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Johnnyboy Stück Scheiße
Anmeldungsdatum: 26.06.2005 Beiträge: 2562
Wohnort: Babylon
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(#492364) Verfasst am: 08.06.2006, 18:03 Titel: |
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Komodo hat folgendes geschrieben: | Quoyle hat folgendes geschrieben: | Beide glauben, der Atheist wie der Theist. | Nur basiert die Vorstellung von Atheisten auf Fakten, die von Theisten nicht. |
Gibt es einen ultiamtiven Beweis für die Unmöglichkeit der Existenz eines Gottes? Na dann mal raus damit.
Abgesehen davon ist nicht jeder Atheist auch ein kritischer Rationalist.
Zitat: | Auch nicht wirklich. Der Atheist glaubt nicht an etwas, für das keine Fakten sprechen. Theisten tun das schon (oder interpretieren halt Fakten anders). |
Falsch. Ein Atheist kann sehr wohl an alle möglichen Spinnereinen glauben (auch metaphysischer Natur). Nur eben nicht an einen theistischen Gott.
_________________ "Das Leben des Starken erfüllt seinen Sinn, das des Schwachen seinen Zweck".
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Komodo Maggots!
Anmeldungsdatum: 27.05.2005 Beiträge: 4588
Wohnort: 2Fort
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(#492369) Verfasst am: 08.06.2006, 18:06 Titel: |
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Johnnyboy hat folgendes geschrieben: | Gibt es einen ultiamtiven Beweis für die Nichtexistenz eines Gottes? Na dann mal raus damit. | Es gibt keine ultimativen Beweise.
Deshalb reicht es aus, dass Götter erfundene Figuren sind, und es keinen Beweis dafür gibt, dass sie mehr sind als das.
Johnnyboy hat folgendes geschrieben: | Abgesehen davon ist nicht jeder Atheist auch ein kritischer Rationalist.  | Ja, stimmt. Meine Aussage kann also nur einen Teil der Atheisten umfassen.
Zuletzt bearbeitet von Komodo am 08.06.2006, 18:09, insgesamt einmal bearbeitet |
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Surata auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 29.03.2005 Beiträge: 17383
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(#492373) Verfasst am: 08.06.2006, 18:09 Titel: |
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Johnnyboy hat folgendes geschrieben: |
Zitat: | Auch nicht wirklich. Der Atheist glaubt nicht an etwas, für das keine Fakten sprechen. Theisten tun das schon (oder interpretieren halt Fakten anders). |
Falsch. Ein Atheist kann sehr wohl an alle möglichen Spinnereinen glauben (auch metaphysischer Natur). Nur eben nicht an einen theistischen Gott. |
Ich meinte es ja auch im Kontext auf die Gottesfrage.
Da kann man sagen, Theisten glauben an die Existenz Gottes, Atheisten glauben nicht an die Existenz Gottes.
Eine gewisse Paralellität ist nicht zu übersehen. Aber diese bezieht sich halt nur auf Gott, nicht auf anderes.
Dass Atheisten auch an anderen Scharrn glauben können ist nur folgerichtig. Immerhin bezieht sich der Begriff ja nur auf Glauben an Gott, und nicht auf Aberglauben oder sonstiges generell.
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Johnnyboy Stück Scheiße
Anmeldungsdatum: 26.06.2005 Beiträge: 2562
Wohnort: Babylon
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(#492374) Verfasst am: 08.06.2006, 18:09 Titel: |
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Zitat: | Deshalb reicht es aus, dass Götter erfundene Figuren sind, und es keinen Beweis dafür gibt, dass sie mehr sind als das. |
Damit hättest du die Wahrscheinlichkeit das deine Annahme die Richtige ist auf ein Maximum erhöht (in Bezug auf ein konkretes Gottesbild). Zu einem gewissen Teil müsstest du allerdings trotzdem noch "glauben".
Zitat: | Dass Atheisten auch an anderen Scharrn glauben können ist nur folgerichtig. Immerhin bezieht sich der Begriff ja nur auf Glauben an Gott, und nicht auf Aberglauben oder sonstiges generell. |
Dann war ich da wohl ein wenig voreilig. Sorry.
_________________ "Das Leben des Starken erfüllt seinen Sinn, das des Schwachen seinen Zweck".
Zuletzt bearbeitet von Johnnyboy am 08.06.2006, 18:11, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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Quoyle Mal hier, mal dort
Anmeldungsdatum: 01.06.2006 Beiträge: 85
Wohnort: Leipzig
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(#492375) Verfasst am: 08.06.2006, 18:09 Titel: |
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@ surata
Zitat: | Der Atheist glaubt nicht an etwas, für das keine Fakten sprechen. |
Sehe ich anders. Er glaubt, daß es Gott nicht gibt. Für diesen Glauben sprechen jedoch ebenso wenig Fakten, wie für den Glauben es gäbe Gott: Keine.
_________________ "Bisweilen bin ich häßlich wie splittriges Leergut am offenen Herzen, dann wieder umflort mich die signaturhafte Aura des alban'schen Beauismus & ich erscheine der Aufmerksamen als sehenswert, hochgradig optoaromatisch & auf bizarre Wese anziehend." -
Alban Bezahler
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Komodo Maggots!
Anmeldungsdatum: 27.05.2005 Beiträge: 4588
Wohnort: 2Fort
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(#492377) Verfasst am: 08.06.2006, 18:10 Titel: |
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Johnnyboy hat folgendes geschrieben: | Damit hättest du die Wahrscheinlichkeit das deine Annahme die Richtige ist auf ein Maximum erhöht. Zu einem gewissen Teil müsstest du allerdings trotzdem noch "glauben". | Natürlich, das gilt für alle Subjekte.
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Quoyle Mal hier, mal dort
Anmeldungsdatum: 01.06.2006 Beiträge: 85
Wohnort: Leipzig
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(#492380) Verfasst am: 08.06.2006, 18:12 Titel: |
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Zitat: | Eine gewisse Paralellität ist nicht zu übersehen. Aber diese bezieht sich halt nur auf Gott, nicht auf anderes. |
Ich habe hier mit dem Wörtchen "nur" so meine Probleme. Denn die Gottesfrage ist ja grade DER Unterschied zwischen Atheisten und Theisten.
_________________ "Bisweilen bin ich häßlich wie splittriges Leergut am offenen Herzen, dann wieder umflort mich die signaturhafte Aura des alban'schen Beauismus & ich erscheine der Aufmerksamen als sehenswert, hochgradig optoaromatisch & auf bizarre Wese anziehend." -
Alban Bezahler
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Surata auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 29.03.2005 Beiträge: 17383
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(#492381) Verfasst am: 08.06.2006, 18:12 Titel: |
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Quoyle hat folgendes geschrieben: | @ surata
Zitat: | Der Atheist glaubt nicht an etwas, für das keine Fakten sprechen. |
Sehe ich anders. Er glaubt, daß es Gott nicht gibt. Für diesen Glauben sprechen jedoch ebenso wenig Fakten, wie für den Glauben es gäbe Gott: Keine. |
Du darfst die erste Verneinung nicht übersehen
keine Fakten---> kein Glaube, Gewissheit
Fakten---> Glaube, Gewissheit
eigentlich ist die ganze Sache eher eine Frage der Interpretation oder Definition von "Fakten".
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Surata auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 29.03.2005 Beiträge: 17383
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(#492383) Verfasst am: 08.06.2006, 18:12 Titel: |
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Quoyle hat folgendes geschrieben: | Zitat: | Eine gewisse Paralellität ist nicht zu übersehen. Aber diese bezieht sich halt nur auf Gott, nicht auf anderes. |
Ich habe hier mit dem Wörtchen "nur" so meine Probleme. Denn die Gottesfrage ist ja grade DER Unterschied zwischen Atheisten und Theisten. |
Stimmt. Aber reine Theisten, gibts die überhaupt?
Ich meine nur dass man den Gläubigen in Bezug auf manche Atheisten Recht geben muss, dass die genauso mit Inbrunst an die nicht- Existenz glauben, wie die Theisten an die Existenz glauben.
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Evilbert auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 16.09.2003 Beiträge: 42408
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(#492413) Verfasst am: 08.06.2006, 18:47 Titel: |
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Quoyle hat folgendes geschrieben: | @ surata
Zitat: | Der Atheist glaubt nicht an etwas, für das keine Fakten sprechen. |
Sehe ich anders. Er glaubt, daß es Gott nicht gibt. Für diesen Glauben sprechen jedoch ebenso wenig Fakten, wie für den Glauben es gäbe Gott: Keine. |
1. Glaubst Du daran, dass es vor zehntausend Jahren eine überregional organsierte Sport- oder gar Weltmeisterschaft gegeben hat?
Wahrscheinlich, wie ich auch, glaubst Du das nicht. Es gibt eben keinen Hinweis dafür und deshalb ist eben vernünftig anzunehmen, dass es das nicht gab, obwohl keine Fakten dafür sprechen.
2. Wenn wir aber dennoch ein paar Hinweise hätten, dass anno 8000 v. Chr. der FC Stonehenge Weltmeister geworden worden wäre, und wir uns einfach weigern würden, diese Fakten zur Kenntnis zu nehmen, implizierte dieses Glauben irgendwelche Verhaltensänderungen für uns?
Ich glaube nicht, dass ich irgendeine Verhaltensweise ändern würde, wenn ich plötzlich nicht mehr Nicht-Glauben würde, dass der FC Stonehenge niemals Meister war und es diesen Verein auch niemals gab.
Nochmals anders gesagt: "glauben" ist im Deutschen ein "Teekesselchen". An Gott glauben, an den Sieg der Arbeiterklasse glauben, der Glaube an das Gute im Menschen oder daran dass man seine Träume wahr machen kann beispielsweise sind eine ganz andere Form von Glauben (= nämlich jeweils im Sinne von "dran glauben", also von der Wahrheit dieser Aussagen überzeugt und damit identifiziert zu sein) als jene "glauben" dass es morgen nicht regnet, dass man übermorgen nicht arbeiten muß oder dass das bestimmt noch mal wer anders erklären muß, bis es verstanden wird (=letztere sind im Sinne von für "vermuten", und es nicht mit der eigenen Idendität näher in Verbindung bringen)
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Der_Guido dafür dagegen zu sein
Anmeldungsdatum: 17.05.2006 Beiträge: 2518
Wohnort: Östlich von Holland
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(#492502) Verfasst am: 08.06.2006, 19:38 Titel: |
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Ölbendölp hat folgendes geschrieben: | Der_Guido hat folgendes geschrieben: | Ich verstehe den Kontext deines Argumentes nicht ganz, was haben Methodisten und Freikirchler jetzt mit dem vorhandenen oder nicht vorhandenen Glauben der Christen von 1933 bis 1945 zu tun. Für mich sind das einfach nur noch weitere Christen mit anderer Konfession. |
Es hat damit zu tun, dass Kirchenmitglieder nicht zwangsläufig auch gläubig sein müssen - also Christen sind. Hier im FGH gibt es auch einige, die noch Kirchenmitglied sind, z. B. aus beruflichen Gründen. |
Wolltest du damit zum Ausdruck bringen, daß es religiös motivierte Diskriminierung seitens der "gläubigen Christen" bei der Einstellung von Arbeitnehmern gibt ? Für ein paar Nachweise sind dir bestimmt ein paar Arbeitsrichter dankbar ...
Ölbendölp hat folgendes geschrieben: | Der_Guido hat folgendes geschrieben: | Ölbendölp hat folgendes geschrieben: |
Naja, so 10 - 12 Diktatoren werden sich da sicherlich noch verstecken.
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Warum so bescheiden ?
Und wen prüft Gott mit solchen Leuten in seiner Kirche ? |
Man, was stellst du blos für Fragen? Wie kommst du darauf, dass Hitler eine Prüfung war? |
Hat aus deiner Sicht nicht schon Gott die Juden mit Jesus geprüft ? Kennst du nicht die Warnungen vor falschen Propheten ?
Ich baue hier eine Analogie auf, falls es dir noch nicht aufgefallen sein sollte, aber beschimpfe mich ruhig weiter, das mußten sich die Christen von den Juden auch anhören
Ölbendölp hat folgendes geschrieben: |
Shit, ich wollte Kirchenmitglieder schreiben, nicht Christen.
Ich bestreite dass Hitler Christ war, weil er nicht an die Erlösung durch Jesus Christus geglaubt hat.
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Du beschreibst lediglich einen Mainstream der Christologie, den z.b. Marcion nicht vertrat und dennoch als Christ bezeichet wird, und der hat immerhin gleich das ganze AT mit verworfen
Ölbendölp hat folgendes geschrieben: | Der_Guido hat folgendes geschrieben: | Ölbendölp hat folgendes geschrieben: |
Aha, Hitlers christliches Gottesbild...verstehe.
Jesus war nur Mittel zum Zweck für ihn. Und seine Propaganga-Leute haben aus dem Jesus der Bibel einen anderen gemacht, der praktisch nur noch den Namen mit dem alten gemein hatte.
Wie oft soll ichs noch sagen. Die große Masse des Volkes war in der Kirche und die Nazis mussten zwangsläufig trennende Elemente (hier z. B. Jesus der Jude) mit ihrer Ideologie in Einklang bringen. Lösung hier: Jesus gibts immer noch, aber eben nicht mehr als Juden.
Hitlers Gottesbild - seine "Vorsehung" - war eher eine Art Schicksal denn ein Gott, wie man ihn sich Mitteleuropäer vorstellen würde. Was war denn bitteschön so |
Das ist interessant, was du da so zusammengetragen hast, das kannst du sicherlich auch mit Quellen belegen ? Nicht das ich diese Argumente nicht kennen würde, aber es gibt mehr als nur einige Spekulationspapiere und -bücher, die sich mit seinem möglichen Glauben befaßt haben.
Vor allem, daß er seine Ideologie des Judenhasses in Einklang mit den Christen bringen mußte, interessiert mich brennend. |
Die völlige physische Auslöschung der Juden war in keiner Kirche Programm, auch nicht vor 1945. Der (vor allem katholische) Antisemitismus war ein Faktor, der Grundlage für den Holocaust war. Du scheinst aber zu ignorieren, dass die Motive für Hitlers Judenhass nicht aus einer religiösen Gegnerschaft gegen die "Christusmörder" resultierte.
Wikipedia hat folgendes geschrieben: | Wesentliche Antriebskräfte für Hitlers Politik waren sein auf Ausrottung der Juden zielender Antisemitismus und sein radikaler Sozialdarwinismus. Vom Beginn seines öffentlichen Auftretens bis zu seinem Tod griff Hitler immer wieder die Juden und andere so genannte „rassisch Minderwertige“ an, zu denen er unter anderem Sinti, Roma, Polen und Russen zählte. Seine sozialdarwinistischen Anschauungen traten vor allem in Äußerungen über Kranke sowie körperlich und geistig Behinderte zutage, deren Existenz er als „lebensunwert“ bezeichnete. Hitler sah in der Weltgeschichte einen permanenten Kampf, in dem die „Starken“ die „Schwachen“, die „höherwertigen“ die „minderwertigen Rassen“ auszumerzen hätten. |
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Und wo steht da nun, daß seine Antriebskräfte nicht religiös motiviert war, bzw. daß er seinen Judenhass in Einklang bringen mußte ?
Ölbendölp hat folgendes geschrieben: | Der_Guido hat folgendes geschrieben: | Ölbendölp hat folgendes geschrieben: |
Du hast am Anfang gesagt, dass z. B. die Konfirmation hinreichend ist, um bei dir als Christ zu gelten. Ich will wissen woran du das festmachst und wieso |
Die Kommunion an Leib und Blut Christi bezeichnet und bewirkt die sakramentale Gemeinschaft zwischen Christus und dem Gläubigen sowie der Gläubigen miteinander |
Konfirmation ist nicht gleich Kommunion.
Wikipedia hat folgendes geschrieben: | Es gibt die Kritik, ein Großteil der Konfirmanden nehme vor allem aus familiären und finanziellen Gründen an der Konfirmationsfeier teil. Der Glaube an Gott, Jesus Christus oder die Bibel spiele nur in wenigen Fällen eine Rolle für die Teilnahme an der Konfirmationsfeier, wie religionssoziologische Untersuchungen zeigten. Das gebe eine große Zahl der betroffenen Jugendlichen auf Nachfrage auch offen zu. |
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Mag sein, daß die EKD es schwer hat ihre Leute bei der Stange zu halten, aber so einfach ist es nun auch wieder nicht, die werden früher oder später dann auch wieder austreten.
evangelisch-das-ganze-leben.de hat folgendes geschrieben: | „Ich geh nur zum Konfirmandenunterricht, damit ich am Ende die Geschenke und das Geld kriege.“, sagen manche Jugendliche inzwischen ganz offen. Der Pfarrer resigniert, die Großeltern sind geschockt, andere winken ab und haben’s ja schon immer gewusst.
Konfirmation nur der Kohle wegen – man darf vermuten, dass die Wahrheit wie immer etwas vielschichtiger ist. Viele Jugendliche sind nämlich durchaus interessiert an Glauben und Religion. Doch sie finden wie die meisten Erwachsenen nur schwer Worte, ihre Überzeugungen und Glaubenssätze angemessen auszudrücken. Sofern Sie konfirmiert sind, machen Sie mal den Test und fragen sich: Warum genau habe ich mich damals konfirmieren lassen? Man muss schon eine Weile nachdenken, bevor man eine plausible Antwort formulieren kann. Offen über den eigenen Glauben oder Un-Glauben zu sprechen, haben wir eigentlich schon fast verlernt.
Im Konfirmandenunterricht lernen die „Konfis“ die Grundzüge des christlichen Glaubens kennen, prüfen für sich, ob sie der Kirche angehören wollen. Mit der Konfirmation sagen die Konfirmanden und Konfirmandinnen ja zu ihrer Taufe. Die Kirche überträgt den Jugendlichen alle Rechte, die jedes Kirchenmitglied hat und die Gemeinde verspricht, sich für die Interessen der Jugendlichen einzusetzen. Im feierlichen Gottesdienst bittet die Gemeinde, dass Gott auch in schweren Zeiten des Erwachsenwerdens und den Stürmen des Lebens bei den Jugendlichen ist. |
Ölbendölp hat folgendes geschrieben: |
Wikipedia hat folgendes geschrieben: | Die Deutschen Christen (DC) waren eine rassistische und faschistische Gruppierung innerhalb des deutschen Protestantismus zur Zeit des Nationalsozialismus. Sie wurden 1932 gegründet und gewannen seit Juni 1933 die Leitung einiger Landeskirchen in der Deutschen Evangelischen Kirche. Mit ihrer Gleichschaltungspolitik und dem Versuch, durch die Übernahme des Arierparagraphen in die Kirchenverfassung Christen jüdischer Herkunft auszuschließen, lösten sie den Kirchenkampf mit anderen evangelischen Christen aus, die daraufhin 1934 die Bekennende Kirche gründeten.
Der Pfarrernotbund war ein im September 1933 gegründeter Zusammenschluss deutscher evangelischer Theologen, Pastoren und kirchlicher Amtsträger gegen die Durchsetzung des Arierparagraphen in der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK). Er reagierte auf die seit April 1933 durch Reichsbischof Ludwig Müller und die Deutschen Christen (abgekürzt DC) begonnene Umgestaltung der evangelischen Kirche in eine von der nationalsozialistischen Ideologie beherrschte „Reichskirche" ohne Christen jüdischer Herkunft. Damit begann der Kirchenkampf in der Zeit des Nationalsozialismus, in dessen Verlauf aus dem Pfarrernotbund 1934 die Bekennende Kirche hervorging. |
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Das es einen inneren Kirchenkampf gab, bestreitet keiner, daß es auch Widerstand gab, bestreitet keiner. Die evangelische Kirche räumte nach 1945 ihre Mitschuld ein, und ich habe keinen blassen Schimmer, zu welchem Zweck du hier eigentlich noch die Mitschuld leugnen willst.
Ölbendölp hat folgendes geschrieben: | Der_Guido hat folgendes geschrieben: | Das Argument, nach all den anderen Leugnungen einer kirchlichen Beteiligung, verschlägt sogar einem hartgesottenen Atheisten wie mir die Sprache. |
Ich leugne keine Mitschuld der Kirchen, sondern deren Mittragen von Vergasung und millionenfachem Mord. |
Die Kirche wußte von Konzentrationslagern und sie wußte von Ermordung der Insassen. Es sind ja auch Priester deportiert worden, so kann es wohl kaum entgangen sein, daß da etwas existiert. An einer anderen Stelle hattest du mal erwähnt, daß man nicht viel über die Ermordung wußte und den Wiki-Holocaust-Artikel zitiert. Ich hoffe, du hast den auch bis ganz nach unten zu Ende gelesen, da steht was von einer Mentalität des "nicht-wissen-wollen". Diese Mentalität scheinst du auch gerade an den Tag zu legen.
Ölbendölp hat folgendes geschrieben: | Der_Guido hat folgendes geschrieben: | Du kennst also keine Kanzel- und Schreibtischtäter ? Du hast wahrscheinlich auch noch nie was von Zwangsarbeitern im Dienste der Kirchen gehört ? Und du willst hier das Christentum verteidigen ? Manoman, harter Tobak, warum verteidigst du nicht gleich Hitler, der hat soweit ich weiß auch nicht eigenhändig einen Juden ermordet |
Für 6 Millionen Juden hätte er wohl auch etwas länger gebraucht... |
Vielleicht irre ich auch, und du bist gar kein Christ
Ölbendölp hat folgendes geschrieben: | Der_Guido hat folgendes geschrieben: | Wenn du schon weißt, daß er ein Priesterseminar besuchte, dann wirst du auch wissen welcher Konfession er angehörte. Also langeweile uns nicht mit solchen banalen Fragen, und im Zweifel blätter selbst nach. |
Langsam regt michs auf. Du schreibst noch größeren Müll als DerTorsten. Dann erklär mir das mal:
Wikipedia hat folgendes geschrieben: | besonders in den frühen Jahren gab es massive Christenverfolgungen, unter Lenin und Stalin Massenhinrichtungen und Deportationen in die Konzentrationslager des Gulag. |
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Was willst du damit widerlegen ? Christen ermorden Christen, das findest du doch überall in der Geschichte des Christentums, beginnend bei der Ermordung der Anhängern Marcions. Ich vermute mal, daß du Protestant bist, dann werde ich dir den 30-jährigen Krieg nicht erklären müssen.
Von DerThorsten weiß ich ja nur, daß er irgendwie ziemlich radikal kommunistische Positionen vertritt, bin ja noch nicht solange im Forum aktiv. Sollte mich der Vergleich mit ihm irgendwie persönlich treffen ? Du kannst mich ja gerne weiter mit Hitler vergleichen, wenn es dir soviel Spaß macht, aber ich würde schon darum bitten, daß du in unserer kleinen Auseinandersetzung nicht auch noch andere Personen diffamierst. Stell dir vor, ich bin wirklich so böse, wie du gerade scheinbar annimmst ... der arme DerThorsten ^^
Ölbendölp hat folgendes geschrieben: | Der_Guido hat folgendes geschrieben: | Um 1900 herum gab es ja kein RTL 2 und Co, dann darf ich deine Aussage sicherlich so werten, daß es dort noch nichts schlimmeres gab. Ich danke für die Bestätigung meiner Auffassung |
Nein, gab es nicht. Aber die Gebrüder Grimm gabs.
Da werden Frauen in Öfen verbrannt, Mädchen und alte Leute von Wölfen gefressen, Kinder fett gefüttert und anschließend verspeist, Prinzessinen verflucht, Zwerge von Bären gefressen, Ungehorsame Ehefrauen erstochen...
Ist auch nicht besser. Und scheinbar hat keiner ein Problem damit abends Kindern vorm Schlafengehen vorzulesen. |
Normalerweise habe ich ja nichts dagegen, wenn Bibel und Grimms Märchen in einem Atemzug genannt werden, aber der Unterschied ist leider noch der, daß man bei Grimm auch zugibt, daß es Märchen sind. Der Völkermord in der Bibel wird dagegen als legitim und von Gott gewollt dargestellt.
Ölbendölp hat folgendes geschrieben: | Der_Guido hat folgendes geschrieben: | Ölbendölp hat folgendes geschrieben: | Der_Guido hat folgendes geschrieben: | Ölbendölp hat folgendes geschrieben: |
Diesen Nachweis musst du aber erstmal erbringen. Keiner lässt sich damit abspeisen, dass Stalin mal im Priesterseminar war. |
Puuh, ich hab dir schon so viel Material angeschleppt, wie wäre es dann damit, wenn du vor deinen Leugnungen erst mal selber Material sammelst ? Aber ich bin ja nicht so ....
http://de.wikipedia.org/wiki/Jerusalemer_Urgemeinde
Die lukanische Darstellung der urchristlichen Gütergemeinschaft wurde gelegentlich als frühe Form eines Kommunismus aufgefasst. Dieser Begriff umfasst jedoch auch die gemeinsame Produktion, von der die Apostelgeschichte nichts berichtet. Da die Urgemeinde sich als Vorwegnahme des endzeitlichen Gottesvolks verstand, beinhalteten ihre Heilserwartungen wie die des Judentums jedoch indirekt auch die zukünftige radikale Umwälzung der irdischen Produktionsverhältnisse (vgl. Lk 1,46-55). Dies hat in der Kirchengeschichte vielfältig weitergewirkt, etwa in manchen Mönchsorden, Klostergemeinschaften und Basisgemeinden. |
Was hat die Idee eines freiwilligen Zusammenschlusses Gleichgesinnter mit Zwangskollektivierung und der zwangsweisen Verstaatlichug von Privateigentum inkl. massenhaften Mord von Regimegegnern zu tun. Siehst du da keinen Unterschied? Hat sich Marx auf das NT bezogen? |
Da steht in der Bibel nichts von freiwillig, eher im Gegenteil ....
Er übt Gewalt mit seinem Arm und czerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. 52Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. d 53Die Hungrigen füllt er mit Gütern und läßt die Reichen leer ausgehen. e 54Er gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf, 55wie er geredet hat zu unsern Vätern, Abraham und seinen Kindern in Ewigkeit.
Marx habe ich gerade nicht zur Hand, vielleicht hilft dir Engels weiter ....
- so sieht er eben nicht, daß dieser "Sozialismus", soweit er damals möglich war, in der Tat bestand und auch zur Herrschaft kam - im Christentum. Nur daß dies Christentum, wie dies den geschichtlichen Vorbedingungen nach gar nicht anders sein konnte, die soziale Umgestaltung nicht in dieser Welt verwirklichen wollte, sondern im Jenseits, im Himmel, im ewigen Leben nach dem Tod, im nahe bevorstehenden "Tausendjährigen Reich" |
Du weichst aus.
Ich schreibe, dass es nicht hinreichend ist, wenn Stalin mal ein Priesterseminar besucht hat, du kommst mir mit der Gütergemeinschaft in der Urgemeinde. Ich schreibe vom freiwilligen Zusammenschluss der Urgemeinde, du kommst mit Marias Lobgesang als Beleg, dass dem nicht so war.  |
Was möchtest du denn noch wissen ? Du stellst so alberne Fragen wie "wurde er christlich beerdigt" oder "wie erkläre ich, daß er millionenfach ermordet".
Dein Christenbild umfaßt möglicherweise nur Nächstenliebe, aber das ist ja nur ein kleiner Teil der Bibel. Dazu glaubst du an eine bestimmte Auslegung der Bibel, Evangelikale sind da fundamentaler und kennen auch den zornigen Gott und beschreiben keinen allgütigen Gott. Die ZeugenJehovas glauben noch was ganz anderes, und trotzdem sind es Christen. Wesley hattest du selber schon erwähnt, auch Christen .... Marcion hatte ich erwähnt ....
Mit einer reduzierten Sichtweise, daß Christen wohl nur evangelische oder katholische Christen sein können, wird sich dir der christlich religiöse Hintergrund Stalins und Hitlers entziehen.
Du weißt inzwischen, daß Stalin christlich orientiert ausgebildet wurde und du weißt, daß Kommunismus schon in der Bibel als Heilsziel formuliert ist. Marx und Engels verweisen ja oft genug darauf ...
Du weißt inzwischen hoffentlich auch, daß Christen nicht immer zimperlich mit sich und ihren Feinden umgegangen sind.
Du weißt sicherlich auch, daß die ersten Christen Judenchristen waren und ein gewisses AT verbogen haben
Das einzige was dir jetzt noch fehlt, ist 1 + 1 zu addieren und auf die Summe 2 zu kommen
_________________ lieber einen schlechten Plan, als gar kein Plan haben
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Kramer postvisuell
Anmeldungsdatum: 01.08.2003 Beiträge: 30878
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(#492605) Verfasst am: 08.06.2006, 20:49 Titel: |
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Quoyle hat folgendes geschrieben: | Er glaubt, daß es Gott nicht gibt. |
Er glaubt nicht, dass es einen Gott gibt.
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Der_Guido dafür dagegen zu sein
Anmeldungsdatum: 17.05.2006 Beiträge: 2518
Wohnort: Östlich von Holland
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(#492790) Verfasst am: 08.06.2006, 22:38 Titel: |
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Quoyle hat folgendes geschrieben: |
Sehe ich anders. Er glaubt, daß es Gott nicht gibt. Für diesen Glauben sprechen jedoch ebenso wenig Fakten, wie für den Glauben es gäbe Gott: Keine. |
Mal mein Senf dazu ...
Ich schließe die Existenz eines Gottes nicht aus, die bisher erbrachten Beweise der verschiedenen Religionen überzeugen mich aber nicht an ihren Gott zu glauben. In diesem Zusammenhang sollte man auch mal bedenken, daß ein Atheist nur einen Gott mehr ausschließt als ein Theist.
_________________ lieber einen schlechten Plan, als gar kein Plan haben
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Evilbert auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 16.09.2003 Beiträge: 42408
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(#492796) Verfasst am: 08.06.2006, 22:42 Titel: |
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Der_Guido hat folgendes geschrieben: | In diesem Zusammenhang sollte man auch mal bedenken, daß ein Atheist nur einen Gott mehr ausschließt als ein Theist.  |
Also ein Physiker sagte mir übrigens einst (ist aber schon lange her), alles was unter 1 Promille geht könne man vernachlässigen bei Meßergebnissen.
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Ragmaanir Fieser Necessitator
Anmeldungsdatum: 12.06.2005 Beiträge: 833
Wohnort: Hamburg
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(#492817) Verfasst am: 08.06.2006, 23:31 Titel: |
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Ich schmeiss jetzt mal einfach was in die Runde und definiere:
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Theismus: Ich nehme an dass es irgendeinen Gott gibt. Keine Bewertung.
Atheismus: Ich nehme nicht an, dass es irgendienen Gott gibt. Keine Bewertung.
Christ:
Ich nehme an ("ich weiss") dass es den christlichen Gott gibt.
Bewertung: Mein Gott is absolut gut. Alle nicht-gläubigen sind schlecht.
Kommunist:
Ich nehme an, dass es keinen Gott gibt.
Bewertung: Der Glaube an Götter ist schädlich.
Wie man sieht nehmen Theisten und Atheisten bestimmte weltanschauliche Positionen ein. Daraus resultiert noch keine Bewertung.
Jetzt das Problem:
Kommunismus und Christentum beinhalten Atheismus bzw Theismus. Is deswegen der Kommunismus eine Form des Atheismus und das Christentum eine Form des Theismus? Oder sollte man beide lieber als Ideologien bezeichnen, die eine bestimmte Position vertreten?
Man könnte sonst noch mehr definieren:
reiner Theismus: Theismus ohne Bewertung.
reiner Atheismus: Atheismus ohne Bewertung.
D.h. der Atheist und der Theist leiten keine moral oder so aus dieser Position ab.
Dann wäre Kommunismus eine Form des Atheismus und Christentum eine Form des Theismus. Beide wären kein reiner Atheismus bzw. Theismus.
Ich vertrete (momentan) letztere Klassifizierung, weil ich so direkt keinen Unterschied zwischen "Komunismus ist eine Form des Atheismus" und "Christentum ist eine Form des Theismus" sehe.
Zum Atheismus:
Jeder hat ein Weltbild. Um Vorstellungen dem Weltbild hinzufügen zu können, sollten diese rational Begründet sein (durch logische, empirische oder was-weis-ich Beweise). Um Vorstellungen als nicht hinzufügbar erklären zu können sollte auch dies Begründet sein (durch logische Beweise).
(Idealfall. Alles zu beweisen ist praktisch nicht möglich.)
Der schwache Atheist fügt die Vorstellung "Gott" seinem Weltbild nicht hinzu. Mehr nicht.
Der starke Atheist schließt Götter aus seinem Weltbild aus. Dies Position halte ich nur für gerechtfertigt bei Göttern bei denen das Theodizeeproblem oder andere logische Widersprüche auftreten.
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Was haltet ihr davon?
_________________ Dieser Post enthält die unumstößliche, objektive Wahrheit.
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Kritiker antireligiös
Anmeldungsdatum: 22.03.2006 Beiträge: 347
Wohnort: Köln
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(#493084) Verfasst am: 09.06.2006, 17:38 Titel: |
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Ragmaanir hat folgendes geschrieben: | Was haltet ihr davon? |
Wie kann man überhaupt auf die Idee kommen das Kommunismus eine form des Atheismus sein könnte?
Gib mir mal Belege dafür!!!!
_________________ Gott ist eine vom Menschen erdachte Hypothese bei dem Versuch, mit dem Problem der Existenz fertig zu werden.
(Sir Julian Huxley, engl. Biologe)
Welcher Religion ich bekenne? - Keine von allen, die du mir nennst. - Und warum keine? Aus Religion. (Friedrich Schiller)
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Schmerzlos auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 02.08.2003 Beiträge: 4554
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(#493091) Verfasst am: 09.06.2006, 17:48 Titel: |
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Kritiker hat folgendes geschrieben: | Ragmaanir hat folgendes geschrieben: | Was haltet ihr davon? |
Wie kann man überhaupt auf die Idee kommen das Kommunismus eine form des Atheismus sein könnte?
Gib mir mal Belege dafür!!!! |
http://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus#Materialistischer_Atheismus_.28Marx.2C_Engels.2C_Feuerbach.29
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Xamanoth auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 07.04.2006 Beiträge: 7962
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(#493100) Verfasst am: 09.06.2006, 18:03 Titel: |
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Schmerzlos hat folgendes geschrieben: | Kritiker hat folgendes geschrieben: | Ragmaanir hat folgendes geschrieben: | Was haltet ihr davon? |
Wie kann man überhaupt auf die Idee kommen das Kommunismus eine form des Atheismus sein könnte?
Gib mir mal Belege dafür!!!! |
http://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus#Materialistischer_Atheismus_.28Marx.2C_Engels.2C_Feuerbach.29 |
Dennoch ist Kommunismsu an sich keine Form des Atheismus. Man könnte höchstens sagen: Die marxistische Religionskritik (ebenso wie die freudianische, nietzschianische, feuerbachsche) ist eine Form des Atheismus.
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Kritiker antireligiös
Anmeldungsdatum: 22.03.2006 Beiträge: 347
Wohnort: Köln
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(#493374) Verfasst am: 09.06.2006, 23:15 Titel: |
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Xamanoth hat folgendes geschrieben: | Dennoch ist Kommunismsu an sich keine Form des Atheismus. Man könnte höchstens sagen: Die marxistische Religionskritik (ebenso wie die freudianische, nietzschianische, feuerbachsche) ist eine Form des Atheismus. |
Stimmt
@schmerzlos
Solltest treffendere oder bessere Links posten
_________________ Gott ist eine vom Menschen erdachte Hypothese bei dem Versuch, mit dem Problem der Existenz fertig zu werden.
(Sir Julian Huxley, engl. Biologe)
Welcher Religion ich bekenne? - Keine von allen, die du mir nennst. - Und warum keine? Aus Religion. (Friedrich Schiller)
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Schmerzlos auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 02.08.2003 Beiträge: 4554
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(#493644) Verfasst am: 10.06.2006, 12:29 Titel: |
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Xamanoth hat folgendes geschrieben: | Schmerzlos hat folgendes geschrieben: | Kritiker hat folgendes geschrieben: | Ragmaanir hat folgendes geschrieben: | Was haltet ihr davon? |
Wie kann man überhaupt auf die Idee kommen das Kommunismus eine form des Atheismus sein könnte?
Gib mir mal Belege dafür!!!! |
http://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus#Materialistischer_Atheismus_.28Marx.2C_Engels.2C_Feuerbach.29 |
Dennoch ist Kommunismsu an sich keine Form des Atheismus. Man könnte höchstens sagen: Die marxistische Religionskritik (ebenso wie die freudianische, nietzschianische, feuerbachsche) ist eine Form des Atheismus. |
- Was heißt hier "an sich" ? Ich glaube nicht, dass Du etwas finden wirst, dass "an sich" existiert.
Nach marxist. Auffassung ist Kommunismus die dem Sozialismus folgende Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung, in der das Privateigentum beseitigt und die Klassengegensätze aufgehoben sein sollen. Nix mit nem Jesus an der Spitze, nix mit nem Weltlenker. Nix mit dem "Jenseits". Auch nix mit einer individuellen Seele á la Christentum. Nein, das "Sein" wird betont. Also Materialismus.
Mit dem "geistigen", bzw. Idealismus haben es nunmal Kommunisten nicht so.
Warum glaubst Du denn, hat Marx Religionskritik geübt ? Damit Kommunismus zur Religion wird ?
Das finde ich schon arg unlogisch. Man könnte den Kommunismus sicherlich auch als
politische Religion bezeichen...jedenfalls in Bezug auf den ganzen "Kult".
Gott kommt da aber nicht vor. Das wäre ja eine "Klasse", etwas Erhabenes -
etwas das "über" dem Kollektiv steht. Im Ergebnis ist Kommunismus nun
mal Atheismus.
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gwarpy Psychonaut
Anmeldungsdatum: 19.09.2004 Beiträge: 2012
Wohnort: KinA
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(#493667) Verfasst am: 10.06.2006, 13:30 Titel: |
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Schmerzlos hat folgendes geschrieben: | Im Ergebnis ist Kommunismus nun mal Atheismus. |
Einen "echten" Kommunismus nach Marx oder Engels hat es aber nie gegeben, sondern bloss die bekannten sozialistischen Staaten, und die waren nun mal nicht atheistisch, sondern nur religionsfeindlich.
gwarpy
_________________ Die Menschen glauben das, was sie wünschen.
Gaius Julius Caesar
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narziss auf Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 16.07.2003 Beiträge: 21939
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(#493668) Verfasst am: 10.06.2006, 13:35 Titel: |
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gwarpy hat folgendes geschrieben: | Schmerzlos hat folgendes geschrieben: | Im Ergebnis ist Kommunismus nun mal Atheismus. |
Einen "echten" Kommunismus nach Marx oder Engels hat es aber nie gegeben, sondern bloss die bekannten sozialistischen Staaten, und die waren nun mal nicht atheistisch, sondern nur religionsfeindlich.
gwarpy | Und auch das religionsfeindlich ist übertrieben...
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gwarpy Psychonaut
Anmeldungsdatum: 19.09.2004 Beiträge: 2012
Wohnort: KinA
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(#493675) Verfasst am: 10.06.2006, 13:46 Titel: |
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narziss hat folgendes geschrieben: | gwarpy hat folgendes geschrieben: | Schmerzlos hat folgendes geschrieben: | Im Ergebnis ist Kommunismus nun mal Atheismus. |
Einen "echten" Kommunismus nach Marx oder Engels hat es aber nie gegeben, sondern bloss die bekannten sozialistischen Staaten, und die waren nun mal nicht atheistisch, sondern nur religionsfeindlich.
gwarpy | Und auch das religionsfeindlich ist übertrieben... |
Ist schlecht formuliert. besser wäre wohl:
...und die waren nun mal nicht atheistisch, sondern nur religionsfeindlich, im Sinne von die Religion als eigenständigen Machtfaktor bekämpfend, aber innerhalb des Regimes und seiner Regeln agierend Religion akzeptierend und als Partner sehend.
gwarpy
_________________ Die Menschen glauben das, was sie wünschen.
Gaius Julius Caesar
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Schmerzlos auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 02.08.2003 Beiträge: 4554
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(#493679) Verfasst am: 10.06.2006, 13:49 Titel: |
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gwarpy hat folgendes geschrieben: | Schmerzlos hat folgendes geschrieben: | Im Ergebnis ist Kommunismus nun mal Atheismus. |
Einen "echten" Kommunismus nach Marx oder Engels hat es aber nie gegeben, |
- Den "echten" Kommunismus halte ich auch für eine Utopie.
Ist das nicht eher die Argumentation von Kommunisten,
die meinen, dass es sowas überhaupt "wirklich" (sic!)
geben kann... Dazu gehört schon ein
gehöriges Maß an Realitätsverleugnung.
Zitat: | sondern bloss die bekannten sozialistischen Staaten, |
- Na, die waren ja nicht alle einfach nur "sozialistisch",
sondern beriefen sich z.B. schon auf einen "Staatskommunismus".
Zitat: | und die waren nun mal nicht atheistisch, sondern nur religionsfeindlich. |
- Du meinst, nur weil sie es nicht schaffen, die Religion gänzlich auszurotten -
würden diese nicht ihre atheistischen Vorstellungen vertreten ?
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Schmerzlos auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 02.08.2003 Beiträge: 4554
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(#493680) Verfasst am: 10.06.2006, 13:49 Titel: |
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narziss hat folgendes geschrieben: | gwarpy hat folgendes geschrieben: | Schmerzlos hat folgendes geschrieben: | Im Ergebnis ist Kommunismus nun mal Atheismus. |
Einen "echten" Kommunismus nach Marx oder Engels hat es aber nie gegeben, sondern bloss die bekannten sozialistischen Staaten, und die waren nun mal nicht atheistisch, sondern nur religionsfeindlich.
gwarpy | Und auch das religionsfeindlich ist übertrieben... |
- Ich weiß nicht... Kommunismus und Religion in eine Kiste zu packen,
finde ich schon ein bisschen gewagt...
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narziss auf Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 16.07.2003 Beiträge: 21939
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(#493681) Verfasst am: 10.06.2006, 13:52 Titel: |
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gwarpy hat folgendes geschrieben: | narziss hat folgendes geschrieben: | gwarpy hat folgendes geschrieben: | Schmerzlos hat folgendes geschrieben: | Im Ergebnis ist Kommunismus nun mal Atheismus. |
Einen "echten" Kommunismus nach Marx oder Engels hat es aber nie gegeben, sondern bloss die bekannten sozialistischen Staaten, und die waren nun mal nicht atheistisch, sondern nur religionsfeindlich.
gwarpy | Und auch das religionsfeindlich ist übertrieben... |
Ist schlecht formuliert. besser wäre wohl:
...und die waren nun mal nicht atheistisch, sondern nur religionsfeindlich, im Sinne von die Religion als eigenständigen Machtfaktor bekämpfend, aber innerhalb des Regimes und seiner Regeln agierend Religion akzeptierend und als Partner sehend.
gwarpy | So isses. Und nachdem Stalin die Kirche 25 Jahre lang blutig verfolgt hatte waren eben nur noch willfährige Geistliche übrig, die ihn ebenso huldigten, wie die deutschen Bischöfe Hitler.
Zuletzt bearbeitet von narziss am 10.06.2006, 13:55, insgesamt einmal bearbeitet |
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Schmerzlos auf eigenen Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 02.08.2003 Beiträge: 4554
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(#493682) Verfasst am: 10.06.2006, 13:55 Titel: |
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narziss hat folgendes geschrieben: | "..."
Und nachdem Stalin die Kirche 15 Jahre lang blutig verfolgt hatte waren eben nur noch willfährige Geistliche übrig, die ihn ebenso huldigten, wie die deutschen Bischöfe Hitler. |
- Ich denke nicht, dass Christentum und Kommunismus miteinander vereinbar ist.
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gwarpy Psychonaut
Anmeldungsdatum: 19.09.2004 Beiträge: 2012
Wohnort: KinA
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(#493684) Verfasst am: 10.06.2006, 13:58 Titel: |
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Schmerzlos hat folgendes geschrieben: | - Du meinst, nur weil sie es nicht schaffen, die Religion gänzlich auszurotten -
würden diese nicht ihre atheistischen Vorstellungen vertreten ? |
Ich sehe nicht wo die Kommunisten versucht hätten, die Religion auszurotten. Sie haben den Religionen (blutige) Dämpfer verpasst, um sie machtlos und dem regime untergeordnet zu halten, aber für Ausrottungsversuche will ich das nicht halten. Sieh Dir nur die russisch-orthodoxe Kirche an. Die hat das Sowietregime relativ unbeschadet überstanden, und hat nach dem Ende der Sowietunion reich wie eh und je ihr Comeback gefeiert, und zwar mit all ihrem Goldprunk, ihren Kirchen, ihren Priestern (die ja weiterhin ausgebildet wurden), etc.
Tatsächliche Ausrottungsversuche hätten mehr bewirkt, und zurückhaltend waren die Sowiets ja nicht gerade, wenn es darum ging Feinde des Regimes und sonstige unliebsame Teile der Bevölkerung zu "entfernen"..
gwarpy
_________________ Die Menschen glauben das, was sie wünschen.
Gaius Julius Caesar
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narziss auf Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 16.07.2003 Beiträge: 21939
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(#493686) Verfasst am: 10.06.2006, 14:00 Titel: |
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Stalin hat die Religion ja sogar gefördert:
Zitat: | Erst der Angriff Hitlers auf die Sowjetunion am 22.6. 1941 (»Unternehmen Barbarossa«), der angesichts des deutschen Vordringens bis kurz vor Moskau im Herbst 1941 die Mobilisierung aller patriotischen Kräfte erforderlich machte, zwang Stalin zu einer drastischen Veränderung seiner Kirchenpolitik. Bereits am 22.6., am 26.6. und am 30.7. 1941 hatte Metropolit S. alle Orthodoxen zur »Verteidigung der geheiligten Grenzen unseres Vaterlandes«, zur Teilnahme am Partisanenkrieg und zur Fürbitte für das Seelenheil aller gefallenen Rotarmisten (auch der ungläubigen) aufgerufen. In Botschaften vom 14.10. 1941 und vom 20.3. und 8.9. 1943 verurteilte er orthodoxe Geistliche, die mit der deutschen Besatzungsmacht kollaborierten, und verhängte gegen sie Kirchenstrafen. Am 7.11. 1942 sandte Metropolit S. eine Botschaft an Stalin, in der er ihn als »den von Gott gesandten Führer der Nation« ansprach. Mit reichen Spenden unterstützte die orthodoxe Geistlichkeit die sowjetische Kriegsführung und finanzierte eine Panzerabteilung, die den Namen des Moskauer Großfürsten und Tartarenbesiegers Dimitrij Donskoj (1359-1389) erhielt. Im Gegenzug ließ Stalin die antireligiöse Propaganda weitgehend beenden und veranlaßte die Einstellung aller Aktivitäten des »Bundes der militanten Gottlosen«. Metropolit S. erhielt nach seiner Rückkehr aus der Evakuierung in Llljanovsk nach Moskau am 31.8. 1943 wieder eine angemessene Residenz und eine Kathedrale und wurde am 4.9. 1943 zusammen mit den Metropoliten Alexij (Simanskij) von Leningrad und Nikolaj (JaruševiÚ) von Kiew und GaliÚ von Stalin im Kreml empfangen. Stalin gestattete bei dieser Gelegenheit die Einberufung eines Konzils und die Wahl eines Patriarchen. Das Konzil trat bereits am 8.9. 1943 zusammen, doch konnten nur drei Metropoliten, elf Erzbischöfe und fünf Bischöfe an ihm teilnehmen. An diesen Zahlen wird das ganze Ausmaß der Verfolgung, die die russisch-orthodoxe Hierarchie an den Rand der fast völligen physischen Vernichtung gebracht hatte, erkennbar. Die versammelten Hierarchen wählten noch am selben Tag Metropolit S. zum Patriarchen. Am 12.9. 1943 wurde S. in der Kirche der Hl. Epiphanie im Moskauer Stadtteil Elochovo feierlich inthronisiert. Wenig später erkannte das Moskauer Patriarchat die Wiederherstellung der Autokephalie der georgischen Kirche, die bereits 1917 erfolgt war, offiziell an und stellte die Gemeinschaft mit der georgischen Kirche wieder her. Im Oktober 1943 wurde ein »Rat für die Angelegenheit der orthodoxen Kirche« bei der Regierung eingerichtet, der den Wiederaufbau der kirchlichen Organisationsstrukturen zunächst wohlwollend unterstützte. Ende 1943 genehmigte die sowjetische Regierung die Eröffnung eines Priesterseminars. |
http://www.bautz.de/bbkl/s/s2/sergius_v_m.shtml
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PANdreas auf Wunsch deaktiviert
Anmeldungsdatum: 08.05.2006 Beiträge: 35
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(#493704) Verfasst am: 10.06.2006, 14:33 Titel: Re: Gräueltaten der Atheisten? |
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Rasul hat folgendes geschrieben: |
Nun meine Frage:
Ist euch bekannt, daß Atheisten im größeren Stil religiöse Menschen verfolgt, vernichtet, drangsaliert etc.. etc.. haben?
Danke |
Wenn man Deine Frage im Kontext der gezeigten Auseinandersetzung nimmt, und die Frage auf den Kern bringt, nämlich: haben Atheisten, soweit es bekannt ist, je in größerem Stil religiöse Menschen verfolgt, drangsaliert, vernichtet, usw...
... ist die Frage eindeutig mit NEIN zu beantworten. Aus einem Atheismus heraus oder auch einer wie auch immer gearteten Variante, Auslegung, oder einem gelebten Atheismus irgendeiner Prägung heraus sind sicher keine anders strukrurierten, glaubenden, nicht glaubenden Menschen von Atheisten verfolgt ...... worden. Und schon gar nicht wegen irgendwelcher Religionen. Selbst wenn ein atheistischer Despot Verbrechen gegen andere beging, war es nicht in der eigenschaft des Atheisten um seines Atheismus willen sondern um eine jeweils andere Art von Glaubenssystem zu etablieren. (Atheismus schließt das Vorhandensein eines Glaubenssystems aus!)
Ich habe diesen Threat gelesen und finde, dass der Streit um Hitlers und/oder des NS-Staates a/theistische Position - wie auch die des Sozialismus Leninsch-Stalinischer Prägung durchaus einen eigenen Threat verdient hätte. Denn es erscheint mir mehr als interessant, zu hinterfragen, warum gerade in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg in Europa derart totalitäre Regierungsformen entstehen konnten (Russland, Deutschland, Italien, Spanien).
An anderer Stelle im Forum hatte ich mal auf die an mich gestellte Frage, wie ich denn behaupten könne, Hitler sei Atheist gewesen, mit der mir durchaus rustikalen Art geantwortet, man solle sich doch mit der deutschen Geschichte auskennen. Deshalb biete ich an, jenen Threat zu eröffnen, werde mich aber erst wieder einlesen, was sicherlich ein/zwei Tage in Anspruch nehmen wird.
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