Freigeisterhaus Foren-Übersicht
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   NutzungsbedingungenNutzungsbedingungen   BenutzergruppenBenutzergruppen   LinksLinks   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Wählerführerschein
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen   Drucker freundliche Ansicht    Freigeisterhaus Foren-Übersicht -> Politik und Geschichte
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Konstrukt
konstruktiver Radikalist



Anmeldungsdatum: 19.08.2005
Beiträge: 6587
Wohnort: Im Barte des Propheten

Beitrag(#473117) Verfasst am: 12.05.2006, 16:13    Titel: Antworten mit Zitat

Was ist ein niedriges Gehalt?
Was ist ein hohes Gehalt?
Was ist Leistung?
Wie heißen Überstunden, wenn sie nicht bezahlt werden? Wieviel sind sie wert?
_________________
"Geisteskrank den eignen Namen sagen: Ich ich ich ich denke also bin ich - Bin ich nicht! Ich ist geisteskrank. Und kauf mir was." (Peter Licht)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Sokrateer
souverän



Anmeldungsdatum: 05.09.2003
Beiträge: 11649
Wohnort: Wien

Beitrag(#473122) Verfasst am: 12.05.2006, 16:19    Titel: Antworten mit Zitat

Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Sokrateer hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:
´Was ich ausschließe ist eine Alternative zum kapitalistisch-marktwirtschaftlichen Wirtschaftssystem. Nicht staatliche Eingriffe in die Volkswirtschaft.

Die Beweislast liegt jedenfalls bei dir.

Wie kann ich Alternativen ausschließen die ich nicht kenne? Was ich ausschließen kann, sind alle mir bekannten Alternativen.

Das ist dein Problem.

Alternativen, die man nicht kennt, auszuschließen, ist übrigens nicht unmöglich. Wenn du beweisen kannst, dass ein System immer die optimale Lösung findet, dann kannst du bessere Alternativen ausschließen.

Konstrukt23 hat folgendes geschrieben:
Wo genau widerlege ich mich selbst? Das mußt Du mir genauer erläutern.

Du hast auf die 60-Std. Woche und ungeregelte Arbeitszeiten als Rechtfertigung für hohe Gehälter von Führungskräften hingewiesen. Ich haben aufgezeigt, dass es eben keinen Zusammenhang zwischen Arbeitszeit und Belohnung besteht. Du selbst bist dafür ein Beispiel, wenn es stimmt, dass du wenig verdienst und viel arbeitest.

P.S.: Sitzt du eigentlich momentan im Büro?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Xamanoth
auf eigenen Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 07.04.2006
Beiträge: 7962

Beitrag(#473127) Verfasst am: 12.05.2006, 16:21    Titel: Antworten mit Zitat

Sokrateer hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Sokrateer hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:
´Was ich ausschließe ist eine Alternative zum kapitalistisch-marktwirtschaftlichen Wirtschaftssystem. Nicht staatliche Eingriffe in die Volkswirtschaft.

Die Beweislast liegt jedenfalls bei dir.

Wie kann ich Alternativen ausschließen die ich nicht kenne? Was ich ausschließen kann, sind alle mir bekannten Alternativen.

Das ist dein Problem.

Alternativen, die man nicht kennt, auszuschließen, ist übrigens nicht unmöglich. Wenn du beweisen kannst, dass ein System immer die optimale Lösung findet, dann kannst du bessere Alternativen ausschließen.


Ok. Dann korrigiere ich meine obige Aussage: Auf Basis meiner laienhaften und damit mit riesenlücelkn behafteten vwl-Kenntnisse sage ich, dass ich alle bisherigen mir bekannten Wirtschaftsformen dem Kapitalismus für unterlegen halte.
Das es keine bessere geben könnte, kann ich nicht ausschließen, aber ich bin nicht in der Lage, mir eins vorzustellen.
Ich beginne,zu begreifen,warum du deinen Nick gewählt hast.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Konstrukt
konstruktiver Radikalist



Anmeldungsdatum: 19.08.2005
Beiträge: 6587
Wohnort: Im Barte des Propheten

Beitrag(#473136) Verfasst am: 12.05.2006, 16:29    Titel: Antworten mit Zitat

Sokrateer hat folgendes geschrieben:
Du hast auf die 60-Std. Woche und ungeregelte Arbeitszeiten als Rechtfertigung für hohe Gehälter von Führungskräften hingewiesen. Ich haben aufgezeigt, dass es eben keinen Zusammenhang zwischen Arbeitszeit und Belohnung besteht. Du selbst bist dafür ein Beispiel, wenn es stimmt, dass du wenig verdienst und viel arbeitest.

P.S.: Sitzt du eigentlich momentan im Büro?


Ja, ich sitze im Büro. Aber ich mache nebenher meine zum Teil recht stupide Arbeit. Bin Multitask zwinkern ..außerdem sitze ich hier auch noch bis 22Uhr. Da gönne ich mir den FGH-Spaß einfach.
Bei Selbstständigen besteht kein Zusammenhang zwischen Arbeit und (Belohnung) Gehalt??? Das ist wenn überhaupt nur bedingt richtig. Wenn ich viel schaffe, kann ich auch viele Rechnungen schreiben. Erstmal ist das dann zwar nur Umsatz (die Kosten steigen ja mit). Aber die Masse machts irgenwann (hoffe ich) . Nennenswert was hängen bleibt jedenfalls nur wenn man sich halb tot schuftet. Also ein gewisser Zusammenhang zwischen Leistung und Lohn besteht sehr wohl.
_________________
"Geisteskrank den eignen Namen sagen: Ich ich ich ich denke also bin ich - Bin ich nicht! Ich ist geisteskrank. Und kauf mir was." (Peter Licht)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Wygotsky
registrierter User



Anmeldungsdatum: 25.01.2004
Beiträge: 5014

Beitrag(#473147) Verfasst am: 12.05.2006, 16:36    Titel: Antworten mit Zitat

Ich plädiere für die Einführung eines Meinungsäußerungsführerschein. Es sollte nicht jeder Depp seinen geistigen Ausfluss in die Gegend furzen dürfen. Man könnte sich einen Grundkurs im Argumentieren und in fairem Diskussionsverhalten vorstellen. Wer den nicht macht, soll zu gesellschaften und kulturellen Themen sein Maul halten. An der Erarbeitung der Kursinhalte könnten sich verschiedene gesellschaftliche Gruppen beteiligen, z.B. die Volksparteien und Kirchen.

Auch würde ich die Gewährung von Freizügigkeit an die Teilnahme an einer Beratung knüpfen. Jedes Jahr verlassen Heerscharen gut ausgebildeter Akademiker unser Land und nehmen somit die in ihre Bildung getätigten Investitionen einfach mit. Zum Schaden der Gesellschaft. Sicher, wir können keine Mauern bauen, aber wir können zumindest sicherstellen, dass diesen Schmarotzern klar wird, was sie da eigentlich tun. Man könnte eine Art Beratung einführen, wie sie bei Abtreibungen üblich ist. Dem Auswanderungswilligen wird dabei erläutert, wie sein Weggang die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands schädigt. Auch könnte man ihm berufliche Möglichkeiten in Deutschland aufzeigen, an die er vielleicht noch nicht gedacht hat. So kann man vielleicht den Brain drain verhindern. Wer einen Beratungsschein hat, darf seinem Land ungestraft den Rücken kehren. Natürlich werden auch so viele auswandern, aber zumindest können die dann nicht mehr sagen, ihnen sei nicht klar gewesen, was sie hier anrichten.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Xamanoth
auf eigenen Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 07.04.2006
Beiträge: 7962

Beitrag(#473150) Verfasst am: 12.05.2006, 16:37    Titel: Antworten mit Zitat

Wygotsky hat folgendes geschrieben:
Ich plädiere für die Einführung eines Meinungsäußerungsführerschein. Es sollte nicht jeder Depp seinen geistigen Ausfluss in die Gegend furzen dürfen. Man könnte sich einen Grundkurs im Argumentieren und in fairem Diskussionsverhalten vorstellen. Wer den nicht macht, soll zu gesellschaften und kulturellen Themen sein Maul halten. An der Erarbeitung der Kursinhalte könnten sich verschiedene gesellschaftliche Gruppen beteiligen, z.B. die Volksparteien und Kirchen.

Auch würde ich die Gewährung von Freizügigkeit an die Teilnahme an einer Beratung knüpfen. Jedes Jahr verlassen Heerscharen gut ausgebildeter Akademiker unser Land und nehmen somit die in ihre Bildung getätigten Investitionen einfach mit. Zum Schaden der Gesellschaft. Sicher, wir können keine Mauern bauen, aber wir können zumindest sicherstellen, dass diesen Schmarotzern klar wird, was sie da eigentlich tun. Man könnte eine Art Beratung einführen, wie sie bei Abtreibungen üblich ist. Dem Auswanderungswilligen wird dabei erläutert, wie sein Weggang die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands schädigt. Auch könnte man ihm berufliche Möglichkeiten in Deutschland aufzeigen, an die er vielleicht noch nicht gedacht hat. So kann man vielleicht den Brain drain verhindern. Wer einen Beratungsschein hat, darf seinem Land ungestraft den Rücken kehren. Natürlich werden auch so viele Auswandern, aber zumindest können die dann nicht mehr sagen, ihnen sei nicht klar geworden, was sie hier anrichten.

Verstehe ich also richtig - du bist ein Freund des Wählerführerscheins, dieser reicht dir sogar noch nicht aus? zwinkern
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Wygotsky
registrierter User



Anmeldungsdatum: 25.01.2004
Beiträge: 5014

Beitrag(#473155) Verfasst am: 12.05.2006, 16:40    Titel: Antworten mit Zitat

Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Verstehe ich also richtig - du bist ein Freund des Wählerführerscheins, dieser reicht dir sogar noch nicht aus? zwinkern

Nein, der Wahlführerschein reicht bei weitem nicht aus. Man könnte die Sache mit der Meinungsäußerung schrittweise einführen. Anfangen könnte man bei den Medien. Die Sache mit dem Mohammend-Karrikaturen hat ja gezeigt, wie problematisch und gefährlich unbedachte Meinungsäußerungen werden können. In solch einem Fall sollte man den Meinungsäußerungsführerschein entziehen können.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Konstrukt
konstruktiver Radikalist



Anmeldungsdatum: 19.08.2005
Beiträge: 6587
Wohnort: Im Barte des Propheten

Beitrag(#473158) Verfasst am: 12.05.2006, 16:42    Titel: Antworten mit Zitat

Wygotsky hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Verstehe ich also richtig - du bist ein Freund des Wählerführerscheins, dieser reicht dir sogar noch nicht aus? zwinkern

Nein, der Wahlführerschein reicht bei weitem nicht aus. Man könnte die Sache mit der Meinungsäußerung schrittweise einführen. Anfangen könnte man bei den Medien. Die Sache mit dem Mohammend-Karrikaturen hat ja gezeigt, wie problematisch und gefährlich unbedachte Meinungsäußerungen werden können. In solch einem Fall sollte man den Meinungsäußerungsführerschein entziehen können.


Für wen? Die Karikaturisten oder den Moslem-Mob?
_________________
"Geisteskrank den eignen Namen sagen: Ich ich ich ich denke also bin ich - Bin ich nicht! Ich ist geisteskrank. Und kauf mir was." (Peter Licht)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Sermon
panta rhei



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 18430
Wohnort: Sine Nomine

Beitrag(#473160) Verfasst am: 12.05.2006, 16:43    Titel: Antworten mit Zitat

Wygotsky hat folgendes geschrieben:
Ich plädiere für die Einführung eines Meinungsäußerungsführerschein. Es sollte nicht jeder Depp seinen geistigen Ausfluss in die Gegend furzen dürfen. Man könnte sich einen Grundkurs im Argumentieren und in fairem Diskussionsverhalten vorstellen. Wer den nicht macht, soll zu gesellschaften und kulturellen Themen sein Maul halten.


Das FGH koennte ja hierzu innovativ voranschreiten Dies duerfte zu einer drastischen Verringerung hiesiger Nicks und Postings fuehren. noseman
_________________
"Der Typ hat halt so seine Marotten" (Sermon über Sermon) Der Typ hat so seine Macken
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Sokrateer
souverän



Anmeldungsdatum: 05.09.2003
Beiträge: 11649
Wohnort: Wien

Beitrag(#473161) Verfasst am: 12.05.2006, 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

Wygotsky hat folgendes geschrieben:
Jedes Jahr verlassen Heerscharen gut ausgebildeter Akademiker unser Land und nehmen somit die in ihre Bildung getätigten Investitionen einfach mit. Zum Schaden der Gesellschaft. Sicher, wir können keine Mauern bauen, aber wir können zumindest sicherstellen, dass diesen Schmarotzern klar wird, was sie da eigentlich tun.

Man könnte ihnen das Studium in Rechnung stellen. Innerhalb der EU könnte man das auch mit staatlichen Transferzahlungen erledigen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Konstrukt
konstruktiver Radikalist



Anmeldungsdatum: 19.08.2005
Beiträge: 6587
Wohnort: Im Barte des Propheten

Beitrag(#473165) Verfasst am: 12.05.2006, 16:45    Titel: Antworten mit Zitat

Sermon hat folgendes geschrieben:
Wygotsky hat folgendes geschrieben:
Ich plädiere für die Einführung eines Meinungsäußerungsführerschein. Es sollte nicht jeder Depp seinen geistigen Ausfluss in die Gegend furzen dürfen. Man könnte sich einen Grundkurs im Argumentieren und in fairem Diskussionsverhalten vorstellen. Wer den nicht macht, soll zu gesellschaften und kulturellen Themen sein Maul halten.


Das FGH koennte ja hierzu innovativ voranschreiten Dies duerfte zu einer drastischen Verringerung hiesiger Nicks und Postings fuehren. noseman


och nee, dann werde ich ja vielleicht auch wegrationalisiert.... Pfeifen
_________________
"Geisteskrank den eignen Namen sagen: Ich ich ich ich denke also bin ich - Bin ich nicht! Ich ist geisteskrank. Und kauf mir was." (Peter Licht)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Wygotsky
registrierter User



Anmeldungsdatum: 25.01.2004
Beiträge: 5014

Beitrag(#473175) Verfasst am: 12.05.2006, 16:50    Titel: Antworten mit Zitat

Konstrukt23 hat folgendes geschrieben:
Wygotsky hat folgendes geschrieben:
Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Verstehe ich also richtig - du bist ein Freund des Wählerführerscheins, dieser reicht dir sogar noch nicht aus? zwinkern

Nein, der Wahlführerschein reicht bei weitem nicht aus. Man könnte die Sache mit der Meinungsäußerung schrittweise einführen. Anfangen könnte man bei den Medien. Die Sache mit dem Mohammend-Karrikaturen hat ja gezeigt, wie problematisch und gefährlich unbedachte Meinungsäußerungen werden können. In solch einem Fall sollte man den Meinungsäußerungsführerschein entziehen können.

Für wen? Die Karikaturisten oder den Moslem-Mob?

Zunächst einmal für die Verleger der Zeitung. Deren Entscheidungen haben große Auswirkungen, wie der Karrikaturenstreit ja gezeigt hat. Es kann nicht sein, dass die Norwegischen Botschaftsangehörigen ausbaden müssen, wenn ein dänischer Verleger seine Auflage mit plumpen Mitteln steigern will. Wenn es nach mir ginge, müsste der Schadensersatz zahlen.

Es wäre auch wünschenswert, den Moslem-Mob zu regulieren. Allerdings ist klar, dass sich spontane Meinungsäußerungen im Alltag viel schwieriger eine Kontrolle unterziehen lassen. Schon allein, weil die Beweislage unsicher ist. Was gedruckt ist, das liegt schwarz auf weiß vor. Was einer dahergesagt hat, da muss man schon Zeugen aufkarren, die sich einig sein müssten. Ich behaupte nicht, dass es unmöglich ist. Aber man sollte bei Medien den Anfang machen, denn immerhin kann man erwarten, dass Medienmacher für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit vernünftig ausgebildet werden. Man kann das dann ausweiten, z.B. auf Vereine, dass z.B. der Pressesprecher einen Kurs machen muss. Im privaten Bereich kann das z.B. für die Teilnahme an Chats, Forendiskussionen oder für das Schreiben von Blogs einführen. Ein Kurswochenende etwa so umfangreich wie ein Erste Hilfe Kurs würde ja für den Anfang reichen. Dann kann man schauen, wie man das weiter ausbaut. Denkbar wäre auch, so etwas im Schulunterricht zu behandeln. Das könnte dann verpflichtendes Prüfungsfach am Ende der Schulzeit sein. Dann hätte es irgendwann jeder automatisch mit der mittleren Reife. Natürlich wird es Uneinigkeit geben, was für Meinungsäußerungen zulässig sein sollen. Als Demokrat setze ich hier auf Mehrheitsentscheid und breite Beteiligung der großen gesellschaftlichen Verbände an der Erarbeitung der Standards. Das Stimmgewicht sollte sich dann allerdings nach Mitgliederzahl richten.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Wygotsky
registrierter User



Anmeldungsdatum: 25.01.2004
Beiträge: 5014

Beitrag(#473181) Verfasst am: 12.05.2006, 16:51    Titel: Antworten mit Zitat

Sokrateer hat folgendes geschrieben:
Wygotsky hat folgendes geschrieben:
Jedes Jahr verlassen Heerscharen gut ausgebildeter Akademiker unser Land und nehmen somit die in ihre Bildung getätigten Investitionen einfach mit. Zum Schaden der Gesellschaft. Sicher, wir können keine Mauern bauen, aber wir können zumindest sicherstellen, dass diesen Schmarotzern klar wird, was sie da eigentlich tun.

Man könnte ihnen das Studium in Rechnung stellen. Innerhalb der EU könnte man das auch mit staatlichen Transferzahlungen erledigen.

Was ist mit den Kosten der schulischen Ausbildung? Was ist mit Kindergartenzeiten? Das ist auch nicht gerade billig.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Sokrateer
souverän



Anmeldungsdatum: 05.09.2003
Beiträge: 11649
Wohnort: Wien

Beitrag(#473197) Verfasst am: 12.05.2006, 17:00    Titel: Antworten mit Zitat

Wygotsky hat folgendes geschrieben:
Sokrateer hat folgendes geschrieben:
Wygotsky hat folgendes geschrieben:
Jedes Jahr verlassen Heerscharen gut ausgebildeter Akademiker unser Land und nehmen somit die in ihre Bildung getätigten Investitionen einfach mit. Zum Schaden der Gesellschaft. Sicher, wir können keine Mauern bauen, aber wir können zumindest sicherstellen, dass diesen Schmarotzern klar wird, was sie da eigentlich tun.

Man könnte ihnen das Studium in Rechnung stellen. Innerhalb der EU könnte man das auch mit staatlichen Transferzahlungen erledigen.

Was ist mit den Kosten der schulischen Ausbildung? Was ist mit Kindergartenzeiten? Das ist auch nicht gerade billig.

Naja, das Problem ist ja nicht die Auswanderung, sondern einseitige Auswanderung, weil dann das Gleichgewicht durcheinanderkommt.

Geld für die normale Schule zu verlangen, wiederspricht mMn dem Menschenrecht auf Bildung.

Diese weltweite Mobilität kann langfristig aber in der Tat zum Problem werden. Die Amis haben, wie ich neulich gelesen habe, die höchsten Raten Manikern. Das sind aber vor allem in ihrer abgeschwächten Form, der Hypomanie, gerade die Leute, die neue Ideen aggressiv verfolgen, Firmen gründen, künstlerische Visionen verfolgen und Bewegungen starten.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Nergal
dauerhaft gesperrt



Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 11433

Beitrag(#473354) Verfasst am: 12.05.2006, 19:00    Titel: Antworten mit Zitat

Und was denkt ihr über meine Schulung vor wichtigeren Wahlen?

Also dass jeder mal zB vor der Bundestagswahl sich erklären lassen muß worum es geht, wer nicht kommen will zahlt strafe, wer nur da sitzt zahlt auch.
Nicht viel 50€ davon kann man dann die politische Bildung in den Schulen intensivieren.
Wählen dürfen dann nach wie vor alle.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Konstrukt
konstruktiver Radikalist



Anmeldungsdatum: 19.08.2005
Beiträge: 6587
Wohnort: Im Barte des Propheten

Beitrag(#473366) Verfasst am: 12.05.2006, 19:10    Titel: Antworten mit Zitat

Nergal hat folgendes geschrieben:
Und was denkt ihr über meine Schulung vor wichtigeren Wahlen?

Also dass jeder mal zB vor der Bundestagswahl sich erklären lassen muß worum es geht, wer nicht kommen will zahlt strafe, wer nur da sitzt zahlt auch.
Nicht viel 50€ davon kann man dann die politische Bildung in den Schulen intensivieren.
Wählen dürfen dann nach wie vor alle.


Die Idee träfe aber genau diejenigen die die 50€ Strafe nicht zahlen könnten. Der klassische Nicht-Bildungsbürger hat wenig Geld und würde wahrscheinlich genau der sein, der nicht zur Schulung kommt und nicht wählen geht.
Die Schule als Bildungsträger müsste eigentlich diese Aufgabe erfüllen. Kann sie aber offenichtlich nicht. Ich würde vorschlagen den Religionsunterricht durch politische Bildung zu ersetzen. Konfessionsübergreifend und als Pflichtfach.
_________________
"Geisteskrank den eignen Namen sagen: Ich ich ich ich denke also bin ich - Bin ich nicht! Ich ist geisteskrank. Und kauf mir was." (Peter Licht)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Evilbert
auf eigenen Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 16.09.2003
Beiträge: 42408

Beitrag(#473376) Verfasst am: 12.05.2006, 19:20    Titel: Antworten mit Zitat

Konstrukt23 hat folgendes geschrieben:
Nergal hat folgendes geschrieben:

Also dass jeder mal zB vor der Bundestagswahl sich erklären lassen muß worum es geht, wer nicht kommen will zahlt strafe, wer nur da sitzt zahlt auch.

Die Idee träfe aber genau diejenigen die die 50€ Strafe nicht zahlen könnten.


Im antiken Athen wars genau umgekehrt. Die Bürger erhielten für Beteiligung an wichtigen Aufgaben Geld.

Statt den Parteien sollte man den Wählern Geld geben für ihre Stimme.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Konstrukt
konstruktiver Radikalist



Anmeldungsdatum: 19.08.2005
Beiträge: 6587
Wohnort: Im Barte des Propheten

Beitrag(#473408) Verfasst am: 12.05.2006, 19:56    Titel: Antworten mit Zitat

Evilbert hat folgendes geschrieben:
Konstrukt23 hat folgendes geschrieben:
Nergal hat folgendes geschrieben:

Also dass jeder mal zB vor der Bundestagswahl sich erklären lassen muß worum es geht, wer nicht kommen will zahlt strafe, wer nur da sitzt zahlt auch.

Die Idee träfe aber genau diejenigen die die 50€ Strafe nicht zahlen könnten.


Im antiken Athen wars genau umgekehrt. Die Bürger erhielten für Beteiligung an wichtigen Aufgaben Geld.

Statt den Parteien sollte man den Wählern Geld geben für ihre Stimme.


Das nennt man Wahlgeschenke.
Und die nächste Steuererhöhung heißt dann Wahlbetrug.
Nein - die Leute müssen wissen, wen sie und warum sie wählen. Da ist Frühförderung angessagt.
_________________
"Geisteskrank den eignen Namen sagen: Ich ich ich ich denke also bin ich - Bin ich nicht! Ich ist geisteskrank. Und kauf mir was." (Peter Licht)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Evilbert
auf eigenen Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 16.09.2003
Beiträge: 42408

Beitrag(#473420) Verfasst am: 12.05.2006, 20:04    Titel: Antworten mit Zitat

Konstrukt23 hat folgendes geschrieben:

Nein - die Leute müssen wissen, wen sie und warum sie wählen. Da ist Frühförderung angessagt.


Gut. Um die aktuellen Erkenntnisse zu erwerben brauchen sie aber auch Zeit. Und Zeit ist Geld.

Mein Vorschlag:

Abschaffung des Reliunterichtes und dafür Politikunterricht ab Klasse 1 sowie 150 € für jede abgegebenWählerstimme für den Wähler, die weniger als 100.000 €/anno verdienen. Über genaue Zahlen lässt sich natürlich noch diskutieren. zynisches Grinsen
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Konstrukt
konstruktiver Radikalist



Anmeldungsdatum: 19.08.2005
Beiträge: 6587
Wohnort: Im Barte des Propheten

Beitrag(#473423) Verfasst am: 12.05.2006, 20:06    Titel: Antworten mit Zitat

Evilbert hat folgendes geschrieben:
Konstrukt23 hat folgendes geschrieben:

Nein - die Leute müssen wissen, wen sie und warum sie wählen. Da ist Frühförderung angessagt.


Gut. Um die aktuellen Erkenntnisse zu erwerben brauchen sie aber auch Zeit. Und Zeit ist Geld.

Mein Vorschlag:

Abschaffung des Reliunterichtes und dafür Politikunterricht ab Klasse 1 sowie 150 € für jede abgegebenWählerstimme für den Wähler, die weniger als 100.000 €/anno verdienen. Über genaue Zahlen lässt sich natürlich noch diskutieren. zynisches Grinsen


Das ist der große Wurf. Nette Zusammenfassung der bisherigen Vorschläge. Da fehlt dann aber noch ein erbrechtlicher Aspekt und der IQ-Test. Wir kommen der Sache immer näher zynisches Grinsen
_________________
"Geisteskrank den eignen Namen sagen: Ich ich ich ich denke also bin ich - Bin ich nicht! Ich ist geisteskrank. Und kauf mir was." (Peter Licht)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ermanameraz
auf Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 07.05.2006
Beiträge: 3932

Beitrag(#473425) Verfasst am: 12.05.2006, 20:09    Titel: Antworten mit Zitat

Evilbert hat folgendes geschrieben:
Konstrukt23 hat folgendes geschrieben:

Nein - die Leute müssen wissen, wen sie und warum sie wählen. Da ist Frühförderung angessagt.


Gut. Um die aktuellen Erkenntnisse zu erwerben brauchen sie aber auch Zeit. Und Zeit ist Geld.

Mein Vorschlag:

Abschaffung des Reliunterichtes und dafür Politikunterricht ab Klasse 1 sowie 150 € für jede abgegebenWählerstimme für den Wähler, die weniger als 100.000 €/anno verdienen. Über genaue Zahlen lässt sich natürlich noch diskutieren. zynisches Grinsen


äh... das wären schätzungsweise mindestens 3 milliarden pro legislaturperiode dafür, dass quasi ein zufallsgenerator zwei kreuzchen macht.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Konstrukt
konstruktiver Radikalist



Anmeldungsdatum: 19.08.2005
Beiträge: 6587
Wohnort: Im Barte des Propheten

Beitrag(#473428) Verfasst am: 12.05.2006, 20:11    Titel: Antworten mit Zitat

Erminamerjaz hat folgendes geschrieben:
Evilbert hat folgendes geschrieben:
Konstrukt23 hat folgendes geschrieben:

Nein - die Leute müssen wissen, wen sie und warum sie wählen. Da ist Frühförderung angessagt.


Gut. Um die aktuellen Erkenntnisse zu erwerben brauchen sie aber auch Zeit. Und Zeit ist Geld.

Mein Vorschlag:

Abschaffung des Reliunterichtes und dafür Politikunterricht ab Klasse 1 sowie 150 € für jede abgegebenWählerstimme für den Wähler, die weniger als 100.000 €/anno verdienen. Über genaue Zahlen lässt sich natürlich noch diskutieren. zynisches Grinsen


äh... das wären schätzungsweise mindestens 3 milliarden pro legislaturperiode dafür, dass quasi ein zufallsgenerator zwei kreuzchen macht.


Ja nun, für anderen Scheiß wird viel mehr Geld verschwendet zynisches Grinsen
_________________
"Geisteskrank den eignen Namen sagen: Ich ich ich ich denke also bin ich - Bin ich nicht! Ich ist geisteskrank. Und kauf mir was." (Peter Licht)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Evilbert
auf eigenen Wunsch deaktiviert



Anmeldungsdatum: 16.09.2003
Beiträge: 42408

Beitrag(#473435) Verfasst am: 12.05.2006, 20:16    Titel: Antworten mit Zitat

Erminamerjaz hat folgendes geschrieben:
Evilbert hat folgendes geschrieben:
Konstrukt23 hat folgendes geschrieben:

Nein - die Leute müssen wissen, wen sie und warum sie wählen. Da ist Frühförderung angessagt.


Gut. Um die aktuellen Erkenntnisse zu erwerben brauchen sie aber auch Zeit. Und Zeit ist Geld.

Mein Vorschlag:

Abschaffung des Reliunterichtes und dafür Politikunterricht ab Klasse 1 sowie 150 € für jede abgegebenWählerstimme für den Wähler, die weniger als 100.000 €/anno verdienen. Über genaue Zahlen lässt sich natürlich noch diskutieren. zynisches Grinsen


äh... das wären schätzungsweise mindestens 3 milliarden pro legislaturperiode dafür, dass quasi ein zufallsgenerator zwei kreuzchen macht.


Das Geld wäre ja eingespart, weil wir weder Religionslehrer noch deren Ausbildung finanzieren müssten und nicht mehr so viele Leute rangezüchtet werden, die ihre privaten Hirngespinste (Kirchensteuer) steuerlich absetzen können. Soweit ich das in Erinnerung habe, macht allein letztere Zahl mehr aus als 3 Mrd.; der Staat würde damit ein Geschäft machen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Nergal
dauerhaft gesperrt



Anmeldungsdatum: 17.07.2003
Beiträge: 11433

Beitrag(#473442) Verfasst am: 12.05.2006, 20:27    Titel: Antworten mit Zitat

Zufallsgenerator???

Denkst du bei einer Zufallsverteilung hätten wir die Merkel bekommen?

Ne wir... äh ihr, hättet Ne große Koalition aus mindestens 8 Parteien zynisches Grinsen (wer weiß ob das so schlimm wäre?

Zitat:
Die Idee träfe aber genau diejenigen die die 50€ Strafe nicht zahlen könnten. Der klassische Nicht-Bildungsbürger hat wenig Geld und würde wahrscheinlich genau der sein, der nicht zur Schulung kommt und nicht wählen geht.
Die Schule als Bildungsträger müsste eigentlich diese Aufgabe erfüllen. Kann sie aber offenichtlich nicht. Ich würde vorschlagen den Religionsunterricht durch politische Bildung zu ersetzen. Konfessionsübergreifend und als Pflichtfach.


Wer nicht zahlen kann geht zum Unterricht und hört sich dass dann an, fertig.
Wer es sich nicht anhören will aber das nötige Geld hat zahlt und bleibt daheim.

Wenn wenigstens 10% mehr zur wahl gehen bringts was.

Man könnte auch jedem der zur wahl kommt 10 Euro zahlen, aber obs dass bringt, besser wäre mehr Geld, aber dass will dann wieder keiner Zahlen, ich zumindest finde sowohl meine Idee als auch die der anderen teils ziemlich bedrückend, wählen zu gehen soll ja keine lästiges Zettelausfüllen sein für dass man dann auch noch bezahlt werden muß, es ist ein hart erkämpftes Recht, eine Freiheit, die es ermöglicht sich am politischen Leben zu beteiligen, ein Freiheit um die uns millionen Menschen beneiden.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Badner
registrierter User



Anmeldungsdatum: 25.03.2006
Beiträge: 564

Beitrag(#473472) Verfasst am: 12.05.2006, 20:59    Titel: Antworten mit Zitat

Sokrateer hat folgendes geschrieben:
Meiner Meinung nach sollten alle, die die Mehrheit der Bevölkerung für verblödet, gehirngewaschen und dumm halten, nicht wählen dürfen, da sie die Demokratie ganz offensichtlich ablehnen.


Moin
Zustimmung,wobei der herzerfrischende Selbsthinweis,für sich die Faehigkeit vorrauszusetzen,in anbetracht der BRD-Realitaeten ein echter Brüller ist zwinkern
Seit dreissig Jahren beten verschiedenste Koalitionen den "Aufschwung" an und immer wieder geht man zur Wahl,waehrend das politische System offensichtlichst nur Lobbyarbeit betreibt.
Gruss
Eichbaum
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Cato
Der Freund der Bösen



Anmeldungsdatum: 13.08.2005
Beiträge: 970
Wohnort: Wolkenkuckucksheim

Beitrag(#473573) Verfasst am: 12.05.2006, 22:46    Titel: Antworten mit Zitat

Xamanoth hat folgendes geschrieben:
In Rom glaubte man, dass nur die (gebürtigen) Aristokraten fähig sein würden, zu regieren und die regierenden zu wählen. (Patrizier)


Hallo? Die Patrizier bildeten lediglich die ursprüngliche römische Bürgerschaft – und waren ziemlich weit weg von dem was man gemeinhin unter einer Aristokratie versteht; da diese fast ausnahmslos selbst als Bauern tätig waren und die größten Bestenfalls als Großbauern bezeichnet werden können. Nach der Gründung der Republik erkämpften sich die persönlich freien, aber politisch rechtlosen Plebejer recht schnell die bürgerliche Gleichheit mit den Altbürgern und dieser Vorgang fand seinen Abschluss noch vor der Einigung Italiens unter römischer Suprematie – also Obacht mit solchen Aussagen...

Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Wo hat es so etwas in der Geschichte schon mal gegeben? Ausser ansatzweise in Athen?


Ansatzweise kann man die attische Demokratie nun wirklich nicht nennen: Selbst wenn man die "aristokratische" Vorgeschichte bis zum Scheitern der Reformen Solons und der Errichtung der Tyranis ausblendet – deren Volksbeteiligung durchaus die parlamentarische Demokratie in den Schatten stellt – so bestand die attische Demokratie (mit kleinen Unterbrechungen) fast zwei Jahrhunderte (so alt muss diese Republik erst Mal werden), schlug die persische Weltmacht zurück und war durchaus dabei die Hegemonie über die griechischen Stadtstaaten zu erringen. Selbst deren Sturz ist kein innerer Zusammenbruch, sondern einzig und allein auf die Niederlage gegen die Nachfolger Alexanders zurückzuführen: die dem Staat eine oligarchische Ordnung oktroyierten – und immer wenn deren Macht gebrochen würde, errichteten die Athener ihre Demokratie wieder... (die Volksherrschaft ist übrigens durchaus kein Ausnahmefall unter den griechischen Städten, sondern ein recht häufig vorkommendes Phänomen.)

Erminamerjaz hat folgendes geschrieben:
die demokratie wurde nicht eingeführt weil es die effizienteste staatsform ist, sondern weil sie die stabilste staatsform ist. nun wieder davon abweichen zu wollen bedeutete die gründe für das entstehen der demokratie zu ignorieren, was, um es aristokratisch auszudrücken, nicht weise wäre zwinkern


Eigentlich wurde die Demokratie überall vom Volk erkämpft – mit Ausnahme von Deutschland und Japan, dort wurde sie tatsächlich eingeführt – und sie ist auch nicht die stabilste, sondern die fragilste; denn sie ist wie die Masse des Volks, das durch sie herrscht: so erblühen mache Staaten unter ihr zu großer Macht, während andere ein armseliges und erbärmliches Dasein führen... eine Demokratie ist immer nur so stark, weitsichtig und gerecht wie ihre Bürger.

Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Die ganzen Nazis wären niemals an die Macht gekommen, wenn mand ie politischen Grundfähigkeiten der Bürger swie der Gewählten geprüft hätte.
Es kann nicht sein, dass jemand im Reichstag sitzt, der offenherzig von ishc gibt, die Demokratie abzulehnen (das galt nicht nur für die NSDAP).


Die Weimarer Republik möchte hier darauf verweisen, das es ihre Gründer vor allem versäumten sich eine breite Machtbasis zu schaffen und die antidemokratischen Eliten und Machtstrukturen der Kaiserzeit zu beseitigen: Dies meint die Eliten in Justiz, Verwaltung, Militär und Polizei... diese waren es, die später alles taten, um die Nazis an die Macht zu bringen – eine halbherzige Revolution ist eben keine und sich der Reaktionäre zu bedienen um sich der Kommunisten zu erwehren ist höchst töricht, eher noch sollte man die einen durch die anderen in Schach halten oder zumindest die Reaktionäre dann ebenfalls über die Klinge springen lassen...
_________________
Im Übrigen bin ich dafür, dass der Monotheismus zerstört werden muss.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Deus ex Machina
registrierter User



Anmeldungsdatum: 14.03.2006
Beiträge: 789

Beitrag(#473688) Verfasst am: 13.05.2006, 02:03    Titel: Antworten mit Zitat

Sokrateer hat folgendes geschrieben:
Meiner Meinung nach sollten alle, die die Mehrheit der Bevölkerung für verblödet, gehirngewaschen und dumm halten, nicht wählen dürfen, da sie die Demokratie ganz offensichtlich ablehnen.


Weshalb soll das eine aus dem andern folgen? Ich meine, weshalb sollen die, die die Mehrheit der Bevölkerung für, sagen wir mal, politisch nicht hochgradig sensibilisiert halten, die Demokratie ablehnen?

Ich glaube aber nicht, dass dieser Führerschein nennenswerte Veränderungen bringen würde. Diejenigen, die die Parteien und die wichtigsten Grundbegriffe nicht kennen, geben ihre Stimme sowieso nicht ab. Und selbst wenn: Der grosse Vorteil der Demokratie ist mE nicht, dass die Mehrheit tendentiell die "beste" Entscheidung trifft, sondern vielmehr, dass die Macht bei denselben liegt, die die Auswirkungen ihrer Entscheidungen auch zu tragen haben.
De facto haben wir doch eine Aristokratie. Man kann ja nicht die Mehrheit Gesetze verfassen und ausführen lassen. Und ob ein bestimmtes Gesetz nun durchkommt oder nicht, ist aus makropolitischer Sicht meist unbedeutend. Bedeutend ist aber, dass das Volk die Möglichkeit hat, die "Aristokraten" abzusetzen, wenn sie all zu offensichtlich nur noch in ihrem eigenen Interesse handeln - bzw., dass es eben deshalb gar nicht zu dieser Situation kommen kann.
Ob nun Merkel oder Schröder den Posten inne hat - was soll's. Die eigentliche Entscheidung, ob jemand zum Staatsoberhaupt geignet ist, findet nicht bei der Wahl statt, sondern zuvor, wenn die ernsthaften Kandidaten nominiert werden. Aber das Volk muss die Möglichkeit haben, bei der Wahl zwischen Hitler und einem Durchschnitskanzler letzteren zu wählen bzw. ersteren abzusetzen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden MSN Messenger
caballito
zänkisches Monsterpony



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 12112
Wohnort: Pet Sematary

Beitrag(#473847) Verfasst am: 13.05.2006, 12:11    Titel: Antworten mit Zitat

Erminamerjaz hat folgendes geschrieben:
das ist falsch und es ist auch falsch, dass es das sonstwo nirgends gegeben hat. rom war zeitweise ebenfalls eine aristokratie, auch im alten japan gab es das und im grunde gibt es das auch noch heute. abgesehen vom britischen house of lords, sind aristokratische elemente auch in den 'modernen demokratieen' vertreten, was irgendwo trivial ist, da es sich mitunter gar nicht vermeiden lässt.


Dass es "Aristokratien" gab, deren herrschende Elemente durch Geburt determiniert wurden, hat keiner bestritten. WElches der von dir genannten Beispiel war denn eine Aristakratie nach Verstand?
_________________
Die Gedanken sind frei.

Aber nicht alle Gedanken wissen das.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
caballito
zänkisches Monsterpony



Anmeldungsdatum: 16.07.2003
Beiträge: 12112
Wohnort: Pet Sematary

Beitrag(#473850) Verfasst am: 13.05.2006, 12:14    Titel: Antworten mit Zitat

Xamanoth hat folgendes geschrieben:

Vor allem bleibt Raum für ein uneinhetilcihes, und damit ineffektives, Hochschulrecht, Baurehct, Gewerberecht, Polizeirecht...


Was ist imneffektiv daran? Für jeden Bauplatz, Polizisten, Studienplatz gilt genau ein Polizei-, Bau, Hochschulrecht. Was ist ineffektiv daran, wenn für einen anderen ein anderes gilt?

Xamanoth hat folgendes geschrieben:
Was für große alternative Maßnahmen gab es denn so in den letzten Jahren?


Keine. Weil sich immer alle abgesprochen haben, damit ja keiner was abweichendes macht.
_________________
Die Gedanken sind frei.

Aber nicht alle Gedanken wissen das.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Doc Extropy
dauerhaft gesperrt



Anmeldungsdatum: 07.03.2006
Beiträge: 6149

Beitrag(#473859) Verfasst am: 13.05.2006, 12:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ich werde nie verstehen, warum es Arbeitnehmer gibt, die etwas anderes als linksgerichtete Parteien wählen.

DENEN würde ich wegen offensichtlicher Gehirnfehlfunktionen sehr wohl das Wahlrecht entziehen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen   Drucker freundliche Ansicht    Freigeisterhaus Foren-Übersicht -> Politik und Geschichte Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
Seite 3 von 4

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.



Impressum & Datenschutz


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group