Freigeisterhaus Foren-Übersicht
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   NutzungsbedingungenNutzungsbedingungen   BenutzergruppenBenutzergruppen   LinksLinks   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Muß Nachrichtenquelle auch Lösungsquelle sein?

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen   Drucker freundliche Ansicht    Freigeisterhaus Foren-Übersicht -> Kultur und Gesellschaft
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 13440

Beitrag(#2234910) Verfasst am: 21.12.2020, 17:43    Titel: Muß Nachrichtenquelle auch Lösungsquelle sein? Antworten mit Zitat

Aus einem anderem Thread:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Jammern und Geschimpfe ohne jeden Hinweis darauf wie der Leser an dessen Gegenstand was aendern koennte, ist nicht nur langweilig, sondern auch sehr frustrierend und demotiviert diejenigen, die selbst gerne aktiv etwas zur Verbesserung von Misstaenden beitragen wuerden.
[...]
Die Leute wollen nicht immer nur hören wie schlecht die Welt ist, sondern auch mal, was sie selbst mit ihren meist beschränkten Mitteln dagegen machen koennen. Alles andere nützt nicht nur niemandem, sondern vermiest einem nur selbst das Leben, ohne dass sich was ändert.


Thread-Thema also: muß jemand der eine negative Nachricht bringt auch Lösungen dafür mitliefern? Oder schweigen wenn er neben der Nachricht keine Lösung anzubieten hat?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
vrolijke
Bekennender Pantheist
Moderator



Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 41533
Wohnort: Stuttgart

Beitrag(#2234914) Verfasst am: 21.12.2020, 17:48    Titel: Re: Muß Nachrichtenquelle auch Lösungsquelle sein? Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Aus einem anderem Thread:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Jammern und Geschimpfe ohne jeden Hinweis darauf wie der Leser an dessen Gegenstand was aendern koennte, ist nicht nur langweilig, sondern auch sehr frustrierend und demotiviert diejenigen, die selbst gerne aktiv etwas zur Verbesserung von Misstaenden beitragen wuerden.
[...]
Die Leute wollen nicht immer nur hören wie schlecht die Welt ist, sondern auch mal, was sie selbst mit ihren meist beschränkten Mitteln dagegen machen koennen. Alles andere nützt nicht nur niemandem, sondern vermiest einem nur selbst das Leben, ohne dass sich was ändert.


Thread-Thema also: muß jemand der eine negative Nachricht bringt auch Lösungen dafür mitliefern? Oder schweigen wenn er neben der Nachricht keine Lösung anzubieten hat?


Man kann auch einfach mal jeden Tag eine andere "negative Nachricht" bringen. Davon gibt es ja genug.
Kann man; muss aber nicht.
_________________
Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht der inneren Einstellung.
Erich Fromm

Sich stets als unschuldiges Opfer äußerer Umstände oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Unglücklichsein.

Grenzen geben einem die Illusion, das Böse kommt von draußen
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
AdvocatusDiaboli
Hat die höchste Meta-Ebene erreicht



Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 24964

Beitrag(#2234925) Verfasst am: 21.12.2020, 18:06    Titel: Re: Muß Nachrichtenquelle auch Lösungsquelle sein? Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Aus einem anderem Thread:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Jammern und Geschimpfe ohne jeden Hinweis darauf wie der Leser an dessen Gegenstand was aendern koennte, ist nicht nur langweilig, sondern auch sehr frustrierend und demotiviert diejenigen, die selbst gerne aktiv etwas zur Verbesserung von Misstaenden beitragen wuerden.
[...]
Die Leute wollen nicht immer nur hören wie schlecht die Welt ist, sondern auch mal, was sie selbst mit ihren meist beschränkten Mitteln dagegen machen koennen. Alles andere nützt nicht nur niemandem, sondern vermiest einem nur selbst das Leben, ohne dass sich was ändert.


Thread-Thema also: muß jemand der eine negative Nachricht bringt auch Lösungen dafür mitliefern? Oder schweigen wenn er neben der Nachricht keine Lösung anzubieten hat?


Man darf hier auch seine eigene Hilflosigkeit dokumentieren, anstatt irgendwelche Scheinlösungen präsentieren zu müssen. Manchmal weiß man natürlich auch die Antwort und sucht nach Bestätigung oder ergänzenden Ideen. Allerdings täglich zu schreiben, wie viele Menschen heute an Hunger gestorben sind, ist nicht zielführend in unserem bescheidenen Forum, das keine Massen oder relevanten Personen erreicht. Das FGH ist ein Trainingsfeld, entscheidend ist woanders. Aufm Platz.
_________________
Ist es Satire? Ist es Ironie? Ist es geistreich? Oder ist es nur geistesgestört?

In jedem Fall: Es ist Addi!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Wilson
zwischen gaga und dada



Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 15207
Wohnort: Swift Tuttle

Beitrag(#2234927) Verfasst am: 21.12.2020, 18:27    Titel: Re: Muß Nachrichtenquelle auch Lösungsquelle sein? Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Aus einem anderem Thread:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Jammern und Geschimpfe ohne jeden Hinweis darauf wie der Leser an dessen Gegenstand was aendern koennte, ist nicht nur langweilig, sondern auch sehr frustrierend und demotiviert diejenigen, die selbst gerne aktiv etwas zur Verbesserung von Misstaenden beitragen wuerden.
[...]
Die Leute wollen nicht immer nur hören wie schlecht die Welt ist, sondern auch mal, was sie selbst mit ihren meist beschränkten Mitteln dagegen machen koennen. Alles andere nützt nicht nur niemandem, sondern vermiest einem nur selbst das Leben, ohne dass sich was ändert.


Thread-Thema also: muß jemand der eine negative Nachricht bringt auch Lösungen dafür mitliefern? Oder schweigen wenn er neben der Nachricht keine Lösung anzubieten hat?


Man darf hier auch seine eigene Hilflosigkeit dokumentieren, anstatt irgendwelche Scheinlösungen präsentieren zu müssen. Manchmal weiß man natürlich auch die Antwort und sucht nach Bestätigung oder ergänzenden Ideen. Allerdings täglich zu schreiben, wie viele Menschen heute an Hunger gestorben sind, ist nicht zielführend in unserem bescheidenen Forum, das keine Massen oder relevanten Personen erreicht. Das FGH ist ein Trainingsfeld, entscheidend ist woanders. Aufm Platz.


dazu muss man aber erstmal kenntnis von den schweinereien haben, ein bewusstsein wie relevant das ist. wenn das hier aber schon lange klar ist, z.b. kinderrabeit..die ja auch noch in afrika derzeit zunimmt, dann frage ich mich, warum sich nichts änderte bislang? warum z.b. keine resignationsbekundungen? warum wird von ändereungen im konsumverhalten einzelner hier erzählt?

und die monierten themen werden ja nun nicht häufig über die medien thematisiert.

wenn schon die pläne der un versagt haben so wie viele pläne und aufforderungen zu selbstverantwortlichen handeln von unternehmen, was also ist die richtige haltung während parallel kinder bohnen schleppen?

und wenn sehr gut eine bilanz an fussballvereine schickt passiert was. ich lach mich tot.
_________________
"als ob"
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
tillich (epigonal)
hat Spaß



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 19009

Beitrag(#2234932) Verfasst am: 21.12.2020, 18:47    Titel: Re: Muß Nachrichtenquelle auch Lösungsquelle sein? Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Thread-Thema also: muß jemand der eine negative Nachricht bringt auch Lösungen dafür mitliefern? Oder schweigen wenn er neben der Nachricht keine Lösung anzubieten hat?

Nein, muss er nicht, und nein, er muss auch nicht schweigen. Es ist aber auch niemand verpflichtet, darauf in einer ganz bestimmten Weise zu reagieren.

Und wenn es immer wieder faktisch dieselben Nachrichten sind, sind es irgendwann einfach keine Nachrichten mehr.
_________________
"YOU HAVE TO START OUT LEARNING TO BELIEVE THE LITTLE LIES." -- "So we can believe the big ones?" -- "YES."

(Death / Susan, in: Pratchett, Hogfather)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
sehr gut
im Hamsterrad



Anmeldungsdatum: 05.08.2007
Beiträge: 13440

Beitrag(#2234936) Verfasst am: 21.12.2020, 18:59    Titel: Re: Muß Nachrichtenquelle auch Lösungsquelle sein? Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
dazu muss man aber erstmal kenntnis von den schweinereien haben, ein bewusstsein wie relevant das ist.

Eben, irgendwoher muß man das wissen. Wie oft, wieso, und mit welcher Motivation jemand diese Info bringt(bringen sollte) wäre eine andere Frage.

Zitat:
wenn das hier aber schon lange klar ist, z.b. kinderrabeit..die ja auch noch in afrika derzeit zunimmt, dann frage ich mich, warum sich nichts änderte bislang?

Keine (einflussreiche) Lobby, zu weit weg, (kurzfristig) billig, Firmen die so erzeugten Kakao nutzen müssen mit keinem Shitstorm rechnen, Info "nervt".

Zitat:
warum wird von ändereungen im konsumverhalten einzelner hier erzählt?

Da möchte ich mal erzählen das ein Beitrag hier im FGH mich dazu brachte kein Desinfektionsdingens für die Waschmaschine mehr zu nutzen. Das dieses Zeug in der Kläranlage kaum abgebaut oder sogar die Mikroorganismen dort abtöten kann wusste ich vorher nicht.
Soviel zu Infos im FGH haben keinen Einfluss.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Mobienne
Auf dem Weg
Moderator



Anmeldungsdatum: 09.06.2007
Beiträge: 3128
Wohnort: Allgäu

Beitrag(#2235027) Verfasst am: 22.12.2020, 13:21    Titel: Re: Muß Nachrichtenquelle auch Lösungsquelle sein? Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Aus einem anderem Thread:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Jammern und Geschimpfe ohne jeden Hinweis darauf wie der Leser an dessen Gegenstand was aendern koennte, ist nicht nur langweilig, sondern auch sehr frustrierend und demotiviert diejenigen, die selbst gerne aktiv etwas zur Verbesserung von Misstaenden beitragen wuerden.
[...]
Die Leute wollen nicht immer nur hören wie schlecht die Welt ist, sondern auch mal, was sie selbst mit ihren meist beschränkten Mitteln dagegen machen koennen. Alles andere nützt nicht nur niemandem, sondern vermiest einem nur selbst das Leben, ohne dass sich was ändert.


Thread-Thema also: muß jemand der eine negative Nachricht bringt auch Lösungen dafür mitliefern? Oder schweigen wenn er neben der Nachricht keine Lösung anzubieten hat?


Jemand, der eine negative Nachricht bringt, muss keine Lösung dafür anbieten und muss auch nicht schweigen. Sowas kann man aber auch den anderen gegenüber weitestgehend rein sachlich und höflich durchführen und ohne eventuell sogar falsche Anschuldigungen. Zumal eben: Jemand, der frei ... werfe ... und so.

Und:

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
... Es ist aber auch niemand verpflichtet, darauf in einer ganz bestimmten Weise zu reagieren. ...

_________________
Unausgelastet? Hormonkoller? Frustriert? Filter? Verirrt? Borniert? Egoistisch? Praxisfern? Geltungsbedürfnis? Bekloppt? Hoheitsgewohnt? Ignorant? Wahrnehmungsgestört? Selbstherrlich? Muss interessieren? Verstrahlt? Rechthaben? Erbärmlich? Taschentuch? Nochmal? Keine Probleme? Überschätzt? Kein Leben? mAB? Incel? Zurecht. Voyeur? Knall? Gebrainwashed? Wichtignehmer? Komplexe? Armer.


Zuletzt bearbeitet von Mobienne am 22.12.2020, 14:09, insgesamt einmal bearbeitet
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ahriman
boshafter Spötter



Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 17697
Wohnort: 89250 Senden

Beitrag(#2235031) Verfasst am: 22.12.2020, 13:48    Titel: Antworten mit Zitat

Zu jeder negativen Nachricht/Tatbetand gibts jede Menge Leute, die genau wissen, wie man's bessert oder besser macht. Soll ich da meinen Senf auch noch dazugeben?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2235073) Verfasst am: 22.12.2020, 19:28    Titel: Re: Muß Nachrichtenquelle auch Lösungsquelle sein? Antworten mit Zitat

sehr gut hat folgendes geschrieben:
Aus einem anderem Thread:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Jammern und Geschimpfe ohne jeden Hinweis darauf wie der Leser an dessen Gegenstand was aendern koennte, ist nicht nur langweilig, sondern auch sehr frustrierend und demotiviert diejenigen, die selbst gerne aktiv etwas zur Verbesserung von Misstaenden beitragen wuerden.
[...]
Die Leute wollen nicht immer nur hören wie schlecht die Welt ist, sondern auch mal, was sie selbst mit ihren meist beschränkten Mitteln dagegen machen koennen. Alles andere nützt nicht nur niemandem, sondern vermiest einem nur selbst das Leben, ohne dass sich was ändert.


Thread-Thema also: muß jemand der eine negative Nachricht bringt auch Lösungen dafür mitliefern? Oder schweigen wenn er neben der Nachricht keine Lösung anzubieten hat?


Nein. Dass muss er nicht. Er darf sich dann aber nicht beschweren, wenn es Leute gibt, denen das zu wenig ist und die deshalb ihren Unmut aeußern.

Oder, andersrum formuliert: Muss man sich jede negative Nachricht auch anhören, auch wenn der Überbringer so rein gar nichts dazu sagt, wie man da was positiv verändern kann und die negative Nachricht nur dazu geeignet ist einem den Tag zu versauen?

Kritik ist ja schoen gut und ausserdem sogar sehr wichtig, wenn man daran interessiert ist Dinge zu verbessern. Nur sollte diese Kritik auch Ansätze zu solchen Verbesserungen aufzeigen, sonst gerinnt sie sehr leicht zur folgenlosen Nörgelei wie dies z.B. bei den "Wutbürgern" zu sehen ist. Dabei meine ich noch nicht mal, dass fertige Lösungsvorschläge angeboten werden muessen, sondern es reicht auch einfach nur ein paar Ansatzpunkte zu benennen, die zeigen, dass man sich Gedanken darueber macht wie man die beklagten negativen Dinge positiv verändern koennte oder auch schon das Eingeständnis, dass man selber keine Idee hat wie man da was verändern koennte verbunden mit der Frage "Weiss da vielleicht jemand anderes was, wo es vielleicht Gruppen gibt, die sich mit Lösungsvorschlägen fuer dieses Problem beschaeftigen und wo man vielleicht mitmachen kann?"
_________________
Defund the gender police!! Let's Rock
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
AdvocatusDiaboli
Hat die höchste Meta-Ebene erreicht



Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 24964

Beitrag(#2235092) Verfasst am: 22.12.2020, 21:18    Titel: Antworten mit Zitat

Ahriman hat folgendes geschrieben:
Zu jeder negativen Nachricht/Tatbetand gibts jede Menge Leute, die genau wissen, wie man's bessert oder besser macht. Soll ich da meinen Senf auch noch dazugeben?


Gerne. Du hast doch sicher Lebenserfahrung, die kann ja nicht ganz unnütz sein.
_________________
Ist es Satire? Ist es Ironie? Ist es geistreich? Oder ist es nur geistesgestört?

In jedem Fall: Es ist Addi!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
AdvocatusDiaboli
Hat die höchste Meta-Ebene erreicht



Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 24964

Beitrag(#2235093) Verfasst am: 22.12.2020, 21:21    Titel: Re: Muß Nachrichtenquelle auch Lösungsquelle sein? Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Aus einem anderem Thread:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Jammern und Geschimpfe ohne jeden Hinweis darauf wie der Leser an dessen Gegenstand was aendern koennte, ist nicht nur langweilig, sondern auch sehr frustrierend und demotiviert diejenigen, die selbst gerne aktiv etwas zur Verbesserung von Misstaenden beitragen wuerden.
[...]
Die Leute wollen nicht immer nur hören wie schlecht die Welt ist, sondern auch mal, was sie selbst mit ihren meist beschränkten Mitteln dagegen machen koennen. Alles andere nützt nicht nur niemandem, sondern vermiest einem nur selbst das Leben, ohne dass sich was ändert.


Thread-Thema also: muß jemand der eine negative Nachricht bringt auch Lösungen dafür mitliefern? Oder schweigen wenn er neben der Nachricht keine Lösung anzubieten hat?


Nein. Dass muss er nicht. Er darf sich dann aber nicht beschweren, wenn es Leute gibt, denen das zu wenig ist und die deshalb ihren Unmut aeußern.

Oder, andersrum formuliert: Muss man sich jede negative Nachricht auch anhören, auch wenn der Überbringer so rein gar nichts dazu sagt, wie man da was positiv verändern kann und die negative Nachricht nur dazu geeignet ist einem den Tag zu versauen?

Kritik ist ja schoen gut und ausserdem sogar sehr wichtig, wenn man daran interessiert ist Dinge zu verbessern. Nur sollte diese Kritik auch Ansätze zu solchen Verbesserungen aufzeigen, sonst gerinnt sie sehr leicht zur folgenlosen Nörgelei wie dies z.B. bei den "Wutbürgern" zu sehen ist. Dabei meine ich noch nicht mal, dass fertige Lösungsvorschläge angeboten werden muessen, sondern es reicht auch einfach nur ein paar Ansatzpunkte zu benennen, die zeigen, dass man sich Gedanken darueber macht wie man die beklagten negativen Dinge positiv verändern koennte oder auch schon das Eingeständnis, dass man selber keine Idee hat wie man da was verändern koennte verbunden mit der Frage "Weiss da vielleicht jemand anderes was, wo es vielleicht Gruppen gibt, die sich mit Lösungsvorschlägen fuer dieses Problem beschaeftigen und wo man vielleicht mitmachen kann?"


Na, toll, wenn man mit der Lösung kommt: „Kapitalismus abschaffen, da gibt’s so marxistische Gruppen, die suchen dringend nach Mitgliedern“ bist du der erste, der sich vehement gegen den Vorschlag wehrt. Nein
_________________
Ist es Satire? Ist es Ironie? Ist es geistreich? Oder ist es nur geistesgestört?

In jedem Fall: Es ist Addi!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2235099) Verfasst am: 22.12.2020, 21:49    Titel: Re: Muß Nachrichtenquelle auch Lösungsquelle sein? Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
sehr gut hat folgendes geschrieben:
Aus einem anderem Thread:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Jammern und Geschimpfe ohne jeden Hinweis darauf wie der Leser an dessen Gegenstand was aendern koennte, ist nicht nur langweilig, sondern auch sehr frustrierend und demotiviert diejenigen, die selbst gerne aktiv etwas zur Verbesserung von Misstaenden beitragen wuerden.
[...]
Die Leute wollen nicht immer nur hören wie schlecht die Welt ist, sondern auch mal, was sie selbst mit ihren meist beschränkten Mitteln dagegen machen koennen. Alles andere nützt nicht nur niemandem, sondern vermiest einem nur selbst das Leben, ohne dass sich was ändert.


Thread-Thema also: muß jemand der eine negative Nachricht bringt auch Lösungen dafür mitliefern? Oder schweigen wenn er neben der Nachricht keine Lösung anzubieten hat?


Nein. Dass muss er nicht. Er darf sich dann aber nicht beschweren, wenn es Leute gibt, denen das zu wenig ist und die deshalb ihren Unmut aeußern.

Oder, andersrum formuliert: Muss man sich jede negative Nachricht auch anhören, auch wenn der Überbringer so rein gar nichts dazu sagt, wie man da was positiv verändern kann und die negative Nachricht nur dazu geeignet ist einem den Tag zu versauen?

Kritik ist ja schoen gut und ausserdem sogar sehr wichtig, wenn man daran interessiert ist Dinge zu verbessern. Nur sollte diese Kritik auch Ansätze zu solchen Verbesserungen aufzeigen, sonst gerinnt sie sehr leicht zur folgenlosen Nörgelei wie dies z.B. bei den "Wutbürgern" zu sehen ist. Dabei meine ich noch nicht mal, dass fertige Lösungsvorschläge angeboten werden muessen, sondern es reicht auch einfach nur ein paar Ansatzpunkte zu benennen, die zeigen, dass man sich Gedanken darueber macht wie man die beklagten negativen Dinge positiv verändern koennte oder auch schon das Eingeständnis, dass man selber keine Idee hat wie man da was verändern koennte verbunden mit der Frage "Weiss da vielleicht jemand anderes was, wo es vielleicht Gruppen gibt, die sich mit Lösungsvorschlägen fuer dieses Problem beschaeftigen und wo man vielleicht mitmachen kann?"


Na, toll, wenn man mit der Lösung kommt: „Kapitalismus abschaffen, da gibt’s so marxistische Gruppen, die suchen dringend nach Mitgliedern“ bist du der erste, der sich vehement gegen den Vorschlag wehrt. Nein


Weil ich den Vorschlag nicht nur fuer zu unpräzise und untauglich, sondern darueberhinaus auch noch fuer kontraproduktiv halte, weil der Kapitalismus oder besser die Marktwirtschaft nun mal die Quelle unseres gesellschaftlichen Wohlstandes ist und wenn man die einfach so zuschüttet, hat man immer noch nichts positiv verändert.

Ausserdem faellt dieser Vorschlag auch unter "folgenlose Nörgelei", jedenfalls solange der Lösungsvorschlag aus "Kapitalismus abschaffen" besteht, ohne praktische Ideen, wie stattdessen unser wirtschaftliches Zusammenleben organisiert werden soll. Dumme marxistische Sprüche aus dem vorletzten Jahrhundert reichern da nicht.

Aber wer ueber die Abschaffung des Kapitalismus diskutieren will und das bei ihm Zufriedenheitsgefühle auslöst, der mag das gerne tun, allerdings ohne mich und mein Desinteresse an solchen Diskussionen darf man nicht mit Desinteresse an der Lösung der diskutierten Probleme verwechseln.
_________________
Defund the gender police!! Let's Rock
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Tarvoc
would prefer not to



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 39688

Beitrag(#2235112) Verfasst am: 22.12.2020, 23:19    Titel: Re: Muß Nachrichtenquelle auch Lösungsquelle sein? Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
weil der Kapitalismus oder besser die Marktwirtschaft nun mal die Quelle unseres gesellschaftlichen Wohlstandes ist

Kapitalismus schafft ganz primär nicht gesellschaftlichen, sondern privaten Wohlstand. Wo in ihm tatsächlich ausnahmsweise auch mal gesellschaftlicher Wohlstand geschaffen wird, da üblicherweise gegen seine eigene Dynamik.
_________________
Ne change rien pour que tout soit différent.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2235113) Verfasst am: 22.12.2020, 23:32    Titel: Re: Muß Nachrichtenquelle auch Lösungsquelle sein? Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
weil der Kapitalismus oder besser die Marktwirtschaft nun mal die Quelle unseres gesellschaftlichen Wohlstandes ist

Kapitalismus schafft ganz primär nicht gesellschaftlichen, sondern privaten Wohlstand. Wo in ihm tatsächlich ausnahmsweise mal gesellschaftlicher Wohlstand geschaffen wird, da üblicherweise gegen seine eigene Dynamik.



beachbernie hat folgendes geschrieben:
.....Dumme marxistische Sprüche aus dem vorletzten Jahrhundert reichern da nicht.....





Selbstverstaendlich zeichnen sich kapitalistische Gesellschaften, insbesondere die sozialen Marktwirtschaften, durch ganz immensen gesellschaftlichen Wohlstand aus, von dem uebrigens auch Du ganz schoen profitierst.

Dass es daneben auch noch viel größeren privaten Wohlstand gibt muss ja per se nichts Schlechtes sein, zumindest wenn man dasfuer sorgt, dass die Wohlstandsunterschiede nicht ins Unermessliche wachsen.
_________________
Defund the gender police!! Let's Rock
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Tarvoc
would prefer not to



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 39688

Beitrag(#2235114) Verfasst am: 22.12.2020, 23:35    Titel: Re: Muß Nachrichtenquelle auch Lösungsquelle sein? Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
weil der Kapitalismus oder besser die Marktwirtschaft nun mal die Quelle unseres gesellschaftlichen Wohlstandes ist

Kapitalismus schafft ganz primär nicht gesellschaftlichen, sondern privaten Wohlstand. Wo in ihm tatsächlich ausnahmsweise mal gesellschaftlicher Wohlstand geschaffen wird, da üblicherweise gegen seine eigene Dynamik.

Selbstverstaendlich zeichnen sich kapitalistische Gesellschaften, insbesondere die sozialen Marktwirtschaften, durch ganz immensen gesellschaftlichen Wohlstand aus, von dem uebrigens auch Du ganz schoen profitierst.

Wie gesagt: Wo im Kapitalismus gesellschaftlicher Wohlstand geschaffen wird, da gegen seine eigene Dynamik. Dass das in ohnehin reichen Weltgegenden (aber auch wirklich nur dort) zeitweilig auch mal passieren kann, ist geschenkt. Auf Dauer verfällt das dann aber auch wieder bzw. das Bisschen vergesellschafteter Wohlstand wird früher oder später reprivatisiert. Das sehen wir nämlich gerade weltweit in sämtlichen "sozialen Marktwirtschaften" bzw. in ihrem zunehmenden Niedergang durch Privatisierung, Sozialkahlschlag und zunehmende Vereinzelung. Überhaupt ist es albern, dass du das bestreitest, was diejenigen Vertreter des Kapitalismus, die im Gegensatz zu dir nicht völlig strulle sind, als seine größte Stärke verkaufen - nämlich dass er Wohlstand in privaten Händen, also dem gesellschaftlichen Zugriff entzogen, schafft. Tatsächlich insistierst auch du selbst immer da, wo es dir gerade in den Kram passt, auf die Privatheit deines eigenen kapitalistischen Wohlstands.
_________________
Ne change rien pour que tout soit différent.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2235117) Verfasst am: 22.12.2020, 23:49    Titel: Re: Muß Nachrichtenquelle auch Lösungsquelle sein? Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
weil der Kapitalismus oder besser die Marktwirtschaft nun mal die Quelle unseres gesellschaftlichen Wohlstandes ist

Kapitalismus schafft ganz primär nicht gesellschaftlichen, sondern privaten Wohlstand. Wo in ihm tatsächlich ausnahmsweise mal gesellschaftlicher Wohlstand geschaffen wird, da üblicherweise gegen seine eigene Dynamik.

Selbstverstaendlich zeichnen sich kapitalistische Gesellschaften, insbesondere die sozialen Marktwirtschaften, durch ganz immensen gesellschaftlichen Wohlstand aus, von dem uebrigens auch Du ganz schoen profitierst.

Wie gesagt: Wo im Kapitalismus gesellschaftlicher Wohlstand geschaffen wird, da gegen seine eigene Dynamik. Dass das in ohnehin reichen Weltgegenden (aber auch wirklich nur dort) zeitweilig auch mal passieren kann, ist geschenkt. Auf Dauer verfällt das dann aber auch wieder bzw. das Bisschen vergesellschafteter Wohlstand wird früher oder später reprivatisiert. Das sehen wir nämlich gerade weltweit in sämtlichen "sozialen Marktwirtschaften" bzw. in ihrem zunehmenden Niedergang durch Privatisierung, Sozialkahlschlag und zunehmende Vereinzelung. Überhaupt ist es albern, dass du das bestreitest, was diejenigen Vertreter des Kapitalismus, die im Gegensatz zu dir nicht völlig strulle sind, als seine größte Stärke verkaufen - nämlich dass er Wohlstand in privaten Händen, also dem gesellschaftlichen Zugriff entzogen, schafft. Tatsächlich insistierst du selbst immer da, wo es dir gerade in den Kram passt, auf die Privatheit des kapitalistischen Wohlstands.


Du magst das so sehen. Ich sehe das anders.

Viele Private ergeben uebrigens auch eine Gesellschaft und eine Gesellschaft, die zum Ziel hat, dass moeglichst viele Menschen von ihrem privaten Wohlstand leben koennen, braucht nicht soviel Sozialstaat. Andersrum fuehrt eine staatliche soziale Rundumversorgung fuer moeglichst viele als gesellschaftliches Ziel dazu, dass es irgendwann nicht mehr genügend privaten Wohlstand zum Umverteilen gibt, der das ganze soziale Brimborium dann noch finanzieren koennte.

So gesehen ist privater Wohlstand kein Widerspruch zu gesellschaftlichem Wohlstand, sondern im Gegenteil dessen notwendige, aber leider nicht hinreichende Voraussetzung.
_________________
Defund the gender police!! Let's Rock
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Tarvoc
would prefer not to



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 39688

Beitrag(#2235118) Verfasst am: 22.12.2020, 23:58    Titel: Re: Muß Nachrichtenquelle auch Lösungsquelle sein? Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Du magst das so sehen. Ich sehe das anders.

Schön. Wenn das die Bottom Line deines Beitrags ist, können wir uns gerne darauf verständigen.

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Viele Private ergeben uebrigens auch eine Gesellschaft

Viele Private ergeben zunächst mal einen Markt. Eine Gesellschaft wird daraus (jedenfalls insofern sie nicht in Form eines öffentlichen, d.h. eben nicht privaten Zusammenlebens ohnehin bereits besteht) erst dann, wenn sich organisatorische Notwendigkeiten des gemeinsamen Zusammenlebens ergeben, die der Markt nicht aus eigener Kraft bedienen kann, und auch dann nur selten ohne Widerstand. Der Kapitalismus schafft ja z.B. nicht automatisch aus eigener Kraft und eigenem Antrieb solide Sozialsysteme. Anderenfalls müsste wirklich überall dort, wo wir Kapitalismus haben, automatisch auch deine "soziale Marktwirtschaft" vorherrschen. Tut es aber nicht. Wo es im Kapitalismus solide Sozialsysteme gibt, wurden sie durch diverse Formen von politischem Druck und oft gegen massive Widerstände von oben erkämpft, also gegen die normale ökonomische Dynamik der betreffenden Gesellschaft. Dass sie ebenso schnell wieder verfallen, sobald dieser Druck nachlässt, sehen wir derzeit weltweit.

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Viele Private ergeben uebrigens auch eine Gesellschaft und eine Gesellschaft, die zum Ziel hat, dass moeglichst viele Menschen von ihrem privaten Wohlstand leben koennen, braucht nicht soviel Sozialstaat. Andersrum fuehrt eine staatliche soziale Rundumversorgung fuer moeglichst viele als gesellschaftliches Ziel dazu, dass es irgendwann nicht mehr genügend privaten Wohlstand zum Umverteilen gibt, der das ganze soziale Brimborium dann noch finanzieren koennte.

Aha. Du gibst also selbst zu, dass du die große Stärke des Kapitalismus in der Schöpfung von privatem Wohlstand siehst und eben nicht in der von gesellschaftlichem Wohlstand. Duely noted.

Übrigens: An diesen Zeilen kann man schön ablesen, was du wirklich über "soziale Marktwirtschaft" und ihre Institutionen denkst. Ich werde mir erlauben, sie in Zukunft zu zitieren, sobald du dich mal wieder als ihr großer Verteidiger aufspielst.

beachbernie hat folgendes geschrieben:
So gesehen ist privater Wohlstand kein Widerspruch zu gesellschaftlichem Wohlstand

Was heißt "Widerspruch". Dass beides in einer Gesellschaft mehr oder weniger nebeneinander existieren kann, ist geschenkt. Es ist ein Widerspruch insofern, als dass ein- und die selbe Sache nicht beides gleichzeitig sein kann.
_________________
Ne change rien pour que tout soit différent.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2235139) Verfasst am: 23.12.2020, 01:22    Titel: Antworten mit Zitat

@ Tarvoc,

Jo, Du fängst schon wieder an willkuerlich meine Beiträge umzuinterpretieren um Deine Soundbites anbringen zu koennen. Das wird mir aber einfach zu blöd mich schon wieder in Gezänk und Wortklaubereien verwickeln zu lassen. Winken


Zum Abschied hier noch:

Ich stamme aus einer klassischen Arbeiterfamilie. Allesamt einfache Menschen ohne höhere Bildung (mit Ausnahme eines eingeheirateten Onkels, der Dipl. Ingenieur war). Die wählten und wählen fast alle CDU. Frueher konnte ich das ueberhaupt nicht verstehen. Hatte man mir nicht immer wieder seitens der selbstgefühlten politischen Avantgarde der Arbeiterbewegung eingeredet die CDU waere der natürliche Feind der "Arbeiterklasse"? Dann habe ich mal etwas darueber nachgedacht. Obwohl meine Familie nie was anderes als klassische "Arbeiterklasse" war, sind die nicht immer weiter "verelendet" wie es der klassische Marxismus als praktisch unvermeidlich darstellte und daraus seine Hoffnungen auf eine grosse "proletarische Revolution" ableitete, sondern meine verbliebenen Angehoerigen in D leben inzwischen praktisch alle in grossem Wohlstand, mit dicken Renten, Zusatzrenten und Einkommen aus Anlagevermoegen. Die leben heute in groessererm materiellen Wohlstand als der durchschnittliche Fabrikbesitzer zur Zeit von Karl Marx. Das ist das Ergebnis von fast 200 Jahren Kapitalismus in Deutschland! Das gab es natuerlich nicht sofort und umsonst schon gar nicht, sondern das dauerte mehrere Generationen bis das erarbeitet war. Auch sonst kann ich beobachten, dass vom Kapitalismus langfristig alle Beteiligten profitieren, zumindest solange die Leute nicht zu blöd sind um ueber die Politik ihre tatsächlichen Interessen (nicht, was Du darunter verstehst) wahrzunehmen, wie das in manchen Laendern durchaus der Fall ist. Nicht gleichmäßig und nicht immer alles gleichzeitig aber langfristig laeuft das so, auch in der dritten Welt, wo der Prozess meist noch am Anfang steht.

Ich verstehe inzwischen meine Familie weshalb sie eine klassische "Partei des Kapitals" den "klassischen Arbeiterparteien" vorzieht. Bei der CDU sehen sie ihre Interessen am Erhalt ihres als Arbeiter erworbenen privaten Wohlstands nun mal weitaus besser aufgehoben als bei irgendwelchen marxistischen Labertruppen, bei denen sie zurecht befürchten, dass die ihnen im Namen irgendeiner "Gerechtigkeit" ihren hart erarbeiteten privaten Wohlstand wieder wegnehmen um ihn umzuverteilen bis nix mehr zum Umverteilen übrig ist und niemand mehr was davon hat, auch nicht die damit sozial Beglueckten, sobald kein neues Manna mehr nachkommt. Ich verstehe die, wenn ich ihnen auch nicht dahingehend folgen kann deswegen gleich CDU zu wählen, sondern mich politisch bei eher linken, marktwirtschaftlichen Parteien wie z.B. den Grünen oder in Kanada den 3 dem linken Lager zugerechneten Parteien besser aufgehoben fühle und nicht bei den hiesigen Konservativen.

Eines habe ich aber doch glasklar erkannt. Marxistische Wirtschaftstheorie ist absoluter realitätsuntauglicher Bloedsinn und man ist gut beraten, wenn man das, was man davon mal in altlinker Zeit in den Kopf gewaschen bekam, moeglichst schnell und moeglichst gründlich wieder daraus entfernt, am Besten ohne dass man gleich das Kind mit dem Bade ausschüttet und darueber seinen Sinn fuer soziale Gerechtigkeit, der einen ursprünglich mal mit der marxistischen Sackgasse hat liebäugeln lassen, verliert.

Ansonsten.....falls Du mal ein paar gestandenen Arbeitern aus meiner Familie ueber den Weg laufen solltest, dann verschone die bitte in Deinem eigenen Interesse mit Deinen wirtschaftstheoretischen Spruechen, sonst lernst Du aber auch sowas von laufen, mein lieber Freund der Arbeiterklasse! Sehr glücklich


Und ja, das ist meine persoenliche Sicht der Dinge. Ich weiss, dass Du das anders siehst, auch ohne dass Du deshalb erst persoenlich werden musst.

Schönen Tag noch. Winken
_________________
Defund the gender police!! Let's Rock
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Tarvoc
would prefer not to



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 39688

Beitrag(#2235149) Verfasst am: 23.12.2020, 01:53    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Das wird mir aber einfach zu blöd mich schon wieder in Gezänk und Wortklaubereien verwickeln zu lassen. Winken

Kann ich verstehen, dass dir das zu blöd wird, wenn du es ausnahmsweise mal nicht selbst machst. Winke - Winke

Ach warte... machst du ja doch gerade. Die Verelendungsthese vertritt mindestens in der Form, wie du sie hier wiedergibst, zumindest für die Länder der "Ersten Welt" ohnehin niemand mehr. Und das geben auch meine Beiträge nicht her.

Dass du die "Dritte Welt" geflissentlich übergehst, überrascht auch niemanden. Das ist noch nicht mal deine Schuld, sondern eine kollektive Unsitte.

Über deine Verwechselung von Marxismus mit Sozialdemokratie (bzw. der am rechten Rand gerne gezeichneten Karikatur dieser) lasse ich mich mal lieber gar nicht erst aus... du weißt ja sowieso besser als ich, wie meine politischen Vorstellungen aussehen.

Ich bin übrigens erstaunt, wie du es, obwohl du dich doch angeblich bei niemandem anbiederst, immer wieder schaffst, in einem einzigen Beitrag beiden Seiten des politischen Spektrums nach dem Maul zu reden, ohne dich auf eine Position festzulegen. Wenn du deine eigenen in deinem Beitrag dargelegten Argumente beim Wort nähmst, müsstest du konservativ wählen. Tust du dann aber doch nicht. Ist etwa die "marxistische" Verführung, anderer Leute Geld umzuverteilen, selbst für dich zu groß?
_________________
Ne change rien pour que tout soit différent.


Zuletzt bearbeitet von Tarvoc am 23.12.2020, 02:17, insgesamt 3-mal bearbeitet
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2235150) Verfasst am: 23.12.2020, 02:15    Titel: Antworten mit Zitat

Winken
_________________
Defund the gender police!! Let's Rock
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Tarvoc
would prefer not to



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 39688

Beitrag(#2235151) Verfasst am: 23.12.2020, 02:18    Titel: Antworten mit Zitat

Winken
_________________
Ne change rien pour que tout soit différent.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen   Drucker freundliche Ansicht    Freigeisterhaus Foren-Übersicht -> Kultur und Gesellschaft Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.



Impressum & Datenschutz


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group