Freigeisterhaus Foren-Übersicht
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   NutzungsbedingungenNutzungsbedingungen   BenutzergruppenBenutzergruppen   LinksLinks   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Von Gutmenschen und Political Correctness
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3 ... 52, 53, 54 ... 58, 59, 60  Weiter
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen   Drucker freundliche Ansicht    Freigeisterhaus Foren-Übersicht -> Kultur und Gesellschaft
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2242400) Verfasst am: 14.02.2021, 18:06    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Was schreibst du für wirres Zeug? showtime

Wie ist das verschieden von dem wirren Zeug, das er sonst schreibt? Am Kopf kratzen

Das ist nicht wirr. Das ist das Alter.

Eben nicht. BB ist noch nicht mal 60, wie er schrieb. Deprimiert


Ich meinte eher, er stammt aus einer anderen Zeit. zwinkern Für traditionelle Linke, der späten 70er, frühen 80er Jahre, die ihr Linkssein über Klassenkampf, den West-Ost-Konflikt oder Antiamerikanismus definiert und geschult haben, müssen die heutigen (Sprach-)Kämpfe luschenartig daherkommen. Bernie war an der Front (Startbahn-West). Und das meine ich nur halb ironisch.



Das ausgerechnet ihr drei meint mich als zu sehr der alten Zeit verhaftet darstellen zu koennen hat schon was tragikomisches. Lachen
_________________
Defund the gender police!! Let's Rock
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Bravopunk
Sugoi Dekai :D



Anmeldungsdatum: 08.03.2008
Beiträge: 29003
Wohnort: Woanders

Beitrag(#2242403) Verfasst am: 14.02.2021, 18:28    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Keine Ahnung, was du da glaubst gespiegelt zu haben, aber ich war es nicht.

Also, ich habe es nach kurzer Verwunderung, was jdf da machte, recht zügig so verstanden. Nur um eine Beobachterperspektive reinzubringen.


Okay. Darüber muss ich erstmal nachdenken. Aber z.B. andere Diskussionsteilnehmer durch andere Threads verfolgen und sie dort zu belästigen, das ist etwas, was ich wirklich streng von mir weise zu tun. Dafür bräuchte ich in jedem Fall Belege. Allerdings auch diese Wendung anderen zu vorzuwerfen sie hätten mir etwas unterstellt kommt mir überhaupt nicht bekannt vor. Was vorkommt ist, das jemand etwas aus meinen Beiträgen liest, was ich so nicht gemeint hatte. Und die relevanten Teile, die seine Interpretation widerlegen, nicht mitzitiert. Gerade vorhin schon wieder. Dann versuche ich das aber zu klären, anstatt Vorwürfe zu machen und den anderen zu versuchen für dumm zu verkaufen. Also wenn es eine Imitation meines Diskussionsverhaltens war, dann war es eine schlechte, völlig übersteigerte und verzerrende und somit ist es auch nicht verwunderlich, dass ich darauf ungehalten reagierte.

Ich denke da Mal noch eine Woche darüber nach. Und jdf kann Mal darüber nachdenken, ob dieses Schmierentheater es wirklich wert war dafür drei Threads vollzuspammen und dabei wie ein Idiot auszusehen.
_________________
"Hier spricht Ramke. Wer jetzt allein ist, kriegt nur noch den Abschaum!"

Meine Freiheit, deine Freiheit

Kaguya-hime

"Los! Los! Los!"
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
tillich (epigonal)
hat Spaß



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 18792

Beitrag(#2242407) Verfasst am: 14.02.2021, 19:06    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Aber z.B. andere Diskussionsteilnehmer durch andere Threads verfolgen und sie dort zu belästigen, das ist etwas, was ich wirklich streng von mir weise zu tun.

Das passt nicht, stimmt.
Aber die sehr knappen Antworten, die, wenn man genau hinschaut, inhaltlich gerne mal dem widersprechen, was man kurz vorher noch geschrieben hat ...
_________________
"YOU HAVE TO START OUT LEARNING TO BELIEVE THE LITTLE LIES." -- "So we can believe the big ones?" -- "YES."

(Death / Susan, in: Pratchett, Hogfather)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
jdf
Skyscrapers are winking
Moderator



Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 19430

Beitrag(#2242421) Verfasst am: 14.02.2021, 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Ich meinte eher, er stammt aus einer anderen Zeit. zwinkern Für traditionelle Linke, der späten 70er, frühen 80er Jahre, die ihr Linkssein über Klassenkampf, den West-Ost-Konflikt oder Antiamerikanismus definiert und geschult haben, müssen die heutigen (Sprach-)Kämpfe luschenartig daherkommen. Bernie war an der Front (Startbahn-West). Und das meine ich nur halb ironisch.

Das ausgerechnet ihr drei meint mich als zu sehr der alten Zeit verhaftet darstellen zu koennen hat schon was tragikomisches. Lachen

Ähh... Nein. Das habe ich mit keinem Wort getan, afair. Was ich eigentlich meinte, ist das von dir vorgetragen Maß an Rechthaberei in diesem Forum, so dass ich eher an einen angehörigen der Alterklasse 75+ gedacht habe.
_________________
Die Geschichte soll mich als jemanden in Erinnerung behalten, der sich zu hundert Prozent für den kleinen Mann eingesetzt hat.
(HC Strache)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2242425) Verfasst am: 14.02.2021, 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Ich meinte eher, er stammt aus einer anderen Zeit. zwinkern Für traditionelle Linke, der späten 70er, frühen 80er Jahre, die ihr Linkssein über Klassenkampf, den West-Ost-Konflikt oder Antiamerikanismus definiert und geschult haben, müssen die heutigen (Sprach-)Kämpfe luschenartig daherkommen. Bernie war an der Front (Startbahn-West). Und das meine ich nur halb ironisch.

Das ausgerechnet ihr drei meint mich als zu sehr der alten Zeit verhaftet darstellen zu koennen hat schon was tragikomisches. Lachen

Ähh... Nein. Das habe ich mit keinem Wort getan, afair. Was ich eigentlich meinte, ist das von dir vorgetragen Maß an Rechthaberei in diesem Forum, so dass ich eher an einen angehörigen der Alterklasse 75+ gedacht habe.



Komisch. Dein Diskussionsverhalten erinnert mich zunehmend an einen Angehoerigen der Altersklasse unter 5.
_________________
Defund the gender police!! Let's Rock
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
jdf
Skyscrapers are winking
Moderator



Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 19430

Beitrag(#2242427) Verfasst am: 14.02.2021, 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Okay. Darüber muss ich erstmal nachdenken. Aber z.B. andere Diskussionsteilnehmer durch andere Threads verfolgen und sie dort zu belästigen, das ist etwas, was ich wirklich streng von mir weise zu tun. Dafür bräuchte ich in jedem Fall Belege. Allerdings auch diese Wendung anderen zu vorzuwerfen sie hätten mir etwas unterstellt kommt mir überhaupt nicht bekannt vor. Was vorkommt ist, das jemand etwas aus meinen Beiträgen liest, was ich so nicht gemeint hatte. Und die relevanten Teile, die seine Interpretation widerlegen, nicht mitzitiert. Gerade vorhin schon wieder. Dann versuche ich das aber zu klären, anstatt Vorwürfe zu machen und den anderen zu versuchen für dumm zu verkaufen.

Die Opferpose steht dir wirklich gut.

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Also wenn es eine Imitation meines Diskussionsverhaltens war, dann war es eine schlechte, völlig übersteigerte und verzerrende und somit ist es auch nicht verwunderlich, dass ich darauf ungehalten reagierte.

Ein wenig künstlerische Freiheit wirst du mir doch wohl zugestehen, oder? Und wie du weißt, ist die Verdichtung ja auch ein künstlerisches Werkzeug, um Klarheit zu schaffen und mit der Zeit der Rezipientin ökonomisch umzugehen.

Bravopunk hat folgendes geschrieben:
Und jdf kann Mal darüber nachdenken, ob dieses Schmierentheater es wirklich wert war dafür drei Threads vollzuspammen und dabei wie ein Idiot auszusehen.

Da brauche ich nicht lange nachdenken. Falls ich tatsächlich wie ein Idiot aussah, kann man meine kleine Aktion durchaus als erfolgreich ansehen. ; )
_________________
Die Geschichte soll mich als jemanden in Erinnerung behalten, der sich zu hundert Prozent für den kleinen Mann eingesetzt hat.
(HC Strache)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
jdf
Skyscrapers are winking
Moderator



Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 19430

Beitrag(#2242428) Verfasst am: 14.02.2021, 20:50    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
beachbernie hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Ich meinte eher, er stammt aus einer anderen Zeit. zwinkern Für traditionelle Linke, der späten 70er, frühen 80er Jahre, die ihr Linkssein über Klassenkampf, den West-Ost-Konflikt oder Antiamerikanismus definiert und geschult haben, müssen die heutigen (Sprach-)Kämpfe luschenartig daherkommen. Bernie war an der Front (Startbahn-West). Und das meine ich nur halb ironisch.

Das ausgerechnet ihr drei meint mich als zu sehr der alten Zeit verhaftet darstellen zu koennen hat schon was tragikomisches. Lachen

Ähh... Nein. Das habe ich mit keinem Wort getan, afair. Was ich eigentlich meinte, ist das von dir vorgetragen Maß an Rechthaberei in diesem Forum, so dass ich eher an einen angehörigen der Alterklasse 75+ gedacht habe.

Komisch. Dein Diskussionsverhalten erinnert mich zunehmend an einen Angehoerigen der Altersklasse unter 5.

Wundert mich nicht. Schulterzucken
_________________
Die Geschichte soll mich als jemanden in Erinnerung behalten, der sich zu hundert Prozent für den kleinen Mann eingesetzt hat.
(HC Strache)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
astarte
Foren-Admin
Foren-Admin



Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 43123

Beitrag(#2242431) Verfasst am: 14.02.2021, 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
... Falls ich tatsächlich wie ein Idiot aussah, kann man meine kleine Aktion durchaus als erfolgreich ansehen. ; )

Lachen
_________________
Die Angst vor dem Impfstoff wundert mich, bei Bärchenwurst oder Biermischgetränken vertrauen wir Deutschen doch auch den Kreationen unserer Chemielabore.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2242432) Verfasst am: 14.02.2021, 21:43    Titel: Antworten mit Zitat

Antiracist baby:

https://www.youtube.com/watch?v=Qw3DjP7HSts



Ernst gemeint? Oder Satire?


Lustig ist es allemal. Sehr glücklich
_________________
Defund the gender police!! Let's Rock
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
AdvocatusDiaboli
Hat die höchste Meta-Ebene erreicht



Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 24900

Beitrag(#2242443) Verfasst am: 15.02.2021, 01:19    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Antiracist baby:

https://www.youtube.com/watch?v=Qw3DjP7HSts



Ernst gemeint? Oder Satire?


Lustig ist es allemal. Sehr glücklich


Einfach googlen. Du kannst das Buch auch online bestellen.

Z.B. so:

Code:
https://www.penguinrandomhouse.com/books/624774/antiracist-baby-picture-book-by-ibram-x-kendi-illustrated-by-ashley-lukashevsky/

Zitat:
Providing the language necessary to begin critical conversations at the earliest age, Antiracist Baby is the perfect gift for readers of all ages dedicated to forming a just society.

_________________
Ist es Satire? Ist es Ironie? Ist es geistreich? Oder ist es nur geistesgestört?

In jedem Fall: Es ist Addi!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2242444) Verfasst am: 15.02.2021, 01:39    Titel: Antworten mit Zitat

Gröhl...
_________________
Defund the gender police!! Let's Rock
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
tillich (epigonal)
hat Spaß



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 18792

Beitrag(#2242483) Verfasst am: 15.02.2021, 12:01    Titel: Antworten mit Zitat

Nun ... "at all ages" soll dann wohl heißen, dass es die kritische Sprache zur Verfügung stellt für Leute, die von ihrer Gesamtentwicklung schon recht fortgeschritten sind, aber in Bezug auf kritisches Denken über Rassismus doch noch auf Babyniveau.

Ist allerdings natürlich Quatsch, weil preaching to the converted.
_________________
"YOU HAVE TO START OUT LEARNING TO BELIEVE THE LITTLE LIES." -- "So we can believe the big ones?" -- "YES."

(Death / Susan, in: Pratchett, Hogfather)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
AdvocatusDiaboli
Hat die höchste Meta-Ebene erreicht



Anmeldungsdatum: 12.08.2003
Beiträge: 24900

Beitrag(#2242503) Verfasst am: 15.02.2021, 15:43    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Nun ... "at all ages" soll dann wohl heißen, dass es die kritische Sprache zur Verfügung stellt für Leute, die von ihrer Gesamtentwicklung schon recht fortgeschritten sind, aber in Bezug auf kritisches Denken über Rassismus doch noch auf Babyniveau.

Ist allerdings natürlich Quatsch, weil preaching to the converted.


Immerhin landete es auf Platz 1 der New York Times Bestsellerliste. Der Autor Ibram X. Kendi ist so etwas wie ein aufgehender Star der intellektuellen Antirassismus-Szene, der aber auch heftigen Gegenwind erfährt, vor allem von Coleman Hughes, der sich gerne kritisch mit Kendi auseinandersetzt, und insbesondere nicht mit seinen Thesen zum Verhältnis von Kapitalismus und Rassismus übereinstimmt. (Da musste ich an die Beachbernie-Skeptiker-Debatte denken.)
https://www.city-journal.org/how-to-be-an-antiracist (nicht ganz schmeichelhaftes Fazit)


Auch der Spiegel hat Kendi schon kritisch porträtiert:
https://www.spiegel.de/kultur/literatur/how-to-be-an-antiracist-von-ibram-x-kendi-ein-leben-als-nichtrassist-unmoeglich-a-d9d03060-ffa8-4ab4-9f48-90568e58a882
Zitat:
Für Kendi gibt es nur Rassismus und Antirassismus. Dieser Konflikt dominiere die Gesellschaft, in ihm sei keine Neutralität möglich, kein Leben als "Nichtrassist". Er sei überall, angefangen bei der Ausstattung der Schulen, die Schwarze benachteilige, er finde sich auch in den Tests, die über den Universitätszugang entscheiden. All das belegt Kendi mit Zahlen und historischem Hintergrundwissen.

_________________
Ist es Satire? Ist es Ironie? Ist es geistreich? Oder ist es nur geistesgestört?

In jedem Fall: Es ist Addi!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
jdf
Skyscrapers are winking
Moderator



Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 19430

Beitrag(#2242506) Verfasst am: 15.02.2021, 17:01    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
Lustig ist es allemal. Sehr glücklich

Was genau denn so?
_________________
Die Geschichte soll mich als jemanden in Erinnerung behalten, der sich zu hundert Prozent für den kleinen Mann eingesetzt hat.
(HC Strache)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Zumsel
registrierter User



Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 4134

Beitrag(#2242512) Verfasst am: 15.02.2021, 18:29    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Nun ... "at all ages" soll dann wohl heißen, dass es die kritische Sprache zur Verfügung stellt für Leute, die von ihrer Gesamtentwicklung schon recht fortgeschritten sind, aber in Bezug auf kritisches Denken über Rassismus doch noch auf Babyniveau.

Ist allerdings natürlich Quatsch, weil preaching to the converted.


Immerhin landete es auf Platz 1 der New York Times Bestsellerliste. Der Autor Ibram X. Kendi ist so etwas wie ein aufgehender Star der intellektuellen Antirassismus-Szene, der aber auch heftigen Gegenwind erfährt, vor allem von Coleman Hughes, der sich gerne kritisch mit Kendi auseinandersetzt, und insbesondere nicht mit seinen Thesen zum Verhältnis von Kapitalismus und Rassismus übereinstimmt. (Da musste ich an die Beachbernie-Skeptiker-Debatte denken.)
https://www.city-journal.org/how-to-be-an-antiracist (nicht ganz schmeichelhaftes Fazit)


Auch der Spiegel hat Kendi schon kritisch porträtiert:
https://www.spiegel.de/kultur/literatur/how-to-be-an-antiracist-von-ibram-x-kendi-ein-leben-als-nichtrassist-unmoeglich-a-d9d03060-ffa8-4ab4-9f48-90568e58a882
Zitat:
Für Kendi gibt es nur Rassismus und Antirassismus. Dieser Konflikt dominiere die Gesellschaft, in ihm sei keine Neutralität möglich, kein Leben als "Nichtrassist". Er sei überall, angefangen bei der Ausstattung der Schulen, die Schwarze benachteilige, er finde sich auch in den Tests, die über den Universitätszugang entscheiden. All das belegt Kendi mit Zahlen und historischem Hintergrundwissen.


Solche Narrative, die die ganze Gesellschaft unter einem einzigen Gesichtspunkt umfassend zu erklären vermeinen, sind natürlich immer falsch. Das gilt für Phänomene wie den Rassismus ebenso wie für die Geschlechterfrage, Religion, biologistische Vorstellungen über die Natur des Menschen und dgl. Das Verführerische an solchen Narrativen ist, dass, wenn man sich nur erst mal gründlich genug in sie vertieft hat, sie an jeder Ecke bestätigt zu werden scheinen. Denn natürlich spielen Rassismus, Geschlechterrollen, weltanschauliche Ideen, (echte und scheinbar) biologische Voraussetzungen usw. überall mit rein. Nur stellen sie eben nie eine hinreichende Erklärung da und in dem Moment, in dem ihnen dieser Status zugebilligt wird, werden sie zu 100% falsch. Aus dem Alltag sind derartige Fehl- und Kurzschlüsse ja längst bekannt, was ich allerdings beängstigend finde ist, wie oft man sie (inzwischen) selbst in akademischen Diskursen am Werke sieht. Mir scheint das die Folge einer missverstandenen Dialektik zu sein. Die dialektische Kritik am Positivismus, also an der Reduzierung der Wirklichkeit auf empirische Fakten, ist im Prinzip ja völlig berechtigt. Aus der bloßen Akkumulation von empirisch Gegeben ergibt sich keine Theorie, weshalb jede Theorie immer auch kritisch auf ihre eigenen ideologischen Grundlagen reflektieren muss. Die Gefahr entsteht aber dort, wo solche Kritik sich als eigene Theorie verselbstständigt und meint anstelle der empirischen Daten treten zu können. Ist also eine kritische Reflektion z.B. soziologischer Theorien auf die ihnen mglw. innewohnenden rassistischen Vorurteilen völlig angemessen und notwendig, wird sie dann gefährlich, wenn der einmal erkannte Rassismus selbst zum alles erklärenden und die Theorien angeblich durchdringenden Prinzip erklärt wird.

Aus demselben Grund müssen dann natürlich auch irgendwann folgerichtig Kant und Hegel verflucht werden, wobei die Verfluchenden nicht mal zu ahnen scheinen, dass sie zum Verfluchen überhaupt nur im Stande sind, weil sie auf den Schultern der Verfluchten stehen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Tarvoc
would prefer not to



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 39546

Beitrag(#2242517) Verfasst am: 15.02.2021, 19:05    Titel: Antworten mit Zitat

Zumsel hat folgendes geschrieben:
Aus demselben Grund müssen dann natürlich auch irgendwann folgerichtig Kant und Hegel verflucht werden

Zumindest Kant spielte aber in der Geschichte des Rassismus in den Wissenschaften tatsächlich eine Rolle.
_________________
Ne change rien pour que tout soit différent.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Pan narrans
just another monkey on the web



Anmeldungsdatum: 24.08.2020
Beiträge: 74

Beitrag(#2242586) Verfasst am: 16.02.2021, 12:35    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:


https://www.city-journal.org/how-to-be-an-antiracist (nicht ganz schmeichelhaftes Fazit)


Gracias für den Link!

Wer zu faul zum Lesen ist, kann es sich übrigens auch von Hughes selbst vorlesen
lassen: Coleman Hughes - My Open Letter to Ibram X. Kendi


Coleman Hughes hat folgendes geschrieben:

Insofar as Kendi’s book speaks for modern antiracism, then it should be praised for clarifying what the “anti” really means. Fundamentally, the modern antiracist movement is not against discrimination. It is against inequity, which in many cases makes it pro-discrimination.


Das ist in der Tat zumindest mal schön erhellend.

Und wer glaubt, dass das ein guter Weg ist, der … na, da fehlen mir jegliche Vergleiche. Disney-Prinzessinnen, Glücksbärchies und Wunderland-Bewohner wären da noch zu realistisch und zu wenig naiv, um als Vergleichsgruppe angeführt zu werden. Cool


Coleman Hughes hat folgendes geschrieben:

Kendi discusses inequity between ethnic groups––which he views as identical to inequity between racial groups—as problems created by racist policy. This view commits him to some bizarre conclusions. For example, according to 2017 Census Bureau data, the average Haitian-American earned 68 cents for every dollar earned by the average Nigerian-American. The average French-American earned 70 cents for every dollar earned by the average Russian-American. Similar examples abound. Is it more likely that our society imposes policies that discriminate against American descendants of Haiti and France, but not Nigeria and Russia—or that disparities between racial and ethnic groups are normal, even in the absence of racist policies? Kendi’s view puts him firmly in the former camp. “To be antiracist,” he claims, “is to view the inequities between all racialized ethnic groups”––by which he means groups like Haitian-Americans and Nigerian-Americans––“as a problem of policy.” Put bluntly, this assumption is indefensible.


Ich finde das schon recht plausibel und ich wüsste auch nicht, wie man diese starke These vom systemischen/strukturellen Rassismus da noch halten kann. Wobei es freilich auch nicht erstaunlich ist, weil solch eine Pauschalisierung ohnehin albern ist.

Nichtsdestotrotz ist genau das ja die These des modernen Antirassisten (das heißt: wenigstens von Kendi, der ja nun nicht ganz uneinflussreich ist) und kein Strohmann. Es geht um statistische Ungleichheiten – das ist der Rassismus, der bekämpft werden soll, der aber in Wirklichkeit primär nicht einmal was mit Rassismus zu tun hat. Ganz ähnlich wie bei der Polizeigewalt auch. Natürlich dürfte Rassismus in vielen Fällen dabei auch eine Rolle spielen, aber eben nicht als primäre und schon gar nicht als hinreichende Ursache. Die Analyse geht also fehlt – was dann mit Lautstärke und Militanz kompensiert zu werden scheint.

Dieser moderne Antirassismus kämpft also, basierend auf falschen Prämissen, gegen Windmühlen und das mit doch recht extremistischen, totalitären und vor allem tribalistischen Zügen, die den Diskurs vergiften und das Potential zur Solidarität der verschiedenen Menschen miteinander untergräbt. Das einfach mit Rassismusvorwürfen oder mit dem Absprechen der Fähigkeit zu Verstehen oder sonstigen Ad-Hominems abzuwiegeln ist Teil des Problems und wird nie, niemals Rassismus verringern sondern ihn nur noch mehr schüren.
_________________
In Wahrheit bin ich gar kein echter Schimpanse! Political Compass: Economic Left/Right: -7.75 Social Libertarian/Authoritarian: -5.08

Klassismus ist die Mutter aller Probleme. Identitätspolitik aber ist längst der Tod jeder echten Sozialpolitik!

"This shit is ugly to the core; When it comes to the poor; No lives matter!" -Body Count-No Lives Matter
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Bravopunk
Sugoi Dekai :D



Anmeldungsdatum: 08.03.2008
Beiträge: 29003
Wohnort: Woanders

Beitrag(#2242590) Verfasst am: 16.02.2021, 12:54    Titel: Antworten mit Zitat

astarte hat folgendes geschrieben:

Lachen


Schön, dass wenigstens einer über meinen Witz lacht. Smilie
_________________
"Hier spricht Ramke. Wer jetzt allein ist, kriegt nur noch den Abschaum!"

Meine Freiheit, deine Freiheit

Kaguya-hime

"Los! Los! Los!"
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
DonMartin
registrierter User



Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 6504

Beitrag(#2242591) Verfasst am: 16.02.2021, 13:19    Titel: Antworten mit Zitat

Pan narrans hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:


https://www.city-journal.org/how-to-be-an-antiracist (nicht ganz schmeichelhaftes Fazit)


Zitat:
... racists can’t be educated out of their racism.

schön, dann bleibe ich halt Rassist. Schulterzucken
putzig auch:
Zitat:
But given that blacks are underrepresented among stockowners, Klein asked, would it be racist to support a capital-gains tax cut? “Yes,” Kendi answered, without hesitation. And in case you planned on escaping the charge of racism by remaining agnostic on the capital-gains tax, that won’t work either, because Kendi defines a racist as anyone who supports “a racist policy through their actions or inaction.”

Sowas ähnliches hatten wir schonmal, glaube ich, nannte sich Hexenprobe.
Wenn sie untergeht, ist sie ersoffen, aber unschuldig. Schwimmt sie oben, dann wird sie verbrannt.

Gibt es tatsächlich Leute, die dafür $27 bezahlen?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Tarvoc
would prefer not to



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 39546

Beitrag(#2242609) Verfasst am: 16.02.2021, 17:28    Titel: Antworten mit Zitat

Die Frage, ob jemand, der capital gains tax cuts befürwortet, nun ein rassistisches Arschloch ist oder einfach nur ein Arschloch, finde ich jetzt irgendwie auch eher akademisch...
_________________
Ne change rien pour que tout soit différent.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Tarvoc
would prefer not to



Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 39546

Beitrag(#2242610) Verfasst am: 16.02.2021, 17:52    Titel: Antworten mit Zitat

Nachtrag: Bedenken sollte man in dem Kontext jedoch folgendes:

https://en.wikipedia.org/wiki/Dog_whistle_%28politics%29#In_the_twentieth_century

Wikipedia hat folgendes geschrieben:
In 1981, former Republican Party strategist Lee Atwater, when giving an anonymous interview discussing Nixon's Southern Strategy, speculated that terms like “states’ rights” were used for dog-whistling:

You start out in 1954 by saying, "Nigger, nigger, nigger." By 1968, you can't say "nigger" – that hurts you. Backfires. So you say stuff like forced busing, states' rights and all that stuff. You're getting so abstract now, you're talking about cutting taxes. And all these things you're talking about are totally economic things and a byproduct of them is [that] blacks get hurt worse than whites. And subconsciously maybe that is part of it. I'm not saying that. But I'm saying that if it is getting that abstract, and that coded, that we are doing away with the racial problem one way or the other. You follow me – because obviously sitting around saying, "We want to cut this," is much more abstract than even the busing thing, and a hell of a lot more abstract than "Nigger, nigger."


(Hervorhebungen von mir)

Die werten Republikaner sind diejenigen, die damit angefangen hatten, tatsächlich rassistische Absichten hinter politischen Maßnahmen zu verstecken, die auf den ersten Blick nichts mit Rasse zu tun haben. Angesichts dieser langjährigen und wenig verdeckten Strategie ist es kaum zu verwundern, dass auf der "anderen Seite" einige Leute mit der Zeit diesbezüglich paranoid wurden. Nur ist die Sache halt die, dass diese Maßnahmen auch ohne die rassistischen Hintergedanken immer noch godawful sind. Kurz gesagt, es handelt sich um einen Aspekt amerikanischer politischer Kultur, der von Seiten Kendis und co. nicht bloß erfunden, sondern lediglich bemerkt und dann aufgegriffen wurde.

Damit, dass die Rassismusfrage in dieser Angelegenheit reine Ablenkung ist, kann ich dementsprechend durchaus übereinstimmen. Aber halt keine zufällige Ablenkung und keine Ablenkung seitens Kendi und co.

...wie fixe ich den Link zu Wikipedia?

Link klickbar gemacht. vrolijke

Schaue hier: https://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?t=35507
_________________
Ne change rien pour que tout soit différent.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Pan narrans
just another monkey on the web



Anmeldungsdatum: 24.08.2020
Beiträge: 74

Beitrag(#2242695) Verfasst am: 17.02.2021, 14:27    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:

Die werten Republikaner sind diejenigen, die damit angefangen hatten, tatsächlich rassistische Absichten hinter politischen Maßnahmen zu verstecken, die auf den ersten Blick nichts mit Rasse zu tun haben. Angesichts dieser langjährigen und wenig verdeckten Strategie ist es kaum zu verwundern, dass auf der "anderen Seite" einige Leute mit der Zeit diesbezüglich paranoid wurden. Nur ist die Sache halt die, dass diese Maßnahmen auch ohne die rassistischen Hintergedanken immer noch godawful sind. Kurz gesagt, es handelt sich um einen Aspekt amerikanischer politischer Kultur, der von Seiten Kendis und co. nicht bloß erfunden, sondern lediglich bemerkt und dann aufgegriffen wurde.


Schon sehr interessant, ja. Das macht es ein wenig verständlicher, wie es überhaupt so weit kommen konnte bzw. wie man zu so etwas kommt. Mir fällt an dieser Stelle allerdings sofort der Artikel zu dem Interview von Steve Bannon ein, den Skeptiker mal gepostet hat bzw. dies:


Zitat:

„Je länger die Demokraten über Identitätspolitik sprechen, desto früher kriege ich sie“, spottete Bannon gegenüber Kuttner. „Ich will, dass sie jeden Tag über Rassismus sprechen. Wenn die Linke sich auf die Themen Rasse und Identität konzentriert und wir uns auf ökonomischen Nationalismus, dann können wir die Demokraten zermalmen.

https://www.faz.net/aktuell/politik/von-trump-zu-biden/donald-trumps-chefstratege-steve-bannon-handelskrieg-mit-china-15173286.html


Ich schätze, dass er da wohl recht haben wird. Ich sehe das ja sowieso schon so, aber wenn der das auch noch so auf dem Schirm hat … das ist wirklich richtig, richtig übel.


Tarvoc hat folgendes geschrieben:

Damit, dass die Rassismusfrage in dieser Angelegenheit reine Ablenkung ist, kann ich dementsprechend durchaus übereinstimmen. Aber halt keine zufällige Ablenkung und keine Ablenkung seitens Kendi und co.


Wobei Kendi und Co. sich dann aber vor den Karren spannen lassen, wenn auch natürlich in dem Glauben, das Gegenteil zu tun.

Aber wenn es tatsächlich darum geht, etwa die sozioökonomischen Ungleichheiten zwischen Schwarzen und Weißen als Rassismus zu klassifizieren und bekämpfen zu wollen, dann ist das ein Kulturalisieren von Klassenkonflikten aus dem Bilderbuch. Diese falsche Gegenüberstellung verstärkt ja nur diese künstliche Konkurrenz, indem sie den ökonomischen Erfolg zwischen ethnischen Gruppen ins Visier nimmt, anstatt auf die ökonomischen Strukturen und auf Klasse zu schauen. Damit werden Schwarze und Weiße letztlich gegeneinander ausgespielt und es wird um die Krümel gestritten, anstatt den Kuchen in den Blick zu nehmen, der nun wahrlich groß genug wäre für alle. Damit erfüllt diese Art von Antirassismus eine ganz ähnliche ablenkende und spaltende Funktion wie der Rassismus selbst.



Zu der ganzen Thread-Thematik hier mal ein guter Artikel von ZON (ab und an gibt’s das ja mal ):

Karl Marx war auch nur ein alter weißer Mann
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-03/identitaetspolitik-kommunismus-arbeiterklasse-diskriminierung-emanzipation-karl-marx

Daraus:
Zitat:

Die heute dominierende Form liberaler Identitätspolitik ist kein legitimer Nachfolger, sondern das Gegenteil historischer Emanzipationsbestrebungen der Arbeiterbewegung. Ihr Fokus auf Anerkennung immer kleinteiligerer Gruppenidentitäten, die anhand ethnischer, sexueller, sozialer oder kultureller Aspekte konstruiert werden, zielt nicht auf Solidarität und Gemeinsinn, sondern auf Subjektivität und Ausschluss ab. Statt um universalistische Forderungen nach schrankenlosen Zugängen zu Bildung, Gesundheit, Wohlstand und Teilhabe geht es um Sonderrechte. Die Folge ist ein Nullsummenkonkurrenzkampf um die lukrativsten Positionen in der gesellschaftlichen Opferhierarchie. Am Ende dieser Balkanisierung steht nicht die gemeinschaftliche Tat, sondern nur ein so zorniges wie Status-quo-kompatibles Ressentiment.

+
Zitat:

Anstatt farbenblind das Gemeinsame zu fördern, werden Menschen in Schubladen sortiert. Dabei aber verwandeln sich ökonomische Konflikte zunehmend in Kulturkämpfe.


Da ich das für so offenkundig richtig halte und mich immer nur wundern kann, wieso so viele so vehement diesen Weg der Identitätspolitik bestreiten, sind solche Artikel für mich Balsam – obwohl es eigentlich, in der Sache, ja einfach nur Übel ist. Ich würde auch lieber jetzt den modernen Antirassismus einfach als echten Antirassismus feiern und mich freuen, dass es voran geht. Stattdessen aber hängt mir das Zitat von Steve Bannon im Kopf und ich denke nur: Scheiße, scheiße, scheiße. Wir fallen voll drauf rein. Wir spalten und zerlegen uns (mal wieder) selbst.

Meine einzige Hoffnung ist, dass ich in ein paar Jahrzehnten feststellen kann, dass ich einfach nur ein pessimistischer Spinner war, dessen Urteilsvermögen diesbezüglich zu stark pessimistisch (und durch zu viel Abstraktion) verzerrt wurde. Bislang gibt es da aber leider noch nicht so viele Indizen für.
_________________
In Wahrheit bin ich gar kein echter Schimpanse! Political Compass: Economic Left/Right: -7.75 Social Libertarian/Authoritarian: -5.08

Klassismus ist die Mutter aller Probleme. Identitätspolitik aber ist längst der Tod jeder echten Sozialpolitik!

"This shit is ugly to the core; When it comes to the poor; No lives matter!" -Body Count-No Lives Matter
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
VanHanegem
Weltmeister



Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beiträge: 2004

Beitrag(#2242705) Verfasst am: 17.02.2021, 15:29    Titel: Antworten mit Zitat

Pan narrans hat folgendes geschrieben:
Damit erfüllt diese Art von Antirassismus eine ganz ähnliche ablenkende und spaltende Funktion wie der Rassismus selbst.

Klar, denn der über Sprachregelungen inszenierte "Antirassismus" erfüllt ja schließlich die Funktion seinen Vertreter als den besseren, moralisch höherwertigen Menschen hinzustellen.
Eine Attitüde, die im Christentum ja auch Tradition hat.
_________________
Hup Holland Hup, Oranje winnt de cup (2022)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2242735) Verfasst am: 17.02.2021, 17:28    Titel: Antworten mit Zitat

VanHanegem hat folgendes geschrieben:
Pan narrans hat folgendes geschrieben:
Damit erfüllt diese Art von Antirassismus eine ganz ähnliche ablenkende und spaltende Funktion wie der Rassismus selbst.

Klar, denn der über Sprachregelungen inszenierte "Antirassismus" erfüllt ja schließlich die Funktion seinen Vertreter als den besseren, moralisch höherwertigen Menschen hinzustellen.
Eine Attitüde, die im Christentum ja auch Tradition hat.



Dieser angebliche "Antirassismus" ist im Kern genauso rassistisch wie der Rassismus, den er zu bekämpfen vorgibt. Er sammelt lediglich die Arschkarten des Rassismus ein, mischt sie und verteilt sie neu.

Eigentlich schade, was da passiert. Die politische Linke war naemlich auf dem Gebiet schon mal weiter.
_________________
Defund the gender police!! Let's Rock
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
DonMartin
registrierter User



Anmeldungsdatum: 13.08.2013
Beiträge: 6504

Beitrag(#2242739) Verfasst am: 17.02.2021, 17:47    Titel: Antworten mit Zitat

beachbernie hat folgendes geschrieben:
VanHanegem hat folgendes geschrieben:
Pan narrans hat folgendes geschrieben:
Damit erfüllt diese Art von Antirassismus eine ganz ähnliche ablenkende und spaltende Funktion wie der Rassismus selbst.

Klar, denn der über Sprachregelungen inszenierte "Antirassismus" erfüllt ja schließlich die Funktion seinen Vertreter als den besseren, moralisch höherwertigen Menschen hinzustellen.
Eine Attitüde, die im Christentum ja auch Tradition hat.



Dieser angebliche "Antirassismus" ist im Kern genauso rassistisch wie der Rassismus, den er zu bekämpfen vorgibt. Er sammelt lediglich die Arschkarten des Rassismus ein, mischt sie und verteilt sie neu.

Eigentlich schade, was da passiert. Die politische Linke war naemlich auf dem Gebiet schon mal weiter.

Den Kampf gegen den Kapitalismus hat sie aufgegeben resp. verloren.
Jetzt muss halt eine Anschlussverwendung resp. Ersatzbefriedigung her.
Identitätspolitik und Antirassismus kostet nichts, man kann aber jede Menge Wind damit machen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
tillich (epigonal)
hat Spaß



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 18792

Beitrag(#2242740) Verfasst am: 17.02.2021, 18:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ich weiß wirklich nicht, warum es so schwer ist, Rassismus und soziale Fragen als zwei tatsächlich existierende Probleme zu behandeln, die sich überschneiden und beeinflussen.

Ich meine: Natürlich gibt es soziale Benachteiligung ohne Rassismus. Sonst gäbe es keine armen weißen Leute.
Aber ebenso gibt es offensichtlich Rassismus, denn in jeder sozialen Klasse können BIPoC Benachteiligungen und Diskriminierungen ausgesetzt sein, die Weiße in derselben sozialen Lage nicht erleben.

Dazu überschneidet sich beides, denn zu den rassistischen Benachteiligungen kann natürlich auch gehören (und tut es eindeutig auch, dafür gibt es ja Belege), sozial benachteiligt werden, wenn BIPoC aus rassistischen Gründen schlechtere Jobs bekommen, Kredite zu schlechteren Konditionen, in bestimmten Vierteln nicht wohnen können, schlechtere Bildungschancen haben etc.pp. Das alles gibt es entweder heute noch oder gab es jedenfalls vor so kurzer Zeit, dass es heute noch Auswirkungen hat.

Das kann dann wiederum dazu führen, dass sich die sozialen Unterschiede so verfestigen, dass die ursprünglich rassistischen Diskriminierungen in soziale übergehen.
Und schließlich hat tarvoc ja noch darauf hingewiesen, dass einige Politiker ganz bewusst rassistische Politik wirtschaftlich-sozial verschleiert haben.

-------------

So. Dieser Zusammenhang unterschiedlicher Diskriminierungen ist natürlich im Einzelfall irre komplex und schwierig, in vielen Fällen auch gar nicht eindeutig aufzudröseln. Noch weniger eindeutig ist es damit, welche Gegenmaßnahmen sinnvoll sind, zB ob es bei jeder gesellschaftlichen Benachteiligung rassistisch diskriminierter Gruppen sinnvoll ist, das Problem auch auf dieser Ebene anzugehen, oder ob allgemeine Maßnahmen zur Förderung benachteiligter Menschen im sozialen Beriech, in der Bildung, in der Wohnungspolitik etc.pp. sinnvoller wären. (Warum eigentlich nicht beides?)

Jedenfalls haben mMn alle Positionen in diesem Bereich Gründe, die legitimerweise diskutiert werden können (bis auf die wenigen Außenseiter, die White Supremacy einfach nur in einer Black Supremacy spiegeln - sind die relevant?).

--------------

Reiner Bullshit ist es dagegen mE, Antirassismus als Rassismus zu verunglimpfen (bis auf die genannten Ausnahmen). Sorry, aber das ist Kindergarten a la "Ätschibätschi, selber!".
_________________
"YOU HAVE TO START OUT LEARNING TO BELIEVE THE LITTLE LIES." -- "So we can believe the big ones?" -- "YES."

(Death / Susan, in: Pratchett, Hogfather)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Kramer
postvisuell



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 30866

Beitrag(#2242743) Verfasst am: 17.02.2021, 18:37    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Ich meine: Natürlich gibt es soziale Benachteiligung ohne Rassismus. Sonst gäbe es keine armen weißen Leute.
Aber ebenso gibt es offensichtlich Rassismus, denn in jeder sozialen Klasse können BIPoC Benachteiligungen und Diskriminierungen ausgesetzt sein, die Weiße in derselben sozialen Lage nicht erleben.


War es nicht ein Grund, warum so viele sozial benachteiligte Weisse Trump gewählt haben, weil sie sich von der Alternative nicht mehr repräsentiert gefühlt haben? Und ist dieses (ob nun tatsächliche oder so empfundene) "Jetzt stellt euch mal hinten an, erst sind die anderen dran" nicht auch eine Form von Diskriminierung?

Geht die Entwicklung in Richtung Abschaffung der Diskriminierung oder nicht eher in Richtung Austausch der diskriminierten Gruppen? Und war die Folge davon wirklich weniger Rassismus oder mehr?
_________________
Dieser Beitrag verwendet Cookies, um Dein Surferlebnis zu verbessern.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
tillich (epigonal)
hat Spaß



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 18792

Beitrag(#2242754) Verfasst am: 17.02.2021, 20:28    Titel: Antworten mit Zitat

Kramer hat folgendes geschrieben:
War es nicht ein Grund, warum so viele sozial benachteiligte Weisse Trump gewählt haben, weil sie sich von der Alternative nicht mehr repräsentiert gefühlt haben? Und ist dieses (ob nun tatsächliche oder so empfundene) "Jetzt stellt euch mal hinten an, erst sind die anderen dran" nicht auch eine Form von Diskriminierung?

Möglich. DIe Frage ist nur, warum sie sich nicht mehr repräsentiert gefühlt haben: Weil ihre sozialen Interessen nicht hinreichend beachtet werden oder weil sie vom Rassismus als Ersatz für die Beachtung sozialer Interessen nicht lassen wollen?
Wahrscheinlich beides, aber Sinn macht die "Alternative" Trump eigentlich nur für das zweite. Linke Politik müsste eine Politik für sozial Benachteiligte und Arbeitende machen, ohne den Antirassismus aufzugeben; und dabei den Weißen unter den sozial Benachteiligten klar machen, dass das tatsächlich im Sinne ihrer Interessen wäre, während der republikanische Rassismus das nur vortäuscht.

Kramer hat folgendes geschrieben:
Geht die Entwicklung in Richtung Abschaffung der Diskriminierung oder nicht eher in Richtung Austausch der diskriminierten Gruppen? Und war die Folge davon wirklich weniger Rassismus oder mehr?

Die diskriminierten Gruppen werden nicht ausgestauscht, denn Antirassismus bedeutet nun mal (abgesehen von den erwähnten Ausnahmen der Black Supremacists) keine Diskriminierung von Weißen, sondern einen Abbau von Benachteiligungen. (Diskutieren kann man, ob die Mittel sinnvoll ausgerichtet sind.) Es fühlt sich für manche Weiße vielleicht so an, wenn die Kompensation der sozialen Benachteiligung durch die rassistische Vorzugsstellung wegfällt.

Gerechtfertigt ist sicher der Vorwurf, dass nicht gegen alle Formen von Diskriminierung gleichermaßen aktiv vorgegangen wird. Das ist aber kein "Austausch" der diskriminierten Gruppen, denn die sozial diskriminierten Gruppen waren das immer schon.
_________________
"YOU HAVE TO START OUT LEARNING TO BELIEVE THE LITTLE LIES." -- "So we can believe the big ones?" -- "YES."

(Death / Susan, in: Pratchett, Hogfather)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
smallie
resistent!?



Anmeldungsdatum: 02.04.2010
Beiträge: 3356

Beitrag(#2242764) Verfasst am: 17.02.2021, 21:54    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Zumsel hat folgendes geschrieben:
Aus demselben Grund müssen dann natürlich auch irgendwann folgerichtig Kant und Hegel verflucht werden

Zumindest Kant spielte aber in der Geschichte des Rassismus in den Wissenschaften tatsächlich eine Rolle.

Das Thema hatten wir schon mal.

AD zitiert den Bayrischen Rundfunk, der Kant zitiert:

smallie hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Die Menschheit ist in ihrer größten Vollkommenheit in der Rasse der Weißen. Die Gelben haben schon ein geringeres Talent. Die Neger sind weit tiefer. Und am tiefsten steht ein Teil der amerikanischen Völkerschaften.

Stell dir vor, du hättest zu Zeiten Kants gelebt. Damals dachte man, die Erde sei 6000 Jahre alt, Arten seien unveränderlich und gottgegeben. Im Zeitalter der Segelschiffe war erstmals ein globaler Kontakt zwischen den Völkern der Welt möglich. Und dann schipperst du als Europäer mit deinem hochseetauglichen Segelschiff über die Weltmeere und findest die Chinesen, die einen entwickelten Staatsapparat haben. Du landest in Afrika, und findest keinen Staatsapparat, keine Technologien, die mit den chinesischen mithalten können. Und dann landest du in Patagonien und findest Menschen, die am Alleruntersten des Existenzminimums leben.

Kant hat im Zitat von AD nur Tatsachen festgestellt. Setze statt "Vollkommenheit" und "Talent" einfach "technisch-sozioökonomische Entwicklungsstufe" ein und das Zitat ist heute noch richtig und unanstößig.

Sowas passiert, wenn man Zitate aus ihrem historischen Kontext reißt.

Ich kenn mich mit Kant ja nun wirklich nicht aus, vielleicht hat er noch härtere Sachen geschrieben. Damals habe ich folgendes gefunden: (die relevanten Stellen hervorgehoben)

smallie hat folgendes geschrieben:
Tarvoc hat folgendes geschrieben:
@smallie: Kann sein, dass die explizit wertenden Äußerungen aus anderen Schriften Kants stammen. Ich such' dir die beizeiten noch raus, kann aber ein paar Tage dauern. (Bin gerade im Urlaub.)

Die Äußerungen dürften aus folgenden Schriften stammen:

Schriften Zur physischen Geographie, Band 2
Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen

Einige Aussagen daraus fallen unter Proto-Rassismus, andere relativieren das.


Kant hat folgendes geschrieben:
Unter allen Wilden ist keine Völkerschaft, welche einen so erhabenen Gemüthscharakter an sich zeigte, als die von Nordamerika. Sie haben ein starkes Gefühl für Ehre, und indem sie, um sie zu erjagen, wilde Abenteuer hunderte von Meilen weit aufsuchen, so sind sie noch äußerst aufmerksam den mindesten Abbruch derselben zu verhüten, wenn ihr eben so harter Feind, nachdem er sie ergriffen hat, durch grausame Qualen feige Seufzer von ihnen zu erzwingen sucht.

...

Kant hat folgendes geschrieben:
Der canadische Wilde ist übrigens wahrhaft und redlich. Die Freundschaft, die er errichtet, ist eben so abenteuerlich und enthusiastisch, als was jemals aus den ältesten und fabelhaften Zeiten davon gemeldet worden.

Platter Rassismus sieht anders aus.


Kant hat folgendes geschrieben:
Der Pater Labat meldet zwar, daß ein Negerzimmermann, dem er das hochmüthige Verfahren gegen seine Weiber vorgeworfen, geantwortet habe:

Ihr Weiße seid rechte Narren, denn zuerst räumet ihr euren Weibern so viel ein, und hernach klagt ihr, wenn sie euch den Kopf toll machen;

es ist auch, als wenn hierin so etwas wäre, was vielleicht verdiente in Überlegung gezogen zu werden, allein kurzum, dieser Kerl war vom Kopf bis auf die Füße ganz schwarz, ein deutlicher Beweis, daß das, was er sagte, dumm war.

...

Andererseits schreibt er auch:

Kant hat folgendes geschrieben:
Unter allen Wilden sind keine, bei denen das weibliche Geschlecht in größerem wirklichen Ansehen stände, als die von Canada. Vielleicht übertreffen sie darin sogar unseren gesitteten Welttheil.

Nicht als wenn man den Frauen daselbst demüthige Aufwartungen machte; das sind nur Complimente. Nein sie haben wirklich zu befehlen. ...

Eine Sache daraus ist tatsächlich befremdlich. Kant gelingt es, einen erhabenen Gemüths-Charakter mit Folter an Marterpfählen zusammen zu bringen. Das kann ich nicht nachvollziehen. Geschockt

Wer sowas schreibt, gehört sofort gecancelt. Die Indianer gehören natürlich auch gecancelt, diese sadistischen Tribalisten. Zustimmung

Wenn Kant den Irokesen zugesteht, in einer Sache vielleicht gesitteter zu sein als die Europäer, dann habe ich nicht das Gefühl, er tauge zum Vorzeige-Rassisten.
_________________
"There are two hard things in computer science: cache invalidation, naming things, and off-by-one errors."
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
beachbernie
male Person of Age and without Color



Anmeldungsdatum: 16.04.2006
Beiträge: 45792
Wohnort: Haida Gwaii

Beitrag(#2242765) Verfasst am: 17.02.2021, 22:00    Titel: Antworten mit Zitat

@ tillich

Die haben nicht Trump gewählt, weil sie sich von dem wirklich versprechen, dass der ihre Interessen vertritt oder weil sie Rassisten sind, sondern weil sie sich von denen, die eigentlich ihre Interessen vertreten müssten, im Stich gelassen fuehlen und sie ihnen so den Mittelfinger zeigen konnten. Frei nach dem Motto: "Wenn Ihr Euch als Interessenvertreter aller Benachteiligten ausser uns gebärdet, dann wählen wir halt welche, die behaupten nur die Interessen von uns weissen Männern gegen alle anderen zu vertreten. Schaden kann uns das zumindest nicht mehr als Euere Fixierung auf alle anderen ausser uns."

So kommt das naemlich rueber, wenn man Obdachlosigkeit, Armut, Drogensucht, Kriminalität etc. fast schon zwanghaft mit Rassismus erklaeren will und ansonsten viel von "white privilege" faselt und dass zu viel "whiteness" und "toxic masculinity" die Ursache fuer so ziemlich alle Probleme dieser Welt waere. Man macht es mit den diversen linken Sprechblasen den rechten Rattenfaengern viel zu leicht sich als die eigentlichen Fürsprecher des kleinen weissen Mannes zu präsentieren und auch wenn die rassistisch sind, so kann der sich von denen wenigstens versprechen, dass sie ihm die Konkurrenz durch Immigranten und "Andersfarbige" vom Hals halten, wenn schon sonst nichts getan wird fuer sie. Dieses Narrativ spricht viele, insbesondere ungebildete, weisse Unterschichtsamis an und das wird sich auch nicht aendern, solange abgehobene und weithin unverständliche Rassismus- oder auch Genderdebatten den linken Diskurs so dominieren wie dies gegenwärtig der Fall ist.


Im Amiland soll man sich auch nicht der grossen demographischen Illusion hingeben, dass die verlorenen Demographien ohnehin zahlenmässig abnehmen und solche, in denen die amerikanische Linke noch stark vertreten ist, zahlenmässig immer stärker werden. Das ist leider kein Selbstläufer, weil genauso wie man weite Teile der weissen Unterschicht dadurch vergrault hat, dass man glaubte ihre Stimmen im Sack zu haben und sich nicht weiter um sie bemühen muss, so kann es leicht passieren, dass auch die Latinos irgendwann anfangen Richtung weit rechts abzuwandern. Die ersten Anzeichen dafuer gibt es bereits.
_________________
Defund the gender police!! Let's Rock
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen   Drucker freundliche Ansicht    Freigeisterhaus Foren-Übersicht -> Kultur und Gesellschaft Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3 ... 52, 53, 54 ... 58, 59, 60  Weiter
Seite 53 von 60

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.



Impressum Datenschutz


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group