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Tarvoc Holy shit, 4 decades already.
Anmeldungsdatum: 01.03.2004 Beiträge: 44759
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(#429196) Verfasst am: 10.03.2006, 11:33 Titel: |
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Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben: | Ich hab gestern den Artikel gelesen, und kann desTrostens Urteil darüber nur bekräftigen. Die ganze Schreibe ich eine Ansammlung polemischer Dummheiten, in der versucht wird, ein Problem auf eine eingebildete Ursache zu reduzieren, andere Ursachen konsequent ausblendet und dessen Autoren außer einem Früher-war-alles-besser, das sich durch den ganzen Text zieht, auch nichts zur Lösung anzubieten haben. |
Ja, das ist fast so schlimm wie DesTorstens Texte.
_________________ "Die Tradition der Unterdrückten belehrt uns darüber, daß der Ausnahmezustand, in dem wir leben, die Regel ist."
- Walter Benjamin, VIII. These zum Begriff der Geschichte
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Ralf Rudolfy Auf eigenen Wunsch deaktiviert.
Anmeldungsdatum: 11.12.2003 Beiträge: 26674
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(#429199) Verfasst am: 10.03.2006, 11:34 Titel: |
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Tarvoc hat folgendes geschrieben: | Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben: | Ich hab gestern den Artikel gelesen, und kann desTrostens Urteil darüber nur bekräftigen. Die ganze Schreibe ich eine Ansammlung polemischer Dummheiten, in der versucht wird, ein Problem auf eine eingebildete Ursache zu reduzieren, andere Ursachen konsequent ausblendet und dessen Autoren außer einem Früher-war-alles-besser, das sich durch den ganzen Text zieht, auch nichts zur Lösung anzubieten haben. |
Ja, das ist fast so schlimm wie DesTorstens Texte.  |
Deswegen bezog ich mich bewußt auch nur auf seine Bewertung des Spiegel-Artikels.
_________________ Dadurch, daß ein Volk nicht mehr die Kraft oder Willen hat, sich in der Sphäre des Politischen zu halten, verschwindet das Politische nicht aus der Welt. Es verschwindet nur ein schwaches Volk. (Carl Schmitt)
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Schmerzlos auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 02.08.2003 Beiträge: 4554
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(#429226) Verfasst am: 10.03.2006, 11:51 Titel: |
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DerTorsten hat folgendes geschrieben: | Schmerzlos hat folgendes geschrieben: |
Wir haben hier bei uns ja bereits genug Probleme mit
"Subventionen". Butterberge, Milchschwemme, und was weiß ich nicht
alles. Selbst der Zucker wäre spott-billig, wenn der Preis nicht reguliert
würde. Dann könnten die einheimischen Produzenten dieser Erzeugnisse
aber schlicht einpacken, dichtmachen und sich nen anderen Job suchen. |
Du benennst ein Problem richtig - und widerlegst Dich damit selbst: Subventioniert und reguliert wird eben in den entwickelten imperialistischen Ländern und Regionen, wodurch ganz wesentlich die Preise in den armen Ländern gedrückt werden. |
- Du hast meinen Beitrag nur sehr eigenwillig interpretiert.
Ich finde es schon bemerkenswert, wenn ein Kommunist die Freigabe und Deregulierung von Märkten fordert. Überall kriechen doch inzwischen die Globalisierungsgegner aus den Löchern.
Preisverfall und Lohndumping wegen Ländern die eben zu Spottpreisen produzieren.
Du möchtest jetzt also ernsthaft, dass die Märkte freigegeben werden, damit z.B.
deutsche oder europäische Produzenten(z.B. Bauern) reihenweise "Pleite" gehen ?
Das wäre nämlich das Aus.
Ausserdem gibt es wohl keine Garantie, dass es bei Freigabe der Märkte(was die Kapitalisten ja immer wieder fordern), den "ärmeren Ländern"(z.B. die Dritte Welt) besser gehen würde.
Wer garantiert denn, dass die Wohlstandsländer da weiterhin kaufen ?
Das es den ärmeren Ländern (automatisch) dadurch besser gehen würde,
ist ne hübsche Illusion. Es gibt schließlich ein "Überangebot" bei vielen Gütern.
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DerTorsten dauerhaft gesperrt
Anmeldungsdatum: 28.10.2005 Beiträge: 2166
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(#429383) Verfasst am: 10.03.2006, 13:24 Titel: |
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Schmerzlos hat folgendes geschrieben: |
Ausserdem gibt es wohl keine Garantie, dass es bei Freigabe der Märkte(was die Kapitalisten ja immer wieder fordern), den "ärmeren Ländern"(z.B. die Dritte Welt) besser gehen würde. |
Das habe ich auch nie behauptet. Die imperialistische (="neoliberale") Globalisierung führt nur dazu, daß, weil immer am billigsten Standort produziert wird, der Konsum auch in den entwickelten Industrieländern zusammenbricht.
Es ist eben gleichgültig, WAS im Kapitalismus gemacht wird, weil es im Kapitalismus gemacht wird - es löst die Krise nicht, sondern führt bestenfalls zu einer vorübergehenden Entspannung um den Preis, größere Krisen nach sich zu ziehen. Unsere Lösung lautet bekanntlich nicht Öffnung der Märkte sondern Errichtung des Sozialismus.
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Shevek ohne jeglichen Respekt vor Autoritäten
Anmeldungsdatum: 23.01.2006 Beiträge: 4289
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(#429434) Verfasst am: 10.03.2006, 14:01 Titel: |
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L'Aurora hat folgendes geschrieben: | Shevek hat folgendes geschrieben: | Kaffee und Tee kommen z.B. von dort, und die werden dort angebaut, statt Lebensmittel. Für die Menschen dort kommt das aufs gleiche raus. |
Du hast natürlich Recht, das in gewissen Länder Kaffee und Tee angebaut wird. Ist dies aber tatsächlich die Ursache dafür, das dort gehungert wird?! Und was ist mit den anderen 3.Weltländern? |
Nicht das Kaffee und Tee angebaut wird, sondern zu welchen Bedingungen es angebaut wird und zu welchen Preisen und Bedingungen es verkauft wird gehört zu den Ursachen. Es ist natürlich nicht die alleinige Ursache - die gibt es nicht. Es gibt eine Vielzahl von Mechanismen und Strukturen, die ineinandergreifen und gemeinsam dafür sorgen, dass Kaffee und Tee für uns billig sind und die, die ihn anbauen, arm sind. Es ist auch nicht nur der Kaffee, es sind auch Bananen und andere Südfrüchte, es sind allgemein Rohstoffe, die zu Preise gehandelt werden, die von den Käufern diktiert werden.
L'Aurora hat folgendes geschrieben: |
Ich zitiere Dir mal eine Textstelle aus einem sehr guten Artikel, der in der Gänze lesenswert ist, da er sehr, sehr viele Fakten und Daten zum Thema hergibt:
(......)
Quelle: http://www.km.bayern.de/blz/web/100065/07urff.html
Nun, es scheint doch so, das weder die Kaffee-, noch die Teeproduktion die von Getreide verhindern... |
Ja, der Artikel ist interessant, aber er beschäftigt sich nur in diesem einen Absatz, und das sehr verkürzt, mit dem Thema Handel. Es wäre noch interessant, wie die Verteilung von Anbau-Fläche ist, was mit den Nahrungsmittel geschieht, die im Land bleiben, welche Mechanismen da greifen, welche Preise für diese 5% erziehlt werden etc.
Ich finde leider keine Zahlen im Internet, werde aber mal Leute fragen, die sich besser mit Zahlen auskennen als ich, und dann das Ergebnis weitergeben.
L'Aurora hat folgendes geschrieben: | Zitat: | Teils ist auch die extrem Armut Schuld daran, dass die Leute so viele Kinder bekommen. Sie brauchen die Kinder als Arbeitskräfte und als Alterssicherung. Diese beiden Faktoren fallen in Europa weg, und würden auch dort geringer werden, wenn die Menschen nicht mehr so arm wären.
Bleibt der soziale Status durch Kinder, und der kann sich, wie wir hier gesehen haben, innerhalb weniger Generationen ändern. |
Da bin ich mir ehrlich gesagt nicht so sicher, denn die kulturelle Verwurzelung sitzt in diesen Ländern sehr tief. Ich würde es mich nicht wagen, hier eine Behauptung für die Zukunft aufzustellen. |
In Europa hat es zwei Generationen gedauert, bis diese "kulturelle Verwurzelung" sich auflöste, und wir zu einer Geburtenrate von 1,4 kamen. Warum gehst du davon aus, dass das in anderen Ländern nicht so ist?
Ich habe da einmal ein interessantes Interview mit einer Inderin gelesen, die meinte, klar würde sie weniger Kinder bekommen, sie können es sich nur schlicht nicht leisten, auf Kinder zu verzichten. Sie war arm, sie brauchte die Arbeitskraft der Kinder, und später die Alterversorgung durch die Kinder. Die können sich nämlich auch nur, wenn es ein paar mehr sind, leisten ihre alten Eltern mit zu versorgen.
L'Aurora hat folgendes geschrieben: | Zitat: | Ich sage nicht, dass ich eine Lösung habe. |
Die, statt moralischer Empörung, werden wir aber brauchen, sonst wird sich an diesem Problem nichts ändern. Und darum sollte es hier doch gehen, oder? |
Oh ja, klar, wie bequem. Jedwede Kritik wird als "moralische Empörung" abgewehrt. Aber so läuft das nun mal: Problem sehen, Problem benennen, Problem analysieren, Lösung finden. Wenn du aber schon bei Problem benennen anfängst dich über "moralische Empörung" zu mokieren, nur weil jemand schreibt was ist, dann wirst du nie zu "Lösung finden" kommen.
Das was du machst ist moralische Empörung, nämlich darüber, dass andere die Dinge beim Namen nennen.
L'Aurora hat folgendes geschrieben: | Zitat: | Aber Hunger damit zu rechtfertigen, dass die Armen sich doch nicht noch mehr vermehren sollten, nachdem Europa und die USA es sind, die diesen Planet an den Kollaps bringen, und nicht ist einfach makaber. |
hm... bitte keine Unterstellungen. WO habe ich den Hunger gerechtfertigt? Mir geht es hier um Tatsachen und Fakten und um Lösungswege, moralinsaure Phrasendrescherei ist dabei mitnichten hilfreich. |
Erinnerst du dich, das hier geschrieben zu haben:
Zitat: | Im Übrigen sollte man sich durchaus darüber Gedanken machen, was die Folge wäre, wenn tatsächlich alle Menschen genug Nahrung hätten. Die Bevölkerungsexplosion würde uns ersticken, die Ressourcen wären futsch |
Zitat: | Die Länder in denen die Nahrung fehlt, pflanzen sich ohne Rücksicht auf Verluste fort. |
L'Aurora hat folgendes geschrieben: | Zitat: | Wie schlimm sich Überbevölkerung auswirkt, hängt auch immer daran, wie man lebt. Ich würde mal glatt sagen, dass ein durchschnittlicher Europer/USamerikaner, diesem Planeten mehr Schaden zufügt als ein durchschnittlicher Bewohner des Trikont. |
Wenn ich mich nicht irre, sprachen wir hier vom Hungerproblem. Es ist nicht damit gedient aufzuzählen welche Fehler die Industrieländer machen. DAMIT lösen wir nicht die Probleme in der 3.Welt. |
Wir sprachen über Überbevölkerung, und ob eine bestimmte Bevölkerungszahl Überbevölkerung ist, hängt damit zusammen, ob es ein Problem ist.
L'Aurora hat folgendes geschrieben: | Im übrigen sollte Dir auch bewusst sein, wenn die Menschen dort nicht mehr hungern, werden ihre Konsum-Bedürfnisse ansteigen. Was ja auch ganz verständlich ist. |
Jezt machst du Prognose über die Zukunft.
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Schmerzlos auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 02.08.2003 Beiträge: 4554
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(#429439) Verfasst am: 10.03.2006, 14:02 Titel: |
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DerTorsten hat folgendes geschrieben: | Schmerzlos hat folgendes geschrieben: |
Ausserdem gibt es wohl keine Garantie, dass es bei Freigabe der Märkte(was die Kapitalisten ja immer wieder fordern), den "ärmeren Ländern"(z.B. die Dritte Welt) besser gehen würde. |
Das habe ich auch nie behauptet. Die imperialistische (="neoliberale") Globalisierung führt nur dazu, daß, weil immer am billigsten Standort produziert wird, der Konsum auch in den entwickelten Industrieländern zusammenbricht. |
- Ah ja, dann streben die ärmeren Länder also nicht genauso
nach Macht und Besitz wie die sogenannten Reichen ?
Einerseits sagst Du, keine Subventionen/Protektionismus mehr,
andererseits sagst Du böse böse Globalisierung.
Vielleicht solltest Du Dich mal entscheiden.
Ich meine das Dir die Welt am Herzen liegt,
finde ich ja nett aber der Gedanke an Deinen
eigenen Hintern scheint Dir dabei noch nicht
gekommen zu sein.
Ich würde es eher schätzen,
wenn Du an Dich..."und" an die anderen
denken würdest. Aber so läuft das bei
den schwarz/weiß-Denkern nun gewöhnlich
nicht. Da gibt es wohl nur grellen
Individualismus/Egoismus oder Altruismus/Kollektivismus ?
(was ja jeweils immer wieder gescheitert ist)
Zitat: | Es ist eben gleichgültig, WAS im Kapitalismus gemacht wird, weil es im Kapitalismus gemacht wird |
- Ach so. Planwirtschaft ist der Stein der Weisen.
Willkommen im Klub der gescheiterten Utopien.
Zitat: | - es löst die Krise nicht, sondern führt bestenfalls zu einer vorübergehenden Entspannung um den Preis, größere Krisen nach sich zu ziehen. Unsere Lösung lautet bekanntlich nicht Öffnung der Märkte sondern Errichtung des Sozialismus. |
- Immer diese Umstürzler...
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Shevek ohne jeglichen Respekt vor Autoritäten
Anmeldungsdatum: 23.01.2006 Beiträge: 4289
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(#429466) Verfasst am: 10.03.2006, 14:25 Titel: |
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L'Aurora hat folgendes geschrieben: | Shevek hat folgendes geschrieben: |
Zitat: | Fakt ist aber, das wir in Europa kein Problem mit der Überbevölkerung haben. Und darum ging es. |
Dieser Satz ist an Zynismus kaum zu überbieten. Ja stimmt, wir in Europa haben kein Problem mit der Überbevölkerung, dafür haben andere Probleme mit unserer Überbevölkerung. |
Hö? Was ist an diesem Faktum zynisch? |
Was würdest du sagen, wenn ich statt zu arbeiten, lieber bei die einsteige, und deine Sachen stehle, und hinterher sage: "Ach, ich habe doch kein Problem, ich habe nun ja alles, was ich brauche."
L'Aurora hat folgendes geschrieben: | Vorallem, wo Du ja selbst sagst, das wir in Europa KEINE Überbevölkerung haben. Du interpretierst einfach zu viel in Texte hinein, statt Dich einfach nur an die Fakten zu halten. |
Wo sage ich das? Und wirkliche Fakten, die mir widersprechen, hast du noch nicht gebracht. Wie gesagt, Tee und Kaffee ist nur ein Teil des Ganzen.
L'Aurora hat folgendes geschrieben: | Wenn es Dir wirklich darum zu tun ist die Missstände zu beheben und nicht nur mit dem Finger darauf zu zeigen, solltest Du dir zuallererst die Fakten ansehen und dich nicht in "die pösen, pösen Industrieländer und der pöse, pöse Kapitalismus" sind an allem Schuld, flüchten. Wenn Du die Fakten kennst, kannst Du dir als nächsten Schritt darüber Gedanken machen wie man die Missstände ändern kann. Leugnen, ausweichen oder ausblenden ist da wenig hilfreich. |
Komm bitte, bleib sachlich.
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Shevek ohne jeglichen Respekt vor Autoritäten
Anmeldungsdatum: 23.01.2006 Beiträge: 4289
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(#429471) Verfasst am: 10.03.2006, 14:30 Titel: |
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Schmerzlos hat folgendes geschrieben: |
Ich finde es schon bemerkenswert, wenn ein Kommunist die Freigabe und Deregulierung von Märkten fordert. |
Wo tut er das denn?
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Shevek ohne jeglichen Respekt vor Autoritäten
Anmeldungsdatum: 23.01.2006 Beiträge: 4289
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(#429473) Verfasst am: 10.03.2006, 14:32 Titel: |
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Ralf Rudolfy hat folgendes geschrieben: |
Ich hab gestern den Artikel gelesen, und kann desTrostens Urteil darüber nur bekräftigen. Die ganze Schreibe ich eine Ansammlung polemischer Dummheiten, in der versucht wird, ein Problem auf eine eingebildete Ursache (die bösen 68er) zu reduzieren, andere Ursachen konsequent ausblendet und dessen Autoren außer einem Früher-war-alles-besser, das sich durch den ganzen Text zieht, auch nichts zur Lösung anzubieten haben.
Einer der Autoren, Matthias Mattussek, ist schon häufiger druch diesen Stil aufgefallen. |
Ist doch nur die Ankündigung eines Filmbeitrages, oder habe ich was übersehen?
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DerTorsten dauerhaft gesperrt
Anmeldungsdatum: 28.10.2005 Beiträge: 2166
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(#429475) Verfasst am: 10.03.2006, 14:35 Titel: |
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Schmerzlos hat folgendes geschrieben: |
Vielleicht solltest Du Dich mal entscheiden. |
Meine Entscheidung hatte ich bereits geschrieben.
Bei einem Krebsgeschwür, welches sich schon durch die Haut gefressen hat, hilft nicht, ständig neue Salben und Pflaster auszuprobieren, sondern da hilft nur das Skalpell. Deshalb:
Zitat: | Errichtung des Sozialismus. |
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Schmerzlos auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 02.08.2003 Beiträge: 4554
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(#429607) Verfasst am: 10.03.2006, 16:10 Titel: |
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Shevek hat folgendes geschrieben: | Schmerzlos hat folgendes geschrieben: |
Ich finde es schon bemerkenswert, wenn ein Kommunist die Freigabe und Deregulierung von Märkten fordert. |
Wo tut er das denn? |
- Ich habe es bei ihm so gelesen, dass er die Subventionen
und den Protektionismus in unseren Breitengraden abschaffen will.
(Nicht gerade das Typische was man von Kommunisten erwarten würde)
Er schrieb ja sinngemäß, dass der Böse Westen(also z.B. Europa)
auf Kosten der Dritte Welt-Länder leben würde, in dem Preise hier bei uns -meinetwegen-
künstlich hoch gehalten werden. Soweit so gut. Die Konsequenz daraus wäre dann
logischerweise die Abschaffung von Subventionen und Protektionismus und
die Freigabe des Marktes. Also (gänzlich) freie Marktwirtschaft.
Das würde allerdings bedeuten, dass unsere Unternehmen in Europa(z.B. Bauern)
allesamt Pleite gehen, weil die Produktion der Waren zu teuer wäre.
Ebenso wie ich schrieb, dass die Freigabe des Marktes
nicht dazu führen muß, das die Armut der Dritte Welt-Länder
beendet wird. Es gibt ja ein Überangebot von Waren.
Seine Alternative besteht im Sozialismus für alle...
Sehr belustigend. (Das machen ja auch gerade alle mit...
...darauf ist vermutlich nicht mal die Dritte Welt scharf)
Das es Regularien geben muß, um einen fairen Wettbewerb möglichst
sicherzustellen, halte ich für sinnvoll. Bei uns nennt sich das "Soziale Marktwirtschaft".
Das schließt der Sozialismus allerdings gänzlich aus, denn da wird von oben verordnet.
Sprich: Planwirtschaft. Das hat mit Wettbewerb dann natürlich nix mehr zu tun.
Da richtet sich alles auf ein gleichbleibendes Niveau aus,
wo Höchstleistung und Unproduktivität ein und dasselbe sind.
Standard-Produkte, genormter Einheits-standard, usw., 08/15
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Schmerzlos auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 02.08.2003 Beiträge: 4554
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(#429609) Verfasst am: 10.03.2006, 16:10 Titel: |
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DerTorsten hat folgendes geschrieben: | Schmerzlos hat folgendes geschrieben: |
Vielleicht solltest Du Dich mal entscheiden. |
Meine Entscheidung hatte ich bereits geschrieben.
Bei einem Krebsgeschwür, welches sich schon durch die Haut gefressen hat, hilft nicht, ständig neue Salben und Pflaster auszuprobieren, sondern da hilft nur das Skalpell. Deshalb:
Zitat: | Errichtung des Sozialismus. |
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- Operation gelungen Patient tot.
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Shevek ohne jeglichen Respekt vor Autoritäten
Anmeldungsdatum: 23.01.2006 Beiträge: 4289
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(#429618) Verfasst am: 10.03.2006, 16:14 Titel: |
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Schmerzlos hat folgendes geschrieben: | Shevek hat folgendes geschrieben: | Schmerzlos hat folgendes geschrieben: |
Ich finde es schon bemerkenswert, wenn ein Kommunist die Freigabe und Deregulierung von Märkten fordert. |
Wo tut er das denn? |
- Ich habe es bei ihm so gelesen, dass er die Subventionen
und den Protektionismus in unseren Breitengraden abschaffen will.
(Nicht gerade das Typische was man von Kommunisten erwarten würde)
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Das hat er aber nicht geschrieben.
Man könnte auch zu dem Schluss kommen, den Schutz (z.B. der Preise) auf die armen Länder auszuweiten ist.
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Schmerzlos auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 02.08.2003 Beiträge: 4554
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(#429640) Verfasst am: 10.03.2006, 16:27 Titel: |
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Shevek hat folgendes geschrieben: | Schmerzlos hat folgendes geschrieben: | Shevek hat folgendes geschrieben: | Schmerzlos hat folgendes geschrieben: |
Ich finde es schon bemerkenswert, wenn ein Kommunist die Freigabe und Deregulierung von Märkten fordert. |
Wo tut er das denn? |
- Ich habe es bei ihm so gelesen, dass er die Subventionen
und den Protektionismus in unseren Breitengraden abschaffen will.
(Nicht gerade das Typische was man von Kommunisten erwarten würde)
|
Das hat er aber nicht geschrieben.
Man könnte auch zu dem Schluss kommen, den Schutz (z.B. der Preise) auf die armen Länder auszuweiten ist. |
- Du meinst überall Mindestpreise, Mindestlöhne, usw ?
Also die Preise und Löhne überall festschreiben... ?
Kein Wettbewerb.
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Shevek ohne jeglichen Respekt vor Autoritäten
Anmeldungsdatum: 23.01.2006 Beiträge: 4289
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(#429692) Verfasst am: 10.03.2006, 17:09 Titel: |
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Schmerzlos hat folgendes geschrieben: | Shevek hat folgendes geschrieben: | Schmerzlos hat folgendes geschrieben: | Shevek hat folgendes geschrieben: | Schmerzlos hat folgendes geschrieben: |
Ich finde es schon bemerkenswert, wenn ein Kommunist die Freigabe und Deregulierung von Märkten fordert. |
Wo tut er das denn? |
- Ich habe es bei ihm so gelesen, dass er die Subventionen
und den Protektionismus in unseren Breitengraden abschaffen will.
(Nicht gerade das Typische was man von Kommunisten erwarten würde)
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Das hat er aber nicht geschrieben.
Man könnte auch zu dem Schluss kommen, den Schutz (z.B. der Preise) auf die armen Länder auszuweiten ist. |
- Du meinst überall Mindestpreise, Mindestlöhne, usw ?
Also die Preise und Löhne überall festschreiben... ?
Kein Wettbewerb. |
Ich habe dich lediglich darauf aufmerksam gemacht, dass du etwas in Thorstens Worte hineininterpretierst, was er nicht geschrieben hat. Ansonsten sind Mindestpreise und Mindestlöhne durchaus mit kommunistischen Ideen vereinbar, freier unreglementierter Markt aber wohl kaum.
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Tarvoc Holy shit, 4 decades already.
Anmeldungsdatum: 01.03.2004 Beiträge: 44759
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(#429703) Verfasst am: 10.03.2006, 17:16 Titel: |
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Schmerzlos hat folgendes geschrieben: | Operation gelungen Patient tot.  |
Manche Leute sprechen in solchen Zusammenhängen auch von einer 'Mehr-des-Selben'-Lösung.
"Hegel hat einmal gesagt, dass alle wichtigen Dinge in der Geschichte immer irgendwie zweimal geschehen.
Er vergaß zu erwähnen: Beim ersten Mal als Tragödie, beim zweiten Mal als Farce."
(Karl Marx)
_________________ "Die Tradition der Unterdrückten belehrt uns darüber, daß der Ausnahmezustand, in dem wir leben, die Regel ist."
- Walter Benjamin, VIII. These zum Begriff der Geschichte
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Schmerzlos auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 02.08.2003 Beiträge: 4554
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(#429716) Verfasst am: 10.03.2006, 17:28 Titel: |
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Shevek hat folgendes geschrieben: | Schmerzlos hat folgendes geschrieben: | - Du meinst überall Mindestpreise, Mindestlöhne, usw ?
Also die Preise und Löhne überall festschreiben... ?
Kein Wettbewerb. |
Ich habe dich lediglich darauf aufmerksam gemacht, dass du etwas in Thorstens Worte hineininterpretierst, was er nicht geschrieben hat. Ansonsten sind Mindestpreise und Mindestlöhne durchaus mit kommunistischen Ideen vereinbar, freier unreglementierter Markt aber wohl kaum. |
- Stimmt genau. Und um diesen Gegensatz gings mir.
Protektionismus abschaffen wollen und gleichzeitig gegen Globalisierung
sein, bzw. freien Wettbewerb ist wohl nur im Sozialismus möglich.
Dazu benötigt es natürlich erstmal die (verstaatlichte) Weltherrschaft...
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DerTorsten dauerhaft gesperrt
Anmeldungsdatum: 28.10.2005 Beiträge: 2166
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(#429721) Verfasst am: 10.03.2006, 17:32 Titel: |
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Shevek hat folgendes geschrieben: |
Ansonsten sind Mindestpreise und Mindestlöhne durchaus mit kommunistischen Ideen vereinbar, freier unreglementierter Markt aber wohl kaum. |
Richtig. Die Arbeiterbewegung hat so was in Form von Tarifverträgen auf nationaler Ebene schon oft erreicht. International ist so was wohl kaum machbar.
Wie faire regulierte Handelsbeziehungen funktionieren, von denen beide Seiten leben können, haben die sozialistischen Länder in Handelsverträgen mit Entwicklungsländern gezeigt. Leider haben das viele Bürger nicht verstanden, warum Kaffee, Kakao und andere Produkte dieser Länder bei uns so teuer sind und in der BRD so billig.
Fazit: Kapitalismus beseitigen - Sozialismus errichten.
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Morrigan - der große Rabe Gast
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(#429732) Verfasst am: 10.03.2006, 17:36 Titel: |
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Shevek hat folgendes geschrieben: | Shevek hat folgendes geschrieben: | L'Aurora hat folgendes geschrieben: | Kaffee und Tee kommen z.B. von dort, und die werden dort angebaut, statt Lebensmittel. Für die Menschen dort kommt das aufs gleiche raus. |
Du hast natürlich Recht, das in gewissen Länder Kaffee und Tee angebaut wird. Ist dies aber tatsächlich die Ursache dafür, das dort gehungert wird?! Und was ist mit den anderen 3.Weltländern? |
Nicht das Kaffee und Tee angebaut wird |
ich zitiere Dich:
Shevek hat folgendes geschrieben: | Genau genommen bräuchten wir auch keine Umverteilung, sondern ein Ende der derzeitigen Umverteilung, in der in Gegenden, in denen die Menschen hungern, Kaffee für Europa angebaut wird, anstatt Getreide für die Menschen dort. |
Shevek hat folgendes geschrieben: | sondern zu welchen Bedingungen es angebaut wird und zu welchen Preisen und Bedingungen es verkauft wird gehört zu den Ursachen. Es ist natürlich nicht die alleinige Ursache - die gibt es nicht. Es gibt eine Vielzahl von Mechanismen und Strukturen, die ineinandergreifen und gemeinsam dafür sorgen, dass Kaffee und Tee für uns billig sind und die, die ihn anbauen, arm sind. Es ist auch nicht nur der Kaffee, es sind auch Bananen und andere Südfrüchte, es sind allgemein Rohstoffe, die zu Preise gehandelt werden, die von den Käufern diktiert werden. |
Beachte bitte Deine Meinung aus Obigen Zitat.
Und das, die Kaffee und Teepreise soll die Ursache dafür sein, das die Regierungen der jeweiligen Länder nicht genug Nahrung anbauen, obwohl dies möglich wäre, da weder durch den Kaffee- noch den Teeanbau Land für den Getreideanbau verlustig geht? Ziemlich unlogisch.
Du kannst nicht "uns" die Industriestaaten für die Fehler der jeweiligen Hungerländer verantwortlich machen. Das funzt nicht.
Shevek hat folgendes geschrieben: | L'Aurora hat folgendes geschrieben: |
Ich zitiere Dir mal eine Textstelle aus einem sehr guten Artikel, der in der Gänze lesenswert ist, da er sehr, sehr viele Fakten und Daten zum Thema hergibt:
(......)
Quelle: http://www.km.bayern.de/blz/web/100065/07urff.html
Nun, es scheint doch so, das weder die Kaffee-, noch die Teeproduktion die von Getreide verhindern... |
Ja, der Artikel ist interessant, aber er beschäftigt sich nur in diesem einen Absatz, und das sehr verkürzt, mit dem Thema Handel. Es wäre noch interessant, wie die Verteilung von Anbau-Fläche ist, was mit den Nahrungsmittel geschieht, die im Land bleiben, welche Mechanismen da greifen, welche Preise für diese 5% erziehlt werden etc.
Ich finde leider keine Zahlen im Internet, werde aber mal Leute fragen, die sich besser mit Zahlen auskennen als ich, und dann das Ergebnis weitergeben. |
Natürlich beschäftigt er sich nicht nur in meinem Zitat mit diesem Problem. Aber das Zitat traf genau den von Dir angesprochenen Punkt. Würde ich was verstecken wollen, hätte ich weder die Quelle angegeben, noch extra darauf hingewiesen, das dies ein lesenswerter und guter Artikel ist.
Shevek hat folgendes geschrieben: | L'Aurora hat folgendes geschrieben: | Zitat: | Teils ist auch die extrem Armut Schuld daran, dass die Leute so viele Kinder bekommen. Sie brauchen die Kinder als Arbeitskräfte und als Alterssicherung. Diese beiden Faktoren fallen in Europa weg, und würden auch dort geringer werden, wenn die Menschen nicht mehr so arm wären.
Bleibt der soziale Status durch Kinder, und der kann sich, wie wir hier gesehen haben, innerhalb weniger Generationen ändern. |
Da bin ich mir ehrlich gesagt nicht so sicher, denn die kulturelle Verwurzelung sitzt in diesen Ländern sehr tief. Ich würde es mich nicht wagen, hier eine Behauptung für die Zukunft aufzustellen. |
In Europa hat es zwei Generationen gedauert, bis diese "kulturelle Verwurzelung" sich auflöste, und wir zu einer Geburtenrate von 1,4 kamen. Warum gehst du davon aus, dass das in anderen Ländern nicht so ist?
Ich habe da einmal ein interessantes Interview mit einer Inderin gelesen, die meinte, klar würde sie weniger Kinder bekommen, sie können es sich nur schlicht nicht leisten, auf Kinder zu verzichten. Sie war arm, sie brauchte die Arbeitskraft der Kinder, und später die Alterversorgung durch die Kinder. Die können sich nämlich auch nur, wenn es ein paar mehr sind, leisten ihre alten Eltern mit zu versorgen. |
Reden wir hier von Europa? Nein, das tun wir nicht. Wir reden hier von Asien und Afrika. Also gänzlich anderen Kulturen. Du solltest die jeweiligen nicht an unseren Maßstäben messen, sondern an deren.
Shevek hat folgendes geschrieben: | L'Aurora hat folgendes geschrieben: | Zitat: | Ich sage nicht, dass ich eine Lösung habe. |
Die, statt moralischer Empörung, werden wir aber brauchen, sonst wird sich an diesem Problem nichts ändern. Und darum sollte es hier doch gehen, oder? |
Oh ja, klar, wie bequem. Jedwede Kritik wird als "moralische Empörung" abgewehrt. Aber so läuft das nun mal: Problem sehen, Problem benennen, Problem analysieren, Lösung finden. Wenn du aber schon bei Problem benennen anfängst dich über "moralische Empörung" zu mokieren, nur weil jemand schreibt was ist, dann wirst du nie zu "Lösung finden" kommen.
Das was du machst ist moralische Empörung, nämlich darüber, dass andere die Dinge beim Namen nennen. |
Was ist daran bequem eine Lösung zu suchen und den Dingen mit Fakten auf den Grund zu gehen? Bequem ist es sich "moralisch empört" zu geben.
L'Aurora hat folgendes geschrieben: | Zitat: | Aber Hunger damit zu rechtfertigen, dass die Armen sich doch nicht noch mehr vermehren sollten, nachdem Europa und die USA es sind, die diesen Planet an den Kollaps bringen, und nicht ist einfach makaber. |
hm... bitte keine Unterstellungen. WO habe ich den Hunger gerechtfertigt? Mir geht es hier um Tatsachen und Fakten und um Lösungswege, moralinsaure Phrasendrescherei ist dabei mitnichten hilfreich. |
Shevek hat folgendes geschrieben: | Erinnerst du dich, das hier geschrieben zu haben:
L'Aurora hat folgendes geschrieben: | Im Übrigen sollte man sich durchaus darüber Gedanken machen, was die Folge wäre, wenn tatsächlich alle Menschen genug Nahrung hätten. Die Bevölkerungsexplosion würde uns ersticken, die Ressourcen wären futsch | |
1. habe ich dies NACH Deinem Vorwurf geschrieben und 2. geht es dabei nicht um Hunger, sondern um die Tatsache, das die Menschen je besser es ihnen geht, auf der Konsumleiter nach Oben klettern. Sprich: sie werden damit automatisch, gerade in der Übergangsphase, zu gigantischen Rohstoffverschlingern und Ökologischen Stinkies.
Zitat: | L'Aurora: Die Länder in denen die Nahrung fehlt, pflanzen sich ohne Rücksicht auf Verluste fort. | Das ist nun einmal eine Tatsache, oder? Aber womit "rechtfertige" ich hier den Hunger? Das entspringt wohl eher Deinem Interpretationswillen.
Zitat: | Wie schlimm sich Überbevölkerung auswirkt, hängt auch immer daran, wie man lebt. Ich würde mal glatt sagen, dass ein durchschnittlicher Europer/USamerikaner, diesem Planeten mehr Schaden zufügt als ein durchschnittlicher Bewohner des Trikont. |
Wenn ich mich nicht irre, sprachen wir hier vom Hungerproblem in der 3.Welt. Es ist nicht damit gedient aufzuzählen welche Fehler die Industrieländer machen. DAMIT lösen wir nicht die dortigen Probleme, wenn wir nur auf unsere eigenen schaun.
Zitat: | Wir sprachen über Überbevölkerung, und ob eine bestimmte Bevölkerungszahl Überbevölkerung ist, hängt damit zusammen, ob es ein Problem ist. |
Wir haben in Europa aber keine Überbevölkerung. Das hatten wir doch bereits geklärt.
edit: musste korrigieren, scheiss mehrfach Zitiererei!
saluti
Susanna
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Cato Der Freund der Bösen
Anmeldungsdatum: 13.08.2005 Beiträge: 970
Wohnort: Wolkenkuckucksheim
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(#435323) Verfasst am: 19.03.2006, 00:12 Titel: |
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Ich weiß gar nicht was der Thorsten immer hat, als ob es gut wäre den Menschen altruistisch umzuzüchten; alle totalitären Ideologien lehren dies, du bist nichts das Kollektiv ist alles. Ganz gleich ob Christentum, Nationalsozialismus oder Stalinismus. Immer ist das Ich schlecht und muss zu Gunsten eines scheinbar höheren Zieles aufgegeben werden. Das Gegenteil ist richtig, nur stolze, egoistische und unabhängige Menschen können ein freies Gemeinwesen erschaffen und dauerhaft bewahren; so nötig es auch sein mag die Geburtenrate zu erhöhen eine Abkehr von Individualismus führt nur dazu, dass man so wird wie all die rückständigen Gesellschaften, die im Dogmatismus erstarrt sind.
_________________ Im Übrigen bin ich dafür, dass der Monotheismus zerstört werden muss.
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Tarvoc Holy shit, 4 decades already.
Anmeldungsdatum: 01.03.2004 Beiträge: 44759
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(#435339) Verfasst am: 19.03.2006, 00:34 Titel: |
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Cato hat folgendes geschrieben: | Das Gegenteil ist richtig, nur stolze, egoistische und unabhängige Menschen können ein freies Gemeinwesen erschaffen und dauerhaft bewahren. |
Eingeschränkte Zustimmung, wobei ich das wohl anders formulieren würde.
Egoismus kann zumindest in einigen seiner Ausprägungen auch oftmals ein Schutzmechanismus eines kranken Ego gegen Selbstverlust sein (so wie Sozialismus als Ideologie oftmals ein Schutzmechanismus einer kranken Gesellschaft gegen den Abbau von sozialen Sicherungen ist). Hätte man ein gesundes Ego, bräuchte man erst gar keinen Egoismus, oder zumindest nicht mehr, als man schon von Natur aus hat. (Genauso wie man keinen Altruismus als moralischen Leitfaden braucht, wenn man ein gesundes Verhältnis zu seinen Mitmenschen hat.)
Stolz kann ganz nützlich sein, kann einem aber, wenn man es übertreibt, ganz schöne Probleme bereiten. Festhalten an Mehr-des-Selben-Lösungen oder ungesunder Arroganz ist ja auch manchmal ein Zeichen von Leuten, die zu stolz sind. Das ist dann eher wieder Schwäche, also nichts, worauf man stolz sein kann.
Unabhängigkeit ist natürlich etwas sehr Feines, allerdings sind diejenigen, die immer wieder betonen müssen, dass sie unabhängig sind, oftmals diejenigen, die es am Wenigsten sind. Um einmal aus dem Gedächtnis heraus (und daher ohne Garantie auf korrekten Wortlaut) Nietzsche zu zitieren:
Der Narr stellt sich selbst als unabhängig dar, obwohl er abhängig ist. Der Weise stellt sich selbst als abhängig dar, obwohl er unabhängig ist.
_________________ "Die Tradition der Unterdrückten belehrt uns darüber, daß der Ausnahmezustand, in dem wir leben, die Regel ist."
- Walter Benjamin, VIII. These zum Begriff der Geschichte
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DerTorsten dauerhaft gesperrt
Anmeldungsdatum: 28.10.2005 Beiträge: 2166
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(#435501) Verfasst am: 19.03.2006, 15:43 Titel: |
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Cato hat folgendes geschrieben: | Ich weiß gar nicht was der Thorsten immer hat, als ob es gut wäre den Menschen altruistisch umzuzüchten ... |
Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Wer zudem noch weiß, was Altruismus ist und daß er eben nicht die von Kommunisten angestrebte Handlungsweise darstellt, ist schon fast für eine Diskussion qualifiziert. Leider ist bei Dir keine dieser Voraussetzungen gegeben. Also, lies Dir erst mal durch, was unter der nachstehenden Verknüpfung steht, versuche, es zu verstehen, und probiers dann nochmal.
http://www.weltformel.gmxhome.de/weltformel/texte/EAK.HTML
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GermanHeretic Individualoptimist & Kulturpessimist
Anmeldungsdatum: 16.06.2004 Beiträge: 4932
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(#435804) Verfasst am: 20.03.2006, 12:24 Titel: |
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L'Aurora hat folgendes geschrieben: | Wir haben in Europa aber keine Überbevölkerung. Das hatten wir doch bereits geklärt.  |
Doch, haben wir. Wenn man mal aus der Bevölkerungsdichten-Hitliste alle Winz- und Mikrostaaten wie Malediven, Vatikan und St. Lucia rausstreicht, bleibt an Flächenstaaten übrig (in Einwohner/km^2):
Bangladesch 978
Südkorea 490
Niederlande 395
Libanon 366
Japan 337
Indien 329
Ruanda 320
El Salvador 319
Belgien 318
Sri Lanka 306
Israel 299
Philippinen 293
Haiti 293
Vietnam 252
Jamaika 249
Vereinigtes Königreich 249
Deutschland 231
Pakistan 204
Italien 193
Nepal 188
Bei den Top 20 sind 5 europäische Staaten dabei.
Zum Vergleich:
Erde 48
_________________ "Nehmen Sie einem Durchschnittsmenschen die Lebenslüge, und Sie nehmen ihm zu gleicher Zeit das Glück." (Henrik Ibsen)
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Cato Der Freund der Bösen
Anmeldungsdatum: 13.08.2005 Beiträge: 970
Wohnort: Wolkenkuckucksheim
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(#438079) Verfasst am: 25.03.2006, 14:11 Titel: |
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@Tarvoc: Immer diese Scharfsinnigkeiten, wiederum muss sich dir im großen und ganzen zustimmen, verweise jedoch darauf, dass dieses gesunde Verhältnis, zu sich selbst und zu seinen Mitmenschen, durchaus diskutabel ist und keine eindeutig definierte und bewiesene Wahrheit darstellen kann, da jede Gesellschaft hier die Schwerpunkte anders setzt und folglich manche Handlungen bei den einen gelobt und bei den anderen getadelt werden. Aber gestattest du as ich dir mit zwei Nietzschezitaten auf deines antworten, um meine Position philosophisch untermauern zu lassen?
Zitat: | Nicht, was die Menschheit ablösen soll in der Reihenfolge der Wesen, ist das Problem, das ich hiermit stelle (- der Mensch ist ein Ende -): sondern welchen Typus Mensch man züchten soll, wollen soll, als den höherwerthigeren, lebenswürdigeren, zukunftsgewisseren.
Dieser höherwerthigere Typus ist oft genug schon dagewesen: aber als ein Glücksfall, als eine Ausnahme, niemals als gewollt. Vielmehr ist er gerade am besten gefürchtet worden, er war bisher beinahe das Furchtbare; - und aus der Furcht heraus wurde der umgekehrte Typus gewollt, gezüchtet, erreicht: das Hausthier, das Heerdenthier, das kranke Thier Mensch, - der Christ... |
Zitat: | (...)Denn was ist Freiheit! Dass man den Willen zur Selbstverantwortlichkeit hat. Dass man die Distanz, die uns abtrennt, festhält. Dass man gegen Mühsal, Härte, Entbehrung, selbst gegen das Leben gleichgültiger wird. Dass man bereit ist, seiner Sache Menschen zu opfern, sich selber nicht abgerechnet. Freiheit bedeutet, dass die männlichen, die kriegs- und siegsfrohen Instinkte die Herrschaft haben über andre Instinkte, zum Beispiel über die des "Glücks". Der freigewordne Mensch, um wie viel mehr der freigewordne Geist, tritt mit Füssen auf die verächtliche Art von Wohlbefinden, von dem Krämer, Christen, Kühe, Weiber, Engländer und andre Demokraten träumen. Der freie Mensch ist Krieger. - Wonach misst sich die Freiheit, bei Einzelnen, wie bei Völkern? Nach dem Widerstand, der überwunden werden muss, nach der Mühe, die es kostet, oben zu bleiben. Den höchsten Typus freier Menschen hätte man dort zu suchen, wo beständig der höchste Widerstand überwunden wird: fünf Schritt weit von der Tyrannei, dicht an der Schwelle der Gefahr der Knechtschaft. Dies ist psychologisch wahr, wenn man hier unter den "Tyrannen" unerbittliche und furchtbare Instinkte begreift, die das Maximum von Autorität und Zucht gegen sich herausfordern - schönster Typus Julius Caesar -; dies ist auch politisch wahr, man mache nur seinen Gang durch die Geschichte. Die Völker, die Etwas werth waren, werth wurden, wurden dies nie unter liberalen Institutionen: die große Gefahr machte Etwas aus ihnen, das Ehrfurcht verdient, die Gefahr, die uns unsre Hülfsmittel, unsre Tugenden, unsre Wehr und Waffen, unsern Geist erst kennen lehrt, - die uns zwingt, stark zu sein ... Erster Grundsatz: man muss es nöthig haben, stark zu sein: sonst wird man's nie. - Jene grossen Treibhäuser für starke, für die stärkste Art Mensch, die es bisher gegeben hat, die aristokratischen Gemeinwesen in der Art von Rom und Venedig verstanden Freiheit genau in dem Sinne, wie ich das Wort Freiheit verstehe: als Etwas, das man hat und nicht hat, das man will, das man erobert ... |
Es wäre mir eine Freude, doch nun muss ich mich auf die Niederungen des Thorstens einlassen:
DerTorsten hat folgendes geschrieben: | Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Wer zudem noch weiß, was Altruismus ist und daß er eben nicht die von Kommunisten angestrebte Handlungsweise darstellt, ist schon fast für eine Diskussion qualifiziert. Leider ist bei Dir keine dieser Voraussetzungen gegeben. Also, lies Dir erst mal durch, was unter der nachstehenden Verknüpfung steht, versuche, es zu verstehen, und probiers dann nochmal.
http://www.weltformel.gmxhome.de/weltformel/texte/EAK.HTML |
Soweit ich weiß werden hierzulande auch Kurse gegen Analphabetismus im Erwachsenenalter angeboten, vielleicht solltest du es dort mal versuchen, dann klappt das auch mit dem Marx lesen und dem Opium des Volkes. Ansonsten verschone mich mit diesem neochristlichen Schwachsinn; schon der alte Thomas Hobbes untergräbt seine Theoreme mit der kritiklosen Wiedergabe der christlichen Glaubensdogmen, auch wenn er eigentlich mehr Zweifel an diesen aufkommen lässt, als er zerstreuen kann mit seiner Anerkenntnis des ewigen, allmächtigen Gottes, denn er als Ursache ohne Ursache auffasst, die ewig sei – du aber du gibst dich vollends der Lächerlichkeit preis, willst du anderen ernstlich Glauben machen, du wärest Kommunist weil du Christ seiest, ein höchst verworrenes Paradoxon.
_________________ Im Übrigen bin ich dafür, dass der Monotheismus zerstört werden muss.
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Tarvoc Holy shit, 4 decades already.
Anmeldungsdatum: 01.03.2004 Beiträge: 44759
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(#438080) Verfasst am: 25.03.2006, 14:18 Titel: |
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Nietzsche hat folgendes geschrieben: | Erster Grundsatz: man muss es nöthig haben, stark zu sein: sonst wird man's nie. |
_________________ "Die Tradition der Unterdrückten belehrt uns darüber, daß der Ausnahmezustand, in dem wir leben, die Regel ist."
- Walter Benjamin, VIII. These zum Begriff der Geschichte
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DerTorsten dauerhaft gesperrt
Anmeldungsdatum: 28.10.2005 Beiträge: 2166
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(#438175) Verfasst am: 25.03.2006, 17:15 Titel: |
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Cato hat folgendes geschrieben: |
Soweit ich weiß werden hierzulande auch Kurse gegen Analphabetismus im Erwachsenenalter angeboten, vielleicht solltest du es dort mal versuchen, dann klappt das auch mit dem Marx lesen und dem Opium des Volkes. Ansonsten verschone mich mit diesem neochristlichen Schwachsinn; schon der alte Thomas Hobbes untergräbt seine Theoreme mit der kritiklosen Wiedergabe der christlichen Glaubensdogmen, auch wenn er eigentlich mehr Zweifel an diesen aufkommen lässt, als er zerstreuen kann mit seiner Anerkenntnis des ewigen, allmächtigen Gottes, denn er als Ursache ohne Ursache auffasst, die ewig sei – du aber du gibst dich vollends der Lächerlichkeit preis, willst du anderen ernstlich Glauben machen, du wärest Kommunist weil du Christ seiest, ein höchst verworrenes Paradoxon. |
Du doch nix können lesen - oder ist's eine Konzentrationsschwäche? DU hast die dümmliche Behauptung aufgestellt, wir Kommunisten strebten den Altruismus an - was übrigens gleichermaßen für Christen nicht stimmt. Den Inhalt meiner Antwort hast Du offensichtlich wiederum nicht verstanden und plapperst stattdessen damit zusammenhangsloses Zeug daher.
Wenn Dich interessiert, wie Christentum und Kommunismus vereinbar sind, empfehle ich: http://www.weltformel.gmxhome.de/weltformel/texte/JES_KOMM.HTML, möchte Dich aber bitten, wenn (was ich nicht glaube) Dich das interessiert, einen eigenen Strang dazu aufzumachen und nicht hier mit themenfremdem unqualifiziertem Geplapper zu nerven.
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Cato Der Freund der Bösen
Anmeldungsdatum: 13.08.2005 Beiträge: 970
Wohnort: Wolkenkuckucksheim
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(#438299) Verfasst am: 25.03.2006, 20:50 Titel: |
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Thorsten, unabhängig davon wie lange du noch unsere Geduld missbrauchen gedenkst, helfen dir deine leeren Phrasen nichts; Stalinisten wie Christen lehren einen perversen Egoismus, der gemeinhin als Altruismus aufgefasst wird, sie wollen die Menschen glauben machen ihre Interessen in der Unterwerfung unter absurde Dogmen und totalitäre Diktaturen zu erkennen...
_________________ Im Übrigen bin ich dafür, dass der Monotheismus zerstört werden muss.
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DerTorsten dauerhaft gesperrt
Anmeldungsdatum: 28.10.2005 Beiträge: 2166
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(#438784) Verfasst am: 27.03.2006, 08:24 Titel: |
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Cato hat folgendes geschrieben: |
Stalinisten wie Christen lehren einen perversen Egoismus, der gemeinhin als Altruismus aufgefasst wird... |
Hier beweist Du eine völlige Unkenntnis
1. der Begriffe Egoismus und Altruismus
2. der Inhalte von Kommunismus und Christentum.
Auf einer solchen Basis ist keine sinnvolle Kommunikation möglich. Ich empfehle: http://www.weltformel.gmxhome.de/weltformel/texte/EAK.HTML
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Cato Der Freund der Bösen
Anmeldungsdatum: 13.08.2005 Beiträge: 970
Wohnort: Wolkenkuckucksheim
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(#442596) Verfasst am: 01.04.2006, 05:53 Titel: |
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Das hättest du wohl gerne; aber du behauptest dort nicht nur äußerst dummdreist, es gäbe einen (und zwar nur einen) Gott – ohne den geringsten wissenschaftlichen Beweis für dessen Existenz vorzulegen -, sondern setzt diesen Gott mit dem Gott der Christen gleich – daher verwerfe ich alle deine Aussagen...
DerTorsten hat folgendes geschrieben: |
Hier beweist Du eine völlige Unkenntnis
1. der Begriffe Egoismus und Altruismus
2. der Inhalte von Kommunismus und Christentum. |
Aber es steht dir frei, uns deine Definition der Begriffe "Altruismus", "Egoismus", "Christentum" oder "Kommunismus" mitzuteilen...
_________________ Im Übrigen bin ich dafür, dass der Monotheismus zerstört werden muss.
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DerTorsten dauerhaft gesperrt
Anmeldungsdatum: 28.10.2005 Beiträge: 2166
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(#443174) Verfasst am: 02.04.2006, 14:09 Titel: |
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Cato hat folgendes geschrieben: |
Das hättest du wohl gerne ... |
Allerdings. Dann würdest Du Dir die Blamage ersparen, bei unqualifiziertem Geplapper erwischt zu werden. Im verknüpften Text wird nämlich erstens das Wort Gott nicht einmal erwähnt; darin werden zudem die Begriffe Egoismus, Altruismus und Kommunismus erklärt.
Wenn Du also weiter unwissend, ignorant und denkfaul (also dumm) bleiben möchtest, kann ich es leider nicht verhindern. Aber könntest Du dann bitte unterlassen, mit Deinem unwissenden Geplapper Diskussionsstränge zuzumüllen?
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