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"Man wird wohl noch..." Grauzone Antisemitismus
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zelig
Kultürlich



Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 24532

Beitrag(#2198107) Verfasst am: 23.12.2019, 20:27    Titel: Re: Frankreich erkennt Antizionismus als Antisemitismus an Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Frankreich erkennt Antizionismus als Antisemitismus an

Auslöser war die verbale Attacke auf den jüdischen Philosophen Alain Finkielkraut am Rande einer „Gelbwesten“-Demonstration. Minutenlang schrie Benjamin Weller, ein 36 Jahre alter, zum Islam konvertierter Mann, auf Finkielkraut ein: „Scheiß-Zionist“, „Drecksrasse“, „zionistische Lobby“, „Frankreich gehört uns“. Der Vorfall erschütterte Frankreich. Ein paar Tage später versprach Präsident Emmanuel Macron anlässlich des Jahresessens des Jüdischen Zentralrats, den Kampf gegen den Antisemitismus auf den Antizionismus auszuweiten.


https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/frankreich-erkennt-antizionismus-als-antisemitismus-an-16549341.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3


Ja und? Auch wenn da irgendso ein rechtsextremer Depp das durcheinanderwirft ist Antizionismus trotzdem nicht dasselbe wie Antisemitismus, weil die Ideologie des Zionismus nicht identisch mit der Religion des Judentums ist. Viele der entschiedensten Antizionisten sind schliesslich selber Juden und viele der übelsten Zionisten ueberhaupt keine Juden.

Haette Macron mit seinem dummen Geschwätz recht, dann muesste er sich sogar zu der Monstrosität versteigen, manche Auschwitzueberlebende als angebliche "Antisemiten" zu bekaempfen, wie auch diese Holocaustueberlebenden:

https://labourbriefing.org/blog/2019/7/30/six-holocaust-survivors-compare-zionist-policy-to-that-of-the-nazis

Hier noch ein bisschen "food for thoughts zum Thema":

https://jewishvoiceforpeace.org/zionism/


Schau mal, wenn dir was daran liegt, daß der Antizionismus eine diskutuable Position ist, solltest Du nicht versuchen, das Problem als eine singuläre Bagatelle abzutun.
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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Beitrag(#2198109) Verfasst am: 23.12.2019, 21:19    Titel: Re: Frankreich erkennt Antizionismus als Antisemitismus an Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Frankreich erkennt Antizionismus als Antisemitismus an

Auslöser war die verbale Attacke auf den jüdischen Philosophen Alain Finkielkraut am Rande einer „Gelbwesten“-Demonstration. Minutenlang schrie Benjamin Weller, ein 36 Jahre alter, zum Islam konvertierter Mann, auf Finkielkraut ein: „Scheiß-Zionist“, „Drecksrasse“, „zionistische Lobby“, „Frankreich gehört uns“. Der Vorfall erschütterte Frankreich. Ein paar Tage später versprach Präsident Emmanuel Macron anlässlich des Jahresessens des Jüdischen Zentralrats, den Kampf gegen den Antisemitismus auf den Antizionismus auszuweiten.


https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/frankreich-erkennt-antizionismus-als-antisemitismus-an-16549341.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3


Ja und? Auch wenn da irgendso ein rechtsextremer Depp das durcheinanderwirft ist Antizionismus trotzdem nicht dasselbe wie Antisemitismus, weil die Ideologie des Zionismus nicht identisch mit der Religion des Judentums ist. Viele der entschiedensten Antizionisten sind schliesslich selber Juden und viele der übelsten Zionisten ueberhaupt keine Juden.

Haette Macron mit seinem dummen Geschwätz recht, dann muesste er sich sogar zu der Monstrosität versteigen, manche Auschwitzueberlebende als angebliche "Antisemiten" zu bekaempfen, wie auch diese Holocaustueberlebenden:

https://labourbriefing.org/blog/2019/7/30/six-holocaust-survivors-compare-zionist-policy-to-that-of-the-nazis

Hier noch ein bisschen "food for thoughts zum Thema":

https://jewishvoiceforpeace.org/zionism/


Schau mal, wenn dir was daran liegt, daß der Antizionismus eine diskutuable Position ist, solltest Du nicht versuchen, das Problem als eine singuläre Bagatelle abzutun.


Welches Problem? Wieso "als singuläre Bagatelle abtun"?

Lass es mich Dir mal so erklaeren:

Es gibt Islamophobie, die letztlich eine Art Rassismus ist. Daneben gibt es, mitunter sehr deutliche Kritik an bestimmten islamischen Staaten, z.B. Saudi-Arabien bzw. aus dem Islam hervorgegangene Hassideologien wie den Dschihadismus a la IS. Und auch wenn es Islamophobe gibt, die Beides miteinander vermischen und gerne mit augenscheinlichen Missständen in Saudi-Arabien und dem Wüten des IS beginnen, nur um eher frueher als spaeter bei ihrem eigentlichen Hobby, der Hetze gegen Moslems in Europa, die mit Saudi-Arabien oder dem IS ungefaehr so viel zu tun haben wie europäische Juden mit Israel, zu landen. Klar gibt es das und trotzdem käme, ausser denen, die das bewusst einsetzen um etwa Kritik an Saudi-Arabien zu diffamieren, niemand auf die Idee (auch sehr scharfe und polemische) Kritik an Saudi-Arabien reflexhaft mit Islamophobie gleichzusetzen, so wie dies Macron in Deinem Zitat bezüglich des Antizionismus und dem Antisemitismus tut. Will er denn vielleicht auch den "Kampf gegen den antimoslemischen Rassismus auf den Kampf gegen den Antidschihadismus ausweiten", bloss weil manche antimoslemische Rassisten gerne den Kampf gegen gewalttätigen Dschihadisten vorschieben, wenn sie z.B. ein generelles Einwanderungsverbot fuer Moslems in Europa fordern? Davon habe ich bisher noch nichts gehoert.

Ansonsten verweise ich auf das von mir verlinkte Statement von "Jewish Voice for Peace", bei denen auch solche Leute wie den amerikanischen Philosophen Noam Chomsky und die Feministin Judith Butler mitmachen, die sich selbst als Antizionisten sehen und die Du hoffentlich nicht als Antisemiten bezeichnen willst.


Zuletzt bearbeitet von beachbernie am 23.12.2019, 21:23, insgesamt einmal bearbeitet
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Skeptiker
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Anmeldungsdatum: 14.01.2005
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Beitrag(#2198110) Verfasst am: 23.12.2019, 21:22    Titel: Re: Frankreich erkennt Antizionismus als Antisemitismus an Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Frankreich erkennt Antizionismus als Antisemitismus an

Auslöser war die verbale Attacke auf den jüdischen Philosophen Alain Finkielkraut am Rande einer „Gelbwesten“-Demonstration. Minutenlang schrie Benjamin Weller, ein 36 Jahre alter, zum Islam konvertierter Mann, auf Finkielkraut ein: „Scheiß-Zionist“, „Drecksrasse“, „zionistische Lobby“, „Frankreich gehört uns“. Der Vorfall erschütterte Frankreich. Ein paar Tage später versprach Präsident Emmanuel Macron anlässlich des Jahresessens des Jüdischen Zentralrats, den Kampf gegen den Antisemitismus auf den Antizionismus auszuweiten.


https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/frankreich-erkennt-antizionismus-als-antisemitismus-an-16549341.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3


Die Meldung gibt's auch auf "Politically Incorrect":

Zitat:
Die deutsche JAfD (Juden in der AfD) kommentiert: „Immer mehr Juden in Europa sprechen Klartext. Der Zentralrat der Juden in Deutschland isoliert sich mit seiner merkeltreuen Haltung immer weiter. Finkielkraut teilt damit die Positionen der JAfD. Es waren die Mitglieder der JAfD, die sich mutig gegen alle Widerstände zur organisierten jüdischen Speerspitze gegen Merkel gebildet haben. .. Es ist erfreulich, dass jetzt auch prominente Juden nachziehen.“

Verdrehungen in der deutschen Presse – Gelbwesten-Antisemitismus ging von Salafist aus

Alain Finkielkraut kam in Frankreich wieder ins Gespräch, als er am Rande einer Gelbwesten-Demo antisemitische Beschimpfungen und Pöbeleien erlebte. Während die deutsche Presse pauschal die Gelbwesten für diese Vorfälle verantwortlich macht, wird Finkielkraut differenzierter: der „Gelbwesten“-Vertreter, der den jüdischen Intellektuellen beschimpfte, stammt offenbar aus der salafistischen Szene und ist den französischen Sicherheitsbehörden bekannt.


Code:
http://www.pi-news.net/2019/02/finkielkraut-juden-zahlen-den-preis-fuer-unregulierte-zuwanderung/


"Juden in der AfD" - na dann.

Übrigens vermutet PI auch, dass "weite Teile der UN antisemitisch" seien.
Code:
http://www.pi-news.net/2019/10/weite-teile-der-un-antisemitisch/


Was lernen wir daraus? Die "Umwertung aller Werte" (Nietzsche) schreitet voran. Links (Gelbwesten) ist jetzt rechts und rechts (Macron, PI, AfD) ist jetzt links. Cool

Wer bekommt da nicht Lust, seinen Pullover verkehrt rum anzuziehen? Ist doch chic, Leute! Auf den Arm nehmen
_________________
°
"Ich verwarne Ihnen!" (Schiri)
"Ich danke Sie" (Willi Lippens)

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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zelig
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Beitrag(#2198114) Verfasst am: 23.12.2019, 21:37    Titel: Re: Frankreich erkennt Antizionismus als Antisemitismus an Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Frankreich erkennt Antizionismus als Antisemitismus an

Auslöser war die verbale Attacke auf den jüdischen Philosophen Alain Finkielkraut am Rande einer „Gelbwesten“-Demonstration. Minutenlang schrie Benjamin Weller, ein 36 Jahre alter, zum Islam konvertierter Mann, auf Finkielkraut ein: „Scheiß-Zionist“, „Drecksrasse“, „zionistische Lobby“, „Frankreich gehört uns“. Der Vorfall erschütterte Frankreich. Ein paar Tage später versprach Präsident Emmanuel Macron anlässlich des Jahresessens des Jüdischen Zentralrats, den Kampf gegen den Antisemitismus auf den Antizionismus auszuweiten.


https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/frankreich-erkennt-antizionismus-als-antisemitismus-an-16549341.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3


Ja und? Auch wenn da irgendso ein rechtsextremer Depp das durcheinanderwirft ist Antizionismus trotzdem nicht dasselbe wie Antisemitismus, weil die Ideologie des Zionismus nicht identisch mit der Religion des Judentums ist. Viele der entschiedensten Antizionisten sind schliesslich selber Juden und viele der übelsten Zionisten ueberhaupt keine Juden.

Haette Macron mit seinem dummen Geschwätz recht, dann muesste er sich sogar zu der Monstrosität versteigen, manche Auschwitzueberlebende als angebliche "Antisemiten" zu bekaempfen, wie auch diese Holocaustueberlebenden:

https://labourbriefing.org/blog/2019/7/30/six-holocaust-survivors-compare-zionist-policy-to-that-of-the-nazis

Hier noch ein bisschen "food for thoughts zum Thema":

https://jewishvoiceforpeace.org/zionism/


Schau mal, wenn dir was daran liegt, daß der Antizionismus eine diskutuable Position ist, solltest Du nicht versuchen, das Problem als eine singuläre Bagatelle abzutun.


Welches Problem? Wieso "als singuläre Bagatelle abtun"?

Lass es mich Dir mal so erklaeren:

Es gibt Islamophobie, die letztlich eine Art Rassismus ist. Daneben gibt es, mitunter sehr deutliche Kritik an bestimmten islamischen Staaten, z.B. Saudi-Arabien bzw. aus dem Islam hervorgegangene Hassideologien wie den Dschihadismus a la IS. Und auch wenn es Islamophobe gibt, die Beides miteinander vermischen und gerne mit augenscheinlichen Missständen in Saudi-Arabien und dem Wüten des IS beginnen, nur um eher frueher als spaeter bei ihrem eigentlichen Hobby, der Hetze gegen Moslems in Europa, die mit Saudi-Arabien oder dem IS ungefaehr so viel zu tun haben wie europäische Juden mit Israel, zu landen. Klar gibt es das und trotzdem käme, ausser denen, die das bewusst einsetzen um etwa Kritik an Saudi-Arabien zu diffamieren, niemand auf die Idee (auch sehr scharfe und polemische) Kritik an Saudi-Arabien reflexhaft mit Islamophobie gleichzusetzen, so wie dies Macron in Deinem Zitat bezüglich des Antizionismus und dem Antisemitismus tut. Will er denn vielleicht auch den "Kampf gegen den antimoslemischen Rassismus auf den Kampf gegen den Antidschihadismus ausweiten", bloss weil manche antimoslemische Rassisten gerne den Kampf gegen gewalttätigen Dschihadisten vorschieben, wenn sie z.B. ein generelles Einwanderungsverbot fuer Moslems in Europa fordern? Davon habe ich bisher noch nichts gehoert.

Ansonsten verweise ich auf das von mir verlinkte Statement von "Jewish Voice for Peace", bei denen auch solche Leute wie den amerikanischen Philosophen Noam Chomsky und die Feministin Judith Butler mitmachen, die sich selbst als Antizionisten sehen und die Du hoffentlich nicht als Antisemiten bezeichnen willst.


Meine Güte, es geht um den Judenhass, der sich mit dem Label Antizionismus tarnt. Müsste es nicht in deinem Interesse liegen, die Unterscheidbarkeit deutlich zu machen?
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DonMartin
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Beitrag(#2198115) Verfasst am: 23.12.2019, 21:40    Titel: Re: Frankreich erkennt Antizionismus als Antisemitismus an Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:

Was lernen wir daraus? Die "Umwertung aller Werte" (Nietzsche) schreitet voran. Links (Gelbwesten) ist jetzt rechts und rechts (Macron, PI, AfD) ist jetzt links. Cool

In den von Dir zitierten Passagen kommt weder "rechts" noch "links" vor.
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zelig
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Beitrag(#2198116) Verfasst am: 23.12.2019, 21:40    Titel: Re: Frankreich erkennt Antizionismus als Antisemitismus an Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Frankreich erkennt Antizionismus als Antisemitismus an

Auslöser war die verbale Attacke auf den jüdischen Philosophen Alain Finkielkraut am Rande einer „Gelbwesten“-Demonstration. Minutenlang schrie Benjamin Weller, ein 36 Jahre alter, zum Islam konvertierter Mann, auf Finkielkraut ein: „Scheiß-Zionist“, „Drecksrasse“, „zionistische Lobby“, „Frankreich gehört uns“. Der Vorfall erschütterte Frankreich. Ein paar Tage später versprach Präsident Emmanuel Macron anlässlich des Jahresessens des Jüdischen Zentralrats, den Kampf gegen den Antisemitismus auf den Antizionismus auszuweiten.


https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/frankreich-erkennt-antizionismus-als-antisemitismus-an-16549341.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3


Die Meldung gibt's auch auf "Politically Incorrect":

Zitat:
Die deutsche JAfD (Juden in der AfD) kommentiert: „Immer mehr Juden in Europa sprechen Klartext. Der Zentralrat der Juden in Deutschland isoliert sich mit seiner merkeltreuen Haltung immer weiter. Finkielkraut teilt damit die Positionen der JAfD. Es waren die Mitglieder der JAfD, die sich mutig gegen alle Widerstände zur organisierten jüdischen Speerspitze gegen Merkel gebildet haben. .. Es ist erfreulich, dass jetzt auch prominente Juden nachziehen.“

Verdrehungen in der deutschen Presse – Gelbwesten-Antisemitismus ging von Salafist aus

Alain Finkielkraut kam in Frankreich wieder ins Gespräch, als er am Rande einer Gelbwesten-Demo antisemitische Beschimpfungen und Pöbeleien erlebte. Während die deutsche Presse pauschal die Gelbwesten für diese Vorfälle verantwortlich macht, wird Finkielkraut differenzierter: der „Gelbwesten“-Vertreter, der den jüdischen Intellektuellen beschimpfte, stammt offenbar aus der salafistischen Szene und ist den französischen Sicherheitsbehörden bekannt.


Code:
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DonMartin
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Beitrag(#2198117) Verfasst am: 23.12.2019, 21:44    Titel: Re: Frankreich erkennt Antizionismus als Antisemitismus an Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:

Es gibt Islamophobie, die letztlich eine Art Rassismus ist.

Nö. Islam ist keine Rasse, sondern eine Frage der Denke.
Seine Rasse kann man nicht ändern, seine Denke sehr wohl.
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Skeptiker
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Beitrag(#2198118) Verfasst am: 23.12.2019, 21:47    Titel: Re: Frankreich erkennt Antizionismus als Antisemitismus an Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Frankreich erkennt Antizionismus als Antisemitismus an

Auslöser war die verbale Attacke auf den jüdischen Philosophen Alain Finkielkraut am Rande einer „Gelbwesten“-Demonstration. Minutenlang schrie Benjamin Weller, ein 36 Jahre alter, zum Islam konvertierter Mann, auf Finkielkraut ein: „Scheiß-Zionist“, „Drecksrasse“, „zionistische Lobby“, „Frankreich gehört uns“. Der Vorfall erschütterte Frankreich. Ein paar Tage später versprach Präsident Emmanuel Macron anlässlich des Jahresessens des Jüdischen Zentralrats, den Kampf gegen den Antisemitismus auf den Antizionismus auszuweiten.


https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/frankreich-erkennt-antizionismus-als-antisemitismus-an-16549341.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3


Die Meldung gibt's auch auf "Politically Incorrect":

Zitat:
Die deutsche JAfD (Juden in der AfD) kommentiert: „Immer mehr Juden in Europa sprechen Klartext. Der Zentralrat der Juden in Deutschland isoliert sich mit seiner merkeltreuen Haltung immer weiter. Finkielkraut teilt damit die Positionen der JAfD. Es waren die Mitglieder der JAfD, die sich mutig gegen alle Widerstände zur organisierten jüdischen Speerspitze gegen Merkel gebildet haben. .. Es ist erfreulich, dass jetzt auch prominente Juden nachziehen.“

Verdrehungen in der deutschen Presse – Gelbwesten-Antisemitismus ging von Salafist aus

Alain Finkielkraut kam in Frankreich wieder ins Gespräch, als er am Rande einer Gelbwesten-Demo antisemitische Beschimpfungen und Pöbeleien erlebte. Während die deutsche Presse pauschal die Gelbwesten für diese Vorfälle verantwortlich macht, wird Finkielkraut differenzierter: der „Gelbwesten“-Vertreter, der den jüdischen Intellektuellen beschimpfte, stammt offenbar aus der salafistischen Szene und ist den französischen Sicherheitsbehörden bekannt.


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"Juden in der AfD" - na dann.

Übrigens vermutet PI auch, dass "weite Teile der UN antisemitisch" seien.
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Was lernen wir daraus? Die "Umwertung aller Werte" (Nietzsche) schreitet voran. Links (Gelbwesten) ist jetzt rechts und rechts (Macron, PI, AfD) ist jetzt links. Cool

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beachbernie
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Anmeldungsdatum: 16.04.2006
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Beitrag(#2198119) Verfasst am: 23.12.2019, 21:52    Titel: Re: Frankreich erkennt Antizionismus als Antisemitismus an Antworten mit Zitat

DonMartin hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:

Es gibt Islamophobie, die letztlich eine Art Rassismus ist.

Nö. Islam ist keine Rasse, sondern eine Frage der Denke.
Seine Rasse kann man nicht ändern, seine Denke sehr wohl.


Fuer islamophobe Krawallanten macht das keinen Unterschied. Fuer die sind die Begriffe "Moslem" und "Araber" synonym, so wie das vor ein paar Jahren im Kommentarbereich der rechtsextremen Hetzwebsite PI zu beobachten war. Da wurde der Tod eines einflussreichen PLO-Veteranen gemeldet und mit jeder Menge islamophober Hetze gehässig kommentiert. Dass es sich bei dem PLO-Mann um einen Christen handelte, störte die dortigen "Islamkritiker" in keinster Weise. Sehr glücklich
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Skeptiker
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Beitrag(#2198120) Verfasst am: 23.12.2019, 21:54    Titel: Re: Frankreich erkennt Antizionismus als Antisemitismus an Antworten mit Zitat

Zitat:
Nun sind die „Gelben Westen“ selbst, als solche, jedoch verstärkt im Zusammenhang mit der Antisemitismusdebatte ins Gerede gerückt, nachdem am vergangenen Samstag (16. Februar) in Paris der Philosoph und – in die Académie française aufgenommene – Schriftsteller Alain Finkielkraut am Rande einer Demonstration beschimpft worden war. (Vgl. bspw.: https://www.youtube.com/watch?v=DTuAkunx5WA externer Link ) Finkielkraut, der sich vom Maoisten der 68er Jahre zum konservativen Fürsprecher der unbedingten Notwendigkeit von Eliten und des Kampfs gegen den Kulturverfall sowie „Migrationskritiker“ gemausert hat, lässt sich mitunter gerne am Rande von Demonstrationen, die er als feindselig betrachtet, blicken. Im April 2016 war er auf ähnliche Weise am Rande der Pariser Platzbesetzerbewegung Nuit debout aufgetaucht und angefeindet worden. Allerdings scheint er in diesem Falle, der Vorgang ereignete sich in der Nähe des Montparnasse-Bahnhofs im südlich gelegenen 14. Pariser Bezirk, tatsächlich in der Nähe zu wohnen.

Die Feindseligkeit vieler Demonstranten gegen ihn resultiert zuvörderst aus seinen politischen Positionen. Allerdings fühlten sich Einzelne durch die Unmutsäußerungen von Vielen der Umstehenden dazu ermutigt, selbst erheblich weiter zu gehen und sich in Rage zu reden. Im konkreten Falle ereiferte sich insbesondere ein muslimisherTeilnehmer, dessen Barttracht die der Salafisten zumindest nachahmt (ein Vollbart ohne Schnauzer bzw. mit extra abrasiertem Schnurrbart trät eine ziemlich eindeutige Handschrift respektive Rasiererführung). Er bezeichnete Finkielkraut unter anderem als „schmutzigen Zionisten“ und laberte davon, „Gott“ werde ihn „strafen“ – die Behauptung des Regierungssprechers Benjamin Griveaux, Finkielkraut sei als „dreckiger Jude“ beschimpft worden, ließ sich auf jedoch keiner der Videoaufzeichnungen verizifieren.

Der Haupt-Agitator wurde inzwischen identiziert, und am heutigen Mittwoch Vormittag (20.02.19) in Polizeigewahrsam genommen. (Vgl. https://www.francetvinfo.fr/societe/antisemitisme/insultes-antisemites-contre-alain-finkielkraut-le-principal-suspect-interpelle-mardi-soir_3198755.html externer Link) Vorliegenden Informationen zufolge hat sich bestätigt, dass konkret ein islamistischer oder ex-islamistischer Hintergrund vorliegt (wobei sich eher die Aktivität in solchen Milieus als die Ideologie reduziert zu haben scheint). Eine wirkliche Strömung unter den „Gelbwesten“ bilden Personen mit solcher Ideologie nicht; da sie sich jedoch subjektiv als Rebellen betrachten, mögen sie aus solchen Gründen wohl mitunter mitlaufen. Das Lustige ist, dass es sich – wie oft bei islamistischen Agitatoren – um einen Konvertiten handelt. (Vgl. https://www.ladepeche.fr/2019/02/20/benjamin-w-le-gilet-jaune-qui-a-injurie-alain-finkielkraut-interpelle-par-la-police-a-mulhouse,8026513.php externer Link und https://www.midilibre.fr/2019/02/20/injures-contre-finkielkraut-qui-est-ce-gilet-jaune-converti-a-lislam,8026560.php externer Link)

Regierungssprecher Benjamin Griveaux wiederum erblickte wohl eine durchaus willkommene Angelegenheit, die Gelbwesten als solche zu denunzieren. Bereits am Samstag zuvor (09. Febr. 19) hatte er dies versucht, nachdem antisemitische Wandschriften an dem jüdischen Restaurant Bagelstein auftauchten. In einem Tweet stellte Griveaux diese in eine Reihe mit Attacken auf Polizeibeamte am Rande der Demonstrationen. Der Eigentümer von Bagelstein stellte jedoch selbst öffentlich klar, es sei keinerlei Zusammenhang zur Protestbewegung erwiesen. (Wir berichteten bereits darüber.)


https://www.labournet.de/internationales/frankreich/soziale_konflikte-frankreich/frankreich-nach-einem-bewegten-doppelwochenende-der-gelbwesten-protestbewegung-wie-weiter/


Macron & co. versuchen, die Gelbwesten und sämtliche sozialen Bewegungen zu diskreditieren, wo es nur geht.
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Beitrag(#2198121) Verfasst am: 23.12.2019, 21:58    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.theguardian.com/news/2019/mar/07/debunking-myth-that-anti-zionism-is-antisemitic
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Beitrag(#2198122) Verfasst am: 23.12.2019, 22:03    Titel: Re: Frankreich erkennt Antizionismus als Antisemitismus an Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Nun sind die „Gelben Westen“ selbst, als solche, jedoch verstärkt im Zusammenhang mit der Antisemitismusdebatte ins Gerede gerückt, nachdem am vergangenen Samstag (16. Februar) in Paris der Philosoph und – in die Académie française aufgenommene – Schriftsteller Alain Finkielkraut am Rande einer Demonstration beschimpft worden war. (Vgl. bspw.: https://www.youtube.com/watch?v=DTuAkunx5WA externer Link ) Finkielkraut, der sich vom Maoisten der 68er Jahre zum konservativen Fürsprecher der unbedingten Notwendigkeit von Eliten und des Kampfs gegen den Kulturverfall sowie „Migrationskritiker“ gemausert hat, lässt sich mitunter gerne am Rande von Demonstrationen, die er als feindselig betrachtet, blicken. Im April 2016 war er auf ähnliche Weise am Rande der Pariser Platzbesetzerbewegung Nuit debout aufgetaucht und angefeindet worden. Allerdings scheint er in diesem Falle, der Vorgang ereignete sich in der Nähe des Montparnasse-Bahnhofs im südlich gelegenen 14. Pariser Bezirk, tatsächlich in der Nähe zu wohnen.

Die Feindseligkeit vieler Demonstranten gegen ihn resultiert zuvörderst aus seinen politischen Positionen. Allerdings fühlten sich Einzelne durch die Unmutsäußerungen von Vielen der Umstehenden dazu ermutigt, selbst erheblich weiter zu gehen und sich in Rage zu reden. Im konkreten Falle ereiferte sich insbesondere ein muslimisherTeilnehmer, dessen Barttracht die der Salafisten zumindest nachahmt (ein Vollbart ohne Schnauzer bzw. mit extra abrasiertem Schnurrbart trät eine ziemlich eindeutige Handschrift respektive Rasiererführung). Er bezeichnete Finkielkraut unter anderem als „schmutzigen Zionisten“ und laberte davon, „Gott“ werde ihn „strafen“ – die Behauptung des Regierungssprechers Benjamin Griveaux, Finkielkraut sei als „dreckiger Jude“ beschimpft worden, ließ sich auf jedoch keiner der Videoaufzeichnungen verizifieren.

Der Haupt-Agitator wurde inzwischen identiziert, und am heutigen Mittwoch Vormittag (20.02.19) in Polizeigewahrsam genommen. (Vgl. https://www.francetvinfo.fr/societe/antisemitisme/insultes-antisemites-contre-alain-finkielkraut-le-principal-suspect-interpelle-mardi-soir_3198755.html externer Link) Vorliegenden Informationen zufolge hat sich bestätigt, dass konkret ein islamistischer oder ex-islamistischer Hintergrund vorliegt (wobei sich eher die Aktivität in solchen Milieus als die Ideologie reduziert zu haben scheint). Eine wirkliche Strömung unter den „Gelbwesten“ bilden Personen mit solcher Ideologie nicht; da sie sich jedoch subjektiv als Rebellen betrachten, mögen sie aus solchen Gründen wohl mitunter mitlaufen. Das Lustige ist, dass es sich – wie oft bei islamistischen Agitatoren – um einen Konvertiten handelt. (Vgl. https://www.ladepeche.fr/2019/02/20/benjamin-w-le-gilet-jaune-qui-a-injurie-alain-finkielkraut-interpelle-par-la-police-a-mulhouse,8026513.php externer Link und https://www.midilibre.fr/2019/02/20/injures-contre-finkielkraut-qui-est-ce-gilet-jaune-converti-a-lislam,8026560.php externer Link)

Regierungssprecher Benjamin Griveaux wiederum erblickte wohl eine durchaus willkommene Angelegenheit, die Gelbwesten als solche zu denunzieren. Bereits am Samstag zuvor (09. Febr. 19) hatte er dies versucht, nachdem antisemitische Wandschriften an dem jüdischen Restaurant Bagelstein auftauchten. In einem Tweet stellte Griveaux diese in eine Reihe mit Attacken auf Polizeibeamte am Rande der Demonstrationen. Der Eigentümer von Bagelstein stellte jedoch selbst öffentlich klar, es sei keinerlei Zusammenhang zur Protestbewegung erwiesen. (Wir berichteten bereits darüber.)


https://www.labournet.de/internationales/frankreich/soziale_konflikte-frankreich/frankreich-nach-einem-bewegten-doppelwochenende-der-gelbwesten-protestbewegung-wie-weiter/


Macron & co. versuchen, die Gelbwesten und sämtliche sozialen Bewegungen zu diskreditieren, wo es nur geht.



Nun sind allerdings die "Gelbwesten" in Frankreich eine sehr heterogene Bewegung, unter die sich auch genuine Rechtsextremisten gemischt haben, weshalb ich gerade dieser Bewegung eher kritisch gegenueber stehe. Die zeigen sehr wenig bis gar kein Bemühen sich nach rechts hin abzugrenzen.

Die kanadische Kopie der "Gelbwesten" ist sogar insgesamt als rechts bis rechtsradikal einzustufen. Da wird z.B. offen fuer eine Erweiterung der kanadischen Oelsandindustrie sowie gegen Einwanderung und fuer einen kanadischen Nationalismus agitiert. Engagement fuer soziale Gerechtigkeit kommt dort praktisch nicht vor.
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Skeptiker
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Beitrag(#2198125) Verfasst am: 23.12.2019, 22:13    Titel: Re: Frankreich erkennt Antizionismus als Antisemitismus an Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Macron & co. versuchen, die Gelbwesten und sämtliche sozialen Bewegungen zu diskreditieren, wo es nur geht.


Nun sind allerdings die "Gelbwesten" in Frankreich eine sehr heterogene Bewegung, unter die sich auch genuine Rechtsextremisten gemischt haben, weshalb ich gerade dieser Bewegung eher kritisch gegenueber stehe. Die zeigen sehr wenig bis gar kein Bemühen sich nach rechts hin abzugrenzen.

Die kanadische Kopie der "Gelbwesten" ist sogar insgesamt als rechts bis rechtsradikal einzustufen. Da wird z.B. offen fuer eine Erweiterung der kanadischen Oelsandindustrie sowie gegen Einwanderung und fuer einen kanadischen Nationalismus agitiert. Engagement fuer soziale Gerechtigkeit kommt dort praktisch nicht vor.


Die französischen Gelbwesten haben das eigentlich ganz gut hinbekommen, sich von den rechten Mitläufern zu trennen. Aber diese haben es immer wieder versucht, sich auch als soziale Bewegung zu gerieren. Das ist aber eine Maskierung, denn Faschisten und Islamisten haben weder für Soziales noch für Ökologie etwas übrig und sind aus Prinzip Kaisertreu bis ins Grab.

Wie das nun in Kanada ist mit den dortigen Gelbwesten - darüber weiß ich bis jetzt gar nichts, sorry. Das hört sich eher nach einer Art Kanadischer Pegida an.
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beachbernie
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Beitrag(#2198126) Verfasst am: 23.12.2019, 22:15    Titel: Re: Frankreich erkennt Antizionismus als Antisemitismus an Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:


Meine Güte, es geht um den Judenhass, der sich mit dem Label Antizionismus tarnt. Müsste es nicht in deinem Interesse liegen, die Unterscheidbarkeit deutlich zu machen?



Falsch! Es geht hier darum Antizionismus generell genauso zu bekaempfen wie Antisemitismus. Die Unterscheidung zwischen Antizionismus, hinter dem sich Judenhass versteckt und solchem, bei dem dies nicht der Fall ist, wird hier ausdruecklich nicht gemacht!

zelig hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Frankreich erkennt Antizionismus als Antisemitismus an

Auslöser war die verbale Attacke auf den jüdischen Philosophen Alain Finkielkraut am Rande einer „Gelbwesten“-Demonstration. Minutenlang schrie Benjamin Weller, ein 36 Jahre alter, zum Islam konvertierter Mann, auf Finkielkraut ein: „Scheiß-Zionist“, „Drecksrasse“, „zionistische Lobby“, „Frankreich gehört uns“. Der Vorfall erschütterte Frankreich. Ein paar Tage später versprach Präsident Emmanuel Macron anlässlich des Jahresessens des Jüdischen Zentralrats, den Kampf gegen den Antisemitismus auf den Antizionismus auszuweiten.



Ich hab das Entscheidende mal gefettet, damit Du das auch siehst.
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zelig
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Beitrag(#2198128) Verfasst am: 23.12.2019, 22:21    Titel: Re: Frankreich erkennt Antizionismus als Antisemitismus an Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:


Meine Güte, es geht um den Judenhass, der sich mit dem Label Antizionismus tarnt. Müsste es nicht in deinem Interesse liegen, die Unterscheidbarkeit deutlich zu machen?



Falsch! Es geht hier darum Antizionismus generell genauso zu bekaempfen wie Antisemitismus. Die Unterscheidung zwischen Antizionismus, hinter dem sich Judenhass versteckt und solchem, bei dem dies nicht der Fall ist, wird hier ausdruecklich nicht gemacht!


Selbstverständlich wird das im Artikel Thematisiert. Es ist der Aufhänger.
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beachbernie
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Beitrag(#2198131) Verfasst am: 23.12.2019, 23:18    Titel: Re: Frankreich erkennt Antizionismus als Antisemitismus an Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:


Meine Güte, es geht um den Judenhass, der sich mit dem Label Antizionismus tarnt. Müsste es nicht in deinem Interesse liegen, die Unterscheidbarkeit deutlich zu machen?



Falsch! Es geht hier darum Antizionismus generell genauso zu bekaempfen wie Antisemitismus. Die Unterscheidung zwischen Antizionismus, hinter dem sich Judenhass versteckt und solchem, bei dem dies nicht der Fall ist, wird hier ausdruecklich nicht gemacht!


Selbstverständlich wird das im Artikel Thematisiert. Es ist der Aufhänger.


Ich rede davon, was der Macron gesagt hat und was Du von dem zitiert hast. Auch wenn Du das beharrlich ignorierst und deshalb konsequenterweise auch mal wieder einfach so weggesnippt hast. Der Macron bestimmt wie zukünftig in Frankreich mit Antizionismus umgegangen wird und nicht Dein FAZartikel!
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beachbernie
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Beitrag(#2210092) Verfasst am: 24.04.2020, 08:15    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/-die-soros-verschwoerung-der-meistgehasste-milliardaer-100.html?fbclid=IwAR15Z24rgp0rbMTMLHNq84XhSKN_HsuU_NH0nWloCaGYaLuFUDDnINIQyI0#xtor=CS5-84
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beachbernie
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Beitrag(#2224636) Verfasst am: 12.09.2020, 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
....Die Normannia zu Heidelberg ist eine Burschenschaft mit langer Tradition. Beziehungsweise, sie war es. Denn der studentische Verein mit dem Motto »Ehre, Freiheit, Vaterland« wurde am 3. September teilweise aufgelöst, und das 130 Jahre nach seiner Gründung....


.....Mutmaßlicher Anlass für die Auflösung der studentischen Gruppe ist nach Berichten verschiedener Medien ein antisemitischer Vorfall in der Nacht vom 28. auf den 29. August. Im Haus der Verbindung, der noblen Villa Stückgarten, die direkt neben dem weltberühmten Heidelberger Schloss gelegen ist, sollen gleich mehrere Normannia-Mitglieder einen Gast von der »Alten Leipziger Landsmannschaft Afrania« in Heidelberg tätlich angegriffen und mit antisemitischen Beschimpfungen traktiert haben. Zu dem Vorfall kam es offenbar, als der 25-Jährige den übrigen Anwesenden mitteilte, er habe jüdische Vorfahren....


https://www.juedische-allgemeine.de/politik/als-jude-geoutet-burschenschafter-schlagen-gast-mit-guerteln/
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Beitrag(#2233656) Verfasst am: 11.12.2020, 13:57    Titel: Antworten mit Zitat

Heute im Orientierungskurs, Thema Medien, Pressefreiheit etc., wir sprechen gerade konkret über öffentlich-rechtlichen Rundfunk und private Fernsehsender.

Ein Teilnehmer, sinngemäß: "Die Leute, ich weiß nicht wie die heißen, aus Israel, die kontrollieren die Fernsehsender, CNN und so, überall in der Welt."
(Leider notwendige Nebenbemerkung: Der Teilnehmer war weder Muslim, noch kam er aus einem entsprechenden Land. Auch kein Flüchtling, sondern EU-Bürger.)

Meine Reaktion: Kurzer, klarer Widerspruch, aber nicht intensiver drauf eingegangen, weil a) Zeit knapp war und b) ich mich darauf lieber vorbereiten möchte. Aber eben eine innere Notiz gemacht, an anderer Stelle auf Antisemitismus einzugehen.

Der Knaller aber: Ich halte das für wichtig genug, um kurz meine Chefin zu informieren, dass es im Kurs ein Problem mit Antisemitismus geben könnte, also mindestens bei einer Person. Ihre Reaktion, sinngemäß: "Naja, mit Antisemitismus hat das erst mal nichts zu tun. Er hat ja Israel gesagt und nicht Juden. Und es ist nicht Ihre Aufgabe, die Teilnehmer zu erziehen, das sind erwachsene Leute."

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Tarvoc
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Beitrag(#2233658) Verfasst am: 11.12.2020, 13:59    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn die Antisemiten nicht mal mehr wissen, gegen wen sie da eigentlich sind... Mit den Augen rollen
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tillich (epigonal)
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Beitrag(#2233660) Verfasst am: 11.12.2020, 14:01    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Wenn die Antisemiten nicht mal mehr wissen, gegen wen sie da eigentlich sind... Mit den Augen rollen

Ihm fehlte offenkundig nur das deutsche Wort.
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Tarvoc
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Beitrag(#2233662) Verfasst am: 11.12.2020, 14:03    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Ihm fehlte offenkundig nur das deutsche Wort.

Die Frage ist doch: Wie wird man überhaupt Antisemit, ohne auch nur das Wort "Jude" zu kennen?
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tillich (epigonal)
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Beitrag(#2233663) Verfasst am: 11.12.2020, 14:11    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Ihm fehlte offenkundig nur das deutsche Wort.

Die Frage ist doch: Wie wird man überhaupt Antisemit, ohne auch nur das Wort "Jude" zu kennen?

Man kennt das entsprechende Wort in der Erstsprache? Deutsch zu können, mag beim Antisemitsein helfen, notwendig ist es ja aber nicht.
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zelig
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Beitrag(#2233665) Verfasst am: 11.12.2020, 14:17    Titel: Antworten mit Zitat

Schön daß ihr das Topic hochgehievt habt. Woher kommt eigentlich die starke Aktivität gegen die BDS-Resolution des Bundestags? Oder bilde ich mir das nur ein?

Zitat:
Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen kritisieren die BDS-Resolution des Bundestages - und stoßen sich vor allem an den "missbräuchlichen Verwendungen des Antisemitismusvorwurfs".

https://www.sueddeutsche.de/kultur/antisemitismus-bds-kultur-humboldt-forum-israel-goethe-institut-berlin-theater-judentum-weltoffenheit-1.5143949
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beachbernie
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Beitrag(#2233691) Verfasst am: 11.12.2020, 19:16    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Heute im Orientierungskurs, Thema Medien, Pressefreiheit etc., wir sprechen gerade konkret über öffentlich-rechtlichen Rundfunk und private Fernsehsender.

Ein Teilnehmer, sinngemäß: "Die Leute, ich weiß nicht wie die heißen, aus Israel, die kontrollieren die Fernsehsender, CNN und so, überall in der Welt."
(Leider notwendige Nebenbemerkung: Der Teilnehmer war weder Muslim, noch kam er aus einem entsprechenden Land. Auch kein Flüchtling, sondern EU-Bürger.)

Meine Reaktion: Kurzer, klarer Widerspruch, aber nicht intensiver drauf eingegangen, weil a) Zeit knapp war und b) ich mich darauf lieber vorbereiten möchte. Aber eben eine innere Notiz gemacht, an anderer Stelle auf Antisemitismus einzugehen.

Der Knaller aber: Ich halte das für wichtig genug, um kurz meine Chefin zu informieren, dass es im Kurs ein Problem mit Antisemitismus geben könnte, also mindestens bei einer Person. Ihre Reaktion, sinngemäß: "Naja, mit Antisemitismus hat das erst mal nichts zu tun. Er hat ja Israel gesagt und nicht Juden. Und es ist nicht Ihre Aufgabe, die Teilnehmer zu erziehen, das sind erwachsene Leute."

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Natuerlich geht es in Deinem Beispiel um Antisemitismus. Nicht nur Freunde Israels haben oft Schwierigkeiten zwischen Antisemitismus und Antizionismus zu unterscheiden, sondern bestimmte Gegner Israels manchmal auch. Der Unterschied ist hauptsächlich der, dass erstere meist wider besseres Wissen, aus Berechnung heraus, diesen Unterschied verwischen wollen und Letztere oft aus Dummheit, weil sie es nicht besser wissen.

Dabei ist es im Grunde genommen recht einfach diesen wichtigen Unterschied herauszuarbeiten.
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beachbernie
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Beitrag(#2233692) Verfasst am: 11.12.2020, 19:27    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Ihm fehlte offenkundig nur das deutsche Wort.

Die Frage ist doch: Wie wird man überhaupt Antisemit, ohne auch nur das Wort "Jude" zu kennen?



Wer meint, dass diese "schmalzlockigen Affen, die da aus ihrer Synagoge kommen, nachdem sie Christenbabies geschlachtet haben, alle an die Wand gestellt gehoeren", der ist eindeutig Antisemit, auch fuer den Fall, dass er das Wort "Jude" noch nie gehoert haben sollte.


Rassistischer Hass braucht keine Worte und auch kleine klaren Definitionen. Der kann sich auch recht gut im Ungefähren und Vagen breit machen.

Es gibt z.B. Zionisten, deren Hass auf Palaestinenser geht soweit, dass sie leugnen, dass es Palaestinenser bzw. ein palaestinensisches Volk ueberhaupt gibt und die behaupten, dass es sich bei den Arabern in Palaestina um den "Abschaum der umliegenden arabischen Laender" handeln wuerde, den die auf juedischem Land "entsorgt" haetten, weil sie die selber nicht brauchen koennten. Original so schon gehoert.
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Beitrag(#2233693) Verfasst am: 11.12.2020, 19:38    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Schön daß ihr das Topic hochgehievt habt. Woher kommt eigentlich die starke Aktivität gegen die BDS-Resolution des Bundestags? Oder bilde ich mir das nur ein?

Zitat:
Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen kritisieren die BDS-Resolution des Bundestages - und stoßen sich vor allem an den "missbräuchlichen Verwendungen des Antisemitismusvorwurfs".

https://www.sueddeutsche.de/kultur/antisemitismus-bds-kultur-humboldt-forum-israel-goethe-institut-berlin-theater-judentum-weltoffenheit-1.5143949

Es gab gerade eine Diskussion auf DLF Kultur, in der die Kritik an der BDS-Resolution besprochen wurde:

Zitat:
BDS-Resolution des Bundestages
Zensur von Wissenschaft und Kultur?

Ein Zusammenschluss öffentlicher Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen in Deutschland sieht die im Grundgesetz verankerte Freiheit von Kunst und Wissenschaft in Gefahr. Verantwortlich dafür sei die BDS-Resolution des Bundestage.


Es diskutieren:
- Prof. Susan Neiman, Direktorin des Einsteinforums Potsdam
- Prof. Barbara Stollberg-Rilinger, Rektorin des Wissenschaftskollegs Berlin
- Prof. Wolfgang Bock, Staats- und Verfassungsjurist an der Universität Gießen, Vorsitzender des Vereins Scholars for Peace in the Middle East Deutschland e.V.
- Dr. Felix Klein, Beauftragter des Bundes für jüdisches Lebens in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus

https://www.deutschlandfunkkultur.de/bds-resolution-des-bundestages-zensur-von-wissenschaft-und.1083.de.html?dram:article_id=489139
Habe sie leider nur teilweise mitbekommen, weil ich andauernd gestört wurde. Der Mitschnitt müsste bald online sein...
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beachbernie
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Beitrag(#2233695) Verfasst am: 11.12.2020, 19:41    Titel: Antworten mit Zitat

zelig hat folgendes geschrieben:
Schön daß ihr das Topic hochgehievt habt. Woher kommt eigentlich die starke Aktivität gegen die BDS-Resolution des Bundestags? Oder bilde ich mir das nur ein?

Zitat:
Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen kritisieren die BDS-Resolution des Bundestages - und stoßen sich vor allem an den "missbräuchlichen Verwendungen des Antisemitismusvorwurfs".

https://www.sueddeutsche.de/kultur/antisemitismus-bds-kultur-humboldt-forum-israel-goethe-institut-berlin-theater-judentum-weltoffenheit-1.5143949



Diese "starke Aktivität" kommt daher, weil die BDS-Resolution richtigerweise als falsch und gegen die Meinungsfreiheit gerichtet angesehen wird.

Wie hirnrissig die dieser Resolution zugrundeliegende Antisemitismusdefinition ist zeigt sich u.a. daran, dass sich bei konsequenter Anwendung eine beachtliche und in letzter Zeit anwachsende Zahl von Juden in der Antisemitismusschublade wiederfinden, wie z.B. jene Frau Yehudit Yinhar im verlinkten Artikel. Die begruessenwerte Entwicklung innerhalb des Judentums nicht länger kritiklos alles zu unterstützen was Israel tut, ist wohl der Grund dafuer, dass die zionistische Propaganda immer verzweifelter versucht den Unterschied zwischen Antisemitismus und Antizionismus wegzuwischen und das Dogma von der Idenditaet des Staates Israel mit dem Judentum insgesamt fest einzuzementieren. Da merkt naemlich eine Lobby, dass ihr allmählich ideologisch ihre Felle wegschwimmen. In dem Kontext sehe ich auch die fragliche Resolution, der erheblicher Druck der Pro-Israel-Lobby vorausgegangen sein dürfte, sonst waere der Wortlaut wohl nicht so wie er nun mal ist.
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Beitrag(#2233696) Verfasst am: 11.12.2020, 19:43    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Ihre Reaktion, sinngemäß: "Naja, mit Antisemitismus hat das erst mal nichts zu tun. Er hat ja Israel gesagt und nicht Juden.

Oh, Mann... Ist sie dumm oder Antisemitin?

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Und es ist nicht Ihre Aufgabe, die Teilnehmer zu erziehen, das sind erwachsene Leute."

Da muss man mE aber schon sagen, dass sie damit richtig liegt.
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Beitrag(#2233700) Verfasst am: 11.12.2020, 20:11    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
zelig hat folgendes geschrieben:
Schön daß ihr das Topic hochgehievt habt. Woher kommt eigentlich die starke Aktivität gegen die BDS-Resolution des Bundestags? Oder bilde ich mir das nur ein?

Zitat:
Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen kritisieren die BDS-Resolution des Bundestages - und stoßen sich vor allem an den "missbräuchlichen Verwendungen des Antisemitismusvorwurfs".

https://www.sueddeutsche.de/kultur/antisemitismus-bds-kultur-humboldt-forum-israel-goethe-institut-berlin-theater-judentum-weltoffenheit-1.5143949



Diese "starke Aktivität" kommt daher, weil die BDS-Resolution richtigerweise als falsch und gegen die Meinungsfreiheit gerichtet angesehen wird.


Meine Frage zielt auf die Resolution von 2019 ab. Warum steht das Thema jetzt gleichzeitig in einer ganzen Reihe von Publikationen vorne?
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