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Ultraorthodoxe Juden

 
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Landei
Gesinnungspolizist



Anmeldungsdatum: 27.02.2011
Beiträge: 1116
Wohnort: Sandersdorf-Brehna

Beitrag(#1888178) Verfasst am: 04.12.2013, 17:51    Titel: Ultraorthodoxe Juden Antworten mit Zitat

Zitat:

Israel: Der Glaubenskrieg von Beit Schemesch

Israel starrt auf die Stadt Beit Schemesch, denn dort tobt ein Stellvertreterkrieg: ultraorthodoxe Juden gegen weltliche Bürger. Die Strenggläubigen wollen ihre Vormacht offenbar mit allen Mitteln erhalten. Jetzt ermittelt nach der Bürgermeisterwahl sogar die Justiz.

"Game over" hat jemand zwischen zahlreiche Liebesbotschaften auf die hellblauen Kacheln des leeren Pools gesprüht. Neben dem mit Graffiti verunstalteten Schwimmbad liegt ein riesiges Kunststoffknäuel: eine Rutsche, die das Freibad zum Spaßbad machen könnte.

Doch wo früher die städtische Jugend auf ihren Handtüchern die Sonne genoss, liegt heute Müll und wuchert Unkraut. Auf Anweisung des Bürgermeisters von Beit Schemesch wurde das Bad vor vier Jahren geschlossen. "Angeblich, um zu renovieren. In Wahrheit, weil die Ultraorthodoxen uns aus der Stadt vergraulen wollen", sagt Nili Philipp. Die Patentanwältin zog vor 13 Jahren aus Kanada nach Beit Schemesch, um hier ein frommes Leben zu führen. Doch ihr Glauben ist den Nachbarn nicht streng genug.

...

Das Zentralbüro für Statistik sagt voraus, dass 2059 ein Drittel aller Israelis ultraorthodox sein werden. Eli Cohen treibt der Gedanke Schauer über den Rücken. "Diese Leute glauben, dass sie über dem Gesetz stehen, sie glauben nicht an Demokratie." Cohen, Sohn marokkanischer Einwanderer, kam mit eineinhalb Jahren nach Beit Schemesch. "Das alles ist sehr gefährlich. Nicht nur für unsere Stadt: für ganz Israel."


http://www.spiegel.de/politik/ausland/israel-der-glaubenskampf-um-beit-schemesch-a-936845.html

Das macht mir Angst...
_________________
Der Islam gehört auf den Müllhaufen der Geschichte. Diese Gotteslehre eines unmoralischen Beduinen ist ein verwesender Kadaver, der unser Leben vergiftet. (Kemal Atatürk)
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Misterfritz
mini - mal



Anmeldungsdatum: 09.03.2006
Beiträge: 21867
Wohnort: badisch sibirien

Beitrag(#1888179) Verfasst am: 04.12.2013, 17:53    Titel: Antworten mit Zitat

das habe ich vorhin auch gelesen - religiöse bekloppte gibt s halt auch bei den juden


_________________
I'm tapping in the dusternis
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Alchemist
Luminous beings are we, not this crude matter.



Anmeldungsdatum: 03.08.2004
Beiträge: 21315
Wohnort: Hamburg

Beitrag(#1888182) Verfasst am: 04.12.2013, 17:56    Titel: Antworten mit Zitat

Misterfritz hat folgendes geschrieben:
das habe ich vorhin auch gelesen - religiöse bekloppte gibt s halt auch bei den juden



Ich ebenfalls...und deine Rekation entsprach der Meinen!

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"Does anybody remember laughter?"
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unquest
Enteignet Augstein!



Anmeldungsdatum: 10.10.2010
Beiträge: 3162
Wohnort: 2311 N. Los Robles Avenue in Pasadena

Beitrag(#1888230) Verfasst am: 04.12.2013, 20:02    Titel: Antworten mit Zitat

Misterfritz hat folgendes geschrieben:
das habe ich vorhin auch gelesen - religiöse bekloppte gibt s halt auch bei den juden



Es ist ja viel schlimmer. Jetzt mischen die Charedim auch noch Rising Star auf. Lachen
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Dazed and confused - trying to continue (Redhat)
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unquest
Enteignet Augstein!



Anmeldungsdatum: 10.10.2010
Beiträge: 3162
Wohnort: 2311 N. Los Robles Avenue in Pasadena

Beitrag(#1888236) Verfasst am: 04.12.2013, 20:10    Titel: Re: Ultraorthodoxe Juden Antworten mit Zitat

Landei hat folgendes geschrieben:

Das macht mir Angst...

Dann würde ich an deiner Stelle von Bet Schemesch wegziehen. Schulterzucken
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Dazed and confused - trying to continue (Redhat)
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Wilson
zwischen gaga und dada



Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 9960
Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#1888238) Verfasst am: 04.12.2013, 20:13    Titel: Antworten mit Zitat

wunderbar.

der rechte ist doch in wirklichkeit yusuf islam, der linke ist borat und in wirklich-wirklichkeit sind das die yes-man! Sehr glücklich
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"als ob"
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AdvocatusDiaboli
Zeuge Bernies



Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 22966
Wohnort: München

Beitrag(#1888342) Verfasst am: 05.12.2013, 01:57    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
Misterfritz hat folgendes geschrieben:
das habe ich vorhin auch gelesen - religiöse bekloppte gibt s halt auch bei den juden



Ich ebenfalls...und deine Rekation entsprach der Meinen!


Also das ist doch seit mindestens 2000 Jahren bekannt... Einer hielt sich sogar selbst für Gott - und damit hat er Milliarden von Goj verrückt gemacht.

Mich langweilen solche Meldungen nur noch... Überall Bekloppte, da hofft man doch inständig, dass nur das dümmste Gschwerl es in die sensationsgeilen Medien schafft.
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Was dem Ockham sein Rasiermesser, ist dem Addi sein Hackebeil.
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 38678
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2133363) Verfasst am: 04.05.2018, 20:39    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Im Londoner Stadtteil Stamford Hill, wo sehr viele ultraorthodoxe Juden leben, sind am Mittwochabend bei einer Lag-BaOmer-Feier 30 Menschen verletzt worden.

Wie britische Medien unter Berufung auf Zeugenaussagen berichteten, sollen mehrere Männer Smartphones in ein an diesem Tag traditionell entzündetes Feuer geworfen haben. Dabei kam es zu einer Explosion, und Flammen breiteten sich über die Menschenmenge aus.....

.....Nach mehreren Zeugenaussagen soll ein führender charedischer Rabbiner in einer Warnung vor dem Bösen, das von Smartphones ausgehe, ein Telefon ins Feuer geworfen haben. Andere Männer seien seinem Beispiel gefolgt. Ein anderer Zeuge gab zu bedenken, es könne jedoch auch sein, dass die Explosion durch eine zu hohe Menge Grillanzünder verursacht wurde. Die Polizei ermittelt....


http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/31492



Das ist Darwin-Award-verdaechtig.
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 2375

Beitrag(#2133385) Verfasst am: 05.05.2018, 10:36    Titel: Antworten mit Zitat

Code:
http://www.epochtimes.de/politik/welt/oberster-gerichtshof-israels-hebt-militaerdienst-ausnahmen-fuer-ultraorthodoxe-juden-auf-a2214771.html
schrieb:
Zitat:
Den strenggläubigen Juden wurde bei der Staatsgründung 1948 zugesichert, dass junge Männer, die zwischen dem 18. und 26. Lebensjahr ganztägig Talmudschulen besuchen, keinen Wehrdienst leisten müssen.

Diese 69-jährige ungleich-Behandlung wurde im September 2017 vom obersten Gerichtshof Israels gekippt.
Männer müssen 32 Monate dienen, Frauen 24 Monate.


Link codiert, schtonk
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http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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Religionskritik-Wiesbaden
homo est creator Dei



Anmeldungsdatum: 03.11.2008
Beiträge: 9431
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag(#2133389) Verfasst am: 05.05.2018, 11:15    Titel: Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
Code:
http://www.epochtimes.de/politik/welt/oberster-gerichtshof-israels-hebt-militaerdienst-ausnahmen-fuer-ultraorthodoxe-juden-auf-a2214771.html
schrieb:
Zitat:
Den strenggläubigen Juden wurde bei der Staatsgründung 1948 zugesichert, dass junge Männer, die zwischen dem 18. und 26. Lebensjahr ganztägig Talmudschulen besuchen, keinen Wehrdienst leisten müssen.

Diese 69-jährige ungleich-Behandlung wurde im September 2017 vom obersten Gerichtshof Israels gekippt.
Männer müssen 32 Monate dienen, Frauen 24 Monate.
fett von mir

jenseits dessen, dass die
Code:
Epoch Times
für mich in Code gehört,

wurde hier wohl lediglich Ungleichbehandlung im Sinne der Befreiung vom Wehrdienst beendet,

nicht aber diese, das Männer länger dem Staat im Militär dienen müssen,
als eben Frauen.

Bei uns aber wurden Frauen vollkommen befreit - könnt ihr Euch noch an die Klagewellen der Frauen auf gleichberechtigte Wehrpflicht erinnen - also ich nicht so,
Smilie

Das wäre aber ein anderer Thread. zwinkern

Zurück zum Thema. Bevorzugung religiöser Superspinner gab es auch bei uns, und damit natürlich eine Diskriminierung Säkularer.
Einmal, da deren Gewissensentscheidung 'mit Gott und Co.' stets glaubwürdiger war,
als eben 'rein politische'.

Und zum anderen, wenn diese Theolügelei studierten,
wurden diese Religionskanalien zurückgestellt - lustigerweise engagierten sich viele Pfaffen ja auch beim DFG - Ungleichbehandlung dieser Art war aber nie ein großes Thema, weil es ja immer um das große ganze ging.

Hierzu nun aber ein historischer Exkurs:



Quelle:
Link gekürzt.

und in der BRD galt bezüglich Theolügen ähnliches. Diese wurde erst mal zurückgestellt und wenn sie pfäffisch geworden sind,
war es das mit Dienst.

Insofern hatten wir auch eine Form von Diskriminierung Säkularer diesbezüglich,
es wurde aber so nie diskutiert.

Link gekürzt. vrolijke
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schtonk
Korinthenliegenlasser
Moderator



Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 10070

Beitrag(#2133395) Verfasst am: 05.05.2018, 12:25    Titel: Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
[...]
jenseits dessen, dass die
Code:
Epoch Times
für mich in Code gehört, ...

[...]

Richtig.
_________________
Es ist schon alles gesagt worden. Nur noch nicht von allen. - Karl Valentin
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 2375

Beitrag(#2133465) Verfasst am: 05.05.2018, 22:17    Titel: Antworten mit Zitat

Die Epoch Times in Code zu setzen, finde ich schwerlich zu begründen.

Für die Bevorzugung von Klerikalen in Deutschland braucht man nicht bis 1890 zurück zu gehen.
Zuletzt von Hitler und Mussolini wurde dieser Pakt erneuert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Reichskonkordat schrieb:
Zitat:
Kleriker und Ordensleute sind frei von der Verpflichtung zur Übernahme öffentlicher Ämter (Artikel 6)

Zitat:
keine Zwangsvollstreckung in das Amtseinkommen der Geistlichen (Artikel 8)

Zitat:
Recht der Kirchen auf Erhebung von Kirchensteuern (Schlussprotokoll zu Artikel 13)

Zitat:
Katholischer Religionsunterricht ist ordentliches Lehrfach. (Artikel 21)

Zitat:
a) Die in kirchlichen Anstalten befindlichen Studenten der Philosophie und Theologie, welche sich auf das Priestertum vorbereiten, sind vom Militärdienst und den darauf vorbereitenden Übungen befreit, ausgenommen im Fall der allgemeinen Mobilisierung.

b) Im Fall einer allgemeinen Mobilisierung sind die Geistlichen, die in der Diözesanverwaltung oder in der Militärseelsorge beschäftigt sind, von der Gestellung frei. Als solche gelten die Ordinarien, die Mitglieder der Ordinariate, die Vorsteher der Seminare und kirchlichen Konvikte, die Seminarprofessoren, die Pfarrer, Kuraten, Rektoren, Koadjutoren und die Geistlichen, welche dauernd einer Kirche mit öffentlichem Gottesdienst vorstehen.


Da dieser Staatsvertrag "Reichskonkordat" nie gekündigt wurde, gelten seine Bestimmungen prinzipiell fort.

Dass in Deutschland einige Jahrzehnte lang Männer mit der Wehrpflicht belegt waren, Frauen jedoch nicht, kann man kritisieren.
Allerdings waren es historisch gesehen meistens die Männer, die Kriege begonnen haben, und nicht die Frauen, was die ungleich-Behandlung in gewisser Weise relativiert.
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Religionskritik-Wiesbaden
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Anmeldungsdatum: 03.11.2008
Beiträge: 9431
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Beitrag(#2133466) Verfasst am: 05.05.2018, 22:46    Titel: Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
Die Epoch Times in Code zu setzen, finde ich schwerlich zu begründen.


Es ist ein rechtsorientiertes Hetzblatt, Schulterzucken,
Falung Gong nahe, Schulterzucken,


häufig greift es jedoch Themen auf, wozu sich seriöserer Quellen finden lassen,
dann nimm doch die dann und verlinke diese.

Das Problem ist ja auch,
das man mit jedem Klickchen dorthin die ET attraktiver für Werbekunden macht - Du also diese durch Verlinkung noch unterstützt.

wolle hat folgendes geschrieben:

Für die Bevorzugung von Klerikalen in Deutschland braucht man nicht bis 1890 zurück zu gehen.
Zuletzt von Hitler und Mussolini wurde dieser Pakt erneuert.
(...)

ist bekannt,
ich nahm nur den ersten Treffer, der mir gefiel.
Und dieser diente als Beispiel.


wolle hat folgendes geschrieben:

Allerdings waren es historisch gesehen meistens die Männer, die Kriege begonnen haben, und nicht die Frauen, was die ungleich-Behandlung in gewisser Weise relativiert.

Das relativiert nichts.

Ansonsten könnte man nämlich auch anfügen,
dass historisch in der Regel Männer waren,
die den Frieden schlossen. Auf den Arm nehmen

Frauen wurden aus biologischen Gründen historisch meist vom Soldatendienst geschont.
Dies ist jedoch im 20. und 21. Jahrhundert nicht mehr notwendig, da die Frau nun selbst Herrin über ihren Körper ist,
und zudem die modernen Waffen auch für Frauen den Krieg 'erlebbar' und 'ermordbar' machen.
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 2375

Beitrag(#2133553) Verfasst am: 06.05.2018, 19:16    Titel: Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
wolle hat folgendes geschrieben:
Die Epoch Times in Code zu setzen, finde ich schwerlich zu begründen.


Es ist ein rechtsorientiertes Hetzblatt, Schulterzucken,
Falung Gong nahe, Schulterzucken,


Nur weil eine Seite die Schwierigkeiten bei der Integration thematisiert, ist sie für mich noch kein rechtes Hetzblatt.

Und was genau ist hinsichtlich Falung Gong zu kritisieren?
Ich habe nichts gefunden.

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:

Ansonsten könnte man nämlich auch anfügen,
dass historisch in der Regel Männer waren,
die den Frieden schlossen. Auf den Arm nehmen

Frauen wurden aus biologischen Gründen historisch meist vom Soldatendienst geschont.
Dies ist jedoch im 20. und 21. Jahrhundert nicht mehr notwendig, da die Frau nun selbst Herrin über ihren Körper ist,
und zudem die modernen Waffen auch für Frauen den Krieg 'erlebbar' und 'ermordbar' machen.


Natürlich müssen Männer auch mal Frieden schließen, besonders, wenn sie einen Krieg verloren haben, den sie angezettelt haben.
Das rechtfertigt aber nicht, einen Krieg zu beginnen.
Frauen waren bereits früher Herrin über ihren Körper, auch wenn das von Männern oft nicht respektiert wurde.
Dass Frauen im Krieg auch Opfer sind, war schon immer so.
Das bedeutet aber nicht, dass man Frauen deswegen zum Kriegsdienst verpflichten darf.
Das ist besonders dann kritisch zu sehen, wenn Kriegstreiber wie Netanjahu oder orthodoxe Juden, die nicht zum Kriegsdienst verpflichtet sind, sich aus Kriegstreiber engagieren.
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Tarvoc
Papst Tarvoc der Stæhlerne



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Beitrag(#2133989) Verfasst am: 10.05.2018, 01:31    Titel: Antworten mit Zitat

Was ist eigentlich im Nahen Osten, dass die Leute, die dort leben, über kurz oder lang zu ultrareligiösen Nutjobs mutieren? Am Kopf kratzen
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beachbernie
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Beitrag(#2133990) Verfasst am: 10.05.2018, 01:54    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Was ist eigentlich im Nahen Osten, dass die Leute, die dort leben, über kurz oder lang zu ultrareligiösen Nutjobs mutieren? Am Kopf kratzen



Tun die das wirklich alle?


Auch in Israel sind die Ultraorthodoxen nur eine Minderheit, leider eine, die viel zu viel Einfluss auf die Regierungspolitik nehmen kann, weil ein politisch-ideologischer "Nutjob" Regierungschef ist und sie als Bündnispartner braucht, aber halt immer noch eine Minderheit.
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Religionskritik-Wiesbaden
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Beitrag(#2134024) Verfasst am: 10.05.2018, 11:57    Titel: Ajelet Schaked verstehen - heißt auch mal die FAZ lesen Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Was ist eigentlich im Nahen Osten, dass die Leute, die dort leben, über kurz oder lang zu ultrareligiösen Nutjobs mutieren? Am Kopf kratzen



Tun die das wirklich alle?


Auch in Israel sind die Ultraorthodoxen nur eine Minderheit, leider eine, die viel zu viel Einfluss auf die Regierungspolitik nehmen kann, weil ein politisch-ideologischer "Nutjob" Regierungschef ist und sie als Bündnispartner braucht, aber halt immer noch eine Minderheit.


Die Ultraorthodoxen sind aber für den Staat - Israel und seine fortbestehende Existenz sowas wie nützliche Idioten. Sie Siedeln da, wo kein 'normaler Mensch' siedeln würde. Nämlich im Grenzland und damit unmittelbarer Erreichbarkeit von palästinenensischen Terroraken wie den Kassam oder den nächtlichen Überfallkommandos.
Im Grunde genommen sind die Siedler sowas wie ein aus Menschen gebauter Schutzwall, der Lifestyle und Bohemleben in Tel Aviv erst 'sicher' möglich macht.

Die israelische Politik folgt somit einem Muster, was auch im Mittelalter und in der frühen Neuzeit in Europa verbreitet war. Man siedelt Minderheiten dort an, wo es gefährlich ist und diese 'dienen' als Grenzschutz, als Puffer vor Invasoren. So kamen die Deutschen im Mittelalter und in der frühen Neuzeit nach Ungarn - sie waren ein Schutzwall vor Paganen und später vor Osmanen.

Dort wo Siedler sind, braucht Israel keine Kasernen zu bauen. Man überlässt den Selbstschutz paramilitärisch geschulten Siedlern und hilft bei schwierigeren Konflikten ausfallartig.

Wenn ihr dies versteht,
versteht ihr auch warum eine säkulare wie Ajelet Schaked den 'religiösen' Block unterstützt.
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Religionskritik-Wiesbaden
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Beitrag(#2134028) Verfasst am: 10.05.2018, 12:24    Titel: EP steht rechts Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
wolle hat folgendes geschrieben:
Die Epoch Times in Code zu setzen, finde ich schwerlich zu begründen.


Es ist ein rechtsorientiertes Hetzblatt, Schulterzucken,



Nur weil eine Seite die Schwierigkeiten bei der Integration thematisiert, ist sie für mich noch kein rechtes Hetzblatt.

Berichtet denn die EP auch über gelungene Beispiele von Integration?,
Liefert sie denn auch Alternativvorschläge - das heißt wie man denn die Integration von Migranten erfolgreich gestaltet?

Da Du die EP mehr auf dem Schirm hast, als ich, vielleicht kommt da noch was.

Ansonsten, ja, 2015 herrschte großteils in den standardisierten Medien eine blauäugige Naivität. Aber mittlerweile wird hier schon viel kritischer berichtet, so dass es die Marktschreier, die mit ihrer Einseitigkeit den rechten Rand bespielen, nicht mehr braucht.
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Tarvoc
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Beitrag(#2134057) Verfasst am: 10.05.2018, 15:28    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Was ist eigentlich im Nahen Osten, dass die Leute, die dort leben, über kurz oder lang zu ultrareligiösen Nutjobs mutieren? Am Kopf kratzen



Tun die das wirklich alle?

Deprimiert

Deine Gegenfrage geht an meiner Frage vorbei. Es geht hier um Trends.
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wolle
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Beiträge: 2375

Beitrag(#2134110) Verfasst am: 10.05.2018, 19:11    Titel: Re: EP steht rechts Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
wolle hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
wolle hat folgendes geschrieben:
Die Epoch Times in Code zu setzen, finde ich schwerlich zu begründen.


Es ist ein rechtsorientiertes Hetzblatt, Schulterzucken,



Nur weil eine Seite die Schwierigkeiten bei der Integration thematisiert, ist sie für mich noch kein rechtes Hetzblatt.

Berichtet denn die EP auch über gelungene Beispiele von Integration?,
Liefert sie denn auch Alternativvorschläge - das heißt wie man denn die Integration von Migranten erfolgreich gestaltet?

Da Du die EP mehr auf dem Schirm hast, als ich, vielleicht kommt da noch was.

Ansonsten, ja, 2015 herrschte großteils in den standardisierten Medien eine blauäugige Naivität. Aber mittlerweile wird hier schon viel kritischer berichtet, so dass es die Marktschreier, die mit ihrer Einseitigkeit den rechten Rand bespielen, nicht mehr braucht.

Code:
https://www.epochtimes.de/politik/welt/gipfeltreffen-zwischen-trump-und-kim-jong-un-am-12-juni-in-singapur-2-a2431288.html?latest=1
schrieb:
Zitat:
Außerdem erwirkte Pompeo die Freilassung von drei in dem Land zu langjährigen Haftstrafen verurteilten US-Bürgern.

Angesichts dessen, dass die US-Bürger (Kim Dong Chul, Tony Kim, Kim Hak Song) ursprünglich Koreaner sind, ist deren Integration in den USA offensichtlich gelungen.

Code:
https://www.epochtimes.de/lifestyle/unterhaltung/der-829-hafengeburtstag-in-hamburg-hat-begonnen-a2431302.html
schrieb:
Zitat:
Anschließend zogen die ersten Schiffe in den Hafen ein – insgesamt sind es mehr 100. Zuvor gab es bereits einen ökumenischen Eröffnungsgottesdienst im Michel. Das diesjährige Partnerland des Hafenfests ist Südafrika.

Ein Fest mit 200 Programmpunkten und einer Million Besuchern integriert also erfolgreich Südafrika.

Andere Medien berichten nicht so viel über gelungene Integration.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Beitrag(#2134116) Verfasst am: 10.05.2018, 19:47    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
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Was ist eigentlich im Nahen Osten, dass die Leute, die dort leben, über kurz oder lang zu ultrareligiösen Nutjobs mutieren? Am Kopf kratzen



Tun die das wirklich alle?

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Deine Gegenfrage geht an meiner Frage vorbei. Es geht hier um Trends.



Ich denke, dass das täuscht. Die andauernde Einmischung aller moeglichen ausländischen Interessen in der Region, die zu einem grossen Teil deren Oelreichtum geschuldet ist, begünstigt extremistische Strömungen jeglicher Art, sei es dass diese zeitweise direkt unterstützt werden (z.B. Al Qaida) oder sich als Gegenreaktion zu fremder Einmischung bilden (z.B. ISIS). In dem so entstehenden Chaos sehen die eher vernünftigen Leute dort keine Zukunft mehr und wandern in hellen Scharen ab. Übrig bleiben überdurchschnittlich viele "nutcases" und es scheint, dass alle dort unten verrückt wären.
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beachbernie
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Beitrag(#2134130) Verfasst am: 10.05.2018, 21:48    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Eine der kontroversesten Debatten, die seit mehr als 130 Jahren im Heiligen Land hitzig geführt werden, ist die Diskussion über das Schabbatjahr (Schmitta). Und das alles wegen der revolutionären Verse unseres Wochenabschnitts Behar: »Wenn ihr in das Land kommt, das Ich euch gebe, dann soll dieses Land einen Schabbat für G’tt ruhen. Sechs Jahre lang dürft ihr eure Felder bestellen, aber im siebten Jahr soll das Land einen Schabbat der vollständigen Ruhe haben, einen Schabbat des Ewigen« (3. Buch Mose 25, 2–4).....

...Die jüdischen Siedler wandten sich an Rabbiner in Osteuropa und baten um Rat. Als Antwort entwarfen drei anerkannte Gelehrte – Rabbiner Jehoschua von Kutna, Rabbiner Schmuel Mohliver von Bialystock und Rabbiner Zundel Kelpfish aus Warschau – das, was als »Heter Mechira« (Befreiung durch Verkauf) bekannt ist.

Demnach wird das Land für die Dauer des Schmittajahres an Nichtjuden verkauft (ähnlich wie das Chametz vor Pessach). Dieses »nichtjüdische Land« darf dann im siebten Jahr bearbeitet und sein Ertrag verkauft werden, da es ja offiziell einem Besitzer gehört, der nicht durch die Tora an die Einhaltung der Schmitta-Gesetze gebunden ist. ....

.....Dann kam das Schabbatjahr 5670 (1909/ 10), und die Debatte im Heiligen Land wurde hitzig: Die bekanntesten Rabbiner Eretz Israels stritten um die Kernfrage, ob die Gesetze der Schmitta für Juden gelten, die Land in Israel besitzen, oder für die Erde des Heiligen Landes. ....
...Schließlich nahm das israelische Oberrabbinat die »Befreiung durch Verkauf« an und verkauft bis heute vor einem jeden Schabbatjahr alle jüdischen Felder und Höfe im Land an Araber......


https://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/31505


Gerade im Judentum finde ich immer wieder witzig wieviele voellig idiotische religiöse Vorschriften es dort gibt und noch lustiger die Phantasie und der Einfallsreichtum, mit denen diese Vorschriften umgangen werden. Die einfach abzuschaffen waere wohl zu einfach fuer einen richtigen Juden.

Wenn ich dann so darueber nachdenke, dann sehe ich hier durchaus eine Chance fuer die Palaestinenser sich Land, das man ihnen gestohlen hat, auf ausgesprochen friedfertige Weise wieder zurueckzuholen und zwar fuer mehr als nur jedes siebte Jahr..... Sehr glücklich
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Tarvoc
Papst Tarvoc der Stæhlerne



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Beitrag(#2134150) Verfasst am: 11.05.2018, 00:01    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ich denke, dass das täuscht. Die andauernde Einmischung aller moeglichen ausländischen Interessen in der Region, die zu einem grossen Teil deren Oelreichtum geschuldet ist, begünstigt extremistische Strömungen jeglicher Art, sei es dass diese zeitweise direkt unterstützt werden (z.B. Al Qaida) oder sich als Gegenreaktion zu fremder Einmischung bilden (z.B. ISIS). In dem so entstehenden Chaos sehen die eher vernünftigen Leute dort keine Zukunft mehr und wandern in hellen Scharen ab. Übrig bleiben überdurchschnittlich viele "nutcases" und es scheint, dass alle dort unten verrückt wären.

Das wäre doch eigentlich eine Lösung. Man lässt die ganzen fundamentalistischen Nutcases dorthin abwandern und holt die ganzen vernünftigen Leute raus.
Dann baut man 'ne Mauer drumrum und lässt die Nutcases für sie zahlen. Cool

Vorher muss man aber erstmal vom Öl auf alternative Energien umsteigen...
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beachbernie
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Beitrag(#2134152) Verfasst am: 11.05.2018, 01:22    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ich denke, dass das täuscht. Die andauernde Einmischung aller moeglichen ausländischen Interessen in der Region, die zu einem grossen Teil deren Oelreichtum geschuldet ist, begünstigt extremistische Strömungen jeglicher Art, sei es dass diese zeitweise direkt unterstützt werden (z.B. Al Qaida) oder sich als Gegenreaktion zu fremder Einmischung bilden (z.B. ISIS). In dem so entstehenden Chaos sehen die eher vernünftigen Leute dort keine Zukunft mehr und wandern in hellen Scharen ab. Übrig bleiben überdurchschnittlich viele "nutcases" und es scheint, dass alle dort unten verrückt wären.

Das wäre doch eigentlich eine Lösung. Man lässt die ganzen fundamentalistischen Nutcases dorthin abwandern und holt die ganzen vernünftigen Leute raus.
Dann baut man 'ne Mauer drumrum und lässt die Nutcases für sie zahlen. Cool

Vorher muss man aber erstmal vom Öl auf alternative Energien umsteigen...


Gegen eine solche Lösung haette ich rein gar nichts! Smilie


Der Trump koennte dann dort seine Mauer bauen. Natuerlich von innen. Sehr glücklich
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Critic
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Beitrag(#2134153) Verfasst am: 11.05.2018, 02:55    Titel: Antworten mit Zitat

Das sind ja so Punkte:

(1) Es gibt natürlich auch gewaltige Probleme zwischen den gesellschaftlichen Gruppen in Israel, weil sie unterschiedliche Vorstellungen hätten, in welche Richtung es gehen sollte.

Die jüdische Siedlung im Westjordenland mag eine Strategie sein, a. den "jüdischen Charakter" zu stärken, so daß man dann irgendwann eine Annexion rechtfertigen kann, aber auch b. dieses soziale Problem zu verringern: es werden neue Siedlungen gebaut, die Menschen mit erschwinglichen Mieten gelockt - diese liegen natürlich auf besetztem Gebiet.


(2) Wann immer es bescheidene Ansätze gibt oder es zumindest eine Zeitlang ruhiger war, gibt es dann wieder eine Eskalation, entweder durch irgendwelche Akte oder durch eine blödsinnige Äußerung, die die andere Seite wieder als Grund zur Eskalation nutzt. Das tun so gewisse palästinensische "Aktivisten" und Politiker, das tut der Iran, aber tut das nicht auch die israelische Regierung?

Im Zweifel ist Benny Netanjahu immer noch interessierter, was rechtsstaatliche Verhältnisse und Menschenrechte angeht als das zum Beispiel der Ayatollah wäre. Aber wenn man jetzt zeigen will, daß das dann auch gilt, was im Gegensatz dazu in der arabischen Welt nicht die Regel ist, weiß man dann wieder nicht, ob das immer die richtigen Signale sind: Sich zu verteidigen ist schon ein legitimes Interesse. Andererseits werden zum Beispiel Erklärungen, Jerusalem sei die ungeteilte Hauptstadt Israels, neue Siedlungspläne, Sippenhaftung für Familien von militanten Palästinensern, die Israelis angreifen, oder scharf auf Demonstranten schießen lassen -- auch wenn jemand Steine wirft, ist das *kein* Grund, ihn gleich zu erschießen -- von der Gegenseite nicht als "Israel ist an Verhandlungen interessiert" oder als rechtstaatliches Vorgehen aufgefaßt, sondern als Bereitschaft zu einer neuerlichen Eskalation.

Denkbar ist, daß die jeweiligen Führungen auch zum Teil eskalieren, weil sich ja unter Bedrohung das Volk tendentiell hinter der Führung schart, selbst wenn man politisch völlig überkreuz liegt. Das beobachtete man in den USA nach dem 11.9.2001, wo der umstrittene Baby-Bush für eine gewisse Zeit Zustimmungswerte von 80% und mehr hatte, aber auch im Iran: Viele Menschen möchten durchaus mehr Freiheit, aber wenn das Land bedroht wird, möchte man eben auch, daß die Führung die passenden Antworten gibt.

Und nicht zuletzt bräuchte es ja keine Hardliner, wenn die Konfliktintensität nicht so hoch wäre. (Dann hätten ja vielleicht friedlichere Stimmen auch mehr Gehör.) Insofern arbeiten Regierungen natürlich auch daran, ihre eigene Macht zu erhalten... Am Kopf kratzen

Demnach könnte es auch eine Hilfe für den Nahostkonflikt sein, wenn die Gesellschaften es schafften, ihre inneren Konflikte zu lösen. Und offenbar wird auch niemand alle seine Ansprüche durchsetzen können, wahrscheinlich wird jede Seite irgendeinen Anspruch aufgeben müssen, den sie heute noch vehement vertritt, auch wenn das ein schmerzhafter Kompromiß sein mag.
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Petrus
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Beitrag(#2142592) Verfasst am: 12.07.2018, 11:40    Titel: Antworten mit Zitat

Critic hat folgendes geschrieben:
Demnach könnte es auch eine Hilfe für den Nahostkonflikt sein, wenn die Gesellschaften es schafften, ihre inneren Konflikte zu lösen.


schon. Aber das wird dauern. lange.

Als ich wieder mal in Israel war, habe ich bei meiner Einreise an den Pass-Schaltern auch Schalter gesehen, die in kyrillischer Schrift beschriftet waren (ich erkenne zwar diese Schrift, kann sie aber nicht lesen). Dann habe ich - ich bin ein neugieriger Mensch - gefragt: "Was ist das?" Antwort: "Das ist für die russischen Juden. Die möchten sich nicht integrieren."

Smilie
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Petrus
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Beitrag(#2142594) Verfasst am: 12.07.2018, 11:55    Titel: Re: Ajelet Schaked verstehen - heißt auch mal die FAZ lesen Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Die Ultraorthodoxen sind aber für den Staat - Israel und seine fortbestehende Existenz sowas wie nützliche Idioten. Sie Siedeln da, wo kein 'normaler Mensch' siedeln würde. Nämlich im Grenzland


nun, Religionskritik-Wiesbaden, bin ich nicht da ganz so Deiner Meinung.

1) Die ultraorthodoxen Juden waren schon viel früher da (dort?) als der Staat Israel.
2) Sie wohnen vor allem in Mea Shearim - eine nette Gegend, gleich neben der Trambahn, in Jerusalem (ich kenne die Gegend).
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