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tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
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Beitrag(#2167446) Verfasst am: 18.02.2019, 21:42    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
War es dieser Trööt, in dem Emanzipation durch Ignorieren des Geschlechts erreicht werden sollte?
Etwas Reality-Check zeigt: es gibt deutlich grössere Baustellen:
http://www.spiegel.de/panorama/leute/maria-furtwaengler-dieses-uniforme-frauenbild-ist-alarmierend-a-1250223.html

Das passt schon sehr gut. Allerdings merkt Frau Furtwängler nicht, dass auch sie im Prinzip die 50er wiederholt, indem sie sich über die Representation der jungen Frauen im aufregt.

Sie möchte nämlich zwar ein geändertes aber letztlich auch kein frei gewähltes Auftreten haben. Sie hat das erklärte Ziel, die Frauenrolle an die Männerrolle anzugleichen und freut sich, dass das in der neuen Tatortfolge gelungen ist:
Zitat:
"Ich finde es sehr gut, dass ich mit Florence im "Tatort" die erste weibliche Doppelspitze bilde, vor allem, weil die Auseinandersetzung zwischen den Kommissarinnen nicht hysterisch, zickig oder weinerlich geführt wird, sondern wie zwischen zwei Kerlen mit Aggression auf Augenhöhe."


Das kann es ja geben, aber wenn sie derartiges, wie ihre Aufregung über die reale Selbstdarstellung und Rollenverteilung im Internet zeigt, zum neuen Standard erheben möchte, ist sie wieder genau da, wo wie weg wollte: Beim vorgegebenen Rollenmodell und nicht bei der freien Entscheidung. Der Unterschied besteht nur darin, dass das Rollenmodell diesmal nicht aus einer männlich dominierten Historie stammt, sondern aus einer Gleichstellungsphantasie.

Sich darüber zu freuen, dass es endlich einmal (!) in dieser Sendung ein anderes Rollenmodell gibt als das traditionelle, heißt noch lange nicht, dass man nun auf einmal nur noch dieses als einheitliches Rollenbild wollte. Genauso, wie Freude über die Akzeptanz homosexueller Partnerschaften nicht heißt, dass wir alle schwul oder lesbisch werden müssten.
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"YOU HAVE TO START OUT LEARNING TO BELIEVE THE LITTLE LIES." -- "So we can believe the big ones?" -- "YES."

(Death / Susan, in: Pratchett, Hogfather)
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fwo
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Anmeldungsdatum: 05.02.2008
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Beitrag(#2167453) Verfasst am: 18.02.2019, 22:51    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
War es dieser Trööt, in dem Emanzipation durch Ignorieren des Geschlechts erreicht werden sollte?
Etwas Reality-Check zeigt: es gibt deutlich grössere Baustellen:
http://www.spiegel.de/panorama/leute/maria-furtwaengler-dieses-uniforme-frauenbild-ist-alarmierend-a-1250223.html

Das passt schon sehr gut. Allerdings merkt Frau Furtwängler nicht, dass auch sie im Prinzip die 50er wiederholt, indem sie sich über die Representation der jungen Frauen im aufregt.

Sie möchte nämlich zwar ein geändertes aber letztlich auch kein frei gewähltes Auftreten haben. Sie hat das erklärte Ziel, die Frauenrolle an die Männerrolle anzugleichen und freut sich, dass das in der neuen Tatortfolge gelungen ist:
Zitat:
"Ich finde es sehr gut, dass ich mit Florence im "Tatort" die erste weibliche Doppelspitze bilde, vor allem, weil die Auseinandersetzung zwischen den Kommissarinnen nicht hysterisch, zickig oder weinerlich geführt wird, sondern wie zwischen zwei Kerlen mit Aggression auf Augenhöhe."


Das kann es ja geben, aber wenn sie derartiges, wie ihre Aufregung über die reale Selbstdarstellung und Rollenverteilung im Internet zeigt, zum neuen Standard erheben möchte, ist sie wieder genau da, wo wie weg wollte: Beim vorgegebenen Rollenmodell und nicht bei der freien Entscheidung. Der Unterschied besteht nur darin, dass das Rollenmodell diesmal nicht aus einer männlich dominierten Historie stammt, sondern aus einer Gleichstellungsphantasie.

Sich darüber zu freuen, dass es endlich einmal (!) in dieser Sendung ein anderes Rollenmodell gibt als das traditionelle, heißt noch lange nicht, dass man nun auf einmal nur noch dieses als einheitliches Rollenbild wollte. Genauso, wie Freude über die Akzeptanz homosexueller Partnerschaften nicht heißt, dass wir alle schwul oder lesbisch werden müssten.

Was meinst Du wohl, was der Satz "Das kann es ja geben ..." sagt?
aber der geht auch noch weiter:
Zitat:
Das kann es ja geben, aber wenn sie derartiges, wie ihre Aufregung über die reale Selbstdarstellung und Rollenverteilung im Internet zeigt, zum neuen Standard erheben möchte, ist sie wieder genau da, wo wie weg wollte: ...

Es gibt im Deutschen nicht nur Hauptsätze, sondern auch noch Nebensätze mehrfacher Ordnung, wenn man mal pc (vorsicht, doppeldeutig) verlässt und in ec ankommt.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



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Beitrag(#2167469) Verfasst am: 19.02.2019, 01:40    Titel: Antworten mit Zitat

Den Satz "Das kann es ja geben" verstehe ich so, dass du es in Ordnung findest, wenn es diese Rolle im Fernsehen gibt (uiui, wie gnädig), und den Fortgang des Satzes verstehe ich so, dass du ihr vorwirfst, sie wolle diese Rolle als neues Standardrollenbild etabnlieren (diesen Inhalt des scheinbaren Konditionalsatzes formulierst du an anderer Stelle auch nicht konditional), was sich an einer angeblichen "Aufregung" zeige (so im vom Konditionalsatz abhängigen Modalsatz, vielen Dank, Grammatik brauchst du mir nicht zu erklären).

Nur zeigt sich das eben nicht. Sie beklagt uniforme Selbstdarstellungen von jungen Frauen, eine geringere Spannbreite von Rollenbildern als bei Jungen/jungen Männern, sie wünscht sich mehr Abbildung der realen Diversität. Einen neuen "Standard" fordert sie mMn an keiner Stelle, sondern eben das genaue Gegenteil - mehr Diversität in den Rollenbildern. Ich kann mich mit dieser Beurteilung ja irren, aber du hättest jedenfalls erst mal deine Behauptung an ihren Aussagen zu belegen (und nicht mit einer weiteren Behauptung, nämlich ihrer angeblichen "Aufregung").

* Damit rufst du übrigens so ganz nebenbei das Stereotyp der "hysterischen Frau" auf (mE völlig anlasslos, denn "aufgeregt" finde ich sie im Interview überhaupt nicht - diese weitere Behauptung hättest du auch zu begründen), und entwertest ihre Aussagen damit von vorneherein, statt dich sachlich mit ihnen auseinanderzusetzen (eine ziemlich typische Strategie der Abwehr feministischer Inhalte). Ein angeblicher emotionaler Zustand der Sprecherin (selbst wenn diese Darstellung stimmte) wäre übrigens sowieso logisch völlig untauglich dafür, eine Behauptung über den Inhalt ihrer Aussagen zu belegen. Auch in Großschreibung.
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fwo
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Beitrag(#2167494) Verfasst am: 19.02.2019, 10:56    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Den Satz "Das kann es ja geben" verstehe ich so, dass du es in Ordnung findest, wenn es diese Rolle im Fernsehen gibt (uiui, wie gnädig), und den Fortgang des Satzes verstehe ich so, dass du ihr vorwirfst, sie wolle diese Rolle als neues Standardrollenbild etabnlieren (diesen Inhalt des scheinbaren Konditionalsatzes formulierst du an anderer Stelle auch nicht konditional), was sich an einer angeblichen "Aufregung" zeige (so im vom Konditionalsatz abhängigen Modalsatz, vielen Dank, Grammatik brauchst du mir nicht zu erklären).

Nur zeigt sich das eben nicht. Sie beklagt uniforme Selbstdarstellungen von jungen Frauen, eine geringere Spannbreite von Rollenbildern als bei Jungen/jungen Männern, sie wünscht sich mehr Abbildung der realen Diversität. Einen neuen "Standard" fordert sie mMn an keiner Stelle, sondern eben das genaue Gegenteil - mehr Diversität in den Rollenbildern. Ich kann mich mit dieser Beurteilung ja irren, aber du hättest jedenfalls erst mal deine Behauptung an ihren Aussagen zu belegen (und nicht mit einer weiteren Behauptung, nämlich ihrer angeblichen "Aufregung").

* Damit rufst du übrigens so ganz nebenbei das Stereotyp der "hysterischen Frau" auf (mE völlig anlasslos, denn "aufgeregt" finde ich sie im Interview überhaupt nicht - diese weitere Behauptung hättest du auch zu begründen), und entwertest ihre Aussagen damit von vorneherein, statt dich sachlich mit ihnen auseinanderzusetzen (eine ziemlich typische Strategie der Abwehr feministischer Inhalte). Ein angeblicher emotionaler Zustand der Sprecherin (selbst wenn diese Darstellung stimmte) wäre übrigens sowieso logisch völlig untauglich dafür, eine Behauptung über den Inhalt ihrer Aussagen zu belegen. Auch in Großschreibung.

Lachen Das Wort hysterisch wäre mir bei diesem Artikel nicht in den Sinn gekommen, eher alarmistisch.
Furtwängler: "Das uniforme Frauenbild ist alarmierend."
Also, die Alarmglocken schrillen zwar, aber natürlich völlig unaufgeregt.

Auch mit der Realität ist das so eine Sache. Die Internetauftritte, um die es hier geht, sind sowohl was die Anteile als auch was die dargestellten Rollen angeht und vor allem, was den Konsum angeht, eine freiwillige Angelegenheit, die eine Realität ist. Es ist genau diese Realität, die den Alarm auslöst, weil sie nicht den Wunschvorstellungen der gnädigen Frau entspricht.

Auch was die Unterrepräsentation der Frau in den Medien angeht, muss man fragen: Unterrepräsentiert wozu? Zur Realität in Wirtschaft und Politik? Eher zu Wunschvorstellungen.

Nur, um nicht missverstanden zu werden: Ich habe eventuell weniger gegen starke Frauen als Du - ich bin mit einer verheiratet. Sie ist inzwischen stellvertretende Schulleiterin im Rang einer Studiendirektorin, nicht als Quotenfrau, nicht mal besonders ehrgeizig - man hat sie aufgefordert, sich zu bewerben, und man hat es getan, weil man speziell sie haben wollte, nicht nur von vorgesetzter Stelle, sonder auch aus dem Kreis der Kollegen, letztere, weil sie auch nach oben durchsetzungssfähig ist.
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Tarvoc
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Beitrag(#2167498) Verfasst am: 19.02.2019, 11:26    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Nur, um nicht missverstanden zu werden: Ich habe eventuell weniger gegen starke Frauen als Du - ich bin mit einer verheiratet.

Warum erinnert mich das nur an "Ich habe schwarze Freunde"? Am Kopf kratzen
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Prinz Ipienreiter



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Beitrag(#2167502) Verfasst am: 19.02.2019, 12:01    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Die Internetauftritte, um die es hier geht, sind sowohl was die Anteile als auch was die dargestellten Rollen angeht und vor allem, was den Konsum angeht, eine freiwillige Angelegenheit, die eine Realität ist.

Das ist so eine Frage, wie freiwillig die Rollenwahl ist. Wenn es mehr oder weniger subtile negative Reaktionen auf unerwünschte Rollen gibt, kann man das schon in Zweifel ziehen; und dann kann und will man vielleicht keiner Person individuell etwas vorschreiben, die geringe Vielfalt solcher Rollenbilder aber dennoch negativ bewerten.

Im Artikel gibt es übrigens Hinweise, dass solche nagtiven Reaktionen auch sehr unsubtil sein können und die Akteure davon abhalten können, etwas zu tun, was sie erklärtermaßen gern getan hätten.
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fwo
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Beitrag(#2167507) Verfasst am: 19.02.2019, 12:08    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Nur, um nicht missverstanden zu werden: Ich habe eventuell weniger gegen starke Frauen als Du - ich bin mit einer verheiratet.

Warum erinnert mich das nur an "Ich habe schwarze Freunde"? Am Kopf kratzen

Weil Du nicht erkennst, dass es sich bei einer stabilen Ehe nicht um etwas handelt, was man irgendwie mal erwähnen könnte, sondern um eine zentrale Lebensäußerung der Beteiligten?
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fwo
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Beitrag(#2167510) Verfasst am: 19.02.2019, 12:20    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Die Internetauftritte, um die es hier geht, sind sowohl was die Anteile als auch was die dargestellten Rollen angeht und vor allem, was den Konsum angeht, eine freiwillige Angelegenheit, die eine Realität ist.

Das ist so eine Frage, wie freiwillig die Rollenwahl ist. Wenn es mehr oder weniger subtile negative Reaktionen auf unerwünschte Rollen gibt, kann man das schon in Zweifel ziehen; und dann kann und will man vielleicht keiner Person individuell etwas vorschreiben, die geringe Vielfalt solcher Rollenbilder aber dennoch negativ bewerten.

Im Artikel gibt es übrigens Hinweise, dass solche nagtiven Reaktionen auch sehr unsubtil sein können und die Akteure davon abhalten können, etwas zu tun, was sie erklärtermaßen gern getan hätten.

Ja. das ist so eine Frage, die die Norweger, die auch mit diesem Rollenproblem kämpfen, nicht stellen können. Solange deren Gleichstellungsparadoxon nicht in die Untersuchungen bzw. Modellierungen aufgenommen wird, haben allerdings alle Bemühungen um Rollenbilder und Rollenverteilungen bei mir ein echtes Glaubwürdigkeitsproblem. Solange gehe ich nämlich davon aus, dass das dort vertretene Menschenbild mehr ideologisch als aus der menschlichen Realität kommend ist, und deshalb auf Dauer mehr Leiden schafft, als es verhindert.
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Kramer
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Beitrag(#2167528) Verfasst am: 19.02.2019, 15:21    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Nur, um nicht missverstanden zu werden: Ich habe eventuell weniger gegen starke Frauen als Du - ich bin mit einer verheiratet.

Warum erinnert mich das nur an "Ich habe schwarze Freunde"? Am Kopf kratzen

Weil Du nicht erkennst, dass es sich bei einer stabilen Ehe nicht um etwas handelt, was man irgendwie mal erwähnen könnte, sondern um eine zentrale Lebensäußerung der Beteiligten?


Die Logik erschliesst sich mir nicht. Ich kann mir Deine Aussage z.B. auch sehr gut von Donald Trump vorstellen. Jemand wirft ihm vor, er hätte Angst vor starken Frauen und er antwortet: "Niemand liebt starke Frauen mehr als ich. Ich bin mit einer starken Frau verheiratet."
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fwo
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Beitrag(#2167532) Verfasst am: 19.02.2019, 15:46    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Nur, um nicht missverstanden zu werden: Ich habe eventuell weniger gegen starke Frauen als Du - ich bin mit einer verheiratet.

Warum erinnert mich das nur an "Ich habe schwarze Freunde"? Am Kopf kratzen

Weil Du nicht erkennst, dass es sich bei einer stabilen Ehe nicht um etwas handelt, was man irgendwie mal erwähnen könnte, sondern um eine zentrale Lebensäußerung der Beteiligten?


Die Logik erschliesst sich mir nicht. Ich kann mir Deine Aussage z.B. auch sehr gut von Donald Trump vorstellen. Jemand wirft ihm vor, er hätte Angst vor starken Frauen und er antwortet: "Niemand liebt starke Frauen mehr als ich. Ich bin mit einer starken Frau verheiratet."

Das muss jetzt nicht an mir liegen, dass sich Dir diese Logik nicht erschließt - die Qualität dieses Vergleiches lässt mich da sogar sicher sein.

Nur zur Erinnerung: Wenn ich (als Informatiker) arbeite, tue ich das für einen sehr guten Stundenlohn - aber wegen bestimmter Randbedingungen tue ich da nicht sehr viel. Was ich ansonsten arbeite, findet in der Landschaftsdiagnose und auch Landschaftspflege statt, ist auch nicht so viel und wird auch nicht berauschend bezahlt (wenn auch weit über einem Mindestlohn), ist also eher dem Hobbybereich zuzuordnen. Sonst hätte ich auch nicht so viel Zeit, hier zu schreiben. Das war jetzt nichts Neues, sondern stand in Stücken schon so in anderen Posts. Das einzige, was ich Neues geschrieben habe - dass sie Lehrerin ist, habe ich schon öfter erwähnt - ist, dass meine Frau inzwischen In der Schulleitung ist.

In einem Satz: Sie bringt mehrt Geld nach Hause und steht auch sozial höher als ich. Ich weiß nicht, ob ich von Dir schon einmal etwas so Dummes wie diesen Trump-Vergleich gelesen habe - oder irre ich mich und in Wirklichkeit ist sie in das Prasidentenamt gewählt worden und nicht er?
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Kramer
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Beitrag(#2167538) Verfasst am: 19.02.2019, 16:21    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
In einem Satz: Sie bringt mehrt Geld nach Hause und steht auch sozial höher als ich. Ich weiß nicht, ob ich von Dir schon einmal etwas so Dummes wie diesen Trump-Vergleich gelesen habe - oder irre ich mich und in Wirklichkeit ist sie in das Prasidentenamt gewählt worden und nicht er?


Ich habe Dich nicht mit Trump verglichen, sondern die Überzeugungskraft Deiner Aussage angezweifelt. Und das hat nichts mit Dir persönlich zu tun. Aus dem Umstand, dass eine Aussage einen wichtigen Lebensbereich betrifft, folgt nicht, dass der derjenige, der sie äussert, automatisch die Wahrheit sagt bzw. sich nicht irrt.
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fwo
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Beitrag(#2167563) Verfasst am: 19.02.2019, 18:02    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
In einem Satz: Sie bringt mehrt Geld nach Hause und steht auch sozial höher als ich. Ich weiß nicht, ob ich von Dir schon einmal etwas so Dummes wie diesen Trump-Vergleich gelesen habe - oder irre ich mich und in Wirklichkeit ist sie in das Prasidentenamt gewählt worden und nicht er?


Ich habe Dich nicht mit Trump verglichen, sondern die Überzeugungskraft Deiner Aussage angezweifelt. Und das hat nichts mit Dir persönlich zu tun. Aus dem Umstand, dass eine Aussage einen wichtigen Lebensbereich betrifft, folgt nicht, dass der derjenige, der sie äussert, automatisch die Wahrheit sagt bzw. sich nicht irrt.

Wenn es dann einfacher ist, auf die Möglichkeit Bezug zu nehmen, dass meine Angaben zu meiner Person schließlich Lüge sein könnten, als einfach zuzugeben, dass Du Mist geschrieben hast, dann mach das halt.
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Tarvoc
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Beitrag(#2167564) Verfasst am: 19.02.2019, 18:05    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
In einem Satz: Sie bringt mehrt Geld nach Hause und steht auch sozial höher als ich. Ich weiß nicht, ob ich von Dir schon einmal etwas so Dummes wie diesen Trump-Vergleich gelesen habe - oder irre ich mich und in Wirklichkeit ist sie in das Prasidentenamt gewählt worden und nicht er?


Ich habe Dich nicht mit Trump verglichen, sondern die Überzeugungskraft Deiner Aussage angezweifelt. Und das hat nichts mit Dir persönlich zu tun. Aus dem Umstand, dass eine Aussage einen wichtigen Lebensbereich betrifft, folgt nicht, dass der derjenige, der sie äussert, automatisch die Wahrheit sagt bzw. sich nicht irrt.

Wenn es dann einfacher ist, auf die Möglichkeit Bezug zu nehmen, dass meine Angaben zu meiner Person schließlich Lüge sein könnten, als einfach zuzugeben, dass Du Mist geschrieben hast, dann mach das halt.


Mit den Augen rollen

Erstens spricht Kramer nicht von Lüge, sondern von Irrtum. Zweitens bezog sich das, wenn ich es nicht komplett missverstehe, nicht auf den Inhalt deiner Angaben, sondern auf die Frage, ob dir daraus irgendeine Qualifikation erwächst, bzw. allgemeiner auf die Frage, ob dein Familienleben hier von irgendeiner Relevanz ist.
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
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Beitrag(#2167568) Verfasst am: 19.02.2019, 18:21    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
In einem Satz: Sie bringt mehrt Geld nach Hause und steht auch sozial höher als ich. Ich weiß nicht, ob ich von Dir schon einmal etwas so Dummes wie diesen Trump-Vergleich gelesen habe - oder irre ich mich und in Wirklichkeit ist sie in das Prasidentenamt gewählt worden und nicht er?


Ich habe Dich nicht mit Trump verglichen, sondern die Überzeugungskraft Deiner Aussage angezweifelt. Und das hat nichts mit Dir persönlich zu tun. Aus dem Umstand, dass eine Aussage einen wichtigen Lebensbereich betrifft, folgt nicht, dass der derjenige, der sie äussert, automatisch die Wahrheit sagt bzw. sich nicht irrt.

Wenn es dann einfacher ist, auf die Möglichkeit Bezug zu nehmen, dass meine Angaben zu meiner Person schließlich Lüge sein könnten, als einfach zuzugeben, dass Du Mist geschrieben hast, dann mach das halt.


Mit den Augen rollen

Erstens spricht Kramer nicht von Lüge, sondern von Irrtum. Zweitens bezog sich das, wenn ich es nicht komplett missverstehe, nicht auf den Inhalt deiner Angaben, sondern auf die Frage, ob dir daraus irgendeine Qualifikation erwächst, bzw. allgemeiner auf die Frage, ob dein Familienleben hier von irgendeiner Relevanz ist.


Es ging mir um fwos Begründung, warum jemand seine Aussage für wahr halten soll. Die lautete ja sinngemäss, dass es sich bei einer stabilen Ehe nicht um etwas handelt, über das man mal eben Unfug erzählt. Das stimmt aber nicht, weil auch jemand, der keine stabile Ehe führt, darüber Lügen erzählen kann. Die Begründung "Das ist mir persönlich wichtig, darum erzähle ich darüber keinen Mist" ist sinnlos.
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Tarvoc
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
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Wohnort: Bonn

Beitrag(#2167571) Verfasst am: 19.02.2019, 18:24    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Die Begründung "Das ist mir persönlich wichtig, darum erzähle ich darüber keinen Mist" ist sinnlos.

Ja, das ist klar. Nach der Begründung erzählen auch Kreationisten keinen Mist über den Ursprung der Welt. Immerhin wollen sie das von jemandem haben, der ihnen zumindest dem Anspruch nach noch wichtiger ist als fwo seine Frau: Gott. Mr. Green

(Nachtrag, damit's nicht wieder falsch verstanden wird: Nein, ich will damit natürlich nicht fwo auf die selbe Stufe setzen wie Kreationisten.)
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Lila Einhorn
posthumanistischer Quantum-Feminist



Anmeldungsdatum: 30.11.2013
Beiträge: 478

Beitrag(#2167573) Verfasst am: 19.02.2019, 18:36    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Das ist so eine Frage, wie freiwillig die Rollenwahl ist. Wenn es mehr oder weniger subtile negative Reaktionen auf unerwünschte Rollen gibt, kann man das schon in Zweifel ziehen; und dann kann und will man vielleicht keiner Person individuell etwas vorschreiben, die geringe Vielfalt solcher Rollenbilder aber dennoch negativ bewerten.


Geringe Vielfalt? Das Internet ist groß. Auf Youtube ist für jeden Geschmack etwas vorhanden, jeder kann zum Produzenten werden, jeder findet seine Lücke. Anders als bei klassischen Medien gibt es keine strengen Filter oder Zensoren. Und was schauen die weiblichen Teenies, Mädchen und junge Frauen am liebsten? Trash-Formate wie BibisBeautyPalace, in denen Influencer wie Bianca Heinicke in ihrer Schminke-Rosa-Glitzerwelt jedes noch so üble Klischee über ihre Zielgruppe bestätigen. Dabei könnten die ganz schnell auf ihren Smartphones weiter wischen, um ganz andere Formate und Rollenbilder zu Gesicht zu bekommen, die ebenfalls ihre community haben.

Die Kausalitätskette ist genau anders herum. Die Influencer klappern ab, was bei der Zielgruppe am besten ankommt, und genau das wird dann bedient, weil sie da am meisten Geld einnehmen können. Es gibt auch Angebote für Randgruppen, aber die lohnen sich nur bedingt. Das große Geld ist da, wo sich die Massen konzentrieren.

fwo hat folgendes geschrieben:
Solange gehe ich nämlich davon aus, dass das dort vertretene Menschenbild mehr ideologisch als aus der menschlichen Realität kommend ist, und deshalb auf Dauer mehr Leiden schafft, als es verhindert.


Die Diskussion ist auf Rollenbilder abgeglitten, weil Frau Futwängler das eigentliche Problem mit ihrer feministischen Zeitgeistideologie lösen will. Aber das Problem verschwindet nicht, wenn man die Zeitgeist-Ideologie samt ihres Lösungsvorschlages verwirft.

Wenn man in einer Gruppe junger Männchen, die um Status innerhalb der Hierarchie streitet, plötzlich Schusswaffen in Umlauf bringt, kann das üble Folgen haben. Die Pistolen erzeugen ihre Konflikte nicht, aber sie machen alles noch schlimmer.

Die sozialen Medien haben für die jungen Frauen einen ähnlich destruktiven Effekt. Männer haben über Jahrtausende stark behaarte, nach Schweiss stinkende Frauen mit körperlichen Makeln umworben, Frauen wurden dadurch nicht unattraktiv. Fängt eine an und macht sich künstlich hübscher, verschafft sie sich damit einen Vorteil gegenüber ihren Konkurrentinnen. Den anderen Frauen bleibt nichts übrig, als es ihr gleich zu tun, wenn sie mithalten wollen. Und jetzt kommen die sozialen Medien als Verstärker hinzu. Jetzt treten sie nicht nur länger mit den Klassenkameradinnen in Konkurrenz, sondern mit hübschen, jungen Frauen auf der ganzen Welt. Rund um die Uhr können sie sich gegenseitig schlecht reden oder sich Ratschläge geben, wie sie noch ein wenig hübscher aussehen könnten. Und diese "Freundinnen" sind nicht mal real. Sie bekommen nur das geschminkte und per "App" aufgehübschte Zerrbild zu sehen, während sie sich selbst allabendlich in ihrer ganzen ungeschminkten Hässlichkeit vor dem Spiegel sehen. Ein destruktiver Wettkampf mit riesiger Konkurrenz, verzerrte Wahrnehmung und Maßstäben - natürlich hat das Nachteile, über die man diskutieren sollte und Frau Furtwängler spricht es an.

Aber die Tatsache, dass die jungen Frauen sich diesen intrasexuellen Wettkampf größtenteils selbst auferlegen und hineinsteigern, teilweise sogar die Tatsache, dass es diesen Wettkampf überhaupt gibt, ist etwas, was gemäß feministischer Ideologie nicht wahr sein darf, weswegen sie regelmäßig absonderliche Verschwörungstheorien erfinden (Rollenbilder, usw.).

Dass ausgerechnet Frau Furtwängler sich hier so engagiert, hat natürlich eine ironische Note. Was immer sie in feministischen Phantasiefilmen wie dem Tatort verkörpern mag, ist sie in der realen Welt doch auch nur, was sie ist, weil sie so aussieht, wie sie eben aussieht, und sich deshalb einen Milliardär angeln konnte, der ihr die Karriere mit seinem Geld und seinem Einfluss ermöglichte. Als Vorbild für junge Frauen zum intrasexuellen Abrüsten ist sie denkbar ungeeignet; sie verdeutlicht im Gegenteil, wie wichtig es ist, schön zu sein.

Das ist eine generelle Strategie von Frauen und vor allem auch Feministen. Sie predigen Gleichheit und intrasexuelle Solidarität (statt intrasexuellem Wettrüsten), während sie gleichzeitig die von ihnen aufgestellten Regeln verletzen, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Da ist Bibi rundherum ehrlicher Lachen
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DonMartin
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Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 5132

Beitrag(#2167578) Verfasst am: 19.02.2019, 19:19    Titel: Antworten mit Zitat

Ich find's halt witzig.
waehrend man/frau sich in akademischen und sonstigen Elfenbeintuermen mit pc-Firlefanz wie Gendersternchen und kuenstlicher Einebnung von Geschlechtsunterschieden abmueht, bricht im RL die schiere Biologie durch:
Weibchen putzt sich raus und lockt, damit Maennchen guckt.
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fwo
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Beitrag(#2167604) Verfasst am: 19.02.2019, 21:15    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Die Begründung "Das ist mir persönlich wichtig, darum erzähle ich darüber keinen Mist" ist sinnlos.

Ja, das ist klar. Nach der Begründung erzählen auch Kreationisten keinen Mist über den Ursprung der Welt. Immerhin wollen sie das von jemandem haben, der ihnen zumindest dem Anspruch nach noch wichtiger ist als fwo seine Frau: Gott. Mr. Green

(Nachtrag, damit's nicht wieder falsch verstanden wird: Nein, ich will damit natürlich nicht fwo auf die selbe Stufe setzen wie Kreationisten.)

Es wäre aber ganz gut, wenn ihr bei der scharfsinnigen Analyse am Dialog bleiben würdet.
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
....
* Damit rufst du übrigens so ganz nebenbei das Stereotyp der "hysterischen Frau" auf (mE völlig anlasslos, denn "aufgeregt" finde ich sie im Interview überhaupt nicht - diese weitere Behauptung hättest du auch zu begründen), und entwertest ihre Aussagen damit von vorneherein, statt dich sachlich mit ihnen auseinanderzusetzen (eine ziemlich typische Strategie der Abwehr feministischer Inhalte). Ein angeblicher emotionaler Zustand der Sprecherin (selbst wenn diese Darstellung stimmte) wäre übrigens sowieso logisch völlig untauglich dafür, eine Behauptung über den Inhalt ihrer Aussagen zu belegen. Auch in Großschreibung.

Indem er mir unterstellt, dass ich da eine Tonart reinlese, die nicht existiert (es ließe sich aber mehr finden, als nur das "alarmierend") macht er implzit Aussagen zu meiner Person, die ich meinerseits anhand meines Verhältnisses zu meiner Frau überprüft habe. Genau das habe ich dargestellt, und sonst nichts von dem, was ich gesagt habe, damit begründet. Eine derartige Begründung wäre, insofern stimme ich mit Kramer überein, nicht möglich. Ich bin allerdings innerhalb dieses Dialogs auch nicht auf die Idee gekommen, dass jemand versuchen würde, das so zu verstehen.
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worse
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Beitrag(#2180659) Verfasst am: 11.06.2019, 15:40    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Vatikan zu Geschlechtern

"Als Mann und Frau schuf er sie"


...
Der Vatikan hat sich offiziell gegen eine "Gender-Theorie" ausgesprochen, nach der Menschen ihr Geschlecht wählen oder ändern können. Fließende Grenzen zwischen Geschlechtern seien ein Symptom eines "konfusen Konzepts der Freiheit" und "momentaner Sehnsüchte", die für die postmoderne Kultur typisch seien, heißt es in einem Dokument der Kongregation für das katholische Bildungswesen. Die Schrift aus dem Vatikan richtet sich an katholische Lehrer, Eltern, Schüler und Geistliche.

"Auslöschung" der Geschlechter
Die Gender-Theorie sei eine "Ideologie, die den Unterschied (...) in der Natur eines Mannes und einer Frau leugnet und eine Gesellschaft ohne geschlechtliche Unterschiede vorsieht und somit die anthropologische Grundlage der Familie eliminiert".

...

Der Verband New Ways Ministry, der für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transmenschen (LGBT) in der katholischen Kirche einsteht, kritisierte das Papier als "schädliches Werkzeug". Die "Fehlinformation in dem Dokument wird dazu führen, dass Familien ihre Kinder ablehnen". Zudem würden Homosexuelle sowie Transgender weiter diskriminiert.

Das Geschlecht werde "nicht nur durch sichtbare Genitalien bestimmt", heißt es in einer Mitteilung, "sondern auch durch Genetik, Hormone und Chemie - Dinge, die bei der Geburt nicht sichtbar sind". Der Vatikan bleibe im Mittelalter, "fördert die falsche Lehre und stützt sich auf Mythen, Gerüchte und Unwahrheiten."


https://www.tagesschau.de/ausland/vatikan-gendertheorie-101.html
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sponor
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Beitrag(#2180662) Verfasst am: 11.06.2019, 15:53    Titel: Antworten mit Zitat

worse hat folgendes geschrieben:
Zitat:

...
Der Vatikan bleibe im Mittelalter, "fördert die falsche Lehre und stützt sich auf Mythen, Gerüchte und Unwahrheiten."

...

Sag bloß.
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luc
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Beitrag(#2180682) Verfasst am: 11.06.2019, 16:56    Titel: Antworten mit Zitat

Der Vatikan gegen Gender? Na, klar ....wir wissen, dass der Vatikan besonders kompetent ist, was Wissenschaft betrifft. Lachen Lachen Lachen Lachen
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Alchemist
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Beitrag(#2180687) Verfasst am: 11.06.2019, 17:03    Titel: Antworten mit Zitat

sponor hat folgendes geschrieben:
worse hat folgendes geschrieben:
Zitat:

...
Der Vatikan bleibe im Mittelalter, "fördert die falsche Lehre und stützt sich auf Mythen, Gerüchte und Unwahrheiten."

...

Sag bloß.


Sollte doch niemanden verwundern, ist doch deren MO
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beachbernie
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Beitrag(#2180692) Verfasst am: 11.06.2019, 17:10    Titel: Antworten mit Zitat

luc hat folgendes geschrieben:
Der Vatikan gegen Gender? Na, klar ....wir wissen, dass der Vatikan besonders kompetent ist, was Wissenschaft betrifft. Lachen Lachen Lachen Lachen



Deren wissenschaftliche Kompetenz wird nur noch von ihrer sexuellen Kompetenz übertroffen! Sehr glücklich
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fwo
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Beiträge: 23265
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Beitrag(#2180693) Verfasst am: 11.06.2019, 17:10    Titel: Antworten mit Zitat

luc hat folgendes geschrieben:
Der Vatikan gegen Gender? Na, klar ....wir wissen, dass der Vatikan besonders kompetent ist, was Wissenschaft betrifft. Lachen Lachen Lachen Lachen

Wissenschaft? Weiß ich nicht.

Aber Gender sollte ihnen eigentlich schon liegen, wenn sie als Jungs im Kleid rumlaufen und behaupten, asexuell zu sein.

Und einige bekommen trotzdem die typische Schwangerensilhouette hin. Die sind also rein gendermäßig schon gut drauf.
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Ahriman
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Beitrag(#2180784) Verfasst am: 12.06.2019, 11:18    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
luc hat folgendes geschrieben:
Der Vatikan gegen Gender? Na, klar ....wir wissen, dass der Vatikan besonders kompetent ist, was Wissenschaft betrifft. Lachen Lachen Lachen Lachen

Wissenschaft? Weiß ich nicht.

Aber Gender sollte ihnen eigentlich schon liegen, wenn sie als Jungs im Kleid rumlaufen und behaupten, asexuell zu sein.

Und einige bekommen trotzdem die typische Schwangerensilhouette hin. Die sind also rein gendermäßig schon gut drauf.

Gröhl...
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