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Sexismus II
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Tarvoc
Papst Tarvoc der Stæhlerne



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 37172
Wohnort: Bonn

Beitrag(#2196362) Verfasst am: 29.11.2019, 22:25    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Das ist das amerikanische Modell. Da bedeutet "Nazi" ja auch so ziemlich "Alles, was mir nicht in den Kram passt."

Jo. In den USA rücken ja z.B. auch gerne mal die ganz Rechten alles, was links von der Mitte ist, in die Nähe der Nazis. Kein Witz!
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schtonk
Korinthenliegenlasser



Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 11078

Beitrag(#2196366) Verfasst am: 30.11.2019, 00:56    Titel: Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
Die Nazi-Fraktion bekommt noch mehr Zuwachs:
https://www.focus.de/panorama/welt/vorwurf-antimuslimischer-rassismus-schreiduell-bei-uni-auftritt-alice-schwarzer-erneut-im-zentrum-eines-eklats_id_11394517.html


Hier muss ich mal einen post von DonMartin affirmativ aufgreifen:

Zitat:
Alice Schwarzer - was dürfen Frauen anziehen?

Denn es spielt ja schon eine Rolle, welche „Signale ich mit meiner Kleidung gebe“, so Alice Schwarzer. Es geht der bekanntesten Vertreterin der deutschen Frauenbewegung darum, dass man als Frau schon wissen müsse, wie man in „Nuttenmode“ wirkt.
...
Ich darf mich also nicht wundern, wenn ich sexuell belästigt werde, schließlich hab ich mit meinem Minirock die falschen Signale gesendet. Der Mann dachte einfach, ich wäre eine Prostituierte, und bei denen darf man das ja wohl. Oder sind das etwa auch Frauen, die Rechte haben, die man respektvoll behandeln muss? Schwarzer sieht das wohl nicht so.
...
Diese frauenverachtende Ansicht zu „Nuttenmode“ hat Schwarzer nicht exklusiv. (...)

https://www.fr.de/panorama/sexuelle-belaestigung-oder-alice-schwarzer-nuttenmode-13256085.html

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Es ist schon alles gesagt worden. Nur noch nicht von allen. - Karl Valentin

Politial language is designed to make lies sound truthful and murder respectable,
and to give the appearance of solidty to pure wind. - George Orwell
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Skeptiker
linksunten



Anmeldungsdatum: 14.01.2005
Beiträge: 14720
Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2196374) Verfasst am: 30.11.2019, 09:38    Titel: Antworten mit Zitat

schtonk hat folgendes geschrieben:
DonMartin hat folgendes geschrieben:
Die Nazi-Fraktion bekommt noch mehr Zuwachs:
https://www.focus.de/panorama/welt/vorwurf-antimuslimischer-rassismus-schreiduell-bei-uni-auftritt-alice-schwarzer-erneut-im-zentrum-eines-eklats_id_11394517.html


Hier muss ich mal einen post von DonMartin affirmativ aufgreifen:

Zitat:
Alice Schwarzer - was dürfen Frauen anziehen?

Denn es spielt ja schon eine Rolle, welche „Signale ich mit meiner Kleidung gebe“, so Alice Schwarzer. Es geht der bekanntesten Vertreterin der deutschen Frauenbewegung darum, dass man als Frau schon wissen müsse, wie man in „Nuttenmode“ wirkt.
...
Ich darf mich also nicht wundern, wenn ich sexuell belästigt werde, schließlich hab ich mit meinem Minirock die falschen Signale gesendet. Der Mann dachte einfach, ich wäre eine Prostituierte, und bei denen darf man das ja wohl. Oder sind das etwa auch Frauen, die Rechte haben, die man respektvoll behandeln muss? Schwarzer sieht das wohl nicht so.
...
Diese frauenverachtende Ansicht zu „Nuttenmode“ hat Schwarzer nicht exklusiv. (...)

https://www.fr.de/panorama/sexuelle-belaestigung-oder-alice-schwarzer-nuttenmode-13256085.html


Hat Schwarzer nicht exklusiv, stimmt. Generell unterliegt der bürgerliche Feminismus seit einiger Zeit einem Rechtsruck:

Zitat:
Die zweite Welle der Frauenbewegung entstand einst als Kritik an zentralen Institutionen des Nachkriegskapitalismus. Inzwischen aber ist sie selbst zur Handlangerin eines neuen, deregulierten Kapitalismus geworden.

In dem einen Szenario fasste sie eine Welt ins Auge, in der Gender-Emanzipation mit partizipatorischer Demokratie und sozialer Solidarität Hand in Hand ging; in einem zweiten Szenario aber verhieß sie eine neue Form des Liberalismus, der Frauen ebenso wie Männern zu den Segnungen individueller Autonomie, vermehrter Wahlmöglichkeiten und eines meritokratischen Aufstiegs verhelfen könne. In diesem Sinne war der Second-Wave-Feminismus ambivalent. Weil er mit jeder der beiden Gesellschaftsvisionen kompatibel war, konnte er im Lauf der Geschichte zweierlei Gestalt annehmen. (...)

Die identitätspolitische Wende des Feminismus passte nur zu gut zum Aufstieg eines Neoliberalismus, dem es vor allem darum ging, den Gedanken der sozialen Gleichberechtigung aus dem öffentlichen Gedächtnis zu tilgen. Das heißt, wir haben die Kritik des kulturellen Sexismus ausgerechnet in dem Augenblick verabsolutiert, in dem die Verhältnisse eine energische Besinnung auf die Kritik der Politischen Ökonomie erfordert hätten.


https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2013/dezember/neoliberalismus-und-feminismus-eine-gefaehrliche-liaison


Der bürgerliche Feminismus ist affirmativ geworden und hat seine emanzipatorischen Potenziale preisgegeben.

Renzo dagegen ist genau auf der richtigen Spur mit seiner CDU-Destruktion.

Dagegen führte ja die Christenpartei den ältesten 26-jährigen der Welt ins Feld ...- Sehr glücklich
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"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 16802

Beitrag(#2196395) Verfasst am: 30.11.2019, 18:00    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht haben die jetzige Kritik an Rezo und sein Anti-CDU-Video auch gar nichts miteinander zu tun?
Nur so ein Gedanke.
Mich hat die Aussage, den Feministinnen, die Rezo jetzt kritisieren, täten das aus Rache für die CDU-Zerstörung, ja eher amüsiert. Für so etwas muss man mMn ein eher schlicht gestricktes Weltbild haben.
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beachbernie
Von Kanada rausgepickte Rosine, feminism survivor



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 41793
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Beitrag(#2196403) Verfasst am: 30.11.2019, 18:46    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Alice Schwarzer - was dürfen Frauen anziehen?




Da ich weder islamischer noch feministischer noch sonst ein textil interessierter Fundi bin, kann ich diese Frage ganz einfach so beantworten:

Eine Frau kann genauso wie ich alles anziehen, was sie selber wünscht. Punkt. Ende der Debatte.
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Skeptiker
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Anmeldungsdatum: 14.01.2005
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Beitrag(#2196405) Verfasst am: 30.11.2019, 20:12    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Vielleicht haben die jetzige Kritik an Rezo und sein Anti-CDU-Video auch gar nichts miteinander zu tun?
Nur so ein Gedanke.
Mich hat die Aussage, den Feministinnen, die Rezo jetzt kritisieren, täten das aus Rache für die CDU-Zerstörung, ja eher amüsiert. Für so etwas muss man mMn ein eher schlicht gestricktes Weltbild haben.


So schlicht gestrickt wie ein Pastorenweltbild?

Schau, ich habe gar kein Weltbild. Da guckste wieder blöd, was?
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tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 16802

Beitrag(#2196411) Verfasst am: 30.11.2019, 22:06    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
... ich habe gar kein Weltbild.

Lachen
Der war auch gut.

Übrigens: Statt wieder per ad hominem zu antworten, hättest du ja auch Belege dafür posten können, die eine CDU-Solidaritäts-Aktion der Rezo kritisierenden Feministinnen wahrscheinlich machen. Oben hattest du das ja einfach mal so dahin behauptet.
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Tarvoc
Papst Tarvoc der Stæhlerne



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Beitrag(#2196439) Verfasst am: 01.12.2019, 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

Sowieso ein alberner Begriff, "Weltbild".
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Skeptiker
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Beitrag(#2196440) Verfasst am: 01.12.2019, 15:49    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Sowieso ein alberner Begriff, "Weltbild".


Du hast es verstanden. Daumen hoch!
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fwo
Caterpillar D9



Anmeldungsdatum: 05.02.2008
Beiträge: 24114
Wohnort: nicht fest

Beitrag(#2196462) Verfasst am: 01.12.2019, 19:00    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Sowieso ein alberner Begriff, "Weltbild".

Das müsstest Du mal begründen.
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Es gibt keinen Gott. Also: Jesus war nur ein Bankert und alle Propheten hatten einfach einen an der Waffel.
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Marcellinus
Outsider



Anmeldungsdatum: 27.05.2009
Beiträge: 7071

Beitrag(#2196468) Verfasst am: 01.12.2019, 20:04    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Sowieso ein alberner Begriff, "Weltbild".

Das müsstest Du mal begründen.

Kann man ein Gefühl "begründen"? Ich habe eher den Eindruck, @Tarvoc wollte damit ausdrücken, daß "Weltbild" ein Begriff ist, dessen Ablehnung man nicht begründen muß, eben weil er "albern" ist, nicht ernst zu nehmen. Das empfindet man oder man empfindet es eben nicht. Tarvoc ist damit auf der Höhe unserer Zeit, in der emotionale Zustimmung oder Ablehnung die Begründungen ersetzt hat.
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es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."

Friedrich Nietzsche
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tillich (epigonal)
Prinz Ipienreiter



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Beiträge: 16802

Beitrag(#2196472) Verfasst am: 01.12.2019, 20:37    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Sowieso ein alberner Begriff, "Weltbild".

Naja, wie sinnvoll der Begriff ist, darüber mag ich mich gerade nicht streiten.

Das ändert aber nichts daran, dass der Gedankengang "Die sagen was gegen den, der was gegen die CDU gesagt hat, also sagen sie es, weil er was gegen die CDU gesagt hat" (und nicht etwa wegen des völlig anderen Themas, um das es geht) ein sehr schlichter ist. Wenn es überhaupt ein Gedankengang ist und kein gedankenloser Reflex.
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Skeptiker
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Beiträge: 14720
Wohnort: 129 Goosebumpsville

Beitrag(#2196473) Verfasst am: 01.12.2019, 21:25    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Sowieso ein alberner Begriff, "Weltbild".

Naja, wie sinnvoll der Begriff ist, darüber mag ich mich gerade nicht streiten.

Das ändert aber nichts daran, dass der Gedankengang "Die sagen was gegen den, der was gegen die CDU gesagt hat, also sagen sie es, weil er was gegen die CDU gesagt hat" (und nicht etwa wegen des völlig anderen Themas, um das es geht) ein sehr schlichter ist. Wenn es überhaupt ein Gedankengang ist und kein gedankenloser Reflex.


Apropos gedankenloser Reflex: Hast du dir eigentlich schon mal Gedanken über Rezos Video gemacht? Gibt es hier ein statement von dir zu Rezo?

Oder schiebst du Rezo jetzt in die Assange-Ecke mit Unterstützung des kleinbürgerlichen Feminismus?
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Beiträge: 16802

Beitrag(#2196482) Verfasst am: 01.12.2019, 22:14    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Sowieso ein alberner Begriff, "Weltbild".

Naja, wie sinnvoll der Begriff ist, darüber mag ich mich gerade nicht streiten.

Das ändert aber nichts daran, dass der Gedankengang "Die sagen was gegen den, der was gegen die CDU gesagt hat, also sagen sie es, weil er was gegen die CDU gesagt hat" (und nicht etwa wegen des völlig anderen Themas, um das es geht) ein sehr schlichter ist. Wenn es überhaupt ein Gedankengang ist und kein gedankenloser Reflex.


Apropos gedankenloser Reflex: Hast du dir eigentlich schon mal Gedanken über Rezos Video gemacht? Gibt es hier ein statement von dir zu Rezo?

Oder schiebst du Rezo jetzt in die Assange-Ecke mit Unterstützung des kleinbürgerlichen Feminismus?

Fvm: Ja, das ist wieder ein gutes Beispiel.
Weil ich dich dafür kritisiere, dass du Thema B völlig sinnlos mit Thema A in Verbindung bringst, musst du jetzt natürlich auch mich zu Thema A ins Verhör nehmen.
Und nicht etwa selbst entweder die Verbindung begründen oder was zu Thema B selbst sagen.
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Tarvoc
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Beiträge: 37172
Wohnort: Bonn

Beitrag(#2196487) Verfasst am: 02.12.2019, 00:58    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Sowieso ein alberner Begriff, "Weltbild".

Das müsstest Du mal begründen.

Wieviele Seiten bist du denn dafür bereit zu lesen?
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schtonk
Korinthenliegenlasser



Anmeldungsdatum: 17.12.2013
Beiträge: 11078

Beitrag(#2196495) Verfasst am: 02.12.2019, 02:42    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Sowieso ein alberner Begriff, "Weltbild".

Das müsstest Du mal begründen.

Wieviele Seiten bist du denn dafür bereit zu lesen?


bzw zu schreiben Lachen
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Tarvoc
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Beitrag(#2196506) Verfasst am: 02.12.2019, 10:28    Titel: Antworten mit Zitat

schtonk hat folgendes geschrieben:

bzw zu schreiben Lachen

Ja, das auch. Also ich könnte die Begründung bis auf einen Satz herunterkürzen, aber ich glaube nicht, dass fwo das befriedigen würde. Aber angesichts der Tatsache, dass er seine eigenen Behauptungen inzwischen offen heraus mit "das weiß man doch und wer's nicht weiß ist doof" "begründet", weiß ich auch ehrlich gesagt nicht, ob ich ihm das überhaupt schulde. Wenn ich der Begründung dann noch befriedigende Erläuterungen beifügen sollte, dann läuft man aber auf jeden Fall Gefahr, dass es zur Monographie ausartet. Ich hab' jedenfalls schonmal achtzig Seiten zu einem kleinen Teilthema (!) dieser Frage geschrieben und dabei das Gefühl gehabt, kaum die Oberfläche anzukratzen. Dieses Thema beschäftigt insgesamt die Philosophie spätestens seit Kants drei Kritiken, also nunmehr seit über 200 Jahren, und es ist nicht so, dass die Diskussionen darum an irgendeinem Punkt zum Erliegen gekommen wären. Darüber hinaus ist es enorm umfangreich und man kann von vielen verschiedenen Seiten an es herangehen - ob man z.B. über eine Auseinandersetzung mit Diltheys oder Engels' Begriffen von "Weltanschauung" an die Sache herangeht oder über Kants Antinomien macht einen riesigen Unterschied, weil das buchstäblich zwei völlig verschiedene Startpunkte für die Auseinandersetzung mit den Begriffen "Welt", "Weltbild" etc. sind. Man kann mir natürlich vorwerfen, dass ich hier das Ergebnis einer langen Beschäftigung mit dem Thema "impulsiv" in den Thread geworfen habe, aber das heißt nicht, dass dieses Ergebnis auch impulsiv zustande gekommen wäre.
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fwo
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Beitrag(#2196521) Verfasst am: 02.12.2019, 13:27    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
schtonk hat folgendes geschrieben:

bzw zu schreiben Lachen

Ja, das auch. Also ich könnte die Begründung bis auf einen Satz herunterkürzen, aber ich glaube nicht, dass fwo das befriedigen würde. Aber angesichts der Tatsache, dass er seine eigenen Behauptungen inzwischen offen heraus mit "das weiß man doch und wer's nicht weiß ist doof" "begründet", weiß ich auch ehrlich gesagt nicht, ob ich ihm das überhaupt schulde. ....

Es braucht schon einiges, um das so zu sehen. Ich stelle mal den Zusammenhang her:
Es ging darum, aus Fallzahlen eine Wahrscheinlichkeit zu ermitteln. Jedem, der überhaupt eine Ahnung hat, was das Wort Wahrscheinlichkeit in der deskriptiven Statistik bedeutet, ist klar, dass es nur einen Weg gibt, die zu berechnen. Das hatte ich untertreibend formuliert, indem ich schrieb, dass ich das für eine sinnvolle Methode hielte.
Wenn Du diese Formulierung als Anlass nimmst, um eine Gegenmeinung zu präsentieren, zeigst Du in diesem Fall tatsächlich nur eigenes Unwissen in einem Maß, dass ich Dir ansonsten nicht zutraue und dass ich in diesem Fall auf ideologische Scheuklappen zurückführe.
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fwo
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Beitrag(#2196522) Verfasst am: 02.12.2019, 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Sowieso ein alberner Begriff, "Weltbild".

Das müsstest Du mal begründen.

Wieviele Seiten bist du denn dafür bereit zu lesen?

Du meinst also, dass Du viele Seiten brauchst, um darzulegen, dass etwas in dummer Art lustig ist? Wenn Du viele Seiten brauchst, um zu zeigen, warum etwas albern ist, was ich nicht als albern sehe, kann es so albern nicht sein.

Aber ich bin Dir gerne durch Fragen behilflich:
Warum lacht tillich, wenn Skeptiker behauptet, kein Weltbild zu haben?
Was verstehen wir darunter, wenn wir von dem Weltbild einer Person sprechen?

Gibt es das, was wir da normalerweise drunter verstehen etwa gar nicht?
Und wenn doch, welcher andere Begriff würde denn besser passen?
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Beitrag(#2196527) Verfasst am: 02.12.2019, 13:54    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Gibt es das, was wir da normalerweise drunter verstehen etwa gar nicht?

Genau, warum auch nicht? Genau so ist es. Das, was "wir" "normalerweise" darunter verstehen, gibt es in der Tat gar nicht. Also noch nicht mal etwa. Ich sehe jedenfalls keinen Grund, Skeptiker seine Behauptung, er habe sowas nicht, nicht zu glauben. Jedenfalls nicht, solange tillich nicht ganz genau erklärt, was er Skeptiker damit eigentlich attestiert haben will. Gerade in diesem Kontext hier. (Ist es nicht goldig, wie einseitig du mal wieder deine Forderungen nach Begründung adressierst?)

Gerade hier im Kontext hätten Begriffe wie "Denkweise" oder vielleicht sogar "Gemüt" jedenfalls wesentlich besser gepasst als "Weltbild".
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fwo
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Beitrag(#2196531) Verfasst am: 02.12.2019, 15:21    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
fwo hat folgendes geschrieben:
Gibt es das, was wir da normalerweise drunter verstehen etwa gar nicht?

Genau, warum auch nicht? Genau so ist es. Das, was "wir" "normalerweise" darunter verstehen, gibt es in der Tat gar nicht. Also noch nicht mal etwa. Ich sehe jedenfalls keinen Grund, Skeptiker seine Behauptung, er habe sowas nicht, nicht zu glauben. Jedenfalls nicht, solange tillich nicht ganz genau erklärt, was er Skeptiker damit eigentlich attestiert haben will. Gerade in diesem Kontext hier. (Ist es nicht goldig, wie einseitig du mal wieder deine Forderungen nach Begründung adressierst?)

Gerade hier im Kontext hätten Begriffe wie "Denkweise" oder vielleicht sogar "Gemüt" jedenfalls wesentlich besser gepasst als "Weltbild".
fett von mir.
Ich gebe zu, dass ich manchmal auch in Versuchung wäre, Skeptiker so einen Satz zu glauben - er bedeutet in der Praxis nichts anderes, als dass er nicht denkt.

Ich nehme zu Abwechselung mal ein universitäres Projekt zur Bedeutungserklärung des strittigen Wortes Weltbild:
Wissen, Vorstellung von der Welt als Ganzem, das besonders ein Individuum, eine Gesellschaft, ein bestimmter Kulturkreis, eine Geistesrichtung, eine wissenschaftliche Disziplin besitzt
Mit anderen Worten: Ein Weltbild ist die Voraussetzung jedes Denkens über die Welt, wobei es nicht ausgeschlossen ist, dass dieses Denken dieses Bild auch verändert.

Dass gerade Skeptiker, dessen Beiträge eine stereotype Reduktion der Welt auf wenige Bausteine zeigen, deren wichtigster die eigene Fortschrittlichkeit ist, von sich behauptet, er habe kein Weltbild, ist in der Tat lustig, und ich kann tillichs Gelächter an der Stelle gut verstehen.
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Beitrag(#2196534) Verfasst am: 02.12.2019, 15:59    Titel: Antworten mit Zitat

fwo hat folgendes geschrieben:
Ich nehme zu Abwechselung mal ein universitäres Projekt zur Bedeutungserklärung des strittigen Wortes Weltbild:
Wissen, Vorstellung von der Welt als Ganzem, das besonders ein Individuum, eine Gesellschaft, ein bestimmter Kulturkreis, eine Geistesrichtung, eine wissenschaftliche Disziplin besitzt
Mit anderen Worten: Ein Weltbild ist die Voraussetzung jedes Denkens über die Welt, wobei es nicht ausgeschlossen ist, dass dieses Denken dieses Bild auch verändert.

Ja siehst du, da fängt's schon an. Nichts von dem, was du gerade geschrieben hast, ist auch nur irgendwie weniger strittig. Ich bin zum Beispiel bestenfalls bereits extrem skeptisch gegenüber der Behauptung, dass überhaupt irgendwer eine "Vorstellung von der Welt als Ganzem" hat oder haben kann. Jedenfalls wenn wir das Wort "Vorstellung" im üblichen Sinne verwenden und nicht in irgendeinem erklärungsbedürftig unüblichen Sinne. Vorstellungen von Ganzheiten sind insgesamt ein extrem problematisches Thema in der Philosophie. Dass eine solche Vorstellung die Voraussetzung für alles Denken sei, ist dementsprechend eine noch ungleich steilere These. Nichts davon ist jedenfalls auch nur im Ansatz unproblematisch oder unkontrovers.

Ob tillichs Belustigung "verständlich" ist, ist übrigens eine psychologische Frage, die mich allenfalls am Rande interessiert.

Bin am Handy. Schaue mir die verlinkte Website selbst nachher noch genauer an.
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Marcellinus
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Beiträge: 7071

Beitrag(#2196535) Verfasst am: 02.12.2019, 16:16    Titel: Antworten mit Zitat

@Tarvoc
Was im Bereich der Philosophie ist nicht „strittig“? zwinkern
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Beitrag(#2196596) Verfasst am: 03.12.2019, 05:44    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
@Tarvoc
Was im Bereich der Philosophie ist nicht „strittig“? zwinkern

zwinkern Schon klar, nur halt doch manches mehr und manches weniger. Und hier hat fwo sich halt gerade ein nicht nur extrem komplexes, sondern auch "recht" umstrittenes Thema ausgesucht, und sein Selbstvertrauen scheint zumindest in keinem Verhältnis zu seiner tatsächlichen Kenntnis der Thematik zu stehen. Und das obwohl er sich hier zielsicher eine der - jedenfalls meiner Einschätzung nach - am schwersten zu verteidigenden Positionen ausgesucht hat. Es hat schon seinen Grund, warum die Begriffe "Weltbild" und "Weltanschauung" ca. seit der Mitte des letzten Jahrhunderts insgesamt mehr und mehr aus der Mode gekommen sind, obwohl das Thema, ob und wie "Welt als Ganzheit" überhaupt zu verstehen sein soll, immer noch heiß diskutiert wird. Dass ein "Weltbild" in der von fwo angegebenen Definition (also als Vorstellung der Welt als Ganzheit!) geradezu eine Voraussetzung von Denken überhaupt sein soll, wird auf jeden Fall nur noch von einer kleinen Handvoll Leuten vertreten (bzw. mir fällt gerade überhaupt kein zeitgenössischer Philosoph ein, der sowas heute noch explizit vertritt) und erinnert eher an gewisse bereits "abgefrühstückte" Ansätze aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Also zumindest kommt mir das in dieser Formulierung was die heutige Zeit angeht wie eine klare Minderheitenposition vor.
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Ahriman
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Beitrag(#2196602) Verfasst am: 03.12.2019, 11:04    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Dass ein "Weltbild" in der von fwo angegebenen Definition (also als Vorstellung der Welt als Ganzheit!) geradezu eine Voraussetzung von Denken überhaupt sein soll, wird auf jeden Fall nur noch von einer kleinen Handvoll Leuten vertreten

Für mich war "Weltbild" geraume Zeit ein katholisch gefärbter Verlag und Buchversand in Augsburg. Trotzdem gelang es mir ab und zu, auch mal zu denken. Und jetzt denke ich mal wieder: Was, zum Teufel, hat das mit Sexismus zu tun?


Zuletzt bearbeitet von Ahriman am 03.12.2019, 11:11, insgesamt einmal bearbeitet
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Marcellinus
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Beitrag(#2196603) Verfasst am: 03.12.2019, 11:06    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
@Tarvoc
Was im Bereich der Philosophie ist nicht „strittig“? zwinkern

zwinkern Schon klar, nur halt doch manches mehr und manches weniger. Und hier hat fwo sich halt gerade ein nicht nur extrem komplexes, sondern auch "recht" umstrittenes Thema ausgesucht, und sein Selbstvertrauen scheint zumindest in keinem Verhältnis zu seiner tatsächlichen Kenntnis der Thematik zu stehen. Und das obwohl er sich hier zielsicher eine der - jedenfalls meiner Einschätzung nach - am schwersten zu verteidigenden Positionen ausgesucht hat. Es hat schon seinen Grund, warum die Begriffe "Weltbild" und "Weltanschauung" ca. seit der Mitte des letzten Jahrhunderts insgesamt mehr und mehr aus der Mode gekommen sind, obwohl das Thema, ob und wie "Welt als Ganzheit" überhaupt zu verstehen sein soll, immer noch heiß diskutiert wird. Dass ein "Weltbild" in der von fwo angegebenen Definition (also als Vorstellung der Welt als Ganzheit!) geradezu eine Voraussetzung von Denken überhaupt sein soll, wird auf jeden Fall nur noch von einer kleinen Handvoll Leuten vertreten (bzw. mir fällt gerade überhaupt kein zeitgenössischer Philosoph ein, der sowas heute noch explizit vertritt) und erinnert eher an gewisse bereits "abgefrühstückte" Ansätze aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Also zumindest kommt mir das in dieser Formulierung was die heutige Zeit angeht wie eine klare Minderheitenposition vor.

Vielleicht ist die Philosophie ja auch nicht das richtige Fach zur Beantwortung solcher Fragen.
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Tarvoc
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Beitrag(#2196607) Verfasst am: 03.12.2019, 12:33    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Vielleicht ist die Philosophie ja auch nicht das richtige Fach zur Beantwortung solcher Fragen.

Das ist das, was du aus meinem Beitrag herausliest? Darf ich dem entnehmen, dass du die Frage unphilosophisch selbst beantworten möchtest?
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Marcellinus
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Beitrag(#2196612) Verfasst am: 03.12.2019, 13:08    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Vielleicht ist die Philosophie ja auch nicht das richtige Fach zur Beantwortung solcher Fragen.

Hast du was zur Frage beizutragen? Dann spuck's aus.

Ich weiß nicht. Vielleicht. Menschen machen sich Bilder von dieser Welt, es geht vermutlich gar nicht anders. Wobei mit "Welt" hier nicht ein philosophisches Absolutum gemeint ist, sondern einfach das, was an mehr oder weniger geordneten Informationen über unsere Umwelt auf uns einströmt, und dort auf die Bilder trifft, die schon da sind, teils anerzogen, teils selbst erworben und meistens eine unentwirrbare Verbindung aus beidem.

Wir können das nicht ignorieren, unser Gehirn läßt das einfach nicht zu, sondern versucht ständig und unaufgefordert daraus Bilder zu formen, die irgendwie unserer Orientierung in dieser Welt dienen sollen. Manchmal tun sie es, manchmal tragen sie eher zur Verwirrung bei.

Ich verstehe unter Weltbildern eben nicht "Bilder von der ganzen Welt an sich", sondern erst einmal subjektive Bilder (durchaus im Plural) von der Welt, in der die jeweiligen Menschen leben, oder zu leben glauben.

Unter Weltanschauungen verstehe ich dagegen vor allem beobachtbare soziale Tatsachen, gemeinsame, oft auch gemeinschaftliche Vorstellungen von mehr oder weniger formierten Gruppen, nicht selten weitergegeben von Generation zu Generation, in neuerer Zeit schriftlich formuliert, Religionen, Ideologien, -ismen jeder Art.

Sie haben gemeinsam, diese Welt relativ vollständig beschreiben zu wollen, wobei mit Welt nicht notwendig das physikalische Universum gemeint ist, sondern eher die Welt, die Menschen miteinander bilden. Menschen versuchen mit Weltanschauungen, dieser Welt (und damit vor allem anderen Menschen) eine Ordnung zu geben (wobei sie meistens behaupten, diese Welt nur autoritativ zu beschreiben) und daraus Regeln für das erwünschte Verhalten von Menschen abzuleiten.

Als Begriffe sind "Weltbild" wie "Weltanschauung" meiner Ansicht gedankliche Werkzeug, die einem auch jenseits der Philosophie die Möglichkeit geben, beobachtbare Tatsachen zu "begreifen", gedankliche Werkzeuge, die einem im Verständnis weiterhelfen können, nicht endgültige Antworten auf Fragen "an sich".
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Beitrag(#2196616) Verfasst am: 03.12.2019, 13:15    Titel: Antworten mit Zitat

Marcellinus hat folgendes geschrieben:
Ich verstehe unter Weltbildern eben nicht "Bilder von der ganzen Welt an sich", sondern erst einmal subjektive Bilder (durchaus im Plural) von der Welt, in der die jeweiligen Menschen leben, oder zu leben glauben.

Ja, das ist ein deutlich schwächerer claim als fwos und über sowas kann man auch eher reden, bzw. über sowas wird auch heute noch diskutiert, und zwar durchaus fächerübergreifend - wobei dann die Frage ist, wie man das Wort "Welt" verstehen muss, um diese Wortbildung bzw. die Wahl gerade dieses Ausdrucks begreiflich zu machen. (Gerade im Kontext von tillichs Äußerung gegenüber Skeptiker hätte m.E. trotzdem ein Wort wie "Denkweise" oder so besser gepasst.)

Aber so hatte fwo das nicht formuliert, bzw. das war nicht die Formulierung, die er zitiert hatte.
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Beitrag(#2196626) Verfasst am: 03.12.2019, 15:27    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
(Gerade im Kontext von tillichs Äußerung gegenüber Skeptiker hätte m.E. trotzdem ein Wort wie "Denkweise" oder so besser gepasst.)

Auf etwas Ähnliches habe ich mich ja oben auch schon zurückgezogen, weil ich mich in diese komplexe Diskussion gar nicht stürzen will.
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