekehrt.
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Darwin Upheaval
Evo-Devo-Darwinist



Anmeldungsdatum: 23.01.2004
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Beitrag(#1716459) Verfasst am: 05.01.2012, 19:01    Titel: Re: Der Urknall und die Folgen Antworten mit Zitat

kereng hat folgendes geschrieben:
Wolfgang Mayer hat folgendes geschrieben:
Die URKNALL-Theorie ist eine These, die der katholischen Kirche durchaus in den Kram passt. Am Anfang war NICHTS!

Weder die Bibel noch die Urknalltheorie sagt aus, dass am Anfang NICHTS war.
Übrigens macht Harun Yahya denselben Doppelfehler, um zu zeigen, dass Koran und Wissenschaft im Einklang miteinander sind. Er fügt dabei einem Koranvers über die Erschaffung von Himmeln und Erde in der Übersetzung die Wörter "aus dem Nichts" hinzu.


So sehe ich das auch. Das "Nichts" ist ein Konstrukt, das es augenscheinlich nicht geben kann. Selbst der leere Raum ist nicht nichts. Philosophisch konnte sowieso noch niemand nachvollziehbar begründen, weshalb im Anfang von Raum und Zeit nichts gewesen sein soll, warum also das "Nichts" Priorität gegenüber dem "Etwas" haben soll. Die berühmte Frage, warum überhaupt etwas ist und nicht vielmehr nichts, formuliert m.E. ein Scheinproblem, und die (theologischen) Antworten darauf sind Schein-Lösungen.
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Darwin Upheaval
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Beitrag(#1716461) Verfasst am: 05.01.2012, 19:12    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
Man könnte sagen, daß die moderne Physik gezeigt hat, daß es ein Nichts nicht geben kann.


Das ist zwar nicht ganz richtig (die moderne Physik kann ja nur das beschreiben, was schon "da" ist, also den Kosmos), aber das "Nichts" und eine Entstehung "aus dem Nichts" lässt sich noch schwerer rechtfertigen, als ein (zeitloses) "Etwas".
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