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Transsexuelle (Transfrauen/-männer)
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schtonk
Korinthenliegenlasser



Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 10467

Beitrag(#2166576) Verfasst am: 10.02.2019, 22:57    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
Das ein wertschätzender Umgang hier gefördert bis gewünscht wird ist schön Sehr glücklich Und der Satzbau ist wahre Poesie, liebst Volksgenossin Astarte Ich liebe es...

Du hast echt den Ao
_________________
Es ist schon alles gesagt worden. Nur noch nicht von allen. - Karl Valentin

Politial language is designed to make lies sound truthful and murder respectable,
and to give the appearance of solidty to pure wind. - George Orwell
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Critic
oberflächlich



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 14687
Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#2166598) Verfasst am: 10.02.2019, 23:56    Titel: Antworten mit Zitat

Immerhin hat Xama mit seinem Beitrag ja ein Thema aufgeworfen:

Die Ambiguitätstoleranz - sowohl die einer Gesellschaft als auch die einer Einzelperson.

Sprich, es gibt letztlich Kategorien, wie man sie Welt sieht und wie man Sachverhalte einordnet, und solche, die sich dieser Kategorisierung verschließen, werden als "irgendwie nicht gut" empfunden, ohne daß sie das möglicherweise "objektiv" begründen könnten, oder weil es halt einfach dem Gegebenen widerspricht oder die Göttin/der Gott das vor 3000 Jahren gesagt haben soll oder ähnliches. Und süffisanterweise muß das auch dort geregelt sein, wenn es sie gar nicht tangieren oder stören müßte.

Myron hat z.B. die Sprache - via Definitionen aus diversen Lexika - oder die "objektive" Geschlechtsfeststellung bei der Geburt als Beispiele genannt, weshalb es ihm nicht behagt: Dabei sieht man doch im Alltag, daß die tägliche Sprache den Definitionen häufig nur "so ungefähr" oder beinahe "ausnahmsweise" entspricht. (Zumindest ich höre und/oder lese täglich Sätze, bei denen ich eigentlich den Kopf gegen die Wand hauen möchte.) Aber ich kann nur an meiner eigenen Sprache etwas tun, kann meiner Umwelt zwar mitteilen, daß mir dieses oder jenes nicht behagt, aber selbst die Mitglieder der Duden-Redaktion dürften den Anspruch aufgegeben haben, wirklich jeden Satz, der in Deutschland geschrieben oder gesprochen wird, ordnen zu wollen.

Und davon, daß die "objektive Geschlechtsfeststellung" sich in einigen Fällen offenbar auch objektiv irren kann - und mindestens von den Betroffenen eben als "Zuweisung" empfunden wird, mit der sie nicht zurechtkommen. Und da stellt sich eben die Frage, was denn das Problem ist, könnte man diese Zuweisung in diesen Fällen nicht korrigieren? Oder ist diese Zuweisung so heilig? Oder ist das nicht -- so wie ich manchmal sage, die Welt ist so regellos, da möchte auch ich mich an etwas halten, von dem ich ungefähr weiß, daß das gewissen Regeln gehorcht -- auch eine Grundbefürchtung, wenn schon etwas, das vermeintlich "objektiv" ist, zumindest in einigen Fällen nicht funktioniert, es dann auch einen "fundamentalen philosophischen Zweifel" an der Welt gibt, was denn nun "wirklich" und "verläßlich" ist?


Es gibt auch noch andere Aspekte, wobei sogar die eigene Identität mit betroffen ist: Ich habe schon Anekdoten von Leuten gelesen, die "aus ihrer Sicht" beim Flirten reingefallen sind, wobei sich dann herausstellte, daß die Frau, mit der sie den ganzen Abend gequatscht haben, ihre geschlechtsangleichende OP noch nicht gehabt hatte. Das kann im Nachhinein für alle Involvierten zum Lachen oder sogar eine positive neue Erfahrung sein, aber es kann auch negativ empfunden werden - damit ist dann ja womöglich auch ein Zweifel an der eigenen Identität verbunden, weil man jetzt scheinbar sogar dem eigenen Selbstbild widersprechende Sexualitäten pflegt?
_________________
"Die Pentagon-Gang wird in der Liste der Terrorgruppen geführt"

Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

"Wahrheit läßt sich nicht zeigen, nur erfinden." (Max Frisch)
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