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Sprache und Diskriminierung
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Tarvoc
Papst Tarvoc der Stæhlerne



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 35124
Wohnort: Bonn

Beitrag(#2154173) Verfasst am: 12.10.2018, 00:28    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
z.B. forderte beachbernie ein "wissenschaftliche Begründung" für die Entscheidung des Autors, das Wort "N-Wort" zu benutzen.

Ja, das ist allerdings albern. Dass beachbernie gar nicht merkt, dass er das selbe macht, was er anderen vorwirft: Sprachpolizei. Mit den Augen rollen
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"Es wird der Tag kommen, da werden alle Menschen gleich sein! Es wird der Tag kommen, da werden alle Menschen WIXXER sein!!!"
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Critic
oberflächlich



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 14491
Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#2154179) Verfasst am: 12.10.2018, 01:16    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
z.B. forderte beachbernie ein "wissenschaftliche Begründung" für die Entscheidung des Autors, das Wort "N-Wort" zu benutzen.

Ja, das ist allerdings albern. Dass beachbernie gar nicht merkt, dass er das selbe macht, was er anderen vorwirft: Sprachpolizei. Mit den Augen rollen


Sprachpolizist kann also auch der sein, der "Scheren im Kopf" kritisiert Mit den Augen rollen.

Es gibt natürlich auch "Sprachpolizisten", die Sätze wie "Das wird man ja noch sagen dürfen" oder "In Deutschland darf man ja nicht darüber sprechen, daß ..." raushauen, und bei denen weiß man auch in etwa, was kommt.

Und dann gibt es ja auch Leute, die Begriffe erfinden, um Wirklichkeiten völlig zu verdrehen oder gleich zu erfinden: Da hatte mal ein österreichischer Regierungschef Menschen, die gegen Lohnkürzungen und Sozialabbau protestierten, als "Besitzstandswahrer" und ein deutscher Außenminister ein Sozialsystem, das Menschen erst aufs Existenzminimum setzt, ihnen das dann aber noch wegsanktioniert, als "spätrömische Dekadenz" bzw. die Leute, die darauf angewiesen sind, dementsprechend bezeichnet.

Andererseits kann es aber auch ein Problem sein, selbst in einem "politisch korrekten", wissenschaftlichen o.ä. Kontext über irgendetwas zu sprechen, ohne den Begriff zu verwenden Am Kopf kratzen.

Späterer Edit: "erfinden", nicht "empfinden"
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"Die Pentagon-Gang wird in der Liste der Terrorgruppen geführt"

Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

"Wahrheit läßt sich nicht zeigen, nur erfinden." (Max Frisch)


Zuletzt bearbeitet von Critic am 12.10.2018, 20:57, insgesamt einmal bearbeitet
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 38505
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2154188) Verfasst am: 12.10.2018, 03:30    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
z.B. forderte beachbernie ein "wissenschaftliche Begründung" für die Entscheidung des Autors, das Wort "N-Wort" zu benutzen.

Ja, das ist allerdings albern. Dass beachbernie gar nicht merkt, dass er das selbe macht, was er anderen vorwirft: Sprachpolizei. Mit den Augen rollen


Bullshit!

Das ist ein Argument der Güteklasse "Diejenigen, die homophobe Diskriminierung kritisieren, diskriminieren gegen Homophobe."


Exakte Sprache ist uebrigens ein Merkmal fuer Wissenschaftlichkeit. Dazu gehoert die Dinge die man meint, unmissverstasendlich beim Namen zu nennen und das will der Autor hier unbedingt vermeiden. Das ist ihm scheinbar wichtiger als Wissenschaftlichkeit.

Weil wenn man jetzt das Wort "Neger" mit "N-Wort" substituiert, das duerfte das nicht jeder gleich verstehen, sondern manche werden sich vielleicht fragen, was der Autor jetzt konkret meint:

Meint er "Neger" oder "Nigger"? Oder meint er vielleicht "Nazi"?



Man kann natuerlich auch ins Impressum schreiben: "N-Wort = Neger". Aber dann hat man schon wieder gegen seine eigene Sprachregelung verstossen oder man schreibt "N-Wort = N-Wort", dann ist man wieder "politisch korrekt", aber dann versteht einen wieder nicht jeder. "Politisch korrekt" sein ist manchmal ganz schoen schwer. Lachen
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AdvocatusDiaboli
erstbeste Hoffnung der Menschheit



Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 22885
Wohnort: München

Beitrag(#2154193) Verfasst am: 12.10.2018, 09:12    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
z.B. forderte beachbernie ein "wissenschaftliche Begründung" für die Entscheidung des Autors, das Wort "N-Wort" zu benutzen.

Ja, das ist allerdings albern. Dass beachbernie gar nicht merkt, dass er das selbe macht, was er anderen vorwirft: Sprachpolizei. Mit den Augen rollen


Bullshit!

Das ist ein Argument der Güteklasse "Diejenigen, die homophobe Diskriminierung kritisieren, diskriminieren gegen Homophobe."


Exakte Sprache ist uebrigens ein Merkmal fuer Wissenschaftlichkeit. Dazu gehoert die Dinge die man meint, unmissverstasendlich beim Namen zu nennen und das will der Autor hier unbedingt vermeiden. Das ist ihm scheinbar wichtiger als Wissenschaftlichkeit.

Weil wenn man jetzt das Wort "Neger" mit "N-Wort" substituiert, das duerfte das nicht jeder gleich verstehen, sondern manche werden sich vielleicht fragen, was der Autor jetzt konkret meint:

Meint er "Neger" oder "Nigger"? Oder meint er vielleicht "Nazi"?



Man kann natuerlich auch ins Impressum schreiben: "N-Wort = Neger". Aber dann hat man schon wieder gegen seine eigene Sprachregelung verstossen oder man schreibt "N-Wort = N-Wort", dann ist man wieder "politisch korrekt", aber dann versteht einen wieder nicht jeder. "Politisch korrekt" sein ist manchmal ganz schoen schwer. Lachen


Ich finde die Bezeichnung Sprachpolizei auch vollkommen daneben. Denn für Gerechtigkeit treten die N-Befürworter nicht ein, sondern es geht um Macht.

Ich dachte bei dem Wunsch, das N-Wort unbedingt benutzen zu wollen, eher an Sprachmilitär. Scheiß auf Gefühle, wir zeigen es den N., wer die Macht über die Sprache hat, der weiße Mann im Panzer mit seinem dicken Rohr bestimmt über Euch, Ihr Schneeflocken! zwinkern Obersprachfeldwebel Strandmann, abtreten!
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step
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Beitrag(#2154194) Verfasst am: 12.10.2018, 09:45    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Weil wenn man jetzt das Wort "Neger" mit "N-Wort" substituiert, das duerfte das nicht jeder gleich verstehen, sondern manche werden sich vielleicht fragen, was der Autor jetzt konkret meint: Meint er "Neger" oder "Nigger"? Oder meint er vielleicht "Nazi"?

Ich möchte Dich bitten, exakt zu formulieren zwinkern
Nicht:
Weil wenn man jetzt das Wort "Neger" mit "N-Wort" substituiert ...
sondern vermutlich meinst Du:
Weil wenn man jetzt "das Wort 'Neger'" mit "das N-Wort" substituiert ...

Selbst dann kann ich Deinem Einwand aber nicht unbedingt folgen. Im speziellen Kontext der Rassismusthematik verliert man meines Erachtens in diesem Fall kaum Genauigkeit, ähnlich etwa wie wenn man in einer Studie über Umgangssprache "das f***-Wort" statt "das Wort 'fuck'" schreiben würde.

Man könnte dem Autor vielleicht vorwerfen, seiner Publikation auf diese Weise eine unnötige politische Statement-Ebene hinzuzufügen, das fände ich immerhin diskutabel - und wie gesagt auch interessant, in welchem Maße das, besonders in den Sozial- und Geisteswissenschaften - nicht sowieso häufig der Fall ist aufgrund der häufigen Begriffe mit implizit wertender Semantik (z.B. "Unterschicht" oder "Leistungsträger").
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Tarvoc
Papst Tarvoc der Stæhlerne



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Beitrag(#2154195) Verfasst am: 12.10.2018, 09:54    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Bullshit! Das ist ein Argument der Güteklasse "Diejenigen, die homophobe Diskriminierung kritisieren, diskriminieren gegen Homophobe."

Ach, du kritisierst also mit deiner Aufforderung, der Mann habe gefälligst Neger zu sagen oder sich andernfalls vor dem beachbernieschen Hochgericht für Wissenschaftlichkeit zu erklären, eine Diskriminierung? Am Kopf kratzen Welche?

Beachbernie, du bist über den Punkt hinaus, wo du dich gegen Sprachzensur verwehrst, und an dem Punkt, wo du andere dafür ankackst, dass sie nicht so reden und schreiben, wie du das gerne hättest. Das hat nichts mit Kritik zu tun. Andernfalls würdest du verstehen, dass hier nicht der Autor begründungspflichtig ist, sondern du.

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Das ist ihm scheinbar wichtiger als Wissenschaftlichkeit.

Jetzt ist es also schon unwissenschaftlich, nicht Neger zu sagen? Am Kopf kratzen Das begründungsbedürftig zu nennen ist ein Euphemismus.

Sind wir hier bei Monty Python gelandet oder was? "Wir sind die Wissenschaftler, die immer Ne*** sagen!" Pillepalle

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Weil wenn man jetzt das Wort "Neger" mit "N-Wort" substituiert, das duerfte das nicht jeder gleich verstehen, sondern manche werden sich vielleicht fragen, was der Autor jetzt konkret meint:

Meint er "Neger" oder "Nigger"? Oder meint er vielleicht "Nazi"?

Reine Spekulation. Dass solche Missverständnisse kontextunabhängig signifikant häufig auftreten, hättest du nachzuweisen. Wenn man jedes Wort vermeiden wollte, das hypothetisch falsch verstanden werden könnte, dürfte man gar keine Worte mehr verwenden.
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Tarvoc
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Beitrag(#2154199) Verfasst am: 12.10.2018, 10:05    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Ich finde die Bezeichnung Sprachpolizei auch vollkommen daneben. Denn für Gerechtigkeit treten die N-Befürworter nicht ein, sondern es geht um Macht.

Die Polizei vertritt nicht die Gerechtigkeit, sondern das Recht. Sie ist die Form, in der den Bürgern das staatliche Gewaltmonopol gegenübertritt

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Ich dachte bei dem Wunsch, das N-Wort unbedingt benutzen zu wollen, eher an Sprachmilitär. Scheiß auf Gefühle, wir zeigen es den N., wer die Macht über die Sprache hat, der weiße Mann im Panzer mit seinem dicken Rohr bestimmt über Euch, Ihr Schneeflocken! zwinkern Obersprachfeldwebel Strandmann, abtreten!

Stimmt, das passt noch besser. Cool
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



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Beiträge: 38505
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2154272) Verfasst am: 12.10.2018, 19:23    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Bullshit! Das ist ein Argument der Güteklasse "Diejenigen, die homophobe Diskriminierung kritisieren, diskriminieren gegen Homophobe."

Ach, du kritisierst also mit deiner Aufforderung, der Mann habe gefälligst Neger zu sagen oder sich andernfalls vor dem beachbernieschen Hochgericht für Wissenschaftlichkeit zu erklären, eine Diskriminierung? Am Kopf kratzen Welche?

Beachbernie, du bist über den Punkt hinaus, wo du dich gegen Sprachzensur verwehrst, und an dem Punkt, wo du andere dafür ankackst, dass sie nicht so reden und schreiben, wie du das gerne hättest. Das hat nichts mit Kritik zu tun. Andernfalls würdest du verstehen, dass hier nicht der Autor begründungspflichtig ist, sondern du.

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Das ist ihm scheinbar wichtiger als Wissenschaftlichkeit.

Jetzt ist es also schon unwissenschaftlich, nicht Neger zu sagen? Am Kopf kratzen Das begründungsbedürftig zu nennen ist ein Euphemismus.

Sind wir hier bei Monty Python gelandet oder was? "Wir sind die Wissenschaftler, die immer Ne*** sagen!" Pillepalle

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Weil wenn man jetzt das Wort "Neger" mit "N-Wort" substituiert, das duerfte das nicht jeder gleich verstehen, sondern manche werden sich vielleicht fragen, was der Autor jetzt konkret meint:

Meint er "Neger" oder "Nigger"? Oder meint er vielleicht "Nazi"?

Reine Spekulation. Dass solche Missverständnisse kontextunabhängig signifikant häufig auftreten, hättest du nachzuweisen. Wenn man jedes Wort vermeiden wollte, das hypothetisch falsch verstanden werden könnte, dürfte man gar keine Worte mehr verwenden.



Es ist unwissenschaftlich nicht exakt das zu sagen, was man meint.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2154273) Verfasst am: 12.10.2018, 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Weil wenn man jetzt das Wort "Neger" mit "N-Wort" substituiert, das duerfte das nicht jeder gleich verstehen, sondern manche werden sich vielleicht fragen, was der Autor jetzt konkret meint: Meint er "Neger" oder "Nigger"? Oder meint er vielleicht "Nazi"?

Ich möchte Dich bitten, exakt zu formulieren zwinkern
Nicht:
Weil wenn man jetzt das Wort "Neger" mit "N-Wort" substituiert ...
sondern vermutlich meinst Du:
Weil wenn man jetzt "das Wort 'Neger'" mit "das N-Wort" substituiert ...

Selbst dann kann ich Deinem Einwand aber nicht unbedingt folgen. Im speziellen Kontext der Rassismusthematik verliert man meines Erachtens in diesem Fall kaum Genauigkeit, ähnlich etwa wie wenn man in einer Studie über Umgangssprache "das f***-Wort" statt "das Wort 'fuck'" schreiben würde.

Man könnte dem Autor vielleicht vorwerfen, seiner Publikation auf diese Weise eine unnötige politische Statement-Ebene hinzuzufügen, das fände ich immerhin diskutabel - und wie gesagt auch interessant, in welchem Maße das, besonders in den Sozial- und Geisteswissenschaften - nicht sowieso häufig der Fall ist aufgrund der häufigen Begriffe mit implizit wertender Semantik (z.B. "Unterschicht" oder "Leistungsträger").


Weisst Du eigentlich wirklich genau, dass der Autor "Neger" meint, wenn er von "N-Wort" spricht? Woher weisst Du, dass er nicht "Nigger" meint? Diese beiden Begriffe sind schliesslich nicht identisch, sondern da schwingen z.T. andere Konnotationen mit.

Oder ist Dir das egal und Du willst das nicht so genau wissen? zwinkern

Und wenn ich wissenschaftlich z.B. ueber die Geschichte der Verwendung des Begriffes "fuck" schreiben wollte, dann wuerde ich natuerlich das Wort "fuck" ausschreiben und in Anführungszeichen setzen. Was spricht da eigentlich dagegen? Schulterzucken

Ich denke normalerweise sind Leser schon so intelligent, dass sie zwischen dem umgangssprachlichen Gebrauch eines Wortes und der Reflexion ueber die Benutzung mancher Vokabeln unterscheiden koennen, wenngleich sich in dieser Diskussion zeigt, dass man das nicht bei jedem voraussetzen darf.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Beitrag(#2154276) Verfasst am: 12.10.2018, 19:41    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
step hat folgendes geschrieben:
z.B. forderte beachbernie ein "wissenschaftliche Begründung" für die Entscheidung des Autors, das Wort "N-Wort" zu benutzen.

Ja, das ist allerdings albern. Dass beachbernie gar nicht merkt, dass er das selbe macht, was er anderen vorwirft: Sprachpolizei. Mit den Augen rollen


Bullshit!

Das ist ein Argument der Güteklasse "Diejenigen, die homophobe Diskriminierung kritisieren, diskriminieren gegen Homophobe."


Exakte Sprache ist uebrigens ein Merkmal fuer Wissenschaftlichkeit. Dazu gehoert die Dinge die man meint, unmissverstasendlich beim Namen zu nennen und das will der Autor hier unbedingt vermeiden. Das ist ihm scheinbar wichtiger als Wissenschaftlichkeit.

Weil wenn man jetzt das Wort "Neger" mit "N-Wort" substituiert, das duerfte das nicht jeder gleich verstehen, sondern manche werden sich vielleicht fragen, was der Autor jetzt konkret meint:

Meint er "Neger" oder "Nigger"? Oder meint er vielleicht "Nazi"?



Man kann natuerlich auch ins Impressum schreiben: "N-Wort = Neger". Aber dann hat man schon wieder gegen seine eigene Sprachregelung verstossen oder man schreibt "N-Wort = N-Wort", dann ist man wieder "politisch korrekt", aber dann versteht einen wieder nicht jeder. "Politisch korrekt" sein ist manchmal ganz schoen schwer. Lachen


Ich finde die Bezeichnung Sprachpolizei auch vollkommen daneben. Denn für Gerechtigkeit treten die N-Befürworter nicht ein, sondern es geht um Macht.

Ich dachte bei dem Wunsch, das N-Wort unbedingt benutzen zu wollen, eher an Sprachmilitär. Scheiß auf Gefühle, wir zeigen es den N., wer die Macht über die Sprache hat, der weiße Mann im Panzer mit seinem dicken Rohr bestimmt über Euch, Ihr Schneeflocken! zwinkern Obersprachfeldwebel Strandmann, abtreten!



Ich benutze das Wort "Neger" doch gar nicht in meiner Umgangssprache und habe auch schon erläutert weshalb.


Und genauso wie ich manche Wörter umgangssprachlich nicht benutze habe ich die Angewohnheit mich so ausdrücken, dass andere sofort wissen, was ich meine, wenn ich ueber was rede und Letzteres erwarte ich von meinen Mitmenschen auch. Ich da will nicht raten muessen.

Ich kann das Wort "Neger" z.B. umgangssprachlich relativ eindeutig durch "Menschen mit schwarzer Hautfarbe" oder in den USA mit "Afroamerikaner" substituieren, wenn ich aber erklaeren will, weshalb ich das Wort "Neger" nicht benutze, dann benenne ich klar welches Wort ich genau meine und durch das Setzen von Anführungszeichen schaffe ich auch ausreichend Distanz zwischen mir und dem betreffenden Wort. Ich glaube auch nicht, dass sich dadurch irgendein Mensch mit schwarzer Hautfarbe verletzt fuehlen koennte. Eher im Gegenteil wuerde ich mal sagen.
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Tarvoc
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Beitrag(#2154511) Verfasst am: 15.10.2018, 18:16    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:

Es ist unwissenschaftlich nicht exakt das zu sagen, was man meint.

Was ist denn das allgemeine Kriterium für Exaktheit in den Sozialwissenschaften? Komm schon, ich bin sicher, das kannst du uns exakt angeben! Lachen
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Beitrag(#2154524) Verfasst am: 15.10.2018, 21:45    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:

Es ist unwissenschaftlich nicht exakt das zu sagen, was man meint.

Was ist denn das allgemeine Kriterium für Exaktheit in den Sozialwissenschaften? Komm schon, ich bin sicher, das kannst du uns exakt angeben! Lachen


Ich rede von Wissenschaft, nicht von "Sozialwissenschaft", um exakt zu sein. Auf den Arm nehmen
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Tarvoc
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Beitrag(#2154551) Verfasst am: 16.10.2018, 02:24    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie redet von der einzig wahren Wissenschaft: beachbernieologie. Es ist eine Schande, dass noch nicht alle Fachbereiche an den Universitäten, die beachbernie nicht passen, durch die einzig wahre Wissenschaft ersetzt worden sind! Lachen
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Beitrag(#2154552) Verfasst am: 16.10.2018, 02:56    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie redet von der einzig wahren Wissenschaft: beachbernieologie. Es ist eine Schande, dass noch nicht alle Fachbereiche an den Universitäten, die beachbernie nicht passen, durch die einzig wahre Wissenschaft ersetzt worden sind! Lachen



Pillepalle


Bloss weil wer Deinen merkwürdigen Sprachmagie-Hokus-Pokus kritisch hinterfragt, gruendet der noch lange keine eigene Wissenschaft.

Ich erhebe ueberhaupt keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit. Ich mache mich nur ueber den Deinen lustig. Sehr glücklich
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Beitrag(#2154553) Verfasst am: 16.10.2018, 03:05    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ich erhebe ueberhaupt keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit.

Ach so, du redest also gar nicht von Wissenschaft? Wieso behauptest du dann bitte, von Wissenschaft zu reden? Am Kopf kratzen Oder redest du unwissenschaftlich von Wissenschaft? zwinkern

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ich mache mich nur ueber den Deinen lustig. Sehr glücklich

Ich frag' gar nicht erst, worauf genau sich "mein Anspruch auf Wissenschaftlichkeit" dabei bezieht, wo du ihn her hast, wie er aussieht und was er besagt. Lachen

Das einzige, was du hier gerade lächerlich machst, bist du selbst. Lachen
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#2154555) Verfasst am: 16.10.2018, 05:00    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie redet von der einzig wahren Wissenschaft: beachbernieologie. Es ist eine Schande, dass noch nicht alle Fachbereiche an den Universitäten, die beachbernie nicht passen, durch die einzig wahre Wissenschaft ersetzt worden sind! Lachen


Ja, aber, ach Tarvoc, vergeude Deinen jungen, intelligenten Geist nicht an Beachbernie. Du hast noch so viel intellektuelles Leben vor Dir. Nütze deine Energie weise und verbrauche sie nicht in Scharmützeln mit diesem Möchtegarnichtwissenschaftler. Überlass Old Triggerfinger einfach mir. Der schafft es „Sichlustigmachen“ für kritisches Hinterfragen zu halten und merkt das nicht mal. Lachen Für solch albernen Spielchen bin ich als alter Zirkuskasper immer zu haben, du solltest dir zu schade dafür sein.
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#2154583) Verfasst am: 16.10.2018, 15:56    Titel: Antworten mit Zitat

Die Sozialwissenschaften sind nur so exakt wie das Forschungssubjekt es zulässt. Eine Rattenzelle lässt sich leichter beobachten als eine ISIS-Zelle. zwinkern Davor ist auch nicht die Sprachwissenschaft gefeit.

Aber etwas anderes: Kürzlich las ich einen Artikel über Framing (da ging es eigentlich um MeToo) - an den musste ich mich erinnern als ich über „das N-Wort“ nachdachte. Stefanowitsch setzt einen Rahmen, indem er das Wort verhüllt. Durch die bewusste Nichtverwendung sendet er ein starkes moralisches aber auch inhaltliches Signal. Sprache wirkt auch durch ihre Beiläufigkeit.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/sprechen-ueber-metoo-warum-es-keine-sexualisierte-gewalt-gibt-a-1232770.html

Zitat:
Ist ein Frame über Sprache aktiviert, prägt er unser Denken und Handeln. In Experimenten gelingt das besonders eindrücklich mit gehässiger Sprache: Spielt man Probanden über Kopfhörer die Wörter "schwul" oder "Schwuchtel" vor - nur für den Bruchteil einer Sekunde, so kurz, dass sie es unbewusst abspeichern, aber nicht bewusst verarbeiten -, dann wirkt sich das auf die Einstellungen aus: Probanden, die "schwul" gehört haben, sprechen sich danach stärker für den Schutz von Homosexuellen vor Diskriminierung aus als jene Probanden, die "Schwuchtel" gehört haben. In ihren Köpfen wurde ein anderer Frame aktiviert.


„N-Wort“ zu sagen, erzeugt mehr Aufmerksamkeit als die gewöhnliche Benutzung des gemeinten Wortes und es verhindert bewusst den direkten Zugriff auf die Selbstverständlichkeit, mit dem das Wort verwendet wird und es schützt, angesichts der Tatsache, dass sich Menschen davon beleidigt fühlen.
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Kramer
postvisuell



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Beiträge: 28759

Beitrag(#2154584) Verfasst am: 16.10.2018, 16:02    Titel: Antworten mit Zitat

Das hat ja schon ein wenig was von 1984.
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Lila Einhorn
posthumanistischer Quantum-Feminist



Anmeldungsdatum: 30.11.2013
Beiträge: 362

Beitrag(#2154590) Verfasst am: 16.10.2018, 17:31    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/sprechen-ueber-metoo-warum-es-keine-sexualisierte-gewalt-gibt-a-1232770.html


Wer redet denn von "sexualisierter" Gewalt? Kein normaler Mensch! Dieses Begriffsungetüm wurde den "Medienschaffenden" doch von den Feministen aufgenötigt, damit diese die Ursachen sexueller Gewalt besser verleugnen und ihre Ideologie pushen können. Und jetzt kommt die nächste Trulla daher und erklärt uns, warum der Begriff ganz böse ist Lachen

Für mich ist das ein gutes Beispiel dafür, warum man die linken Sprachreformer nicht ernst nehmen sollte. Gibt man ihnen genervt nach, geben die keine Ruhe. Kurze Zeit später kommen sie wieder angekrochen und verlangen eine neue Sprachreform, die dann schon mal alles wieder rückgängig macht.

Ihr Beispiel mit reduzierter Empathie ist auch nett. Interessanterweise sind sich da ja selbst professionelle Moralphilosophen nicht einig, was in der Situation wirklich besser ist. Je nach Standpunkte könnte also auch eine abstrakte, empathie-befreitere Sprache schon mal dazu führen, dass wir bessere, unparteiischere moralische Urteile fällen zynisches Grinsen
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
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Beitrag(#2154601) Verfasst am: 16.10.2018, 18:34    Titel: Antworten mit Zitat

Lila Einhorn hat folgendes geschrieben:
Wer redet denn von "sexualisierter" Gewalt? Kein normaler Mensch! Dieses Begriffsungetüm wurde den "Medienschaffenden" doch von den Feministen aufgenötigt, ...

Daß "normale Menschen" sich in der Alltagssprache wenig differenziert äußern, ist wohl trivial. Manchmal reicht sogar Grölen oder Grunzen. Und alle Begriffe sind irgendwie mal entstanden. Wer hat uns zum Beispiel den Begriff "Kanake" oder "Schwuchtel" aufgenötigt? Und welcher "normale Mensch" redet von "Medianschaffenden" oder "aufgenötigt"?
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beachbernie
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Beitrag(#2154611) Verfasst am: 16.10.2018, 20:15    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Ich erhebe ueberhaupt keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit.

Ach so, du redest also gar nicht von Wissenschaft? Wieso behauptest du dann bitte, von Wissenschaft zu reden? Am Kopf kratzen Oder redest du unwissenschaftlich von Wissenschaft? zwinkern





Ich glaube unser grosser Sprachwissenschaftler Tarvoc muss noch etwas an seinem Sprachverständnis arbeiten. Lachen
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AdvocatusDiaboli
erstbeste Hoffnung der Menschheit



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Beitrag(#2154614) Verfasst am: 16.10.2018, 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Das hat ja schon ein wenig was von 1984.


Du kannst weiterhin in der Sprache von 1933 bis 1945 reden. Niemand hindert Dich daran.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Beitrag(#2154622) Verfasst am: 16.10.2018, 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Das hat ja schon ein wenig was von 1984.


Du kannst weiterhin in der Sprache von 1933 bis 1945 reden. Niemand hindert Dich daran.



Ich wusste gar nicht, dass das Wort "Neger" 1933 von den Nazis erfunden wurde. Man lernt halt nie aus. Sehr glücklich


Ansonsten solltest Du wissen, dass ich das Wort "Neger" bewusst gar nicht umgangssprachlich verwende, sondern lediglich den Hirnschiss kritisiere, dass es Leute gibt, die das Wort selbst dann nicht verwenden, wenn sie ueber es reden, z.B. wenn sie begründen, weshalb sie es umgangssprachlich nicht verwenden.


Und ja, wenn ich ueber 1933-1945 rede, dann laesst es sich schwer vermeiden die damalige Sprache zu zitieren, sonst versteht einen keine Sau. Oder verstehst Du das:

"Goebbels hetzte die Menschen dadurch auf, dass er davon sprach die [J-Wort] wollen [D-Wort] dadurch vernichten, dass sie den [G-Wort] [VK-Wort] [Z-Wort] bis die [d-Wort] [R-Wort] restlos vernichtet wurde."

Aber ich sehe das wahrscheinlich viel zu unwissenschaftlich. Sehr glücklich
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Kramer
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Beitrag(#2154628) Verfasst am: 16.10.2018, 22:04    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Das hat ja schon ein wenig was von 1984.


Du kannst weiterhin in der Sprache von 1933 bis 1945 reden. Niemand hindert Dich daran.


Ach so... wer nicht sofort spurt, ist ein ein Nazi. Eine schöne neue Welt ist das, die Du da propagierst.
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tillich (epigonal)
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Beitrag(#2154629) Verfasst am: 16.10.2018, 22:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ja was jetzt, Orwell oder Huxley? Beides zusammen passt echt nicht.
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smallie
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Beitrag(#2154631) Verfasst am: 16.10.2018, 22:57    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:

Aber etwas anderes: Kürzlich las ich einen Artikel über Framing <schnipp>

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/sprechen-ueber-metoo-warum-es-keine-sexualisierte-gewalt-gibt-a-1232770.html

Zitat:
Ist ein Frame über Sprache aktiviert, prägt er unser Denken und Handeln. In Experimenten gelingt das besonders eindrücklich mit gehässiger Sprache: Spielt man Probanden über Kopfhörer die Wörter "schwul" oder "Schwuchtel" vor - nur für den Bruchteil einer Sekunde, so kurz, dass sie es unbewusst abspeichern, aber nicht bewusst verarbeiten -, dann wirkt sich das auf die Einstellungen aus: Probanden, die "schwul" gehört haben, sprechen sich danach stärker für den Schutz von Homosexuellen vor Diskriminierung aus als jene Probanden, die "Schwuchtel" gehört haben. In ihren Köpfen wurde ein anderer Frame aktiviert.

Die Belege für die Wirkung unterschwellige Botschaften sind wackelig bis verschwindend klein. Snopes-Fakten-Check Gleiches gilt für priming - das ist die Behauptung, bestimmte Wörter könnten ein Verhalten auslösen. Zum Beispiel so: Versuchspersonen gehen langsamer, nach dem sie das Wort "Altersheim" gehört haben. Wiederholt man Studien aus dieser Ecke, schlagen sie fehl.

Die angebliche Macht des unterbewußten Framings erscheint mir unglaubwürdig. Gleich mal ausprobieren, ob folgendes jemanden in andere politische Welten katapultiert: "Ihr seid doch alle gute Demokratten."

Kritik an einer aufgeladener Verwendung von Begriffen gibt es hier im Forum immer wieder. Irgendwie scheinen die Kritiker immun gegen die "Aktivierung eines Frames". Fck. Die Weltherrschaft lag so nahe ... *schüff*
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Kramer
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Beiträge: 28759

Beitrag(#2154634) Verfasst am: 16.10.2018, 23:30    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Ja was jetzt, Orwell oder Huxley? Beides zusammen passt echt nicht.


Wenn das alles ist, was Dich stört.
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#2154652) Verfasst am: 17.10.2018, 01:59    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Das hat ja schon ein wenig was von 1984.


Du kannst weiterhin in der Sprache von 1933 bis 1945 reden. Niemand hindert Dich daran.


Ach so... wer nicht sofort spurt, ist ein ein Nazi. Eine schöne neue Welt ist das, die Du da propagierst.


Nein, dein einzeiliges Gefasel von 1984 mit dem du mal wieder immer die gleiche Leier totalitäre Zustände anmahnst, habe ich einfach mit einem passendem Einzeiler gekontert. Im Gegensatz zu den Geschehnissen in 1984 ist das N-Wort nämlich rassistisch und darf begründet verhüllt werden. Auch wenn du dich weigerst, die Begriffsgeschichte zu berücksichtigen, die für manche Schwarze sogar als „Trauma“ erscheint. Z.B.: https://www.bpb.de/gesellschaft/migration/afrikanische-diaspora/59448/das-n-wort
Du musst das nicht verstehen, du kannst dich gerne lustig machen oder die Leute für Schneeflocken halten. Man kann dich nicht dran hindern. Aber beurteilen.
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#2154653) Verfasst am: 17.10.2018, 02:10    Titel: Antworten mit Zitat

smallie hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:

Aber etwas anderes: Kürzlich las ich einen Artikel über Framing <schnipp>

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/sprechen-ueber-metoo-warum-es-keine-sexualisierte-gewalt-gibt-a-1232770.html

Zitat:
Ist ein Frame über Sprache aktiviert, prägt er unser Denken und Handeln. In Experimenten gelingt das besonders eindrücklich mit gehässiger Sprache: Spielt man Probanden über Kopfhörer die Wörter "schwul" oder "Schwuchtel" vor - nur für den Bruchteil einer Sekunde, so kurz, dass sie es unbewusst abspeichern, aber nicht bewusst verarbeiten -, dann wirkt sich das auf die Einstellungen aus: Probanden, die "schwul" gehört haben, sprechen sich danach stärker für den Schutz von Homosexuellen vor Diskriminierung aus als jene Probanden, die "Schwuchtel" gehört haben. In ihren Köpfen wurde ein anderer Frame aktiviert.

Die Belege für die Wirkung unterschwellige Botschaften sind wackelig bis verschwindend klein. Snopes-Fakten-Check Gleiches gilt für priming - das ist die Behauptung, bestimmte Wörter könnten ein Verhalten auslösen. Zum Beispiel so: Versuchspersonen gehen langsamer, nach dem sie das Wort "Altersheim" gehört haben. Wiederholt man Studien aus dieser Ecke, schlagen sie fehl.

Die angebliche Macht des unterbewußten Framings erscheint mir unglaubwürdig. Gleich mal ausprobieren, ob folgendes jemanden in andere politische Welten katapultiert: "Ihr seid doch alle gute Demokratten."

Kritik an einer aufgeladener Verwendung von Begriffen gibt es hier im Forum immer wieder. Irgendwie scheinen die Kritiker immun gegen die "Aktivierung eines Frames". Fck. Die Weltherrschaft lag so nahe ... *schüff*


Dass die (Sozial-)Psychologie seit einiger Zeit in einer Reproduktionskrise steckt, und auch der Priming-Effekt unter Beschuss geraten ist, habe ich durchaus bei meinem Posting berücksichtigt. Framing ist ja ein ähnlicher Effekt. Mittlerweile weiß man ja gar nicht mehr, was man überhaupt noch fundiert aussagen darf. zwinkern Worauf sich dein Wissen über „Unglaubwürdigkeit“ speist, erscheint mir allerdings genauso fraglich. Diese Subliminal-Studien sind mir schon seit der Columbo-Folge mit dem Cola-Automaten bekannt und berüchtigt. Hast du da eigene Studien betrieben? Die Die Wirkung von Wörtern ist natürlich nicht zu leugnen. Sobald das G-Wort fällt, sind manche Männer nicht mehr zu halten und reagieren wie und regredieren zu Homo Neanderthalensis und wittern den Untergang des Abendlandes, der Freiheit oder Zustände wie in Orwellschen Fantasien. zwinkern Und die kommen da nicht mehr raus. Der Rahmen ist aus Beton gegossen. Da ist das FGH ein gutes Studienobjekt. Das war jetzt unwissenschaftlich.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2154656) Verfasst am: 17.10.2018, 02:18    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
smallie hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:

Aber etwas anderes: Kürzlich las ich einen Artikel über Framing <schnipp>

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/sprechen-ueber-metoo-warum-es-keine-sexualisierte-gewalt-gibt-a-1232770.html

Zitat:
Ist ein Frame über Sprache aktiviert, prägt er unser Denken und Handeln. In Experimenten gelingt das besonders eindrücklich mit gehässiger Sprache: Spielt man Probanden über Kopfhörer die Wörter "schwul" oder "Schwuchtel" vor - nur für den Bruchteil einer Sekunde, so kurz, dass sie es unbewusst abspeichern, aber nicht bewusst verarbeiten -, dann wirkt sich das auf die Einstellungen aus: Probanden, die "schwul" gehört haben, sprechen sich danach stärker für den Schutz von Homosexuellen vor Diskriminierung aus als jene Probanden, die "Schwuchtel" gehört haben. In ihren Köpfen wurde ein anderer Frame aktiviert.

Die Belege für die Wirkung unterschwellige Botschaften sind wackelig bis verschwindend klein. Snopes-Fakten-Check Gleiches gilt für priming - das ist die Behauptung, bestimmte Wörter könnten ein Verhalten auslösen. Zum Beispiel so: Versuchspersonen gehen langsamer, nach dem sie das Wort "Altersheim" gehört haben. Wiederholt man Studien aus dieser Ecke, schlagen sie fehl.

Die angebliche Macht des unterbewußten Framings erscheint mir unglaubwürdig. Gleich mal ausprobieren, ob folgendes jemanden in andere politische Welten katapultiert: "Ihr seid doch alle gute Demokratten."

Kritik an einer aufgeladener Verwendung von Begriffen gibt es hier im Forum immer wieder. Irgendwie scheinen die Kritiker immun gegen die "Aktivierung eines Frames". Fck. Die Weltherrschaft lag so nahe ... *schüff*


Dass die (Sozial-)Psychologie seit einiger Zeit in einer Reproduktionskrise steckt, und auch der Priming-Effekt unter Beschuss geraten ist, habe ich durchaus bei meinem Posting berücksichtigt. Framing ist ja ein ähnlicher Effekt. Mittlerweile weiß man ja gar nicht mehr, was man überhaupt noch fundiert aussagen darf. zwinkern Worauf sich dein Wissen über „Unglaubwürdigkeit“ speist, erscheint mir allerdings genauso fraglich. Diese Subliminal-Studien sind mir schon seit der Columbo-Folge mit dem Cola-Automaten bekannt und berüchtigt. Hast du da eigene Studien betrieben? Die Die Wirkung von Wörtern ist natürlich nicht zu leugnen. Sobald das G-Wort fällt, sind manche Männer nicht mehr zu halten und reagieren wie und regredieren zu Homo Neanderthalensis und wittern den Untergang des Abendlandes, der Freiheit oder Zustände wie in Orwellschen Fantasien. zwinkern Und die kommen da nicht mehr raus. Der Rahmen ist aus Beton gegossen. Da ist das FGH ein gutes Studienobjekt. Das war jetzt unwissenschaftlich.



OOoH!

Ist Gender jetzt auch so ein boeses Wort, das man nicht mehr aussprechen darf, wenn man drüber redet? Sehr glücklich

So langsam mache ich mir Sorgen um die indo-germanische Sprachfamilie.
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