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Gender Mainstreaming
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fwo
Caterpillar D9



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 23942
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2191758) Verfasst am: 07.10.2019, 13:51    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Dass die Gender Studies eine vorübergehende Erscheinung sind, kann durchaus sein. In ihrer heutigen Form m.E. sogar auf jeden Fall, und das habe ich hier auch schon einige Male gesagt. Mit dem Aufstieg der Alt Right haben sie aber nichts zu tun, jedenfalls nicht als verursachender Faktor.

Als verursachender Faktor nicht, aber zumindest als begünstigender Faktor. Das oft nicht nachvollziehbare Kauderwelsch und Gebaren der Gernderistas taugt ganz prima um die Linke insgesamt zu verspotten und zu diffamieren.

Nach der Logik ist auch deine Forderung nach offenen Grenzen ein begünstigender Faktor. zwinkern

Solange diese Forderung nicht gleichzeitig Begrenzungsmechanismen enthält: Mit Sicherheit.
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Ich glaube an die Existenz der Welt in der ich lebe.

The skills you use to produce the right answer are exactly the same skills you use to evaluate the answer. Isso.

Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 41470
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2191777) Verfasst am: 07.10.2019, 19:36    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Dass die Gender Studies eine vorübergehende Erscheinung sind, kann durchaus sein. In ihrer heutigen Form m.E. sogar auf jeden Fall, und das habe ich hier auch schon einige Male gesagt. Mit dem Aufstieg der Alt Right haben sie aber nichts zu tun, jedenfalls nicht als verursachender Faktor.

Als verursachender Faktor nicht, aber zumindest als begünstigender Faktor. Das oft nicht nachvollziehbare Kauderwelsch und Gebaren der Gernderistas taugt ganz prima um die Linke insgesamt zu verspotten und zu diffamieren.

Nach der Logik ist auch deine Forderung nach offenen Grenzen ein begünstigender Faktor. zwinkern



Nein. Höchstens in den Augen der DonMartins dieser Welt.

Die Forderung nach offenen Grenzen lässt sich rational begründen. Das "Gender-Gaga" nicht.

Die Fluechtlingsthematik kann von rechten Rattenfaengern nur deshalb künstlich hochgekocht werden, weil (nicht nur) in Deutschland die Sozialpolitik oft vernachlässigt und deshalb nach Suendenboecken gesucht wird.
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step
registriert



Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 21782
Wohnort: Germering

Beitrag(#2191814) Verfasst am: 08.10.2019, 09:00    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Die Forderung nach offenen Grenzen lässt sich rational begründen. Das "Gender-Gaga" nicht.

Es ist nicht so einfach. Mit welchem "rationalen" Argument sollte man entscheiden, ob man die Belange eines Menschen deswegen für irrelevant erklärt, weil er keinen deutschen Paß hat, oder deswegen, weil er kein deutsches Normgeschlecht hat? Oder ...
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Was ist der Sinn des Lebens? - Keiner, aber Leere ist Fülle für den, der sie sieht.
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DonMartin
registrierter User



Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 5202

Beitrag(#2191821) Verfasst am: 08.10.2019, 10:36    Titel: Antworten mit Zitat

Australien hat ein sehr rationales, stringentes Grenzregime: es hält seine Bude sauber und fährt sehr gut damit.
mW gibt es dort auch kein AfD-Äquivalent. "No way" wird vom Grossteil der Bevölkerung getragen.

Halten die Fans offener Grenzen das privat eigentlich auch so:
Haustür aushängen, 24hx365 Tag der offenen Tür und auf die erhoffte Kulturbereicherung wartend?
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Kramer
postvisuell



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30125

Beitrag(#2191822) Verfasst am: 08.10.2019, 11:15    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Halten die Fans offener Grenzen das privat eigentlich auch so:
Haustür aushängen, 24hx365 Tag der offenen Tür und auf die erhoffte Kulturbereicherung wartend?


Warum haben eigentlich die Verfechter von Grenzen ein so eindimensionales Verständnis vom Objekt ihrer Begierde? Wenn Euch jemand auf der Strasse nach der Uhrzeit fragt, denkt ihr dann auch gleich, dass der Euch heiraten will?
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 21782
Wohnort: Germering

Beitrag(#2191823) Verfasst am: 08.10.2019, 11:27    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Australien hat ein sehr rationales, stringentes Grenzregime: es hält seine Bude sauber und fährt sehr gut damit. ... "No way" wird vom Grossteil der Bevölkerung getragen.

Genau, auf Kosten anderer Menschen, die zufällig keine Australier sind. Das hatten wir schon mal - wenn man auf jeglichen ethischen Universalismus verzichtet, muß ich natürlich niemand "reinlassen", und zwar egal ob auf staatlicher Ebene oder viel weiter unten - eine Landesgrenze ist ja letztlich ein willkürliches Konstrukt. Man kann sich sogar in jedem Fall fragen, welche Menschen einem selbst oder seiner Kleingruppe nützlich sind. Beispielsweise könnte man Kranke, Behinderte u.ä. grundsätzlich ausstoßen.

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Halten die Fans offener Grenzen das privat eigentlich auch so: Haustür aushängen, 24hx365 Tag der offenen Tür und auf die erhoffte Kulturbereicherung wartend?

Einige wenige machen das tatsächlich - aber es ist als Argument ein Kategorienfehler: Das Recht, Teil einer Offenen Gesellschaft zu werden, beinhaltet nicht das Recht, Teil eines privaten Rückzugsgebiets zu werden.
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Tarvoc
Papst Tarvoc der Stæhlerne



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 36998
Wohnort: Bonn

Beitrag(#2191824) Verfasst am: 08.10.2019, 16:07    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Australien hat ein sehr rationales, stringentes Grenzregime: es hält seine Bude sauber und fährt sehr gut damit.
mW gibt es dort auch kein AfD-Äquivalent. "No way" wird vom Grossteil der Bevölkerung getragen.

Lachen In Australien machen die Parteien der sogenannten "Mitte" die Politik, die die AfD gerne machen würde - und zwar nicht nur im Bereich Einwanderung. Guckst du hier:

https://www.handelsblatt.com/politik/international/anti-terrorgesetze-wie-australien-die-terrorangst-nutzt-um-die-demokratie-auszuhoehlen/23843708.html
https://www.nzz.ch/international/australien-wird-zum-ueberwachungsstaat-ld.1449388

Wo bei uns z.B. "Weg mit der Lügenpresse!" noch der Slogan von ein paar edgy neurechten Teenagern und verdatterten "1936 war alles besser"-Opas ist, ist die darin ausgedrückte Feindschaft zur Meinungs- und Pressefreiheit in Australien bereits offizielle, in Gesetze gegossene Staatsdoktrin. Da fragt man sich doch, unwillkürlich, wie diese beiden Dinge miteinander zusammenhängen. Also eigentlich fragt man sich das nicht mehr, weil das z.B. in dem verlinkten nzz-Artikel bereits ausgesprochen wurde:

Zitat:
Auch australische Journalisten stehen inzwischen mit einem Fuss im Gefängnis, selbst wenn sie ihre Arbeit professionell und gewissenhaft erledigen. Laut der Aktivistengruppe Get up droht Reportern mit den neuen Gesetzen lebenslängliche Haft, wenn sie Informationen veröffentlichen, die in den Augen der Regierung die nationale Sicherheit schädigen.

Dieser Tatbestand gelte bereits, wenn ein Drittland «den Glauben und das Vertrauen in Australien» verliere, so das Fachmagazin Sydney Criminal Lawyers (SCL). Das könne über die Publikation von Nachrichten geschehen, gibt der Generalstaatsanwalt zu bedenken. Laut Get up drohe Journalisten beispielsweise Gefängnis, wenn sie über die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen in von Australien betriebenen Internierungslagern für Flüchtlinge berichteten.


Ist schon klar, dass der Großteil der Bevölkerung in Australien diese Politik trägt, wenn jeder, der öffentlich was dagegen schreibt, fürchten muss, dafür lebenslang im Knast zu landen. Das ist doch deine Vorstellung von Demokratie, oder nicht? Lachen
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fwo
Caterpillar D9



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 23942
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2192024) Verfasst am: 11.10.2019, 14:44    Titel: Antworten mit Zitat

step hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
Australien hat ein sehr rationales, stringentes Grenzregime: es hält seine Bude sauber und fährt sehr gut damit. ... "No way" wird vom Grossteil der Bevölkerung getragen.

Genau, auf Kosten anderer Menschen, die zufällig keine Australier sind. Das hatten wir schon mal - wenn man auf jeglichen ethischen Universalismus verzichtet, muß ich natürlich niemand "reinlassen", und zwar egal ob auf staatlicher Ebene oder viel weiter unten - eine Landesgrenze ist ja letztlich ein willkürliches Konstrukt. Man kann sich sogar in jedem Fall fragen, welche Menschen einem selbst oder seiner Kleingruppe nützlich sind. Beispielsweise könnte man Kranke, Behinderte u.ä. grundsätzlich ausstoßen.

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Halten die Fans offener Grenzen das privat eigentlich auch so: Haustür aushängen, 24hx365 Tag der offenen Tür und auf die erhoffte Kulturbereicherung wartend?

Einige wenige machen das tatsächlich - aber es ist als Argument ein Kategorienfehler: Das Recht, Teil einer Offenen Gesellschaft zu werden, beinhaltet nicht das Recht, Teil eines privaten Rückzugsgebiets zu werden.

Eigentlich hatte ich ja gehofft, dass unser Berufsphilosoph da etwas zu sagt, aber leider kommt da nichts.

Erstmal zur Erzählweise:
Ist ja ein interessanter Zufall, von dem Du da schreibst: Wie muss ich mir das vorstellen? Wahrscheinlich nicht so, dass man +- da geboren wird, wo einen die Eltern gezeugt haben - das wäre ja ziemlich determiniert - sondern wohl eher so, dass man nachdem man, wahrscheinlich als Seele die Erde mehrmals umrundet hat (bei den Anthros habe ich sowas schon gelesen) dann durch irgendsowas wie ein Galtonbrett fällt und so seine Staatsbürgerschaft erhält.

Was soll das Gerede vom Zufall an dieser Stelle besagen? Dass man für seine Nationalität nichts kann? ja. Zufall ist etwas anderes.

Das Zweite, was mir hier auffällt, ist der Bezug zum ethischen Universalismus. Passt der hier wirklich? Kann man damit wirklich ein freies Siedlungsrecht begründen?

Es sind nicht alle Rechte gleich: Da gibt es die Grundrechte wie das Recht auf körperliche Unversehrtheit oder das auf freie Meinungsäußerung. Das sind im Wesentlichen Rechte, die staatlichen Übergriffen vorbeugen sollen, die gelten als universal. Eine andere Form sind Leistungsrechte, also Rechte des Einzelnen auf staatliche Leistung, die den Mitgliedern des jeweiligen Staates vorbehalten sind, die diese Leistung erbringen: ihre Gewährung geht immer auf Kosten der anderen. Leistungsrechte sind Bestandteil einen Vertrages zwischen Individuum und Gesellschaft und sind damit zwangsläufig nicht universal, sondern immer Rechte einer definierten Gemeinschaft. Zu diesen Rechten gehört das Siedlungsrecht, als das Recht auf Niederlassung innerhalb eines Staates. Wer das Siedlungsrecht zum universalen Recht machen möchte, nichts anderes bedeutet die Forderung nach grundsätzlich offenen Grenzen, der nimmt der Bevölkerung des Staates das Recht, selbst entscheiden zu können, wen es aufnimmt und wen nicht. Eine sinnvolle universelle Ethik muss nicht nur in bestimmten Grenzen praktisch sondern auch theoretisch für China, Australien oder Deutschland genauso lebbar sein, wie für Liechtenstein. Spätestens bei dem letzten Beispiel sollte eigentlich auch dem letzten klar sein, dass allgemein die Leistungsrechte und speziell das Siedlungsrecht nicht zu den universalen Rechten gehören können.

Es verwundert allerdings nicht, dass die Begründer des Universalismus nicht so weit dachten. Ihr ethischer Universalismus kommt erst an seine Grenzen, nachdem die Menschheit das erste mal soweit ist, universale Leistungsrechte überhaupt einfordern zu können. Genau das ist die heutige Situation und sie macht deutlich, dass der ethische Universalismus noch nicht ausgegoren ist.

Wir haben die Pflicht, denen zu helfen, die in Not sind. Aber wer daraus ein selbstbestimmtes lebenslanges Wohnrecht derer ableiten möchte, die sich in Not befinden, sollte sich nicht wundern, dass die Gesellschaften, die das bezahlen sollen, auf Dauer jedem folgen werden, der verspricht, das zu verhindern.
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Alchemist
Luminous beings are we, not this crude matter.



Anmeldungsdatum: 03.08.2004
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Beitrag(#2192025) Verfasst am: 11.10.2019, 14:52    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Australien hat ein sehr rationales, stringentes Grenzregime: es hält seine Bude sauber und fährt sehr gut damit.
mW gibt es dort auch kein AfD-Äquivalent. "No way" wird vom Grossteil der Bevölkerung getragen.

Halten die Fans offener Grenzen das privat eigentlich auch so:
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Sollte das eine Antwort auf meien Frage sein?
Falscher Thread?
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step
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Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 21782
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Beitrag(#2192027) Verfasst am: 11.10.2019, 16:14    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
... Was soll das Gerede vom Zufall an dieser Stelle besagen? Dass man für seine Nationalität nichts kann? ja. Zufall ist etwas anderes.

OK. Aber wir reden ja hier nicht über Determinismus - ich denke es war klar, was gemeint ist, auch Dir. Wer zieht welches Los. Die Frage ist, sollte/darf sich eine "Gated Community" verschließen vor Menschen, die Pech hatten, unterprivilegiert sind, verunglückt, krank o.ä.?

fwo hat folgendes geschrieben:
Es sind nicht alle Rechte gleich: Da gibt es die Grundrechte wie das Recht auf körperliche Unversehrtheit oder das auf freie Meinungsäußerung. Das sind im Wesentlichen Rechte, die staatlichen Übergriffen vorbeugen sollen, die gelten als universal.

Was genau bedeutet das? Daß wir sie jedem Menschen ermöglichen wollen? Würdest Du etwas von Deinem Gated-Community-Rechten (Siedlung, Leistung, ...) abgeben, um jemandes Grundrechte zu verbessern?

fwo hat folgendes geschrieben:
Wir haben die Pflicht, denen zu helfen, die in Not sind. Aber wer daraus ein selbstbestimmtes lebenslanges Wohnrecht derer ableiten möchte, die sich in Not befinden, sollte sich nicht wundern, dass die Gesellschaften, die das bezahlen sollen, auf Dauer jedem folgen werden, der verspricht, das zu verhindern.

Klar, wir haben individuellen und Gruppenegoismus. Ich behaupte keineswegs, daß ethischer Universalismus in D mehrheitsfähig ist, ganz zu schweigen von einigen Nachbarländern. Aber um die Latte etwas tiefer zu legen: Können wir uns darauf einigen, daß wir ethisch verpflichtet sind, allen Menschen wenigstens die Grundrechte zu gewähren, zumindest sofern dadurch nicht mehr Grundrechte verlorengehen als gewonnen werden?

Und jetzt kommt da so ein Flüchtender aus Afghanistan oder Eritrea - was sind seine Grundrechte? Sicherheit, Essen, Wohnung, medizinische Grundversorgung, Bildung, Teilhabe, Redefreiheit, Gleichberechtigung der Frau, Religionsfreiheit - den kann man demnach doch nicht zurückschicken? Oder sind die "Siedlungs- und Besitzrechte" plötzlich wichtiger als die Grundrechte?
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Beitrag(#2192044) Verfasst am: 11.10.2019, 18:42    Titel: Antworten mit Zitat

Aber das hier ist ja ein Thread über Genderfragen.
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