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Critic
oberflächlich



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
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Beitrag(#2267600) Verfasst am: 22.12.2021, 02:47    Titel: Antworten mit Zitat

Wilson hat folgendes geschrieben:
Ach du je:
https://www.spiegel.de/ausland/usa-joe-biden-streicht-umstrittenes-sozialpaket-drastisch-zusammen-a-baad578d-0bab-4733-975f-a84fb93fa981-amp

"Von 3,5 auf 1,75 Billionen Dollar
Biden streicht Klima- und Sozialpaket drastisch zusammen"

na hoffentlich passiert das unter der kommenden Ampel nicht genauso


"Sen. Joe Manchin (?-WV) dropped an H-bomb on Build Back Better over the weekend..."

Und nun ist es für die Demokraten schon ein Wagnis, den eigenen Laden zusammenzuhalten, geschweige denn Poliitiker von der anderen Partei dazu zu bringen, die Parteilinie der Fundamentalopposition zu mißachten. Wie soll man dann noch etwas umsetzen?

Lohnt es sich am Ende überhaupt, Pläne immer weiter zu verwässern und dabei einen Haufen Dinge über Bord zu werfen, die von den Bürgern eigentlich gewünscht werden -- in der Hoffnung, dadurch jemanden doch noch ins Boot zu holen - ihm aber damit gleichzeitig soviel mehr Macht zu geben?

Tja, und jetzt steht Bidens Plan (mal wieder) möglicherweise vor dem Aus, weil Präsident Joe Manchin (so jedenfalls die Beurteilung eines der Newsblogger) aus West Virginia sein Veto einlegt: Er gehört ja zu den wenigen Politikern in den USA, die es fertigbringen, in einem Staat gewählt zu werden, obwohl sie zu der "anderen Partei" gehören. Er wird aber auch als einer der konservativsten demokratischen Politiker gesehen. Man hört dann leicht wechselnde Begründungen für seine Haltung: Etwa daß der Biden-Plan zu unkontrollierbarer Inflation führe, der einzig nennenswerten Industrie in West Virginia schade, nämlich dem Kohlebergbau. Oder daß Manchin nicht mit dem Plan zu Kinderfreibeträgen zufrieden sei. Oder daß man Politikerin A etwas gegeben hat, um sie ins Boot zu holen, das Politiker B nicht gefällt und umgekehrt. Oder daß er aus einer Atmosphäre rausgehen mußte, in der inzwischen die Nerven blanklägen.

Es handelt sich ja immerhin um das zentrale Wahlversprechen von Joe Biden. Damit nimmt dann auch das Risiko zu, daß der Präsident Joe Biden zum Scheitern verurteilt ist - die Republikaner auch ohne die von ihnen ins Feld geführten Methoden zur voter suppression (ja nun, als wenn man es noch schaffen würde, da noch vorher Pflöcke einzurammen) in 2022 und 2024 gewinnen werden. Nach dem Motto: "Warum sollte ich die wählen, die zwar sagen, sie wollen etwas für die Leute tun - und es dann auch nicht tun? Dann ist es doch sowieso egal, wer an der Macht ist." Und in dem Zweiparteiensystem der USA heißt das letzten Endes, daß am Ende diejenigen wieder drankommen, die niemals vorgegeben hatten, in der Hinsicht etwas tun zu wollen. Inzwischen haben die Republikaner John Cornyn aus Texas und der ewig daherknödelnde Mitch McConnell Manchin dazu eingeladen, denn auch offiziell der republikanischen Partei beizutreten. Angesichts dessen, daß inzwischen weitaus die Mehrheit der Republikaner auch die Big Lie erzählen, ist das schon ein wenig ehrenrührig... .
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"Die Pentagon-Gang wird in der Liste der Terrorgruppen geführt"

Dann bin ich halt bekloppt. Mit den Augen rollen

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Skeptiker
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Anmeldungsdatum: 14.01.2005
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Beitrag(#2267601) Verfasst am: 22.12.2021, 09:27    Titel: Antworten mit Zitat

Critic hat folgendes geschrieben:
Wilson hat folgendes geschrieben:
Ach du je:
https://www.spiegel.de/ausland/usa-joe-biden-streicht-umstrittenes-sozialpaket-drastisch-zusammen-a-baad578d-0bab-4733-975f-a84fb93fa981-amp

"Von 3,5 auf 1,75 Billionen Dollar
Biden streicht Klima- und Sozialpaket drastisch zusammen"

na hoffentlich passiert das unter der kommenden Ampel nicht genauso


"Sen. Joe Manchin (?-WV) dropped an H-bomb on Build Back Better over the weekend..."

Und nun ist es für die Demokraten schon ein Wagnis, den eigenen Laden zusammenzuhalten, geschweige denn Poliitiker von der anderen Partei dazu zu bringen, die Parteilinie der Fundamentalopposition zu mißachten. Wie soll man dann noch etwas umsetzen?

Lohnt es sich am Ende überhaupt, Pläne immer weiter zu verwässern und dabei einen Haufen Dinge über Bord zu werfen, die von den Bürgern eigentlich gewünscht werden -- in der Hoffnung, dadurch jemanden doch noch ins Boot zu holen - ihm aber damit gleichzeitig soviel mehr Macht zu geben?

Tja, und jetzt steht Bidens Plan (mal wieder) möglicherweise vor dem Aus, weil Präsident Joe Manchin (so jedenfalls die Beurteilung eines der Newsblogger) aus West Virginia sein Veto einlegt: Er gehört ja zu den wenigen Politikern in den USA, die es fertigbringen, in einem Staat gewählt zu werden, obwohl sie zu der "anderen Partei" gehören. Er wird aber auch als einer der konservativsten demokratischen Politiker gesehen. Man hört dann leicht wechselnde Begründungen für seine Haltung: Etwa daß der Biden-Plan zu unkontrollierbarer Inflation führe, der einzig nennenswerten Industrie in West Virginia schade, nämlich dem Kohlebergbau. Oder daß Manchin nicht mit dem Plan zu Kinderfreibeträgen zufrieden sei. Oder daß man Politikerin A etwas gegeben hat, um sie ins Boot zu holen, das Politiker B nicht gefällt und umgekehrt. Oder daß er aus einer Atmosphäre rausgehen mußte, in der inzwischen die Nerven blanklägen.

Es handelt sich ja immerhin um das zentrale Wahlversprechen von Joe Biden. Damit nimmt dann auch das Risiko zu, daß der Präsident Joe Biden zum Scheitern verurteilt ist - die Republikaner auch ohne die von ihnen ins Feld geführten Methoden zur voter suppression (ja nun, als wenn man es noch schaffen würde, da noch vorher Pflöcke einzurammen) in 2022 und 2024 gewinnen werden. Nach dem Motto: "Warum sollte ich die wählen, die zwar sagen, sie wollen etwas für die Leute tun - und es dann auch nicht tun? Dann ist es doch sowieso egal, wer an der Macht ist." Und in dem Zweiparteiensystem der USA heißt das letzten Endes, daß am Ende diejenigen wieder drankommen, die niemals vorgegeben hatten, in der Hinsicht etwas tun zu wollen. Inzwischen haben die Republikaner John Cornyn aus Texas und der ewig daherknödelnde Mitch McConnell Manchin dazu eingeladen, denn auch offiziell der republikanischen Partei beizutreten. Angesichts dessen, daß inzwischen weitaus die Mehrheit der Republikaner auch die Big Lie erzählen, ist das schon ein wenig ehrenrührig... .


Das hat Biden nun von seiner Politik der "nationalen Einheit", von der er von Anfang an redete. Einheit also auch mit den rechtesten und asozialsten Republikanern und natürlich mit den zahlreichen Reaktionären in der eigenen Partei. Wozu so eine Politik führt, zeigt sich zwangläufig:

Sozialkürzungen, Mega-Aufrüstung in nie gekanntem Maßstab, Klimaschutz adé, Coronaschutz ohne Kontaktbeschränkungen auf Wunsch "der Wirtschaft", Abschieben und Abwehr von Asylsuchenden im Stile Trumps usw.

Ähnlich wie Macron, der in Frankreich als Alternative zur faschistischen Le Pen offeriert wurde, bereitet so eine Politik des bürgerlichen Lagers immer wieder erneut die Erstarkung der neofaschistischen ultraneoliberalen und militaristischen Kräfte vor; das ist auch in der BRD der Fall mit der AfD und dem ganzen braunen Straßengesoxe.

So ist das mit der Politik des "kleineren Übels".
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Die NATO macht mobil - bei Arbeit, Sport und Spiel. freakteach

Man darf nicht alles glauben, was stimmt.

Keinem einzigen dieser Professoren, die auf Spezialgebieten der Chemie, der Geschichte, der Physik die wertvollsten Arbeiten liefern können, darf man auch nur ein einziges Wort glauben, sobald er auf Philosophie zu sprechen kommt. (Mark Twain)
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AdvocatusDiaboli
kennt keine Gnade für Spinner. Nur Selbstmitleid



Anmeldungsdatum: 12.08.2003
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Beitrag(#2267602) Verfasst am: 22.12.2021, 10:12    Titel: Antworten mit Zitat

Was soll Biden tun?
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Ist es Satire? Ist es Ironie? Ist es geistreich? Oder ist es nur geistesgestört?

In jedem Fall: Es ist Addi!
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astarte
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Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 45458

Beitrag(#2267622) Verfasst am: 22.12.2021, 16:17    Titel: Antworten mit Zitat

Themaverfehlung in passenden Thread verschoben: https://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2267609#2267609
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Critic
oberflächlich



Anmeldungsdatum: 22.07.2003
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Beitrag(#2267657) Verfasst am: 22.12.2021, 22:09    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Was soll Biden tun?
Nun, man sieht ja das Dilemma: Biden ist ja auf jede Stimme angewiesen, und die politische Polarisierung ist so stark, daß es schon als "große bipartisanship" angesehen wird, wenn man eine Handvoll Politiker von Partei B dazu bringt, Maßnahmen zuzustimmen, die Partei A eingebracht hat. Und Viele sind dann selbst dagegen, wenn es sich um Vorhaben handelt, die populär und wichtig sind und auch ihnen nützen würden (, eben halt, weil sie nicht selbst darauf gekommen sind). Er kann also Manchin auch nicht übergehen.

Was kann man tun? Das ganze Paket doch nochmal aufschnüren und möglichst viele Teile zustimmen lassen, mit denen auch Manchin (und, was das betrifft, Kirsten Synema oder ein paar eher liberale Republikaner) zufrieden sind? (Die Idee bei diesen Paketen dürfte ja sein, den Leuten, wenn sie "im großen und ganzen zufrieden" sind, noch ein paar Sachen unterzujubeln, mit denen sie unzufrieden sind.) Oder ihm irgendwas geben, wo er selbst der Meinung wäre, daß es dumm wäre, da nicht zuzustimmen (z.B.: sechs Jahre Steuerbefreiung für meinetwegen Solar- und Windkraftfirmen, die sich in so Kohle- und Ölgebieten ansiedeln, so daß für jeden Job, der in der Kohle abgebaut wird, auch schnell neue entstehen können)?

Gibt es vielleicht Wege, das breiter zu kommunizieren, damit die Wähler ihre Politiker dazu bringen, in ihrem Sinne zu handeln? Wobei das natürlich so eine Sache ist: Man würde denken, daß die Politiker schon darauf hören würden, wenn ihre Wähler sie mit Mails und Briefen zudecken, die sagen: Hallo, wir brauchen (was eben halt dazu gehört:) schnelleres Internet, Straßensanierung, Maßnahmen zum Klimaschutz etc.. Nur: Die Leute, die halt Foxnews und noch rechteres Zeug konsumieren, kriegen z.B. die Kritik an den neuen Wahlgesetzen, die Republikaner landauf, landab einbringen, über die man auf CNN denkt, daß damit die Demokratie ausgehebelt werden soll, nicht einmal mit. Und da 70, 80% von ihnen an die Big Lie glauben, sind sie damit ja auch perfekt zufrieden....

In den diversen Dramen über die Bürgerrechtsbewegung wird andererseits immer wieder kolportiert, daß seinerzeit LBJ den als notorischen Rassentrenner bekannten George Wallace zu sich holte und ihn dann fragte, ob er sich denn bewußt sei, was die Nachwelt über ihn denken wird. (Was Wallace vielleicht in dem Moment als "Abkanzeln" vorgekommen sein mag, war ja auch bei ihm ein Anfangspunkt, daß er später auch umgedacht hat.) Eigentlich sollte man denken, daß wenn jemand lebenslange Überzeugungen ablegen kann, das mit politischen doch eigentlich einfacher sein sollte. Angesichts des Klimas (ist ja mehrfach-sinnig: "Wetter und Klima", weltweite Politik, politische Lage in den USA) sieht es ja mal wieder so aus, als ob jetzt die letzte Chance bestünde, noch Änderungen vorzunehmen...
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Zuletzt bearbeitet von Critic am 22.12.2021, 23:11, insgesamt einmal bearbeitet
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Skeptiker
"I can't breathe!"



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Beitrag(#2267658) Verfasst am: 22.12.2021, 22:12    Titel: Antworten mit Zitat

AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Was soll Biden tun?


Harris rausschmeißen, selber zurücktreten und das Amt an The Squad übergeben. Diese sollten sich zusätzlich von nord- und lateinamerikanischen Sozialisten beraten lassen.

Aber dann müsste Joe Biden aufhören, Joe Biden zu sein. Denn als Joe Biden kann er nichts anderes als das, was er tut und immer schon tat. Aus einem Ackergaul kann man kein Rennpferd machen und aus Joe Biden keinen sozialen und friedensliebenden US-Präser.

Biden ist als erzneoliberaler Politiker nicht fähig, umzusteuern; er klüngelt wie gesagt lieber mit rechten Demokraten, Republikanern und Repräsentanten der Banken und Konzerne und man meint gelegentlich fast, Trump mit seinem "America First" heraus zu hören, wenn Biden von der amerikanischen Einheit spricht (über alle Spaltungen und Gegensätze hinweg).

Schon als Vizepräsident unter Obama agierte er mit diesem zusammen im Sinne der Unternehmen und Militärs. Er war schon immer ein Falke, befeuerte damals den Irak-Krieg und bezeichnete Assange als "High-Tech-Terrorist".

Biden ist stolz darauf, ein Antisozialist zu sein, siehe dazu das Video mit der Analyse u.a. seines berüchtigten Ausspruchs "I beat the socialist!". Wer die Analyse nicht braucht, der kann getrost auch nur die erste Minute des Videos ansehen.

Der Antisozialismus verbindet die "normale" bürgerliche Klasse mit den Rechten. Das ist letzten Endes der Boden auf dem immer wieder die Rechten auftrumpfen können ...-
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tillich (epigonal)
hat Spaß



Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 20617

Beitrag(#2267663) Verfasst am: 22.12.2021, 22:33    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Harris rausschmeißen, selber zurücktreten und das Amt an The Squad übergeben.

Dir ist schon klar, dass das ein Putsch wäre, oder?
Und ein:e andere:r Amtsinhaber:in hätte auch nicht auf einmal eine Mehrheit im Senat für dieses (oder ein noch weitgehenderes) Gesetz. Oder soll man den Senat auch einfach mal so entmachten?

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Biden ist als erzneoliberaler Politiker nicht fähig, umzusteuern; er klüngelt wie gesagt lieber mit rechten Demokraten, Republikanern und Repräsentanten der Banken und Konzerne und man meint gelegentlich fast, Trump mit seinem "America First" heraus zu hören, wenn Biden von der amerikanischen Einheit spricht (über alle Spaltungen und Gegensätze hinweg).

Kannst du erklären, inwieweit diese Aussagen zu den tatsächlichen Vorgängen passen? Es hat ja nicht Biden Sozial- und Investitionsprogramme blockiert, sondern es wurden genau im Gegenteil seine Programme blockiert, und zwar gerade von stärker neoliberalen Politiker:innen, denen Bidens Programme zu weit gingen.

Egal, was man von Biden hält - du sonderst gerade bloß Sprechblasen ab, die keinen Kontakt zur Realität haben.
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(Death / Susan, in: Pratchett, Hogfather)


Zuletzt bearbeitet von tillich (epigonal) am 22.12.2021, 22:39, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Zumsel
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Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 4667

Beitrag(#2267664) Verfasst am: 22.12.2021, 22:34    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
AdvocatusDiaboli hat folgendes geschrieben:
Was soll Biden tun?

Harris rausschmeißen,...


Geht nicht

Zitat:
...und das Amt an The Squad übergeben.


Geht schon mal gleich gar nicht.

Rudimentäre Kenntnisse der US-Verfassung?
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Skeptiker
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Beiträge: 16834
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Beitrag(#2267768) Verfasst am: 23.12.2021, 22:53    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Harris rausschmeißen, selber zurücktreten und das Amt an The Squad übergeben.


Dir ist schon klar, dass das ein Putsch wäre, oder?


So wie in der Ukraine? Und so wie in Kuba und Venezuela - angestrebt von der Biden-Administration?

Der sozialere Teil der amerikanischen Bevölkerung erlebt nach jeder Wahl einen Putsch, indem er feststellen muss, dass wieder die Lobbyisten im Kongress regieren und zwar mit Zustimmung des von ihnen gewählten Frontneolibs.

Das stört dich alles nicht? Warum stört dich dann The Squad? Cool

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Und ein:e andere:r Amtsinhaber:in hätte auch nicht auf einmal eine Mehrheit im Senat für dieses (oder ein noch weitgehenderes) Gesetz.


Das sozialistische Präsidentinnenkollektiv würde sich aber wenigstens nicht den reaktionären Zombies bei den Republikanern anbiedern. Und das ist wichtig, während Biden nicht nur die Kongresswahl, sondern auch seine Würde verliert.

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Oder soll man den Senat auch einfach mal so entmachten?


Auf keinen Fall den Senat entmachten! Wo bekämen die Amerikaner sonst ihre vielen Kontexte für all die neoliberalen Gesetze her???

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Biden ist als erzneoliberaler Politiker nicht fähig, umzusteuern; er klüngelt wie gesagt lieber mit rechten Demokraten, Republikanern und Repräsentanten der Banken und Konzerne und man meint gelegentlich fast, Trump mit seinem "America First" heraus zu hören, wenn Biden von der amerikanischen Einheit spricht (über alle Spaltungen und Gegensätze hinweg).


Kannst du erklären, inwieweit diese Aussagen zu den tatsächlichen Vorgängen passen?


Aber ja: "I beat the socialist!"

Nach links grenzt sich Biden mit Leidenschaft ab, nach rechts weniger. Siehe die Anbiederung an Lobbyisten, Republikaner, Militärs, usw.

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Es hat ja nicht Biden Sozial- und Investitionsprogramme blockiert, sondern es wurden genau im Gegenteil seine Programme blockiert, und zwar gerade von stärker neoliberalen Politiker:innen, denen Bidens Programme zu weit gingen.


Biden macht Zugeständnisse (Halbierung der 3,5 Billionen), biedert sich den Lobbyisten an, die ihn verachten und er meint es offenbar nicht wirklich ernst - im Gegensatz zu Roosevelt mit seiner "New-Deal"-Politik:

https://www.srf.ch/news/international/der-us-praesident-und-sein-veto

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Egal, was man von Biden hält - du sonderst gerade bloß Sprechblasen ab, die keinen Kontakt zur Realität haben.


Du meinst keinen Kontakt zu deinem komischen Kontext-Geplappere.
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tillich (epigonal)
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Beiträge: 20617

Beitrag(#2267827) Verfasst am: 24.12.2021, 14:42    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
So wie in der Ukraine? Und so wie in Kuba und Venezuela - angestrebt von der Biden-Administration?

Lustige Beispiele. Mal angenommen, die kubanische Bevölkerung wollte eine andere Regierung - wie sollte sie das anstellen?
Das amerikanische politische System dagegen hat zwar sicherlich erhebliche Schwächen, die wünschenswerte Veränderungen und demokratische Willensbildung erheblich erschweren. Aber immerhin ist es dort möglich, eine Regierung ohne Putsch loszuwerden.

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Der sozialere Teil der amerikanischen Bevölkerung erlebt nach jeder Wahl einen Putsch, indem er feststellen muss, dass wieder die Lobbyisten im Kongress regieren und zwar mit Zustimmung des von ihnen gewählten Frontneolibs.

Aha. Wenn also die gewählten (!) Politiker:innen die Politik machen, von der man vorher wusste, ist das ein Putsch? Deine kreative Begriffsumdefinition a la "find ich doof" = "ganz böses negarives Wort" ist albern.

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Das stört dich alles nicht? Warum stört dich dann The Squad? Cool

Diese Politikerinnen stören mich nicht (im Großen und Ganzen jedenfalls). Wie kommst du darauf?
Im Gegenteil, wenn sie und ähnlich denkende Kolleg:innen verstärkt und in bedeutendere Ämter gewählt würden, würde ich das sehr begrüßen.
Ich fände nur eine illegale Machtübertragung (aka Putsch) sehr unerfreulich, weil ich einen dann ziemlich sicher folgenden Bürgerkrieg in den USA für keine gute Idee halte. Dass du diesen Unterschied nicht verstehen willst (obwohl ich eigentlich oben schon sehr klar nicht auf die Inhalte, sondern auf die Illegalität des Machtwechsels abzielte), sagt sehr viel über dein Politikverständnis und/oder deinen Willen zu ehrlicher Diskussion.

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Das sozialistische Präsidentinnenkollektiv würde sich aber wenigstens nicht den reaktionären Zombies bei den Republikanern anbiedern. Und das ist wichtig, während Biden nicht nur die Kongresswahl, sondern auch seine Würde verliert.

Nun, wiederum: Das sagst du gerade in einer Situation, in der die "reaktionären Zombies" ein zumindest in der Tendenz wünschenswertes Gesetz verhindern (für das, vermute ich ganz stark, auch die hochgelobten Squad-Mitglieder gestimmt haben dürften). Du wirfst also, um im Bild zu bleiben, gerade dem Lokführer vor, nicht schnell genug zu fahren, während jemand anders die Notbremse gezogen hat. Das meine ich mit fehlendem Kontakt zur realität.

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Auf keinen Fall den Senat entmachten! Wo bekämen die Amerikaner sonst ihre vielen Kontexte für all die neoliberalen Gesetze her???

War da ein Argument versteckt? Auf jeden Fall: Ja, so lange es andere Möglichkeiten der Arbeit für politische Veränderungen gibt, halte ich illegale Entmachtungen der legal gewählten Institutionen für eine ganz dumme Idee. Aber klar, wenn die Linken es nicht schaffen, durch harte, vernünftige politische Arbeit mehr Einfluss zu bekommen, ist natürlich der mittige Politiker, der ihnen nicht putschmäßig seine Macht in den Schoß wirft, ein ganz böser Mann. Kindergarten.

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Kannst du erklären, inwieweit diese Aussagen zu den tatsächlichen Vorgängen passen?

Aber ja: "I beat the socialist!"

"Aber ja" hier also in der Bedeutung von "natürlich nicht, aber statt was zu den aktuellen Vorgängen zu sagen, verlinke ich mal was zu meinem generellen Gemecker".

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Du meinst keinen Kontakt zu deinem komischen Kontext-Geplappere.

Wo habe ich in dieser Situatioin noich einmal auf welchen Kontext hingewiesen, der dann auch noch falsch wäre? Oder ist das vielleicht reines Ablenkungsgeplapper?
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Beitrag(#2267831) Verfasst am: 24.12.2021, 15:35    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Auf keinen Fall den Senat entmachten! Wo bekämen die Amerikaner sonst ihre vielen Kontexte für all die neoliberalen Gesetze her???

War da ein Argument versteckt? Auf jeden Fall: Ja, so lange es andere Möglichkeiten der Arbeit für politische Veränderungen gibt, halte ich illegale Entmachtungen der legal gewählten Institutionen für eine ganz dumme Idee. Aber klar, wenn die Linken es nicht schaffen, durch harte, vernünftige politische Arbeit mehr Einfluss zu bekommen, ist natürlich der mittige Politiker, der ihnen nicht putschmäßig seine Macht in den Schoß wirft, ein ganz böser Mann. Kindergarten.

Also Skeptiker macht Biden dafür verantwortlich, dass er nicht als Einzelner den Sozialismus per präsidentieller Ein-Mann-Revolution herbeidiktatorisiert. Wenn das seriöse marxistische Theoriearbeit sein soll, dann gute Nacht Marxismus. Mit den Augen rollen
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Beitrag(#2267835) Verfasst am: 24.12.2021, 16:28    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Auf keinen Fall den Senat entmachten! Wo bekämen die Amerikaner sonst ihre vielen Kontexte für all die neoliberalen Gesetze her???


War da ein Argument versteckt? Auf jeden Fall: Ja, so lange es andere Möglichkeiten der Arbeit für politische Veränderungen gibt, halte ich illegale Entmachtungen der legal gewählten Institutionen für eine ganz dumme Idee. Aber klar, wenn die Linken es nicht schaffen, durch harte, vernünftige politische Arbeit mehr Einfluss zu bekommen, ist natürlich der mittige Politiker, der ihnen nicht putschmäßig seine Macht in den Schoß wirft, ein ganz böser Mann. Kindergarten.


Also Skeptiker macht Biden dafür verantwortlich, dass er nicht als Einzelner den Sozialismus per präsidentieller Ein-Mann-Revolution herbeidiktatorisiert. Wenn das seriöse marxistische Theoriearbeit sein soll, dann gute Nacht Marxismus. Mit den Augen rollen


Du hast meinen Beitrag einmal mehr nicht verstanden. Mir ist von daher schleierhaft, wie du der Meinung sein kannst, "seriöse marxistische Theoriearbeit" leisten zu können, wenn du schon an solchen kleinen Beiträgen scheiterst.
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Beitrag(#2267837) Verfasst am: 24.12.2021, 16:35    Titel: Antworten mit Zitat

Was an "rausschmeißen, zurücktreten, übergeben" hat Tarvoc nicht verstanden?
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Beitrag(#2267839) Verfasst am: 24.12.2021, 16:39    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Was an "rausschmeißen, zurücktreten, übergeben" hat Tarvoc nicht verstanden?

Du hast "entmachten" vergessen! freakteach
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Beitrag(#2267841) Verfasst am: 24.12.2021, 17:01    Titel: Antworten mit Zitat

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
So wie in der Ukraine? Und so wie in Kuba und Venezuela - angestrebt von der Biden-Administration?


Lustige Beispiele. Mal angenommen, die kubanische Bevölkerung wollte eine andere Regierung - wie sollte sie das anstellen?
Das amerikanische politische System dagegen hat zwar sicherlich erhebliche Schwächen, die wünschenswerte Veränderungen und demokratische Willensbildung erheblich erschweren. Aber immerhin ist es dort möglich, eine Regierung ohne Putsch loszuwerden.


Die Regierung ja. Das ist ja im Parlamentarismus mit drin.

Aber sowohl in Kuba als auch in den USA lässt sich durch Wahlen der politische Grundton nicht ändern.

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Der sozialere Teil der amerikanischen Bevölkerung erlebt nach jeder Wahl einen Putsch, indem er feststellen muss, dass wieder die Lobbyisten im Kongress regieren und zwar mit Zustimmung des von ihnen gewählten Frontneolibs.


Aha. Wenn also die gewählten (!) Politiker:innen die Politik machen, von der man vorher wusste, ist das ein Putsch? Deine kreative Begriffsumdefinition a la "find ich doof" = "ganz böses negarives Wort" ist albern.


Wissen das die sozialeren Wähler vorher? Ich vermute eher, dass sie eher nach dem Prinzip Hoffnung, auf dass es diesmal anders werde, verfahren.

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Das stört dich alles nicht? Warum stört dich dann The Squad? Cool


Diese Politikerinnen stören mich nicht (im Großen und Ganzen jedenfalls). Wie kommst du darauf?
Im Gegenteil, wenn sie und ähnlich denkende Kolleg:innen verstärkt und in bedeutendere Ämter gewählt würden, würde ich das sehr begrüßen.
Ich fände nur eine illegale Machtübertragung (aka Putsch) sehr unerfreulich, weil ich einen dann ziemlich sicher folgenden Bürgerkrieg in den USA für keine gute Idee halte. Dass du diesen Unterschied nicht verstehen willst (obwohl ich eigentlich oben schon sehr klar nicht auf die Inhalte, sondern auf die Illegalität des Machtwechsels abzielte), sagt sehr viel über dein Politikverständnis und/oder deinen Willen zu ehrlicher Diskussion.


Nein, ich meine das so: Selbst wenn Biden das tun dürfte, was ich vorschlage, so würde er es nicht tun wollen, weil er eben Joe Biden ist.

Ausgangspunkt war ja die Frage von AdvocatusDiaboli, was Biden meiner Ansicht nach tun solle. Meine Antwort: Aufhören, Joe Biden zu sein. Und das heißt: Biden kann gar nichts tun und er könnte es auch nicht im Falle anderer gesetzlicher Möglichkeiten. Insofern trifft ihn hier auch gar kein Vorwurf von meiner Seite.

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Das sozialistische Präsidentinnenkollektiv würde sich aber wenigstens nicht den reaktionären Zombies bei den Republikanern anbiedern. Und das ist wichtig, während Biden nicht nur die Kongresswahl, sondern auch seine Würde verliert.


Nun, wiederum: Das sagst du gerade in einer Situation, in der die "reaktionären Zombies" ein zumindest in der Tendenz wünschenswertes Gesetz verhindern (für das, vermute ich ganz stark, auch die hochgelobten Squad-Mitglieder gestimmt haben dürften). Du wirfst also, um im Bild zu bleiben, gerade dem Lokführer vor, nicht schnell genug zu fahren, während jemand anders die Notbremse gezogen hat. Das meine ich mit fehlendem Kontakt zur realität.


Die Ideologie der nationalen Einheit, die Biden beschwört, hat sich einmal mehr als illusionär entpuppt. Natürlich wollen die Reps und rechten Dems mit Biden Aufrüstung und Krieg. Dafür ist er ihnen gut genug und diese Rolle spielt er ja auch.

Biden hat sich nur verkalkuliert, indem er meinte, mit einem Paket durchzukommen, in dem er Soziales, Umwelt und Investitionen kombinieren will. Und auch das Zuckerl, dass ja das Ganze in Wahrheit der Konkurrenzfähigkeit gegen China gelten würde, war durchschaubar, auch wenn daran natürlich mehr als ein Körnchen Wahrheit steckt. Aber die Rechten im Kongress sehen es so: Die eigentliche Bühne des Kampfes gegen China ist die militärische. Die 1,7 Billionen Dollar, die Biden für genanntes Paket - auf 10 Jahre gestreckt - ausgeben möchte, erscheinen den Rechtsauslegern und Lobbypolitikern im Kongress überflüssig.

Und wie gesagt, halte ich Biden auch nicht gerade für einen entschlossenen Sozialpolitiker. Er versucht nur, ein wenig Obama nachzuäffen.

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Auf keinen Fall den Senat entmachten! Wo bekämen die Amerikaner sonst ihre vielen Kontexte für all die neoliberalen Gesetze her???

War da ein Argument versteckt? Auf jeden Fall: Ja, so lange es andere Möglichkeiten der Arbeit für politische Veränderungen gibt, halte ich illegale Entmachtungen der legal gewählten Institutionen für eine ganz dumme Idee. Aber klar, wenn die Linken es nicht schaffen, durch harte, vernünftige politische Arbeit mehr Einfluss zu bekommen, ist natürlich der mittige Politiker, der ihnen nicht putschmäßig seine Macht in den Schoß wirft, ein ganz böser Mann. Kindergarten.


Biden ist kein "böser Mann". Er ist einfach wie er ist. Das war und ist meine Aussage.

Biden hat schon immer Kapital- und Militärpolitik gemacht, er war schon immer ein Law-and-Order-Knochen. Das Problem ist aber eine Partei, die immer wieder solche Figuren aufs Trapez hievt, also als Kandidaten aufstellt. Das Ganze ist wenig demokratisch, wie bekannt.

Die Geschichte mit der wiederholten Ausbootung von Bernie Sanders durch die rechte Riege bei den Dems dürfte bekannt sein. Aber das hat nichts mit einer schlechten Arbeit der Linken zu tun, sondern mit den Zielen der Rechten.

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Kannst du erklären, inwieweit diese Aussagen zu den tatsächlichen Vorgängen passen?

Aber ja: "I beat the socialist!"

"Aber ja" hier also in der Bedeutung von "natürlich nicht, aber statt was zu den aktuellen Vorgängen zu sagen, verlinke ich mal was zu meinem generellen Gemecker".


Tja, wird Zeit, dass du Bidens Auftritt auch mal zur Kenntnis nimmst.

tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Du meinst keinen Kontakt zu deinem komischen Kontext-Geplappere.

Wo habe ich in dieser Situatioin noich einmal auf welchen Kontext hingewiesen, der dann auch noch falsch wäre? Oder ist das vielleicht reines Ablenkungsgeplapper?


Nein, das war nur ein Schlenker auf den anderen thread.

Kontext ist selbstverständlich immer wichtig. Aber man sollte ihn nie zu eng fassen, um die Dinge nicht zu verkürzen.

Das Fazit bezogen auf die USA sieht auf jeden Fall ziemlich düster aus, was die dortige politische Perspektive betrifft. Das liegt mE. nicht nur an Personen, wie Tarvoc meine Ausführungen mal wieder missdeutet. Das liegt an dem Kontext der speziellen Machtarchitektur in den USA, wiederum eingebettet in die übergeordneten gesellschaftlichen Verhältnisse.
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Tarvoc
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Beitrag(#2267842) Verfasst am: 24.12.2021, 17:11    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Nein, ich meine das so: Selbst wenn Biden das tun dürfte, was ich vorschlage, so würde er es nicht tun wollen, weil er eben Joe Biden ist.

Wenn er ceteris paribus einfach nur plötzlich morgen diese Ersetzungen vornehmen dürfte, dann natürlich nicht. Wenn du das so gemeint hast, dann hast du zwar Recht, aber dann hast du das in deinen vorherigen Beiträgen so unterirdisch schlecht kommuniziert, dass du nicht anderen Leuten ihr Missverstehen deiner Beiträge anlasten kannst. Wenn verschiedene Leser etwas unabhängig voneinander auf die gleiche Weise missverstehen, hat jedenfalls allermeistens der Schreiber Mist gebaut und nicht die Leser.
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Skeptiker
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Beitrag(#2267869) Verfasst am: 25.12.2021, 12:06    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Nein, ich meine das so: Selbst wenn Biden das tun dürfte, was ich vorschlage, so würde er es nicht tun wollen, weil er eben Joe Biden ist.

Wenn er ceteris paribus einfach nur plötzlich morgen diese Ersetzungen vornehmen dürfte, dann natürlich nicht. Wenn du das so gemeint hast, dann hast du zwar Recht, aber dann hast du das in deinen vorherigen Beiträgen so unterirdisch schlecht kommuniziert, dass du nicht anderen Leuten ihr Missverstehen deiner Beiträge anlasten kannst. Wenn verschiedene Leser etwas unabhängig voneinander auf die gleiche Weise missverstehen, hat jedenfalls allermeistens der Schreiber Mist gebaut und nicht die Leser.


Das kann sein. Für Rückfragen stehe ich aber jederzeit gern zur Verfügung. Smilie
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Beiträge: 20617

Beitrag(#2267873) Verfasst am: 25.12.2021, 12:29    Titel: Antworten mit Zitat

Skeptiker hat folgendes geschrieben:
tillich (epigonal) hat folgendes geschrieben:
Skeptiker hat folgendes geschrieben:
Du meinst keinen Kontakt zu deinem komischen Kontext-Geplappere.

Wo habe ich in dieser Situatioin noich einmal auf welchen Kontext hingewiesen, der dann auch noch falsch wäre? Oder ist das vielleicht reines Ablenkungsgeplapper?

Nein, das war nur ein Schlenker auf den anderen thread.

Hab' ich doch gesagt.
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Beitrag(#2273291) Verfasst am: 25.02.2022, 18:29    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
Jimmy Dore ist ohnehin einer der letzten good guys on screen. #OurGuy Sehr glücklich



https://twitter.com/ArmandDoma/status/1497241653806985216

Immer noch?
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Tarvoc
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Beitrag(#2273299) Verfasst am: 25.02.2022, 19:43    Titel: Antworten mit Zitat

jdf hat folgendes geschrieben:
Immer noch?

Nein, schon seit einiger Zeit nicht mehr.
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Beitrag(#2273305) Verfasst am: 25.02.2022, 19:56    Titel: Antworten mit Zitat

Tarvoc hat folgendes geschrieben:
jdf hat folgendes geschrieben:
Immer noch?

Nein, schon seit einiger Zeit nicht mehr.

Fein. Same here.
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Arseni Tarkowski


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