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MISSHANDELTE HEIMKINDER
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Kramer
postvisuell



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30490

Beitrag(#2191844) Verfasst am: 09.10.2019, 10:25    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:

Ach herrjeh, die Skinhead.
Immerhin scheint es einem entspannten Verhältnis zum Sex keinen Abbruch getan zu haben.


Da erdreistet die sich doch, tatsächlich noch ein Leben zu haben. Das geht ja gar nicht.
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Martin Mitchell
„schwer (um)erziehbarer“ Senior anderer Kultur



Anmeldungsdatum: 25.09.2003
Beiträge: 1568
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

Beitrag(#2194426) Verfasst am: 07.11.2019, 02:45    Titel: Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND. Antworten mit Zitat

.
Die diesbezügliche Studie ( „Promotion“ ), der Krefelder Pharmazeutin Sylvia Wagner, "Arzneimittelstudien an Heimkindern", ist abgeschlossen und steht jetzt in ihrer vollen Länge und Vollständigkeit jedem Interessenten zur Verfügung

@ https://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-54600/Diss%20Sylvia%20Wagner-1.pdf (Länge: ingesamt 226 Seiten) :


[ Erstveröffentlichung im Internet: 14. Oktober 2019 ]

Zitat:
.
[ AUF DEN SEITEN EINS BIS VIER ( 1 - 4 ) : ]

Arzneimittelprüfungen an Heimkindern von 1949 bis 1975 in der Bundesrepublik Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Neuroleptika sowie am Beispiel der Rotenburger Anstalten der Inneren Mission

Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Naturwissenschaften (Dr. rer. nat.)

der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

vorgelegt von Sylvia Wagner aus Essen

Düsseldorf, März 2019

aus dem Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Gedruckt mit Genehmigung der
Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Berichterstatter:
1. Herr Prof. Dr. Heiner Fangerau
2. Herr Prof. Dr. Frank Leimkugel

Tag der mündlichen Prüfung: Oktober 2019



Für Wolfgang und alle …


Danksagung

Für die vertrauensvolle Unterstützung und Betreuung dieser Arbeit danke ich Prof. Heiner Fangerau. Gleichermaßen gilt mein Dank meinem Co-Betreuer Prof. Frank Leimkugel. Den Rotenburger Werken, hier vor allem den GeschäftsführerInnen Jutta Wendland-Park und Thorsten Tillner danke ich für ihr Vertrauen und ihre uneingeschränkte Offenheit. Rüdiger Wollschläger war stets bereit, meine Fragen zu beantworten und unterstützte meine Recherchen in den Rotenburger Werken in jeder Weise. Die Zusammenarbeit mit Prof. Hans-Walter Schmuhl, Dr. Karsten Wilke und Dr. Ulrike Winkler an dem Projekt der Rotenburger Werke bedeutete für mich nicht nur eine wertvolle wissenschaftliche Unterstützung. Die Zusammenarbeit hat einfach viel Freude gemacht.

Besonders zu Dank verpflichtet bin ich Frau Dr. Sabine Bernschneider-Reif, die als Leiterin des Unternehmensarchivs der Merck KGaA die Aufarbeitung von Beginn an durch die Gewährung des Zugangs zu dem äußerst umfangreichen Unternehmensarchiv unterstützt hat. Ebenso möchte ich mich bei Thore Grimm vom Schering Archiv und Hans-Hermann Pogarell vom Bayer-Unternehmensarchiv für ihre Unterstützung bedanken.

Prof. Hanfried Helmchen hat als Zeitzeuge wichtige Einblicke in das ärztliche Verständnis der damaligen Zeit gegeben. Journalisten des NDR Schleswig-Holstein, v. a. Eike Lüthje, Julia Schumacher und Stefan Eilts sind durch eigene Recherchen auf einige Untersuchungen zu Arzneimitteln in Schleswig-Hesterberg gestoßen und haben mir ihr Material freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Für die sehr gute Kooperation in Bezug auf das Franz Sales Haus danke ich Uwe Kaminsky, Katharina Klöcker und Julia van der Linde.

Besonderer Dank gilt Burkhard Wiebel, ohne den ich diese Arbeit niemals angefangen hätte. Seine Motivationskünste sind mir bis heute ein Rätsel, aber es hilft! Schließlich gebührt mein Dank den ehemaligen Heimkindern. Sie haben mich durch ihre Berichte auf das Thema aufmerksam gemacht. Nur durch ihre Hartnäckigkeit, das Thema nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, konnte eine Aufarbeitung beginnen. Frau W. und viele andere Betroffenen stellten mir ihre Dokumente aus der Heimzeit zur Verfügung. Ich hoffe, dass ich ihrem Vertrauensbeweis mit dieser Arbeit entsprochen habe.

.

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#endlichEntschaedigung
#Schadensersatz
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Recht muss nicht nur gesprochen werden, es muss auch wahrnehmbar sein, dass Recht gesprochen wird.
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Martin Mitchell
„schwer (um)erziehbarer“ Senior anderer Kultur



Anmeldungsdatum: 25.09.2003
Beiträge: 1568
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

Beitrag(#2194782) Verfasst am: 12.11.2019, 02:21    Titel: Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND. Antworten mit Zitat

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Kurzhinweis! : Promotion : Dr. rer. nat. Sylvia Wagner : "Arzneimittelprüfungen an Heimkindern von 1949 bis 1975 in der Bundesrepublik Deutschland" : (14.10.2019) https://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-54600/Diss%20Sylvia%20Wagner-1.pdf


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BITTE ÜBERALL WEITERSAGEN
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Wilson
zwischen gaga und dada



Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 13074
Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2194793) Verfasst am: 12.11.2019, 11:52    Titel: Antworten mit Zitat

https://heimkinderopfer2.blogspot.com
daraus:

Prof. Dr. Manfred Kappeler

Vortrag im Rahmen der Ethik-Vorlesung an der Hochschule Esslingen (Fakultät Soziale Arbeit) am 27.5.2014

Anvertraut und ausgeliefert

Statt Hilfe und Unterstützung erfuhren sie Unrecht und Leid – Kinder und Jugendliche in der Heimerziehung der Vierziger-Siebzigerjahre.

Zitat:

(...)

Schlussbemerkung

Für Alles was ich hier vorgetragen habe werden die Belege in den Archiven der Landesjugendämter, des zuständigen Ministeriums, der Jugendämter, der kirchlichen Träger und im Staatsarchiv zu finden sein. Ganz bewusst habe ich nur „politisch unverdächtige“ Quellen zitiert und darauf verzichtet, aus den umfangreichen Materialien der von der Außerparlamentarischen Opposition der späten Sechzigerjahre getragenen Heimkampagne zu berichten, der nicht zuletzt das historische Verdienst zukommt, mit ihrer radikalen Kritik der Heimerziehung wichtige Anstöße zu ihrer Reform und zur Veränderung des Jugendhilferechts gegeben zu haben. Diese Reform war ein langer Weg. In dem schließlich 1990/91 in Kraft getretenen Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG / SGB VIII) wurden der „Verwahrlosungsbegriff“, die „Fürsorgeerziehung“ und die „Geschlossene Unterbringung“ ersatzlos gestrichen.. Allerdings sehe ich mit Trauer und mit Beklemmung, dass, während wir hier in der Hochschule Esslingen uns des Leids und des Unrechts vergewissern, dass den heute zwischen fünfzig und achtzig Jahre alten Frauen und Männern in ihrer Kindheit und Jugend in Heimen der Jugendhilfe angetan wurde, in diversen Bundesländern sukzessive wieder freiheitsentziehende Maßnahmen in der Jugendhilfe gegen

[ Seite 10 ]

Jugendliche angeordnet werden und die Geschlossene Unterbringung – jetzt als „verbindliche Unterbringung“ oder als „pädagogisch-therapeutische Intensivmaßnahme“ sprachlich kosmetisiert – wieder hoffähig wird. Auch das unsägliche Wort „Verwahrlosung/verwahrlost“ wird von Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe zunehmend wieder gesagt, so, als hätte es die einhellige Kritik der Jugendhilfe der Siebziger- und Achtzigerjahre an dieser verwahrlosten und verwahrlosenden Sprache nie gegeben. Wenn diese Entwicklung nicht gestoppt wird, wird sich die Kinder- und Jugndhilfe in zwanzig oder dreißig Jahren mit dem Unrecht und Leid befassen müssen, was Kindern und Jugendlichen gegenwärtig und zukünftig in ihren Einrichtungen zugefügt wird. Dazu ein Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit: In der „Hausordnung“ von Heimen des Trägers „Haasenburg“, die im vergangenen Herbst vom Landesjugendamt Brandenburg, nach anhaltender Kritik in den Medien und sehr langem Zögern, geschlossen wurden, heißt es: > (fett von mir)
„1. Ich höre auf alle Erzieher und Mitarbeiter der Haasenburg!
2. Dem Erzieher gegenüber antworte ich mit >JA< oder >NEIN< und nenne ihn beim Namen!
3. Es herrscht angemessene Lautstärke in den Wohnräumen, der Schule, auf dem Gelände und auf dem Pausenhof!
4. Ich rede nicht über das Weglaufen und mache es auch nicht!
5. Ich diskutiere nur in angemessenen Situationen, mit einem angemessenen Ziel in angemessenem Tonfall!
6. Ich halte Distanz und habe keinen Körperkontakt!
7. Wenn die Jugendlichen wartend in der Reih stehen, ist der Mund geschlossen und der Blick ist nach vorn gerichtet. Es wird ca. eine Armlänge Abstand zum Vordermann gehalten!
8. Die Jugendlichen laufen erst dann los, wenn die Erzieher es sagen und nur so weit wie es gesagt wird!
9. Die Jugendlichen laufen immer rechts neben dem Erzieher!
10. Während der Dienstzeit ist der Mund geschlossen. Nach Arbeitsmaterieal wird angemessen gefragt! (…)“
„Ich habe die Regeln der Haasenburg gelesen und verstanden und ich bin bereit, sie während meines Aufenthaltes einzuhalten. Verstöße gegen die Regeln der Haasenburg haben Konsequenzen!“. (Zitiert in Sozial Extra 2/2014, S. 51.)
Alles was ich hier vorgetragen habe war, ich wiederhole es, zu jedem Zeitpunkt der Nachkriegsgeschichte der Jugendhilfe den Leitungen der Einrichtungen, den Verantwortlichen in Trägern und Behörden, den zuständigen PolitikerInnen bekannt. Genauer: Es hätte ihnen bekannt sein können und müssen, wenn sie das Schicksal der Heimkinder wirklich interessiert hätte, wie sie immer behaupteten.


https://de.wikipedia.org/wiki/Haasenburg
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"als ob"
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Martin Mitchell
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Anmeldungsdatum: 25.09.2003
Beiträge: 1568
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

Beitrag(#2195321) Verfasst am: 19.11.2019, 04:06    Titel: Heutige Kinderheimhöllen – Horrorgeschichte wiederholt sich. Antworten mit Zitat

.
taz

QUELLE: https://taz.de/Jugendheim-in-Brandenburg/!5638451/ ( bitte manuell in ein neues Browserfenster eingeben ) :

Zitat:
.
Berlin - 16.?11.?2019

GARETH JOSWIG
Redakteur taz Berlin


KAIJA KUTTER
Redakteurin taz-Hamburg


THEMEN: Kinderheim, Jugendheim, Brandenburg, Schwarze Pädagogik


Jugendheim in Brandenburg

In der pädagogischen Einöde

Erinnerung an DDR-Werkhöfe: Erneut gibt es Hinweise auf ein Heim, in dem Kinder und Jugendliche offenar nach überholten Methoden gedrillt werden.

BERLIN/HAMBURG/EISENHÜTTENSTADT/STORKOW taz | Schon wieder Brandenburg: Der taz liegen erneut Anhaltspunkte dafür vor, dass es in einem sogenannten intensivpädagogischen Kinderheim zu problematischen Erziehungsmethoden kommt. Sie betreffen eine Einrichtung des freien Trägers Kinderhäuser Oder-Neiße e.?V. mit dem Namen „Projekt Wolfswinkel“. Das abgeschiedene ehemalige DDR-Feriendorf liegt am Großen Storkower See im Landkreis Oder-Spree – knapp 50 Kilometer von Berlin entfernt. Nach dem Konzept der Einrichtung, das der taz vorliegt, kommt es dort zu einer Art Zwangssport und zu Kollektivstrafen. Das Brandenburger Jugendministerium bestreitet das.

[ LANGER, DETAILLIERTER ARTIKEL --- BITTE WEITERLESEN IM ORIGINAL ]
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PS. Ich, der Australier Martin MITCHELL, bin übrigens auch der Betreiber des Blogs aus dem Boardnutzer »Wilson« im unmittelbar vorhergehenden Beitrag hier in diesem Thread zitiert hat. Der Beitrag bezieht sich auf das was der Erziehungswissenschafler Prof. Dr. Manfred Kappeler diesbezüglich zu sagen hat. - Danke »Wilson« !
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Anmeldungsdatum: 25.09.2003
Beiträge: 1568
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

Beitrag(#2200017) Verfasst am: 18.01.2020, 08:46    Titel: Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND. Antworten mit Zitat

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„Unfassbar und schockierend“ Heimkinder für Medikamenten-Tests missbraucht! ( 10.01.2020, 15:13 Uhr ) @ https://www.mopo.de/im-norden/schleswig-holstein/-unfassbar-und-schockierend--heimkinder-fuer-medikamenten-tests-missbraucht--33720990

NDR 1 Welle Nord
Medikamententests an Kindern: Weil es billiger war ( Stand: 09.01.2020, 07:00 Uhr )
von Carsten Janz, Christian Schepsmeier @ https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Medikamententests-an-Kindern-Weil-es-billiger-war,medikamentenversuche170.html


NDR 1 Welle Nord
Medikamentenversuche: "Erschreckend" bis "unfassbar" ( Stand: 09.01.2020, 21:08 Uhr )
von Constantin Gill @ https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Medikamententests-Erschreckend-bis-Unfassbar,medikamentenversuch102.html


Die Story im Ersten: Versuchskaninchen Heimkind -
[ Montag in 2 Wochen ! ] Mo. 03.02.2020 - ARD: 23.30 Uhr


Die Story im Ersten: Versuchskaninchen Heimkind

Missbrauchsskandal unter deutschen Dächern

Rupert Sommer - 10.01.2020

Wie die neue, vom SWR für das ARD-Hauptprogramm erstellte Dokumentation zeigt, wurden bis in die 1970er-Jahre Kinder und Jugendliche in deutschen Heimen und psychiatrischen Anstalten ungewollt Opfer von Medikamententests.

https://www.weser-kurier.de/deutschland-welt/deutschland-welt-vermischtes_artikel,-missbrauchsskandal-unter-deutschen-daechern-_arid,1888495.html

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Anmeldungsdatum: 25.09.2003
Beiträge: 1568
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

Beitrag(#2201242) Verfasst am: 29.01.2020, 07:55    Titel: Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND. Antworten mit Zitat

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Die Pharmazeutin und Forscherin Dr. Sylvia Wagner gibt ein langes und detailliertes INTERVIEW am Samstag, 25. Januar 2020. Das INTERVIEW ist hier aufgezeichnet und archiviert

@ https://www.youtube.com/watch?reload=9&v=0TMcX_aj978 (Länge: eine Stunde)


Das Video des INTERVIEWS wurde bei YouTube eingestelt von CORRECTIV.ORG mit folgendem Begleittext:

Zitat:
.
Versuchslabor Kinderheim – Sylvia Wagner #Live aus dem Buchladen

CORRECTIV
[ Recherchen für die Gesellschaft und mit der Gesellschaft
Investigativ. Unabhängig. Gemeinnützig. ]

7.09K subscribers

Jahrzehntelang wurden Kinder in Heimen systematisch für Medikamententests missbraucht. Vor allem Psychopharmaka, triebhemmende Präparate und Substanzen, die heute gegen Demenz eingesetzt werden, mussten die Kinder unter Zwang nehmen – damit sie ruhig gestellt werden. Die verordnenden Ärzte verloren dabei kein Wort darüber, dass die Mittel teilweise zu Studien noch unerforschter Medikamente gehörten. Mit verheerender Wirkung: aus gesunden Kindern wurden kranke Erwachsene.

Wir sprechen mit der Sylvia Wagner. Die Pharmazeutin hat aufgedeckt, dass von den 50er bis in die 70er Jahre hinein Pharmakonzern wie Merck große Mengen Arzneimittel an Mediziner in Kinderheimen weiterreichten, um dort Wirkungen von neuen Präperaten zu testen. Teilweise waren an den Testreihen Ärzte beteiligt, die wenige Jahre zuvor noch an den Mordprogrammen (Euthanasieaktion T4) der Nazis im Dritten Reich beteiligt waren.

Bis heute schieben die Konzerne ihre Verantwortung von sich. Die Geschädigten wurden damals wie heute mit den Folgen allein gelassen.

Sylvia Wagner hat den Skandal 2016 öffentlich gemacht. Sie hat bewiesen, wie tausende Kinder als Versuchskaninchen herhalten mussten. Wie konnte es zu dem organisierten Missbrauch kommen? Und wer trägt die Verantwortung für die Schäden, die die Kinder erlitten haben? Wer hat davon profitiert? Und was kann man jetzt tun? Wir reden darüber.

Sylvia Wagner ist gebürtige Essenerin. Nach dem Pharmaziestudium an der Westfälischen Wilhelms Universität in Münster erfolgte 1995 die Approbation als Apothekerin. Seit 2015 widmet sie sich wissenschaftlich dem Thema der Arzneimittelprüfungen an Heimkindern im Rahmen ihrer Promotion, die sie 2019 erfolgreich abschloß.

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Mehr zum Thema:

Doktorarbeit Sylvia Wagner: https://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-54600/Diss%20Sylvia%20Wagner-1.pdf

[ Auszug von insgesamt 54 Seiten aus einem MANUSKRIPT
Sozial.Geschichte Online 19 (2016) - Seite 61 bis 113
betitelt "Ein unterdrücktes und verdrängtes Kapitel der Heimgeschichte"
Dies ist eine Veröffentlichung der Sozial.Geschichte Online
lizenziert nach [Creative Commons – CC BY-NC-ND 3.0]
Hintergrundreport von Sylvia Wagner:
https://duepublico2.uni-due.de/servlets/MCRFileNodeServlet/duepublico_derivate_00042079/04_Wagner_Heime.pdf ]

Bericht Deutschlandfunk Kultur: https://www.deutschlandfunkkultur.de/medikamentenversuche-an-heimkindern-das-war-die-hoelle.976.de.html?dram:article_id=435708

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Menschen die Kontakt zu Hilforganisationen suchen, können hier fündig werden:

Selbstorganisation der ehemaligen Heimkinder: https://www.deutschlands-heimkinder.de/

Verein ehemaliger Heimkinder: https://www.veh-ev.eu/

Staatliche Stiftung Anerkennung und Hilfe: http://www.stiftung-anerkennung-und-hilfe.de/DE/Startseite/start.html

Staatliche Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder: https://www.lvr.de/de/nav_main/derlvr/organisation/anlauf__und_beratungsstelle_fuer_ehemalige_heimkinder/anlauf__und_beratungsstelle.jsp

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Religionskritik-Wiesbaden
homo est creator Dei



Anmeldungsdatum: 04.11.2008
Beiträge: 10329
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag(#2201881) Verfasst am: 05.02.2020, 00:51    Titel: Geschichte im Ersten: Versuchskaninchen Heimkind Antworten mit Zitat

45min. Doku zu dem Thema:

Zitat:
Geschichte im Ersten: Versuchskaninchen Heimkind

Es ist ein Skandal, der lange verschwiegen wurde: Seit Beginn der Bundesrepublik bis in die 1970er Jahre werden Kinder und Jugendliche in Heimen und Psychiatrien Opfer von Ärzten und Pharmakonzernen. Der Film begibt sich auf Spurensuche.


Quelle:
https://pdvideosdaserste-a.akamaihd.net/int/2020/01/23/8f85bb36-b58a-41fb-8832-14649235e47a/1280-1_598522.mp4
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Martin Mitchell
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Anmeldungsdatum: 25.09.2003
Beiträge: 1568
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

Beitrag(#2206095) Verfasst am: 11.03.2020, 08:02    Titel: Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND. Antworten mit Zitat

.
Verein ehemaliger Heimkinder e.V.

Zitat:
.
Homepage VEH e.V.

VERÖFFENTLICHT AM MÄRZ 8, 2020 VON ADMIN


[ QUELLE: https://blog.veh-ev.eu/2020/03/08/erklaerung-ehemaliger-heimkinder-zum-medikamentenmissbrauch/ ]

Erklärung Ehemaliger Heimkinder zum Medikamentenmissbrauch

Wie ja sicher alle mitbekommen haben, konnte durch die Forschung von Dr. Sylvia Wagner bewiesen werden, dass Medikamentenversuche an Heimkindern durchgeführt wurden. Die Forschungen von Frau Dr. Wagner sind inzwischen veröffentlicht worden und der VEH hat hierzu eine Erklärung verfasst, die Sie hier lesen können:

Erklärung Ehemaliger Heimkinder zum Medikamentenmissbrauch
Seit mehr als 200 Jahren werden Heimkinder für medizinische und pharmazeutische Versuche missbraucht. Im 18. Jahrhundert wurde das Verfahren der Pockenschutzimpfung entwickelt, an Heimkindern. Seitdem mussten sie immer wieder zur Entwicklung und Prüfung von Impfstoffen und Arzneimitteln herhalten. Sie waren verfügbar, konnten keine Gegenwehr leisten und Eltern, die sie hätten beschützen können, waren nicht vor Ort. Als in den 1950er bis 1970er Jahren Arzneimittel im großen Maßstab erforscht und entwickelt wurden, die BRD galt als „Apotheke der Welt“, mussten wieder Heimkinder für die Prüfung von Substanzen herhalten.

Wir Heimkinder wurden nicht gefragt, aber jetzt antworten wir!
Als Säuglinge konnten wir uns nicht äußern, als Heranwachsende wurden wir nicht gefragt. Wehrten wir uns, die Pillen zu schlucken, wurden wir gezwungen. Auch unsere Eltern wurden nicht gefragt. Dies war gängige Praxis. Dabei gilt bereits seit über hundert Jahren, dass eine Verabreichung von Arzneimitteln ohne Einwilligung den Tatbestand der Körperverletzung erfüllt. Im Jahre 1900 gab es zudem erstmals eine Anweisung, dass Versuche am Menschen nur mit einer eindeutigen Zustimmung der betreffenden Person durchgeführt werden durften. Seitdem wurden weitere rechtliche und ethische Vorschriften erlassen, die ebenfalls u. a. eine Zustimmung zu Versuchen forderten. Eine solche Zustimmung hat es von Heimkindern jedoch nie gegeben!

Wir wurden benutzt, allein gelassen, wir waren sogar billiger als Versuchstiere.
Man hat gut an uns verdient. Nachdem die Mittel an uns getestet wurden, mussten wir sie, v. a. Psychopharmaka und triebhemmende Mittel, zum Teil sogar über Jahre schlucken. Meistens wussten wir selbst nicht, was mit uns geschah. Entweder weil wir zu klein waren oder weil wir unwissend gehalten wurden. Äußerten wir doch einmal die Vermutung, dass an uns Medikamente erprobt wurden, schenkte man uns keinen Glauben (s. Abschlussbericht RTH 2010).

Aber jetzt werdet Ihr nicht mehr weghören können! Und heute erklären wir:
Wir haben den Versuchen niemals zugestimmt, wir hätten den Versuchen niemals zugestimmt und wir stimmen den Versuchen auch rückblickend nicht zu! Wir verurteilen die Versuche! Hört auf, Kinder, die keinen Nutzen davon haben, die keine Eltern haben, die in stationären Einrichtungen untergebracht sind, für Eure Zwecke zu missbrauchen! Weder in Deutschland, noch in Europa, noch in „Entwicklungs- oder Schwellenländern“, noch sonstwo! Nie wieder!

Nicht einmal habt Ihr Euch bei uns entschuldigt, uns an Eurem Gewinn beteiligt, uns für das Leid entschädigt. Monate- und jahrelang mussten wir Eure Pillen schlucken. Wie konntet Ihr es wagen?

Wir haben es satt! Kommt uns nicht mit unaufrichtigen Mitleidsbekundungen! Wir verlangen eine ernsthafte, unabhängige Aufarbeitung, eine angemessene Entschädigung unter Beteiligung aller verantwortlichen Institutionen und Organisationen, die Anerkennung der Praktiken als Menschenrechtsverletzungen sowie den Schutz Heranwachsender vor derartigen Praktiken.


Wir werden es nicht mehr zulassen, wir sind hier!
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