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Männliche Beschneidung
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AdvocatusDiaboli
Hat Kapitalistenschweine zum Fressen gern



Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 23781
Wohnort: München

Beitrag(#2160695) Verfasst am: 24.12.2018, 00:51    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
[...] , aber die männliche Genitalverstümmelung werde ich stets kritisieren und ihr Verbot fordern. Und diese Eier hat eine Zeitung gefälligstens auch zu haben. Motzen Insbesondere dann, wenn sie glaubhaft über einen solchen Todesfall berichten will.

Ich bin mir relativ sicher, dass die Zeitung nicht verpflichtet ist, deine Meinung zu haben. Auch nicht, um glaubhaft zu sein.

Für den einen ist es eine Meinung, für den anderen der schmerzvollste Tod seines Lebens.

Die Aussage, dass die Beschneidung verboten werden sollte, ist natürlich eine Meinung - was denn sonst? Und natürlich kann man glaubhaft über diesen Todesfall berichten, wenn man eine andere Meinung hat - zB indem man meint, dass Beschneidungen nur unter bestmöglichen medizinischen Bedingungen stattfinden sollten statt bei Amateuren zu Hause.

(Damit habe ich meine eigene Meinung zum Thema übrigens nicht gesagt und werde es hier auch nicht tun.)


Zum Wohl der Kinder sollten die Beschneidungen - wenn sie schon nicht zu verhindern sind - unter bestmöglichen medizinischen Bedingungen durchgeführt werden.

https://roma.corriere.it/notizie/cronaca/18_dicembre_23/monterotondo-circoncisione-rituale-muore-bimbo-altro-grave-fa1a3688-06a9-11e9-a5c2-c52caa9670b5.shtml

Also, die 35jährige Mutter aus Nigeria ist katholisch und hat die Beschneidung womöglich aus „hygienischen“ Gründen durchführen lassen, weil das in Nigeria so üblich sei.
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„Was dem Ockham sein Rasiermesser, ist dem Addi sein Hackebeil.“
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Lebensnebel
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Anmeldungsdatum: 06.02.2016
Beiträge: 2405

Beitrag(#2160700) Verfasst am: 24.12.2018, 04:24    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:

Zum Wohl der Kinder sollten die Beschneidungen - wenn sie schon nicht zu verhindern sind - unter bestmöglichen medizinischen Bedingungen durchgeführt werden.



Gilt das auch für Beschneidungen an Mädchen?
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Bravopunk
Unvollender



Anmeldungsdatum: 08.03.2008
Beiträge: 26612
Wohnort: Edo

Beitrag(#2160701) Verfasst am: 24.12.2018, 06:51    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
[...] , aber die männliche Genitalverstümmelung werde ich stets kritisieren und ihr Verbot fordern. Und diese Eier hat eine Zeitung gefälligstens auch zu haben. Motzen Insbesondere dann, wenn sie glaubhaft über einen solchen Todesfall berichten will.

Ich bin mir relativ sicher, dass die Zeitung nicht verpflichtet ist, deine Meinung zu haben. Auch nicht, um glaubhaft zu sein.


Achso. Na dann ist ja gut. Warum sagt mir das keiner früher?

-.-
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Kaguya-hime
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Bravopunk
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Anmeldungsdatum: 08.03.2008
Beiträge: 26612
Wohnort: Edo

Beitrag(#2160702) Verfasst am: 24.12.2018, 06:52    Titel: Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:


Und zweitens: Warum zum Horst schwenkt diese Meldung eigentlich ab der Hälfte auf weibliche Genitalverstümmelung um? Suspekt



Weil der Artikel sonst etwas kurz wäre. Also setzt man mit etwas unumstrittenen fort. Wenn man die männliche Beschneidung problematisiert hätte, dann setzte man sich der Gefahr aus für einen Islamkritiker oder Antisemiten gehalten zu werden.


Das ist mir sowas von scheißegal. Nennt mich einen islamophoben Antisemiten,


Du brauchst nicht auf diesen blöden Strohmann eingehen



Ich weiß. Ich wollt aber. War gerade so in Rage. Verlegen
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Kaguya-hime
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Lebensnebel
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Anmeldungsdatum: 06.02.2016
Beiträge: 2405

Beitrag(#2160705) Verfasst am: 24.12.2018, 09:17    Titel: Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
Die Legalisierung der (männlichen) Beschneidung (Lex Merkel) ist verfassungswidrig.
Sie sollte endlich vom Verfassungsgericht kassiert werden.



Das wird in absehbarer Zeit nicht passieren.
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 2536

Beitrag(#2160731) Verfasst am: 24.12.2018, 18:57    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:

Zum Wohl der Kinder sollten die Beschneidungen - wenn sie schon nicht zu verhindern sind - unter bestmöglichen medizinischen Bedingungen durchgeführt werden.

1) Alle Beschneidungen sind zu verhindern, es ist ein verdammtes Ritual.
2) Es gibt kein Kindeswohl im Rahmen einer Verstümmelung aus religiösen Motiven.
3) Es ist ohne Belang, aus welchen religiösen Motiven der Eltern die Kinder verstümmelt werden.

Es ist ein Ziel vieler Religionen, sich die Menschen gefügig zu machen.
Dabei schrecken sie nicht davor zurück, ihren Sex und ihre Nahrungsaufnahme kontrollieren zu wollen.

Im Übrigen greift auch §1 GG:
https://dejure.org/gesetze/GG/1.html schrieb:
Zitat:
Art. 1
(1) 1 Die Würde des Menschen ist unantastbar. 2 Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.


Was ist unwürdiger, als dass ein unschuldiges Kind von einem ihm Fremden an den Genitalien verstümmelt wird?
Manche Priester saugen sogar noch das Blut am Penis mit dem Mund ab, angeblich auch aus traditionellen Gründen, und setzen das Kind somit einem erhöhten Infektions-Risiko aus.
https://de.wikipedia.org/wiki/Brit_Mila#Ultraorthodoxes_Ritual_Metzitzah_B%E2%80%99peh
Für mich klingt das eher nach sadistischer Pädophilie.
_________________
72. Generalversammlung der Vereinten Nationen, Presse-Mitteilung
http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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Bravopunk
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Anmeldungsdatum: 08.03.2008
Beiträge: 26612
Wohnort: Edo

Beitrag(#2160755) Verfasst am: 25.12.2018, 07:26    Titel: Antworten mit Zitat

Art. 2 GG ist relevanter für die Frage der Genitalverstümmelung als die der Würde (was ja eh ein recht schwammiger Begriff ist). Körperliche Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung (auch wenn sie im GG sich hauptsächlich auf die Partnerwahl beschränkt... was man mal dringend auch auf die körperlichen Aspekte der Sexualität ausweiten sollte, also darauf was man mit seinen Geschlechtsmerkmalen tut und was nicht) sind da viel klarer greifbar. Wird allerhöchste Zeit, dass mal jemand diese Rechte durchklagt, wie es einst mit der Gleichberechtigung gemacht wurde. Solange das nämlich nicht passiert ist, hat ein jeder diese Rechte nur auf dem Papier und somit sind sie nichtmal selbiges wert. Schulterzucken

Auch wenn ich nicht recht verstehe, warum das so sein muss. Ich dachte - naiverweise - immer, dass ein Grundrecht auch unabhängig von der Bestätigung durch Gerichte gilt. skeptisch
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Lebensnebel
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Anmeldungsdatum: 06.02.2016
Beiträge: 2405

Beitrag(#2160774) Verfasst am: 25.12.2018, 13:32    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Wird allerhöchste Zeit, dass mal jemand diese Rechte durchklagt, wie es einst mit der Gleichberechtigung gemacht wurde.


Das ist nicht so einfach. Es hat bereits eine Klage gegeben, die abgewiesen wurde.
https://www.rug-anwaltsblog.de/2013/04/14/verfassungsbeschwerde-gegen-beschneidungsgesetz/

Es ist unwahrscheinlich, dasss dieses Gesetz in absehbarer Zeit beim Bundesverfassungsgericht landet. Und selbst wennn es dort landete: Die Richter würden höchstwahrscheinlich dieses Gesetz bestätigen.
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 2536

Beitrag(#2160808) Verfasst am: 26.12.2018, 00:56    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1631d.html schrieb:
Zitat:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
§ 1631d Beschneidung des männlichen Kindes
(1) Die Personensorge umfasst auch das Recht, in eine medizinisch nicht erforderliche Beschneidung des nicht einsichts- und urteilsfähigen männlichen Kindes einzuwilligen, wenn diese nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt werden soll. Dies gilt nicht, wenn durch die Beschneidung auch unter Berücksichtigung ihres Zwecks das Kindeswohl gefährdet wird.

Eine Verstümmelung als Personensorge zu bezeichnen, ist geradezu zynisch, und darüberhinaus sexistisch, da wie gesagt Männer und Frauen hier nicht gleich behandelt werden.
Ein untergeordnetes Recht (der Religionsausübung) wird hier zu Lasten von Dritten (nämlich von wehrlosen Kindern) über das übergeordnete Recht der Unversehrtheit gestellt.
Zudem widerspricht sich das Gesetz zugleich selbst, denn wie sollte nicht zugleich das Kindeswohl gefährdet sein, wenn das Kind verstümmelt wird.

https://www.rug-anwaltsblog.de/2013/04/14/verfassungsbeschwerde-gegen-beschneidungsgesetz/ schrieb:
Zitat:
Für eine Verfassungsbeschwerde ist immer Voraussetzung, dass der Beschwerdeführer selbst, gegenwärtig und unmittelbar in seinen Grundrechten betroffen ist.

Dass ausgerechnet den schwächsten der Gesellschaft, nämlich wenige Tage oder Jahre alten Säuglingen, die Aufgabe übertragen wird, eine bevorstehende Beschneidung mittels eines Marsches durch die Instanzen zu verhindern, ist ebenso zynisch.

Kurzum: die Politik und die Justiz haben komplett versagt und versagen immer noch.
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http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 29758

Beitrag(#2161207) Verfasst am: 30.12.2018, 23:22    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

(Damit habe ich meine eigene Meinung zum Thema übrigens nicht gesagt und werde es hier auch nicht tun.)[/size]


Die würde mich jetzt aber schon interessieren. Nach Deinem leidenschaftlichen Eintreten für die Persönlichkeitsrechte von Kindern im Dornröschen-Thread kann ich mir kaum vorstellen, dass Deine Meinung hier besonders anstössig ist. Es sei denn, Du bist da inkonsistent.
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fwo
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Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 23502
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2161972) Verfasst am: 07.01.2019, 18:11    Titel: Antworten mit Zitat

Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Wird allerhöchste Zeit, dass mal jemand diese Rechte durchklagt, wie es einst mit der Gleichberechtigung gemacht wurde.


Das ist nicht so einfach. Es hat bereits eine Klage gegeben, die abgewiesen wurde.
https://www.rug-anwaltsblog.de/2013/04/14/verfassungsbeschwerde-gegen-beschneidungsgesetz/

Es ist unwahrscheinlich, dasss dieses Gesetz in absehbarer Zeit beim Bundesverfassungsgericht landet. Und selbst wennn es dort landete: Die Richter würden höchstwahrscheinlich dieses Gesetz bestätigen.

Man kann das zwar nicht ausschließen, aber dem höchstwahrscheinlich schließe ich mich nicht an.

Der Hintergrund dazu ist relativ einfach und wurde im Prinzip auch schon mal in der Zeit thematisiert (ist hier auch mehrfach verlinkt): Dass dieses Gesetz im Bundestag zur Abstimmung stand, erregte weltweit Aufsehen und hat zu publizistischen Aktionen geführt, die geeignet waren, den medizinischen Kenntnisstand zu diesem Thema zu verschleiern, wenn man ihn nicht zur Kenntnis nehmen wollte. Es hat seitdem aber Klarstellungen gegeben, an denen es schwieriger ist, vorbei zu sehen.

Dieses Gesetz ist mit Hilfe absichtlicher oder unabsichtlicher Desinformation durch den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages zustande gekommen. Warum es trotzdem schwierig sein wird, es "nach Karlsruhe" zu bekommen, habe ich hier auch schon mal auseinandergepusselt.

Und die, die dagegen gestimmt haben, waren sehr halbherzig, sonst hätten sie parteiübergreifend für eine ausreichende Zahl an Stimmen für eine Normenkontrollklage getrommelt - davon war aber nichts zu hören.

Außerdem ist die immer wieder erwähnte Unmöglichkeit, bei uns jüdische Kultur unter Strafe zu stellen, kein Grund dagegen, dieses Verhalten für ungesetzlich zu erklären, aber auf eine Strafe vorerst zu verzichten.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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Lebensnebel
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Anmeldungsdatum: 06.02.2016
Beiträge: 2405

Beitrag(#2162387) Verfasst am: 09.01.2019, 23:12    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.br.de/nachrichten/bayern/baby-bei-beschneidung-fast-verblutet-keine-anklage-gegen-arzt,REZLXsw
Zitat:
Beschneidungen von Buben sind in Deutschland erlaubt. Dass es dabei immer wieder zu Komplikationen kommt, zeigt ein Fall aus Nürnberg. Ein Säugling drohte zu verbluten, die Ermittlungen wurden jetzt überraschend eingestellt.
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Lebensnebel
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Anmeldungsdatum: 06.02.2016
Beiträge: 2405

Beitrag(#2163266) Verfasst am: 15.01.2019, 14:15    Titel: Antworten mit Zitat

Die Zeit klärt auf:
https://www.zeit.de/2019/03/antisemitismus-kirche-kampf-jesus-signal-papst-benedikt/seite-3
Zitat:
Wer Kindeswohl allein weltlich definiert, spricht religiösen Geboten und Gebräuchen ihren Wert ab. Vor allem aber verkennt er, dass einem Kind, das ohne spirituelle Zugehörigkeit zu seiner Familie aufwächst, womöglich auch etwas zum Wohlergehen fehlt. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit wiederum ist natürlich ein hohes Gut, und mit Recht ist etwa jede Form von weiblicher Genitalverstümmelung nicht durch religiöse Praxis oder Überlieferung zu rechtfertigen. Bei der männlichen Beschneidung der Vorhaut liegen die Fakten allerdings anders: Weder geht damit eine Herabsetzung des Lustempfindens einher, noch erschwert der Eingriff den normalen Gebrauch des betroffenen Körperteils, wie Millionen beschnittener Männer gerne bestätigen werden. Während der Schnitt in die Vorhaut dem uninformierten Außenstehenden also als halbe Barbarei erscheinen mag, ist er in seinen Auswirkungen in den meisten Fällen dezenter als die Tattoo- und Piercing-Dichte, wie sie in einer durchschnittlichen deutschen Fußgängerzone inzwischen anzutreffen ist.


Man sieht wie viel von der weltlichen Aufklärung über Beschneidung hängen geblieben ist: Null.
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 29758

Beitrag(#2163269) Verfasst am: 15.01.2019, 15:10    Titel: Antworten mit Zitat

Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
Die Zeit klärt auf:
https://www.zeit.de/2019/03/antisemitismus-kirche-kampf-jesus-signal-papst-benedikt/seite-3
Zitat:
Wer Kindeswohl allein weltlich definiert, spricht religiösen Geboten und Gebräuchen ihren Wert ab. Vor allem aber verkennt er, dass einem Kind, das ohne spirituelle Zugehörigkeit zu seiner Familie aufwächst, womöglich auch etwas zum Wohlergehen fehlt. (...)


Ganz unabhängig davon, wie man das "spirituelle Wohlergehen" bewertet, ist dieses Argument nicht wirklich überzeugend. Ob ein Kind sich - auch in religiösen Belangen - seiner Familie zugehörig fühlt, ist ja nicht in erster Linie von körperlichen Eigenschaften abhängig. Zumal ein Kind keine Erwartungen an religiöse Symbole und Rituale hat. Wen ein unbeschnittener Junge in einer jüdischen Familie das Gefühl hat, er würde nicht dazu gehören, weil er nicht beschnitten ist, dann ja nicht deshalb, weil er tatsächlich einen Makel hat, sondern weil ihm eingeredet wurde, er hätte einen Makel.
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Bravopunk
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Anmeldungsdatum: 08.03.2008
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Wohnort: Edo

Beitrag(#2163275) Verfasst am: 15.01.2019, 16:02    Titel: Antworten mit Zitat

Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
Die Zeit klärt auf:
https://www.zeit.de/2019/03/antisemitismus-kirche-kampf-jesus-signal-papst-benedikt/seite-3
Zitat:
Wer Kindeswohl allein weltlich definiert, spricht religiösen Geboten und Gebräuchen ihren Wert ab. Vor allem aber verkennt er, dass einem Kind, das ohne spirituelle Zugehörigkeit zu seiner Familie aufwächst, womöglich auch etwas zum Wohlergehen fehlt. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit wiederum ist natürlich ein hohes Gut, und mit Recht ist etwa jede Form von weiblicher Genitalverstümmelung nicht durch religiöse Praxis oder Überlieferung zu rechtfertigen. Bei der männlichen Beschneidung der Vorhaut liegen die Fakten allerdings anders: Weder geht damit eine Herabsetzung des Lustempfindens einher, noch erschwert der Eingriff den normalen Gebrauch des betroffenen Körperteils, wie Millionen beschnittener Männer gerne bestätigen werden. Während der Schnitt in die Vorhaut dem uninformierten Außenstehenden also als halbe Barbarei erscheinen mag, ist er in seinen Auswirkungen in den meisten Fällen dezenter als die Tattoo- und Piercing-Dichte, wie sie in einer durchschnittlichen deutschen Fußgängerzone inzwischen anzutreffen ist.


Man sieht wie viel von der weltlichen Aufklärung über Beschneidung hängen geblieben ist: Null.



Das ist eine grob beschönigende Aussage. Das ist einfach nur stumpfe Propaganda. Lüge auf Lüge auf Lüge, so lange und breit wiederholt und im Brustton der Überzeugung vorgetragen, bis sich welche finden, die das dann glauben und so dann weiterverbreiten.

Schema Trump halt.
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fwo
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Beitrag(#2163288) Verfasst am: 15.01.2019, 18:10    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
....

Das ist eine grob beschönigende Aussage. Das ist einfach nur stumpfe Propaganda. Lüge auf Lüge auf Lüge, so lange und breit wiederholt und im Brustton der Überzeugung vorgetragen, bis sich welche finden, die das dann glauben und so dann weiterverbreiten.

Schema Trump halt.

Was erwartest Du eigentlich von einem Geschäftsführenden Redakteur der ZEIT, der gleichzeitig Herausgeber von Christ & Welt ist?

Ansonsten: Der Ort, wo man da am sinnvollsten meckern sollte, ist die ZEIT.
Habe ich eben gemacht. So sachlich und kurz, dass es wahrscheinlich sogar gelesen wird.
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Beitrag(#2163342) Verfasst am: 16.01.2019, 04:21    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
....

Das ist eine grob beschönigende Aussage. Das ist einfach nur stumpfe Propaganda. Lüge auf Lüge auf Lüge, so lange und breit wiederholt und im Brustton der Überzeugung vorgetragen, bis sich welche finden, die das dann glauben und so dann weiterverbreiten.

Schema Trump halt.

Was erwartest Du eigentlich von einem Geschäftsführenden Redakteur der ZEIT, der gleichzeitig Herausgeber von Christ & Welt ist?

Ansonsten: Der Ort, wo man da am sinnvollsten meckern sollte, ist die ZEIT.
Habe ich eben gemacht. So sachlich und kurz, dass es wahrscheinlich sogar gelesen wird.


Ich bin nicht so gut im sinnvollen Meckern. Smilie

Und natürlich erwarte ich von der ZEIT rein gar nichts anderes. Die ist für mich sowas wie die Bild für Leute, die sich für zu schlau für die Bild halten. Würde ich mit der Kneifzange nicht anfassen, das Käseblatt.
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Beitrag(#2163352) Verfasst am: 16.01.2019, 11:07    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
....
Und natürlich erwarte ich von der ZEIT rein gar nichts anderes. Die ist für mich sowas wie die Bild für Leute, die sich für zu schlau für die Bild halten. Würde ich mit der Kneifzange nicht anfassen, das Käseblatt.

Wenn Deine Verachtung das wesentliche Kriterium ist, hast Du bestimmt Recht.

Ansonsten erwarte ich von der ZEIT erheblich mehr, allerdings nicht von diesem Patrik Schwarz.
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Bravopunk
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Beitrag(#2163353) Verfasst am: 16.01.2019, 11:30    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
....
Und natürlich erwarte ich von der ZEIT rein gar nichts anderes. Die ist für mich sowas wie die Bild für Leute, die sich für zu schlau für die Bild halten. Würde ich mit der Kneifzange nicht anfassen, das Käseblatt.

Wenn Deine Verachtung das wesentliche Kriterium ist, hast Du bestimmt Recht.

Ansonsten erwarte ich von der ZEIT erheblich mehr, allerdings nicht von diesem Patrik Schwarz.


Meine Verachtung ist nicht das Kriterium, sondern das Ergebnis meiner Kritik.
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Beitrag(#2163355) Verfasst am: 16.01.2019, 11:48    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
Die Zeit klärt auf:
https://www.zeit.de/2019/03/antisemitismus-kirche-kampf-jesus-signal-papst-benedikt/seite-3
Zitat:
Wer Kindeswohl allein weltlich definiert, spricht religiösen Geboten und Gebräuchen ihren Wert ab. Vor allem aber verkennt er, dass einem Kind, das ohne spirituelle Zugehörigkeit zu seiner Familie aufwächst, womöglich auch etwas zum Wohlergehen fehlt. (...)
Ganz unabhängig davon, wie man das "spirituelle Wohlergehen" bewertet, ist dieses Argument nicht wirklich überzeugend. Ob ein Kind sich - auch in religiösen Belangen - seiner Familie zugehörig fühlt, ist ja nicht in erster Linie von körperlichen Eigenschaften abhängig. Zumal ein Kind keine Erwartungen an religiöse Symbole und Rituale hat. Wen ein unbeschnittener Junge in einer jüdischen Familie das Gefühl hat, er würde nicht dazu gehören, weil er nicht beschnitten ist, dann ja nicht deshalb, weil er tatsächlich einen Makel hat, sondern weil ihm eingeredet wurde, er hätte einen Makel.

Ganz genau. Zudem geht es offensichtlich nicht um die Zugehörigkeit zur Familie, sondern zu religiösen Gemeinschaft, da die Beschneidung nicht mit einem familienspezifischen Muster durchgeführt wird.

Und dann natürlich diese Alles-oder-nichts-Logik: Die Kritik der Beschneidung bedeutet eben keine generelle Ablehnung religiöser Gebräuche, sondern eine Abwägung einzelner Gebräuche gegen andere Werte wie etwa körperliche Unversehrtheit, manipulationsarme Entscheidung usw.
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wolle
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Beiträge: 2536

Beitrag(#2172041) Verfasst am: 24.03.2019, 23:59    Titel: Antworten mit Zitat

https://web.de/magazine/panorama/berichte-baby-stirbt-italien-beschneidung-hause-33624936 schrieb:
Zitat:
In Italien ist Berichten zufolge ein fünf Monate altes Baby nach einer Beschneidung zu Hause ums Leben gekommen.

Selbt im Krankenhaus konnte der Junge nicht mehr gerettet werden.
Zitat:
Erst im Dezember war bei Rom ein zwei Jahre altes Kind infolge einer Beschneidung zu Hause gestorben.

Und das, obwohl diese amateurhafte Verstümmelung bereits illegal ist.
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



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Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2172047) Verfasst am: 25.03.2019, 01:00    Titel: Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
https://web.de/magazine/panorama/berichte-baby-stirbt-italien-beschneidung-hause-33624936 schrieb:
Zitat:
In Italien ist Berichten zufolge ein fünf Monate altes Baby nach einer Beschneidung zu Hause ums Leben gekommen.

Selbt im Krankenhaus konnte der Junge nicht mehr gerettet werden.
Zitat:
Erst im Dezember war bei Rom ein zwei Jahre altes Kind infolge einer Beschneidung zu Hause gestorben.

Und das, obwohl diese amateurhafte Verstümmelung bereits illegal ist.




Wuerde ein generelles Verbot der Jungenbeschneidung nicht vielleicht bewirken, dass solche "amateurhaft" durchgeführte Beschneidungen zunehmen und die Zahl solcher Todesfälle steigt?


Ich stelle mir das aehnlich vor wie bei Abtreibungen. Als diese noch verboten waren, hatten allerhand Quacksalber und Scharlatane, die Abtreibungen imm Verborgenen durchführten, Hochkonjunktur, mit all den negativen gesundheitlichen Folgen fuer betroffene Frauen, die das so mit sich brachte. Auch wenn klar war, dass was schiefgegangen war, wurde oft gezoegert ärztliche Hilfe zu suchen, weil man Strafverfolgung fürchtete. Bei einem Beschneidungsverbot erwarte ich einen ähnlichen Effekt.

Schon deshalb befürworte ich Aufklaerungs- und Ueberzeugungsarbeit als hauptsächliches Mittel diese Unsitte zu beenden.
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Achtung Triggerwarnung: Bei Halbzeitpausenrevoluzzern kann dieses posting möglicherweise Schnappatmung und Pickel auslösen.
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Anmeldungsdatum: 05.02.2008
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Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2172053) Verfasst am: 25.03.2019, 05:04    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
...

Wuerde ein generelles Verbot der Jungenbeschneidung nicht vielleicht bewirken, dass solche "amateurhaft" durchgeführte Beschneidungen zunehmen und die Zahl solcher Todesfälle steigt?
...

Ok. So machen wir das dann bei den Mädchen auch. Oder: Warum stellst Du bei denen diese Frage nicht?

Dass es mit einem Verbot nicht getan ist und das Aufklärung dazugehört, und zwar richtig laute Aufklärung bei der Einreise, in der Schule, bei jedem Arzt, ist ein Selbstgänger.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

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Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Beitrag(#2172057) Verfasst am: 25.03.2019, 06:41    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
...

Wuerde ein generelles Verbot der Jungenbeschneidung nicht vielleicht bewirken, dass solche "amateurhaft" durchgeführte Beschneidungen zunehmen und die Zahl solcher Todesfälle steigt?
...

Ok. So machen wir das dann bei den Mädchen auch. Oder: Warum stellst Du bei denen diese Frage nicht?

Dass es mit einem Verbot nicht getan ist und das Aufklärung dazugehört, und zwar richtig laute Aufklärung bei der Einreise, in der Schule, bei jedem Arzt, ist ein Selbstgänger.



Lenk hier nicht ab. Schau mal auf den Namen dieses Threads.

Dir geht es doch ueberhaupt nicht um die betroffenen Kinder und um Aufklärung schon gar nicht. Du willst nur bestimmten Leuten bei der "Einreise" zeigen koennen, wo der Hammer hängt. Dass Du diesen Begriff hier bemühst, verrät Dich. Eine wichtige Gruppe, die Knabenbeschneidungen durchführt, kannst Du naemlich gar nicht "laut bei der Einreise" aufklären, weil die schon seit Jahrhunderten hier leben. zwinkern
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fwo
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Beiträge: 23502
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Beitrag(#2172061) Verfasst am: 25.03.2019, 11:08    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
...

Wuerde ein generelles Verbot der Jungenbeschneidung nicht vielleicht bewirken, dass solche "amateurhaft" durchgeführte Beschneidungen zunehmen und die Zahl solcher Todesfälle steigt?
...

Ok. So machen wir das dann bei den Mädchen auch. Oder: Warum stellst Du bei denen diese Frage nicht?

Dass es mit einem Verbot nicht getan ist und das Aufklärung dazugehört, und zwar richtig laute Aufklärung bei der Einreise, in der Schule, bei jedem Arzt, ist ein Selbstgänger.



Lenk hier nicht ab. Schau mal auf den Namen dieses Threads.

Dir geht es doch ueberhaupt nicht um die betroffenen Kinder und um Aufklärung schon gar nicht. Du willst nur bestimmten Leuten bei der "Einreise" zeigen koennen, wo der Hammer hängt. Dass Du diesen Begriff hier bemühst, verrät Dich. Eine wichtige Gruppe, die Knabenbeschneidungen durchführt, kannst Du naemlich gar nicht "laut bei der Einreise" aufklären, weil die schon seit Jahrhunderten hier leben. zwinkern

Ich weiß, deshalb steht da auch "in der Schule und bei jedem Arzt."

Ansonsten kannst Du in diesem ganzen Thread überprüfen, worum es mir geht. Unter anderem auch darum, dass Jungs und Mädchen vor dem Gesetz gleich sein sollten und dass man bei Mädchen auf dieses komische Argument, dass Du da gebracht hast, verzichtet hat. Da wusste man schon, warum.
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MadMagic
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Beiträge: 203

Beitrag(#2172124) Verfasst am: 26.03.2019, 02:15    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Wuerde ein generelles Verbot der Jungenbeschneidung nicht vielleicht bewirken, dass solche "amateurhaft" durchgeführte Beschneidungen zunehmen und die Zahl solcher Todesfälle steigt?


Derartige Argumentationstechniken erinnern mich irgendwie an historische Romane, die im Mittelalter spielten..., sehr schwach.

Diese idiotische Verteidigung von Kindesmissbrauch in Form von massiver Körperverletzung muss geächtet und verachtet werden. Die Tat gehört ohne Wenn und Aber verboten, bestraft und verurteilt.
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Wieder da zwinkern
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Alchemist
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Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2178270) Verfasst am: 14.05.2019, 16:02    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/rabbiner-pinchas-goldschmidt-ueber-den-angriff-auf-die-religionsfreiheit-a-1267130.html



Zitat:
Europa hat ein Problem mit Religion. Religiöse Riten und Traditionen werden nicht nur hinterfragt, sondern mit Verboten belegt. Vergangenes Jahr untersagten die belgischen Regionalparlamente das koschere Schächten. Auch das Verbot der religiösen Beschneidung von Knaben steht in manchen EU-Ländern auf der Tagesordnung. Das sind nur zwei von vielen Themen, die Gegenstand der Debatte auf der in dieser Woche in Antwerpen stattfindenden 31. Generalversammlung der Konferenz der europäischen Rabbiner (CER) sein werden.


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Lebensnebel
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Beitrag(#2183838) Verfasst am: 17.07.2019, 22:04    Titel: Antworten mit Zitat

Beschneidung ist voll super, ey!!!!

https://www.jetzt.de/gesundheit/beschneidung-fuenf-maenner-erzaehlen
Zitat:
Die Beschneidung ist ein sensibles Thema. Sie wird größtenteils aus religiösen Gründen vorgenommen: Sowohl im Islam als auch im Judentum hat die Beschneidung Tradition. 2012 verabschiedete der Deutsche Bundestages das Beschneidungsgesetz: Seither dürfen die Erziehungsberechtigten ihre Kinder gemäß Paragraf 1631d BGB beschneiden lassen – vorausgesetzt der Eingriff findet nach den „Regeln der ärztlichen Kunst“ statt. Abseits davon sprechen auch immer wieder medizinische Gründe für einen solchen Eingriff.

Das Thema Beschneidung ist aber heute sowohl in der öffentlichen Debatte als auch bei Bier und Snacks in der WG-Küche kaum Thema. Wir haben mit vier Männern über ihre Beschneidung gesprochen.
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fwo
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Beiträge: 23502
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Beitrag(#2183846) Verfasst am: 17.07.2019, 23:02    Titel: Antworten mit Zitat

Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
Beschneidung ist voll super, ey!!!!

....

Gehörlosigkeit auch.

Hatten wir hier nicht einmal ein Paar Gehörloser als Thema, die versuchten sicherzustellen, dass ihr Kind genauso sein würde?

Behindert sind immer nur die anderen. Wenn ich selbst es habe, ist es toll. Besonders, wenn das Fragen danach mit Tabus belegt ist und / oder man mir die entsprechende Behinderung als Identitätsmerkmal verkauft.
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beachbernie
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Beitrag(#2183850) Verfasst am: 17.07.2019, 23:33    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Lebensnebel hat folgendes geschrieben:
Beschneidung ist voll super, ey!!!!

....

Gehörlosigkeit auch.

Hatten wir hier nicht einmal ein Paar Gehörloser als Thema, die versuchten sicherzustellen, dass ihr Kind genauso sein würde?

Behindert sind immer nur die anderen. Wenn ich selbst es habe, ist es toll. Besonders, wenn das Fragen danach mit Tabus belegt ist und / oder man mir die entsprechende Behinderung als Identitätsmerkmal verkauft.



Du kennst sicherlich auch viele Leute, die im Erwachsenenalter freiwillig zum Arzt gehen und sich ihr Gehoer wegmachen lassen. Mit den Augen rollen

Mein Gott, Deine Vergleiche waren auch schon mal ueberirdischer! Sehr glücklich
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