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Ursachen der Homosexualität
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Murphy
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Anmeldungsdatum: 29.04.2011
Beiträge: 5000

Beitrag(#1802061) Verfasst am: 18.12.2012, 01:07    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Murphy hat folgendes geschrieben:

Ich weiß nicht, ich verfolg da irgendwie einen ganz anderen Ansatz. Ich meine, wenn du das so machst, wie sagst, dann kann aber einer auch genauso gut zum Kind sagen: 'Jetzt bist du Sodomit, einer von vielen Kranken und wenn das so bleibt, kommst du in die Hölle."


Ich sehe den Zusammenhang nicht. Wer sagt, "Homosexuelle kommen in die Hölle", hat ganz andere Absichten und Motive als jemand, der das sagt, was ich geschrieben habe. Willst Du auch den Unterschied zwischen Christen und Atheisten aufheben, damit keiner mehr sagen kann, für Unglauben käme man in die Hölle?

Papperlapapp. Wenn du dem Kind beibringst, es gehört jetzt zu dieser oder jener Gruppe, dann zwingst du dem Kind eine Rolle auf, zu der es nicht verpflichtet ist. Außerdem machst du es angreifbar durch alle Gegner dieser oder jener Gruppe. Du erzählst ihm vielleicht nur, dass es Homosexualität ist, aber das Kind übernimmt damit automatisch alles was es über Homosexualität weiß und überträgt es auf sich.
Kramer hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Da wärs doch besser, dem Kind zu erklären, dass man sich in allen Abstufungen zu jedem Geschlecht hingezogen fühlen kann (aber nicht muss) und damit basta.


Keine Ahnung, ob das besser ist. Für manche mag es auf diese Art hilfreich sein, für andere mag es hilfreicher sein, einen "Begriff" zu haben, etwas greifbares, an dem sie sich orientieren können. Menschen sind sehr unterschiedlich, und vielleicht ist Gay Pride genau das, was mancher braucht, um zu seiner Homosexualität stehen zu können.

Merkst du nicht, wie du in diesem alten, starren, unterdrückerischen Denken verfangen bist? Niemand braucht irgendwo dazu zu stehen, weil alle die gleichen Rammler sind und niemand muss sich öffentlich irgendwie festlegen, damit seine sexuelle Autonomie anerkannt wird.
Sicher, das mit der Orientierung ist mir auch schon in den Sinn gekommen, aber vielleicht wird die eben nur benötigt, damit man weiß wie man sich festlegen soll. Dabei gibt es ja überhaupt keine Notwendigkeit dazu und niemand stünde vor der Schwierigkeit nach meinetwegen 30 Jahren straight festzustellen, dass er doch schwul ist und dann so etwas archaisches wie ein Coming-Out zu machen, dass ihm unter Umständen noch Nachteile bringt. Der Druck dazu kommt hauptsächlich zustande, weil eine festgelegte, eingefahrene Rolle plötzlich durch eine andere, gegenteilige ersetzt werden soll. Das ist alles überflüssig weil man sich gar nicht erst in so ein bestimmtes Schema pressen lassen braucht.
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30245

Beitrag(#1802064) Verfasst am: 18.12.2012, 01:22    Titel: Antworten mit Zitat

Murphy hat folgendes geschrieben:

Papperlapapp. Wenn du dem Kind beibringst, es gehört jetzt zu dieser oder jener Gruppe, dann zwingst du dem Kind eine Rolle auf, zu der es nicht verpflichtet ist.


Ich weiss nicht, welcher meiner Aussagen Du das entnimmst. Ich habe da eine Ahnung, aber ich möchte Dich nicht in die Gruppe derjenigen zwingen, die den Konjunktiv nicht verstehen.

Zitat:
Merkst du nicht, wie du in diesem alten, starren, unterdrückerischen Denken verfangen bist?


Nö.

Zitat:
Niemand braucht irgendwo dazu zu stehen, weil alle die gleichen Rammler sind und niemand muss sich öffentlich irgendwie festlegen, damit seine sexuelle Autonomie anerkannt wird.
Sicher, das mit der Orientierung ist mir auch schon in den Sinn gekommen, aber vielleicht wird die eben nur benötigt, damit man weiß wie man sich festlegen soll.


Oder um Orientierungspunkte zu haben, wo man Gleichgesinnte findet. Ich würde auf Partnersuche nicht in den Seniorenkreis der Kirchengemeinde nebenan gehen.
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Murphy
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Anmeldungsdatum: 29.04.2011
Beiträge: 5000

Beitrag(#1802068) Verfasst am: 18.12.2012, 01:47    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Merkst du nicht, wie du in diesem alten, starren, unterdrückerischen Denken verfangen bist?


Nö.

Zitat:
Niemand braucht irgendwo dazu zu stehen, weil alle die gleichen Rammler sind und niemand muss sich öffentlich irgendwie festlegen, damit seine sexuelle Autonomie anerkannt wird.
Sicher, das mit der Orientierung ist mir auch schon in den Sinn gekommen, aber vielleicht wird die eben nur benötigt, damit man weiß wie man sich festlegen soll.


Oder um Orientierungspunkte zu haben, wo man Gleichgesinnte findet. Ich würde auf Partnersuche nicht in den Seniorenkreis der Kirchengemeinde nebenan gehen.

Da, schon wieder! Wozu braucht man denn Gleichgesinnte, man braucht genau einen Einzigen, der kompatibel ist. Außerdem, hast du als Hetero dir schonmal gedacht: 'Oh, ich geh jetzt in diese und diese Bar, da sind viele Heteros, Gleichgesinnte'? Man braucht einfach nur dorthin zu gehen, wo das präferierte Geschlecht sich vorwiegend tummelt.
Und wenn diese dämlichen Schranken ersteinmal gefallen sind und der überwiegende Teil der Bevölkerung sich irgendwo in der Mitte zwischen total straight und total gay ansiedelt, dann findet jeder auch leichter seinen Partner.

Sehr vernünftig finde ich in diesem Zusammenhang auch die Kinsey-Skala:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kinsey-Skala
edit:
Zitat:


„Männer stellen nicht zwei getrennte Populationen dar – eine heterosexuelle und eine homosexuelle. Man darf die Welt nicht in Böcke und Schafe einteilen. Nicht alle Dinge sind entweder schwarz oder weiß. Es ist ein Grundsatz der Taxonomie, dass die Natur selten getrennte Kategorien aufweist. Nur der menschliche Geist führt Kategorien ein und versucht, die Tatsachen in getrennte Fächer einzuordnen. Die lebendige Welt ist ein Kontinuum in allen ihren Aspekten. Je eher wir uns dessen in Bezug auf menschliches Sexualverhalten bewusst werden, umso eher werden wir zu einem wirklichen Verständnis der Realitäten gelangen.“

– Alfred C. Kinsey: 1948, zitiert nach Haeberle[1]

Er sah keine Veranlassung mehr von „dem Homosexuellen“ zu sprechen, wie er es sieben Jahre zuvor wenigstens noch ironisch tat.

„Man würde klareres Denken in diesen Dingen ermutigen, wenn man Personen nicht als heterosexuell oder homosexuell bezeichnen würde, sondern als Individuen mit einem bestimmten Ausmaß an heterosexueller Erfahrung und einem bestimmten Ausmaß an homosexueller Erfahrung. Anstatt diese Ausdrücke als Substantive oder selbst als Adjektive für Personen zu gebrauchen, sollte man sie besser zur Beschreibung von tatsächlich sexuellen Beziehungen oder von Stimuli verwenden, auf die ein Individuum erotisch reagiert.“

– Alfred C. Kinsey: 1948, zitiert nach Haeberle[1]
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fwo
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Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 24119
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#1802071) Verfasst am: 18.12.2012, 02:13    Titel: Antworten mit Zitat

Murphy hat folgendes geschrieben:
...Wozu braucht man denn Gleichgesinnte, man braucht genau einen Einzigen, der kompatibel ist. Außerdem, hast du als Hetero dir schonmal gedacht: 'Oh, ich geh jetzt in diese und diese Bar, da sind viele Heteros, Gleichgesinnte'? Man braucht einfach nur dorthin zu gehen, wo das präferierte Geschlecht sich vorwiegend tummelt. ....
Zitat:

„Männer stellen nicht zwei getrennte Populationen dar – eine heterosexuelle und eine homosexuelle. Man darf die Welt nicht in Böcke und Schafe einteilen. Nicht alle Dinge sind entweder schwarz oder weiß. Es ist ein Grundsatz der Taxonomie, dass die Natur selten getrennte Kategorien aufweist. Nur der menschliche Geist führt Kategorien ein und versucht, die Tatsachen in getrennte Fächer einzuordnen. Die lebendige Welt ist ein Kontinuum in allen ihren Aspekten. ....
– Alfred C. Kinsey: 1948, zitiert nach Haeberle[1]

Das ist doch in der Praxis ziemlich egal, wie stark Du eine Seite präferierst, Du präferierst eine Seite (selbst die das nicht tun präferieren dadurch nicht die die es auch nicht tun, sondern halt unbestimmt, mal die eine, mal die andere Seite.)

Und ansonsten ist es ziemlich egal, was der Hetero sich denkt, wenn er so handelt, die Erfahrung zeigt, dass er richtig handelt. Es reicht nämlich nicht, dorthin zu gehen, "wo das präferierte Geschlecht sich überwiegend tummelt", es ist sinnvoller, dahin zu gehen, wo es sich überwiegend tummelt, wenn es in Paarungsstimmung ist. Dass Du auf diesen Balzplätzen viele Gleichgesinnte treffen wirst, ist nicht Ziel der Veranstaltung, sondern es ist einfach leider so, weil das die bekannten Balzplätze sind. Wenn Du versuchst, das zu vermeiden, stehen die Signale, die Du aussendest nämlich nicht im "richtigen" Kontext und kommen nicht an: Versuch doch mal spaßeshalber, dich zum Baggern vor einen Damenfrisör zu stellen.

fwo
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30245

Beitrag(#1802072) Verfasst am: 18.12.2012, 02:16    Titel: Antworten mit Zitat

Murphy hat folgendes geschrieben:
Wozu braucht man denn Gleichgesinnte, man braucht genau einen Einzigen, der kompatibel ist. Außerdem, hast du als Hetero dir schonmal gedacht: 'Oh, ich geh jetzt in diese und diese Bar, da sind viele Heteros, Gleichgesinnte'?


Auf diese Frage könnte ich jetzt antworten:

Murphy hat folgendes geschrieben:
(Ich geh wohin) ich mag


Dann wissen alle auch gleich Bescheid, dass sie das nichts angeht.


Aber ich will mal nicht so sein. Denken wir uns jemand (männlich), der neu in der Stadt ist und fragt, wo man denn jemanden kennen lernen kann. Einfache Antwort: "Überall. Geh zu Aldi und sprich jemanden an."

Das wird nicht die Antwort sein, die er hören will. Man braucht also mehr Informationen. Will er jemanden kennen lernen, mit dem er Schach spielen kann, dann sagt man ihm, wo der Schachverein ist, oder nennt ihm eine Kneipe, in der Schach gespielt wird. Oder sucht er eine erotische oder romantische Bekanntschaft, also einen One-Night-Stand oder sogar eine neue Beziehung? Auch da kann man unterschiedliche Empfehlungen geben. Wenn er nur einen One-Night-Stand sucht, wäre es eine schlechte Empfehlung, ihn in ein Etablissement zu schicken, in dem Menschen nach dem Partner fürs Leben Ausschau halten. Und wenn er sagt, er sucht einen One-Night-Stand und er steht auf Männer, dann wäre die Teenie-Disco im Jugendzentrum mit 80% Mädchenanteil auch nicht die beste Empfehlung.

Man könnte natürlich alle in einen grossen Saal zwingen, die Teenies, die Schachspieler, die One-Night-Stand-Sucher, die Heiratswilligen... aber was bringt das? Wem hilft das? Diese Menschen wollen ihre Freizeit verbringen, in einem Umfeld, das ihren Erwartungen entspricht. Die wollen ein paar Stunden lang dem Einheitsbrei des Alltags entfliehen und sich unter Gleichgesinnten aufhalten, ohne Andersgesinnten erklären zu müssen, warum sie das wollen. Das gilt nicht nur für Homos, Heteros und Bisexuelle, sondern für alle Menschen, die irgendwo sozialen Kontakt suchen. Und sei es der Bleistiftsammlerverein Bielefeld West.
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Kramer
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Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30245

Beitrag(#1802078) Verfasst am: 18.12.2012, 02:45    Titel: Antworten mit Zitat

Murphy hat folgendes geschrieben:

Sehr vernünftig finde ich in diesem Zusammenhang auch die Kinsey-Skala:


Kinseys Forschungsergebnisse sind inzwischen ein wenig veraltet. Ich würde auf die soviel geben, wie auf die Forschungsergebnisse bezüglich der Knabenbeschneidung von 1958. Man muss da einfach berücksichtigen, dass diese Erhebungen in einer Zeit statt fanden, in der Homosexualität keine selbstverständlich wählbare Option war.
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Murphy
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Anmeldungsdatum: 29.04.2011
Beiträge: 5000

Beitrag(#1802080) Verfasst am: 18.12.2012, 03:31    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
Die wollen ein paar Stunden lang dem Einheitsbrei des Alltags entfliehen und sich unter Gleichgesinnten aufhalten, ohne Andersgesinnten erklären zu müssen, warum sie das wollen. Das gilt nicht nur für Homos, Heteros und Bisexuelle, sondern für alle Menschen, die irgendwo sozialen Kontakt suchen. Und sei es der Bleistiftsammlerverein Bielefeld West.

Ja und das ist dochgerade das Rückständige und Abartige: Da gibts getrennte Clubs für Schwule, Straights, Bis, One-night-stands, Partnersuche oder Bleistiftsammler. Sowas fördert in Bezug auf die Sexualität die Kluft zwischen gay und straight, das ist doch bescheuert. Außerdem sind ja die Leute auch deswegen so blöd, weil sie alle permanent im eigenen Saft schmoren, fleißig ihre Vorurteile und Ressentiments pflegen und nie über ihren Tellerand hinausschauen. Wäre das nicht viel geiler, wenn statt zehn Spartenclubs ein großes Event wäre, wo <u>alle</u> dran teilnehmen und man sich nicht auf seine Sexualität reduzieren muss um Kontakt zu Leuten zu finden, mit denen man etwas gemeinsam hat?

Und davon abzukommen strikt zwischen Hetero und Gay zu trennen, wäre ein erster Schritt in diese Richtung. Und irgendwann hast du einen riesigen Markt, auf dem es alles gibt, da triffst du dann den Zoophilen oder den Dingficker, neben straight und gay und alle haben vielleicht irgendein Motto gemeinsam, aber die Sexualität ist nichts mehr, was die Leute dort dann trennt.

Im übrigen... habt ihr die Kinsey-Zitate überhaupt gelesen? Ihr habt doch kein einziges Wort verstanden von dem was er sagt! Der Mann hats drauf, nur wenn wir uns in diese Richtung weiter- und so ein Denken entwickeln, hat die Menscheit überhaupt die Chance jemals zu einer großen Einheit zu werden anstelle des üblichen Hauen und Stechens.

Aber ihr seid doch verwirrt:
fwo hat folgendes geschrieben:
Das ist doch in der Praxis ziemlich egal, wie stark Du eine Seite präferierst, Du präferierst eine Seite (selbst die das nicht tun präferieren dadurch nicht die die es auch nicht tun, sondern halt unbestimmt, mal die eine, mal die andere Seite.)

Was soll denn das heißen, Mann?

Und zum Anderen: So ein Hin-und-Mit zur Partnersuche steht doch an dritter Stelle gleich nach Internetdating und Kontaktanzeigen, das ist doch arm. Da geh ich doch lieber zu anderen Veranstaltungen, die mir taugen, und finde unter den anderen Teilnehmern jemand mit gleichen Interessen. Ich mein, Partnersuche ist halt auch Glückspiel oder Schicksal oder Kismet oder Karma, findet man, so wie man neue Freunde findet, oder auch nicht. Aber auf jeden Fall ist es besser, wenn sexuelle Präferenz kein Ausschlusskriterium, sondern eine zusätzliche Option darstellt.
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Waschmaschine777
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Anmeldungsdatum: 07.07.2008
Beiträge: 4007

Beitrag(#1802097) Verfasst am: 18.12.2012, 08:02    Titel: Antworten mit Zitat

Murphy hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Merkst du nicht, wie du in diesem alten, starren, unterdrückerischen Denken verfangen bist?


Nö.

Zitat:
Niemand braucht irgendwo dazu zu stehen, weil alle die gleichen Rammler sind und niemand muss sich öffentlich irgendwie festlegen, damit seine sexuelle Autonomie anerkannt wird.
Sicher, das mit der Orientierung ist mir auch schon in den Sinn gekommen, aber vielleicht wird die eben nur benötigt, damit man weiß wie man sich festlegen soll.


Oder um Orientierungspunkte zu haben, wo man Gleichgesinnte findet. Ich würde auf Partnersuche nicht in den Seniorenkreis der Kirchengemeinde nebenan gehen.

Da, schon wieder! Wozu braucht man denn Gleichgesinnte, man braucht genau einen Einzigen, der kompatibel ist. Außerdem, hast du als Hetero dir schonmal gedacht: 'Oh, ich geh jetzt in diese und diese Bar, da sind viele Heteros, Gleichgesinnte'? Man braucht einfach nur dorthin zu gehen, wo das präferierte Geschlecht sich vorwiegend tummelt.
Und wenn diese dämlichen Schranken ersteinmal gefallen sind und der überwiegende Teil der Bevölkerung sich irgendwo in der Mitte zwischen total straight und total gay ansiedelt, dann findet jeder auch leichter seinen Partner.

Sehr vernünftig finde ich in diesem Zusammenhang auch die Kinsey-Skala:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kinsey-Skala
edit:
Zitat:


„Männer stellen nicht zwei getrennte Populationen dar – eine heterosexuelle und eine homosexuelle. Man darf die Welt nicht in Böcke und Schafe einteilen. Nicht alle Dinge sind entweder schwarz oder weiß. Es ist ein Grundsatz der Taxonomie, dass die Natur selten getrennte Kategorien aufweist. Nur der menschliche Geist führt Kategorien ein und versucht, die Tatsachen in getrennte Fächer einzuordnen. Die lebendige Welt ist ein Kontinuum in allen ihren Aspekten. Je eher wir uns dessen in Bezug auf menschliches Sexualverhalten bewusst werden, umso eher werden wir zu einem wirklichen Verständnis der Realitäten gelangen.“

– Alfred C. Kinsey: 1948, zitiert nach Haeberle[1]

Er sah keine Veranlassung mehr von „dem Homosexuellen“ zu sprechen, wie er es sieben Jahre zuvor wenigstens noch ironisch tat.

„Man würde klareres Denken in diesen Dingen ermutigen, wenn man Personen nicht als heterosexuell oder homosexuell bezeichnen würde, sondern als Individuen mit einem bestimmten Ausmaß an heterosexueller Erfahrung und einem bestimmten Ausmaß an homosexueller Erfahrung. Anstatt diese Ausdrücke als Substantive oder selbst als Adjektive für Personen zu gebrauchen, sollte man sie besser zur Beschreibung von tatsächlich sexuellen Beziehungen oder von Stimuli verwenden, auf die ein Individuum erotisch reagiert.“

– Alfred C. Kinsey: 1948, zitiert nach Haeberle[1]


Ist eigentlich auch jeder Zoophil, Nekrophil, Pädophil, Gerontophil? Nur halt mit unterschiedlichem Ausmaß an diesen Erfahrungen?
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Waschmaschine777
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Anmeldungsdatum: 07.07.2008
Beiträge: 4007

Beitrag(#1802101) Verfasst am: 18.12.2012, 08:29    Titel: Antworten mit Zitat

Murphy hat folgendes geschrieben:

Ja und das ist dochgerade das Rückständige und Abartige: Da gibts getrennte Clubs für Schwule, Straights, Bis, One-night-stands, Partnersuche oder Bleistiftsammler. Sowas fördert in Bezug auf die Sexualität die Kluft zwischen gay und straight, das ist doch bescheuert.


Was spricht denn gegen solche Orte? Da trifft man Leute mit gleicher Interessenlage.

Dieses Thema erinnert mich an eine Southparkfolge. Da ziehen sich plötzlich alle Männer "schwul" an und hängen in Schwulenbars rum. Mr. Garrison ist nicht gerade erfreut darüber, dass die dann doch nicht ficken wollen.
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Murphy
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Anmeldungsdatum: 29.04.2011
Beiträge: 5000

Beitrag(#1802105) Verfasst am: 18.12.2012, 08:35    Titel: Antworten mit Zitat

Waschmaschine777 hat folgendes geschrieben:
Ist eigentlich auch jeder Zoophil, Nekrophil, Pädophil, Gerontophil? Nur halt mit unterschiedlichem Ausmaß an diesen Erfahrungen?

Hehe, Schlawiner! Also was Pädophilie angeht, da würde ich sagen sind die Übergänge fließend. Auf Junge stehen viele, einigen gehen bis an die Altersgrenze, manche finden underage noch schärfer und ein paar gehen so weit, bis es richtig kriminell wird.
Was Gerontophilie angeht, dann ist das auch einigermaßen verbreitet, den Eindruck habe ich zumindest wenn ich mir die Pornoindustrie im Netz so angucke.
Zoophilie ist schon seltener, aber dennoch finden sich genügend Fälle, so dass eine gewisse Verbreitung in der Gesellschaft außer Frage steht.
Naja, und Necromancer... ich hab jedenfalls noch keinen getroffen.

Ich denke, dass die Veranlagung zu jeder dieser Abnormitäten in uns allen steckt und wenn man nur die richtigen Trauma durchlebt oder sonstwie einen krassen Schaden in der Erziehung mitkriegt, dass dann jeder (oder fast jeder) dazu fähig werden könnte. Also ja zu deiner Frage.

Man müsste allerdings die Skala entsprechend weiter fächern und so gliedern, dass anhand der Zwischenstufen der Seltenheitsgrad der ausgeprägten Abnormität ersichtlich wird und mit der Realität in Einklang steht.
Aber dürfte schwierig werden da valide Daten zu bekommen, denn wer würde schon zugeben, dass er schon einmal durch ein Tier erregt wurde oder sich Sex mit einem Toten vorgestellt hat? Und die, dies gemacht haben müssen es auf Grund der Strafbarkeit sowieso verheimlichen. Außerdem glaub ich irgendwie nicht, dass die sich unbedingt an wissenschaftlichen Studien zur Erforschung und Bekanntmachung ihrer speziellen Neigungen beteiligen wollen, die haben wahrscheinlich andere Sorgen.
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Murphy
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Anmeldungsdatum: 29.04.2011
Beiträge: 5000

Beitrag(#1802106) Verfasst am: 18.12.2012, 08:45    Titel: Antworten mit Zitat

Waschmaschine777 hat folgendes geschrieben:
Murphy hat folgendes geschrieben:

Ja und das ist dochgerade das Rückständige und Abartige: Da gibts getrennte Clubs für Schwule, Straights, Bis, One-night-stands, Partnersuche oder Bleistiftsammler. Sowas fördert in Bezug auf die Sexualität die Kluft zwischen gay und straight, das ist doch bescheuert.


Was spricht denn gegen solche Orte? Da trifft man Leute mit gleicher Interessenlage.

Ja, was Ficken angeht. Da triffst du wildfremde Leute, von denen du nichts weißt und mit denen du nichts gemeinsam hast als die sexuellen Praktiken, zum Zwecke... ja, zu welchem Zweck triffst Du sie denn?
Das ist ja wie am Saumarkt, da geh ich doch lieber noch ins Puff.
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Fake
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Anmeldungsdatum: 11.11.2011
Beiträge: 3548

Beitrag(#1802113) Verfasst am: 18.12.2012, 09:25    Titel: Antworten mit Zitat

Murphy hat folgendes geschrieben:
Jedenfalls, wozu dient das denn, diese Kategorisierung?

Und was soll diese reflexhafte Abwehr? Das machst du doch in anderen Lebensbereichen auch nicht. Wenn jemand sagt: "Ich bin dunkelhaarig, habe blaue Augen und bin von Beruf Lehrer sind das gleich 3 Kategorien. Na und?

Mir helfen Kategorien, um mir einen Eindruck von Menschen zu machen. Mit "alle Menschen sind gleich" komme ich doch nicht weiter. Vor allem weil es nicht stimmt. Kategorien sind erstmal nur Worte. Und wenn sie zutreffend sind, spricht aus meiner Sicht nichts grundsätzliches dagegen sie zu verwenden. Dafür haben doch Menschen die Sprache erfunden!
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Fake
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Anmeldungsdatum: 11.11.2011
Beiträge: 3548

Beitrag(#1802114) Verfasst am: 18.12.2012, 09:44    Titel: Antworten mit Zitat

Murphy hat folgendes geschrieben:
Und davon abzukommen strikt zwischen Hetero und Gay zu trennen, wäre ein erster Schritt in diese Richtung.

Strohmann. Das wird doch gar nicht strikt getrennt. Schon mal das Wort Bisexualität gehört?

Außerdem ist das gar nicht, was du eigentlich forderst. Du willst nicht die strikte Trennung zwischen Hetero und Gay auflösen, du willst Menschen generell verbieten, Präferenzen zu haben und sich dazu zu bekennen. Du bist derjenige, der Menschen in eine Schublade zwingen will, nämlich in die "alles ist gleich gut" Schublade. Ich möchte mir aber gerne selber aussuchen, was ich gut finde und was nicht.
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narziss
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Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 21939

Beitrag(#1802122) Verfasst am: 18.12.2012, 10:19    Titel: Antworten mit Zitat

Ich find auch die Frage interessant, ob es zwei Homosexualitäten, nämlich aktiv und passiv, beim Mann gibt.
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Murphy
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Anmeldungsdatum: 29.04.2011
Beiträge: 5000

Beitrag(#1802131) Verfasst am: 18.12.2012, 11:23    Titel: Antworten mit Zitat

Fake hat folgendes geschrieben:
Murphy hat folgendes geschrieben:
Und davon abzukommen strikt zwischen Hetero und Gay zu trennen, wäre ein erster Schritt in diese Richtung.

Strohmann. Das wird doch gar nicht strikt getrennt. Schon mal das Wort Bisexualität gehört?

Außerdem ist das gar nicht, was du eigentlich forderst. Du willst nicht die strikte Trennung zwischen Hetero und Gay auflösen, du willst Menschen generell verbieten, Präferenzen zu haben und sich dazu zu bekennen. Du bist derjenige, der Menschen in eine Schublade zwingen will, nämlich in die "alles ist gleich gut" Schublade. Ich möchte mir aber gerne selber aussuchen, was ich gut finde und was nicht.

Na, das ist doch genau mein Reden. Wie kommst du darauf, dass ich Präferenzen verbieten will? Aber es ist richtig, dass ich das sich dazu Bekennen für überflüssig, störend und unter Umständen für problematisch halte. Nichts gegen sinnvolle Einteilungen und Bennenungen, aber die Kategoriesierung in diese drei eindeutig definierten Gruppen geht völlig an der Realität vorbei. Denn sie gaukelt einen starren, festgefügten Zustand vor, wo 1. fließende Übergänge und 2. Wandelbarkeit herrschen. Hinzu kommt der Ballast der Vergangenheit, so dass einer dieser drei Zustände als 'normal' und die anderen als abweichend bezeichnet und leider auch abgewertet werden.

Mein Ansatz geht jetzt dahin, dass alle zunächst in die selbe Kategorie fallen, nämlich die der Option zu jeder sexuellen Präferenz. Der Unterschied besteht dann im Unterlassen bestimmter angelegter Möglichkeiten, so dass er negativ definiert ist. Im Gegensatz zum bisherigen Coming-Out-Model bestehen dann die Unterschiede zwischen den Menschen nicht mehr in dem was sie sind, also ausleben, sondern in dem was sie nicht sind, also vermeiden. Auf diese Weise ist die gelebte Sexualität etwas, dass die Menschen verbindet und gemeinsam haben, anstatt etwas das trennt und unterscheidet.

Und weil du die Bisexualität so deutlich ins Felde führst, ich bin bereit sogar noch einen Schritt weiterzugehen: Sowohl von der natürlichen Veranlagung her als auch aufgrund der größten Verbreitung müsste Bisexualität als der Normalzustand gelten (Bedenke: Jeder Hetero oder Schwule, der schon ein einziges mal anderweitige Fantasien hatte, müsste in diese Kategorie gezählt werden, weil die verbliebenen anderen beiden Kategorien dies nicht erfassen können; somit ist also klar, dass es sich dabei um die größte Gruppe und somit um den Standard handeln dürfte).
Wenn ich jetzt ganz gemein wäre, dann würde ich straight oder schwul als Form der Asexualität in Bezug auf ein bestimmtes Geschlecht definieren, als ein Manko also und damit denjenigen mit der am meisten ausgeprägten Sexualität als Optimum.

Das muss ja nicht zwingend praktizierte Sexualität in jeder Form bedeuten, aber letztlich die Fähigkeit dazu und das wiederum entspricht genau dem was wir unter Potenz verstehen. So läge das Ideal in maximaler Potenz, was wiederum hervorragend mit dem 'Fittest' zusammenpasst und die Chancen für das 'Survival' durch die Fähigkeit zur Ausschöpfung aller gegebenen Möglichkeiten zumindest theoretisch erhöht.
MMn liegt das genau in der natürlichen, kosmischen Ordnung: Denn die unwahrscheinliche Chance auf sicheren Erfolg lässt sich - zumindest theoretisch - ersetzen durch die wahrscheinliche (also häufige) Chance auf geringen Erfolg. Und das ist genau das Prinzip, nach dem die Natur vorgeht, wenn sie irgendwo in eine Sackgasse geraten ist, passt also wie die Faust aufs Auge für die Krone der Schöpfung, den vorläufigen Gipfel der Evolution: den Menschen.


So, das nur so unausgegoren auf die Schnelle, weil ihr mich hier alle jetzt an die Wand nagelt wegen der bescheuerten Begriffe, die ich eben für überflüssig halte. Wenn ihr weiter streiten wollt, muss ich erstmal richtig drüber nachdenken, aber ich meine um die Hirnkästen zu lüften und einen Denkanstoß zu geben, dass man eben alles auch von der anderen Seite aus betrachten kann, reicht das schon.
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Kramer
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Beitrag(#1802191) Verfasst am: 18.12.2012, 14:45    Titel: Antworten mit Zitat

Murphy hat folgendes geschrieben:
Ja und das ist dochgerade das Rückständige und Abartige: Da gibts getrennte Clubs für Schwule, Straights, Bis, One-night-stands, Partnersuche oder Bleistiftsammler. Sowas fördert in Bezug auf die Sexualität die Kluft zwischen gay und straight, das ist doch bescheuert. Außerdem sind ja die Leute auch deswegen so blöd, weil sie alle permanent im eigenen Saft schmoren, fleißig ihre Vorurteile und Ressentiments pflegen und nie über ihren Tellerand hinausschauen. Wäre das nicht viel geiler, wenn statt zehn Spartenclubs ein großes Event wäre, wo <u>alle</u> dran teilnehmen und man sich nicht auf seine Sexualität reduzieren muss um Kontakt zu Leuten zu finden, mit denen man etwas gemeinsam hat?


Aha, der Herr steht auf Zwangsbeglückung. Finde ich ja etwas altmodisch, aber wenn es gefällt? Schulterzucken
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Fake
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Anmeldungsdatum: 11.11.2011
Beiträge: 3548

Beitrag(#1802199) Verfasst am: 18.12.2012, 15:17    Titel: Antworten mit Zitat

Murphy hat folgendes geschrieben:
Nichts gegen sinnvolle Einteilungen und Bennenungen, aber die Kategoriesierung in diese drei eindeutig definierten Gruppen geht völlig an der Realität vorbei.

Nicht mehr als jede andere sprachliche Kategorisierung auch. Ich verstehe nicht, warum es dich ausgerechnet hier so stört. Schulterzucken
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fwo
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Beitrag(#1802212) Verfasst am: 18.12.2012, 16:47    Titel: Antworten mit Zitat

Murphy hat folgendes geschrieben:
....
Aber ihr seid doch verwirrt:
fwo hat folgendes geschrieben:
Das ist doch in der Praxis ziemlich egal, wie stark Du eine Seite präferierst, Du präferierst eine Seite (selbst die das nicht tun präferieren dadurch nicht die die es auch nicht tun, sondern halt unbestimmt, mal die eine, mal die andere Seite.)

Was soll denn das heißen, Mann?....

Das heißt einfach, dass das Mensch, was suchen geht, normalerweise nach einem definierten Geschlecht sucht, wenn auch nicht notwendigerweise immer nach dem selben.

fwo
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Murphy
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Anmeldungsdatum: 29.04.2011
Beiträge: 5000

Beitrag(#1802225) Verfasst am: 18.12.2012, 18:12    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.youtube.com/watch?v=JbVItpQp7BI
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soulreaver
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Anmeldungsdatum: 08.11.2007
Beiträge: 649

Beitrag(#1802310) Verfasst am: 19.12.2012, 01:49    Titel: Antworten mit Zitat

blaue fee hat folgendes geschrieben:
DeHerg hat folgendes geschrieben:
blaue fee hat folgendes geschrieben:
Zoff hat folgendes geschrieben:
Ich frage mich, warum manche Menschen rothaarig sind, und ob man das nicht ändern könnte.


du musst zugeben, dass Haarfarbe und sexuelle Orientierung zwei paar stiefel sind. ersteres ist eine optische Geschmacksfrage, letzteres ein Herausforderung für die betroffenen, und das Umfeld.
Zum Beispiel:
- Probleme einen Partner zu finden sind mir als Heterosexueller auch nicht unbekannt
- Die Beziehung zu erhalten (wegen verbreiteter Promiskuität) irgenwelche Belege das da ein zusammenhang besteht?(möglichst keine theologischen Fundiblättchen)
- Bedrohung durch sexuelle Krankheiten haben Heterosexuelle auch
- psychologische Probleme mit dem anderen Geschlecht welche sollen das denn sein?

fett von mir


Natürlich gibt es das auch alles bei Heten.
AAABER: beachte, dass Schwuchteln nur eine Minderheit der Bevölkerung darstellen, aber einen signifikanten Beitrag dieser Probleme.

Zitat:
- Probleme einen Partner zu finden sind mir als Heterosexueller auch nicht unbekannt
- Die Beziehung zu erhalten (wegen verbreiteter Promiskuität) irgenwelche Belege das da ein zusammenhang besteht?(möglichst keine theologischen Fundiblättchen)

Lies diese Studie. Ein Ausschnitt:
Zitat:
Weitere Daten: zwei männliche homosexuelle Therapeuten führten eine Befragung bei 156 Männerpaaren durch. Sie stellten fest, dass 95 Prozent der Paare nicht treu waren und die 5 Prozent der Getreuen nicht länger als fünf Jahre beisammen blieben. Diese Statistik ist eindeutig, vergleicht man sie mit anderen über die Treue bei heterosexuellen Paaren. Das American Journal of Public Health veröffentlichte eine Befragung von mehr als zweitausend Personen und wies dabei nach, dass in einer Zeitspanne von fünf Jahren lediglich 6,4 Prozent der heterosexuellen Paare untreu waren. Das National Opinion Research Center in Chicago publizierte, dass von 3.500 Befragten nur zwischen drei und vier Prozent ein Liebesverhältnis außerhalb der Ehe hatten. Diese Ergebnisse stechen gegen die 95 Prozent der untreuen homosexuellen Paare deutlich ab.



Zitat:
- Bedrohung durch sexuelle Krankheiten haben Heterosexuelle auch

Kennst du nicht die HIV Statistiken:
Zitat:

Dass HIV in Deutschland noch immer eine Gefahr ist, belegt das Robert Koch-Institut. Von den neuen Infizierungen mit HIV sind in Deutschland in den letzten 36 Monaten 60 % der Betroffenen homosexuell. Die Infizierung von rein Heterosexuellen liegt bei 3 % (Epidemiologisches Bulletin, 30. September 2005).


So what? Mit den Augen rollen
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Religion ist das Opium des Volkes!
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Telliamed
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Anmeldungsdatum: 05.03.2007
Beiträge: 5125
Wohnort: Wanderer zwischen den Welten

Beitrag(#1803604) Verfasst am: 23.12.2012, 22:04    Titel: Antworten mit Zitat

Murphy hat folgendes geschrieben:
Kramer hat folgendes geschrieben:
Die wollen ein paar Stunden lang dem Einheitsbrei des Alltags entfliehen und sich unter Gleichgesinnten aufhalten, ohne Andersgesinnten erklären zu müssen, warum sie das wollen. Das gilt nicht nur für Homos, Heteros und Bisexuelle, sondern für alle Menschen, die irgendwo sozialen Kontakt suchen. Und sei es der Bleistiftsammlerverein Bielefeld West.

Ja und das ist dochgerade das Rückständige und Abartige: Da gibts getrennte Clubs für Schwule, Straights, Bis, One-night-stands, Partnersuche oder Bleistiftsammler. Sowas fördert in Bezug auf die Sexualität die Kluft zwischen gay und straight, das ist doch bescheuert. Außerdem sind ja die Leute auch deswegen so blöd, weil sie alle permanent im eigenen Saft schmoren, fleißig ihre Vorurteile und Ressentiments pflegen und nie über ihren Tellerand hinausschauen. Wäre das nicht viel geiler, wenn statt zehn Spartenclubs ein großes Event wäre, wo <u>alle</u> dran teilnehmen und man sich nicht auf seine Sexualität reduzieren muss um Kontakt zu Leuten zu finden, mit denen man etwas gemeinsam hat?

Und davon abzukommen strikt zwischen Hetero und Gay zu trennen, wäre ein erster Schritt in diese Richtung. Und irgendwann hast du einen riesigen Markt, auf dem es alles gibt, da triffst du dann den Zoophilen oder den Dingficker, neben straight und gay und alle haben vielleicht irgendein Motto gemeinsam, aber die Sexualität ist nichts mehr, was die Leute dort dann trennt.

Im übrigen... habt ihr die Kinsey-Zitate überhaupt gelesen? Ihr habt doch kein einziges Wort verstanden von dem was er sagt! Der Mann hats drauf, nur wenn wir uns in diese Richtung weiter- und so ein Denken entwickeln, hat die Menscheit überhaupt die Chance jemals zu einer großen Einheit zu werden anstelle des üblichen Hauen und Stechens.

Aber ihr seid doch verwirrt:
fwo hat folgendes geschrieben:
Das ist doch in der Praxis ziemlich egal, wie stark Du eine Seite präferierst, Du präferierst eine Seite (selbst die das nicht tun präferieren dadurch nicht die die es auch nicht tun, sondern halt unbestimmt, mal die eine, mal die andere Seite.)

Was soll denn das heißen, Mann?

Und zum Anderen: So ein Hin-und-Mit zur Partnersuche steht doch an dritter Stelle gleich nach Internetdating und Kontaktanzeigen, das ist doch arm. Da geh ich doch lieber zu anderen Veranstaltungen, die mir taugen, und finde unter den anderen Teilnehmern jemand mit gleichen Interessen. Ich mein, Partnersuche ist halt auch Glückspiel oder Schicksal oder Kismet oder Karma, findet man, so wie man neue Freunde findet, oder auch nicht. Aber auf jeden Fall ist es besser, wenn sexuelle Präferenz kein Ausschlusskriterium, sondern eine zusätzliche Option darstellt.


Nach ausgiebigem Gang durch verschiedene Spezialgeschäfte bekam ich vor zwei Tagen großen Appetit auf ein Guinness. Wer sich Murphy nennt, wird das vielleicht verstehen. Und just komme ich an einem Irish Pub vorbei, der hieß "Oscar Wilde". Nichtraucher-Gaststätte natürlich. Ich schien dem Ziel meiner Wünsche greifbar nahe zu sein und trat ein.

Zehn Augenpaare schauen den Eintretenden an. Fünf Männerpaare sitzen einträchtig nebeneinander. Mir schoß die getragene Melodie aus dem Film "Oscar Wilde" in den Kopf, die sie immer bei "Klassik-Radio" spielen. Ich hätte es wissen müssen.
Ein überaus eifriger Wirt kommt sofort auf mich zugeschossen. Das gibt es nicht in jedem Irish Pub. Ich hole meine Bücher aus der Tasche und beginne zu lesen. Die übrigen Gäste vertiefen sich wieder in ihre Gespräche. Eigentlich ganz nett hier. Ich wollte ja wirklich nur ein Guinness.
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Misterfritz
mini - mal



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Beiträge: 21867
Wohnort: badisch sibirien

Beitrag(#1803606) Verfasst am: 23.12.2012, 22:15    Titel: Antworten mit Zitat

Murphy hat folgendes geschrieben:
Ja und das ist dochgerade das Rückständige und Abartige: Da gibts getrennte Clubs für Schwule, Straights, Bis, One-night-stands, Partnersuche oder Bleistiftsammler.

tja,
es gibt riesig grosse supermärkte, wo man alles erdenkliche bekommt. wenn ich aber nur ein brot haben will, bin ich in einer bäckerei besser aufgehoben zwinkern
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I'm tapping in the dusternis
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Waschmaschine777
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Anmeldungsdatum: 07.07.2008
Beiträge: 4007

Beitrag(#1803748) Verfasst am: 24.12.2012, 21:57    Titel: Antworten mit Zitat

Telliamed hat folgendes geschrieben:
Eigentlich ganz nett hier. Ich wollte ja wirklich nur ein Guinness.


Das sagen alle. Oder auch so etwas:
http://www.youtube.com/watch?v=eNeWi4Sv78Y
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wolle
Anti-Theist und Welt-Verbesserer



Anmeldungsdatum: 23.03.2015
Beiträge: 2598

Beitrag(#2188273) Verfasst am: 02.09.2019, 11:42    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.trendsderzukunft.de/studie-an-480-000-probanden-ein-schwulen-gen-gibt-es-nicht/ schrieb:
Zitat:
Ein Forscherteam, das die genetischen Anlagen von fast einer halben Million Menschen ausgewertet hat, stellte fest, dass es das berühmte »Schwulen-Gen« gar nicht gibt.

Weitere Einfluss-Faktoren:
- hormoneller Einfluss im Mutterleib
- Reaktionen des mütterlichen Immunsystems
- fünf Gensequenzen (insgesamt zu 1%)
_________________
72. Generalversammlung der Vereinten Nationen, Presse-Mitteilung
http://www.un.org/en/ga/72/presskit/pdf/full_kit72_en.pdf
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luc
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Anmeldungsdatum: 15.04.2010
Beiträge: 2104
Wohnort: Nice. Paris. Köln

Beitrag(#2188277) Verfasst am: 02.09.2019, 14:27    Titel: Antworten mit Zitat

wolle hat folgendes geschrieben:
https://www.trendsderzukunft.de/studie-an-480-000-probanden-ein-schwulen-gen-gibt-es-nicht/ schrieb:
Zitat:
Ein Forscherteam, das die genetischen Anlagen von fast einer halben Million Menschen ausgewertet hat, stellte fest, dass es das berühmte »Schwulen-Gen« gar nicht gibt.

Weitere Einfluss-Faktoren:
- hormoneller Einfluss im Mutterleib
- Reaktionen des mütterlichen Immunsystems
- fünf Gensequenzen (insgesamt zu 1%)


Und was sind die Einfluss-Faktoren, die die Heterosexualität verursachen?

Weitere Einfluss-Faktoren:
- hormoneller Einfluss im Mutterleib
- Reaktionen des mütterlichen Immunsystems
- fünf Gensequenzen (insgesamt zu 1%)

Die Wissenschaftler sind stark!
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vrolijke
Bekennender Pantheist
Moderator



Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 37218
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2188289) Verfasst am: 02.09.2019, 18:20    Titel: Antworten mit Zitat

Einen Beitrag nach Sex und Kirche verschoben.
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Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
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