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Venezuela - Revival der Rätedemokratie
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 40413
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2180508) Verfasst am: 09.06.2019, 18:17    Titel: Re: US of Arseholes Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
https://amerika21.de/2019/06/227428/usa-verschaerfen-sanktionen-venezuela

Zitat:
Das Finanzministerium der USA hat eine weitere Verschärfung der Strafmaßnahmen gegen Venezuelas Erdölindustrie bekanntgegeben. Washington zielt nun auf Verdünnungsmittelimporte ab und beeinträchtigt damit die Fähigkeit des südamerikanischen Landes, Öl zu exportieren und Treibstoff zu produzieren.



https://amerika21.de/2019/06/226923/venezuela-lebensmittelversorgung-miliz

Zitat:
Die Nationale Bolivarische Miliz Venezuelas wird ab sofort in das staatliche Programm zur Nahrungsmittelversorgung einbezogen. Dies gab Präsident Nicolás Maduro bekannt. Die Lokalen Komitees für Versorgung und Produktion (Comités Locales de Abastecimiento y Producción, Clap) verteilen nach offiziellen Angaben derzeit Grundnahrungsmittel an sechs Millionen Familien.

Der Schritt erfolgt nachdem bekannt wurde, dass die US-Regierung Strafmaßnahmen gegen Mitarbeiter und Lieferanten der Clap vorbereitet.

(...) Die Finanzsanktionen der USA haben sowohl den Kauf als auch die Zahlung der Waren der Lebensmittelpakete behindert, von denen die meisten aus Mexiko, der Türkei oder Brasilien stammen. Sie blockieren nach Regierungsangaben aber auch die Lieferungen. Nur zwei der zwölf an den Clap-Importen beteiligten Reedereien würden derzeit aufgrund der Sanktionen liefern. Maduro erwähnte zudem, dass mehrere Schiffe am Montag daran gehindert wurden, ihre Häfen zu verlassen, und bezeichnete die Aktion als "Sabotage".



Warum ist Venezuela eigentlich nicht in der Lage selbst genuegend Lebensmittel zu produzieren um seine Bevoelkerung zu versorgen? Meines Wissens ist Venezuela kein Wüstenstaat und liegt auch nicht in der arktischen Tundra. Cool
_________________
Achtung Triggerwarnung: Bei Halbzeitpausenrevoluzzern kann dieses posting möglicherweise Schnappatmung und Pickel auslösen.
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Skeptiker
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Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 14262
Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2180509) Verfasst am: 09.06.2019, 18:30    Titel: Re: US of Arseholes Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
https://amerika21.de/2019/06/227428/usa-verschaerfen-sanktionen-venezuela

Zitat:
Das Finanzministerium der USA hat eine weitere Verschärfung der Strafmaßnahmen gegen Venezuelas Erdölindustrie bekanntgegeben. Washington zielt nun auf Verdünnungsmittelimporte ab und beeinträchtigt damit die Fähigkeit des südamerikanischen Landes, Öl zu exportieren und Treibstoff zu produzieren.



https://amerika21.de/2019/06/226923/venezuela-lebensmittelversorgung-miliz

Zitat:
Die Nationale Bolivarische Miliz Venezuelas wird ab sofort in das staatliche Programm zur Nahrungsmittelversorgung einbezogen. Dies gab Präsident Nicolás Maduro bekannt. Die Lokalen Komitees für Versorgung und Produktion (Comités Locales de Abastecimiento y Producción, Clap) verteilen nach offiziellen Angaben derzeit Grundnahrungsmittel an sechs Millionen Familien.

Der Schritt erfolgt nachdem bekannt wurde, dass die US-Regierung Strafmaßnahmen gegen Mitarbeiter und Lieferanten der Clap vorbereitet.

(...) Die Finanzsanktionen der USA haben sowohl den Kauf als auch die Zahlung der Waren der Lebensmittelpakete behindert, von denen die meisten aus Mexiko, der Türkei oder Brasilien stammen. Sie blockieren nach Regierungsangaben aber auch die Lieferungen. Nur zwei der zwölf an den Clap-Importen beteiligten Reedereien würden derzeit aufgrund der Sanktionen liefern. Maduro erwähnte zudem, dass mehrere Schiffe am Montag daran gehindert wurden, ihre Häfen zu verlassen, und bezeichnete die Aktion als "Sabotage".



Warum ist Venezuela eigentlich nicht in der Lage selbst genuegend Lebensmittel zu produzieren um seine Bevoelkerung zu versorgen? Meines Wissens ist Venezuela kein Wüstenstaat und liegt auch nicht in der arktischen Tundra. Cool


Das ginge sicher. Nur bräuchte eine Umstellung in so eine Ernährungs*autarkie* Zeit.

Außerdem ist es ja wohl traurig, dass Venezuela von dir jetzt die Vorgabe bekommt, aufgrund des immer massiver werdenden Wirtschaftsembargos zum Agrarstaat zu mutieren.

Gegen so eine Steuerung der Wirtschaft von Außen scheinst du nichts zu haben, wo du doch sonst immer gegen Wirtschaftssteuerung anschreibst. zwinkern

Kleiner Hinweis: Es handelt sich hier um den schnöden alten Imperialismus, den du hier versuchst, dem Opfer anzuhängen. Denk mal drüber nach.
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"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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AdvocatusDiaboli
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Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 23722
Wohnort: München

Beitrag(#2180513) Verfasst am: 09.06.2019, 18:47    Titel: Re: US of Arseholes Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
https://amerika21.de/2019/06/227428/usa-verschaerfen-sanktionen-venezuela

Zitat:
Das Finanzministerium der USA hat eine weitere Verschärfung der Strafmaßnahmen gegen Venezuelas Erdölindustrie bekanntgegeben. Washington zielt nun auf Verdünnungsmittelimporte ab und beeinträchtigt damit die Fähigkeit des südamerikanischen Landes, Öl zu exportieren und Treibstoff zu produzieren.



https://amerika21.de/2019/06/226923/venezuela-lebensmittelversorgung-miliz

Zitat:
Die Nationale Bolivarische Miliz Venezuelas wird ab sofort in das staatliche Programm zur Nahrungsmittelversorgung einbezogen. Dies gab Präsident Nicolás Maduro bekannt. Die Lokalen Komitees für Versorgung und Produktion (Comités Locales de Abastecimiento y Producción, Clap) verteilen nach offiziellen Angaben derzeit Grundnahrungsmittel an sechs Millionen Familien.

Der Schritt erfolgt nachdem bekannt wurde, dass die US-Regierung Strafmaßnahmen gegen Mitarbeiter und Lieferanten der Clap vorbereitet.

(...) Die Finanzsanktionen der USA haben sowohl den Kauf als auch die Zahlung der Waren der Lebensmittelpakete behindert, von denen die meisten aus Mexiko, der Türkei oder Brasilien stammen. Sie blockieren nach Regierungsangaben aber auch die Lieferungen. Nur zwei der zwölf an den Clap-Importen beteiligten Reedereien würden derzeit aufgrund der Sanktionen liefern. Maduro erwähnte zudem, dass mehrere Schiffe am Montag daran gehindert wurden, ihre Häfen zu verlassen, und bezeichnete die Aktion als "Sabotage".



Warum ist Venezuela eigentlich nicht in der Lage selbst genuegend Lebensmittel zu produzieren um seine Bevoelkerung zu versorgen? Meines Wissens ist Venezuela kein Wüstenstaat und liegt auch nicht in der arktischen Tundra. Cool



Das Problem ist das Öl. Und die Abhängigkeit des Landes davon.

https://amerika21.de/analyse/226172/venezuela-rentengesellschaft

Zitat:
Geschichte des Rentismus

Seit den 1920er und 1930er Jahren spielt Erdöl die zentrale Rolle in Venezuelas Wirtschaft, indem es beispielsweise die Landwirtschaft geradezu "weggefegt" hat (S. 54). Auch andere Wirtschaftszweige wurden marginalisiert, der Staat wiederum "stieg zum zentralen Entwicklungs- und Verteilungsagenten des Landes auf" (S. 55). Dies ist er bis heute. Ebenfalls bis heute lohnt sich die Produktion der Produktion wegen in Venezuela kaum. Sie erscheint höchstens als "notwendiges Übel, um an die Fleischtöpfe der Verteilung der Erdöleinnahmen zu gelangen" (S. 66). So hängt ökonomischer Erfolg nicht am wirtschaftlichen Geschick, sondern am Zugang zum Staat und der Beteiligung an den Renteneinnahmen (S. 79).

Neben staatlich alimentierten Betrieben entstanden in Venezuela auch immer mehr Arbeitsplätze im Staa

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AdvocatusDiaboli
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Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 23722
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Beitrag(#2180515) Verfasst am: 09.06.2019, 18:53    Titel: Antworten mit Zitat

Zwar hat Chávez versucht oder zumindest auf dem Papier zugelassen, dass sich die Bauern organisieren, um Land zu bewirtschaften, das großteils brachlag. Nur ist die Korruption auch innerhalb der Regierung so virulent und die Macht der Großgrundbesitzer nicht gebrochen. Zumal Venezuela ja keine vollständige sozialistische Diktatur ist, in der einfach Enteignungen möglich wären.

https://amerika21.de/2018/11/218293/venezuela-bauern-fordern-unterstuetzung

Zitat:
Die Beendigung der staatlichen und paramilitärischen Gewalt ist eine der zentralen Forderungen der Bauernbewegung. Das Landgesetz von 2001 schafft die Rechtsgrundlage für Kleinbauern zur Übernahme von ungenutztem Land, um es zu bearbeiten. Bauernorganisationen klagen jedoch seit langem über fehlende Reaktionen oder sogar Feindseligkeiten seitens staatlicher Institutionen und Sicherheitskräften, wenn es um Landkonflikte geht.


Zitat:
Seit Beginn der Landreform vor 17 Jahren wurden mehr als 300 Bauernaktivisten ermordet. Die Täter und Hintermänner sind in fast allen Fällen bislang nicht ermittelt und festgenommen worden.

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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 40413
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2180522) Verfasst am: 09.06.2019, 19:08    Titel: Re: US of Arseholes Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
https://amerika21.de/2019/06/227428/usa-verschaerfen-sanktionen-venezuela

Zitat:
Das Finanzministerium der USA hat eine weitere Verschärfung der Strafmaßnahmen gegen Venezuelas Erdölindustrie bekanntgegeben. Washington zielt nun auf Verdünnungsmittelimporte ab und beeinträchtigt damit die Fähigkeit des südamerikanischen Landes, Öl zu exportieren und Treibstoff zu produzieren.



https://amerika21.de/2019/06/226923/venezuela-lebensmittelversorgung-miliz

Zitat:
Die Nationale Bolivarische Miliz Venezuelas wird ab sofort in das staatliche Programm zur Nahrungsmittelversorgung einbezogen. Dies gab Präsident Nicolás Maduro bekannt. Die Lokalen Komitees für Versorgung und Produktion (Comités Locales de Abastecimiento y Producción, Clap) verteilen nach offiziellen Angaben derzeit Grundnahrungsmittel an sechs Millionen Familien.

Der Schritt erfolgt nachdem bekannt wurde, dass die US-Regierung Strafmaßnahmen gegen Mitarbeiter und Lieferanten der Clap vorbereitet.

(...) Die Finanzsanktionen der USA haben sowohl den Kauf als auch die Zahlung der Waren der Lebensmittelpakete behindert, von denen die meisten aus Mexiko, der Türkei oder Brasilien stammen. Sie blockieren nach Regierungsangaben aber auch die Lieferungen. Nur zwei der zwölf an den Clap-Importen beteiligten Reedereien würden derzeit aufgrund der Sanktionen liefern. Maduro erwähnte zudem, dass mehrere Schiffe am Montag daran gehindert wurden, ihre Häfen zu verlassen, und bezeichnete die Aktion als "Sabotage".



Warum ist Venezuela eigentlich nicht in der Lage selbst genuegend Lebensmittel zu produzieren um seine Bevoelkerung zu versorgen? Meines Wissens ist Venezuela kein Wüstenstaat und liegt auch nicht in der arktischen Tundra. Cool


Das ginge sicher. Nur bräuchte eine Umstellung in so eine Ernährungs*autarkie* Zeit.


Reichen 20 Jahre nicht aus? Vor 20 Jahren, als Hugo Chavez an die Macht kam, war Venezuela uebrigens weniger stark von Lebensmittelimporten abhängig als dies heute der Fall ist. Man machte also in den letzten 20 Jahren nicht nur keine Fortschritte in Richtung Versorgungsautarkie, sondern man entwickelte sich zurueck. Dies ist angesichts der Abhängigkeit des Landes von einem einzigen Rohstoff, dessen Preisentwicklung notorisch volatil ist, verantwortungslos.


Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Außerdem ist es ja wohl traurig, dass Venezuela von dir jetzt die Vorgabe bekommt, aufgrund des immer massiver werdenden Wirtschaftsembargos zum Agrarstaat zu mutieren.


Ich verlange nicht, dass Venezuela anstatt Oel Lebensmittel exportieren soll, dann naemlich waere es tastsaechlich ein Agrarstaat. Es sollte allerdings moeglich sein selber soviel Nahrungsmittel zu produzieren, dass man zumindest die eigenen Leute ernähren kann.

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Gegen so eine Steuerung der Wirtschaft von Außen scheinst du nichts zu haben, wo du doch sonst immer gegen Wirtschaftssteuerung anschreibst. zwinkern

Kleiner Hinweis: Es handelt sich hier um den schnöden alten Imperialismus, den du hier versuchst, dem Opfer anzuhängen. Denk mal drüber nach.



Die entscheidenden Fehler wurden innerhalb Venezuelas gemacht. Stichwort: Zerstörung der heimischen Lebensproduktion durch populistische staatsdirigistische Massnahmen wie Preiskontrollen und Mindestlöhne ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden ob ueberhaupt noch kostendeckend produziert werden kann.

Was wir jetzt erleben, dass sind, metaphorisch gesprochen, nur die kreisenden Geier, die sich allmählich dem absterbenden Land nähern um sich um die Filetstücke zu balgen.

Venezuela ist vor allem Opfer einer voellig gescheiterten Wirtschaftspolitik, die sich mehr an illusorischen ideologischen Vorgaben als an praktischen Erfordernissen orientierte und die Menschen in diesem Land muessen jetzt die haarsträubenden Fehler einer unfähigen und korrupten Funktionärskaste ausbaden. Dass es ausländische Kreise gibt, denen diese Entwicklung in die Hände spielt und die sich jetzt die Hände reiben, ist geschenkt. Auch wenn die sich voellig raushalten wuerden waere Venezuela am Ende.



Ansonsten will ich hier auch mal festhalten, dass Venezuela in den letzten 20 Jahren rein gar nichts getan hat um seine Abhängigkeit von Oelimporten zu verringern, was auch in Hinblick auf die sich global abzeichnende Klimakatastrophe fragwürdig ist. Ich kann schlechterdings nicht von den kapitalistischen Laendern verlangen aus fossilen Brennstoffen auszusteigen und Oel & Co. durch regenerierbare Energiequellen zu ersetzen und gleichzeitig verlangen, dass man bitteschoen weiterhin Venezuela sein Oel abkauft, weil man dort unfähig ist was anderes zu produzieren und das Geld dringend braucht um die fallende Produktion der eigenen durch ideologische Dummheit kaputtgemachten Landwirtschaft durch Importe ersetzen zu koennen. Den politischen Spagat kriege ich einfach hin.

Venezuela hatte 20 Jahre Zeit seine Wirtschaft zu diversifizieren und zu modernisieren. Stattdessen schaute man hilflos zu wie das Land in immer größere Abhängigkeit von einer nicht mehr zeitgemäßen Industrie rutschte, deren Produktionsanlagen immer störungsanfälliger werden, weil wegen Misswirtschaft kein Geld zur Modernisierung da ist.
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AdvocatusDiaboli
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Beitrag(#2180526) Verfasst am: 09.06.2019, 19:33    Titel: Re: US of Arseholes Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
https://amerika21.de/2019/06/227428/usa-verschaerfen-sanktionen-venezuela

Zitat:
Das Finanzministerium der USA hat eine weitere Verschärfung der Strafmaßnahmen gegen Venezuelas Erdölindustrie bekanntgegeben. Washington zielt nun auf Verdünnungsmittelimporte ab und beeinträchtigt damit die Fähigkeit des südamerikanischen Landes, Öl zu exportieren und Treibstoff zu produzieren.



https://amerika21.de/2019/06/226923/venezuela-lebensmittelversorgung-miliz

Zitat:
Die Nationale Bolivarische Miliz Venezuelas wird ab sofort in das staatliche Programm zur Nahrungsmittelversorgung einbezogen. Dies gab Präsident Nicolás Maduro bekannt. Die Lokalen Komitees für Versorgung und Produktion (Comités Locales de Abastecimiento y Producción, Clap) verteilen nach offiziellen Angaben derzeit Grundnahrungsmittel an sechs Millionen Familien.

Der Schritt erfolgt nachdem bekannt wurde, dass die US-Regierung Strafmaßnahmen gegen Mitarbeiter und Lieferanten der Clap vorbereitet.

(...) Die Finanzsanktionen der USA haben sowohl den Kauf als auch die Zahlung der Waren der Lebensmittelpakete behindert, von denen die meisten aus Mexiko, der Türkei oder Brasilien stammen. Sie blockieren nach Regierungsangaben aber auch die Lieferungen. Nur zwei der zwölf an den Clap-Importen beteiligten Reedereien würden derzeit aufgrund der Sanktionen liefern. Maduro erwähnte zudem, dass mehrere Schiffe am Montag daran gehindert wurden, ihre Häfen zu verlassen, und bezeichnete die Aktion als "Sabotage".



Warum ist Venezuela eigentlich nicht in der Lage selbst genuegend Lebensmittel zu produzieren um seine Bevoelkerung zu versorgen? Meines Wissens ist Venezuela kein Wüstenstaat und liegt auch nicht in der arktischen Tundra. Cool


Das ginge sicher. Nur bräuchte eine Umstellung in so eine Ernährungs*autarkie* Zeit.


Reichen 20 Jahre nicht aus? Vor 20 Jahren, als Hugo Chavez an die Macht kam, war Venezuela uebrigens weniger stark von Lebensmittelimporten abhängig als dies heute der Fall ist. Man machte also in den letzten 20 Jahren nicht nur keine Fortschritte in Richtung Versorgungsautarkie, sondern man entwickelte sich zurueck. Dies ist angesichts der Abhängigkeit des Landes von einem einzigen Rohstoff, dessen Preisentwicklung notorisch volatil ist, verantwortungslos.


Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Außerdem ist es ja wohl traurig, dass Venezuela von dir jetzt die Vorgabe bekommt, aufgrund des immer massiver werdenden Wirtschaftsembargos zum Agrarstaat zu mutieren.


Ich verlange nicht, dass Venezuela anstatt Oel Lebensmittel exportieren soll, dann naemlich waere es tastsaechlich ein Agrarstaat. Es sollte allerdings moeglich sein selber soviel Nahrungsmittel zu produzieren, dass man zumindest die eigenen Leute ernähren kann.

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Gegen so eine Steuerung der Wirtschaft von Außen scheinst du nichts zu haben, wo du doch sonst immer gegen Wirtschaftssteuerung anschreibst. zwinkern

Kleiner Hinweis: Es handelt sich hier um den schnöden alten Imperialismus, den du hier versuchst, dem Opfer anzuhängen. Denk mal drüber nach.



Die entscheidenden Fehler wurden innerhalb Venezuelas gemacht. Stichwort: Zerstörung der heimischen Lebensproduktion durch populistische staatsdirigistische Massnahmen wie Preiskontrollen und Mindestlöhne ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden ob ueberhaupt noch kostendeckend produziert werden kann.

Was wir jetzt erleben, dass sind, metaphorisch gesprochen, nur die kreisenden Geier, die sich allmählich dem absterbenden Land nähern um sich um die Filetstücke zu balgen.

Venezuela ist vor allem Opfer einer voellig gescheiterten Wirtschaftspolitik, die sich mehr an illusorischen ideologischen Vorgaben als an praktischen Erfordernissen orientierte und die Menschen in diesem Land muessen jetzt die haarsträubenden Fehler einer unfähigen und korrupten Funktionärskaste ausbaden. Dass es ausländische Kreise gibt, denen diese Entwicklung in die Hände spielt und die sich jetzt die Hände reiben, ist geschenkt. Auch wenn die sich voellig raushalten wuerden waere Venezuela am Ende.

Ansonsten will ich hier auch mal festhalten, dass Venezuela in den letzten 20 Jahren rein gar nichts getan hat um seine Abhängigkeit von Oelimporten zu verringern, was auch in Hinblick auf die sich global abzeichnende Klimakatastrophe fragwürdig ist. Ich kann schlechterdings nicht von den kapitalistischen Laendern verlangen aus fossilen Brennstoffen auszusteigen und Oel & Co. durch regenerierbare Energiequellen zu ersetzen und gleichzeitig verlangen, dass man bitteschoen weiterhin Venezuela sein Oel abkauft, weil man dort unfähig ist was anderes zu produzieren und das Geld dringend braucht um die fallende Produktion der eigenen durch ideologische Dummheit kaputtgemachten Landwirtschaft durch Importe ersetzen zu koennen. Den politischen Spagat kriege ich einfach hin.

Venezuela hatte 20 Jahre Zeit seine Wirtschaft zu diversifizieren und zu modernisieren. Stattdessen schaute man hilflos zu wie das Land in immer größere Abhängigkeit von einer nicht mehr zeitgemäßen Industrie rutschte, deren Produktionsanlagen immer störungsanfälliger werden, weil wegen Misswirtschaft kein Geld zur Modernisierung da ist.


Welche ideologische Dummheit hat die venezolanische Landwirtschaft zerstört?

https://en.m.wikipedia.org/wiki/Agriculture_in_Venezuela

Zitat:
Agriculture in Venezuela has a much smaller share of the economy than in any other Latin American country. After the discovery of oil in Venezuela in the early 20th century to the 1940s, agriculture has declined rapidly, and with the beginning of large-scale industrial development in the 1940s, agriculture and land reform was largely neglected by successive governments (although a 1960 land reform law did see 200,000 families receive land, largely in the early 1960s). Since 1999, under the Bolivarian Revolution of President Hugo Chávez, agriculture has had a somewhat higher priority. Agriculture in Venezuela accounts for approximately 3% of GDP, 10% of the labor force, and at least a quarter of Venezuela's land area.

Venezuela imports most of its food, mainly from Colombia and the United States.[1]


Richtig, Venezuela hat keine diversifizierte Wirtschaft und dass auch Chávez und Maduro keine ausreichenden Bestrebungen in diese Richtung unternommen haben, ist zu kritisieren.
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