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Männliche Beschneidung
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
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Beitrag(#2035586) Verfasst am: 15.12.2015, 17:41    Titel: Re: Becksche Beschneidung Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
....
Wenn Du wirklich was erreichen willst, dann wäre es besser auf diese Vergleiche verzichten. Und Du könntest Dich fragen, ob Du mit gleicher Rigorosität gegenüber allen Bevölkerungsgruppen vorzugehen bereit wärst. Das hast Du sicher bereits getan. Auch in letzter Konsequenz?

Wenn Du Dich auf die Formulierung beziehst, die Du gefettet hast, muss ich doch fragen, gegen welche Bevölkerungsgruppe ich da vorgehe.

Es gehen die gegen Kinder vor, die sie beschneiden lassen, nicht ich. Und wenn Du es als ein Vorgehen gegen eine Gruppe betrachtest, dass ich die Kinderrechte höher als alte Vereinnahmungsrechte setze, kann ich Dir nicht helfen. Meine Einstellung zur Beschneidung muss ich hier nicht wiederholen - ich verweise auf die entsprechenden Threads.

Rigoros bin ich hier höchstens Beck und damit in einem gewissen Sinne auch mir gegenüber - er ist Vertreter einer Partei, die ich seit ihrem Bestehen regelmäßig wähle.


Hm, Du hast den Text ja so an Beck geschrieben. Der eine Rat von mir ist, daß Du, falls Du wirklich was erreichen willst, und nicht nur Deinen Zorn ventilierst, die Vergleiche unterlassen solltest, da Deine Texte andernfalls gleich in /dev/null landen. Meines erachtens zu Recht.
Der zweite Gedanken sollte auf Deine Rigorosität lenken, die konsequenterweise auf alle Bevölkerungsgruppen, also auch auf jüdische angewandt werden müsste. Und ob Du das wirklich so willst.
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Man sieht nur, was man weiß
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Beitrag(#2035612) Verfasst am: 15.12.2015, 20:40    Titel: Re: Becksche Beschneidung Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
.....
Beck hat ja wahrscheinlich auch nur die Beschneidung von Jungen im Sinn,
....
fett von mir
Danke für die Blumen.

Mich hat die Sache auch geärgert und ich habe ihm das mitgeteilt:

Zitat:
Da Sie an dieser Stelle das Beschneidungsfass noch einmal öffnen: Diese Kröte werde ich nicht noch einmal schlucken. Schon bei der Abstimmung hätte eigentlich jeder Vollpfosten erkennen müssen, dass die kinderärztliche Beruhigungspille, die da als wissenschaftliches Statement zu Gefahren und Folgen der Beschneidung gereicht wurde, ein Fake war. Das wurde anschließend sogar noch einmal offiziell. Und meine ganz persönliche Meinung dazu ist, dass Sie Kinder, wenn Sie sie zum Beschneiden freigeben, auch ruhig zum Ficken freigeben können. Schlagen sowieso.

Wenn Sie mich also explizit vor die Wahl zwischen Kinderrecht und Asylrecht stellen, werde ich das Kinderrecht wählen. Diese Art, in der Angst vor dem Stempel Fremdenfeindlichkeit die eigenen Grundsätze über Bord zu werfen, ich beziehe mich hier wie Sie auf unsere Verfassung, kennzeichnet eine Charakterlosigkeit, die mich ähnlich anwidert wie das Gebaren der AfD; dann kann ich auch die wählen.


Ich freue mich schon auf die mit Sicherheit dämliche Antwort.



Wieso sollte der Volker Beck auf Deine daemliche "Mitteilung" ueberhaupt antworten?

Der wird sich wahrscheinlich sagen "Oh! Wurde meine e-mail-addresse mal wieder auf PI-News verlinkt?" und Deinen boeswilligen und vulgaeren Schrieb dorthin befoerdern, wo er hingehoert: in den virtuellen Abfalleimer!

Insbesondere Deine unterschwellige Anspielung auf alleruebelste homophobe Klischees ist wirklich unter aller Sau! Böse
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astarte
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Anmeldungsdatum: 13.11.2006
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Beitrag(#2035613) Verfasst am: 15.12.2015, 20:42    Titel: Re: Becksche Beschneidung Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:

Insbesondere Deine unterschwellige Anspielung auf alleruebelste homophobe Klischees ist wirklich unter aller Sau! Böse

Hä?
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"Gibt's denn niemand anderen, dem du auf die Nerven gehen kannst, Freunde, Familie, giftige Reptilien?"
"Wer nicht genießt, wird ungenießbar"
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 41181
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2035616) Verfasst am: 15.12.2015, 20:50    Titel: Re: Becksche Beschneidung Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:

Insbesondere Deine unterschwellige Anspielung auf alleruebelste homophobe Klischees ist wirklich unter aller Sau! Böse

Hä?



"Homosexuelle = Kinderficker". So lautet ein gaengiges homophobes Klischee. Volker Beck ist homosexuell.
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Anmeldungsdatum: 21.07.2012
Beiträge: 6255

Beitrag(#2035617) Verfasst am: 15.12.2015, 21:14    Titel: Re: Becksche Beschneidung Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:

Insbesondere Deine unterschwellige Anspielung auf alleruebelste homophobe Klischees ist wirklich unter aller Sau! Böse

Hä?



"Homosexuelle = Kinderficker". So lautet ein gaengiges homophobes Klischee. Volker Beck ist homosexuell.
volker beck ist doch nur homosexuell geworden, um sich durch seinen real gelebten feminismus gegen vorwürfe aller art zu immunisieren...
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astarte
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Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 40125

Beitrag(#2035618) Verfasst am: 15.12.2015, 21:18    Titel: Re: Becksche Beschneidung Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:

Insbesondere Deine unterschwellige Anspielung auf alleruebelste homophobe Klischees ist wirklich unter aller Sau! Böse

Hä?



"Homosexuelle = Kinderficker". So lautet ein gaengiges homophobes Klischee. Volker Beck ist homosexuell.

Naja, ob fwo darauf anspielt weiß ich nicht, ich bin ja nicht fwo, der immer weiß, was wer wo meint oder nicht meint. Das muss er selbst erklären.

Auch kann man streiten, ob der Vergleich passt.

Aber das mit dem Schlagen passt hervorragend. Körperverletzung. Und Schlagen von Kindern ist mittlerweile zum Glück verboten (auch "bisschen mit Würde" schlagen"), Beschneiden von Mädchen ebenso (auch "bisschen" Beschneidung der Genitalien), nur bei Jungs macht man da eine Ausnahme. Die ich ebenso finde, wie ich fände, wenn leichtes Schlagen von Kindern oder die Beschneidung Typ Ia bei Mädchen erlaubt würde.
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fwo
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Beitrag(#2035622) Verfasst am: 15.12.2015, 21:28    Titel: Re: Becksche Beschneidung Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
....
Wenn Du wirklich was erreichen willst, dann wäre es besser auf diese Vergleiche verzichten. Und Du könntest Dich fragen, ob Du mit gleicher Rigorosität gegenüber allen Bevölkerungsgruppen vorzugehen bereit wärst. Das hast Du sicher bereits getan. Auch in letzter Konsequenz?

Wenn Du Dich auf die Formulierung beziehst, die Du gefettet hast, muss ich doch fragen, gegen welche Bevölkerungsgruppe ich da vorgehe.

Es gehen die gegen Kinder vor, die sie beschneiden lassen, nicht ich. Und wenn Du es als ein Vorgehen gegen eine Gruppe betrachtest, dass ich die Kinderrechte höher als alte Vereinnahmungsrechte setze, kann ich Dir nicht helfen. Meine Einstellung zur Beschneidung muss ich hier nicht wiederholen - ich verweise auf die entsprechenden Threads.

Rigoros bin ich hier höchstens Beck und damit in einem gewissen Sinne auch mir gegenüber - er ist Vertreter einer Partei, die ich seit ihrem Bestehen regelmäßig wähle.


Hm, Du hast den Text ja so an Beck geschrieben. Der eine Rat von mir ist, daß Du, falls Du wirklich was erreichen willst, und nicht nur Deinen Zorn ventilierst, die Vergleiche unterlassen solltest, da Deine Texte andernfalls gleich in /dev/null landen. Meines erachtens zu Recht.
Der zweite Gedanken sollte auf Deine Rigorosität lenken, die konsequenterweise auf alle Bevölkerungsgruppen, also auch auf jüdische angewandt werden müsste. Und ob Du das wirklich so willst.

Das ist jetzt verständlicher, deshalb leichter zu beantworten.

Natürlich ventiliere ich hier meinen Zorn, dass die Flüchtlingsdiskussion benutzt wird, um ein falsches Spiel, durch das man sowieso nur mit gezinkten Karten gekommen ist, nachträglich noch einmal für richtig zu erklären.

Auf der anderen Seite ist ein Abgeordneter keine Behörde und hat auch das Recht, unliebsame Zuschriften in /dev/null landen zu lassen. Darüber würde ich mich nicht mehr aufregen, ich glaube auch nicht, dass solche Zuschriften überhaupt viel erreichen. Sie haben sowieso nur eine Chance, überhaupt wahr genommen zu werden, wenn sie diesen hauchdünnen Grat zwischen belanglos in moderatem Ton und deutlich bis zur Unflätigkeit treffen.

Ich halte die Chance aber nicht für ganz so klein wie Du - da sitzen keine Schöngeister, die sich so leicht aus der Fassung bringen lassen. Das sind (sehen wir mal von dem Vollpfosten in Sachen wissenschaftliches Gutachten ab, übrigens meine ehrliche Meinung) eben nicht einfach Unflätigkeiten, sondern beziehen sich beide auf ganz konkrete historische Diskussionen. Das ist die im Rückblick für die Grünen peinliche Diskussion zum Thema Sex mit Minderjährigen und die Diskussion Gewalt in der Erziehung, auf die sie stolz sein werden. Das Teil wird also keine eindeutig ablehnenden, sondern gemischte Gefühle erzeugen.

Beim zweiten Thema ist meine Meinung nicht ganz so eindeutig, da ist es, auch wenn ich es begrüße, dass auch in Deutschland die Kinderrechte endlich entdeckt worden sind, einfach bedauerlich, dass dieser Schritt zuerst in Deutschland versucht wurde. Da sind auch gemischte Gefühle: Verantwortung und auch ein Stück Scham für die Vergangenheit, aber eben auch Verantwortung für die Kinder der Zukunft. Ich habe mich da für das zweite entschieden. Und es gibt es trotz des Tabus auch innerhalb des Judentums kritische Stimmen. Das lässt mich vermuten, dass die jüdische Geistlichkeit in der Bedeutung der Beschneidung für das Judentum genauso maßlos übertreibt wie die Geistlichkeit allgemein in der Bedeutung der Religionen für die Menschheit. Im Wesentlichen trommeln sie für ihre eigenen Pfründe, wenn sie Bezug auf die Bedeutung der "religiösen Gefühle" nehmen. Es ist eine offensichtliche Tatsache, dass diese Gefühle bei uns sehr im Abnehmen begriffen sind. Ich begrüße das und möchte, dass das so weitergeht - bei allen Religionen. Es kann nur förderlich für das Verhältnis zur Demokratie sein.

Ich bin auch in meiner Wut relativ reflektiert.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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zelig
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Beitrag(#2035625) Verfasst am: 15.12.2015, 21:44    Titel: Re: Becksche Beschneidung Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
....
Wenn Du wirklich was erreichen willst, dann wäre es besser auf diese Vergleiche verzichten. Und Du könntest Dich fragen, ob Du mit gleicher Rigorosität gegenüber allen Bevölkerungsgruppen vorzugehen bereit wärst. Das hast Du sicher bereits getan. Auch in letzter Konsequenz?

Wenn Du Dich auf die Formulierung beziehst, die Du gefettet hast, muss ich doch fragen, gegen welche Bevölkerungsgruppe ich da vorgehe.

Es gehen die gegen Kinder vor, die sie beschneiden lassen, nicht ich. Und wenn Du es als ein Vorgehen gegen eine Gruppe betrachtest, dass ich die Kinderrechte höher als alte Vereinnahmungsrechte setze, kann ich Dir nicht helfen. Meine Einstellung zur Beschneidung muss ich hier nicht wiederholen - ich verweise auf die entsprechenden Threads.

Rigoros bin ich hier höchstens Beck und damit in einem gewissen Sinne auch mir gegenüber - er ist Vertreter einer Partei, die ich seit ihrem Bestehen regelmäßig wähle.


Hm, Du hast den Text ja so an Beck geschrieben. Der eine Rat von mir ist, daß Du, falls Du wirklich was erreichen willst, und nicht nur Deinen Zorn ventilierst, die Vergleiche unterlassen solltest, da Deine Texte andernfalls gleich in /dev/null landen. Meines erachtens zu Recht.
Der zweite Gedanken sollte auf Deine Rigorosität lenken, die konsequenterweise auf alle Bevölkerungsgruppen, also auch auf jüdische angewandt werden müsste. Und ob Du das wirklich so willst.

Das ist jetzt verständlicher, deshalb leichter zu beantworten.

Natürlich ventiliere ich hier meinen Zorn, dass die Flüchtlingsdiskussion benutzt wird, um ein falsches Spiel, durch das man sowieso nur mit gezinkten Karten gekommen ist, nachträglich noch einmal für richtig zu erklären.

Auf der anderen Seite ist ein Abgeordneter keine Behörde und hat auch das Recht, unliebsame Zuschriften in /dev/null landen zu lassen. Darüber würde ich mich nicht mehr aufregen, ich glaube auch nicht, dass solche Zuschriften überhaupt viel erreichen. Sie haben sowieso nur eine Chance, überhaupt wahr genommen zu werden, wenn sie diesen hauchdünnen Grat zwischen belanglos in moderatem Ton und deutlich bis zur Unflätigkeit treffen.

Ich halte die Chance aber nicht für ganz so klein wie Du - da sitzen keine Schöngeister, die sich so leicht aus der Fassung bringen lassen. Das sind (sehen wir mal von dem Vollpfosten in Sachen wissenschaftliches Gutachten ab, übrigens meine ehrliche Meinung) eben nicht einfach Unflätigkeiten, sondern beziehen sich beide auf ganz konkrete historische Diskussionen. Das ist die im Rückblick für die Grünen peinliche Diskussion zum Thema Sex mit Minderjährigen und die Diskussion Gewalt in der Erziehung, auf die sie stolz sein werden. Das Teil wird also keine eindeutig ablehnenden, sondern gemischte Gefühle erzeugen.

Beim zweiten Thema ist meine Meinung nicht ganz so eindeutig, da ist es, auch wenn ich es begrüße, dass auch in Deutschland die Kinderrechte endlich entdeckt worden sind, einfach bedauerlich, dass dieser Schritt zuerst in Deutschland versucht wurde. Da sind auch gemischte Gefühle: Verantwortung und auch ein Stück Scham für die Vergangenheit, aber eben auch Verantwortung für die Kinder der Zukunft. Ich habe mich da für das zweite entschieden. Und es gibt es trotz des Tabus auch innerhalb des Judentums kritische Stimmen. Das lässt mich vermuten, dass die jüdische Geistlichkeit in der Bedeutung der Beschneidung für das Judentum genauso maßlos übertreibt wie die Geistlichkeit allgemein in der Bedeutung der Religionen für die Menschheit. Im Wesentlichen trommeln sie für ihre eigenen Pfründe, wenn sie Bezug auf die Bedeutung der "religiösen Gefühle" nehmen. Es ist eine offensichtliche Tatsache, dass diese Gefühle bei uns sehr im Abnehmen begriffen sind. Ich begrüße das und möchte, dass das so weitergeht - bei allen Religionen. Es kann nur förderlich für das Verhältnis zur Demokratie sein.

Ich bin auch in meiner Wut relativ reflektiert.


Ich bin auch kein Freund der Beschneidung. Aber die Frage ist, ob man wirklich ein Verbot befürworten sollte. So wie ich das Verbot Kinder zu schlagen und zu vergewaltigen -wie jede/r von uns- begrüße, kann ich ein Verbot der Zirkumsion nicht befürworten. Ich fänd zwar schon gut, wenn man sie durch eine symbolische Handlung oder ähnliches ersetzen würde. Aber wer bin ich schon, eine jahrtausende alte Tradition gängeln zu wollen?
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astarte
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Beitrag(#2035628) Verfasst am: 15.12.2015, 21:54    Titel: Re: Becksche Beschneidung Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:

Ich bin auch kein Freund der Beschneidung. Aber die Frage ist, ob man wirklich ein Verbot befürworten sollte. So wie ich das Verbot Kinder zu schlagen und zu vergewaltigen -wie jede/r von uns- begrüße, kann ich ein Verbot der Zirkumsion nicht befürworten. Ich fänd zwar schon gut, wenn man sie durch eine symbolische Handlung oder ähnliches ersetzen würde. Aber wer bin ich schon, eine jahrtausende alte Tradition gängeln zu wollen?

Ach ich bin da weniger vorsichtig. Die jahrtausende alte Tradition Kinder als Besitz zu behandeln und für eigene Zwecke zu benutzen, ist es doch hier wie dort. Körperliche Züchtigung, weibliche und männliche Beschneidung, Verheiraten und Verkaufen in jungem Alter. Wir haben hier nicht auf freiwilliges Verschwinden bei den vielen Gestrigen gewartet, warum bei diesem Teilaspekt?

(verdammt wir sind sehr ot.. Weinen)
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beachbernie
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Beitrag(#2035639) Verfasst am: 15.12.2015, 22:13    Titel: Re: Becksche Beschneidung Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:

Ich bin auch kein Freund der Beschneidung. Aber die Frage ist, ob man wirklich ein Verbot befürworten sollte. So wie ich das Verbot Kinder zu schlagen und zu vergewaltigen -wie jede/r von uns- begrüße, kann ich ein Verbot der Zirkumsion nicht befürworten. Ich fänd zwar schon gut, wenn man sie durch eine symbolische Handlung oder ähnliches ersetzen würde. Aber wer bin ich schon, eine jahrtausende alte Tradition gängeln zu wollen?



Der Auffassung kann ich mich noch am ehesten anschliessen, mit der einen Einschraenkung, dass der Verweis auf eine "Jahrtausende alte Tradition" natuerlich kein Argument ist. Auch Sklaverei und Menschenopfer hatten eine sehr lange Tradition und trotzdem war es richtig und wichtig, dass sie (weitestgehend) abgeschafft wurden.

Das fuer mich entscheidende ist, dass es zumindest strittig ist, ob die Jungenbeschneidung nicht auch positive Auswirkungen auf den betreffenden Menschen hat und es sich um keinen so schwerwiegenden Eingriff handelt wie die Klitorisentfernung bei Maedchen. Da mir dies auch so von vielen persoenlich Betroffenen kommuniziert worden ist, bin ich gegen ein Eingreifen des Gesetzgebers in dieser Frage.

Dennoch wuerde ich es begruessen, wenn sich die Vertreter der betroffenen Religionen und Kulturen dazu durchringen koennten mit dem Eingriff zumindest solange zu warten bis die Betroffenen konsensfaehig sind und ihm zustimmen.

Wer die Jungenbeschneidung mit der Entfernung der Klitoris bei Maedchen gleichsetzt, der weiss nicht wovon er redet und wie sehr die betroffenen Frauen unter der ihnen angetanen Verstuemmelung zeitlebens zu leiden haben. Das ist wirklich kein Vergleich zu den relativ harmlosen Folgen der Jungenbeschneidung und in diesem Fall bin ich sehr wohl fuer ein Verbot.
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astarte
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Beitrag(#2035641) Verfasst am: 15.12.2015, 22:18    Titel: Re: Becksche Beschneidung Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:

Wer die Jungenbeschneidung mit der Entfernung der Klitoris bei Maedchen gleichsetzt, ...

Wer soll das denn getan haben?
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zelig
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Beitrag(#2035645) Verfasst am: 15.12.2015, 22:27    Titel: Re: Becksche Beschneidung Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:

Ich bin auch kein Freund der Beschneidung. Aber die Frage ist, ob man wirklich ein Verbot befürworten sollte. So wie ich das Verbot Kinder zu schlagen und zu vergewaltigen -wie jede/r von uns- begrüße, kann ich ein Verbot der Zirkumsion nicht befürworten. Ich fänd zwar schon gut, wenn man sie durch eine symbolische Handlung oder ähnliches ersetzen würde. Aber wer bin ich schon, eine jahrtausende alte Tradition gängeln zu wollen?

Ach ich bin da weniger vorsichtig. Die jahrtausende alte Tradition Kinder als Besitz zu behandeln und für eigene Zwecke zu benutzen, ist es doch hier wie dort. Körperliche Züchtigung, weibliche und männliche Beschneidung, Verheiraten und Verkaufen in jungem Alter. Wir haben hier nicht auf freiwilliges Verschwinden bei den vielen Gestrigen gewartet, warum bei diesem Teilaspekt?

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Weil es keine Differenz zwischen Gestrigen und Aufgeklärten ist. Den Hochmut, den die Reihungen ausstrahlen, möchte ich nicht mittragen.
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Beitrag(#2035647) Verfasst am: 15.12.2015, 22:28    Titel: Re: Becksche Beschneidung Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Dennoch wuerde ich es begruessen, wenn sich die Vertreter der betroffenen Religionen und Kulturen dazu durchringen koennten mit dem Eingriff zumindest solange zu warten bis die Betroffenen konsensfaehig sind und ihm zustimmen.

"Alle männlichen Kinder bei euch müssen, sobald sie acht Tage alt sind, beschnitten werden."
(1.Mo-17)
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astarte
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Beitrag(#2035650) Verfasst am: 15.12.2015, 22:37    Titel: Re: Becksche Beschneidung Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:

Ich bin auch kein Freund der Beschneidung. Aber die Frage ist, ob man wirklich ein Verbot befürworten sollte. So wie ich das Verbot Kinder zu schlagen und zu vergewaltigen -wie jede/r von uns- begrüße, kann ich ein Verbot der Zirkumsion nicht befürworten. Ich fänd zwar schon gut, wenn man sie durch eine symbolische Handlung oder ähnliches ersetzen würde. Aber wer bin ich schon, eine jahrtausende alte Tradition gängeln zu wollen?

Ach ich bin da weniger vorsichtig. Die jahrtausende alte Tradition Kinder als Besitz zu behandeln und für eigene Zwecke zu benutzen, ist es doch hier wie dort. Körperliche Züchtigung, weibliche und männliche Beschneidung, Verheiraten und Verkaufen in jungem Alter. Wir haben hier nicht auf freiwilliges Verschwinden bei den vielen Gestrigen gewartet, warum bei diesem Teilaspekt?

(verdammt wir sind sehr ot.. Weinen)


Weil es keine Differenz zwischen Gestrigen und Aufgeklärten ist. Den Hochmut, den die Reihungen ausstrahlen, möchte ich nicht mittragen.

Vielleicht ist es Hochmut, aber ich finde es tatsächlich einen Fortschritt, obig genannte Dinge als Verstoß gegen die Rechte von Kindern zu betrachten.
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fwo
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Beitrag(#2035651) Verfasst am: 15.12.2015, 22:41    Titel: Re: Becksche Beschneidung Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
....
Das fuer mich entscheidende ist, dass es zumindest strittig ist, ob die Jungenbeschneidung nicht auch positive Auswirkungen auf den betreffenden Menschen hat und es sich um keinen so schwerwiegenden Eingriff handelt wie die Klitorisentfernung bei Maedchen.
....

Selbst dass es nicht so schlimm ist, wie bei Mädchen ist nur richtig, wenn Du dich bei Mädchen nur auf die stärkeren Formen der Bescheidung beziehst. Ansonsten: Nein. Ich empfehle Dir, die medizinische Diskussion zu diesem Thema noch einmal herauszusuchen - die dürfte hier auch irgendwo verlinkt sein. Du hast das offensichtlich nicht bis zum Ende verfolgt.
beachbernie hat folgendes geschrieben:
... Da mir dies auch so von vielen persoenlich Betroffenen kommuniziert worden ist, bin ich gegen ein Eingreifen des Gesetzgebers in dieser Frage.....

Aua. Das ist ein Tabuthema mit Bezug zur Männlichkeit. Was erwartest Du da? Sachdienliche Antworten? Zur Erinnerung: Die härtesten VerteidigerInnen der starken Frauenbeschneidung waren unter den Beschnittenen selbst. Nicht nur, dass das Thema selbst tabu ist, ein Kritik ist gefühlsmäßig ein direkter Angriff auf die Eltern - und das in dieser autoritären Tradition, die auf der Basis funktioniert, dass sie eine Paradoxie, die in ihrer Struktur mit dem Stockholmsyndrom vergleichbar ist, praktisch garantiert.

Lass stecken bb. Da ist Dein Einwand ähnlich wichtig, wie Deine Empörung über das von mir angeblich benutzte Homophobenklischee.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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Beitrag(#2035652) Verfasst am: 15.12.2015, 22:48    Titel: Re: Becksche Beschneidung Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
....
Das fuer mich entscheidende ist, dass es zumindest strittig ist, ob die Jungenbeschneidung nicht auch positive Auswirkungen auf den betreffenden Menschen hat und es sich um keinen so schwerwiegenden Eingriff handelt wie die Klitorisentfernung bei Maedchen.
....

Selbst dass es nicht so schlimm ist, wie bei Mädchen ist nur richtig, wenn Du dich bei Mädchen nur auf die stärkeren Formen der Bescheidung beziehst. Ansonsten: Nein. Ich empfehle Dir, die medizinische Diskussion zu diesem Thema noch einmal herauszusuchen - die dürfte hier auch irgendwo verlinkt sein. Du hast das offensichtlich nicht bis zum Ende verfolgt.
beachbernie hat folgendes geschrieben:
... Da mir dies auch so von vielen persoenlich Betroffenen kommuniziert worden ist, bin ich gegen ein Eingreifen des Gesetzgebers in dieser Frage.....

Aua. Das ist ein Tabuthema mit Bezug zur Männlichkeit. Was erwartest Du da? Sachdienliche Antworten? Zur Erinnerung: Die härtesten VerteidigerInnen der starken Frauenbeschneidung waren unter den Beschnittenen selbst. Nicht nur, dass das Thema selbst tabu ist, ein Kritik ist gefühlsmäßig ein direkter Angriff auf die Eltern - und das in dieser autoritären Tradition, die auf der Basis funktioniert, dass sie eine Paradoxie, die in ihrer Struktur mit dem Stockholmsyndrom vergleichbar ist, praktisch garantiert.

Lass stecken bb. Da ist Dein Einwand ähnlich wichtig, wie Deine Empörung über das von mir angeblich benutzte Homophobenklischee.



Wie es um Deine Diskussionsfaehigkeit bestellt ist, dokumentiertest Du ja schon mit Deinem vulgaeren Schrieb an Volker Beck. Es ist ueberfluessig Deine diesbezuglichen Defizite noch einmal unter Beweis zu stellen.
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Beitrag(#2035653) Verfasst am: 15.12.2015, 22:54    Titel: Re: Becksche Beschneidung Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:

Ich bin auch kein Freund der Beschneidung. Aber die Frage ist, ob man wirklich ein Verbot befürworten sollte. So wie ich das Verbot Kinder zu schlagen und zu vergewaltigen -wie jede/r von uns- begrüße, kann ich ein Verbot der Zirkumsion nicht befürworten. Ich fänd zwar schon gut, wenn man sie durch eine symbolische Handlung oder ähnliches ersetzen würde. Aber wer bin ich schon, eine jahrtausende alte Tradition gängeln zu wollen?

Ach ich bin da weniger vorsichtig. Die jahrtausende alte Tradition Kinder als Besitz zu behandeln und für eigene Zwecke zu benutzen, ist es doch hier wie dort. Körperliche Züchtigung, weibliche und männliche Beschneidung, Verheiraten und Verkaufen in jungem Alter. Wir haben hier nicht auf freiwilliges Verschwinden bei den vielen Gestrigen gewartet, warum bei diesem Teilaspekt?

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Weil es keine Differenz zwischen Gestrigen und Aufgeklärten ist. Den Hochmut, den die Reihungen ausstrahlen, möchte ich nicht mittragen.

Das ganze ist nicht nur bei den unmittelbar Betroffenen tabubelastet. Deshalb findet leider sehr wenig belastbare Forschung auf diesem Gebiet statt und die wird auch noch regelmäßig von der betroffenen Geistlichkeit öffentlichkeitswirksam bombardiert. Trotzdem ist inzwischen genügend zusammengekommen, dass sich die Kinderärzte bis auf wenige Ausnahmen inzwischen weltweit eindeutig positioniert haben. Die Auswirkungen der Beschneidung auf die Sexualität im Lauf des Lebens wurden praktisch noch nicht untersucht - die Dänen haben einen kleinen Anfang gemacht, der nichts Gutes verheißt, was rein auf der physiologischen Ebene nicht weiter verwunderlich ist.

Rational ist Deine Zurückhaltung für mich nicht nachvollziehbar.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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beachbernie
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Beitrag(#2035654) Verfasst am: 15.12.2015, 22:55    Titel: Re: Becksche Beschneidung Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Dennoch wuerde ich es begruessen, wenn sich die Vertreter der betroffenen Religionen und Kulturen dazu durchringen koennten mit dem Eingriff zumindest solange zu warten bis die Betroffenen konsensfaehig sind und ihm zustimmen.

"Alle männlichen Kinder bei euch müssen, sobald sie acht Tage alt sind, beschnitten werden."
(1.Mo-17)


Solche Textstellen sind immer Gegenstand von Auslegung. Als Beispiel faellt mit auf die Schnelle dazu ein, dass ein gewisser Bischof von Usher das Alter der Erde dadurch auf 6000 Jahre bestimmt hat, dass er einfach die Genesis so auslegte, dass jeder Schoepfungstag 1000 Jahre dauerte und der grosse Chef oben nach 6 Tagen mit seiner Schoepfung fertig gewesen sein soll.

Und da willst Du mir doch hoffentlich nicht ernsthaft erzaehlen, dass Moslems und Juden unbedingt die 8 Tage woertlich nehmen muessen? Sehr glücklich

Wenn man sich erst einmal dazu durchgerungen hat mit der Beschneiderei zu warten, dann findet sich die passende Auslegung der 8-Tagesfrist von ganz alleine. Schriftreligionen sind ganz allgemein sehr erfinderisch, wenn es darum geht ihre Schriften recht pragmatisch auszulegen. zwinkern
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fwo
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Beitrag(#2035655) Verfasst am: 15.12.2015, 22:58    Titel: Re: Becksche Beschneidung Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
....
Wie es um Deine Diskussionsfaehigkeit bestellt ist, dokumentiertest Du ja schon mit Deinem vulgaeren Schrieb an Volker Beck. Es ist ueberfluessig Deine diesbezuglichen Defizite noch einmal unter Beweis zu stellen.

zwinkern Immerhin enthalten meine Postings normalerweise auch einen Bezug zur Sache und nicht nur zur Person.
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luc
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Beitrag(#2035656) Verfasst am: 15.12.2015, 23:00    Titel: Antworten mit Zitat

Beschneidung ist kein Problem, wenn sie richtig gemacht wird. Millionen von christlichen Amerikanern sind beschnitten, nicht aus religiösen Gründen sondern aus hygienischen Gründen und weil sie gemerkt haben, dass es die Lebensqualität steigert.
Ich bin auch beschnitten. Als Kind soll ich eine leichte Phimosis gehabt haben (damals war es in F. mehr oder weniger Mode, die Jungs zu beschneiden) und bin damit sehr zufrieden.
Ich kenne ein paar erwachsene Männer in Deutschland , die sich auch beneiden lassen wollen, weil es sich doch herausgestellt hat, dass es Vorteile bringt: mehr Hygiene, weniger Frühejakulation.....
Die Exzision bei Frauen ist aber ein barbarischer Akt.
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beachbernie
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Beitrag(#2035657) Verfasst am: 15.12.2015, 23:00    Titel: Re: Becksche Beschneidung Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:

Wer die Jungenbeschneidung mit der Entfernung der Klitoris bei Maedchen gleichsetzt, ...

Wer soll das denn getan haben?




astarte hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
....Die jahrtausende alte Tradition Kinder als Besitz zu behandeln und für eigene Zwecke zu benutzen, ist es doch hier wie dort. Körperliche Züchtigung, weibliche und männliche Beschneidung, Verheiraten und Verkaufen in jungem Alter.



Vielleicht ist es Hochmut, aber ich finde es tatsächlich einen Fortschritt, obig genannte Dinge als Verstoß gegen die Rechte von Kindern zu betrachten.

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beachbernie
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Beitrag(#2035658) Verfasst am: 15.12.2015, 23:01    Titel: Re: Becksche Beschneidung Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
....
Wie es um Deine Diskussionsfaehigkeit bestellt ist, dokumentiertest Du ja schon mit Deinem vulgaeren Schrieb an Volker Beck. Es ist ueberfluessig Deine diesbezuglichen Defizite noch einmal unter Beweis zu stellen.

zwinkern Immerhin enthalten meine Postings normalerweise auch einen Bezug zur Sache und nicht nur zur Person.


Zur Sache habe ich mich hinreichend geaeussert.
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sehr gut
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Beitrag(#2035660) Verfasst am: 15.12.2015, 23:11    Titel: Re: Becksche Beschneidung Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Schriftreligionen sind ganz allgemein sehr erfinderisch, wenn es darum geht ihre Schriften recht pragmatisch auszulegen. zwinkern

zwinkern
In diesem bestimmten Fall ist das aber nicht so einfach (für Alt-Testamentler), das mit dem 8. Tag nach Geburt wird auch im 3. Buch Mose wiederholt: "Am achten Tag soll man die Vorhaut des Kindes beschneiden [..]"
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fwo
Caterpillar D9



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Beitrag(#2035661) Verfasst am: 15.12.2015, 23:13    Titel: Re: Becksche Beschneidung Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
...

Zur Sache habe ich mich hinreichend geaeussert.

Nein. Aber es wundert mich nicht, dass Du das glaubst, wenn ich sehe, dass das Feststellen einer Gleichheit bezüglich einer Kategorie für Dich das Gleichsetzen zweier verschiedener Dinge ist. Insbesondere wenn es "die Mädchenbeschneidung" nicht gibt - es handelt sich um ein Kontinuum verschiedener Eingriffe. Lerne präziser zu werden und mach Dich kundig.
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vrolijke
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Beitrag(#2035662) Verfasst am: 15.12.2015, 23:14    Titel: Antworten mit Zitat

luc hat folgendes geschrieben:
Beschneidung ist kein Problem, wenn sie richtig gemacht wird. Millionen von christlichen Amerikanern sind beschnitten, nicht aus religiösen Gründen sondern aus hygienischen Gründen und weil sie gemerkt haben, dass es die Lebensqualität steigert.
Ich bin auch beschnitten. Als Kind soll ich eine leichte Phimosis gehabt haben (damals war es in F. mehr oder weniger Mode, die Jungs zu beschneiden) und bin damit sehr zufrieden.
Ich kenne ein paar erwachsene Männer in Deutschland , die sich auch beneiden lassen wollen, weil es sich doch herausgestellt hat, dass es Vorteile bringt: mehr Hygiene, weniger Frühejakulation.....
Die Exzision bei Frauen ist aber ein barbarischer Akt.


Wenn ein Volljähriger meint, es wäre besser beschnitten zu sein, ist das allein seine Angelegenheit.

Ich würde Dich raten, diesen Thread mal durchzulesen.
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luc
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Beitrag(#2035664) Verfasst am: 15.12.2015, 23:23    Titel: Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
Beschneidung ist kein Problem, wenn sie richtig gemacht wird. Millionen von christlichen Amerikanern sind beschnitten, nicht aus religiösen Gründen sondern aus hygienischen Gründen und weil sie gemerkt haben, dass es die Lebensqualität steigert.
Ich bin auch beschnitten. Als Kind soll ich eine leichte Phimosis gehabt haben (damals war es in F. mehr oder weniger Mode, die Jungs zu beschneiden) und bin damit sehr zufrieden.
Ich kenne ein paar erwachsene Männer in Deutschland , die sich auch beneiden lassen wollen, weil es sich doch herausgestellt hat, dass es Vorteile bringt: mehr Hygiene, weniger Frühejakulation.....
Die Exzision bei Frauen ist aber ein barbarischer Akt.


Wenn ein Volljähriger meint, es wäre besser beschnitten zu sein, ist das allein seine Angelegenheit.

Ich würde Dich raten, diesen Thread mal durchzulesen.


Ach,,, ich kenne schon die Problematik: Die religiösen Eltern treffen eine Entscheidung für ihre Kinder und diese Entscheidung kann man nicht rückgängig machen. Gut.... Wenn es sich um eine Körperverletzung handeln würde, wäre es schlimm. Ist es aber nicht.
Dann müsste ich meine Eltern verklagen, die mich zum blöden Katechismus geschickt haben. Wer weiß, welche Traumata ich davon getragen habe. Erbsünde, Todsünde usw.... so eine Schweinerei für einen 10 jährigen Jungen.


Zuletzt bearbeitet von luc am 15.12.2015, 23:25, insgesamt einmal bearbeitet
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astarte
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Beitrag(#2035665) Verfasst am: 15.12.2015, 23:24    Titel: Antworten mit Zitat

luc hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
Beschneidung ist kein Problem, wenn sie richtig gemacht wird. Millionen von christlichen Amerikanern sind beschnitten, nicht aus religiösen Gründen sondern aus hygienischen Gründen und weil sie gemerkt haben, dass es die Lebensqualität steigert.
Ich bin auch beschnitten. Als Kind soll ich eine leichte Phimosis gehabt haben (damals war es in F. mehr oder weniger Mode, die Jungs zu beschneiden) und bin damit sehr zufrieden.
Ich kenne ein paar erwachsene Männer in Deutschland , die sich auch beneiden lassen wollen, weil es sich doch herausgestellt hat, dass es Vorteile bringt: mehr Hygiene, weniger Frühejakulation.....
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Ich würde Dich raten, diesen Thread mal durchzulesen.


Ach,,, ich kenne schon die Problematik: Die religiösen Eltern treffen, eine Entscheidung für ihr Kinder und diese Entscheidung kann man nicht rückgängig machen. Gut.... Wenn es sich um eine Körperverletzung handeln würde, wäre es schlimm. Ist es aber nicht.
Hm, ach so ist es nicht.
Bist du dafür Klitorisvorhautbeschneidung bei Mädchen auch zu erlauben?
Zitat:

Dann müsste ich meine Eltern verklagen, die mich zum blöden Katechismus geschickt haben. Wer weiß, welche Traumata ich davon getragen habe. Erbsünde, Todessünde usw.... so eine Schweinerei für einen 10 jährigen Jungen.

Das ist Körperverletzung? Musst du mir erklären. Am Kopf kratzen
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astarte
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Beitrag(#2035666) Verfasst am: 15.12.2015, 23:29    Titel: Re: Becksche Beschneidung Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:

Wer die Jungenbeschneidung mit der Entfernung der Klitoris bei Maedchen gleichsetzt, ...

Wer soll das denn getan haben?


astarte hat folgendes geschrieben:
astarte hat folgendes geschrieben:
....Die jahrtausende alte Tradition Kinder als Besitz zu behandeln und für eigene Zwecke zu benutzen, ist es doch hier wie dort. Körperliche Züchtigung, weibliche und männliche Beschneidung, Verheiraten und Verkaufen in jungem Alter.



Vielleicht ist es Hochmut, aber ich finde es tatsächlich einen Fortschritt, obig genannte Dinge als Verstoß gegen die Rechte von Kindern zu betrachten.
Möchtest du meine Frage nicht lesen oder nicht beantworten? Wo habe ich Klitorisentfernung bei Mädchen mit Vorhautbeschneidung bei Jungen gleichgesetzt?
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luc
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Beitrag(#2035667) Verfasst am: 15.12.2015, 23:29    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Hm, ach so ist es nicht.
Bist du dafür Klitorisvorhautbeschneidung bei Mädchen auch zu erlauben?


Welchen Nutzen hätte das? So viel ich weiß, keinen aber in der Sache bin ich kein Spezialist und das müsste eine Frau beantworten. . Ich weiß nur, dass meine eigene Beschneidung kein Problem darstellt und eher Vorteile hat.
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luc
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Beitrag(#2035668) Verfasst am: 15.12.2015, 23:33    Titel: Antworten mit Zitat

@ Astarte
Katechismus ist zwar keine Körperverletzung ist aber eine Verletzung des Geistes. Ich habe das überwunden aber... das kann nicht jeder... zwinkern
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