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Staat im Po: Mexiko
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Religionskritik-Wiesbaden
homo est creator Dei



Anmeldungsdatum: 04.11.2008
Beiträge: 9415
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag(#2127796) Verfasst am: 16.03.2018, 21:03    Titel: Re: Grenzland Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
(...)

Ansonsten ist nicht nur Mexiko im Allerwertesten,
Belize hat eine doppelt so hohe Mordrate wie M.

Und wenn man das weiß, ist es schwierig von den USA zu verlangen, den Zaun einzureissen.


Wenn man sich die Tötungsraten der Länder im Vergleich anschaut,
Quelle Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%B6tungsrate_nach_L%C3%A4ndern



wird vielleicht um so deutlicher,
warum die USA diesen Zaun haben,
und warum sie diese Grenze weiter ausbauen und optimieren wollen.

Vielleicht hätte auch Clinton keine andere Wahl gehabt.
Kuba habe ich mit reingenommen - weil ich die im Vergleich niedrige Rate zur bestehenden Armut interessant finde.
_________________
Derzeit ohne Untertitel
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alcaser
registrierter User



Anmeldungsdatum: 16.06.2015
Beiträge: 18

Beitrag(#2129536) Verfasst am: 30.03.2018, 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

was man bei diesem russia today espanol interview von correa und lula meiner meinung nach mit fragezeichen versehen muss, sind einige aussagen wie

https://www.youtube.com/watch?v=tGB84v3_vRw

Lula: als Dilma anfing zu regieren lief anfangs alles gut, aber dann kamen die Massenproteste 2013 beim Confed Cup( im Zuge der Proteste gegen die Ausgaben für WM 2014 und Olympia 2016, Anmerk. meinerseits), die meiner Meinung nach gemeinsam mit dem arabischen Frühling als Prozess der Zersetzung der existierenden Demokratien in einigen Weltgegenden zu sehen sind ??????

Lula: Die Korruption war immer ein Instrument der Rechten um die Linken zu attackieren. So war es während der Entstehung des Nazitums, während der Entstehung des Faschismus, so war es hier in Brasilien als sich Getulio Vargas umgebracht hat. ??????

Lula: Ich werde dir etwas seltsames erzählen, Rafael. Im Bezug auf Brasilien waren George Bush und Condoleeza Rice obwohl Republikaner viel demokratischer als Obama und Hillary Clinton
Correa: ja das kann man auf ganz Lateinamerika beziehen finde ich. Obama ist ein sympathischer Typ, aber seine Lateinamerikapolitik war eine Katastrophe mit der einzigen Ausnahme seiner Kuba-Politik, aber seine Venezuela andererseits... ??????

Nun ist es ja so, dass es natürlich stimmt, dass die Nazis die Weimarer Republik auch mit Korruptionserfindungen zersetzt hatten und dass 1954 in Brasilien auch bezüglich dem Vater der Armen Getulio Vargas, der sich trotzdem vom Kommunismus distanzierte und einen brasilianischen Nationalismus proklamierte, wohl auch gewisse Eliten dazu konspirierten ihn über Korruptionsvorwürfen zu stürzen. aber die lateinamerikanischen Linken täten sicher gut daran, die Realität, dass Lateinamerika bei den Korruptionsindexen in allen Zeiten bei den Rechtsregierungen im Kalten Krieg genauso wie während der Linkswelle in den 00er Jahren immer global weit vorne lag als Problem anzuerkennen, dass die lateinamerikanische Bevölkerung wirklich beschäftigt. Auch wenn Lula ja behauptet alle Anti-Korruptionsgesetze in Brasilien wären von der PT gekommen.

Außerdem natürlich so, dass Lulas Einschätzung die afrikanischen und arabischen Staaten sollten für Brasilien wichtige Partner sein und man nicht nur von USA und EU abhängig sein, wie bei den südamerikanischen Rechtsregierungen üblich sollte natürlich nicht dazu führen so zu tun als wären die arabischen Staaten gute Demokratien.

sehr wichtig wäre natürlich auch, dass sich die Lateinamerikanische Linke eingesteht, welche Fehler der demokratische Sozialismus des 21.Jh. in Venezuela gemacht hat anstatt die Einschätzung von Maduro zu übernehmen, es wäre Wirtschaftskriegsführung des Westens gewesen.

Aber naja andere Ergebnisse nennt wikipedia natürlich für Correa und Lula
https://de.wikipedia.org/wiki/Rafael_Correa
Correas politisches Vermächtnis ist die die erfolgreiche Bekämpfung der Armut, sie sank zwischen 2007 und 2014 um 38 Prozent und die extreme Armut um 47 Prozent
https://de.wikipedia.org/wiki/Luiz_In%C3%A1cio_Lula_da_Silva
Programme wie Bolsa Família, Eine-Million-Häuser-Programm und Fome Zero konnten die extreme Armut und den Hunger spürbar verringern
Es ist natürlich auch so, dass die westliche Linke 2013 praktisch geschlossen Sympathie hatte für die Proteste in Brasilien wegen den Punkten Gesundheit und Bildung, die damals von der Mittelschicht initiiert wurden, aber dann natürlich schnell von den Favelas mitgetragen wurden. Während man ja jetzt auch sieht, dass aus linker Sicht ohne Dilma auch praktisch nichts besser wird, wo Marielle Franco 12 Kugeln in den Kopf bekommen hat bei ihrer Ermordung inmitten Rios, die Renten gekürzt werden etc.
Für Correas politisches Aus hat ja eh kaum ein globaler Linker Mitleid, weil er ja selber zugestimmt haben muss, dass Wikileaks Ressourcen in der Botschaft in London zugunsten von Trump im Wahlkampf gegen Hillary eingesetzt werden. Auch wenn er in seiner Haltung dafür sicher die Motivation in den Aussagen gefunden hat, die er in diesem Interview zu Hillary abgibt und auch wegen dem
https://www.theguardian.com/world/2016/aug/31/hillary-clinton-honduras-violence-manuel-zelaya-berta-caceres

Wie auch immer, dass es für Lateinamerikas Linke alles vorbei zu sein scheint, hat ja auch ganz erheblich mit Venezuela zu tun, wo inzwischen kein Linker mehr leugnen kann, dass Frauen aus Venezuela als Flüchtlinge in Bogota der Prostitution nachgehen, im seit vielen Jahrzehnten konservativ und hayek freundlich regierten Kolumbien mit dem 2.höchsten Gini-Koeffizient von Americas nach Haiti.

was Lula hier auch sagt, dass die brasilianische Elite alles brasilianisches als minderwertig und alles us-amerikanische und europäische als höhere zivilisation wertet, während er diesen minderwertigkeitskomplex nicht will, sondern brasilien als gleichwertig gegenüber jedem anderen land betrachtet, erinnert mich im zusammenhang mit der anderen Sequenz hier, wo Lula mit seinen 4 Fingern erklärt, dass in brasilien ein Pakt zwischen den Medien, der Justiz, den politischen ministerien und der Polizei exitieren würde, um zu verhindern, dass nochmal linke an die macht kommen, auch etwas an die WM 2014.

Hatte da sogar vereinzelte Tweets gesehen, wo Brasilianer sagten in Deutschland wäre neben Fussball ja auch alles andere besser als in Brasilien und es Memes gab wo Lulas 4 Finger wegen seinem Arbeitsunfall 1964 abgebildet waren und ihm in den Mund gelegt wird, er könne die ganzen Tore des 1-7 mit seinen fingern nicht abzählen, weil er nicht soviele hätte.

Naja wie auch immer es scheint ja alles vorbei zu sein für die lateinamerikanische Linke, aber sie können sich ja trösten, dass sie überhaupt mal gewonnen hatten für eine gewisse zeit, was in Europa heutzutage eigentlich nur in Griechenland passiert ohne dass Syriza irgendwas durchsetzen konnte und teilweise noch in Portugal.

Immerhin haben die beiden auch etwas größere Chancen 2019 noch in Freiheit zu verbringen als Assange, dessen Zeit in der Botschaft nach seinen Tweets über Lluis Companys Verhaftung 1940 und über Skripal wegen Ecuadors Rückkehr zu guten Beziehungen zur transatlantischen Welt wo abgelaufen ist.

Wetten würde ich darauf aber auch nicht, dass Ecuador und Brasilien die beiden Typen in 12 Monaten nicht schon inhaftiert haben.
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alcaser
registrierter User



Anmeldungsdatum: 16.06.2015
Beiträge: 18

Beitrag(#2132066) Verfasst am: 22.04.2018, 00:54    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.rt.com/news/424735-brazil-elites-poor-enemy/
inzwischen hat Dilma noch die Möglichkeit genutzt bei Correas Talkshow im spanischsprachigen Russia Today zu gastieren, bevor die Sendung vielleicht wegen dessen baldiger verhaftung in Ecuador abgesetzt werden muss.

Da hat sie dann berichtet, 36 bis 38 Millionen Brasilianer wären während der PT-Regierungszeit aus der Armut befördert worden und es sich bei einer Umfrage aber herausgestellt hätte, dass diese Leute angaben ihre sozioökonomische Verbesserung hätten sie als Erstes Gott zu verdanken, danach sich selbst, dann ihren Familien und der Mutter und als Letztes der Regierung.

Irgendwie auch ein arrogantes Verhalten teilweise von ihr Bolsa Familia und die sonstigen Sozialprogramme als Geniestreiche zu erklären und der Bevölkerung auf diese Weise die Intelligenz abzusprechen. Aber sie sagt sich wohl: Jetzt ist auch schon egal. Normalerweise müsste man als ambitionierter Politiker natürlich schon unterwürfiger gegenüber dem Wahlvolk auftreten.

Zumindest würden die Brasilianer wohl Manuel Valls nach seiner politischen Karriere in Frankreich niemals für ein hohes Amt wie Bürgermeister einer Großstadt in Erwägung ziehen, egal wie schlecht die Dinge in Rio gelaufen sind. Da sollte man also die politische Urteilsfähigkeit der brasilianischen Wähler nicht öffentlich so in die Pfanne hauen.

Mal sehen was in Mexiko passieren wird, falls AMLO doch mal Präsident werden sollte nun.
Sicherlich wird man zunächst mal abwarten, bevor Senat und Kongress Mexikos juristische Maßnahmen einleiten.

Hatte bei twitter gelesen, dass die internationalen Märkte vor einer Präsidentschafts AMLOs weniger Furcht hätten als vor einen Lula Sieg im Oktober. Das wird sicher auf Hintergrundwissen basieren bezüglich dessen, was in Mexiko passieren wird, sollte es in wenigen Wochen so ausgehen, wie jetzt alle prognostizieren.
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wolle
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Beitrag(#2132123) Verfasst am: 22.04.2018, 15:35    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.spiegel.de/politik/ausland/nicaragua-aufstand-gegen-das-maechtige-praesidentenpaar-a-1204184.html schrieb:
Zitat:
Binnen vier Tagen ist das zentralamerikanische Land am Rande eines Bürgerkriegs angelangt.

Kein Wunder, wenn die Korruption ganz oben bei Ortega anfängt.
Das kann eine Revolution geben.
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http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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worse
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Beitrag(#2140632) Verfasst am: 28.06.2018, 16:02    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.tagesschau.de/ausland/mexiko-wahlkampf-101.html

Zitat:
Mindestens 130 Politiker wurden im Wahlkampf ermordet, 48 waren Kandidaten für politische Posten, wie beispielsweise Bürgermeister. 29.000 Menschen kamen im vergangenen Jahr nach Behördenangaben durch Gewalt ums Leben.

...

Noch nie in der Geschichte war die Zahl so hoch. Doch die ersten Monate dieses Jahres haben alles bisher Dagewesene in den Schatten gestellt: Noch einmal ist die Zahl der Morde im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent gestiegen.
...

_________________
"Die Philosophen haben den Nihilismus immer nur überwunden, es kömmt darauf an, ihn zu vollenden."

- Ludger Lütkehaus


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Beiträge: 22815
Wohnort: München

Beitrag(#2140668) Verfasst am: 28.06.2018, 21:46    Titel: Antworten mit Zitat

worse hat folgendes geschrieben:
http://www.tagesschau.de/ausland/mexiko-wahlkampf-101.html

Zitat:
Mindestens 130 Politiker wurden im Wahlkampf ermordet, 48 waren Kandidaten für politische Posten, wie beispielsweise Bürgermeister. 29.000 Menschen kamen im vergangenen Jahr nach Behördenangaben durch Gewalt ums Leben.

...

Noch nie in der Geschichte war die Zahl so hoch. Doch die ersten Monate dieses Jahres haben alles bisher Dagewesene in den Schatten gestellt: Noch einmal ist die Zahl der Morde im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent gestiegen.
...


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Beitrag(#2140678) Verfasst am: 29.06.2018, 00:51    Titel: Antworten mit Zitat

Ad Beitrag:
alcaser hat folgendes geschrieben:
Nun ist es ja so, dass es natürlich stimmt, dass die Nazis die Weimarer Republik auch mit Korruptionserfindungen zersetzt hatten und dass 1954 in Brasilien auch bezüglich dem Vater der Armen Getulio Vargas, der sich trotzdem vom Kommunismus distanzierte und einen brasilianischen Nationalismus proklamierte, wohl auch gewisse Eliten dazu konspirierten ihn über Korruptionsvorwürfen zu stürzen. aber die lateinamerikanischen Linken täten sicher gut daran, die Realität, dass Lateinamerika bei den Korruptionsindexen in allen Zeiten bei den Rechtsregierungen im Kalten Krieg genauso wie während der Linkswelle in den 00er Jahren immer global weit vorne lag als Problem anzuerkennen, dass die lateinamerikanische Bevölkerung wirklich beschäftigt. Auch wenn Lula ja behauptet alle Anti-Korruptionsgesetze in Brasilien wären von der PT gekommen.


Wenn der Artikel zu Vargas so stimmt, den ich jetzt gerade überflogen habe, findet sich da eigentlich nichts von Korruptionsvorwürfen, hat er sich sein Ende schon selbst zuzuschreiben: Er habe demnach diktatorisch regiert, aber auch Maßnahmen ergriffen, die die Lage der ärmeren Menschen verbessert hätten, so daß dort ein gewisser Rückhalt bestanden habe. Er habe dann allerdings einen Mord an einem Oppositionellen befohlen. Das Attentat, bei dem dieser verletzt, aber ein Begleiter getötet wurde, habe dazu geführt, daß die Kräfte, die ihn bis dato gestützt hatten - die ärmere Bevölkerung und das Militär - sich gegen ihn gestellt hätten. Er habe allerdings eine großangelegte internationale und nationale Verschwörung für den Aufstand gegen sich verantwortlich gemacht, bevor er sich melodramatisch erschossen habe.

Linke oder "eher Linke" (wenn wir als "links" bezeichnen, was die Lage der Ärmeren verbessert bzw. versucht, die Schere zwischen Arm und Reich zu verringern) scheinen in Brasilien aber eher einen schweren Stand zu haben, zumindest scheinen ja fast alle Präsidenten rechtsgerichtet gewesen zu sein?!

Es gab auch durchaus die Wahrnehmung, daß die brasilianische Justiz "auf dem rechten Auge blind" sei, weil man zwar gegen Lula da Silva vorgegangen sei, nicht aber beispielsweise gegen die Strippenzieher der Absetzung von Dilma Roussef und den amtierenden Präsidenten, obwohl diejenigen womöglich deutlich mehr in diese korrupten Verhältnisse verstrickt sind... Am Kopf kratzen. (So ganz stimmt es nicht, Temer wurde beispielsweise gerichtlich für eine Zeit das passive Wahlrecht aberkannt, er hätte also - abgesehen von seiner Unbeliebtheit - über eine reguläre Wahl gar nicht Präsident werden können, sondern nur, indem er einen solchen Coup orchestrierte.)
_________________
"Die Pentagon-Gang wird in der Liste der Terrorgruppen geführt"

Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

"Wahrheit läßt sich nicht zeigen, nur erfinden." (Max Frisch)
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