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Israel- von der anderen Seite gesehen
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 40914
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2174196) Verfasst am: 11.04.2019, 04:22    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
wolle hat folgendes geschrieben:
Israel scheint aus der Geschichte nicht viel gelernt zu haben.

Meines Wissens bestand der Zweck von Auschwitz nicht darin, den Juden irgendwas beizubringen. Die Forderung, dass ausgerechnet die Opfer und ihre Nachkommen aus einem solchen Ereignis gefälligst irgendwas zu lernen hätten, ist an Zynismus kaum zu überbieten. Kann man beim Thema Kritik an der Politik Israels irgendwelche Bezugnahmen auf den Holocaust vielleicht einfach mal außen vor lassen? Der gehört nämlich einfach nicht zum Thema und mit seine Einbeziehung schießt sich selbst eigentlich berechtigte Kritik nur selbst ins Knie.


Es waere natuerlich auf der anderen Seite genauso zu begruessen, wenn die Verteidiger des Staates Israels und seiner Staatsideologie auch mal damit aufhören wuerden, andauernd den Holocaust als Rechtfertigung fuer die zynische Majorisierungspolitik dieses Ethnostaates zu missbrauchen.
_________________
Achtung Triggerwarnung: Bei Halbzeitpausenrevoluzzern kann dieses posting möglicherweise Schnappatmung und Pickel auslösen.
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Critic
oberflächlich



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
Beiträge: 14857
Wohnort: Arena of Air

Beitrag(#2174357) Verfasst am: 12.04.2019, 00:40    Titel: Antworten mit Zitat

Samson83 hat folgendes geschrieben:
wolle hat folgendes geschrieben:

Auch die Behandlung von den Einwohnern des Gaza-Streifens erinnert in der Isolation von der Außenwelt und in dem Entzug von lebenswichtigen Gütern und Erschießungen am Zaun an ein Konzentrationslager.
https://www.sueddeutsche.de/politik/gazastreifen-wir-hoffen-dass-es-keine-toten-gibt-1.4388434
Das bestreite ich entschieden, und das ist m.E. einer der wenigen Situationen, wo der Vorwurf der Relativierung des NS kein pompöses Geklingel, sondern berechtigt ist.

Und der Impetus, dass man aus dem Schoahgrauen irgendwas anderes "lernen" könnte, als was für widerlich-erbärmlcihe Kreaturen Menschen sein können, erscheint mir völlig absurd. Würden Menschen in der von dir behaupteten Weise aus der Geschichte "lernen" können, hätten weder Holocaust noch zweiter Weltkrieg stattgefunden.


Jemand sagte mal, Geschichte wiederhole sich nicht, aber sie zitiere sich. Man kann durchaus Entwicklungen sehen, die sich "zitieren", weil bestimmte Gegebenheiten sich ähnlich präsentieren: Und wenn man die gleiche Möglichkeit wählt, die schon vor 100 Jahren nicht funktioniert hat und nicht dazu geeignet war, Frieden zu schaffen, riskiert man, daß man auch auf diesen Pfaden einen Schritt weiterrutscht.

(M.a.W.: Ich halte die Anmerkung nicht für antisemitisch, daß die Hamas oder die Führung im Iran in eine Lage zu setzen, daß diese ihre Völker jeweils als Drangsalierte darstellen können, das Konfliktpotential eher erhöhen wird.)
_________________
"Die Pentagon-Gang wird in der Liste der Terrorgruppen geführt"

Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

"Wahrheit läßt sich nicht zeigen, nur erfinden." (Max Frisch)
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Tarvoc
Papst Tarvoc der Stæhlerne



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 36739
Wohnort: Bonn

Beitrag(#2174358) Verfasst am: 12.04.2019, 01:22    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
wolle hat folgendes geschrieben:
Israel scheint aus der Geschichte nicht viel gelernt zu haben.

Meines Wissens bestand der Zweck von Auschwitz nicht darin, den Juden irgendwas beizubringen. Die Forderung, dass ausgerechnet die Opfer und ihre Nachkommen aus einem solchen Ereignis gefälligst irgendwas zu lernen hätten, ist an Zynismus kaum zu überbieten. Kann man beim Thema Kritik an der Politik Israels irgendwelche Bezugnahmen auf den Holocaust vielleicht einfach mal außen vor lassen? Der gehört nämlich einfach nicht zum Thema und mit seine Einbeziehung schießt sich selbst eigentlich berechtigte Kritik nur selbst ins Knie.


Es waere natuerlich auf der anderen Seite genauso zu begruessen, wenn die Verteidiger des Staates Israels und seiner Staatsideologie auch mal damit aufhören wuerden, andauernd den Holocaust als Rechtfertigung fuer die zynische Majorisierungspolitik dieses Ethnostaates zu missbrauchen.


Einverstanden.
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...Ich bin halt einfach mit der Gesamtsituation unzufrieden.
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 40914
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2175503) Verfasst am: 22.04.2019, 03:11    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
.....Israeli soldiers shot on Thursday a restrained Palestinian teenager they had detained for suspected stone-throwing as he was attempting to flee, although he was blindfolded and handcuffed....


https://www.haaretz.com/israel-news/.premium-israeli-soldiers-shoot-bound-blindfolded-palestinian-teen-trying-to-flee-1.7151104?fbclid=IwAR0bZwKXJp1lsouw5EsOIurAAhj5O-IerCxgdV1b1yk1GOjfA4appTZOpE0


Die "humanste Armee der Welt" hat mal wieder zugeschlagen. Mit den Augen rollen
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 40914
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Beitrag(#2175631) Verfasst am: 23.04.2019, 11:13    Titel: Antworten mit Zitat

Dieselbe Geschichte etwas ausführlicher:


https://www.haaretz.com/opinion/.premium-israeli-soldiers-speak-just-one-language-live-fire-1.7152274?fbclid=IwAR1Cg1OUlX2HyaLlOdP0UldA2WtRylWooKKhpKceBwp-K69jTyYcazkCnBs
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 40914
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Beitrag(#2176795) Verfasst am: 03.05.2019, 01:51    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
In an unusual speech, Israel’s Ambassador to the United Nations Danny Danon defended the Jewish right to the Land of Israel, including the West Bank settlements when he addressed the United Nations Security Council on Monday afternoon.

Those rights rest on four pillars, Danon said, citing the bible, history, legality and the pursuit of international peace and security.

God gave the land to the people of Israel in Genesis, when he made a covenant with Abraham, said Danon.

He held up a copy of the Bible for all the ambassadors present to see and said, “This is our deed to our land.”......


https://www.jpost.com/Arab-Israeli-Conflict/Israel-defends-right-to-West-Bank-settlements-at-UNSC-watch-live-588178?fbclid=IwAR0DvicWu-J4XoaA4Owf0NVRBJD56EuEN92quSzLTRuYKqJz_rbmqLm8Hyk


What a freak! Pillepalle
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Beitrag(#2178112) Verfasst am: 13.05.2019, 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.haaretz.com/israel-news/.premium-israel-okays-major-west-bank-roads-seizing-massive-tracts-of-palestinian-land-1.7223992?fbclid=IwAR0gk7hcV_Tsfvh90yj1ICYVUQMWJmFIieUgaZp6yhHdFA8Hjx89vRLek00.


Der voelkerrechtswidrige Landraub geht weiter.....
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beachbernie
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Beiträge: 40914
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Beitrag(#2179262) Verfasst am: 24.05.2019, 01:19    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
....It is time to face some undeniable facts:

First, despite Israel’s every effort to establish and maintain a Jewish majority, the two peoples living under Israeli rule hover at near parity, at approximately 6.5 million Jews and 6.5 million Palestinians.

Second, Jewish Israelis and Palestinian Arabs are destined to live together in Israel/Palestine in perpetuity. Neither people can or should be forced to leave the land in which they reside and to which they are passionately committed.

Third, segregation, of which the two-state solution was a form, is not the answer. As Americans know from our own historical experience, separate is never equal.
Finally, it is only equal rights and justice that can provide the foundation for a durable peace for Israelis and Palestinians......

Of course, an Israel founded on equal rights for all will no longer be a “Jewish state” — just as South Africa, after the fall of apartheid, was no longer a state that institutionalized white supremacy. It was a fundamental misperception of Israel’s founders that a homeland privileging Jews could be accepted in another people’s land.....


https://www.latimes.com/opinion/op-ed/la-oe-bisharat-one-state-palestinian-israel-trump-netanyahu-20190523-story.html?fbclid=IwAR0EMUH_ZZhUGY6NS8OMBKnRkIyzUixwrAX5zap7toBwEacE4KqyUVsFPag
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 40914
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2180431) Verfasst am: 09.06.2019, 01:52    Titel: Antworten mit Zitat

Auf youtube entdeckt, die merkwürdige kleine Welt des Rabbi Sacks, der verzweifelt versucht Judentum mit Israel und Antizionismus mit Antisemitismus gleichzusetzen:


https://www.youtube.com/watch?v=MIoZvHU3wwg



Bemerkenswert finde ich hierbei nicht nur die naiven Vereinfachungen des Rabbi samt seiner offensichtlichen Ignoranz historischer Fakten, sondern vor allem der Tenor der Kommentare zu diesem Video. Schnell wird klar, dass der Propagandarabbi mit seiner Geschichtsklitterung beim Publikum nicht durchdringt, ohne dass ihm deshalb gleich antisemitische Tiraden entgegenschlagen. Die Auseinandersetzung mit seinen kruden Thesen erfolgt überwiegend unaufgeregt, sachlich und vor allem schlüssig. Diese Kommentare sind eigentlich ein perfekter Beweis dafuer, dass der Rabbi Sacks mit seinen Behauptungen falsch liegt.

Immer öfter faellt mir auf, dass die zionistische Propaganda zunehmend auf verlorenem Posten kämpft. Die Menschen, sowohl Juden als auch Nichtjuden, fallen nicht mehr so leicht auf die gebetsmuehlenhaft vorgetragenen unstimmigen Gleichsetzungen von Israel mit Judentum, von Antizionismus mit Antisemitismus herein.


.....und so besteht vielleicht doch noch Hoffnung fuer eine vernuenftige Lösung des Nahostkonfliktes.
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Lila Einhorn
posthumanistischer Quantum-Feminist



Anmeldungsdatum: 30.11.2013
Beiträge: 508

Beitrag(#2183426) Verfasst am: 11.07.2019, 22:29    Titel: Antworten mit Zitat

Wie ein zweiter Holocaust - früher hat man sie vergast, heute werden sie gef*ckt:
Code:
https://www.rt.com/news/463799-israeli-minister-diaspora-holocaust/

Zitat:

Jewish assimilation in US is ‘like a second Holocaust,’ Israeli minister claims


Intermarriage among diaspora Jews – particularly those in North America – is “like a second Holocaust,” Israeli Education Minister Rafi Peretz declared in a cabinet meeting, uniting much of that diaspora in shocked offense.

The Jewish community “lost 6 million people” over the last 70 years because of intermarriage and assimilation, [...]


Der israelische Bildungsminister versteht die Aufregung nicht: https://www.haaretz.com/israel-news/.premium-israel-s-education-minister-just-said-most-american-jews-are-dead-to-him-1.7492727

Link vorläufig codiert. Diskussion läuft noch. Mobienne.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 40914
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2183432) Verfasst am: 11.07.2019, 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

Lila Einhorn hat folgendes geschrieben:
Wie ein zweiter Holocaust - früher hat man sie vergast, heute werden sie gef*ckt:
Code:
https://www.rt.com/news/463799-israeli-minister-diaspora-holocaust/

Zitat:

Jewish assimilation in US is ‘like a second Holocaust,’ Israeli minister claims


Intermarriage among diaspora Jews – particularly those in North America – is “like a second Holocaust,” Israeli Education Minister Rafi Peretz declared in a cabinet meeting, uniting much of that diaspora in shocked offense.

The Jewish community “lost 6 million people” over the last 70 years because of intermarriage and assimilation, [...]


Der israelische Bildungsminister versteht die Aufregung nicht: https://www.haaretz.com/israel-news/.premium-israel-s-education-minister-just-said-most-american-jews-are-dead-to-him-1.7492727
Link vorläufig codiert. Diskussion läuft noch. Mobienne.



Ist der inflationäre Gebrauch des Begriffs "Holocaust" nicht massenmordverharmlosend und somit antisemitisch? Am Kopf kratzen
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Tarvoc
Papst Tarvoc der Stæhlerne



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
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Wohnort: Bonn

Beitrag(#2183437) Verfasst am: 11.07.2019, 23:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde sagen, der Begriff "Holocaust" (heiliges Brandopfer zu Gottes Ehren) ist als Name für die Shoah bereits als solcher verharmlosend. freakteach
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...Ich bin halt einfach mit der Gesamtsituation unzufrieden.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2183440) Verfasst am: 12.07.2019, 00:01    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Ich würde sagen, der Begriff "Holocaust" (heiliges Brandopfer zu Gottes Ehren) ist als Name für die Shoah bereits als solcher verharmlosend. freakteach


Nun hat der Begriff aber nun mal die Bedeutung von "Voelkermord" bekommen. Ich glaube auch nicht, dass das verharmlosend gemeint war, da ich bisher noch nicht gehoert habe, dass Holocaustueberlebende, also Betroffene, diese Begrifflichkeit kritisieren.

Es faellt allerdings was ganz anderes auf, naemlich dass nicht nur dieser israelische Zionist, sondern auch andere Rechtsextremisten, z.B. Neonazis in Europa oder auch "white supremacists" in Nordamerika, die Vermischung des eigenen Volkes mit "Volksfremden" bzw. die Assimilation in andere Völker gerne als "Voelkermord" darstellen. Bei der aktuellen Debatte ueber die Aufnahme einer grossen Zahl von Flüchtlingen aus einem anderen Kulturkreis faellt diese Gemeinsamkeit zwischen israelischem Zionismus und westeuropäischem Nationalismus ganz besonders auf. Da fallen dann auch schon mal Begriffe wie "Umvolkung" oder "Volksaustausch".
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Religionskritik-Wiesbaden
homo est creator Dei



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Beitrag(#2183446) Verfasst am: 12.07.2019, 00:43    Titel: Shoa oder Holocaust Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
(...) Ich glaube auch nicht, dass das verharmlosend gemeint war, da ich bisher noch nicht gehoert habe, dass Holocaustueberlebende, also Betroffene, diese Begrifflichkeit kritisieren.
(...)


Sowohl unter Historikern europäischer Prägung als auch unter überlebenden und in Europa verbliebenen Juden gab es Stimmen,
die sich gegen die Verwendung des Holocaustbegriffes wandten.

Allgemein wird in D auch der Begriff 'Shoa' benutzt. Aber nur, wenn es um den Genozid an den Juden geht.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 40914
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Beitrag(#2183450) Verfasst am: 12.07.2019, 01:20    Titel: Re: Shoa oder Holocaust Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
(...) Ich glaube auch nicht, dass das verharmlosend gemeint war, da ich bisher noch nicht gehoert habe, dass Holocaustueberlebende, also Betroffene, diese Begrifflichkeit kritisieren.
(...)


Sowohl unter Historikern europäischer Prägung als auch unter überlebenden und in Europa verbliebenen Juden gab es Stimmen,
die sich gegen die Verwendung des Holocaustbegriffes wandten.

Allgemein wird in D auch der Begriff 'Shoa' benutzt. Aber nur, wenn es um den Genozid an den Juden geht.


Aber im Allgemeinen ist der Begriff "Holocaust" als Bezeichnung fuer den Voelkermord an den europäischen Juden doch akzeptiert?

Der wird schliesslich auch in eher unverdächtigen Gedenkstätten verwandt:

https://www.yadvashem.org/visiting.html?gclid=EAIaIQobChMI2dDni4Cu4wIVSR6tBh0gqg9kEAAYASAAEgLCPfD_BwE
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schtonk
Korinthenliegenlasser



Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 10806

Beitrag(#2183452) Verfasst am: 12.07.2019, 01:36    Titel: Re: Shoa oder Holocaust Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
(...) Ich glaube auch nicht, dass das verharmlosend gemeint war, da ich bisher noch nicht gehoert habe, dass Holocaustueberlebende, also Betroffene, diese Begrifflichkeit kritisieren.
(...)


Sowohl unter Historikern europäischer Prägung als auch unter überlebenden und in Europa verbliebenen Juden gab es Stimmen,
die sich gegen die Verwendung des Holocaustbegriffes wandten.

Allgemein wird in D auch der Begriff 'Shoa' benutzt. Aber nur, wenn es um den Genozid an den Juden geht.


Aber im Allgemeinen ist der Begriff "Holocaust" als Bezeichnung fuer den Voelkermord an den europäischen Juden doch akzeptiert?

(...)


Ich wusste bisher nicht, dass es keine Einigkeit zu diesem Begriff gibt:

Zitat:
Zwar gab es im Deutschen bereits das Fremdwort Holokaust, das aber kaum für den Völkermord an den Juden gebraucht wurde und in wichtigen Wörterbüchern nicht verzeichnet war. Doch seit der Fernsehserie Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiß von 1979 wurde der Begriff, auch in englischer Schreibweise, in der Bundesrepublik üblich. Er bezeichnete nun verbreitet das, was zuvor als "Judenverfolgung", "Judenvernichtung", "Judenmord" oder "Mord an den europäischen Juden" umschrieben worden war. Das Bewusstsein für die Ausnahmestellung dieses nationalsozialistischen Völkermords war bis dahin kaum in der deutschen Bevölkerung vorhanden. Heute ist eine von diesem Ereignis losgelöste Verwendung des Holocaustbegriffs im Deutschen semantisch und ethisch umstritten, da sie zumeist aus Effekthascherei oder aus dem Versuch heraus erfolgt, die NS-Verbrechen zu verharmlosen.
...
Ein Grund dafür ist auch, dass das Wort Holocaust (griechisch: "vollständiges Brandopfer") nach Ansicht vieler Juden zu sehr die Opferrolle der Ermordeten betont und einen positiven religiösen Sinn des Geschehens impliziert. Der Begriff Shoa wird wiederum von manchen Vertretern nicht-jüdischer Opfergruppen des Holocaust abgelehnt, da er den Blick allein auf die ermordeten Juden einenge.

http://www.antisemitismus.net/shoah/holocaust.htm

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Es ist schon alles gesagt worden. Nur noch nicht von allen. - Karl Valentin

Politial language is designed to make lies sound truthful and murder respectable,
and to give the appearance of solidty to pure wind. - George Orwell
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Tarvoc
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
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Wohnort: Bonn

Beitrag(#2183459) Verfasst am: 12.07.2019, 09:38    Titel: Re: Shoa oder Holocaust Antworten mit Zitat

Religionskritik-Wiesbaden hat folgendes geschrieben:
Sowohl unter Historikern europäischer Prägung als auch unter überlebenden und in Europa verbliebenen Juden gab es Stimmen, die sich gegen die Verwendung des Holocaustbegriffes wandten.

Unter anderem haben sich sogar einige derjenigen, die den Begriff als erste in diesem Sinne verwendet hatten, später aus genau diesen Gründen davon distanziert.
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