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wirksames Mittel gegen Mietwucher

 
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Bernd Jaguste
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Anmeldungsdatum: 11.01.2006
Beiträge: 277
Wohnort: Berlin

Beitrag(#2177936) Verfasst am: 12.05.2019, 17:13    Titel: wirksames Mittel gegen Mietwucher Antworten mit Zitat

Hallo Freigeister,

es gibt Bevölkerungsgruppen in Deutschland, für die die aktuelle Mietpreisentwicklung ein Problem darstellt. Das wird intensiv von den Medien und der Politik diskutiert. Viele Politiker setzen auf die sogenannte Mietpreisbremse, einige auf die Verstaatlichung von Wohnungen. Dabei ist jedem logisch denkenden Menschen klar, dass beides nicht funktioniert. Die Mieten können nur langfristig sinken, wenn das Angebot die Nachfrage deckt. Die beiden vorgenannten Ansätze schaffen jedoch keine einzige Wohnung, sondern verhindern den Wohnungsneubau. Sie verschärfen also das Problem. Da die Menschen jedoch unvermindert in die Ballungsräume ziehen, muss man was am dortigen Angebot machen. Der öffentlichen Hand fehlen aber die Mittel dazu. Also täuschen die Politiker Aktionismus vor und versprechen uns mit der Mietpreisbremse Besserung. So weit bekannt. Kleingeister werden daran glauben, Freigeister nicht.

Auf der Seite https://jaguste.lima-city.de/images/Freigeisterhaus/wirksames%20Mittel%20gegen%20Mietwucher.pdf habe ich einen Vorschlag aufgeschrieben, wie man das Problem der steigenden Mieten in den Ballungsräumen dauerhaft, sozial verträglich, gerecht und finanzierbar in den Griff bekommt. Hierzu muss man neue Wege gehen. Hier ist das Freigeisterhaus und somit der optimale Ort dazu. Mein Vorschlag klingt auf den ersten Blick erst mal hart. Wenn man darüber nachdenkt, löst er aber das Problem und ist sozial gerecht. Also, viel Spaß beim Nachdenken und Diskutieren.

Viele Grüße sendet
Bernd Jaguste
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AdvocatusDiaboli
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Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 23978

Beitrag(#2177940) Verfasst am: 12.05.2019, 18:10    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Was wirklich helfen würde, ist eine Mietabgabe von Mietern, wo das Mieten-Einkommen- Verhältnis einen bestimmten Wert unterschreitet. Wer beispielsweise weniger als 15% seines Einkommens für die Miete ausgibt, zahlt die Differenz an eine Fördergesellschaft, beispielsweise den Staat. Bevor jetzt das große Geschrei anfängt, möchte ich Ihnen nachfolgend die Vorteile dieses Systems aufzeigen.


Das ist so bescheuert, ich kann es gar nicht in Worte fassen.
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 21866
Wohnort: Germering

Beitrag(#2177952) Verfasst am: 12.05.2019, 18:38    Titel: Antworten mit Zitat

Haha, "15% vom Netto unterschreitet" ist wirklich lustig. Auf wen das zutrifft, der wohnt wohl kaum zur Miete, höchstens als Tourist! Zudem wäre die von Dir vorgeschlagene Mietausgleichszahlung im Prinzip nichts anderes als eine progressive Steuer für Mieter. Wenn Wohnungskäufer keine Abgabe zahlen müssen, kurbelt das zwar den Wohnungskauf (und die Banken und die Makler) an, aber führt doch in Ballungszentren bekanntermaßen zu Umwandlungen von Miet- in Eigentumswohnungen, die sich wieder nur Wenige leisten können.
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Bernd Jaguste
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Anmeldungsdatum: 11.01.2006
Beiträge: 277
Wohnort: Berlin

Beitrag(#2184250) Verfasst am: 21.07.2019, 10:48    Titel: Re: wirksames Mittel gegen Mietwucher Antworten mit Zitat

Hallo,

ja, so habe ich es mir schon fast gedacht. Das Thema „bezahlbare Mieten“ interessiert nicht wirklich. Die SPD hat sich das Thema ganz groß auf die Fahnen geschrieben und nähert sich jetzt dem einstelligen Prozentwert in den Umfragen an. Den Linken geht es nicht besser. Das Thema ist zwar groß in den Medien, doch ändern wollen es nur die wenigen Betroffenen. Die meisten haben bezahlbaren Wohnraum und was kümmert die der Rest.

Vielleicht liegt es ja auch daran, dass ich meinen Vorschlag in einer pdf-Datei versteckt habe. Das Hemmnis, einem Link zu folgen, ist wohl zu groß. Hätte ich selber wahrscheinlich auch nicht getan. Daher hier der Langtext. Den Link, für die herunterladbare pdf-Datei, gibt es weiterhin unter https://jaguste.lima-city.de/images/Freigeisterhaus/wirksames%20Mittel%20gegen%20Mietwucher.pdf .

Viel Spaß beim Lesen und vielleicht hilft es ja, die Mieten für alle bezahlbar zu machen:

wirksames Mittel gegen Mietwucher

Wenn man die aktuelle Diskussion über die Mieten in Deutschland verfolgt, hat man den Eindruck, dass 80 Millionen Menschen in Deutschland vom Mietwucher heimgesucht werden und die monatliche Mietzahlung alle Einwohner Deutschlands an den Rand der Existenz bringt. Das ist natürlich bei Weitem nicht der Fall. Unbestritten ist, dass es natürlich Gruppen gibt, welche für die Miete einen wesentlichen Teil ihres Einkommens ausgeben und bei denen das aktuelle Mietniveau daher existenzbedrohend ist. Dies sind unter anderem junge Menschen, welche sich im Job erst finden müssen, gleichzeitig erstmalig eine Wohnung beziehen und auch noch Kinder großziehen. Sie steigen neu in den Wohnungsmarkt ein und müssen einen Großteil ihres relativ geringen Einkommens für die Miete ausgeben. Auf der anderen Seite des Spektrums stehen ältere Menschen. Dies haben oftmals einen langjährigen Job, gute Einkommen und steinalte Mietverträge. Sie benötigen daher einen wesentlich geringeren Anteil ihres Einkommens für die Miete. Das Verhältnis von Einkommen zur Miete ist nicht nur regional unterschiedliche ausgeprägt, sondern innerhalb der Regionen auch unterschiedlich zwischen den einzelnen Personengruppen verteilt.

Diese ungleiche Verteilung des Verhältnisses zwischen Einkommen und Mietausgaben zwischen den einzelnen Bevölkerungsgruppen könnte ein Schlüssel sein, um bezahlbare Mieten für alle zu erreichen. Denn die erreicht man nicht mit einer Mietpreisbremse. Jeder logisch denkende Mensch weiß, dass diese nicht funktionieren kann. Durch die Deckelung der Mieten in den Großstädten wird die Investitionsbereitschaft und der Wohnungsneubau verhindert. Damit reduziert sich das Wohnungsangebot und die Mieten gehen durch die Decke. Eine Verstaatlichung der Wohnungen hätte den gleichen Effekt. Da kein öffentliches Geld für wirksamen Wohnungsneubau vorhanden ist, würde das Problem nur noch schneller anwachsen, als bei einer Mietpreisbremse. Bezahlbare Mieten erreicht man nur, wenn das Angebot schneller wächst, als die Nachfrage.

Wie kann man das nun erreichen? Mit Sicherheit nicht dadurch, dass man den bedürftigen Mietern Mietzuschüsse gewährt. Wie bei der Mietpreisbremse oder Verstaatlichung schafft das keine einzige neue Wohnung. Was wirklich helfen würde, ist eine Mietabgabe von Mietern, wo das Mieten-Einkommen-Verhältnis einen bestimmten Wert unterschreitet. Wer beispielsweise weniger als 15% seines Einkommens für die Miete ausgibt, zahlt die Differenz an eine Fördergesellschaft, beispielsweise den Staat. Bevor jetzt das große Geschrei anfängt, möchte ich Ihnen nachfolgend die Vorteile dieses Systems aufzeigen.

Der erste Vorteil ist sofort ersichtlich. Mit dieser Mietausgleichszahlungen ist Geld verfügbar, welches ausschließlich für den öffentlichen Wohnungsbau genutzt werden kann. Das fördert den öffentlichen Wohnungsbau, steigert damit das Angebot an bezahlbaren Wohnraum und senkt damit langfristig die Mieten für alle.

Nun fügt man noch ein zweiten Baustein in dieses Mietsenkungsprogramm ein. Besitzer von selbstgenutzten Wohneigentum brauchen keine Mietausgleichszahlung zahlen. Diese Zahlungen sind nur von den Personen zu leisten, welche, im Verhältnis zu ihrer Miete, ein hohes Einkommen haben. Wer diese Mietausgleichs-zahlung an den Staat nicht leisten will, hat damit die Möglichkeit, sich durch Kauf oder Bau einer Eigentumswohnung dem System zu entziehen. Dies hat gleich zwei positive Effekte. Es wird privater Wohnungsbau gefördert und es werden Mietwohnungen, oftmals mit langen und damit günstigen Mietverträgen, frei. Diese Maßnahme steigert nochmals das Wohnungsangebot und senkt gleichfalls nachhaltig die Mieten für alle Mieter.

Abschließend kann man durch eine örtliche Verteilung des Grenzwertes, ab wann die Mietausgleichszahlung zu leisten ist, den Zuzug in die Ballungsräume steuern. Dort könnte man den Wert höher ansetzen, als auf dem Land und damit die Bevölkerungsverteilung steuern.

Wenn man abschließend noch den Prozentwert regelmäßig hochsetzt, ab wann die Mietausgleichszahlung zu leisten ist, kann sich die Bevölkerung langfristig darauf einstellen. Wenn man zum Beispiel mit 15% Mietzahlung im Verhältnis zum Einkommen anfängt und diesen Wert jedes Jahr um 0,5% erhöht, kann man sich ungefähr vorstellen, ab wann man selber davon betroffen ist. Nun hat man langfristig die Möglichkeit, sich durch Planung und Erwerb einer Eigentumswohnung diesem System zu entziehen. Oder man entscheidet sich alternativ, dass man sich durch Zahlung dieser Mietausgleichszahlung an einer gerechteren Verteilung der Mieten für alle beteiligt.

Wie kann man nun das Verhältnis Miete zu Einkommen ermitteln? Ein Vorschlag wäre, dass jeder erst mal pauschal z.B. 5% seines Einkommens bezahlt, bis er durch Vorlage des Steuerbescheids aller in der Wohnung gemeldeter Personen und Vorlage des zugehörigen Mietvertrages das Gegenteil nachweist. Alternativ muss er nachweisen, dass er in seiner eigenen Wohnung wohnt und damit aus dem System rausfällt. Sicher, es ist bürokratischen Aufwand. Ganz ohne Aufwand werden wir das Mietenproblem jedoch nicht lösen können. Zur Berechnung der Ausgleichszahlung fällt unseren Finanzbeamten aber sicherlich noch was kreatives ein.

Abschließend ist festzustellen: In diesem System unterstützen die Starken die Schwachen durch Zahlung einer Mietausgleichszahlung. Damit steigt das Angebot an öffentlichen und damit bezahlbaren Wohnungen für alle. Die ganz Starken machen Mietwohnungen frei, in dem sie in eine eigenfinanzierte Wohnung ziehen und damit den Mietmarkt entlasten. Das System ist gerecht, finanzierbar und hochwirksam.

Weitere Ideen von Bernd Jaguste finden Sie auf https://jaguste.lima-city.de/
Berlin, 12. Mai 2019
Bernd Jaguste
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Bernd Jaguste
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Beitrag(#2184255) Verfasst am: 21.07.2019, 11:03    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
Haha, "15% vom Netto unterschreitet" ist wirklich lustig. Auf wen das zutrifft, der wohnt wohl kaum zur Miete, höchstens als Tourist! Zudem wäre die von Dir vorgeschlagene Mietausgleichszahlung im Prinzip nichts anderes als eine progressive Steuer für Mieter. Wenn Wohnungskäufer keine Abgabe zahlen müssen, kurbelt das zwar den Wohnungskauf (und die Banken und die Makler) an, aber führt doch in Ballungszentren bekanntermaßen zu Umwandlungen von Miet- in Eigentumswohnungen, die sich wieder nur Wenige leisten können.


Hallo Step,

ja, 15% ist nicht viel. Der Wert, ab wann man bezahlen muss, sollte ja auch jährlich steigen. Über den Einstiegswert muss natürlich öffentlich diskutiert werden. Dafür gibt es aber Politiker. Wie Du der Grafik in meiner pdf-Datei entnehmen kannst, zahlen die große Teile der Bevölkerung ca. 17% ihres Nettoeinkommens für die Miete und müssten bei einem Einstiegswert von 15% somit noch nichts bezahlen.

Und ja, ob man das Mietausgleichszahlung oder progressive Steuer für Mieter nennt, ist egal. Bezahlbarer Wohnraum für alle ist nicht für Null zu bekommen. Auch wenn die Politiker mit der Mietpreisbremse uns was anderes versprechen. Du bist intelligent. Du weißt, dass das Geld kosten muss.

Und ja, es werden Wohnungen umgewandelt. Das hat aber zur Folge, dass Geld ins System kommt. Und ein Großteil des Geldes wird dafür verwandt, neue Wohnungen zu bauen. Und nur durch die Angebotssteigerung kann die Nachfrage und damit die Miete gesenkt werden. Ohne Geld geht es nicht.

Viele Grüße sendet
Bernd Jaguste
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Wilson
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Beitrag(#2186090) Verfasst am: 13.08.2019, 08:56    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.stern.de/lifestyle/leute/kanye-west-baut-in-los-angeles-haeuser-fuer-arme---ohne-baugenehmigung-8843988.html

In Los Angeles
Kanye West baut "Star Wars"-Häuser für Arme

https://www.youtube.com/watch?v=FJt7gNi3Nr4
No Church In The Wild
Kanye West
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uwebus
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Beitrag(#2186093) Verfasst am: 13.08.2019, 10:33    Titel: Re: wirksames Mittel gegen Mietwucher Antworten mit Zitat

Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:


Der erste Vorteil ist sofort ersichtlich. Mit dieser Mietausgleichszahlungen ist Geld verfügbar, welches ausschließlich für den öffentlichen Wohnungsbau genutzt werden kann.

Bernd Jaguste


Nur ein Einwand: Du kennst unsre Politiker nicht. Den obigen Satz mußt du in den Konjunktiv übersetzen.

Mit diesen Mietausgleichszahlungen WÄRE Geld verfügbar, welches ausschließlich für den öffentlichen Wohnungsbau genutzt werden KÖNNTE.

Geld, welches Politiker zwischen die Finger kriegen, wird ausgegeben für Maßnahmen, die ihre Wiederwahl begünstigen, es gibt also 1001 Möglichkeiten diese Einnahmen anders zu verwenden als zum Vorteil zukünftiger Mieter. Nimm einfach mal den SOLI, ursprünglicher Sinn und heutige Verwendung. Oder die EEG-Umlage, hat die irgend etwas zur Verbesserung der Luft beigetragen? Die hat nur den Strompreis in die Höhe getrieben auf das europäisch höchste Niveau.

Der schlechteste Investor ist immer der Staat.
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Alchemist
Luminous beings are we, not this crude matter.



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Beitrag(#2186105) Verfasst am: 13.08.2019, 12:30    Titel: Re: wirksames Mittel gegen Mietwucher Antworten mit Zitat

uwebus hat folgendes geschrieben:
Oder die EEG-Umlage, hat die irgend etwas zur Verbesserung der Luft beigetragen?


Diese Aussage ist so dermaßen bescheuert, das spottet jeder Beschreibung.

Lass es lieber sein mit irgendwelchen Behauptungen, von denen du keine Ahnung hast. Das ist echt peinlich
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uwebus
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Wohnort: Saarbrücken

Beitrag(#2186125) Verfasst am: 13.08.2019, 16:29    Titel: Re: wirksames Mittel gegen Mietwucher Antworten mit Zitat

Alchemist hat folgendes geschrieben:
uwebus hat folgendes geschrieben:
Oder die EEG-Umlage, hat die irgend etwas zur Verbesserung der Luft beigetragen?


Diese Aussage ist so dermaßen bescheuert, das spottet jeder Beschreibung.

Lass es lieber sein mit irgendwelchen Behauptungen, von denen du keine Ahnung hast. Das ist echt peinlich


Alchemist, schau dir mal die Tabelle auf der Seite 15 der folgenden Internetseite an:

https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Pools/Broschueren/klimaschutzbericht_2017_aktionsprogramm.pdf

Abbildung 1: Emissionsentwicklung in Deutschland seit 1990, nach Treibhausgasen; Quelle: Umweltbundesamt, Nationales Treibhausgasinventar 2018

Das EEG-Gesetz wurde im Jahr 2000 im März in Kraft gesetzt.

Hat sich da die Windmühlen- und Sonnenkollektorinstallation signifikant bemerkbar gemacht?
Ab 2009 ist doch der Ausstoß nahezu konstant, trotz vieler Milliarden, die der deutsche Verbraucher jährlich aufbringen muß.

Peinlich ist deine Leseschwäche, weil du immer nur das liest, was in dein links-grünes Weltbild paßt.
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Alchemist
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Wohnort: Hamburg

Beitrag(#2186126) Verfasst am: 13.08.2019, 16:57    Titel: Re: wirksames Mittel gegen Mietwucher Antworten mit Zitat

uwebus hat folgendes geschrieben:
Alchemist hat folgendes geschrieben:
uwebus hat folgendes geschrieben:
Oder die EEG-Umlage, hat die irgend etwas zur Verbesserung der Luft beigetragen?


Diese Aussage ist so dermaßen bescheuert, das spottet jeder Beschreibung.

Lass es lieber sein mit irgendwelchen Behauptungen, von denen du keine Ahnung hast. Das ist echt peinlich


Alchemist, schau dir mal die Tabelle auf der Seite 15 der folgenden Internetseite an:

https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Pools/Broschueren/klimaschutzbericht_2017_aktionsprogramm.pdf

Abbildung 1: Emissionsentwicklung in Deutschland seit 1990, nach Treibhausgasen; Quelle: Umweltbundesamt, Nationales Treibhausgasinventar 2018

Das EEG-Gesetz wurde im Jahr 2000 im März in Kraft gesetzt.

Hat sich da die Windmühlen- und Sonnenkollektorinstallation signifikant bemerkbar gemacht?
Ab 2009 ist doch der Ausstoß nahezu konstant, trotz vieler Milliarden, die der deutsche Verbraucher jährlich aufbringen muß.

Peinlich ist deine Leseschwäche, weil du immer nur das liest, was in dein links-grünes Weltbild paßt.


Ich bin weder links noch grün du [zensiert]
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jdf
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Beitrag(#2186254) Verfasst am: 15.08.2019, 07:55    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Was wirklich helfen würde, ist eine Mietabgabe von Mietern, wo das Mieten-Einkommen- Verhältnis einen bestimmten Wert unterschreitet. Wer beispielsweise weniger als 15% seines Einkommens für die Miete ausgibt, zahlt die Differenz an eine Fördergesellschaft, beispielsweise den Staat. Bevor jetzt das große Geschrei anfängt, möchte ich Ihnen nachfolgend die Vorteile dieses Systems aufzeigen.


Das ist so bescheuert, ich kann es gar nicht in Worte fassen.

Sowas ähnliches gab es früher im sozialen Wohnungsbau und ist inzwischen mW bundesweit abgeschafft. Nannte sich Fehlbelegungsabgabe.

Sehe gerade noch mal die Threadüberschrift: Wirksames Mittel gegen Mietwucher sind Anzeige und Zivilklage. Mietwucher ist eine Straftat (§291 StGB).
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Die Geschichte soll mich als jemanden in Erinnerung behalten, der sich zu hundert Prozent für den kleinen Mann eingesetzt hat.
(HC Strache)
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fwo
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Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2186258) Verfasst am: 15.08.2019, 09:08    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Was wirklich helfen würde, ist eine Mietabgabe von Mietern, wo das Mieten-Einkommen- Verhältnis einen bestimmten Wert unterschreitet. Wer beispielsweise weniger als 15% seines Einkommens für die Miete ausgibt, zahlt die Differenz an eine Fördergesellschaft, beispielsweise den Staat. Bevor jetzt das große Geschrei anfängt, möchte ich Ihnen nachfolgend die Vorteile dieses Systems aufzeigen.


Das ist so bescheuert, ich kann es gar nicht in Worte fassen.

Sowas ähnliches gab es früher im sozialen Wohnungsbau und ist inzwischen mW bundesweit abgeschafft. Nannte sich Fehlbelegungsabgabe.

Sehe gerade noch mal die Threadüberschrift: Wirksames Mittel gegen Mietwucher sind Anzeige und Zivilklage. Mietwucher ist eine Straftat (§291 StGB).

Mietwucher ist aber nur bei alten Mietverhältnissen mit entsprechenden Erhöhungen einigermaßen nachweisbar.

Das Problem liegt wohl eher daran, dass es nicht gelingt, Boden und Wohnraum aus der freien Markwirtschaft herauszulösen (das wäre allerdings nicht nur rechtlich schwierig, wahrscheinlich gäbe es für derartige Anstalten auch kaum Mehrheiten), so dass sie besonders in Großstädten zu Spekulationsobjekten werden, deren hoher Anschaffungspreis sich dann auf die Mieten niederschlagen muss. Das schafft dann für Altbaubesitzer sehr günstige Bedingungen, um wiederum ihre Mieten anzupassen. Dieses Problem ist an einigen Orten durch die "Privatisierung", d.h. das Verscherbeln, städtischen Wohnungsbaus noch verstärkt worden.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

The skills you use to produce the right answer are exactly the same skills you use to evaluate the answer. Isso.

Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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jdf
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Beitrag(#2186264) Verfasst am: 15.08.2019, 10:19    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Mietwucher ist aber nur bei alten Mietverhältnissen mit entsprechenden Erhöhungen einigermaßen nachweisbar.

Ich habe meine Anmerkung nur wegen der unsinnigen Verwendung des Begriffs gemacht. Im übrigen darfst du gern nachlesen.

fwo hat folgendes geschrieben:
Das Problem liegt wohl eher daran, dass es nicht gelingt, Boden und Wohnraum aus der freien Markwirtschaft herauszulösen (das wäre allerdings nicht nur rechtlich schwierig, wahrscheinlich gäbe es für derartige Anstalten auch kaum Mehrheiten), so dass sie besonders in Großstädten zu Spekulationsobjekten werden, deren hoher Anschaffungspreis sich dann auf die Mieten niederschlagen muss.

Es gibt jede Menge Gesetze und Regelungen sowie Schlupflöcher in denselben, die Spekulation oder Geldwäsche mit Immobilien ermöglichen oder begünstigen. Gleiches gilt für eine überhöhte Miete oder die Betriebskosten.

Und bei Mietverhältnissen für Wohnraum gibt es eine lange Tradition des Missbrauchs der Machtstellung des Vermieters.

Das größte Problem ist mE der Gesetzgeber, der wahlweise zu doof oder nicht willens ist, wirksame Gesetze gegen die Auswüchse im Immobilienwesen zu fabrizieren.

fwo hat folgendes geschrieben:
Das schafft dann für Altbaubesitzer sehr günstige Bedingungen, um wiederum ihre Mieten anzupassen.

In erster Linie ist nicht das Alter der Immobilie für die Miethöhe maßgeblich, sondern das Alter des Mietvertrags. (Abgesehen vom Willen des Vermieters.)

fwo hat folgendes geschrieben:
Dieses Problem ist an einigen Orten durch die "Privatisierung", d.h. das Verscherbeln, städtischen Wohnungsbaus noch verstärkt worden.

Richtig. Das war der kommunale Sündenfall der 90er Jahre. Die Beteiligten mögen in der Hölle schmoren.
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fwo
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Beitrag(#2186269) Verfasst am: 15.08.2019, 10:35    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
...
Das größte Problem ist mE der Gesetzgeber, der wahlweise zu doof oder nicht willens ist, wirksame Gesetze gegen die Auswüchse im Immobilienwesen zu fabrizieren.
...

Kein Widerspruch. Ich hatte es nur nicht so direkt formuliert.
jdf hat folgendes geschrieben:
....
fwo hat folgendes geschrieben:
Das schafft dann für Altbaubesitzer sehr günstige Bedingungen, um wiederum ihre Mieten anzupassen.

In erster Linie ist nicht das Alter der Immobilie für die Miethöhe maßgeblich, sondern das Alter des Mietvertrags. (Abgesehen vom Willen des Vermieters.)

Mir kam es auf den Willen des Vermieters an: Das Alter des Mietvertrages bestimmt den Schutz des Mieters. Worauf es mir in diesem Zusammenhang ankam, war, dass es natürlich bei einem Bau, der schon länger im Besitz seines Eigentümers ist, also in Zeiten niedrigerer Preise erworben oder selbst gebaut wurde, entsprechend lukrativer wird, sich an die neuen Vergleichsmieten anzupassen.
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jdf
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Beiträge: 16763

Beitrag(#2186283) Verfasst am: 15.08.2019, 13:31    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Mir kam es auf den Willen des Vermieters an:

Wenn du den Willen des Vermieters einbeziehst, bekommst du eine ganz anderes Ergebnis. Dann ist nämlich der Wille des Vermieters (im heutigen großstädtischen Markt) der bestimmende Faktor für die Miethöhe bei Neuverträgen. Dem Vermieter steht es nämlich frei, die gesetzlichen Möglichkeiten nach seinem Interesse auszureizen oder eben auch nicht.

fwo hat folgendes geschrieben:
Das Alter des Mietvertrages bestimmt den Schutz des Mieters.

Wieso denn Schutz? Mir ging es um die Miethöhe. Man kann nämlich idR zutreffend sagen: Je älter ein Vertrag, desto geringer ist die Miete.

fwo hat folgendes geschrieben:
Worauf es mir in diesem Zusammenhang ankam, war, dass es natürlich bei einem Bau, der schon länger im Besitz seines Eigentümers ist, also in Zeiten niedrigerer Preise erworben oder selbst gebaut wurde, entsprechend lukrativer wird, sich an die neuen Vergleichsmieten anzupassen.

Dass sich eine Immobilie irgendwann amortisiert ist trivial. Und dass man Gebäude nach ihrem Baualter beurteilt, ist es auch. Was sich übrigens gelegentlich auch im Mietenspiegel manch einer Hansestadt widerspiegelt. Und witzigerweise sind hier die Baujahre 1948 - 1977 die deutlich günstigsten. (Zumindest in normalen Wohnlagen - in guten Wohnlagen fällt der Unterschied nicht so deutlich aus.)
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tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



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Beitrag(#2186291) Verfasst am: 15.08.2019, 15:39    Titel: Re: wirksames Mittel gegen Mietwucher Antworten mit Zitat

Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:
Auf der Seite https://jaguste.lima-city.de/images/Freigeisterhaus/wirksames%20Mittel%20gegen%20Mietwucher.pdf habe ich einen Vorschlag aufgeschrieben, wie man das Problem der steigenden Mieten in den Ballungsräumen dauerhaft, sozial verträglich, gerecht und finanzierbar in den Griff bekommt. Hierzu muss man neue Wege gehen. Hier ist das Freigeisterhaus und somit der optimale Ort dazu. Mein Vorschlag klingt auf den ersten Blick erst mal hart. Wenn man darüber nachdenkt, löst er aber das Problem und ist sozial gerecht.

OK, kurz überflogen, also:

a) Wer reich genug ist, sich eine eigene Wohnung zu kaufen, muss nichts beitragen. bravo

b) Wer wohnungsmäßig sparsam ist, d.h. bewusst in einer kleinen Wohnung lebt um Miete zu sparen, muss dagegen zahlen. Nochmal bravo

Echt, super gedacht. Anbeten
_________________
"YOU HAVE TO START OUT LEARNING TO BELIEVE THE LITTLE LIES." -- "So we can believe the big ones?" -- "YES."

(Death / Susan, in: Pratchett, Hogfather)
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Bernd Jaguste
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Anmeldungsdatum: 11.01.2006
Beiträge: 277
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Beitrag(#2195979) Verfasst am: 24.11.2019, 17:09    Titel: Re: wirksames Mittel gegen Mietwucher Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:

a) Wer reich genug ist, sich eine eigene Wohnung zu kaufen, muss nichts beitragen. bravo

b) Wer wohnungsmäßig sparsam ist, d.h. bewusst in einer kleinen Wohnung lebt um Miete zu sparen, muss dagegen zahlen. Nochmal bravo

Echt, super gedacht. Anbeten

zu a) Ja, denn er hat in den Wohnungsbau investiert und sein privates Geld in den Wohnungsmarkt gepumpt.
zu b) Er muss nur zahlen, wenn sein Einkommen deutlich größer ist, als seine Mietausgaben. Wenn das der Fall ist, kann er sich auch eine Wohnung kaufen und den billigen Wohnraum für Leute frei machen, die kein hohes Einkommen haben. Das senkt für alle die Miete.
c) hohe Miete, geringes Einkommen = man muss nichts zahlen
d) keine Wohnung, geringes Einkommen = man hat eine Chance, eine Wohnung mit bezahlbarer Miete zu bekommen, da das System Wohnraum schafft
e) Die Realität in Berlin: Senat hat Mietendeckel eingeführt => Die ersten beiden großen Wohnbauvorhaben von privaten Investoren mit ca. 600 Wohnungen wurden abgesagt. Ein Investor verschwindet komplett aus Berlin und geht in andere deutsche Städte. => Es werden noch weniger Wohnungen gebaut. Das Angebot wird immer knapper. Die Mieten gehen durch die Decke bzw. durch den Mietendeckel.

Es nutzt doch nichts, wenn man die Miete deckelt. Eine Wohnung hält ungefähr 80 Jahre. Rechnen wir mit 100 Jahre, dass macht die Sache einfacher. Das bedeutet, das jedes Jahr 1% der Wohnungen abgerissen wird. In Berlin ziehen jedes Jahr ca. 43.000 Leute hin. Wir bräuchten in Berlin also ca. 18.000 neue Wohnungen im Jahr für die Neuberliner und müssen den vorgenannte ein Prozent Verlust ausgleichen. Bauen tun wir hier ca. 6.000 Wohnungen im Jahr. Mit Mietendeckel wurden davon dieses Jahr schon 600 abgesagt, also nur noch 5.400 Wohnungen (die Zahlen bitte nicht so genau nehmen; die Größenordnung passt aber). Bei den Zahlen weißt Du, wo die Miete in Berlin hingehen wird. Da hilft kein Mietendeckel sondern nur massiver Wohnungsneubau. Altes Marktgesetz: Das Verhältnis Angebot zur Nachfrage bestimmt die Höhe der Miete. Wenn die Nachfrage steigt, dass Angebot aber fast gleich bleibt bzw. sinkt, dann steigt die Miete. Da hilft kein Deckel.

Übrigens: Wenn alle Investoren verschreckt werden, die in Berlin Mietwohnungen bauen wollen, dann bekommt nur noch derjenige eine Wohnung, der sich selber eine Eigentumswohnung baut. Mietwohnungen gibt es dann nicht mehr. Mit Mietendeckel werden also nur noch die Reichen eine Wohnung bekommen, da sie selber bauen. Die Armen leben fortan bei Mama oder Freunden. Der Mietendeckel ist das Gegenteil von sozial, er ist asozial, weil nur noch die Reichen eine Chance haben. Vielen Dank an den Berliner Senat.

Mit meinem Modell hingegen haben wieder alle eine Chance auf bezahlbaren Wohnraum. Sicher, es wird der Gemeinschaft Geld kosten. Aber ohne Anstrengungen werden wir diese Gemeinschaftsaufgabe nicht lösen können. Wer behauptet, bezahlbarer Wohnraum für alle geht, ohne das jemand dafür bezahlen muss, ist entweder dumm oder er lügt mit Vorsatz. So meine Meinung.

Viele Grüße aus Berlin sendet
Bernd Jaguste
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uwebus
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Beitrag(#2195981) Verfasst am: 24.11.2019, 17:53    Titel: Re: wirksames Mittel gegen Mietwucher Antworten mit Zitat

Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:

e) Die Realität in Berlin: Senat hat Mietendeckel eingeführt => Die ersten beiden großen Wohnbauvorhaben von privaten Investoren mit ca. 600 Wohnungen wurden abgesagt.


Bernd,

wer das Wohnungsproblem lösen will müßte eine Revolution im Grunstücksmarkt durchführen: Die Vergesellschaftung des Grund und Bodens der Republik.

Bauland und generell jede Bodennutzung wird nur auf Erbbaurecht vergeben, das verhindert die Bodenspekulation, die ja den größten Teil der Baukosten eines Gebäudes ausmacht. Ob ich ein Mehrfamilienhaus in München oder in Buxtehude errichte wirkt sich nur unwesentlich auf den Gestehungspreis aus, es sind die Bodenpreise in München und anderen Großstädten, die ein Gebäude so teuer machen.

Absurd ist es heute, daß ein simples Einfamilienhaus mit 100-120 m² Wohnfläche in München schon mehr als eine Million € kostet, in kleineren Orten aber bei 200-250 Tausend € liegt.

Vergesellschaftung des Grund und Bodens wäre m.E. die einzige Möglichkeit, die Spekulation auf dem Immobilienmarkt einzuschränken. Ein Gebäude kann dann in 100 Jahren abgeschrieben werden (max. Erbaubaurecht), danach fällt es dem Staat zu, der es entweder abreißen, renovieren oder anderweitig vermarkten kann.

Grund und Boden so behandeln wie die Atmosphäre und das Grundwasser, nämlich als lebenswichtiges Allgemeingut und so der Spekulation entziehen. Hört sich nach Kommunismus an, aber es wäre m.E. die einzige Möglichkeit wohnen sozial gerechter gestalten zu können.
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Beitrag(#2195987) Verfasst am: 24.11.2019, 18:45    Titel: Re: wirksames Mittel gegen Mietwucher Antworten mit Zitat

uwebus hat folgendes geschrieben:
Bernd Jaguste hat folgendes geschrieben:

e) Die Realität in Berlin: Senat hat Mietendeckel eingeführt => Die ersten beiden großen Wohnbauvorhaben von privaten Investoren mit ca. 600 Wohnungen wurden abgesagt.


Bernd,

wer das Wohnungsproblem lösen will müßte eine Revolution im Grunstücksmarkt durchführen: Die Vergesellschaftung des Grund und Bodens der Republik.

Bauland und generell jede Bodennutzung wird nur auf Erbbaurecht vergeben, das verhindert die Bodenspekulation, die ja den größten Teil der Baukosten eines Gebäudes ausmacht. Ob ich ein Mehrfamilienhaus in München oder in Buxtehude errichte wirkt sich nur unwesentlich auf den Gestehungspreis aus, es sind die Bodenpreise in München und anderen Großstädten, die ein Gebäude so teuer machen.

Absurd ist es heute, daß ein simples Einfamilienhaus mit 100-120 m² Wohnfläche in München schon mehr als eine Million € kostet, in kleineren Orten aber bei 200-250 Tausend € liegt.

Vergesellschaftung des Grund und Bodens wäre m.E. die einzige Möglichkeit, die Spekulation auf dem Immobilienmarkt einzuschränken. Ein Gebäude kann dann in 100 Jahren abgeschrieben werden (max. Erbaubaurecht), danach fällt es dem Staat zu, der es entweder abreißen, renovieren oder anderweitig vermarkten kann.

Grund und Boden so behandeln wie die Atmosphäre und das Grundwasser, nämlich als lebenswichtiges Allgemeingut und so der Spekulation entziehen. Hört sich nach Kommunismus an, aber es wäre m.E. die einzige Möglichkeit wohnen sozial gerechter gestalten zu können.

Mal eine gute Idee aus dem Hause uwebus. bravo
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jdf
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Beitrag(#2195999) Verfasst am: 25.11.2019, 11:30    Titel: Re: wirksames Mittel gegen Mietwucher Antworten mit Zitat

uwebus hat folgendes geschrieben:
Grund und Boden so behandeln wie die Atmosphäre und das Grundwasser, nämlich als lebenswichtiges Allgemeingut und so der Spekulation entziehen. Hört sich nach Kommunismus an, aber es wäre m.E. die einzige Möglichkeit wohnen sozial gerechter gestalten zu können.

Wenn das also die einzige Möglichkeit sein soll, die Wohnungsprobleme in deutschen Ballungsräumen zu lösen, dann hast du für den Geltungsbereich des Grundgesetzes tatsächlich KEINE Lösung. Schulterzucken
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Die Geschichte soll mich als jemanden in Erinnerung behalten, der sich zu hundert Prozent für den kleinen Mann eingesetzt hat.
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uwebus
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Beitrag(#2196011) Verfasst am: 25.11.2019, 13:46    Titel: Re: wirksames Mittel gegen Mietwucher Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
uwebus hat folgendes geschrieben:
Grund und Boden so behandeln wie die Atmosphäre und das Grundwasser, nämlich als lebenswichtiges Allgemeingut und so der Spekulation entziehen. Hört sich nach Kommunismus an, aber es wäre m.E. die einzige Möglichkeit wohnen sozial gerechter gestalten zu können.

Wenn das also die einzige Möglichkeit sein soll, die Wohnungsprobleme in deutschen Ballungsräumen zu lösen, dann hast du für den Geltungsbereich des Grundgesetzes tatsächlich KEINE Lösung. Schulterzucken


Nein, ein Lösung habe ich auch nicht, weil es keine Lösung gegen die menschliche Habgier gibt, die nämlich genetisch angelegt ist. Und was wir in den Genen haben läßt sich nun mal nicht löschen.

Meine persönliche Lösung gegen die Habgier von Wohnungsspekulanten war, mir selbst Wohneigentum zu schaffen. Nacheinander Häuser (fast ganz allein) gebaut, immer eins nach dem anderen, eins verkauft und dann neu gebaut, das 3te war schon schuldenfrei, was mir erlaubte, mit Anfang 50 auszuwandern, wieder ein Haus zu bauen und von den Zinsen zu leben in einem Lande, wo das Leben weniger Geld verlangte als ein Leben in der BRD. Bei meiner Rückkehr in die BRD habe ich dann das 5te Haus gebaut, schuldenfrei, was ich aufgrund meines Alters dann verkaufte und in Saarbrücken eine Wohnung kaufte, ebenfalls schuldenfrei.

Mit Eigenleistung kann man sich von Wohnungsspekulanten befreien, allerdings ist es erforderlich einen richtigen Beruf zu erlernen, der einem den Einsatz der eigenen Hände ermöglicht, ein Laberstudium ist dazu wohl nicht geeignet, damit bleibt man den Wohnungsspekulanten ausgeliefert.
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Beitrag(#2196012) Verfasst am: 25.11.2019, 13:58    Titel: Re: wirksames Mittel gegen Mietwucher Antworten mit Zitat

uwebus hat folgendes geschrieben:
Nein, ein Lösung habe ich auch nicht, weil es keine Lösung gegen die menschliche Habgier gibt, die nämlich genetisch angelegt ist. Und was wir in den Genen haben läßt sich nun mal nicht löschen.

Meine persönliche Lösung gegen die Habgier von Wohnungsspekulanten war, mir selbst Wohneigentum zu schaffen. Nacheinander Häuser (fast ganz allein) gebaut, immer eins nach dem anderen, eins verkauft und dann neu gebaut, das 3te war schon schuldenfrei, was mir erlaubte, mit Anfang 50 auszuwandern, wieder ein Haus zu bauen und von den Zinsen zu leben in einem Lande, wo das Leben weniger Geld verlangte als ein Leben in der BRD. Bei meiner Rückkehr in die BRD habe ich dann das 5te Haus gebaut, schuldenfrei, was ich aufgrund meines Alters dann verkaufte und in Saarbrücken eine Wohnung kaufte, ebenfalls schuldenfrei.

Mit Eigenleistung kann man sich von Wohnungsspekulanten befreien, allerdings ist es erforderlich einen richtigen Beruf zu erlernen, der einem den Einsatz der eigenen Hände ermöglicht, ein Laberstudium ist dazu wohl nicht geeignet, damit bleibt man den Wohnungsspekulanten ausgeliefert.


Ok boomer.
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Beitrag(#2196032) Verfasst am: 25.11.2019, 15:36    Titel: Re: wirksames Mittel gegen Mietwucher Antworten mit Zitat

uwebus hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
uwebus hat folgendes geschrieben:
Grund und Boden so behandeln wie die Atmosphäre und das Grundwasser, nämlich als lebenswichtiges Allgemeingut und so der Spekulation entziehen. Hört sich nach Kommunismus an, aber es wäre m.E. die einzige Möglichkeit wohnen sozial gerechter gestalten zu können.

Wenn das also die einzige Möglichkeit sein soll, die Wohnungsprobleme in deutschen Ballungsräumen zu lösen, dann hast du für den Geltungsbereich des Grundgesetzes tatsächlich KEINE Lösung. Schulterzucken


Nein, ein Lösung habe ich auch nicht, weil es keine Lösung gegen die menschliche Habgier gibt, die nämlich genetisch angelegt ist. Und was wir in den Genen haben läßt sich nun mal nicht löschen.

Das mag vielleicht sein, trotzdem darf dir niemand unberechtigt dein ganzes Geld wegnehmen.
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Beitrag(#2196033) Verfasst am: 25.11.2019, 15:36    Titel: Re: wirksames Mittel gegen Mietwucher Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Ok boomer.

Außerdem.
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Beitrag(#2196035) Verfasst am: 25.11.2019, 15:45    Titel: Antworten mit Zitat

Eines der Instrumente:

Zitat:
Mieterschutz: Hamburg nutzt Vorkaufsrecht

Zum Schutz von Mietern vor Verdrängung aus ihren Wohnungen hat die Stadt Hamburg in vier weiteren Fällen ihr Vorkaufsrecht ausgeübt.

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Mieterschutz-Hamburg-nutzt-Vorkaufsrecht,mieterschutz112.html

https://www.hamburg.de/soziale-erhaltungsverordnungen/
https://www.hamburg.de/soziale-erhaltungsverordnungen/gebiete/
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Wilson
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Beitrag(#2196711) Verfasst am: 04.12.2019, 19:54    Titel: Antworten mit Zitat

Politik-Professor Peter Grottian warnt auf der Hauptversammlung der Deutsche Wohnen SE vor Blackrock

Zitat:
Der Berliner Politikwissenschaftler Prof. Peter Grottian (FU Berlin) hat auf der Aktionärsversammlung der Deutsche Wohnen in Frankfurt am Main die Enteignung als Notschrei gegen den „Raubtierkapitalismus“ neuen Typs von BlackRock & Co bezeichnet. „Wer 20-30 % als Rendite anpeilt, hat nicht alle Tassen im Schrank und gehört an die Kette.“

https://www.kritischeaktionaere.de/deutsche_wohnen/enteignung-als-notschrei-gegen-raubtierkapitalismus/


Aufsichtsrats­vorsitzender der im Opernturm in Frankfurt am Main sowie München ansässigen BlackRock Deutschland ist (Stand 2018) der CDU-Politiker Friedrich Merz.[9]
https://de.wikipedia.org/wiki/BlackRock
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