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Antisemitismus unter jungen Muslimen in Deutschland
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abbahallo
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Anmeldungsdatum: 10.12.2012
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Beitrag(#2131639) Verfasst am: 18.04.2018, 23:38    Titel: Antworten mit Zitat

In der Spätausgabe von heute erklärt das filmende Opfer, er sei ein arabischer Israeli, von Überzeugung Atheist, und er hätte eigentlich zeigen wollen, dass man in seiner Wohnumgebung unbehelligt Kippa tragen kann. Das hat nun so gar nicht funktioniert.
Aber sein Videomaterial ist gut genug für eine erfolgreiche Fahndung.
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 23048

Beitrag(#2131670) Verfasst am: 19.04.2018, 09:58    Titel: Antworten mit Zitat

Wie kann man mit dem Problem umgehen, ohne zu stigmatisieren? Das finde ich wirklich eine wichtige Frage.
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abbahallo
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Anmeldungsdatum: 10.12.2012
Beiträge: 2001

Beitrag(#2131680) Verfasst am: 19.04.2018, 10:59    Titel: Antworten mit Zitat

Da wir uns in einem Rechtsstaat befinden, halte ich die Verfolgung von Gewaltdelikten für das erste.
Wenn man außerdem feststellen muß, dass offener Rassismus und Antisemitismus unter Migranten, keineswegs nur unter muslimischen, häufigr vorkommt, muß man ihnen vermitteln, dass das mit unseren Werten nicht vereinbar ist, wenn es geht, überall, wo das zutage tritt. Dafür muß man vor allem die Situationen im Fokus behalten, wo es überhaupt Begegnungen der verschiedenen Gruppen gibt. Mir sind bis jetzt vor allem Schulen, Ausbildungsstätten und Krankenhäuser aufgefallen. Die wirklichen Chaoten kommen in Vereinen (Fußball) und Stadtteilevents selten vor.
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 28746

Beitrag(#2131682) Verfasst am: 19.04.2018, 11:17    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Wie kann man mit dem Problem umgehen, ohne zu stigmatisieren? Das finde ich wirklich eine wichtige Frage.


Das Problem zeigt ja, dass unsere eigenen Werte noch nicht überall bei "uns" angekommen sind. Dass z.B. jemand, der Schutz sucht, Schutz erhält, ist für viele kein Wert an sich, sondern an Bedingungen geknüpft. Es wird zwar immer viel von Integration von Flüchtenden und Migranten geredet, aber eigentlich müsste man auch interne Integrationsarbeit leisten.
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Naastika
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Anmeldungsdatum: 23.11.2003
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Beitrag(#2131684) Verfasst am: 19.04.2018, 11:25    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Wie kann man mit dem Problem umgehen, ohne zu stigmatisieren? Das finde ich wirklich eine wichtige Frage.



Es kommt auch darauf an, was du unter "Stigmatisierung" verstehst.
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Naastika
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Beitrag(#2131685) Verfasst am: 19.04.2018, 11:31    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Wie kann man mit dem Problem umgehen, ohne zu stigmatisieren? Das finde ich wirklich eine wichtige Frage.


Das Problem zeigt ja, dass unsere eigenen Werte noch nicht überall bei "uns" angekommen sind. Dass z.B. jemand, der Schutz sucht, Schutz erhält, ist für viele kein Wert an sich, sondern an Bedingungen geknüpft. Es wird zwar immer viel von Integration von Flüchtenden und Migranten geredet, aber eigentlich müsste man auch interne Integrationsarbeit leisten.


Ich finde, es sind weniger Bedingungen, als eher Folgen.

Dabei sehe ich von Bedingungen iSv juristischen Voraussetzungen mal ab, wie faktisches Vorliegen der Verfolgung.

Es findet keine Wertung der geflüchteten Menschen statt, z.B. ob sie für diese Gesellschaft nüztlich sind (wie bein plantmässiger Einwanderung).

Ich halte es aber für eine Selbstverständlichkeit, dass sich in einem Land ALLE an die dort geltenden Regeln halten.
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Kramer
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Beitrag(#2131686) Verfasst am: 19.04.2018, 11:39    Titel: Antworten mit Zitat

Naastika hat folgendes geschrieben:
Es findet keine Wertung der geflüchteten Menschen statt, z.B. ob sie für diese Gesellschaft nüztlich sind (wie bein plantmässiger Einwanderung).


Vielleicht nicht offiziell, aber in den Köpfen einiger/vieler Menschen schon. Ich vermute mal, das ist auch das, was zelig mit Stigmatisierung meint. Der Antisemitismus von einzelnen Flüchtlingen wird dazu benutzt, um alle Flüchtlinge pauschal abzuwerten.
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Naastika
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Anmeldungsdatum: 23.11.2003
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Beitrag(#2131689) Verfasst am: 19.04.2018, 12:02    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Naastika hat folgendes geschrieben:
Es findet keine Wertung der geflüchteten Menschen statt, z.B. ob sie für diese Gesellschaft nüztlich sind (wie bein plantmässiger Einwanderung).


Vielleicht nicht offiziell, aber in den Köpfen einiger/vieler Menschen schon. Ich vermute mal, das ist auch das, was zelig mit Stigmatisierung meint. Der Antisemitismus von einzelnen Flüchtlingen wird dazu benutzt, um alle Flüchtlinge pauschal abzuwerten.



Das stimmt sicherlich.

Dennoch dürfen wir uns nicht vor der Diskussion verschliessen.
Sie muss stattfinden, unter gleichzeitgiem Mitdenken von Korrekturmaßnahmen (Bildung in den Kindergärten, Schulen, zugleich polizeiliche Sicherheitsmaßnahmen, finanzielle Planung..)
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Samson83
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Beitrag(#2131691) Verfasst am: 19.04.2018, 12:10    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Wie kann man mit dem Problem umgehen, ohne zu stigmatisieren? Das finde ich wirklich eine wichtige Frage.


Das Problem zeigt ja, dass unsere eigenen Werte noch nicht überall bei "uns" angekommen sind. Dass z.B. jemand, der Schutz sucht, Schutz erhält, ist für viele kein Wert an sich, sondern an Bedingungen geknüpft. Es wird zwar immer viel von Integration von Flüchtenden und Migranten geredet, aber eigentlich müsste man auch interne Integrationsarbeit leisten.

vielleicht wäre es eine vertretbare Bedingung, das derjenige wirklich "Schutz" und nicht nur Wohlstand sucht? "Schutz" sucht z.B. niemand, der aus einem sicheren Drittstaat einreist.
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Skeptiker
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Beiträge: 13734
Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2131693) Verfasst am: 19.04.2018, 12:15    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Naastika hat folgendes geschrieben:
Es findet keine Wertung der geflüchteten Menschen statt, z.B. ob sie für diese Gesellschaft nüztlich sind (wie bein plantmässiger Einwanderung).


Vielleicht nicht offiziell, aber in den Köpfen einiger/vieler Menschen schon. Ich vermute mal, das ist auch das, was zelig mit Stigmatisierung meint. Der Antisemitismus von einzelnen Flüchtlingen wird dazu benutzt, um alle Flüchtlinge pauschal abzuwerten.


Zunächst mal sollte die Wissenschaft zu Wort kommen:

Zitat:
Nicht religiös motiviert

Studie zu muslimischem Antisemitismus zeigt viel Unwissen und dass nicht der Koran, sondern Politik der Grund für muslimischen Antisemitismus ist


Die Ermordung einer 85-jährigen Holocaust-Überlebenden in Paris wie auch die Nachrichten aus Schulen über das Mobbing jüdischer Kinder und Jugendlicher durch Mitschüler mit einem muslimischen Migrationshintergrund nicht nur in Berlin fordern Antworten auf die Frage nach einem muslimischen Antisemitismus. David Ranan, 1946 in Tel Aviv geborener Sohn einer deutsch-jüdischen Familie, ist dem Problem auf der Spur. Er hat 70 Interviews mit muslimischen Studenten, Intellektuellen und Oberschülern geführt, um Klarheit in eine diffuse Diskussion zu bringen. (...)

Die Ergebnisse seiner Befragungen, die er selbst keineswegs »repräsentativ« sondern »bezeichnend« nennt, lassen sich zu zwei markanten Befunden zusammenfassen. Der als Fellow am Institut für Antisemitismusforschung der TU Berlin tätige, in London und Berlin lebende Autor stellt fest, dass nahezu keine antisemitischen Haltungen seiner Gesprächspartner auf den Koran oder überhaupt religiös gegründet waren, obwohl von muslimischen Predigern gelegentlich auch einige gegen Juden gerichtete Hass-Stellen im Koran verwendet werden. Vielmehr seien die antisemitischen Stellungnahmen der Interviewten fast immer auf den Israel-Palästina-Konflikt zurückzuführen. (...)

Der zweite, ebenso überraschende Befund der Befragungen war, dass die meisten der Interviewten nur ungenaue Vorstellungen von den historischen und aktuellen Hintergründen der Situation in Israel und den Palästinensergebieten haben. Sie informieren sich einseitig aus antiisraelischen Quellen und geben diese ungeprüft weiter, selbst wenn jene völlig unplausibel sind. Die eigentliche Bedeutung des Begriffs »Zionismus« ist den meisten völlig unklar. Das erschreckend mangelhafte Wissen über die Zusammenhänge erstaunt umso mehr, als Ranan ja eher gebildete Interviewpartner ausgesucht hatte, um möglichst intelligente Antworten zu bekommen. Wie mögen erst die Antworten weniger gebildeter Muslime ausfallen?


https://www.neues-deutschland.de/artikel/1084679.muslimischer-antisemitismus-nicht-religioes-motiviert.html

Der Politologe David Ranan bezweifelt, dass es unter Muslimen mehr Antisemiten gibt als unter Nicht-Muslimen. Doch derzeit wird seine These pervertiert und politisch missbraucht.

Antisemitismus, so wie Ranan ihn in Anlehnung an den britischen Philosophen Brian Klug begreift, beschreibt die "Feindschaft gegen Juden als Juden", also als allmächtige, weltweit vernetzte und einflussreiche Fantasiegeschöpfe. Die Feindschaft gegen Juden, weil sie vermeintlich die Börse, das Weiße Haus und Coca-Cola besitzen, wäre damit ein antisemitisches Vorurteil. Aber der Hass auf die israelischen Besatzer - auf jeden Fall seitens eines Arabers - entspricht einer realen Ohnmachtserfahrung. Ranan geht noch weiter: Wenn auf Palästina-Demonstrationen junge Araber ein Schild mit der Aufschrift "Kindermörder Israel" tragen, sei dies in aller Regel keine Anspielung auf die Ritualmord-Lüge des europäische Mittelalters ("Die kennen die meisten gar nicht"), sondern auf israelische Angriffe auf die besetzten Gebiete. Selbst judenfeindliche Plakate meinten in der Regel nicht Juden, sondern Israelis, genauer: die israelische Politik. Die Unterscheidung zwischen "Jude", "Israeli" und "Zionist" wäre nach Ranan eines der wichtigsten Themen für deutsche Lehrpläne. Weitere Vorschläge: mehr Integration. Und: weniger Aufregung.

Denn wenn die Bild-Zeitung - und mit ihr allerlei rechte Stimmen - von der Politik scheinheilig fordert, sie solle klarmachen, "dass der Antisemitismus der islamischen Welt sich hier nicht einnisten kann", dann stellt sie die Verhältnisse auf den Kopf. Durchaus heiter erzählt Ranan, dass er von manchen Deutschen schon Schlimmeres als nur Aufrufe zum Boykott von Coca-Cola gehört habe. Die "Perfidie" der deutschen Debatte liegt für ihn darin, "dass die Deutschen sich freuen, wenn man ihnen zeigt, dass die Muslime mit ihrem Antisemitismus schlimmer sind", es sei "eine komische Art des Persilscheins". So entlastet sich Deutschland vom Schock eines Rechtsrucks, der seinen Antisemitismus inzwischen schamlos offen zeigen kann. Die Konzentration auf die vermeintliche islamische Gefahr enthebt eine ratlose deutsche Gesellschaft der Auseinandersetzung mit ihren eigenen antisemitischen Wurzeln - und ihren Kontinuitäten.


http://www.sueddeutsche.de/kultur/antisemitismus-in-deutschland-jude-israeli-zionist-1.3926433


Deswegen ist die Lösung des Umgangs mit Antisemitismus und Judenfeindschaft erst einmal die Aufarbeitung des deutschen-christlichen - und echten - Antisemitismus.

Des weiteren braucht es eine breite und laute öffentlichen Debatte über den Unterschied zwischen originärem Antisemitismus, re-importierten Antisemitismus und israelischem Imperialismus, der von Deutschland unterstützt wird.

Außerdem ist es doch auch wichtig, öffentlich darüber aufzuklären, dass der christliche Antisemitismus im Grunde ja dem Islam fremd ist, was für die in Deutschland und Europa lebenden Muslime doch sicherlich ein Denkanstoß wäre, um von diesen fremden Anteilen Abstand zu nehmen. "Euer Verhalten ist unislamisch!"

Aber dennoch ist es natürlich so, dass es in jeder Bevölkerung rückständige Menschen gibt, die vom Dorf kommen und nichts wissen und bei den die Aufklärung besonders viel Arbeit hat.
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°
"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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Naastika
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Beitrag(#2131696) Verfasst am: 19.04.2018, 12:22    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Wie kann man mit dem Problem umgehen, ohne zu stigmatisieren? Das finde ich wirklich eine wichtige Frage.


Das Problem zeigt ja, dass unsere eigenen Werte noch nicht überall bei "uns" angekommen sind. Dass z.B. jemand, der Schutz sucht, Schutz erhält, ist für viele kein Wert an sich, sondern an Bedingungen geknüpft. Es wird zwar immer viel von Integration von Flüchtenden und Migranten geredet, aber eigentlich müsste man auch interne Integrationsarbeit leisten.

vielleicht wäre es eine vertretbare Bedingung, das derjenige wirklich "Schutz" und nicht nur Wohlstand sucht? "Schutz" sucht z.B. niemand, der aus einem sicheren Drittstaat einreist.



Das meinte ich mit Prüfung der Asylgründe oder Vorliegen der subsidiären Schutzgründe.

Diese Prüfung geht vor. Dann fängt die Integrationsdiskussion an.
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Kramer
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Beitrag(#2131701) Verfasst am: 19.04.2018, 12:40    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Wie kann man mit dem Problem umgehen, ohne zu stigmatisieren? Das finde ich wirklich eine wichtige Frage.


Das Problem zeigt ja, dass unsere eigenen Werte noch nicht überall bei "uns" angekommen sind. Dass z.B. jemand, der Schutz sucht, Schutz erhält, ist für viele kein Wert an sich, sondern an Bedingungen geknüpft. Es wird zwar immer viel von Integration von Flüchtenden und Migranten geredet, aber eigentlich müsste man auch interne Integrationsarbeit leisten.

vielleicht wäre es eine vertretbare Bedingung, das derjenige wirklich "Schutz" und nicht nur Wohlstand sucht? "Schutz" sucht z.B. niemand, der aus einem sicheren Drittstaat einreist.


Das ist eine andere Diskussion. Nur so viel dazu: Wer hier her kommt und unsere Grundsicherung als Wohlstand betrachtet, muss da, wo er her kommt, ziemlich düstere Perspektiven gehabt haben. Manchmal braucht der Mensch auch nur Schutz vor einer düsteren, aussichtslosen Zukunft.
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abbahallo
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Beitrag(#2131702) Verfasst am: 19.04.2018, 12:52    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe im Sommer 2015 zum ersten Mal mit Flüchtlingen aus dem nahen Osten und Nordafrika zu tun bekommen, die so völlig neu bei uns waren. Ich habe dabei gelernt, dass unsere Gesellschaft auf sie sehr undeutlich wirkt. In der Kommune kamen sie mit einem überaus positiven Bild der deutschen Polizei an, die sie nicht geprügelt hat, die, wenn sie die Brieftasche weggenommen hat, sie mit vollständigem Inhalt wieder gibt, die sogar mitunter mit Trinken und sogar Essen aufwartet. Als die ersten kleinen Delikte und auch aggressive Taten in überfüllten Unterkünften vorkamen, die Polizei einschritt, Sachverhalte aufnahm und sie dann wieder freiließ, war kaum zu vermitteln, dass das dicke Ende noch kommt, bei der Überlastung der Gerichte auch sehr spät noch kommt. Gewalt, nicht nur innerfamiliäre, schien ihnen durchaus nicht immer ein Grund für Anzeigen zu sein, jedenfalls nicht innerhalb der eigenen Volksgruppe. Aber auch außerhalb derselben hielten sie es nicht für selbstverständlich, dass der Rechtsstaat auf Seiten der Opfer zu sein hat, egal welcher. Lieber den Ball flachhalten, egal ob man Recht oder Unrecht hat, wer weiß, was draus wird. Ich finde das zwar menschlich verständlich, aber ziemlich katastrophal in der Wirkung. Wir, auch ich, konnten nicht deutlich genug vermitteln, welche Anpassung wir denn nun für unabdingbar halten. Da hat sich gerächt, dass wir in den Jahrzehnten, als die BRD ständig behauptete, kein Einwanderungsland zu sein, uns auf diesem Feld so überhaupt nicht geübt haben, sondern davon ausgegangen sind, die Schulen, die Kollegen am Arbeitsplatz, die Polizei, das Jugendamt machen das schon. Die Inhalte der immer mal wieder aufflackernden Leitkulturdiskussion zeigen das sehr deutlich. Da gehts dann um Handgeben, Kopftuch, Schweinefleisch und ähnliches Pillepalle, wenn es um mehr als gesetzestreues Verhalten gehen soll.
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Samson83
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Beitrag(#2131704) Verfasst am: 19.04.2018, 13:15    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:

Das ist eine andere Diskussion. Nur so viel dazu: Wer hier her kommt und unsere Grundsicherung als Wohlstand betrachtet, muss da, wo er her kommt, ziemlich düstere Perspektiven gehabt haben. Manchmal braucht der Mensch auch nur Schutz vor einer düsteren, aussichtslosen Zukunft.

Diese "düsteren Perspektiven" dürfte die weit überwiegende Mehrheit der Weltbevölkerung haben. Wenn du denen allen "Schutz" gewähren willst, haben sie die "düstere, aussichtslose Zukunft" bald auch hier.
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Kramer
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Beitrag(#2131707) Verfasst am: 19.04.2018, 13:32    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Wenn du denen allen "Schutz" gewähren willst, haben sie die "düstere, aussichtslose Zukunft" bald auch hier.


Das darf natürlich auf gar keinen Fall passieren, weil wir die besseren Menschen sind?
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Naastika
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Beitrag(#2131708) Verfasst am: 19.04.2018, 13:33    Titel: Antworten mit Zitat

abbahallo hat folgendes geschrieben:
Da gehts dann um Handgeben, Kopftuch, Schweinefleisch und ähnliches Pillepalle, wenn es um mehr als gesetzestreues Verhalten gehen soll.



Leider ist dieses "Pillepallle", wenn es Gleichberechtigung der Frau geht (Kopftuch, Handgeben), ein Ausdruck von Werten, die die Grundlage dieser Gesellschaft bilden.
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Beitrag(#2131709) Verfasst am: 19.04.2018, 13:37    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Wenn du denen allen "Schutz" gewähren willst, haben sie die "düstere, aussichtslose Zukunft" bald auch hier.


Das darf natürlich auf gar keinen Fall passieren, weil wir die besseren Menschen sind?


Es sollte auf andere Art und Weise passieren. Z.B.: Kein Export von hier "minderwertigen", hochsubvenstionierten Hähnchenteilen nach Afrika, der dort entsprechende kleinteilige Agrarindustrie kaputtmacht.

Kein vermeintlich sozialer Export von Gebrauchtkleidung, der vergleichbare Folgen hat.

Dafür Öffnung unsere Märkte für entsprechenden Importe.
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Samson83
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Beitrag(#2131710) Verfasst am: 19.04.2018, 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Wenn du denen allen "Schutz" gewähren willst, haben sie die "düstere, aussichtslose Zukunft" bald auch hier.


Das darf natürlich auf gar keinen Fall passieren, weil wir die besseren Menschen sind?

Das darf auf gar keinen Fall passieren, weil ich nicht will, dass es meiner Familie, meinen Freunden und mir wegen den "Schutzsuchenden" schlechter geht. Ich den Kuchen alleine essen will. nun isses raus.

Wir sind nicht die "besseren" sondern die reicheren; und ich fände schön wenn das so bleibt.
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Kramer
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Beiträge: 28746

Beitrag(#2131711) Verfasst am: 19.04.2018, 13:49    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Wir sind nicht die "besseren" sondern die reicheren; und ich fände schön wenn das so bleibt.


Dir ist aber klar, dass Du damit in keiner Geschichte der Sympathieträger wärst. Selbst in Hollywood würde man Dich als den hässlichen Reichen porträtieren.
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abbahallo
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Beitrag(#2131713) Verfasst am: 19.04.2018, 13:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ja doch. Aber gerade mit Kopftuch und Handgeben kommt man erstens auf die religiöse Schiene, die kompliziert wegen der Religionsfreiheit ist und zweitens gibt es tatsächlich Frauen, die ein Kopftuch für ein von ihnen gewähltes Identitätszeichen halten. Wir hatten lange eine Bürgermeisterin, die wurde von einigen muslimischen Verantwortungsträgern durch eine Verbeugung mit Hand auf der Brust gegrüßt, mußte man nicht gerade für Verachtung halten.
Pillepalle meine ich im Vergleich zu den wirklich gravierenden Problem von Gewalt gegen Frauen, in der Familie und auch anderswol, von dem Versuchen, die Kontakte von Flüchtlingsfrauen in die Gesellschaft hinein auf ein Minimum zu beschränken.
Über die vielen Aspekte des Kopftuches kann man ausgiebig und seitenfüllend diskutieren, über die Geschlechtertrennung, die in dem Verweigerung des Handschlags ausgedrückt wird, auch, aber raus kommt eben konkret bei all diesen Argumentieren nichts. Unsere Gesellschaft erläßt eben keine Kleiderordnung und zwingt niemanden, jedem die Hand zu geben. Gewalt ist aber verboten, die Teilnahme an Deutschkursen und Ausbildungsmaßnahmen kann man aber Empfängern von Leistungen zur Auflage machen, auch Frauen.
Wenn man über Kopftücher oder Handgeben mit Neulingen in unserer Gesellschaft redet, kommt das deshalb sehr unverbindlich an. Wenn es um Qualifizierung von Frauen und ihren Schutz vor Gewalt geht, wird es tatsächlich praktisch und damit ernst.
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abbahallo
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Beitrag(#2131716) Verfasst am: 19.04.2018, 14:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde durchaus, dass wir nicht nur die reicheren , sondern auch die sind, trotz unserer Heucherlei und unseres Egoismus, die zumindest die besseren Werte in der Theorie haben.
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vrolijke
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Beitrag(#2131757) Verfasst am: 19.04.2018, 19:45    Titel: Antworten mit Zitat

Einige Beiträge hier abgetrennt, und an Einwanderung angehängt.
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Religionskritik-Wiesbaden
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Beitrag(#2131832) Verfasst am: 20.04.2018, 13:45    Titel: Muselrapper soll man Muselrapper nennen - sonst verzerrt dass die Diskussion Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Wie kann man mit dem Problem umgehen, ohne zu stigmatisieren? Das finde ich wirklich eine wichtige Frage.

Du stigmatisierst nicht 'Muslime' als Gruppe,
wenn Du darauf hinweist, dass die antisemitischen Täter und aktiven Unterstützen in dieser Musikszene derzeit überwiegend muslimische Rapper sind.

Denn das ist nun einmal der Fakt.

Du stigmatisierst aber alle anderen Rapper,
wenn Du eben nur von Rappern sprichst. Das ist in etwa so,
als würdest Du alle die Rock hören in eine Gruppe zusammenfassen,
die Faschobands wie Störkraft hören.

Hier muss man also differenziert schreiben und sprechen,
oder man lässt es halt.

Das Album,
wofür Kollegha und Farid B. ihren Echo bekamen,
wurde schon innerhalb der Szene regelrecht zerissen,
lies mal die 'persönliche' Rez. von Skinny,
und ja, man muss wissen, dass er erst Anfang 20 ist, er also vor ein paar Jahren,
als er noch sowas 'feiern' konnte, in der Pubertät war, jetzt also nicht mehr,
und daher ist auch die Review für fast alle Ü25 und Nichtmuslime repräsentierend:

https://rap.de/reviews/114031-review-kollegah-farid-bang-jung-brutal-gutaussehend-3/

Zitat:
Es klappt aber nicht, weil die Lines so schockierend sind. Nicht mal Farids geschmacklose Auschwitz-Line auf dem Bonustrack „0815“ ringt irgendwem mehr als ein müdes „oh“ ab. Niemand steht mit offenem Mund da und fragt sich, ob die das gerade wirklich gesagt haben. Es gibt einen Aufschrei, weil es einfach widerlich ist, solche Sprüche rauszuhauen, nur um sein fades Album aussehen zu lassen wie eine mutige, tabulose Grenzüberschreitung.

Wir haben 2017, da macht kein aufgeklärter Mensch mehr Judenwitze in der Öffentlichkeit. Dass es hier trotzdem passiert, zeigt nur, wie krampfhaft Kollegah und Farid Bang anecken wollen, um ihrem Ruf gerecht zu werden – dabei spielt die Grenze des guten Geschmacks genauso wenig eine Rolle, wie die Qualität der Lines. Die sind nur Mittel zum Zweck, um sich als respektlose Kerle mit losem Mundwerk und lässig-niedriger Hemmschwelle zu inszenieren. Das ist aber verdammt offensichtlich und berechenbar. Ich bin über keine der Lines bestürzt – alles schon tausend Mal gehört, damals sogar teilweise für lustig befunden – ich finde es nur peinlich, wie erzwungen und substanzlos hier Grenzen überschritten werden.


@Mods: Das Zitat ist deutlich weniger als 1/3 und kürzen wollte ich jetzt nicht unnötig, damit das Klima rüber kommt.
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Kramer
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Beitrag(#2131837) Verfasst am: 20.04.2018, 14:19    Titel: Re: Muselrapper soll man Muselrapper nennen - sonst verzerrt dass die Diskussion Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Du stigmatisierst aber alle anderen Rapper,
wenn Du eben nur von Rappern sprichst.


Das sollte man natürlich nicht tun. Rapper sind ja Künstler und daher sehr empfindsame Wesen.
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Beitrag(#2131839) Verfasst am: 20.04.2018, 14:27    Titel: Reim dich, oder ich fress dich Antworten mit Zitat

Hier (ich glaube noch einmal) der Link zur WDR Doku:

Die dunkle Seite des deutschen Rap

http://www.ardmediathek.de/tv/die-story/Die-dunkle-Seite-des-deutschen-Rap/WDR-Fernsehen/Video?bcastId=7486242&documentId=51196000

Zitat:
Über Antisemitismus im deutschen Rap wird nicht nur in der Musikszene heftig debattiert. Die Story fragt nach: Wer sind die Akteure? Um was geht es in den Rap-Texten wirklich? Wirklich um Judenhass? Autor/-in: Viola Funk


Eine kritische Einschätzung jetzt aktuell aus der FAZ:

Reim dich, oder ich fress dich

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ard-tv-doku-zu-antisemitismus-im-deutschen-rap-15551359.html

Zitat:
Der Deutsch-Rap heroisiert Jugendliche aus muslimischen Familien als die genuinen Nachfolger ihrer amerikanischen schwarzen Brüder. Sie müssen nicht um brennende Mülltonnen tanzen. Ihre Phantasien entfesseln sie aus dem Schicksal einer an den Rand gedrängten Minderheit, die in ihren Battle-Raps seltsame Kurzschlüsse vollziehen wie zum Beispiel der Rapper PA Sports. Im Gespräch mit der Filmemacherin schwadroniert er großspurig über den mit Kollegah eingespielten Track „HS.HC“. Die Abkürzung steht für "Hurensohn Holocaust".


oder wie sie die Welt sehen:

Zitat:
singt Kollegah:

    „Etliche Jahre sind seit dem Kriegsende vergang’n
    Die Menschen auf der Erde leben friedfertig zusamm’n
    Man sieht, wie Buddhisten, Muslime und Christen
    Gemeinsam die zerstörten Städte wieder errichten
    Sie wurden niedergerissen
    Doch nun schwören sie, man würde sie nie mehr vernichten und ihr Klima vergiften.“
    Nicht ernst zu nehmen?


Kollegah leistet lyrisch ganze Arbeit. Was die Nazis nicht geschafft haben, bringt er reimend zustande: die vollständige Vernichtung der Juden.


und der Atheisten und vieler anderer,
denn die meisten von uns haben wohl wenig mit den buddhistischen Clowns gemeinsam,
insofern gilt eben das hallo Wach auch für uns,
Tillich und Co. können sich in ihrem chrisltichen Sonnenstuhl bequem machen,
denn sie sind ja Teil von Kollegahs Welt.
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Kramer
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Beitrag(#2131844) Verfasst am: 20.04.2018, 14:38    Titel: Re: Reim dich, oder ich fress dich Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:

Tillich und Co. können sich in ihrem chrisltichen Sonnenstuhl bequem machen,
denn sie sind ja Teil von Kollegahs Welt.


Das wird die sicher freuen, dass ihnen so ein Sprechgesangpsychopath einen Sonnenstuhl reserviert hat. Auch gut, dass Du es erwähnst, sonst hätte es wohl keiner mitbekommen.
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Beitrag(#2131845) Verfasst am: 20.04.2018, 14:39    Titel: Re: Muselrapper soll man Muselrapper nennen - sonst verzerrt dass die Diskussion Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Du stigmatisierst aber alle anderen Rapper,
wenn Du eben nur von Rappern sprichst.


Das sollte man natürlich nicht tun. Rapper sind ja Künstler und daher sehr empfindsame Wesen.


manche sind es auch
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Kramer
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Beitrag(#2131846) Verfasst am: 20.04.2018, 14:44    Titel: Re: Muselrapper soll man Muselrapper nennen - sonst verzerrt dass die Diskussion Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Du stigmatisierst aber alle anderen Rapper,
wenn Du eben nur von Rappern sprichst.


Das sollte man natürlich nicht tun. Rapper sind ja Künstler und daher sehr empfindsame Wesen.


manche sind es auch
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Ich steh nicht so auf Hiphop, darum kannst Du Dir die missionarischen Links sparen.
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Beitrag(#2131853) Verfasst am: 20.04.2018, 15:09    Titel: Re: Muselrapper soll man Muselrapper nennen - sonst verzerrt dass die Diskussion Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Du stigmatisierst aber alle anderen Rapper,
wenn Du eben nur von Rappern sprichst.


Das sollte man natürlich nicht tun. Rapper sind ja Künstler und daher sehr empfindsame Wesen.


manche sind es auch
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Ich steh nicht so auf Hiphop, darum kannst Du Dir die missionarischen Links sparen.


ok,
mache ich bei Dir,
wollte Dir nur ein bisschen Farbe beigeben, weil Deine Zeilen sonst ein wenig zu eindimensional herüberkommen.

Um Dir die Tillich Zeile zu erklären: Tillich wendet sich immer stark gegen Rechts, AfD, Sexismus und Co. Mir ist nicht bekannt, dass er sonderlich engagiert gegen Atheistenphobie (Atheophobie vielleicht, wie wäre wohl die richtige Schreibe?) sich wendet. Klar, er ist Kuschelchrist und man kann nicht überall aktiv sein. Insbesondere für Minderheiten, die einen selbst in 'Frage' stellen.

Aber in einem religionskritischen Forum sollte halt auch der Blick darauf gerichtet sein,
wenn eben 'wir' auch fehlen.
Es fehlen schließlich nicht nur die 'Juden' in besagter Zeile.
Tillich geht sowas an seinem Hintern vorbei,
ebenso wie man von diesem auch keine religionskritischen oder kirchenkritischen Beiträge erwarten kann. Mir sind keine in Erinnerung.

Eine Frage an Dich, Kramer,
siehst Du die bisherige Diskussion wirklich als Stimmungsmache gegen muslimische Migranten?

Wenn ja,
wie sollte man denn sonst ein Problem diskutieren, dass derzeit aktuell eben 'in dieser Form' nur in diesem Milieu beheimatet ist. Und ja - auch bei autochthonen Deutschen gibt es Antisemitismus. Aber eben in anderer Form.
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Beitrag(#2131858) Verfasst am: 20.04.2018, 15:45    Titel: Re: Muselrapper soll man Muselrapper nennen - sonst verzerrt dass die Diskussion Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Du stigmatisierst aber alle anderen Rapper,
wenn Du eben nur von Rappern sprichst.


Das sollte man natürlich nicht tun. Rapper sind ja Künstler und daher sehr empfindsame Wesen.


manche sind es auch
Schulterzucken


Ich steh nicht so auf Hiphop, darum kannst Du Dir die missionarischen Links sparen.


ok,
mache ich bei Dir,
wollte Dir nur ein bisschen Farbe beigeben, weil Deine Zeilen sonst ein wenig zu eindimensional herüberkommen.

Um Dir die Tillich Zeile zu erklären: Tillich wendet sich immer stark gegen Rechts, AfD, Sexismus und Co. Mir ist nicht bekannt, dass er sonderlich engagiert gegen Atheistenphobie (Atheophobie vielleicht, wie wäre wohl die richtige Schreibe?) sich wendet. Klar, er ist Kuschelchrist und man kann nicht überall aktiv sein. Insbesondere für Minderheiten, die einen selbst in 'Frage' stellen.

Aber in einem religionskritischen Forum sollte halt auch der Blick darauf gerichtet sein,
wenn eben 'wir' auch fehlen.
Es fehlen schließlich nicht nur die 'Juden' in besagter Zeile.
Tillich geht sowas an seinem Hintern vorbei,
ebenso wie man von diesem auch keine religionskritischen oder kirchenkritischen Beiträge erwarten kann. Mir sind keine in Erinnerung.

Eine Frage an Dich, Kramer,
siehst Du die bisherige Diskussion wirklich als Stimmungsmache gegen muslimische Migranten?

Wenn ja,
wie sollte man denn sonst ein Problem diskutieren, dass derzeit aktuell eben 'in dieser Form' nur in diesem Milieu beheimatet ist. Und ja - auch bei autochthonen Deutschen gibt es Antisemitismus. Aber eben in anderer Form.


Unter autochthonen Deutschen gibt es den eigentlichen Antisemitismus, unter Muslimen eher die re-importierte und politische Judenfeindschaft, siehe meinen Beitrag oben über die Forschungen des Politologen David Ranan. Antisemitismus christlicher Herkunft und die genannte Judenaggression sind zwei verschiedene Dinge, was man noch weiter aufdröseln könnte.

Abgesehen von diesem Unterschied, der eine entscheidende Bedeutung bei der Bekämpfung der Gewalt gegen Juden hat, ist der jeweilige Antisemitismus bei Christen und Muslimen ungefähr gleich häufig:

Zitat:
Die Zahlen der Bundespolizei stehen jedem zur Verfügung: Mehr als 95 Prozent aller antisemitischen Gewalt- und Straftaten werden in Deutschland durch nicht-muslimische Deutsche verübt. Antisemitische Gewalt kommt unter Muslimen nicht häufiger vor als unter Nicht-Muslimen. Wenn jemand trotzdem behauptet, dass die sogenannten muslimischen Gegenden für Juden gefährlich seien, schürt er nur antimuslimische Vorurteile und verhindert einen ehrlichen Dialog über den Antisemitismus der Mitte.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-03/juden-muslime-zusammenleben-deutschland/komplettansicht


Die Frage wäre also folgende:

"Warum sammeln sich die wenigen muslimischen Antisemiten besonders häufig in Milieus wie z.B. der Rap-Musik?"

Wahrscheinlich hängt das u.a. auch damit zusammen - wolle hatte es schon geschrieben - dass die Rap-Musik einer bestimmten Macho-Kultur besonders entgegen kommt. (Wo gibt es weibliche Rapperinnen?)

Mit dem Kampf gegen die rechte Rap-Szene wird natürlich die Rückständigkeit bestimmter muslimischer Milieus nicht verschwinden.

Das Ganze wirft auch ein Schlaglicht auf die unaufgearbeitete deutsche und europäische Vergangenheit wie auch auf die aktuelle Schuld der Unterstützung des Neokolonialismus in Nahost durch just die Deutschen und die anderen mächtigen europäischen Staaten.
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"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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