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Das Mädchen und der Flüchtling
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Samson83
Gegenaufgeklärt



Anmeldungsdatum: 18.01.2013
Beiträge: 5320

Beitrag(#2138316) Verfasst am: 09.06.2018, 18:25    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Samson83 hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Bei mykath.de habe ich eben zu diesem Thema den Begriff "gesunder Rassismus" gelesen.
sokrates is schon cool,wa?


Seid Ihr jetzt Freunde? Als er noch hier gepostet hat, war er ja weniger von Dir angetan.
ja, und dafür hat er sich entschuldigt. Ein konzentriertes deppenurteil mag die meinung verzerren.
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"Als User hier muss man in der Lage sein, sich auf Bewertung der Beiträge zu beschränken, und Beleidigungen der Person zu unterlassen!" Astarte
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Gödelchen
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Anmeldungsdatum: 17.11.2016
Beiträge: 771

Beitrag(#2138317) Verfasst am: 09.06.2018, 18:28    Titel: :-) Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Bei mykath.de habe ich eben zu diesem Thema den Begriff "gesunder Rassismus" gelesen.


Kann gelesen werden. Ist aber idiotisch. Es gibt auch den Begriff positiver Rassismus. Ist aber alles ein Quark.....weil ein Begriff, der aus Abgrenzung, Andersartigkeit und Ausgrenzung, Bebachteiligungsfaktoren seine Begrifflichkeit herleitet, nie gesund oder positiv ausgelegt werden kann.

Der Eiertanz um das Gegenteil von Rassismus ist das Tolle. Da will man den Begriff Akzeptanz setzen. Das ist m. E zu kurz. Weil das nicht alle Facetten des Gegen fasst, taumelt demnach der Begriff Rassismus auch ( u.a.) unspezifisch durch das Geschwalle der Meinungen.

Das Gegenteil von Rassismus, das alle Facette des Gegen auffängt, wäre m. E. Natürlichkeit. Jeder ist anders und nur die natürliche Entwicklung ex spiritu und ex materia kann den Fingerzeig geben, was ist, was wird, was nützt, was bleibt.
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 28746

Beitrag(#2138318) Verfasst am: 09.06.2018, 18:28    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
ja, und dafür hat er sich entschuldigt.


Die Auswahl wird für ihn ja auch nicht grösser. Sehr glücklich
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 28746

Beitrag(#2138320) Verfasst am: 09.06.2018, 18:31    Titel: Re: :-) Antworten mit Zitat

Gödelchen hat folgendes geschrieben:
(...) Geschwalle (...)


Genau.
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Gödelchen
registrierter User



Anmeldungsdatum: 17.11.2016
Beiträge: 771

Beitrag(#2138322) Verfasst am: 09.06.2018, 19:03    Titel: Re: :-) Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Gödelchen hat folgendes geschrieben:
(...) Geschwalle (...)


Genau.


Smilie Bisse schon a jaaanz Juten, Kramer...alle Latten am Zaun hast du zwar nicht.....aber en Juuten bisse schon.

Wir sind klar?

Smilie
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Lebensnebel
Gieraffe



Anmeldungsdatum: 06.02.2016
Beiträge: 1791

Beitrag(#2138331) Verfasst am: 09.06.2018, 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

Die Demonstrationen der AfD und der gutmenschlichen Aktion blieben friedlich.
http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/susanna-f-erste-kundgebungen-in-mainz-afd-und-gutmenschliche-aktion-demonstrieren_18831588.htm
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Religionskritik-Wiesbaden
homo est creator Dei



Anmeldungsdatum: 04.11.2008
Beiträge: 9415
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag(#2138679) Verfasst am: 12.06.2018, 20:06    Titel: Das Mädchen und der Flüchtling - Wiederaufnahme Antworten mit Zitat

Leider haben hier wahrscheinlich nur die wenigsten die Dokumentation
Das Mädchen und der Flüchtling
gesehen:


Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Das Mädchen und der Flüchtling

Dokumentation von HR / SWR




https://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Das-M%C3%A4dchen-und-der-Fl%C3%BCchtling/Das-Erste/Video?bcastId=799280&documentId=52911044


interessant sind hier vor allem die Minuten zwischen 20:15 und 23:30

Das Filmteam besucht die Stadt in Afghanistan, wo der Mörder von Kandel herkommt.
Man erfährt dort von einem älteren Mann, dass töten im Islam verboten sei, aber man eine Frau, die einen Mann verlässt, töten muss müsse.
Ein junger Mann bestätigt dann dies noch einmal später. Eine Frau müsse laut Koran dann gesteinigt oder getötet werden.
Man erfährt auch, das man als Paschtun nicht akzeptieren könne, wenn sich die Frau von einem trennt.

Und nun lassen wir dann doch noch einmal die Ethnologin Prof. Schröter zu Wort kommen,
hier in einem Interview, dass sie der Allgemeinen Zeitung in Mainz gab:

Quelle:
http://www.allgemeine-zeitung.de/vermischtes/vermischtes/forscherin-zu-susanna-das-ist-jetzt-kein-einzelfall-mehr_18831228.htm

Zitat:
Forscherin zu Susanna: «Das ist jetzt kein Einzelfall mehr»

«Das ist jetzt kein Einzelfall mehr», sagte die Ethnologin und Leiterin des Forschungszentrums Globaler Islam an der Frankfurter Goethe-Universität, Susanne Schröter, mit Blick auf andere Fälle wie die Kölner Silvesternacht oder Kandel. «Es ist eine neue Situation und die hat etwas mit den vielen jungen Männern aus patriarchalischen Strukturen und Kulturen zu tun.»
(...)
Im Islam wie auch in anderen Religionen gebe es patriarchalisch geprägte Normen, die Gewalt und sexuelle Übergriffe legitimierten, so die Forscherin. Im Fall Susanna könne dies der Hintergrund sein: «Dieser junge Mann hatte ganz offensichtlich überhaupt keinen Respekt.» Weder vor der deutschen Gesellschaft, noch vor Frauen oder Polizisten, so die Forscherin. Er habe das Mädchen als reines Sexualobjekt gesehen.
(...)
Durch die Flüchtlingskrise seien viele Männer aus muslimisch geprägten Ländern nach Deutschland gekommen, deren Frauenbild ein völlig anderes sei. Sie unterschieden zwischen «ehrbaren», früh verheirateten Frauen im Haus und anderen, die sich Rechte und Freiheiten herausnehmen. «Nach diesen Normen sind wir alle Schlampen - weil wir uns nicht verschleiern, weil wir im Sommer Haut zeigen, weil unsere Kleidung figurbetont ist, weil wir Alkohol trinken, rauchen etc.»

(...)

Verschärfend zur kulturellen Prägung komme hinzu, dass es mehr junge Männer als Frauen in Deutschland gebe. «Wir haben mindestens eine Million junger Männer aufgenommen, für die es hier keine jungen Frauen gibt.» Junge Männer zwischen 16 und 30 Jahren wünschten sich eine Partnerin und neigten zu Aggressionen, wenn das nicht klappe.
(...)
Aufgabe der Politik und der Verantwortlichen in staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen sei nun, zwischen Integrierwilligen und Aggressoren genau zu differenzieren.
(...)
fett von mir

Forderungen könnten beispielsweise sein:

- dass Besuche in Flüchtlingsunterkünften nur nach Absprache mit der Unterkunftsleitung möglich sind - und für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre verboten bleiben.

- Ausgangssperre für alle Bewohner der Unterkunft ab 22 Uhr, sofern diese noch nicht den LID - Test bestanden haben. Besteht man diesen, hat also vorher einen Sprachkurs ebenfalls erfolgreich absolviert, kann man auch nach 22 Uhr am städtischen Leben teilnehmen.
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schtonk
Korinthenliegenlasser
Moderator



Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 9931

Beitrag(#2138682) Verfasst am: 12.06.2018, 21:08    Titel: Re: Das Mädchen und der Flüchtling - Wiederaufnahme Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Leider haben hier wahrscheinlich nur die wenigsten ...
[...]

fett von mir

Ist das jetzt eine Annahme/Vermutung/Befürchtung/sonstirgendwas? Cool


Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
...Und nun lassen wir dann doch noch einmal die Ethnologin Prof. Schröter zu Wort kommen,
hier in einem Interview, dass sie der Allgemeinen Zeitung in Mainz gab: [...]

Alles bekannt, niemand negiert das. Redundanz pur.


Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
...Forderungen könnten beispielsweise sein:

- dass Besuche in Flüchtlingsunterkünften nur nach Absprache mit der Unterkunftsleitung möglich sind - und für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre verboten bleiben.

Hast du Belege dafür, dass das mit der Absprache nicht praktiziert wird?
Und welche sicherheitsrelevanten Aspekte siehst du, Kindern und Jugendlichen Besuche zu verbieten?
Pädagogisch gesehen ist dieser Vorschlag nämlich völlig destruktiv. Isolation führt eben gerade zu Aggressivität, Rückzug in "eigene Welten" und Integrationsverweigerung.

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
- Ausgangssperre für alle Bewohner der Unterkunft ab 22 Uhr, sofern diese noch nicht den LID - Test bestanden haben. Besteht man diesen, hat also vorher einen Sprachkurs ebenfalls erfolgreich absolviert, kann man auch nach 22 Uhr am städtischen Leben teilnehmen.

Quark. Gerade die Teilnahme am Leben in der neuen Umgebung bietet die Chance, sich zu integrieren/assimilieren, auch wenn die Sprachkenntnisse noch nicht so dolle sind.
Auf den Willen des/der Einzelnen kommt es an - nicht auf einen Test, der dumpfen Bürokratiehirnen entwachsen ist.

LID
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Es ist schon alles gesagt worden. Nur noch nicht von allen. - Karl Valentin
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Religionskritik-Wiesbaden
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Wohnort: Wiesbaden

Beitrag(#2138684) Verfasst am: 12.06.2018, 21:47    Titel: Re: Das Mädchen und der Flüchtling - Wiederaufnahme Antworten mit Zitat

schtonk hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Leider haben hier wahrscheinlich nur die wenigsten ...
[...]

fett von mir

Ist das jetzt eine Annahme/Vermutung/Befürchtung/sonstirgendwas? Cool


ich schließe das aus dem Verlauf der Diskussion,
zwinkern

schtonk hat folgendes geschrieben:

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
...Und nun lassen wir dann doch noch einmal die Ethnologin Prof. Schröter zu Wort kommen,
hier in einem Interview, dass sie der Allgemeinen Zeitung in Mainz gab: [...]

Alles bekannt, niemand negiert das. Redundanz pur.

wirklich,
einigen tut das nochmalige lesen von wissenschaftlicher Meinung zu diesem Thema vielleicht gut.
schtonk hat folgendes geschrieben:

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
...Forderungen könnten beispielsweise sein:

- dass Besuche in Flüchtlingsunterkünften nur nach Absprache mit der Unterkunftsleitung möglich sind - und für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre verboten bleiben.

Hast du Belege dafür, dass das mit der Absprache nicht praktiziert wird?


ich weiß von 3 Unterkünften bei uns in der Stadt, wo sehr genau hingeschaut wird - von Erbenheim habe ich allerdings keine Infos.
Diese genaue Hinschauen betrifft übrigens auch Erwachsene - schließlich gab es auch schon Übergriffe aus der Pädoszene an Geflüchteten Kindern.

Es ist also ein zwei Seiten Schutz.

schtonk hat folgendes geschrieben:

Und welche sicherheitsrelevanten Aspekte siehst du, Kindern und Jugendlichen Besuche zu verbieten?

Den Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Übergriffen. Sie treffen dort überwiegend auf eine Männerwelt, die aus Kulturkreisen kommt, in denen minderjährige verheiratet werden - also eben nicht sexuell tabu sind,
und unverschleierte Frauen als ehrlos gelten - diese Kombination macht diesen Ort erst einmal für nicht so geeignet für Kinder und Jugendliche.

schtonk hat folgendes geschrieben:

Pädagogisch gesehen ist dieser Vorschlag nämlich völlig destruktiv. Isolation führt eben gerade zu Aggressivität, Rückzug in "eigene Welten" und Integrationsverweigerung.

Nö,
das klingt zwar immer gut, diesen Vorwand auf sein humanistisches Schild zu schreiben, aber liefere doch dafür einmal Belege. Gibt es da etwa Studien zu Frage

Schließlich verhänge ich ja keine Kontaktsperre, sondern die Menschen können einander an anderen Orten und Plätzen begegnen. Ich nehme lediglich die Flüchtlingsunterkunft heraus.

schtonk hat folgendes geschrieben:

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
- Ausgangssperre für alle Bewohner der Unterkunft ab 22 Uhr, sofern diese noch nicht den LID - Test bestanden haben. Besteht man diesen, hat also vorher einen Sprachkurs ebenfalls erfolgreich absolviert, kann man auch nach 22 Uhr am städtischen Leben teilnehmen.

Quark. Gerade die Teilnahme am Leben in der neuen Umgebung bietet die Chance, sich zu integrieren/assimilieren, auch wenn die Sprachkenntnisse noch nicht so dolle sind.
Auf den Willen des/der Einzelnen kommt es an - nicht auf einen Test, der dumpfen Bürokratiehirnen entwachsen ist.

LID

Ach was,
eine Hürde und ein Anreiz muss schon sein.
Und ja, der LID ist schrottig - aber zuvor ist ja eben ein Integrationskurs in der Sprachvermittlung geschaltet - und erst wenn diese Menschen wissen, was man bei uns beachten muss,
und vor allem,
dass viele in ihrer Heimat eingeübten Verhaltensweisen hier nicht nur keinen Wert haben,
sondern strafrechtlich verfolgt und gesellschaftlich geächtet sind,
macht es Sinn,
diese in vollem Umfang an der Gesellschaft teilhaben zu lassen.

Man sieht es auch im Gewaltverständnis vieler Neuankömmlinge. Der Hang, Konflikte mit dem Messer zu lösen ist nun mal in anderen Kulturkreisen deutlich höher als bei uns - dies muss erst erlernt und geübt werden.

Ansonsten,
es gibt die Möglichkeit sich in Vereinen bei uns zu integrieren - die wenigsten der Geflüchteten tun dies - und dies, obwohl die Vereine meist sehr offen sind.

Wenn Du hier also die Gefahr der Parallelgesellschaft aufmachst, weil man nun nicht mehr als Kind oder Jugendlicher die Unterkünfte besuchen kann,
machst Du hier die Mücke zum Elefanten,
während der eigentliche Elefant von dir nicht angesprochen wird - nämlich die Tatsache, das nun einmal die Hauptintegration außerhalb der Unterkünfte stattfindet - und die Unterkunftsbewohner bisher in weiten Teilen nicht sonderlich am Leben da draußen interessiert scheinen. Ja klar,
es gibt die kickenden Geflüchteten, und hier da ein paar woanders - aber viele bewegen sich halt immer noch nur in ihren Kreisen.
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schtonk
Korinthenliegenlasser
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Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 9931

Beitrag(#2138696) Verfasst am: 12.06.2018, 22:50    Titel: Re: Das Mädchen und der Flüchtling - Wiederaufnahme Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
...
ich schließe das aus dem Verlauf der Diskussion,
zwinkern

Hübsche Umschreibung für Spekulation.

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
...Forderungen könnten beispielsweise sein:

- dass Besuche in Flüchtlingsunterkünften nur nach Absprache mit der Unterkunftsleitung möglich sind - und für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre verboten bleiben.

Hast du Belege dafür, dass das mit der Absprache nicht praktiziert wird?


ich weiß von 3 Unterkünften bei uns in der Stadt, wo sehr genau hingeschaut wird - von Erbenheim habe ich allerdings keine Infos.
Diese genaue Hinschauen betrifft übrigens auch Erwachsene - schließlich gab es auch schon Übergriffe aus der Pädoszene an Geflüchteten Kindern.

Dass "sehr genau hingeschaut wird" ist kein Beleg, er fehlt auch bei den von dir behaupteten "Übergriffen aus der Pädoszene ".


Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:

Pädagogisch gesehen ist dieser Vorschlag nämlich völlig destruktiv. Isolation führt eben gerade zu Aggressivität, Rückzug in "eigene Welten" und Integrationsverweigerung.

Nö,
das klingt zwar immer gut, diesen Vorwand auf sein humanistisches Schild zu schreiben, aber liefere doch dafür einmal Belege. Gibt es da etwa Studien zu Frage

Das zu erkennen benötigt nur ein wenig Intelligenz, mit einem human. Schild hat das nichts zu tun.

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
...Schließlich verhänge ich ja keine Kontaktsperre, sondern die Menschen können einander an anderen Orten und Plätzen begegnen. Ich nehme lediglich die Flüchtlingsunterkunft heraus.

Das hätte CSU-Herrmann nicht besser versalbadern können.


Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
...Wenn Du hier also die Gefahr der Parallelgesellschaft aufmachst, ...

Das ist nicht nur Mist, sondern ein projektiver Misthaufen. Von uns beiden bist du das, der das tut.
Bitte bei der Wahrheit bleiben.
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Religionskritik-Wiesbaden
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Anmeldungsdatum: 04.11.2008
Beiträge: 9415
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag(#2138704) Verfasst am: 13.06.2018, 00:10    Titel: Das ist doch nur eine Frau Antworten mit Zitat

Ein weiterer Beitrag von Susanne Schröter in der FAZ:

Zitat:
Das ist doch nur eine Frau
Gewalt gegen Frauen lässt sich nicht entschuldigen und auch nicht beschwichtigen. Warum ist die Diskussion aber so merkwürdig verdruckst, sobald dabei muslimische Männer im Spiel sind?

(...)

Ein solches Nichternstnehmen von Frauen, die sexuelle Gewalt erfahren mussten, erwartet man gewöhnlich von Verfechtern einer patriarchalischen Weltauffassung; diejenigen, die diese Einwände damals vorbrachten, bezeichneten sich allerdings als Feministinnen. Dass sie sich solchermaßen gegen die Opfer stellten, war offenbar dem Bemühen geschuldet, weder die Herkunft noch die Religion der Täter zum Thema zu machen. Es galt, die „Diskursfigur des fremden, schwarzen Mannes, der die weiße Frau vergewaltigt“, zurückzuweisen, wie die Sozialwissenschaftlerinnen Helma Lutz und Meltem Kucalatan im Duktus der postkolonialen Theorie schrieben. Eine Benennung der Herkunft der Täter, eine Bezugnahme auf eventuelle Gewalt legitimierende kulturelle oder religiöse Normen sollten mit aller Macht verhindert werden. Das bedeutete auch, diejenigen, die dies trotzdem taten, auf die schärfste Art zu denunzieren und des Rassismus, des Orientalismus oder der Islamophobie zu bezichtigen.


(...)

Durch Migration und Flucht gelangen (...) patriarchalischen Normen auch nach Deutschland. Feministinnen wie Necla Kelek, Seyran Ateş, Güner Yasemin Balci und Sineb El Masrar, um nur einige zu nennen, kritisieren ein fragwürdige Islamverständnis und die „Kultur der Ehre“ inklusive ihrer inhärenten Doppelmoral seit vielen Jahren. Dafür werden sie, ebenso wie Kamel Daoud, Bassam Tibi oder Hamed Abdel-Samad, beschimpft, beleidigt und sogar bedroht.

(...)

Andere sind weniger couragiert. Der Rassismusvorwurf funktioniert als ultimative Einschüchterungswaffe bei vielen, die keine Rassisten sind und nicht für solche gehalten werden wollen. Das führt zu Denk- und Sprechtabus.
(...)



Quelle:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/zunahme-von-kulturell-motivierten-gewalttaten-15634471.html
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#2138709) Verfasst am: 13.06.2018, 00:43    Titel: Re: Das ist doch nur eine Frau Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Ein weiterer Beitrag von Susanne Schröter in der FAZ:

Zitat:
Das ist doch nur eine Frau
Gewalt gegen Frauen lässt sich nicht entschuldigen und auch nicht beschwichtigen. Warum ist die Diskussion aber so merkwürdig verdruckst, sobald dabei muslimische Männer im Spiel sind?

(...)

Ein solches Nichternstnehmen von Frauen, die sexuelle Gewalt erfahren mussten, erwartet man gewöhnlich von Verfechtern einer patriarchalischen Weltauffassung; diejenigen, die diese Einwände damals vorbrachten, bezeichneten sich allerdings als Feministinnen. Dass sie sich solchermaßen gegen die Opfer stellten, war offenbar dem Bemühen geschuldet, weder die Herkunft noch die Religion der Täter zum Thema zu machen. Es galt, die „Diskursfigur des fremden, schwarzen Mannes, der die weiße Frau vergewaltigt“, zurückzuweisen, wie die Sozialwissenschaftlerinnen Helma Lutz und Meltem Kucalatan im Duktus der postkolonialen Theorie schrieben. Eine Benennung der Herkunft der Täter, eine Bezugnahme auf eventuelle Gewalt legitimierende kulturelle oder religiöse Normen sollten mit aller Macht verhindert werden. Das bedeutete auch, diejenigen, die dies trotzdem taten, auf die schärfste Art zu denunzieren und des Rassismus, des Orientalismus oder der Islamophobie zu bezichtigen.


(...)

Durch Migration und Flucht gelangen (...) patriarchalischen Normen auch nach Deutschland. Feministinnen wie Necla Kelek, Seyran Ateş, Güner Yasemin Balci und Sineb El Masrar, um nur einige zu nennen, kritisieren ein fragwürdige Islamverständnis und die „Kultur der Ehre“ inklusive ihrer inhärenten Doppelmoral seit vielen Jahren. Dafür werden sie, ebenso wie Kamel Daoud, Bassam Tibi oder Hamed Abdel-Samad, beschimpft, beleidigt und sogar bedroht.

(...)

Andere sind weniger couragiert. Der Rassismusvorwurf funktioniert als ultimative Einschüchterungswaffe bei vielen, die keine Rassisten sind und nicht für solche gehalten werden wollen. Das führt zu Denk- und Sprechtabus.
(...)



Quelle:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/zunahme-von-kulturell-motivierten-gewalttaten-15634471.html


Es gibt auch viele muslimische Männer, die sich vor deutschen Frauen fürchten, frag Bernie.
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Was dem Ockham sein Rasiermesser, ist dem Addi sein Hackebeil.
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#2138710) Verfasst am: 13.06.2018, 00:45    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist dummes Zeug, übrigens.
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Beitrag(#2138716) Verfasst am: 13.06.2018, 02:08    Titel: Antworten mit Zitat

Oh je! Habe ich schon wieder was gepostet, was nicht in Dein sexistisches Weltbild passt?


Das tut mir wirklich leid. Smilie
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 38437
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2138717) Verfasst am: 13.06.2018, 02:10    Titel: Re: Das ist doch nur eine Frau Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Ein weiterer Beitrag von Susanne Schröter in der FAZ:

Zitat:
Das ist doch nur eine Frau
Gewalt gegen Frauen lässt sich nicht entschuldigen und auch nicht beschwichtigen. Warum ist die Diskussion aber so merkwürdig verdruckst, sobald dabei muslimische Männer im Spiel sind?

(...)

Ein solches Nichternstnehmen von Frauen, die sexuelle Gewalt erfahren mussten, erwartet man gewöhnlich von Verfechtern einer patriarchalischen Weltauffassung; diejenigen, die diese Einwände damals vorbrachten, bezeichneten sich allerdings als Feministinnen. Dass sie sich solchermaßen gegen die Opfer stellten, war offenbar dem Bemühen geschuldet, weder die Herkunft noch die Religion der Täter zum Thema zu machen. Es galt, die „Diskursfigur des fremden, schwarzen Mannes, der die weiße Frau vergewaltigt“, zurückzuweisen, wie die Sozialwissenschaftlerinnen Helma Lutz und Meltem Kucalatan im Duktus der postkolonialen Theorie schrieben. Eine Benennung der Herkunft der Täter, eine Bezugnahme auf eventuelle Gewalt legitimierende kulturelle oder religiöse Normen sollten mit aller Macht verhindert werden. Das bedeutete auch, diejenigen, die dies trotzdem taten, auf die schärfste Art zu denunzieren und des Rassismus, des Orientalismus oder der Islamophobie zu bezichtigen.


(...)

Durch Migration und Flucht gelangen (...) patriarchalischen Normen auch nach Deutschland. Feministinnen wie Necla Kelek, Seyran Ateş, Güner Yasemin Balci und Sineb El Masrar, um nur einige zu nennen, kritisieren ein fragwürdige Islamverständnis und die „Kultur der Ehre“ inklusive ihrer inhärenten Doppelmoral seit vielen Jahren. Dafür werden sie, ebenso wie Kamel Daoud, Bassam Tibi oder Hamed Abdel-Samad, beschimpft, beleidigt und sogar bedroht.

(...)

Andere sind weniger couragiert. Der Rassismusvorwurf funktioniert als ultimative Einschüchterungswaffe bei vielen, die keine Rassisten sind und nicht für solche gehalten werden wollen. Das führt zu Denk- und Sprechtabus.
(...)



Quelle:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/zunahme-von-kulturell-motivierten-gewalttaten-15634471.html



Ich vermisse im velinkten Artikel eine Auflistung der von Deutschen ohne Migrationshintergrund verübten "kulturell motivierten Gewalttaten".
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Critic
oberflächlich



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 14479
Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#2138719) Verfasst am: 13.06.2018, 02:51    Titel: Antworten mit Zitat

In einem Gespräch habe ich neulich mal einen Gedanken gehört, wonach es ja so Psychologen gebe, die immer erklären könnten, warum jemand z.B. alkoholkrank sei oder dieses oder jenes Verbrechen verübt habe: Da habe derjenige eine schwere Kindheit gehabt und pipapo. Wieviele, die der Vater vermöbelt habe, würden aber nicht losgehen und die Erstbeste vergewaltigen. Oder auch, wenn man so höre, warum die Leute saufen, dann müsse man sich fragen, warum man nicht selbst auch damit anfange. Und am Ende sei derjenige nie selbst dafür verantwortlich.

Das hat sich für mich natürlich irgendwo poltrig angehört. Aber einen Gedanken hat das doch:

Die Autorin des Artikels verweist im übrigen selbst auf diese Gratwanderung: Es gibt durchaus Belastungsfaktoren aus der Umgebung, die auch auf eine Person negativ einwirken können. Aber wo liegen diese?

Und wenn man Mutmaßungen über die Kultur anstellt, aus der Täter oder Tatverdächtige kommen, stellt man letztlich alle Mitglieder dieser Kultur erst einmal als Kollektiv dar, und wenn nunmehr z.B. ein Moslem, ein Iraker, ein Nordafrikaner o.ä. eine Straftat begeht, fühlen sich dann wieder alle unter Rechtfertigungsdruck, sie werden dazu aufgefordert, sich ausdrücklich zu distanzieren. Wenn man "frei von der Leber weg" über Leute redet, dann ist das sehr oft falsch. (Auf einer weniger schlimmen Ebene: Habe ich auch schon erlebt, daß ich Gespräche hatte wie "Wie siehst denn Du als Türke..." - "Ich bin Kurde." ... "...als Moslem..." - "Da brauchst Du mich nicht zu fragen, ich bin auch kein Moslem Lachen." Da hatte ich innerhalb einer Minute aufgrund des Namens gleich zweimal eine Annahme über eine Person angestellt und mich gleich zweimal geirrt. Und/oder ein Label muß ja nicht dem Selbstbild einer Person entsprechen, sie muß sich ja nicht dadurch irgendwie bestimmt fühlen.)

Und daß irgendetwas speziell bei der Person des mutmaßlichen Täters falsch gelaufen sein könnte, wird bei dieser Ent-Individualisierung ja gerne auch wieder ausgeblendet Am Kopf kratzen.


(Edit: Fehlenden Halbsatz ergänzt.)
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Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

"Wahrheit läßt sich nicht zeigen, nur erfinden." (Max Frisch)


Zuletzt bearbeitet von Critic am 13.06.2018, 20:40, insgesamt einmal bearbeitet
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AdvocatusDiaboli
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Beiträge: 22838
Wohnort: München

Beitrag(#2138722) Verfasst am: 13.06.2018, 07:48    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Oh je! Habe ich schon wieder was gepostet, was nicht in Dein sexistisches Weltbild passt?


Das tut mir wirklich leid. Smilie


Nein, du hattest nur was gepostet, was in dein begrenztes Weltbild passt. zwinkern
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Kramer
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Beiträge: 28746

Beitrag(#2138724) Verfasst am: 13.06.2018, 08:10    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Oh je! Habe ich schon wieder was gepostet, was nicht in Dein sexistisches Weltbild passt?


Das tut mir wirklich leid. Smilie


Nein, du hattest nur was gepostet, was in dein begrenztes Weltbild passt. zwinkern


Hältst Du es wirklich für eine gute Idee, ausgerechnet bei diesem Thema den Stalker zu geben?
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#2138730) Verfasst am: 13.06.2018, 09:21    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Oh je! Habe ich schon wieder was gepostet, was nicht in Dein sexistisches Weltbild passt?


Das tut mir wirklich leid. Smilie


Nein, du hattest nur was gepostet, was in dein begrenztes Weltbild passt. zwinkern


Hältst Du es wirklich für eine gute Idee, ausgerechnet bei diesem Thema den Stalker zu geben?


Sagt ausgerechnet derjenige, der im selben Thread seine Sperenzchen mit Samson und Gödelchen treibt.
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wolle
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Beitrag(#2138772) Verfasst am: 13.06.2018, 21:44    Titel: Re: Das Mädchen und der Flüchtling - Wiederaufnahme Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:

- Ausgangssperre für alle Bewohner der Unterkunft ab 22 Uhr, sofern diese noch nicht den LID - Test bestanden haben. Besteht man diesen, hat also vorher einen Sprachkurs ebenfalls erfolgreich absolviert, kann man auch nach 22 Uhr am städtischen Leben teilnehmen.

Ich habe jetzt mal den LID Vorbereitungs-Test angefangen.
http://oet.bamf.de/pls/oetut/f?p=534:1:2516092881347
Beispiel-Test: http://oet.bamf.de/
Immerhin beschreibst Du den Test selbst als schrottig.
Ich habe etwa 120 von 310 Fragen beantwortet.
Für eine Prüfung zum angehenden Verwaltungsfachwirt mögen die Fragen angemessen sein.
Ich schätze jedoch, dass von 100 Deutschen, die mir auf der Straße begegnen, 90 den Test nicht fehlerfrei bestehen.
Insofern finde ich den Test nicht angemessen für Flüchtlinge, selbst wenn diese einen Sprachkurs absolviert haben.
Beispielsweise ist es unerheblich zu wissen, wer den Bundespräsidenten wählt.
Insofern ist der Test eine Zumutung für Leute, die in erster Linie einem Bürgerkrieg entfliehen wollten.
Und Deine Forderung nach Ausgangs-Beschränkungen ist einfach nur populistisch und entbehrt jeder Grundlage.
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http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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vrolijke
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Beitrag(#2138776) Verfasst am: 13.06.2018, 22:39    Titel: Re: Das Mädchen und der Flüchtling - Wiederaufnahme Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:

- Ausgangssperre für alle Bewohner der Unterkunft ab 22 Uhr, sofern diese noch nicht den LID - Test bestanden haben. Besteht man diesen, hat also vorher einen Sprachkurs ebenfalls erfolgreich absolviert, kann man auch nach 22 Uhr am städtischen Leben teilnehmen.

Ich habe jetzt mal den LID Vorbereitungs-Test angefangen.
http://oet.bamf.de/pls/oetut/f?p=534:1:2516092881347
Beispiel-Test: http://oet.bamf.de/
Immerhin beschreibst Du den Test selbst als schrottig.
Ich habe etwa 120 von 310 Fragen beantwortet.
Für eine Prüfung zum angehenden Verwaltungsfachwirt mögen die Fragen angemessen sein.
Ich schätze jedoch, dass von 100 Deutschen, die mir auf der Straße begegnen, 90 den Test nicht fehlerfrei bestehen.
Insofern finde ich den Test nicht angemessen für Flüchtlinge, selbst wenn diese einen Sprachkurs absolviert haben.
Beispielsweise ist es unerheblich zu wissen, wer den Bundespräsidenten wählt.
Insofern ist der Test eine Zumutung für Leute, die in erster Linie einem Bürgerkrieg entfliehen wollten.
Und Deine Forderung nach Ausgangs-Beschränkungen ist einfach nur populistisch und entbehrt jeder Grundlage.


Ich habe den Test schon mal gemacht. (Bei meine Einbürgerung).


Zitat:
Musterfragebogen Anzahl Aufgaben richtig beantwortet (absolut) richtig beantwortet (prozentual)
Ergebnis 33 33 100 %
Mit diesem Ergebnis hätten Sie den Einbürgerungstest bestanden.


Wer den als Deutscher nicht besteht, sollte im Keller gehen, und sich schämen.
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beachbernie
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Beitrag(#2138778) Verfasst am: 13.06.2018, 22:43    Titel: Re: Das Mädchen und der Flüchtling - Wiederaufnahme Antworten mit Zitat

vrolijke hat folgendes geschrieben:
wolle hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:

- Ausgangssperre für alle Bewohner der Unterkunft ab 22 Uhr, sofern diese noch nicht den LID - Test bestanden haben. Besteht man diesen, hat also vorher einen Sprachkurs ebenfalls erfolgreich absolviert, kann man auch nach 22 Uhr am städtischen Leben teilnehmen.

Ich habe jetzt mal den LID Vorbereitungs-Test angefangen.
http://oet.bamf.de/pls/oetut/f?p=534:1:2516092881347
Beispiel-Test: http://oet.bamf.de/
Immerhin beschreibst Du den Test selbst als schrottig.
Ich habe etwa 120 von 310 Fragen beantwortet.
Für eine Prüfung zum angehenden Verwaltungsfachwirt mögen die Fragen angemessen sein.
Ich schätze jedoch, dass von 100 Deutschen, die mir auf der Straße begegnen, 90 den Test nicht fehlerfrei bestehen.
Insofern finde ich den Test nicht angemessen für Flüchtlinge, selbst wenn diese einen Sprachkurs absolviert haben.
Beispielsweise ist es unerheblich zu wissen, wer den Bundespräsidenten wählt.
Insofern ist der Test eine Zumutung für Leute, die in erster Linie einem Bürgerkrieg entfliehen wollten.
Und Deine Forderung nach Ausgangs-Beschränkungen ist einfach nur populistisch und entbehrt jeder Grundlage.


Ich habe den Test schon mal gemacht. (Bei meine Einbürgerung).


Zitat:
Musterfragebogen Anzahl Aufgaben richtig beantwortet (absolut) richtig beantwortet (prozentual)
Ergebnis 33 33 100 %
Mit diesem Ergebnis hätten Sie den Einbürgerungstest bestanden.


Wer den als Deutscher nicht besteht, sollte im Keller gehen, und sich schämen.



Ich habe das Gefühl, dass gerade die Allerdeutschesten der Deutschen bei so 'nem Test Probleme bekämen, wenn ich so in den einschlägigen Kommentarspalten blättere. Sehr glücklich
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#2138782) Verfasst am: 13.06.2018, 23:03    Titel: Re: Das Mädchen und der Flüchtling - Wiederaufnahme Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
vrolijke hat folgendes geschrieben:
wolle hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:

- Ausgangssperre für alle Bewohner der Unterkunft ab 22 Uhr, sofern diese noch nicht den LID - Test bestanden haben. Besteht man diesen, hat also vorher einen Sprachkurs ebenfalls erfolgreich absolviert, kann man auch nach 22 Uhr am städtischen Leben teilnehmen.

Ich habe jetzt mal den LID Vorbereitungs-Test angefangen.
http://oet.bamf.de/pls/oetut/f?p=534:1:2516092881347
Beispiel-Test: http://oet.bamf.de/
Immerhin beschreibst Du den Test selbst als schrottig.
Ich habe etwa 120 von 310 Fragen beantwortet.
Für eine Prüfung zum angehenden Verwaltungsfachwirt mögen die Fragen angemessen sein.
Ich schätze jedoch, dass von 100 Deutschen, die mir auf der Straße begegnen, 90 den Test nicht fehlerfrei bestehen.
Insofern finde ich den Test nicht angemessen für Flüchtlinge, selbst wenn diese einen Sprachkurs absolviert haben.
Beispielsweise ist es unerheblich zu wissen, wer den Bundespräsidenten wählt.
Insofern ist der Test eine Zumutung für Leute, die in erster Linie einem Bürgerkrieg entfliehen wollten.
Und Deine Forderung nach Ausgangs-Beschränkungen ist einfach nur populistisch und entbehrt jeder Grundlage.


Ich habe den Test schon mal gemacht. (Bei meine Einbürgerung).


Zitat:
Musterfragebogen Anzahl Aufgaben richtig beantwortet (absolut) richtig beantwortet (prozentual)
Ergebnis 33 33 100 %
Mit diesem Ergebnis hätten Sie den Einbürgerungstest bestanden.


Wer den als Deutscher nicht besteht, sollte im Keller gehen, und sich schämen.



Ich habe das Gefühl, dass gerade die Allerdeutschesten der Deutschen bei so 'nem Test Probleme bekämen, wenn ich so in den einschlägigen Kommentarspalten blättere. Sehr glücklich


Ich hatte den deutschen Test vorhin auch gemacht und bin 100% eingebürgert.
Beim US Immigration Test hatte ich 17 von 20 Fragen richtig.

Dann wurde ich neugierig: https://www.canada.ca/content/dam/ircc/migration/ircc/english/pdf/pub/discover.pdf - werde ich bei Gelegenheit mal reinschnuppern zwinkern
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#2138784) Verfasst am: 13.06.2018, 23:13    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
What are three responsibilities of citizenship?
a)
Being loyal to Canada, recycling newspapers, serving in the navy, army or air force.
b)
Obeying the law, taking responsibility for oneself and one’s family, serving on a jury.
c)
Learning both official languages, voting in elections, belonging to a union.
d)
Buying Canadian products, owning your own business, using less water


Welche Honks arbeiten eigentlich Multiple Choice Tests aus?
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Beitrag(#2138791) Verfasst am: 14.06.2018, 00:24    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Zitat:
What are three responsibilities of citizenship?
a)
Being loyal to Canada, recycling newspapers, serving in the navy, army or air force.
b)
Obeying the law, taking responsibility for oneself and one’s family, serving on a jury.
c)
Learning both official languages, voting in elections, belonging to a union.
d)
Buying Canadian products, owning your own business, using less water


Welche Honks arbeiten eigentlich Multiple Choice Tests aus?



So schlecht finde ich die Frage gar nicht mal, weil hier zum Ausdruck kommt, dass so manche Dinge, die manche Leute gerne von Neubürgern verlangen wuerden, gar nicht zu den tatsaechlichen Bürgerpflichten dazugehören.

Die richtige Antwort ist jedenfalls fuer jeden, der vernünftig denken kann, sonnenklar.


Diese Art Frage jedenfalls dürfte dem durchschnittlichen AfD-Anhaenger so Einiges an Kopfzerbrechen bereiten, weil er sich, selbst wenn er die richtige Antwort kennt, verbiegen müsste um nur diese eine anzukreuzen und die anderen nicht.
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Beitrag(#2138803) Verfasst am: 14.06.2018, 02:19    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt hier jetzt wieder mindestens drei Threads (dieser, "AfD" oder "Flüchtlinge"), in die dieser Beitrag passen könnte:

Hier wird eine Gegenthese zu dem populistischen Tenor "Die werden uns mit ihrem Islamismus und ihrer Intoleranz plattwalzen" präsentiert. (Zumindest frage ich mich auch, mit was für Haltungen denn in der Nicht-Flüchtlings-Gesellschaft zu rechnen wäre.) Mit Qualifikationen - denn wenn man sich z.B. an die Normalverteilung erinnert, dürften die meisten Menschen sich wohl eher als "so mittel" verorten als zu den Extremen hin. Und es gebe auch eine gewisse Wahrnehmung "sozialer Erwünschtheit", je nach dem Gegenüber würden Interviewte sich etwas anders darstellen:

Studie: Flüchtlinge sind ähnlich religiös wie Österreicher

Wiener Zeitung hat folgendes geschrieben:
Forscher der ÖAW und WU Wien befragten Menschen, die 2015 nach Österreich kamen, zu (ihrer) Religiosität.

Die Menschen, die im Zuge der Flüchtlingswelle vor allem im Herbst 2015 kamen, sind laut einer Studie von Wiener Demografen im Durchschnitt ähnlich religiös wie die Österreicher. Als "sehr religiös" bezeichneten sich in Befragungen insgesamt elf Prozent der Flüchtlinge, unter den Österreichern tun das rund zehn Prozent, berichten die Wissenschafter im Fachjournal "Religions". (...)

Im mittleren Bereich (zwischen drei und acht) verorteten sich 69 Prozent (Zahlen gerundet) der Flüchtlinge. Zum Vergleich: Im letzten "Generations und Gender Survey" (2008) sahen sich 66 Prozent der Österreicher in diesem Bereich. (...) Wenig Religiosität (Levels eins oder zwei) attestierten sich 20 Prozent der Asylsuchenden und 23 Prozent der Einheimischen. "Es zeigt sich also, dass die Geflüchteten aus dem Herbst 2015 überraschend ähnliche religiöse Level wie die Österreicher mitbringen. Wenn auch in einer anderen Weltreligion", sagte (Judith) Kohlenberger (, eine der Autoren).

(...)

Außerdem finde man auch den bekannten Effekt, dass selbsteingeschätzte Religiosität mit steigender Bildung abnimmt, so die Wissenschafterin, die mit Kollegen bereits 2016 zeigte, dass vor allem Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak relativ gut gebildet sind.

Ein interessanter Effekt zeige sich auch beim Vergleich mit Lebensqualitätsumfragen aus Wien: Während sich hier Katholiken im Schnitt ein Religiositäts-Level von 4,8 attestieren, war dies bei "Wiener Muslimen" mit 6,5 deutlich höher. Unter den kürzlich Geflüchteten lag der Wert in der Untersuchung der Demografen hingegen bei 4,8. "Man sieht eigentlich, dass neu Ankommende oft weniger religiös sind als andere muslimische Communities, die schon länger in Österreich sind", so Kohlenberger.

Um in Österreich sozusagen anzukommen, werden religiöse Netzwerke überdies offenbar weniger genutzt, als beispielsweise Sportvereine.


Und schließlich das Paper selbst: "Multi-Layered Roles of Religion among Refugees Arriving in Austria around 2015"

Weiterhin falle auch auf, daß Jüngere - wie auch hierzulande ansonsten - weniger religiös seien als Ältere:

Buber-Enser et al. hat folgendes geschrieben:
Furthermore an interesting information of the study by Potančoková and Berghammer (2014) is that religiosity declines over cohorts in the city of Vienna for all religious affiliations. It is steeper for Roman Catholics and Protestants but it is also present among the younger Muslims compared to older age-groups. The weaker religiosity of young people across all religious groups is likely to result in weaker religious socialization of future generations which could lead to further secularization.

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Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

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fwo
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Beitrag(#2138807) Verfasst am: 14.06.2018, 04:28    Titel: Antworten mit Zitat

Critic hat folgendes geschrieben:
Es gibt hier jetzt wieder mindestens drei Threads (dieser, "AfD" oder "Flüchtlinge"), in die dieser Beitrag passen könnte:

Hier wird eine Gegenthese zu dem populistischen Tenor "Die werden uns mit ihrem Islamismus und ihrer Intoleranz plattwalzen" präsentiert. (Zumindest frage ich mich auch, mit was für Haltungen denn in der Nicht-Flüchtlings-Gesellschaft zu rechnen wäre.) Mit Qualifikationen - denn wenn man sich z.B. an die Normalverteilung erinnert, dürften die meisten Menschen sich wohl eher als "so mittel" verorten als zu den Extremen hin. Und es gebe auch eine gewisse Wahrnehmung "sozialer Erwünschtheit", je nach dem Gegenüber würden Interviewte sich etwas anders darstellen:

Studie: Flüchtlinge sind ähnlich religiös wie Österreicher

Wiener Zeitung hat folgendes geschrieben:
Forscher der ÖAW und WU Wien befragten Menschen, die 2015 nach Österreich kamen, zu (ihrer) Religiosität.

Die Menschen, die im Zuge der Flüchtlingswelle vor allem im Herbst 2015 kamen, sind laut einer Studie von Wiener Demografen im Durchschnitt ähnlich religiös wie die Österreicher. Als "sehr religiös" bezeichneten sich in Befragungen insgesamt elf Prozent der Flüchtlinge, unter den Österreichern tun das rund zehn Prozent, berichten die Wissenschafter im Fachjournal "Religions". (...)

Im mittleren Bereich (zwischen drei und acht) verorteten sich 69 Prozent (Zahlen gerundet) der Flüchtlinge. Zum Vergleich: Im letzten "Generations und Gender Survey" (2008) sahen sich 66 Prozent der Österreicher in diesem Bereich. (...) Wenig Religiosität (Levels eins oder zwei) attestierten sich 20 Prozent der Asylsuchenden und 23 Prozent der Einheimischen. "Es zeigt sich also, dass die Geflüchteten aus dem Herbst 2015 überraschend ähnliche religiöse Level wie die Österreicher mitbringen. Wenn auch in einer anderen Weltreligion", sagte (Judith) Kohlenberger (, eine der Autoren).

(...)

Außerdem finde man auch den bekannten Effekt, dass selbsteingeschätzte Religiosität mit steigender Bildung abnimmt, so die Wissenschafterin, die mit Kollegen bereits 2016 zeigte, dass vor allem Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak relativ gut gebildet sind.

Ein interessanter Effekt zeige sich auch beim Vergleich mit Lebensqualitätsumfragen aus Wien: Während sich hier Katholiken im Schnitt ein Religiositäts-Level von 4,8 attestieren, war dies bei "Wiener Muslimen" mit 6,5 deutlich höher. Unter den kürzlich Geflüchteten lag der Wert in der Untersuchung der Demografen hingegen bei 4,8. "Man sieht eigentlich, dass neu Ankommende oft weniger religiös sind als andere muslimische Communities, die schon länger in Österreich sind", so Kohlenberger.

Um in Österreich sozusagen anzukommen, werden religiöse Netzwerke überdies offenbar weniger genutzt, als beispielsweise Sportvereine.


Und schließlich das Paper selbst: "Multi-Layered Roles of Religion among Refugees Arriving in Austria around 2015"

Weiterhin falle auch auf, daß Jüngere - wie auch hierzulande ansonsten - weniger religiös seien als Ältere:

Buber-Enser et al. hat folgendes geschrieben:
Furthermore an interesting information of the study by Potančoková and Berghammer (2014) is that religiosity declines over cohorts in the city of Vienna for all religious affiliations. It is steeper for Roman Catholics and Protestants but it is also present among the younger Muslims compared to older age-groups. The weaker religiosity of young people across all religious groups is likely to result in weaker religious socialization of future generations which could lead to further secularization.

Entweder sie hatten vor, dieses Ergebnis zu publizieren, oder sie sind schrecklich naiv.

Indem sie die Leute gebeten haben, ihre eigene Religiosität in einem Level von 0 bis 10 anzugeben, haben sie danach gefragt, wie sie ihre eigene Religiosität nach dem gesellschaftlichen Soll ihrer Heimat einschätzen. Die benutzte Skalierung ist also sowohl was die Höhe als auch was die Streuung angeht spezifisch für die gemessene Gesellschaft.

Jeder Vergleich mit den entsprechenden Ergebnissen anderer Gesellschaften kann sich deshalb höchstens auf innergesellschaftliche Unterschiede beziehen, wie z.B. dass sich in beiden Gesellschaften die Frauen als religiöser bezeichnen als die Männer oder die alten als religiöser als die jungen. Das ist auch in Saudi Arabien so erwartbar. Trotzdem finden sich in Saudiarabien nicht nur die Leute, die z.B. die Apostaten anzeigen, es finden sich auch die, die die "Verbrecher" dann steinigen.

Wer das Ergebnis dieser Umfrage dann nimmt, um die Religiosität zweier Gesellschaften dann miteinander zu vergleichen, ist entweder bekloppt, oder er hat eine politische Agenda.

Das, was die Leute von PEW oder vom WZB machen, ist so angelegt, dass die Untersuchten z.B. direkt zur Wichtigkeit der Aussagen ihrer Religion in Relation zur Wichtigkeit staatlicher Vorschriften befragt werden. Da gibt es einen ziemlich genau ausgearbeiteten Fragenkatalog, mit dem es z.B. möglich ist den Anteil des Fundamentalismus nach religions- und gesellschaftsübergreifenden Maßstäben zu erfassen.

Diese Wiener Untersuchung ist z.B. mit der eines Ruud Koopmans nicht zu vergleichen, und ich bin gespannt auf die fachinterne Diskussion.
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#2138808) Verfasst am: 14.06.2018, 07:46    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Zitat:
What are three responsibilities of citizenship?
a)
Being loyal to Canada, recycling newspapers, serving in the navy, army or air force.
b)
Obeying the law, taking responsibility for oneself and one’s family, serving on a jury.
c)
Learning both official languages, voting in elections, belonging to a union.
d)
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Welche Honks arbeiten eigentlich Multiple Choice Tests aus?



So schlecht finde ich die Frage gar nicht mal, weil hier zum Ausdruck kommt, dass so manche Dinge, die manche Leute gerne von Neubürgern verlangen wuerden, gar nicht zu den tatsaechlichen Bürgerpflichten dazugehören.

Die richtige Antwort ist jedenfalls fuer jeden, der vernünftig denken kann, sonnenklar.


Diese Art Frage jedenfalls dürfte dem durchschnittlichen AfD-Anhaenger so Einiges an Kopfzerbrechen bereiten, weil er sich, selbst wenn er die richtige Antwort kennt, verbiegen müsste um nur diese eine anzukreuzen und die anderen nicht.


Bitte? Ein Einbürgerungstest soll die „durchschnittlichen Afd-Anhänger“ aussieben, weil die aus Wut offensichtlichen Schwachsinn ankreuzen? Lachen

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b) verbürnen
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Tarvoc
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Beitrag(#2138836) Verfasst am: 14.06.2018, 17:00    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Entweder sie hatten vor, dieses Ergebnis zu publizieren, oder sie sind schrecklich naiv.

Genau, weil man ansonsten Studien bekanntlich nur durchführt, um sie in der Schublade zu vergraben, und nicht etwa, um sie zu publizieren. Argh

Ich werd' mal sehen, ob ich am Wochenende genug Zeit habe, mir die Studie mal etwas genauer anzusehen. Kann ja sein, dass an deiner Methodenkritik was dran ist, aber angesichts dieser Einleitung ist der erste Eindruck kein guter, fwo.
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Beitrag(#2138841) Verfasst am: 14.06.2018, 17:30    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Entweder sie hatten vor, dieses Ergebnis zu publizieren, oder sie sind schrecklich naiv.

Genau, weil man ansonsten Studien bekanntlich nur durchführt, um sie in der Schublade zu vergraben, und nicht etwa, um sie zu publizieren. Argh

Ich werd' mal sehen, ob ich am Wochenende genug Zeit habe, mir die Studie mal etwas genauer anzusehen. Kann ja sein, dass an deiner Methodenkritik was dran ist, aber angesichts dieser Einleitung ist der erste Eindruck kein guter, fwo.

Du bist doch wissenschaftliche Veröffentlichungen gewöhnt - da steht die Summery auch an Anfang.
sie hatten vor, dieses Ergebnis zu publizieren damit meinte ich, dass dieses Ergebnis vorgegeben war - nichts so seltenes in den Sozialwissenschaften. Dass man Ergebnisse normalerweise veröffentlicht, ist mir schon klar.

Aber ich habe diese Einleitung auch begründet. Für Dich mache ich es aber gerne noch mal, da braucht man nämlich kein Wochenende dazu:

Der wesentliche Methodenteil der wiss, Veröffentlichung ist der hier:
Zitat:
Measuring religious intensity is never an easy task (Hill and Hood 1999). Questions on religious service attendance are not appropriate for all religions and can even become irrelevant for a displaced population who may not have had access to a place of worship for some time. Therefore, self-assessed religiosity was evaluated by asking the respondents to rate their religiosity on a scale from 1 (not religious at all) to 10 (very religious)9. Many respondents found it problematic to quantify their religiosity and some even explicitly said that it is difficult to answer to this question, regardless of their religious affiliation.


Meine ganz spontane Frage beim Lesen war, ob es nicht einfacher gewesen wäre, sie auf einer Skala von 1 bis 10 angeben zu lassen, wie lieb sie sind.

Zum Verständnis: Wenn ich jemanden frage, wie religiös er ist, wird er dies mit den Maßstäben der Gesellschaft bemessen, in der er aufgewachsen ist, sowohl vom "Soll" her als auch von seiner persönlichen Abweichung, die er natürlich innerhalb des Rahmens der in seiner Gesellschaft geduldeten Abweichung skalieren wird - er kann gar nicht anders, und diese Skalierungen arbeiten nicht linear. Man kann als Wissenschaftler natürlich so fragen, aber es ist vorherzusehen, dass dabei alle Gesellschaften relativ ähnlich abschneiden, obwohl in der einen Gesellschaft ein offen auftretender Atheist vielleicht gelyncht wird, während er in einer anderen nicht mal ein Achselzucken auslöst.

Es gibt einen Maßstab, um größenordnungsmäßig vorherzusagen, wieviel "Ärger" von einer religiösen Gruppe innerhalb eines laizistischen Staates zu erwarten ist: das ist die Rate an Fundamentalisten, und es gibt seit den 90ern einen internationalen Standard, wie Fundamentalismus gesellschafts- und religionsübergreifend zu erfragen ist, der auch benutzt wird, ob man bei Altemeyer und Hunsberger nachsieht oder bei Koopmans. Es ist ein Werkzeug, das ausreicht, um die Bayern von den Norddeutschen zu unterscheiden, genauso wie die Katholiken von den Evangelikalen oder den "normalen" Protestanten, oder die Sunniten von den Aleviten.

Warum wird dieser Standard hier nicht benutzt? Warum stattdessen ein Werkzeug, bei dem absehbar ist, dass man damit die Syrer (Wenn ich mich recht erinnere, beim letzten PEW-Report 90% Fundamentalisten) nicht von den Österreichern (ca 5% Fundamentalisten?) unterscheiden kann?

Es könnte ja mal ein Soziologe was dazu sagen : AD, bitte melden.
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